Job: Ein Streich kommt selten allein

Dieses Thema im Forum "Jôsei" wurde erstellt von Kuromatsu Serena, 24. Nov. 2016.

  1. Kuromatsu Serena

    Kuromatsu Serena Member

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    “Was ist DAS?” fragte Serena laut, als sie den Brief in ihreren Händen hielt und die darin niedergeschriebenen Zeilen las, welche ihren ersten Job als Shinobi beinhalteten.
    Dabei kamen ihr die Worte eines ihrer Lehrer an der Ninjaakademie in den Sinn, welcher dieser immer wieder bei passender oder unpassender Gelegenheit wiederholt hatte:
    “Die Ausbildung eines Ninja kostet Unsummen an Geld und dauert mehrere Jahre. Nicht alle können den speziellen Anforderungen gerecht werden, denn viele sind auserwählt, aber nur wenige wirklich dazu berufen, Shinobi zu werden. Diejenigen jedoch, die all die ungeheuerlichen Strapazen des täglichen Trainings überstehen, können anschließend voller Stolz ihr Stirnband tragen und ihrem Dorf sowie ihrem Land einen großen Dienst erweisen. Denn Shinobi sind die Hüter des Friedens und die einzige Macht, die die Welt davor bewahrt, in Anarchie und Chaos zu versinken. Ohne die Schutzmacht der versteckten Dörfer würde am Ende das Böse obsiegen und die normalen Menschen zu Sklaven von tyrannischen, monsterhaften Wesen, die es nicht mehr verdienen, Menschen genannt zu werden.“
    Wandte man diese theatralischen Worte auf den aktuellen, von der Dorfverwaltung als so wichtig empfundenen Job an, der angeblich nur von einem Shinobi erledigt werden konnte, so ergab sich folgendes: Der arme schutzbedürftige Mensch war in diesem Fall ein hilfloses, vertrocknetes Großmütterchen und das sie bedrohende, tyrannische Monster war ein kleiner Junge, der mit seinen Streichen das Schicksal der Welt bedrohte. Natürlich! Wenn die Shinobi hier nicht sofort mit vereinter Macht einschreiten würden, dann wusste niemand, wozu dieser Junge fähig sein würde, wenn er erstmal erwachsen war! Schließlich zeigte sich das wahre, reine Böse immer schon in Form von Klopapierattacken und Telefonstreichen!
    Was hatte sie denn nur falsch gemacht, dass man sie zu so einem Auftrag abkommandierte? Nichts, absolut garnichts! Nagut, in ihrer Akademiezeit war sie nicht unbedingt der Liebling der Lehrer gewesen und ihre Senseis hatten sie insgeheim immer als “das kleine Großmaul” betitelt. Aber Serena hätte nicht gedacht, dass der Einfluss ihrer ehemaligen Lehrmeister so groß war, dass die Dorfverwaltung ihr jetzt als Strafe für irgendwelche eingebildeten “Verbrechen” solche unbedeutenden Jobs zuweisen würde.
    Kopfschüttelnd und leicht genervt hatte Serena am darauffolgenden Tag ihre Shinobi-Standardkleidung angezogen und sich wie ihre Teammitglieder zu dem Haus der alten Dame begeben. Dort als erste angekommen, hatte Serena nur einen Gedanken im Kopf: Hoffentlich waren wenigstens ihre Kameraden so vernünftig, dass sie diesen Auftrag als genauso nervig und lächerlich wie sie empfanden. Nicht auszudenken, was wäre, wenn da jemand mit guter Laune und einem frechen Grinsen im Gesicht auftauchen würde!
     
  2. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Hachja. Was gab es schöneres als ein schöner, sonniger Tag an dem man einfach nur das tun konnte, was man wollte? Ganz genau, nichts! Man konnte einfach in die Stadt gehen, sich mit anderen Leuten unterhalten oder einfach nur essen gehen. Es gab natürlich auch noch die Auswahl einfach Zuhause zu bleiben, nichts zu tun oder vielleicht ein paar kleinere Dinge zu erledigen. Man konnte trainieren, was eine von Yuis Lieblingsbeschäftigungen war, wenn nicht sogar seine allerliebste. Den Körper in Form bringen hatte schon seit langer Zeit einen gewissen Reiz für den jungen Mann. Aber das war ja nicht das einzige was so hätte machen können. So ein Tag hatte schon nahezu unbegrenzte Möglichkeiten...

    ...nur schade, dass heute keiner dieser Tage war. Es gab nämlich was zu tun für Yuichiro! Mit einem grinsenden Gesicht blickte der Junge auf den Brief, der ihm zugestellt wurde. Es war ein, wohl sehr einfacher, Job. Klang doch eigentlich ganz gut. Nicht, dass man sich unbesingt nach Arbeit sehnen würde, aber etwas zum Zeitvertreib war es allemal! „Also müssen wir nur ein Kind zurechtweisen? Klingt nicht gerade schwer aber...“ und sein Blick wurde von Mal zu Mal verwirrter, als er sich den Job durchlaß. „...warum genau ist das nochmal ein Auftrag für Shinobi? Es geht doch nur um ein Kind, verdammt! Dafür hätte es doch sicher einfachere Möglichkeiten gegeben. Aber na gut...“ Darüber beschweren konnte er sich danach immernoch. Somit legte er den Brief beiseite und überlegte erstmal etwas. „Solange es nur ein Kind ist...werde ich wohl wirkliche Ausrüstung nicht brauchen. Am besten wohl das Standardzeugs...“ Also wenn man es sich durch den Kopf gingen ließ, war der Sinn, warum ausgerechnet, sogar mehrere, Shinobi daran arbeiten sollten, ein Kind davon abzuhalten, eine alte Oma zu „tyrannisieren“. Klar, die alte Dame ist sicher nicht sonderlich davon begeistert aber warum direkt Ninjas auf ein Kind hetzen?

    Am nächsten Tag begab Yui sich dann auch schon zum Haus der älteren Dame. Dort wartete auch schon, dem Anschein nach, eines seiner Teammitglieder für diesen hochinteressanten Job. Sicher war nicht wirklich etwas, was den einsatz mehrere Leute erforderte, aber wenn sie schon mal hier waren, konnte man den Job ja ernst nehmen und dabei etwas Spaß haben. Mit seinem üblichen Grinsen trat er nun langsam an das blondhaarige Mädchen heran. „Du bist wohl auch wegen diesem Job hier, oder? Wir sind wohl die ganz hohe Elite, wenn man uns schickt um ein Kind zu fangen, meinst du nicht?“ Er musterte sie kurz. Sie schien nicht gerade begeistert von dieser Sache zu sein. „Ach übrigens, ich bin Takegatama Yuichiro. Und du?“
     
  3. Miki Benjiro

    Miki Benjiro Active Member

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    Sind Sie sicher? fragte Benjiro etwas ungläubig und verzog sein Gesicht. Gleichzeitig fuchtelte er mit der verpackten Nachricht vor dem Gesicht des Kuriers herum, welcher ihm den Brief überbracht hatte. Bestimmt haben Sie den zweiten Teil der Nachricht auf dem Weg hierher verloren, da muss noch mehr sein Der Kurier schüttelte etwas genervt seinen Kopf und verneinte somit Benjis Vermutung. Da hatte er erst kürzlich gerade mit Mura, Mai und Chinatsu eine B-Rang Mission erfolgreich abgeschlossen und jetzt wollte man ihm solch einen Kinderauftrag aufhalsen? Wo war ein als Geisel genommener Feudalherr – oder eine verschollene Prinzessin die es zu retten galt - oder zumindest ein Drache, auch wenn es nur ein ganz kleiner war. Nein, nicht mit Benji! Sie können der Dorfverwaltung ausrichten dass ich diesen Auftrag nicht ausführen werde bellte der an ein Tier erinnernde Junge. Wegen sowas unterbreche ich doch nicht mein Training! Beleidigt verschränkte der Junge seine Arme. Die Stimme des Kuriers ertönte. Die haben mir gesagt dass du so reagieren würdest… kurz hielt er inne. …und dass ich dir sagen soll das du bald keine Aufträge mehr zugewiesen bekommst, wenn du dich nicht an die Spielregeln hältst. Kurz zuckte Benjiro zusammen. Würde die Dorfverwaltung ihn wirklich rausschmeissen? Das konnte sich der kleine Miki nicht vorstellen – provozieren wollte er es dann aber auch nicht. Mhm… Meinetwegen… wenn’s denn sein muss... knurrte der Junge.

    Am nächsten Tag sah die Welt zwar etwas anders aus, aber so ganz überzeugt von der Sache war Benji immer noch nicht. Der Junge führte all seine Morgenrituale durch und putzte sich die Zähne. Man stelle sich vor Benji war sogar normal angezogen: Eine enge schwarze Sporthose, ein weisses Muskelshirt und darüber trug er eine schwarze Sportjacke, die offenbar zu der Hose dazugehörte. Wenig später packte der Miki seine letzten Sachen zusammen und machte sich auf den Weg. Es dauerte nicht lange da kam er dem Häuschen der alten Dame immer näher. Grinsend spannte der Miki seine Muskeln etwas an, was ihn –aufgrund der Tatsache dass er schon im Normalzustand ziemlich muskulös war – noch viel muskulöser erscheinen liess und streckte seine Brust nach draussen. Eigentlich war der Miki weder arrogant noch eingebildet, aber man durfte ja noch sein Revier markieren, oder? Frech grinsend trat er den beiden Jobmitgliedern entgegen und stellte sich auch sogleich vor. Thaha, Hallo zusammen, ich bin Benjiro, Miki Benjiro Kurz legte er eine Pause ein. Der zukünftig beste Ninja der Welt! Immer noch grinsend streckte Benji den beiden seine Hand entgegen. So ein Händeschütteln sagte viel über eine Person aus, blieb abzuwarten ob die beiden überhaupt darauf eingingen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Nov. 2016
  4. Kuromatsu Serena

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    “Kuromatsu Serena” antwortete das blonde Mädchen auf die Frage ihres Teamkameraden, während sie zu ihm aufblicken musste. Was für ein Riese! Normalerweise war es Serena gewohnt, dass sie sogar zu Gleichaltrigen aufschauen musste, aber mit einem so großen Menschen hatte sie bisher noch nicht zu tun gehabt. Sein Kleidungsstil war… ungewöhnlich. Aber in Serenas Augen leider nicht ungewöhnlich gut, sondern einfach nur ungewöhnlich merkwürdig. <Sieht so aus, als ob er keine Zeit mehr hatte, sich heute Morgen etwas Normales anzuziehen und stattdessen einfach seinen Bademantel anbehalten hat...> Und was er mit diesem “Brust zeigen” bezweckte, konnte Serena nicht abschließend beantworten. Auf sie hatte es jedenfalls keine Wirkung. Aber wenigstens konnte die blonde Kunoichi anhand seiner sarkastischen Worte schlussfolgern, dass er genauso genervt von dieser Mission war wie sie selbst. Das war doch zumindest eine kleine, gemeinsame Basis, auf der man sich verständigen konnte. Noch im selben Moment tauchte ihr zweiter Teamkamerad auf und streckte ihr die Hand zur Begrüßung entgegen. Jetzt auch noch sowas… Wenigstens war seine Kleidung halbwegs in Ordnung, wenn auch etwas schlicht und billig… Wobei sie natürlich nicht erwarten konnte, dass man bei so einem Auftrag perfekt gestylt und mit seinen besten Klamotten auftauchen würde. Aber irgendetwas sagte ihr, dass Miki mit seinem derzeitigen Outfit schon das Maximum aus seinem Kleiderschrank herausgeholt hatte. Trotzdem war das blonde Mädchen eigentlich keine Händeschüttlerin, aber wenigstens hatte er es geschafft, mit seiner Aussage, der beste Ninja der Welt zu werden, Serena zum Schmunzeln zu bringen. Denn er hörte sich so an, als ob er das wirklich ernst meinen würde und welcher normale Mensch stellte sich denn mit diesen Worten zwei Fremden vor? Deshalb nannte sie ihm ihren Namen und schüttelte widerstrebend seine Hand, wenn auch nur schwach und ohne festen Händedruck.
    “Da seid ihr endlich! Warum hat das denn solange gedauert!?”
    Und mit diesen Worten kam aus dem Haus vor ihnen, schwer auf einen Stock gestützt, ihre Auftraggeberin angehumpelt. Ihr Gesicht, falls man es überhaupt noch so bezeichnen konnte, bestand nur aus Falten und alten, schlecht verheilten Narben. Eines ihrer Augen war milchig weich, die wenigen Haare waren wild und ungekämmt und trotz ihres sorgfältig gefalteten Kimonos sah sie deshalb wie ein echter Kinderschreck aus.
    <Igitt, ich hoffe ich bin schon lange tot, bevor ich irgendwann mal so aussehe! Der werde ich garantiert nicht die Hand schütteln!>
    “Ich habe vor einer Woche eine Anfrage an das Büro der Dorfverwaltung gestellt und ihr habt bis heute gebraucht, um hier bei mir aufzutauchen?! Wofür bezahle ich euch denn?! Was habt ihr denn die ganze, letzte Woche getan? Bestimmt nur däumchendrehend irgendwelche Wölkchen im Himmel angestarrt! Sowas hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben. Da hatten wir noch Respekt vor der Weisheit des Alters! Und das Gras war damals auch sehr viel grüner! Und der Himmel war auch sehr viel blauer! Aber ich muss mich wohl mit der traurigen Wahrheit abfinden! Die Welt geht vor die Hunde und die Jugend von heute ist wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen!”
    Irgendwie fühlte Serena ab diesem Moment eine seltsame Verbundenheit mit dem Jungen, der diese “Frau” terrorisierte. Der Grund dafür war wohl offensichtlich… Ob es wohl schlimm wäre, wenn sie spontan die Seiten wechseln und sich dem heldenhaften Kampf des Jungen gegen diese überhebliche, zickige Frau anschließen würde?
    “Ihr seht genauso mickrig aus wie die letzten Shinobi, die man mir geschickt hat. Die haben dann aber auch ziemlich schnell wieder das Weite gesucht, mit Tränen in den Augen und nach ihrer Mama schreiend. Weicheier! Und dabei haben sie es noch nicht mal mit Tenshi, diesem kleinen Scheißer von einem schlecht erzogenen Kind, zu tun bekommen! Denn leider haben sie meinen kleinen Test nicht bestanden… Schließlich kann ich nicht jeden x-beliebigen Aushilfsninja für mich arbeiten lassen…”
    Und mit diesen Worten zog sie drei Kunai aus einer der Falten ihres Kimonos.
    “Überrascht? Ich war früher auch mal ein Shinobi!”
    Und mit einem boshaften Gackern sprang sie hoch in die Luft und warf die Kunais auf die Gruppe der drei Ninjas, die doch eigentlich gekommen waren, um ein schwaches, hilfloses Großmütterchen zu beschützen.
    “Na los, verteidigt euch!”
     
  5. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    „Serena also. Erfreut dich kennenzulernen“, erwiderte der Junge nun, währenddessen er zu ihr hinunterschaute. Also eins konnte er schon mal feststellen. Sie war...nicht gerade die Größte. Also für ihn gab es zwar sowieso schon nicht ganz so viele Menschen, zu denen er wirklich aufschauen musste, aber Yuis Größe wurde dadurch nochmal besonders hervorgehoben. Wenn man die beiden nebeneinander sehen würde wären es gefühlt wohl Welten an Größe, die zwischen den beiden Shinobi waren. Wie es wohl sein muss, andauernd zu anderen aufschauen zu müssen? Wenn er so darüber nachdachte, war das schon eiin Gedanke, der recht unüblich für ihn war und recht selten auftrat. Eigentlich wäre es für seinen Gegenüber sicher besser, wenn er sich auf Augenhöhe begeben würde, aber irgendwie erschien es ihm etwas unhöflich. Sich hinknien zu müssen, um jemanden in die Augen zu schauen wäre für die andere sicher nicht so schön gewesen. Also ließ er dies direkt mal. Sie schien, alleine schon von ihrem Blick, nicht gerade begeistert zu sein, hier sein zu müssen und einem alten Großmütterchen zu helfen, ein Kind loszuwerden. Aber wer konnte es ihr schon verübeln? Das klang immerhin nicht nach einer Aufgabe für Ninja aber naja. Was gemacht werden musste, musste eben gemacht werden. Dann kam auch schon ihr drittes Teammitglied auf. Sein Auftreten und seine Begrüßung ließen auf einen wohl sehr offenen Menschen schließen. „Der zukünftig beste Ninja? Nicht solange ich hier bin.“, kam es von Yuichiro zurück, während er Mikis Hand schüttelte und ihn mit einem breiten Grinsen anschaute. Diese Worte meinte der Schwarzhaarige absolut ernst. Er würde sich irgendwann nie wieder von jemandem übertrumpfen lassen. Selbst wenn es noch eine Weile dauert, bis es soweit ist, solange wird er weiter hart dran arbeiten. „Nett, dich kennenzulernen, Benjiro!“

    Jetzt ertönte auch schon eine Stimme vor ihnen, dessen Quelle langsam aus dem Haus trat, welches vor den Dreien lag. Es war eine sehr alte Frau mit Falten und einem Gehstock. Diese Dame war wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden, denn ihre Worte trugen anscheinend keinerlei Freundlichkeit in sich. „Was können wir denn dafür, wenn man uns den Auftrag erst gestern gegeben hat...?“ Also wirklich, ein wenig mehr Respekt hätte ja sein können. Vielleicht war sie ja schlecht gelaunt wegen dem Jungen, der sie tyrannisiert oder wegen sonst etwas aber warum dann an anderen auslassen? Eine Sache die Yui absolut nicht nachvollziehen konnte. Manche Menschen waren eben so, daran konnte man wohl nichts ändern. Mit jedem Wort Formte sich Yuichiros Hand mehr und mehr zu einer Faust. Jetzt holte die Alte auch noch Kunais heraus. „Hätte sie das Kind nicht auch alleine aufhalten können, wenn sie mal Shinobi war?“ Nun sprang das alte Großmütterchen, was wohl nicht mehr ganz so hilflos war, in die Luft und warf drei Kunais auf das Dreiergespann. Der Angriff kam schon etwas überraschend aber es war zum Glück nicht so, dass man vollkommen unvorbereitet war. Dem Kunai konnte der Junge recht knapp ausweichen, bevor er nun schnell selbst eins zog. „Sagen sie mal Großmütterchen, haben sie vor bleibender Respektlosigkeit, gepaart mit ihrem voranschreitenden Alter, welches nach ihrem Aussehen zu Urteilen wohl nicht allzu niedrig ist, den Verstand verloren? Was glauben sie eigentlich, was sie sich erlauben, einen Job aufzutragen und dann auch noch gegenüber denen, die ihn ausführen sollen, so eine bodenlose Unverschämtheit an Verhalten an den Tag zu legen? Kriegen sie sich wieder ein oder fangen sie den Jungen selber, wenn sie unbedingt jemanden zum anschnauzen brauchen. So eine Respektlosigkeit werde ich nicht weiter dulden. Treten sie uns jetzt mit mehr Respekt gegenüber oder verziehen sie sich wieder in ihr Kämmerlein und vegetieren vor sich hin, haben sie mich verstanden?!“ Also normalerweise war Yui niemand, der leicht aus der Fassung zu bringen war. Man konnte mit ihm gerne seine Scherze treiben, sowas nahm er gelassen wie eh und je und hatte dabei immernoch sein übliches Grinsen auf Lager. Jedoch gab es eine Sache, die er zum verrecken nicht ausstehen konnte und das war Respektlosigkeit. Bei sowas war es wirklich vorbei mit Nettigkeit bei ihm. Er versuchte wirklich immer gegenüber anderen so respektvoll und nett zu sein wie es geht. Da waren kleinere Scherze natürlich nicht ausgeschlossen. Aber wer ihm nicht wenigstens etwas Respekt entgegenbringt, dem musste er es auch nicht entgegenbringen. Da war es ihm egal, ob es seine Auftraggeberin war oder nicht. Mit einem erzürnten Blick sah er nun zu der alten Dame, weiterhin auf eine Antwort wartend
     
  6. Miki Benjiro

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    Zuerst schüttelte Serena Benjiros Hand. Ihr Händedruck war leicht und etwas lustlos, davon konnte der Junge ableiten, dass sie von Höflichkeitsfloskeln nicht viel hielt. Dennoch hatte sie sich dazu aufgerafft Benji den Gefallen zu tun, was er ihr hoch anrechnete. Immerhin sassen sie alle im selben Boot und nur weil der Miki seinen Ärger nicht zeigen wollte, bedeutete das nicht, dass er ihn nicht verspürte. Eigentlich wollte Benji seinen Blick auf Yuichiro richten, aber das war schwerer als erwartet. Der Kerl war ein richtiger Riese! Noch nie hatte Benji jemanden kennengelernt, der so gross war. Der Takegatama schien recht freundlich und zuvorkommend zu sein. Seine Ausstrahlung war recht neutral. Als Benji dann aber hörte dass Yuichiro scheinbar dasselbe vorhatte wie er selbst, wurden seine Augen gross und sein Grinsen beinahe doppelt so breit. Thaha, das kann ich leider nicht zulassen! Lächelnd streckte er dem Takegatama seinen erhobenen Daumen entgegen. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir diesen Titel untereinander ausmachen! Natürlich wusste Benjiro nicht wie gut sein Gegenüber war, aber darum ging es auch nicht. Benji glaubte an sich selbst, denn er wusste was er auf dem Kasten hatte und dass er bereit war alles zu geben um der Beste zu werden. Das war schliesslich alles war zählte. Deshalb – und weil ihm der Kampfgeist seines Gegenübers gefiel - blieb ihm nichts anderes übrig, als Yuichiro als Rivalen anzuerkennen. Möge der Bessere gewinnen. murmelte er in seinen Gedanken.
    Viel mehr Eindrücke konnte Benji von seinem neuen Rivalen aber nicht mehr sammeln, denn als würde sie vor einem Wespennest fliehen, schoss eine schrumpelige alte Oma um die Ecke und pampte das Dreiergespann frech von der Seite an. Jedes Wort, dass aus dem Mund der Fregatte kam, war feindseliger als das Vorherige und Benjiros Geduldsfaden glich einem Stück Schnur, das man über eine brennende Kerze spannte. Die hatte vielleicht Nerven! Da zog sie Shinobi von wichtigen Tätigkeiten ab, nur um irgendein streichespielendes Kind zur Vernunft zu bringen und fühlte sich auch noch im Recht. Das war aber erst die Spitze des Eisbergs, denn dann beschuldigte sie die Drei auch noch für irgendwelche Fehler der Dorfverwaltung. Was konnte Benji denn dafür, wenn man ihn erst heute hierherbestellt hatte. Langsam begann der Miki mit seinem Knurren, das stets zu hören war, wenn man ihn wütend machte. Diese schrumpelige Trulla, der werd ich’s zeigen! Gerade als Benjiro etwas Dampf ablassen und die Alte zurechtweisen wollte, sprang diese gackernd wie ein Huhn in die Luft und zog drei Kunais, welche eindeutig für das Dreiergespann gedacht waren. Begleitet von den Worten: Ich war früher auch mal ein Shinobi! schleuderte sie die Wurfmesser in die Richtung der Drei. Nicht dass die Alte schnell war, aber Benji hatte schlicht und einfach nicht mit der Attacke gerechnet. Schon alleine die Zeitspanne bis er überhaupt realisierte was gerade passierte, war viel zu lang gewesen. So kam es, dass das Kunai schon die halbe Strecke geschafft hatte, bis Benjiro im letzten Moment seinen Arm schützend vor die Stelle seines Oberkörpers hielt, an welcher er den Aufprall vermutete. Einen Augenblick später spürte der Miki einen leichten Schmerz an seinem Unterarm. Die Alte hatte ihn tatsächlich getroffen!? Gut, getroffen war vielleicht etwas übertrieben, immerhin hatte Benji es geschafft das Kunai mit seinem Arm abzuwehren. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass nun ein kleiner Schnitt seinen Unterarm zierte. Glücklicherweise war Benjiro hart im Nehmen und der Schmerz dauerte nur ein bis zwei Sekunden an, aber dieses ganze Szenario hatte der an ein Tier erinnernde Junge nicht erwartet. Deswegen war es auch nicht ungewöhnlich, dass er erst einmal gar nichts dazu sagen konnte - musste er auch nicht. Diese Aufgabe nahm ihm Yuichiro ab. Eins musste man dem Takegatama lassen, wie man jemanden zur Schnecke machen und zur Rede stellen konnte, das wusste er. Kurz nachdem Yuichiro der Alten seine Meinung ins Gesicht geklatscht hatte, erwachte Benji aus seiner Sprachlosigkeit und machte seinem Ärger ebenfalls Luft. Du bescheuerte, aufgeblasene, undankbare, unmögliche, unerträgliche Hexe! bellte er. Entweder du kommst uns mit etwas mehr Respekt entgegen, oder der Junge der dich mit seinen Streichen belästigt, wird noch dein geringstes Problem sein! drohte der an ein Tier erinnernde Junge.
     
  7. Kuromatsu Serena

    Kuromatsu Serena Member

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    Für einen außenstehenden Beobachter war das durch das alte Großmütterchen verursachte Spektakel bestimmt ziemlich irritierend. Denn nachdem die Alte plötzlich in die Luft gesprungen und ihre Kunais auf das Trio warf, hatten die zwei großen, muskulösen, männlichen Shinobi nichts unternommen, um das kleine, unschuldige Mädchen in ihrer Mitte zu verteidigen! Anstatt sich schützend vor die Jüngste in ihrem Team zu stellen und den möglicherweise tödlichen Treffer abzufangen, schienen sie die blonde Kunoichi vollkommen vergessen zu haben und sich nur um sich selbst zu kümmern! Schämen sollten sich diese Beiden, denn was waren das nur für junge Männer, die davon ausgingen, dass ein Mädchen nicht durch eine starke, männliche Aufsichtsperson beschützt werden musste und irgendwie schon selbst mit etwaigen Problemen zurechtkommen würde?! Nun gut, wenn einer ihrer Begleiter tatsächlich versucht hätte, den Helden zu spielen und sie zu beschützen, dann wäre Serena garantiert ausgerastet und hätte denjenigen solange angeschrien, bis sie keine Stimme mehr hatte. Da aber zum Glück niemand einen solchen Versuch unternahm, musste sich die Kunoichi selbst um das Problem kümmern.
    Überrascht sah sie den Kunai auf sich zukommen und im gerade noch letzten Moment warf sie sich mit einem Hechtsprung nach vorne und schlug hart auf dem Boden auf. Schon im nächsten Moment wurde sie Zeuge davon, wie ihre Teamkameraden die Alte mit ihren wütenden Worten attackierten. Während sie bei Yuichiros fast schon höflich formulierten Worten hätte grinsen müssen, fand Miki genau die richtigen Worte, die Serena auch gewählt hätte, wenn sie nicht am Boden liegen und sich die schmerzenden Knochen reiben würde.
    Kekekeke kicherte die Alte nur als Antwort, als sie wieder auf dem Boden landete.
    “Ihr habt ja doch noch Feuer im Arsch und seid nicht so verweichlicht wie der Rest eurer Generation. Nun, zumindest zwei von euch. Denn wie sagte man früher: ‘Wirf einen Kunai auf jemanden und anhand seiner Reaktion kannst du erkennen, was für ein Shinobi er ist.’ Dieses Sprichwort entspricht meiner Meinung nach vollkommen der Wahrheit und dadurch kann ich jetzt genau einschätzen, dass du großer Lulatsch...” sagte sie und zeigte auf Yuichiro. “... jemand bist, der im Angesicht der Gefahr selbst zu einer Bedrohung für seinen Gegner wird und sofort einen Gegenangriff einleitet getreu dem Motto ‘Angriff ist die beste Verteidigung’. Das sagt mir das Kunai, dass du sofort nach meiner Attacke gezogen hast. Im Gegensatz dazu bist du...” sagte das Großmütterchen und wandte sich jetzt an Miki “...jemand, der Gefahren nicht ausweicht und sich ihnen immer stellt. Du bist für deine Kameraden ein Fels in der Brandung, auf welchen sie sich bei Gefahren immer verlassen können. Dies kann ich daraus schlussfolgern, dass du erst garnicht versucht hast, meinem Kunai auszuweichen und stattdessen ganz locker den Treffer kassiert hast. Wirklich enttäuscht war ich aber von dir, kleines Mädchen. Wie ein Schwächling hast du dich vor deinem Feind in den Dreck geworfen, so als ob du um Gnade winseln würdest. Daran erkenne ich, dass du ein sehr unterwürfiger Mensch sein musst, der sich gerne von anderen herumschubsen lässt und immer Anderen das Treffen von wichtigen Entscheidungen überlässt.”
    Serena hatte sich inzwischen wieder aufgerichtet und blickte ihre Auftraggeberin wütend an.
    “Was laberst du altes Klappergestell für eine Scheiße?! Und du glaubst ernsthaft an diesen Schwachsinn, dass du nur einen Kunai auf jemanden werfen musst und ihn dann einschätzen kannst?! Das ist der größte Schwachsinn, den ich...”
    “Pssst kleines Mädchen, ich möchte mich jetzt mit den echten Shinobi wegen dem Auftrag unterhalten” wurde Serena von der Alten unterbrochen.
    “Mir doch egal, was du willst! Ich mach dich fertig und dann werden wir sehen, wer...”
    “Ich sagte ‘Psssssst'’’ sagte das Großmütterchen und drückte ihren Zeigefinger auf Serenas Lippen. Schockiert starrte das blonde Mädchen ihre Auftraggeberin an.
    <Diese hässliche, dreckige Ziege hat es tatsächlich getan. Sie hat mit ihrem alten, ungewaschenen, bestimmt schon halb verwesten Ekelfinger meinen Mund berührt. Das ist… das ist...>
    Und mit diesem Gedanken übergab sich Serena auf den Boden zu ihren Füßen.
    “Einfach ignorieren. Nakamura Masa ist mein Name und ihr habt es bestimmt schon erraten. Das war einfach nur ein Test, bei welchem ich eure Reaktion bei einem unvermittelten Angriff sehen wollte. Diese Prüfung habt zumindest ihr beiden bestanden. Also fragt mich, was immer ihr zu eurem Auftrag wissen wollt.”
     
  8. Takegatama Yuichiro

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    Also irgendwie konnte Yui dieses alte Klappergestell wirklich nicht verstehen. Man musste laut ihr also nur ein Kunai nach jemandem werfen und wüsste direkt, wie jemand drauf war? Also wirklich, dass verlangte doch schon ein wenig mehr als nur das. Also sie hatte zwar vielleicht recht, dass Angriff die beste Verteidigung war, jedenfalls für den jungen Mann. Aber trotzdem gab es noch so viel mehr an einem Menschen, was es herauszufinden galt als nur diese paar Fetzen. Und das ganz ohne bescheuertes Kunai. Dass Miki dem Kunai gar nicht erst ausgewichen war, war ihm nicht aufgefallen aber beeindruckend fand er es schon. Also Yuichiro war zwar vielleicht nicht der schnellste, was seine Reaktionsfähigkeit anging, jedoch war es für ihn noch nie in Frage gekommen, einen Angriff einfach so einzustecken, ohne auch nur zu versuchen auszuweichen. Aber naja, jeder war ja irgendwie anders was seinen Kampfstil anging. Was Serena anging, sie versuchte dem Kunai ebenfalls auszuweichen und warf sich deswegen auf den Boden. Nicht die eleganteste aller Ausweichmöglichkeiten aber so würde sie es immerhin nicht treffen. Konnte man ja machen, auch wenn es aus Yuis Sicht besser wäre, sich nicht komplett auf den Boden zu schmeißen.

    Es hatte sich ja jetzt geklärt, dass dies alles nur ein Test sein sollte, jedoch gab es an der alten wirklich eine Sache, die der Schwarzhaarige wirklich nicht an ihr ausstehen konnte. Und das war die bleibende Respektlosigkeit gegenüber einem seiner Teamkollegen, auch wenn es ebenfalls nicht so wirklich von Respekt zeugte, sich wegen einer einfachen Berührung direkt zu übergeben. Mit einem ernsten seufzen wandte der großgewachsene sich deswegen nun an ihre Auftraggeberin. „Fragen also? Naja ich hätte eine. Könnten sie vielleicht dieses Verhalten runterschrauben? Nur weil sie meinen, sie hätte den Test nicht bestanden, wollen sie sie einfach ignorieren?“Kekeke, du junges Bürschchen bist wohl von der ganz rechtschaffenden Sorte, was? Dieser Möchtegern Shinobi muss noch so einiges lernen. Ihr zwei hingegen scheint mir fähig zu sein. Ich will, dass fähige Leute meinen Job erledigen und keine halbgaren Zwerge.“ Diese alte Frau bekam mit jedem Wort ein noch loseres Mundwerk als zuvor. „Sorry, aber wir sind hier zu dritt. Wir können das mit drei Leuten machen oder eben mit niem-“ „Kekeke, Bürschchen du hast schon etwas Mumm, das muss ich zugeben. Wie ich schon sagte, war ich ebenfalls mal ein Shinobi und auch wenn diese alten Knochen schon etwas eingerostet sind, kann ich jemanden wie dieses kleine Gör sicher noch in Schach halten. Wir machen das so. Das Mädchen versucht diesen Anhänger“ und sie zeigte auf einen kleinen Anhänger welchen sie um ihren Hals trug „zu bekommen. Wenn sie es schafft, dann werde ich sie mit dem nötigen Respekt behandeln, den ein Ninja verdient hat. Wenn nicht, dann nicht. Ihr könnt natürlich auch diesen Auftrag einfach verweigern, wenn ihr nicht wollt. Doch ich denke, dass eure Höher gestellten sowas sicher nicht sehen, wenn man eine alte Frau einfach so im Stich lässt, meint ihr nicht? Kekeke....“ Zugegeben, es wäre sicher nicht gut, wenn man den Job einfach so verweigert. Besonders wenn es jemand wie sie ist, der von außen wie die hilfloseste aller Großmütterchen aussieht. Mit einem ratsuchenden Blick blickte Yui nun sowohl zu Miki als auch zu Serena, welche ja letztendlich die Entscheidung treffen musste.
     
  9. Miki Benjiro

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    Also diese alte Trulla war schon eine ganz komische Person. Da stellte sie ihren plötzlichen Angriff auf das Dreiergespann als Test dar. Kurz musterte der junge Miki das Schnittloch in seiner Jacke, krempelte diese dann hoch und begutachtete den kleinen Schnitt, auf der Oberseite seines Unterarms. Benjiro spürte zwar immer noch eine immense Wut in sich, aber die Tatsache, dass Yui und Serena sich nicht verletzt hatten, beruhigte ihn ein kleines bisschen. Na immerhin geht’s den Beiden gut dachte sich der an ein Tier erinnernde Junge. Eigentlich dachte er, dass ihm die alte Schachtel nicht noch mehr auf die Nerven gehen konnte, aber anscheinend hatte er sich gewaltig geirrt. Kurzerhand erzählte sie irgendetwas von wegen Yui wär sowas von ein Ninja, nur weil ihm - im richtigen Moment - eingefallen war, ein Kunai zu ziehen. Das war so etwas von lächerlich, nicht dass Benji dem Jungen die Aufmerksamkeit nicht gönnen würde, aber ein Kunai in den Händen zu halten, hiess noch lange nicht, dass man damit umgehen konnte. Lustigerweise hielt die Alte aber nicht nur für Yui solch eine Theorie bereit, sondern auch für Benji. Ihrer Meinung nach war er ein Fels in der Brandung. Natürlich war diese Aussage korrekt und eines stand fest, hätte sie Benji so behandelt wie sie anschliessend Serena behandelte, hätte er ihr mit felsinderbrandungartiger Power den Gar aus gemacht! Zuerst beleidigte sie Serena, und verbot ihr daraufhin den Mund. Noch bevor Benji sich einmischen konnte, übergab sich die Blondhaarige. Schmunzelnd kicherte der an ein Tier erinnernde Junge – warum wusste er übrigens selbst nicht.
    Zugegeben, auch Benji gefiel es nicht, dass Serena von der Alten so attackiert wurde, immerhin hatte er sich vorhin schon mal dazu geäussert, aber schlussendlich konnte er ihr nicht helfen. Je mehr Yui und Benji die Blondhaarige unterstützten, desto mehr sah es so aus, als wäre Serena auf eben jene Unterstützung dringend angewiesen. Deswegen verschränkte Benji gespannt seine Arme und wartete ab, was als nächstes passieren würde. Der Takegatama sah das allerdings etwas anders und setzte sich erneut fürs Team/Serena ein. Lächelnd verfolgte der Miki den Wortwechsel der Beiden und als Yuichiro meinte, dass das Dreiergespann den Job entweder zu Dritt oder gar nicht erledigen würde, stimmte Benji zu. Das seh ich genauso. Nur kurz wich der Blick der Trulla herüber zu Benji und dann wandte sie sich wieder Yui zu und erwähnte nochmals, dass sie auch mal ein Shinobi war – vor etwa 1000 Jahren. Der wirklich freche Teil kam allerdings erst noch, denn sie verlangte von Serena, eine weitere Prüfung zu absolvieren. Sie sollte sich den Anhänger, den die Alte um den Hals trug, schnappen. Knurrend ballte Benjiro seine Fäuste und ging auf die Alte zu. Es schien als müsste hier mal ein Machtwort gesprochen werden und da weder Serena noch Yui aussahen, als wären sie momentan dazu im Stande, nahm sich Benji dieser Aufgabe an. Als er die Alte erreicht hatte, blieb er direkt vor ihr stehen und verschränkte erneut – mit einem ernsten Blick – seine Arme. Es reicht mir jetzt mit deinen albernen Spielereien Grossmütterchen! meinte der Junge wütend. Serena hat ihre Prüfung bereits bestanden, deswegen trägt sie auch ihr Stirnband und ist zusammen mit mir und ihm… Benji deutete auf Yui. ...hier um den Job zu erledigen! Etwas beleidigt wollte die Alte etwas einwenden, aber der kleine Miki liess ihr keine Gelegenheit. Des Weiteren sind wir hier um einen Auftrag zu erledigen, wenn dir den ganzen Tag langweilig ist, dann besorg dir einen Babysitter oder trete einer Spielgruppe für Omas bei! Benjis Knurren wurde lauter. Du gibst uns also jetzt die Infos die wir brauchen, und benimmst dich, hast du das verstanden? Verstört blickte die Alte zuerst Benji und dann Yui und Serena an, offenbar war sie es nicht gewohnt, dass man ihr derart widersprach. Wie kannst du es wagen? Du… wütend suchte sie nach einem Wort. … Du kleiner Flohteppich! Glaub ja nicht dass du damit durchkommst… Benji wandte sich ab, drehte der Alten seinen Rücken zu und betrachtete einen etwa Zehn Meter grossen Baum, der neben dem Haus stand. Dann ging er auf den Baum zu. Offensichtlich passte es der Greisin gar nicht, wenn man sie zuerst attackierte und dann links liegen liess. Ja das hab ich mir schon gedacht, grosse Klappe und dann steckt nichts dahinter! Ich hab mich in dir getäuscht, du bist genauso nutzlos wie das Mädchen! Du Angsthase! Benjis Ohr zuckte einmal als er das Wort Angsthase vernahm. Angsthase? Ich werd dir gleich zeigen wer hier ein nutzloser Angsthase ist! Gleich darauf stand Benji vor dem Baum, holte aus und verpasste dem Baum – mit einem lauten Knall - einen derart harten Schlag, dass dieser - an der Stelle die Benji getroffen hatte - auseinander brach und auf das Haus zustürzte. Von aussen sah das Ganze vielleicht spektakulär aus, aber Benjiro war im Verlaufe des Trainings so stark geworden, dass ihn solche Aktionen kaum Kraft kosteten. Gerade als es so aussah als würde der Baum das Haus der Alten kurz und klein schlagen, packte der Miki mit einer Hand einen Ast und stoppte den Baum somit wenige Zentimeter bevor er das Haus berührte. Die Alte guckte entsetzt und brachte nur ein paar einzelne Worte heraus. Was…wie…zum Teufel… du kannst doch nicht mein Haus… was… hää? Dann zog Benji an dem Ast, richtete den Baum wieder auf und liess ihn auf der anderen Seite zu Boden plumpsen, so dass er dem Haus nicht gefährlich wurde. Du siehst es ist mir ernst, den nächsten Baum stopp ich nicht mehr. Kurz lächelte Benji. Achja und falls du vor hast mich bei der Dorfverwaltung zu verpfeifen… dann erklär denen Mal das ich alleine einen grossen Baum zu Fall gebracht habe. Mit zugekniffenen Augen überlegte die Alte kurz, und gab daraufhin ihren Widerstand auf. Gut gespielt… Kleiner… Gut gespielt.
    Benji stellte sich wieder zu Serena und Yui hin und murmelte dann zufrieden. Seht ihr, so löst man das.
    Natürlich hätte Benji Serena die Prüfung der Alten auch einfach absolvieren lassen können, aber das wäre echt entwürdigend für sie gewesen und das musste nicht sein. Ausserdem hatte die Alte es doch verdient, oder?
     
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  10. Kuromatsu Serena

    Kuromatsu Serena Member

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    Sich vor ihren Teamkameraden zu übergeben war das Peinlichste, was Serena in ihrem gesamten, bisherigen Leben passiert war. Eigentlich hätte die Kunoichi der alten Schreckschraube jetzt so richtig die Fresse polieren müssen, um sich damit von der erlittenen Schande wieder reinwaschen zu können. Aber dann hätte sie das hässliche Großmütterchen nochmal berühren müssen und abgesehen von dem damit verbunden Ekel hatte Serena keine Lust, dass ihre Hände noch Tage später nach Wundsalbe und Pisse rochen. Außerdem wollte sich das blonde Mädchen nach ihrer Kotzattacke eigentlich nur noch unter einem möglichst großen Stein verkriechen, dann einschlafen und morgen mit der Hoffnung erwachen, dass alles nur böser Traum war, denn sie rechnete fest damit, dass ihre Teammitglieder sie jetzt auslachen und sich über sie lustig machen würden. Tatsächlich war aber das genaue Gegenteil war der Fall. Sowohl Yuichiro als auch Benjiro nahmen sie nicht nur in Schutz, sondern wollten den Job sogar abbrechen, wenn die Alte ihre Kameradin nicht anerkannte. Doch warum verteidigten sie sie eigentlich? Das ergab für das Knochenmädchen sowas von überhaupt keinen Sinn! Ihre Kameraden kannten Serena doch gar nicht, sie war eine Fremde für sie, aber trotzdem nahmen sie sie vor diesem alten Ekelpaket in Schutz! Was versprachen sich Benjiro und Yuichiro davon? Das blonde Mädchen musste auf jeden Fall aufpassen, was die Beiden als Ausgleich für diese Unterstützung einfordern würden, denn es war nach Serenas allumfassender Menschenkenntnis absolut ausgeschlossen, dass sie sie einfach nur aus Nächstenliebe und vollkommen altruistisch unterstützten... oder etwa doch?!
    Unabhängig davon war die blonde Kunoichi aber sehr beeindruckt von Benjiros baumzerfetzender Kraft. Wie nur war er so stark geworden? Das war doch nicht mehr normal! Lag das irgendwie an dem Jungen selber?! Verfügte er wie sie selbst über ein geheimes Kekkei Genkai, dass ihm diese übernatürliche Stärke ermöglichte oder konnte prinzipiell jeder Shinobi so stark werden wie er? Denn wenn Letzteres stimmte, dann hätte das in der Ninjaakademie ruhig mal irgendeiner ihrer schwachsinnigen Lehrer erwähnen können und nicht immer nur diesen Blödsinn labern sollen, dass Teamarbeit das Wichtigste während einer Mission war.
    “Das war nicht dein Kampf gewesen! Ich wäre auch alleine mit der alten Hexe zurechtgekommen!” sagte Serena relativ zickig zu Benjiro. “Aber trotzdem… Danke...” Wer das Knochenmädchen kannte, der wusste, dass sie sich normalerweise bei niemandem für irgendetwas bedankte und wenn sie es doch einmal tat, dann musste derjenige ihr entscheidend weitergeholfen und sie dabei zusätzlich wirklich beeindruckt haben.
    “Also… der Auftrag...” sagte das Großmütterchen leicht zerstreut und in Gedanken versunken. Sie schien wegen Benjiros zur Schau gestellten Stärke immer noch leicht schockiert zu sein. Von ihrer Überheblichkeit war nichts mehr übrig. “Dieser kleine Scheißer, wegen dem ich euch herbestellt habe… Seine Name ist Kota. Ich habe euch schon gesagt, dass ich selbst ein Ninja war und normalerweise wäre es deshalb kein Problem, ein Kind einzufangen. Aber dieser Junge ist irgendwie nicht ganz normal! Er scheint jede meiner Fallen, die ich ihm stelle, vorauszuahnen und ist außerdem ziemlich trick- und ideenreich! Wenn ich noch jünger wäre, hätte ich vermutlich weniger Probleme und ihn vermutlich auch selbst fangen können. Aber das Alter ist an mir nicht spurlos vorbeigegangen und ich bin nicht mehr so beweglich wie vorher. Normalerweise kommt dieser Kota regelmäßig alle drei Tage vorbei und zum Glück für euch ist dieser dritte Tag ausgerechnet heute... Also dann, habt ihr noch Fragen?! Nein? Dann los, macht euch gefällig nützlich und fangt dieses nervige Kind!”
    Und mit diesen Worten kehrte die alte Schreckschraube wieder in ihr glücklicherweise unzerstörtes Haus zurück.
     
  11. Takegatama Yuichiro

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    Also jetzt mal im Ernst, die drei waren ursprünglich hergekommen um sich mit einem Kind rumzuschlagen und nicht mit ihrer Auftraggeberin. Und das Kind stand ja auch noch auf der ToDo-Liste. Diese Sache sollte sich hoffentlich schnell erledigen. Dem Takegatama war schon lange das Lächeln auf dem Gesicht vergangen und das schaffte man nur, wenn man ihn etwas anpisste. Auch wenn es noch nicht genug war, um ihn wirklich sehr wütend zu machen. Dafür leistete die Persönlichkeit der Alten aber auch schon eine Menge. Egal ob die Trulla mal ein Ninja gewesen war, ihre Art war einfach zum kotzen, selbst für den, fast immer, positiven Yuichiro. Die Prüfung, welche sie verlangte war sowieso noch die Krönung für das ganze hier. Hatte sie jetzt wirklich den Verstand verloren. Bevor Yui sich aber nochmal dazu äußern konnte, ergriff Miki aber auch schon die Initiative um der Alten ein weiteres Mal seine Meinung zu geigen. Und um seine Worte noch zu unterstützen und diese gesamte Situation mal endlich zu beenden, brachte er mal eben einfach einen Baum zu Fall. Yuis Blick verwandelte sich in einen Mix aus Begeisterung und Erstaunen. „Beeindruckend...wirklich beeindruckend“ Genauso ging es wahrscheinlich auch der Auftraggeberin, auch wenn die gerade mehr Angst davor hatte, dass der Baum auf ihr Haus krachte, wenn Benjiro ihn loslässt.
    Hoffentlich hatte die Alte daraus gelernt. „Nächstes Mal sollte sie wohl vorsichtiger sein, mit wem genau sie sich anlegt“ Nun verzog sich ihre Auftraggeberin wieder in ihr Haus, nachdem sie den dreien die nötigen Infos gegeben hatte. Mit einem Schulterzucken drehte Yui sich nun zu Miki um und hielt ihm grinsend einen Daumen hoch. „Klasse gemacht. Du hast es nicht nur der Alten, sondern auch dem Baum gegeben. Ich werde trotzdem nicht verlieren wenn es heißt, wer der beste Ninja ist. Darauf kannst du Gift nehmen!“ „Ihn darf man nicht unterschätzen. Aber ich werde nicht verlieren!“ Das war mehr oder weniger wie ein Versprechen. Nein, es war auch eine Art Motivation. Ja, das würde den jungen Takegatama sicherlich dazu anspornen, noch härter zu trainieren. Aber jetzt war erstmal etwas anderes wichtig. „Also, das Kind soll heute auftauchen. Die Frage ist: Was machen wir? Lauern wir ihm auf? Bereiten wir eine Falle vor? Oder hat jemand eine andere Idee? Denn ich für meinen Teil...“ sagte er und ging ein paar Schritte, bevor der Schwarzhaarige sich wieder zu seinen beiden Teamkollegen drehte. „...möchte es so schnell wie möglich abgeschlossen haben. Diese alte Frau hat schon genug Nerven gekostet.“ Ja, Zeitverschwendung war nicht gerade das, was Yui liebte. Es sollte zwar sicher, aber wenn möglich auch schnell gehen. Jedenfalls sowas. Es gibt auch Situationen, wo es sicher nicht schlecht ist, sich genug Zeit zu nehmen. Aber irgendwie war dieser Job nicht so etwas und bei sowas konnte sich der positive Junge auch mal in ein genervtes Etwas verwandeln. Auch wenn sowas auch schon seine Zeit und Nerven brauchte.
     
  12. Miki Benjiro

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    Irgendwie verstand Benjiro nicht ganz warum ihn alle so ungläubig und erstaunt anstarrten. Das lag vermutlich daran, dass der Miki nicht mal selbst wusste wie stark er denn wirklich war. Deswegen und weil er diese Stärke schon eine Zeit lang besass, unterschätzte er sie oft was dann wiederum zu schwierigen Situationen führte – es war ein Teufelskreis. Als die Alte dem Trio endlich den Auftrag erklärt hatte, verschwand sie wieder in ihrem kleinen Häuschen. Kurz blickte der an ein Tier erinnernde Junge den fetten Baumstamm und dann die beiden Teammitglieder an. Schmunzelnd meinte er daraufhin: Also ich würde lügen wenn ich behaupten würde, dass es mich nicht in den Fingern juckt die Alte mitsamt ihrem Haus zu Pizza zu verarbeiten. War vielleicht nicht jedermanns Humor, aber immerhin war es die Wahrheit. Yuichiro holte den Miki aus seinem Tagtraum zurück in die Realität und begeistert lauschte Benji seinen Worten. Daraufhin wurde sein lächeln frech und er streckte dem Takegatama seinen hochgestreckten Daumen entgegen. Thehe, Wenn der Zeitpunkt kommt, werde ich gerne gegen dich antreten, aber ich werde mich nicht zurückhalten und dasselbe erwarte ich auch von dir. Damit sollte das geklärt sein und auch wenn Benji gerne schon hier und jetzt gegen den Jungen angetreten wäre, unterliess er es – die Sorge dass die Alte zurückkehrte war einfach zu gross. Er wollte diesen Job so schnell wie möglich zu Ende bringen.

    Kurz guckte Benjiro zuerst Serena und dann Yui an. Die Beiden schienen nicht unbedingt zu wissen was zu tun war, also nahm sich Benji der Sache an. Das sind alles gute Ideen, aber ich fürchte dass der kleine Unruhestifter darauf nicht hereinfallen wird. Benjiro sah sich um, denn er wurde das Gefühl nicht los, dass Kota schon in der Nähe war. Vorsichtshalber flüsterte er. Es könnte gut sein, dass wir schon beobachtet werden. Dann hielt er seine Hand dicht vor seinen Mund – nur um sicher zu gehen. Ich habe eine Idee! Wenn wir seine Streiche… Nachdem Benji den Beiden seinen Plan erklärt hatte, legte der Miki los. Er kramte ein paar Blätter aus seiner Tasche hervor. Oh hey da ist ja meine Einkaufsliste, die hab ich überall gesucht! Etwas verlegen kratzte sich der Miki am Hinterkopf und packte den Zettel zurück in die Tasche. Nun aber weiter im Text. Auf die anderen zwei Papiere, schrieb er jeweils ein paar Wörter und legte sie dann vor dem Eingangsbereich der Alten auf dem Boden aus. Mithilfe von ein paar Steinen befestigte er die Blätter, damit sie nicht wegflogen. Zum Schluss präparierte der Junge noch eine Papiertüte und schon war alles klar. Tut einfach was ich tue meinte Benji noch, ehe er bei der Alten klingelte und sich mit einem Hechtsprung in einem nahe gelegenen Gebüsch versteckte. Genervt öffnete die Trulla die Tür und wollte sich schon erneut lauthals über die drei Shinobi beschweren, da entdeckte sie den ersten Zettel auf dem Boden. Dieser lenkte ihren Blick auf den Zweiten. Als die Augen der Alten die Aufschrift auf der zuvor präparierten Papiertüte erblickten, entzündete sich eben besagte Tüte. Die Trulla war zwar stinksauer, erschrak sich aber, als es den Anschein machte, als würde die Tüte jeden Moment in die Luft fliegen. Wollte Benji die Alte etwa doch noch kaltmachen? Hoffentlich hatten Serena und Yuichiro Vertrauen in ihn.

    Aufschrift der Zettel & Papiertüte:

    - Sieh nach links

    - Sieh nach rechts

    - Schreckschraube
     
  13. Kuromatsu Serena

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    Yuichiros Worten, dass er diesen Job nur noch schnell hinter sich bringen wollte, konnte Serena nur stillschweigend zustimmen. Zu sehr war sie während dieser Minimission schon gedemütigt worden. Auch hatte sie wie ihr Teamkamerad Yuichiro keine wirklich brauchbare Idee, wie sie den kleinen Unruhestifter fangen sollten. Zum Glück war mit Benjiro ein echter Experte in Bezug auf Streiche an ihrer Seite. Deswegen hatte die blonde Kunoichi auch nichts dagegen, wenn der an ein Tier erinnernde Junge die Führungsposition während dieser Aufgabe übernahm. Als er ihnen dann seinen Plan erklärte, war das blonde Mädchen hin- und hergerissen. Normalerweise hätte sie diesen kindischen Blödsinn einfach nur albern und bescheuert gefunden. Aber nach den furchtbaren Dingen, die ihr das hässliche Großmütterchen angetan hatte, fand Serena, dass die Alte es nicht anders verdient hatte. Deswegen folgte sie ihren Kameraden in das Gebüsch und sah sich das Spektakel aus sicherer Entfernung an. Für einen uneingeweihten Außenstehenden musste es so aussehen, als ob Benjiro hier den altbekannten “Brennende-mit-Hundescheiße-gefüllte-Tüte-Trick” durchführte. Aber da sie alle bereits erwachsen waren, waren die Schuhe der nicht mit Kot beschmiert, als sie wütend und leicht panisch versuchte, das Feuer auszutreten. Auch gab es keine beeindruckende Exlosion, durch welche die alte Hexe sich in tausende, kleine Hexenteilchen aufgelöst hätte. Ein Szenario, welches aber Serenas momentaner Stimmung vollkommen entsprochen hätte. Stattdessen gab es ein wegen dem Gefluche der alten Frau leicht zu überhörendes, klirrendes Geräusch, als ein kleines Gläschen innerhalb der brennenden Tüte zerbrach und sich daraufhin ein widerlicher Gestank ausbreitete. Der Geruch war so intensiv, dass er sogar noch zu ihrem gemeinsamen Versteck wehte und Serena nur mühsam ein Würgen unterdrücken konnte.
    “Verfluchter Kota! Wo sind diese nutzlosen Shinobi, wenn man sie mal braucht?!” rief das alte Großmütterchen mit würgender Stimme, bevor sie ihre Haustür mit einem lauten Knall hinter sich wieder zuwarf. Als Serena dann schon fragen wollte, was Benjiro mit dieser Aktion hatte bezwecken wollen, hörte die Shinobigruppe plötzlich hinter sich eine Stimme.
    “Wer wagt es, den König der Streiche zu einem Duell herauszufordern?"
     
  14. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    So eine Kraft war wirklich schon beeindruckend, wenn nicht überwältigend. Wie lange er dafür wohl trainiert haben muss? Wie er trainiert hat? Yui müsste ihn sicher später deswegen nochmal fragen. Solche Tipps konnten vielleicht ganz hilfreich sein aber eins wusste der Schwarzhaarige jetzt schon: Gegen diese Kraft würde er nicht ankommen...vorerst. Wer weiß, wann er doch mal aufholen würde? Und wenn es soweit ist, dann würde Yui sich nur allzu gerne einen Kampf gegen Benjiro leisten wollen. Die Antwort, die er gab, hatte der Takegatama eigentlich gar nicht anders erwartet. „Das würde ich auch nicht anders von dir verlangen. Ich würde es nur allzu gerne gleich mit dir hier austragen aber ich fürchte, dass der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist.“ Jetzt war es erstmal an der Zeit diesen kleinen Rotzbengel zu schnappen. Das war ja der eigentliche Sinn dieses kleinen Auftrags, der jetzt schon mehr Nerven gekostet hat als so einiges. Doch es schien so als hätten zwei der drei hier Anwesenden keinen Plan, wie sie das genau anstellen sollten. Nur Benjiro kam wohl auf einen Plan. Es war der einzige Plan, den man hatte also konnte man ihn auch genauso gut durchziehen. Und irgendwie gefiel es Yui. Damit konnte man, wenn es wirklich klappte, zwei fliegen mit einer Klappe schlagen.
    So vollführte der Junge seinen Plan und die drei versteckten sich in einem Gebüsch. Das Großmütterchen fiel auch soweit auf den Plan rein aber...der Gestank war schon hart. Irgendwie musste Yui sich entscheiden, was er wie genau unterdrückte. Entweder das Lachen oder das Würgen. Irgendwie schaffte er es jedoch bei beidem. Die Stimme die hinter den dreien ertönte war eine, ihnen, unbekannte. Vor ihnen stand ein kleiner Junge, wahrscheinlich nicht älter als 10 oder 11 und behauptete der König der Streiche zu sein. „Dieser Junge...ist also Kota?“ Yui stand aus dem Gebüsch auf und blickte zu dem Jungen. „Ich nehme mal an dass du, oh sehr verehrter König der Streiche, Kota bist, oder?“ „Nicht nur König der Streiche sondern auch Befreier der Nachbarschaft von dieser Hexe, die da drüben in diesem Haus wohnt! Aber es haben sich wohl ein paar Eindringlinge in mein Territorium eingeschmuggelt und sowas kann ich nicht ungestraft gehen lassen.“ Yui zog eine Augenbraue hoch. Was der Junge wohl im Sinn hatte? „Also Kleiner, wi-“ und er wurde vom Jungen abgeschnitten. „Kleiner? So klein bin ich nicht. Ich bin doch schon fast so groß wie diese Tante dort!“ und zeigte damit auf Serena. „Jedenfalls wollt ihr mir meinen Titel streitig machen und das kann ich, als König der Streiche, nicht zulassen. Wir werden nämlich sehen, wer der bessere Streichekönig ist! Was sagt ihr dazu?“
     
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Jôsei Job: Ein Streich kommt selten allein - Take 3(?) 27. Mai 2017