Aktuelles

Kushou Joudan

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Kushou Joudan

Chuunin
Beiträge
549
Alter
22 Jahre
Größe
>Natsu
Fraktion
Sora
Dorf
Ame
Steckbrief
Link
Charakterdatenblatt


Persönliche Daten


Name: Kushou

Vorname: Joudan

Spitzname: Jou-nii (von seiner Schwester)

Geburtstag: 28. November

Größe: 1,78m

Gewicht: 74 kg

Alter: 23 Jahre

Augenfarbe: Grasgrün, leicht ins gelbliche stechend

Haarfarbe: Strohblond

Aussehen:

Joudan ist ein junger Mann im besten Alter. Seine Haare reichen von der Länge her etwa bis zu den Ohren, hängen meist in wilden Strähnen ins Gesicht. Hellblond, beinahe schon weiß sind sie im Ansatz und werden an den Spitzen ein wenig dunkler. Von der gleichen, strohblonden Farbe sind auch Joudans recht schmale Augenbrauen. Die Augen, die darunter sitzen, haben einen angenehmen, warmen Grünton, der mit einem Blatt gegen Ende des Sommers, Anfang des Herbstes verglichen werden kann. Nicht knallgrün und gesund, doch auch noch nicht gelb und alt. Der Rest des Gesichtes ist zwar vergleichsweise hübsch anzusehen, jedoch nicht besonders auffällig. Joudan hat einen eher schmalen Kopf, kleine Ohren, helle Lippen, die beinahe schon Hautfarben sind, und eine kleine Nase.
Die Hände des "ewigen Akademisten" sind immer gepflegt und sauber, wie sein restlicher Körper auch. Dieser weist aufgrund Joudans Taijutsu-Training eine erkennbare Muskulatur vor, wenn auch Joudans Silhouette nicht aufgedunsen wie die eines Bodybuilders wirkt, sondern grazil wie eine Raubkatze. Tätowierungen, Piercings oder dergleichen sucht man bei Joudan vergeblich, dazu kommt, dass er – sofern möglich – immer ordentlich rasiert und entsprechend bart-frei ist.
Ein Blick in Joudans Kleiderschrank verrät viel über ihn. Ordentlich gebügelte helle Hemden, eine Sammlung an dunklen Westen und passenden Hosen dazu und drei Ausführungen desselben Mantels. Dazu noch einige Jacketts für besondere Anlässe. Ein "Kampfoutfit" sucht man vergebens, einzig ein paar praktischer Stiefel wirkt beinahe wie die Nadel im Heuhaufen verloren zwischen modischen Herrenschuhen. Joudan hat einen Stil für sich gefunden und annährend perfektioniert und seine gesamte Garderobe darauf ausgerichtet. Freizeitkleidung besitzt er kaum, ebenso wenig trägt er Schmuck.
Zur Akademie sowie so gut wie allen Anlässen trägt Joudan also ein vergleichbares Outfit. Den Grundstein bildet ein einfaches, weißes, langärmeliges Hemd, meist aus Leinen, das Joudan meist mit den obersten beiden Knöpfen offen und hochgeschlagenem Kragen trägt. Dazu eine Weste, grau, schwarz oder dunkelbraun, auf jeden Fall einreihig und mit mindestens drei Knöpfen, die gerade bei schwarzen und braunen Westen meist aus Bronze, bei grauen Westen jedoch aus dunklem Horn sind. Sein absolutes Lieblingsstück ist Joudans Mantel. Er ist aus einem festen, wasserabweisend imprägnierten Stoff. Der Mantel reicht bis etwa zu den Knien ist allerdings hinten ab etwa Hüfthöhe geschnitten um bessere Bewegungsfreiheit zu gewähren. Joudan trägt ihn meist offen, nicht nur aus praktischen Gründen, sondern vor allem des Stils wegen. Schwarze knöchelhohe Schuhe, meist aus Leder, ungelackt, schließen das Outfit ab. Außer der Regen ist besonders stark, dann schlüpft Joudan in gefettete Lederstiefel, die von der Höhe her etwa die Hälfte des Schienbeins bedecken – natürlich dann aber mit farblich passender Hose und Weste und braunen Lederhandschuhen.
Als Ninja arbeitet Joudan meist mit Wurfwaffen, also Kunai und Shuriken. Da diese den Kernpunkt seines Kampfrepertoires bilden hat der Genin davon auf Arbeit immer jede Menge dabei. Transportiert werden seine Werkzeuge in einer braunen Ledertasche, die schnell umgehangen werden kann. Darin befinden sich neben Drähten, Wurfmessern und -sternen auch eine Hand voll Bombensiegel sowie zwei speziell präparierte Schriftrollen für das Soushouryu-Jutsu. Holster oder dergleichen für seine Wurfwaffen trägt Joudan - aus Stilgründen - keine. Auf der Ledertasche aufgebracht ist auch Joudans Stirnprotektor, der dort, fast wie eine Schnalle, nicht ganz so fehlplatziert wirkt wir irgendwo anders an Joudans Kleidung oder Körper.
Joudans Bewegungen sind ruhig, präzise, anmutig und kontrolliert. Zusammen mit der edlen und elegant wirkenden Kleidung könnte man Joudan beinahe mit einem reichen Geschäftsmann oder einem Adligen verwechseln. Seine Ausdrucksweise ist sehr gewählt und es scheint, als sei nicht ein einziges unhöfliches Wort im Wortschatz des werdenden Shinobis vorhanden. Passend zu seinem gepflegten Auftreten ist auch Joudans Körper sehr gepflegt und wird mit größter Sorgfalt behandelt. Joudans Gesellschaft kann man in der Regel durchaus als angenehm betrachten, seine Nähe muss man nicht scheue.
Auch wenn er durch kostspielige Kleidung auf fremde Menschen ein wenig "außer ihrer Liga" wirkt – bei Mitakademisten wird dies durch einen meist recht hohen Altersunterschied noch verschlimmert-, fällt es anderen Menschen oft leicht, sich Joudan anzuvertrauen.
Auch wenn Joudan das nicht beabsichtigt und sich meist eher unauffällig benimmt, so sticht er unter Shinobi dennoch des Öfteren aufgrund seines Aussehens und Auftretens heraus.
Joudan ist eine Person, die man nicht so einfach übersieht oder die einfach mal so in der Menge untergeht. Auch wenn Joudan sich ein wenig anders gibt als ein Shinobi von Norm fällt er meist nicht negativ, sondern positiv auf: Er hat eine gewisse Würde, die andere Menschen dazu bringt, ihn zu respektieren.

Besondere Merkmale:
Das deutlichste, was man als ein besonderes Merkmal Joudans anführen könnte, ist sein Kleidungsstil. Dieser ist nicht nur für Shinobi, sondern allgemein für Anwohner Ame- und Soragakures, recht unüblich. Joudan bezieht seine Klamotten von einem ansässigen recht exzentrischen Schneider in Getsurin.
Auf seinen beiden Handrücken und Handflächen trägt Joudan in der Regel etwas, was man beinahe schon als eine Art Tattoo bezeichnen könnte, wenn man sich nicht damit auskennt. Es handelt sich dabei um zwei Fuuin-Siegel, die mittels des Shiru no Ato-Jutsus auf seine Haut aufgetragen wurden. Eines davon beinhaltet dabei üblicherweise ein versiegeltes Kunai, das andere eine Variante des Bombensiegels, das einer Rauchbombe gleicht.



Herkunft und Bekanntschaften

Herkunft: Amegakure

Wohnort: Soragakure, seit vier Jahren

Verwandte:

  • Name: Kushou, Yosata
    Alter: 51
    Beziehung: Joudans Mutter
    Beschreibung:
    Yosata hat in ihrem Leben schon einiges mitmachen müssen. Als Waisenkind wuchs sie ohne Eltern in den Straßen Amegakures auf, lernte schon im Kinderalter, dass "Leben" und "Überleben" für einige gleichbedeutend sind. Ein Shinobi nahm sie im Jugendalter unter seine Fittiche, bezahlte ihr die Ninja-Akademie und ermöglichte Yosata so ein Leben, in dem sie nicht auf Bettelei oder Diebstahl angewiesen war. Doch anderthalb Jahrzehnte Überlebenskampf hatten Spuren bei Yosata hinterlassen: Es fiel ihr schwer, Vertrauen zu Teamkameraden aufzubauen, war lieber auf sich gestellt. Vor allem auf diese Ursache zurückzuschließen ist es auch der Fakt, dass Yosata bis in die Mitzwanziger noch den Rang eines Genin trug.
    Amakoru, ihr künftiger Ehemann, traf sie als Vorgesetzten auf einer Mission. Seine herzliche und ehrliche Art schlug einen Ton in Yosatas Herzen an und die beiden Verliebten sich, heirateten und gründeten eine Familie, einfach so. Als Yosata gegen Ende ihrer zwanziger sogar schwanger wurde schien sich das Blatt für sie endlich gewendet zu haben. Sie brachte einen gesunden Sohn auf die Welt, hing den Beruf an den Nagel und kümmerte sich um die Erziehung des kleinen Joudans. All das Leid, das Yosata selbst in ihrer Kindheit erlebt hatte, wollte sie ihrem Jungen ersparen. Als Joudan schon sieben Jahre alt war gebar Yosata sogar ein weiteres Kind: Rin, Joudans Schwester.
    Doch fast als wäre damit ihr Vorrat an Glück ausgeschöpft ging es drei Jahre nach Rins Geburt für Yosata bergab. Ihr Mann verschwand auf einer Mission mit Feindkontakt. Monate und Jahre zogen dahin, doch Amakoru tauchte nicht mehr auf. Mit der Erziehung von zwei Kindern nun Alleinegelassen und vom einzigen Mensch, dem sie je Vertrauen schenken konnte, Verlassen, verfiel Yosata in Depressionen, wandte sich dem Alkohol zu und stürzte komplett ab. In diesem bemitleidenswerten Zustand befindet sich Yosata bis heute. Dass Joudan, sobald er das achtzehnte Lebensjahr erreicht hatte, mit seiner Schwester von Yosata weggezogen ist, verschlimmerte die Situation für sie nur noch mehr. Alleine wohnt sie nun in der Stadt des Regens und trauert in den Trümmern ihres Lebens den wenigen Jahren hinterher, in denen sie dumm genug war zu glauben, dass doch alles einmal gut werden würde.
  • Name: Kushou, Amakoru
    Alter: evtl 58
    Beziehung: Joudans Vater
    Beschreibung:
    Amakoru, Joudans Vater, stammt aus einer Händlerfamilie. Der Name Kushou steht stellvertretend für eine Handelsflotte mit 4 eigenen Schiffen, Posten in vielen großen Küstenstädten und den Handel mit Tuchen, Lebensmitteln, Gewürzen und Baumaterialien. Da Amakoru nur der viertgeborene seiner Eltern ist hatte er von Anfang an nur wenig Aussichten, einmal Erbe der Geschäfte seines Vaters zu werden. Deshalb fand sein Wunsch, anstatt Politik, Mathematik, Geografie und Verhaltensformen zu studieren lieber eine Laufbahn als "cooler Ninja" einzuschlagen, nur schwachen Widerstand.
    Schnell stellte sich heraus, dass Amakoru eine natürlich hohe Chakrakontrolle besaß und so nach erfolgreichem Akademieabgang in Amegakure zum Medic-Nin ausgebildet wurde. Dass er von seinem Vater dennoch ab und an "die Werte eines rechten Händlers" – Verhandlungsgeschick, Vorausplanung, Spekulation und Personalführung – eingetrichtert bekam, machte ihn schon in jungen Jahren zu einem Teamführer. Auf einer seiner Missionen fand lernte er auch Yosata kennen und verliebte sich in die Frau, die aus einer komplett anderen Welt zu stammen schien und nun doch den Weg direkt an seine Seite gefunden hatte.
    Während seine Ehefrau sich bald um die Erziehung seines kleinen Jungen kümmerte arbeitete Amakoru weiter als Shinobi. Er stieg im Rang auf und wurde als medizinische Spezialkraft Teil eines ANBU-Teams. Einem feindlichen Überfall auf einer Mission verschuldet verschwand Amakoru von der Bildfläche, drei Jahre nachdem seine Tochter das Licht der Welt erblickte. Ob er entführt oder getötet wurde ist unbekannt, doch dass seit nun mehr als einem Jahrzehnt kein Zeichen auf das Überleben Amakorus deutet wird das Schlimmste angenommen. Einer seiner damaligen Teamkameraden konnte die ANBU-Maske Amakorus bergen und hat sie heimlich Joudan als Andenken an seinen Vater zukommen lassen.
    Joudan kann sich nur noch wenig an seinen Vater erinnern. Er hat ihn mittlerweile als Vorbild idealisiert, reimt sich Heldengeschichten über ihn zusammen und sieht in ihm das krasse Gegenteil zu seiner Mutter, von der er sich im Stich gelassen fühlt.
  • Name: Kushou, Shintora
    Alter: 81
    Beziehung: Joudans Großmutter
    Beschreibung:
    Amakorus Mutter ist neben Rin die einzige Person, die Joudan als wirkliche Familie betrachtet. Die mittlerweile verwitwete Dame ist trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch lebensfroh wie eh und je. Auch wenn sie noch in Ayana, einer großen Stadt in der Nähe Amegakures, wohnt lässt sie es sich nicht entgehen, ein paar Mal im Jahr nach Getsurin zu fahren und dort ihre zwei Enkelkinder zu besuchen. Sie unterstützt nicht nur Joudan und Rin, sondern auch Yosata finanziell, denn Familie hat für sie immer den obersten Stellenwert. Shintora ist es auch zu verdanken, dass Joudan sich "wie ein feiner Herr" benimmt, in den Jahren nach Amakuros Verschwinden nahm sie sich Joudans und Rins Erziehung an und sorgte dafür, dass aus den beiden Enkeln "ja auch etwas wird".
    Joudan liebt seine Großmutter über alles. Besuchen von ihr fiebert er schon Tage, wenn nicht sogar Wochen zuvor entgegen und wann immer er Zeit dafür findet, schreibt er ihr zusammen mit Rin Briefe.
    Shintoras runder Geburtstag war ein deutlicher Dämpfer für Joudan und seine Schwester. Der Dame merkt man ihr fortgeschrittenes Alter nun schon deutlich an, sie hat Probleme mit Bewegungen und scheint auch manchmal nicht mehr ganz die Herrin ihrer Sinne und Gedanken zu sein. Joudan versteht, dass seine Großmutter nicht mehr ewig leben wird, was ihm natürlich Sorgen bereitet.
  • Name: Kushou, Rin
    Alter: 15
    Beziehung: Joudans kleine Schwester
    Beschreibung:
    Der Versuch ihrer Großmutter, "eine kleine Lady" aus Rin zu machen, sind nicht spurlos an der jungen Kunoichi vorbeigegangen. Sie hat eine Vorliebe für hübsche Kleider und kann ein Benehmen an den Tag legen, das selbst das Joudans ab und an in den Schatten stellt. Mit ihrem Bruder zusammen von Ayana weggezogen zu sein bereut Rin nicht im Geringsten, auch wenn sie ihre Großmutter sehr vermisst. Im Gegensatz zu Joudan verspürt Rin für ihre Mutter keine Verachtung sondern Mitleid, das ist einer der wenigen Punkte in dem Rin und Joudan sich noch regelmäßig in die Haare bekommen.
    Auch wenn Joudan sich ständig Sorgen um seine kleine Schwester macht, weil er sie quasi aus ihrer Heimat entrissen hat, hat sich das Energiebündel mittlerweile gut in Soragakure eingelebt, hat einige Freundschaften mit Mitschülern und Mitschülerinnen geschlossen und lebt lebensfroh und freudig in den Tag hinein.
    Gelegentliche Streitereien über Hausarbeit oder darüber, was es zu Essen gibt, sind der einzige Reibungspunkt der beiden, doch derartiges ist bald wieder vergessen.
    Rin hat vor wenigen Tagen ihre Abschlussprüfung von der Ninjaakademie bestanden und auch ihren Prüfungsjob erfolgreich hinter sich gebracht, darf sich also nun eine richtige Genin nennen. Zwar ist Joudan auf die Leistung seiner Schwester stolz, doch dass sie nun auch dem Ninja-Handwerk nachgeht, geht Joudan näher, als er sich das eingestehen will. Vermutlich gründet seine erhöhte Sorge darin, dass er neulich erst seine erste Konfrontation erlebt hat, bei der es wahrlich um Leben und Tod ging. Sich Rin in einer derartigen Situation vorzustellen, mag Joudan eigentlich nicht.
  • Name: Kushou, Yokuma
    Alter: 65
    Beziehung: Onkel
    Beschreibung:
    Yokuma ist einer der älteren Brüder von Joudans Vater und Shintoras Erstgeborener. Der feine Herr und Joudan verstehen sich, milde ausgedrückt, nicht ganz so gut. Yokuma sieht Joudan und Rin als unwürdig, den Familiennamen zu tragen, an. Schließlich hat Joudans Vater eine “billige Kunoichi” geheiratet und Joudan und Rin kamen lange Zeit nicht in den Genuss einer Erziehung, die Yokuma als “eines Kushous würdig” ansehen würde. Dass die beiden Geschwister mittlerweile nach Soragakure gezogen sind, billigt der mürrische Herr, denn dann gehen sie wenigstens seiner Mutter nicht mehr auf die Nerven. Doch dass Rin und Joudan, trotz all der Mühen von Yokumas Eltern, der Familie “den Rücken gekehrt” haben, um Laufbahnen als Ninja zu verfolgen, sieht Yokuma als Undankbarkeit höchsten Grades an.
Bekannte und Freunde:
  • Name: Yumeto, Arumaru
    Alter: 30
    Beziehung: Joudans Schneider
    Beschreibung:
    In Joudans Top-3 der Menschen, die ihm am meisten bedeuten, zählt neben seiner Schwester und seiner Großmutter auch sein Schneider Arumaru, der auf dem Festland Getsurins seinem Geschäft nachgeht. Er hat eine besondere Art von Stil, die sich von traditionellen Modelinien abhebt, ist damit allerdings nur mittelmäßig erfolgreich. Neben der geschäftlichen Beziehung verbindet Joudan auch eine Freundschaft, die im Laufe der nun mehr als vier Jahre, in denen der Blondschopf schon in Soragakure lebt, schnell an Tiefe zugenommen hat. Des Abends trifft sich Joudan ab und zu mit Arumaru zum Karten- oder Shogi-Spielen, Tee- oder Sake-Trinken und über gemeinsame Pläne für die Zukunft zu sprechen. Joudan sieht in Arumarus Handwerk nämlich vielversprechendes Potential und die Jahre in Obhut einer Händlerfamilie haben dem werdenden Shinobi einiges beigebracht, das er an seinen besten Freund weitergeben kann - und das nicht ganz ohne Erfolg. Arumarus Geschäft profitiert von Joudans gelegentlichen wirtschaftlichen Ratschlägen sodass der Schneider sich schon seit längerem nicht mehr über Auftragsmangel und leere Taschen beschweren musste.
  • Name: Koromatsu, Hashitoko
    Alter: 45
    Beziehung: Waffenschmied und Bastler, der Joudan als Stammkunden an der Backe hat
    Beschreibung:
    Koromatsus Waffengeschäft für Shinobi-Waffen ist in Soragakure angesiedelt. Joudan besucht den Händler gelegentlich, wenn er sich eine neue Idee ausgesponnen hat, um Bestandteile, Waffen oder maßangefertigte Bauteile zu beziehen. Joudans teilweise lächerlich-unrealistischen Anfragen ist es zu verdanken, dass Koromatsu-san meist nur genervt die Augen verdreht und ein gehässiges "Was denn nun schon wieder?" von sich gibt, wenn Joudan den Laden betritt. Dem Handwerker zollt Joudan allerdings höchsten Respekt, denn nicht nur sind seine Waren meist von guter Machart und ab und an lässt der Schmied Joudan auch in seiner Werkstatt tüfteln, Koromatsu-san half Joudan auch, sich in Soragakure einzuleben - Vielleicht, weil der blonde Junge in seinem beinahe kindlichen Enthusiasmus in dem hartgesottenen Schmied etwas wie Vatergefühle geweckt hat.
    Seit Joudans Ernennung zum Genin sind seine Besuche beim Schmied jedoch meist kürzer geworden. Kurz ein paar Drahtspulen einkaufen oder die Fuuma Shuriken anschärfen lassen, doch für längere Zeit ist der Blondschopf meist nicht bei Koromatsu. Zu gering ist einfach die Zeit geworden. Selten verstricken die beiden sich noch in Plauschereien.
  • Name: Sumiya, Saki
    Alter: 14
    Beziehung: Arbeitskollegin
    Beschreibung:
    Saki hatte das zweifelhafte Vergnügen, Joudan auf ein paar seiner ersten Jobs als Ninja zu begleiten und war, als seine Prüfungsaufsicht, auch nicht ganz unbeteiligt daran, dass der Blondschopf zum Genin ernannt wurde. Joudan sieht in Saki viele Parallelen zu seiner Schwester. Nicht nur sind die beiden im selben Alter, sie sind beide auch unbremsbare Energiepakete und haben beide eine Vorliebe für Süßkram. Der Kushou ist sich bewusst, dass die blauhaarige Kunoichi noch einige Vorbehalte hat, der verschiedenen sozialen Schichten wegen aus denen sie stammen, doch ist Joudan jedes Mal erfreut, die kleine Genin zu sehen und kann ihr auch so manchen Streich nicht übel nehmen.
  • Name: Suzuya, Tamaki
    Alter: 14
    Beziehung: Arbeitskollege
    Beschreibung:
    Neben einem fragwürdigen Auftrag, der für Joudans Verhältnisse viel zu viele Tierexkremente beinhaltete, war Tamaki auch bei Joudans erster richtig-gefährlichen Mission mit dabei. Der Blondschopf hat viel für den stillen Suzuya übrig und bewundert seine ruhige, beherrschte Art. Mehr über seine Herkunft oder Hintergrund weiß Joudan nicht, doch schätzt er Tamaki als Kollegen und würde jederzeit wieder mit ihm auf Tour gehen.
  • Name: Kinzoku, Kenta
    Alter: 16
    Beziehung: Arbeitskollege
    Beschreibung:
    Die Beziehung zwischen Kenta und Joudan ist, zu mindest von der Seite des Kushous aus, schwierig. Der Chunin scheint Joudan auf Schritt und Tritt provozieren zu wollen und ist ihm gegenüber auch schon handgreiflich geworden. So fordert es dem Blondschopf jede Menge Kraft und Selbstbeherrschung ab, sich in der Gegenwart des Kinzokus nicht zu vergessen. Innstänig hofft er, in absehbarer Zeit nicht mehr mit diesem Rotzbengel zusammen auf eine Mission geschickt zu werden.
  • Name: Hozuki Nanami
    Alter: 14
    Beziehung: Arbeitskollegin
    Beschreibung:
    Die junge Hozuki-Dame Nanami und Joudan waren schon des Öfteren gemeinsam auf Jobs oder Missionen unterwegs und kennen sich deshalb recht gut. Die weißhaarige Schwertkämpferin ist eine der wenigen Personen, bei denen Joudan sich nicht ganz fehl am Platz fühlt, denn Nanami scheint auch mit einer gehörigen Portion Manieren und Respekt groß geworden zu sein. Kein Wunder also, dass die beiden sich bestenes verstehen.
  • Name: Tatsumaki Hei
    Alter: 21
    Beziehung: Rivale(?)
    Beschreibung:
    Joudan traf den Shiro-Nin Tatsumaki Hei auf seiner ersten, richtigen Mission. In einem Shinobi-Wettstreit stand er dem Sandbändiger im Finalkampf gegenüber und lernte von dem deutlich erfahreneren Shinobi, dass der Händlersspross noch viel zu lernen hat. Denoch war Joudan von Heis respektvollen Umgang mit “dem Feind” beeindruckt, was einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zwar hat Hei Joudan sicher einige Jahre Erfahrung voraus, doch ihn irgendwann in einem vergleichbaren Szenario zu besiegen ist Joudan Motivation, sich stetig zu verbessern. Erst kürzlich nahm der Blondschopf Kontakt zu Hei auf, um sich mit ihm auf neutralem Boden zu treffen und ihn ein wenig besser kennen zu lernen.
  • Name: Hyuuga, Mari
    Alter: 20
    Beziehung: Bekannte
    Beschreibung:
    Wie auch Hei lernte Joudan Mari beim Shinobi-Wettstreit in Kurobu kennen. Doch Mari hielt sich, im Gegensatz zu Hei, ein wenig vor den anderen Mitgliedern des Wettstreits zurück, sodass Joudan lange Zeit nicht sonderlich viel über die Brünette Shiro-Nin wusste. Erst kürzlich fand er jedoch heraus, dass sie wohl der Hyuuga-Familie angehörte, was jedoch Joudans Meinung über sie kein Stück ändert. In seinen Augen ist Mari eine reife, erfahrene ehrenhafte Kunoichi, die einen guten Blick auf die Realität hat. Joudans Schwester, Rin, hat an der Hyuuga einen Narren gefressen und betrachtet sie als eine Art Vorbild, weshalb es Blondschopf wichtig ist, sich mit ihr gutzustellen.
  • Name: Sakaida Mai
    Alter: 19
    Beziehung: Love Interest
    Beschreibung:
    Die blauhaarige Schönheit aus Kumogakure und Joudan teilten bei einer heiklen Mission ein paar schöne Momente und es flogen richtige Funken zwischen den beiden. Wohlwissend, dass eine Beziehung zwischen zwei Ninjas unterschiedlicher Fraktionen ein großes Risiko ist, haben die beiden dennoch beschlossen, den Versuch zu wagen. Bei ihrem letzten Treffen jedoch wurde jedoch durch üble (unbegründete) Nachrede ein Seitensprung vorgeworfen. Mai und Joudan gingen mit betrübten Gefühlen auseinander, doch noch hat Joudan die Sakaida nicht aufgegeben - wenngleich er auch seinen nächsten Schritt erst planen muss.
  • Name: Jirokou Shunsui
    Alter: 18
    Beziehung: Freund(?)
    Beschreibung:
    Shunsui ist so etwas wie Joudans erster, richtiger Freund. Die beiden lernten sich auf einem einfachen Job kennen und verstanden sich gleich prächtig miteinander. Shunsui ist ein wenig schüchtern, unbeholfen und nicht gerade selbstsicher - zumindest war er das. Nachdem er vor kurzer Zeit zum Chuunin ernannt wurde, hat sein Charakter in Joudans Augen eine komplette Kehrtwende gemacht. Anfangs freute der Kushou sich für seinen Blondschopf-Partner, dass er selbstsicherer geworden ist, doch eine gefährliche Mission brachte einige unschöne Seiten Shunsuis zum Vorschein. Zwischen den beiden herrschen gerade kräftige Spannungen und wäre Shunsui auf der Mission nicht beinahe gestorben, dann hätte Joudan ihm schon längst die Leviten gelesen. Doch die Auflösung dieses Konfliktes wird sicher demnächst folgen.
  • Name: Hayabusa, Kaya
    Alter: 16
    Beziehung: Freundin
    Beschreibung:
    Das Rabenmädchen und Joudan sind derart verschiedene Menschen, dass sie einfach zueinander passen. Kaya ist wie ein verregneter Novembertag, Joudan lernte sie als ernst, auf ihre Ehre bedacht und aufrichtig kennen, als die beiden sich in einem Schaukampf gegenüber standen. Seitdem haben die beiden sich noch ein paar Male getroffen und eine Art seltsame Sympathie zueinander entwickelt. Joudan sieht in Kaya ein verlorenes Schaf, seine Freundschaft zur Schwarzhaarigen besteht aber nicht nur aus Mitleid. Er schätzt das Rabenmädchen für ihre offene, direkte Art und dafür, dass sie es manchmal schafft, Joudan direkt ins Herz zu sehen und zu erahnen, wie es dem Blondschopf geht.
  • Name: Hayabusa, Ray
    Alter: 16
    Beziehung: Arbeitskollege
    Beschreibung:
    Ray und Joudan kennen sich noch nicht sonderlich gut, dennoch hat der Blondschopf im Gespür, dass sich das bald ändern könnte. Die zwei Anlässe, bei denen der Ame-Nin bisher auf den Hayabusa traf, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Rays vielschichtiger Charakter und auch seine interessante Kampfweise, die Joudan schon am eigenen Leib hat spüren dürfen, lassen den Kushou darauf schließen, dass in Ray mehr verborgen steckt, als dass es das auf den ersten Blick den Anschein macht. Und derartige Rätsel knackt Joudan nur zu gerne.
  • Name: Kaya
    Alter: 7
    Beziehung: Haustier
    Beschreibung:
    Offensichtlich nach seiner Freundin Hayabusa Kaya benannt ist die Nebelkrähe Kaya, die Joudan vor wenigen Monaten bei einem ominösen Händler in Kirigakure erwarb. Das Rabentier ist stolz, vernascht nur zu gerne Walnüsse und zeigt Joudan gerne auf, dass er nicht der Herr in der Beziehung der beiden ist. Kaya kann einige wenige Worte imitieren. Die Tatsache, dass das allesamt Schimpfwörter sind und dass Kaya diese erstaunlich passend verwendet, lässt Joudan grübeln, wer das Tier wohl aufgezogen hat. Joudan versucht, die Nebelkrähe zu dressieren, doch hat da bisher noch keine Erfolge vorzuweisen außer dass Kaya auf Kommando kommt, um in seinen Manteltaschen nach Essen zu suchen. Oder auch ohne Kommando.


Persönlichkeit


Interessen:

Als jemand, der sich stets auf geistigem Niveau messen und herausfordern möchte, begeistert Joudan sich für Dinge, über die er gründlich nachdenken kann. Deshalb hat er eine Vorliebe für strategiebasierte Brett- und Kartenspiele oder Rätsel. Alles, was sein Gehirn für mehr als ein paar Augenblicke beschäftigen kann saugt der Akademist wie einen Schwamm in sich auf. Leider ist Rin, seine Schwester, nicht sonderlich an selbigem interessiert, weshalb es Joudan meist an einem Mitspieler oder Gesprächspartner fehlt.
Dieses Interesse uferte darin aus, dass Joudan sich mit Mechanik beschäftigte. Anfangs nahm er Spielzeug unters Skalpell, sezierte es und versuchte, die Funktionsweise von Nussknackern, Aufziehsoldaten und dergleichen zu verstehen. Mit fortgeschrittener Kindheit schaffte Joudan es dazu immer zuverlässiger, auseinandergenommenes Spielzeug hinterher auch wieder zusammen zu setzen. Mit etwa dem zwölften Lebensjahr reichte selbst das dem Jungen nicht mehr und er verwendete Teile um neues Spielzeug zu basteln. Mittlerweile ist Joudan kurz davor, ein Shinobi zu werden und versucht, seine Fähigkeiten im Basteln und Tüfteln auf das Entwickeln neuer Shinobi-Waffen zu projizieren. Vorbild sind ihm dabei die legendären Puppenspieler aus dem Reich des Windes oder dem Reich der Felsen. Was würde Joudan nicht dafür geben, bei einem solchen Shinobi in die Lehre zu gehen, aber man kann sich seine Geburt ja nicht heraussuchen, oder?
Doch nicht nur technische und logische Gehirnakrobatiken faszinieren den jungen Herren, auch das zwischenmenschliche Beziehungen – vor allem geschäftliche – und das aktuelle Weltgeschehen findet Joudan von Interesse.
Die ANBU-Einheiten der verschiedenen Ninjadörfer haben es Joudan angetan. Sein Vater war einst Mitglied der ANBU aus Amegakure, in dessen Fußstapfen will Joudan nun treten. Sie sind in seinen Augen eine perfekte Mischung aus Kampfkraft und Loyalität, beides Werte die er als wichtig erachtet.
Einen wichtigen Stellenwert in Joudans Leben haben seine Schwester Rin und seine Großmutter Shintora. Während Joudan die Erziehung von Rin seit zwei Jahren selbst in die Hand genommen hat und versucht, ihr eine Vaterfigur zu sein, wird er von Shintora unterstützt so gut die alte Dame dies kann. Bei schwierigen Entscheidungen holt sich Joudan meist ihren Rat ein und über regelmäßigen brieflichen Kontakt sowie gelegentliche Besuche versuchen Joudan und seine Großmutter auch über die Reiche hinweg noch in Kontakt zu bleiben.
Rin ist schlichtweg das Wichtigste in Joudans Leben. Nach dem Tod des Vaters der beiden und dem darauf folgenden Absturz ihrer Mutter ließ Joudan alles stehen und liegen um sich um seine kleine Schwester zu kümmern. Auch wenn er von Shintora unterstützt wurde sieht Joudan sich verantwortlich für die kleine Rin. Seine Entscheidung, mit ihr von Amegakure und seiner Mutter wegzuziehen und Rin mitzunehmen sieht er als gute Entscheidung an, doch als nun für Rin Verantwortlicher kann Joudan weniger nach sich selbst und muss mehr nach ihr sehen. Seiner kleinen Schwester ein möglichst angenehmes Leben zu ermöglichen, in dem sie ohne der Tyrannei der Mutter ausgesetzt zu sein, aufwachsen kann, ist Joudans größtes Interesse.


Abneigungen:

Fragt man Joudan nach einer Sache, die er hasst, so wird er nicht eine Sekunde zögern, als Antwort seine Mutter zu nennen. Ihr Verhalten nach dem Tod ihres Mannes mag mancher ihr vielleicht nachsehen, Joudan tut es nicht. Für ihn sind die anfängliche Vernachlässigung, die später in regelrechten Missbrauch ausarteten, unverzeihliche Fehltritte. Deshalb bemüht der Akademist sich auch, alle Brücken zu seiner Mutter abzubrechen. In diesem Punkt lässt er auch nicht mit sich reden.
Joudan ist in einem Umfeld aufgewachsen, das gehobenere Standards hatte als die normale Shinobi-Arbeiterfamilie. Sich diesen Umstand abzugewöhnen fällt Joudan noch schwer, doch in dem Apartment, das er sich in Soragakure mit seiner Schwester teilt, fühlt er sich schon recht heimisch. Woran Joudan sich allerdings beim besten Willen noch nicht gewöhnt hat ist die schiere Masse an strohdummer Menschen, die ihm tagtäglich begegnet. Der Akademist ist ein gewisses Niveau an Reife, Manieren und Bildung gewöhnt und versteht sich nur schwer mit Leuten, die diesen Standards nicht entsprechen. Mit solchen Menschen kann Joudan nichts anfangen, blickt sogar ein Stück weit auf sie herab und gibt sich nur im äußersten Notfall mit ihnen ab.
Als gebürtiger Amegakurer fließ durch Joudans Adern und Venen der Regen. Doch mit dem Dorf, in dem der Blondschopf aufgewachsen ist, verbindet er heutzutage hauptsächlich schlechte Erinnerungen, an seinen vermissten Vater und seine schwierige Mutter. Deshalb hasst Joudan den Regen mittlerweile, erinnert er ihn doch nur an die Vergangenheit.
Eine ähnliche Abneigung verspürt Joudan auch gegen Sonnenblumen. Joudans Vater wurde mittlerweile offiziell für tot erklärt, es gab eine kleine Zeremonie, bei der sein Namen in ein Denkmal für im Dienst verschollene Shinobi eingemeißelt wurde - eine Scheinbeerdigung. Dort, wo in Amegakure diese schwarze Monolith steht, wachsen Sonnenblumen, die Joudan seitdem mit seinem verschollenen Vater in Verbindung bringt.
Joudan ist sein Äußeres sehr wichtig. Umstände, die sich negativ darauf einwirken, kann er gar nicht leiden. Dazu zählt zum Beispiel das Übernachten in freier Natur, so wie es auf längerfristigen Reisen vonnöten ist. Der Blondschopf ist sein abendliches Bad nun mal gewöhnt. Personen, die in Joudans Umgebung rauchen, kann er genau so wenig leiden. Denn wenn er nach Rauch stinkt leidet darunter sein Auftreten.


Mag:
  • Seine Schwester
  • Seine Großmutter
  • Gut gekleidet sein
  • Tee
  • Mentale Herausforderungen wie z.B. Spiele oder Rätsel
  • Gespräche mit kultivierten Leuten
  • Basteln
  • ANBU
  • Schiff fahren
  • Lange und heiß Baden
  • Frauen in Kimonos oder Yukatas
  • Pelzige Tiere die kleiner sind als eine Katze

Hasst:
  • Seine Mutter
  • Regen
  • Im Freien übernachten
  • Süßigkeiten
  • Raucher
  • Menschen mit mangelhafter Intelligenz
  • Jungs, die sich für seine Schwester interessieren
  • Sonnenblumen
  • Natürliche Höhlen
  • Leute, die sich setzen ohne dabei die Knöpfe ihrer Jacken zu öffnen
  • Tiere, die kleiner sind als eine Katze und keinen Pelz haben
  • Kenta

Verhalten:

Das gesamte Verhalten Joudans dreht sich um zwei Maximen: Verantwortungsbewusstsein und Eleganz. Der Blondschopf hat schon seit frühen Jahre Verantwortung für seine kleine Schwester Rin übernommen und dafür gesorgt, dass beide ein ordentliches Leben und eine vielversprechende Zukunft haben. Dies fand seinen Höhepunkt darin, dass Joudan mit 18 Jahren das Recht, sich um seine Schwester zu kümmern, erstritt und mit ihr in eine neue Stadt zog um dem erstickenden Einfluss der Mutter der beiden zu entkommen. Auch die Tatsache, dass Joudan deutlich älter ist als seine meisten Mitakademisten trägt dazu bei, dass er sich für diese verantwortlich fühlt. Immerhin ist er ein reifer Erwachsene, kein Kind mehr. Das Verantwortungsbewusstsein äußert sich darin, dass Joudan meist seine eigenen Bedürfnisse hinter die seiner "Schutzbefohlenen" stellt. Er übernimmt so viel Arbeit wie möglich um anderen das Leben einfacher zu gestalten. Zudem gibt er sich Mühe, anderen gegenüber immer als gutes Vorbild aufzutreten. Er verliert nur in absoluten Ausnahmefällen die Beherrschung, ist sonst immer freundlich, höflich, zuvorkommend, offen und großzügig. Hat er einmal einen schweren Tag oder belastet ihn etwas, so gibt Joudan sich größte Mühe, das zu verbergen. Stattdessen spornt er andere dazu an, ihr Bestes zu geben, lacht gerne und viel und tritt, sofern möglich, gerne an andere heran um ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Wenn dies ab und zu auch bedeutet, mit der nötigen Strenge aufzutreten, dann kann Joudan auch diese Rolle ausfüllen.
Der Shinobi achtet sehr auf sein Auftreten. Diesen Tick hat er von seiner Großmutter, die ihn immer gescholten hat, wenn seine Haare nicht perfekt, seine Klamottenwahl nicht modisch genug oder seine Redensart nicht respektvoll genug war. Entsprechend ist Joudan danach bemüht, seiner Erziehung alle Ehre zu machen und niemandem einen Grund zu geben, sich über den Händlers-Sprössling zu echauffieren.
Joudans Worte sind meist mit Bedacht gewählt. Nur selten – und vor allem nur in Gesellschaft von guten Bekannten – plappert er frei heraus, was er gerade denkt. Anderenfalls versucht er, die Konsequenzen von Gesagtem vorher abzuwägen und entsprechend zu vermeiden, andere zu verärgern. Er hat auch eine etwas eigenartige Art zu Reden, so mancher mag es als "geschwollen" oder gar "altmodisch" bezeichnen, doch fühlt der Blondschopf sich dabei wohl und es trägt zu seinem doch ohnehin eher exzentrischem Auftreten bei.
Joudan gibt sich Mühe, seine Mitmenschen und Ihre Beweggründe zu verstehen. Das begründet sich zum einen dadurch, dass es für Verhandlungen enorm wichtig ist, sein Gegenüber zu kennen, zum anderen aber auch darin, dass Joudan bisher noch zu Recht wenigen Menschen außer seiner Familie und seinen Lehrern wirklich Kontakt hatte. Deshalb interessiert er sich schlichtweg dafür, in welchen Umständen andere stecken, was in ihnen vorgeht, was sie empfinden oder verlangen. Doch Joudan gibt sich Mühe, die Grenze zwischen "interessiert" und "neugierig" nicht zu sehr zu überschreiten, vor allem dann, wenn er mit seinem Gegenüber noch nicht vertraut ist.


Wesen:

Joudan lebt unter ständigem Druck. Er hat von seinen Großeltern eine herausragende Ausbildung bekommen und muss dieser nun gerecht werden. Er hat seine Schwester seiner Mutter weggenommen und ist nun für sie verantwortlich. Er ist mit Rin in eine neue Stadt gezogen und muss sich nun dort zurechtfinden. Diese Bürden lasten oftmals schwer auf dem Gemüt Joudans, der dies jedoch nicht nach außen dringen lässt, und bestimmen einen großen Teil seines Lebens. Der Akademist balanciert die Arbeit als Shinobi, Training und das Hausmanns-Dasein auf Messers Schneide, findet kaum Zeit für sich selbst oder eigene Interessen.
Dennoch ist Joudan stolz auf das, was er erreicht und erkämpft hat. Der selbst auferlegte Leistungsdruck ist ihm auch zeitgleicht Motivation, treibt ihn an und verhindert, dass er sich gehen lässt. Von seiner Arbeit als Ninja kann Joudan sich und seine Schwester mittlerweile gut versorgen. Der junge Herr hat es geschafft, auf eigenen Beinen zu stehen. Das nächste große finanzielle Ziel ist ein Wohnungswechsel, irgendwohin, wo er und Rin mehr Platz haben, im Idealfall auch einen Garten mit Pool. Aber wer den Wohnungsmarkt in Soragakure kennt, der weiß, dass dieses Ziel selbst für einen Ninja mit Chuunin-Gehalt noch in ferner Zukunft liegt.
Nachdem er das Leben als Shinobi einige Jahre kennen gelernt hat, ist Joudan mittlerweile ein wenig desillusioniert. Viele Missionen und Jobs, die er bisher erledigt hat, waren Arbeiten, die auch ein besserer Tagelöhner hätte erledigen können. Der Blondschopf eifert dem Vorbild seines Vaters, eines Tages ein ANBU zu werden, nicht mehr mit ganz so viel Elan hinterher. Momentan möchte Joudan vor allem erforschen, wo und wie sein Vater verschwunden ist. Ein Jounin zu werden, das liegt für Joudan noch in derart ferner Zukunft, dass es ihm nicht wirklich als Motivation dient. So ist der Ame-Nin seiner Arbeit als Ninja gegenüber momentan sehr zwiegespalten.
Verständlicherweise also gibt Joudan viel darauf, was andere von ihm halten. Er möchte seiner Familie - und damit meint er vor allem seine Großmutter - keine Schande bereiten und versucht es so, allen Leuten recht zu machen und mit jedem auszukommen.
Nur selten findet Joudan einmal Zeit, sich mit einem Freund aus Getsurin auf ein Spiel und etwas zu trinken zu treffen oder alleine über wahnwitzige Konstruktionen nachzudenken, was ihn ablenkt und sein Gemüt heben kann. Dafür verbringt der Blondschopf so viel Zeit wie möglich mit seiner kleinen Schwester, kocht für sie, hilft ihr bei den Hausaufgaben oder beim Training redet mit ihr über das am Tag erlebte. Rins Wohl würde Joudan über alles stellen, sie bedeutet ihm das Leben und mehr.
Joudan hat schon erste Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht gemacht. Man kann ihm vieles nachsagen, aber schüchtern ist Joudan nicht, was bei mancher Dame auf Anklang stößt. Dennoch ist Joudan, vor allem seit seinem Umzug nach Soragakure, kein Weiberheld, der jedem Rock hinterherjagt. Zwar hatte der Blondschopf sich vorgenommen, vorerst keine Beziehung einzugehen, um sich um seinen Beruf und seine Schwester zu kümmern, doch nach einer schicksalshaften Begegnung im Reich des Grases hat sich diese Ansicht geändert. Joudan ist gespannt, wie sich seine Beziehung zu Mai entwickelt, und genießt diesen Teil seines Lebens deutlich mehr, als dass er es sich vorgestellt hätte.
Der Blondschopf freut sich immer, neue Menschen kennen zu lernen. Offen, ehrlich, höflich und sympathisch wie er ist, fällt ihm das meist auch nicht schwer. Joudan ist dabei von dem Interesse getrieben, herauszufinden, wie andere Menschen wohl aufgewachsen sind, was sie im ihrem Leben schon durchmachen mussten und wie sie an den Punkt gelangt sind, an dem sie nun stehen. Deshalb liebt Joudan tiefsinnige Gespräche in vertrauterem Rahmen, wo man ehrlich zueinander sein kann. Einen anderen Menschen dazu zu bringen, sich ihm zu öffnen und seine Geschichte zu offenbaren, ist für Joudan eine der größten Errungenschaften, die er im Gespräch erreichen kann. Joudan selbst scheut auch nicht davor, über sich zu erzählen, so lange es nicht über die Stränge schlägt und dann nach Selbstverliebtheit, Arroganz oder, anders, nach Jammern oder Beschweren klingt.


Stärken und Schwächen

Stärken:

Die einzige rein kämpferische Stärke, über die Joudan verfügt, ist der Fernkampf. Woher das besondere Händchen des Blondschopfs dafür kommt, Dinge zielgenau zu werfen – sei dies nun ein Kunai ins Schwarze einer Zielscheibe oder ein zusammengeknülltes Stück Papier in den Korb hinter dem Schreibtisch – kann dieser sich selbst nicht erklären. Doch da dieses Talent mit das einzige nennenswerte ist, das Joudan im Kampf von Nutzen ist, hat er sich darauf spezialisiert.
In Joudans Brust schlägt das Herz eines Bastlers. Schon seit er Lesen kann interessiert der Junge sich für Mechanik, Handwerk und Mathematik. Seinem Einfallsreichtum steht momentan nur der Widerwille, sich die Hände schmutzig zu machen, im Weg. Doch in ruhigen Stunden kritzelt Joudan eifrig Pläne, Blaupausen und Entwürfe für allerlei Apparaturen und vor allem Trickwaffen in seine "Künftiges Arsenal"-Bücher.
Einer langjährigen Ausbildung in der Kaufmannsfamilie seines verstorbenen Vaters verdankt Joudan nicht nur ordentliche Manieren, sondern auch ein gutes Allgemeinwissen, vor allem in Bezug auf Geographie, Politik, Diplomatie, Seefahrt und Handelswaren verschiedener Städte, Regionen und Länder.
Verhandlungsgeschick gehört ebenso zu den Werten, die die Lehrer von Joudans Großvater dem Blondschopf vermitteln konnten. In Diskussionen und Streitgesprächen vermag Joudan es gekonnt, eigene Argumente schlagfertig zu präsentieren sowie die Argumentation des Gegners zu untergraben.
Dazu gehört auch das, was Joudans Großvater gerne als "angewandte Sozialwissenschaft" bezeichnet hatte. Die Handlungsweise der meisten Menschen nachzuvollziehen und verstehen zu können ist etwas, was man lernen kann. Viele Denk- und Verhaltensmuster, Wünsche und Bedürfnisse sind in beinahe alle Menschen zu einem gewissen Teil vorhanden. Das Wissen um diese großteils unterbewussten Abläufe und wie man sie sich zu Nutzen machen kann, versucht Joudan zu vertiefen und in Kriesensituationen einzubringen.
Gute Geschäfte geschehen nicht von einem Augenblick auf den Andern sondern benötigen langfristige Planung. Verschiedenste Faktoren müssen berücksichtigt, Variablen und Eventualitäten müssen eingeschätzt und wichtige Entscheidungen müssen konsequent durchgesetzt werden damit ein Plan den Weg vom Kopf – manchmal mit einem Umweg über das Papier – in die Realität findet. Joudan hat es geschafft, sich diese Denkweise zu eigen zu machen und sie auch zum Beispiel als Vorbereitung auf eine Mission zu nutzen.
Joudans letzter Vorteil ist der, dessen er sich am wenigsten bewusst ist. Auf viele Menschen wirkt Joudan von Beginn an recht sympathisch, sei dies nun wegen seiner gepflogenen Ausdrucksweise und seinem höflichen Verhalten oder seinem sicheren, unbestechlichen Auftreten wegen. Joudan sieht seine positive Ausstrahlung als gegeben an, denkt sich nicht viel dabei oder darüber und versucht entsprechend auch nicht gezielt, einen Vorteil daraus zu schlagen. Vielmehr irritiert es ihn umso mehr, wenn er denn einmal eine Bekanntschaft schließt, die ihm von Anfang an abgeneigt ist.


Schwächen:

Vor allem mit Genjutsu tut sich Joudan schwer. Er besitzt zwar die nötige Chakrakontrolle um ein deutlich besserer Genjutsu-Nutzer zu sein als er es ist, doch scheint ihm irgendwie das Verständnis für diese Sparte zu Fehlen. Das wirkt sich nicht nur insofern aus, dass Joudan kein einziges Genjutsu verwenden kann. Auch das Auflösen von Genjutsus, unter deren Bann er oder andere gefallen sind, stellt für den jungen Shinobi noch eine kaum zu überwindende Hürde dar.
In einem Test mit Chakra-sensitivem Papier fiel auf, dass Joudan bisher kein Chakra-Element besitzt. Dies mögen seine Ausbilder nun noch darauf schieben, dass der Akademist sich noch recht weit am Anfang seiner Laufbahn als Shinobi befindet, doch dieser Nachteil wird Joudan noch bis an das Ende seiner Karriere begleiten und ihm den Zugang zu allen elementarbasierten Ninjutsu verweigern, sein künftiges Arsenal an Techniken damit also deutlich einschränken.
Eine Schwäche des Shinobis, die sich vor allem auf längerfristige Missionen auswirkt, ist Joudans Eitelkeit. Sein gepflegtes Äußeres ist dem jungen Erwachsenen heilig, weshalb er längere Aufenthalte in der Wildnis scheut. Auch ist schon einiges an Überzeugungskraft nötig um den Akademisten dazu zu bewegen, durch Staub oder Matsch zu kriechen oder, allgemeiner gesagt, etwas zu unternehmen, das seine geliebte Garderobe in irgendeiner Art zu verschmutzen oder zu beschädigen droht.
Joudan denkt über sich, er hätte schon einiges in seinem Leben durchmachen müssen. Außerdem bildet der Blondschopf sich viel auf seine doch eher unübliche Ausbildung ein, die ihn wahrscheinlich von den meisten seiner Mitschüler und anderen Shinobi unterscheidet. Deshalb ist Joudan nicht nur ein Stück weit eingebildet (nicht auf seine Fähigkeiten als Shinobi sondern auf seine "Softskills"), er ist auch besonders empfänglich für Schmeicheleien und Komplimente aller Art.
Eine wichtige Charaktereigenschaft Joudans ist sein ausgeprägter Beschützerinstinkt. Der Shinobi würde das Leben und die Unversehrtheit seiner Kameraden immer über den Erfolg einer Mission stellen, was ihn in ernsten Situationen sicher in Schwierigkeiten bringen kann und wird. Diese Charaktereigenschaft macht Joudan auch besonders verletzlich für Drohungen und Erpressungen, die sich gegen Bekannte und geliebte Menschen wie zum Beispiel seine Schwester richten. Dieser Beschützerinstink richtet sich vor allem auf jüngere Bekannte Joudans und speziell auch Kinder, die er vielleicht gar nicht kennt. Kinder sind wichtig!


Geschichte


Introduction

Wie Trommelfeuer prasselten tausende Regentropfen unerbittlich, doch beinahe schon rhythmisch gegen die verglasten Fenster des Kushou-Anwesens. Dieses wurde, wie so oft bei schlechtem Wetter, von Öllampen mit flackerndes Licht erhellt. Das einzige, das Joudan an solchen Regentagen liebte, war der Geruch von Petroleum, der nun durch jeden Gang tanzte und jedem Raum einnahm. "Ja, Jou-chan, natürlich erinnere ich mich an den Tag an dem du geboren wurdest.", antwortete seine Großmutter langsam auf Joudans Frage. Ihr Gesicht hatte sich kurz davor zu einem glücklichen Lächeln verzogen, das die Falten und Runzeln um ihre Mundwinkel und um die Augen besonders hervorhob. "Warum fragst du?", fügte sie hinzu und Joudans hörte heraus, dass es sich bei dieser Frage um keine Floskel handelte. Shintora spürte, dass etwas in Joudan vorging, dass er etwas geplant hatte. Sie anzulügen wäre unhöflich und respektlos, deshalb konnte er nicht mit einer Floskel wie "nur so" oder "bin neugierig" antworten. Dennoch wollte er Shintora jetzt noch nicht offenbaren, zu welchem Schluss er gekommen war. Stattdessen lehnte er sich von seinem Platz auf einem Lederpolstermöbel nach vorne und gab mit ernster Miene folgendes vor sich: "Ich will wissen ob jene Frau nur eine einzige Sache in meinem Leben nicht ruiniert hat." Joudan sprach über seine Mutter, ein schwieriges Thema. Aufmerksam studierte der Blondschopf die Züge seiner Großmutter um daraus zu erkennen, was sie von seiner Offenbarung hielt. Ihr Brauen zuckten kurz nach oben, die Augen weiteten sich einen Moment lang unmerklich. Joudans Antwort hatte sie wohl überrascht. Einen Augenblick lang herrschte Stille zwischen Enkelkind und Großmutter, nur Trommelfeuer war zu hören, dann seufzte Shintora und sackte in ihrer Haltung ein wenig in sich zusammen. Sie würde seiner Forderung nachkommen. Shintora nahm einen Schluck Wasser und räusperte sich, dann fing sie an:

Erster Vers - Ame no Kuni Overture

"Es hat schlimmer geregnet als jetzt, am Tag deiner Geburt meine ich. Und Blitz und Donner haben um die Wette geeifert, wer bedrohlicher sein konnte. Du warst viel früher dran als du erwartet würdest, konntest es wahrscheinlich gar nicht schnell genug geschafft zu haben, endlich das Licht der Welt zu erblicken. Das hat uns allen Sorgen bereitet, weißt du? Als du erfolgreich zur Welt gebracht wurdest und dein Vater, dein Großvater und ich endlich zu deiner Mutter und dir durften fiel uns allen ein Stein vom Herzen. Deiner Mutter hast du es auf jeden Fall nicht leicht gemacht. Sie wirkte abgeschafft und erledigt, mit eingefallen Wangen und aufgedunsenen Augen war sie, wie sie sich so im Arm hielt, trotzdem eine der schönsten Frauen die es in diesem Moment geben hätte können. Du hast nicht geschrien, das wäre unüblich, sagten uns die Ärzte. Nichtsdestotrotz trotz hast du alles gut und gesund überstanden. Ganz friedlich hast du dagelegen und hast dich von deinen Eltern streicheln lassen. Das hat mich so sehr daran erinnert als ich deinen Vater zur Welt gebracht hat. Der war auch ganz still gewesen. Weißt du eigentlich, dass du die Augen deines Vaters hast?"

Bridge

"Das hast du mir bestimmt vierhundemal gesagt, Großmutter, alleine diese Woche." Joudan verdrehte gespielt die Augen und stieß ein melodramatisches Seufzen aus, was seiner Großmutter ein kurzes Kichern entlockte. "Fehlt er dir auch?", wollte Joudan in einem sanften Tonfall wissen. Ein wenig entspannter als noch Momente zuvor lächelte ihn seine Großmutter an und nickte langsam. "An jedem Tag. Aber ich habe ja dich und Rin dafür. Weißt du, ihr seid wie meine eigenen Kinder für mich." Joudan beugte sich in seinem Lehnstuhl so weit wie möglich nach vorne um seine Hand auf die seiner Großmutter zu legen. "Und du bist eine viel bessere Mutter als jemand anderes das je sein könnte, Großmutter." Joudan könnte sehen wie sich in den Augenwinkeln Shintoras ein paar kleine Freudentränen sammelten. Er ließ Shintoras Hand wieder los und lehnte sich zurück. "Ich kann mich an nicht mehr viel erinnern. Wie war Tou-san so, als ich noch klein war?" Von ihrem Sohn zu reden fiel Shintora durchaus leichter als das vorherige Thema, dass konnte Joudan nicht nur an ihrem Tonfall hören, die Augen seiner Großmutter strahlten förmlich als sie zu erzählen begann:

Zweiter Vers - Shinobi Shuffle

"Amakoru hat sich immer Gedanken gemacht, dass er zu wenig für dich da wäre. Dabei hab ihr beiden euch wunderbar verstanden. Sicher, er war ab und an Tage lang auf Missionen unterwegs, doch immer, wenn er im Dorf war, wart ihr beiden unzertrennlich. Du hast es geliebt, wenn er dich auf die Schultern genommen hat und im Huckepack mit dir ein paar Sprünge zwischen den Häuserschluchten gewagt hat. Dann hast du deine kleinen Ärmchen in die Luft gestreckt und vor Freude geschrien. Deine Mutter hat Amakoru zwar danach meist gescholten, doch das war euch beiden egal. Wenn dein Vater von einer Mission zurück gekommen ist hat er dir immer etwas Neues zum Spielen mitgebracht das du spätestens nach ein, zwei Tagen wieder kaputt bekommen hattest." Shintora sah Joudans Blick. "Oder eben erforscht. Als du alter wurdest hat er dich immer zum Werfen üben auf den Trainingsplatz mitgenommen. Das hast du ja schon immer gut können und wenn du Zeit mit deinem Vater verbringen konntest dann warst du zufrieden, egal was ihr gemacht habt. Deine Mutter hat euch dann immer zu essen vorbeigebracht, dass ihr ja nicht vor Erschöpfung umfallt. Du hast immer gesagt, dass du ein Shinobi werden willst, wie dein Vater. Yosata hat ihren Beruf ja für dich aufgegeben. Aber das hat sie damals nicht gestört, denn ihr wart zu dritt in Harmonie."

Bridge

Wie eine Urgewalt, mächtig und unvorhersehbar, wirbelte auf einmal Rin durch die Türe ins Kaminzimmer. Sie trug ein hellrotes, knielanges Kleid und ihre braunen Haare hatte das junge Mädchen zu zwei kunstvollen Zöpfen zusammengefasst. "Worüber redet ihr?", fragte Joudans Schwester und tänzelte dabei mit einer Pirouette auf einen freien Platz neben ihrer Großmutter, wo sie sich ins Polster fallen ließ. Kurz nach ihr betrat eine ältere Frau, vielleicht Mitte 40, die in die typische Angestellten-Uniform des Hauses Kushou gewandert war, schnellen Schrittes den Raum. "Verzeiht, sie ist einfach losgestürmt.", entschuldigte das Hausmädchen sich bei Shintora beinahe schon ängstlich darüber, ihre Aufgabe vernachlässigt zu haben, und verbeugte sich dabei unterwürfig. Shintora hob lächelnd die Hände. "Schon gut, schon gut. Geh zu Tanaka-san und sag ihm, dass du beim Abendessen helfen kannst." Joudan fügte hinzu: "Habt Dank, dass Ihr Euch um meine Schwester gekümmert habt." Das Hausmädchen verneigte sich erneut, dieses Mal förmlicher als zuvor, und verließ wortlos den Raum. "Wir haben über die Kindheit deines Bruders geredet, Rin-chan.", erklärte Shintora. Runs Augen weiteten sich und nahmen ein funkeln wie das von tausend Sternen an. "Redet ihr über Dad?" Beide nickten, dann begann Shintora wieder an zu

Dritter Vers - Chakra Jazz

"Rin-chan, als du zur Welt gekommen warst war dein Bruder schon ein großer Junge. Vom ersten Moment an war er kaum von deiner Seite zu bekommen und wenn wir dich in den Arm nehmen wollten dann musste Joudan uns das erst erlauben. Er hat schon damals, als ihr noch zu viert wart, immer auf dich Acht gegeben. Amakoru war immer seltener unterwegs um sich im seine wundervolle Familie zu kümmern. Das waren sicherlich die besten Jahre in seinem Leben. Damals war auch eure Mutter noch überglücklich gewesen. Als du zwei warst, Rin, durfte dein Bruder endlich an die Ninja-Akademie gehen. Joudan war übereifrig, wollte schon mit 10 zum Jounin werden. Dass er mit seinem Dad zusammen auf Missionen gehen kann. Die Ninja-Akademie war für Joudan ein Paradies. Nun wandte Shintora sich wieder an ihren Enkel. "Du hast schnell Freunde gefunden. Ich kann mich sogar daran erinnern, dass du deine kleine Freundin einmal zum Essen mitgebracht hast. Wie hieß sie gleich nochmal? Sonoko? Jaa, die kleine Sonoko. Ihr wart so ein süßes Pärchen." Selbstverständlich nahmen Joudans Wangen bei dieser Art der Erzählung einen rosigen Ton an. Beschwichtigend hob er die Hände, doch das Kichern Rins, die während der Erzählung ihrer Großmutter freudig mit den Füßen baumelte, hielt Joudan davon ab, Shintora um Einhalt zu bitten. "Du hattest sie sogar gefragt, ob ihr nicht heiraten wollt. Yosata mochte sie auch. Das war noch bevor..."

Quick Change

Stille erfüllte den Raum. Selbst Rin konnte merken, dass das Gespräch nun eine Wendung nehmen würde. Shintora schwieg und blickte betroffen zur Seite, wich Joudans Blick aus. Dieser wiederum sprach aus, was wie ein Damoklesschwert in der Luft hing: "... bevor Dad verschwunden ist." Shintora benötigte einen Augenblick bevor sie sich wieder gefasst hatte. Wie um sich selbst zu beruhigen legte sie eine ihrer runzeligen Hände auf Rins Kopf und strich ihr zwischen den beiden Zöpfen hindurch durch die braunen Haare. "Wie hast du es erfahren?"

Vierter Vers - Missing Nin Blues

"Es war spät in der Nacht. Deine Mutter kam mit dir an der Hand und Rin im Arm vorbei, weil sie nicht wusste, wohin sie sollte. Großvater hat mich gerufen, denn ich habe schon geschlafen. Ihr habt alle drei fürchterlich geweint. Eure Mutter hatte einen Brief vom Kage in der Hand in dem ihr die Hiobsbotschaft überbracht wurde. Unser kleiner Amakoru, verschwunden. Er hatte sich mit euch so viel aufgebaut. Auch wenn euer Großvater nie viel für euren Vater getan hat, er hat ihn geliebt. Dass man ihn für Vermisst erklärt hatte und wenig Chance auf eine Rettung bestand, das traf uns mitten ins Herz. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es für euch beide gewesen war, an diesem Tag. Und erst recht nicht, wie es für Yosata war. Für eure Mutter brach eine Welt zusammen." "Nimm sie nicht in Schutz.", so unterbrach Joudan harsch seine Großmutter zischend. "Für uns alle brach eine Welt zusammen." Shintora blickte ihren Enkel an, der mit geballten Fäusten dagegen ankämpfte, laut zu werden. "Jou..." "Du weißt ganz genau wie sie war, nachdem Dad verschwand. Sie hat nicht gekocht, sie hat nicht mit uns geredet, sie saß nur da und hat geweint." "Du musst verstehen, dass das..." "RIN war DREI Jahre alt. Wären du und Großvater nicht gewesen wäre sie verhungert." "Du bist mit Rin jeden Tag hier vorbeigekommen und wir haben euch immer geholfen." "Wir hätten eine Mutter gebrauchen können, Großmutter. Aber die hat uns im Stich gelassen. Nur Dad war ihr noch wichtig, für uns hat sie sich doch gar nicht mehr interessiert."

Solo

Joudan war von seinem Sessel aufgestanden. An den Knöcheln beider Hände war das Weiß der darunterliegenden Knochen zu sehen. Seine Zähne knirschten und die Augen funkleten beinahe schon bösartig, hasserfüllt. "Und das war nur der Anfang."

Fünfter Vers - Rhapsody Jutsu

"Ich habe die Akademie nach einem Jahr abgebrochen, weil sich Yosata nicht um Rin gekümmert hat. Wir konnten immer zu euch, aber Rin brauchte ihre Mutter. Also haben wir bei dieser Frau gelebt. Anfangs kümmerte sie sich einfach nicht um uns. Tagelang starrte sie die Türe an, als würde sie jeden Moment erwarten, dass Dad heimkam. Sie hat sich nicht gewaschen, Großmutter. Sie hat nur gegessen, wenn ich sie gezwungen habe. 'Dad würde wollen, dass du was isst' habe ich ihr dann gesagt. Dann aß sie, ohne mich wahrzunehmen. Sie schaute durch Rin und mich einfach hindurch, so als wären wir nicht echt. Oder als würden wir nichts mehr bedeuten. Später hat sie mit dem trinken angefangen. Unser ganzes Haus roch nach Alkohol und Erbrochenem, aber sie rührte keinen Finger. Ich habe mich um Rin und Yosata und das Haus gekümmert. Und wenn sie getrunken hatte wurde sie böse. Dann schrie sie, fluchte, tobte. Ich habe Rin und mich dann unter dem Bett versteckt, dass sie in einem ihrer Anfälle nicht nach uns schlug oder ihre Flaschen nach uns warf. Rin habe ich die Ohren zugehalten, weil es sie immer zum Weinen gebracht hat." "Jou, wir haben euch doch zu uns genommen als es so schlimm wurde. Das waren nur ein paar Wochen.", beteuerte Joudans Großmutter. "Es waren ein paar Wochen zu viel. Was diese Frau uns angetan hat kann ich ihr nicht verzeihen. Am liebsten würde ich ihr..." "SCHLUSS!"

Turnaround

Joudan brach abrupt ab, als seine Schwester, so laut sie konnte, schrie. Sie zitterte, hatte Tränen in den Augen und ihre Arme hatten sich ängstlich um ihre Großmutter geschlungen. "Jou-nii, du machst mir Angst...", fügte sie weinerlich hinzu. Das ließ Joudan verdutzt zurückweichen und brachte den aufgebrachten Bruder erst einmal zur Ruhe. Schnell ging er vor Rin auf ein Knie um sein Gesicht auf die gleiche Höhe mit ihrem zu bringen. "Das tut mir wahnsinnig leid, Rin-chan. Ich verspreche dir, ich werde nicht mehr laut werden. Vor Jou-nii brauchst du keine Angst zu haben, ja?" Rin benötigte einen Moment, dann nickte sie schniefend. Joudan strich ihr über die Schulter und grinste sie frech und freundlich an. "Jou-nii passt immer auf dich auf. Und Großmutter wird sich auch immer um uns kümmern, wenn wir Hilfe brauchen.

Sechster Vers - Honky Tonk Sensei

Weißt du, als es mit Mutter schlimmer wurde, haben Großmutter und Großvater uns aufgenommen, Rin. Du warst noch sehr klein, als hat Großmutter sich um dich gekümmert als wärst du ihre eigene Tochter. Wir haben unsere eigenen Zimmer bekommen und durften hier im Anwesen leben. Für dich war es schwer, Yosata nicht mehr zu sehen. Aber wir waren uns alle einig, es war so zu unserem besten. Großvater unterstellte mich einigen Privatlehrern, die mir allerlei Ding beibrachten. Er sagte, wenn ich nun in seiner Verantwortung sei, dann würde er auch danach sehen, dass ein richtiger junger Mann aus mir wird. Zuerst lernte ich richtig zu Lesen und zu Schreiben, so wie du später. Ich wollte zurück auf die Ninja-Akademie, aber Großvater hatte es verboten. Es gäbe auch noch eine andere Zukunft für dich und mich, hat er immer gesagt, wenn wir uns gestritten haben. Damals habe ich nicht verstanden, was er damit gemeint hat. Aber heute glaube ich, Großvater wollte verhindern, dass das was mit Dad und Yosata geschehen ist, einem von uns beiden wiederfährt. Großvater war daran interessiert, uns beiden ein möglichst komfortables Leben zu ermöglichen, deshalb hat er mir beigebracht, was er am besten konnte. Nachdem ich Lesen und Schreiben konnte ging es für mich erst richtig los. Stundenlang zwang er mich, Bücher über Geografie und Geschichte zu wälzen. Welches Land liegt wo, ist mit wem Verbündet, hat welche Handelsbeziehungen, welche Waren, welche Anbindungen. Großvater war ein Händler durch und durch. Später kamen Gesetztexte dazu. Wie funktionieren Steuern und Zölle, für was gibt es Handelsgesellschaften, wie fülle ich Anträge richtig aus, wer ist Ansprechpartner für welche Anfragen, welche Institutionen hat unser Land, die Nachbarsländer. Dann ließ er mich Verhandeln. Er bezahlte Gelehrte dafür, mit mir zu diskutieren, sich mit mir zu streiten. Ich bekam im Voraus ein Schriftstück auf dem Stand, welche Position ich im Streitgespräch vertreten sollte und was mein Ziel war. Hinterher musste ich erklären, wie ich zu meinem Ziel gekommen war oder welchen Kompromiss ich warum eingegangen war. Anfangs waren es einfache Verhandlungen. Ein Kaufmann hatte ein Schiff an einem Dock angelegt und die Ladung gelöscht ohne sich anzumelden und ich musste ihm dafür eine Strafgebühr abverlangen. Später wurde es schwieriger. Niemand war mehr wirklich im Recht, es galt komplexe Beziehungen zu berücksichtigen. Das Schwierigste war immer, dass Großvater verlangte, ich solle gewinnen ohne mir dabei den Gesprächspartner zum Feind zu machen. Ich benötigte viele Monate um herauszufinden, was er damit gemeint hatte. Als ich älter wurde, mit fünfzehn oder sechzehn, nahm er mich mit auf Geschäftsessen, formale Bälle oder Veranstaltungen. Ich sollte lernen, mich entsprechend meiner Herkunft zu Verhalten. Mit anderen Menschen umzugehen, die sehr auf Etikette achteten, gefiel mir schon von Anfang an. Denn die größte Errungenschaft in solch einer Situation ist es, nicht aufzufallen. Wenn sich Blicke nach dir richteten hast du gewusst, dass du etwas falsch gemacht hattest. Das war ungemein lehrreich für mich. Großmutter hat sich so lange um dich gekümmert. Von ihren Lehrern hast du Singen und Tanzen gelernt, wie du dich als Frau hübsch machst, dich richtig verhältst und kleidest. Und schau an was für eine bezaubernde junge Dame aus dir geworden ist. Natürlich haben wir beiden viel zusammen gemacht. Wir hatten gemeinsame Unterrichtsstunden, wenn wir Zeit für uns hatten haben wir zusammen gespielt. Du hast mir vorgesungen, was man dir beigebracht hatte, und ich liebe es bis heute, dir zuzuhören. Auch wenn Großvaters Erziehung uns ab und zu an verschiedene Orte führte, nichts konnte uns damals wirklich trennen. Und so ist es bis heute. Dann wurde Großvater langsam krank und Großmutter musste sich mehr um ihn kümmern. Das war aber auch gut. Ich war schon Achtzehn als Großvater von uns gegangen ist und du warst schon fast zehn Jahre alt. "

Ad lib

"Ich hätte mich damals mehr um euch kümmern müssen.", gestand Shintora sich ein. Rin schüttelte energisch den Kopf und auch Joudan versicherte ihr, dass das nicht der Fall war. "Du hattest genug um die Ohren. Und im Gegensatz zu Yosata hast du dir immer noch Mühe gegeben, dich um uns zu kümmern. Aber ich war kein Kind mehr und auch Rin ist schon sehr erwachsen für ihr Alter. Wir hatten die Möglichkeit, bei dir zu bleiben, Möglichkeit, zu Yosata zurückzugehen oder uns ein eigenes Leben aufzubauen. Ich entschloss, das Dorf zu verlassen und in Soragakure meine Ausbildung zum Shinobi wieder aufzunehmen um dir Zeit zu geben, dich um deine Dinge hier zu kümmern, Großmutter. Außerdem ist es der beste Weg, um Dad zu finden. Oder zumindest herauszufinden, was mit ihm passiert ist." Shintora lächelte mild als sie Joudans Ausführungen lauschte. Sie redeten zum ersten Mal richtig darüber, was Joudan vor zwei Jahren dazu bewegt hatte, Amegakure zu verlassen. Als die dreie sich einen kurzen Moment anschwiegen bemerkte Joudan, dass der Trommelfeuerregen geendet hatte. Statt einer dunklen Wolkendecke offenbarte ein Blick aus dem Fenster nun den sternenklaren Himmel, den man im Regenreich nur wenige Male im Jahr zu sehen bekam. "Schau mal, Rin, der Himmel draußen!", wies Joudan seine kleine Schwester auf das Phänomen hin. Wie der kleine Wirbelsturm, der sie war, sprang Rin auf und war schneller am Fenster als Joudan das sehen konnte. Der Anblick zog sie in seinen Bann und für einen Moment vergaß Rin alles um sich herum. Joudan wiederum war vom Anblick seiner kleinen Schwester, wie sie sich freute, entzückt. Sie glücklich zu sehen war für ihn viel wunderschöner als jeder Sternenhimmel es je hätte sein können. "Rin hat sich damals vehement gewehrt, von dir getrennt zu werden, Jou.", beteuerte Shintora leise. Auch Joudan und seine Großmutter waren jetzt aufgestanden und warfen, Seite an Seite, ihre wachenden Blicke auf Rin. "Wir haben die nötige Papierarbeit durchgeführt, dass du nun ihr Erziehungsberechtigter bist, also kümmere dich gut um sie." Das musste Shintora Joudan nicht extra ins Gedächtnis rufen, denn er wusste genau, was für eine Verantwortung er sich aufgeladen hatte. Doch der werdende Shinobi hatte zusammen mit den beiden Frauen in seinem Leben, Rin und Shintora, entschieden, dass dies die Lösung war, die für alle drei am besten war. "Keine Sorge, Großmutter. Ich sorge mich gut um sie. Und falls ich Hilfe benötige, dann weiß ich wo ich welche finde." Einige Minuten standen die drei noch so da und erfreuten sich des überraschend-angenehmen Abends. Dann wurde es langsam Zeit, für Rin ins Bett zu gehen.

Outro

Am nächsten Tag begrüßte ein erneuter Regenschauer Joudan, als er die Türe zum Anwesen seiner Großmutter öffnete und ins Freie trat. Er hasste Regen. Dennoch war sein Wochenend-Aufenthalt hier bei Shintora gut für seinen Geist gewesen. Und auch gut für seinen Magen, Großmutters Köche hatten Joudans bescheidener Kunst noch einiges voraus. Der Blondschopf blickte neben sich, wo Shintora, umrahmt von zwei Hausdienern, noch im Eingang stand. "Hast du auch alles, Jou? Sollen wir dir nicht irgendetwas mitgeben?", wollte sie wissen. Shintora sorgte sich wie immer um ihre zwei Kleinen. Manchmal fragte sich Joudan, ob sie zu seinen drei Onkels, die sehr viel mehr nach ihrem Vater schlugen, auch so guten Kontakt hatte. Er hatte sie zumindest schon seit einigen Jahren nur sporadisch gesehen. Joudans Großvater hatte ihnen verschiedene Handelskontore zugeschrieben und nun eiferten die dreie darum, wer aus seinem Kapital den meisten Gewinn schlagen konnte. "Alles in Ordnung, Großmutter. Wir haben genug zu Essen und unsere Wohnung ist ordentlich. Rin schlägt sich gut an der Akademie und wenn ich nicht aufpasse, wir sie vor mir zum Genin ernannt. Zum Glück konnte ich mir mein eines Jahr in Amegakure anrechnen lassen. Rin hat auch ein paar Freundinnen gefunden, auch wenn ich die noch nicht so gut kenne." "Und du bist ganz offensichtlich noch mit diesem jungen Schneider befreundet?", stellte Shintora fest und musterte dabei Joudans Outfit. Heute trug er, wahrscheinlich widerwillig, robuste, hohe Lederstiefel, denn der Weg zum nächsten Hafen und dann per Schiff zurück nach Soragakure würde einige Strapazen mit sich bringen. "Arumaru ist ein brillanter Handwerker und außerdem ein verlässlicher Freund, Großmutter. An der Akademie fällt es schwer, Freunde zu finden. Ich bin fast doppelt so alt wie die meisten da." Shintora hob lächelnd die Hände. "Ich sage ja gar nichts." Dann trat Rin auf. Sie hielt ihren kleinen Reisekoffer trotzig selbst in den Händen, die junge Dame hatte sich vehement dagegen gewehrt, ihn von Joudan tragen zu lassen. Der Anblick brachte Joudan und seine Großmutter zum Schmunzeln, doch wenn Rin sich einmal etwas in den Sinn gesetzt hatte war es schwer, sie davon abzubringen. Die Geschwister verabschiedeten sich förmlich vom Personal und herzlich von ihrer Großmutter und machten sich dann zurück auf die Reise in ihr neues Zuhause in Soragakure. Das vermissten sie, selbst nach zwei Tagen, schon sehr. Doch insgeheim konnten die beiden es kaum erwarten, ihre Großmutter das nächste Mal zu sehen.


Tabellarischer Lebenslauf
  • 0 Jahre: Joudan wird Geburt
  • 8 Jahre: Geburt von Rin
  • 10 Jahre: Aufnahme in die Ninja-Akademie Amegakures
  • 11 Jahre: Tod Joudans Vaters
  • 11,5 Jahre: Joudan und Rin werden von ihren Großeltern aufgenommen
  • 11,5 - 18 Jahre: Unter seinem Großvater wird Joudan zum Händler ausgebildet
  • 18 Jahre: Tod des Großvaters, Umzug nach Soragakure
  • 18 - 20 Jahre: Leben in Soragakure, Unterricht an der Akademie
  • 20 Jahre: Ernennung zum Genin
  • 22 Jahre: Ernennung zum Chunin, seitdem Arbeit als solcher.


Charakterbild



Schreibprobe

Schweißperlen bildeten sich langsam auf der Stirn Joudans, als er zum unzähligen Male von seiner selbstgewählten Startposition etwa Zehn Meter bis zur einer Zielscheibe ging, die einst wohl mal ein Querschnitt eines starken Baums war. Der Blondschopf hatte sich vor einigen Wochen die Grundsätze eines neuen Jutsus angeeignet, doch perfektioniert war es noch lange nicht. Mittels des Kage Shuriken no Jutsus sollte er es eigentlich schaffen, zwei Fuuma Shuriken direkt nacheinander zu werfen, sodass das erste Shuriken die Sicht auf das zweite verdeckte. So viel zur Theorie. Warum genau die Technik als Nin- und nicht als Taijutsu klassifiziert wurde, hatte er noch nicht ganz verstanden. Das war vielleicht auch der Grund, warum bisher das zweite, von Joudan geworfene Shuriken, meist deutlich zu weit nach rechts abdriftete. So klaubte Joudan das erste Shuriken aus der Holzzielscheibe und sammelte das zweite Fuuma Shuriken einige Meter weiter hinter dem Ziel vom Boden auf. Zurück mit beiden Fuuma Shuriken in der Hand begab sich Joudan zurück an die in den Boden gezeichnete "Startlinie". Zum Werfen üben waren sonst kaum Shinobi auf dem Trainingsplatz. Zwei Kunoichi, wohl Mitte Zwanzig, übten sich unweit im Taijutsu. Joudan kannte die beiden nicht, doch eine davon hatte es ihm etwas angetan. Sie hatte lange, seidenschwarze Haare, hellgrüne Augen und trug, wie auch ihre Trainingspartnerin, knapp geschnittene Kleidung, praktisch fürs Training. An ihren Stirnbändern konnte Joudan erkennen, dass beide schon mindestens den Rang des Genin innehatten. Ob eine der beiden ihm wohl mit seinem Training helfen konnte? Joudan dachte einen kurzen Moment darüber nach, zu fragen, doch ließ es dann bleiben. Die Kunoichi waren offensichtlich noch mit sich selbst beschäftigt und es gehörte sich nicht, beschäftigte Leute zu unterbrechen. Also ging es für Joudan alleine weiter. Mit beiden Shuriken im entfächerten Zustand in der rechten Hand stand er an seinem Startpunkt und fixierte das Ziel. Die Fuuma-Shuriken mochte Joudan eigentlich sehr, sie hatten schöne Flugeigenschaften, man konnte sie mit viel Effet werfen und sensationelle Kurven fliegen lassen. Doch nachdem er die letzten Tage stundenlang mit ihnen befasst hatte hingen ihm die größten ihm verfügbaren Shuriken langsam zum Halse heraus. Doch das würde der Akademist für die nächsten Augenblicke wieder vergessen und sich auf sein Jutsu konzentrieren. Im Kopf ging er seinen letzten Versuch durch. Er hatte erst das untere und einen kurzen Augenblick später das obere Fuuma-Shuriken losgelassen. Das zweite war dem ersten, da es später in Joudans Armbewegung von seiner Hand abgefeuert wurde, eine komplett andere Flugbahn gehabt und entsprechend das Ziel verfehlt. Was passiert, wenn Joudan beide Geschosse gleichzeitig loslässt, hatte er schon diverse Male ausprobiert. Die Fuuma-Shuriken störten ihre Flugbahn und kollidierten im schlimmsten Falle sogar direkt nach dem Loslassen in der Luft. Irgendwas musste der Akademist übersehen.
Ein älterer Chunin hatte Joudan vor zwei Wochen beim Trainieren mit den Shuriken beobachtet und ihm das Kage Shuriken Jutsu nur einmal gezeigt. "Schau mal, ob du das auch hinbekommst.", hatte er Joudan gesagt, mehr Instruktionen hatte der Akademist nicht bekommen. Er hatte diesen Chunin noch ein, zwei Mal gesehen später. Kurzgeschorene braune Haare, recht groß und kräftig, stechender Blick, er hatte etwas Militärisches an sich gehabt, vor allem seine nahezu perfekt aufrechte Haltung. Doch er wollte Joudan keine weitere Anleitung mehr geben, ließ sich noch nicht einmal in ein Gespräch verwickeln, was den Blondschopf natürlich etwas frustrierte.
Vor seinem inneren Auge führte Joudan sich noch einmal vor, was er an diesem Tag gesehen hatte. Die Armbewegung des Chunins hatte er sich gut eingeprägt und auch wie er seinen restlichen Körper, seine Beine, seine Schultern, seine Hüften bewegte glich mittlerweile dem Vorbild. Als der Chunin geworfen hatte waren die beiden Fuuma-Shuriken mit etwa einem halben Meter dazwischen übereinander in der Holzzielscheibe gelandet. Mit geschlossenen Augen runzelte Joudan die Stirn. Die Shuriken hatten im Flug doch nicht die Position getauscht? Das obere Shuriken war doch dasjenige gewesen, das dem "Ziel" die Sicht auf das darunter fliegende Geschoss versperren sollte. Das war unmöglich, wenn er das Fuuma Shuriken erst später losließ. Also doch zeitgleich. Plötzlich ging Joudan in Licht auf und er öffnete die Augen. "Natürlich, das erklärt dann auch, warum das Jutsu ein Nin- und kein Taijutsu ist.", dachte er sich und holte aus. In den vier Fingern seiner rechten Hand, mit denen er das Shuriken hielt, sammelte er eine kleine Menge Chakra zwischen beiden Shuriken. Dann fixierte er die Zielscheibe und warf. In dem Moment, in dem sich seine Hand öffnete, nutzte er sein Chakra um den unteren Shuriken weiter wegzudrücken. Die beiden Fuuma Shuriken verließen zeitgleich die Hand Joudans und vom Chakra-Schub des Akademisten verursacht bildete sich ein Abstand zwischen den beiden Geschossen, der groß genug war, dass sie nicht intervenierten. Beinahe zeitgleich schlugen die Metallwaffen in die Zielscheibe zwei Handbreit voneinander versetzt. Begeistert blieb Joudan stehen und betrachtete das Ergebnis. Es war nicht perfekt, aber es war ein Anfang. Dieses Mal fiel ihm der Weg zur Zielscheibe nicht schwer, beinahe schon hopsend sammelte er seine beiden Wurfwaffen wieder ein.
Als er sich umdrehte erkannte er, dass die beiden Kunoichi ihr Training wohl beendet hatten. Schwer atmend standen sie am Rande des Trainingsfeldes an ein Geländer gelehnt und unterhielten sich. Vielleicht war es auch für Joudan so langsam an der Zeit, für heute Schluss zu machen. Aus seiner Jackentasche zog er eine Schriftrolle und versiegelte die beiden Fuuma-Shuriken darin, dann machte er sich, die dunkelgraue Weste zuknöpfend, auf den Weg zu seinen Sachen. Erst verschwand die Schriftrolle in der Ledertasche, die er sich mitgebracht hatte, dann zog er daraus ein Handtuch und tupfte das Gesicht damit ab. Ein Blick in die Tasche verriet ihm, dass von seinen vier kleinen Wasserflaschen noch drei ungeöffnet waren. Genug also, um den beiden Damen etwas zu trinken anzubieten. So könnte er ins Gespräch kommen. Die beiden Kunoichi waren zumindest ohne Begleitung anwesend, vielleicht waren sie ja sympathisch? Doch dann wanderten Joudans Gedanken zu der wichtigsten jungen Dame in seinem Leben. Rin würde bald zu Hause sein und er wollte ihr noch etwas zu Essen machen. Die Kunoichi mit den schwarzen Haaren würde er bestimmt noch einmal sehen irgendwann, Rin jedoch hatte Vorrang.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kushou Joudan

Chuunin
Beiträge
549
Alter
22 Jahre
Größe
>Natsu
Fraktion
Sora
Dorf
Ame
Steckbrief
Link
Statusblatt

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Steigerungs-Stufen <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Körperliche Fähigkeiten:

Kraft - 2
Geschwindigkeit - 2
Geschick - 3
Ausdauer - 1
Widerstand - 1

Chakramenge - 2
Chakrakontrolle - 3

Jutsu Fähigkeiten:

Taijutsu - 3
Ninjutsu - 2
Genjutsu - 1

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Attribute <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Körperliche Fähigkeiten:

Kraft - 1600 - Stufe 4
Geschwindigkeit - 1600 - Stufe 4
Geschick - 3500 - Stufe 6
Ausdauer - 500 - Stufe 2
Widerstand - 500 - Stufe 2

Chakramenge - 5800 - Stufe 8
Chakrakontrolle - 5800 - Stufe 8

Jutsu Fähigkeiten:

Taijutsu - 3700 - B-Rang
*Houmon no Jiyuu - 2600 - B-Rang
*Ippaite no Tenryuu - 1100 - C-Rang
Ninjutsu - 2500 - B-Rang
*Element - keines - B-Rang
Genjutsu - 100 - E-Rang


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Spezialisierung <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Sonderausbildung - Kuchiyose (Ninjutsu) - Stufe 2

Spezialwissen
* Sensor
* Fuuinjutsu
* -

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Grundtechniken <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Kawarimi no Jutsu (Körpertauschtechnik)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: E
Chakrakosten: E
Reichweite: 50 Meter Umkreis

Voraussetzungen: Keine

Beschreibung: Mit dieser Technik wird der eigene Körper mit dem eines Gegenstandes, einer Pflanze oder eines Tieres vertauscht, welches dann die Gestalt des Anwenders annimmt. Auf diese Weise kann ein geschickter Shinobi den Gegner mit einem Scheinangriff täuschen und nur das gewählte Objekt in den Kampf werfen, während er selbst auf eine Lücke in der Verteidigung des Gegners lauert.


Henge no Jutsu (Verwandlungstechnik)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: E
Chakrakosten: E
Reichweite: Auf sich selbst

Voraussetzungen: Keine

Beschreibung: Dieses Standard-Jutsu erlaubt es dem Anwender sich in jede Person, Tier oder in ein Objekt seiner Wahl zu verwandeln und dessen äußere Erscheinung anzunehmen. Aber sonst ändert sich nichts. Man kann nicht größer oder kleiner werden (jedenfalls nicht viel) und die physischen Eigensschaften ändern sich auch nicht. Sprich wenn man sich in einen Stein verwandelt, dann ist man nicht so hart wie einer.


Bunshin no Jutsu (Einfache Doppelgänger)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: E
Chakrakosten: E pro Doppelgänger
Reichweite: Direkt am Anwender

Voraussetzungen: Keine

Beschreibung: Der Anwender dieser Technik erschafft eine oder mehrere Kopien von sich selbst, welche sofort verschwinden, sobald sie mit etwas in Berührung kommen. Anwender des Byakugan oder anderer Aufspürungstechniken können dieses Jutsu leicht durchschauen, doch auch erfahrene Shinobi ohne dieses Hilfsmittel sind durchaus in der Lage, die Täuschung zu erkennen. Die Doppelgänger imitieren den Anwender komplett in seinen Bewegungen, müssen sich dabei aber nicht absolut parallel verhalten. Außerdem sind sie körperlos, das heißt, dass sie keinen Schaden zufügen und nicht direkt helfen können.


Jibaku Fuda: Kassei (Explosionssiegel aktivieren)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: E
Chakrakosten: E
Reichweite: 10 Meter steigend

Voraussetzungen: Keine

Beschreibung: Der Shinobi konzentriert sein Chakra um den Mechanismus einer entfernten Bombe zu aktivieren. Desto höher die Chakrakontrolle ist, desto weiter kann man sich entfernen, ehe man die Siegel hochjagt.


Tobidôgu (Waffe versiegeln)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: E
Chakrakosten: E
Reichweite: Direkt am Anwender

Voraussetzungen: Keine

Beschreibung: Waffen, die zu schwer oder zu unhandlich sind, um ständig mit sich herumgetragen zu werden, kann man mit dieser Kunst in ein Stück Papier versiegeln. Die Schriftrolle muss zu diesem Zweck für die Objekte, welche sie beherbergen soll, beschrieben sein und wird wie jede andere aktiviert, um die entsprechenden Objekte wieder herbeizurufen.


Kinobori (Baumlauf/Wandlauf)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: D
Chakrakosten: E für 5 Minuten wirken
Reichweite: Auf sich selbst

Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 3

Beschreibung: Durch eine kontrollierte Chakrafokussierung in den Füßen ist es dem Anwender dieser Technik möglich, an Flächen hinauf zu laufen, wie zum Beispiel Bäumen, Wänden, etc.


Suimen Hokou no Gyou (Wasserlauf)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: D
Chakrakosten: E für 5 Minuten wirken
Reichweite: Auf sich selbst

Voraussetzungen: Kinobori, Chakrakontrolle Stufe 4

Beschreibung: Suimen Hokou stellt die erweiterte Form des Kinobori dar; der Anwender dieser Technik muss lernen, sein Chakra haarfein auf die Begebenheiten des Wassers unter sich anzupassen, und ist damit dann in der Lage, über es hinweg zu laufen.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Taijutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Teleskopstab Mk I
Waffenart: Bo
Kategorie: Ninjawaffe
Rang: C
Beschreibung: Joudans Kampfstab ist eine Eigenkreation, die sich in manchen Punkten von dem langen Stecken, die einen Bo normalerweise charakterisieren. Er besteht aus insgesamt sieben metallischen Zylindern, die ineinandergesteckt oder ausgefahren werden können. Das Mittelstück ist mit 50cm das längste Stück, zwei mal drei eineinandergeschobene Zylinder mit Längen zwischen 20 und 25 cm können mit einer schwungvollen Bewegung zu beiden Enden des Mittelstückes herausgeschleudert werden. So kommt der Teleskopstab im ausgefahrenen Zustand auf etwa 180cm Länge. Nur die beiden äußersten Zylinder sind massiv, der Rest ist hohl, was auch damit hilft, das Gewicht des Stabes in einem vernünftigen Rahmen zu halten. An den Enden der Rohre sind schmale magnetische Bänder angebracht, die im ein- und ausgefahrenen Zustand den Bo ein wenig stabilisieren. Dennoch ist es aufgrund der Konstruktionsweilse nicht möglich, Stiche mit dem Teleskopstab auszuführen.
Bild der Waffe:
Bild des Stabs:
Joudans Konzeptzeichnung:


Drähte
Kategorie: Ninjawaffe
Rang: C
Beschreibung:
Joudan führt meist etwa ein halbes Duzend Drähte mit sich, die an beiden Enden mit einer kleinen Schlinge versehen sind, sodass Kunai und Shuriken leichter und schneller daran befestigt werden können. Joudans Drähte sind vergleichweise schlank, dadurch recht elastisch und vor allem leicht. Andererseits sind sie dafür nicht ganz so robust wie Drähte mit dickerem Durchmesser. Durch diese Bauart schränken sie die Flugeigenschaften von geworfenen Waffen, an denen Drähte befestigt sind, nicht ganz so sehr ein.

Bild der Waffe:

Itowana no Jutsu(Kunst der Drahtfalle)

Typ:
Taijutsu
Rang: D
Reichweite: Wurfweite

Voraussetzung: Geschick 3, Draht Rang D

Beschreibung: Um diese Technik zu nutzen muss der Shinobi einige Drähte vorbereitet haben, an deren beiden Enden er Kunai oder Shuriken befestigt hat. Die Wurfgeschosse werden nun so geworfen, dass sie in Objekten der Umgebung stecken bleiben (Kunai) oder sich um andere Objekte wickeln (Shuriken). Auf diese Weise wird das Kampffeld mit diversen Drähten versperrt. Werden die Drähte vor allem um den Anwender herum gespannt ergibt sich so eine defensive Wirkung, denn viele Angriffswege des Gegners werden eingeschränkt. Konzentriert man die Drahtseile jedoch um den Gegner herum wird diesem das Ausweichen weiterer Angriffe erschwert.

Drähte Rang C, Geschick 4: Indem die Ankerpunkte der Drähte geschickt gewählt werden stehen die meisten Drähte nun unter Spannung. Kappt man einen der Drähte kann dadurch ein anderer befreit werden, der dann auf den Gegner zusaußt.
Drähte Rang A, Geschick 6: Wahre Meister können die Drähte so platzieren, dass der Gegner, tritt er an die falsche Stelle, durch das Kappen eines Drahtes von allen erdenklichen Seiten mit Drahtschlingen beschossen wird. Im Idealfall wird der Gegner in dem Netz aus Drähten gefesselt.


Soushouryu (Aufsteigende Zwillingsdrachen)

Typ:
Taijutsu
Rang: C
Chakrakosten: D + E*n (n = Wurfgeschosse)
Reichweite: Wurfweite

Voraussetzung: Kraft Stufe 3, Geschick Stufe 4, Chakramenge Stufe 2 Draht Stufe C, Tobidôgu, entsprechende Schriftrollen

Beschreibung: Beim Soshoryu positioniert der Anwender zunächst zwei Schriftrollen, in denen er zuvor so viele Waffen wie möglich versiegelt hat, auf dem Boden. Anschließend formt er eine kurze Kette von Fingerzeichen und springt hoch in die Luft. Die beiden Schriftrollen werden gleichzeitig mit dem Anwender durch dessen Chakra in die Luft geschossen und hüllen ihn dabei in einen dichten weißen Rauch, die Schriftrollen scheinen sich dabei wie zwei Drachen um den Anwender zu winden, was diesem Jutsu seinen Namen einbrachte.
Während der Anwender immer weiter in die Luft steigt, umkreisen ihn die Schriftrollen und er kann durch eine kurze Berührung eines der zahlreichen Siegel die darin versiegelte Waffe freisetzen, welche dann anschließend auf das Ziel geworfen werden.
Praktisch unmerklich verbindet der Anwender dabei jedoch jede geworfene Waffe durch einen hauchdünnen Draht mit seinen Händen und kann so bereits im Flug minimalen Einfluss auf die Bahn der Wurfgeschosse nehmen. Ihren eigentlichen Zweck entfalten die Drähte aber erst, nachdem die letzte Waffe geworfen wurde, nun kann der Anwender sämtliche Geschosse nämlich noch ein Mal anheben und ein zweites Mal auf seinen Feind schleudern, alternativ vereinfachen die Drähte auch das Aufsammeln der eigenen Waffen, sollte der Feind bereits den ersten Angriff nicht überstanden haben.


Gouwan (Starker Arm)

Typ:
Taijutsu
Rang: B
Reichweite: Berührung
Chakrakosten: B

Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 6, Chakramenge Stufe 5, Kraft Stufe 4

Beschreibung: Nach dem Formen von nur zwei schnellen Fingerzeichen wird eine große Menge Chakra in der daraufhin geballten Faust konzentriert. Durch stoßartiges Freilassen desselben, können die Auswirkungen eines Schlages um ein Vielfaches gesteigert werden. Zu beachten ist dennoch, dass die Technik für den Anwender nur verletzungsfrei funktioniert, wenn das Timing stimmt, da sich an der körperlichen Verfassung eben doch nichts ändert.

Chakrakontrolle Stufe 6: Die Aufladezeit des Jutsus liegt noch bei gut zehn Sekunden ununterbrochener Konzentration, weswegen es kaum im Kampf einsetzbar ist; auch der Effekt hält sich mit einer knappen Verdopplung der ursprünglichen Kraft noch arg in Grenzen. Außerdem lässt sich das in der Faust gesammelte Chakra nur für 5 Sekunden halten, hat man es in dieser Zeit nicht genutzt, verpufft es einfach wirkungslos.
Chakrakontrolle Stufe 7: Während sich die Aufladezeit nun auf fünf Sekunden reduziert hat, steigt die Zeit, die man das aufgestaute Chakra aufrechterhalten kann, auf satte 10 Sekunden und man kann nebenher sogar ein wenig reden, wenn auch keine großen philosophischen Überlegungen anstellen. Und zu guter Letzt ist auch der Effekt des Jutsus gestiegen: Der Baum, der einen solchen Schlag erleidet, wird entwurzelt, bei Menschen werden multiple Knochenbrüche induziert.
Chakrakontrolle Stufe 8: Innerhalb dreier Sekunden kann man nebenbei - und vollkommen ohne Fingerzeichen - genug Chakra ansammeln und es für bis zu 15 Sekunden konzentriert halten. Ein Schlag reicht aus um den Boden aufbrechen zu lassen und ein direkter Treffer gegen einen Menschen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich.


Gounage (Starker Wurf)

Typ:
Taijutsu
Rang: B
Chakrakosten: B
Reichweite: mind. doppelte Wurfweite

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 6, Chakramenge Stufe 5, Kraft Stufe 4, Geschick Stufe 6, Gouwan

Beschreibung:
Dieses Jutsu nutzt das Grundprinzip des Gouwans, einen Schlag durch explosionsartige Freisetzung von Chakra in der Hand zu verstärken, und wendet es auf das Werfen von Projektilwaffen, also Kunai, Shuriken und dergleichen, an. Zwei schnelle Fingerzeichen werden geformt, danach schnellstens das Projektil in die Hand genommen. Nun wird eine große Menge Chakra in der Hand des Anwenders gesammelt, was unerfahrene Anwender der Technik einige Momente benötigt. In dem Moment, in dem das Projekil die Hand verlässt wird das Chakra freigegeben, das so die Wucht des Wurfes deutlich verstärkt. Da dies ein hohes Maß an Koordination benötigt ist das Gounage immer nur mit einem Projektil möglich.

Chakrakontrolle 6: Die Aufladezeit des Jutsus liegt noch bei gut zehn Sekunden ununterbrochener Konzentration, weswegen es im Kampf schwierig einsetzbar ist; auch der Effekt hält sich mit einer knappen Verdopplung der ursprünglichen Wucht und Reichweite noch arg in Grenzen. Außerdem lässt sich das in der Faust gesammelte Chakra nur für 5 Sekunden halten, hat man es in dieser Zeit nicht genutzt, verpufft es einfach wirkungslos. Die Zielgenauigkeit des Anwenders leidet unter der Technik, sodass sein Geschick für den Wurf um drei Punkte gesenkt wird.
Chakrakontrolle 7: Während sich die Aufladezeit nun auf fünf Sekunden reduziert hat, steigt die Zeit, die man das aufgestaute Chakra aufrechterhalten kann, auf satte 10 Sekunden und man kann nebenher sogar ein wenig reden, wenn auch keine großen philosophischen Überlegungen anstellen. Und zu guter Letzt ist auch der Effekt des Jutsus gestiegen: Ein geworfenes Projektil hat genug Wucht um Holzwände oder Bäume zu durchstoßen, Menschen werden in der Regel komplett durchdrungen, was zu schwerern Verletzungen führt. Die Zielgenauigkeit des Anwenders leidet unter der Technik, sodass sein Geschick für den Wurf um vier Punkte gesenkt wird.
Chakrakontrolle 8: Innerhalb dreier Sekunden kann man nebenbei - und vollkommen ohne Fingerzeichen - genug Chakra ansammeln und es für bis zu 15 Sekunden konzentriert halten. Beim Aufprall zersplittert das Projektil meist und richtet dabei auch an robusten Strukturen beachtliche Schäden an, ein Treffer gegen einen Menschen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich. Die Zielgenauigkeit des Anwenders leidet unter der Technik, sodass sein Geschick für den Wurf um fünf Punkte gesenkt wird.


Ippaite no Tenryuu

Amatsu Shinchou (Himmlische Ausdehnung)

Typ:
Taijutsu
Rang: E
Chakrakosten: keine
Reichweite: Nahkampf

Voraussetzung: Kraft 2, Geschick 2

Beschreibung:
Gegner, die dem Nutzer zu nahe kommen, werden mit diesem Tritt (hoffentlich) wieder auf sichere Distanz gebracht. Der Anwender hebt seine Fußsohle - meist gegen den Oberschenkel oder den Bauchbereich - und streckt dann das Knie durch. Der Tritt verursacht vergleichsweise wenig “Schaden” beim Gegner, jedoch drängt es ihn meist ein, zwei Schritt zurück und so auch den Anwender.


Nobiru Kidou (Ausladenden Umlaufbahn)

Typ:
Taijutsu
Rang: D
Chakrakosten: keine
Reichweite: Nahkampf

Voraussetzung: Geschick 3, Geschwindigkeit 2

Beschreibung:
Einem Nahkampfangriff wird ausgewichen, indem der Anwender seinen Körper zur Seite lehnt. Beinahe gleichzeitig wird, mit Hand, Waffe oder Waffengriff, der Gegner in die Richtung seines Angriffes weitergeschoben. Es ist möglich, seine Laufbahn dabei ein Stück weit zu manipulieren, dass er z.B. gegen eine Wand oder einen anderen Gegner stolpert.


Chimei Kyuushuu (Katastrophale Anziehung)

Typ:
Taijutsu
Rang: D
Chakrakosten: keine
Reichweite: Nahkampf

Voraussetzung: Kinobori, Geschick 3

Beschreibung:
Diese Technik nutzt das Kinobori aktiv, um damit eine Tritt-Technik zu verstärken. Der Anwender tritt auf irgendwas, aktiviert das Kinobori und schleudert den Gegenstand dann mit einem Kick und indem das Kinobori rechtzeitig deaktiviert wird, auf einen Gegner. Einen kleinen Gegenstand kann er damit so gezielt durch die Gegend treten, als hätte er ihn mit der Hand geworfen.


Shinpiteki ni Jushi (Mystischer Trabant)

Typ:
Taijutsu
Rang: C
Chakrakosten: keine
Reichweite: Nahkampf

Voraussetzung: Geschick 5, Geschwindigkeit 3

Beschreibung:
Diese Schritttechnik brilliert im Kampf gegen mehrere Gegner. Der Anwender muss dazu hinter einen Kontrahenten kommen und sich Rücken an Rücken mit ihm positionieren. Indem nun die Bewegungen durch den Rücken erfühlt werden, fällt es dem Anwender leicht, die nächste Bewegung des Gegners zu ertasten. Vorrängig wird die Technik genutzt, um so kurzzeitig einem Gegner "am Rücken kleben zu bleiben"


Nagareboshi Arashi (Sternschnuppenschauer)

Typ:
Taijutsu
Rang: C
Chakrakosten:
Reichweite:
Sprungweite

Voraussetzung: Amatsu Shinchou, Geschick 5, Stärke 3, Geschwindigkeit 2

Beschreibung:
Diese Technik wirkt für Außenstehende beinahe schon belustigend zu betrachten. Mit angezogenen Knien wird auf einen Gegner zugesprungen. Der Schwung des Sprünge kann für einen einfachen Angriff mit den Händen oder einer Nahkampfwaffe genutzt werden. Sobald die Fußsohlen in Berührung mit dem Körper des Gegners kommen, werden die Beine durchgestreckt und der Anwender im hohen Bogen vom Gegner weggeschleudert.
Im Kampf gegen eine große Anzahl an Gegner entfaltet dieses Jutsu erst sein volles Potential. Mehrfach hintereinander angewendet kann der Anwender wie ein Flummi auf Steroiden zwischen den Gegnern hin- und herspringen. Diese müssen zudem aufpassen, mit Angriffen, die den Anwender verfehlen, nicht die eigenen Kameraden zu treffen.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ninjutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Kage Shuriken no Jutsu (Jutsu des Schattenshuriken)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: D
Chakrakosten: E
Reichweite: Wurfweite

Voraussetzung: Geschick Stufe 3

Beschreibung: Bei dieser Technik wirft der Anwender zwei große Shuriken, oder auch Fuuma-Shuriken, direkt hintereinander auf den Gegner, wobei er den zweiten Shuriken so wirft, dass er sich im Schatten des ersten befindet. Dadurch ist das Ausweichen wesentlich schwieriger, da sich der Gegner meist nur auf das erste Shuriken konzentriert. Selbst ein geschultes Auge kann in einer hitzigen Situation den zweiten Shuriken übersehen. Mit normalen Shuriken ist diese Technik nicht möglich, da ihre Flugbahn aufgrund ihres geringen Gewichtes zu sehr beeinflusst wird.


Shīru no āto (Kunst der Versiegelung)

Element:
Keines
Typ: Sonstiges
Rang: D
Chakrakosten: Keine
Reichweite: Keine/Berührung

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 3, Erlaubnis der SL

Beschreibung: Dies sind die Basis-Kenntnisse, die jeder künftige Fuuin-Nutzer beherrschen muss. Man erlernt die Zeichnung grundlegender Siegel und deren Kombination mit dem eigenen Chakra. Hier werden die Grundlagen aufgebaut, mit denen man später sogar durch Chakra erschaffene Elemente ver- und entsiegeln kann. Besitzt man keine entsprechende Chakrakontrolle, ist es unmöglich, auch nur diesen Einstieg in die Versiegelung zu erlernen.
Chakrakontrolle 6: Siegel bis C-Rang können ab jetzt auch auf den menschlichen Körper geschrieben werden. Diese halten mehrere Monate und können nicht durch fremde Einwirkung aktiviert werden. Das Siegel wird durch das Chakra des Körpers aufrechterhalten, auf den es geschrieben wurde und verschwindet, wenn der Siegelträger kein Chakra mehr hat oder dessen Chakrafluss gestoppt ist. Jedes Siegel benötigt auf der Haut genug Platz und darf sich nicht mit anderen Siegeln überschneiden. Stirbt ein Siegelträger, verschwindet das Siegel und löst sich nicht aus.
Zu viele Siegel würden den Chakrafluss des Anwenders massiv beeinträchtigen, deshalb kann man nur so viele Siegel gefahrlos tragen, wie die Hälfte der Stufe in Chakrakontrolle entspricht.



Fuuin: Bakudan shīru (Versiegelungskunst: Bombensiegel)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: D pro Siegel
Reichweite: Direkt beim Anwender

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 2, Shīru no āto

Beschreibung:
Mit diesem Jutsu kann der Anwender mit einem Stück Papier eigene Bombensiegel erstellen. Nachdem die nötigen Siegel aufgezeichnet wurden, kann mit wenigen Fingerzeichen das Bombensiegel funktionstüchtig gemacht werden. Erfahrene Siegel-User kombinieren dieses Jutsu auch mit andere Effekten als einfache Explosionen. So könnte auch Rauch aus den Siegeln erscheinen oder ein Kunai hervorschießen. Da die Zeichnung des Siegels allerdings Konzentration und Zeit benötigt, ist das Jutsu direkt im Kampf unnütz. Außerdem können Fuuin-Nutzer, deren Chakrakontrolle drei Stufen über der des Anwenders liegt, die Siegel ebenfalls aktivieren.
Chakrakontrolle Stufe 5: Nun hat man die Möglichkeit, neben einfachen Explosionen auch Rauch aus den Siegeln entstehen zu lassen. Hierbei entsteht die Menge, die auch eine Rauchgranate erzeugen würde.
Chakrakontrolle Stufe 6: Die Chakrakontrolle ist soweit ausgereift, dass der Fuuin-Nutzer Waffen – beispielsweise Kunai – versiegeln kann, die bei Aktivierung in einer vorher bestimmten Richtung aus dem Siegel hervorschießen. Pro Siegel kann nur eine Waffe versiegelt werden.


Fuuin: Rājishīru (Versiegelungskunst: Große Versiegelung)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: Direkt beim Anwender

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 5, Chakramenge Stufe 3, Shīru no āto

Beschreibung:
Eine größere Variante des Tobidôgu. Wohingegen ein Akademist lernt, einzelne Waffen von nicht allzu großer Größe zu versiegeln, ist es mit diesem Siegel möglich, ein maximales Volumen von acht Kubikmetern zu versiegeln. Natürlich können auch andere unbelebte, nicht mit Chakra getränkte Gegenstände versiegelt und wieder hervorgeholt werden. Erde kann versiegelt werden, allerdings keine anderen Elemente. Für diese Technik muss auch eine dementsprechend große Schriftrolle mit sich geführt werden.


Fuuin: Ryooen na Kaihou (Siegelkunst - Fernentsieglung)

Element:
-
Typ: Ninjutsu, Fuuin
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: 15m

Voraussetzung: Chakrakontrolle 5, Chakramenge 3, Fuuin: Rājishīru, entsprechend präparierte Schriftrolle, Fuuin Spezialwissen

Beschreibung:
Mit dieser nützlichen Technik kann der Anwender einen Gegenstand, denn er zuvor mit dem Tobidogu oder dem Fuuin: Rajishiru in einer Schroftrolle versiegelt hat, auch aus einer gewissen Distanz wieder entsiegeln.


Gen'ei Shuriken no Jutsu (Technik des Phantom-Shurikens)

Element: keines
Typ: Ninjutsu
Rang: D
Chakrakosten: E pro Shuriken Bunshin
Reichweite: Wurfweite

Voraussetzung: Chakrakontrolle 2, Geschick 2

Beschreibung: Noch während ein Shuriken in der Luft ist werden mit diesem Jutsu einfache Doppelgänger, ähnlich wie dem des Bunshin no Jutsus, des Wurfgeschosses erschaffen. Diese Phantom-Shuriken richten keinen Schaden an, können den Gegner aber verwirren, einschüchtern und - vor allem - verschleiern, welches Shuriken das richtige ist. Selbstverständlich lässt sich diese Technik nicht nur auf Shuriken sondern auf alle geworfenen Waffen verwenden.
Chakrakontrolle Stufe 4: Nun ist es möglich, das Jutsu deutlich kosteneffektiver zu verwenden. Die Anzahl der Shurikendoppelgänger verzehnfacht sicht, die Chakrakosten steigen jedoch nur auf D pro 10 Shuriken.


Setchaku Shiru no Jutsu (Jutsu des Klebesiegels)


Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C pro Minute
Reichweite: 20 Meter

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 3, Shīru no āto

Beschreibung:
Das Jutsu benötigt vier spezielle Siegel, die der Anwender um den Gegner herum plaziert, nachdem er sie mithilfe eines kleinen Chakraschubes und einigen Fingerzeichen aktiviert hat. Die so umfriedete Fläche muss zwischen 4 und 16 Quadratmetern liegen. Ein Gegner, der sich in diesem Feld aufhält, kann nun bis zu fünf Minuten darin festgehalten werden, sodass er seine Füße nicht mehr von der Erde heben kann, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass seine Chakrakontrolle diejenige des Anwenders unterschreitet. Halten sich währenddessen mehrere Gegner im selben Feld auf, so wachsen die Chakrakosten proportional an.


Fuuin: Kesshō soryūshon (Versiegelungstechnik: Siegelentschärfung)

Element:
/
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C pro D-C Siegel, B pro B-A Siegel
Reichweite: Direkt

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 3, Chakramenge Stufe 3, Shīru no āto, Sokkijutsu

Beschreibung:
Eine Technik, die unter den Fuuin-Ninja gelehrt wird. Hierbei ist es möglich, gegnerische Siegel zu erkennen und mithilfe des eigenen Chakras zu entschärfen. Hierfür muss der Anwender sein Chakra einige Zeit in Ruhe konzentrieren und das zu entschärfende Siegel daraufhin berühren. Siegel des S-Ranges können nicht entschärft werden.

Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 3: D-Rang Siegel können erkannt und innerhalb von 3 Sekunden entschärft werden.
Chakrakontrolle Stufe 5, Chakramenge Stufe 3: C-Rang Siegel können erkannt und innerhalb von 5 Sekunden entschärft werden.
Chakrakontrolle Stufe 8, Chakramenge Stufe 5: B-Rang Siegel können erkannt und innerhalb von 15 Sekunden entschärft werden.


Mezame San-gan: Kodama Fuuin (Erwachtes drittes Auge: Echosiegel)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: -

Anmerkung: Persönliches Jutsu von Kushou Joudan

Voraussetzung: Fuuin Spezialwissen, Mezame San-gan, Chakrakontrolle 6

Beschreibung:
Mit diesem Fuuin-Jutsu kann ein Siegel erschafft werden, das nur in Verbindung mit dem Mezame San-gan funktioniert. Wird das Siegel von einer Chakrawelle getroffen, die durch dieses Jutsus erschaffen wird, sendet es eine entsprechende Chakrawelle aus, die genau wie das verwendete Jutsu funktioniert. Die gesammelten Informationen werden dem Anwender der San-gan-Technik übermittelt. Mit Hilfe eines solchen Siegels kann eine der Schwäche, das feste Gegenstände nicht “durchleuchtet” werden können, ein wenig umgangen werden. Man kann auch mehrere Siegel gleichzeitig “anpingen” um noch detailliertere Informationen über die Umgebung und Lebewesen darin zu finden, jedoch lässt sich die maximale Reichweite der Mezame San-gan-Technik nicht erhöhen, egal wie viele Siegel man in Reihe platziert.


Mezame San-gan (Erwachtes drittes Auge)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: B
Chakrakosten: einmalig C oder B pro Minute
Reichweite: 20m Umkreis
Anmerkung: Persönliches Jutsu von Kushou Joudan

Voraussetzung: Sensorik Spezialwissen, Chakrakontrolle 6, Chakramenge 4

Beschreibung:
Der Anwender hält mit einer Hand das Tora-Zeichen und sendet eine Chakrawelle aus, die von Chakraquellen (Menschen, größere Tiere, Jutsus) in der Reichweite reflektiert wird. Der Anwender kann das Chakra-Echo deuten und wird so auf die Position der erspürten Quellen aufmerksam.
Wände, Bäume, Personen... können nicht "durchleuchtet" werden. Flüssigkeiten verzerren das Chakra-Echo so sehr, dass der Anwender nur die grobe Richtung spüren kann, kann die genaue Position aber nicht ausmachen. Allein Gase (auch Rauch) können ohne Probleme durchdrungen werden.
Wer eine Chakrakontrolle gleich des Anwenders oder höher hat, kann die Chakrawelle spüren und wird so auf die Anwesenheit des Anwenders aufmerksam.
Die Technik kann entweder als einmaliger Impuls oder als dauerhaftes Senden und Empfangen verwendet werden.

Alternativ: Anstatt einen kreisfömigen Bereich um sich herum abzusuchen kann der Anwender seine Chakrawellen auch gezielt in eine Richtung schicken. So kann er einen Kegel von 90° abdecken, dafür verdoppelt sich die Reichweite auf etwa 40m.

Chakrakontrolle 6: Jutsus mit Chakrakosten über dem A-Rang werden von der Technik als solche erkannt. Die Chakrakosten und der Rang der Technik können grob eingeschätzt werden.
Chakrakontrolle 7: Jutsus mit Chakrakosten über dem C Rang werden von der Technik als solche erkannt. Chakrakosten, - Element und Rang der Technik, ebenso ob es sich um ein Nin-, Gen- oder Taijutsu handelt, können erkannt werden, sowie grobe Merkmale der Technik (handelt es sich um ein Projektil, eine Schutzmauer,...)
Chakrakontrolle 8: Alle Jutsus werden als solche erkannt. Ist ein Jutsu Teil eines Bluterbes, wird dies erkannt, sofern der Anwender mit dem Erbe gut genug vertraut ist. Anhand der Chakrasignatur der Technik kann der Anwender auch erkennen, von wem sie stammt. Eine erspürte Technik, die der Anwender kennt, kann als solche erkannt werden. Ist dem Anwender die Technik nicht bekannt, kann trotzdem recht gut erahnt werden, was sie etwa bewirkt.


Sokkijutsu (Schnellschreibkunst)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu, Fuinjutsu
Rang: B
Chakrakosten: D-Rang pro Siegel (C bei Siegeln auf Menschen)
Reichweite: - (abhängig vom verwendeten Jutsu)

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 5, Fuin-Spezialwissen

Beschreibung: Ein Spezialist im Fuinjutsu hat die Fähigkeit, seine Techniken nicht mehr händisch mit einem Schreibutensil auf der Unterlage aufzubringen, sondern nach Anwendung der Fingerzeichen mit einer simplen Berührung dort erscheinen zu lassen. Dabei fallen ein wenig zusätzliche Chakrakosten an.


Kanchi no āto (Kunst der Sensorik)

Element:
Keines
Typ: Fähigkeit
Rang: C
Chakrakosten: Keine
Reichweite: - (abhängig vom verwendeten Jutsu)

Voraussetzung: automatisch mit Sensor-Spezialwissen

Beschreibung: Ein Sensor besitzt die Fähigkeit, mit seinen Sensoriktechniken die Präsenz von Lebewesen im Wirkungsbereich zu erkennen. Er kann grob unterscheiden, ob es sich um Menschen oder Tiere handelt, und wie groß sie ungefähr sein mögen. Zwischen Ninja und normalen Menschen zu unterscheiden ist an diesem Punkt noch nicht möglich. Starkes Chakra in der Umgebung, etwa von einer anhaltenden Ninjutsu, überlagert die Präsenz von Personen darunter komplett.


Fuuin: Shin Kawarimi no Jutsu (Technik des wahren Körpertausches)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: B
Chakrakosten: B - S
Reichweite: Berührung zur Markierung, mind. CK x 10 Meter für die Aktivierung.

Voraussetzung: Fuuin-Spezialwissen, Chakrakontrolle 7, Chakramenge 6, Shiru no Ato

Beschreibung:
Zwei Gegenstände werden mit einem kleinen Siegel markiert. Wird das Jutsu dann aktiviert, tauschen sie wie von Zauberhand ihren Platz. Alternativ kann auch der Anwender seinen Platz mit einem der Gegenstände tauschen. Beide Gegenstände müssen in der Reichweite des Anwenders sein und auch die Distanz zwischen beiden Gegenständen darf die Reichweite nicht überschreiten. Die beiden vertauschten Gegenstände (oder der Anwender) müssen etwa gleich groß sein, das Tauschen von Gegenständen, die irgendwo fest befestigt sind, ist nicht möglich. Nach dem Tausch haben beide Tauschobjekte keine Beschleunigung mehr. Wird ein drittes Siegel auf einem Gegenstand platziert, erlischt das erste der beiden anderen wieder.

B-Rang-Kosten: Die Reichweite des Jutsus beträgt CK x 10 Meter. Die Gegenstände dürfen maximal so schwer sein wie ein Werkzeugkasten.
A-Rang-Kosten: Die Reichweite des Jutsus beträgt CK x 25 Meter. Die Gegenstände dürfen so schwer sein wie ein Amboss.
S-Rang-Kosten: Die Reichweite des Jutsus beträgt CK x 50 Meter. Die Gegenstände dürfen maximal so schwer sein wie ein Pferdegespann


Chakra Kan (Chakra-Gespür)

Element:
Keines
Typ: Fähigkeit
Rang: B
Chakrakosten: Keine
Reichweite: - (abhängig vom verwendeten Jutsu)

Voraussetzung: Kanchi no āto, Chakrakontrolle 5

Beschreibung: Mit fortschreitender Übung auf seinem Spezialgebiet kann ein Sensor Menschen und Tiere, die Chakra einsetzen können, zuverlässig von denen unterscheiden, die es nicht können. Jede sonstige Information ist nur sehr grob und intuitiv - man wird zwar im Regelfall merken, wenn man als unerfahrener Chuunin gerade von der mächtigen Aura eines alten Jounin erdrückt wird, für verlässliche Einschätzung von Gegnern taugt diese Fähigkeit aber noch nicht. Man erkennt allerdings, ob man ein bestimmtes Chakra zweimal vor sich hat - wie es der Fall ist, wenn ein Gegner Bunshin einsetzt. Hat der Bunshin eine deutlich geringere Menge Chakra als sein Schöpfer, kann man mit dieser Methode Original und Duplikat unterscheiden. Es ist aber weiterhin nicht möglich, Shinobi unter einer dichten Schicht vorhandenen Chakras (etwa Kirigakure no Jutsu) zu identifizieren.


Chakra Kaibō (Chakra-Analyse)

Element:
Keines
Typ: Fähigkeit
Rang: B
Chakrakosten: Keine
Reichweite: - (abhängig vom verwendeten Jutsu)

Voraussetzung: Chakra Kan, Chakrakontrolle 7

Beschreibung: Diese Technik erlaubt es dem Anwender, sich mit gesteigertem Zeitaufwand noch einmal besonders stark auf eine einzelne, mit seiner Jutsu identifizierte Chakrapräsenz zu konzentrieren, und diese auf ihre Natur hin zu untersuchen. Er kann abschätzen, welche Arten von Jutsu (Nin-, Gen-, oder Taijutsu) das Ziel in den letzten Stunden vor allem eingesetzt hat, und so eine Idee von dessen Fähigkeiten zu erhalten. Bei Ninjutsu kann man zudem das genutzte Element erkennen. Falls das Ziel in den letzten Stunden Clanjutsu genutzt hat, kann der Sensor eventuell erkennen, zu welchem Clan diese gehören - vorausgesetzt, er hat diese Techniken schon oft aus der Nähe beobachten können oder gehört selbst zum Clan.
Es ist wichtig zu bedenken, dass die Technik nicht die Fähigkeiten eines Ninja ausliest, sondern nur die Spuren, die noch an ihm haften - wenn das Ziel in letzter Zeit eher untypische oder gar keine Jutsu eingesetzt hat, dann kann man das mit dem Chakra Kaibō leicht falsch auslegen.


Kuchiyose no Jutsu: Shao-Pan (Kunst der Geisterbeschwörung: Shao-Pan)

Element:
Keines
Typ: Ninjutsu
Rang: B
Chakrakosten: C-S
Reichweite: Beim Anwender

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 5, Chakramenge Stufe 5, Chuunin, Erlaubnis der SL

Beschreibung: Der Anwender lässt ein bisschen Blut auf seine Hand fließen, schließt die Fingerzeichen und presst diese auf den Boden. Diesem Signal folgend erscheint der gerufene Kuchiyosepartner beim Anwender insofern dieser ihn bereits „unter Vertrag“ hat.


Kiki

Chakrakosten:
C
Voraussetzungen: -
Erfahrungspunktkosten: Gratis zu Beginn

Kraft: 1
Geschwindigkeit: 1
Geschick: 1
Ausdauer: 1
Widerstand: 2
Chakramenge: 2
Chakrakontrolle: 2

Beschreibung:
Kiki ist das jüngste Mitglied der Shao-Pan Sie ist frech und neugierig, süß und tollpatschig. Und verfressen, wie sich das für einen guten Panda gehört. Die junge Panda-Dame spielt gerne mit Vögeln und Insekten und liebt es, auf der Schulter getragen zu werden.
Kiki ist noch nicht alt genug, um die Prinzipien der Shao-Pan komplett umzusetzen, doch sie liebt es, aus den Schriften vorgelesen zu bekommen und hat jetzt schon eine große Liebe zum Malen entwickelt (wenngleich ihre Bilder noch von mangelnder Erfahrung dafür überschwänglicher Motivation zeugen).
Das Mädchen hat einen, für einen Panda, vergleichsweise schlanken Körperbau (immerhin konnte sie in ihrem recht kurzen Leben noch nicht so viel Bambus mampfen wie die anderen Shao-Pan). Diesen hüllt sie meist in quietschbunte Kimonos und Yukatas, wobei Pink natürlich in der Beliebtheit ganz oben steht. Besonders zu erwähnen sei ein langer, schwarzer Zopf auf dem Kopf, in dem Kiki meist eine Schleife oder dergleichen trägt.
Nennenswerte Fähigkeiten (außer einen herzzerreißenden Dackelblick) hat die junge Shao-Pan noch nicht entwickelt, beherrscht aber schon das Grundjutsu des Kuchiyoses.

Gyaku Kuchiyose no Jutsu (Umgekehrte Kunst der Beschwörung)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: global

Voraussetzung: -

Beschreibung:
Im Gegensatz zum normalen Kuchiyose no Jutsu, bei dem ein Tiergenosse zum Ninja beschworen wird, kann ein Tiergenosse mit dem Gyaku Kuchiyose no Jutsu einen Ninja, der mit ihm einen Vertrag eingegangen hat, zu sich beschwören. Da dies, wie das Kuchiyose, eine einseitige Beschwörung ist, kann der Ninja nicht um die Verwendung dieser Kunst "bitten", außer ein Shao-Pan kann ihn hören (z.B. weil er gerade in der Nähe ist).
Die Beschwörung über lange Strecken dauert einige Zeit. Hat ein Shao-Pan das Jutsu gewirkt, so beginnt der Ninja ein Ziehen in sich zu spüren, das sich mehr und mehr intensiviert. Nach etwa einer Minute verschwindet der Ninja und taucht vor dem Beschwörer wieder auf.

Unabhängig ob Lang- oder Kurzstreckebeschwörung, das Gyaku Kuchiyose zehr so sehr am menschlichen Körper, dass es pro Tag nur 3 mal pro Zielperson durchgeführt werden kann.

Besonderheit: Da Kiki noch nicht über genügend Chakra verfügt, um dieses Jutsu zu nutzen, muss der beschworene Vertragspartner die Chakrakosten bezahlen. Der Beschwörer spürt den Zug des Jutsus, muss dann seinerseits die Fingerzeichen wiederholen, damit der Transfer mit der üblichen Verzögerung stattfindet. Kiki selbst wendet für die Herstellung der Verbindung kosten in Höhe eines D-Rang-Jutsus auf.


Mizuki - Der Braumeister

Chakrakosten:
B
Voraussetzungen: Chakrakontrolle 6, Chakramenge 5
Erfahrungspunktkosten: 500 Exp

Kraft: 3
Geschwindigkeit: 2
Geschick: 2
Ausdauer: 2
Widerstand: 3
Chakramenge: 5
Chakrakontrolle: 4

Beschreibung:
Ein wahres Party-Tier ist Mizuki. Der Shao-Pan ist stets gut gelaunt, zu Scherzen aufgelegt und versucht auch, andere mit dieser Stimmung anzustecken. Das Leben ist für ihn ein Fest, das gefeiert werden soll, und nur wirkliche Ausnahmesituationen bringen Mizuki dazu, ernst zu machen. Er ist ein Genuss-Panda und weiß, die schönen Dinge im Leben zu schätzen. Vor allem natürlich Speisen und (alkoholische) Getränke.
Sein pechschwarzer Kinnbart geht Mizuki bis zur Brust und wird mit Bändern zusammengehalten. Weder ein roter Gürtel noch eine blaue Jacke können darüber täuschen, dass Mizuki von allen Shao-Pan den dicksten Bierbauch hat. Ohne seinen Reishut sieht man den Shao-Pan eigentlich nie.
Im Kampf übt der Braumeister sich komplett ohne Waffe, dafür hat er sich fortgeschrittene Kenntnisse des Drunken Master Stils angeeignet. Dabei imitiert der Shao-Pan allerdings eher die Art Betrunkene, die sich träge schwankend fortbewegen.
Mizuki trägt seinen Beinamen natürlich nicht ohne Grund. Der Shao-Pan verbringt viel Zeit damit, selbst Wein zu keltern, Schnaps zu brennen und Bier zu brauen. Wird er beschworen hat er auch stets ein Fass mit Alkohol dabei, damit ja auch alle total-tollen Spaß haben.
Zuletzt sei noch zu erwähnen, dass Mizuki musikalisches Talent besitzt. Der Shao-Pan spielt Trommel und singt (natürlich am liebsten Sauflieder).

Gyaku Kuchiyose no Jutsu (Umgekehrte Kunst der Beschwörung)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: global

Voraussetzung: -

Beschreibung:
Im Gegensatz zum normalen Kuchiyose no Jutsu, bei dem ein Tiergenosse zum Ninja beschworen wird, kann ein Tiergenosse mit dem Gyaku Kuchiyose no Jutsu einen Ninja, der mit ihm einen Vertrag eingegangen hat, zu sich beschwören. Da dies, wie das Kuchiyose, eine einseitige Beschwörung ist, kann der Ninja nicht um die Verwendung dieser Kunst "bitten", außer ein Shao-Pan kann ihn hören (z.B. weil er gerade in der Nähe ist).
Die Beschwörung über lange Strecken dauert einige Zeit. Hat ein Shao-Pan das Jutsu gewirkt, so beginnt der Ninja ein Ziehen in sich zu spüren, das sich mehr und mehr intensiviert. Nach etwa einer Minute verschwindet der Ninja und taucht vor dem Beschwörer wieder auf.

Chakrakontrolle 4, Chakrakosten B: Die Beschwörung kann nun auch augenblicklich durchgeführt werden, jedoch sinkt die Reichweite auf "Sichtreichweite".

Unabhängig ob Lang- oder Kurzstreckebeschwörung, das Gyaku Kuchiyose zehr so sehr am menschlichen Körper, dass es pro Tag nur 3 mal pro Zielperson durchgeführt werden kann.


Suiton: Kanketsusen Jetto no Jutsu (Jutsu des Geysirstrahls)

Element:
Suiton
Typ: Ninjutsu
Rang: B
Chakrakosten: B
Reichweite: 20m

Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 5

Beschreibung: Bei diesem Jutsu wird auf das meist vorhandene Grundwasser zugegriffen. Sobald man sein Ziel angepeilt hat, formt man nur drei einfache Siegel, worauf ein Strahl Wasser wie ein Geysir explosionsartig aus dem Boden unter dem Ziel schießt, wenn es sich im Umkreis von 20 Metern befindet. Bei tendenziell mehr Chakraeinsatz erhöht sich auch die Durchschlagskraft dieses Jutsus, das vor allem auf seine Spontanität setzt.


Doramaru - Der Sanftmütige

Chakrakosten:
B
Voraussetzungen: Chakrakontrolle 6, Chakramenge 5
Erfahrungspunktkosten: 650 EXP (500 Grundkosten, ein zusätzliches Jutsu)

Kraft: 3
Geschwindigkeit: 2
Geschick: 2
Ausdauer: 3
Widerstand: 4
Chakramenge: 3
Chakrakontrolle: 4

Beschreibung:
Doramaru ist ein netter und ruhiger Geselle. Er ist stets freundlich, besonnen und dient den Shao-Pan als "Stimme der Vernunft". Er versucht, voller Empathie, stets die Gefühle und Beweggründe anderer nachzuvollziehen und zu verstehen und sein Handeln auch danach zu richten, niemanden zu verletzten - körperlich oder verbal.
Der Shao-Pan trägt meist einfache, erdfarbene Gewänder mit einigen roten Highlights. Genügsam wie Doramaru ist, trägt er neben seinen Klamotten, den einfachen Sandalen und seinem Katana Sentaiyo no Tsurugi (dt etwa: “Schwert der Tausend Sonnen”) nichts bei sich. Unter allen Shao-Pan hat Doramaru die weichesten Gesichtszüge, die noch am ehesten an einen "normalen" Panda erinnern.
Obwohl er, wie ein jeder Shao-Pan, sich Nahkampf übt (in seinem Falle der Umgang mit dem Katana), würde er diese Technik nie offensiv verwenden. Sein ruhiger und kontrollierter Stil basiert auf Paraden und Entwaffnungsversuchen.
Der sanfte Panda ist ein liebevoller Hobby-Gärtner, hat im und um den Tempel Blumenanlagen, Kräuterbeete, ein kleines Feld mit saisonalem Gemüse und einen Bambushain, um die er sich kümmert.
Doramaru übt sich auch in der Dichtkunst. Der Poet hat sich dabei auf Haikus spezialisiert und redet auch oft in solchen.

Gyaku Kuchiyose no Jutsu (Umgekehrte Kunst der Beschwörung)

Element:
keines
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: global

Voraussetzung: -

Beschreibung:
Im Gegensatz zum normalen Kuchiyose no Jutsu, bei dem ein Tiergenosse zum Ninja beschworen wird, kann ein Tiergenosse mit dem Gyaku Kuchiyose no Jutsu einen Ninja, der mit ihm einen Vertrag eingegangen hat, zu sich beschwören. Da dies, wie das Kuchiyose, eine einseitige Beschwörung ist, kann der Ninja nicht um die Verwendung dieser Kunst "bitten", außer ein Shao-Pan kann ihn hören (z.B. weil er gerade in der Nähe ist).
Die Beschwörung über lange Strecken dauert einige Zeit. Hat ein Shao-Pan das Jutsu gewirkt, so beginnt der Ninja ein Ziehen in sich zu spüren, das sich mehr und mehr intensiviert. Nach etwa einer Minute verschwindet der Ninja und taucht vor dem Beschwörer wieder auf.

Chakrakontrolle 4, Chakrakosten B: Die Beschwörung kann nun auch augenblicklich durchgeführt werden, jedoch sinkt die Reichweite auf "Sichtreichweite".

Unabhängig ob Lang- oder Kurzstreckebeschwörung, das Gyaku Kuchiyose zehr so sehr am menschlichen Körper, dass es pro Tag nur 3 mal pro Zielperson durchgeführt werden kann.


Doton: Doroku Gaeshi (Zurückschlagendes Erdland)

Element:
Erde
Typ: Ninjutsu
Rang: C
Chakrakosten: C
Reichweite: Direkt vor dem Anwender

Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 3

Beschreibung: Der Shinobi legt seine Hände auf den Boden und veranlasst die Erde sich zu einer Wand emporzuheben. Diese ist jedoch nicht sehr stabil und kann relativ leicht zerstört werden. Sie bildet sich jedoch schnell, sodass sie häufig schwächere Angriffe rasch abwehrt und stärkeren zumindest etwas Wucht nimmt.
Ab einer Kraft von 3 sind Fingerzeichen nicht länger notwendig; es genügt lediglich ein kräftiger Schlag mit beiden Handflächen auf den Boden.


Sentaiyo no Tsurugi

Waffenart: Katana
Kategorie: Kriegswaffe
Rang: B

Beschreibung:
Das Schwert der Tausend Sonnen ist ein vergleichsweise langes Katana, das schon beinahe an ein Nodachi herankommt. Die Saya des Schwertes ist aus rotbraun lackiertem Holz mit angedeuteten Schneeflocken. Von der Klingengeometrie ist das Sentaiyo nicht sonderlich besonders, allerdings besitzt es eine Gravur, die sich den ganzen Hamon entlang zieht. Sie erzählt, von Griff bis zur Spitze, die Geschichte eines Eisvogels, der einen schweren Verlust hinnehmen muss, gefangen genommen wird, Freunde findet, neuen Mut fasst, sich gegen seine Häscher auflehnt, dabei viele Freunde verliert und sich letzten Endes opfert, um einem einzelnen Freund die Flucht zu ermöglichen.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Genjutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kushou Joudan

Chuunin
Beiträge
549
Alter
22 Jahre
Größe
>Natsu
Fraktion
Sora
Dorf
Ame
Steckbrief
Link
Gleichgewicht in allen Dingen

In den Hauptrollen:
Kushou Joudan - Enkel eines Großhändlers, Sohn eines Shinobis, großer Bruder
Kushou Rin - Joudans Schwester
Mizuki - ein trinklustiger Panda

Die Anderen:

Kushou Josata - Mutter der Geschwister Joudan und Rin
Sawamura Yawato - ein Jounin im Ruhestand
Sawamura Arima - Yawatos Mutter
Hibuki - der Älteste der Shao-Pan
Kiki - die Jüngste unter den Shao-Pan


~ Freude ist wie ein Baum, dessen Äste in die Höhe wachsen. Trauer ist die Wurzel, die den Baum im Erdreich verankert. Beides wird gebraucht. Je höher ein Baum wächst, desto tiefer reichen seine Wurzeln [...]. Dies ist Gleichgewicht ~

- Osho Rajneesh, Everyday Osho​


Akt I

Zischend brutzelte angebratener Reis in einer Wok-Pfanne mit Paprika, Lauchzwiebel, grünen Bohnen und Hähnchenfleisch um die Wette, füllte die kleine Wohnung mit wohlriechenden Düften. “Rin, Essen ist fertig!”, rief Joudan seiner Schwester zu. Ihr Zimmer war am anderen Ende des Raumes, der für die Geschwister als Wohn-, Esszimmer und Küche zugleich fungierte. Der blonde Chuunin drehte klickene den Herd aus, griff die Pfanne und trug sie vom sterbenden Herdfeuer zu einem niedrigen Tisch, neben dem ein kleines Sofa, ein durchgesessener Sessel und einige Sitzkissen lagen.
Einen Augenblick später öffnete sich die Türe zu Rins Zimmer und Joudans Schwester trat heraus. Durch den Türspalt konnte der Blonde einen Blick in das Zimmer seiner kleinen Schwester erhaschen, sah einen großen Stapel mit schief aufeinander gestapelten Kartons darin aufragen.
“Nicht zu scharf?”, fragte Rin den Koch, der diese Frage gefühlt dreimal die Woche über sich ergehen ließ. “So, dass man es merkt, aber du es trotzdem essen kannst.”, war auch heute seine Antwort. Seit mehr als vier Jahren kochte Joudan nun schon beinahe jeden Tag für seine Schwester, er kannte ihre Essgewohnheiten mittlerweile recht gut. Nachdem Rin einen prüfenden Blick in die Pfanne geworfen und mit einem Nicken ihren Segen gegeben hatte, schöpfte Joudan ihr in eine rot-und-grün bemalte Tonschale. Danach war seine Portion dran.
Dass Rin die nächsten Minuten schwieg und aß war eines der größten Komplimente, die sie Joudan an seine Kochkunst geben konnte. So war es der große Bruder, der das kurzzeitig aufgekommene Schweigen brach, das zuvor nur von dem gelegentlichen Aneinanderkommen von Löffel und Schale begleitet wurde.
“Bist du dir sicher, damit?” Rin seufzte aus und schob sich, zur Antwort, einen gehäuften Löffel Reis in den Mund, kaute demonstrativ darauf herum. Natürlich wusste sie, worum es ging, in den letzten Wochen hatte es zwischen den beiden Geschwistern nur ein großes Thema gegeben. “Wenn wir noch drei, vier Jahre warten, kannst du eine eigene Wohnung haben. Auf eigenen Beinen stehen. Wir müssen das Angebot nicht annehmen.”
Im Hause Kushou Jr. stand ein Umzug bevor. Joudan war an ein kleines Häuslein zur Miete auf der vierten Plattform gekommen. Die Vormieterin war eine nette Dame, die jedoch aufgrund ihres hohen Alters nun in die Pension zog. Das Häuschen war gerade groß genug für eine kleine Familie, doch es kam mit einer tollen Veranda und einem großen Garten. Sowohl Haus als auch Außenanlage waren ein wenig heruntergekommen, doch vor ein wenig Arbeit hatte Joudan sich noch nie gescheut. So idyllisch das Haus auch war, es war viel zu groß, um es alleine zu bewohnen. Darum kam ein Umzug nur dann in Frage, wenn Rin mitkam. “Dann müsste ich selber kochen und du würdest dir die Hemden mit dem Bügeleisen ruinieren.”, antwortete Rin keck und brachte Joudan damit zum lächeln. “Du hast mich dann an der Backe, bis du oder ich eine Familie gründen. Anders kommen wir da nicht raus”, scherzte der Blonde und Rin ging, nach kurzem Überlegen, darauf ein. “Wer zuerst heiratet, bekommt das Haus, der andere muss ausziehen!” “Deal.”

-

“Ich bin mittlerweile ganz schön erwachsen geworden, Tou-san…”, berichtete Joudan. Mittlerweile war es nicht mehr so schlimm wie früher, als er jeden Tag, jede Stunde an seinen verschollenen Vater dachte. Doch immer dann, wenn etwas Großes geschah, wenn sein Leben einen Schritt nach vorne machte oder einen zurück, dann vermisste der Blondschopf seinen Vater. Gegen ein Geländer gelehnt blickte der Chuunin den Rand der zweiten Plattform Soragakures hinab. Unter ihm unendliche Weiten in Marineblau, dazwischen braune Tupfer: Getsurin. Die rechte Hand des Blonden ruhte in seiner Manteltasche, lag dort auf lackiertem Holz: Das einzige Andenken, das Joudan an seinen Vater hatte - seine Oinin-Maske.
“Ich schiebe das jetzt schon lang genug vor mir her, oder?”, wollte er wissen, doch niemand antwortete ihm. Nur der Wind, der am Rande jeder Plattform allgegenwärtig war, heulte auf. “Aber du weißt, dass ich ihr nicht unter die Augen treten kann. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.” Joudan schloss die Augen und spürte den Wind auf seiner Haut, roch das entfernte Aroma von Seeluft noch hier oben, hunderte Meter über dem Meer. Seine Miene wurde fest, hart. “Es geht nicht darum, was sie MIR angetan hat. Es geht um Rin. Yosata ist ihre Mutter, verdammt! So verhält sich keine Mutter.” Langsam atmete Joudan ein, hielt die Luft in den Lungen, atmete wieder aus. “Sicher hättest du ihr vergeben...”, gestand der Sohn seinem Vater.
“...wenn du da wärst.”
Aber Kushou Amakoru war nicht da. In der Hoffnung, seinen verschwundenen Vater zu finden, war Joudan Shinobi geworden. Doch seit er vor gut vier Jahren zum ersten Mal seinen Fuß auf die schwebenden Plattformen Soragakure gesetzt hatte, war er diesem Ziel nur unwesentlich näher gekommen. In all den Jahren war das einzige, das er gefunden hatte, ein alter Zeitungsartikel über Männer im Sturm. Dabei hatte Joudan schon seit viel längerer Zeit eine Spur zu seinem Vater direkt bei sich, in seiner Manteltasche.
Irgendjemand musste die Maske von der schicksalshaften Mission zurückgebracht haben, bei der Joudans Vater verschwunden war. Irgendjemanden gab es, der mehr wusste. Der Händlersspross seufzte, denn diese Spur würde ihn zu der Frau führen, von der er diese Memento bekommen hatte. Die eine Frau, die er nie wieder sehen wollte.

-


“Werden wir Kaa-san besuchen?”, wollte Rin wissen. Sie saß im Schneidersitz auf dem kleinen Balkon, das zum Appartement der Kushou-Geschwister gehörte. Wind umspielte sie, ließ kleine Blätter um sie herumtänzeln. Rin übte sich im Fuuton-Jutsu. “Rin, ich gehe dieses Mal alleine.”, antwortete ihr Bruder. Diese Antwort mochte der Braunhaarigen gar nicht gefallen. Der Wind um sie herum wurde plötzlich stärker, rüttelte an den Fensterläden und der Balkontüre. “Warum?” Ihre Frage war präzise, ließ jeglichen Schalk und alle Wärme, die sonst in Rins Worten mitschwang, missen. Sie wusste, das Joudan irgendetwas im Schilde führte. Der Blondschopf konnte seine Schwester nicht täuschen, selbst wenn er es versucht hätte. “In Ame habe ich etwas Persönliches zu erledigen.” “Was?” Die Frage kam wie aus der Pistole geschossen, setzte Joudan unter Zugzwang. “Ich…”, fing er an, doch stockte. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Anlügen wollte er Rin nicht, doch die Wahrheit wollte er ihr auch nicht sagen. Rin hasste es, wenn ihr Bruder und ihre Mutter sich stritten, und sie nahm es ihrem Bruder immer übel.
Barfuß, in ein leichtes, hellrosa-weißes Sommerkleid gewandt, glitt Rin feengleich vom Balkon ins Wohn-/Ess-/Küchenzimmer.
“Jou-nii…”, fing sie an und ihre Stimme hatte die übliche Fürsorge und Zärtlichkeit wiedergefunden. “Ich bin nicht dumm. Ich weiß, um was es geht…”, ließ sie ihn wissen. “Das mit deiner Stimmlage zieht bei mir nicht.” Rin wusste, ihre ihre Stimme gezielt einzusetzen und hatte so ein starkes Gefälle zwischen den knappen, kalten Fragen und ihren letzten beiden Sätzen geschaffen. Einen Trick, den sie deutlich besser beherrschte, als Joudan selbst. “Rhetorik muss man üben, sonst verlernt man es.”, scherzte sie und zwinkerte ihrem großen Bruder zu.
“Na dann sag mir, um was geht es, Meisterdetektivin Rin?” Joudan baute sich vor ihr auf, blickte zu seiner Schwester hinunter. Seine Physis für sich spielen zu lassen war ein Trick, den der Chuunin widerum besser konnte. “Hm?”, bohrte er nach und kam Rin dabei so nahe, dass sie unwillkürlich einen kurzen Schritt nach hinten wich.
Die Braunhaarige sah verlegen zur Seite und zog ihre Lippen zu einer schmollenden Schnute.
“Du wirst gemein…”, warf sie Joudan vor und dieser trat sofort einen Schritt nach hinten, ließ die bedrohliche Körperhaltung fallen. Seine Schwester verängstigen wollte er nicht. Doch kaum hatte er seinen Schritt zurück getan, wandelte sich die verängstigte Schnute Rins in ein triumphales Grinsen. Ungläubig schüttelte Joudan den Kopf, er war seiner Schwester auf den Leim gegangen. “Du bist vieles, aber außer Übung bist du nicht.”, gestand der Blondschopf seiner Schwester zu.
“Du triffst dich mit deiner geheimen Freundin!”, antwortete Rin - ein wenig verspätet - auf Joudans Frage und verschlug dem Händlerspross damit die Sprache. “Du hast eine geheime Freundin, schon lange. Deswegen gehst du nach Ame, oder? Ich will sie kennen lernen!” Rin lag falsch, doch ihre Vermutung ließ den Bruder erkennen, wie gut Rin ihn einschätzen konnte. Tatsächlich hatte der Blondschopf eine geheime Freundin (wenn man das so nennen durfte), doch diese würde er nicht besuchen. Leider. “Es geht um Tou-san.”, antwortete Joudan und wie er den knappen Satz aussprache, merkte er, wie ihn alle Energie verließ. Sein Gesicht erschlaffte, seine Schultern hingen durch und die sonst so lebendigen sommerwiesengrasgrünen Augen wirkten matt, leer.
Rin stand auf. Mit wenigen Schritten war sie an der Küchenzeile, zog ein Messer aus einer Schublade und trat wortlos in ihr Zimmer. Joudan hörte, wie Stahl durch Pappe und Klebeband schnitt.
“Was suchst du?”, wollte er wissen. Dann ein Rumpeln, als der Schiefe Karton-Turm von Soragakure endlich umstürzte. Der Blondschopf spickte interessiert in Richtung Rins Zimmer (er hatte es sich angewöhnt, es nicht mehr zu betreten. Privatsphäre und so) und nach einer gefühlten Ewigkeit trat seine Schwester aus der Türe. In den Händen hielt sie eine große, knall-pinke Reisetasche. “Gefunden!”

-

Kalter Regen fiel gnadenlos, wählte nicht zwischen Jung und Alt, zwischen Schuldig und Unschuldig, zwischen Gemeinsam oder Einsam. Er machte keinen Unterschied, verschonte niemanden, traf alle gleich.
Wie Artilleriebeschuss schmetterten die Regentropfen auf die Straßen und Dächer, auf Menschen und Regenschirme des nächtlichen Amegakures. Sie spielten einen Trommelwirbel auf Beton, Asphalt und Stahl, der sogar das Straffen der Haut an Joudans Fingerknöcheln übertönte, als er seine freie Hand zur Faust ballte.
Vor ihm baute sich eine Türe auf, ebenholzschwarz und kalt, massiv genug um das Treiben dahinter völlig zu verschlucken.
Sie würde sich für Joudan nie wieder öffnen.

… denn Yosata hatte wohl die Schlösser getauscht, der Hausschlüssel des Blondschopfes passte nicht mehr. Also musste Joudan anklopfen.
Gouwan.
Die Tür splitterte aus den Angeln, wurde von der Wucht des Taijutsus in den Raum dahinter geschleudert, krachte gegen eine Garderobe, die durch den Aufschlag in sich zusammenbrach. Das Haus war dunkel, dennoch konnte Joudan sich geschickt durch die Räume bewegen. Er hatte hier seine Kindheit verbracht, er kannte jede Ecke und jeden Winkel.
Als er durch eine Türe ins Wohnzimmer trat, flog etwas auf ihn zu. Kurz sah der Blondschopf das Bild einer Weinflasche, die neben ihm und Rin an der Wand zerschellte, geworfen von der Mutter. Das war eine seiner schmerzhaftesten Erinnerungen. Reflexartig hob er die Arme vors Gesicht, doch nichts schlug ein. Nichts zerbrach. Hatte er sich das nur eingebildet?
Yosata richtete sich schwankend auf und als sie Joudan erblickte, fiel eine Last von ihr ab. Langsam, wie in Trance, taumelte sie auf den Blonden zu, konnte dabei ihre Augen gar nicht von ihm bekommen. Als sie ihm auf wenige Schritt nahe gekommen war, stieg ihm der Geruch von Schnaps in die Nase. Es war richtig gewesen, Rin nicht hier her mitzunehmen. Unmittelbar vor ihm hielt Yosata inne, betrachtete den Mann, der ihr gegenüberstand, mit benebelten Blick. Sekunden zogen sich zu Stunden, als die Zeit zwischen Joudan und seiner Mutter stillzustehen schien. Schließlich richtete sie ihre bebende Stimme an ihn:
“A...amakoru?”
Kalte Wut kochte in Joudan auf, er stieß die Frau von sich. “Welche Rabenmutter erkennt ihren eigenen Sohn nicht?!”, rief er dem zurück-taumelnden Leib hinterher. Yosata stieß gegen den Wohnzimmertisch, klammerte sich unsicher daran fest, schien einige Momente zu brauchen, bevor sie realisierte, was vor sich ging. “Du siehst aus wie er…”, war ihre Entschuldigung. Joudan stieb Luft durch die Nasenlöcher aus, schnaubte seine Mutter förmlich an. “Ich werde Vater finden.” Der Sohn kam direkt zum Punkt. Er ließ die Aussage in der Luft stehen, konfrontierte seine Mutter damit, präsentierte es ihr als feststehenden Fakt. “Oh, Joudan… Nach all den Jahren… Tu dir das nicht an. Gib ihn auf. Liebling…” “ICH BIN NICHT DEIN LIEBLING!” Als ob das Schreien nicht gereicht hätte griff Joudan neben sich, bekam eine Blumenvase zu fassen und stieß sie zu Boden. Porzellan zersprang lautstark auf fleckigem Parkett. “Und mir ist egal, ob du ihn abgeschrieben hast. Ich gebe Vater nicht auf.” Joudans Herz schlug wild gegen seine Brust, die Gedanken im Kopf des Blondschopfes überschlugen sich. Erneut näherte sich Yosata ihm, breitete die Arme aus. Was war das für ein seltsamer Gesichtsausdruck? War sie traurig? Hatte sie Mitleid? Joudan konnte und wollte es nicht erkennen. Er stieß Yosata erneut von sich ab, wich dann einen Schritt nach hinten und zog sein Memento aus der Manteltasche. Die weiß-blau lackierte Holzmaske trug einen emotionslosen Gesichtsausdruck auf sich. Yosata erstarrte, als sie die Maske sah. “Wer hat sie dir gebracht, damals?” Die Stimme der Mutter war brüchig, zitternd, als sie antwortete. “Joudan… Bitte…”, flehte sie, doch Joudan wusste nicht, wonach sie flehte, oder warum. “SAG ES MIR!”, brüllte er und hörte seine Stimme im Raum verklingen. Stille folgte, nur der Trommelfeuerregen von drausen war zu hören. Dann ein Schluchzen. Yosata weinte, und Joudan wusste nicht, warum. Er verstand so wenig in diesem Moment. Seine Mutter wandte ihren Blick ab, brach auf die Knie hinab.
Nachdem sie tief rasselnd eingeatmet hatte, rieb sie sich mit dem Unterarm durchs Gesicht und antwortete dann.
“Ein Kollege deines Vaters. Sawamura Yawato.” Der Chuunin hatte seine Spur. Zufrieden steckte er die Maske wieder ein. “Joudan bitte, das bringt doch nichts!”, beschrie seine Mutter ihn als der Sohn sich von ihr abwandte. “Wie geht es meiner kleinen Rin?” Doch Joudan antwortete ihr nicht. Yosata hatte sich damals nicht wie eine Mutter verhalten, sie hatte deshalb jetzt nicht mehr das Recht dazu.
Wortlos ließ der blonde Mann die weinende Frau zurück.




Akt II

“Ist was, Jou-nii?”
, wollte Rin wissen, sah ihren großen Bruder durchdringend an. Dieser schüttelte den Kopf und schlug den Mantelkragen hoch. “Aufgeregt…”, antwortete er knapp. Joudan fühlte sich schuldig für die vorige Nacht. Doch nicht das Gespräch mit seiner Mutter (oder die Tatsache, dass er ihr die Haustüre eingeschlagen hatte) lastete auf dem Gewissen des Chuunins, sondern, dass er das nächtliche Treffen seiner Schwester verschwiegen und sich still und heimlich vom Anwesen der Großeltern, wo Rin und Joudan übernachteten, geschlichen hatte. Betroffen blickte er zu Rin zurück.
Beide Geschwister hatten sich fest an einen Regenschirm geklammert, Joudans Schirm war elegant und schlicht, schwarz mit einem edlen Holzgriff, Rins Schirm war Weiß mit pinken Polka-Punkten. Die beiden gaben zusammen sicher ein großartiges Bild ab. Seite an Seite liefen sie durch die Häußerschluchten Amegakures: Canyos aus nasskaltem Stahlbeton und verspiegelten Fensterscheiben, gewunden um asphaltene Flussbetten.
Ein Bild schlich sich in den Kopf des Blonden. Rin und er, Schulter an Schulter, sie waren damals beide noch Kinder gewesen. Einen quietschgelben Regenschirm hatten sie sich damals geteilt. Sie hatte gezittert und geweint. Er hatte versucht, sie zum bleiben zu überreden, doch sie wollte nicht von seiner Seite weichen. Zum Glück.
Rin erwiderte Joudans Blick lange, durchdringlich.
“Wenn du meinst.” Sie glaubte ihm nicht, zu Recht. Doch besaß sie genügend Anstand (oder Gnade), um nicht weiter nachzubohren. Wortlos nickte der Blondschopf seiner Schwester zu, bedankte sich damit für ihre Einsicht. “Willst du mir wenigstens verraten, wohin wir gehen?”

-

“Sawamura, A. und Y.”, laß Joudan laut von einer Klingel ab und holte tief Luft. Langsam hob er den Finger, legte ihn auf der Klingel ab und merkte, wie er zögerte. War er vorbereitet auf die Antwort, die hier auf ihn wartete? Würde er überhaupt eine Antwort bekommen? Es gab nur einen Weg, das herauszufinden.
“JOUDAN!”
Der Blondschopf schreckte zurück, sah seine Schwester entgeistert an. Rins Gesicht war knallrot, ihre Lippen zitterten. Joudan hatte Rin lange nicht mehr so gesehen. Ein wenig hilflos blickte er sie an. “Ich bin nicht hier um dir hinterherzulaufen wie ein Schoßhund. Rede mit mir, wer wohnt hier und was wollen wir von ihm?” Regentropfen-Trommelwirbel, Schweigen, dann eine Antwort. “Hier wohnt Sawamura Yawato, ein ehemaliger Kollege von Tou-san. Die beiden waren vielleicht gemeinsam auf Mission, als Tou-san verschwand.”, erläuterte Joudan und griff in die Manteltasche. Behutsam zog er seinen Schatz aus bemaltem Holz hervor, präsentierte ihn Rin. “Er hat die hier zurückgebracht.” Die Braunhaarige blickte kurz zur Maske in den Händen des Blondschopfes, dann wieder zurück hinauf in sein Gesicht. Einen kurzen Moment hielt sie ihn hin, so als müsste sie ihren nächsten Satz, ihre nächste Frage gut durchdenken. “Willst du das hier alleine tun?” Wieder ein Volltreffer. Seit Jahren war es Joudans Ziel gewesen, seinen Vater zu finden, daher war diese Exkursion etwas, was er tun musste. Es war seine Aufgabe.
Rin klingelte und grinste ihn keck an.
“Zu spät.”, ließ sie Joudan wissen, legte den Kopf schief und schloss kurz die Augen. Ihre Taten sprachen Bände, sie würde nicht zulassen, dass ihr großer Bruder sich diese Last alleine auflud. Sie würde ihn niemals alleine lassen und dafür dankte Joudan allen Göttern.

-

Eine Aufzugfahrt später standen die Geschwister vor einer von vielen identischen Türen. In einem Wolkenkratzer wohnten die beiden zu dieser Zeit auch noch, daher kam ihnen der Anblick recht vertraut vor. Einen Spalt weit öffnete sich die Türe, wurde von einer Kette festgehalten. Runzelige, fleckige Haut, weißes Haar und ein fahles, graublaues Auge spähten vorsichtig in den Hausflur, eine zitternde Stimme fragte:
“W...wer ist da? Ich kenne euch nicht!” Die alte Dame wirkte, als wolle sie den Geschwistern gleich die Türe vor der Nase zuschlagen, doch das ließ Joudan nicht so einfach zu. Alte Damen liebten ihn. “Oh, bitte verzeiht die Störung, gute Frau. Die reizende Dame in meiner Begleitung ist Rin, ich bin Joudan. Wir haben euch hoffentlich nicht verschreckt?” Der Vorzeige-Schwiegerenkel lächelte die Dame entwaffnend an und auch Rin setzt ihr bestes “süßes-kleines-Mädchen”-Gesicht auf, winkte in Richtung des Türspaltes. “Ah, nein, nicht doch. Ihr seid aber zwei nette junge Leute.” Das lief soweit alles sehr gut. Nicht mehr lange, dann würde die alte Dame Rin und Joudan abgelaufene Süßigkeiten anbieten, so endete das meistens. “Wir sind auf der Suche nach jemandem, vielleicht könnt Ihr uns ja dabei helfen?” Begeistert über die Möglichkeit, nützlich zu sein, nickte die Dame. “Ich kenne den ganzen Hausflur, junger Herr.”, antwortete sie und ließ sich auf Joudans Sprache ein. Ein weiteres gutes Zeichen. “Wir sind auf der Suche nach einem Herren namens Sawamura Yawato, ist der werte Herr denn gerade zu sprechen?”
Irgendetwas hatte sich verändert. Die Dame schob die Türe, unmerklich, ein kleines Stück weiter zu und ihr Blick versteifte sich. “Was wollt ihr von meinem Sohn?”, fragte sie harsch, Yawato war wohl ein schwieriges Thema. “Wir… wir suchen unseren Papa…”, schob Rin mit brüchiger Stimme ein. “Und… und Yawato-san… soll ihn gesehen haben…” Selbst Joudan sah besorgt zu Rin, sie schien den Tränen nahe zu sein. Wer könnte bei solch einem Trauerspiel hart bleiben? “Mein Sohn wird euch nicht helfen können..”, antwortete die alte Dame, doch in ihrer Stimme konnte Joudan schon eine gehörige Portion Mitleid mitschwingen hören. “Biittee~” Rin machte den Deckel zu, die Dame öffnete die Türe. “Ihr könnt mit Ya-chan reden… Seht selbst…”

-

Yawatos Zimmer war abgedunkelt, die Fensterläden ließen kein Sonnenlicht in die trostlose Kammer. Drei Vanille-Duftkerzen spendeten flackernde Lichtschimmer, die Joudan es zumindest erlaubten, grobe Umrisse auszumachen. Doch selbst der schwache Vanilleduft konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der Finsterkammer nach Urin und Exkrementen roch.
Auf ein Bett aufgebahrt und an eine komplizierte Maschine mit Schläuchen und Elektroden verbunden lag ein Mann, dessen Alter Joudan nicht einzuschätzen vermochte. Seine Wangen waren ein-, seine Haare ausgefallen, die Lippen waren spröde und brüchig, die Augen saßen tief in den Höhlen, gaben dem Mann beinahe schon ein Totenkopf-artiges Gesicht. Der Körper lag unter einer Decke verborgen, doch aus dem Zustand des Mannes konnte sich Joudan schon denken, dass Yawato nur noch Haut und Knochen war.
Der Anblick veranlasste Rin dazu, die Hände erschrocken vor den Mund zu schlagen. Sawamura Arima, so hatte die Mutter Yawatos sich vorgestellt, legte ihr die Hand auf die Schulter.
“Wie lange…?”, fragte Joudan, wagte es aber nicht so recht, den Satz zu Ende zu sprechen. Erschrocken stellte er fest, dass er weniger über den bemitleidenswerten Zustand Yawatos erschrocken war, als dass er verzweifelt anerkannte, dass seine heiße Spur wohl hier endete. Von Yawato konnte er keine Auskunft bekommen. “Seit zwölf Jahren… Dreizehn? Ach, ich weiß nicht mehr so genau… Sie haben ihn einfach am Dorftor gefunden, so…” Der Zeitraum passte, so lange war es schon her, seit Kishou Amakoru verschwunden war. Doch etwas anderes passte ganz und gar nicht. Joudan warf seiner Schwester einen Blick zu, doch sie hatte auch schon geschalten. Schlaues Mädchen. “Entschuldigung… Darf ich Ihr Bad verwenden?”, fragte die Braunhaarige und nickend ging Arima mit Rin davon, ließ Joudan zurück. Mit der kurzen Zeit alleine konnte der Blondschopf nur wenig anfangen. Schnell schloss er seine Finger zu einem Siegel, schloss die Augen und öffnete das dritte Auge. Zwei Dinge fielen ihm auf:
Yawato hatte absolut keinen Chakrakreislauf, nicht einmal einen erloschenen. Das war höchst merkwürdig. Vielleicht hatte das etwas mit seinem Zustand zu tun? Darüber würde Joudan sich später Gedanken machen, denn er hatte noch etwas anderes, eine andere Chakraquelle entdeckt. Er ließ sich von seinem Chakra-Gespür leiten, folgte der Spur und bekam eine große Schriftrolle zu fassen. Kurz rollte er sie aus und was darin niedergeschrieben stand, ließ ihn staunen. Sein Entschluss war binnen Herzschlägen gefasst, er musste die Rolle stehlen.

-

Als die Geschwister den Wolkenkratzer verlassen hatten, war Rin es, die die offensichtliche Frage stellte.
“Was ist das für eine Schriftrolle, die du einer armen, alten Dame und ihrem komatösen Sohn geklaut hast?” Ihre Stimme war scharf, urteilend. Joudan wehrte mit einer Gegenfrage ab. “Gleich. Ist dir aufgefallen, was unstimmig ist?” Rin verdrehte die Augen und erläuterte: “Wenn der arme Mann so am Dorftor aufgetaucht ist, dann kann er die Maske nicht zurückgebracht haben. Und jetzt lenk nicht ab.” Joudan seufzte lange, sog dann kalte, regenerfüllte Luft in die Lungen. “Die Schriftrolle gehörte nicht Yawato-san sondern…”

-

“Kushou, Amakoru…”, laß Rin aus der Schriftrolle vor. Die beiden hatten es sich in der großen Bibliothek im Anwesen der Großmutter gemütlich gemacht, nachdem sie ein gemeinsames Abendessen mit ihr genossen hatten. Die Großmutter, die Rin und Joudan viele Jahre lang aufgezogen hatte, war in den letzten Jahren schwach geworden, verließ das Haus kaum noch und lag die meiste Zeit im Bett. Sie war alt. Großmutter würde nicht mehr ewig leben, das war ein Fakt, dem Joudan sich nicht enziehen konnte. Dennoch wusste er schon jetzt, dass es ihm das Herz brechen würde, von ihr Abschied zu nehmen.
Doch heute Abend galt es, einem spannenderen Thema nachzugehen - der (zurück-)gestohlenen Schriftrolle. Sie war groß, sehr groß sogar. In einer langen Aufzählung waren in Blut Namen geschrieben - Unterschriften, die einen Ninja an einen Vertrag banden. Joudan wusste, es handelte sich um eine Kuchiyose-Schriftrolle - und deren letzter Besitzer war, so stand es Rot auf Weiß, der Vater der beiden Kushou-Geschwister gewesen.
“Das kannst du nicht wissen, Jou-nii. Vielleicht hat Tou-san dem armen Yawato-san die Rolle geschenkt? Oder ihm gesagt, dass er darauf aufpassen soll?” Joudan schnaubte aus, was war nur mit seiner Schwester los? Konnte sie nicht sehen, dass das vielleicht der Schlüssel zum Rätsel, was mit dem Vater geschehen war, sein konnte? “Und selbst wenn? Was hat er davon, so wie er jetzt ist? Nichts! Die Schriftrolle ist bei mir besser aufgehoben.” Joudans Worte verhallten in der Bibliothek. Rin schlug beide Handflächen auf den Tisch und stand schwungvoll auf. “Uns, Jou-nii, bei uns.”, sprach sie erbost aus, doch dann wandelte sich ihre Stimme in ein ruhiges, zitterndes Etwas: “Aber das hast du wohl vergessen...” Mit rollenden Augen erhob sich der Blondschopf ebenfalls, baute sich über Rin auf. “Das ist MEINE Angelegenheit, Rin. ICH muss das machen. DU erinnerst dich ja kaum an Vater!!” “Dafür an Kaa-san… Und trotzdem willst du nicht, dass ich sie treffe…” Drückte Rin da etwa auf die Tränendrüse? Na diesen Trick konnte sie vergessen, Joudan hatte sie durchschaut. “Yosata konnte das auch nicht einsehen!”, spie der erzürnte Bruder aus, steckte Rin damit in einen Topf mit der garstigen Rabenmutter. Das hatte sie davon, wenn sie Spielchen mit Joudan treiben wollte.

“...wann hat sie das gesagt?”

Wie vom Blitz getroffen erstarrte Joudan, blickte seine Schwester an. “Du hast Jahre lang nicht mit ihr gesprochen, hast du gesagt. Wann hat sie gesagt, dass sie das nicht einsieht?” Natürlich hatte sie ihn durchschaut. Sie durchschaute ihn immer, er konnte von ihr nichts verbergen. Schlaues Mädchen. Verflucht schlaues Mädchen. “Gestern…”, gestand Joudan ihr betroffen. Rin sah ihn minutenlang an, so kam es Joudan vor. Er konnte nichts mehr sagen, konnte nur betroffen schweigen und den Blick anwenden, denn seine Schwester so voller Schmerz und Enttäuschung zu sehen, das konnte er nicht ertragen. “Joudan…”, fing sie an, hielt inne und schüttelte den Kopf. “Ach, vergiss es. Mach deine Sachen. ‘Wir’ ist hier wohl nicht wichtig…”
Während sie davon schritt konnte, Joudan sie schluchzen hören. Zornig ballte er die Fäuste, atmete tief durch und nahm sich ein, zwei Minuten Zeit, um runter zu kommen und sich zu beruhigen. Anstatt Rin nachzugehen, breitete er die erbeutete Schriftrolle auf dem Tisch aus, griff nach einem Brieföffner, stach sich in die Kuppe des rechten Zeigefingers und setzte seinen Namen neben den seines Vaters. Das mit Rin konnte er jetzt nicht ändern. Das mit der Schriftrolle schon.
Eber, Hund, Vogel, Affe, Schaf. Die Fingerzeichen hatte Joudan recherchiert, die Technik schien, verglichen mit einigen seiner anderen Jutsus, simpel, doch die Anwendung war neu und spannend für ihn. Kaum legte die Handfläche auf den hölzernen Boden krochen schon Schriftzeichen hervor, breiteten sich kreisförmig aus, bevor Joudan spürte, wie etwas erschien. Weißer Rauch, wie bei einer Entsiegelung, raubte ihm die Sicht. Gespannt hielt der Blondschopf den Atem an während er darauf wartete, dass der Nebel sich legte und er sehen konnte, was die Technik heraufbeschworen hatte.

DIe Gestalt war so groß wie Joudan, wahrscheinlich aber mindestens dreimal so breit. Ihr fülliger Leib, der mit schwarzem und weißem Pelz bedeckt war, war in eine blaue Weste gekleidet. Massive Tatzen steckten in Holzsandalen, die klackend mit dem Bibliotheksboden musizierten. Ein zotteliger, langer Kinnbart hing an einem bärenhaften Gesicht, das von einem Reishut bedeckelt wurde. Alles in allem war Joudan sich sehr sicher, es hier mit einem bekleideten, aufrecht stehenden Pandabären zu tun zu haben (wobei, er doch eher mehr aufrecht wankte als stand). Die bepelzten Pranken des Wesens waren um ein dickes Fass aus Holz geschlungen und aus schwarzen Knopfaugen blickte der Panda zu Joudan rüber.
“Yohoho, dich kenn ich nicht!”, stellte der Pandabär erheitert fest, als er Joudan ausgiebig betrachtet hatte. Der Blondschopf nickte, nahm die Hand vor die Brust und stellte sich vor. “Kushou, Joudan, sehr erfreut.”
Mit einem lauten Knall stellte das Wesen das schwere Fass auf dem Boden ab, schlug mit seiner kräftigen Tatze dem Händlersspross kameradschaftlich gegen die Schulter und erwiderte die Begrüßung. “Mizuki, von den Shao-Pan.” Sein wacher Blick glitt kurz auf die Schriftrolle, die neben Joudan auf dem Tisch ausgebreitet lag. seine tierische Gestik und Mimik zu deuten, fiel dem Blondschopf noch schwer weshalb er die Reaktion des Wesens nicht ganz einzuschätzen vermochte. Fragen über Fragen kamen dem Chuunin in den Sinn, doch die wichtigste Frage, der Grund und Sinn all dessen hier, musste er zuerst stellen. “Kushou, Amakoru, das ist mein Vater, kennst du ihn?”, sprudelte es aus ihm heraus und mit pochendem Herzen sah er den Pandabären Mizuki erwartungsvoll an. Der Panda blickte zurück. “Du bist sein Kleiner, hm?”, stellte Mizuki fest und der Chuunin nickte ihm knapp zur Bestätigung zu.
Mit einem Rumms ließ Mizuki sich in den Schneidersitz zu Boden fallen und nestelte an seinem Gürtel nach zwei einfachen Holzkrügen.
“Lass uns einen auf deinen Vater trinken!”, schlug der Bärtige mit einem breiten Grinsen von, streckte einen der Krüge Joudan entgegen, der wiederum dankend ablehnte. “Bitte, das ist wichtig. Weißt du, was mit ihm vor zwölf Jahren geschehen ist? Er war auf einer Mission - Ich glaube im Reich des...” “Wir trinken!”, befahl Mizuki. Joudan funkelte den Vertragspartner widerwillig an. “Warum?” Mit einem Seufzen erhob sich der Panda, schlang seinen bepelzten Arm um den Blondschopf und riss ihn hinunter auf die Knie. Nun saßen beide nebeneinander und Mizuki zog Joudans Kopf näher, beinahe so, als wolle er ihn in einen Schwitzkasten nehmen. “Weil du, Junge, dich ganz offensichtlich erstmal entspannen musst.” Entnervt nahm Joudan den angebotenen Becher an sich, musste er sich jetzt auch noch etwas von seinem Kuchiyose sagen lassen? War er nicht der Herr über den beschworenen Geist, funktionierte das nicht so? “Einen..”, ließ Joudan verlauten, kam damit Mizuki wenigstens ein Stück weit entgegen. Dieser blickte den Blondschopf eindringlich an, schien einen Moment zu überlegen und machte sich dann daran, das Fass zu öffnen.
“Bevor das hier nicht leer ist, reden wir nicht über deinen Vater.” Der Chuunin blickte erst den Panda an, dann abschätzend das Fass. Pi mal dem Durchmesser mal der Höhe… das waren bestimmt 300 Liter. Das würde ihn umbringen. Trotzig streckte er dem Panda seinen Becher hin. “Fein!” Wenigstens sah der Inhalt nach Rotwein aus.

-

Joudan atmete lang durch, setzte den noch halbvollen Becher an die Lippen und trank ihn mit drei, vier großen Schluck leer. Der wie viele war das? Fünf oder Sechs? Auch egal, das Weinfass schien gefühlt noch genauso voll wie zu Beginn der Sitzung. Mit schon kreisenden Kopf und leicht benebelten Sinnen blickte der Blondschopf zu Mizuki, der in der selben Zeit schon bestimmt zehn oder zwanzig Becher getrunken hatte. Er zog auf jeden Fall mit am Strang, alleine musste der Kushou das Fass nicht leeren.
Aus dem Augenwinkel nahm der Chuunin wahr, dass einige der Bediensteten wohl ab und zu einen Blick in die Bibliothek werfen, doch wirklich heran traute sich niemand. Von Rin war auch keine Spur zu sehen, das trübte Joudans Stimmung.
"Du wirst langsamer, Strohkopf.", neckte Mizuki den Blonden. "Ja ja", antwortete dieser genervt, tunkte den Becher in das Weinfass und nahm ein paar große Schlücke. "Reden wir endlich?" Demonstrativ schüttelte Mizuki den Kopf und füllte seinerseits nach. "Ich sage, wann wir reden."

-

Dem Blondschopf war inzwischen recht warm geworden. Er hatte die Weste und die obersten drei Knöpfe seines blütenweißen Hemdes geöffnet und die Ärmel zurück gekrempelt. Mittlerweile saß der Shinobi im Schneidersitz auf dem Boden und Mizuki saß ihm gegenüber. Das Weinfass stand ein wenig zur Seite, dennoch noch immer so, dass beide es gut erreichen konnten. Das leise Klacken des Holzbechers, den Joudan gerade auf dem Boden abstellte, erfüllte das Bibliothekszimmer. Beinahe hätte der Blondschopf das Trinkgefäß umgestoßen. Der Gentleman-Shinobi hatte mittlerweile das Zählen aufgegeben, den wievielten Becher er gerade geleert hatte, wusste er nicht. Leicht schwankte der Blondschopf, als er weiter Mizukis Ausführungen lauschte. Der Panda erzählte gerade eine wahnsinnig lustige Geschichte über einen anderen Kuchiyose-Panda namens Raijin, der wohl einmal aus Versehen den Gemüsegarten eines dritten Pandas geflutet hatte. Zwar war Joudan noch immer ein wenig genervt darüber, dass er sich nun mit Mizuki betrinken musste und nicht einfach zum Punkt kommen konnte, dennoch konnte er nicht abstreiten, dass der Braumeister zumindest ein wenig seine Laune hob. Wo Joudan sich zuvor noch mit Rin gestritten hatte, war er nun mit offenen Augen und Ohren dabei, den Beschreibungen über den Streit der Panda-Geister zu lauschen. Als Mizuki die Stimme Raijins nachmachte, musste der Blonde herzlich lachen.

-


“Du siehst nicht gut aus…”, gab Mizuki besorgt zum Besten. Er stand neben Joudan, der seinen Oberkörper aus dem Fenster gebeugt hatte. Die Observation des Shao-Pans war mehr als zutreffend, denn Joudan ging es ganz und gar nicht gut. Ihm fehlte die Kraft, auf den bestimmt als Stichelei gemeinten Kommentar des Pandas zu antworten. Stattdessen erschütterte ein erneuter Würganfall den Leib des Blondschopfes. Er fühlte, wie sein Magen sich verkrampfte und das Zwerchfell ihm eine Art schmerzlichen Schluckauf bescherte. Joudan hatte schon den Geschmack von Erbrochenem auf der Zunge und als er erschöpft einatmete, kroch ihm auch der heiße Gestank in die Nase. Er wusste, es würde wieder geschehen. Ein zweiter Impuls seines Körpers brachte Material mit sich. Unerbittlich drückte sich eine schleimig-breiig-bittere Masse aus Wein, Magensäure und dem Reis, den Joudan zu Abend gegessen hatte, seine Kehle nach oben. Der Rachen des Blondschopfes brannte schmerzlich, war von all der Tortur bereits wund und gereizt. Mit unwillkürlich aufgerissenen Augen ließ Joudan seinem Innersten freien Lauf. Das Erbrochene füllte den offenen Mund des Ninjas bevor es zähflüssig in einem Schwall seine Lippen passierte und aus dem offenen Fenster einen Stock tief fiel. Zumindest der Teil, der nicht am Kinn des Blondschopfes hängen geblieben war. Ein zweiter Schwall folgte und Joudan erzitterte bei dem kehligen Würgen, das ihm dabei entwich. Die Augen brannten ihm schmerzlich und sein Kopf drückte, als hätte man eine Luftpumpe in sein Gehirn gesteckt und blase es jetzt auf die doppelte Größe an. Als das Würgen und Speien einen kurzen Moment endete bemerkte der Blondschopf, dass Mizuki ihm die Pranke auf den Rücken gelegt hatte und diesen nun beruhigend tätschelte. Bestimmt hätte er auch Joudans Haare gehalten. “Heh..”, lächelte der Kushou bevor er sich ein weiteres Mal übergab. “Wir können auch morgen weiter trinken…”, gab Mizuki zu Bedenken. Joudan wischte sich mit dem Hemdärmel über Lippen und um den Mund, als hätte er eine feine Serviette in den Händen. “Nein.” Taumelnd schleppte Joudan sich in Richtung Becher. Oder Fass. Egal.

-

Es tat gut, sein Gesicht an die starke Schulter des Kuschelpandas zu drücken. Joudan schniefte, zog die Nase hoch. Er hatte Mizuki schon vollgeweint, da musste er ihn nicht auch noch anrotzen.
“Weißt du… ich versuch nur… die Lücke zu füllen…” Mizuki nickte, das konnte Joudan spüren, auch wenn er gerade nur schwarzen Pelz sah. “Tou-san ist weg… und Kaa-san ist unveran...antwortlich…” Eine der Pranken Mizukis strichen Joudan behutsam über den Rücken, die andere tätschelte ihm den Kopf. Er nahm den Blonden in den Arm wie eine Mutter es mit ihrem Kind tat. Eine Mutter, die Joudan seit Jahren nicht mehr hatte. “Ich will nur das beste für sie...” “Du machst das alles ganz klasse, Joudan.”, sprach er ihm ruhig zu. “Du siehst nach deiner Schwester und deine Großmutter und du suchst deinen eigenen Lebensweg.” Joudan nickte ebenfalls, die bekräftigenden Worte waren wie Balsam für seine Seele. “Meinst du… Tou-san wäre stolz?” Mizuki nickte. Joudan schloss glücklich die Augen

-

Als Joudan wieder erwachte, war Schädelweh das erste, was er fühlte. Die Bettdecke drückte auf seinen wunden Körper, der sich schwer und träge anfühlte. Langsam öffnete der Kushou die Augen, doch da das Licht ihn wie Messerstiche schmerzte, drückte er die Lider schnell wieder zu. Einen Moment später dämmerte ihm jedoch etwas. Die Steindecke, die er für einen Herzschlag lang über sich gesehen hatte, kannte er nicht. Wo zur Hölle war Joudan? Mit kreisenden Gedanken und kreisendem Kopf versuchte er, sich zu erinnern, was geschehen war. An das Saufgelage mit Mizuki konnte er sich noch Bruchstückweise erinnern, doch was war dann geschehen? Hatten die beiden das Anwesen seiner Großmutter verlassen?
Es half alles Nichts, Joudan musste aufstehen. Erst tat er seine Augen einen kleinen Spalt auf, um sich an das Licht zu gewöhnen, dann öffnete er die sommergrasgrünen Augen vollends. Das Zimmer, in dem er lag, war völlig fremd. Die Wände und die Decke waren aus grauem Fels gehauen, die Möbel - das Bett, ein großer Schrank, ein kleiner Tisch und zwei Stühle daneben - waren aus hellem Holz. Bambus? Nein, hier war der Blonde sicher noch nie gewesen. Langsam richtete er sich auf, musste sich dabei jedoch am Bettpfosten festhalten, denn sein Gleichgewichtssinn war alles ander als funktionsfähig. Ungelenk stolperte er mehr als dass er ging und fand so seinen Weg zu einer robusten Türe, die sich jedoch ohne Probleme öffnen ließ. Immerhin war Joudan nicht gefangen.
Ihn begrüßte ein etwas längerer Flur, der von der Machart ähnlich wie sein Zimmer war. Der Boden war mit Dielen aus dem selben hellen Holz ausgelegt und durch fensterlose Öffnungen zu einer Seite des Ganges fiel warmes Sonnenlicht hinein. Joudan machte kurz halt an einer dieser rechteckigen Öffnungen und blickte Hinaus. Ein warmer Luftzug umspielte ihn gnädig, seine Augen erblickten saftige Wiesen, einen kleinen Bambushain und hohe Bergspitzen dahinter. Wie war er hier hergekommen?
Langsam trugen ihn die müden Füße weiter den Gang entlang, an anderen Türen vorbei, bevor dieser in eine größere Halle endete, die Joudan ein Staunen entlockte. Sie war scheinbar komplett aus Jadegestein gemacht, überall funkelte ein tiefes Grün im Sonnenlicht. Die Halle war hoch, sicher zehn, fünfzehn Schritt, und mit Säulen, Deckengemälden, Statuen und einem prachtvollen Bodenmosaik geschmückt. Ein Fenster aus Bleiglas in der Decke ließ Sonnenstrahlen den Raum in buntes Licht baden. Die Halle musste das Herzstück einer Tempelanlage sein, anders konnte Joudan sich diese Pracht nicht erklären.
Doch Innenarchitektur und Kunstgeschichte mussten warten, denn in der Mitte dieser prächtigen Halle saß Mizuki, zusammen mit zwei anderen Pandas um einen großen, doch niedrigen Tisch und anscheinend gab es gerade Essen.
“Hohoho, da ist jemand von den Toten auferstanden.”, meinte Mizuki, als er Joudan erblickte. “Weiß nicht…”, grummelte ein zweiter, etwas drahtiger und kämpferischer wirkender Shao-Pan. “Sieht für mich noch ziemlich tot aus.” Joudan hätte die Augen verdreht, hätte das nicht so sehr geschmerzt.
“Uh, uh, uh, uh!!”, ertönte es von einem kleinen Panda-Mädchen, das im pinken Kimono auf den Blondschopf zurannte. “Ich hab dich gemalt!”, meinte sie begeistert, prallte fast gegen den Shinobi und präsentierte ihm stolz ein Gemälde von einem Mann in einem Bett. Die Strichführung und die kräftigen Farben zeugte von Euphorie. “Du hast meine Haarfarbe super getroffen!”, lobte Joudan das Panda-Mädchen, diese wiederum kicherte begeistert und watschelte wieder zurück zum Tisch mit Mizuki und dem dritten der Pandas. Erst jetzt stieg dem Blonden der Duft von frischem Gemüse und scharfen Gewürzen in die Nase. Dann fiel ihm auf, wie hungrig er war. Langsam näherte er sich den drei Pandas. “Hibuki, die Schnapsleiche ist Joudan. Er hat eine unserer Schriftrollen gefunden. Kommt er dir bekannt vor?” Noch immer ein wenig unsicher auf den Beinen war der Blondschopf als er am Tisch ankam. Vor dem Panda, der wohl “Hibuki” hieß, senkte er leicht das Haupt. “Angenehm…”, murmelte der Trunkenbold während der in rot und braun gekleidete Panda ihn gründlich musterte. “Hmm…”, machte er, bevor Mizuki ihm auf die Sprünge half. “Das ist der kleine Junge von Amakoru.” Die Augen Hibukis weiteten sich unmerklich, als er die Verbindung sah. “Hmm… Dem sieht er tatsächlich ähnlich…”, kam er nickend zum Schluss.
Dann sah er den miserablen Zustand, in dem Joudan sich gerad befand, und nickte mit dem Kopf in Richtung des Tisches.
“Setz dich, iss und trink. Du bist unser Gast hier.” Joudan ließ sich das nicht zweimal sagen, kniete sich an den Tisch und griff nach ein wenig Geschirr und Besteck, das aufgetischt war. Das Klappern von Ton tat ihm in den Ohren weh. “Und wer ist die künstlerische Lady?”, fragte er nebenbei und deutete mit dem Kopf in Richtung des Mädchens, das mit Wachsmalstiften gerade ein neues Meisterwerk begonnen hatte. “Ich bin Kiki!”, antwortete sie. “Hallo Kiki.” Joudan grüßte auch die kleine Panda-Dame höflich und warf ihr ein Lächeln zu, wollte sie bei ihrer Arbeit aber nicht stören. Dann wandte er sich Mizuki und Hibuki zu, die ihm gegenüber saßen.
“Darf ich fragen, wo bin ich hier?”
Hibuki ergriff das Wort. Auf Joudan wirkte es, als hätte er ein wenig mehr zu sagen. Zumindest wollte der in Rot und Braun gekleidete Panda das Gespräch an Mizukis statt übernehmen. “Du bist im Jadetempel von Sonne und Mond, der heiligen Heimat vom Clan der Shao-Pan.” Joudan nickte. Jadetempel. Machte Sinn. “Shao-Pan?”, fragte er daher nach. Mizuki hatte das Wort schon verwendet. “Wir sind Auserwählte, die vom weisen Mönch Shao-Fan mit dem Geschenk des Geistes gesegnet wurden. Und wir sind eine Kuchiyose-Familie, was für deine Art wohl interessanter sein dürfte.” Kurz runzelte der Blondschopf die Stirn. Hörte er da aus den Worten Hibukis ein wenig Missgunst?
Die Auffassungsgabe des Blonden war noch immer ein wenig träge, doch etwas wichtiges fiel ihm ein.
“Mizuki, weiß meine Schwester, dass ich hier bin? Sie macht sich sicher Sorgen.” Die beiden Panda-Herren wechselten einen Blick und nickten einander zu. Was wurde hier gespielt? “Ich hab eine Nachricht hinterlassen. Sie glaubt, dass du in Sicherheit bist.” Das hörte sich irgendwie bedrohlich an. “Bin ich das?” Erneut erhob Hibuki das Wort. “Das kommt darauf an, warum du einen der Shao-Pan gerufen hast. Sprich, was ist dein Motiv!” Nun fühlte sich das ganze doch ein wenig sehr nach einem Verhör an. “Mein Vater, Kushou Amakoru, ging einst einen Vertrag mit dem Clan der… Shao-Pan… ein. Er wurde seit Jahren nicht mehr gesehen. Indem ich ebenfalls meinen Namen in die Schriftrolle schrieb und einen von euch rief hoffte ich, ein wenig mehr über meinen Vater zu erfahren. Vielleicht etwas über seinen Verbleib herauszufinden.” Joudan neigte den Kopf tief. “Daher erbitte ich eure Hilfe.”
“Hmpf…”
Hibuki war anscheinend nicht begeistert. “Du kommst und hast eine Bitte. Was kannst du uns als Gegenleistung anbieten?” Gegenleistung? Dafür, dass der Blondschopf nur kurz mit jemandem reden wollte? Und woher hätte er denn wissen sollen, dass er etwas mitbringen sollte? Das Gespräch mit Hibuki lief ganz und gar nicht gut. Was schenkte man einer Gemeinschaft an sprechenden Pandas überhaupt? Bambus?
"Hibuki, lass gut sein. Ich habe ihn schon getestet.”, schaltete Mizuki sich ein. “Er hat Ausdauer, Anstand, Stolz und Durchhaltevermögen und sein Herz ist am rechten Fleck.” Hibuki blickte den Braumeister an, zuckte mit den Schultern und augenblicklich wurden seine Gesichtszüge weicher, als wäre all die Abweisung nur aufgetragen gewesen. “Sag das doch gleich.”, meinte er grummelnd und Mizuki lachte schräg. “Ich fand das sehr unterhaltsam gerade. ‘tschuldige, Joudan.”
Dieser rieb sich angestrengt die Schläfen, schenkte sich dann ein wenig klares Wasser aus einem Tonkrug in seinen Becher und ließ das kühle Nass die wunde Kehle benetzen. “Schon gut…”, grummelte er nach dem Trinken. Die beiden hatten sich wohl einen Scherz mit ihm gegönnt. Hibuki wirkte auf jeden Fall sehr viel offener, als er erneut das Wort an Joudan richtete.
“Du hast Glück, Joudan. Ich war der Shao-Pan, den dein Vater zuletzt beschworen hat. Ich war bei ihm und stritt an seiner Seite.” Das waren endlich, endlich gute Nachrichten. Gebannt lauschte der Blondschopf den Ausführungen Hibukis. Er war in einer stürmischen Nacht zu Joudans Vater beschworen worden. Sie hatten gegen eine große Anzahl an Feinden gekämpft. Ninjas, die im Sturm flogen. Irgendwann hatte ein Angriff Hibuki unerwartet in den Rücken getroffen, was die Beschwörung beendet hatte. Joudan saugte jedes Detail genauestens auf, stellte Fragen zu den Feinden, Amakorus Verbündeten, der Umgebung, der Zeit und allem, was ihm sonst einfiel.
Der Bericht Hibukis bestätigte, was Ray damals schon in der Bibliothek vermutet hatte. Joudans Vater war als ANBU in Kirigakure gewesen, als das Dorf von den Männern im Sturm angegriffen worden war. Als Hibuki geendet hatte und Joudan vorerst keine Fragen mehr einfielen, verneigte er sich tief.
“Vielen Dank für die Erzählung, Hibuki. Das bringt mich meinem Vater hoffentlich näher!” Hibuki erwiderte die Verneigung. “Dein Vater war ein guter Mann und ein Freund der Shao-Pan. Ich hoffe, du trittst sein Erbe würdig an. Im Namen aller Shao-Pan heiße ich dich als Beschwörer herzlich Willkommen, Kushou Joudan.” Selbst Kiki freute sich darüber. “Neben uns dreien gibt es noch drei andere, du wirst dir deren Wohlwollen und Respekt vermutlich erst verdienen müssen. Doch werde ein gutes Wort für dich einlegen.” “Ich werde euer Vertrauen nicht enttäuschen, Hibuki, Mizuki und Kiki.”, antwortete Joudan. Zwar freute es ihn, von den Shao-Pan akzeptiert worden zu sein, doch die Art, wie Hibuki gesprochen hatte - so als wäre Amakoru sicher tot - gefiel ihm nicht. Das verschwieg der Blondschopf aber lieber, er wollte den schönen Moment nicht ruinieren.
Stattdessen äußerte er eine andere Frage, die ihm langsam auf der Zunge brannte.
“Wie komme ich eigentlich von hier wieder nach Hause?” Ein Windstoß, der die Türen des Tempel aufschlug und die Haarpracht des Blonden zersauste, war seine Antwort.



Interludium:

Zischend brutzelten angebratene Glasnudeln in einer Wok-Pfanne mit Karotten, Zwiebeln Mais und Tofu um die Wette, füllte das kleine Häuschen mit wohlriechenden Düften. “Rin, Essen ist fertig!”, rief Joudan seiner Schwester zu. Ihr Zimmer war am anderen Ende des Esszimmers, in das der Shinobi durch die Türe aus der Küche blicken konnte. Der blonde Chuunin drehte klickene den Herd aus, griff die Pfanne und trug sie vom sterbenden Herdfeuer zu einem ovalen Tisch, an dem zwei ordentliche Stühle mit Bambus-Lehnen standen.
Einen Augenblick später öffnete sich die Türe zu Rins Zimmer und Joudans Schwester trat heraus. Durch den Türspalt konnte der Blonde einen Blick in das Zimmer seiner kleinen Schwester erhaschen, sah einen großen Stapel mit schief aufeinander gestapelten Kartons darin aufragen.
“Nicht zu scharf?”, fragte Rin den Koch, der diese Frage gefühlt dreimal die Woche über sich ergehen ließ. “So, dass man es merkt, aber du es trotzdem essen kannst.”, war auch heute seine Antwort. Nachdem Rin einen prüfenden Blick in die Pfanne geworfen und mit einem Nicken ihren Segen gegeben hatte, schöpfte Joudan ihr in eine rot-und-grün bemalte Tonschale. Danach war seine Portion dran.
Wie richtige Geschwister hatten die beiden sich nach ihrem Streit schnell wieder vertragen. Joudan hatte eingesehen, dass er die Bürde des verlorenen Vaters nicht alleine tragen musste. Er hatte sich in etwas hineingesteigert und war der Überzeugung gewesen, eine Rolle erfüllen zu müssen. Rin weinen zu sehen hatte dem Chuunin die Augen geöffnet. Sie hatte Recht gehabt. Amakoru war auch ihr Vater. Yosata war auch ihre Mutter. Joudan hatte kein Recht darauf, sie bei der Suche nach dem einen auszuschließen oder ihr den Kontakt zur anderen zu verbieten. Rin war kein kleines Mädchen mehr. Joudan war jünger gewesen, als Rin es jetzt war, als er die Entscheidung getroffen hatte, Yosata zu verlassen, also durfte Rin auch ihre eigenen Entscheidungen treffen.
Und das hatte sie getan. Sie hatte Yosata ohne den Blondschopf besucht. Sie hatte der Großmutter noch ein paar Tage Gesellschaft geleistet. Sie war alleine nach Soragakure zurück gereist und sie hatte Joudan, als dieser mit dem fliegenden Schiff der Windreiterin ebenfalls zu Hause angekommen war, klar gemacht, dass sie weiter mit ihm zusammen wohnen wollte und hatte das Angebot mit dem kleinen Häuschen angenommen.
Seine Beziehung zu seiner Schwester hatte sich für Joudan über den Verlauf dieser turbulenten Tage also nicht sonderlich geändert. Er hatte einen kurzen Moment lang aus den Augen verloren, was er sonst eigentlich tief im Herzen trug: Dass Rin für ihn an erster und oberster Stelle stand. Und es war nur eine schlimme Alkoholvergiftung, eine Entführung in einen Jadetempel und einige Tage Abstand nötig gewesen, um diesen Fakt wieder in den Blick zu bekommen. Doch ein klein wenig hatte sich geändert, was Joudan in seiner Schwester sah. Sicher, er würde sie noch immer beschützen, wann er konnte, und vor allem Unheil bewahren, doch hatte der Blondschopf sich während des Streites in den Kopf gesetzt, die kleine Schwester nicht mehr zu betütteln. Er hatte akzeptiert, dass sie ihren eigenen Kopf, ihre eigenen Wünsche und ihre eigenen Pläne haben durfte.

“Hast du was von Ray gehört?”, fragte Rin zwischen zwei Happen. Dass ihr sein Essen schmeckte, war eine der größten Freuden, die Joudan Tag für Tag erleben durfte. “Er ist gerade unterwegs, aber ich habe im Anwesen eine Nachricht für ihn hinterlassen. Sobald er von seiner Mission zurück ist, wird er sicher Zeit haben, mit uns nach Kirigakure zu gehen und die Sache zu untersuchen.” “Mit uns...” Joudan nickte. “Sag ich doch.”

Akt 3:


folgt im Rollenspiel


 

Kushou Joudan

Chuunin
Beiträge
549
Alter
22 Jahre
Größe
>Natsu
Fraktion
Sora
Dorf
Ame
Steckbrief
Link
Historia

Abgeschlossene Missionen

S-Rang: 0
A-Rang: 0
B-Rang: 1
C-Rang: 3
D-Rang: 1

Geleitete Missionen

S-Rang: 0
A-Rang: 0
B-Rang: 0
C-Rang: 0
D-Rang: 1

Abgeschlossene Jobs: 6
Abgeschlossene Offs: 3


Missionstagebuch:

1. Eintrag: P-Job - Das Festival der Geister
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Sumiya Saki
Verlinkung: Das Festival der Geister
Kommentar: Zusammen mit der erfahrenen Genin Sumiya Saki schützte Joudan große, brennende Schriftzeichen vor Eichhörnchen, Geisterjägern und betrunkenen Pöblern. Die beiden verstanden sich leider nicht wirklich gut miteinander, doch das ließ den Job nicht scheitern.

2. Eintrag: Job - In den Tiefen des Kellers
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Sumiya Saki
Verlinkung: Ruhiges Wohngebiet
Kommentar: Direkt nach seiner Ernennung zum Genin bekam Joudan gleich den nächsten Job zugeteilt, auf dem er wieder auf Saki traf. Joudans Schwester Rin war auch als freiwillige Helferin dabei, als das Trio einen zugemüllten Keller aufräumte und ihn soweit wieder in Ordnung brachte, dass die Auftraggeberin jetzt wieder mehr Platz zum Zumüllen hat.

3. Eintrag: C-Rang Mission - Freundlicher Wettstreit
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Hōzuki Nanami, @Tatsumaki Hei, @Hyuuga Mari
Verlinkung: Kurobu
Kommentar: Joudans erste richtige Mission war ein Wettstreit, in dem mehrere Zweierteams beider Fraktionen in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten. Für den Blondschopf brachte diese Mission viele "erste Male". Nicht nur musste er Rin für mehrere Tage alleine lassen, die Spiele verlangten ihm auch viel ab. Joudan wurde verletzt, verletzte zum ersten Mal jemand anderes und musste sich mit einigen fähigen Ninja messen. Obwohl der Blondschopf mit seiner Teamkollegin, der kleinen Schwertkämpferin Nanami, bis ins Finale einzog, wurde ihm doch deutlich bewusst, wie sehr er noch zu lernen hatte. Zum ersten mal traf der Ame-Nin auch auf Shinobi der Shiro-Fraktion. Sowohl Nijo und Yudi als auch Mari und Hei begegneten Joudan dabei freundlich und mit Respekt, von den "feindlichen Shonibi" hatte er eigentlich anderes erwartet. Es war eine inspirierende Erfahrung und all das Rampenlicht hat der Blondschopf auch genossen.

4. Eintrag: Job - Der alte Mann und der Fisch
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Hōzuki Nanami, @Yagami Tamaki
Verlinkung: Verwildertes Anwesen
Kommentar: Nach solch einer aufregenden Mission war Joudans Folgejob, einem alten Mann dabei zu helfen, sein Thunfischbrötchen unbeschert von seinen Katzen zu essen, ein wahres Kinderspiel - oder? Erneut traf der Blondschopf hier auf Nanami und lernte dabei auch Tamaki kennen, einen netten ruhigen Jungen. Dass der alte Herr nach dem Tod seiner Frau nur noch mit seinen Katzen alleine lebte stimmte den Kushou ein wenig melancholisch, doch die Fellknäule hielten die drei Shinobi genug auf Trab, dass dieser Job dennoch zu einer kleinen Herausforderung voller Dramatik und heldenhaten Momenten wurde.

5. Eintrag: C-Rang Mission - Der Glanz tränender Puppenaugen
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Yagami Tamaki,@Kinzoku Kenta
Verlinkung: Hafen, Umgebung und Somamura
Kommentar: Tamaki und Joudan wurden unter der Führung von Kenta auf eine Mission im Reich des Wasserfalls geschickt. Dort waren in den letzten Nächten Kinder spurlos verschwunden und die Einheimischen hatten sich dazu jede Menge Spukgeschichten ausgedacht. Es war also an der Zeit, dass jemand etwas unternahm. Die Gruppendynamik, vor allem zwischen Joudan und Kenta, war aber - gelinde gesagt - suboptimal und auch wenn die Drahtzieherin (Pun intended) hinter den Entführungen aufgefunden und zur Strecke gebracht wurde, ließ sie Joudan miesmutig zurück. Er hatte nicht wirklich etwas zum Gelingen der Mission beitragen können und wahrscheinlich mehr verbockt als geholfen, so sieht er das zumindest an.

6. Eintrag: Job - Ein Greis kommt selten allein
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Jirokou Shunsui
Verlinkung: Altenheim
Kommentar: Bei einem regelrechten Routinejob lernte Joudan Jirokou Shunsui kennen. Zu zweit mussten die beiden Blondschöpfe in einem Altenheim aushelfen, in dem viele der Pflegekräfte plötzlich krank geworden waren. Es stellte sich heraus, dass der Koch des Pfegeheims die anderen Mitarbeiter vergiftet hatte, um so auf den Personalnotstand aufmerksam zu machen. Shunsui und Joudan konnten den Koch stellen und den Behörden übergeben.
Für Shunsui, der schüchtern und unsicher auftrat, empfand Joudan größte Sympathie. Die beiden würden in der kommenden Zeit noch oftmals aufeinander treffen, das freundschaftliche und respektvolle Verhalten auf diesem ersten Job legte hier einen guten Grundstein für die Beziehung der Blondie-Boys.

7. Eintrag: Job - Attraktion - Ninjabattle
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Jirokou Shunsui, @Hayabusa Kaya, @Hayabusa Ray
Verlinkung: Sportfest
Kommentar: Gleich ein paar Tage später traf Joudan erneut auf Shunsui. Beim alljährlichen Sportfest Soragakures standen die beiden in einem Showmatch einem Team aus zwei Mitgliedern des Hayabusa-Clans gegenüber. Für Joudan war das ein besonderer Anlass, denn seine Großmutter war extra aus Amegakure angereist, um dem Spektakel (was sich keinesfalls mit Kurobu messen konnte) mitanzusehen. Doch wieder zog er im Kampf den kürzeren, wenngleich er mit Shunsui erstaunlich gutes Teamwork hinlegte.
Dass Joudan mit Kaya und Ray zwei neue interessante Bekanntschaften machte konnte den Blondschopf jedoch nicht ganz erfreuen, denn nach dem Kampf wurde Joudan mit einer Hiobsbotschaft konfrontiert. Seine Großmutter hatte während dem Kampf einen Anfall erlitten. Dieses Ereignis machte Joudan nur zu gut klar, dass es un die Gesundheit seiner Großmutter nicht sonderlich gut stand.

8. Eintrag: Off - Finde deinen Weg
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Hayabusa Kaya
Verlinkung: Waldlichting im Nirgendwo
Kommentar: Nach einem Krankenbesuch in Amegakure fand Joudan eine Einladung zu einer gemeinsamen Trainingseinheit in seinem Briefkasten, der vom Rabenmädchen Kaya stammte. Joudan hatte sie auf dem Sportfest als Kontrahentin kennen gelernt. Die beiden Trainierten im Wald ihren Waffenkampf und funktionierten die Übungen zu einem Spiel um, bei dem sie sich gegenseiter übereinander ausfragen konnten. So lernte Joudan die junge Dame aus dem Hayabusa-Clan ein wenig besser kennen.
Auf den Blondschopf aus Amegakure machte sie - auch wenn das vielleicht nicht ganz zutraf - einen düsteren, verlorenen Eindruck. Joudan nahm sich vor, ein wenig mehr Zeit mit Kaya zu verbringen - und das nicht nur, weil sie ihm sicher eine gute Trainingspartnerin sein würde.

9. Eintrag: C-Rang Mission - Und weg war die Braut
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Jirokou Shunsui, @Sakaida Mai, @Manako Raku
Verlinkung: Ausgang von Soragakure, Shinkusa
Kommentar: Joudans nächste große Mission sollte ihn, Seite an Seite mit Shunsui, ins Reich des Grases führen. Dort war eine Prinzessin kurz vor ihrer Hochzeit verschwunden und sollte nun von fähigen Shinobi und Kunoichi beider Fraktionen wieder vor den Altar gebracht werden.
In einer der großen Städte des Grasreiches traf Joudan so auf Mai und Raku, zwei Ninja aus Shirogakure. Und während Raku sich in Joudans Augen als roher Rüpel entpuppte, hatte er mit Mai einen schönen Tag.
Die Mission beinhaltete ein spektakuläres Aufeinandertreffen der vier Ninja und der Prinzessin, die sich als chakranutzendes Chamäleon entpuppte und unsichtbar mit Futon-Jutsus den Ninja in Schlafbekleidung ordentlich einheizte, mit der Absicht, sie zu vertreiben. Der Verlobte wollte, als dies publik wurde, nichts mehr von Hime wissen, doch ihr Vater, der Daimyo, der sie einst adoptiert hatte, hielt weiter zu seiner Tochter.

10. Eintrag: Off - Von Sternenlicht und Steinen
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Sakaida Mai
Verlinkung: Steingarten
Kommentar: Auf der Mission im Grasreich machte Joudan Bekanntschaft mit der Kunoichi Sakaida Mai. Die beiden verbrachten, als Teil der Mission, ein paar Stunden auf dem Marktplatz der großen Stadt Shinkusa und lernten sich dort ein wenig kennen. Später jedoch trafen die beiden im Steingarten des Anwesens aufeinander und genossen unter einem spektakulären Sternenhimmel einige Momente intimer Zweisamkeit.

11. Eintrag: Job - Psst!
Teilnehmer: @Kushou Joudan, @Hayabusa Kaya, @Hōzuki Nanami, @Jirokou Shunsui
Verlinkung: Die große Bibliothek
Kommentar: Auf einem Routinejob traf Joudan nach vielen Monaten erneut auf Nanami, die mit ihm einst im Reich des Tees Seite an Seite im Ninjawettstreit stritt. Außer den beiden waren auch Kaya und Shunsui mit von der Partiem zu viert sollten der Haufen an vier Genin dem Bibliothekar unter die Arme greifen. Moment. Vier Genin? Nicht ganz. Mit gemischten Gefühlen nahmen Kaya und Joudan die Nachricht auf, dass Shunsui kürzlich in den Rang des Chuunin befördert wurden war.
Der Job selbst lief alles andere als geplant. Was eigenltich als Bücher-Sortieren und dergleichen geplant war, entwickelte sich für einige der Teilnehmer (definitv nicht Joudan) zu einer wahren Geisterjagd. Wenn es eine Sache gibt, die man aus diesem Job mitnehmen kann, dann dass noch nicht mal ein finsterer Rachegeist es schafft, die gute Laune Joudans zu trüben.

12. Eintrag: D-Rang Mission - Es muss gefunden werden
Teilnehmer: @Kushou Joudan(L), @Hōzuki Nanami
Verlinkung: Der Hafen Getsurins, Der Schwimmende Basar
Kommentar: Joudans erstes Missionskommando lief deutlich angenehmer, reibungsloser und erfolgreicher ab, wie er das eigentlich befürchtet hatte. Zusammen mit seiner alten Kameradin Nanami, die ihn auch schon in Kurobu, seiner ersten richtigen Mission, begleitet hatte, machte er sich in Kirigakure auf die suche nach einem pinken Nagetier, das wohl ein wichtiges Versuchsobjekt Soragakures war. Weder ein verrückter Wissenschaftler, eine idealistische Tierschützerin noch ein alter Bekannter Nanamis, die alle dreie ebenfalls auf der Suche nach dem Tierchen waren, konnte die beiden übertrumpfen, weshalb sie das Objekt in ihre Gewahrsam bringen konnten. Um einen verärgerten Händler zu besänftigen kaufte Joudan bei ihm auch ein neues Haustier: Die Nebelkrähe Kaya. Joudan und Nanami ließen es mit einem einfachen Erfolg jedoch nicht gut sein. Um Nanamis Bekannten, der sie in der Vergangenheit gehänselt hatte, eins auszuwischen, tricksten sie ihn aus und ließen ihn im Glauben, das Objekt von ihnen gestohlen zu haben, wobei er in Wahrheit nur ein aggressives Stinktier geklaut hatte.

13. Eintrag: Job - Aushilfe in der Siegelfabrik (1/3)
Teilnehmer: @Furasaki Oita @Kushou Joudan
Verlinkung: Hafenkneipe "Asari", Fabrikbezirk Nozomu'Mi
Kommentar: Zusammen dem frischgebackenen Genin Oita war es dieses Mal Joudans Aufgabe, die Sicherheitsvorkehrungen der örtlichen Fabrik für Sprengsiegel zu überprüfen. Vom Direktor der Manufaktur wurden sie angewiesen, einen Einbruch durchzuführen und, bei Erfolg, ihn über Lücken im Sicherheitskonzept zu informieren. Oita und Joudan hatten bei ihrem Unterfangen als Einbrecher in Spe wahnsinnigen Spaß, auch wenn es zwischen richtigen angeheuerten Ganoven, Wachhunden, Nachtwärtern und Siegelmarken mit unbekannter Wirkung zwischenzeitlich ganz schön spannend wurde. Üner den Bericht war der Direktor dankbar und Joudan hat mitbekommen, dass die Sicherheitsvorkehrungen der Fabrik mittlerweile angepasst wurden.

14. Eintrag: Off - Zwei Brüder im Geiste?
Teilnehmer: @Hayabusa Ray @Kushou Joudan
Verlinkung: Die große Bibliothek
Kommentar: In der Absicht, etwas über seinen verschollenen Vater herauszufinden, stellte Joudan in der großen Bibliothek Nachforschungen an und traf dabei auf Ray. Die beiden hatten sich zuvor bei einem Schaukampf kennen gelernt und den Hayabusa in einer Bibliothek anzutreffen hatte Joudan eigentlich nicht erwartet. Joudan konnte Ray ein wenig demonstrieren, wie Sensorik-Jutsu funktionieren (darauf war Ray wohl scharf), was zu einem interessanten Gespräch über Lügen, Wahrheit und Täuschung führte. Doch auch der Hayabusa konnte bei Joudans Anliegen weiterhelfen, fand er doch einen Artikel, der Joudan auf eine heiße Spur seines verschwundenen Vaters führte - einer Spur, der er nun zusammen mit Ray nachgehen möchte.

15. Eintrag: B-Rang Mission - Der Zirkel
Teilnehmer: @Jirokou Shunsui @Hasekura Chinatsu @Sakaida Mai @Kushou Joudan
Verlinkung: Rasthaus, Grenze zu Yu no Kuni, Eingangstor zu Yugakure, Die Stollen
Kommentar: Joudans bisher wohl gefährlichste Mission führte ihn in das Reich des heißen Wassers. Zwei Teams, eines aus Sora und eines aus Shiro, sollten zusammenarbeiten, um den verschwundenen Sohn eines Daimyos zu finden. Nicht nur die Missionsbeschreibung ähnelte der "Verschwundenen Braut", es waren auch wieder Shunsui und Mai dabei (nur Raku hat gefehlt, doch auf den konnte Joudan verzichten). Doch schnell stellte sich heraus, dass es dieses Mal um Leben und Tod ging. Joudan verbrachte einen schönen Mittag mit Mai, doch nach einem Ausraster Shunsuis ging vieles in die Brüche. Mai wurde entführt. Auf der Suche nach ihr und dem Daimyossohn musste Joudan seinen ersten Menschen töten, was ihn sehr mitnahm. Es folgte ein großer Kampf gegen viele Verbrecher, bei dem Shunsui beinahe sein Leben verlor. Die Mission wurde zwar erfolgreich abgeschlossen, doch vor allem für Joudan hatte dies seinen Preis. Seine Taten lasten auf seinem Gewissen und auch seine Beziehungen zu Mai und Shunsui haben gelitten. Mit das einzige Positive, was Joudan aus dem Reich des heißen Wassers mitgenommen hat, ist die Gelegenheit, Chinatsu kennen gelernt zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben