Das Anwesen Timalin

Dieses Thema im Forum "Plattformen der Reichen" wurde erstellt von Jirokou Shunsui, 20. Sep. 2016.

  1. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Es galt einige Plattformen zu wechseln und etwas zu laufen, doch bald waren die beiden Shinobi an ihrem Ziel angekommen. Shunsui trieb sich nicht oft auf der Plattform der Reichen herum und überlegte kurz, ob er Kenta noch etwas stecken sollte, um ihn weiter auf die Palme zu bringen. All seine Gedanken wurden jedoch von dem gewaltigen Anwesen vor ihm vertrieben. Sie waren doch richtig, oder? Ein Blick in die Schriftrolle offenbarte, dass sie tatsächlich richtig waren. Innerlich hoffte Shunsui, dass der Garten nicht so überdimensional angelegt war, wie es sicherlich der Fall sein würde. Vor dem Tor standen keine Leibwächter noch ein Pförtner, also mussten sie wohl selbst klingeln. Langsam näherte sich der blonde Junge der Tür, suchte sie langsam und systematisch ab, bis er schließlich die Klingel gefunden hatte und diese betätigte. Es erfolgte drei lange Töne, gefolgt von Stille. Nichts. Keine Reaktion. Sein Blick glitte unsicher zum Kinzoku, ehe er die Klingen zum zweiten Mal betätigen wollte, als endlich eine Reaktion kam. Leider nicht von jener Art, die er sich gerne gewünscht hätte. "ES HAT GEKLINGELT! WOFÜR BEZAHLE ICH EUCH SCHWACHKÖPFE ÜBERHAUPT?!" Man konnte sich ja durchaus aus dem Fenster lehnen, aber bestimmt war das die liebreizende Stimme ihrer Auftraggeberin. Timalin Rosa war eine der reichsten Frauen Soragakures und unerklärlicherweise geschieden. Dabei hatte sie ihren Ex-Mann abgeschröpft, bis er keinen Yen mehr übrig hatte. Wahrscheinlich hatte sie abgesehen von ihrer sanften Stimme auch viel Geduld. "ALLES MUSS MAN HIER SELBST MACHEN!", ertönte es und man konnte vernehmen, wie sich jemand dem Tor näherte. Der Jirokou fragte sich, was die Gärtner wohl verbrochen hatten, um kurzerhand vor die Tür gesetzt zu werden. Und wahrscheinlich waren Kenta und er kurz davor, selbiges am eigenen Leib zu erleben. Das Tor wurde ruckartig aufgerissen und eine zierliche Frau in den Fünfzigern, deren Statur ihrer Stärke in Anbetracht des großen Tores Lügen strafen schien, schaute die beiden Shinobi verdrusst an. "Wer seid ihr? Seid ihr die Lieferanten für meine Feier? Ich hatte euch doch schon vor einer halben Stunde erwartet. BIN ICH DENN NUR VON IDIOTEN UMGEBEN?!" Beim Laut ihrer Stimme zuckte Shunsui ungewollte zusammen und nutzte die Gunst der Stunde, sich aus der Schussbahn und etwas hinter Kenta zu bringen. Grundgütiger, was für ein Stimmorgan! Wie sie wohl darauf reagieren würde zu erfahren, dass es sich bei den beiden Shinobi nicht um die Essenslieferanten sondern vielmehr ihre Gärtner handelte?
     
  2. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kentas Augenbraue begann schon leicht zu zucken, als er von weitem das Gebrüll von Madame Timalin hörte. Wie es schien begann er seinen Dienst mit einer ausführlichen Tour durch Soragakures degenerierte Oberschicht - erst Tetsu, jetzt diese unbeherrschte Schabracke von einer Möchtegern-Lady. Ugh. Tetsu war wenigstens clever gewesen, aber diese Lautstärke sprach schonmal ganz grundsätzlich gegen Madames Oberstübchen. Ein kurzer Seitenblick traf Shunsui - wenn dem Idioten jetzt nicht alle Gelenke im Körper schlotterten, würde Kenta endgültig aufgeben. Die Aussicht dass sie seinen nutzlosen Kollegen zur Schnecke machte und anschließend in den Boden stampfte machte war schließlich das einzige was hier auch nur andeutungsweise Spaß versprach.

    Nun. Timalin Rosa war schonmal insofern beachtlich, als sie mit sehr wenig Resonanzkörper sehr viel Lärm machen konnte. Respekt. Auf ihre letzte Frage musste Kenta beinahe grinsen - ja, das fragte er sich heute auch erschreckend oft. "Wir sind wegen des Gartens hier." Erwiderte der rothaarige Junge sofort - lange Vorrede war hier offensichtlich eine schlechte Idee, und Shunsui das Wort zu überlassen wäre ihm nicht mal im Traum eingefallen - irgendjemand aus der Verwaltung würde schon bei ihr nachfragen, ob sie beide ihren Job gemacht hatten, und je weniger die Furie von ihnen wusste, desto besser. "Ich bin für die Blumenbeete zuständig. Mein großer Kollege hier ist ein bisschen langsam, aber er eignet sich sehr gut für die übrige, schwere Arbeit." Fügte Kenta noch rasch hinzu - seine unaufgeregte und sichere Antwort davor schien den Rosa-Orkan einen Moment verwirrt zu haben. "... aha. Na schön dass sich jetzt schon die Gärtner einbilden Spezialisten zu sein." Schnaubte die Witwe, und kickte das Tor hinter sich mit einem Fuß so weit auf, dass die beiden freie Sicht auf den Garten hatten. "Werkzeug liegt alles irgendwo. Tobt euch aus. Euer Vorgänger hat vor kurzem aufgehört." Stellte sie süffisant fest - was angesichts der hoffnungslos überwucherten Gehwegplatten, mit einigem Unkraut verseuchten stacheligen Rosenbeete, und phänomenal ungeschnittener Hecken einfach nicht wahr sein konnte, außer er hatte klugerweise gar nicht angefangen zu arbeiten. Beneidenswerter Mann. "UND ICH WILL HEUTE ABEND DEUTLICHE FORTSCHRITTE SEHEN!" Schallte es ihnen noch aus wenigen Metern Abstand entgegen, dann stapfte Rosa wieder ins Anwesen, um irgendwas anderes anzuschreien. Vielleicht ihren Schuhschrank.

    "Sooo ..." Kenta pfiff leise durch die Zähne, als er sich die Zerstörung angesehen hatte, und schnappte sich zielstrebig ein einsam auf einer Bank herumliegendes Paar Handschuhe. "Ich bin sicher die Hacken und Leitern und Heckenscheren sind da vorne im Schuppen. Hau rein, Kumpel." Meinte er, und klopfte Shunsui aufmunternd auf die Schulter, ehe er sich dran machte Unkraut aus einem Rosenbeet zu zupfen. Gut, wenn die Aufgabenteilung so klar war.
     
  3. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Irgendwas war da ganz gehörig schief gelaufen. Für gewöhnlich war Toriko nicht nur pünktlich, sondern auch ausgezeichnet organisiert. An diesem Tag aber war das alles doch irgendwie anders. Man konnte fast meinen, sie war etwas aus der Balance, denn es war tatsächlich so, dass sie sich verspätete. Das traurigste war dabei, dass sie nicht mal genau ausmachen konnte wieso. Hatte sie die Mission vergessen? Die falsche Zeit notiert? Oder war es etwas anderes? Nicht mal darauf konnte sie eine Antwort finden, so verplant war sie gerade. Übrig blieb nur die Tatsache, dass es eben so war und dass sie sich schleunigst auf den Weg machen hatte müssen.
    Als sie gehetzt und doch schon etwas verschwitzt an ihrem Ziel ankam drängte sich ihr ein Gedanke auf: „Gibt es in Soragakure eigentlich auch Arbeit, die nicht für Steinreiche erledigt wird?“ Nach der ersten Villa, deren Inhaberin vor einem Haufen wilder Fotografen beschützt werden wollte, war dies nun schon das zweite Mal, dass sie sich zur Oberschicht begeben durfte, um deren Dreck wegzumachen – dieses Mal war es leider nicht im übertragenen Sinn gemeint. Es gab zwar schlimmeres als etwas Gartenarbeit, aber es ging ums Prinzip, wovon Toriko ja jede Menge hatte. Wieso konnte man nicht ein Mal bei diesen Gelegenheitsarbeiten etwas wirklich Sinnvolles tun? Na, das wäre wohl zu schön gewesen. Ihre Laune besserte sich kaum, als sie erstens das laute Gebrüll hörte, zweitens bemerkte wie riesig dieses verdammte Anwesen sein musste und drittens neben einem blonden noch einen roten Haarschopf durch das Tor treten sah. Das konnte doch nicht wahr sein. Es gab sicher noch andere Rothaarige in Soragakure, aber trotzdem kam sie nicht umher zu erraten, wer hierbei einer ihrer Kollegen sein würde. Un-glau-blich! Gut, sie ärgerte sich nicht, aber etwas komisch war es schon. Es schien nicht nur keine anderen Rothaarigen hier zu geben, sondern überhaupt kaum andere Shinobi. Auf Dauer war das doch etwas unheimlich.
    Nichtsdestotrotz folgte sie ihren Kameraden durch das Tor, wie üblich hatte sie dabei ihren Schirm aufgespannt über die Schulter gelegt. Sie würde bei der Arbeit zwar keine Hand zum Halten haben, aber sie hatte sich schon etwas ausgedacht um das etwas spannender zu gestalten. Während der Blonde sich wo-auch-immer-hin aufgemacht hatte war Kenta – er war es tatsächlich – dabei Unkraut aus einem Rosenbeet zu rupfen und Toriko musste feststellen, dass das wirklich nicht zu ihm passte. Er hatte auf sie nie wie ein Gärtner gewirkt, sondern mehr wie ein Handwerker, und höflich wie sie war machte sie sich natürlich zuerst auf ihren alten Bekannten zu begrüßen. Gemächlich trat sie an den Rotschopf heran, sie hatte alle Zeit der Welt. Noch Sekunden ehe sie sprach musste er den Schatten gespürt und gesehen haben, den sie und ihr Schirm ihm freundlicherweise zu spenden bereit waren. „Am Boden rumzukriechen steht dir nicht, Kenta-kun, aber mir ist trotzdem lieber, wenn du das anstatt mir machst“, meinte die Kunoichi scherzend. Wenn sie damit auch kein Eis brechen würde, irgendwas würde schon kaputt gehen.
     
  4. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta blinzelte, als er den Schatten in seinem Gesichtsfeld bemerkte - rasch untersuchte er die Form genauer. Rund - zu rund selbst für einen extrem fetten Meuchelmörder, und das ließ nicht so viele gefährliche Möglichkeiten mehr offen, sodass er erstmal nicht aufsprang. Allerdings war er kein Savant, sodass es doch Torikos Stimme war, die ihm den finalen Hinweis gab. Hm. Naja, sie war größtenteils ungefährlich. Ihre Unstimmigkeit hatten sie ja zumindest verschoben, wenn auch nicht vollständig beigelegt. Kenta musste zugeben, noch war ihm keine gute Methode eingefallen, die Blamage zurückzuzahlen und gleichzeitig keine Vergeltung zu provozieren - und die Sinnlosigkeit und potentielle Karrieregefahr eines permanenten Hin-und-Her störte ihn für den Moment zu sehr, um trotzdem einfach mal anzufangen. Naja. Vielleicht fand er ja noch etwas. Bis dahin blieb er bei seinen Worten und der diplomatischen Strategie.

    "Machts dir Spaß, mich vor deinen Füßen rutschen zu sehen?" Fragte Kenta leichthin - für jemanden der so absurderweise anständig tat wie die Ame-nin war die Offenheit vielleicht doch ein bisschen zu viel - und wenn nicht, scherzte er ja ohnehin nur, nicht? Sarkasmus war wunderbar, man konnte alles mögliche sagen ohne es richtig zu sagen. Er schnippte ein letztes Kraut weg und wandte sich um, in Wirklichkeit natürlich nicht im Mindesten angefasst von der Position in der er sich befand. Toriko hatte ja nicht mal Unrecht - nicht nur dass sein übliches Outfit hier mal absolut nicht hinpasste (er hatte sich dennoch nicht umgezogen, besser schnell fertig werden und es eben hinterher in die Wäsche werfen), es war auch nicht wirklich seine Welt, irgendwelche Kräuter zu zupfen. "Ich verstehe auch nicht warum man diesen Job von uns machen lässt. Haben wir nicht Kriegsgefangene, die das erledigen könnten?" Kenta richtete sich ganz auf und machte eine galante Verbeugung. "Aber wo bleiben meine Manieren. Schön euch wiederzusehen, Kosanu-san. Es scheint als würden wir ständig ineinander laufen, beabsichtigt oder nicht, hm? Ich hoffe ihr wurdet nicht von dem Heckenchaos dort aufgehalten als ihr das Ensatzgebiet infiltriert habt." Toriko war spät dran, und wo sie hier schon mal in einem Garten waren ließ er sie das auch gerne durch die Blume wissen. Trotzdem war es vor allem interessant, weil es so gar nicht zu ihrem üblichen Verhalten passte. Und sie wirkte gehetzt, auch wenn sie sich große Mühe gegeben hatte die letzten Schritte gemessen zu machen. "Schlage vor wir machen diese Beete im Tandem. Ich habe Sh-Sh-Shuns-sui bereits die körperlich anstrengenderen Jobs überlassen, sodass wir so am schnellsten vorankommen." Klar, würden sie auch getrennt. Aber ihm war langweilig hier, mit dem Loser zu reden war pure Folter, und Toriko war - ungeachtet der Tatsache dass Kenta ihr eigentlich noch eine halbe Welt voll Schmach und Chili schuldete - zweifellos interessante Gesellschaft.
     
  5. Kosanu Toriko

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    Ah, da war es wieder. Diese unglaubliche Fähigkeit Kentas so unglaublich höflich zu sein, dass man sich dabei schon wieder verarscht vorkommen musste. Zugegeben, es hatte einer gehörigen Portion Chilis bedurft, bis sie dahintergekommen war, aber nun wo sie ihn durchschaut hatte würde sie das natürlich nicht mehr mit sich machen lassen. Sie wusste selbst, dass sie zu spät war, kein Grund gleich Salz – oder Chili – in die Wunde zu streuen. Auch wenn er es ihr nicht direkt gesagt hatte, so dumm war der Kerl nie gewesen, nicht in solchen Situationen, Toriko wusste trotzdem, dass er genau darauf angespielt hatte. Aber was sollte man damit nun tun? Die Antwort war klar, glasklar sogar: Einfach ansprechen und so tun, als wäre nichts weiter geschehen. Verletzter Stolz hatte jetzt keinen Platz. Das hier war Arbeit, also war auch eine entsprechende Portion Professionalität gefragt, zumindest so viel, dass sie die Gartenwerkzeuge nicht an ihrem Kollegen ausprobierte. Diese Beherrschung konnte sie aufbringen, wenn es denn unbedingt sein musste.
    Ganz unkommentiert lassen konnte sie das aber doch nicht. Seine Worte rochen zwar wie Honig, aber sie wusste, dass sie wie Gift schmecken würden, wenn sie sie ohne Nachzudenken zu verdauen versuchte. Kein Gift, dass sie töten sollte, aber zu Magenkrämpfen konnte das schon führen. „Du glaubst gar nicht wie sehr“, entgegnete die Kunoichi also in aller Trockenheit. Wenn er so spielen wollte, das Spiel kannte sie zwar nicht besonders gut, aber mitspielen würde sie es trotzdem können. „Du musst nicht übertreiben, ja? Respekt ist schön und gut, aber so kann ich dir das nicht mehr glauben, schon gar nicht, wenn ich mich erinnere was das letzte Mal passiert ist, als du dich so benommen hast.“ Das einzige, was diese Erinnerung etwas süßer gestaltete, war die Tatsache, dass sie schon die Zeit gefunden hatte es ihm mit barer Münze zurückzuzahlen. Das war echter, süßer Honig, komplett ohne Schadstoffe. „Klingt sinnvoll. Ist dieser Shunsui…“ Sie zögerte kurz, war das sein Name? „Ist er so kräftig, dass er keine Hilfe braucht?“ Nicht, dass sie sich echt Sorgen um ihn machte, doch so wie Kenta über ihn spottete hatte Toriko auch nicht mehr die beste Meinung von ihrem zweiten Kollegen – obwohl sie ihn noch nicht einmal getroffen hatte. „Na, dann machen wir es eben so.“ Das Mädchen hatte gegenüber dem Rothaarigen einen beträchtlichen Vorteil: Sie konnte sich theoretisch solche körperlichen Arbeiten auch ganz alleine spannend gestalten, indem sie, entgegen dem, was man sonst von ihr annahm, das Ganze in spielerische Übung umgestaltete. Auch heute war das der Plan. Als sie ging um sich ebenfalls ein Paar Handschuhe zu besorgen schupfte sie locker ihren Schirm in die Höhe und fing ihn, geschickt wie sie war, auf dem Kopf wieder auf. Ihn dort zu balancieren war nicht einfach, aber dennoch konnte die Kunoichi sich dabei noch bewegen und sogar arbeiten. Auf Dauer würde sie den Schirm dort nicht behalten können, aber wenn es einfach wäre würde sie dabei auch nichts lernen. Einen Vorteil hatte es außerdem, zumindest zur Mittagszeit musste sie sich über die Sonne keine Gedanken machen. Mit sichtlich bedachten Schritten und behandschuhten Händen kehrte sie zu ihrem Kameraden zurück. „Wo wollen wir anfangen, Kenta-kun?“
     
  6. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Das lustige war, Kenta hatte sie nicht mal wirklich ärgern wollen - es war einfach seine Art ein paar Stacheln in freundlichen Worten zu verstecken, damit das Gespräch nicht zuu langweilig wurde. Und sein wir mal ehrlich, er sprach doch nur aus, was ungesagt ohnehin zwischen ihnen gestanden hätte, oder? "Meine Entschuldigung. Ich habe wohl noch ein paar Probleme mit diesem neuen Konzept." Entschuldigte er sich und zwinkerte. "Nur ein bisschen gutgemeintes Frotzeln, hm? Ich freue mich tatsächlich, dich zu sehen. Die restliche Gesellschaft lässt ein bisschen zu wünschen übrig." Nahm er schon einmal ihre folgende Frage nach Shunsui vorweg. "Richtig. Aber sprich nach Möglichkeit nicht mit ihm - das Stottern ist schlimmer als ich es dargestellt habe. Ich habe keine Ahnung wie stark er ist, aber irgendeine Fähigkeit muss er besitzen, auch wenn es weder Sprechen noch Selbstvertrauen ist. Wir können ja in ein paar Minuten mal nach ihm schauen." Aber wenn es nach Kenta ging, musste das nicht übermäßig schnell geschehen. Idealerweise erst morgen oder so. "Wenn es zu schlimm wird werden wir ihn schon hören. Auf recht abgehackte Art."

    Einigermaßen amüsiert schaute Kenta zu, wie Toriko ihren Regenschirm auf dem Kopf balancierte - wollte sie so weiterarbeiten? Hah! Das konnte ja spannend werden. Offenbar mochte sie Gleichgewichtsübungen ... was ihn in der Vermutung bestätigte, dass er Toriko in ihrer bisherigen Paradedisziplin Taijutsu so schnell nicht schlagen würde. "Sicher, dass ich keine Stütze dafür basteln soll?" Fragte er, klang aber nicht wirklich spöttisch - ja, ein bisschen amüsiert, aber wäre ein Kenta ohne das überhaupt denkbar? "Nun, die Rosen hab ich eben ganz gut erledigt, meine ich ... was ist das da vorne, Eisenhut? Wir könnten sicher ein paar Teile mitgehen lassen ohne dass es auffällt. Interesse?" Kenta bückte sich nach der Hacke, die er neben sich auf den Boden gelegt hatte, und strebte in Richtung des gemischten Blumenbeets, dass tatsächlich unter anderem Eisenhut enthielt - eine von mehreren Pflanzen hier, die für eine Giftmischerin doch bestimmt interessant sein könnten. "Leider nicht ansatzweise so spannend wie der letzte Job. Es sei denn wir finden ein Gartenmonster."
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Jan. 2017
  7. Kosanu Toriko

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    Bei der Arbeit jemanden zu kennen mit dem man sich unterhalten konnte war ja an und für sich ganz nett, mit Bekannten konnte man immer irgendein Thema finden über das beide einigermaßen sprechen wollten. Hier aber war die Situation doch nochmal etwas anders. Kenta war nicht jemand mit dem sie einfach nur über irgendetwas reden konnte, bei ihm konnte, durfte und musste ihr Kopf auch richtig arbeiten. Das würde nicht nur von der uninteressanten Arbeit ablenken, sondern sie womöglich sogar einigermaßen spannend machen. Auf der einen Seite hatte sie sich an das Gift, das er versprühte, schon gewöhnt, auf der anderen Seite fühlte sie sich eben trotzdem immer angegriffen, was nun weniger an seinem Genie lag, sondern einfach an ihrer generellen Laune, seit sie hier in Soragakure war. Na, sie würde sich etwas zurückhalten. Er schien ja sein Bestes zu versuchen, also sollte sie es ihm weder schwerer machen noch selbst irgendwelchen unnötigen Unsinn anstellen.
    Also antwortete sie ruhig und beschloss sich mit ihm auf den Kollegen einzuschießen. Musste ja ein unmöglicher Mensch sein. „Er wird schon zurechtkommen. Wenn er sowieso kein Selbstvertrauen hat wird er sich auch nichts aufhalsen, was er sowieso nicht kann, schätze ich. Dann macht er uns wenigstens keine Probleme.“ Eigentlich war das recht zahm gewesen, aber sie kannte diesen Menschen eben nicht gut genug um qualitativ hochwertige Kaskaden der Abscheu niedergehen zu lassen. Außerdem wäre es doch ein wenig ungerecht. Dieser Shunsui sollte ruhig die Gelegenheit erhalten sich selbst ins Abseits zu spielen. „Wenn es nicht schwierig wäre, wäre es doch langweilig. Ich schaffe das schon.“ Als sie den Satz auch nur ausgesprochen hatte geschah es prompt: Ein leichter Windhauch, eine kleine Unsicherheit und schon landete der Regenschutz auf dem Boden. Na großartig. Während sie den Schirm wieder aufhob und zurück auf den Kopf setzte redete sie etwas zerknirscht weiter: „Wie gesagt, wenn es keine Herausforderung wäre, wäre es sinnlos.“ Viel spannender als Kentas ‚Sorge‘ um den Kollegen oder ihren Balanceakt war aber sein plötzlich auftretendes Botanikwissen. Wo kam das nur her? Es war nicht, was Toriko generell zu seinen Fähigkeiten gezählt hätte, aber vielleicht hatte er sich ja von ihrer letzten Konfrontation etwas inspirieren lassen. Das war auf jeden Fall nichts, wo sie ihn so einfach vom Haken lassen würde. „Ich wusste gar nicht, dass du dich für Pflanzenkunde interessierst. Wie kommt das denn?“, fragte sie mit aller Scheinheiligkeit, die sie aufbringen konnte. So viel zu den guten Vorsätzen das Reizen nicht mitzumachen, aber was konnte das Bisschen schon schaden? Es brachte auf jeden Fall Würze. „Dass wir könnten liegt auf der Hand, aber meinst du, dass wir auch sollten?“ Diebstahl stand eigentlich nicht auf ihrer typischen Shinobi-Agenda. Klar, wenn es ein Auftrag war würde sie auch das machen, aber einen Auftraggeber bestehlen? „Du bist dir wirklich nur selbst der Nächste“, fügte sie murmelnd an. Als sie am Beet angekommen waren wartete Toriko nicht lange damit sich in die Arbeit zu stürzen. Unverzüglich kniete sie sich auf den Boden – sie hatte sich wie meistens nichts besonderes angezogen – und machte sich ans Unkraut zupfen. Was für eine unglaublich bescheuerte Arbeit! Der Rotschopf hatte Recht, der letzte Job war besser gewesen, das hier war weit weg von Shinobi-Arbeit. „Dann würde ich mich wenigstens annähernd so fühlen als hätte meine Ausbildung einen Sinn gehabt“, keifte sie und warf eines der ausgerupften Unkrautpflänzchen über die Schulter. „Aber das hier ist nichts für uns. Wer hat vorhin überhaupt so rumgebrüllt, die Dame des Hauses?“ Ob sie überhaupt eine Bestätigung dafür wollte, dass ihr Auftraggeber ein fieser alter Drache war?
     
  8. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta nickte enthusiastisch. "Genau! Falls er Arbeit aufgehalst haben möchte, kann er sich vertrauensvoll an mich wenden." Hach. Es war doch schon viel erträglicher Shunsui dabei zu haben, wenn man mit ihm nicht alleine sein musste. Noch besser wenn stattdessen er alleine war, und hoffentlich auch noch blieb. Wenn es einen Shinobi gab, für den das Konzept der stillen Beschäftigung eine Lebensphilosophie sein sollte ... Kenta schaute interessiert zu, wie der Regenschirm zu Boden ging, und fragte sich einen Moment, ob Toriko vor ihm nicht vielleicht doch hatte angeben wollen. Heh. Der Gedanke, dass es vielleicht ein bisschen arrogant von ihm war, nach der Schlappe beim letzten Mal ein sinnvolles Ziel für Angeberei ihrerseits zu sein, kam dem Kinzoku nicht wirklich - schön, wenn man mit einem gesunden Selbstbewusstsein gesegnet war. "Oh, keine Einwände. Wir sollten uns Ziele setzen über deren Bewältigung wir uns auch freuen können, nicht?" Er musste ein bisschen guten Willen zeigen und nicht jede Chance für eine Spitze mitnehmen, ermahnte er sich. Es würde ihm mit Sicherheit nicht immer gelingen, aber für den Moment klappte es doch ganz gut.

    Als sie sich der Fragestellung des Eisenhuts zuwandten, musste Kenta in ehrlicher Verwunderung den Kopf schütteln. "Für Pflanzenkunde an sich? Nicht besonders, zugegeben. Aber ich wäre ein unaufmerksamer Leser wenn ich nicht wüsste was Eisenhut ist, hm?" Welcher Krimifan kam schon ohne ein sehr eklektisches Wissen um giftige Pflanzen, Ballistik, und forensische Pathologie aus? Gewisse Dingen blieben halt immer hängen. Und damit hatte nicht mal zu tun dass Toriko ihm zu starkes Chili serviert hatte - und auch nicht ihre giftige Schirmnadel, die er am selben Tag kennengelernt hatte. Das war zwar interessant, keine Frage, aber Kenta hatte für den Moment genug andere Interessen zu verfolgen - ehrlich gesagt war ihm der Fortschritt immer noch ein bisschen zu langsam, und er war durchaus fähig sich auf eine oder zwei Sachen zu konzentrieren, wenn sie sein Interesse geweckt hatten. Als Toriko zu bedenken gab, dass der Eisenhut ihnen nicht gehörte, zuckte er mit den Schultern. "Ich mache nur einen Vorschlag. Ganz unverbindlich. Hmm ... naja, wollen wir mal." Es war auch nicht Kentas Lieblingsbeschäftigung, aber offenbar hatte er schon resigniert, was die wenig ehrenvolle Aufgabe anging. Zugegeben, ohne die unverhoffte Gesellschaft wäre er vermutlich gerade mit Schimpfen und Fallenstellen beschäftigt. "Oooh, das trifft mich aber schwer, Kosanu-san. Ich wollte nur euch die dröge Arbeit ein bisschen versüßen mit dem Hinweis auf mögliche Nebengewinne." Er war natürlich nicht wirklich gekränkt - Kenta war nie in dem Sinne gekränkt, denn das würde eine Tiefe an emotionaler Bindung voraussetzen die er so gar nicht hatte. Aber es war tatsächlich nicht so, dass er für sich persönlich irgendwas mit Eisenhut vorgehabt hätte. Naja, gut, wenn Toriko keinen wollte ... irgendein nerviger Köter würde sich schon finden, den er damit füttern könnte? Er grinste. "Und ja, das war unsere liebliche Auftraggeberin, die Witwe Timalin Rosa. Soweit ich weiß, ist ihr Ehemann an akutem Knalltrauma verstorben."
     
  9. Kosanu Toriko

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    Generell hatte Kenta ja nicht ganz Unrecht. Es kam schon öfter vor, dass seine Kollegin etwas tat nur um andere zu beeindrucken und ein Statement abzugeben, aber das sah dann meistens eher so aus wie beim Dosenschießen am Kirschblütenfest oder die Sache mit dem Fotografen bei ihrem ersten gemeinsamen Auftrag. Schirme auf dem Kopf zu balancieren rief auch selten die Reaktion hervor, die sie sich von solchen Aktionen wünschte. Alleine schon deswegen tat Toriko das wirklich nur für sich, es bereitete ihr schlicht Freude und war am Ende eben wirklich eine ganz gute Übung für sie. Zum Glück hatte der Rotschopf ihr seine Gedanken nicht mitgeteilt, denn sonst hätte sie mit dem Schirm wohl wieder eher zu den zuvor genannten Methoden gegriffen. Insgesamt wäre die Kunoichi aber doch recht beeindruckt gewesen hätte sie erfahren wie diszipliniert er es tatsächlich schaffte sich zurückzuhalten, das hätte ihr sicher einigen Respekt abgerungen. Dumm nur, dass sie das nur nie so genau erfahren würde; Pech gehabt!
    Was ihr dagegen weniger gut gefiel war Kentas Ansicht zu Diebstählen. Gut, das wäre nur eine Kleinigkeit gewesen, aber dennoch: Ihr gefiel das einfach nicht. Dazu war sie einfach viel zu strikt dazu erzogen worden auf gewisse ordnende Gesetze zu hören, wenn sie nur aus der richtigen Richtung kamen. Die Richtungsfrage stellte sich hier aber leider – wie sie zugeben musste leider, denn an und für sich war das natürlich eine tolle Chance – nicht, da Diebstahl in quasi jeder Form der Gesellschaft verboten war. Das konnte sie Soragakure ausnahmsweise nicht vorwerfen, dafür ihrem Mitarbeiter seine Einstellung umso mehr. „Ach, tu doch nicht so. Wir wissen beide, dass ich da nicht ganz falsch liege.“ Toriko bemühte sich dabei gar nicht ihr Urteil zu verschleiern, denn nichts anderes war es. Wenn sie mit seinen Spitzen leben konnte dann damit zwar auch, aber es wollte ihr einfach nicht wohl sein dabei. Sowas gehörte sich einfach nicht. Aber trotzdem, irgendwie… „Mach was du willst“, fügte sie dann deutlich neutraler an. Sie wollte ja auch, aber sie konnte eben nicht und alleine das war nur noch mehr Grund gewesen ihm das vorzuwerfen. Neid war schon eine fiese Sache, vor allem wenn man sich so gut darin suhlen konnte. Trotzdem war ihr das mit dem Ehemann einen Kommentar wert. „Ich weiß nicht ob ich sagen soll ‚Selbst Schuld‘, oder ob ich ihn dazu beglückwünschen soll ihr so definitiv und endgültig entkommen zu sein. Vielleicht wusste er ja auch, was hier draußen so wächst…“ Bei dieser Sache war sie wirklich geteilter Meinung. Wer so eine Schreckschraube heiratete musste doch wissen, worauf er sich einließ. Auf der anderen Seite war es eben doch so, dass man manchmal im Leben mehr bekam als man erhofft hatte – sowas, zu Beispiel.
    Während Toriko weiter durch das Blumenbeet fuhrwerkte und vernichtete, was eben vernichtet werden musste, fiel ihr eine Kleinigkeit auf. Es war nicht besonders groß und unter dem dichten Unkrautbewuchs sogar ganz gut verbogen, ein weiteres Zeichen dafür in was für einem miserablen Zustand sich der Garten befand, aber was sie da erblickte war ganz eindeutig des Gärtners schlimmster Feind: Ein Maulwurfshügel! Schwer seufzend legte sie die Stelle frei. „Sieh mal, was wir hier haben. Womöglich borgen wir uns doch etwas von dem Eisenhut aus.“ Natürlich könnte so eine Jagd auch ein wenig Spaß bedeuten, aber höchstwahrscheinlich hieß es einfach nur mehr Arbeit. Während Toriko sich über die Stirn strich und überlegte, wie sie dem ungebetenen Gast beikommen konnten, fiel der Schirm hinter ihr klappernd zu Boden. Gerade war das aber auch recht egal.
     
  10. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta rollte mit den Augen. "Wie es dir gefällt. War nur ein Angebot." Meinte er, und gab sich Mühe nicht den Kopf zu schütteln. Toriko war so widersprüchlich! Ihre steife Art verbarg eine tief sitzende Rücksichtslosigkeit für die Regeln der allgemeinen Höflichkeit und das Wohlergehen anderer Leute, die Kenta - bei allen Einwänden die er in dem konkreten Fall gehabt hatte - eigentlich zutiefst sympathisch fand. Auch die Bereitschaft Gifte einzusetzen und brutal gegen akzeptable Ziele wie Klatschreporter vorzugehen fand seine Zustimmung. Aber so wie es aussah, kam die immer nur zum Vorschein, wenn man die Kunoichi vorher ausreichend provoziert hatte oder es nicht weiter mit den guten Sitten in Konflikt kam ... und das hatte Madame Timalin bisher offenbar noch nicht geschafft, obwohl eigentlich allein ihre Stimme eine persönliche Beleidigung und einen Verstoß gegen die Sittlichkeit darstellte. Hrmpf. Schade. Es hätte doch irgendwie etwas persönliches gehabt, sich gemeinschaftlich an nerviger fremder Leute Eigentum zu bereichern, auch wenn es nur in lächerlich geringem Maße gewesen wäre ... aber mit dem Argument würde er jetzt auf Granit beißen, klar. Hm. Ob man ihr das abgewöhnen konnte? Sonderlich tief saßen ihre Überzeugungen in diesem Punkt ja scheinbar eh nicht, wenn sie sie in seinem Fall so zügig hatte fallen lassen ...

    Hehe. Na zumindest versuchte auch ein bisschen Rücksicht zu nehmen. Eine Geste die Kenta durchaus zu schätzen wusste, auch wegen der Implikation dass sie ihn zumindest nicht aufhalten würde, falls er sich was mitnahm. Naja ... sein persönliches Interesse an Botanik war recht gering, und Gartengeräte brauchte er keine. Zum Glück konnten sie auf das Thema Madame Timalin umschwenken, das dem Kopf Beschäftigung bot, während Kentas Hände Arbeit verrichteten. "Hmm. Vielleicht hat sie sich damals Mühe gegeben es zu kaschieren. Aber es ist sowieso seltsam, was Menschen aufeinander zu bewegen kann." Er schüttelte den Kopf - die Wege des Herzens waren bizarr.

    "Oh ... das ist der Hintereingang eines Maulwurfs, nicht?"
    Fragte Kenta interessiert, als Toriko ihm ein Häuflein Erde zeigte. Kenta überlegte hurtig - er verstand wenig von Tieren, aber die meisten waren nicht so blöd, Giftpflanzen zu fressen wenn man sie ihnen einfach so hinlegte, und Maulwürfe ernährten sich ja eher von Insekten, oder? "Hmm. Aber streng genommen bezieht unser Auftrag sich auf Unkraut ... gibt es eine gute Methode an diese Tiere ran zu kommen? Ansonsten würde ich vorschlagen wir verschließen die Gänge die wir finden und schlagen nur zu wenn wir eine Zufallsbegegnung haben." Man musste sich ja nicht unnötig Arbeit machen, auch wenn er diese Begründung erstmal für sich behielt, solange er es mit der offiziellen Version von Toriko zu tun hatte - also der Version ohne die ganzen spaßigen Elemente. "Oder kann man einen Köder auslegen? Wir würden uns ja unter Wert verkaufen wenn wir stundenlang dieser Kreatur nachjagten ... und Rosa unnötig an den Gedanken gewöhnen dass Ninja ihre Probleme für lau lösen." Er hob die Gartenschaufel über den Maulwurfsbau und schaute fragend.
     
  11. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Es gab zwei Dinge, die Torikos Laune gerade wieder etwas dämpften. Das erste war, dass Kenta Recht hatte. Das war nie gut, also, wirklich nie. Im Endeffekt hatten sie keine echte Möglichkeit dieses Problem sauber, schnell und vor allem nachhaltig zu lösen. Das war auch das zweite Problem, denn sowas wurmte die pflichtbewusste Kunoichi. Gegen einen Maulwurf zu verlieren, wenn man das überhaupt so nennen konnte, war irgendwie peinlich und wenn es auch nur war, weil das Mistvieh sich irgendwo unter der Erde verkroch, wo sie es nicht ohne weiteres ausräuchern konnte. Der Rotschopf hatte wohl doppelt Recht: Die einfachste Methode wäre so zu tun als gäbe es keine animalischen Eindringlinge in Tamalins Garten. Den Lehrwert für die Hausherrin bezweifelte sie zwar, aber wusste das schon genau einzuschätzen?
    Zähneknirschend griff auch Toriko zur Schaufel, ähnlich wie sie es auch mit ihrem Schirm oft tat legte sie ihn über die Schulter. „Unkraut oder Ungeziefer, so groß ist der Unterschied meistens gar nicht, vor allem weil man beides nicht dauerhaft wegkriegt. Also machen wir es wie du sagst: Ausgänge zu und Problem lösen, falls es zu uns kommt, sonst bleibt es eben das Problem der Schreckschraube.“ Aber mal ernsthaft, wer holte sich schon Shinobi für den Garten? Das war wirklich Missbrauch von staatlicher Arbeitskraft, die man sicher besser hätte einsetzen können. „Ich sehe mich mal auf der anderen Seite um, wie es dort aussieht und mache dort alles zu. Bis gleich.“ So machte sie sich mit Schaufel und ohne Schirm davon. Die Prioritäten hatten sich schnell geändert. Anstatt das ganze irgendwie als nützliche Übung zu verpacken wollte das Mädchen nun doch einfach nur fertig werden. Also beeilte sie sich damit auf die andere Seite der Villa zu kommen, die genauso verkommen war wie die, an der sie gerade gearbeitet hatten. Wo wohl der zweite Kollege inzwischen war? Musste schon ein komischer Zufall sein, dass sie ihn nicht bemerkte, aber vielleicht war er ja noch immer im Schuppen, oder schon wieder.
    Tatsächlich hatte Toriko schnell ‚Glück‘. Zwei Maulwurfshügel in einem sehr ähnlichen Beet wie dem, an dem sie gerade gearbeitet hatten und einer ein Stück von einer Hecke entfernt. Nur komisch, dass auf den größeren Rasenflächen keine Erdhügelchen zu sehen waren. Schon beeindruckend, wie gut sich diese Tiere möglichst den Platz aussuchen konnten, wo sie bloß nicht entdeckt wurden. Nachdem sie endlich alle drei Maulwurfsgeheimgänge mehr oder weniger fachgerecht beseitigt und versiegelt hatte gesellte sie sich wieder zu ihrem rothaarigen Kollegen. „Na, wie steht es?“, fragte sie wenig zufrieden mit der Welt. Arbeit war echt ätzend.
     
  12. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta grinste kurz, als Toriko einlenkte, und war klug genug, das nicht weiter zu vertiefen. Aber hatte ers nicht gesagt! Was sollte man auch tun gegen Maulwürfe? Kenta hatte nicht den leisesten Schimmer - gut, abgesehen davon den ganzen Garten einfach mal gepflegt unter Wasser zu setzen, aber das entsprach wohl auch nicht so direkt ihrer Missionsbeschreibung, auch wenn es allemal interessanter gewesen wäre als einfach nur ... naja, zu harken, zu hacken, und ein paar blöde Maulwurfshügel zu glätten. "Alles klar." Meinte er, als Toriko wegflitzte, um anderswo den Dingen zumindest ein ordentliches Aussehen zu geben. Vielleicht wollte sie lieber allein arbeiten um sich dabei auch in Ruhe ärgern zu können? Hätte ihn nicht überrascht, auch wenn es effizienzmäßig vielleicht eh am besten war, wenn sie alle drei an verschiedenen Stellen zugange waren. Es war nicht so, als bräuchte dieser Umfang an Gartenarbeit besondere Koordination und Teamwork ... und solange Shunsui nicht um Hilfe bat, konnte er sich auch alleine um Hecken und Bäume kümmern. Er war schließlich ein einsatzerfahrener Ninja und so. Der rothaarige Junge lachte leise, als ihm eine Idee kam. Billig, zugegeben, aber warum denn auch nicht? Irgendwie musste er sich ja bei Laune halten.

    Kenta plättete gerade einen letzten Maulwurfshügel mit der Schaufel, als er Toriko zurückkommen sah, und war nicht zuletzt darüber verärgert, dass es so überhaupt keinen Spaß machte, einfach weil weit und breit kein Maulwurf zu finden war dem er mit diesem Manöver eins ausgewischt hätte. Die waren sicher zu schlau um jetzt rauszukommen, auch wenn es weit interessanter gewesen wäre ihnen mit der Schaufel nachzujagen statt nur ihre Ausgänge zu planieren. Wenn man Doton beherrschte, täten sich vielleicht noch andere Lösungswege auf, aber ... monatelang pauken nur um irgendwelche kleinen Tierchen zu ärgern? Auch irgendwie unnötig. Kenta verstand sehr wohl, dass ein gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag wichtig war ... und unter diesen Gesichtspunkten war es schon ziemlich rücksichtsvoll, dass er überhaupt zu arbeiten bereit war, fand er. Kopfschüttelnd stapfte er nochmal über den plattgemachten Hügel und grinste Toriko zu - ohne dass es respektlos gewesen wäre, ein Grinsen war einfach immer schon seine erste Antwort auf die Welt gewesen. "Nun, ich habe keinen Garten, insofern keine Ahnung ob das gut ist. Aber ich finde es sieht besser aus als vorher." Urteilte der Junge, und klopfte sich ein bisschen Staub von den Händen. "Naja. Ich bin sicher Timalin wird nie so richtig zufrieden sein, aber ich finde, das ist ein Ergebnis das sie akzeptieren kann." Und war es nicht so? Es war unkrautfrei, einigermaßen geharkt, und die Maulwurfshügel waren auch eingestampft worden. Der Sora-nin steckte die Schaufel in die Erde und hatte die Harke schon ein paar Minuten vorher woanders hingelegt - mit den Zinken nach oben, falls Shunsui hier vorbeischaute. Er konnte sie ja gleich in den Schuppen bringen, falls nicht. Jetzt war erstmal Pause. "Aber eigentlich ganz gut, dass wir uns wieder getroffen haben, Tori-kun. Ich hatte noch was für dich - pass auf!" Kenta formte Handsiegel - langsam und vorsichtig, um deutlich zu machen, dass er hier keinen Angriff versuchte - und streckte dann langsam die Unterarme vor - das Sakko hatte er für die Arbeit ohnehin nach oben gekrempelt. Silbrig glänzendes Metall erschien auf seiner Haut, wand sich entlang der Handgelenke nach unten und kondensierte zu schmalen Strängen mit kurzen Ausläufern, ehe es knapp auf Ebene der Handflächen noch einmal aussprosste und aufblätterte. Es dauerte einen Moment, bis man merkte, dass das Metall die Form von Rosen nachahmte - auf eine Art die einerseits ganz klar die Blume nachbildete, andererseits auch eine ganz eigene Form hatte, die sich langsam bewegte. Kenta inspizierte seine Arbeit kritisch, dann griff er mit spitzen Fingern nach der Metallrose an der linken Hand und zupfte sie ab - das Gebilde zitterte kurz, dann erstarrte es.
    "Ich habe keine Ahnung von Pflanzen. Aber ich dachte, wenn du keinen Eisenhut möchtest, vielleicht würdest du stattdessen diese hier zu schätzen wissen?" Er grinste. "Wie du gesehen hast gehört sie unzweifelhaft mir."
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Jan. 2017
  13. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Ja, die gute Frau Timalin konnte wirklich froh sein zwei so engagierte und gutmütige Shinobi gefunden zu haben, andere hätten ihr wohl die Schaufeln um die Ohren gepfeffert. Die Ansicht war vielleicht tatsächlich übertrieben, aber vorwerfen hätte man das jemandem auch kaum können, wenn er denn so weit gegangen wäre. Der Rotschopf hatte schon wieder Recht – ihre Auftraggeberin würde sich über dieses Ergebnis nicht beschweren. Wie denn auch? „Was Timalin nicht weiß macht sie nicht heiß. Wahrscheinlich hatte sie gar keine Ahnung wer sich hier auf oder unter ihrem Grundstück so rumtreibt, also gibt es keinen Grund jetzt noch mehr dagegen zu tun.“ Ob Toriko wohl dazu neigte manche Situationen nicht nur zu zerdenken, sondern sie auch noch zu zerreden? Zugegeben, es fiel ihr schwer mit solchen Gedanken hinterm Berg zu halten. Seit sie in Soragakure war genoss sie ganz unbewusst das Mehr an Freiheit, dass sie mit der Abwesenheit von Zuhause und ihrer Familie hinzugewonnen hatte ohne es wirklich zu bemerken. Kurz gesagt: All die Dinge, die sie in der Heimat früher nie gesagt hatte und es jetzt wohl auch nicht täte wollten jetzt einfach raus an die frische Luft, statt in ihrem Kopf zu vermodern.
    So weit, so gut, aber was dann geschah irritierte die Amenin dann doch ziemlich. Das fing an bei seiner Ansage er habe noch etwas für sie – was auch immer das sein sollte – und hörte bei seinen Fingerzeichen und dem darauffolgenden Prozedere noch nicht auf. Einen Höhepunkt erreichte die Irritation aber, als ihr eine silbrig glänzende und etwas unnatürlich anmutende Rose entgegen gehalten wurde. Die Gedanken, die der jungen Kunoichi durch den Kopf jagten deckten in diesen Momenten ein besonders breites Spektrum ab. „Was zur Hölle soll das denn jetzt? Ist er jetzt völlig durchgedreht oder will er mich verarschen? Vielleicht ist er wirklich nur ein Angeber… ich meine, hübsch sieht es ja aus, aber warum gibt er mir das Ding? Der Dummkopf hat doch sicher einen Plan. Und wenn nicht? Sieht ja so aus, als wollte er mir das Ding schenken… also doch eine Falle! Oder nicht? Er hat sich die letzte Zeit ja echt zurückgehalten und ziemlich n… nett ist das ja schon und ichweißnichtwasdaswerdensollahhhhhhhhh!“ Man konnte beinahe die Rauchwolken über ihrem Kopf aufsteigen sehen. Optisch passten die auch perfekt zu ihren doch gut ersichtlich geröteten Wangen, hätte sie sich im Spiegel gesehen, sie hätte sich dafür geohrfeigt – oder zumindest ihn. Soweit reichte Torikos Handlungsspielraum aber gerade nicht, deswegen nahm sie einfach mit spitzen Fingern die Rose entgegen und krächzte ein verlegenes „Danke…“ hervor. Was sollte sie dazu auch noch sagen? Sie wusste ja ganz offensichtlich nicht mal was genau hier gerade geschah.
     
    Meteki Pakura und Kinzoku Kenta gefällt das.
  14. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta hatte nur sehr zustimmend genickt und vielleicht ein bisschen breiter gegrinst, als Toriko sich ganz auf seine Seite geschlagen hätte. Vermutlich hätte sie auch nicht protestiert wenn er jetzt ein paar Pflänzchen geklaut hätte, aber was ihm als Ersatz eingefallen war, war rückblickend doch noch ein bisschen besser. Weniger kriminell, aber klassisch - und unleugbar persönlich. Heimlich freute er sich ja schon diebisch über die Verwirrung, die auf ihrem Gesicht erschien während er die Technik benutzte! Gewonnen oder nicht, sie hatte offenbar noch genug Respekt vor ihm um sich Sorgen zu machen wenn er die Finger zusammenbrachte, hm? Aber Kenta hatte sich vor ein paar Tagen schon endgültig entschieden die Strategie zu wechseln - besiegen würde er sie erstmal nicht, und jetzt einfach so wäre das ohnehin viel zu plump. Sie zu blamieren würde sie nur zu Vergeltungsschlägen zu bewegen, und obwohl er ihre gemeine Seite viel sympathischer fand als die mittelprächtig darüber gezogene ordentliche Maske, an ihm selbst musste sie das nicht unbedingt abreagieren. Nein, er wollte lieber mit ihr etwas anstellen. Und dazu einfach nur höflich zu sein wie sie verlangt hatte? Pff, zu einfach (und gleichzeitig zu schwer, wenn man sich leicht langweilte und ein loses Mundwerk hatte). Es war viel spannender, die Initiative wieder in die Hand zu nehmen und zu schauen wie sie nun darauf reagierte.

    Nun - so wie es aussah war sie tatsächlich geschmeichelt. Schüchtern? Und auf jeden Fall total überfordert. Es kostete Kenta seine gesamte Selbstbeherrschung, nicht zu selbstzufrieden auszusehen, als er ihre rot anlaufenden Wangen bemerkte, aber er riss sich zusammen und neigte galant den Kopf - irgendwo musste er hin mit dem Drang zu lachen, und wenn es nur in eine artige Geste war. Sieh doch mal an, Toriko war immer noch anfällig für Charme. "Ich wollte nur meinen neu gefundenen Respekt ausdrücken." Meinte er weiter, und ermahnte sich gleich darauf, jetzt nicht zu dick aufzutragen. "Ich bin vielleicht nicht immer so höflich wie ich sollte, aber ich weiß durchaus zu schätzen dass wir uns verstehen. Nimm es als Zeichen guten Willens." Und damit sollte ers auch gut sein lassen, ehe Toriko sich von ihrer eigenen Unsicherheit brüskiert fühlte und es in Gewalt umsetzte. Auch wenn er sie gerne noch stottern gehört hätte, hier war Geduld und Disziplin gefragt. Und Lockerlassen zum richtigen Zeitpunkt. "Packen wir das Werkzeug zurück und lassens gut sein? Ich geb dann Shunsui bescheid dass er auch abrücken kann ..." Enttäuscht den Kopf schüttelnd hob Kenta die zur Falle ausgelegte Harke aus dem Gras und spazierte mit dieser und seiner Schaufel zum Geräteschuppen, Toriko die Wahl lassend ob und wie dicht sie folgen wollte. Aber er hatte was erreicht, keine Frage!
     
  15. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Herr Kentas Gespür für Regen rettete ihm wortwörtlich den Hintern. Hätte er sein Spiel noch weitergetrieben hätte seine Gegenüber mit Sicherheit nach einer Möglichkeit suchen müssen nicht vor Scham über ihre eigene Verunsicherung im Boden zu versinken und dabei nach einem Strohhalm aus roher Gewalt zu greifen. Bei all dem Werkzeug, das hier so herumlag, hätte das sicher kein gutes Bild abgegeben, aber so hatte er gerade noch die Kurve gekriegt. Nicht nur das, er durfte sich wohl weiter über diesen Etappensieg freuen, denn Toriko war noch immer recht verdattert. So viel Galanterie hatte sie dem Rotschopf im Leben nicht zugetraut, nachdem er sie bei ihrer Forderung eiskalt einfahren lassen hatte. Dazu kam noch, dass die Geste über ‚gutes Benehmen‘ schon weit hinaus ging, aus Sicht der jungen Kunoichi zumindest. Das war eben neu und ungewohnt und so gar nicht, was sie erwartet hatte. Deswegen fiel ihr nichts ein als weiter herumzudrucksen, nicht absichtlich und bewusst, die Welt um sie schien einfach etwas schneller geworden zu sein. „Komm schon, du musst dich zusammenreißen. Du bist doch sonst nicht auf den Mund gefallen.“ Das war sie zwar nicht, aber was auch immer ihr Kopf da raten wollte, so ganz funktionieren wollte es doch nicht.
    Dennoch tat Toriko ihr Bestes um die Verwirrung im wahrsten Sinne des Wortes abzuschütteln: Sie warf den Kopf zwei Mal zur Seite, steckte die Blume flink so in eine Tasche, dass die Blüte noch herausragte und räusperte sich. „Findest du das nicht etwas übertrieben?“, brachte sie hervor und klang dabei wieder reichlich bissig, wenn auch noch immer nicht komplett selbstsicher. Das Glühen ihrer Wangen hatte sie damit außerdem auch nicht weggebracht, weswegen sie noch immer reichlich rot im Gesicht war.
    „Lass uns einfach aufräumen und verschwinden“, setzte sie dann ablenkend nach, auch wenn sie genau wissen musste, dass er selbst gerade danach gefragt hatte. So begann Toriko das Werkzeug wieder einzusammeln. Aufräumarbeiten waren zwar nicht ganz so schlimm wie Gartenarbeit, aber noch immer monoton genug um sie nicht ablenken zu können. Kurz kam ihr der Gedanken, ob sie den Rotschopf nicht doch schlagen sollte, aber sie entschied sich schnell dagegen. Getan hatte er ihr immerhin nichts, er war ja diesmal wirklich zuvorkommend gewesen. Der Abstand, mit dem sie ihm ursprünglich gefolgt war, war recht groß gewesen, aber gedankenverloren war sie zwischenzeitlich so schnell geworden, dass sie ihn fast gerammt hatte – unterbewusstes Fluchtverhalten? Wie dem auch war, zusammen brachten sie all das Werkzeug an seinen Platz zurück, womit der Auftrag im Endeffekt erfüllt war. Darauf sich bei Tamalin zu melden hatte die Amenin ohnehin keine Lust, weswegen sie einen flotten Abschied vorzog. „Bis bald, Kenta-kun. Mach’s gut.“ Viel mehr konnte man von Toriko kaum erwarten.
     
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