Das Mysterium des Bücherwurms - 2

Dieses Thema im Forum "Kirigakure" wurde erstellt von Hinketsu Yuzuki, 13. Jan. 2012.

  1. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    [thread=5622]Cf: Das Mysterium des Bücherwurms - 1 (Getsurin)[/thread]

    „Uh, ich glaube da war eine Ratte...“, meinte Yuzuki entschuldigend, für den Fall, dass sich ihre Kommilitonen fragten, warum sie aus heiterem Himmel zusammen gezuckt war. Sie dürfen nicht erfahren, dass ich sie durchschaut habe, andererseits… Vielleicht bringen sie mich dann um?, dachte die Hinketsu von Paranoia zerfressen und stand hastig auf. Sie bemerkte, dass sie sich auf eine staubige Holzkiste gesetzt hatte und der Dreck sich nun hell von ihrem Kleid absetzte, daher machte sie sich nervös daran, ihn abzuklopfen.
    „Also, ich habe an deinem Plan nichts auszusetzen, Ryo-san. Es ist eine sehr plausible Idee… Was meinst du, Aoi-san?“, meinte die elfenhafte Jugendliche, wandte sich dann schließlich zu Yasu, um ihre Reaktion zu studieren. Als sie sich sicher war, dass soweit erst einmal alles geklärt war, forderte sie ihre Kommilitonen freundlich auf, sich mit ihr endlich zur Bibliothek zu begeben. „Dann können wir ja losziehen und unseren Plan in die Tat umsetzen.“, schlug Yuzuki vor und ging los, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass ihre Kollegen mit ihr gingen.
    Es dauerte nicht lange und die drei Genin waren am Gebäude der Bücherei angekommen, wo Yuzuki mit funkelnden Augen die Tür öffnete und Yasu und Kaito die Tür aufhielt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Jan. 2012
  2. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Ob sie mit Vertrauen ein Problem hatte, tat doch hier gar nicht zur Sache, oder doch? Immerhin ging sie nur davon aus, dass der, dem Bücher gestohlen wurde, natürlich gerne daran mitwirken, würde sie zurück zu bekommen. Immerhin hatte er die Mission angemeldet und nun waren sie deswegen hier. Manchmal dachten Männer echt um zu viele Ecken. Man konnte natürlich viel dort hineininterpretieren und sich darauf irgendwas zurechtschustern, aber das war das Einzige was Yasu hatte sagen wollten. Aber nun gut, zumindest hatte er kapiert, dass Menschen nicht immer die ganze Wahrheit sagten, wenn sie überhaupt die Wahrheit sprachen. Der Plan, welchen er äußerte, flog irgendwie an ihr vorüber. Es war als würde sie davon eigentlich nichts mitbekommen. Die Notizen in ihrem Buch sagten zwar etwas anderes, aber es war irgendwie als wäre es nur ein Echo, von etwas, was gesagt wurde, in einen leeren Raum, den ihre Ohren gerade darstellten. Allerdings erweckte allein die Vorstellung, dass es hier länger dauernd könnte als einen Tag schon irgendwie Übelkeit in ihrem Magen. Nun gut, sie würde nichts daran aussetzen, nichts Großes zumindest. "Ich lasse mich überraschen, ob aus dem Überraschungsei was du da gelegt hast nicht doch ein Krokodil schlüpft." Etwas unruhig rutschte sie auf ihrer Kiste hin und her, ja gemütlich war das Ganze nicht unbedingt. Immerhin handelte es sich nur um irgendwelche Holzkisten. Warum Yuzuki zusammengezuckt war, das erklärte die junge Dame mit einer Ratte. Yasu hatte nichts gehört oder gesehen, noch deutete diese Gassen irgendwie darauf hin, dass sie von Ratten befallen war. Das Mädchen mit dem lila Haarteil wusste genau, wie so etwas aussah, denn sie war in den düsteren Gassen von Getsurin herumgestolpert und gefallen. Das waren Orte an die Ratten gingen, da wo das Futter praktisch auf der Straße lag, aber hier? Nun gut, wenn sie denn meinte, manche Mädchen waren so schreckhaft. Dann kam die Frage, was sie zu dem Plan meinte: "Er ist der Missionsleiter, er soll nichts tun, was er später bereuen würde. Wenn das seine Zusammenfassung ist, dann ist es wohl gut so." Nun übernahm wohl Yuzuki die Führung. Es war ja auch nicht mehr so schwer die Bibliothek zu finden, immerhin ist diese doch reichlich groß und lässt einen schon leicht staunen, wenn man durch die große Tür eintritt. Diese hielt die zuvorkommende Hinketsu gerade auf, weshalb Yasu sich im Vorbeigehen bei ihr bedankte. Das war nun doch der guten Erziehung zu verdanken, die sie irgendwann mal genossen hatte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Jan. 2012
  3. Ryo Kaito

    Ryo Kaito New Member

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    Irgendwie war der dunkelhaarige über so wenig Eigeninitiative fast einwenig schockiert vor allem von Yasu war er doch eigentlich anderes gewohnt. Ob es an Kirigakure lag oder daran, dass sie sowieso keine wirkliche Lust hatte diese Mission zu machen mit ihm als Missionsleiter, konnte er nicht wirklich feststellen. Was hingegen die Hinketsu anging, war er doch etwas unsicher was es mit ihrem Verhalten nun auf sich hatte, Kaito war wohl bewusst, dass Mädchen hin und wieder etwas schreckhaft waren, doch irgendwie hatte er kurz das Gefühl gehabt, dass Yuzuki sich unwohl fühlte. Doch vermutlich machte er sich mehr verrückt als er eigentlich musste, vermutlich. Der Heranwachsende holte tief Luft um sich jede weitere Aussage zu verkneifen, wenn sie nicht mit Arbeiten wollten, dann hoffte er zumindest, dass sie seine Anweisungen auch so sang und klanglos befolgen würden, doch irgendwie bezweifelte er das. Was hatte man ihm da bloß angetan?

    Es dauerte nicht mehr lange und es war die einzige welche sich in Kirigakure nicht so wirklich auskannte, die nun die Führung übernahm und sie schließlich zur Bibliothek dieses Dorfes führte, dort angekommen wurde ihnen von der jungen Dame die Türe aufgehalten. „Arigatou..“, bedankte der Junge sich bei seinem Teammitglied und blickte sich etwas in der Eingangshalle der Bibliothek um, es war ein einfacher Raum der nicht besonders Geschmückt war. An einer Wand hing eine goldene Tafel an welcher einige Namen vermerkt waren, die wie Kaito wusste, dabei geholfen haben die Renovierungen der Bibliothek zu bezahlen. Davor war ein kleiner Tresen aufgebaut worden hinter welcher eine etwas älter wirkende Dame ihren Dienst als Bibliothekarin verrichtete. Die Türe war zur eigentlichen Bibliothek hin verschlossen, was Kaito erst jetzt auffiel, denn normal war diese Türe nie verschlossen. Kurz legte er seinen Kopf etwas schief und schritt dann ohne weiter zu Zögern auf den Tresen zu, wobei die ältere Dame aufblickte und die drei Shinobi mit ihren bebrillten Augen betrachtete. „Herzlich Willkommen in der Bibliothek von Kirigakure, kann ich euch helfen?“, erkundigte jene sich und da er nicht damit rechnete das die beiden Damen dieses Mal mehr Initiative zeigten, war er es, der schließlich das Wort ergriff. „Guten Tag, wir hätten eine Recherche Durchzuführen die uns von unserem Sensei aufgetragen wurde..“, erklärte er ruhig und trat an den Tresen heran. „Oh, ein Sensei der nicht nur auf die Körperliche Ertüchtigung seiner Schützlinge bedacht ist? Das erfreut mich zu hören.. ich bräuchte eure Daten, dann kann ich euch einen Pass ausstellen…“, erklärte die ältere Dame lächelnd und setzte eine Schreibfeder an. „Wie heißen Sie junger Mann?“, erkundigte sie sich mit funkelnden Augen und durchbohrte ihn mit einem Blick, der ihm einen kurzen Augenblick einen Kloß im Hals versetzte. „Hiniko Seishin..“, erwiderte er kurzer Hand und versuchte dabei zuversichtlich zu klingen. Ihm war im ersten Moment kein besserer Deckname eingefallen, und dieser hatte sich alleine wegen der Tatsache eingebrannt, dass besagter Shinobi ein enormes Zerstörungspotenzial besitzen zu scheint. Die Dame schien sich nicht weiter daran zu stören und kritzelte etwas was der Name sein konnte, vermutlich mit sehr viel Fantasie, auf eine Visitenkarte, setzte den Stempel der Bibliothek darunter und drückte ihn Kaito in die Hand. „Und deine Begleiterinnen?“, erkundigte sie sich freundlich und blickte zu den beiden Mädchen.
     
  4. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    Schade drum, dass Kaito nicht vehement darauf bestand, dass er die Tür seinen Gefährten aufhielt und nicht Yuzuki selbst. Es gehörte sich, so fand die Hinketsu, dass der Herr den Damen die Tür aufhielt und sie in die besagten Räumlichkeiten hineintreten ließ. Stattdessen bedankte er sich einfach bei der Jugendlichen, die überrascht die Augenbrauen hochgezogen hatte, während sie ihrem Teamkollegen und –leiter hinterher sah, als dieser die Bibliothek betrat. Beleidigt über diese unangebrachte ‚Geste‘ seitens Kaito, zog Yuzuki eine Schnute und wartete schließlich darauf, dass auch Yasu endlich das Zielgebäude betreten hatte.
    „Oho, was meinst du, Yuzu-chan? Ob Kaito-chan dich als Kerl betrachtet und dir deswegen nicht die Bürde abgenommen hat die Tür aufzuhalten? Hm?“, feixte Shin ein paar Meter von ihr entfernt das elfenhafte Mädchen an und grinste vor sich hin. Grummelnd ließ Yuzuki die Tür hinter sich zu fallen, und ließ Shin so draußen zurück. Kaito hält mich also für einen Kerl… Soso. Ist ja nett.
    Immer noch beleidigt stellte sich Yuzuki mit verschränkten Armen in die Nähe ihres Kumpanen und verfolgte mit, was sich ereignete. Als Kaito sich als ‚Hiniko Seishin‘ vorstellte, kaute Yuzuki nachdenklich auf ihrer Unterlippe herum, was ihr unbewusst wohl dabei helfen sollte, ihre Gedanken zu ordnen. Beim Klang der letzten Silbe des Namens ‚Seishin‘ lief es der Hinketsu unwillkürlich kalt den Rücken herunter. Unauffällig schielte sie nervös zu Shin herüber, der sie unweit von den drei Genin gemein angrinste. Genervt wandte sich Yuzuki von ihm ab und versuchte wieder einen klaren Gedanken zu fassen.
    Kaito machte es im Grunde richtig. Ein ausgedachtes Alter Ego wäre sehr hilfreich, schließlich wusste man ja noch nicht, wer genau der Täter war und so weiter und so fort. Also überlegte sie sich auch, was für einen Decknamen sie nehmen könnte… Sicherlich nicht ihren Familiennamen ‚Hinketsu‘, da würde sich die Bibliothekarin wohl überlegen, was ein Clanmitglied in Kirigakure verloren hatte, wenn sie eine Bibliothek auch in Soragakure finden konnte. Als Bibliothekarin, so nahm Yuzuki das jedenfalls an, war sie sicherlich insofern gebildet und wusste bestimmt etwas über die Clans der Sora-Fraktion.
    „Und deine Begleiterinnen?“, fragte die spießig aussehende Dame und blickte Yuzuki geradewegs an. „Ich bin Yamamoto Yuzuki.“, stellte sich Yuzuki höflich vor und verbeugte sich leicht. Wenig später erhielt auch Yuzuki ihren Ausweis, sodass nur noch Yasu einen brauchte. Erwartungsvoll blickte die Jugendliche zu ihrer Kommilitonin und rollte genervt die Augen, als Shin sich wieder in seinem spöttischen Ton zu Wort meldete. „Oh, das ist aber süß, Yuzu-chan. Hast meinen Nachnamen angenommen…“
     
  5. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Yasu war hinter Kaito in die Bibliothek gekommen und hatte sich bei Yuzuki für das Aufhalten der Tür bedankt. Die Schnute, welche diese dabei gezogen hatte, konnte sie nicht deuten, aber vielleicht war es auch gar nicht so wichtig zu wissen, wieso sie dies tat. Als sie eingetreten waren, wurden sie sofort von der Tante am Empfang entdeckt. Scheinbar kamen selten junge Shinobi hier her um sich weiter zu bilden. Ja die Intelligenz der Shinobi wurde heute mehr oder minder vorausgesetzt, weshalb sich kein Sensei damit belastete die Hirne seiner Schüler auszubilden. Nun ja tragischer Zerfall der Gesellschaft, aber leider nicht zu ändern. Nun sollte Kaito seinen Namen sagen, damit sie ihm einen Ausweis ausstellen konnte und Yasu war gespannt, was er sagte. Als er dann allerdings meinte er wäre Hiniko Seishin warf sie ihm einen tödlichen Blick zu. Nun gut, es war unwahrscheinlich, dass dieser Junge hier bereits angemeldet war. Wahrscheinlich der letzte Ort der Erde, an dem das Fuchsgesicht sich zeigen würde, aber mit Pech kannte die alte ihn trotzdem. Was dachte Kaito sich dabei einen so mächtigen Namen zu benutzen, hatte er nicht mehr Fantasie? Eine Weile hielt sie den Atem an doch Gott sei Dank, sie schien den Hiniko nicht zu kennen und nichts von ihm gehört zu haben, was schon deutlich dafür sprach, dass sie selten dieses Gebäude verließ. Nun wanderte der Blick der Alten zu Yuzuki, die nun ihre eigenen Namen nannte, mit einem anderen Nachnamen. Gänzlich ausreichend, was Yasu fand. Doch ein wenig fürchtete sie sich. Welchen Namen sollte sie nennen? Das sollte sie sich bald einfallen lassen, denn nun musste sie vortreten. Die Alte beugte sich vor und beäugte sie, irgendwas in ihrem Blick gefiel der jungen Shinobi gar nicht. Plötzlich, aus heiterem Himmel hob sie die Stimme, es klang fast krächzend: "Das du es wagst, dich hier blicken zu lassen! Hast wohl gedacht, weil ich nicht so gut sehe, erkenne ich dich nicht! Aber so nicht Fräulein, mit dieser Punkerfrisur und dem Lippenring kannst du mich nicht täuschen!" Nun war selbst Yasu irritiert, was hatte sie angestellt, dass sie eine solche Begrüßung verdiente. Ja sie war in der Tat als Kind oft mit ihrer Oma hier gewesen, aber eigentlich immer ganz lieb und brav, wie Kinder das eben waren. Hatte sie vielleicht ein Buch nicht zurückgegeben? "Mameha, wenn die Jounin erfahren, dass du dich wieder eingeschlichen hast, dann sitzen du und dein Taugenichts von Mann auf dem trockenen! Kinder ihr schleppt eine Verräterin mit euch herum, euer Sensei muss sehr blind sein." Yasus Atmung hatte sich für einen Moment beschleunig, doch dann zwang sie sich zur Ruhe. "Mein Name ist Aoi Yasu", sie legte einen Ausweis vor, "Ich bin nicht Mameha, ich bin ihre Tochter." Doch das machte es nicht zwingend besser, denn obgleich die Alte sich etwas beruhigte, kam doch noch etwas hinterher: "Ah, solltest du nicht in Soragakure sein! Ha, bist wie deine Mutter, kannst dich nicht auf ein Dorf festlegen!" Wahrscheinlich sah sie dieser Frau ähnlich, zu ähnlich, als dass man eine Verwandtschaft hätte abstreiten können. Die meisten Menschen hier kannten sie allerdings nicht wirklich und wussten auch nicht, wie sie aussah und gerade diese alte Schachtel war eine der wenigen, welche die junge Frau besser kannten. Was vermuten ließ, dass sie oft hier in der Bücherei gewesen war. Medic-Nin mussten öfter mal Dinge aus Büchern lernen, vielleicht war sie ebenfalls einer gewesen. Einige Vermutungen, die sich dadurch auftaten. Nun bekam Yasu den Bibliotheksausweis ausgehändigt, allerdings blieb die Alte misstrauisch. Ganz richtig schien es ihr wohl immer noch nicht. "Entschuldigt den Zwischenfall", murmelte sie, als sie zu den anderen zurückging. Am liebsten würde sie sich zwischen den Regalen vergraben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2012
  6. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    Alarmiert wirbelte Yuzuki herum, als die alte Dame am Empfangstresen urplötzlich zu meckern begann. Aus irgendwelchen Gründen hackte die Frau auf ihrer Kollegin Yasu herum und Yuzuki versuchte herauszufinden, was der Grund dafür wohl sein könnte. Während die Hinketsu mit knirschenden Zähnen der Standpauke der Alten lauschte, spürte sie, wie das Blut in ihren Ohren zu rauschen begann und das Adrenalin sich in ihren Adern ausbreitete.
    Wer war denn bitte Mameha? Scheinbar hatte Yasu – oder Mameha? – sie angelogen. Mit einem stechenden Blick wandte sich Yuzuki wutentbrannt zu Yasu, als diese dabei war, der Alten zu erklären, dass sie gar nicht diese Mameha war, sondern ihre Tochter. Eigentlich sollte Yuzuki über diese Antwort erleichtert sein, denn Yasu war doch nicht die geglaubte Lügnerin, doch der Tonfall der Empfangsdame und vor allem das, was sie ihrer Kommilitonin vorwarf, ging ihr ziemlich gegen den Strich. So eine Unverschämtheit!
    Der Dame weiterhin einen aggressiven Blick zuwerfend, bemerkte Yuzuki nur am Rande, dass Yasu etwas murmelte, aber was es genau war, wusste Yuzuki nicht. Ihre Aufmerksamkeit lag deutlich woanders, sodass sich die Jugendliche auch nicht auf Yasus Worte konzentrieren konnte. Statt mit ihren Kollegen die Mission weiter zu verfolgen, stampfte sie mit geballten Fäusten erneut zur alten Frau und blieb vor ihr stehen, um ihr zwar mit höflichen Worten, aber unmissverständlichem Ton darzulegen, was sie so sehr in Rage brachte.
    „Ich möchte ja nicht unhöflich erscheinen, aber es ist eine große Unverschämtheit einem Kind etwas vorzuwerfen, was es vielleicht gar nicht verbrochen hat. Woher möchten Sie denn wissen, dass sie es nicht besser machen möchte?“, knurrte die Hinketsu so leise, dass nur die Dame etwas mitbekommen konnte, giftete die Frau mit einem letzten stechenden Blick an und genoss es, wie die Alte verdattert rumsaß. Anschließend wandte sich Yuzuki mit einem kurzen Nicken ab, um sich wieder ihren Freunden zu gesellen. Nervös kaute sie auf ihren Lippen herum, als sie bemerkte, dass Kaito mit der Hand auf Yasu und Yuzuki und anschließend nach oben deutete, danach allerdings auf sich und den hinteren Bereich der Bibliothek zeigte, sich umdrehte und ging.
    Mit hochgezogenen Augenbrauen trat die Jugendliche an ihre Kollegin und versuchte Kaitos Gestiken zu deuten. „Okay… So wie es aussieht, gehen wir nach oben und chekcn dort die Lage… Und er bewacht wahrscheinlich hier den Eingang oder so…“, meinte Yuzuki stirnrunzelnd, wartete darauf, dass Yasu ihr folgen würde und machte Anstalten der Treppe nach oben zu folgen. Ihr Blut pulsierte immer noch heftig durch ihre Adern, während sie daran dachte, dass eine perfekte Gesellschaft übliche Tugenden innehaben sollte.
     
  7. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Überrascht stelle Yasu fest, dass Yuzuki sie gänzlich ignoriert hatte und scheinbar recht ungehalten auf die alte Dame am Empfang zuging. Was hatte sie eigentlich nun vor? Zu der Verwunderung des Mädchens ging die Teamkollegin zu der Frau hinüber und schien in leisem Ton etwas zu ihr zu sagen. Das schien wohl nichts besonders Nettes zu sein, denn die Frau verzog leicht das Gesicht. Irgendwie musste sie ein wenig grinsen. Es war doch wirklich schön, auch mal in Schutz genommen zu werden. Nun kam Yuzuki zu ihnen zurück und Kaito schien von den beiden Mädchen zu wollen, dass sie sich oben umsahen. Darüber war Yasu recht froh, es wäre sicher angenehmer etwas aus dem Blickfeld der Alten zu kommen. Diese schien nach dem Gespräch etwas kleinlauter und somit auch angenehmer zu ertragen. Auf ihre Aufforderung hin nickte sie. "Ist gut", mit dieser knappen Antwort folgte sie Yuzuki hinauf in die obere Etage der Bibliothek. Dort waren noch mal mehr Regal mit wahrscheinlich Abertausend Büchern. Unten hatten ebenfalls Regale gestanden, welches System hatten sie wohl benutzt, um die Bücher zu ordnen? Doch große Lettern an den Regalen sollten ihr darüber Aufschluss geben. Hier oben waren wohl die Bücher ab N. Würden sie hier überhaupt irgendwelche Hinweise finden? Gab es vielleicht ein paar Einbruchsspuren? "Was meinst du werden wir hier finden?", das Mädchen sah sich um. Es schien nicht so, als wäre jemand außer ihnen hier. Vielleicht hatten diese sich auch nur in den hinteren Sitzecken verschanzt, um in Ruhe zu lesen. Nun mussten die zwei Mädchen sich hier wohl umsehen und das ging wahrscheinlich am besten, wenn man sich aufteilte, oder? "Also, wie wär's, wenn du bei N anfängst und ich bei Z und wir treffen uns dann bei T oder so ähnlich", ja das war wohl eine gute Vorgehensweise und Yasu war dankbar für einige etwas einsamere Minuten, denn der Schock von eben saß ihr doch noch deutlich in den Knochen und natürlich fühlte sie sich unwohl. Gut, dass bisher keiner ihrer Teamkameraden direkt darauf reagiert hatte und wenn sie ehrlich war, wollte sie auch nicht darauf angesprochen werden. Was diese Vorwürfe anging, war sie sich sicher, dass sie ein Treuer Shinobi war und Soragakure galt diese Treue. Dass sie sich nicht in dieser Weise mit Kirigakure verbunden fühlte, war eben eine Begleiterscheinung. Langsam schritt sie das erste Regal ab, suchte nach irgendwas, was darauf hinweisen könnte, dass jemand hier war. Auch auf dem Fußboden und an der Wand wanderten ihre Augen entlang. Doch bisher war nichts Brauchbares zu finden, aber es waren ja nur Bücher gestohlen worden und vielleicht handelte es sich ja um einen geübten Einbrecher, der nicht so viele Spuren hinterließ. Allerdings war sie sicher nicht sicher. Wieso stahl ein Einbrecher nur so nichtssagende Bücher? Gab es vielleicht irgendwas in der Geschichte von Kirigakure, was auf etwas hinweisen konnte, was zu mehr zu gebrauchen war? Eine Waffe? Geheime Jutsu? Vielleicht ein Schatz? Es gab natürlich viele Dinge, die man vielleicht aus Büchern erlesen konnte, aber irgendwie hatte Yasu von Dingen dieser Art gehört. Irgendwie bereitete ihr das Ganze Kopfschmerzen und auch dieses mehr als dürftige Täterprofil, über welches sie fantasiert hatten, passte ihr vorne und hinten noch nicht.
     
  8. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    Nickend bedeutete Yuzuki ihrer Kollegin, dass sie deren Vorschlag gut hieß. Sich trennen, die Regale abzuklappern und sich anschließend wieder zu treffen, kam der Jugendlichen irgendwoher bekannt vor – musste wohl eine weit verbreitete ‚Taktik‘ sein.
    Also wartete Yuzuki ohne großes Trara darauf, dass Yasu die Reihe, welche bei Z begann, annahm, woraufhin sich auch die Hinketsu relativ beruhigt den Buchstaben vorknöpfte, den Yasu ihr vorgeschlagen hatte. Ihre Blutzirkulation war noch etwas auf Trab, aber je mehr sich das junge Mädchen auf ihre Mission konzentrierte, desto mehr war sie auch in der Lage ihre Wut weiter zu bändigen. Also wirklich… Die alte Tante von unten war ja auch über die Maßen unverschämt gewesen – fand Yuzuki zumindest.
    Die Nase rümpfend blickte die Genin mit dem rabenschwarzen Haar durch die Bücher, bemerkte hin und wieder die eine oder andere Lücke zwischen den Bücherreihen und schritt aufmerksamen Blickes weiter. Gerade, als sie beim Buchstaben S war und Yasu noch nicht erblicken konnte, fiel ihr ein Buch namens ‚Shinobi – Held meines Herzens‘ auf, über welches sich Yuzuki ein Schmunzeln nicht entgehen lassen konnte. Solche Buchtitel waren einfach zu lustig… Genauso wie ‚Taijutsuka der Leidenschaft‘ war eine äußerst ominöse Wahl für einen Buchnamen. Amüsiert wartete Yuzuki auf ihre Teamkollegin, doch diese schien irgendwie aufgehalten worden zu sein oder nahm irgendetwas noch näher unter die Lupe – Yuzuki wusste es nicht. Dass sie jemand über den Haufen gerannt hatte, war auch nicht sonderlich logisch, so konnte man in einer Bücherei nicht ohne weiteres einfach jemanden überwältigen ohne Krach zu machen… Oder aber… BETÄUBUNGSMITTEL!
    Alarmiert zuckte die Hinketsu zusammen, als das Adrenalin nur so zu explodieren begann, und lief raschen Schrittes weiter die alphabetische Ordnung der Bücher entlang. Glaubte sie zumindest. Dabei merkte sie sich instinktiv alle Fluchtwege, die ihr ins Auge fielen. Wie konnte man einen Menschen an einem ruhigen Ort überwältigen? Natürlich genauso ruhig und leise! Bestimmt hatte dieser Möchtegern-Shinobi nur darauf gewartet, dass sich die Mädchen trennten, um sich dann eine von ihnen zu schnappen. Und zwar hinterhältig mit einem mit Betäubungsmittel beträufeltem Tuch, das auf das Gesicht des Opfers gehalten wurde, um es zu betäuben.
    Voller Panik bemerkte Yuzuki gar nicht, dass sie in die falsche Richtung gelaufen war. Oh nein! Sicherlich hat er Kaito schon längst beseitigt!, schrie die Jugendliche innerlich, angetrieben von ihrem paranoiden Verstand, lief die Treppe herunter und…
    Friedlich saß Kaito in einem Sessel und tat so, als würde er eine Zeitschrift durchblättern, wobei er in Wirklichkeit den Eingang observierte. Mit einem flauen Gefühl im Magen trippelte Yuzuki also die Treppe wieder hoch, kaute auf ihrer Unterlippe und lief zum Regal, wo ein dickes und fettes T draufstand. Nur weil Kaito unversehrt war, hieß es noch lange nicht, dass Yasu es auch warMit einem erschrockenen Laut konnte Yuzuki gerade noch so verhindern, dass sie mit jemandem zusammenstieß, der um die Ecke gelaufen kam.
    Schamesröte breitete sich in Yuzukis ebenmäßigem Gesicht aus. Bei der Person handelte es sich um Yasu. „Oh… Entschuldige bitte vielmals diese Hast, Aoi-san“, meinte das junge Mädchen zu ihrer Kameradin und verbeugte sich leicht zur Entschuldigung.
    „Wenn wir schon einmal dabei sind, hast du etwas entdeckt? Ich nicht, nur seltsame Bücher mit noch seltsameren Buchtiteln… Übrigens gibt es in beiden hinteren Ecken jeweils einen Tisch mit zwei Stühlen… Dort könnten wir uns mit irgendwelchen Büchern hinsetzen und so tun als ob wir lesen würden. Du an einen Tisch, ich an einen Tisch. Das Gute ist, wir können von dort aus jeden Ausgang, die Besenkammer und sogar die Fenster im Auge behalten und gleichzeitig uns gegenseitig verständigen, weil wir uns ja sehen können. Ich gehe dann mal rüber in die linke Ecke und observiere die Treppe und die Fenster und du könntest ja die andere Seite übernehmen. In der Mitte gibt es keine Türen, soweit ich weiß.“
    Woher Yuzuki das wusste? Naja, immerhin war sie soeben wie blöd durch die Reihen gelaufen und hatte einiges registriert…
    Weil sie ihrer Kommilitonin aber nichts aufzwingen wollte, sagte sie abschließend noch etwas zu ihr, bevor sie sich irgendein Buch aus dem Regal fischte und sich in die linke hintere Ecke setzte und wartete. „Wenn du eine andere Idee hast, kannst du sie umsetzen… Ich beobachte für’s Erste. Bis nachher.“
    Hin und wieder erhaschte Yuzuki einen Blick auf ihre Kollegin, achtete danach aber mehr noch auf die Personen, die kamen und wieder gingen. So verging einige Zeit, Yuzuki machte sich auf der Toilette frisch, trank etwas vom Wasserspender und setzte sich wieder an ihren Platz. Nichts Auffälliges war geschehen.
    In Gedanken schweifte die Genin zu dem Täterprofil ab, welches vorläufig zur Identifzierung des Täters dienen sollte. Was, wenn es doch nicht zutraf? Yuzuki schüttelte mit zusammen gepressten Lippen den Kopf, um den Zweifel unterbewusst abzuschütteln. Wenn der Täter hinter irgendwelchen Geheimnissen her war, dann würde er doch nicht in eine öffentliche Bücherei gehen und dort suchen. Informationen über geheime Jutsu oder dergleichen wurden streng bewacht und nicht einfach so dem Pöbel überlassen. Und dann auch noch Schundromane stehlen…
    Es waren nur einige Stunden vergangen, sodass es bereits nachmittags sein müsste. Die Hinketsu überlegte, wie man nun fortfahren könnte, Kaito hatte wohl auch noch keine Ahnung, sonst wäre er längst raufgekommen und hätte weitere Anweisungen gegeben. Entweder wartete Yuzuki darauf, dass irgendetwas geschah, oder aber sie schloss sich mit Yasu kurz, wie sie nun weiterverfahren würden. Die Alte am Tresen auszufragen konnte sich die Gruppe wohl von der Backe schmieren, daher blieben also andere Möglichkeiten. Falls man tatsächlich bis in die Nacht warten musste, konnte man sich ja auch in der Besenkammer verstecken.
     
  9. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Eine Weile hatte Yasu damit zugebracht, sich umzusehen. Doch in den Regalen hatte sie außer merkwürdigen Buchtiteln nichts weiter gefunden, was vielleicht einen zweiten Blick wert gewesen wäre. Eine enttäuschende Feststellung, aber so war es eben, wenn man die buchstäbliche Nadel im Heuhaufen suchte. So arbeitete sich das Mädchen langsam die Buchreihen entlang, auf der Suche nach etwas Ungewöhnlichem ohne den gewünschten Erfolg zu haben. Eine leidliche Aufgabe, wenn sie ehrlich war, aber viel Erfolg mutete sie sich dabei nicht zu. Leicht gähnt sie, hätte sie vielleicht doch früher zu Bett gehen sollen? Vielleicht wäre das besser gewesen, aber dafür war es deutlich zu spät gewesen. Vielleicht war es auch das böse Karma dieser Aufgabe, welches über ihr hing. Kirigakure bedeutete für sie eigentlich immer zusätzlichen Stress und sich diesen zu zumuten, war eigentlich nie ihr Plan gewesen, aber nun war sie hier und die alte Tante am Eingang war ihr schrecklich unlieb gewesen. Es war eigentlich nie schön, wenn sich solche Ängste erfüllten und sich nicht als Trugschluss zeigten. Der Lippenring und auch die gefärbten Haare hatten keine Änderung herbeigeführt, man erkannte in ihr immer noch ihre Mutter. Jeden Morgen blickten sie die ersten Augen einer Kämpferin an. Sie waren ihr fremd und doch waren es eigentlich ihre Augen, die so auf sie hernieder blickten, als würden sie etwas von ihr erwarten. So in Gedanken vertieft hatte sie dann endlich das Zielregal erreicht, und weil sie nicht genau aufgepasst hatte, bemerkte sie erst zu sät, dass Yuzuki ihr eilig entgegen kam. Diese stieß einen Laut aus, als sie fast mit ihr zusammenstieß und dies ließ Yasu an das Regal zurückweichen. Schon entschuldigte sich ihre Teamkollegin. Die harten Züge im Gesicht des Mädchens wurden sanft, während sie das leicht gehetzte Mädchen betrachtete: "Mach dir keine Sorgen Hinketsu-san, es ist ja nichts passiert, oder hast du dir wehgetan?", dabei fiel ihr auf, dass sie sich immer noch bei ihren Nachnamen nannten. Doch vorerst würde sie dem schwarzhaarigen Mädchen zuhören, denn sie schein schon einiges bemerkt zu haben. Ja die Sache mit den merkwürdigen Buchtiteln war Yasu sichtlich bekannt. Die Idee sich für eine Weile hinzusetzen fand sie deutlich besser, als weiter durch die Gänge zu irren. Dabei konnten sich ihre Beine etwas erholen und vielleicht fand sie Zeit, ihre Aufzeichnungen zu ergänzen. "Ich halte das für eine gute Idee", bestätigte sie die Meinung der Schwarzhaarigen und ergänzte noch: "Ich hätte nichts dagegen, wenn wir zu den Vornamen wechseln würden, irgendwie hört sich Aoi-san so alt an." Ja das tat es wirklich und sie war eigentlich doch daran gewöhnt mit ihrem Vornamen angesprochen zu werden, es klang einfach viel freundlicher und vertrauter. Misstrauen hatte sie deutlich genug und das musste sich in Soragakure nicht auch noch verbreitern. Ihr wäre es lieber, wenn es hier in Kirigakure blieb. Weit weg von ihr und all den Sorgen, die sie damit verband. Während sie sich ein paar Bücher aus den Regalen suchte, dachte sie kurz an ihren Mitbewohner, der ebenfalls aus diesem Dorf stammte, wahrscheinlich hatte er einfach nur nichts davon mitbekommen, das musste die Antwort darauf sein. Mit den Büchern im Arm ließ sie sich an einem Tisch nieder. Es war kindisch der Vergangenheit hinterher zu hängen stellte sie fest, während sie eines der Bücher aufschlug, dann ihr eigenes herausholte und darauf legte. Die Seite, welche sie nun begann, sollte sich bald mit neuen Erkenntnissen, Gefühlen und Eindrücken anreichern doch als Erstes musste eine Überschrift her. In kunstvollen Schwüngen schrieb sie diese nieder: Hinketsu, Yuzuki. Über Kaito hatte sie schon einiges niedergeschrieben, als sie gemeinsam mit Kaiku einen Job in diesem Dorf erledigt hatten. Doch nun würde die Hinketsu ihre Erwähnung in den Seiten dieses Buches finden.
     
  10. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    Yuzuki überlegte, ob sie Yasus Angebot des Duzens annehmen sollte und…. Entschied sich prompt dafür. Beide waren sie noch jung, von daher wäre es sicher nicht allzu schlimm, wenn sie sich nach ein paar Stunden bereits duzten. Es wäre sogar ein weiterer Schritt in Richtung Vertrautheit, aber Yuzuki wusste nicht so recht, ob sie das durchziehen wollte, denn vielleicht…
    Zweifel beschlichen Yuzuki augenblicklich. Skeptisch schielte sie zu ihrer Kameradin herüber, die in der anderen Ecke saß und irgendetwas in ein Buch schrieb. Nervös kaute Yuzuki auf ihrer Unterlippe herum. Was würde passieren, wenn Yuzuki Yasus Angebot ablehnte? Der Atem der Hinketsu ging auf einmal viel schneller, da ihr paranoides Gehirn erneut irgendwelche total hirnrissigen Vorstellungen ausspuckte.
    Ich verneine. Yasu tut so, als ob es ihr nichts ausmachen würde, wartet, bis ich mich nichts ahnend umdrehe und dann schlägt sie zu! Genauso wie der hinterhältige Täter es vorhin beinahe auch getan hätte… Ach nee, Moment mal… Da war ja gar kein Täter! Wie dem auch sei…
    Ich werde sofort ohnmächtig und wache einige Zeit später geknebelt und an Ketten hängend in einem dunklen Kerker wieder auf, nachdem mir irgendjemand etwas Kaltes über das Gesicht geschüttet hat. Erschrocken reiße ich meine Augen auf und blicke der grausamen Yasu ins Gesicht, welcheeinen Eimer in der Hand hält und weiß Gott was mit mir vorhat…

    Bei diesen Gedanken zuckte Yuzuki unwillkürlich zusammen. Soweit durfte es nicht kommen! Gut, dass sich die Hinketsu sich dafür entschieden hatte, Yasus Angebot anzunehmen, von daher sollte auch gar nichts schief gehen. Peinlich berührt merkte sie erst einige Minuten später, dass sie sich wegen solchen dummen Gedanken von ihrer Mission hatte ablenken lassen, woraufhin sie einen mürrischen Ton von sich gab. Erneut stand sie auf, trat die Reise zu den Toiletten an, machte sich frisch, sah sich danach in der oberen Etage der Bibliothek um, nur, um danach die Treppen hinunter zu laufen, um nach Kaito zu sehen, welcher ihr sein Okay gab. Damit trippelte die Jugendliche wieder hoch zu ihrem Platz in der Ecke und las solange ein Buch, bis sie irgendwann wie ein scheues Reh aufsah und bemerkte, dass sie sich von der fesselnden Autobiographie ‚Perso – Der Werdegang einer Legende‘ hatte ablenken lassen, aber ein prüfender Blick zu Yasu verriet ihr, dass sich nichts auffälliges ereignet hatte.
    Wie sollten sie die Zeit bloß überbrücken? Was, wenn der Täter dieses Mal gar nicht zuschlug? Und sollte daher zur Sicherheit überhaupt in der Bibliothek aufgelauert werden?
    Langsam hatte Yuzuki keine Lust mehr vor sich hinzuwarten, genauso gut könnte sich die Gruppe um sie herum auch draußen positionieren und den Täter nach Bibliotheksschluss schnappen. „Yuzu-chan, du bist ein Genie. Eindeutig.“, feixte eine männliche Stimme, welche deutlich im Stimmbruch lag, neben ihr, woraufhin sich die Hinketsu erschrocken aufrichtete. „Shin!“, zischte sie wütend. „Erschreck mich nicht jedes Mal so!“ Ein prüfender Blick zu Yasu, hoffentlich hatte sie nichts bemerkt. Wenn doch, würde Yuzuki ihr einfach zuwinken. Shin dagegen redete unaufhörlich weiter.
    „Also ich finde ja, du solltest die Meinung deines ‚Vorgesetzten abwarten. Es wäre doch in höchstem Maße verwirrend, wenn du plötzlich mit einer anderen Idee antanzt, nicht wahr?“
     
  11. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Yasu verbrachte ein wenig Zeit damit, ihre Aufzeichnungen zu ergänzen. Hier und da etwas auf anderen Seiten zu verbessern oder dazu zuschreiben. Dann blätterte sie durch die Bücher, welche sie sich aus dem Regal genommen hatte. Eine Weile hing sie über einem Buch mit Heilkräutern. Darin sollte sie sich etwas bilden, denn man konnte sie für vielerlei medizinische Zwecke verwenden. Immerhin eines ihrer Fachgebiete, in dem sie schon recht passabel war, aber eben noch nicht perfekt. Perfektion war etwas, wonach es sich zu sterben galt, was man aber nie erreichen konnte. Das war leider eine Erkenntnis, mit der man sich abfinden konnte. Dennoch sollte sie sich davon nicht entmutigen lassen, immerhin gab es Schlimmeres, als noch nicht perfekt zu sein. Als Nächstes schob sie sich ein gänzlich anderes Buch vor die Nase. Irgendeine Legende, von einem Wassergott in Gestalt einer riesigen Seeschlange, welche ihr Heim in einem See haben sollte. Natürlich war es der Protagonist, der als Erster auf dieses Ungetüm traf, herausfand, dass es eigentlich friedlich sei und es dann gegen die aufgebrachten Dorfbewohner verteidige. Alles sehr interessant und dennoch erinnerte es sie an etwas: "Ich habe schon viele Leute zu Helden gemacht." Das hatte Seishin ihr erzählt, als sie ihn auf dem Friedhof getroffen hatte. Doch das war keine gute Information, denn das bedeutete, dass er schon oft getötet hatte. Natürlich traute sie ihm das zu und es machte ihr den Kerl trotzdem nicht madig, ein bisschen Gefahr war wohl immer dabei, wenn man mit ihm zusammen war. Allerdings führte dies zu einem interessanten kalten Kribbeln auf der Haut. Nun gut, was das anging, war sie wohl eine Besonderheit. Etwas gelangweilt schob sie dann auch das dritte Buch zur Seite, welches etwas zu trocken eine Thematik behandelte inwiefern die Anwesenheit von Shinobi in den Ländern sie dazu reizten Kriege gegeneinander zu führen. Reichlich trockenes Thema, aber natürlich wichtig und interessant, wenn man sich damit beschäftigte. Yasu hingegen hatte allerdings wenig Interesse daran jetzt etwas darüber, zu lesen. Langsam wurde es dämmerig und sie blickte auf, vielleicht würde die Bücherei gleich schließen, wenn sie weiter hier bleiben wollten, mussten sie sich wahrscheinlich verstecken. Natürlich würde ihnen das nicht schwerfallen, weshalb sie sich zu Yuzuki begab. Die Zwei einigten sich darauf, sich irgendwie zu verstecken und dann, wenn die Bibliothek leer war, würden sie dann gemeinsam wieder auf der Lauer sein. Flink machte sie sich ebenfalls auf den Weg um Kaito davon zu unterrichten. Dieser bestätigte ihnen die Aktion und so blieben alle drei Shinobi in der Bücherei. Es war schon etwas gruselig zu hören, wie die große Tür verschlossen wurde, als die letzten Leute das Gebäude verlassen hatten, aber nun waren sie allein, oder vielleicht doch nicht? Es wäre lieber, wenn nicht, denn das war ihre Hoffnung. Immerhin erwarteten sie, dass dieser merkwürdige Dieb wieder zuschlug, um seine Beute zu erweitern. Es schien nicht zu erwarten, dass er eine Herausforderung darstellte, aber nun gut. Ein Kribbeln in ihrer Nase sagte ihr, dass es bald so weit war und sie deshalb wachsam sein sollte.
     
  12. Hinketsu Yuzuki

    Hinketsu Yuzuki New Member

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    Nun war es endlich soweit. Die Sonne war bereits untergegangen und die Bibliothek wurde geschlossen. Irgendjemand - den Schuhen zu urteilen ein Mann und somit entweder ein Angestellter oder der Hausmeister - lief die Gänge zwischen den Regalen ab, konnte Yasu und Yuzuki, die sich in letzter Sekunde unter die Regale gerettet hatten, aber glücklicherweise nicht entdecken. Das hätte nämlich einen Riesenärger gegeben, wenn er die beiden Mädchen aus ihrem Versteck gefischt hätte und viel mehr noch: Die Idee, den Täter bei Nacht zu fassen, wäre futsch. Daher konnten die beiden Mädchen froh sein, dass die Regale sehr breit waren, wodurch ihre glücklicherweise schlanken Körper komplett verdeckt wurden. Eigentlich hatte Yuzuki an die Besenkammer gedacht, da es dort sicherlich weniger staubig sein würde, als auf dem Boden, aber dann war ihr in den Sinn gekommen, dass die Putzutensilien, welche dort gelagert wurden und wie erwartet vom Hausmeister zum Reinigen der Gänge benutzt wurde.
    Angespannt warteten die beiden Genin auf das Verschwinden des Hausmeisters, womit auch die letzten Lichter erloschen und nur noch die drei Genin zurückblieben. Und der Täter. Möglicherweise. Als Yuzuki der Meinung war, dass freie Bahn herrschte, tippte sie Yasu an und bedeutete ihrer Kollegin aus dem Versteck hervorzukommen. Langsam suchten sie gemeinsam die obere Etage ab, doch dort war niemand. Auch eine Weile des Lauerns trug keine Früchte, es ließ sich niemand blicken. Vielleicht schlug der Täter heute Nacht ja gar nicht zu?!
    Das wollte Yuzuki ja nicht hoffen, also schlich sie mit Yasu die Treppe herunter zu Kaito. Im Flüsterton setzten die drei Jugendlichen sich neben den Empfangstresen und tauschten sich kurz aus, um zu diskutieren, wie sie weiterverfahren würden, wobei Kaito sich wohl bei der Archivaufseherin erkundigt hätte. Zwei der verschwundenen Bücher seien wieder aufgetaucht und die Vermutung, dass der Täter sich im Archiv aufhielt war seiner Meinung nach und der der Aufseherin naheliegend.
    Außerdem sollten Yuzuki und Yasu herunter in den Keller gehen, damit Kaito selbst, wie bisher, den Eingangsbereich unter Kontrolle halten konnte. Wohl oder übel mussten die beiden Mädchen dem zustimmen und schlichen kurze Zeit später die Treppe hinunter in den Keller – ohne große Worte verstand sich.
    Unten angekommen verharrte Yuzuki in dem kleinen Bereich unter der Treppe, wobei sie sich tastend und ohne sich zu stoßend voranging und vermutete irgendwo neben sich ihre Teamkollegin. Die Minuten verstrichen nicht in Sekundenschnelle, nein, im Gegenteil: Die Hinketsu glaubte bereits mehrere Stunde zu warten, als sie endlich ein Klicken vernahm, welches aus der Richtung der Archivtür kam. Es klang so, als würde die Tür aufgemacht aufging und irgendjemand, der nicht zu erkennen war, würde den für ihn scheinbar einsamen Gang betreten.
    Wo hatte er sich bloß versteckt, dass er die ganze Zeit über im Archiv sein konnte? Fenster gab es dort sicherlich nicht, vermutete Yuzuki, sie waren im Kellergeschoss. Was also verbarg sich hinter der schemenhaften Gestalt, die mit einer Taschenlampe und einigen anderen Dinge ausgerüstet den Flur betrat?
    Nervös formte Yuzuki einige Fingerzeichen, um ein Jutsu ihres Clans zu wirken. Da es sowieso dunkel war, würde es nur schwerlich erkennbar sein. Akai no Kiri, dachte die Jugendliche gefasst und spürte, wie wenig später sich ein roter Nebel ausbreitete, welches die unbekannte Person zu verwirren schien. Der Lichtstrahl der Taschenlampe zitterte, als sich der Kegel ruckartig hin und her bewegte. Ein Ächzen war zu ertönen, aber ob es männlich oder weiblich war, war nicht zu erfassen. Genauso verhielt es sich mit dem Schnaufen.
    Shinnyu, dachte Yuzuki nun, nachdem sie erneut Fingerzeichen geformt hatte, wenn ihr folgendes Jutsu funktionierte, hatte der Unbekannte genügend Blut der Jugendlichen eingeatmet, sodass sie damit weiterarbeiten konnte. Sie ließ ihr Blut durch die Schleimhäute des Opfers in seinen Metabolismus eindringen, um es dort zu vermehren. Dazu würde sie sich dem nächsten Jutsu zuwenden. Neue Fingerzeichen und das Ukketsu no kyoka trat in Kraft. Somit war die Absicherung geschaffen und Yuzuki wartete ab, während sie bemerkte, dass sie bereits durch den Einsatz dieser Jutsu langsam Schwäche zeigte. Für ein Jutsu sollte es noch reichen…
     
  13. Sano Kosuke

    Sano Kosuke Member

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    Nun war es so weit. Yuzuki hatte sie angetippt und das bedeutete es würde nun losgehen. Gemeinsam schlichen sie durch ihre Etage, ohne etwas zu bemerken. Als sie sich also sicher waren, dass es hier nichts und niemanden zu entdecken gab, machten sie sich auf den Weg hinunter zu Kaito. Dieser hatte bisher auch nichts gesehen wollte aber weiterhin den Eingang im Auge behalten. Die zwei Mädchen jedoch sollten doch bitte hinunter in den Keller gehen und dort nachsehen, denn es bestand die Möglichkeit, dass sich der Kerl vielleicht dort unten versteckt hatte. Wieso ging er nicht selbst dort runter, Keller waren meistens eng und das mochte Yasu gar nicht gerne. Nun gut, zumindest war es so dunkel, dass sie nicht sehen konnte, wie schlimm es um diesen Ort bestellt war. Das allerdings half doch nicht gegen diese quälenden Gedanken in ihrem Hinterkopf, dass es doch eng sein konnte und sie hier vielleicht nicht mehr herauskam. Ihr Herz schlug etwas schneller, die Hände wurden leicht feucht, ob das für ein Suitonjutsu reichen würde? Deutlich nicht, aber nun gut, das war ja gar nicht die Frage. Nun ging sie also mit Yuzuki durch den finstern Keller, es war nicht wirklich gruselig oder Ähnliches, auch das Fehlen von Licht störte sie nicht, aber es war sicher eng, weswegen sie etwas zitterte. Wenn dieser Dieb nur endlich herauskommen würde, damit sie ihn stellen konnten und noch viel wichtiger, damit sie hier heraus konnte. Dann war dort ein Aufleuchten, der Kegel einer Taschenlampe und Yasu konzentrierte sich darauf, dass ihre Partnerin bereits einige Jutsus wirkte bekam sie gar nicht mit. Das Einzige, was ihr gerade wichtig war, sah vor, dass sie bald hier herauskamen, wieder in die Räume mit den hohen Decken. "Suiton: Suiryô no henka shiyasui", das war Nummer eins, und nachdem sie die Fingerzeichen geformt hatte, hielt sie die Hände auf den Boden, worauf hin schon eine größere Menge an Wasser entstand. Dies schien den ohnehin schon verwirrten Eindringling noch mehr zu verwirren. Was, wenn dies nicht der Täter war? Allerdings, wer außer ihnen sollte noch ihr herumschleichen? Das war nun egal, sie hatte begonnen und nun würde sie fortfahren. "Mizu no Muchi", die Wasserpeitsche formte sich aus dem Wasser in ihrer Hand und mit ihr schlug sie nach der Richtung, in der sie den Fremden vermutete. Diese stieß auch prompt auf Gegengewicht und so war es dem Mädchen beim zweiten Versuch möglich den immer noch schrecklich verwirrten Dieb zu sich heranzuziehen, das musste sie auch für das nächste Jutsu. "Suirou no Jutsu", schon kurz nach der Aussprache waren die Fingerzeichen fertig und als sie den Gegner zu fassen bekam, schnappte das Jutsu zu. Das Wassergefängnis legte sich um den Ahnungslosen und setzte ihn fest. "Yuzuki-san, ich denke er kann nicht mehr entkommen, machst du bitte das Licht an ... oder irgendein Licht?", auch wenn Yasu sich den Anblick des Kellers lieber erspart hätte, so mussten sie dem Knilch ja in die Augen sehen. Es war deutlich in Knilch oder ein junges Mädchen, ihr war die Idee von dem Knilch lieber.
     
  14. Hinketsu Yuzuki

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    "Yuzuki-san, ich denke er kann nicht mehr entkommen, machst du bitte das Licht an... oder irgendein Licht?", meinte Yasu zu Yuzuki, welche voll Erstaunen die Augenbrauen hochgezogen hatte. Es hatte nur wenige Augenblicke gedauert und schon hatte Yasu den Übeltäter gefangen, nur wer es war, konnte man nicht erkennen.
    Ohne zu Zögern rappelte sich Yuzuki auf, sie fühlte sich etwas schlapp, weil sie es nicht gewohnt war, so viel Chakra auf einmal zu verbrauchen, doch das hinderte sie nicht daran zu der Taschenlampe zu tapsen, welche auf dem Boden lag und die Archivtür beleuchtete, weil sie dem Täter aus der Hand gefallen war. Bei der Taschenlampe angekommen, suchte sie erst einmal nach dem Lichtschalter, um das Flurlicht anzuschalten, was die Sicht spürbar erleichtern würde. Wie in einem Verhör den Unbekannten zu beleuchten und auszufragen kam ihr irgendwie unpassend vor. Also suchte sie, woraufhin sie kurze Zeit später den Schalter neben der Archivtür gefunden hatte. Mit einer geschmeidigen Bewegung legte sie den Schalter um, es wurde schlagartig hell.
    Die plötzliche Helligkeit tat der Hinketsu in den Augen weh, sodass sie einige Momente blinzeln und die Augen zusammen kneifen musste. Während sie die Taschenlampe in ihrer Hand ohne Nachzudenken ausschaltete, ging zu Yasu und der Person in dem Wassergefängnis, um endlich das Gesicht des Täters zu sehen. Während sie das Gesicht und anschließend das Aussehen des Jungen studierte, hob sie anerkennend die Augenbrauen. Yasu schien mehr zu können als die Hinketsu selbst und souverän war sie auch vorgegangen.
    Nichts destotrotz gab es aber im mer noch das Häufchen Elend innerhalb des Wassergefängnisses, der wie erwartet männlich war. Braune Haare, kurz gehalten, ziemlich schlank, normal gekleidet in ein Shirt, Jeans und Turnschuhe sowie mit einer Tasche um die Schulter, in der vielleicht etwas enthalten sein könnte.
    "Ich denke, du kannst ihn frei lassen, Yasu-chan.", meinte Yuzuki beiläufig, dann rief sie nach Kaito, welcher schnurstracks die Treppe herunter zu seinen Kolleginnen lief. "Scheinbar ist das unser Täter hier.", sprach sie im selben betont desinteressierten Ton, obwohl der Satz dem Anschein nach überflüssig war, wobei sie auf den klatschnassen Jungen, der wie wild hustete, auf den Boden deutete. Yuzuki ging zu ihm und kniete sich neben ihn, woraufhin der Milchbart zusammen zuckte, aufstehen wollte, aber leider auf der Wasserlache ausrutschte und auf seine vier Buchstaben fiel. Harsch packte Yuzuki ihn an der Schulter, sichtlich verärgert über sein Verhalten.
    "So, du bleibst jetzt bitte sitzen und versuchst nicht zu flüchten, weil du sowieso unter Einfluss eines Jutsu stehst.", entgegnete sie zwar höflich, aber mit einer gewissen Strenge in ihrem Ton, die unverkennbar war, wenn die Hinketsu wütend wurde. "Vergiss nicht, wir sind hier zu dritt, und du bist allein. Und außerdem sind wir die richtigen Ninja und nicht du."
    Bei diesen Worte zuckte der Junge zusammen, Yuzuki grinste triumphierend. Mit Absicht hatte sie diese Wortwahl getroffen, womit sie ihre eigenen Schlüsse zog. "Gib bitte deine Tasche her. Und nenn uns deinen Namen", forderte sie den Jungen mit Nachdruck auf, welcher nur ungern seine Umhängetasche hergab. Yuzuki griff nach der Tasche und reichte sie Kaito, welcher sie durchsuchte und ein paar feuchte Bücher herausfischte. Dem Cover zufolge war es ein Schundroman, eni Volltreffer.
    Seufzend richtete sich Yuzuki auf, während sie dem Jungen bedeutete aufzustehen. "Deinen Namen, bitte. Und dann deine Version der Geschichte, da wir wissen, dass du unser Bücherdieb und Möchtegernninja bist.", sprach die elfenhafte Jugendliche und blickte dem Jungen, der einige Zentimeter größer war, als sie selbst, fest in die Augen. Dieser schien von der Übermacht der Gegner und der Tatsache, dass er erwischt worden war, beeindrucken und ergab sich.
    "Ich heiße Kouta und wollte nur diese Bücher zurückbringen...", murmelte der Braunhaarige matt, der Blick auf den Boden gerichtet. Mit hoch gezogenen Augenbrauen gab ihm Yuzuki eine weitere Forderung, Kouta sprach sofort weiter. "Und ja, ich hab die Bücher gestohlen... Aber ich hab schon einige wiedergebracht und wollte die jetzt auch wiederbringen!", versuchte er sich herauszureden, doch seine Worte wurden jäh von Yuzuki abgeschnitten. "Wenn das tatsächlich so ist, hättest du dir auch einen Ausweis geben lassen können, aber scheinbar hattest du Spaß daran, wie ein Ninja nachts in die Bibliothek einzubrechen und Bücher zu stehlen... Mach das in Zukunft nicht, das ist ein Verbrechen. Geh zur Ninjaakademie oder so.", schlug Yuzuki dem Bücherdieb trotz seiner Taten gut zu, lächelte dabei aber keineswegs.
    Zerknirscht richtete Kouta seinen Blick wieder auf den Boden. "Du kommst jetzt mit uns. Und keine Tricks, ich hab ein fieses Jutsu auf Lager, dass du lieber nicht kennen lernen möchtest...", drohte Yuzuki ihm, packte ihn am Arm und zog ihn mit sich. Ihre Teamkollegen schienen ihr zu folgen und so dauerte es nicht lange, bis die kleine Gruppe den jungen Täter bei der Polzei von Kirigakure abgeliefert hatte und die einzelnen Mitglieder, nach der Berichterstattung, getrennte Wege gehen konnten.
    So, wie es aussah, war der Bücherdieb namens Kouta wohl ein Angsthase, wenn er sich dermaßen Furcht einreden lassen konnte, dass er die Flucht nicht wagte. Und Yuzuki hatte diese Nacht Angst nach Hause zu laufen, also übernachtete sie in einer Gaststätte, damit sie sich am nächsten Tag in aller Frische die Rückreise nach Soragakure antreten konnte. Wer wusste schon, was ihr nachts begegnen konnte... Vielleicht ein Geist?
     
  15. Ryo Kaito

    Ryo Kaito New Member

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    Bald nach dem sie zusammen die Bibliothek betreten hatten, trennten sich die Wege der drei Shinobis auch wieder und Kaito war die meiste Zeit alleine damit beschäftigt das Gebäude von außen zu betrachten, zu Kontrollieren ob man irgendwie in dieses Gebäude eindringen konnte. Nach dem er dies erledigt hatte, stand für ihn zumindest fest, dass der Täter wohl im Inneren des Gebäudes sich befinden musste. Denn auch an den Eingängen wurde Kontrolliert, und niemand konnte ohne Zugangspass noch die Bibliothek betreten.

    Nach dem er dies Festgestellt hatte begab er sich wieder rum ins innere der Bibliothek und stellte dabei fest, dass es bereits Nacht wurde und stellte sich darauf ein, dass er die Nacht in der Bibliothek verbringen würde. Erneut Informierte er seine Kollegen nur kurz über seine Ermittlungen und begab sich dann in den unteren Bereich der Bibliothek wo er seine Wache antreten würde. Er hatte sich natürlich bevor er sich an einem Ort zurück zog wo er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gesehen wurde, etwas über die Bücher Informiert die dort Standen, doch nichts gefunden was zu jenen auf der Liste passen würde.

    Nach dem einige Zeit vergangen war, bemerkte er, dass sich über ihm etwas tat, doch wollte er vorerst seine Position nicht verlassen und wartete ab, bis sein Name gerufen wurde. Als dies geschah, begab er sich so schnell er konnte zu den Mädchen, und stellte fest, dass bereits alles ohne ihn erledigt wurde. Dies störte ihn einwenig und er biss sich erst einmal auf die Lippen. „Hey das habt ihr ja gut gemacht.. scheint ja nichts mehr für mich zu tun, lasst ihn uns abführen..“, erklärte er den beiden Mädchen, dennoch ruhig und zufrieden mit seinem Team ehe er den Jungen ebenso packte und mit den Team Kameraden die Bibliothek verlies. Nach dem sie zusammen den Übeltäter abgeliefert hatten, machte er sich auf den Weg eine Herberge aufzusuchen in welcher er die Nacht verbringen konnte und schrieb dort seinen Bericht für die einzelnen Kagen um sie am nächsten Tag zu überbringen.