Auf den Straßen des Armenviertels

Dieses Thema im Forum "Armenviertel von Konoha" wurde erstellt von Satsuki Kaja, 28. Jan. 2009.

  1. Satsuki Kaja

    Satsuki Kaja Guest

    Erschöpft und müde vom Training schlenderte das Mädchen die Straßen des Armenviertels entlang. Ihre Familie gehörte weder zu den ärmeren noch zu den reicheren Personen des Dorfes, dennoch lag ihr Haus am anderen Ende dieses Viertels. Der Regen hatte aufgehört, dennoch war ihre Kleidung noch etwas durchnässt. Der Blick des rothaarigen Mädchens wanderte von Haus zu Haus. Trotz ihrer Müdigkeit wollte sie nicht wirklich nach Hause gehen. Es war ihr unangenehm. Seit sie die Geninprüfung absolviert hatte, vertauschte sie ihre eigene Mutter immer öfter mit ihrem verstorbenen Bruder. Der Gedanke selbst machte sie ziemlich fertig. Die Schuld an seinem Tod gab sie sich innerlich noch immer, auch wenn sie es nach außen hin leugnete. Die Straßen waren matschig und das Regenwasser stand in so manchen Pfützen bis zu den Knöcheln hoch. Einige Meter weiter vorne erblickte sie eine Gruppe von Jungs. Resigniert seufzte sie. Warum müssen die noch jetzt da sein? Sie kannte sie nicht wirklich, dennoch hatten sie Ayumu schon mehrmals angesprochen. Auch wenn sie ohne ein Wort zu sagen an ihnen vorbeiging, lachten sie und verfolgten sie das Mädchen manchmal. Kaja wollte keinen Streit anfangen. Sie wollte nur in Ruhe nach Hause gehen. Nein, nicht einmal nach Hause wollte sie wirklich. Sie blieb mit einem ausreichenden Abstand von ihnen Entfernt stehen. Und nun? Soll ich hier warten bis sie weggehen? Normalerweise würde die kleine Kunoichi schüchtern und ängstlich gegenüber Jungs reagieren, da sie Angst hätte, dass sie ihnen Unglück bringen würde. Bei dieser Gruppe jedoch, war ihr es egal, Hauptsache sie würde ohne irgendeine Belästigung an ihnen vorbei kommen. Leichter gesagt als getan. Ihr Aussehen zog solche Kerle an, wie die Motten das Licht. Ihre violetten Augen hatten das gewisse Etwas, was so manchen Jungen in sich in Vergessenheit lotsten. Die roten Haare, die sie zusammengebunden hatte und ihre sonstige weibliche Figur, ließen das Mädchen zwei drei Jahre älter erscheinen als sie es war. Ich will nicht.. Ayumu kämpfte innerlich damit, an der Gruppe vorbei zu gehen. Sie wusste nur zu gut, dass sie sie ansprechen würden. Worauf wartete sie dann noch? Was war der Grund? Sie wusste es nicht. Es gab bis jetzt nur wenige Jungs, bei denen sie sich halbwegs angenehm oder gar wohl fühlte. Um genauer zu sein konnte sie ihre alten Klassenkameraden aufzählen und sie hätte keinen vergessen. Langsam aber sicher setzte das Mädchen einen Schritt vor den anderen. Kaum war sie in die nähere Sichtweite der Burschen gelangt, stellten sich jene in einem Kreis um sie. Ich habe es geahnt! Mulmig zu Mute versuchte sie an ihnen vorbei zu gelangen. Vergebens. Einer der Kerle hielt sie am Arm fest und zog sie in die Mitte zurück. „Wohin den so eilig, meine Süße?“, fragte sie einer und der Rest fügte seinen Senf mit einem lautem Lachen hinzu. „So ganz alleine?“, fragte ein weiterer. Kaja blieb stehen, ihren Blick halb gesenkt. Sie wollte diesen Leuten nicht in die Augen schauen. Sie wollte auch nicht mit ihnen ein Gespräch beginnen. So schwieg sie. Lasst mich doch einfach in Ruhe! Wie gerne würde sie ihre Gedanken laut aussprechen, doch sie wagte es nicht. Ihre schwarze Tasche fest an sich gedrückt blieb sie stehen. Nun konnte sie nur noch hoffen, dass entweder jemand vorbeikommen würde, der sie kannte oder etwas anderes das Interesse dieser Gruppe wecken würde. Beides schien ziemlich hoffnungslos zu sein. Diese Jungs hatten es nur auf für ihre Augen gut aussehenden Mädchen abgesehen und nach einem Gewitter, wo die Straßen teilweise in Wasser stehen wollte sich kein Schwein aus den warmen und trockenen Wohnungen in die nasse Kälte bewegen. Was mach ich den nur? Ich muss hier weg! Kaja schaute etwas verängstig herum. Es waren insgesamt neun Jungs. Und sie stand als einzige in deren Mittelpunkt. "Lasst mich bitte vorbei..", versuchte sie es schließlich an den Neun vorbeizukommen. Vergebens. Ihre zaghafte Bitte wurde mit einem lauten Lachen erwiedert und einigen Späßchen, wie zum Beispiel "Hast du das gehört? Die Kleine will vorbei.. hahahaha". Ayumu wusste sich zwar zu wehren, wenn diese Leute auf dumme Gedanken kommen würden, dennoch.. es waren neun Jungs im Alter von 15 bis 17 Jahren und sie war gerade einmal einige Monate vor ihrem 14 Geburtstag entfernt! Wie soll es den jetzt weitergehen.. bitte.. kann den nicht irgendjemand herkommen! Irgendjemand!