Der schwimmende Markt von Tanigakure

Dieses Thema im Forum "Tanigakure" wurde erstellt von Tsukigata Yamato, 2. Juli 2019.

  1. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Noch in Jôsei


    Ah, es tat gut, die beiden wiederzusehen und so wie es aussah, war die Freude nicht nur einseitig. „Alles bestens und die alten Knochen geben auch gerade Ruhe.“, erwiderte Yamato und streckte sich zufrieden. Dann ging es auch schon los und wie gewohnt, gab Ai dabei den Marsch an – ein Umstand, der den Tsukigata zum Lächeln brachte und ihm noch einmal versicherte, dass alles in bester Ordnung war. Denn in dem Moment, da Ai ihr forsches Wesen verlor, wäre wohl wirklich Sorge abgebracht. Während sie sich (der Haemasu sei Dank) also zügig in Richtung des Dorftores bewegten, nahm Yamato die Neuigkeiten auf, die Arata zu berichten hatte. „Kommt drauf an, was du so zu erzählen hast.“, meinte er lachend auf das Angebot. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass er Aratas Stimme in seinem Kopf hören würde. Um genau zu sein, war dies der ganz und gar erste Eindruck gewesen, den der Yamanaka ihm vermittelt hatte. Noch bevor er ihn überhaupt gesehen hatte. Soweit war es nichts Schlimmes und gewiss auch praktisch, nur über die Permanenz war Yamato sich nicht recht sicher. Das würde die Zeit noch zeigen müssen. „Ich hab mein Bluterbe weiter trainiert. Ein paar spezielle Techniken, aber vor allem den grundsätzlichen Umgang.“, steuerte er dann auch seinen Teil zum Gespräch bei. „Soll ja irgendwann mal unter Kontrolle sein.“. Was in erster Linie hieß, dass die Schmerzen Ruhe gaben. Vielleicht. Hoffentlich.

    Wenig später schon hatte das Dreiergespann Jôsei in südwestlicher Richtung gen Kawa no Kuni verlassen. Die Bedingungen für den ersten Teil ihrer Reise hätten kaum besser sein können: das Wetter war angenehm und da sie sich bis Tanigakure entlang einschlägiger Handels- und Reiserouten bewegen konnten, waren die Wege nicht nur gangbar, sondern es bot sich auch das eine oder andere Fuhrwerk als bequeme Mitfahrgelegenheit an. Und wenn der Abend nahte, war die nächste Unterkunft meist nicht fern.


    Einige Tage später…

    Tanigakure, das Dorf versteckt im Tal, pflegte viele Reisende mit seiner Größe zu überraschen. Wer ein verschlafenes kleines Örtchen erwartet hatte, wurde hier nämlich eines Besseren belehrt. Hohe Gipfel säumten die ausgedehnte, besiedelte Talsohle, in die sich über Jahrhunderte ein gemächlich dahinfließender Fluss gegraben hatte. Er war breit genug, um darauf Schifffahrt zu betreiben und das Dorf so mit allerlei Gütern zu versorgen, die im Reich der Flüsse und den umliegenden Ländern produziert und gehandelt wurden. Damit verfügte Tanigakure nicht nur über einen ansehnlichen Flusshafen und Umschlagplatz für viele Karawanen, sondern auch einen Markt, der sowohl vielfältig als auch ungewöhnlich war. Auf einer Insel mitten im Fluss gruppierten sich farbenfrohe Stände und Buden aller Arten. Ja, selbst auf dem Wasser noch machte man Geschäfte: ein Netz aus hölzernen Stegen umgab die Insel und war Ankerplatz für zahlreiche kleine und größere Boote, auf denen insbesondere frisches Obst und Gemüse und bunte Blumen feilgeboten wurde. Zwei breite Brücken verbanden den Inselmarkt mit jeweils einem Ufer und Wächter hatten ein stetes Auge darauf, dass diese auch zügig passiert wurden.

    Nicht übel…“, staunte Yamato, während ihm ein kühler Wind, der von den Bergen heranwehte, das Haar zerzauste. Und wie ging es Ai und Arata? „Wollen wir nach einer Karawane schauen, die uns mit nach Kaze nimmt oder decken wir uns direkt mit dem Zeug ein, das wir noch brauchen?“. Er selbst würde wohl erst einmal die Weiterreise organisieren – möglicherweise klärte sich damit auch ein Teil dessen, was sie für den weiteren Weg noch benötigten. Aber der Tsukigata hatte auch kein Problem damit, wenn Arata und Ai lieber ein wenig stöbern wollten. So einen Markt bekam man schließlich nicht alle Tage zu sehen und irgendwo tief unter aller Pflichterfüllung war Yamato auch neugierig, was es an den Ständen und auf den Booten alles zu entdecken gab. Naja, und er brauchte mal wieder frische Milch.
     
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  2. Haemasu Ai

    Haemasu Ai Genin

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    Als Ai von den anderen informiert wurde, dass sie einen kleinen Schlenker über das Reich der Flüsse machen würden, war die Haemasu urplötzlich motivierter den je. Das lag nicht unbedingt daran, dass diese Mission interessant klang. Eine Karawane begleiten und rausfinden weswegen regelmäßig Reisende auf genau einer bestimmten Strecke verschwanden, sondern weil sie sich auf die exotischen Pflanzen freute, die sie bestaunen konnte. Das Reich der Wasserfälle, in dem sie mit dem Dokuiki gewesen war, hatte sich als sehr ähnlich dem Reich des Feuers erwiesen, die Flora änderte sich kaum und ließ wenig Raum für neue Entdeckungen oder Ideen für Techniken. Doch sie wusste aus Erzählungen, dass dies im Reich der Flüsse nicht der Fall war. Ihr Vater hatte ihr von den sumpfigen Landschaften erzählt, die im krassen Gegensatz zum Nachbarreich standen, denn das Reich Windes war fast ausschließlich von Wüsten und Ödland bedeckt. Eine recht unwirtliche Gegend, bei der sich Ai wunderte, weswegen diese überhaupt besiedelt worden war. Der Gegensatz entstand wahrscheinlich, da die starken Regenfälle Amegakures im Norden die Flüsse speisten, die dieses Reich hier durchzogen und eine Art natürliche Barriere für die Wüste errichteten, damit diese nicht weiter in das Reich des Feuers eindringen konnte. Was die Natur manchmal zustande brachte war schon faszinierend.

    Innerhalb der einige Tage dauernden Reise hatte Ai ihre Führungsrolle, die sie sich selbst gegeben hatte indem sie vorlief, abgegeben und folgte lieber den anderen beiden. Wäre sie vorgelaufen, sie hätten mindestens dreimal umdrehen müssen, weil Ai keinen Plan hatte, wie sie in die richtige Stadt kamen und blind eine Abzweigung gewählt hätte. Glücklicherweise schien das den anderen leichter zu fallen, denn sie erreichten endlich die Hauptstadt des Reiches. Größer als erwartet erstreckte sich die Stadt über eine Fläche, die bei den vielen Flussläufen, die kreuzten unwahrscheinlich wirkte. Gefühlt gab es alle paar Meter einen Steg, eine Brücke oder einfach eine Sackgasse vor einem Wasserlauf, sodass es sicherlich kein leichtes war, sich in der Stadt zurecht zu finden, wenn man denn nur zu Fuß unterwegs war. Gut, sie selbst und der Yamanaka konnten wahrscheinlich einfach über jeden Fluss mittels des Wasserlaufes abkürzen, nur war sie sich nicht sicher, ob dies auch auf Yamato zutraf. Bei ihrem letzten Job musste sie feststellen, dass nicht jeder des Wasserlaufes mächtig war. Aber es war eigentlich auch recht egal, sie würden spätestens mit der Karawane nicht abkürzen können und es wäre auch besser, wenn sie gemeinsam eintrafen. Daher beließ es Ai dabei den anderen zu folgen, bis sie den Markt auf einer der größeren Inseln im größten Arm des Flusses erreichten. Das geschäftige Treiben und die vielen Leute waren beinahe überwältigend. Sicher in Jôsei war es auch nicht gerade spärlich besucht, doch war es ja auch die Hauptstadt der Allianz und zog daher so oder so mehr Leute an, dass Tanigakure, als Stadt in einem der kleineren Reiche, ebenfalls eine solche Fülle an Menschen aufwies überraschte Ai ein wenig. Wahrscheinlich lag das auch ein wenig an Ais falscher Einschätzung der anderen Reiche. Sie hatte wirklich noch eine Menge zu lernen. Yamato erhob plötzlich das Wort und fragte die beiden anderen nach dem weiteren Vorgehen, da war er bei Ai ja völlig an der falschen Adresse. Pläne waren nicht ihr Stil und daher schob sie die Verantwortung einfach weiter. Kein Plan, ich bin da drüben an dem Fruchtstand. Und schon hatte Ai sich verzogen. Eine reife Teamplayerin, wie man bemerkte. Sollten doch Arata und Yamato ihre Köpfe rauchen lassen.

    Die Dame, die die junge Haemasu am Fruchtstand begrüßte, strahlte regelrecht, als sie den weißen Gürtel der Kunoichi mit dem Lotussymbol der weißen Stadt bemerkte. Eindeutig witterte sie in der Touristin eine kauffreudige junge Dame. So ganz daneben lag sie nicht, nur das Budget, dass sich Ai gesetzt hatte, sie wollte shcließlich nicht das Gedl ihrer Familie nutzen sondern nur, das, was sie bisher verdient hatte, behinderte Ai etwas dabei. Auf der Durchreise? Ich Wette auf dem Weg nach Sunagakure, meine Dame. Seht Euch ruhig um und fragt nur, wenn Ihr etwas benötigt. Für die Wüste empfehle ich Euch diese hier. Mit einer weiten, ausladenden Bewegung deutete sie auf kleine fast weiße Früchte, die Ai im ersten moment nicht zuordnen konnte. Sie sahen etwas aus, wie Äpfel, verloren jedoch am Strunk etwas ihre Form, wie es bei Birnen der Fall war. Erst nach einigen Momenten machte es Klick in ihrem Kopf, als sie erkannte, dass ihr Nashi angeboten wurden. Die Verkäuferin hatte schon Recht, etwas Saftiges, wäre in der Wüste sicherlich nicht schlecht, aber ein paar Nashi waren Ai jetzt nicht außergewöhnlich genug, außerdem waren dies gerade Einkäufe zum Spaß, nicht als Proviant. Gut, die meisten Dinge würden sie und die anderen dennoch davon während der Mission essen, aber gerade scherte sich die Haemasu nicht um Feldrationen. Außergewöhnliche und merkwürdige Früchte waren eher der Plan von Ai. Aus diesem Grund ließ Ai lieber ihren Blick schweifen. Dabei bemerkte sie einige Früchte, die sie mehr interessierten. Danke ich nehme aber lieber drei der Kiwano da drüben, sagen wir sechs der Curuba, die Sie neben den Kaki abgelegt haben und dann noch einen der abgepackten Rambutanbeutel da drüben und nochmal drei Salak. Wissen Sie was, ich nehme auch noch drei Cherimoya und eine Durian. Die meisten der Früchte, die AI gerade erstand waren eher ungewöhnlicher Form und würden sicherlich ein nettes Gesprächsthema bei einer Übernachtung in der Wüste sein. Die Durian hingegen war eher als Folterinstrument gedacht. Die Frucht anzuschneiden würde nur gut gehen, wenn sie es an einem windigen Tag tun würde, denn den Beinamen Stinkfrucht erhält man nicht umsonst. Fast ihr gesamtes Bargeld in Früchte investiert, kehrte sie wieder zu den anderen zurück, die sich hoffentlich um den weiteren Ablauf gekümmert hatten. Und, wie geht es weiter? Nachtisch habe ich schon mal besorgt. Eigene Tasche, kein Grund die Spesen dafür zu nehmen. Sie blickte Arata an, der vielleicht darüber nachgedacht hatte die Kosten zu ersetzen, aber das sollte er nicht tun. Ais unvernünftige Käufe zu unterstützen machte alles nur schlimmer, selbst sie wusste das.
     
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  3. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Tanigakure war schon beeindruckend - umso mehr, wenn man zeitlebens nur in ziemlich konventionellen Städten unterwegs gewesen war, jedenfalls hielt Arata Shirogakure für eine solche. Ob das anders aussah, wenn man eine Heimat wie Soragakure hatte ...? Ja, ein bisschen fragte er sich wie es Tamaki wohl gehen mochte, und das war leider keine Frage die er jetzt beantworten konnte. Auch wenn er sich ermahnte, zuhause einen Brief zu schreiben. Aber jetzt hatten sie erst einmal den schwimmenden Markt vor sich - und sogar Arata, der unter den drei vermutlich am wenigsten Bewegungsdrang hatte, juckte es in den Beinen, sich hier einmal umzusehen. "Wir sind mit einem Matsumoto Sora verabredet. Er führt eine Karawane zwischen hier und verschiedenen Zielen im Land des Windes - wir sollen diese Karawane begleiten, um vielleicht herauszufinden was diese Strecke auf einmal unsicher gemacht hat. Er bricht morgen auf und hat für drei weitere Begleiter geplant." Erklärte er zunächst zum weiteren Lauf der Dinge. "Ich würde aber trotzdem Wüstenausrüstung für uns drei besorgen, und haltbaren Proviant - es kann ja immer sein dass wir die Karawane verlassen müssen. Es sei denn einer von euch kann in der Wüste Nahrung und Wasser erzeugen." Vielleicht konnte Ai das tatsächlich mit ihren Pflanzentechniken, wer weiß - aber zumindest Wasser würden sie sicherlich benötigen, nachdem er wusste dass ihr Element ebenfalls Katon war. Und Zelte und und und und ...

    Oh, und Ai entschuldigte sich gleich als erste, um Schlendern zu gehen. Na dann er hatte eh vorgehabt das ausdrücklich zu erlauben. Arata lächelte schwach ... wandte sich dann Yamato zu und prompt begann das Lächeln breiter zu werden ohne dass er es merkte. "Sieht so aus als wäre das unsere Aufgabe ... ähhm. Ich - ich hab hier irgendwo eine Liste gemacht was wir brauchen sollten!" Ungewöhnlich fahrig fing er an in seinem Reiserucksack zu kramen, jetzt wo sie beide allein waren. "... und ich möchte vielleicht einen Abstecher in ein Spielzeuggeschäft machen, a-aber ... äh, das erklär ich euch am besten beiden auf einmal." Arrgh, warum hatte er das erzählt? Es klang völlig seltsam! Hastig hielt er Yamato den Zettel hin. "Schauen wir erstmal nach Proviant und abgekochtem Wasser...? Passende Kleider haben wir ja alle mitgebracht ..."

    Die Pflichtkäufe abzuwickeln war eine simple Affäre - es gab zwar einiges an Preisvergleichen zu machen, wenn man sich wie Arata verpflichtet fühlte, die Spesenabrechnung nicht zu sehr zu strapazieren, aber es waren letztlich einfache Güter. Trotzdem war er ganz froh, dass er einiges eigenes Geld eingepackt hatte, als er das Spielzeuggeschäft betrat - die Preise hier sahen gleich ganz anders aus, aber das war eben Kunsthandwerk ... "Also, ich brauche etwas das nicht allzu groß ist, und entweder unauffällig oder robust. Möglichst mit Glas oder Metallteilen und Rädern oder beweglichen Gliedern." Fasste er zusammen, und räusperte sich. ".. ist für ein Fuin-Jutsu." Erklärte er erst einmal, und fühlte sich etwas zu seltsam um Yamato direkt anzugucken, also betrachtete er mit Interesse ein kleines Spielzeugkamel. Huh. Das wäre gar keine so schlechte Idee, wenn man die Beinchen bewegen konnte ...

    Da tauchte irgendwoher auch noch Ai auf! Wie hatte sie die beiden überhaupt gefunden? Man sollte sie nicht unterschätzen ... "Oh - äähm. Also, sobald wir mit dem Einkauf fertig sind würde ich sagen, wir treffen unsere Karawane und suchen uns dann eine Übernachtungsgelegenheit. Pflichttermine habe ich heute keine mehr." Er ließ einen vorsichtigen Blick auf Ais Einkäufe wandern. Das war ... ganz schön viel Obst. "Professionelles Interesse von dir?" Erkundigte er sich vorsichtig.
     
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  4. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Mit einem milde verwunderten Lächeln sah Yamato der forsch davonschreitenden Haemasu hinterher und ließ die zu einem halbherzigen Winken erhobene Hand sinken. Nun gut, sollte sie sich ruhig ein bisschen umschauen. Wer konnte es ihr verdenken, wo sie – genau wie Yamato – doch noch nicht all zu viele Missionen hinter sich hatte und vermutlich noch nie einen Markt wie diesen besucht hatte? Auch der Tsukigata selbst spähte dann und wann nach den bunten Ständen, auch wenn er eiiiiigentlich nach etwas Ausschau hielt, das ansatzweise einer Karawane ähnelte. Oder einem Matsumoto Sora, von dem er allerdings nicht mehr kannte als den Namen. Yamato streckte sich und sah dann zu Arata. Der ihn geradewegs anstrahlte. Oha, da freute sich aber jemand, dass er einkaufen gehen durfte. „Sieht so aus.“, meinte der Tsukigata und erwiderte das Lächeln, wenngleich es ein wenig fragend und ahnungslos wurde, als der Yamanaka so nervös in seinem Rucksack kramte. Er wirkte doch sonst nicht wie jemand, den ein Einkauf abschrecken würde. Aber gut… letztlich kannten sie einander auch nicht wirklich und Yamato wurde wieder einmal daran erinnert, dass seine Fähigkeit, einen Menschen einzuschätzen, ihn schon oft genug getrogen hatte.

    Na, Proviant und Wasser kriegen wir hin und irgendwer hier verkauft bestimmt auch Spielzeug.“, meinte der Tsukigata optimistisch. Deswegen musste Arata sich nun wirklich keine Sorgen machen. „Wir können sicher auch jemanden fragen, ob wir mit dem, was wir haben und noch kaufen wollen, für die Reise gut gerüstet sind. Dürfen uns nur nichts aufschwatzen lassen.“. Er selbst sagte in solchen Situationen zwar häufiger Ja als Nein, aber komplett auf den Kopf gefallen war er dann auch nicht. Und spätestens der Karawanenführer und seine Leute sollten wissen, ob sie alles Notwendige dabeihatten. Yamato nickte in Richtung eines benachbarten Standes. „Wollen wir uns da mal umschauen?“. Zu weit wollte er sich nicht von Ai entfernen, da sie nicht wirklich einen Treffpunkt vereinbart hatten. Das mussten sie aber auch nicht, denn entweder hatten sie schon genau den richtigen Teil des Marktes gefunden oder der richtige Teil des Marktes war überall. Einen Überblick hatte der Tsukigata während der kurzen Zeit ihres Hierseins natürlich noch nicht gewinnen können. Aber sei’s drum. An den hiesigen Ständen und Marktbuden fanden sie alles, was sie an Proviant brauchten. Yamato konnte seinen kritisch geschrumpften Milchvorrat wieder aufstocken und sie fanden sogar Trinkschläuche, die nicht viel wogen, ihnen aber einige Liter Wasser mehr bescherten. Während es hauptsächlich Arata war, der die Preise verglich und mit den Händlern feilschte, hielt Yamato immer wieder nach dem auffälligen Türkishaar der Haemasu Ausschau. Kurz bevor sie den Spielwarenladen betraten, signalisierte er Ai, dass sie kurz in dem Haus verschwinden würden, dann folgte er dem Yamanaka hinein.

    Das Innere des Ladens war ein wunderliches Sammelsurium mit feiner Hand geschnitzter oder aus anderen Materialien kunstvoll zusammengesetzter Spielzeuge. Was Arata hier wohl suchte? Vielleicht ein Mitbringsel für die jüngere Verwandtschaft? Er selbst hatte schon überlegt, ob er seinen Eltern etwas mitbringen sollte und hatte auch schon die eine oder andere Sache gesehen. Ein geschnitzter Haarkamm mit Perlmuttintarsien für seine Mutter, ein schneidiger Füllfederhalter, mit dem sein Vater jede Menge Dokumente stilvoll unterzeichnen konnte… Letztlich hatte Yamato sich dagegen entschieden. Wie er sich kannte, hätte er sich wieder so viele Gedanken gemacht, das Richtige zu finden, dass er die Mission noch aufgehalten hätte. Und wenn sein Vater irgendeine Ware aus einem mehr oder weniger entfernten Land wollte, musste er nur mit dem Finger schnippen. Aber nein, Arata ging es gar nicht um die liebe Familie. „Ein Fuin-Jutsu?“, wiederholte der Tsukigata erstaunt und sah sich nachdenklich um. Nicht groß, unauffällig, robust, Glas oder Metall, beweglich… „Hmmm…“, machte er und folgte Aratas Blick zu dem kleinen Kamel. „Das sieht doch anständig aus, was meinst du? Ich glaub, man kann es sogar aufziehen…“. So gesehen, war es sogar recht niedlich. Blieb nur noch die Frage, ob es auch für Aratas Zwecke geeignet war. Aber das hing von der Natur dieses Fuin-Jutsus ab. „Hey, willkommen zurück. Was Schönes gefunden?“, grüßte er Ai, nachdem das klingelnde Ladenglöckchen die Ankunft der Haemasu angekündigt hatte. Tatsächlich hatte sie wohl so einiges gefunden, denn ihre Tasche sah deutlich voller aus als vorher. Und der Inhalt klang vielversprechend. „Nachtisch! Dann kann nichts mehr schief gehen, oder?“.
     
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  5. Haemasu Ai

    Haemasu Ai Genin

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    Wie Ai die anderen beiden gefunden hatte? War das nicht offensichtlich? Sie hatte ihren Geruch wiedererkannt. … Ja, das würde wohl kaum jemand glauben, immerhin war die Haemasu in einem Clan voller Gärtner aufgewachsen, nicht dem Inuzuka-Clan. Ihre Nase war höchstens Durchschnitt, also konnte es das nicht sein. Die Lösung war wesentlich simpler, aber sicherlich nicht etwas, auf das man stolz sein sollte. Pures und dummes Glück. Nach ihrem Einkauf war Ai von Stand zu stand gewandert und hatte dabei die ungefähre Richtung beibehalten, in der sie die beiden anderen vermutet hatte. Keine übernatürlichen Kräfte, kein detektivischer Spürsinn, nichts dergleichen war hier zur Anwendung gekommen. Ein wenig enttäuschend, aber andererseits hatte Ai auch keinen Grund dies so zuzugeben. Sie hatte nicht einmal bemerkt, wie Yamato ihr zugewunken hatte, um den Aufenthaltsort der beiden zu offenbaren. Spürsinn, Fehlanzeige. Aber wen kümmerte schon das wie, Ai hatte ihre Teamkollegen wiedergefunden und daher schien ja alles bestens zu sein. Es irritierte sie nur, dass sie ihnen in einen Spielzeugladen gefolgt war. Sagt mal, was machen wir hier genau? Spielzeug ist jetzt nicht wirklich nötig, oder? Sicherlich hätte AI den Laden schon selbst ein wenig genossen, aber nachdem sie so viel Zeit verloren hatten – wessen Schuld das wohl war – wollte Ai eigentlich weiter. Daher ließ sie die Jungs kurzerhand alleine Spielzeug shoppen und verließ den Alden wieder. Dieses Mal jedoch nicht, um über den Markt zu schlendern, nur um zu warten. Weit weg von den Verlockungen eines Spielzeugladens. Eine Bank in der Nähe des Ladens lud mit ihrer freien Sitzfläche dazu ein, dass Ai eine kurze Pause machte.

    Einige Minuten lang saß Ai etwas grimmig dreinblickend auf der Bank und blickte in den neben ihr verlaufenden Flussarm. Wohin man in dieser Stadt auch ging, Wasser war überall. Um ihre Langeweile etwas zu vertreiben, beschloss sie etwas zu üben. Mit einem kleinen Chakrastoß löste sie einen Samen aus ihrem Finger und ließ ihn in das Wasser fallen. Das kleine, braune Körnchen traf die Oberfläche mit einem leisen Plopp und begann sich zu entfalten. Leider hielt der Samen nach wenigen Augenblicken inne und nur ein angedeutetes, dunkelgrünes Blatt lugte hervor. Es sah bei ihrem Vater immer so einfach aus, wenn er Seerosen schuf. Früher war er mal mit ihr auf einem Teich gewesen, sie saß auf dem Seerosenblatt, dass er geschaffen hatte und ihr Vater schob sie mit dem Wasserlauf über die Oberfläche. Zu gerne würde sie auch solche Seerosen schaffen können, aber bisher schaffte sie es kaum, dass ein Blatt aus den Samen drang. Ihr Großvater hatte sie zu Geduld angehalten, aber er müsste wissen, dass Ai nicht wirklich geduldig war. Frustriert beließ Ai es nach dem dritten Samen dabei, heute würde sie keine Fortschritte mehr machen. Wo bleiben die eigentlich? Spielen die noch mit den Puppen? Was auch immer die beiden brauchten, es dauerte Ai zu lange. Leise seufzte sie, während sie sich etwas nach hinten lehnte. Na, meine Kleine, warum die schlechte Laune? Bist du nicht aufgeregt in das Reich der Winde auf zu brechen? Eine alte Frau hatte neben Ai Platz genommen und stützte sich dabei auch im Sitzen kräftig auf ihren etwas windschiefen Gehstock. Ihre grauen Haare hatte sie zu einem etwas unordentlichen Dutt zusammengefasst und die Kleidung der Frau war nicht mehr als ein einfaches sandfarbenes Gewand, das Ai keinem Stil zuordnen konnte. Hören Sie mal zu. Mit Kleine kommen Sie mir mal gar nicht, außerdem … Moment mal. Ais Augen verengten sich zu Schlitzen, als sie die Frau nochmals betrachtete. Woher wissen Sie, dass ich in das Reich des Windes unterwegs bin? Sie besaß keinen Spürsinn, aber so viel Menschenverstand hatte Ai auch, dass es merkwürdig war, wenn Fremde wussten, wohin sie unterwegs war. Mit einem freundlichen Lächeln drehte sich die Frau in Richtung Ai und offenbarte, dass ihr linkes Auge vollständig erblindet war. Eine weiße Leere blickte der Kunoichi entgegen, doch stand darin nicht mehr, als Weisheit und Freundlichkeit. Die Frau verströmte eine Aura, die es fast unmöglich machte ihr zu misstrauen. Das ist einfach, du willst bestimmt zu meinem Sohn. Matsumoto Sora. Ich habe dich und deine Freunde schon vorhin gesehen, wollte euch aber nicht stören. Die Symbole von Shirogakure sieht man hier nicht so oft und ich weiß, dass mein Sohn eine Dreiertruppe mitreisen lassen wollte. Hätte mir nur nicht träumen lassen, dass es Kinder sind. Kinder? So lieb sie auch wirken mochte, die Mutter des Karawanenanführers schien den schmalen Grat wandern zu wollen, der Ais Geduldsfaden war. Lieber versuchte Ai sich kurz zu sammeln und die Gedanken zu ordnen, indem sie aufsprang und sich mit einer kurzen Aussage verdrückte. Ich hol‘ dann mal kurz die beiden Deppen aus dem Spielzeugladen. Kein Gedanke wurde daran verschwendet, wie Ai gerade ihre Kollegen dargestellt hatte. Glücklicherweise quittierte die ältere Damen die Aussage der Haemasu nur mit einem Lächeln und schwieg, als Ai sich auf den kurzen Weg machte ihre beiden Mitstreiter abzuholen.