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Osten des Feuerreichs - S-Rang-Mission - Verstecktes Plateau - Shiro

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Matsuo Ryoichi

Guest
Im allgemeinem Chaos, dass die unbekannte und offensichtlich feindliche Kunoichi in der Kiessenke mit ihren überall hervorschießenden Wurzeln verursachte nahm Ryoichi erleichtert zur Kenntnis dass Saki wohl auf ihn hörte und ebenfalls Silber blitzenden Tod in Form von Kunais und Shuriken auf ihre einäugige Gegnerin warf. Als sie an ihm vorbeisprintete setzte er ihr sofort nach, bemerkte aber relativ bald dass das Mädchen wohl immer noch ihren eigenen Kopf durchsetzte und ohne Gedanken an sich oder den Rest der Gruppe auf die Jounin zuhielt.

„Verdammt!“

„Saki! Warte auf mich!“

Fluchend und zeternd versuchte er mit der kleinen Hyuuga Schritt zu halten und dabei den Wurzeln auszuweichen, die wie Unkraut aus dem Boden sprossen und sich den beiden Shinobi förmlich in den Weg warfen. Ryo selbst hatte aufgrund seines Bo`s die Liebe not den Wurzelwald zu durchqueren ohne irgendwo hängen zu bleiben und konnte so seine volle Geschwindigkeit nicht ausnutzen, blieb stattdessen immer knapp hinter der kleinen und wendigen Hyuuga zurück.

„Langsam hab ich gesagt!“

Doch als sein Geschrei half nichts, Saki wollte wohl auf Teufel komm raus in ihr Verderben rennen und ihre kleine sowie biegsame Statur spielte ihr da nur zu gerne in die Hände wie Ryo ärgerlich dachte als das Mädchen akrobatisch zwischen zwei rasch dicker werdenden Wurzeln hindurchsprang die sie um ein Haar erwischt hätten.

„Scheiße, da pass ich nie durch!“

Aber jede Sekunde die er zurück blieb würde Saki in größere Gefahr bringen und war man nicht Chuunin um auf Genin acht zu geben? Erneut fluchend wich er der nächsten Wurzel nicht aus sondern sprang auf sie drauf um sich mit ordentlich Schwung nach Vorne zu katapultieren und endlich mit der jungen Hyuuga aufzuschließen.

„Gottverdammt....Saki.“

Diese hatte vor ihrer Gegnerin gestoppt und schien wie die Jounin abzuwarten, doch Ryoichi war durch den Befehl Junkos und eigenem Beschützerinstinkt im Stress dazu genötigt sich vor die Genin zu stellen und die fremde Kunoichi direkt anzugehen.
Noch während seine Füße gerade erst den Boden berührten zuckte der böse Blick der blonden Frau zu ihm herüber und dem Chuunin lief es kalt den Rück hinunter während er seine Lungen mit Luft füllte:

1. Kaimon!“

Obwohl er diese Technik nun schon eine Weile beherrschte kribbelte es bei dem jungem Chuunin immer noch im ganzem Körper als alle Barrieren im Gehirn und seinen Muskeln gleichzeitig fielen und die ungezähmte Kraft seines Körpers in ihm explodierte. Mit Speichel der Erregung und verstörend weit aufgerissenen Augen schoss sein Kampfstab herum und zertrümmerte die unausweichlich auf Saki und ihn zuschießenden Ranken, die ebenfalls mit einem großen Knall und vielen umherfliegenden Splittern auseinandergerissen wurden. Die Augen ihrer blonden Gegnerin zeigten so was wie eine Reaktion auf Ryoichis Anstrengungen und ein leichtes, höhnisches Zucken umspielte ihre Mundwinkel als sie kurz, ganz beiläufig, mit einer Hand Fingerzeichen schloss und die Macht des Mokuton Mokuyari (Holzspeer) gegen die Genin und den Chuunin richtete. Sofort schossen fünf unförmige Wurzeln, die mehr Speeren als Pflanzen ähnelten aus dem losen Kiesboden der Senke und rasten auf die Beiden zu. Hektisch wirbelte Ryo den Bo umher und die Geschosse abzuwehren und sandte die Wurzelspeere mit Anstrengungen in alle Himmelrichtungen davon.

„Mist, selbst mit dem 1. Tor spüre ich die Kraft der Speere in meinen Armen! Zurück geht’s nicht mehr, nur weiter nach Vorne zu den anderen Toren!“

Dachte Ryoichi verbittert, er musste das auf jeden Fall so lange hinauszögern wie es ihm möglich war, sonst würde er nicht lange an diesem Kampf teilnehmen können.... Plötzlich krachte eine gewaltige Explosion über ihren Köpfen und lies Splitter und grobe Wurzelstücke auf die Knöpfe aller Beteiligten regnen. Kurz geschockt blickte er auf die armseligen, zerfetzten Überreste von dem Wurzelschild ihrer Feindin, mit dem sie sich (und Saki,Suzuka und ihn) vor einem Angriff geschützt hatte. Fast hätte Ryo im Eifer des Gefechts Sakamoto und Niyaze vergessen, die immer noch in der Nähe waren und sie unterstützen würden. Dieser Gedanke gab ihm in dem Moment in den er ihn gedacht hatte ein wenig Beruhigung und Ryo stürzte sich mit neuem Mut vorwärts. Frei nach dem Motto, Angriff ist die Beste Verteidigung, warf er sich durch die Überreste ihres Schildes auf die einäugige Fremde und versuchte sie mit seiner unglaublichen Kraft und Schnelligkeit zu erwischen und hoffentlich aus den Schuhen kippen zu lassen.
 

Iwamoto Yuto

Chuunin
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Sora
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Mit einem neuen Ziel vor Augen, schien die Umgebung um den Rotschopf herum gerade mal wie Schlieren an seinem Auge vorbeizuziehen. Das Grün der Blätter, das Braun der Bäume und natürlich die eine oder andere rote Strähne, die in sein Sichtfeld flatterte und daraufhin prompt aus seinem Gesicht gewischt wurde. Er und Daisuke waren also tatsächlich einem Bündnis mit den Shiro-Nin eingegangen. Um genau zu sein eben Junko, Itoe und Kayros. Deutlich zu merken war es, dass eine gewisse Spannung in der Luft lag, was sicherlich nicht nur am generellen Shiro und Sora Konflikt lag, sondern auch andere Gründe hatte. Doch diese, waren gerade ein völlig anderes Thema, denn vor ihnen würde ein wohl harter Kampf oder zumindest der Versuch, einen Kampf mit einem übermächtigen Gegner zu führen, liegen. Eine unbekannte Frau, die in Verbindung mit den Dieben stand und auch ausgerechnet noch über ein Bluterbe verfügte, nämlich dem Mokuton. Ein Hitzkopf mit einem händchen für heiße Angelegenheiten wäre natürlich ideal dafür geeignet, doch ein solcher war momentan leider nicht zur Verfügung. Schade, aber das ließ sich eben nicht so einfach ändern. Doch ganz wehrlos gegen Holz waren sie natürlich nicht. Zum einen hatten sie Junkos Talent für schneidende Windjutu, wie die beiden Kiri-Nin bereits selbst am eigenen Körper hatten feststellen dürfen, zum anderen gab es ja auch noch andere Wege um einen Gegner auszuschalten, als sich nur auf ein bestimmtes Angriffsmuster zu stürzen.
Yutos Plan zunächst war es, nachdem Junko und die übrigen beiden ihn und Daisuke über die Situation und vor allem auch Umgebung aufgeklärt hatten und sie sich dazu entschlossen, den übrigen Shiro-Nin zu helfen, schließlich wurde seiner Fraktion gerade auch von einem Jounin der anderen geholfen, zunächst den Gegner einzuschätzen, vielleicht sogar zu überraschen. Schon bevor sie also an ihrem Ziel angelangt waren, bereitete er einige Kunai, samt Explossionssiegel vor.
Am Ziel schließlich angekommen oder eher einige Meter vor ihrem eigentlichen Ziel, stoppte er auf einem Ast, von welchem aus er eine gute Sicht hatte. Die Shiro-Nin schienen hoffnungslos überfordert, egal ob der Gegner zu stark war oder nicht, was sie da machten, konnte Yuto mit einem kurzen Blick bewerten. Ein unkoordiniertes Vorgehen, keinerlei Plan und wohl ebenso wenig eine Aussicht auf Erfolg. Wenn man nun noch Junkos Worte hinzutat, dann wusste man, dass sie wirklich in der Klemme steckten und hier wirklich jeder nützlich sein konnte.
Yutos erste Aktion war es nun also, mit den vorbereiteten - übrigens waren es genau drei Kunai - anzugreifen. Oder viel eher, zu testen, wie der Gegner reagieren würde. Während der erste Kunai eine Ecke zu weit nach links, am Kopf vorbei angesetzt war, so zielte der zweite eher auf die Füße. Der dritte jedoch, der etwa einen Augenblick verzögert hinterher geschickt wurde, zielte direkt auf die Brust. Die ersten beiden waren also grundsätzlich nur zur Ablenkung gedacht, würden aber wahrscheinlich eher als kläglicher Versuch eines Anfängers bewertet werden. Man konnte eben auch auf die Psyche eines Gegners setzen, findet ihr nicht auch? Ob dieser Plan nun aufgehen würde und man so die ein oder andere Information erhalten konnte, würde sich noch in den nächsten Augenblicken zeigen. Aus dieser Position heraus war es für Yuto zumindest möglich schnell zu agieren, wahrscheinlich sogar aus dem Hinterhalt heraus. Nun war nur noch die Frage, was würden die anderen seines gemischten Teams machen? Hoffentlich nicht Tee trinken oder ihm etwa noch ein weiteres Mal ein Messer, buchstäblich, in den Rücken zu rammen.
 
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Mameha Junko

Guest
Es stellte sich jetzt eine sehr interessante Frage: Warum war der Kiri-Nin hier und half den Shiro-Nin, die eigentlich seine erklärten Feinde sein sollten, aus? Warum war er auf dieser Seite, warum attackierte er gezielt die Mokutonnutzerin, anstatt sich gegen die Shiro-Shinobi zu wenden? Dem verehrten faulen Leser sei hier in Kürze einfach gesagt, dass er überredet wurde, genau dies zu tun und damit ein temporäres Bündnis, welches durch zwei Jounin geschmiedet wurde, zu ehren und diesem zu entsprechen.
Für wahrlich Interessierte hier die lange Version des Gesprächs sowie die etwaigen Probleme und Verhandlungen.

Aus der Rubrik „Was bisher geschah“
Wenn er nicht gerade einen Verletzten hätte schleppen müssten, wäre der Tag vielleicht sogar sehr schön gewesen. Nur gelegentlich brachen helle Sonnenstrahlen durch das dichte Blätterdach, während der angenehme Geruch von Blättern, Blüten und Moos die Luft erfüllte. Singvögel zwitscherten, irgendwo in der Nähe war ein Specht dabei, mit einem vernehmlichen Pochen gegen Baumrinde zu klopfen, was allerdings nur die harmonische Szene unterstrich. Die vorherrschende Harmonie wirkte ein wenig wie ein Hauch der Magie, alt, ehrwürdig, eine Krone der Schöpfung. Doch wie es harmonischen Situationen so zueigen war, konnten diese einfach nicht überleben, sobald der Mensch anfing, zu manövrieren. Gerade wollte Yuto sich eine Markierung an einer Baumrinde genauer betrachten, fragte sich wohlmöglich, ob dieser krude Streifen ein Werk der Natur oder eines nachlässigen Shinobis war, als er eine ihm wohlbekannte Stimme hörte.
„Hast du dich verlaufen?“
Wie schafften es diese Leute eigentlich immer, im ungünstigsten Moment wie aus dem Nichts zu erscheinen. Die Stimme klang nicht unfreundlich, nicht zudringlich, aber auch nicht sonderlich zuvorkommend. Als sich der Kiri-Nin umdrehte, würde er die ihm bekannte Gestalt Junkos entdeckten – was aber viel wichtiger war: Sie hob abwehrend die Hände und schien allein zu sein.
„Keine Fallen, keine versteckten Waffen. Lass uns reden.“
Reden? Er kannte ihre Verhandlungsart, und die war sehr aggressiv, und daher war ihr Verhalten auch höchst untypisch. Wollte sie ihn jetzt auch noch dazu bringen, seinen verletzten Kameraden fallenzulassen, damit er sich auf sie stürzte? Oder wollte sie vielleicht Zeit schinden, damit irgend jemand sich auf ihn vorbereiten konnte? Zuletzt bestand aber auch noch eine ganz andere Möglichkeit, die durch einen kaum wahrnehmbaren Hauch von Unsicherheit auf ihrem Gesicht untermauert wurde. Vielleicht wollte sie … wirklich nur reden?

Die scheinbar etwas unberechenbarere Seite von Yuto, die ebenfalls für egoistische Beweggründe verantwortlich war, schien sich ganz unbemerkt im Unterbewusstsein auszubreiten und war dieses mal dafür verantwortlich, dass er die Wärme genoss, die Daisuke, der weiterhin auf Yutos Rücken vorzufinden war, abgab. Dieses seltsame Gefühl, glücklicherweise ohne jeglichen Gedanken dabei, durchströmte seinen Körper als er mit seinen Fingern über einige Einkerbungen in der Rinde einer der unzähligen Bäume, strich. Diese Einkerbungen waren nicht etwa willkürliche Zeichen eines gelangweilten Menschen, sondern Wegweiser für die Sora-Nin, die Eishun vorbildlich hinterlassen hatte. Bevor er jedoch die richtige Richtung, die der Wegweiser angab, einschlagen konnte, hörte er eine Stimme, die ihm sehr wohl bekannt war, er aber gerade in diesem Moment so ziemlich als letztes hören wollte - Junko.
Für einen Moment hielt er inne, da er nicht wirklich wusste, was er machen sollte. Fliehen, schreien oder sich einfach umdrehen. Es gab einige Optionen, doch er entschied sich dafür, sich langsam umzudrehen und in einiger Entfernung in das Gesicht von einer Person zu blicken, der er eigentlich vertraut hatte. Einer Person für die er ebenso, wie für seine Freund, sterben würde. Zumindest dachte er so. Doch jetzt? Keine Emotion lag in seinem Gesicht, welches größtenteils von den roten Haaren verdeckt war. Keine roten Augen, funkelten unter den Haaren der gleichen Farbe hervor, der Mund war zu einer nichtssagenden Linie geformt.
Kayros und Itoe schienen etwas abseits zu stehen, jedoch auch anwesend zu sein. Ihn jedoch interessierte das nicht, sondern viel eher, was er antworten oder machen sollte.
"Reden?", ein einziges Wort drängte sich dann doch durch seine Lippen. Monoton und ausdruckslos, wie seine gesamte Erscheinung in diesem Moment. Er wusste zwar nicht was sie von ihnen wollte, doch er vermochte nicht mehr als dieses eine Wort an sie zu richten, denn irgendwo in seinem Inneren, stieg das leise Gefühl auf, dass dies möglicherweise seine letztes Gespräch sein könnte.
Yuto, mein Herz, warum so trübe und düster? Bedeutet dir Daisuke so viel und ich so wenig?
Man muss sich noch einmal vor Augen halten, dass Junkos mentale Barrieren sich nicht im allerbesten Zustand befanden, was angesichts der Geschehnisse dieses Tages nicht weiter verwundern sollte. Somit war sie weitaus empfindlicher für jedes abweisende Verhalten und nahm dies auch ein wenig ernster auf als gewöhnlich. Sie erfasste durchaus intellektuell, dass der Kiri-Nin gerade in dieser Situation, da er seinen verletzten besten Freund, den sie immerhin in diesen Zustand gebracht hatte, abweisend sein musste. Emotional konnte sie diese Tatsache allerdings momentan nicht greifen; dafür hatte sie ein zu großes Bedürfnis, sich in eine Ecke zu rollen und eine Runde das Elend dieses Tages zu beweinen. Doch dafür hatte sie keine Zeit. Niyaze zählte noch auf sie, und die Situation hatte sich geändert. Nun musste sie sich anpassen, und hier war gerade die Gelegenheit, diese Veränderung möglichst sauber durchzuziehen.
„Offenbar haben wir ein temporäres Bündnis. Ein Jounin aus meinem Team namens Hideki hat sich bereits mit deinem Professor Eishun zusammengeschlossen und macht sich nun bei der Bekämpfung einer Gegnerin nützlich. Ich weiß, dass die letzte Begegnung vor ein paar Minuten nicht friedlich verlaufen ist. Das ist nicht meine Schuld. Ich hatte vor, die Angelegenheit diplomatisch zu regeln; leider hatte Daisuke-kun hier Einwände.“
Leichter Tadel plus kleiner Seitenhieb, was? Dabei war das hier ausnahmsweise mal die Wahrheit. Gewalt einzusetzen war nie ihre Absicht gewesen, Hiroshi zu bergen schon. In dem Moment, als Daisuke eingeschritten war, hatte er die Verhandlungen abgebrochen. Mehr noch, er hatte lautstark verkündet, sich Yutos Anweisungen zu widersetzen. Das war etwas, was Junko von ihren Freunden nicht duldete, auch von Kayros nicht, der das an diesem Tag auch schon gemacht hatte. Diese Aktion seinerseits würde noch Konsequenzen haben, aber das ist hier nicht der Punkt. Der Casus knacktus dieser Situation bestand darin, dass Junko gerade mit aller Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit versuchte, die Situation zu erklären, und diese ließ für sie nur einen logischen Schluss zu.
„Ich möchte gerne verhandeln.“ Und diesmal ohne Fächer, ohne schneidende Winde. Dabei wäre es so leicht gewesen, einfach Kayros oder Itoe aus dem Hinterhalt heranzuwinken, damit diese dann zu dritt den Kiri-Nin zerlegten. Das taten sie aber nicht.

Ein abweisendes Verhalten war eine Sache, ein innerer Kampf eine andere. Solch einer tobte mal wieder im Inneren des Rotschopfes, dessen Welt doch immer wieder durcheinandergeschüttelt werden musste, wie bei einer Schneekugel, nur weil es gut aussah und man gespannt sein konnte, was denn nun wo liegen bleiben würde. Im Falle von Yuto nun aber waren es keine künstlichen Schneeflocken, sondern Gedanken, die sich auf verschiedenen Haufen sammelten. Während der eine dafür zuständig war, die Fakten dafür zu sammeln, dass er sich nicht einfach umdrehte und die drei ignorieren würde, so trug der andere die Fakten zusammen, die eben genau das Gegenteil bewirken sollten. Einer der beiden Haufen schrie also verzweifelt, dass Junko dafür bestimmt eine Erklärung hatte, wie sie eine für alles was geschen würde, haben würde oder eben einfach, dass es eine weitere Szene in ihrem genialen Theaterstück, einer Tragöde, war. Der andere jedoch, verfluchte Yuto, riet ihm zu gehen, zu rennen oder gar etwas gegenteiliges, nämlich sie anzugreifen und seinem Frust so ein Ventil zu schaffen. Das seltsame an diesem ganzen Ablaufes im Inneren des Iwamoto war jedoch, dass man rein gar nichts davon an seinem Äußeren erkennen konnte, denn dieses zeigte einfach nur eine Hülle, die momentan nicht aussagen konnte, was denn überhaupt Sache war.
Von Junkos Worten verstand er nur drei, ein Bündnis und verhandeln. Unterbwusst wurden diese natürlich sofort in Variantonen zusammengewürfelt, ergaben momentan jedoch genauso wenig Sinn, wie ein Dosenöffner, der in einer verschlossenen Dose ausgeliefert wurde. "Verhandeln? Um was? Drei Worte, als zwei Fragen gepackt waren schließlich das Ergebnis seiner Gedanken, während er regungslos vor den Shiro-Nin stand. Für ihn gab es nichts zu verhandeln, eigentlich auch nichts zu besprechen. Zumindest nicht jetzt. Nicht hier. Nicht mit allen anderen anwesend. Doch bedachte er hierbei auch die andere Seite, also Junko, die gerade zu ihm sprach? Wohl kaum, denn das einzige was er gerade bedachte, war die Wärme von Daisuke, die er nicht erlöschen lassen durfte.


Vermutlich war es für Junko ungewohnt, nun den Shinobi Yuto kennenzulernen, wo sie doch nur den Menschen kannte. Der Mensch hinter dem Iwamoto verhielt sich zwar diszipliniert, unterdrückte aber den Großteil seiner Gefühle nicht und war damit zumindest für die Konoha-Chuunin relativ leicht zu „lesen“, auch wenn hier eine Fehlerquote bestand. Teilweise ging er so offen mit seinen Emotionen, Eindrücken, Stimmungen und Meinungen um, dass sie einen Trick oder eine Lüge dahinter vermutete, wo doch keine war. Das wiederum führte zu Verwirrung, wenn es dann zur Konfrontation mit dem cleveren und kaltblütigen Shinobi dahinter kam. Alles in allem musste Junko feststellen, dass ihre kleine Flamme hier erfreulicherweise nicht nur um einiges vielschichtiger war als bisher angenommen, sondern auch (das weniger erfreulich) undurchsichtiger im Bezug auf die Pflicht. Das konnte sie respektieren, was aber nicht hieß, dass es sie in diesem Moment nicht zutiefst verwirrte. Vermutlich kannte sie den Menschen hinter dieser abweisenden Front besser als den professionellen Ninja, mit dem sie gerade sprach. Vielleicht, vielleicht hatte sie auch einfach eine Grenze überschritten. Ihn zu verletzen war eine Sache, seinen besten Freund zu verletzen war der Punkt, den man nicht überschreiten sollte. Das war sogar verständlich, da Junko in etwas geringerem Maße zu ähnlicher Meinung neigte.
Und trotz all dem Verständnis, was sie entgegenbrachte, fühlte sie sich durch Yutos Verhalten höchst verunsichert. Die tausend Fragen, die ihr durch den Kopf schossen, seien hier aus Platzgründen nicht aufgelistet; es sei nur erwähnt, dass sie tatsächlich einen Moment zögerte, ehe sie mit ernster und nüchterner Haltung fortfuhr, äußerlich unberührt von irgendwelchen Einflüssen oder gar der Tatsache, dass er sie theoretisch gerade angreifen konnte, wenn er nur Daisuke-Ballast abwarf. Aber irgendwie glaubte sie nicht daran. Sie befürchtete, aber sie glaubte nicht, was bedeutete, dass sie vorbereitet war.
„Wenn du diesem Pfad weiter folgst, betrittst du ein Schlachtfeld, eines von dreien, um genau zu sein. Wenn du Daisuke zu einem sicheren Ort bringen möchtest, gehst du leider in die falsche Richtung.“
Das hieß, dass der gute Daisuke erstmal teuflisch schlechte Karten hatte, nicht wahr? Ich meine, wenn aktiv gekämpft wurde, dann war Eishun definitiv zu beschäftigt, um sich um verletzte Shinobi zu kümmern, wenn man mal ganz davon absah, dass es der Gesundheit eines Verletzten nicht zuträglich war, mitten in einen Kampf getragen zu werden. Wer hier angriff, sparte sich Junko aus. Yuto wusste, von wem sie sprach, hatten sich doch all ihre Vermutungen bestätigt, wie sich bereits aus ihrer vorherigen Erklärung erschließen ließ.
„Ich brauche deine Hilfe, um die Ordnung da wieder herzustellen. Ich biete im Gegenzug taktische Informationen und die Behandlung von deinem Freund an. Ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn er angesichts der veränderten Situation frisch und munter wäre, wenn er nur davon absieht, uns zu verprügeln und seinen Zorn lieber auf die Diebe lenkt. Ja, es sind mehrere.“
Informationen, die das Byakugan bescherte, zusammen mit den Vorzügen, die ein ausgebildeter Medic in der Truppe hatte. Und alles, was Junko verlangte, war Kooperation. Tatsächlich brauchte sie diese Hilfe aber offenbar dringend, wie sich aus der erschreckenden Intensität in ihrer Stimme heraushören ließ.
„Hilf mir.“
Nachdem man den besten Freund von zuvor angestochenem Freund beinahe geschnetzelt hatte, waren diese zwei Worte normalerweise unglaubwürdig. Jedoch war in diesen Worten eine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, sogar ein wenig Schwäche zu erkennen. Sie brauchte diese Hilfe, brauchte sie dringend. Und sie war bereit, dafür alle Differenzen beiseite zu schieben. War er das auch?

Man konnte nicht unbedingt sagen, dass man in dieser Situation gerade das Werkzeug, also den kleinen Shinobi in Yuto kennenlernte. Zwar verhielt er sich gerade sicherlich recht ähnlich doch grundsätzlich musste man diesen Zustand wohl eher allgemeiner Verwirrung in die Schuhe schieben. Was also vor Junko und den anderen beiden Shiro-Nin stand, war also nicht wirklich mehr als ein fragiler Jugendlicher, der im Moment nicht wirklich wusste, was er von sich und seiner Umwelt denken sollte. Natürlich fühlte er sich noch zu Junko hingezogen, wollte unbedingt mit ihr reden, doch so einfach sollte dies wohl nicht sein, besonders nicht in Betracht der beiden Haufen, die sich weiterhin ansammelten und scheinbar recht ausgeglichen waren.
"Sicher?" Auch wenn dieses Wort nach wie vor mit einem monotonen Tonfall ausgesprochen wurde, so könnte es wohl schnell passieren, dass genau dieses zum obligatorischen, vollen Wasserglas wurde, welches man jemand anderem ins Gesicht kippte. Man kennt diese Szene ja oder etwa nicht? Yuto jedoch hinterfragte damit gerade das Wort "sicher" grundsätzlich, in Bezug zu überall, nicht nur gerade hier und jetzt und in Anwesenheit von Junko und Anhang. Hinzu kam natürlich auch noch die Ansicht, dass das gesamte Leben ein einziges Schlachtfeld war oder eben ein imaginäres Spielfeld, wie auch immer man es ausdrücken möchte.
Als sie dann jedoch zum Vorschlag kam, dass jemand von ihnen Daisuke behandeln könnte, fiel sein Blick auf Kayros. Ein weiterer Angreifer war zuvor vor Ort gewesen und bei den vorliegenden Fakten war es nicht weiter schwer auf den Schluss zu kommen, dass wohl gerade er der dritte im Bunde war. "Und wer sollte Daisuke behandeln?" Kayros kam vorerst nicht in Frage, ob es einen weiteren Briefwechsel geben würde, wäre wohl auch noch fraglich, denn gerade fühlte er sich betrogen, verletzt und Wurde unweigerlich an die noch frische Wunde zwischen seinen Schulterblättern erinnert. Grundsätzlich könnte man auch sagen, dass er ihm nicht traute, zumindest nicht momentan, was aber auch nicht verwunderlich war. Gefühle, Sorgen und Ängste wurden per Post übermittelt und dann plötzlich schlägt er zu, als ob es eine andere Seite geben würde, die sich nur selten zeigte. Wer würde ihm also eine Quittung dafür geben, dass Kayros Daisuke nicht eher aufschlitzte anstatt ihn zu verarzten? Wohl niemand der Anwesenden könnte es.
Sein Blick wanderte zurück zu Junko, die ihre Ansprache mit zwei betonten Worten beendet hatte. Das unter den roten Haaren verdeckte Gehirn war bereits fertig mit einer Schlussfolgerung. Er würde nichts anderes können als diesen Vorschlag zu bejahen. Kein Ausweg, den ihn hätte hier raus bringen können um seine Gedanken zu ordnen. Zunächst jedoch musste noch eine Antwort auf seine Frage her.


Woher sollte die Kunoichi wissen, dass ein so dermaßen reger Briefwechsel zwischen Kayros und Yuto stattgefunden hatte? Sie selbst hatte den Suna-Nin stets zur Vorsicht ermahnt, und wie man sich erinnert, kamen ihre Briefe seltener, versteckter, mit mehr Vorsicht geschrieben und vor allem sehr schwer bis gar nicht zu verfolgen, sollte doch einmal einer abgefangen werden. Es war eigentlich ganz einfach: Man legte einen Brief in einen Brief in einen Brief und so weiter, und ließ dies dann über Drittpersonen laufen, die man flüchtig kannte und die sich nicht weiter darum scherten und mit den Schultern zuckten, wenn sie mal wieder einen Brief erhielten, ihn auspackten und dann an die nächste Adresse verschicken oder irgendwo hinterlegen sollten.
Das war die Methode. Der Inhalt allerdings schien viel gefährlicher zu sein. Was mochte Kayros angestellt haben, dass er mehr Misstrauen verdiente als Junko? Sie spiegelte ständig falsche Tatsachen vor, sodass man sich stets fragen musste, ob nicht jedes Wort, welches sie sprach, gelogen war. Warum fühlte sich Yuto daher von Kayros betrogen, und nicht etwa von der Kunoichi?
Mit einer Kopfbewegung bedeutete ebenjene, dass es sich bei dem fähigen Medic, der sich um Daisuke kümmern sollte, tatsächlich um Kayros handelte. Worst Case Szenario, hm? Junko schien auch in diesem Moment überzeugt davon zu sein, dass dies die beste Methode war, während man vom inneren Menschen sagen konnte, dass dieser sich der Verwirrung immer noch nicht entledigen konnte. Sie konnte sich einfach in diesem Moment nicht vorstellen, was der Kiri-Nin dachte und fühlte, wusste nicht, ob er in einem Anflug von Berserkerrage gleich anfing, sie zu erwürgen oder doch lieber mit einem Allestotmachjutsu die Gruppe auslöschte. Es konnte aber auch sein, dass er gerade gar nichts dergleichen im Sinn hatte und den Vorschlag einfach nur rational in Erwägung zog.
„Wie immer du dich entscheidest, entscheide dich schnell. Zeit ist ein Luxus, den wir nicht haben.“ Denn der Kampf tobte währenddessen weiter, während Daisukes Zustand sich von alleine auch nicht besserte.


Auch wenn Yuto nach wie vor regungslos, ausgenommen der Bewegung des Kopfes, um sich umzusehen, vor den Shiro-Nin stand, so schien er für sie dennoch eine Art Bedrohung zu sein. Ein Fakt, den er ansonsten wahrscheinlich schätzen würde, doch momentan empfand er die drei wohl selbst mehr als eine Bedrohung als er hätte je sein können. Alleine schon aus dem Grund, da er es wohl nicht hinbekommen würde, jemals Junko oder Kayros zu verletzen. Zumindest nicht beabsichtig, egal was er fühlte. Doch momentan spielten weder seine Gefühle eine Rolle in diesem Theaterstück, noch was er wollte oder eben nicht. Einzig und allein das Wohl von Daisuke war wichtig. Nichts anderes.
Während sein Kopf Junko antworteten, dass er ebenfalls keine Entscheidungsfreiheit habe - Worte, die er in diesem Zusammenhang wohl nie gegen sie richten würde -, so waren die Worte, die jedoch aus seinem Mund kamen, völlig andere. "Unter einer Bedingung. Du und Itoe halten Abstand, damit ich ihm auf die Finger schauen kann." Beim letzten Satz, nickte er kurz in Richtung Kayros und ging daraufhin einen Schritt auf diesen zu. Er signalisierte damit zwar, dass er einwilligte, doch direkt würde er dies wohl in der jetzigen Situation nicht zugeben. "Während Kayros beschäftigt ist, könntet ihr mich ja über die momentane Situation aufklären, denn da ich bis jetzt keinen weiteren Funkspruch bekommen habe, scheinen sie wohl wirklich gerade keine Zeit zu haben." Was genau in diesem Moment, die Lippen von Yuto löste und nun so viele Worte herausströmen ließ, war fraglich. Doch immerhin konnte man dies wohl als etwas positives interpretieren, selbst wenn er nie direkt zu diesem Bündnis zugestimmt hatte, obwohl er dies wohl in beinahe jeder anderen Situation, wohl sofort gemacht hätte.


Auch wenn man es ihr nicht ansah, so war Junko doch wirklich erleichtert, dass die Situation sich offenbar geklärt hatte. Sie ahnte momentan nicht, dass Yuto überhaupt nicht in der Lage war, ihr Angebot auszuschlagen, geschweige denn noch weiter gegen mindestens zwei der drei anwesenden Shinobi vorzugehen. Das stand nicht direkt auf seiner Stirn geschrieben, nicht wahr?
Eine Hand behielt die Kunoichi am Fächer, der an ihrer Seite hing, während sie einen Schritt beiseite trat, um Kayros seine Arbeit machen zu lassen. Wie gewünscht hielt sie Abstand, blieb aber weiterhin sichtlich angespannt, als erwarte sie jeden Moment, dass entweder Daisuke oder Yuto die Shiro-Nin überraschend anspringen würden. Um ehrlich zu sein konnte sie diese Möglichkeit immer noch nicht ausschließen. Sie arbeitete so viel mit Lügen und Täuschung, wer konnte in diesem Moment ahnen, dass sie tatsächlich mal mit der Wahrheit arbeitete? Sie hatte Yuto ja schon an anderer Stelle geschildert, dass sie ihn wohl schwerlich von ihrer Aufrichtigkeit überzeugen konnte. Ihm blieb in diesem Sinne nur übrig, sich auszusuchen, was er glauben wollte und was nicht.
„Wie bereits gesagt, haben sich dein Dr. Eishun und unser Jounin verbündet und gehen nunmehr gegen eine Person vor, die sich gerade im Gefecht mit einer Gruppe Sora-Nin befindet. Ich glaube nicht, dass sie noch weitere Hilfe benötigen.“
Byakugan sei Dank – die weißen Äuglein Itoes wurden zwar bei dieser Mission arg strapaziert, aber sie waren für Aufklärung und taktische Daten einfach unentbehrlich.
„Auf einem erhöhten Plateau direkt über dem Geschehen kämpfen drei Sora-Nin, unter ihnen Kibo und das Mädchen mit dem Umhang gegen merkwürdige Holzpuppen.“
Eine down, zwei fehlen noch. Aber das waren Infos, die man sich erst zu Gemüte führen musste, wenn man sich entschloss, tatsächlich in dieses Geschehen einzugreifen.
„Unweit davon befinden sich Shiro-Nin im Manöver gegen eine Gegnerin, die mit Mokuton zu arbeiten scheint.“ Bluterbe, immer eine fiese Sache. Man konnte sich nicht richtig darauf einstellen und die meisten Gegner mit einer solchen Gabe verfügten über eine Vielseitigkeit, von der der normale Mensch nur träumen konnte. Andererseits führte das auch zu Spezialisierungen wie bei Kibo, dessen Effektivität eindeutig litt, wenn er nicht gerade gegen menschliche Gegner vorging. Junko war bekannt, dass sich die Sora-Nin auf dem Plateau als auch die Shiro-Nin unweit davon in Bedrängnis befanden. Aber das blieb zunächst unausgesprochen – sie hatte deutlich gemacht, dass die Zeit drängte, was eigentlich ein deutlicher Hinweis sein sollte. Nebenbei: Eine Hand hatte sie an ihrer Waffe, war aber während des Gesprächs Schritt für Schritt näher an den Kiri-Shinobi herangetreten, sei es nun, weil sie seine Nähe suchte oder weil sie versuchte, ihn einzuschüchtern. Der Effekt dieser Aktion war nicht abzusehen – ihre Anspannung sprach aber dafür, dass sie momentan schreckhaft auf falsche Bewegungen reagieren könnte. Aber was hätte sie davon, ihn jetzt anzugreifen? Wenn sie das gewollt hätte, hätte sie es schon längst getan und hätte ganz nebenbei Kayros eben nicht angewiesen, Daisuke tatsächlich zu versorgen. Wie es um dessen Gesundheit stand, konnte Junko im Übrigen auch nicht sagen. Sie hatte sich noch nie mit Medizin beschäftigt und hatte auch keine Ahnung, ob Kayros’ Behandlung überhaupt in der Lage war, Daisuke wieder zurück ins Gefecht zu bringen. So etwas musste man ihr in der Regel sagen.

Lügen, Täuschungen, Illusionen. Drei Dinge aus denen die Welt an manchen Tagen ausschließlich zu bestehen schien. An diesem Tag jedoch brauchte man nicht noch eine dieser drei Zutaten um alles noch schwieriger zu gestalten, als es denn schon wirklich war. Bei Yuto ging es zwar nicht wirklich um das, was er denn glauben sollte, sondern eher um das, was noch geschehen sollte. Glauben und hoffen war, wie gerade er wusste, etwas wichtiges und eigentlich auch praktischen, doch in solchen Situationen wie dieser, musste man einfach nur die Fakten wie ein Puzzle zusammensetzen und daraus einen Entschluss ziehen. Doch mal ehrlich, selbst wenn dieser positiv sein sollte oder zumindest scheinbar, irgendwo war immer ein Haken. Oder nicht?
Während Junko ihm also Wort für Wort die Tatsachen schilderte, blickte er auf Kayros, der sich mit eifrigen Händen über Daisuke hermachte. Glücklicherweise verstand er auch genügend von medizinischen Techniken um einigermaßen verstehen zu könne, was vor sich ging. Eine falsche Handbewegung jedoch, könnte ein Drama auslösen, doch glücklicherweise passierte nichts und schon bald Sekunde für Sekunde schien es Daisuke besser zu gehen. Zumindest ein Problem schien vorerst gelöst zu sein und merklich ging es damit auch ihm selbst besser. Seine Hände waren zwar schon seit längerem nun wieder still, doch nun spürte er auch wieder, wie das Blut in sie strömte und wärmte. Ein anderes Problem - oder wie auch immer man es nennen mochte - kam dafür Schritt für Schritt näher.
Was wollte sie von ihm und wieso ging sie nicht mehr darauf ein, was er von ihr gefordert hatte. Den Griff zu ihrem Fächer, zu ihrer Waffe also, machte ihn ebenfalls etwas stutzig, als er aufblickte und in ihre Richtung starrte. Was auch immer sie wollte, wenigstens schien er selbst mittlerweile wieder etwas aufzutauen, jedoch... striff sein rechter Arm über kühles Metall. Auch wenn er nicht glaubte, dass sie ihn angreifen würde, denn das hätte sie bereits getan, so war es wohl doch besser, wenn er wüsste, das mit einer kleinen Bewegung, ein Kunai, der sich in seinem Ärmel versteckte, in seine Hand gleiten würde. "Und nun? Wie sieht dein Plan aus?

Das harte Los eines Anführers. Irgendwie nahm ihr nie jemand das Denken ab, und wenn man es doch tat, entschied man sich wie Hiroshi wahrscheinlich pauschal zum Verrat und ließ sich hinrichten. Mal überlegen … wie ging man am effektivsten vor? Die Shiro-Nin brauchten wirklich Hilfe, aber genauso ging es vermutlich gerade Kibo und seinen Komparsen. Wenn man alles zusammennahm und genug kalkulierte, dann war der logische Kurs klar, auch wenn sie gewisse Sicherheitsmaßnahmen ergreifen musste.
„Kommt drauf an, wie gut du Mokutonnutzer kaputtmachen kannst …“
Ende der Rubrik „Was bisher geschah“.

Aus genau diesem Grund waren nicht nur ein, sondern zwei Kiri-Nin hier, die eine unokkupierte Saki mit ihrem Byakugan entdeckt haben konnte, so sie denn gerade spähte und sich nicht auf andere Dinge konzentrierte. Junko selbst hatte sich mit Itoe beraten und versuchte nunmehr, irgendwie einen guten Winkel zu erwischen, mit dem sie nicht gleich ihre eigenen Freunde umnietete, was hieß, dass sie mit ausgeklapptem Fächer in der Hand versuchte, sich in eine bessere Position zu schleichen. Die Explosionstags von Yuto dienten hierbei als Ablenkung, während sich die Konoha-Chuunin gerade genau ansah, mit wem und was sie es hier zu tun hatte.
Hm, wie Itoe gesagt hat. Wurzeln, Mokutonabwehr, Katanakämpfer … und wir hatten noch nicht einmal Zeit, uns richtig komplizierte und raffinierte Pläne zurechtzulegen.
Eine Schande, wirklich, und das alles nur, weil die Gruppe sich im Sauseschritt auf die Szenerie zubewegt hatte. Man hatte lediglich festgestellt, dass die Mokutonnutzerin sich ganz superb gegen Itô Suzuka zu schlagen schien und sich bei etwaigen Kunaihageln sofort gegen eine wahre Mauer aus Wurzeln zurückzog. Angriff mit einem gefährlichen Katana, Verteidigung durch undurchdringliche Holzwand? Das war eine sehr effektive Verteidigung gegen das Byakugan, bedeutete aber auch, dass sie sich kurz konzentrieren musste, wenn sie glaubte, dass von irgendwoher Kunai oder gar Explosionstags geflogen kamen. Das wiederum bedeutete, dass sie für einen Moment nachlässig wurde – alles, was man brauchte, war ein kräftiges Jutsu, um die Wurzelwand zu zerlegen. Wo waren im Feuerreich eigentlich die ganzen Feuernutzer, wenn man sie mal brauchte?
Ein schneidendes Windjutsu stand, wie sowohl Yuto als auch Itoe, Daisuke und Kayros bewusst war, Junko zur Verfügung. Sie musste allerdings gestehen, dass es um ihre Chakravorräte gar nicht gut bestellt war. Sie hatte nur eine Gelegenheit, und diese musste sitzen. Das wiederum bedeutete, dass Yuto und Itoe gerade ein wenig zu manövrieren versuchten, einfach nur, um Junko einen Angriff aus einem Winkel zu ermöglichen, ohne ihre eigenen Kollegen niederzumähen. Das bedeutete also auch, dass die Kunoichi nahe an das Ziel heranmusste. Riskant, aber möglicherweise effektiv. Aber ob das unauffällige Verhalten der Chuunin nicht die Aufmerksamkeit der Mokutonnutzerin auf sich zog, war immer noch so eine Frage. Hastig entworfene Pläne mit uneingespielten Teams hatten immer ihre Schwächen.
 

Hyuuga Itoe

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[FONT=Verdana, sans-serif]Es war nervig und Itoe war erledigt. Ein hin und her ohne Ende, grauenhaft. Diesen ganzen „Wir brauchen Hiroshi, gib ihn uns. - Nein, so einfach kriegst du ihn nicht! - Nimm das, Ha!“-Schwachsinn und die damit verknüpften Nerven, Chakra- und Blutvorräte hätte man sich sparen können. Man konnte also verstehen, dass Itoe gerade nicht so glücklich schimmerte wie sie es hätte können. Doch wenn wir uns jetzt Itoes Gedanken über dieses Bündnis widmen, dann haben wir zu viel Stoff um das alles im Rahmen zu halten, daher die Kurzfassung: Das Mädchen verstand die Dringlichkeit dieses Bündnisses, ärgerte sich jedoch maßlos um die verschwendete Lebensmüh im Vorfeld. Vertrauen war nicht sonderlich viel vorhanden, Daisuke noch immer rotze doof und Yuto hatte ihrer Teamleiterin die Zunge in den Hals gesteckt. Sämtliche Infomationen über das Mokuton nutzende Monstrum waren pflichtbewusst und mit einem Auge auf Yutos Zunge weitergereicht worden und die Hyuuga hatte sämtlichen Sauerstoff aus ihren Lungen, der nicht hektisch verbraucht wurde, in zusätzliche Gedanken über Pläne jeglicher Art investiert. Heraus kam nichts geniales. Itoe war geschafft. Seit vielen, vielen Stunden im Dauerspähmodus, hatte von einem Ende der Insel ans andere glotzen müssen und nebenbei dafür sorgen müssen, dass man ihr nicht die Birne zu Brei schlug und Junko am Leben blieb. Das hielt doch niemand ohne mit der Wimper zu zucken aus.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Letztendlich näherte sich die merkwürdige und auch angeschlagene Gruppe dem Geschehen und sonderlich viel Zeit war auch nicht mehr. Yuto hatte bereits einen ersten Angriff gestartet und wie erwartet wurden die Explosionen von einer Wand aus Wurzeln abgefangen. Der Plan, dass sich Junko seitlich positionierte und einen einschneidenden Angriff gegen den Gegner vollführte, während der Rest der Gruppe alles dafür tat um gesehen zu werden (es war womöglich gut, dass Hideki nicht anwesend war, sonst würde dieser höchstwahrscheinlich nackt, mit Hideki-Fähnchen wedelnd und Mozart pfeifend durch die Gegend hüpfen), war einfach. Und konnte ziemlich leicht in die Hose gehen. Itoe wurde von Junko schon zwei Mal durch die Luft geschmissen und war nicht darauf aus, ein drittes Mal oben drauf zu legen.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe katapultierte sich also in die Luft um erst einmal deutlich sichtbar auf dem Kampffeld zu landen und ein „Zurückziehen und Sammeln.“ zu bellen. Wer das hörte? Vermutlich alle Anwesenden. Wer darauf reagierte? Das ging Itoe doch am Arsch vorbei, wenn sie nachher Junkos Fächer fraßen waren sie selbst Schuld und konnten nicht sagen, dass Itoe sie nicht gewarnt hatte.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Nun wurde beschleunigt und seitlich zu der Gegnerin Fahrt aufgenommen. Keine Frage, es schien so, als ob die Hyuuga einen Angriff vorbereiten würde – um Yuto eine gute Position zu bieten. Sofern Junko noch nicht entdeckt wurde konnte alles gut gehen. Itoes Hand schoss nach vorne und eine ihrer geliebten Druckwellen wurde auf den Boden vor der Mokutonnutzerin gerichtet. Sie würde sich eh nicht treffen lassen, daher war man mit etwas aufgewirbeltem Dreck, Staub und Blättern wohl besser bedient. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Hyuuga spürte die Erschöpfung genau wie das verkrustete Blut und die zerschlissenen Kleider. Aber das hier würde noch gehen. Ein bisschen hatte sie noch übrig, entweder um die eigene Haut zu retten oder eine andere zu zerstören. Was es sein durfte, das würde sich noch zeigen.[/FONT]
 

Iwamoto Yuto

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Die Kunai wurden natürlich abgewehrt, ohne auch nur wirklich in die Nähe der Feindin zu kommen, natürlich ebenso die Explosionen. Dies war jedoch nicht weiter schlimm, schließlich hatte unser Rotschopf ja auch genau das erwartet. Auch wenn die Aufmerksamkeit der Frau nun vielleicht eher auf den Baumwipfeln ruhen könnte, würde sie zunächst durch die Rauchentwicklung Dank der Explosionen nicht unbedingt viel sehen. Genau dies wurde nun ausgenutzt, denn in einiger Entfernung von Yuto und Daisuke hatte Junko sich bereits während Yutos Angriff dazu bereit gemacht, selbst zuzuschlagen. Scheinbar war es genau das Jutsu, das vorhin schon Daisuke beinahe zerstückelt hätte. Nicht wirklich ein feinfühliger Schachzug in Bezug auf die beiden Sora-Nin, doch ein wohl recht wirksamer in Bezug auf ihre gemeinsame Feindin.
Während sich der schneidende Wind also unaufhaltsam durch die einigen, noch vor ihnen stehenden Bäume pflügte, wechselten Yuto und Daisuke einige Worte um sich abzusprechen. Der Plan war recht einfach, sobald sie nach diesem Wind die Gelegenheit hatten, würde Yuto nach vorne schnellen und den Schaden, den dieser Wind verursachte ausnutzen um näher an die Frau heranzukommen und einen Überraschungs- bzw. Ablenkungsangriff zu starten. Während dieser Aktion von Yuto würde sich Daisuke an sie heranschleichen und dann Dank seiner überwältigenden Kraft den tatsächlichen Angriff ausführen. Wasser war in diesem Falle eben nicht gut genug, eine Faust dafür umso besser.
"Dai!", ein kurzer Zuruf genügte um Daisuke den richtigen Moment wissen zu lassen, denn Yuto sprintete genau in diesem Moment los um seine Aufgabe ihres Planes zu erfüllen. Für einen Mizu-Bunshin war leider zu wenig Zeit und vor allem, zu wenig Wasser in der Umgebung für einen solchen, doch dieser wurde gleich durch eine andere Idee ersetzt, denn Yuto konnte ja glücklicherweise auf eine große Auswahl an Techniken seines Elementes zurückgreifen. Gedanklich wurde dieser Mizu-Bunshin also durch eine andere Technik ersetzt, während Yuto an den anderen Shiro-Nin, die scheinbar etwas fassungslos am Rande des Geschehens standen und zum zuschauen verdonnert worden waren. Diese jedoch würdigte er nichtmals einen kurzen Blick, schließlich hatte er dafür auch keinerlei Zeit und musste sich ja schließlich konzentrieren, sehr sogar. Vor ihn nämlich flogen noch einige Stücke an Holz durch die Luft, die der Klingenwind von Junko aufgewirbelt hatte. Besonders schlimm wurde es dann natürlich in der direkten nähe der Frau, da diese immer wieder Holz nachreichte um sich zu schützen. Scheinbar hatte sie aber nicht damit gerechnet, dass einer der Angreifer so tollkühn sein würde und sie genau in diesem Moment angriff. Yuto nämlich sprang kurz vor ihrer Holzbarrikade nach oben und im nächsten Moment ergoss sich ein Schwall Mizuame Nabara über die Frau. Auch wenn es vielleicht nicht sehr wirkungsvoll war, so sollte es auch nur ein Übergang für sein nächstes Jutsu sein, welches er einsetzte nachdem er hinter ihr auf dem Boden aufkam. Nachgesetzt wurde daraufhin also eines seiner eigenen Jutsu, das Mizu no Muchi: Gaiden, welches er benutzte um einige Wasserstränge zu erschaffen und diese um die geheimnisvolle Frau zu wickeln und damit zu fesseln.
Einfach war dieses ganze Geschehen nicht, doch es sollte auch nur einige Sekunden lang halten, damit Daisuke, der ja schließlich etwas langsamer als Yuto war, nachziehen konnte und seinen eigenen Angriff durchführen konnte. Vielleicht sogar würde noch einer der Shiro-Nin mithelfen, doch vorerst musste man einfach hoffen, dass ihr Plan aufging.
 

Tetsuya Daisuke

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Itoe traf den Nagel wirklich gut auf den Kopf, es war nur noch nervig und auch Daisuke hatte schon lang die Lust an dem ganzen hier verloren. Diese ganze Situation war für Daisuke verdammt unangenehm. Schon allein sich den Shiros schon wieder nähern zu müssen, ging ihn tierisch an. Auch wenn Schwester Kayros nur unter Yutos kritischem Blick an Daisuke rumfingern durfte, war dies doch mehr als unangenehm. Klar, eine kleine süße blonde Krankenschwester wäre besser gewesen als der quirlige ohnehin merkwürdige Kayros! Irgendwie war er noch immer ziemlich beleidigt denn die ganze Sache hier war mehr als ätzend geworden, besonders weil er nun so hingestellt wurde, als hätte er alles kaputt gemacht. Das stimmt doch gar nicht! Daisuke wollte nur Yuto beschützen! Oder so… Für Daisuke war es eine wesentlich angenehmere Möglichkeit einfach alles was sich auf die falsche Seite schlagen könnte aus dem Weg zu räumen. Verhandlungen waren noch nie sein Fall, verständlich irgendwie, schließlich ist er dumm wie fünf Meter Feldweg, jeder konnte ihn reinlegen wie er wollte. Ob er es bemerken würde, ist fraglich. Deswegen war es die wesentlich sicherere Methode einfach alles und jeden aus dem Weg zu räumen, was auch nur gefährlich sein konnte. Man selbst ist sich schließlich am treusten!
Genug gequaselt, zurück zum Geschehen. Itoe schreit rum und macht Dreck… Irgendwie wurde das Mädchen von Daisuke sowieso nur zum gucken abgestempelt. Er hatte langsam den Eindruck was anderes als mit den Augen tricksen, konnte die nicht wirklich. Naja sie hatte ihn mit einer Druckwelle geärgert, doch die war nicht mal schmerzhaft… Das Jutsu von der lieben Junko ließ Daisuke innerlich kochen, wieder regte er sich darüber auf… Irgendwann kommt sicher die Situation in der sich der kleine Mann rächen kann! Yuto hatte einen wirklich einfachen Plan, der selbst für Daisuke sehr verständlich war. Klar, drauf hauen ist wirklich kein Meistertrick… Ein Problem war da, es sollte ein Überraschungsangriff sein, ergo musste sich der Tetsuya ran schleichen. Etwas was er nicht unbedingt favorisierte. Egal, nun noch auf das Zeichen seines Freund warten und tun was ihm gesagt wurde. Es lief wie es sollte, Yuto nutzte die Chance um an das Mokuton Monster heranzukommen und diese abzulenken. Daisuke machte sich bereit… Sobald Yuto dran war und das Zeichen gab, sprintete der kleine Tetsuya los, holte aus und zielte mit seiner Faust direkt in das Gesicht der Kunoichi. War es das gewesen? Yuto hatte sie in der Mangel. Sie konnte keinesfalls entkommen. Daisuke drückte der Frau mit aller Kraft die Faust ins Gesicht. „Ikuso!*“, brüllte der überhebliche Junge. Doch sein eben noch so triumphierender Gesichtsausdruck schwand ganz plötzlich. Er stieß nicht auf großen Widerstand. Schnell realisierte er was los war, doch leider konnte er seinen Körper nicht schnell genug bewegen um etwas zu tun. Es krachte und puffte und der ‚Gegner’ war weg. „Bunshin…“, fluchte er, während der Tetsuya sich hinter der vermeintlichen Gegnerin abrollte und wieder aufsprang. Doch als er sich umsah, war niemand mehr da. „Kuso!*“, meckerte der Tetsuya und drehte sich zu Yuto. „Sie ist weg.“ Joa, und nun?

*Ikuso - Los geht's!
*Kuso - ... Scheiße.
 
I

Itô Suzuka

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Mit der momentanen Teamzusammenstellung hatte die Itô wirklich keine Chance gegen die unbekannte Mokutonnutzerin. Sie war körperlich mindestens so fähig wie sie selbst und mit ihrem seltenen Holzelement allen Teammitgliedern problemlos überlegen, da keiner des Teams elementare Fähigkeiten beherrschte, die gegen Mokuton erwähnenswert effektiv waren.
"Ein Wunder oder ein dummer Fehler ihrerseits." hoffte Suzu, erwartete dabei so ziemlich alles, vom spontanen Gewitter das aufzog und die Widersacherin mit einem Blitz grillte bis dahin, dass sie mit dem Fuß umknickte und so die Konzentration für das Kampfgeschehen verlor. Aber das, was wirklich passierte, damit hatte sie auf keinen Fall gerechnet. Weitere Shinobi waren aufgetaucht. Die beiden in ihrer näheren Umgebung waren definitiv Soras, denn weder kamen der Jounin die Gesichter auch nur annähernd bekannt vor, noch trugen sie ersichtliche die Shro kennzeichnung am Körper. Aber auch Shiro-Shinobi meinte die Hime erkennt zu haben im hektischen Moment, der die Unbekannte in die Flucht geschlagen hatte.
Aber, dass sie weg war, bedeutete nicht, dass Suzuka die Anspannung und Konzentration abstellte, immerhin waren da noch die erklärten Todfeinde jedes Shiro-Nin, nur wenige Schritte von ihr un der ehemmaligen Position der Angreiferin entfernt. "Womöglich haben die was mit der ganzen Sache schon seit dem Diebstahl etwas zu tun und sind nun da um unseren Trupp aus dem Weltgeschehen zu entfernen. Würde Sinn machen." Doch das waren vorerst nur Spekulationen, gewachsen auf dem, was ihr über Jahre hinweig weis gemacht wurde. Shiros und Soras hatten sich gefälligst bis aufs Blut zu hassen, also mussten die irgendwie damit zu tun haben. Doch wider ihrer Vorstellungen siegte der gesunde Menschenverstand. "Was spielen wir hier für ein Spiel?" Worauf ssich das bezog, würde wohl jeder erkennen können. Immer noch bereit, in jedem Moment einem Angriff zu entgehen oder selbst los zu schlagen, stellte die Jounin stellvertretend für ihr kleines Viererteam diese Frage in den Raum. Ob die Soras selbst etwas dazu sagten -auch wenn sie ihnen nur so weit trauen und glauben würde, wie ihre Faust reichte- oder vielleicht die neu hinzugekommenen Kameraden etwas zur Klärung beitragen konnten, war der Jounin dabei relativ egal. Aber wenn nicht bald etwas passierte, würde sie es unter 'gescheiterte Verhandlungen' abhaken und sich aktive Maßnahmen für diese Situation überlegen.
 
H

Hyuuga Saki

Guest
Gegenwind verschluckte Ryos Worte fast gänzlich, doch an seiner aufgebrachten Stimme war klar und deutlich rauszuhören, was er wollte, dachte und wohl auch, was er Saki am liebsten angetan hätte. Sie konnte es ihm nicht einmal verübeln, denn ihr Handeln war eine Gefährdung für die ganze Gruppe, in ihren Augen aber einfach notwendig. Die Betonung liegt auf ‚ihren‘, denn hätte sie etwas aufmerksamer geschaut, so hätte sie die nahende Unterstützung bereits gesehen. Eine solche Situation wäre nicht zustande gekommen, aber bei den Eindrücken die rings um, auf Saki einhämmerten, konnte man es ihr aber kaum verübeln dies nicht mitbekommen zu haben.
Jedenfalls standen sie unversehrt in der Mitte, Ryo ging sofort in die Offensive über, ein paar Schläge und Tritte später legte Itoe einen Glanzauftritt hin und jegliche Kampfhandlungen erstarben( mehr oder weniger). Der Kopf der jungen Hyuuga schnellte sofort in Itoes Richtung, ein kurzes Lächeln und sie kam dem Befehl nach. „RYO!“, rief sie und schlängelte sich schon wieder durch das Holz, zu der anderen Hyuuga rüber. Erst jetzt sah sie wer wirklich alles anwesend war. Junko, Kayros, Itoe, naja und 2 andere. Waren das Sora-nins? Die berühmt berüchtigten Sora-nins die Shiro so verabscheute? Was machten die hier? Es waren Feinde, ihre Feinde, Feinde…
Das Mädchen rümpfte die Nase und versuchte innerlich Kopfschüttelnd ihre Gedanken wieder auf das vor ihnen liegende zu konzentrieren. Sie vertraute Itoe. Wenn sie in Gegenwart dieser war, so konnte man sich doch sicher sein das es zum Plan gehörte und alles was zum Plan gehörte war doch gut, oder? „Oder Itoe-senpai?!...“
Krach, Bumm und Sakis Aufmerksamkeit gehörte ungeteilt Junkos erstaunlichem Jutsu, welches sich durch das Holz schnitt. Als nächstes traten die beiden Sora-nins in Aktion, gar nicht mal so schlecht wie Saki fand, der Rothaarige war schnell, erstaunlich schnell. Der Andere, der erwischte nur die Bunhin-Frau. Stellte sich die Frage, wo war die Dame hin?!
 
M

Mameha Junko

Guest
Vorbei.
Die Diebin schien vorerst die Flucht ergriffen zu haben und es gab nichts, was man tun konnte, um sie wieder hervorzulocken. Scheinbar war die Diebin lediglich gewillt, die Gruppe von Shinobi in diese seltsame Höhle zu locken. Dass dort eine Falle wartete war nur allzu deutlich. Dass man diese Höhle trotzdem erkunden musste leider auch. Aber nicht hier und jetzt, dafür hatte diese Gruppe einfach nicht die Kraft, und wenn schon der Köder es schaffte, eine derart große und fähige Gruppe Shinobi in Schach zu halten, was erwartete sie dann erst in dieser Höhle? Besser, auf die Kavallerie oder namentlich ANBU-Einheiten zu warten, als die kleinen Genin mit einer unvorsichtigen Anweisung in Gefahr zu bringen. Jetzt galt es, einfach nur noch vor dem Eingang der Höhle zu verharren und auf Verstärkung zu warten.
Junko hätte sich am liebsten vor Erleichterung der Länge nach ins Gras gelegt, um ein wenig zu verschnaufen. Ihre Chakravorräte waren mittlerweile auf ein oder zwei Tröpfchen geschrumpft und sie war sich ziemlich sicher, nicht einmal mehr ein Explosionssiegel zünden zu können – Kage Bunshins und schneidende Winde waren zwar effektiv, nagten aber entschieden zuviel am Chakrahaushalt.
Eigentlich wollte sie am liebsten eine Woche durchschlafen, aber das war leider nicht möglich. Während sich langsam die Schwaden des vergangenen Kampfes in der Luft verloren, trat Itô Suzuka mit aggressiver Haltung vor und verlangte nicht ganz ohne Grund eine Erklärung. Soviel zur Verschnaufpause. Innerlich seufzte Junko, straffte dann aber die Schultern, klappte ihren Fächer zusammen und positionierte sich zwischen die beiden Sora-Nin und die potenziell kampfbereite Jounin.
„Temporäres Bündnis. Keine voreiligen Aktionen bitte.“
Junko hatte noch nicht einmal mehr Bock und wirklich viel Energie, um sich um vollständige Sätze zu bemühen. Kein Wunder – Kampf vorbei, bitte nicht noch mehr davon. Aber es gab einen weiteren Grund, außer der Kompetenz der beiden Sora-Nin, der letztendlich dazu geführt hatte, dass Junko um deren Hilfe gebeten hatte. Hideki nämlich, der überdrehte Suiton-Jounin, befand sich immer noch in der Gesellschaft der Soras und half diesen aktiv aus. In diesem Moment hoffte Junko zwar auf das Beste, rechnete aber mit dem schlimmsten Fall, nämlich dass der gegnerische Teamleiter einfach beschloss, Hideki festzusetzen und mit nach Soragakure zu nehmen, wo sich der Jounin doch schon einmal so bereitwillig in die Hand des Feindes begeben hatte. Dass Junko keinerlei Absicht hatte, Yuto und Daisuke auch nur ein Haar zu krümmen, konnte allerdings niemand wissen, noch nicht einmal ahnen. Sie hatte die Angelegenheit vorher mit Itoe besprochen, sodass der Blick jetzt der Hyuuga galt. Diese deaktivierte offenbar gerade ihr Byakugan und rieb sich die Schläfen, die Stirn in Falten gelegt – offenbar hatte die Hyuuga ihre Grenzen erreicht, nickte aber stumm, was Junko Information genug war: Hideki befand sich noch in Gesellschaft der Soras. Und wie bekam man den jetzt möglichst friedlich wieder nach Hause? Die Konoha-Chuunin fühlte sich um ehrlich zu sein ein wenig zu müde für etwaige Finesse, für Trickserei, doppeldeutige Verhandlungen und dergleichen, aber es schien, als käme sie nicht daran vorbei. Das war auch der Grund, weswegen sie sichtlich ermüdet an Yuto herantrat.
„Hör zu: Mein Jounin unterstützt noch immer tatkräftig euer Team und auch wenn es vielleicht seltsam anmutet, so hätte ich ihn doch gerne zurück. Ich würde gerne mit deinem Teamleiter in Verhandlung treten. Wenn mein Teammitglied wieder sicher bei mir ist, dürft ihr gehen, in Ordnung?“
Noch nicht einmal Kraft für eine kleine süße Lüge? Offenbar nicht. Die Lügen und Bluffs waren ihr für den Moment ausgegangen, während sie die Hand aufhielt und indirekt um das Headset des Kiri-Chuunins bat. Sie hatte ihre Position deutlich gemacht und dem Rotschopf unterschwellig zu verstehen gegeben, dass sie nicht die Absicht hatte, ihm zu schaden. Sie brauchte nur eine Rückversicherung, um ihr Team komplett zu halten – er würde in ihrer Position vermutlich nicht anders handeln. Falls er dann allerdings doch Einwände hatte, so gab es immer noch eine ziemlich klebrige Jounin und eine tatkräftige Nekoyami im Hintergrund, die dafür sorgen konnten, dass es keinen weiteren Ärger gab.
Zu Junkos großer Überraschung wurde ihr das gegnerische Headset allerdings ohne große Umschweife oder gar Protest übergeben, auch wenn die Miene Yutos unleserlich blieb. Junko war ernsthaft besorgt, wäre aber lieber auf der Stelle gestorben, als sich das in irgendeiner Art und Weise anmerken zu lassen. Auch hatte sie gerade nicht die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und verschob dies deswegen auf später, während sie an der Technik herumfriemelte. Es wäre freilich einfacher gewesen, einfach um die Frequenz der Sora-Nin zu bitten, aber ein derartig großes Vertrauen konnte man nicht voraussetzen, nicht wahr? Deswegen der lange Weg. Noch einmal straffte sich die Haltung der Chuunin, während sie alles daran setzte, möglichst souverän zu klingen, während sie niemand geringeren als Kyocha Eishun kontaktierte.
"Guten Tag, mein Name ist Mameha Junko und Sie befinden sich in Gesellschaft eines gewissen Minakawa Hideki. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie ihn zurück zu seinen Kollegen schicken könnten." Sie hatte es eigentlich nicht beabsichtigt, aber auf jedem Wort hatte sich eine dünne Eisschicht gebildet, während sie sich betont höflich verhielt. Es dauerte auch gar nicht lange, bis sich der mutmaßliche Teamleiter der Sora-Nin meldete. Hideki hatte ihn beim Namen genannt, und Itoe hatte ihn als Ärztkittelträger mit Brille beschrieben, aber wer sich dahinter verbarg, hatte Junko bis zu diesem Moment noch nicht richtig feststellen können.
"Oh? Nun, es gibt tatsächlich hier eine Person dieses Namens, doch ich fürchte, dass er nicht wirklich gehen mag. Zumindest nicht unter diesen Konditionen, fufufu."
Falls ich noch irgendwelche Zweifel hatte, sind sie jetzt zerstreut. Der Typ ist total gaga. Scheint, als wären meine Befürchtungen nicht ganz grundlos gewesen.
"Werter Kyocha-hakase, ich fürchte, ich muss darauf im Sinne Ihrer Untergebenen, die so freundlich waren, mir ihr Kommunikationsgerät zur Verfügung zu stellen, bestehen."
Ich hab noch nie so freundlich „Gib mir, was ich will oder ich töte Geiseln“ gesagt. Genau genommen habe ich diesen Satz noch nie gesagt, aber irgendwie müssen wir den Herrn dort ja unter Druck setzen, falls der sich überhaupt unter Druck setzen lässt. Klingt alt, wahnsinnig und abgewichst.
"Sie leben noch, das ist ja... schön! Nun, dann liegt natürlich der Stand der Dinge vollkommen anders, wie ist denn der Zustand der so genannten Untergebenen?"
Junko reagierte relativ souverän und trocken.
„Lebendig“
„Und weiter?“
"Noch im Vollbesitz ihrer Gliedmaßen. Für die geistigen Kräfte möchte ich mich nicht verbürgen." In diesem Satz ließ die Kunoichi nur einen Hauch von Stahl mitschwingen, als wäre sie tatsächlich willens und in der Lage, den beiden Sora-Nin hier irgendwelche Gliedmaßen abzuschneiden. Vollkommener Quatsch – sie hatte am heutigen Tag schon genug Blut, Tod und Verderben gesehen, da musste sie dieses nicht noch hinzufügen. Aber das konnte und sollte der Professor Dr. Wasweißich am anderen Ende der Leitung nicht wissen. Am Ende hielt er sie noch für unfähig und weich, und pfiff einfach auf etwaige Verhandlungen, um sich Hideki einfach unter den Nagel zu reißen. Warum hatte sich der Jounin eigentlich nicht an die Anweisung gehalten, sich langsam zurückzuziehen? Das Leben war nicht fair.
"Hm... Traurig, traurig, so ein schlechtes Einfühlungsvermögen, doch es sei Ihnen verziehen, wie könnte ich denn davon ausgehen, dass Sie in der Lage wären, so etwas zu bewerten. Doch spielen wir mit offenen Karten, wie heißen die beiden Untergebenen, die Sie meinen?" Und wo man gerade von fair sprach – der Typ dort versuchte sie zu reizen. Offenbar war auch er sich nicht ganz sicher, mit wem er es zu tun hatte. Junko beschloss in diesem Moment, einfach den Idealisten zu spielen, war sich aber nicht ganz sicher, ob das ziehen würde. Warum hatte sie eigentlich keinen Yamanaka zur Hand, wenn sie einen brauchte? Der Sora-Teamleiter klang mindestens doppelt so alt wie sie selbst, und sie war sich ziemlich sicher, in einer simplen Kraftprobe mit ihm unterlegen zu sein, weil sie momentan weder das Wissen, noch die Kraft hatte, hier methodischer vorzugehen. Komisch, dabei hatte sie immer gedacht, dies sei ihr Gebiet der Expertise.
„Verzeihung, ich habe sie nicht nach ihren Namen gefragt.“ Technisch richtig. Sie hatte weder Yuto, noch Daisuke nach den Namen fragen müssen, da sie diese bereits kannte. Aber das war auch wieder eine Angelegenheit, die sie dem Sora-Nin auf der anderen Leitung nicht unbedingt auf die Nase binden wollte.
„Stimmt.“
„Ich könnte sie Ihnen beschreiben, wenn Sie wollen …“
„Dann tun Sie es, Mameha-kun.“ Der Suffix war eigentlich gar nicht notwendig, um festzustellen, dass der Professor sie nicht wirklich als Gefahr ernstnahm. Das war vielleicht gar nicht so schlecht. Junko war es gewohnt, unterschätzt zu werden – selbst wenn sie in dem Ruf stand, einigermaßen sinnvolle Taktiken ausklamüstern zu können, hielt man sie körperlich und im Kampf immer noch für untauglich. Das war nicht schlecht, auch wenn das sechszehnjährige Ego des Mädchens in einem Anflug von Wahnsinn rebellieren wollte.
"Ein Kiri-Shinobi, weißhaarig, außerordentlich kräftig und mit einem außerordentlich gefährlichen Rückschwinger. Ein Ame-Shinobi, düster gekleidet, lange Haare, spuckt Blut. Ein weiterer Kiri-Shinobi, rothaarig, gefährliche Wasserdrachen im Gepäck. Ein junges blondes Mädchen in merkwürdigem Umhang ... noch mehr Infos oder erkennen Sie diese Herrschaften wieder?"
„Flüchtig.“
"Dachte ich mir schon." Warum hatte sie jetzt gelogen? Das war vermutlich ein Fehler, aber irgendwie hatte sie sich der Macht der Gewohnheit nicht wirklich widersetzen können. Nun, zumindest würde Eishun nunmehr Zeit darauf verwenden, ihre Aussagen zu überprüfen, sie als notorische Lügnerin abstempeln und noch weniger ernst nehmen. Operation gelungen, Patient tot. Außerdem war es einfach zu amüsant, sich bei dieser Aussage Kibos Gesicht vorzustellen, der ja aufgrund der Frequenz ziemlich sicher mithörte.
Stille.
Von der anderen Seite der Leitung kam kein Wort – das hieß, dass sich der Professor gerade mit der Überprüfung abmühte. Somit hatte Junko die Gelegenheit, ihr eigenes Team auf Vordermann zu bringen. Sie fixierte Saki mit durchdringendem Blick und deutete in Richtung des Aufenthaltsortes der Sora-Nin, was ein ziemlich sicheres Signal für die Hyuuga sein sollte, sich in dieser Sache mal umzusehen. Auch an Itoe ging diese stille Anweisung – letztendlich war es der Chuunin egal, wer diesen Auftrag ausführte, Hauptsache, er wurde ausgeführt. Es stellte sich heraus, dass sich von der großen Gruppe Sora-Nins lösten, um jene auf dem Plateau aufzusuchen. Nun, das würde einen Moment in Anspruch nehmen. Junko zog für einen Augenblick in Erwägung, einfach Suzuka zwecks Abfangkommando loszuschicken, aber im Ernst – das war es nicht wert, zweitens half das ihrer Sache nicht weiter. Nicht auf lange Sicht, zumindest.
Immer noch Stille.
Mit einer Geste bedeutete sie Suzuka, das Team zu sammeln und ein Auge auf die beiden Kiri-Shinobi zu haben – keine unliebsamen Überraschungen mehr, bitte. Sie hatte jetzt wirklich nicht die geringste Absicht, sich von einem Hinterhalt überrumpeln zu lassen oder eine schlecht organisierte Gruppe zu haben. Rumstehen gab’s gerade nicht, die Angelegenheit hier war noch nicht vorbei, solange Team Sora möglicherweise einen Jounin mit Bluterbe aus Team Shiro festhielt. Selbst, wenn das momentan nicht der Fall war, so hatte Junko nach dem kurzen verbalen Schlagabtausch mit Eishun nicht mehr den geringsten Zweifel, dass dieser sich Hideki unter den Nagel reißen würde, wenn er die Gelegenheit dazu hatte.
Die Stille blieb.
„Ich will wissen, was da los ist.“, flüsterte sie in Richtung der Hyuugas, während sie das Mikrofon mit der Hand abgedeckt hielt, sodass man ihre Aussage nicht verstehen konnte. Nach einer raschen Teilbeschreibung stellte Junko allerdings fest, dass es sich auf der anderen Seite so anhörte, als wurde Eishun sein Kommunikationsgerät einmal kräftig durchschütteln.
Anscheinend versucht er mich unter Druck zu setzen. Hm, stellen wir uns mal blöd und tun so, als würden wir uns langweilen. Fast schon beiläufig fing die Kunoichi an, mit dem Zeigefinger sachte auf dem Gerät herumzuklopfen, als übe sie Morsezeichen.
„Sie sind dran.“ Hm, Hideki lief offenbar noch frei herum, war aber von Sora-Nin umzingelt, wenn man den Damen mit den weißen Äuglein Glauben schenken durfte. Das war aber sicher nur eine temporäre Phase. Zeit, noch einmal harmlos zu wirken.
[FONT=&quot]"Wirklich? Oh, Verzeihung, ich bin noch so neu im Geschäft und mit vielen Handlungsweisen nicht vertraut. Schicken Sie mir nun den Jounin zurück oder nicht? ... ist so eine Frage anfängerhaft?"[/FONT]
Tsk, blöde Frage, natürlich ging das nicht so einfach. Seine Antwort überraschte sie dann trotzdem.
„Entscheiden Sie sich.“
„Für was?“ Erstmals war bei der Chuunin eine Spur von Unsicherheit herauszuhören. Was bitteschön war das denn für eine Nummer?
„Eins, Zwei oder Drei. Diesmal ist es Service.“
Kombiniere: Ich bin offenbar zu doof für Kyocha Eishun. Ich kapier’ gerade nicht, was der von mir will.
„Was meinen Sie damit?“
„Sie stellen meine Geduld auf die Probe. Jetzt sind es schon vier Auswahlen.“ Entweder zog der Typ gerade den größten Bluff durch, den sie je gesehen hatte, versuchte sie einzuschüchtern oder hatte während der Schweigepause irgendwie ihren Tod eingeleitet. Ein Blick in Richtung der Hyuuga-Brigade ließ allerdings an Möglichkeit drei zweifeln, was Möglichkeit zwei wiederum höchst attraktiv und in den Bereich des Wahrscheinlichen rückte. Was für ein Spiel der da durchzog, wusste Junko immer noch nicht. Müsste so eine Erwachsenensache sein, so wie der Ausspruch „Sie kann den Spargel quer futtern.“, bei dem Kind immer irgendwie blöd schaute, während die Erwachsenen sich bepissten vor Lachen. Sie war sich sicher, dass der Herr auf der anderen Seite der Leitung hören konnte, wie sie eine Augenbraue hob.
„Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz. Wären Sie so freundlich, sich zu erklären?“
„Sie verkomplizieren die Situation, indem Sie so häufig nachfragen, wissen Sie das?“. Mitnichten, Vierauge. Wir befinden uns hier gerade in Verhandlungen und ich habe echt keine Lust mehr auf irgendwelche Spielchen. Ich hab den ganzen Tag um mein liebes kleines Leben geblufft. Irgendwann ist es gut. Außerdem hasse ich es, wenn andere Leute mir meine Taktiken klauen und sie dann auch noch umändern, sodass ich sie nicht wieder erkenne. Fühle mich, als hätte ich Watte im Kopf.
"Kompliziert ist für gewöhnlich mein Metier. Aber ich gewinne den Eindruck, dass Sie kein Interesse an Ihren Teammitgliedern hegen. Ich muss gestehen, das verwirrt mich."
„Sie weichen aus.“ Natürlich weiche ich aus, du scheintoter Sack. Ist ja nicht so, dass du irgend etwas Sinnvolles zur Unterhaltung beiträgst, außer mich zu veräppeln.
"Oh wehe mir, ich bin durchschaut. Ich plaudere ja wirklich gerne mit Ihnen, aber ich würde mich dann doch gerne auf die Angelegenheit der Rückkehr meines Jounins im Gegenzug für ihre Teammitglieder konzentrieren." Diese Aussage hielt Junko bewusst staubtrocken, um auch den zuhörenden Teammitgliedern zumindest eine Ahnung des Gesprächs zu geben. Vielleicht auch für die Sora-Nins interessant, inwieweit sich der Herr Teamleiter für sie einsetzte.
"Nun, deswegen sage ich Ihnen ja, dass Sie ihre Auswahl von eins bis inzwischen fünf treffen sollten, verzeihen Sie bitte mein forsches Vorgehen von vorhin, doch sah ich die Gelegenheit, Ihnen etwas zuvorzukommen." Jaja, du bist toll und ich bin nichts. Labersack.
„Wie meinen?“
"Dies zähle ich mal als vier hinzu, da dies nun zweimal vertreten ist, erkläre ich es Ihnen." Bedeutungsvolle Pause. "Bisher haben wir abwechselnd uns die Fragen gestellt, doch dann haben Sie mehrere auf einmal gestellt, ein großer Akt der Unhöflichkeit, auf den ich nicht eingehen wollte, weswegen ich Ihnen mitteilte, dass sie entweder die erste oder die zweite Frage auswählen sollten. Doch durch ihr Unverständnis der Situation haben Ihre häufigen Nachfragen aus verschiedenen Winkeln immer wieder zu neuen Antworten geführt, weswegen ich Sie darauf aufmerksam machte, einfach eine Zahl zwischen eins und fünf zu wählen, doch selbst dazu schienen Sie nicht in der Lage zu sein." Wieder eine Pause: "Ich bin dran: Nur diese vier?"
Junko konnte sich ehrlich gesagt nicht mehr so recht an den Anfang des Gesprächs erinnern, war aber grundsätzlich der Meinung, dass der alte Erbsenzähler auf der anderen Leitung gerade ein diebisches Vergnügen daran hatte, sich über sie lustig zu machen und ihr irgendwelche blödsinnigen Regeln zu diktieren. Ehrlich, normalerweise hätte sie die Konfrontation mit ihm gesucht, aber jetzt gerade fühlte sie sich unendlich müde und fand es auch zunehmend schwer, sich zu konzentrieren. Immer wieder schweiften ihre Gedanken ab – zu Hiroshi, zu Kayros, mit dem sie nicht mehr arbeiten wollte, zu Itoe, die ganz sicher auf ein Gespräch bestehen würde, und auch zu Yuto, der gerade unweit von ihr stand und den sie im Laufe dieses Tages so ziemlich durch die Hölle und zurück gejagt hatte. Und jetzt meinte der Sora-Jounin, irgendwelche Spielchen mit ihr spielen zu müssen. Sie war sich ziemlich sicher, dass er sogar in seinem eigenen Spiel mogelte, aber war das jetzt irgendwie von Interesse? Sie hatte gerade nicht wirklich die Energie für wahre Finesse, also entschied sie sich erst einmal dafür, ihn zu verunsichern, indem sie demonstrierte, Wissen über ihn zu besitzen, welches sie unter normalen Umständen gar nicht haben konnte, einfach, um die Machtbasis etwas zurechtzurücken – oder eher zu retten, was zu retten war. Auch seiner Frage wurde mit Ehrlichkeit begegnet, zumindest technisch. Sie hatte nie behauptet, irgend jemanden in ihrer Gewalt zu haben (zumindest nicht direkt) und einfach Personen genannt, die sie kannte. Insofern war die nachfolgende Aussage sogar ehrlich, wenn man ein Erbsenzähler wie der Professor dort war.
"Ausschließlich. Und ich muss sagen, nach meinen bisherigen Beobachtungen habe ich nicht damit gerechnet, dass Sie derartig großen Wert auf Regeln legen. Sie kamen mir von der bisherigen Vorgehensweise zwar analytisch, aber kreativ vor."
"Nun, ich bestehe auf Höflichkeit, so ist es einem Gegner gegenüber höflich, seine Gedärme mit bloßem Arm zu durchbohren, das Herz herauszureißen, es wahlweise zu zerdrücken oder zu essen, ihm danach Arme und Beine zu brechen, den Körper in Stücke zu hacken und dann seine Notdurf auf dem Haufen zu verrichten. Dies ist eine Respektsbezeugung. Es stehen immer noch vier Fragen ihrerseits aus." Blablabla … meine Güte, musst du verzweifelt sein, mich auf diese Weise einschüchtern zu wollen. In diesem Moment versuchte man, ihr via Gesten die Bewegungen der Sora-Nin zu beschreiben, insofern verzögerte sich ihre Antwort für einen kaum merklichen Moment.
"Ich ahnte doch, dass Sie zivilisiert sind. Wenn Sie jetzt so freundlich wären, mir die Frage zu beantworten, ob Sie bereit wären, meinen Jounin wieder zurück zu seinen Kollegen zu schicken, wäre ich Ihnen sehr verbunden."
"Und ich habe Sie nun aufs Kreuz gelegt, doch ich erwarte nun nicht, dass Sie die Lüge durchschauen. Nun, eine gewisse Bereitschaft wäre da, doch da mir durchaus die Risiken eines "Tausches" bewusst sind, würde ich gerne die Konditionen dafür stellen. Ist ihnen das Recht?" Offenbar versuchte er gerade, ihren Stolz anzukratzen. Vielleicht war seine Eitelkeit die große Schwäche – sie würde sich das für einen späteren Zeitpunkt merken, denn das Bedürfnis dieses Mannes, seine Verhandlungspartner zu verspotten war ja nun wirklich nicht mehr normal. Und nicht nur in dieser Sache war er unverschämt.
"Wissen Sie, das passiert in diesen Tagen häufiger, insbesondere, wenn ich nebenbei beschäftigt bin. Ich bin interessiert daran, Ihre Konditionen zu hören. Vielleicht habe ich selbst auch welche."
"Dann sind Sie wieder dran." Meine Güte. Langsam musst du deine Unterwäsche wechseln.
"Wie lästig. Hören Sie, ich bin nicht vertrauenswürdig, Sie sind nicht vertrauenswürdig. Bei aller Höflichkeit können wir diese beiden Punkte glaube ich festhalten. Insofern sind Konditionen eine schwierige Angelegenheit, und insofern wäre ich für Ihre Vorschläge dankbar."
"Stellen Sie ihre Frage und ich gebe Ihnen die Konditionen durch." Kombiniere: Durch blödsinnige Regeln will der mich in Wirklichkeit verrückt machen. Perfekte unterschwellige Kriegstaktik. Man wird es ihm nie nachweisen können.
"In welchem Zustand befindet sich mein Jounin derzeit?"
"Er hat noch beide Arme und beide Beine, den einen oder anderen Stich, größtenteils aber klinisch gesund, sein Geisteszustand ist etwas beängstigend, doch leider unheilbar. Meine Konditionen sind folgende: Schicken Sie sofort eine der Untergebenen zu mir, damit diese mir nochmal direkt berichten kann, welchen Untergebenen sei Ihnen freigestellt. Danach treffen wir uns in einer Viertelstunde ungefähr 200 Meter östlich des Plateaus, jeder hat bis zu zwei Leibwächter und eine Geisel. Wieder können Sie aussuchen, welche es sein soll. Sie tauschen die erste Geisel bei mir ein und wir lassen Hideki unbeschadet zu Ihnen, ab dann vertrauen wir darauf, dass Sie die Ehre besitzen, die beiden restlichen Geiseln frei zu lassen. Sind die Konditionen für sie in Ordnung?" Das deckt sich mit meinen Infos, also sagt er zumindest ab und zu die Wahrheit. Aber der macht sich gerade ernsthaft lustig über mich, wie es aussieht.
"Nein. Ich gebe niemanden frei, bis ich Minakawa-san nicht in Sichtweite habe, aber der Termin und der Austausch klingt angemessen. Sie können sich sodann auf mein Ehrgefühl verlassen."Ehrgefühl – darüber lachen wir uns wahrscheinlich gerade beide im Inneren kaputt. Wenn der Typ auch nur einen Funken Ehre besitzt, unterrichte ich in der Akademie demnächst Schneeburgen bauen. Ein weiteres Mal versuchte Junko, die stillen Informationen ihrer Mitstreiter auszuwerten, während sie Zeit fand, nach einem Örtchen nicht unweit von hier zu fragen, welches auch ja keine Sora-Nin beinhaltete. Wenn sie schon den vertrauten Terrain hatte, wollte sie diesen nutzen. Sie hatte das Gefühl, dass der Sora-Jounin zwar an einer Übergabe interessiert war, aber diese Gelegenheit möglicherweise für irgendwelche verqueren Aktionen nutzen würde. Es war ihr ganz einfach lieber, für diesen Fall zumindest die Örtlichkeit bestimmen zu können, zumal sie ja auch noch das kleine Problem mit der Diebin hatte.
"Wissen Sie, ich habe Probleme damit, mit so löcherhaften Informationen Verhandlungen aufzunehmen, da ist leider meine Kompetenz etwas beschränkt, so Leid es mir tut. Ich würde wirklich gerne wissen, ob sie eine Idee hätten, wie mein Defizit nicht so sehr ins Gewicht fallen würde.“ Pause. "Sie sind wieder dran." Huh? Ein wenig abgelenkt versuchte die Kunoichi, sich auf das Gespräch zu konzentrieren. Der spielte immer noch sein abgedrehtes Spiel. Naja, wenn es ihm Freude machte … irgendwie hatte sie das Bedürfnis, ihm noch mal unter die Nase zu reiben, dass sie sich in dieser Sache im Vorteil befand.
"Ihr Defizit kann sehr einfach ausgeglichen werden, indem Sie ihre Teammitglieder kontaktieren und scheitern,mein Herr.Was du fiese Suddelsau bereits gemacht hast. Wenn Sie gerne das wahre Ausmaß ihrer mangelnden Wahrnehmung erfassen wollen, schauen Sie doch einmal schräg hinter sich."
"Sie sind dran." Und er hat sich noch nicht einmal erschreckt .Schade. Naja, man kann nicht alles haben.
"Meines Wissens haben Sie ebenfalls eine Person verfolgt. Ich werde keine Fragen stellen, die Sie nicht beantworten können und wollen, wie zum Beispiel Fragen um das Diebesgut. Aber ich wäre interessiert daran, Ihre Einschätzung zu hören." Irgendwie wirkt sie abermals abgelenkt, als würde sie sich bewegen und sich in Wirklichkeit auf etwas anderes konzentrieren.“
"Schön von ihrem Interesse zu hören und es stehen noch fünf Fragen aus. Sie sind immer noch dran" Na, so clever kannst du ja nicht sein, sonst hättest du zumindest einmal gestutzt. Und eigentlich sollte erwissen, dass dieses Spiel nur dann Spaß macht, wenn beide Parteien sich an die Regeln halten, ansonsten ist es Terror. Und was schiebt er gerade? Dachte ich es mir.
"Waren das nicht eher eine Rhetorische und zwei Wiederholungen? Selbstgespräche, ignorieren Sie das bitte. Sind Sie mit der bisherigen Vorgehensweise einverstanden oder haben Sie noch weitere Bedingungen?"
"Nun, um genau zu sein, sind Sie wieder in eine Falle gelaufen, doch macht es mir einfach Spaß, diese Fallen zu stellen. Was weitere Bedingungen anbelangt: Zwanzigmillionen Ryo, dreizehn Ihrer Leute zu Versuchszwecken, ein Festmahl, das Leben ihres Wunschobjektes und ihre scheinbar so silberne Zunge." Drei Sekunden Pause. "Warten Sie, das waren meine Wünsche, da muss ich etwas verwechselt haben. Nun, weitere Bedingungen... Wie wäre es mit einer Dose Tomatensaft? Buchiki-san wird immer so durstig und leidet unter chronischem Eisenmagel. Darf ich Sie bei Gelegenheit zum Essen einladen?" Hirnloses Geblubber mit latenter Drohung plus zwei Fragen. Der hält sich nichtmal an seine eigenen Spielregeln und hat anscheinend erkannt, dass es sich bei mir um eine pubertierende Göre handelt, welche sehr leicht durch persönlichen Einfluss einzuschüchtern sind. Schon wieder Einschüchterung. Entweder nimmt der mich ernster als ich dachte oder er hat einfach ein sadistisches Vergnügen daran. Das hat er jetzt lange genug gemacht – Zeit für ein wenig Teenagerdrama auf meiner Seite. Er hat’s ja anscheinend nicht anders gewollt.
"Sie haben absolut kein Interesse am Leben Ihrer Teammitglieder? Bei allem Respekt habe ich die Stirn, Sie auf meine Meinung vorzubereiten: Sie sind Abschaum."Erst schien Junko ein wenig ungläubig, dann angewidert.
"Warten Sie, warten Sie, die Höflichkeit, die Höflichkeit! Das Leben meiner Teammitglieder ist Ihrer Meinung nach noch vorhanden, weswegen ich in dieser Situation beruhigt aufatmen würde, wenn ich meine Lungen nicht schon mit genügend Sauerstoff versorgt hätte. Sie sind lebendig und Sie setzen Ihre Ehre auf einen gelungenen Austausch. Sie gehen auf meine Konditionen nicht ein und das führt zu einer gewissen Pattsituation, weswegen ich weiterhin auf ein Entgegenkommen Ihrer Seite plädiere. Doch um alles am Laufen zu halten, müssen Sie in der Lage sein, Fragen zu stellen, weswegen ich Ihnen nun Fragen stellen muss. Und meine letzte haben Sie noch nicht beantwortet. Sie sehen doch schon, dass ich mich wirklich bemühe, Ihnen einen kleinen Vorsprung zu geben!" Na, das ging aber flott. Versucht er mich jetzt zu Trotz zu verleiten, indem er tatsächlich irgendwelche Schuldzuweisungen unternimmt?
"Wiederholen Sie bitte Ihre Frage."
"Ob ich Sie bei Gelegenheit zum Essen einladen könnte."
"Ich fürchte, ich bin schwer verdaulich, mein Herr."
"Nun, das gibt reichlich Aufschluss über Ihre Ernährung, Sie sollten mehr Abwechslung in ihre Ernährungsgewohnheiten bringen. Da ich Ihnen den einen Punkt Vorsprung gegeben habe, sind Sie wieder dran." Wenn du nicht so verdammt stark auf Zeit spielen würdest, um deine Infos reinzuholen, wäre ich nicht mehr gezwungen, mich mit dir abzugeben.
"Wie aufmerksam. Wie Sie bereits so treffend feststellten, befinden wir uns in einer Pattsituation. Das ist außerordentlich schade, dass Sie mir nicht glauben, wo ich doch so wenig gewalttätig bin.“ Einfach nur, um dem berechtigten Einwand der mangelnden Informationen auf Soraseite Genüge zu tun lächelte Junko dem armen Iwamoto einmal entschuldigend entgegen, nur um ihm sodann einmal in den Arm zu kneifen. Das unweigerlich darauf folgende „Autsch“ musste selbst auf der anderen Seite der Kom-Verbindung zu hören sein. „Gibt es da wirklich keine Möglichkeit zur Einigung?"
"Nun, Sie könnten mich zum Beispiel an jene bekannte Stimme weitergeben, welche gerade den Schmerzensschrei hatte, scheinbar kann Sie noch reden, dementsprechend kann ich mich vor Ort mit einigen Informationen versorgen. Wie ist ihr Alter, ihre Maße einschließlich Größe und Gewicht und wie haben Sie letzte Woche gegessen?" Der lässt aber auch nicht locker. Er könnte aber auch ein kleines bisschen mehr Sorge für seine Teammitglieder demonstrieren, finde ich. Andererseits futtert der bestimmt Leber mit Pfefferminzsoße zum Frühstück.
"Reicht es nicht erstmal, dass er offensichtlich gesund und bei Bewusstsein ist? Wissen Sie, ich hab viel zu verlieren, wenn er Ihnen die Anzahl der Shiro-Nin hier berichtet. Und ich fürchte, ich gebe wenig auf meine körperlichen Maße. Wollen Sie nicht lieber die Frage nach Weißwein oder Rotweinsoße klären?"
"Zwei Fragen auf einmal, Sie machen es mir aber immer schwer." Das ist ja schon fast eine Zwangshandlung.
"Eine davon ist rhetorisch, das zählt nicht."
„Welche?“ Touché. Ich vergaß ja, dass du irre bist.
"Zumindest sah ich erstere als solche an. Sie wollen da doch nicht ernsthaft ... oh, Sie wollen. Nun gut, zwei Fragen. Wie Sie wünschen." Noch ein Tröpfchen Milch in dein heißes Wasser?
"Endlich haben Sie es verstanden. Die Wahl der Soße ist reine Geschmackssache, denn zur guten Ernährung ist der Geschmack immer etwas Wichtiges, wem sein Essen nicht schmeckt, wird immer unglücklich sein. Da ich vorgezogen habe, sind Sie wieder dran." Ich bin müde, ich will mich ausruhen und habe keine Lust mehr. Warum muss der mich jetzt vollabern?
„Bitte nennen Sie aufgrund Ihrer neu gewonnenen Kenntnisse die Bedingungen, damit ich gegen diese protestieren kann. Sie könnten auch einfach in Betracht ziehen, dass ich protestiere. Langsam könnte man die vorgeschlagene Viertelstunde auch auf fünf Minuten heruntersetzen. Ganz wie Sie wollen. Falls Sie mir mehr über ihren Soßengeschmack erzählen, gebe ich vielleicht eine Empfehlung raus.“
"Nächstes Mal aber bitte eine Frage. Nun, am liebsten wäre es mir, wenn sich alle ihre Untergebenen aufknüpfen würden, damit ich sehen kann, dass es auch wirklich keine Komplikationen gibt, aber ich denke, Ihnen wäre dies etwas unliebsam. Da ich davon ausgehe, dass Sie sich keinesfalls alleine mit mir treffen würden, versuche ich ja auch, Ihnen entgegenzukommen, doch Sie lassen mich ja nicht."
"Oh, ich bin in dieser Hinsicht nur pragmatisch. Ich gehe nicht davon aus, dass sie alleine kämen, selbst wenn Sie es mir versichern würden. Ich denke nicht, dass ich auf Sie den Eindruck mache, mich tatsächlich an eine solch selbstmörderische Abmachung zu halten. Korrigieren Sie mich, falls ich falsch liege. Meiner bescheidenen Ansicht nach komme ich Ihnen schon entgegen, indem ich ihnen keine Körperteile schicke, noch Ihnen eine solche Scheußlichkeit vorschlage. Ich bevorzuge sowohl Ihre als auch meine Teamkollegen intakt und in einem Stück."
"Schade, wäre bestimmt interessant geworden, Ihnen den Gefallen zu erwidern. Doch ist ihr Nachrichtendienst in vielerlei Hinsicht ziemlich fehlerhaft, weswegen ich gewisse Zweifel hege. Und Sie haben immer noch keine Frage gestellt, das pikiert mich leicht." Na, das hoff ich doch. Wenn schon meine Gebete, dass du an deinem eigenen Napfkuchentum erstickst, nicht erhört werden, will ich dich wenigstens pikiert sehen, weil man deine Regeln nicht einhält.
"Nun gut ... warum sollte ich Ihnen glauben, dass Sie zu ihrem Wort stehen?"
"Weil ich so bezaubernd lächeln kann. Wahlweise können Sie davon ausgehen, dass ein reibungsloser Tausch meinem Interesse mehr entspricht als Ihrem, doch habe ich weniger Raum für ein Entgegenkommen, da Sie ungleich mehr Tauschobjekte haben." Heh, und der flunkert noch nicht einmal. Irgendwie fängt er an, mich zu nerven …
"Wäre ich an Ihrer Stelle, hätte ich tatsächlich ein Interesse daran. Es gibt nur ein Problem, mein Herr: Ich bin nicht Sie. Und Sie, werter Herr, sind mir eine Idee zu gerissen für einen Sora-Nin. Sie begeben sich auf unbekanntes Territorium und wissen, dass Sie erwartet werden. Dennoch begeben Sie sich an die Spitze des Spähtrupps, der sich dann auch noch trennt, was mir einiges über Sie sagt - zum einen vertrauen Sie ihren Fähigkeiten, was entweder auf Größenwahn oder auf wahres Können hindeutet, möglicherweise sogar beides. Zum zweiten kann ich ihren Verstand nunmehr als analytisch beschreiben, haben Sie es doch geschafft, das Netz von Shiro-Nin, welches Sie abfangen sollte, zu umgehen. Drittens kann ich sagen, dass es Ihnen nicht an Intellekt mangelt, jedoch an Empathie, sonst hätten Sie schon von vornherein auf etwaige Drohungen in meine Richtung verzichtet. Letztendlich sind sie Methode, jedoch nicht in der Lage zu erfassen, was ich wirklich denke, was ich wirklich fühle und ob ich mich tatsächlich über Sie ärgere, wie Sie es ganz offensichtlich beabsichtigen, um mich zu Fehlern zu verleiten. Also, Herr Doktor von Frage und Antwort, wieso sollte ich ihrem gerissenen Verstand trauen und mich darauf verlassen, dass Ihr Genie, nicht der Wahnsinn, den Sie mir entweder vorgaukeln oder nicht zurückhalten können, Sie leitet? Da, schauen Sie, eine Frage. Ob ich damit Ihr Muster durcheinander bringe?"Friss das und erstick dran, Hannibal.
"Sie waren nicht dran." Ach nee. Geh doch gepflegt mit was Giftigem spielen.
"Ich bitte vielmals um Verzeihung. Bitte, fahren Sie fort."
"Wissen Sie, es gibt Menschen, die auf der Grenze zwischen Genialität und Wahnsinn schreiten, doch diese Personen halte ich für halbherzige Taugenichtse. Ich persönlich bevorzuge es, beide Wege vollkommen und gleichzeitig zu gehen. Es gibt keine Versicherung und die gab es auch nie, das wissen Sie. Wir können nur einander vertrauen und bevor ich Sie ins Vertrauen nehme: Haben Sie heute dem rothaarigen Shinobi, von dem Sie erzählt haben, in den Rücken gestochen?"
Wenn es irgend etwas gab, was Junko das Blut in den Adern gefrieren ließ, dann war es diese Frage von Seiten des Sora-Teamleiters, der ihr doch so unbekannt war. Hatte er irgend etwas gesehen? Was wusste er? Ihre Gedanken fingen an zu rasen … vielleicht bluffte er ja nur, vielleicht wollte er einfach nur wissen, wer wann welche Position eingenommen hatte. Vielleicht wollte er auf diese Weise das Shiro-Schema auskundschaften. Ehe sie sich versah, hatte sie eine betretene Pause gemacht und schien auch äußerlich, was die Teamkollegen anging, betroffen. Nur gut, dass niemand hörte, was Eishun zu sagen hatte, nicht wahr?
"Damit bin ich zufrieden. Ich vertraue Ihnen." Ja nee … ok, er hat mich verunsichert. Trotzdem tanzen wir nicht nach deiner Pfeife, Freundchen.
"In fünf Minuten an der Lichtung westlich von Ihnen. Das können Sie nicht verfehlen, da es nicht so viele Lichtungen dort gibt. Zeit ist zu knapp, um sich vorzubereiten, also schlage ich vor, dass wir uns beeilen." Wenigstens war das auf einem Grund, den sie kannte und den der Sora-Nin, wie ihr eine Hyuuga mit einem Nicken verdeutlichte, nicht präpariert hatte. Jetzt galt es nur noch, den Ort des Geschehens aufzusuchen. Sie wartete nur noch auf die Information, wie Eishun tatsächlich reagieren würde, ehe sie weitere Entscheidungen traf – mal ganz davon abgesehen kam sie sich gerade ziemlich weggefrühstückt vor.
 

Hiragana Kayros

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Tja, wie Kayros mehr oder weniger sein gesamtes Chakra aufbrauchte, konnte man oben lesen. Zudem war seine psychische Verfassung durch Hiroshi alles andere als normal. Aber so etwas geschah nun einfach, wenn man sich im Krieg befand. Nicht dass diese Worte den Hiragana irgendwie beruhigt oder getröstet hätten, nein, daran hing nicht einmal ein Hauch eines Gedanken. Eher galten einige geraunten Phrasen ernst gemeinter Entschuldigen zunächst dem Taijutsuka und seinem Kumpel aus Kiri, während Kay sich der Behandlung des ersten zuwandte. Wie und warum er das tat, konnten die beiden nicht wirklich von ihm erfahren, weil er während der ganzen Prozedur abwesend wirkte.
Aber zurück ins hier und jetzt. Junko hatte sich mit dem scheinbaren Anführer der Soras in Verbindung gesetzt, und Kayros schaltete bereits nach wenigen Sätzen ab. Als sie jedoch ganz offensichtlich anfing, Lügen zu erfinden, was der Hiragana ganz und gar nicht nachvollziehen konnte, wandte er sich seinen Kollegen zu, die scheinbar noch nicht wirklich verstanden hatten, was überhaupt passiert ist. Ergo hieß es, alle wieder auf einen gemeinsamen Stand zu bringen und sich zu sammeln. Kayros wollte das zunächst mit den Körpern machen, die geistige Haltung musste jeder selbst finden. "Die Verletzten zu mir!"
 
I

Itô Suzuka

Guest
Die ganze Situation war mehr als nur undurchsichtig. Inmitten ihrer Angelegenheiten sprangen vier der verhaßten Soras umher, dafür fehlte einer aus den eigenen Reihen und die Gruppenleitung spielte Psychospiele am Telefon -oder besser- Funkgerät. Die paar Ausschnitte der Unterhaltung, die sie hören und verstehen konnte, zum allergrößteil Teil waren das Stücke der eigenen Seite, ließen die Jounin erahnen, dass die Gegenseite anscheinend -mehr oder weniger- vor hatte, ihre vier Kinder gegen den fehlenden Shiro-Jounin zu tauschen. Das klang für Suzuka nicht gerade äusserst gut durchdacht der angebracht, dem folgend, wie das Gespräch verlaufen war. Das war eindeutig ein schwieriger Kunde, einer der letzten Sorte von Menschen auf der Gegenseite, der sie -für solch einen Austausch nötiges- Vertrauen entgegenbringen würde. Eher würde sie mit einer Menge von den zur Verfügung stehenden Shiros durch den Wald planieren und die feindliche Gruppe auseinander nehmen. Aber das war letztlich leider nicht ihre Entscheidung heute und aus dem Dienst entfernt zu werden wegen Ungehorsam war auch nicht zwingend eingeplant für den Moment.
"Wir wollen denen jetzt nicht wirklich direkt in eine potenzielle Falle laufen." Es sollte eigentlich mehr eine Frage sein, aber wurde bewusst als leicht kritische Feststellung formuliert. Immerhin, egal was passierte, sie gehörten immer noch zur feindlichen Hälfte der Welt und wollten daher mit Vorsicht behandelt werden. Egal was man ihr versprochen hatte, wer konnte schon garantieren, dass der Typ am anderen Ende der Leitung nicht einfach nur ein guter Schauspieler war und sie geradeheraus anlog, nur um in einem guten Moment zuschlagen zu können. Doch trotz aller Bedenken würde die Frage nach dem nächsten Schritt offen bleiben bis Junko sich eine Anweisung überlegt hatte, immerhin hatte niemand sonst mehr als die groben Eckdaten des Gesprächs verfolgt.
 
M

Mameha Junko

Guest
Off:

Ich verkünde hiermit

Pausieren der Mission


Der inplay angesprochene Geiselaustausch findet reibungslos statt, während die jeweiligen Gruppen sich nach Eintreffen von ANBU-Einheiten aus ihren jeweiligen Fraktionen zurückziehen, um zu ruhen, zu heilen oder sich anderweitig zu erholen. ANBU-Einheiten bewachen einstweilen die Höhleneingänge.

Die gefangene Soundnin wird zunächst in die Obhut von Minakawa Hideki übergeben. Schicksal dieses Charakters bleibt bis zur Wiederaufnahme der Mission zunächst im Dunkeln.

Zur Wiederaufnahme: Diese Mission wird weiter gespielt, allerdings dürfen sowohl Spieler als auch Charaktere pausieren. Der Vorschlag von Ikari Yukiko, nämlich den Spielern die Möglichkeit zu geben, ihre Charaktere bei Bedarf oder akuter Unlust aus der Mission zu ziehen, wird als sinnvoll anerkannt und ist damit gegeben.

Exp berechne ich innerhalb der nächsten Woche, vielleicht schon am Wochenende. Wie immer müssen diese von Admin abgesegnet werden. Ich werde mich fernerhin bemühen, ähnlich wie beim Chuuninexamen eine Kritik für die Teilnehmer zu schreiben.

Die Mission selbst wird in den nächsten Wochen wieder aufgenommen.

Ich entschuldige mich für die Langatmigkeit der Mission, die zum großen Teil mir als Spielleiter zuzuschreiben ist und gelobe Besserung. Für etwaige Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
 
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