Die Rote Laterne

Dieses Thema im Forum "Plattform 2" wurde erstellt von Sumiya Saki, 8. Okt. 2018.

  1. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    [Job] Die Neueröffnung der Roten Laterne

    Mit der rechten Hand zerknüllte Saki den Zettel in ihrer Hand, der dem Mädchen bis eben den Weg gewiesen hatte. Mit einer kurzen Handbewegung warf sie den Brief in einen nahen Eimer, ob er wirklich für Abfall gedacht war, war jedoch nicht ganz sicher. Die bereits daraus hervorquellenden Plastikplanen und Glasflaschen sprachen dafür, die Tatsache, dass es ein Holzeimer war, der eher aussah, als gehörte er an einen Wunschbrunnen, sprach dagegen. Doch Saki hatte keinen Sinn für Recycling, sie war hier wegen eines Jobs. Die genaue Erklärung hatte auf dem Zettel gestanden, den das blauhaarige Mädchen gerade weggeworfen hatte; so wie es aussah, ging es um die Renovierung einer alten … nennen wir es einmal Taverne. Das Gebäude befand sich in einer etwas schmuddeligen Seitenstraße der zweiten Plattform, die den großen Wolkenkratzer in der Mitte mit einigen der Fabriken verband, die in der Nähe zu einem der Übergänge in die Slums lagen. Dementsprechend war der Zustand der Gegend zu bewerten, nicht so schlimm, wie daheim, aber die Arten an Art bei, die hier verrichtet wurden, waren eher niederer Natur und nicht die sonderlich besten für die Umwelt. Die Arbeiter waren meist wenig kultiviert. Aber es gab auch einen kleinen Lichtblick, hier in der Gegend fielen auch die Slumbewohner nicht allzu sehr auf und manche fanden sogar Anstellung. Dementsprechend hatte sich auch das Etablissement, das Saki nun mit einem weiteren Genin für zwei junge Unternehmen umbauen sollten, stets viel Kundschaft erfreut bis der alte Besitzer veräußern musste und sich niemand mehr um den Laden und die Mädels kümmerte. Noch war jedoch niemand außer Saki hier, weder dar andere Genin, noch die neuen Besitzer des Ladens, die wohl eine Art Wirtsstube aus der Kaschemme machen wollten.

    Gerade blickte Saki in Richtung des Wolkenkratzers durch die Straße, als eine leichte Windböe ihre Haare erfasste und ihr einige Strähnen ins Gesicht klatschte. Überrascht und angepisst, eine typische Saki Mischung an Gefühlen, spuckte das Mädchen einige Haare, die ihren Weg in den Mund gefunden hatten aus und stopfte ihre Haarpracht in den Kragen ihres hellbraunen, an manchen Stellen schon löchrigen Strickpullovers, damit der Wind sie nicht mehr zerzausen konnte. Sie hätte zwar ihren Stirnprotektor als Haarband benutzen können, doch irgendwie hatte Saki keine Lust darauf sich die Mühe zu machen, daher blieb das schwarze Band mit der Metallplatte mit Soragakures Symbol, weiterhin am linken Oberschenkel des Mädchens. Dort half er auch viel besser das einzige Loch in der dunkelgrauen Jeans von Saki zu verdecken. Ja, richtig gelesen, nur ein Loch, also beinahe Neuware in den Slums. Diesen Schnapper hat Saki gemacht, als sie nach einem Einkaufsbummel durch Soragakure nach Hause gegangen ist und bemerkt hat, wie ein Laden eine Hose einfach wegwarf. Technisch gesehen immer noch Diebstahl, aber Saki kümmerte das nicht sonderlich, sie hatte eine neue Hose und der Laden würde sie nicht vermissen, hatten sie das Kleidungsstück doch dem Müll übereignet.

    Zehn Minuten waren es noch bis zum mitgeteilten Treffpunkt, auch wenn es Saki nicht passte, noch war niemand zu spät und sowohl der andere Genin, als auch die Besitzer des Ladens, der den damals treffenden Namen „Rote Laterne“ trug, waren zu spät. Leise seufzend lehnte sich das Mädchen gegen die Bretter, die vor das große Fenster des Ladens genagelt worden und erwartungsgemäß mit Graffiti besprüht worden waren. Jetzt hieß es warten.
     
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  2. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Was für ein behinderter Job. Noch schlimmer ging es wohl echt nicht, hm? Aber was tat man nicht alles fürs Geld. Hebi konnte sich echt Besseres vorstellen als irgendeinen abgeranzten Puff wieder auf Vordermann zu bringen, allerdings zahlten diejenigen, die den Job ausgeschrieben haben derart gut, dass er ja schön blöd wäre, würde er den nicht annehmen. Das größte Problem war in diesem Fall wahrscheinlich auch weniger die Arbeit an sich - den Sakkaku kotzte es viel eher an, wo er sich dafür einzufinden hatte und welches Ziel der Job am Ende hatte. Etwas ekelhafteres als die Slums gab es in seinem verqueren Verstand nicht, denn die reihten sich geradezu perfekt mit bei dem Bild ein, das er auch von Shirogakure hatte - man sollte die nämlich genauso einfach kurz und kein schlagen, sie abbrennen und dafür sorgen, dass sich nichts darin Lebendes vermehren konnte. Da bekam man ja Super-AIDS, wenn man es nur anschaute, gar davon hörte.

    Dementsprechend wenig motiviert war er da natürlich. Als er die Straßen zu der entsprechenden Plattform durchwanderte, konnte man ihm jedoch nichts davon ansehen, ganz gleich, ob er in diesem Moment darüber nachdachte, die verarmten Plattformen von Soragakure abzusprengen oder nicht und dafür zu sorgen, dass sie auch mit viel Fantasie nie das Tageslicht zu Gesicht bekämen. Im Grunde hatte der Sakkaku sogar den Gedanken, dass diese dort wohnenden, ekelhaften, heruntergekommenen Bewohner richtig froh darüber sein durften, dass er seine gut besohlten Füße auf ihr widerliches Land setzte, um eine ihrer Bruchbuden wenigstens halbwegs tüchtig zu machen. Plötzlich auf Plattform Zwei herumzulungern machte sie ganz sicher nicht weniger verabscheuungswürdiger. Wie konnten die es sich überhaupt leisten, solche Arbeiter zu bezahlen? Und dann sogar gut genug, damit sich jemand wie Hebi wortwörtlich dazu herabließ, sie zu unterstützen? Fragen über Fragen, deren Antwort wohl nur die Auftraggeber selbst kannten – das Rotauge schätzte unterdessen, dass die wohl ihr gesamtes Erspartes dafür auf den Kopf hauten.
    Arme Leute noch ärmer zu machen konnte ihm hierbei jedoch nicht egaler sein, sodass er innerlich mit den Schultern zuckte und schlussendlich irgendwann dann mal beim erwähnten Gebäude ankam. Natürlich war er rund fünfzehn Minuten zu spät und stand bereits drei Leuten gegenüber, die er nicht kannte. »Yo.«, begrüßte er sie wenig taktvoll und dachte nicht einmal im Traum daran, sich für die Verspätung zu entschuldigen. Wenn dann entschuldigten sie sich schön dafür, dass er herkommen musste. »Seid ihr die Besitzer dieses hässlichen Schuppens?« Natürlich unterließ Hebi da auch tunlichst diverse Höflichkeitsfloskeln und blickte zwischen allen dreien gleichgültig, aber doch irgendwie hochgradig abwertend hin und her. Dass es sich bei der blauhaarigen Göre ebenfalls um einen Ninja des fliegenden Dorfs handelte, realisierte er nicht. Für ihn war sie im Moment einfach nur das Erzeugnis dieses komisch anmutenden Paares vor ihm, das nicht so ganz wusste, wie es auf ihn reagieren sollte und sich erst ein paar Sekunden später dafür entschied, souverän zu sein und sich zu verneigen – genau wie sie es auch bei Saki bereits getan haben, als sie sie eben noch begrüßt hatten. »Genau die sind wir. Chimon Arumaka und Chimon Harumi.« Der Sakkaku zog fragend eine Braue nach oben. Die scheiß Namen wollte er gar nicht wissen. »Hebi.«, entgegnete er daher knapp und schaute zu Saki runter, dann wieder zu dem Pärchen. »Hattet ihr keinen Aufpasser für euer Balg, oder was?« Er verschränkte die Arme und befürchtete bereits, die Göre stünde eh nur im Weg herum. Hebi war einfach unglaublich gute Gesellschaft.
     
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  3. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Ohh, das hatte der Kerl nicht gerade wirklich gesagt, oder? Balg? Das konnte und würde Saki nicht auf sich sitzen lassen. Sie war ja nicht wirklich der Sonnenschein bei einem Job oder einer Mission, aber das Fünkchen gute Laune, dass sich vielleicht irgendwann im Laufe des Tages, möglicherweise, eingestellt hätte, war soeben erloschen und dann noch mit Eiswasser übergossen worden. Positivität war nicht mehr, wenn das erste, was man von seinem „Partner“ hörte, eine Beleidigung war. Also hieß es die ganze Aktion hier schnell hinter sich zu bringen. Zwar teilte Saki ein wenig die Sichtweise des anderen Shinobi, dass dieser Job eher Zeitverschwendung als ordentlicher Arbeit für Ninjas glich, aber sie würde sich hüten das auszusprechen. Dem Kerl auch nur einen Funken von Zustimmung zu geben konnte er sich heute abschminken. Ganz abgesehen davon, dass der schlaksig wirkende Kerl auch den Auftragsort beleidigt hatte, aber das war eher Nebensache. Ooh, sind wir nicht toll, Mister Stock im Arsch? Ich kann auf mich selbst aufpassen und außerdem solltest du auf deine verdammte Wortwahl achten. Damit machte Saki einen Schritt nach vorne und drückte Hebi einen Zeigefinger … in den Bauch? Es wäre sicherlich deutlich effektiver, wenn dieser auf Brusthöhe gelandet wäre, aber das war eher schwierig, wenn der Amenin Saki um mehr als zwei Köpfe überragte. Doch das hielt Saki nicht davon ab weiter zu reden, sollte es doch lächerlich aussehen. Der Name ist übrigens Saki und um das gleich mal klar zu stellen, ich bin Kunoichi, nicht irgendein Kleinkind. Aber vielleicht kannst du den Unterschied ja auch nicht feststellen, weil du zu blöde bist eins und eins zusammen zu zählen. Die Fähigkeit die Uhr zu lesen schient dir ja ebenfalls abzugehen. Pünktlichkeit war eine Tugend, wahrscheinlich machte sie deswegen einen Bogen um Hebi.

    Ohne auf die Reaktion des größeren Shinobi zu warten, drehte sich Saki auf der Ferse um und Schritt in Richtung der beiden Besitzer der … Kaschemme. Sollte sich Hebi doch denken, was er wollte, Saki würde ihren Job machen und dann hoffentlich mehrere Plattformen zwischen sich und den Arsch bringen. Als Saki sich neben die beiden Chimons stellte, klickte gerade der Riegel des Schlosses und man konnte hören, wie sich das Metall zurückschob. Als Arumaka die Tür aufstieß, schob sich der kleinen Gruppe erst einmal eine Staubwolke entgegen. Ein Husten unterdrückend, folgte Saki dem Paar in den Laden und versuchte sich zu orientieren. Schwierig wenn man bedachte, dass keine Lampe brannte und die Fenster zugenagelt waren. Hier und dort waren jedoch Spalte zwischen einzelnen, eher unsauber angebrachten Brettern, die wenigstens etwas Tageslicht in den Raum ließen. In jedem dieser Lichtstrahlen tanzte der Staub von Jahres des Leerstandes, der erst jetzt von den vier Leuten aufgewirbelt worden ist. Mit einer Hand langte Saki nach dem Kragen ihres Pullovers und zog ihn sich als Gesichtsschutz vor den Mund. Wenig erfolgreich, da die Maschen des Strickpullovers grob und die Löcher selbst zahlreich waren. Die Geste war eher eine Instinkthandlung gewesen und langsam realisierte die Kunoichi, dass absolut keine Veränderung auftragt, sodass sie wieder von ihrem Kleidungsstück abließ und versuchte sich im Raum zurecht zu finden. Viel sah das Mädchen im Zwielicht nicht, die groben Umrisse der Bar auf der linken Seite und die „Bühne“ in der Mitte des Raumes waren halbwegs erkennbar. Rechts schien eine Treppe nach oben zu führen, doch wohin diese genau führte, konnte man ohne Licht nicht ausmachen. Wahrscheinlich Zimmer, die für Übernachtungsgäste geplant waren, aber früher deutlich schlüpfrigere Geschichten verborgen haben. Okay, ohne Licht, kann man hier gar nichts machen. Gibt es hier etwas, mit dem wir die Bretter von den Fenstern holen können? Oder wenigstens ´ne Taschenlampe?

    Zusammenfassung; der Job nervte, Hebi nervte und die Dunkelheit nervte. Perfekte Voraussetzungen für das Gelingen dieser ganzen Aktion.
     
  4. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Sakis Glück, dass irgendein Glitch in der Matrix dafür sorgte, dass Hebi sich auf einmal in dem schäbigen Schuppen wiederfand - andernfalls hätte er den Finger der kleinen blauhaarigen Kackbratze in mehrere Teile zerbrochen, bevor der je auf seinem wundervollen Pullover hätte angesetzt werden können. Mal ganz davon abgesehen, dass sie am Ende vermutlich keine Zähne mehr hätte, wenn es nach ihm ginge. Der Sakkaku war mittlerweile dafür bekannt, einer der unumgänglichsten Shinobi des fliegenden Reichs zu sein und hatte weder die Geduld noch den Anstand, andere ziehen zu lassen, wenn sie der Meinung waren, ihm gegenüber ihr dreckiges Maul zu weit aufzureißen. Wer dachte sie überhaupt, wer sie war, so mit ihm zu sprechen? War wohl auch kein feiner Schachzug, jemanden wie ihn zu reizen, wenn man gedachte, einen Job zusammen zu erledigen. Es sei denn, sie wollte, dass es so endete wie es enden würde.
    Auch Hebi schaute sich in dem hässlichen Teil um, dass sie wieder tüchtig machen sollten und stellte mal wieder fest, wie sehr er Geld lieben musste, um sich diese Scheiße mit diesen Scheißhaufen in dieser Scheißbude anzutun. Die zukünftigen Inhaber waren um irgendeine Ecke gebogen und außer Hörreichweite - Gott weiß, was sie gerade taten. Hebi hoffte für sie, dass sie sich nützlich machten und irgendwo hinten aufräumten. Er machte ganz sicher nicht die ganze Arbeit, während die sich auf die faule Ekelhaut legten. Bevor sie allerdings nicht etwas Licht in dieses beschissene Dunkel bringen könnten, würden sie wohl nie erfahren, ob hier überhaupt jemand etwas macht. Natürlich fiel ihm direkt negativ auf, dass Saki nur blöd daherlaberte und Fragen stellte, statt das Problem direkt anzugehen. »Ich denke, du bist 'ne beschissene Kunoichi, Mistmade?«, richtete Hebi das Wort an das Mädchen und ging in Richtung Fenster. Wer Ninja spielen wollte, sollte sich auch gefälligst so benehmen und seine Fähigkeiten dafür benutzten, irgendwelche Aufträge so schnell und effizient wie möglich hinter sich zu bringen - deswegen fackelte er auch nicht lange und schlug kurzerhand ein Loch durch die Bretter, ehe er einen festen Griff suchte und sie einfach ins Innere des ehemaligen Bordells warf, nicht darauf achtete, mit dem umher fliegenden Holz etwas oder jemanden zu treffen.
    Nach getaner Arbeit wandte er sich wieder um... und wünschte sich, die Bretter wären noch vor dem Fenster. Überall war Staub und Dreck, einstige Möbel kaum mehr als solche zu erkennen. War das da hinten in der Ecke Rattenscheiße? Und wer blies hier bitte gelbe Luftballons auf? Das machte Hebi nicht sauber. Er fragte sich kurz, ob es überall in den Slums so aussah, obwohl er die Antwort bereits kannte, und sah im Augenwinkel die Auftraggeber wieder an sie herantreten, die sichtlich erfreut feststellten, dass der Raum, in dem sie sich befanden, mit Licht und frischer Luft geflutet wurde. »Sehr schön.«, sagte Hirumi und klatschte in die Hände, ehe sie zwischen den Genin hin und her schaute. »Wir werden schon einmal mit dem Aufräumen anfangen - wärt ihr so gut, erst einmal ein paar Besorgungen für uns zu erledigen?« Alles war besser als hier den Lappen zu schwingen, dachte sich der Sakkaku. »Was denn?«, fragte er schon fast zischend und verschränkte die Arme vor der Brust. »Ein paar Getränke, etwas Geschirr und Kochwerkzeug müssten abgeholt werden. Hier habe ich euch die Adressen aufgeschrieben.« Dem Rotauge wurde ein kleiner Notizzettel in die Hand gedrückt, den er sorgfältig musterte. »Ihr werdet bereits erwartet.« Hm, Plattform drei. Da wohnte er und kannte sich folglich dort aus. Der Sakkaku gab Hirumi mit einem Nicken zu verstehen, dass er sich darum kümmern und Saki mitnehmen würde, woraufhin sie sich wenig später vor dem Etablissement wiederfanden. Er riss den Zettel so entzwei, dass eine der Adressen auf jeder Hälfte lesbar war. »Ich geh' die Getränke holen. Kümmer du dich um den restlichen Scheiß.« Bevor sie losgingen, stolperte Hirmui jedoch noch einmal hinterher, um etwas mitzuteilen: »Es wäre toll, wenn ihr euch etwas beeilen könntet: Der Möbeltransporter kommt bald und wir bräuchten tatkräftige Unterstützung beim Verräumen und Ausrichten!« Hebi konnte jetzt natürlich nur für sich sprechen, aber: »Ich bin da, wenn ich da bin.« Und schon war er auch auf dem Sprung...
     
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  5. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Uhh, Mistmade war neu. Sie hatte schon so einige Bezeichnungen über sich ergehen lassen müssen, aber die Mistmade war bisher noch nicht gefallen. Kreativ war Hebi also, nur pisste das Saki gerade nur noch mehr an. Für was hielt sich dieser Mistkerl eigentlich? Genau solche Leute, wie er es war hasste Saki am meisten, musste daran liegen, dass er mehrere Eigenschaften in sich vereinte, die das Mädchen nicht ausstehen konnte. Zu gerne würde sie ihm einfach einen kleinen Schock versetzen, ein einfaches Ninjutsu in die Seite und wenn sie gut traf, würde es ihn für den Rest des Tages ruhigstellen. Leider würde sie dann die ganze Arbeit alleine machen müssen und außerdem kam es sicherlich nicht gut an, wenn sie ihren „Teamkollegen“ ins Kurzzeitkoma versetzte. Also hieß es ruhig bleiben. Ganz ruhig, ich tu das für den Kräuterladen. Soll er doch sein Maul aufreißen. Jetzt musste Saki diesen Gedanken nur noch den Rest des Tages ständig bei sich tragen und alles wäre gut. … Wer wollte hier wem etwas vormachen, irgendetwas würde bestimmt noch kommen. Aus dem Augenwinkel bekam mit, wie Hebi mit der bloßen Hand eines der Holzbretter durchschlug und vom Fenster riss, als wäre es nichts. Für die Kunoichi war das nur noch Bestätigung ihrer Vermutung, dass Hebi nicht sonderlich intelligent war. Wahrscheinlich einer dieser übermäßig starken Taijutsuka, die nichts anderes konnten, als sich aufzuspielen und Dinge zu zerkloppen. Doch wenigstens gelangte jetzt etwas Licht in den Schuppen, auch wenn das nichts Positives offenbarte. Teile des Mobiliars waren zerbrochen, Stühle ohne Lehnen, Tische ohne Beine und war das ein Barhocker, der durch die Bar gerammt worden ist? Da lag ja noch Arbeit vor den vieren. Doch bevor irgendetwas begonnen werden konnte, nahm die Auftraggeberin die beiden Shinobi zur Seite und beauftragte sie mit einigen Botengängen. Geschirr, Getränke, diverse Utensilien. An sich keine große Aufgabe, die Mengen könnten problematisch werden, immerhin waren sie nur zu zweit, aber das ließe sich sicher irgendwie überbrücken. Teamwork und so. Stand aber scheinbar nicht auf Hebis Speisekarte, denn er riss den Zettel mit den Adressen entzwei und schob Saki die andere Hälfte zu. Hi mein Name ist Hebi. Ich zähle Manieren, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit zu meinen größten Stärken. Jedes Bewerbungsgespräch würde in Lügen ausarten, war wohl doch gut, dass Hebi Ninja geworden ist. Leise seufzend machte sich Saki in die entgegengesetzte Richtung auf den Weg, sie würde das schon irgendwie schaffen und vielleicht war es besser, dass sie kein Arschloch bei sich hatte.

    Diese Motivation trug Saki den ganzen Weg bis zu dem Geschäft, in dem sie die Küchenmesser und andere Utensilien abholen sollte, mit sich. Doch hinter der Tür erstarb diese sogleich. Drei große Kisten wartete dort auf die Kunoichi. Von wegen besteck und vielleicht ein paar Pfannenwender, wenn hier nicht auch größere Geräte bei waren, hatten die neuen Besitzer der Roten Laterne zu viel eingekauft. Wie sollte sie das alles alleine transportieren und noch das Geschirr abholen? Das hätte selbst mit Hebi nicht einwandfrei klappen können. Umkehren und um Hilfe bitten, war keine Option, die Auftraggeber würden kaum viel tragen können und Hebi zu fragen war in keinem einzigen Paralleluniversum eine Option. Aber offensichtlich brauchte sie mehr Hände. Ein wenig nachdenklich legte Saki den Kopf schräg, Bunshin waren keine Option, jedenfalls nicht wenn sie diese auf sich selbst basierte. Sie selbst konnte kaum eine Kiste heben und die Doppelgänger waren körperlich nur zu einem Bruchteil ihrer eigenen Stärke belastbar. Plötzlich kam ihr ein Geistesblitz, sie brauchte einfach nur ein paar Hände mehr und Hände waren nicht exklusiv Menschen vorbehalten.

    Ein wenig später betrat Saki wieder die Rote Laterne, dabei demonstrativ ohne etwas zu tragen. Wo sollen die Sachen hin? Harumi, die gerade einen der noch intakten Tische gegen die Wand schob, um darunter sauber zu machen, drehte sich um und lächelte Saki an. In die Küche, links auf die Anrichte … wo sind die Sachen? Darauf hatte Saki nur gewartet, war sie doch mit leeren Händen wieder eingetroffen. Sie grinste kurz verschmitzt und sandte eine geistige Nachricht an die Träger, dass sie eintreten durften. Einer nach dem anderen Betraten nun fünf gezeichnete Affen das Gebäude und trugen ihre Last in die Küche. Ich würde sie ja alle Hebi nennen, aber das wäre eine Beleidigung der Affen gegenüber. Während die Affen in der Küche die Last ablegten, schnappte sich Saki einen Müllbeutel vom Tresen und begann in der Ecke neben der Bühne Unrat aufzusammeln, da Harumi hier noch nicht gereinigt hatte.
     
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