Mission: "Die diebische Hexe" - Teil I (Reise in das Reich der Blitze)

Dieses Thema im Forum "Feuerreich" wurde erstellt von Hyuuga Ryu, 4. Sep. 2012.

  1. Hyuuga Ryu

    Hyuuga Ryu Member

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    Mission: "Die diebische Hexe"

    cf.: Ichiraku Ramen

    Wer schon einmal im Reich des Feuers gewesen war - und das war vermutlich auf sämtliche Teilnehmer seiner Mission zutreffend, nachdem sie allesamt dort geboren waren - dem war die Kulisse nach Verlassen von Jôsei bekannt. Missionen an sich mochten sich auf Grund verschiedenster Aufgabenstellungen unterscheiden, doch ihr Beginn war meist ähnlich: Ein Team an abenteuerlustigen Shinobis dackelte, im Idealfall mit dem Leiter an Führungsposition, im Notfall irgendeinen anderen Ortskundigen, den sanft geschwungenen Weg aus der Stadt entlang, in Richtung Zielort. Das Quintett, geleitet von Hyuuga Ryu (und überraschenderweise auch angeführt, er kannte sich hier aus), würde sich im Laufe der nächsten Tage zum Reich der Blitze begeben, um dort eine alte Frau ausfindig zu machen, die sowohl als Diebin als auch als Hexe galt. Den letzten Fakt hatte er seinem Team bisher verschwiegen, doch er hatte das Gefühl, dass das nicht ewig so bleiben würde. Spätestens, wenn sie eines der umliegenden Dörfer betraten, um zu übernachten, würden sie sich umhören müssen. Und im Gegensatz zu ihm waren Landbewohner oft erstaunlich abergläubisch. Blieb nur zu hoffen, dass sich seine Ninja nicht von der Präsenz eines mythischen Wesens erschrecken ließen, sonst würde sich das Ganze ein wenig komplizierter gestalten als angenommen.
    Bisher war jedoch alles im Lot: Die Sonne war heiß, dagegen konnte man im Spätsommer nur wenig tun, allerdings brachte sie einen wolkenlosen Himmel mit sich und ein gewisses Maß an frischer Luft, das Beschwerden erstickte und stattdessen zur Entspannung einlud. Das perfekte Wanderwetter, sowohl für sie als auch für kleine Kolonnen an Wildtieren, die hin und wieder die Straße kreuzten, aber sich nicht weiter an den fünf Missionsteilnehmern störten, die den Weg entlangstampften. Wenn es nach Ryu ginge, würden sie erst in einigen Stunden die erste Pause machen, doch er ahnte, dass zumindest einer von ihnen mit seinem recht zügigem Tempo nicht einverstanden war, so dass er nach etwa eineinhalb Stunden Wandern etwas an Drall verlor und sich zurückfallen ließ, aus der Gänsemarschtruppe einen losen Klopps machte, mit dem man sich besser unterhalten konnte. "Wir werden etwa zwei Tage brauchen, bis wir die Grenze erreichen, wenn wir im Freien schlafen und uns auf dem Weg oder im Wald halten. Es besteht auch die Möglichkeit in einem Dorf einen Zwischenstopp einzulegen, das wäre allerdings ein Umweg von etwa einem halben Tag. Es liegt bei euch, was euch lieber ist. Hat jemand Probleme damit draußen zu schlafen?" Soetwas vorher zu fragen bot sich immer an, man wollte ja nicht, dass am Ende das große Jammern losging. Statt für den Rest der Mission eine Nervensäge am Hintern hängen zu haben, konnte man auch einen halben Tag opfern ... Wie sah es also aus? Sternenhimmel oder Holzdecke?
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Nov. 2012
  2. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Active Member

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    Vergessen, verdrängen, vielleicht auch mit einigen kleineren unwichtigen Detail ausschmücken die die ganze Sache erträglicher machten und dann ab in das Reich der Erinnerungen damit - ganz nach hinten zur Abteilung 'Musste halt auch mal sein', dem Abstellgleis für alles, das zwar nicht schön aber irgendwie unumgänglich war. Genau so wie die Arie des quälend mitleidigen Mushiro. Man musste schon zugeben, das hatte irgendwie was, theatralisch-dramatisch aber irgendwie auch ein bisschen... komisch? Sicherlich unfreiwillig, zumindest was das letzte betraf, aber trotz allem fand (auch) Kaoru das Trauerspiel leicht überzogen. Und das von jemandem, der aus einer Laune heraus mal eben mit Stühlen jonglierte! Er wurde aus dem rothaarigen Zwerg nicht schlau. Einmal ist er über die Maßen hochnäsig, dann plötzlich reuiger Sünder und im nächsten Moment wechselt sein Verhalten schlagartig wieder zurück zum Obermacker! Und der darauf folgende tiefe Fall, mit dem er sich Ririchiyo um den Hals warf war dann ja auch irgendwie peinlich. Nur um den Standpunkt des Yuzuki nochmal klarzumachen: peinlicher als die Stuhl-Nummer. Dass seine impulsive Ader ihm damit nicht nur Pluspunkte beschert hatte, sah er ja auch ein - die eigene Dummheit wurde auch nicht dadurch aufgebessert, dass er zumindest von einer Person Beifall dafür bekommen hatte - aber was Mushiro abgezogen hatte, war aus Kaorus Sicht noch schlimmer. Seltsamerweise lud das Schmierentheater des kleinen Konoha ihn nicht nur zum Fremdschämen ein, gleichzeitig mischten sich auch nocht verschiedene Schattierungen der Gattung Ärger hinzu: zum einen wäre da der grundsolide Rest-Zorn den er dem Tochiba noch entgegenbrachte, dicht gefolgt von dem säuerlichen Gefühl, dass der Rotschopf da gerade nicht nur sich selbst, sondern auch den Rest der Ninja-Truppe gerade lächerlich machte. Was macht das denn für einen Eindruck? Ein Shinobi der in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbricht, weil man ihm gehörig den Kopf gewaschen hatte? Lächerlich! Und last but not least: Was dachte der sich eigentlich dabei, mit der Mitleidstour auch noch die Aburame anzubuttern? Schnieft ihr einfach so die Schulter voll! Und dann hatte er auch noch Erfolg damit! Höchste Zeit für den Aufbruch. So schnell wie möglich weg hier, sonst flogen demnächst noch andere Dinge durch die Luft als Stühle - Dinge von der spitzen und gefährlichen Sorte!

    Mehrere Minuten später lag schon einiges an Entfernung zwischen ihnen und dem Ramen-Haus. Glücklicherweise kam der Aufbruch gerade noch rechtzeitig, bevor etwas geschah. Kaoru wusste nicht mal mehr genau, was er eigentlich getan hätte, hätte er noch länger dort sitzen und der seltsamen Szenerie zusehen müssten, doch er war sich sicher gewesen, dass es ihm hinterher noch viel, viel unangenehmer gewesen wäre als... vorangegangene Aktionen. So konnte er sich allerdings unter Kontrolle halten. Während der vergangenen Wegstunden hatte er es geflissentlich unterlassen mit einem der anderen - ganz besonders mit einem der anderen - ins Gespräch zu kommen und still und stet einen Fuß vor den anderen gesetzt. Das Wetter fand er auch ganz passaber, lediglich einige Wolken hätte er sich gewünscht, die ab und an mal den Glutball dort oben, der sich Sonne schimpfte, verdecken könnten um die Ofengleichen Temperaturen in ihrem Schein ein wenig zu mildern. Im Moment wünschte er sich, so etwas wie einen großen Sonnenhut zu besitzen oder einen Schirm, der ihm ein bisschen Schatten spendete. Aber da nichts davon sich im Inventar des Jungen finden ließ, beschränkte er sich darauf, die Marschrichtung und -geschwindigkeit beizubehalten um nicht zurückzufallen. Insofern kam ihm die Entschleunigung durch Ryu ganz gelegen. Nun erinnerte der Pulk zwar nicht mehr im geringsten an so etwas ausgefallenes wie eine disziplinierte Truppe, aber auf der anderen Seite war ihr Zielort ja noch etliche Kilometer entfernt und außerdem befanden sie sich immernoch im Feuerreicht, sozusagen direkt vor der eigenen Haustür und was sollte ihnen da schon großartig passieren? Solange sie nicht in irgendeiner abgelegenen Hütte halt machten wäre doch alles im Lot, oder? Der Hyuuga machte als Teamleiter natürlich von der goldenen Regel der Option gebrauch und schlug neben der direkten und etwas unbequemen Strecke noch eine Wellness-version vor. Eine, die weiche Betten und eine sichere, trockene Unterkunft in Aussicht stellte - wer konnte da schon nein sagen? Nun, Kaoru konnte. Je schneller sie zum spannenden Teil der Mission kamen, desto besser! Er jedenfalls dachte so und wog seine Absicht diesbezüglich mit den anderen Umständen auf, die er aus einer Übernachtung in vier Wänden zu sehen glaubte: An den Tagesmärschen in sengender Sonne würde sich so oder so nichts ändern, daher konnte man diesen Punkt schonmal abschreiben. Aber halt, wenn der Zwischenstopp einen halben Tag Umweg einhandelte, würde sich die Gesamtstrecke ja vergrößern - somit hatte er das erste Gegenargument! So ging es weiter, Punkt für Punkt, bis schließlich seine Entscheidung gegen die Rast im Dorf feststand. Wie sich wohl die anderen entscheiden würden? Ryu, so schätzte Kaoru den Hyuuga zumindest ein, wäre vermutlich jede der beiden Optionen recht. Bei dem Tochib war er sich sicher, dass dessen Stimme für die Unterkunft gelten würde - nur um anschließend je nach der Haltung des weiblichen Teils der Gruppe umzuschwenken. Und irgendwie glaubte er schon zu wissen, dass am Ende ihm und Ryu daran die Schuld gegeben würde. Was die beiden Kunoichi betraf - keine Ahnung. Zwar schien Ririchiyo eher wie ein kleines niedliches Mädchen zu wirken, aber sie hatte ja schon bewiesen, dass sie auch die harte Tour kannte - zumindest verbal. Und so als Aburame musste man doch an einen längeren Aufenthalt in Wäldern gewohnt sein, nicht? Shika war ebenso ein verschlossenes Buch für den Jungen. Also lief es letzten Endes wohl auf Diplomatie heraus! Dann wollen wir doch mal sehen: ,,Nun ja", antwortete er auf Ryus letzte Frage hin, ,,Mir wäre es grundsätzlich lieber, so schnell wie irgend möglich zum Ziel zu kommen um recht bald mit der eigentlichen Arbeit beginnen zu können. Daher würde ich auch eine Übernachtung auf freier Flur in Kauf nehmen. Sollte sich aber herausstellen, dass wir uns den Umweg im Gegenzug für ein weiches Lager leisten wollen, dann hab ich damit auch kein Problem. Es bringt ja nichts, wenn sich noch jemand eine Erkältung holt." Der letzte Satz war irgendwie noch mit rausgerutscht, ohne dass er es überhaupt sollte. Aber vielleicht zeigte das ja ungewollt Wirkung und bekräftigte eine Entscheidung, die ohne Umwege zum Ziel führte? Da er erstmal nichts mehr zu sagen hatte, fuhr seine Hand zur Tragetasche und förderte eine Thermoskanne mit Eistee ans Licht. Es stimmte also doch: In Solchen Situationen hilft nur abwarten und Tee trinken!
     
  3. Tochiba Mushiro

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    Mushiro war glücklich. Ganz einfach glücklich. Es hatte wundervoll funktioniert, die Aburame nahm seine Entschuldigung nicht nur an, sie streichelte ihn sogar! Wie ihre Hand sanft durch sein Haar strich, war ein wundervolles Gefühl, und es fühlte sich so warm an... Emotional warm. Sie war einfach ein toller Mensch, jemand, den man einfach lieben musste! Leise dankte er ihr, blickte sie an mit seinen zwar noch feuchten, aber jetzt glücklichen Augen. Hätte er gewusst, dass auch Shika mit dem Gedanken spielte, ihm ihre Zuwendung zu zeigen... Das Wort himmlisch wäre noch zu wenig gewesen, um die Situation zu beschreiben! Er hatte ihr etwas vorgespielt? Na gut, wenn man es genau nahm, stimmte das, aber das hatte er doch bloß aus Liebe getan! Wie hätte er es ertragen können, wenn eine dieser beiden Göttinnen böse auf ihn geblieben wäre? Nein, das ging einfach nicht. Jetzt gerade, in diesem Zeitraum, drehte sich doch sein ganzes Leben nur um Shika und Ririchiyo, da konnte man doch verzeihen, wenn er ein ganz kleines bisschen flunkerte, damit sie ihm ein wenig Zuneigung zeigten.

    Der Weg ins Reich der Blitze war bei Ryus Tempo ziemlich anstrengend, doch Mushiro gab alles, um mithalten zu können. Er war nun ein Shinobi für Shirogakure, und auch, wenn sein Körper noch zu wünschen übrig ließ, konnte er bei so einem Marsch nicht einfach einknicken. Irgendwann würde es enden, sie würden eine Rast machen und sich ausruhen, und bis dahin musste er das ganze einfach hinnehmen, wie es war. Aus welchen Gründen auch immer, Ryu war der Teamleiter, man würde ihm also Folge leisten müssen. Außerdem lag es ja auch in seinem Interesse, möglichst bald anzukommen, denn je schneller sie diese Aufgabe erledigen würden, desto früher würde der Hikarikage den Tochiba wieder auf Mission senden können, was bedeutete, dass er in gleicher Zeit mehr für sein geliebtes Dorf tun konnte! Das waren schöne Voraussichten, weshalb er auch keinen Einspruch gegen die Geschwindigkeit einlegte, die der Hyuuga ihnen aufgebrummt hatte. Aber ein bisschen genießen können sollte man diese Reise ja auch, weshalb der Rotschopf darauf achtete, Ririchiyo während dem Laufen etwas näher kam, um anschließend kurz an ihrem Ärmel zu zupfen. Leise, damit ihn ja keiner außer ihr hören konnte, sprach er sie an: „Ririchiyo-dono... Vorhin war ich so aufgeregt, weil ich nicht erwartet hätte, heute eine Schauspielerin zu treffen. Ich hab dich sofort erkannt, da war es nicht leicht, nichts zu sagen.“ Er lächelte sie an, auch wenn man sehen konnte, dass auch etwas Entschuldigendes in seinem Blick lag; es war ihm immer noch etwas peinlich, was vorhin passiert war. Zwar hatte es einen guten Grund für seine Aktion gegeben – einen für ihn guten Grund jedenfalls –, doch unangenehm war es trotzdem gewesen. „Eigentlich mag ich keine Schauspieler...“ Wahr. Schauspieler konnte er gar nicht leiden, nur Schauspielerinnen interessierten ihn. „... aber bei dir... als ich dich das erste Mal gesehen habe, war ich richtig gefesselt!“ Ebenfalls wahr. Das kam relativ häufig vor, auch vorhin, bei Shika... Sie war eben ein gutaussehendes Mädchen. „Und... also, ich muss sagen... du bist auch ziemlich hübsch...“ Natürlich ebenfalls wahr. Bei diesen Worten wurde er etwas rot, aber sein Lächeln blieb so breit wie zuvor; es war einfach schön, hier mit der Aburame zusammen zu sein. Sein Atem ging ziemlich schwer, man merkte, dass er bereits erschöpft war, aber er wurde weder langsamer, noch hob er seine Stimme; sie sollte auch weiterhin die einzige sein, die ihn hören konnte. Und eine Bürde für das Team wollte er auch nicht werden. Er hatte keine Wahl...
    Bei der Frage des Teamleiters hatte der Tochiba längst keine so große Klappe mehr wie noch anderthalb Stunden zuvor. Er atmete schwer und ein Teil seiner roten Haarpracht klebte klatschnass an seinem Kopf. Die Sonne hatte ein Loch gebrannt in seine Selbstsicherheit und Hitze und Anstrengung hatten ihren Teil getan, um ihn ans Ende zu bringen. Ob er jetzt eine Pause wollte? Ja. Ob er eine machen würde, wenn er könnte? Natürlich nicht. „Ich stimme Kaoru zu... Wir sollten...“ Er ächzte einmal und holte tief Luft. „... keinen Umweg machen. Draußen zu schlafen...“ Erneut musste er eine Pause machen, um mit einem rasselnden Atemzug seine Lungen zu füllen. „... ist ja kein Problem. Natürlich nur, wenn ihr nichts dagegen habt, Ririchiyo-dono, Shika-dono.“ Beim letzten Satz, bei dem er sich an die Mädchen der Gruppe wendete, strahlte er schon wieder ein wenig, auch wenn sich die Folgen des Marsches natürlich nicht aus seiner Erscheinung tilgen ließen. Das hier war leider kein Schauspiel...
     
  4. Aburame Ririchiyo

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    Die Aburame war recht zufrieden mit sich. Nachdem die kleine Truppe sich nun auf guten und auch einem nicht ganz so positivem Wege kennengelernt hatte, wusste jeder woran er war und es konnte vorangehen. Ririchiyo war überzeugt davon, dass es Höhen und Tiefen geben musste für ein gutes Miteinander, dass sie sich mit dem kleinen Tochiba schon auf beiden Wegen gekreuzt hatte, machte ihr im Nachhinein so gar nichts aus, denn sie war nicht nachtragend. Wenn sie allerdings wüsste, was für eine Spannung zwischen den drei Herren herrschte, hätte sie sich wahrscheinlich große Sorgen darum gemacht. Sie war ein sehr harmoniebedürftiger Mensch und diesen Anspruch versuchte sie immer in jeder Konstellation auf Biegen und Brechen aufrecht zu erhalten. So hatte die Kunoichi auch auf ihrer letzten Mission überwiegend für Ruhe und Entspannung in Stresssituationen gesorgt. Allerdings war dieses Team damals zu dritt unterwegs und da konnte die harmoniebedürftige Aburame wohl mehr ausrichten, als bei einer Gruppe bestehend aus fünf Personen…
    Die Kunoichi hatte erwartungsvoll ihre Tasche umgeschnallt und wartete nun sehnsüchtig nach Abschluss der ersten Kennenlernphase auf den Start der Mission. Es musste endlich losgehen, damit sie bald an ihr Ziel kamen. Ihre weibliche Kollegin schien allerdings immer noch sehr schüchtern. Sie äußerte sich dazu gar nicht und bewegte sich auch nur unmerklich. Wahrscheinlich fühlte sie sich in der Truppe noch immer nicht ganz so wohl, aber früher oder später würden sie sich alle richtig einleben, davon war die Aburame überzeugt. Ihr Teamleiter tat allerdings genau das, was sie angenommen hatte. Wenn man Ryu einen Ansporn zur Arbeit gab, dann sagte er nicht nein. Der Hyuuga war sehr pflichtbewusst und ließ auch wirklich so gut wie gar nicht auf sich warten. Kaum hatte sie es erwähnt, richtete der Shinobi sich auf und lief zur Tür, um sie gewohnt höflich ihnen die Tür aufzuhalten. Als sie durch die geöffnete Pforte lief, machte die Aburame scherzhaft einen Knicks und schenkte dem Hyuuga ein freundliches Lächeln. Sie hatte einfach schon eine Weile kaum ein Wort mit ihm gewechselt, weswegen sie dies für nötig hielt. Ririchiyo war nämlich davon überzeugt, dass es für alle ganz hilfreich war, wenn man alle beachtete und jedem ein Fünkchen Aufmerksamkeit schenkte, weil man sich als Person dann einfach geschätzter und wohler fühlte.
    Nun ging es also wirklich los. Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, welches scheinbar unerschütterlich wirkte, trat sie mit einem Fuß vor den anderen voller Elan und Motivation, als hätte sie ihr Leben lang nur auf diese eine Situation gewartet. Sobald sie einen Schritt aus der Stadt traten, konnte man der Aburame nur noch mehr ansehen, dass sie wesentlich glücklicher wirkte. In einer natürlicheren Kulisse fühlte sie sich eben noch gefühlte zehn Mal besser! Die Sonne brannte recht warm auf die Haut der Shinobi, doch Ririchiyo machte das gar nichts aus. Sie genoss den leichten Wind, der ihnen um die Nase wehte, beobachtete ein paar hübsche Schmetterlinge und warf einen Blick in den wolkenlosen Himmel. Als Käfererbin hatte man einen geschulten Blick für alle Arten von Insekten, Ririchiyo entging nicht ein kleiner Käfer oder ein Schmetterling, den sie nicht mit ihren großen, blauen Augen anhimmelte. So ganz für sich war die Kunoichi aber nicht allzu lang, denn schon bald schloss Mushiro zu ihr auf, der scheinbar ein Gespräch mit ihr suchte. Ein wenig Smalltalk kam der zierlichen Riri nicht wirklich ungelegen und so schenkte sie ihm wieder ein sehr warmes Lächeln, während sie seinen Worten zuhörte. Sie hatte schon erwartet, dass man sie in ihrer Arbeit des Öfteren erkennen würde, aber einen richtigen Fan hatte man nicht wirklich erahnen können. Bisher gab es immer nur Spekulationen und erst vor einer Person hatte sie ihre Herkunft tatsächlich zugegeben, aber dass sie direkt jemand so ansprach, war noch nicht in ihrer Rolle als Shinobi passiert. Er schmeichelte ihr sehr, wie zuvor auch schon, erklärte ihr, dass sie die Schauspielerin wäre, die ihn beeindruckte und dass sie sehr hübsch war. Wohlmöglich entgegen seiner Erwartung war sie nicht etwa besonders geschmeichelt oder peinlich berührt deswegen, sondern spielte er charmant runter, als sie ihm zuflüsterte: »Ach was, so gut bin ich auch nicht.« Sie begann noch recht ruhig, bis sie dann sehr sachlich und dennoch lächelnd erklärte: »Ich hoffe du kannst das verstehen, aber ich werde in meiner Rolle hier eher ungern als Schauspielerin betrachtet und schon gar nicht gern Hana genannt. Ich bin hier als Aburame Ririchiyo, Genin aus Konohagakure und wenn ich ein Lob hören möchte, dann nicht über meine Schauspielkünste, sondern vorwiegend über mein Shinobitalent.« Sie grinste breit und tätschelte ihm die Schulter. »Ich danke dir trotzdem für das Lob, aber du verstehst es vielleicht, wenn ich dir sage, dass ich lieber ich selbst bin, als jemand anderes.« Natürlich ging das alles in einer Lautstärke ab, in der die anderen nicht lauschen konnten. Was Ryu darüber wohl nun dachte? Dass sie aber eine gewisse Distanz zu Mushiro wahrte, war aber dennoch nicht zu übersehen! Das Kompliment zu ihrem Aussehen hatte sie schon wieder völlig ausgeblendet. Stattdessen trug sie weiterhin ihr charmantes Lächeln auf den Lippen. Ob es nun aus dem Grund war, dass ihr dieses Thema unangenehm war oder sie es sogar einfach vergessen hatte, würde aber ihr Geheimnis bleiben…
    Sie waren nun schon eine ganze Weile unterwegs. Ririchiyo war körperlich nicht unbedingt die Fitteste und dennoch bemühte sie sich mitzuhalten. Sie hatte schon viele lange Wanderungen im Wald hinter sich, aber ein stundenlanger Marsch unter praller Sonne war schon etwas anderes. Das rosafarbene Haar hatte sie ein wenig höher gesteckt und einen kleinen Handfächer herausgeholt, um sich Luft zu zufächern. Sie sah auch den anderen ein wenig Anstrengung an, vor allem Mushiro stand es ins Gesicht geschrieben. Sie schwitzte nicht ganz so sehr, war aber auch schon schwer damit beschäftigt die Puddingbeine weiter Schritt für Schritt fortzubewegen. Bald aber kam weine Frage des Hyuuga auf, welche Ririchiyo gar nicht lange nachdenken ließ. Dennoch kamen ihr die Herren zuvor. Dass Kaoru kein Problem damit hatte unter freiem Himmel zu nächtigen, wunderte sie nicht. Er war so cool und locker, da konnte er das sicher mit Leichtigkeit ab. Bei Mushiro wunderte sie es schon eher, scheinbar war er doch nicht ganz so der verwöhnte Konzernjunge, sondern es steckte etwas Wille zur Arbeit dahinter. Ririchiyos Meinung lag ebenfalls in diesem Bereich… »Ich denke es ist bekannt, dass meinem Clan die Naturverbundenheit sehr nahe liegt. Von daher würde ich sogar den freien Himmel einer kleinen Holzhütte vorziehen! Außerdem sind wir ausgebildete Shinobi und sollten ja alle wissen, wie man ein Lager aufschlägt und damit bestmöglich zurechtkommt. Wenn also Nara-sama nichts dagegen hat, sind wir uns da sicher einig, oder?« Schnellstmöglich an das Ziel zu kommen, lag auch in ihrem Interesse. Menschen brauchten Hilfe und sie wollte diese bieten! Außerdem fand sie das ohnehin viel angenehmer. Sie warf noch einen Blick zum schwitzenden Mushiro und reichte ihm mit einem Lächeln ihren Fächer. Er konnte ihn sicher mehr gebrauchen als sie… Armer kleiner Kerl.
     
  5. Nara Shika

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    Ein gewisses Bild verfestigte sich mit zunehmender Zeit in dieser lustigen Truppe doch immer mehr im Kopf von Shika. Ryu war ganz offensichtlich ein wahrer Gentleman. Warum? Erst hatte er extra den Aufbruch der Gruppe verschoben, damit sie, wegen ihrer verspäteten Ankunft, noch kurz verschnaufen konnte und nun hielt er auch noch ihr und der Aburame die Tür auf. Natürlich waren das bisher nur zwei Eindrücke, die sie von ihm hatte, allerdings schien der Hyuuga nicht Jemand zu sein, der anderen etwas vorgaukelte. In diesem Sinne waren er und Mari sich also recht ähnlich, wobei er kein allgegenwärtiges Pokerface zeigte. Der Junge schien wirklich eher besonnen zu sein. Keine schlechte Eigenschaft für einen Anführer.
    Nachdem also alle den Laden verlassen hatten und einige Momente später auch das Dorf, ging es direkt in vollem Tempo los. Wieder war eine gewisse Ähnlichkeit unter den Hyuuga nicht zu verkennen. Wieso mussten sie immer nur wie die Bekloppten losrennen und den Rest der Gruppe quasi hinterherhecheln lassen? Mussten sie unbedingt ihre Ausdauer und Geschwindigkeit als Taijutsuka zur Schau stellen oder merkten sie vielleicht nicht einmal, dass sie den anderen damit keinen Gefallen tan? Was es auch immer war, Shika war dieses mal darauf vorbereitet gewesen. Sie hatte nämlich nicht nur ihren Sonnenhut mitgenommen und aufgesetzt, damit sie vor dem gleißenden Himmelskörper dort oben geschützt war, die Erfahrungen in der Wüste hatten sie dahingehend gesprägt, sondern hatte nun auch einen Trick auf Lager, wie sie, trotz ihrer schwachen körperlichen Attribute, nicht allzuviel Kraft auf diesem Gewaltmarsch verbrauchen würde. Statt, wie ihr der ein oder andere Seitenblick zu ihren Teamkameraden verriet, mit der Ausdauer ringen zu müssen, besonders Mushiro schien es am schwersten zu treffen, entschied sich die Nara nämlich eines ihrer neueren Jutsu gewinnbringend einzusetzen. Auf der letzten Mission war es ihr aufgrund der äußeren Umstände ja leider nicht möglich gewesen es auszutesten. Diesmal würde sie jedoch nichts davon abhalten. Es gab keinen Grund, warum sie Chakra aufsparen sollte. Außerdem würde sie ja nicht gleich ihren ganzen Vorrat verbrauchen. Nach einigen Minuten des Laufens, formte das schwarzhaarige Mädchen also das Fingerzeichen Hase, woraufhin sich Luftpolster unter ihren Füßen bildeten. Zwar musste sie das Zeichen mit ihren Händen aufrechterhalten und es war schwer die Richtung zu kontrollieren, in die sie gleitete, aber mit etwas Übung und Zehenspitzengefühl, mit diesen stieß sie sich nämlich vom Boden ab, gelang es ihr recht schnell das Jutsu zu kontrollieren. Man hätte sogar fast glauben können, dass sie unsichtbare Rollschuhe getragen hätte.

    Als ihr Teamleiter jedoch an Tempo verlor und sich schließlich aus dem Gänsemarsch eine lose Formation bildete, löste Shika auch das Jutsu wieder auf. Obgleich es ihr gute Dienste geleistet hatte, brauchte sie es ja jetzt nicht mehr. Außerdem war es mit der Zeit doch anstrengend geworden es aufrechtzuerhalten. Nicht zu vergessen, dass es einfach ein schönes Gefühl war wieder den Boden unter den Füßen spüren zu können. Ryu nutzte zudem gleich auch die Möglichkeit eine kleine Umfrage unter seinen Teammitgliedern durchzuführen. Es ging darum, wo sie genau ihre Rast verbringen würden. Option eins war ein kuschliges Bett in einem trockenen Zimmer, wofür sie allerdings einen Umweg von einem halben Tag machen mussten. Option zwei der harte Waldboden unter dem Sternenhimmel. Eigentlich eine einfache Wahl. Wer konnte schon den Verlockungen eines weichen Bettes wiederstehen? Nun, anscheinend alle in dieser Gruppe. Kaoru, Mushiro und auch Ririchiyo sprachen sich eindeutig für die zweite Variante aus. Die Meinung der Nara war da nicht anders. Natürlich war ein Bett schön, allerdings musste dies nicht immer die bessere Wahl sein. Sie erinnerte sich in dieser Hinsicht besonders an den Anfang ihrer letzten Mission. Eine billige Absteige voller seltsamer Cowboys. Sie hatten letztendlich zwar nicht freiwillig draußen übernachtet, aber im Nachhinein war es vielleicht doch die bessere Wahl gewesen. "I-Ich habe nichts dagegen." Shika sah kurz lächelnd zu Ririchiyo, dann in die anderen Gesichter der Gruppe. "Im Gegenteil, ich spreche mich auch für den kürzeren Weg aus. Immerhin wollen wir doch alle möglichst schnell diese Mission erledigen, nicht?" Sie blickte sich nochmals um. Ob die anderen das von ihr wohl erwartet hatten? Bislang war sie ja nur durch ihre Schüchternheit aufgefallen. Diese hatte sich mittlerweile aber auch schon etwas gelegt.
     
  6. Hyuuga Ryu

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    Hyuuga Ryu war nicht unbedingt das, was man als “einfühlsam” kannte. Das lag nicht an ihm, er war sogar ein in Grunde seines Herzens freundlicher Junge, der niemanden böswillig schaden wollte. Er wusste einfach nur nicht, wie man mit überschwänglichen Emotionen umging. Bei ihm Zuhause war das höchste der Gefühle, wenn sein Vater mit ihm sachlich über die Grenzreiche diskutierte, da war nicht viel Platz für ausschweifende Umarmungen und Liebesbekundungen. Deshalb hielt er eine gewisse Distanz zum Gegenüber für normal. Wenn nun allerdings jemand kam und direkt zugab, wie er fühlte und was ihn bewegte, bekam er es ganz einfach mit der Angst zu tun. Verletzliche Menschen waren ein portenzieller Stressfaktor, man konnte sich im Kontakt mit ihnen nicht auf höfliche Verhaltensmuster beschränken, sondern musste sich in sie hineinversetzen. Sobald man das tat, war es jedoch möglich, dass sie einem unbewusst einen Spiegel vorhielten. Und dann erblickte man ungeschminkt wie emotionslos man eigentlich war. Also hielt man sich von solchen Leuten fern und ließ sie nicht allzu nahe an sich heran – nur leider ging das nicht immer.
    Der Genin hatte das Tempo nicht gewählt, damit die Spreu vom Weizen getrennt wurde. Er hatte damit keinerlei böse Absichten verfolgt, obwohl er vermutlich noch etwas schneller gelaufen wäre, wenn er auf Mushiros keuchende Atmung geachtet hätte. Es war für ihn eine absolut moderate Geschwindigkeit, sogar mit einem nicht ganz funktionstüchtigem Bein und die gewinnversprechendste Methode, zügig an die Wegpunkte zu gelangen, die sie auf ihrer Reise abklappern wollten. Aus diesem Grund ließ er sich zurückfallen und stellte seine Frage, unbehelligt von den Baggerversuchen Mushiros, die ihn anderfalls vielleicht dazu animiert hätten, Kaoru die Führung zu überlassen und penetrant neben Ririchiyo zu laufen. So jedoch hatte er nur ein gnädiges Lächeln für das verzerrte Gesicht des Rotschopfes übrig, der ganz offenbar mit dem Atem rang und lauschte stattdessen dem Schwarzhaarigen neben ihm, der wie immer eine logische Argumentation gebracht hatte, die Ryu direkt aus dem Herzen sprach. Der Typ gefiel ihm. Es war richtig, dass sie möglichst schnell an's Ziel kommen wollten, da die Mission an sich mit Sicherheit einige Zeit in Anspruch nehmen konnte. Wieso also Kapazitäten durch einen Umweg verschwenden? Es war ja nicht so, dass er das ohne Hintergedanken vorgeschlagen hatte. Wie immer wollte der Hyuuga seine Mitstreiter testen. Ihre Belastbarkeit erkennen und sich geistige Notizen darüber machen, wie er sie am besten einsetzen konnte. Kaoru beispielsweise sah noch immer recht fit aus, den konnte er ohne Probleme auch auf längere Distanz jemanden beschatten lassen, während der Tochiba aus dem letzten Loch pfiff und vermutlich eher stationär zu gebrauchen war. Shika hatte durch ihr Fuutonjutsu, das er mit großer Begeisterung beobachtet hatte, einen Pluspunkt verdient und Ririchiyo...die konnte man sowieso immer gebrauchen. Das Mädchen war sowohl intelligent als auch tatendurstig, so dass er sich um sie eher weniger Sorgen machte, er hatte ihre Fähigkeiten ja schon auf einem Job bewundern dürfen.
    Ryu hatte nun mindestens einen Einspruch erwartet – schaute dabei recht eindeutig in die Richtung des kleinen Rotschopfes – aber offenbar hatte er sich darin getäuscht: Niemand erhob einen Einwand dagegen, draußen zu übernachten. Aus welchen Gründen auch immer. Der Hyuuga selbst hatte mit beiden Optionen kein Problem, doch er freute sich, keine Zeit verschwenden zu müssen. Offenbar war sein Team doch noch zu etwas zu gebrauchen und konnte sich in solchen Situationen schnell einig werden. Blieb nur zu hoffen, dass sie das im Kampf auch so hinkriegen würden. Wenn Gefahren unmittelbar vor einem lauerten, verwandelte sich manchmal selbst der Tapferste in ein aufgescheuchtes Hühnchen. “Schön, in diesem Fall bin ich dafür, eine kurze Pause einzulegen. Es wird schon Mittag, Zeit für eine Stärkung.” Ohne viel Federlesen begab sich der Hyuuga an den Wegrand, der im Schatten eines großen Baumes lag und setzte sich an dessen brüchige Rinde. Man konnte ihm durchaus vorwerfen, dass er Muhiro nicht mochte, doch er sah, wenn jemand eine Pause brauchte. Und es würde niemandem helfen, wenn seine Shinobi zwar pünktlich, aber vollkommen ausgehungert am Ziel ankamen...Erst Recht nicht, wenn sie gegen eine Hexe kämpfen mussten.
     
  7. Kazegawa Toru

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    Es freute Kaoru zu hören, dass sich viele seiner Vermutungen in den Antworten seiner Missionsgefährten bestätigten. Zwar hatte er ja schon in diese Richtung spekuliert und die Wahrscheinlichkeit dafür war ziemlich hoch gewesen, aber letztenendes gab es dann doch den ein oder anderen Zweifel - immerhin kannte er keinen der Anderen besonders gut, auf keinen Fall jedoch gut genug um mit absoluter Sicherheit ihre Reaktionen vorhersagen zu können. So viel ihm dann doch noch ein Stein vom Herzen, dass er mit seiner Meinung nicht ganz allein war. Langfristig hätte er von vornherein natürich keine Probleme gehabt, wenn die Meinung der Gruppe zum Federbett tendiert wäre, aber im Nachhinein waren ihm doch noch ein paar unangenehme Dinge eingefallen die er persönlich nun gern umging. So kamen sie denn nun auch sofort zu der lange ersehnten Rast - wer weiß, wie weit Ryu sein Quintett vor Sonnenuntergang sonst noch hätte weiter traben lassen um die nette Hütte aka das Zwischenlager schneller zu erreichen? Hätte der gute Yuzuki indes die Gedanken des Hyuuga lesen können - besonders den Part, der ihm darin zugedacht war - dann hätte es unter Umständen sogar zu erneuten Ausschreitungen seines übertriebenen Stolzes geführt! Wohl diesmal nicht im negativen Sinne, da einerseits keine Möbelstücke zur Hand zu sein schienen und die Ursache bzw. der Auslöser in dem Fall ein gänzlich anderer war. Offiziell von einem anderen Ninja als fähiger Kollege angesehen zu werden hätte wohl das Selbstvertrauen des Schwarzhaarigen in einem Maße anwachsen lassen, bis es selbst der größe der Bäume um sie herum Konkurrenz gemacht hätte! Genau genommen war es daher schon ganz gut so, wie es war. Denn hinter Ryus Eindruck verbarg sich tatsächlich viel weniger, als er geahnt hätte. Kaoru war bei weitem nicht mehr so fit wie er dem anderen Genin erschien, nur hatte er über kurz oder lang gelernt, sich mit Hitze und Erschöpfung insofern zu arrangieren, dass man sie ihm nichtmehr ganz so offensichtlich von der Stirn ablesen konnte. Vorgestellter 'Gruppenzwang' und ein übermäßiges Ego taten den Rest - denn wäre er nicht in Gegenwart der vier anderen Konoha, zumal sich noch zwei Mädchen darunter befanden, dann hätte er sich womöglich nicht so zusammengerissen und stattdessen eher ausgesehen wie... nunja... Mushiro etwa. Tatsächlich machte selbst er sich schon Sorgen um den kleinen Schauspieler - so hatte er auch immer noch Zweifel, ob die keuchende Trauergestalt ernsthaft seine wahre Kondition ausdrückte oder nur wieder eine neue Rolle war, in die der Rothaarige schlüpfte um sich den Damen näher zu bringen. Eigentlich war er es doch, der sonst so aussah, besonders an warmen Tagen wie heute. Sollte der Tochiba etwa wirklich ebenso Hitzeempfinlich sein wie Kaoru? Trotz Groll und zweifelnden Hintergedanken tat der kleine ihm schon beinahe wieder Leid, immerhin wusste er ja selbst nur zu gut wie das war, wenn man in der unermüdlichen Sonne schwitzend nach Atem rang und nur noch die nächste Möglichkeit zur Abkühlung im Sinn hatte.

    Bei den Damen schien sich der Marsch auch recht durchwachsen abzuzeichnen, so hatte Ririchiyo schon einen Fächer gezückt um sich etwas frischen Wind um die Nase wehen zu lassen, während Shika diesen Luxus ganz offenbar nicht erst durch irgendwelche Hilfsmittel zu erzwingen brauchte. Sie kam so schnell voran, dass vermutlich schon so genug Fahrtwind entstand. Angesichts dieser Beobachtung und der Vermutung, dass ein solches Jutsu - Vermutlich Fuuton?! - doch sehr praktisch aussah, bedauerte es der Wasserelementler, keine vergleichbare Möglichkeit zu besitzen, um sich die alltäglichen Sorgen zu vereinfachen. Obwohl, warum eigentlich nicht? Gut, man müsste vorher sicherlich erst das ganze Gebiet fluten, aber dann ginge da doch sicher was... Schiebe man es auf die Sonne! Umso gelegener kam also endlich die kleine Rast zur Mittagsruhe. Und hatte man sowas schon gesehen? Ohne Umschweife packte sich der Hyuuga auf die nächste Rinde! Das mit dem Pausemachen nahm er wohl sehr ernst. Dem Himmel sei dank! Eine ruckartige Bewegung lockerte den Gurt von Kaorus Tasche und ließ sie von seiner Schulter hinunter auf den von Rindenstücken, Moosen und Blättern bedeckten Waldboden plumsen. Hach ja, ein Picknick im Wald - mal wieder. Froh über den Stop streckte sich der junge Mann kurz und ließ sich anschließend im Schneidersitz direkt neben seiner Tasche nieder und kramte in selbiger nach etwas essbarem. Mist! Warum lag das Lunchpaket schonwieder ganz unten zwischen den Trittnägeln? Nur knapp einem ungewollten Piercing entkommen, zog er die Hand wieder heraus. Immerhin waren die Reisbällchen noch heile und die Wasserflaschen schien auch nicht auszulaufen. Unentschlossen sah er hinüber zu dem Tochiba und überlegte sich, wie weit sie wohl mit ihren Ressourcen kommen würden, sollte das Wetter und die Temperaturen anhalten und die Kondition der Gruppe auch an den folgenden Tagen weiter so fordern. Immerhin, kam ihm ein Gedanke, wenigstens dafür werden meine Jutsu nützlicher sein!
     
  8. Tochiba Mushiro

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    Ohje, das ging daneben... Ririchiyo gefiel es wohl nicht so sehr, wenn man sie auf die Schauspielerei ansprach. Aber so war das doch gar nicht gemeint gewesen... Er hatte nicht sagen wollen, sie sei toll, weil sie Schauspielerin war. Viel eher, dass er schon vorher wusste, dass sie toll war, noch ehe er sie persönlich kannte... doch wie sagte man ihr das am besten? „Ah... so meine ich das nicht, Ririchiyo-dono! Ich wollte sagen, dass ich dich zwar als Schauspielerin gesehen habe, aber das Gefühl war ganz anders als bei anderen Schauspielern... Ich dachte zum ersten Mal, dass ich da einen echten Menschen vor mir sehe und nicht jemanden, der einen echten Menschen spielt, verstehst du? Außerdem... wahrscheinlich hab ich mir das eingebildet, aber...“ Er senkte den Kopf ein wenig und errötete leicht. Nun gut, letzteres eher weniger, denn rot war sein Gesicht bereits, wenn auch eher anstrengungsbedingt. „Irgendwie dachte ich wohl, dass du... nicht so gern schauspielerst. Tut mir leid... A-aber ich mag dich echt gern! Dich, Aburame Ririchiyo! Und... hehe, ich hab dich doch auch die ganze Zeit Ririchiyo genannt, nicht wahr, Ririchiyo-dono...?“ Ein schüchternes Lächeln krönte seine Worte, ein Lächeln, das er dieser pinkhaarigen Göttin schenkte. „Bleib für immer an meiner Seite...“ „Aber ich weiß, was du meinst. Ich meine, weil ich ein Tochiba bin, weiß jeder, dass ich auch ganz viel Geld habe... Wirklich viel. Deshalb behandeln mich viele Leute anders, dabei will ich mir doch auch meinen eigenen Ruhm verdienen, und nicht nur den meines Vaters...“


    Später, während der Pause, fiel die Abstimmung sehr deutlich aus. Jede einzelne anwesende Person stimmte dem Vorschlag zu, den Mushiro befürwortet hatte, was wieder mal seine exzellenten Fähigkeiten im Bereich Entscheidungen aufzeigte. Aber das war noch gar nicht das Beste. Nein, bei Weitem nicht! Die große Aburame Ririchiyo gab ihm tatsächlich ihren Fächer! Ihm! Die Augen des Tochiba begannen zu leuchten, während er den Gegenstand entgegen nahm und mit beiden Händen umschloss, woraufhin sich diese an sein Herz drückten. „V-vielen Dank, Ririchiyo-dono!“, sagte er glücklich, während er den Fächer öffnete und sich damit Luft zu zu fächern begann. Das machte diesen heißen Tag wirklich wesentlich erträglicher. Die Aburame hatte sich wohl wirklich Gedanken um ihn gemacht, deshalb gab sie ihm das, was er jetzt am meisten benötigte. Was für ein Engel... „Ich werde gut darauf aufpassen, versprochen!“ Als Tochiba hatte er natürlich gelernt, wie man einen Fächer möglichst elegant bewegte, auch wenn das wohl eher Mädchensache war. Seine Mutter hatte gesagt, es sei wichtig, und es ihm beigebracht, und jetzt durften die hier Anwesenden das Ergebnis dieses Übens betrachten. Was ihn allerdings etwas störte, war die Pause, die sie jetzt einlegen sollten, weswegen er dem Teamleiter auch einen Blick zuwarf. Mit dem Gesichtsausdruck, den er gerade aufgelegt hatte, sollte man meinen, dass es ein unschuldiger, vielleicht sogar dankbarer Blick war, doch innerlich sah es anders aus; innerlich starrte er den Hyuuga an, bissig, bösartig, zum Äußersten gereizt. Wieso? „Grr, dieser Angeber... Der hält sich wohl für was Besseres! Jeder sieht doch, dass er keine Pause braucht... Denkt er vielleicht, er tut mir damit einen Gefallen? Dass ich so schwach bin, dass man das Team meinetwegen aufhalten muss? Hör auf, dich so aufzuspielen, du Mistkerl!“ Nach außen hin völlig ruhig, war etwa das sein Gedankengang. Allerdings konnte er nicht sagen, dass das keine Vorteile hatte, denn auch, wenn er es nur ungern zugab: Wie jeder sehen konnte, war er ziemlich am Ende. Und hungrig auch. Eine Kleinigkeit hatte er sich natürlich mitgebracht, weshalb er eine Schriftrolle hervorzog, sich an einen Baum setzte und sie vor sich ausbreitete, ehe er sich an die Fingerzeichen für das Tobidôgu machte. Und Puff!, stand eine große Plastikschüssel vor ihm, darauf drei paar Stäbchen. Einen Moment lang war er irritiert, als er die Stäbchenzahl sah, dann erinnerte er sich jedoch; richtig, er hatte ja erwartet, mit zwei Mädchen unterwegs zu sein, Aburame Ririchiyo und Yuzuki Kaoru! Dass sich letztere als Junge herausgestellt hatte, wurde zum Glück durch die wunderschöne Nara kompensiert, weswegen sich sein Plan nur geringfügig änderte. Er hob die Stäbchen an und nahm den Deckel von der Schüssel, um einen gesunden, frischen Salat zu enthüllen, perfekt für Leute wie ihn, die auf ihre Figur achteten. Die Portion hier würde problemlos für vier Personen reichen, doch es gab ja leider nur drei Stäbchenpaare, er konnte also nur zwei Leute einladen... Uh, schwere Entscheidung. „Shika-dono, Ririchiyo-dono!“, rief er den beiden Mädchen zu. „Wenn ihr möchtet, könnt ihr gern mit mir Essen... das ist eh zu viel für mich allein. Und ich habe noch Ersatzstäbchen dabei...“ Ganz unschuldig...
     
  9. Aburame Ririchiyo

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    Dass Mushiro sie dahingehend verstand, dass sie nicht auf ihre Schauspielerrolle reduziert werden wollte, freute die Aburame sehr. Auch was er sagte, war irgendwie ganz niedlich gewesen. Zumindest hatte sie das Gefühl, dass er seine Worte sehr ernst meinte. Ririchiyo war allgemein ziemlich anfällig dafür, wenn man sie als die Person schätzte die sie war und nicht direkt mit Hana verwechselte. Am liebsten hatte sie es, wenn man, auch wenn man es erkannte, einfach darüber schwieg, denn dann wurde klar, dass es nichts bedeutete. Mushiro hingegen war ja direkt damit raus geplatzt, doch er bemühte sich so sehr ihr klarzumachen, dass er sie als die Person sah die sie war, dass sie ihm das ohnehin nicht übelnehmen konnte. Naja, als hätte Ririchiyo jemals irgendjemandem irgendwas übel genommen. Dass er sie sogar besser verstand als sie dachte, als Sohn des Chefs des Tochiba Konzerns, bedachte Ririchiyo mit einem verständnisvollen Nicken. Sie mochte es nicht, wenn man ihr Leid teilte, natürlich wollte sie das niemand litt, aber es war irgendwie schon ein angenehmes Gefühl. Umso mehr musste sie lächeln!
    Durch das vertiefte Gespräch mit Mushiro entging Ririchiyo mehr oder weniger das coole Jutsu von Shika, sonst wäre sie sicher neugieriger gewesen. Sie würde sich sicher ärgern, wenn sie wüsste, was sie da Tolles verpasst hatte!
    Auch die Idee ihren Fächer an ihn abzutreten, schien bei dem kleinen Kerl sehr herzlich angenommen zu werden. Er war ein nettes kleines Kerlchen, auch wenn er noch etwas unbeholfen schien teilweise und so manches Fettnäpfchen mitnahm, war er doch sehr dankbar und das mochte die Aburame. Das kleine Fächerchen war zwar ziemlich kitschig und mickrig, aber Ririchiyo war ja auch kein Fuuton Ninja, sondern das war nur ein Accessoire, welches sie für solches Wetter mit sich führte. Dass er in dieser Situation noch schlechter mit der Hitze umgehen konnte, war ziemlich eindeutig, so war es für das sowieso eher selbstlose Mädchen selbstverständlich den Fächer abzutreten. Er wurde aber auch direkt wieder überschwänglich und versprach gut darauf zu achten, woraufhin die Aburame lächelnd abwinkte. »Keine Sorge, du darfst ihn gern behalten. Zu Hause habe ich noch mehr davon.« Natürlich war es für einen Jungen nicht unbedingt das schönste Accessoire in dieser Farbe, aber es war nützlich und so wie er es in Ehren hielt, so würde ihm das Angebot sicher gefallen, oder nicht?

    Wenn Mushiro aber glaubte, dass er mit seinen anhänglichen Taktiken die Aufmerksamkeit der Aburame nur für sich fangen konnte, dann hatte er sich aber gewaltig geschnitten. Als Aburame war man es gewohnt nicht der Mittelpunkt oder die Führung des Teams zu sein, sondern eher in den Supportstatus zu gehen und für die ganze Truppe in allen Belangen da zu sein. Dementsprechend war es ihr Wunsch zwar schon auch für Mushiro alle Aufmerksamkeit zu geben die er brauchte, doch auch die anderen würde die Aburame nicht vernachlässigen. Nachdem nämlich verkündet wurde, dass nun eine Pause anstand, hatte sich der ihr bereits bekannte Hyuuga direkt in die nächste schattige Ecke plumpsen lassen und schien nun Ruhen zu wollen. Allgemein wirkte der Hyuuga eher steif, wenn man ihn so betrachtete, doch Riri kannte ihn mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er gerade einen sehr freundschaftlichen Dienst getan hatte, wie sie fand. Nicht etwa der Hyuuga hatte gerade eine Pause gemacht, nein er tat das gerade nur für sein Team und das rechnete das Mädchen ihm schon sehr hoch an. Darum strahlte sie ihn freudig an und setzte sich ohne großartig zu überlegen zu ihm und Kaoru. Ihre niedliche Tasche ließ sie dabei neben sich plumpsen und setzte sich unmittelbar neben den Teamleiter. »Puh, eine Pause kommt wirklich ziemlich gelegen Ryu-san…«, erklärte sie lächelnd und verschnaufte danach leise. Sie nahm ihre Tasche wieder auf den Schoß und zückte eine kribbelbunte Lunchbox, die noch dazu mit niedlichen rosa Häschen verziert war – und das war nur das Äußere meine Damen und Herren. Ririchiyo stellte die Tasche bei Seite und blickte dabei lächelnd zu Kaoru hinüber. Auch dieser schien die Pause für ein Häppchen nutzen zu wollen, wobei Ririchiyo auffiel, dass der Junge abseits der für das Team nötigen Gespräche sehr still war. Mit den anderen, abgesehen von Shika, der sie noch immer etwas Zeit zur Eingewöhnung gewährte, hatte sie sich schon fürs Erste genug unterhalten, aber Kaoru war ziemlich schweigsam… Riri wollte ihn aus der Reserve locken! »Ziemlich anstrengend, hm?«, richtete sie an ihn und strahlte ihn freundlich an. Da fielen ihr aber seine Kampfgebiete ein und sie kicherte verlegen. »Ach, ich hab ganz vergessen, dass du auch mit Waffen kämpfst… Du gerätst sicher nicht ganz so leicht aus der Puste, oder Kaoru-san?« Ein bisschen Smalltalk als Einstieg war doch sicher ein guter Schritt in die richtige Richtung! Zumindest war Riri davon überzeugt!
    Plötzlich hörte sie den jungen Mushiro nach ihrem und dem Namen der Nara rufen. Sofort drehte sie sich nach dem Jungen um und lauschte dem, was er zu sagen hatte. Sein Angebot war sehr nett und schmeichelhaft, doch Ririchiyo hielt sich streng an einen gesunden Ernährungsplan, für die schlanke Linie und um fit zu bleiben und allgemein war sie es nicht gewohnt mit solcher Großzügigkeit umzugehen, sodass sie als ein sehr selbstloser Mensch niemandem etwas wegessen würde! Immerhin war Mushiro auch recht klein, der musste noch ein bisschen mehr essen, um groß und stark zu werden. »Vielen Dank für das Angebot Mushiro-san, aber ich habe selbst mehr als genug zu essen dabei und ich möchte nichts wegwerfen.« Ja, so war sie. Bloß nichts wegwerfen! Das wäre undankbar gegenüber ihrer Familie! »Aber trotzdem danke für das freundliche Angebot, das ist lieb von dir!«, fügte sie erneut hinzu und kicherte leise. Daraufhin zog sie noch ein paar rosafarbene Stäbchen aus der Tasche, an deren Enden natürlich auch eine Häschenverzierung war und öffnete vorfreudig ihre tolle Lunchbox. Darin versteckte sich eine ganze Menge Reis, natürlich hübsch zurecht gemacht und verziert – Ririchiyo war Meisterin darin süße Bentos zu machen, da ihre kleine Schwester diese sonst nicht aß! – Und dazu gab es natürlich wieder einmal viel verschiedenes Gemüse und ein bisschen Fleisch, um den Tagesbedarf zu decken, denn man brauchte ja viel Energie für eine solche Mission. Sie zog eine Thermoskanne hervor und einige Becher und blickte freudestrahlend in die Runde: »Möchte vielleicht jemand von euch einen kühlen Tee trinken? Ich habe genug dabei, also haltet euch nicht zurück. Er ist mit Minze, also wirklich erfrischend.« Ja! Ririchiyo war für jeden Fall vorbereitet… wirklich jeden.
     
  10. Nara Shika

    Nara Shika Member

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    Offenbar war es das schon gewesen. Ohne dass Ryu noch irgendwelche Worte zur Wahl verlor, die ja überraschenderweise doch recht einstimmig verlief, gönnte er der Gruppe - vielleicht auch als Belohnung? - umgehend eine kleine Pause, woraufhin er sich demonstrativ an einen Baumstamm am Wegesrand setzte. Die anderen folgten ihm natürlich gleich darauf und bildeten so eine gemütliche Sitzrunde. Auch Shika wollte sich nicht bitten lassen. Zwar war sie durch die Erfahrungen in der Wüste durchaus abgehärteter, was solche langen Märsche anging und hatte durch ihren Trick sicherlich einiges an Energie gespart, aber trotzdem war sie ja immer noch kein Sprintwunder. Ein Päuschen war also nichts wogegen sie sich wehren wollte. Außerdem konnte sie ja auch schlecht allein weiterziehen. In der Gruppe musste man sich halt an das schwächste Mitglied anpassen - in diesem Fall wohl Mushiro. Eine ungewohnte Situation für die Nara. Nicht dass sie irgendetwas gegen Teamgeist hatte, ganz im Gegenteil. Das Mädchen lebte dieses Ideal, aber dennoch war es halt merkwürdig nicht selbst der Klotz am Bein zu sein. In den letzten Missionen und Jobs hatte sie ja unweigerlich immer den 'letzten Platz' eingenommen. So gesehen also eine völlig neue Erfahrung für sie.
    Statt jetzt aber noch länger in Gedanken zu schwelgen, bewegte Shika lieber ihr Füße und setzte sich neben die andere Kunoichi des Teams, Ririchyio. Warum gerade dort? Trotz der durchgehenden Freundlichkeit, die ihr von allen entgegengebracht wurde, fühlte sie sich in der Nähe des eigenen Geschlechts doch noch etwas sicherer aufgehoben. Immerhin konnte die Schwarzhaarige bei der anfänglichen Vorstellungsrunde wegen ihrer Verspätung nicht anwesend sein, wodurch sie ihre Teammitglieder nur durch die kürzlich gemachten Erfahrungen beurteilen konnte. Im Umkehrschluss bedeutete das aber natürlich auch, dass die anderen sie ebenso nur aufgrund von Clan und der bis jetzt gemeinsam verbrachten Zeit einschätzten. Vielleicht sollte sie gerade deswegen die Pause nutzen, um die verpasste Chance nachzuholen. Warum hatte sie daran eigentlich nicht früher gedacht? Möglicherweise hatte ihr in diesem Fall die so angewöhnte Schüchternheit doch wieder ein Bein gestellt. Bevor sie jedoch einen klaren Gedanken zu ihrer Idee fassen konnte, wurde sie auch schon wieder unterbrochen. Neugierig blickte Shika in Richtung des Rotschopfes. Er hatte eindeutig ihren Namen genannt. Was wollte er also? Ihr Blick senkte sich einen Moment lang auf die Plastikschüssel, ehe er sich wieder zum Gesicht des Jungen orientierte. Mushiro wollte sein Essen teilen, das war es also. Obwohl es etwas seltsam schien, dass er nur ihr und Ririchiyo etwas anbot und damit die beiden anderen Jungen in der Gruppe ignorierte, nahm Shika das Angebot dankend an. "Äh.. j-ja, gern." Leicht verschämt sah sie den Jungen weiterhin an. Eigentlich hatte sie ja gar keinen großen Hunger, allerdings war es ja nur Salat. Der lag nicht so schwer im Magen. Außerdem war es keine schlechte Idee etwas Energie für den weiteren Weg zu tanken. Ihre vorgenommene Vorstellung musste halt bis später warten. Ob sie sich absichtlich davor drückte? Nein, gar nicht. Naja gut, vielleicht ein bisschen. Daran mochte die Nara momentan jedoch nicht denken. Kurzentschlossen rutschte die Schwarzhaarige also näher an den so netten Jungen heran, nahm die Stäbchen entgegen und fischte sich damit letztendlich einzelne Salatblätter aus dem großen Durcheinander in der Schüssel.
     
  11. Hyuuga Ryu

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    Man mochte meinen, dass sein Sandwich ihn und seine Familie persönlich beleidigt hatte, so energisch biss er in das Brot, als er sich gerade unbeobachtet fühlte. Reizbarkeit war normalerweise wirklich nichts, was man ihm nachsagen konnte, dafür war er viel zu beherrscht und zu höflich, doch manche Leute schafften es einfach immer wieder, ihn verrückt zu machen. Während der Hyuuga an seinem überdimensionalen Stück würgte und dabei die Hand vor dem Mund hielt, um Teamkameraden den Anblick seiner Nahrung zu ersparen, fixierten seine weißen Augen Mushiro, der sein Essen ach so größzügig mit den Mädchen teilen wollte. Mit den Mädchen. Nicht mit ihm und Kaoru, nein, sie waren unwichtig. Dieser Tochiba brannte sich immer mehr einen Eindruck bei Ryu ein, der alles andere als großartig war. Schwach, zickig und nah am Wasser gebaut, doch dann auch noch absolut rückgratlos und ein Weiberheld wie aus dem Bilderbuch. Plötzlich hatte er sämtliche Eigenschaften vergessen, die an ihm vielleicht positiv sein könnten. Er sah nur noch einen rothaarigen Klotz am Bein, der seine weiblichen Schützlinge ablenkte und in ihm den Drang weckte, den Baum hinter ihm auszureißen und ihn damit zu verprügeln. Das war jedoch nicht möglich und auch noch hochgradig unhöflich, dementsprechend ließ er sich natürlich nichts dergleichen anmerken und mampfte stattdessen aggressiv sein Brot, belegt mit Hass und Verachtung.
    Erst, als Ririchiyo dem Rotschopf einen Korb erteilte, leuchteten seine Augen wieder (was man nicht sah, da sie sowieso schon hell genug waren). Seine Stimmung besserte sich etwas. So ... Wenigstens die Aburame ging ihm also nicht direkt auf den Leim, das war wundervoll. Er hatte ja gewusst, dass sie intelligent war, sie jedoch für ein bisschen unerfahren gehalten und nicht gedacht, dass sie solche Avancen bemerkte. Gerade, weil sie so jung und unschuldig war, fand Ryu es nur noch schlimmer, dass Mushiro sie so unverblümt anmachte. Klar, sie war sehr hübsch und hatte ein wunderschönes Lächeln und ein einzigartiges Bluterbe, aber deshalb musste man sie ja noch lange nicht auf so idiotische Art verehren. Am Ende wurde der Tochiba noch wütend, wenn jemand sie ähnlich behandelte und das war ja wohl das Letzte! Unbegründete Eifersucht konnte er so gar nicht gebrauchen ...
    “Danke, gern.” Seine Stimme war nun wieder frei von allem Zorn, einfach nur freundlich, während er sich zu ihr beugte und sie anlächelte. Ryu war ein großer Fan von Tee und selbstgemachtem Essen, deshalb konnte er wahrscheinlich die ganze Kanne alleine trinken, aber er würde sich zurückhalten, die Pinkelpausen der Gruppe sollten sich schließlich in Grenzen halten. Moment ... Hatte sie da etwa Häschen auf ihren Essstäbchen? Oh Mann, das war wirklich sowas von unschuldig. Wie konnte man soetwas denn anbaggern wollen?! Der Hyuuga lehnte sich schließlich, ausgestattet mit einem schmackhaften Getränk, zurück an die Baumrinde und schloss die Augen, um den Wind zu spüren, der durch die Blätter wehte und sie sanft rascheln ließ. Und um die Situation zu verdrängen. Die Pause würde nicht allzu lange dauern, und dann würde es auch nicht mehr lange sein, bis sie am Hexenhaus ankommen und sich der Sagengestalt stellen würden, von der noch niemand wusste. “Glaubt ihr an Hexen?”, fragte er deshalb plötzlich, immernoch mit geschlossenem Augen und gegen die Rinde gelehntem Hinterkopf, so als würde er sich nach dem Wetter erkundigen. Ja. Vielleicht war es besser, sein Team direkt zu sensibilisieren. Am Ende überfielen sie dort noch eine Horde Kobolde und es war SEINE Schuld, weil er sie nicht vorgewarnt hatte...
     
  12. Kazegawa Toru

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    Oh ja, die gute alte Pinkelpause.... Morgens halb zehn und so weiter, man kannte das ja! Genug Zeit und Raum um eine Vielzahl an unerledigten Dingen nachzuholen, die sich während der Arbeit (und zwar unabhängig davon, was man nun tatsächlich vor der Pause gemacht hat bzw. was auch immer man danach fortsetzen mochte) auf dem ein oder anderen Wege... angestaut hatten. Und da gab es ja nun doch so einiges, sogar noch dann, wenn man die profanen Dinge wegließ (also beinahe alles, wozu man mal eben schnell hinterm Gebüsch verschwinden musste um dann kurze Zeit später mit erleichterter Miene wieder aufzutauchen) und sich ausschließlich auf das informative knüpfen neuer Kontakte konzentrierte. Und natürlich das Essen. Zwischendurch konnte man sich auch ganz in Ruhe noch den ein oder anderen wichtigen Punkt der Mission ins Gedächtnis zurückrufen und diskutieren - Pausenzeiten; das einteilen der Marschrationen; das weitere Vorgehen wenn man am Zielort eintraf; mögliche Besonderheiten der Umgebung oder bestimmte Dinge, auf die es zu achten galt und natürlich Smalltalk. Soweit die Theorie. Für Kaoru ging praktisch alles schief. Die möglichen Schwierigkeiten die er in Mushiros knapper Kondition und womöglich noch knapperer Vorräte gesehen hatte, wurden von der übervollen und (oh Wunder!) wohl für mehr als nur einer Person zugedachten Lunchbox des Rotschopfs auf eindrucksvolle Weise pulverisiert. Zudem setzte der Tochiba scheinbar alles was er aufbringen konnte daran... nun, eben alles gegen sich aufzubringen! Doch halt, so ganz war das nicht richtig. Die Zielgruppe seines nicht vorhandenen Interesses war eindeutig männlich. Und ebenso eindeutig kurz davor ein altes Vorurteil gegenüber ihrem Berufsstand zu bekräftigen, das Ninja im allgemeinen als gefährliche und brutale Typen sah. Als Kaoru seine Sachen wieder einigermaßen ordentlich verstaut hatte (die Gravitation im Inneren der Tasche schaffte eine einfache Form der Ordnung in: schwer unten - leicht oben; und gewissen Leuten reicht dieses Maß vollkommen aus), den Rest eines angebissenen Onigiri noch in der Hand, war ihm zufällig der Blick aufgefallen, mit welchem der Hyuuga neben ihm den kleinen rothaarigen Knirps gemustert hatte. In diesem Moment hatte er weder mit Mushiro, noch mit Ryus Stulle tauschen wollen. Aber jedenfalls wusste er sich nun in seiner Abneigung gegen den launenhaften Schauspieler schon einmal gestärkt. Weitere Verstärkung näherte sich den beiden Ninja nun wieder mit gewohnt heiterem Gebaren und wohl unerschütterlichem, allseits strahlenden Ausdruck auf dem Gesicht der Aburame. Irgendwie animierte ihre Gegenwart ebenfalls zum lächeln, oder losprusten, wenn man sich nicht vorsah.... Es lag ja nicht an ihr, nur... in was sie ihr Mittagessen vepackt hatte zwängte Kaoru in eine der Situationen, in denen man aus einem Reflex heraus lachen muss aber gleichzeitig aus Höflichkeit eben dieser Neigung nicht nachgehen will. Im Ergebnis bekam sein Gesicht einen Ausdruck, den man gut und gerne als 'versteinert' verkaufen konnte. Erhebliche Strapazen für die Gesichtsmuskulatur! Das war aber auch der Hammer! Häschen und das ganze Spektrum des Regenbögens, wohin man auch blickte! Zum Glück lebte er nicht bei seiner Mutter und ließ (selbst wenn) nicht zu, dass sie ihn mit ähnlichem Geschirr ausrüstete. Nach kurzer Überlegung kam er zum Schluss, dass Häschen vielleicht auch einfach nur so eine Mädchensache waren. Muss man nicht verstehen...
    Ririchiyo begleitete nun leider auch das letzte Thema, der Smalltalk, und damit wachsendes Unbehagen in dem Yuzuki. Missionen schön und gut, Protokolle und Berichte wenn's sein muss, aber einfach so über Gott und die Welt zu plappern war halt nicht so sein.. Sake. Zumal noch mit dem verhaltenen Lachanfall wegen der Lunchbox. Er musste daher erst ein-, zweimal tief durchatmen, bevor er zu einer Antwort auf ihre Fragen ansetzen konnte. Dabei hatte das ganze doch schon etwas von einer Antwort, oder? "Ahaha, ähm nein, eigentlich nicht. Ich habe nur was gegen hohe Temperaturen, könnte man sagen. Kaum steigt das Thermometer liege ich flach. Aber meistens sieht es schlimmer aus als es ist. Zumindest hoffe ich das..." Und das tat er wirklich. Es wäre schon ein wenig peinlich, mit nassem Haar und verschwitzten Klamotten bei einem Auftreggeber zu erscheinen. "Was die Sache mit den Waffen angeht, da ist die einzige mit der man auf normalem Wege ins Schwitzen kommen könnte mein Katana, der Rest ist eher als Ausrüstung zu sehen." Solange bis er gezwungen sein würde, mit Blasrohr oder Steigeisen jemandem eins überzuziehen. Und doch behielt er bei dem Gedanken nach außen hin ein unverändert freundliches Lächeln aufrecht. Verrückte Welt. Momentan blieb es ja noch friedlich, wenn Mushiro nicht im nächsten Augenblick etwas sehr dummes tat und Ryu weiterhin gelassen blieb. Immerhin konnte man sich über die derzeitige Entspannung freuen.
    Einen weiteren Grund zur Freude gab Ririchiyo mit der Abfuhr, die sie Mushiro verpasste, ha! Einkratzen war bei ihr nicht! In dem Zusammenhang hatte es schon fast etwas demonstratives, dass sich die Aburame zu ihnen gesellt hatte, auch wenn das vielleicht fürs Betriebsklima nicht ganz ohne werden konnte. Tja, abwarten und ähm.... Tee trinken! - Minztee, genauer gesagt - Und die Ruhe genießen, das Rauschen der Blätter, die Hexen, das... Moment, was hat er da gesagt? Er hatte klar und deutlich das Wort Hexe verstanden. Ein wenig ungläubig spähte Kaoru zu Ryu hinüber und war unschlüssig, ob er sich vielleicht in dem so beherrscht und rational scheinenden Hyuuga getäuscht hatte oder aber ob er sich Sorgen machen müsste. Warum fing er plötzlich an, von Märchenfiguren zu sprechen?
     
  13. Tochiba Mushiro

    Tochiba Mushiro Member

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    Warum dachten denn gleich alle anderen Jungen, dass Mushiro gleich unglaublich niedergeschlagen sein würde, nur weil Ririchiyo nichts von seinem Essen nehmen wollte? Wenn sich der Rotschopf immer verkriechen würde, sobald ein Mädchen mal einen Moment lang nichts mit ihm zu tun haben wollte, dann würde er ja ständig nur zuhause auf der Couch lungern. Nun gut, das tat er streng genommen auch sehr, sehr oft, doch das war faulheitsbedingt und hatte nichts damit zu tun, dass er mit einem Nein nicht umgehen könne. Zumal die Aburame dieses Nein ja wirklich sehr nett formuliert und gut begründet hatte, sodass kein Anlass bestand, das auch nur im Geringsten persönlich zu nehmen. Ihn wurmte nicht einmal, dass sie sich für Kaoru interessierte anstelle von ihm, denn er hatte von ihr ja diesen wunderschönen Fächer als Geschenk erhalten, der zu denen bei ihr daheim passte, das bedeutete, solange sie einen hatte und er einen hatte, waren die beiden für immer miteinander verbunden... so ein wunderschöner Gedanke. Abgesehen davon gab es da auch noch die heilige Nara, die sich ihm widmete. Fröhlich übergab er ihr ein paar der Essstäbchen, die er mitgebracht hatte, und achtete darauf, 'zufällig' ihre zarte Hand mit der seinen zu berühren – nur kurz, natürlich. Nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam zog er die Hand wieder zurück, lächelte schüchtern, während sich auf seinen Wangen eine leicht rote Färbung zeigte; ja, er war ein wirklich guter Schauspieler. „E-Entschuldige bitte, Shika-dono“, murmelte er leise, senkte leicht den Kopf und fokussierte sich auf den Salat. Während er die nächsten paar Bissen nahm, überlegte er weiter: Wenn er so weiter machte, würden die Mädchen sicher schnell merken, dass er sie bevorzugte, sie waren ja nicht dumm, im Gegenteil, die beiden waren bestimmt unglaublich schlau! Das wiederum würde seine Absichten verraten und wäre somit nicht in seinem Sinne. Er sollte wenigstens so tun, als seien ihm die beiden männlichen Begleiter ebenfalls wichtig, das machte ihn von einem Charmeur zu einem großzügigen Menschen, und solche mochte doch jeder. Außerdem würde er es sich dann auch mit den Jungen nicht so sehr verscherzen... gut, das war eher ein negativer Punkt für ihn, dennoch würde er das jetzt durchziehen. Außerdem war einer der beiden ein Hyuuga, da war es nicht falsch, auch mal nett zu ihm zu sein. Also schluckte der Tochiba herunter und achtete noch kurz darauf, wo der Gesprächsverlauf sie hingeführt hatte. Ah, es ging um Hexen... „Also, ich glaube nicht daran, dass es so etwas gibt. Ich meine, Ninjutsu ist doch dieser angeblichen Zauberei total ähnlich, da ist es leicht, eine alte Kunoichi für eine Hexe zu halten... Oder denkst du anders darüber, Ryu-san?“ Gut, er tat so, als würde ihn die Meinung des anderen interessieren und als hätte er Respekt davor, das war ein guter erster Schritt. Dann konnte es ja jetzt weitergehen. Mit der linken Hand fuhr er sich kurz über die Stirn und lächelte Kaoru an: „Oh, und ich kann dich wirklich gut verstehen. Hohe Temperaturen sind etwas Grauenvolles, deshalb habe ich auch einen Salat dabei, der kühlt ab, ohne schwer im Magen zu liegen. Es ist immer noch eine Portion für drei Personen, es ist also noch genug da, wenn du möchtest, Kaoru... Oder auch du, Ryu-san.“ Sein Lächeln ließ kein Stück nach, obwohl es ihn innerlich fast umbrachte, zwei Jungen sein Essen anzubieten. Immerhin war es SEIN Essen, das Essen eines wahren Tochiba, das war nur bestimmt für einen wahren Tochiba und, naja... hübsche, junge Göttinen wie Aburame Ririchiyo und Nara Shika. Aber wie hieß es so schön? Alles für das Team, oder so.
     
  14. Aburame Ririchiyo

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    Wie immer sehr zufrieden mit der Welt und ihren Bewohnern hatte die zierliche Aburame für ihre Teammitglieder den Tee bereitgestellt. Chiyo wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht zumindest eine aufmerksame Kleinigkeit für ihre Kollegen übrig gehabt hätte. Umso stolzer war sie natürlich, als diese das auch annahmen. Zumindest die zwei Herren schienen nicht abgeneigt zu sein und nahmen das Angebot der gutherzigen Kunoichi an, sich das Getränk zu Gemüte zu führen. Nachdem sie mit einem natürlich sehr selbstzufriedenen und stolzen Lächeln die Reaktion der Herren entgegengenommen hatte, war die Aburame nun bereit zu essen. Dass man sich über ihre Essstäbchen amüsieren könnte, kam ihr gar nicht wirklich in den Sinn. Die Aburame liebte süße Sachen und war es von Haus aus gewohnt, dass es immer eher extrem niedliche Alltagsgegenstände gab. Dies lag daran, dass es sich, mal abgesehen vom Hausherren, um eine reine Weiberfamilie handelte. Ririchiyo liebte diese Situation natürlich sehr, denn ihr kam das sehr gelegen, auch wenn ihre große Schwester Aika sich immer lauthals darüber beschwerte, dass mit Häschen, Kätzchen und bunten Farben nicht viel am Hut hatte. Wenn man es ganz genau betrachtete, hätte das Chuuninmädchen sich vermutlich sehr gut mit dem ebenfalls eher minimalistischen Kaoru verstanden. Aber Ririchiyo konnte ja auch in keine Köpfe hineingucken… So stürzte sie sich glücklich über ihre köstliche Speise, was bei ihr natürlich fein säuberlich, vorsichtig und mit viel Essmanier von Statten ging, und lauschte der Antwort des Yuzuki, welcher gerade erklärte, dass er tatsächlich ein paar Probleme mit wärmeren Temperaturen. Das konnte sie irgendwie nachvollziehen, denn in der prallen Sonne bei viel Bewegung fühlte sie sich auch nicht unbedingt wohl, obwohl ihr die Kälte noch lieber war. Sie wollte ihn aber nicht weiter bei seiner Mahlzeit stören, weswegen sie das Thema mit einem freundlichen Lächeln abtat und sich dann selbst auch mit dem Essenfassen beschäftigte. Da sie das Angebot von Mushiro nicht angenommen hatte, war sie schon ein wenig froh, dass wenigstens die Nara es getan hatte, denn sonst hätte ihr der kleine Kerl fast ein bisschen leid getan. Shika war nach wie vor sehr schweigsam, doch Riri wusste nicht so recht, wie man am besten damit umgehen sollte. Sie wusste nicht so wirklich über was sie mit dem Mädchen sprechen sollte, weswegen sie auch diese nur hin und wieder mit einem aufmunternden Lächeln segnete und ihr somit einfach nur klarmachen wollte, dass sie auf jeden Fall willkommen war, wenn sie irgendwas zu sagen hatte. Dass auch Mushiro sich in den kleinen Gesprächsversuch zwischen dem Yuzuki und Chiyo ein wenig einmischte, freute die Aburame. Sie wollte ihn ja keinesfalls ausschließen, ganz im Gegenteil! Dass er auch den anderen Jungen etwas von seinem Essen anbot, war umso freundlicher. Hinter dem wohlhabenden Tochibaerben schien sich wohl ein guter Junge zu verstecken. Das freute Ririchiyo!
    Plötzlich aber geschah etwas, womit Ririchiyo bei dieser angenehmen und ruhigen Pause rein gar nicht gerechnet hatte. Mit geschlossenen Augen hatte sich der Hyuuga entspannt an den Baum gelehnt, als er ein Thema ansprach, welches die Aburame aufhorchen ließ. Sie zuckte leicht zusammen, als das Wort Hexe fiel und blickte skeptisch in seine Richtung. Ryu war kein Mensch für Smalltalk… Schon gar nicht mit Übernatürlichkeiten würde sich jemand wie er beschäftigen, nein das passte ganz und gar nicht zu ihm. Warum sollte der Teamleiter also so etwas in Frage stellen. Der Blick der Aburame wurde immer skeptischer, während sie sich darüber unklar war, wieso man eine solche Frage stellen sollte… Dennoch beschloss sie fürs Erste nicht großartig weiter nachzufragen, sondern wie die anderen auch einfach eine Antwort zu geben. Kaoru schien noch nicht so ganz realisiert zu haben, um welches Thema es ging, zumindest deutete sie sein Schweigen so. Und Mushiro meldete sich direkt zu Wort, woraufhin die Aburame lauschte. Sie selbst ließ nicht lang auf ihre eigene Antwort warten, setzte die Stäbchen kurz ab und blickte ein wenig ernster in Richtung Ryu, bevor sie zu sprechen begann: »Übernatürliches ist immer so ein Thema, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Auf der einen Seite glaube ich nicht an Dinge die ich nicht anfassen oder zumindest sehen kann… Aber auf der anderen wiederum möchte ich mich nicht mit Lästerei bei jemandem schlechtstellen… Ehrlich gesagt, ist mir das nicht wirklich geheuer, aber so direkt davon überzeugt, dass es so etwas irgendwo aus irgendwelchen Gründen geben könnte, bin ich nicht.« Sie stockte, zwang sich gen Ende dann doch wieder zu einem Lächeln, damit sie nicht allzu eingeschüchtert wirkte. Allerdings behielt sie eine Sache im Kopf: Ich hoffe mal, dass du keine unangenehme Überraschung für uns hast Ryu…
     
  15. Nara Shika

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    Irgendwie ist er schon süß.. Moment! Hatte sie das gerade wirklich gedacht? Eigentlich hatte Shika noch nie solche Gedanken in Bezug auf Jungen gehabt. Wieso auch? Normalerweise war das männliche Geschlecht fernab jeglichen Knuddelfaktors einzustufen, die ganz jungen Exemplare mal ausgenommen, aber Mushiro war da seltsamerweise anders. Auch wenn er weiterhin ein Junge blieb, strahlte er doch diese gewisse Unschuld aus. Eine Unschuld, die sie lustigerweise fast an sich selbst erinnerte. Allein schon wie er errötete und sich für die Berührung an der Hand entschuldigte, war zuckersüß. "A-Alles in Ordnung Mushiro-kun. Es ist nichts passiert." Ebenso schüchtern erwiederte die Nara das ihr entgegengebrachte Lächeln, ehe sie einen Moment lang auf ihre Hand starrte. Was so ein kleiner Kontakt zwischen zwei Menschen doch ausmachen konnte. Seufzend strich sich Shika eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie hatte natürlich keine Berührungsängste, allerdings mied sie aufgrund ihres Charakters doch eher den Körperkontakt, besonders beim anderen Geschlecht. Insofern war die Berührung für sie vielleicht bedeutungsvoller als es von außen betrachtet aussah. Anstatt jetzt aber, während Salatblätter weiterhin den Weg in ihren Mund fanden, die ganze Zeit über dieses Ereignis nachzudenken, suchte die Schwarzhaarige Ablenkung davon. Dieses zunehmende Gefühlswirrwar hatte einfach zu sehr ihre Gedanken vernebelt. Etwas, was man auf einer Mission nicht gebrauchen konnte.
    Um also wieder auf klarere Gedankengänge zu kommen, konzentrierte sich das Mädchen ab sofort auf Ryus Frage zu Hexen. Glaubte sie daran? Kein Stück. Hexen waren eine reine Erfindung der Vergangenheit und lebten nur in Kinderbüchern. Man konnte höchstens eine etwas ältere Dame für solch eine halten, besonders wenn sie auch noch Ninjutsu oder andere Tricks benutzen konnte, um den einfachen Bürger zu verschrecken. Glücklicherweise hatten ihre Teamkameraden, besser gesagt Mushiro und Ririchyio, eine ganz ähnliche Ansicht dieser Sache. Ryu als Fragensteller hatte sich dazu noch nicht geäußert und Yuzuki schien davon etwas überrumpelt worden zu sein. Er äußerte sich nämlich auch nicht dazu. Genügend Zeit also sich selbst in die Reihe der Antworten einzufügen. "Ich glaube nicht an Hexen. Rein wissenschaftlich gesehen können diese Fabelwesen einfach nicht existieren." Shika machte eine kleine Pause und wagte einen leicht erröteten Seitenblick zum Toshibajungen. "Und wie Moshiro-kun schon richtig angedeutet hat. Hexen können nur in den Köpfen von Leichtgläubigen leben, wenn diese eine alte Kunoichi fälschlicherweise für solch eine halten. Natürlich gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten für diese Art von Missverständnis wie das generelle Aussehen der Person." Mit dem letzten Wort gruben sich ihre Stäbchen wieder in die Schüssel des rothaarigen Jungen und beförderten ein paar Salatblätter in den Mund des Mädchens.
     
  16. Hyuuga Ryu

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    Vielleicht war es nicht die beste Idee gewesen, sein Team mit der Frage so ins kalte Wasser zu werfen, aber jetzt konnte Ryu nicht mehr zurück, er hatte es schon ausgesprochen und somit das Steinchen ins Rollen gebracht, was mit etwas Pech eine ganze Lawine in Gang setzen würde. Der Hyuuga konnte sich zwar nicht vorstellen, dass jemand aus seinem 'Gefolge' ihm die Tatsache übel nehmen könnte, ihnen nichts von einer wahrscheinlich erlogenen Pseudohexe erzählt zu haben, dennoch hatte es ihm einfach nicht gefallen, sie weiterhin im Ungewissen zu lassen. Als Leiter musste er mit allen Eventualitäten rechnen, und wenn die Frau, die eine Halskette gestohlen hatte nun doch eine Hexe war, dann sah er ganz schön alt aus und würde sich Vorwürfe machen. Vorerst blieb jedoch noch abzuklären, was die Anderen eigentlich von so einem Geschöpf hielten, ob sie denn daran glaubten und was sie im Zweifelsfall darüber wussten. Im Zuge dessen war es natürlich nicht ganz so förderlich, mit geschlossenen Augen an einem Baum zu lehnen, deshalb richtete er sich wieder auf und warf einen Blick in die Runde, der wegen seiner farblosen Iriden nicht die Spannung entfalten konnte, die er sich gewünscht hätte. Dann musste man eben tiefer in die Trickkiste greifen, beispielsweise die Stirn runzeln und dabei aussehen, als meine man sein Anliegen tatsächlich ernst. Als Erstes schaute der Genin zu Kaoru und versuchte aus seinem etwas irritierten Gesichtsaudruck zu lesen. Ja, der zeigte in etwa dieselbe Reaktion wie er, als er die Informationen vorgelegt bekommen hatte: Zweifel an der geistigen Gesundheit seines Gegenübers. Aber Ryu war nicht verrückt, er konnte eben einfach nichts gegen seinen Auftrag tun und hatte gerade vor, sie über alles in Kenntnis zu setzen, was sie vielleicht als Hindernis in den Weg gelegt bekommen würden. Kein Kommentar von ihm, das war in Ordnung, Sprachlosigkeit ließ sich ebenso werten.
    Nächster Punkt war also Mushiro, der kam ihm gesprächiger vor. Und wie konnte es anders sein, er sagte tatsächlich etwas, was seinem kindlichen Äußeren etwas widersprach, jedoch nicht dem gewieften Intellekt, den Ryu unter der roten Mähne vermutete: Er glaubte also nicht an Hexen und ordnete Zauberei stattdessen Ninjutsu zu. Klar. Der Dunkelhaarige wollte es nicht unbedingt zugeben, aber er hatte dieselbe Schlussfolgerung bereits mehrfach geistig durchgekaut: Es war nicht unwahrscheinlich, dass man in einer so abgelegenen Grenzregion nicht mit den Shinobikünsten vertraut war; dort waren Ninja einfach nicht so weit verbreitet wie beispielsweise in den Städten und soweit er wusste, lag selbst der Grenzposten noch ein ganzes Stück entfernt. Natürlich konnte man da Ninjutsu mit Hexerei verwechseln und auf abergläubische Erklärungen kommen, das war sogar sehr plausibel. Dementsprechend hatten sie es also vielleicht mit einer Kunoichi zu tun. Das war gut überlegt, und da der Tochiba ihn schon so nach seiner Meiung fragte, wobei das irgendwie wie ein Seitenhieb klang, aber vielleicht konnte er ja nicht anders, musste er zumindest fair sein: Er hätte jeden Anderen dafür auch gelobt. “Ich denke darüber sehr ähnlich. Hexerei erscheint mir mehr wie ein Spuk, den man kleinen Kindern auftischt ... ” Seine Stimme verklang ohne den Satz zu beenden oder weitere Ausführungen anzuhängen – das würde er später tun, außerdem redete Mushiro schon wieder. Interessant – der bot ihnen, den niederen Jungen, doch tatsächlich etwas von seinem Salat an. Es war sonnenklar, dass das als Friedensangebot gemeint war, aber Ryu hatte keinen Hunger mehr und außerdem nicht allzu viel Lust, darauf einzugehen. So ein bisschen Grünzeug machte ihn auch nicht plötzlich nett, da kam vielleicht der Klanstolz in ihm zum Vorschein, aber Nein, er würde sich auf ein höfliches “Nein, danke, ich bin satt” beschränken und dabei stillschweigend bemerken, dass er – vermutlich lediglich aufgrund seiner Herkunft – eine Endung bekommen hatte, im Gegensatz zu Kaoru. Aha. Weiter zu Ririchiyo. Als er sie anschaute und dabei bemerkte, wie ihr wiedereinmal ihre Emotionen in Leuchtreklametafeln über das Gesicht geisterten, überkam ihm fast ein schlechtes Gewissen, dass er nicht sofort mit allen Informationen herausgerückt war. Natürlich würde die Rosahaarige ihn nicht dafür verurteilen, dafür war sie einfach zu nett, aber seit dem Job mit ihr wusste er, wie sie zu Lügen stand. Ein kleiner Kloß formte sich im Bauch des Hyuuga, doch er achtete nicht darauf und nickte stattdessen ihrer Aussage ab. Verwunderlich, dass soetwas Süßes so rational denken konnte ... Wo dachte er schon wieder hin? Zurück zum Thema! “Ja, ich stehe dem Ganzen auch sehr skeptisch gegenüber.” Er versuchte fest und sicher zu klingen, so als wäre überhaupt nichts passiert und alles in Ordnung, während er seinen Tee leerte und dann zu Shika schaute, diejenige, die er am Wenigsten einschätzen konnte. Sie gab nicht viel von sich Preis, also blieb ihm nicht viel übrig als denselben Kurs wie die Aburame zu fahren und ihr klarzumachen, dass er ihre Meinung hören wollte und sich für sie interessierte. Es entging ihm allerdings nicht, dass sie leicht errötete, als sie zu Mushiro blickte. Kurz ruhten seine Augen auf dem Rothaarigen, dann beschloss er, das Thema vorerst fallen zu lassen und sich um ihre Antwort zu kümmern, de ihm zugleich die Türen für seine Erklärung öffnete. Wie formulierte er das nun am besten? “Wir scheinen alle relativ einstimmig zu sein”, er warf einen kurzen Blick zu Kaoru und schmunzelte etwas, “Ich denke auch nicht, dass soetwas wie eine Hexe existiert. Allerdings wird unser Ziel als eben solche beschrieben. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll, das wird sich wohl erst noch herausstellen müssen. Wenn wir es mit einer Kunoichi zu tun haben, müssen wir vorbereitet sein zu kämpfen, um die Ware zu bergen, macht euch darauf gefasst. Trotzdem bin ich natürlich dafür, dass wir es auf friedlichem Wege versuchen...”
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Nov. 2012
  17. Kazegawa Toru

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    Pures Glück konnte dafür sorgen, dass Kaoru seine Gesichtszüge unter Kontrolle behalten konnte und so seinem Unterkiefer ein plötzlichen Sturz ins Bodenlose erspart blieb - vorerst. Dann wurde Mushiros zugegeben sehr höfliches Angebot mit überraschtem Blinzeln quittiert. Der Salat hatte Kaoru kalt erwischt und unvermittelt aus seiner ungläubigen Starre gelöst. Der Rotschopf hatte ihn an die Reste seines Mittagessens erinnert, welches sich in seiner Hand langsam in Wohlgefallen auflöste und jetzt mit einem großen Happen seiner Bestimmung zugeführt wurde. Gleichzeitig sollte es damit als eindeutige Antwort auf Mushiros Frage dienen. Und dann war er eine wohl eine ganze Weile lang nur mit kauen beschäftigt. Dennoch verrieten seine Augen mehr als eindeutig die Gedankengänge, die den Antworten seiner Begleiter ringsum nachhingen und immer noch damit beschäftigt waren, das eben gesagte geistig zu verdauen. Es sah ganz so aus, als ob der Hyuuga es tatsächlich ernst gemeint hatte. Schön und gut, die anfängliche Hexe reduzierte sich mit der Zeit im Gespräch weiter und weiter zur chakraschwingenden Kunoichi, aber trotzdem glaubte hier wohl jeder daran, dass sich sojemand unter dem Alias einer Hexe dort zu schaffen machte. Andererseits war Aberglaube ja nicht weiter verwunderlich in dieser Welt. Vielmehr war es gerade das teilweise stark ausgeschmückte Gerede von Menschen, die Wunder vollbringen und die Natur beherrschen konnten, das für die berufliche Laufbahn des Yuzuki verantwortlich war. Verrückt, aber so schien der Lauf der Welt. Wenn man sich so mächtige Leute als Beschützer und 'Actionhelden' vorstellte, dann waren sie cool und man wollte unbedingt auch so einer sein. Kam die betreffende Person dann aber als altes Muttchen daher, das ganz eigene Pläne und Ansichten verfolgte, dann wurde sie schnell mal eben als die böse Hexe abgestempelt und zum gern genommenen Feindbild erklärt. Und genau diesem Feindbild galt es jetzt offenbar gegenüber zu treten. Jackpot! Und die Sache war ernst zu nehmen, wenn Ryu schon jetzt quasi zu den Waffen rief. Jede Hoffnung darauf, dass sich das Gerücht nur als Schwindel oder eben abergläubisches Gerede herausstellen könnte, war noch nicht verloren aber trotzdem....
    Trotzdem blieb es eine Reise ins Ungewisse. Mitten rein in einen - um beim Thema zu bleiben - Hexenkessel aus Aberglaube und wilden Vermutungen. Und was, wenn die Vermutungen stimmten und sie gegen Ninja vorgehen mussten? Oder, wenn die dort mehr oder weniger ansässigen Ninja schon als Hexen angesehen und Ninjakünste unter Teufelswerk verbucht wurden, wie würde man dann das Auftauchen von einer weiteren Gruppe von der Sorte aufnehmen? Wieder einmal schossen Gedanken wild unter dem schwarzen Schopf hin und her, durcheinander und gelegentlich auch aneinander vorbei. Und aus einer besonders großen Kollision von Hirnströmen bildete sich irgendwann sogar folgendes: Vermutliche Ninja = Problem; Problem = möglicherweise Handgreiflichkeiten; Handgreiflichkeiten = sehen, wie gut ich als Ninja wirklich bin! Und das wars dann auch ersteinmal mit den Bedenken. Und was konnte schon groß passieren? Die Hexen in den Märchen waren alle alt und schrumpelig. Angenommen sie war Kunoichi, fiel Taijutsu also sicherlich schonmal flach. Und für Leute, die so leichtgläubig waren und an Hexerei glaubten, war bestimmt schon das einfachste Standartrepertoir eines Genin Teufelszeug! Also könnte es ja mit der vermeintlichen Schreckgestalt garnicht sooo weit her sein. Und wenn, dann stand es ja noch 5:1 für die Konohanin - noch eindeutiger und Kaoru hätte auf ihren Erfolg gewettet! Und die friedliche Lösung? Naja gut, warum nicht. Wenn sie sowieso schon so gut wie gewonnen hatten, warum nicht auch eine Möglichkeit einräumen alle Missetaten zu bereuen und ganz brav alles zurück zu geben? Obwohl so ein kleines Gerangel ja schon was hermachen würde - man kannte das ja. Ernsthaft, kein Superheld klopfte doch dem Schurken auf die Schulter und sagte irgendwas wie: "Aber mach das nicht nochmal, ja?", zumindest nicht ohne sich zuvor einen kleinen Entscheidungskampf mit ihm zu liefer. Nur um der Sache Nachdruck zu verleihen! Und was war man als Ninja denn letztendlich anderes als ein bezahlter Superheld? Es mochte auch einfach nur das Hirn des Yuzuki sein, das hierbei keinen Widerspruch sehen wollte...
     
  18. Tochiba Mushiro

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    Und wieder einmal konnte es die ganze Welt eben nicht sehen, was für ein geniales Genie im Umgang mit anderen Menschen Mushiro doch war. Unter seiner unschuldigen Maske des kleinen Jungen wusste er genau, wie er die Hand Shikas berührte, was er zu Hexen aussagte und wem er Salat anbot. Die Nara war viel zu lieb und unschuldig, um eine Absicht hinter dieser absolut zufälligen Bewegung zu suchen, das war eines der hunderten, tausenden an Dingen, die man an ihr lieben konnte – und die zu lieben Mushiro niemals vernachlässigen würde. Und wie rot sie wurde... sie war so unglaublich niedlich! Ganz anders als Ryu... Der schien so etwas wie eine weiche Seite überhaupt nicht zu besitzen. Es war fast schon ein Wunder, dass er Mushiros Meinung einfach so zustimmte, auch wenn es ihm deutlich zu widerstreben schien, dass der kleine Junge Recht haben können... ein bisschen Grinsen musste der Rotschopf jetzt doch. „Ha, Angeber. Ich bin genauso klug wie du dämlicher Hyuuga, dass du's nur weißt!“, dachte er hämisch, dann verschwand das Grinsen jedoch von seinem Gesicht. Ihm war die Wortkombination dämlicher Hyuuga in den Sinn gekommen! Nein, nein, nein, so durfte er eigentlich nicht denken... Lieber schnell zum Thema Salat wechseln. Und siehe da, der große Ryu entschied sich eiskalt dagegen. Er war satt; sicher hätte er auch nein gesagt, wenn er am Verhungern gewesen wäre. Das Schwarzhaar war einfach zu überheblich, basta!
    Kaoru übte sich noch immer in Schweigen, was doch etwas seltsam war; ihr Teamleiter war eine Sache, aber zumindest von dem Yuzuki hätte Mushiro erwartet, dass das Angebot einen positiven Eindruck auf ihn machte. Und jetzt? Jetzt WAGTE es dieser nervige clanlose Dummkopf auch noch, ihn, den großen Tochiba Mushiro, einfach zu ignorieren! Ryu als Hyuuga durfte überheblich sein, aber bei dem hier sah das schon ganz anders aus. Mit ruhiger Hand führte der Kleine noch etwas mehr Salat zu seinem Mund, kaute darauf wie auf jedem anderen auch, doch in seinem Inneren brodelte es. Und dann sprach Shika. Sie war nicht ganz so vorsichtig mit ihren Aussagen wie Ririchiyo-dono – die natürlich trotzdem einfach wundervoll gesprochen hatte! –, sondern sagte eindeutig und klar, dass sie an Hexen nicht glaubten, und begann dann, auf den Tochiba anzuspielen; mit einem Blick, der sofort sämtliche negativen Gefühle in ihm abtötete. Wäre das ein Cartoon gewesen, so hätten sich jetzt kleine Herzchen in den Augen des Jungen gebildet, während er ihr gebannt zuhörte und ihre süß geröteten Wangen ansah. Sie hatte ja so Recht! Egal, was sie sagte, sie hatte Recht! Sie hatte immer Recht, sie war einfach perfekt! Zum Glück saßen sich die beiden gegenüber, sonst hätte er sich zwingen müssen, seinen Blick von dieser Heiligen abzuwenden, und das wollte er jetzt wirklich nicht tun, lieber lächelte er ihr schüchtern zu. Und schnappte sich noch ein bisschen Salat. Redete Ryu etwa gerade...? Nur gedämpft drangen die Stimmen zu ihm vor, er war gefesselt in seiner eigenen Welt, in der es nur ihn gab und die beiden Mädchen der Runde, wobei die Nara sich gerade vollständig ins Rampenlicht gerückt hatte. In dieser Welt war kaum Platz für Jungen und Männer, daher waren sie hier kaum mehr als unmerkliche Existenzen, so etwas wie Geister, wenn man so wollte. Doch da der Redner nun einmal ihr Teamleiter war, musste der Tochiba ihm einfach zuhören, also konzentrierte er sich unwillig auf seine Worte, während er stur weiterlächelte. Moment, was sagte er da? Ihr Ziel wurde beschrieben... als Hexe? Manch einer würde das vielleicht beängstigend oder verrückt finden, bei Mushiro allerdings löste das eine ganz andere Reaktion aus: „Ah, hahaha, hahahahaha!“ Unwillkürlich begann er unkontrolliert zu lachen, verschränkte die Arme vor seinem Bauch. Eine Hexe, im Ernst? So unseriös er sich Mädchen gegenüber auch verhielt, Mushiro war aufgezogen worden von dem großen rationalen Genie der Tochibafamilie, da war so etwas wie tatsächlicher Glaube an Hexen einfach nur lachhaft. Nur hatte er noch immer etwas Salat im Mund, verschluckte sich, begann von Gelächter zu Husten überzugehen und kippte nach hinten, lag röchelnd auf dem Rücken und schnappte nach Luft. Das war jetzt wohl nicht sein männlichster Moment, doch nach ein paar Sekunden fasste sich seine Atmung und er grinste schwach. „Eine Hexe... ha, ha...“
     
  19. Aburame Ririchiyo

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    Der Aburame war es ziemlich bewusst, dass sie auf andere oft anders wirkte, als sie innerlich wirklich war. Das war es ja auch worauf eine Schauspielerin oftmals abzielte, doch das war ja wiederum nicht Ririchiyo. Der Grund dafür, dass man sie sehr oft anders einschätzte als sie eigentlich war, lag eher darin wie sie aussah. Sie war rosa, knuffig, süß… So sehr, dass man wahrscheinlich das Gefühl hatte, sie wäre flauschig wie ein Kuscheltier, würde man sie anfassen. Noch dazu kam ihre freundliche und liebevolle Fassade. Ja, so nett wie sie aussah, war sie auch tatsächlich und jeder andere Mensch war ihr deutlich wichtiger als ihre eigene Haut. Das bedeutete allerdings noch lang nicht, dass die Aburame nicht absolut rational dachte. Die Leute ihres Clans waren ja nicht ohne Grund bekannt dafür, dass ausschließlich schlaue Köpfe daraus hervorkamen. Dass in der Familie Ririchiyos ein wenig die alten Traditionen verloren gingen, hatte rein gar nichts mit ihren Genen zu tun. Aber genug dazu… Jedenfalls war ihr durchaus bewusst, dass man sie oft wegen ihres süßen Äußeren unterschätzte, aber meist machte sich das raffinierte Mädchen dies zu Nutzen wenn es ging. Dass also der ein oder andere auf ihre Reaktion auf das Thema Übernatürliches ein wenig verwundert reagierte, würde sie mit Sicherheit nicht einmal wundern. Wenn sie sich selbst betrachtete, würde sie wohl auch schätzen, dass sie sich vor Hexen oder bösen Geistern fürchtete. Aber so war sie dann eben doch nicht… Doch was war so mit den anderen?
    Wenn sie selbst schätzen müsste, hätte sie unter allen Anwesenden wohl Mushiro und Shika am ehesten Aberglauben in die Schuhe geschoben, aber die Aburame war ziemlich vorurteilsfrei. Von der Art her würde es, wenn man es nüchtern betrachtete, aber tatsächlich eher zu kindlichen, schüchternen Menschen passen. Sie würde es auch nicht stören, wenn jemand an so etwas glaubte. Für sich selbst konnte sie keine Dinge anerkennen, die sie nicht erleben oder sehen könnte, von daher war es ziemlich klar. Das bedeutete, wie auch schon erwähnt, lange nicht, dass sie sich darüber lustig machte oder Leute, die an so etwas glaubten auslachte. Jeder konnte seine Meinung haben und Ririchiyo war sogar ziemlich sicher, dass ihre große Schwester, die ja bereits Chuunin war, Angst vor Geistern hatte. Dass gerade die beiden Leute, die Ririchiyo am ehesten so eingeschätzt hatte, dass sie es vielleicht fürchteten, es total ablehnten, machte das Mädchen ein wenig skeptisch. Nicht aufgrund der Tatsache, dass sie absolut nicht daran glaubten, sondern aus einem anderen Grund. Sie fand es okay zu sagen, dass man sagte, dass man für sich selbst an so etwas nicht glaubte, aber sie fand es irgendwo gehässig zu behaupten, dass so etwas nur in den Köpfen „leichtgläubiger Menschen“ leben konnte… Das nahm die Aburame nicht persönlich, weil sie nicht dazu zählte, aber es war gemein andere Leute schlecht zu reden, nur weil sie an Dinge glaubten, die man selbst nicht vertrat. Da hatte Shika etwas gesagt, dass das Mädchen nicht hören wollte. Dass ein Missverständnis möglich war, sah aber auch die Käferdame ein und versuchte den Worten des schüchternen Mädchens nicht zu viel beizumessen. Woher auf einmal die Redseligkeit kam, war auch fraglich. Ob sie wohl anders war, wenn sie erst mal warm wurde? Auch Ryu schien sich da nicht zurückzunehmen, denn auch der Hyuuga sagte, dass Hexerei etwas wäre, was man nur Kindern unterjubelt. Aber mit ihrer Vermutung hatte Ririchiyo Recht gehabt: Ryu hatte etwas zu verheimlichen gehabt. Er hatte sich sicher nur versichern wollen, um zu wissen, ob er damit niemandem Panik machte. Sie fand das nicht einmal schlecht, denn es war besser sich langsam heranzutasten, als sofort Panik zu verbreiten. Es ging also um ihr Ziel: Also das war die „Hexe“. Um ehrlich zu sein, lag es sehr nahe, dass man die Frau einfach aufgrund ihres Aussehens als solche betitelte. Dennoch machte man über so etwas keine Witze, fand die Aburame zumindest. Die Aburame hatte derweil aufgegessen und begann ihre Dose mit den Stäbchen wegzuräumen. Plötzlich brach Gelächter in der Gruppe aus, von einer Person, zu dessen bisherigen Bild dieses Verhalten gar nicht so passte. Vorhin war er doch noch so schüchtern und niedlich… Jetzt amüsierte er sich fast schon lästerhaft darüber, dass jemand von einer Hexe sprach. Wieder überlegte die Kunoichi einen Moment, ob sie das sagen sollte, was ihr gerade durch den Kopf ging. Mushiro zu maßregeln, war nicht besonders nett und auch nicht gut für das Team, aber sie konnte seine Reaktion irgendwie auch nicht billigen. So versuchte sie einen gelassenen Eindruck zu machen, während sie ihre Büchse verstaute und recht streng in Richtung Mushiro richtete: »Ich finde es nicht besonders sensibel über die Ängste und Sorgen anderer Menschen zu lachen. Für einen Außenstehenden mag das vielleicht lächerlich wirken, aber für die Menschen ist es ziemlich real, sonst hätten sie nicht um unsere Hilfe gebeten. Dementsprechend sollten wir unseren Job auch ernst nehmen. Ich glaube auch nicht daran, dass es sich um eine Hexe handelt und setzte auch auf ein Missverständnis, aber deswegen ist es nicht nötig sich über die Leute lustig zu machen.« Mit ein wenig angespannterer Laune hatte das Mädchen sich bereit zur Abreise gemacht. Sie hatte fertig gegessen und wartete wortlos darauf, dass es nun bald weiterging. Egal ob es sich bei ihrer Aufgabe um eine Hexenjagt handelte oder nicht, Ririchiyo würde ihr Bestes geben.
     
  20. Nara Shika

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    Wirklich raffiniert. Das hatte ihr Teamleiter also mit der seltsamen Frage erreichen wollen. Im Laufe ihrer Mission konnte es nicht vermieden werden Kontakt mit einer sogenannten Hexe zu machen und um sie alle nicht allzu verschrecken, entschied er sich das Thema langsam anzugehen. Allem Anschein nach war diese Vorsicht jedoch nicht nötig gewesen. Außer Kaoru, der irritierenderweise sprachlos schien, obwohl er vorher doch so gesprächig war, und Ririchyio, die trotz eines Lächelns leicht eingeschüchtert wirkte, war es den anderen, also sie selbst und dem Toshiba, glasklar, dass solche Fabelwesen nicht existierten. Generell glaubte Shika kein bisschen an übernatürliche Phänomene. Es gab nämlich immer eine rationale Erklärung für diese, auch wenn sie manchmal nicht ganz offensichtlich erschien. Der seltene Fall, dass solch ein Ereignis trotzdem unerklärlich wirkte, galt jedoch nicht als Freifahrtschein plötzlich an Geister und Hexen zu glauben. Die heutige Wissenschaft war leider weit davon entfernt perfekt zu sein, wenn solch ein Zustand überhaupt jemals erreichbar war, und so konnte das Unerklärliche vielleicht in ein paar Monaten schon gar nicht mehr so rätselhaft erscheinen. Von sich überzeugt, was selten genug geschah, bereitete sich die Nara mental also darauf vor später auf eine ältere Kunoichi zu treffen. Selbst wenn ihr Ziel kein Ninja sein sollte, war etwas Vorsicht wohl nicht verkehrt. Irgendetwas musste diese alte Dame ja getan haben, dass man sie für ein Fabelwesen hielt. Unabhängig davon, präferierte die Schwarzhaarige in beiden Fällen natürlich eine gewaltlose Auseinandersetzung. Zur Not hatte sie ja ihre Schattentechniken, die sie unbeweglich werden lassen konnten. Das war also nicht das Problem.

    Für einen Moment starrte Shika auf die Salatschüssel vor sich, ehe sie von lautem Gelächter aufgeschreckt wurde. Mushiro hatte ohne jede Vorwarnung begonnen sich vor Lachen den Bauch zu halten. Es ging sogar soweit, dass er sich aufgrund eines Salatblattes verschluckte und ins Husten überging. Sofort kam in der Nara der Drang auf dem Jungen auf den Rücken zu klopfen, um ihn von seinem Leiden zu erlösen, allerdings hielt sie iher Schüchternheit davon ab. Stattdessen folgten ihre purpurnen Augen einfach teilnahmslos den weiteren Bewegungen ihres Gegenübers, bis er sich wieder sichtlich beruhigt hatte, in beiderlei Hinsicht. Hatte er nur so herzlich wegen dieser Hexe gelacht? Eine etwas übetriebene Reaktion, aber im Grunde genommen störte sich Shika nicht daran. Sie und der Toshiba hatten ja die selbe Meinung. Er drückte diese halt nur anders aus. Das war vollkommen in Ordnung. Für sie, nicht jedoch für Ririchyio. Die Aburame segnete den Rotschopf mit einer weiteren Ansprache, die zweite schon in der kurzen Zeit. Am Ende dieser blickte die Nara zwischen den Beteiligten umher. Aus diesem Blickwinkel gesehen, hatte Ririchyio ohne Frage recht gehabt. Es war einfach beschämend andere Leute aufgrund allzu leichter Vorurteile zu beurteilen. Nichtsdestotrotz nahm Shika ihre Worte nicht zurück. Sie waren nämlich keineswegs falsch gewesen. "Ganz gleich um was es sich handelt, eine Mission sollte immer ernst genommen werden." Für die Schwarzhaarige unüblich versuchte sie mit einem kurzen Einschub die Situation zu beruhigen. "E-Er meint es aber sicher nicht so.." Mit leicht rosanen Wangen hatte sich ihr Blick wieder auf den Jungen vor ihr im Gras konzentriert. Schon seltsam diese Gefühle. Da sie mittlerweile jedoch genug vom Salat hatte, nicht, dass er nicht schmeckte, aber teilweise hatte sie nur aus Höflichkeit das Angebot angenommen, gab sie ihm nun zögerlich die Stäbchen zurück. Es war ohnehin Zeit sich wieder auf den Weg zu machen. "Danke.." Mit einem Lächeln verneigte sie ihren Kopf leicht in seine Richtung.
     
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