Der schwimmende Markt von Tanigakure

Dieses Thema im Forum "Tanigakure" wurde erstellt von Tsukigata Yamato, 2. Juli 2019.

  1. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    cf: Großer Markt von Jôsei

    Noch in Jôsei


    Ah, es tat gut, die beiden wiederzusehen und so wie es aussah, war die Freude nicht nur einseitig. „Alles bestens und die alten Knochen geben auch gerade Ruhe.“, erwiderte Yamato und streckte sich zufrieden. Dann ging es auch schon los und wie gewohnt, gab Ai dabei den Marsch an – ein Umstand, der den Tsukigata zum Lächeln brachte und ihm noch einmal versicherte, dass alles in bester Ordnung war. Denn in dem Moment, da Ai ihr forsches Wesen verlor, wäre wohl wirklich Sorge abgebracht. Während sie sich (der Haemasu sei Dank) also zügig in Richtung des Dorftores bewegten, nahm Yamato die Neuigkeiten auf, die Arata zu berichten hatte. „Kommt drauf an, was du so zu erzählen hast.“, meinte er lachend auf das Angebot. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass er Aratas Stimme in seinem Kopf hören würde. Um genau zu sein, war dies der ganz und gar erste Eindruck gewesen, den der Yamanaka ihm vermittelt hatte. Noch bevor er ihn überhaupt gesehen hatte. Soweit war es nichts Schlimmes und gewiss auch praktisch, nur über die Permanenz war Yamato sich nicht recht sicher. Das würde die Zeit noch zeigen müssen. „Ich hab mein Bluterbe weiter trainiert. Ein paar spezielle Techniken, aber vor allem den grundsätzlichen Umgang.“, steuerte er dann auch seinen Teil zum Gespräch bei. „Soll ja irgendwann mal unter Kontrolle sein.“. Was in erster Linie hieß, dass die Schmerzen Ruhe gaben. Vielleicht. Hoffentlich.

    Wenig später schon hatte das Dreiergespann Jôsei in südwestlicher Richtung gen Kawa no Kuni verlassen. Die Bedingungen für den ersten Teil ihrer Reise hätten kaum besser sein können: das Wetter war angenehm und da sie sich bis Tanigakure entlang einschlägiger Handels- und Reiserouten bewegen konnten, waren die Wege nicht nur gangbar, sondern es bot sich auch das eine oder andere Fuhrwerk als bequeme Mitfahrgelegenheit an. Und wenn der Abend nahte, war die nächste Unterkunft meist nicht fern.


    Einige Tage später…

    Tanigakure, das Dorf versteckt im Tal, pflegte viele Reisende mit seiner Größe zu überraschen. Wer ein verschlafenes kleines Örtchen erwartet hatte, wurde hier nämlich eines Besseren belehrt. Hohe Gipfel säumten die ausgedehnte, besiedelte Talsohle, in die sich über Jahrhunderte ein gemächlich dahinfließender Fluss gegraben hatte. Er war breit genug, um darauf Schifffahrt zu betreiben und das Dorf so mit allerlei Gütern zu versorgen, die im Reich der Flüsse und den umliegenden Ländern produziert und gehandelt wurden. Damit verfügte Tanigakure nicht nur über einen ansehnlichen Flusshafen und Umschlagplatz für viele Karawanen, sondern auch einen Markt, der sowohl vielfältig als auch ungewöhnlich war. Auf einer Insel mitten im Fluss gruppierten sich farbenfrohe Stände und Buden aller Arten. Ja, selbst auf dem Wasser noch machte man Geschäfte: ein Netz aus hölzernen Stegen umgab die Insel und war Ankerplatz für zahlreiche kleine und größere Boote, auf denen insbesondere frisches Obst und Gemüse und bunte Blumen feilgeboten wurde. Zwei breite Brücken verbanden den Inselmarkt mit jeweils einem Ufer und Wächter hatten ein stetes Auge darauf, dass diese auch zügig passiert wurden.

    Nicht übel…“, staunte Yamato, während ihm ein kühler Wind, der von den Bergen heranwehte, das Haar zerzauste. Und wie ging es Ai und Arata? „Wollen wir nach einer Karawane schauen, die uns mit nach Kaze nimmt oder decken wir uns direkt mit dem Zeug ein, das wir noch brauchen?“. Er selbst würde wohl erst einmal die Weiterreise organisieren – möglicherweise klärte sich damit auch ein Teil dessen, was sie für den weiteren Weg noch benötigten. Aber der Tsukigata hatte auch kein Problem damit, wenn Arata und Ai lieber ein wenig stöbern wollten. So einen Markt bekam man schließlich nicht alle Tage zu sehen und irgendwo tief unter aller Pflichterfüllung war Yamato auch neugierig, was es an den Ständen und auf den Booten alles zu entdecken gab. Naja, und er brauchte mal wieder frische Milch.
     
    Yamanaka Arata gefällt das.
  2. Haemasu Ai

    Haemasu Ai Genin

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    Als Ai von den anderen informiert wurde, dass sie einen kleinen Schlenker über das Reich der Flüsse machen würden, war die Haemasu urplötzlich motivierter den je. Das lag nicht unbedingt daran, dass diese Mission interessant klang. Eine Karawane begleiten und rausfinden weswegen regelmäßig Reisende auf genau einer bestimmten Strecke verschwanden, sondern weil sie sich auf die exotischen Pflanzen freute, die sie bestaunen konnte. Das Reich der Wasserfälle, in dem sie mit dem Dokuiki gewesen war, hatte sich als sehr ähnlich dem Reich des Feuers erwiesen, die Flora änderte sich kaum und ließ wenig Raum für neue Entdeckungen oder Ideen für Techniken. Doch sie wusste aus Erzählungen, dass dies im Reich der Flüsse nicht der Fall war. Ihr Vater hatte ihr von den sumpfigen Landschaften erzählt, die im krassen Gegensatz zum Nachbarreich standen, denn das Reich Windes war fast ausschließlich von Wüsten und Ödland bedeckt. Eine recht unwirtliche Gegend, bei der sich Ai wunderte, weswegen diese überhaupt besiedelt worden war. Der Gegensatz entstand wahrscheinlich, da die starken Regenfälle Amegakures im Norden die Flüsse speisten, die dieses Reich hier durchzogen und eine Art natürliche Barriere für die Wüste errichteten, damit diese nicht weiter in das Reich des Feuers eindringen konnte. Was die Natur manchmal zustande brachte war schon faszinierend.

    Innerhalb der einige Tage dauernden Reise hatte Ai ihre Führungsrolle, die sie sich selbst gegeben hatte indem sie vorlief, abgegeben und folgte lieber den anderen beiden. Wäre sie vorgelaufen, sie hätten mindestens dreimal umdrehen müssen, weil Ai keinen Plan hatte, wie sie in die richtige Stadt kamen und blind eine Abzweigung gewählt hätte. Glücklicherweise schien das den anderen leichter zu fallen, denn sie erreichten endlich die Hauptstadt des Reiches. Größer als erwartet erstreckte sich die Stadt über eine Fläche, die bei den vielen Flussläufen, die kreuzten unwahrscheinlich wirkte. Gefühlt gab es alle paar Meter einen Steg, eine Brücke oder einfach eine Sackgasse vor einem Wasserlauf, sodass es sicherlich kein leichtes war, sich in der Stadt zurecht zu finden, wenn man denn nur zu Fuß unterwegs war. Gut, sie selbst und der Yamanaka konnten wahrscheinlich einfach über jeden Fluss mittels des Wasserlaufes abkürzen, nur war sie sich nicht sicher, ob dies auch auf Yamato zutraf. Bei ihrem letzten Job musste sie feststellen, dass nicht jeder des Wasserlaufes mächtig war. Aber es war eigentlich auch recht egal, sie würden spätestens mit der Karawane nicht abkürzen können und es wäre auch besser, wenn sie gemeinsam eintrafen. Daher beließ es Ai dabei den anderen zu folgen, bis sie den Markt auf einer der größeren Inseln im größten Arm des Flusses erreichten. Das geschäftige Treiben und die vielen Leute waren beinahe überwältigend. Sicher in Jôsei war es auch nicht gerade spärlich besucht, doch war es ja auch die Hauptstadt der Allianz und zog daher so oder so mehr Leute an, dass Tanigakure, als Stadt in einem der kleineren Reiche, ebenfalls eine solche Fülle an Menschen aufwies überraschte Ai ein wenig. Wahrscheinlich lag das auch ein wenig an Ais falscher Einschätzung der anderen Reiche. Sie hatte wirklich noch eine Menge zu lernen. Yamato erhob plötzlich das Wort und fragte die beiden anderen nach dem weiteren Vorgehen, da war er bei Ai ja völlig an der falschen Adresse. Pläne waren nicht ihr Stil und daher schob sie die Verantwortung einfach weiter. Kein Plan, ich bin da drüben an dem Fruchtstand. Und schon hatte Ai sich verzogen. Eine reife Teamplayerin, wie man bemerkte. Sollten doch Arata und Yamato ihre Köpfe rauchen lassen.

    Die Dame, die die junge Haemasu am Fruchtstand begrüßte, strahlte regelrecht, als sie den weißen Gürtel der Kunoichi mit dem Lotussymbol der weißen Stadt bemerkte. Eindeutig witterte sie in der Touristin eine kauffreudige junge Dame. So ganz daneben lag sie nicht, nur das Budget, dass sich Ai gesetzt hatte, sie wollte shcließlich nicht das Gedl ihrer Familie nutzen sondern nur, das, was sie bisher verdient hatte, behinderte Ai etwas dabei. Auf der Durchreise? Ich Wette auf dem Weg nach Sunagakure, meine Dame. Seht Euch ruhig um und fragt nur, wenn Ihr etwas benötigt. Für die Wüste empfehle ich Euch diese hier. Mit einer weiten, ausladenden Bewegung deutete sie auf kleine fast weiße Früchte, die Ai im ersten moment nicht zuordnen konnte. Sie sahen etwas aus, wie Äpfel, verloren jedoch am Strunk etwas ihre Form, wie es bei Birnen der Fall war. Erst nach einigen Momenten machte es Klick in ihrem Kopf, als sie erkannte, dass ihr Nashi angeboten wurden. Die Verkäuferin hatte schon Recht, etwas Saftiges, wäre in der Wüste sicherlich nicht schlecht, aber ein paar Nashi waren Ai jetzt nicht außergewöhnlich genug, außerdem waren dies gerade Einkäufe zum Spaß, nicht als Proviant. Gut, die meisten Dinge würden sie und die anderen dennoch davon während der Mission essen, aber gerade scherte sich die Haemasu nicht um Feldrationen. Außergewöhnliche und merkwürdige Früchte waren eher der Plan von Ai. Aus diesem Grund ließ Ai lieber ihren Blick schweifen. Dabei bemerkte sie einige Früchte, die sie mehr interessierten. Danke ich nehme aber lieber drei der Kiwano da drüben, sagen wir sechs der Curuba, die Sie neben den Kaki abgelegt haben und dann noch einen der abgepackten Rambutanbeutel da drüben und nochmal drei Salak. Wissen Sie was, ich nehme auch noch drei Cherimoya und eine Durian. Die meisten der Früchte, die AI gerade erstand waren eher ungewöhnlicher Form und würden sicherlich ein nettes Gesprächsthema bei einer Übernachtung in der Wüste sein. Die Durian hingegen war eher als Folterinstrument gedacht. Die Frucht anzuschneiden würde nur gut gehen, wenn sie es an einem windigen Tag tun würde, denn den Beinamen Stinkfrucht erhält man nicht umsonst. Fast ihr gesamtes Bargeld in Früchte investiert, kehrte sie wieder zu den anderen zurück, die sich hoffentlich um den weiteren Ablauf gekümmert hatten. Und, wie geht es weiter? Nachtisch habe ich schon mal besorgt. Eigene Tasche, kein Grund die Spesen dafür zu nehmen. Sie blickte Arata an, der vielleicht darüber nachgedacht hatte die Kosten zu ersetzen, aber das sollte er nicht tun. Ais unvernünftige Käufe zu unterstützen machte alles nur schlimmer, selbst sie wusste das.