Im Inneren des Verwaltungsgebäudes

Dieses Thema im Forum "Dorfverwaltung von Shirogakure" wurde erstellt von Tatsumaki Hei, 5. Feb. 2019.

  1. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Off - Nach der Beförderung - Mari & Hei

    Das war jawohl die Höhe! Der Kage war ja eine Respektsperson - okay - aber heute war nicht unbedingt der Tag, wo Hei sich besonders respektvoll fühlte. Ja, das war eine Gemütsregung! Der (nicht mehr so furchtbar) junge Mann hatte sich heute in einer wahren Gefühlsachterbahn befunden. Das war ein wirklich seltsames Gefühl: Einerseits spürte er Glückshormone durch sein System rasen, denn er war endlich Chuunin - was ziemlich lange auf sich hatte warten lassen. Aber mit der letzten Mission war endgültig klar geworden, dass Mari und Hei ihren Genin-Schuhen entwachsen waren und sich jetzt größeren Aufgaben widmen mussten. Klar, sie hatten schon vorher genug Erfahrung und Potential gehabt, aber sowohl er als auch seine Freundin hatten gewisse Vorbehalte gegen diesen Titel gehabt, vor allem seit dem letzten Examen. Okay, geschenkt - aber dass sich der Kage dann trotzdem im selben Atemzug leistete, ihn auch noch für seine 'unnötige Spielereien' im Finale des Wettkampfs der letzten Mission zu tadeln, fand Hei doch ein wenig übertrieben. Und außerdem äußerst dämpfend für diesen Moment, den er sich doch ein wenig triumphaler vorgestellt hatte. Aber nein, es war mehr eine schnelle Nummer gewesen, diese Ernennung, und dann auch noch mit dem Beigeschmack von 'nächstes Mal bitte subtiler'. Der Tatsumaki spürte zwar, dass der Anführer der Shinobi seines Reiches nicht Unrecht hatte, aber beleidigt war er trotzdem, und seine Freude an diesem Tag war ziemlich ausgeglichen worden. Freude und Ärger, so nah beieinander. Mari hatte mal wieder nicht kassiert, wenngleich es wahrscheinlich auch noch ihr ein wenig geschadet hatte, dass Hei im Finale ein paar blöde B-Rang-Jutsus gezeigt hatte. Lächerlich. Der Schwarzhaarige spürte, wie um seinen Kopf Gewitterwolken zuckten und er grummelte mehr oder wenig schon die ganze Zeit, während sie - Mari und er - aus dem Büro des Kagen verschwunden waren.

    "Und dann sollen wir uns auch noch diese bescheuerten Westen abholen."
    Seine blauen Augen blitzten ärgerlich. "Als ob die jemand ernsthaft trägt", fuhr er fort und seine Augenbrauen zogen sich genervt zusammen, während er mit Mari durch die schmucklosen Gänge stapfte. Natürlich hatte der Kage nicht etliche Chuunin-Westen im Repertoire, deshalb sollten sie sich ausstatten lassen. Auf Kosten des Dorfes natürlich - wie großzügig. "Die Dinger können sie sich...", murrte er fast lautlos herum, und fügte noch einige andere Dinge hintenan. Nein, korrigiere: seine Laune war tatsächlich ziemlich schlecht. Ohne es zu merken hatte sich das anfängliche Hochgefühl dieser Beförderung im Nichts aufgelöst. Klar, war ja super, dass er jetzt mehr Verantwortung tragen durfte und schwierigere Missionen auf ihn zukommen würden, aber wo war der benefit der Sache? Das einzige Gute war, dass er seinem Ziel damit ein wenig näher gekommen war. Was das war? Na, zumindest ein Teil davon war, Maris Vater seine Arroganz ein wenig aus dem Gesicht zu wischen. Allerdings würde er das mit einem Chuunin-Titel voraussichtlich ohnehin nicht schaffen. Ein Seufzen entfloh dem Wüstensohn, der sich seit der Rückkehr aus dem Urlaub mit den gleichen Problemen konfrontiert sah, mit denen er in diese Freizeit gegangen war - zu wenig Auslastung, zu wenig Herausforderung, zu wenig Fortschritt bei seinen Jutsus und Forschungen, zu wenig Fortschritt bei seinem Plan, Mari endlich aus ihrem Elternhaus herauszustibizen. Er war sich noch nicht sicher, ob das letzte nicht fast noch das aussichtsloseste war... seine Probleme waren aber natürlich irgendwie keine 'echten'. Für ihn waren sie aber verdammt real. Für ihn fühlte es sich täglich so an, als würde er vor Kraft nur so bersten - aber wirklich etwas davon loswerden konnte er nicht. Und dann erzählte ihm auch noch der Kage, dass er eben ein Ninja war und deshalb per se kein Schausteller. Na, dann hätte er ihn mal nicht auf diese Mission schicken sollen! "Mh", machte er und sein unzufriedendes Ausstoßen von Luft war nur allzu leicht zu interpretieren. Dann warf er seiner Freundin einen Blick zu, zog sein Outfit wieder ein wenig glatt und seufzte. Und für den Anlass gekleidet war er in dem Sinne auch nicht. Seine dunkle Hose wurde, ähnlich wie bei der Mission, von einer sandfarbenen Schärpe abgerundet, sein dunkles, langärmliges Oberteil wurde von einem hellen Umhang bedeckt, der die Kälte abhalten sollte. "Trotzdem... herzlichen Glückwunsch, Prinzessin. Sieht so aus, als war unsere Einschätzung ganz zutreffend. Aber dass sie uns nichtmal vorwarnen, ist auch irgendwie typisch..."
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Feb. 2019
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  2. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Es waren viele Gedanken, die Mari im Laufe des Vormittags durch den Kopf gegangen waren. Als sie am Morgen von einem Boten des Kage abgeholt und zum Verwaltungsgebäude begleitet worden war, hatte sie noch nicht gewusst, was sie erwartete. Als sie dann vor der Tür des Büros auf ihren Freund, Hei, getroffen war, hatte sich bereits eine Vermutung im Kopf der Braunhaarigen zurechtgerückt. Es ging um die letzte Mission, um den Wettbewerb im Reich des Tees. Doch nachdem die Hyuuga in das Büro gerufen und zusammen mit dem Tatsumaki eingetreten war, nachdem sie die tatsächlichen Worte des Hikarikagen gehört hatte, hatte sich im ersten Moment eine… Leere in der jungen Frau breitgemacht. Der Mund des Oberhauptes hatte sich weiterbewegt, doch in dem Moment, als Mari realisiert hatte, worauf das Ganze hier hinauslief, hatte sie den Faden verloren. Ihre Gedanken kreisten, denn nach ihrer einjährigen Pause hatte sie mit vielen Dingen gerechnet, aber nicht damit. Beförderung. Chuunin. Und gleich in diesem Moment strömten Erinnerungen an ein Examen durch den Kopf der Kunoichi, die sie erfolgreich verdrängt hatte. Fühlte sie sich bereit dazu, diesen Titel anzunehmen? Ihm gerecht zu werden, ohne sich dabei irgendwann selbst zu hintergehen? Wenn man es realistisch betrachtete, war die Beförderung schon lange überfällig gewesen. Mari hatte sich die letzten Jahre gekonnt davor gedrückt, sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen – doch je länger sie darüber nachdachte, desto bewusster wurde ihr, dass sie sich von ihren Vorbehalten gegen den Titel nicht auf ewig ausbremsen lassen durfte. Wenn sie weiterkommen wollte, musste sie aus den Erfahrungen, die sie gesammelt hatte, lernen – sich von diesen aber nicht beherrschen lassen. Mari hatte ein klares Bild davon, was sie auch mit ihrem neuen Titel machen wollte und was nicht. Und solange sie sich stets an dieses Bild erinnerte und diesem gerecht wurde, war alles in Ordnung.

    Darüber wurde sich die junge Frau bewusst, kurz nachdem sich die Tür zum Kagebüro wieder hinter ihr geschlossen hatte. Und es war die verärgerte Stimme von Hei, die sie aus ihren Gedanken riss. Ein Schmunzeln – zusammen würden sie es mit Sicherheit schaffen, sich selbst treu zu bleiben. Die Tatsache, dass der Tatsumaki sich direkt nach der Ernennung zum Chuunin viel mehr über die Predigt, die er erhalten hatte, aufregte als sich über den neuen Titel zu freuen, war dafür doch das beste Beispiel, oder nicht? Die Hyuuga war auffällig still gewesen, hatte den jungen Mann sprechen lassen. Und auch nachdem er geendet hatte, wartete die 19-Jährige noch einen Augenblick ab, verschränkte dann die Hände im Rücken. Eine Geste, die sie früher oft gemacht hatte, wenn sie nachdachte, die in den letzten Jahren jedoch immer seltener zum Vorschein gekommen. Doch genau jetzt war ihr danach, auch wenn Mari selbst nicht hätte sagen können, warum. „Ja, eine Vorwarnung… wäre nett gewesen“, murmelte sie vor sich hin, sah Hei dabei nicht an. Erst nach den Worten drehte sich das Gesicht der Kunoichi in die Richtung des Schwarzhaarigen. Sie schüttelte leicht den Kopf. „Vor zwei Wochen hätte ich nicht einmal damit gerechnet, wieder eine Mission zu erledigen. Und jetzt das? Ich fühle mich irgendwie überrumpelt.“ Sieg beim Wettbewerb hin oder her. Mari hatte sich ein ganzes Jahr eine Auszeit genommen. Klar, sie hatte trainiert, aber das auch nur für sich alleine. Ohne Außenwirkung. Dann schmunzelte die Braunhaarige, als sie in die noch immer verärgert funkelnden Augen ihres Freundes blickte. Ein Ausdruck, den Hei nicht allzu oft zeigte. Doch diese verschiedenen Emotionen, die sie in den Seelenspiegeln des Suna-Nin aufblitzen sah, gefielen Mari irgendwie. Es war auf seine ganz eigene Art und Weise anziehend. „Die Westen sehen wirklich schrecklich aus“, stimmte sie Hei zu und man konnte das Amüsement deutlich an ihrem Mundwinkel ablesen. „Das Ding wird mit Sicherheit in der hintersten Ecke meines Kleiderschranks landen und dort ein einsames Dasein fristen. Wie du weißt, passen diese Westen nicht wirklich zu meinem Kleidungsstil.“ Und ihr Äußeres war Mari für gewöhnlich ziemlich wichtig – nicht umsonst gab es stets den kontrollierenden Blick in den Spiegel, bevor sie das Haus verließ. Wo wir schon beim Aussehen waren: Da Mari nicht gewusst hatte, was sie erwartete, hatte auch sie sich in keine feierliche Kleidung geworfen. Sie trug eine schwarze, hautenge Hose, dunkles Schuhwerk und einen langen, weißen Mantel, der die Kälte des Winters abhalten sollte. Die Haare fielen ihr offen über die Schultern und wurden von einer einzelnen Spange aus dem Sichtfeld der jungen Frau gehalten. Das Abzeichen trug die Hyuuga unter ihrem Mantel, weshalb dieses derzeit nicht sichtbar war. Ein recht legeres Outfit, im Ganzen betrachtet. „Nimm dir die Worte vom Kagen nicht so sehr zu Herzen. Wenn man bedenkt, dass du früher kaum jemandem auch nur von deinem Bluterbe erzählt hast, hat er wohl einfach nicht damit gerechnet, dass du es so vor laufenden Kameras im Wettbewerb einsetzen würdest.“ Mari zuckte mit den Schultern, lächelte dann. „Ich wusste damals über Monate hinweg nicht, dass du Sand kontrollieren kannst und du hast es mir auch erst erzählt, als es um Leben und Tod ging. Du hast dich einfach verändert. Und das hat der Kage offensichtlich nicht mitbekommen.“ Ob das ein Trost für Hei war? Vielleicht nicht, aber irgendwie konnte sie den Kagen auch ein wenig verstehen. „Er hat vermutlich keine Ahnung, dass das noch nicht einmal im Ansatz das war, was du noch hättest zeigen können. Wenn er es wüsste, würde er mit Sicherheit gleich ganz anders vom Finalkampf denken.“ Es tat der Hyuuga irgendwie leid, denn sie wusste, dass der Tatsumaki über Kraftreserven verfügte, die er schon lange nicht mehr alle einsetzen konnte. Denn die Kräfte, die der Suna-Nin mittlerweile besaß, brachten im vollen Einsatz eine Zerstörung der Umgebung mit sich, die man nicht ohne Weiteres in Kauf nehmen konnte. Ein Thema, über das sie unbedingt nochmal mit Hei sprechen wollte. Aber zuerst: „Auch an dich: Herzlichen Glückwunsch. Chuunin Tatsumaki Hei, das klingt doch ganz gut?“ Maris Mundwinkel zuckten nach oben, dann sah sie nach vorne. Sie waren vor dem Büro angekommen, in dem die offiziellen Ausrüstungsgegenstände der Ninja abgeholt werden konnten. Seien es die Uniformen der Iryonin, Masken der Anbu oder eben Westen der Chuunin. Doch bevor sie eintraten, brannte Mari noch eine Frage auf der Zunge. „Wenn du mal von der Predigt absiehst: Freust du dich über die Beförderung?“
     
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  3. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    "Überrumpelt ist gut", brummte Hei und verschränkte seine Arme, wenngleich das nur unter dem hellen Mantel, den er trug, stattfand. "Wirkt so, als hätten sie nur darauf gewartet, dass es neue Leute gibt, die sie auf schwierigere Missionen schicken können. Ich kenne die Statistik nicht, aber so sonderliche viele hochrangige Shinobi soll es ja gar nicht geben..." Auch das waren eher Gerüchte, für Hei aber genug, an einen wahren Kern zu glauben. Was dieser wahre Kern war, könnte wohl nur der Kage sagen, aber so verschleiert wie der als Person schon war... woher wussten sie eigentlich, für wen und was sie hier kämpften? Und: Man sah Mari wirklich an, dass sie mit so einer Ankündigung nicht gerechnet hatte. Klar, sie achtete immer relativ penibel daraus, gut auszusehen, aber für den Anlass hätte selbst Hei sich vermutlich sonst nochmal anders eingekleidet. So sahen sie halt einerseits so aus als wären sie gerade von einer Mission wiedergekommen (Hei) oder auf dem Weg ins nächste Restaurant um ein gemütliches Abendessen einzunehmen (Mari). "Ich frage mich sowieso wer auf die Idee gekommen ist, dass das ausgerechnet so prägend für einen Chuunin sein soll", murrte der Tatsumaki und schüttelte verständnislos den Kopf. "Als Genin hätte ich diese ganzen Taschen und Beutel und so eher noch gebrauchen können, aber ein Chuunin sollte doch gegebenenfalls schon ein wenig spezialisierter ausgestattet sein?" Es erschloss sich ihm nicht und so war 'Tradition' das einzige, was ihm einfiel. Na, egal. "Jaa", machte der Suna-nin dann und seufzte ein wenig angestrengt. Nein... eher beleidigt. Er machte eine Geste, die seine leichte Hilfslosigkeit ausdrücken sollte, und hob die Augenbrauen. "Das war doch das Konzept!", meinte er und pustete kurz die Wangen auf. "Symbolisch, und so. Ich hatte mich entschieden, mich von dieser alten Einstellung zu lösen." Ein paar leise Worte brummelte er noch, dann leckte er sich über die Lippen. Sie standen vor dem Büro, wo sie (voraussichtlich) ihre Westen bekommen würden, und irgendwie überraschte ihn ihre Frage dann doch. Normalerweise hätte er nicht lange überlegt, aber im Moment war er doch noch ein wenig pikiert. "Ich denke schon, wahrscheinlich. Sobald ich aus dem Gebäude raus bin, kann ich mehr sagen..." Er zuckte mit den Schultern und über das Gesicht des Wüstensohns huschte ein Schmunzeln. "Die Predigt habe ich bis dahin nämlich wahrscheinlich schon wieder verdrängt."

    Das Büro des Ausstatters: Ein Teil des Gebäudes, in dem Hei ein einziges Mal gewesen war. Glaubte er sich zu erinnern... es gab nicht viele Anlässe, hier aufzutauchen. Die normalen Utensilien bekam man nicht hier im Verwaltungsgebäude und es waren auch eher die symbolischen Kleidungs- und Ausstattungsutensilien, die man hier bekam. Uniformen, Ersatz-Stirnbänder, Masken, Westen. Aber selbst bei diesen Dingen war oft ein sehr individueller Wunsch Grundlage des Designs, und soweit Hei wusste, gab es hier keinen Handwerker, der so etwas herstellen konnte. Die Tür gab den Blick Frei auf einen Schreibtisch, der normaler nicht aussehen konnte, und Regal um Regal voll mit Ausgabestücken. "Hallöchen!" Eine typisch gekleideter Assistentin - oder wie auch immer sich der Mensch schimpfte - saß an dem Tisch und hob grüßend die Hand. Ihre dunklen, aber offensichtlich tiefblau gefärbten Haare waren ziemlich auffällig, auch wenn sie relativ kurz waren, und ihre Brille sah irgendwie exotisch aus. Hei vermutete, dass man bei dem Job irgendwann Langeweile bekam und sich ausprobierte. "Hallo. Hyuuga Mari..." Er nickte in Richtung seiner Freundin. "... und Tatsumaki Hei - wir sollen unsere Chuunin-Westen abholen." Hießen die eigentlich so? "Ah ja, ich habe schon auf euch gewartet! Man, ihr wisst nicht, wie selten hier mal Leute auftauchen. Ich bin Fukushu Amai. So..." Sie öffnete einen der Schubladen, holte zwei Formulare heraus, kritzelte ein wenig auf ihnen herum, während Hei und Mari das Vergnügen hatten, ihr dabei zuzusehen. Der Blauäugige warf der Hyuuga einen Blick zu, bekam in diesem Moment aber über den Tisch eines der Formulare zugeschoben. "Ich brauch' einfach nur eine Empfangsbestätigung. Keine große Sache, aber ihr kennt das ja... lochen, knicken, abheften..." Sie beäugte das Unterschreiben von den beiden frischgebackenen Chuunin kritisch, schnappte sich das Zeug dann. "Daaaanke, dann hole ich euch mal die Schmuckstücke!" Sie verschwand in einem Nebenraum und Hei fragte sich, wofür dann in diesem Raum das ganze Zeug da war. "Kenne ich nicht", brummte Hei nur trocken, weil er wirklich keinen Ordnungswahn hatte. Vor allen Dingen was seine Dokumente anging. "Und was machen wir jetzt im Anschluss?" Hei war etwas ratlos. Ging man jetzt irgendwie... feiern oder so? Eigentlich hatte er noch ein an seinen Künsten feilen wollen, so wie immer, wenn er Zeit hatte. Aber es fühlte sich auch seltsam an, jetzt einfach wieder nach Hause zu gehen. Mari hatte bestimmt eine Idee. "Ich hab' nichtmal eine schnelle Möglichkeit, meiner Familie davon zu berichten", überlegte der Tatsumaki und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. In diesem Moment hörte man das Rascheln aus dem Nebenzimmer aufhören und stattdessen Schritte, die in die Richtung der Chuunin kamen.
     
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  4. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Ob Shirogakure wirklich deshalb aufrüstete? Weil sie einen Mangel an höherrangigem Personal hatten? Das war ein Gedanke, den Mari bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verfolgt hatte – wertete das die Beförderung nun ab? Hm. Vielleicht war es auch schlicht eine Kombination aus mehreren Tatsachen gewesen, die dazu geführt hatte, dass Hei und sie gerade auf dem Weg waren, ihre Chuunin-Westen abzuholen. Ja, vermutlich. Es war das naheliegendste. Als Hei die Wangen aufplusterte, schmunzelte die Braunhaarige und winkte dann beflissen ab. „Ich merk schon, da habe ich einen Nerv getroffen.“ Nicht, dass sich der Schwarzhaarige noch weiter in seinen Ärger hineinsteigerte. Schon witzig, wenn man darüber nachdachte, dass es damals Mari gewesen war, die sich unheimlich darüber aufgeregt hatte, dass der Tatsumaki ihr das Geheimnis seines Bluterbes so lange verheimlicht hatte. Und jetzt? Jetzt regte Hei sich darüber auf, dass andere Menschen sich genau an diese – wenn auch veraltete – Einstellung seinerseits erinnerten. Die Hyuuga fand es zwar gut, dass ihr Freund sich weiterentwickelte, das hieß allerdings nicht, dass sein altes Bild von heute auf morgen verschwand. Vor allen Dingen nicht bei Leuten, mit denen er so wenig zu tun hatte wie mit dem Hikarikagen. „Na, dann frag ich dich nachher nochmal“, antwortete sie Hei, erwiderte das Schmunzeln und öffnete dann die Tür zum Büro.

    Instinktiv huschte der Blick der weißen Augen sofort über die vielen Regale, vollgestopft mit allen möglichen Dingen, die ein Shinobi so gebrauchen konnte – je nachdem, welche Spezialisierung er besaß. Erst die weibliche Stimme der Angestellten sorgte dafür, dass sich die Aufmerksamkeit der Hyuuga verlagerte und sie den Menschen, der hier wohnte… eh, der hier arbeitete betrachtete. Blaue Haare, auffällige Brille, schlaksige Statur. Mari hätte irgendwie eine unauffälligere Person inmitten dieses Verwaltungskomplexes erwartet. Vorurteile? Ach wo! „Hallo, Fukushu-san.“ Zumindest eine kurze Begrüßung wollte die Braunhaarige teilen, rein aus Höflichkeit. Sie nickte der Assistentin zu, ließ diese dann allerdings ungehindert nach ihren Papieren wühlen. Verwaltung… Mari konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie man sich einen solchen Job freiwillig antun konnte. Im nächsten Moment warf die Frau mit der außergewöhnlichen Frisur ein Formular quer über den Tisch und die Hyuuga war ziemlich beeindruckt, dass es tatsächlich perfekt vor ihr landete. Das hatte bestimmt viel Übung gekostet. „Natürlich.“ Mari suchte nach einem Stift, der ihr natürlich im gleichen Atemzug von der Fukushu gereicht wurde. Schwungvoll unterschrieb die junge Frau und kaum entfernte sich der Stift vom Schriftstück, schnappte sich Amai auch schon das fertige Formular. Für eine Verwaltungsangestellte war die echt verdammt flink! Schon wieder Vorurteil? Ach Quatsch! Amai verschwand in einen hinteren Teil des Büros und ließ Mari und Hei vorerst warten. Eine Gelegenheit, ungehindert miteinander zu sprechen? „Das hätte mich auch gewundert. Du bist nicht gerade der lochen-knicken-abheften-Typ.“ Die 19-Jährige verschränkte die Arme vor der Brust, lehnte sich gegen den Schreibtisch in ihrem Rücken, während sie auf die Rückkehr der Assistentin wartete. So konnte sie Hei besser ansehen. „Hm. Gute Frage. Wenn ich gewusst hätte, was uns erwartet, hätte ich mir da vorher Gedanken drüber machen können.“ Mari war auch nicht unbedingt die spontanste Person, was Unternehmungen anging. Ein bisschen Vorlaufszeit wäre gut gewesen. Als Hei erwähnte, dass er seiner Familie nicht auf die Schnelle von seiner Beförderung berichten könnte, schwieg die Braunhaarige einen Moment, bevor sie lächelte. „Wie wäre es, wenn du mit zu mir kommst? Meine Mutter und meine Schwester sind da und sie werden bestimmt ganz aus dem Häuschen sein, wenn sie von unserer Beförderung hören. Sie würden sich sicherlich freuen, mit uns zu feiern.“ Feiern hieß in diesem Fall vermutlich weniger Feuerwerk, Luftschlangen und Ballons, sondern eher ein gesittetes Essen in vertrauter Runde – aber irgendwie hatte Mari nicht das Gefühl, dass ihr Freund viel mehr als das haben wollen würde. Leider blieb keine Zeit für eine Antwort, denn Amai hatte sich wieder bereitgestellt. Sie räusperte sich. „Ich unterbreche die nette Unterhaltung ja nur ungern…“, fing sie an und als sie sicher war, wieder alle Aufmerksamkeit zu besitzen, knallte sie zwei nigelnagelneue Chuuninwesten auf den Schreibtisch. Rechts, direkt vor Mari, eine eher grünliche. Auf der linken Seite, direkt vor Hei, landete eine bräunliche. Bei näherer Betrachtung fiel vielleicht noch auf, dass die Weste des Tatsumakis breitere Schulterpolster und tieferliegende Taschen besaß, während Maris Weste einen höheren Kragen hatte. „Los, anprobieren! Wir müssen ja sichergehen, dass die guten Stücke auch passen.“ Sie wedelte aufgeregt mit der Hand und die Hyuuga bekam das Gefühl, dass genau dieser Moment das Highlight an Amais Job war. Traurig, oder? Mari wurde in ihrem Gefühl bestätigt, dass sie mit der Assistentin nicht hätte tauschen wollen. Während die junge Frau sich daran machte, ihren weißen Mantel abzulegen, sorgsam auf dem Tisch zwischenzulagern und sich dann die grünliche Weste überzuziehen, ergänzte die Fukushu ihre Ausführungen. „Die Unterschiede der Westen sind euch mit Sicherheit schon aufgefallen. Wie ihr wisst, lieben wir Shiros unsere Traditionen und das spiegelt sich auch in den Chuuninwesten wider.“ Sie deutete auf Mari, die ihre Weste gerade schloss und an sich selbst hinabsah. „Die grünen Westen sind seit jeher die Westen der Konoha-Ninja. Für einen Hyuuga also fast schon maßgeschneidert.“ Ein bisschen übertrieben, aber man wusste, was Amai damit ausdrücken wollte. Dann deutete sie auf den Tatsumaki. „Die braunen Westen hingegen werden ausschließlich von unseren Kameraden aus Sunagakure getragen. Da bekommt man doch gleich richtige Heimatgefühle, oder?“ Natürlich. Heimatgefühle – was für Gefühle sollte man beim Tragen dieser Westen auch sonst empfinden.
     
  5. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Einen Nerv getroffen? Na, Mari war lustig - hätte er das ganze Drama denn abgezogen, wenn es ihm nicht wichtig gewesen wäre? War ja nicht so, als wäre er sonst der Typ, um die Sache so selbst in die Hand zu nehmen. Dass dabei nichts herausgekommen war, weil Joudan und Nanami eben noch nicht stark genug waren, um (selbst) mit ihm mitzuhalten, hatte er ja nicht abschließend wissen können. Umso positiver hatte Hei in Erinnerung, was sie daraus gemacht hatten. Der Tatsumaki fragte sich ernsthaft, ob er die Beiden irgendwann in einem anderen Kontext wiedersehen würde - und wie dann die Fronten aufgeteilt waren. Nanami hatte sich in seinem Sandsarg sehr fragil angefühlt. Die Technik war allerdings auch grausam, wenn man sie richtig einsetzte. "Stimmt", meinte Hei und grinste leicht. Genau das hatte er gemeint! Allerdings - gegen einen Assistent hätte er auch nichts gehabt, der das für ihn erledigte. "Wahrscheinlich muss ich einfach noch ein wenig aufsteigen, dann bekomm' ich auch 'ne Assistentin", meinte er und schmunzelte. "Ist bestimmt schön, wenn einem diese Arbeit abgenommen wird." Kurz schwieg er, legte den Kopf schief und dachte über den Vorschlag der Hyuuga nach. "Hm. Und Shirou?" Ein feines Lächeln huschte über das Gesicht des Tatsumakis. "Wenn das in Ordnung ist, schließe ich mich an. Es wäre irgendwie ein wenig traurig, jetzt alleine zu Hause zu hocken, während du von deiner Mutter bekocht wirst." Das wäre auch irgendwie fies gewesen! Aber Yue und Aiko waren ja nicht Heis Gesellschaft abgeneigt - insofern war das sicher okay, wenn er sich da dazuhockte. Amai kam wieder, knallte die Westen auf den Tisch und kassierte erst einmal einen Blick von Hei. Schulterpolster? Das war ja eine Frechheit! - Und Tradition, war ihm schon klar. Er warf einen Blick zu Maris Weste, die seiner Meinung nach ein wenig besser aussah, andererseits auch nicht unbedingt durch Stil glänzte. "Heimatgefühle", bestätigte der Tatsumaki matt und betrachtete das Kleidungsstück skeptisch. Dann zuckte er mit den Schultern, legte ähnlich seiner Freundin den Umhang ab und begann damit, sich die Weste überzuziehen. "Wäre ja auch zu viel verlangt, dass sie das Design mal modernisieren", brummte er halblaut, aber Amai bekam das natürlich mit. "Na, sowas will ich aber nicht hören, Tatsumaki-san! Das sieht doch hervorragend aus!" Sie zubbelte ein wenig an ihm herum zurrte ein, zwei Schnallen enger und nickte dann. "Tja, vielleicht ein winziges bisschen zu groß, aber du musst einfach noch ein wenig zulegen." Sie spannte ihren Bizeps an, grinste, und widmete sich dann Mari. Hei runzelte die Stirn. Es war schon viel besser als früher - was hätte die denn dann gesagt? "Fukushu-san, gibt es irgendwelche Pflichten, die mit dieser Weste einhergehen?"

    Kurze Zeit später trat das ungleiche Pärchen aus dem Verwaltungsgebäude, die Westen ordentlich in zwei Taschen verpackt. Hei schüttelte missbilligend den Kopf. "Also man wird dazu angehalten, die Dinger zu tragen, aber eigentlich sind sie nur symbolischer Natur. Das Geld könnte man sinnvoller investieren, denke ich. Zum Beispiel in mehr Bugdet bei den Aufträgen." Er zog die kalte Luft durch die Nase, zur seinen Umhang ein wenig enger um sich und sah in den Himmel. Es war kein sonderlich schöner Tag - wolkenverhangen, kalt, ab und zu leichter Nieselregen. Zum abgewöhnen. Das war nicht die Art Wetter, die Hei mochte - obwohl er eigentlich alle Witterungsbedingungen schön fand. Aber zum Teil eben nur, wenn er nicht draußen war. "Um dir zuvorzukommen..." Er begann zu sprechen, als sie in Richtung der Residenz von Maris Eltern gingen. "Ich glaube, ich freue mich. Es ist ein Zeichen von Ehre und Anerkennung, auch wenn die Motive vielleicht vielfältig waren. Und es ist ein Schritt in die Richtung, aus den Genin-Fußstapfen auszusteigen und größere Fußabdrücke zu hinterlassen." Denn das war schon immer eines seiner Antriebe gewesen. Irgendetwas zu schaffen, zu machen, zu verändern. Wie und ob das erfolgreich sein würde, würde sich erst noch zeigen, aber die Richtung stimmte. Außerdem war Hei in der Regel niemand, der seine Emotionen übermäßig auslebte. Kleine Ausnahmen bestätigten natürlich die Regel, aber er war halt ein Analytiker. In der Regel. "Allerdings bin ich jetzt auch nicht unbedingt in der Stimmung, um pure Freude auszustrahlen. Es bedeutet eben auch Verantwortung. Wir haben wohl lange genug die einfachen Jobs und Missionen fertig gemacht." Sein Blick richtete sich auf die Straße, und der Tatsumaki schien kurz nachdenklich. "Das müssen wir jetzt wohl der nachfolgenden Generation überlassen." Er lachte. "Ich habe darüber nachgedacht was du im Tee-Reich gesagt hast und vielleicht hast du Recht. Aber mit dem Alter... kommen ja auch Privilegien. Und Veränderung. Veränderung trägt immer Potential mit sich." Unter dem Mantel kam sein Arm hervor, und er berührte Mari kurz an der Wange, zwinkerte ihr leicht zu. "Freust du dich denn? Deine Familie wird sicherlich sehr zufrieden sein, aber was sagt Hyuuga Mari?" Hei wusste wohl als einer der wenigen Personen um ihr persönliches 'Dilemma' mit diesem Titel. Kurz dachte er nach, strich sich dann die schwarzen Haare aus dem Gesicht. "Haben wir eigentlich sonst noch irgendwas von diesem Titel?"

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    Zuletzt bearbeitet: 8. Feb. 2019