Mission: Ein Messer im Nacken - Wajima, Villa Takarada

Dieses Thema im Forum "Feuerreich" wurde erstellt von Dokúiki Takeo, 30. Nov. 2017.

  1. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    CF: Mission: Ein Messer im Nacken - Dorfplatz

    Als Takeo vor einer ganzen Weile mit Tomoe die Tore von Josei verließ, war ihm noch nicht wirklich klar, mit wem er dort auf eine Mission gegangen war. Als sie kurz nach dem Aufbruch bereits eine Pause machten, um eine von Tomoes üppigen Mahlzeiten zu verzehren, hatte er sich zwar gewundert, aber das vorzügliche Essen verdrängte seine Verwunderung recht schnell. Dies war ihm jedoch nicht jedes Mal möglich, denn es stellte sich relativ schnell heraus, dass Tomoes Rucksack auf wundersame Weise Nahrung produzieren konnte. Jedenfalls zauberte sie immer wieder Mahlzeiten hervor, und obwohl ihr Rucksack bereits sehr groß war, konnte Takeo sich nicht anders erklären, wie neben den Essensmengen noch Platz für Ausrüstung sein sollte. Im Verlauf der Reise lernte er noch viele weitere Seiten der jungen Kunoichi kennen, die ihn nicht selten auf die nette Art und Weise zum Lachen brachten. Auch war Takeo gelegentlich mit ihrem „Tatendrang“ überfordert, obwohl das vielleicht nicht das treffendste Wort war, um zu beschreiben, wie das Interesse des jungen Mädchens ständig von einem Ort zum nächsten wanderte, was die Reise vermutlich künstlich in die Länge zog. Sie hatte wahrscheinlich auch mindestens doppelt so viele Kilometer zurückgelegt wie Takeo, denn selten folgte sie einfach ruhig und linear dem Weg. Der Dokúiki konnte sich mit all dem trotzdem irgendwie ganz gut arrangieren. Ja. Monoka Tomoe war ganz sicher kein Abziehbild von einem Ninja und das gefiel Takeo meistens auch ganz gut.

    Immerhin erhielt Takeo nach und nach ein paar mehr Informationen über die Mission. Die erste bekam er schon kurz nach ihrem Zusammentreffen von Tomoes Mutter. Jedenfalls quasi von Tomoes Mutter, denn dieses war inklusive persönlicher Worte an die Tochter mit der gesamten Wegbeschreibung auf einem Zettel festgehalten: Wajima. Die Grenze zu Kusagakure. Dort sollten sie dem Familienfest der wohlhabenden Takaradas beiwohnen und für die Sicherheit eben dieser Familie sorgen. Wenn Takeo der Wegbeschreibung von Tomoe Glauben schenken konnte, war ihr Ziel auch nicht mehr weit entfernt. Quasi schon um die nächste Ecke. Normalerweise sollte Takeo dies freuen, doch kam auch ein Gedanke in ihm hoch, der ihn schon die ganze Zeit leicht beunruhigte. Denn in der ganzen Zeit die er mit Tomoe verbracht hatte, war es ihm noch nicht möglich gewesen, ein paar Einzelheiten zu planen. Tomoe war vielleicht ein Mensch, der diese Feier einfach auf sich zukommen lassen konnte, aber Takeo konnte das ganz und gar nicht. Es gab wichtige Fragen zu klären: Welche Rollen nahmen sie ein? Wie kommunizierten sie untereinander? Wenn sie das Anwesen erst mal erreicht hatten, würden noch deutlich mehr dazu kommen, und so konnte es nicht schaden, wenigstens ein paar schon vorher aus dem Weg zu schaffen. „Sag mal Tomoe.. Was ist eigentlich dein Plan für die Feier? Wir sollten uns vielleicht schon mal überlegen, als wer wir uns ausgeben. Bestimmt hat sich unser Auftraggeber schon etwas überlegt, aber es gibt sicherlich Rollen, die besser, und solche die schlechter geeignet sind, um einen guten Überblick über das Geschehen zu haben, oder nicht?“ Er vermutete, dass er Tomoes Antwort kannte, aber niemand sollte ihm später vorwerfen, er habe es nicht versucht.
     
  2. Monoka Tomoe

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    Der Weg hier hin war im Grunde genommen stinklangweilig gewesen. Deshalb hatte sie nebenher nach anderen Beschäftigungen gesucht, während sie sich zum Ort ihres Auftrags begaben. Dass dabei selbst der eine oder andere Stein interessanter gewesen war, als ihr Missionspartner sprach entweder gegen ihren Partner oder für diesen Stein… Das war aber auch ein interessantes Teil … mit diesem Moosbewuchs und allem. Aber es gab ja noch Details zu klären; hätte Takeo sie nicht da dran Erinnert, hätte die Blondine das tatsächlich vergessen. ‚Plan? Oh shit, nee ne?‘ Dass sie als Teamleiterin dafür zuständig war, sich Pläne auszudenken, war ihr beinahe unabsichtlich entfallen. „Eben! Unser Boss hat, wie ich diese Schnöseltypen kenne, eh schon alles durchgeplant. Bringt also gar nix, wenn wir uns da vorher Gedanken drum machen, ne?“ Puh, eigene Kopfanstrengung erfolgreich abgewehrt! Wäre sicher besser gewesen, wenn die junge Dame sich ernsthaft etwas zurechtgelegt hätte, denn immerhin war ihr Zielort längst in Sicht. Ein paar hundert Meter noch und dann konnte sie sich wieder von ihrer Schokoladenseite zeigen – so wie damals, bei der Geburtstagsfeier von diesem Typen da… Ach war, auch egal, wie der hieß – auf jeden Fall hatte sie sich da richtig beliebt gemacht! „Du gehst bestimmt in jeder rolle wunderbar auf, die der Kerl sich für dich ausgedacht hat… bei mir wird‘s schon ne Ecke schwerer!“ Antwortete sie schließlich zwinkernd, als sie das protzige Gartentor passierten, das auf das Gelände ihres Klienten führte.

    Tomoe würde diese reichen Stinker nie begreifen… die konnten scheinbar Hellsehen oder so, denn kaum dass die kleine Gruppe den halben Weg vom Gartentor zur Eingangstür der Villa zurückgelegt hatte, schob diese sich schon auf und heraus traten zwei hübsche junge Damen in Maid-Uniform, die zu beiden Seiten der Schneeweißen Tür Stellung bezogen. „Oh Kacke, die hier sind noch schlimmer als die letzte Snobfamilie, bei der ich war.“ Damals waren sie nur von einem Pinguin ohne Humor begrüßt worden, der nach ihrer perfekt förmlichen Begrüßung eine Braue hochzog und es dann dabei hatte bewenden lassen – aber es wurde noch schlimmer: Kaum hatten sie die beiden Mädels ordentlich positioniert, tauchte noch eine Hausangestellte auf. Selbe Uniform, aber mit einer kleinen, weinroten Schürze dazu, deutlich älter … und mit strengerem Blick – die Haushälterin erschien auf der Bildfläche. „Die guckt ja wie meine Mom! Ich hab jetz schon keinen Bock mehr...“ Tomoes Hoffnung, die Alte möge das nicht gehört haben, verflüchtigte sich schlagartig, als diese zu einer Begrüßung ansetzte „In dem Fall werden Sie sich sicherlich schnell wie zuhause fühlen. Sie sind die angemieteten Ninjas, wie ich annehme?“ „Jo, sind wir! Dein Boss erwartet uns bestimmt schon, bringste uns hin?“ Die Angesprochene antwortete mit einem wirklich eisigen Blick auf die Frage der Blondine und wandte sich dann wortlos um, um mit einer einladenden Geste im Inneren des riesengroßen Hauses zu verschwinden. ‚Scheiße, die is echt wie meine Mom!‘
     
  3. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Takeo seufzte, aber ein Grinsen zierte trotzdem sein Gesicht. Er hatte es nicht anders erwartet, denn so war Tomoe scheinbar nun mal. Er hatte sich glücklicherweise bereits selbst ein paar Gedanken gemacht und wollte Tomoe gerade noch in eine kleine Eigenart seinerseits einweihen als sie das Anwesen der Familie bereits erreicht hatten, was dazu führte das Takeos Pläne sich änderten. Selten hatte er ein derart pompöses Gebäude gesehen und sogar ein „Empfangskomitee“ begrüßte die beiden an der Eingangstür. Tomoe zögerte nicht lang und kommentierte ihre Begegnung ein wenig zu laut, sodass die Haushälterin sie mit einer schnippischen Bemerkung herein bat. Das hier scheint ja genau die Art von Gesellschaft zu sein, die sie am liebsten hat. Das könnte spannend werden. Takeo beschränkte sich auf eine höfliche Verbeugung, konnte aber sein Grinsen über Tomoes Verhalten nicht vollständig verbergen.

    Wow.. Mehr dachte er nicht als sich der Eingangsbereich vor ihm öffnete. In seinem Kopf suchte er nach dem Superlativ zu Dekadenz, denn das Wort wurde dem, was er in den folgenden Minuten sah, einfach nicht gerecht. Der erste Raum glich eher einem Museum als einer Eingangshalle. Überall standen aufwendig gestaltete Vasen, Vitrinen mit glitzernden Steinen, uralten Schriftrollen und kunstvoll verzierte Waffen. Die Wände waren vollgehängt mit Gemälden und Wandteppichen, die die Geschichte des Landes in pompösen Farben und detailreichen Stickereien erzählten. Takeo mochte sich nicht auszumalen, welchen Wert allein dieser Raum haben musste. Die Haushälterin schien Takeos Gedanken gelesen zu haben und kommentierte die Umgebung ohne den beiden Shinobi eines Blickes zu würdigen: „Takarada-sama sammelt alle Arten von Kunst. Dies ist bedauerlicherweise nur eine bescheidene Auswahl seiner Sammlung. Im nächsten Jahr soll das Anwesen erweitert werden.“ Takeo schüttelte leicht den Kopf. Eine bescheidene Gesellschaft also. Er schüttelte seine Faszination ab und besann sich auf die Mission zurück. Es konnte ja nicht schaden, früh damit zu beginnen, sich einen Überblick zu verschaffen …, sieben, acht,... Alleine in diesem Raum gab es genug Türen, um ein ganzes Haus damit auszustatten. Die Sache mit dem Überblick würde sich also schwieriger gestalten als erhofft. Während Takeo die Lage sondierte, hatte sich die Haushälterin zu einer großen Doppeltür bewegt und schob diese langsam auf. Takeo konnte nur einen kurzen Blick durch die Tür erhaschen, aber dieser reichte aus, um auch seine zweite Hoffnung zunichte zu machen. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn die Takarada Familie, eine kleine gewesen wäre. Takeo vermutete über ein Dutzend Leute gesehen zu haben und das Gebäude war groß genug um noch einige mehr zu beherbergen.

    „Takarada-sama benötigt noch ein wenig Zeit bevor er euch persönlich begrüßen kann. Sein Vetter dritten Grades ist gerade eingetroffen und nun hat das Buhlen um Takarada-samas Aufmerksamkeit erneut begonnen. Bitte folgt mir.“ Durch eine der vielen Türen ging es einen langen Korridor hinunter, der an beiden Seiten mit Türen flankiert war. Einige waren geöffnet, vor anderen stand Reisegepäck und Takeo musste nur in einige hereinschauen, um seine eben getroffene Vermutung zu bestätigen. Überall versteckten sich Gäste. Große, kleine, dünne, dicke, schmale, breite, kahle, … Die Varianz war so groß, dass sich der Weg in seinem Kopf zeitweise zu einem Spaziergang durch einen exotischen Garten verwandelte. Wenigstens ließen sich die Diener von den Takaradas klar unterscheiden und Takeo wusste noch nicht was er davon halten sollte, dass die Anzahl an Dienern die der Familienangehörigen deutlich überschritt. Am Ende des schier endlosen Korridors wurde Takeo in ein Büro geführt. Wenig überraschend gab es auch hier allerhand zu sehen. Skulpturen, noch mehr Waffen, noch mehr Bilder, aber Takeo hatte ohnehin schon mit der Reizüberflutung zu kämpfen und nahm die Details des Raumes gar nicht mehr richtig war. Den angebotenen Platz nahm Takeo nur zu gerne an und richtete seinen Blick gespannt auf die Tür. Wie würde er wohl aussehen? Die Beantwortung dieser Frage ließ nicht lange auf sich warten:

    Ein voluminöser Mann, um es nett auszudrücken, stapfte in den Raum und ließ sich in einem Sessel nieder, der Takeo gegenüber lag. Sein Gesicht wurde von zwei roten Pausbäckchen eingerahmt und seine Augen waren zwischen den Unmengen an Haut kaum zu erkennen. Er zwirbelte sich den krausen Kinnbart und lächelte freundlich: „Entschuldigt die Verspätung. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie anstrengend es ist, wenn man so reich und beliebt ist wie ich.“ Er prustete vor Lachen. „Ich bin erfreut, dass mir eine so junge Dame geschickt wurde. Du wirst dich wunderbar hier einfügen.“ Erst jetzt merkte Takeo, dass der Mann ihm noch keine Beachtung geschenkt hatte. Nun war einer der seltenen Momente gekommen, wo Takeo sein Grinsen ablegte und sich an die Stirn fasste, denn seine Augen waren auf Tomoe fixiert. Takeo war so beschäftigt damit, die Eindrücke der Villa in sich aufzusaugen, dass er alles um sich herum ganz vergessen hatte. Wie hatte Tomoe das ganze wohl erlebt?
     
  4. Monoka Tomoe

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    Ihr gefiel das hier nicht. Also nicht die Villa, die sah super aus! Tomoe konnte sich das obligatorische „Ja wie geil is das denn?“, nicht verkneifen, das sie bei ihrer letzten Erfahrung um ein Haar in große Schwierigkeiten gebracht hätte. Was ihr nicht gefiel war die Tatsache, dass ihre Führerin sie total an daheim erinnerte. Immerhin währte dieser unangenehme Beigeschmack nur kurz, denn in diesem Gebäude gab es ne menge Zeug, das bestaunt wollte; und das war ihr lieber, als sich Gedanken um ne beschissene Haushälterin zu machen, die sie an ihre Alte erinnerte! Die Zeit verging und die drei Leute bahnten sich ihren Weg durch das riesige Gebäude und nach einiger Zeit merkte der Pinguin vor den Beiden Ninjas an, dass ihr Auftraggeber sie warten lassen würde. Ihr „Jo, passt schon, hier gibt‘s ja genug zum Glotzen in der Zwischenzeit!“, trug ihr gleich den nächsten rüffelnden Schulterblick der alten Frau ein, die noch immer vor ihnen hinwegging, um sie … irgendwo … abzuladen. Dieses Irgendwo war am Ende ein riesiges Bürozimmer, das den Abschluss eines laaaaaaaaaaaaangen Flurs bildete und nicht weniger protzig ausgestattet war, wie der Rest dieser bescheidenen Bleibe. Ihnen Beiden wurden Sitzplätze angeboten. Takeo pflanzte seinen Allerwertesten auf die Sitzgelegenheit, aber Tomoe… Tomoe war damit beschäftigt, sich alles, was sie auch nur im Entferntesten interessierte, einmal ganz aus der Nähe zu betrachten und es nötigenfalls auch hier und dort mal anzufassen.
    Gerade untersuchte sie eine hellblaue Vase mit ihren zarten, vorsichtigen Fingern, als sich die Tür in den Raum auch schon wieder öffnete. Hastig schreckte die Blondine zurück und ließ die Vase, die im Übrigen mehr gekostet haben dürfte als das Haus in dem sie mit ihrer vergleichsweise großen Familie lebte, bedrohlich auf ihrem Sockel schaukelnd zurück. Ein kurzer, prüfender Blick bestätigte ihr, dass dem Porzellanding nichts passierte, wenn nicht noch jemand dagegen stieß, bevor es wieder einen sicheren Stand erreicht hatte. Der Eintretende war ziemlich sicher ihr Gastgeber, er musste es nicht direkt sagen, das verriet ihr schon dieses Ego, das größer war als die Plauze des Mannes. Das Mädchen betrachtete den Mann eingehend und unverhohlen – und kam dann zu dem Schluss, dass er ihr total sympathisch war. „Klar werd ich das!“ Sie genoss sichtlich, dass sie gerade von allen im Raum angesehen wurde, praktisch deren volle Aufmerksamkeit auf ihr lag. So mussten sich Rockstars fühlen! Einige lange Sekunden badete Monoka Tomoe in diesem geilen Gefühl, bevor sie ohne Umschweife zum Wesentlichen kam. „Also, was genau sollen wir tun? Ich mein, wir sollen die Security-Schränke unterstützen, aber warum? Du hast bestimmt keine Ninjas hier hin geholt, weil wir‘s mit irgendwas zu tun haben, womit so‘n Haufen Gorillas fertig wird, oder?“

    Der Mann schenkte Takeo noch immer keinerlei Beachtung, als sein Gesichtsausdruck plötzlich deutlich ernster wurde. „Richtig. Das übliche Personal ist nicht dafür ausgebildet mit den Dingen umzugehen, mit denen ich rechne. Auch ich, obwohl ich so unglaublich reich und beliebt bin, habe meine Feinde. Sogar in der eigenen Familie. Letztes Jahr hat sogar jemand versucht, mich auf der jährlichen Feier umzubringen und ich rechne damit, dass das diesmal wieder passiert.“ Und damit war die Katze aus dem Sack. Tomoes Grinsen erstarb: Ein Mordkomplott war ne ganz eigene Hausnummer als ihre letzten Aufträge. Dies hier verlangte wirklich ernsthaften Einsatz. Letztes Mal musste sie nur verhindern, dass der Ruf des Partygastgebers befleckt wurde, aber diesmal würde jemand sterben, wenn sie versagte. Schöner Mist. „Oh Shit!“ Warum musste ausgerechnet sie so eine Mission leiten? Warum nicht wieder einen Haufen entlaufener Kinder einfangen oder so? Wenn sie das hier schleifen ließ, gab es ne echte Katastrophe und die Blondine wusste, dass sie für Aufgaben, die Aufmerksamkeit und Detailarbeit erforderten ungefähr so geeignet war, wie ein beschissener Sack Reis! „Die Bediensteten und anderen Leute, die bei dem letztjährigen Treffen dabei waren, kann ich ausschließen, die haben nichts damit zu tun. Das heißt...“ der Blick des runden, alten Mannes wurde bitter, schmerzlich, „… dass irgendjemand aus meiner eigenen Familie es auf mich abgesehen haben muss.“ „Ach du scheiße!“ Zurückhaltung war noch immer ein Fremdwort für Tomoe, die sich gar nicht vorstellen konnte, wie man seine eigene Familie abmurksen wollen könnte. „Ich würde es anders ausdrücken, aber genau das.“ Wie bekloppt musste man denn sein, um so was zu machen? „Ihr sollt euch unter meine Angestellten und die Gastgesellschaft mischen, um herauszufinden, was dieses Jahr auf mich zukommt, es zu verhindern und vor allem, mir denjenigen bringen, der dahinter steckt. Es ist mir völlig gleichgültig, welche Ressourcen ihr dafür Aufwenden müsst oder was sonst dafür nötig ist, dass ihr Erfolg habt, verstanden?“ Tomoe nickte und ging einfach davon aus, dass Takeo es ihr gleich tat. Ein langes Schweigen entstand in dem opulenten Zimmer, das schließlich von der Gruppenleiterin durchbrochen wurde: „Hast du … ‚n Zimmer oder so was für uns, wo wir zwei, Takeo und ich, uns zusammen setzen können und uns absprechen und nen Plan machen können, wie wir dabei vorgehen?“ Der Alte nickte, seinen Blick deutete die Blondine als ein stummes ‚selbstverständlich‘, während er der hübschen jungen Dame ein Zeichen gab, die die ganze Zeit über dezent neben der Tür die Position gehalten hatte. Der Rest des Einführungsgesprächs war ziemlich schnell abgehakt, bevor die hübsche Angestellte sich ihrer auf dem Weg zum Abspracheort annahm. Takeo konnte seine Fragen noch stellen, wenn er denn welche hatte und dann fanden sie sich auch schon in dem langen Flur wieder, der diesen Raum mit einem echt großen Gästezimmer verband, in dem sie beide ihre nächsten Schritte durchgehen konnten – der alte Mann scheute wirklich keine Anstrengung, wenn er ein paar besseren Bodyguards eines der guten Gästequartiere zur Verfügung stellte … aber wen wunderte das? Sein Leben hing davon ab, dass Takeo und Tomoe ihre Aufgabe richtig erfüllten. ‚So ein Scheißdreck, ey! Warum muss ich mich mit so was rumschlagen? Wenn ich hier den kleinsten Fehler mach, gehen hier Leute drauf!‘
     
  5. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Tomoe schien den Blick des Hausherren nicht zu bemerken oder er war ihr einfach egal. Ganz im Gegenteil: Bei genauerem Hinsehen schien es fast so, als würde sie ihn genießen. Nein. Sogar in den Blicken der hier Anwesenden baden. Ich werde dieses Mädchen wohl nie verstehen. Er schüttelte den Kopf, was er sich erlauben konnte, da ihn gerade eh niemand beachtete, und sein Grinsen kehrte langsam zurück. Als Tomoe dann den Auftrag ansprach, fokussierte Takeo seinen Blick wieder auf Takarada-sama, der seinen lüsternen Blick durch einen etwas besorgteren austauschte. Mord. Takeo war sich nicht sicher, ob in der Missionsinfo das Wort Mordanschlag fiel. Vermutlich nicht, denn das wäre vielleicht etwas für eine erfahrenere Truppe gewesen, aber nun war es leider zu spät, darüber nachzudenken, und die beiden Genin mussten sich der Sache annehmen. Hoffentlich waren die Attentäter genauso überhebliche Persönlichkeiten wie ihre Zielperson, denn dann würden sie ihr Kommen sicherlich mit einem Trommelwirbel ankündigen und die ganze Sache würde gar nicht so wild werden. Ein kurzer Blick auf Tomoe verriet ihm, dass auch sie nicht hundertprozentig zufrieden mit den neuen Informationen war, aber man hatte sie sicherlich nicht umsonst für die Missionsleitung ausgesucht. Vielleicht funktionierte sie unter Druck und war nur dann in der Lage, einen Plan zu entwickeln, der sich bereits in diesem Moment in ihrem Kopf zusammenfügte und alle Eventualitäten abdeckte, sodass gar nichts schief gehen konnte.

    Die nächste Information war auch nicht erfreulicher, jedoch engte sie den möglichen Kreis der Verdächtigen bereits ein ganzes Stück ein. Im Falle der Familie Takarada war dieses Stück aber immernoch groß genug, um die halbe Villa zu füllen, und den Attentäter zu finden, würde aufgrund der vielen möglichen Motive kein Sonntagsspaziergang werden. Hier würde viel Planung von Nöten sein, um einen reibungslosen Ablauf zu bewerkstelligen. Wieder fiel sein Blick auf seine Missionsleitung. Hoffentlich sieht sie das genauso. Er hoffte, dass er die Antwort auf diese Frage noch nicht kannte und grinste wieder ein wenig, was in Anbetracht des Themas vielleicht nicht ganz passend war, aber immer noch beachtete ihn niemand. Als hätte Tomoe seine Gedanken gelesen, fragte sie den fülligen Lüstling nach einem Zimmer für eine Taktikbesprechung. Scheinbar hatte Takeo recht gehabt und Tomoe würde nun, wo sie das Ziel vor Augen hatte, richtig aufblühen und ihm in Kürze einen eins A Plan offenbaren. Bevor sie hinausgeleitet wurden, stellte Takeo nur noch eine kurze Frage, denn für weitere würde zur Not auch später noch Zeit sein: „Guten Tag, Takarada-sama.“ Der Mann wandte sich zu Takeo um und schaute merklich auf ihn herab. „Oh. Und Sie sind der Handlanger der jungen Dame?“ Takeo konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen, aber versuchte die Fassung zu bewahren. So einen Menschen hatte er tatsächlich noch nie kennengelernt. Wahrscheinlich hat das Geld ihn so gemacht, aber irgendetwas Gutes musste in ihm stecken; immerhin musste das ganze Geld auch irgendwo herkommen. „Gibt es irgendjemanden, den Sie selber verdächtigen? Irgendwelche Vorfälle, mit denen Sie sich die Missgunst eines Familienangehörigen eingehandelt haben könnten?“ Wieder zwirbelte er sich den Bart und dachte angestrengt nach. Eine dicke Ader drückte sich kurz durch das Fett an seiner Stirn, aber wich schnell wieder einem überheblichen Gesichtsausdruck. „Nein. Eigentlich mag mich jeder. Ich wüsste nicht, wieso jemand etwas gegen mich haben sollte! Auch für Ihren Stand müsste offensichtlich sein, dass ein Wohltäter wie ich eigentlich keine Feinde haben dürfte.“ Scheinbar war es nicht möglich, hier wirklich relevante Informationen zu bekommen, denn das Weltbild dieses Mannes schien einfach zu verzerrt. „Könnten wir noch eine Gästeliste haben?“ Der Mann wandte sich von Takeo ab und deutete auf die Tür. „Ich habe selbstverständlich bereits alles relevante in euer Zimmer bringen lassen.“ Takeo beließ es dabei und folgte Tomoe aus dem Raum.

    „So ein Scheißdreck, ey! Warum muss ich mich mit so was rumschlagen? Wenn ich hier den kleinsten Fehler mach, gehen hier Leute drauf!“ Offenbar war auch Tomoe der Ernst der Lage bewusst. Hier ging es um wirklich viel und tatsächlich könnte jeder Fehler fatal sein. „Wir sollten jetzt nicht die Nerven verlieren. Noch haben wir genug Zeit, einen Plan zu entwickeln, der möglichst keine Fehler hat.“ Takeo schaute sich um und fand schnell die eben angesprochene Liste inklusive einiger Hinweise zu den einzelnen Personen. Wie bereits erwartet, war sie sehr lang. „Vielleicht sollten wir erst einmal versuchen, die möglichen Motive herauszufinden. Spontan kommen mir politische und persönliche Gründe oder einfach der Reichtum unseres Arbeitgebers in den Sinn. Wenn man diese Punkte in Betracht zieht, könnte man bereits einige Personen ausschließen, aber hundertprozentige Sicherheit haben wir dann auch nicht.“ Takeo dachte nach. Ein Attentat auf ein Oberhaupt einer Familie, wenn es keine persönlichen Gründe hatte, diente normalerweise dem Zweck, die Familie zu zerschlagen oder durch eine geeignetere Person auszutauschen. Ging es um Reichtum, kämen also die direkten Erben in Frage, jedoch träfe dies nur teilweise auf die politischen Gründe und gar nicht auf die persönlichen zu. Also auch keine verlässliche Methode, aber irgendwo musste man anfangen. „Ich weiß nicht, ob wir die Zeit haben die gesamte Liste durchzuarbeiten. Gehen wir davon aus, dass wirklich niemand persönliche Gründe dafür hat Takarada-sama zu ermorden, dann hat es vermutlich einen politischen oder wirtschaftlichen Hintergrund, der darauf abzielt, die Familie zu zerschlagen. Da sie jedoch so zahlreich ist, soll vermutlich eher das Oberhaupt ausgetauscht werden, oder wie siehst du das? Vielleicht könnten wir die Aufmerksamkeit von Takarada-sama weglenken, indem wir eine weitere Figur ins Spiel bringen.” Er grinste. "Vielleicht einen Schüler, der das gesamte Unternehmen erben soll?"
     
  6. Monoka Tomoe

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    „Nicht die Nerven verlieren, sagt er, nicht die-“ „Oh wirklich? Von meinen Entscheidungen hängt‘s jetz ab, ob einer draufgeht, oder nicht. Du machst so was vielleicht 12 mal täglich, aber mich nimmt das so‘n bisschen mit, klar?“ Fuhr sie ihren Partner an, kaum dass die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel und schob dann nach einigen Sekunden ein leises „...sorry...“ hinterher. Ihr war deutlich bewusst, dass sie wegen der möglichen Folgen dieses Auftrags angespannt war und sich bloß ein Ventil dafür suchen wollte. Genau so bewusst war ihr auch, dass ihr Partner dafür nichts konnte, und es im Grunde nicht verdient hatte, dass sie ihm dafür an den Karren fuhr, dass er seine Arbeit machte.

    Sie ließ ihren Partner in Ruhe einen Blick auf die Liste werfen während sie selber sich einen Stuhl, wirklich irgendeinen, suchte, um sich darauf höchst undamenhaft niederzulassen. „N‘ Plan, der keine Fehler hat, können wir knicken, Junge. Das ganze Haus ist voller hochnäsiger Schnösel und um die alle zu bespitzeln bräuchten wir mindestens 20 Leute. Wir sind nur zwei, Takeo.“ Die Feierlichkeiten würden erst am folgenden Tag steigen, das heißt, wenigstens die Zeit war ein bisschen gnädig zu ihnen, oder eben nicht, wie man es halt sehen wollte. Sie hörte dem Jungen weiter zu und rutschte dabei nervös auf ihrem Stuhl hin und her; auch jetzt war stillhalten für die Wildkirsche noch ziemlich schwierig. „Also ich sehe das so, Takeo: Wir haben keine verdammte Ahnung, warum diesen Kerl einer umnieten will und deshalb können wir auch keinen ausschließen. Und wenn‘s doch persönliche Gründe sind, dann hilft uns die Ablenkung nicht viel.“ Die Blondine lehnte sich vor, um sich die Stirn auf den Handflächen zu stützen, deren Ellenbogen ihrerseits auf den Knien lagen. „Sieht fast so aus, als müssten wir uns aufteilen. Einer muss den klassischen Bodyguard spielen und alles testen, was mit unserem Auftraggeber in Berührung kommen könnte – Essen, trinken, sogar das verdammte Klopapier!“
    Tomoe atmete tief durch und fuhr fort, noch immer ohne Takeo anzusehen. „Und in der Zwischenzeit macht der andere einen auf Sherlock und untersucht alles und jeden, der irgendwie verdächtig ist. Mit ein bisschen Glück kriegen wir das Arschloch bevor es zu spät ist.“ Jetzt erst hob die junge Dame den Blick und auch ihre Hand, um sich die Liste geben zu lassen: „Wär ganz klug, bei der engeren Verwandtschaft mit Eheanhang und Nervens- ähm, Kindern anzufangen und sich dann nach außen vorzuarbeiten.“ Okay, eigentlich hatte sie damit bestätigt, dass es vielleicht doch nur um Kohle gehen könnte, aber mit etwas Glück merkte ihr Partner das nicht – außerdem hatten sie im Moment echt gar nichts, wo sie ansetzen konnten. Wenn die Person hinter der sie hier her waren eben doch persönliche Gründe hatte, dann könnte es genau so gut der fünfte Großonkel achtzehnten Grades sein, der dem ollen Ego ans Leder wollte und genau die Option machte ihr genug sorgen, um sie dazu zu kriegen, ihre Denkmurmel anzustrengen. Und das obwohl sie von dem Gedanken daran, was passierte, wenn es schief lief, wahnsinnige Kopfschmerzen bekam.„Probleme? Vorschläge? Irgendwas?“

    Eine Fahrkarte nach Hause wäre nicht schlecht, idealerweise bekam sie die von ein paar Hundert Veteranen in die Hand gedrückt, die den Job hier, und hoffentlich auch die Verantwortung, übernahmen. Aber natürlich stürzte in den nächsten Augenblicken keine Hausdame herein, die sich spontan den Stock aus dem Po zog und freudig verkündete, dass die Beiden wieder nachhause fahren konnten, also mussten die Zwei das Beste draus machen und ihre Zeit so gut nutzen, wie es ging.
     
  7. Dokúiki Takeo

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    Takeo hörte sich natürlich auch Tomoes Sichtweise an. Sie sah die ganze Situation etwas kritischer als er und sie konnte vermutlich eine leichte Verwunderung in seinem Gesicht erkennen als sie kurz aus ihrer Haut fuhr. Ihm war zwar bewusst, dass sie gern direkt sagte, was sie dachte, aber irgendwie war das hier doch was anderes. Irgendwie unruhiger.

    Seiner Vorgehensweise schien sie zwar nicht ganz so zugeneigt, wie er selbst es sich gewünscht hatte, aber es beruhigte ihn, dass es nun doch zu einer produktiven Planungsphase kam. Interessiert beobachtete Tomoe während sie nachdachte und die Liste studierte, die sie von Takarada-sama erhalten hatten und ihre restlichen Überlegungen vortrug. Er setzte sich, um ihre Argumente zu rekapitulieren. Können nicht alle beschatten… Keine Ahnung, warum jemand ihn töten will… Persönliche Gründe… Das waren alles Gute Punkte, die Takeo teilweise auch schon durch den Kopf geschossen waren. Ihre Schlussfolgerung für die weitere Operation, war die Aufteilung in einen Bodyguard, der Takarada-sama beschützte und einen Detektiv, der sich auf die Suche nach Hinweisen machte. Ein logisches Vorgehen, welches Takeo unterstützte, jedoch hatte er seine Idee noch nicht ganz aufgegeben und möglicherweise konnte er sie hier auch noch unterbringen. „Du hast es wohl ganz gut auf den Punkt gebracht.“ Er lachte kurz auf, was jedoch schnell in einem dezenten Grinsen endete als ihm einfiel, dass Tomoe die ganze Situation wohl etwas mehr Sorgen bereitete, was ein Umstand war, den sie auch nicht unbedingt versteckte. Sorgen waren aber auch keineswegs fehl am Platz, denn hier stand nach aktuellem Stand immerhin ein Leben auf dem Spiel. Vielleicht auch mehrere, was Takeo genau so wenig gefiel, aber man musste das Beste daraus machen und das war gerade die Planung. „Die Aufteilung klingt auch gut, aber vielleicht kommen wir zum besten Ergebnis, wenn wir unsere Ideen kombinieren. Die Rolle des „aufstrebenden Schülers“ könnte gleichzeitig auch die Rolle des Bodyguards erfüllen, sich nah an Takarada-sama halten und möglicherweise die Aufmerksamkeit der richtigen Leute auf sich ziehen. Natürlich nicht ganz ungefährlich, aber das wird es leider ohnehin nicht werden.“ Er machte eine kurze Pause, um sich noch ein paar sinnvolle Ideen für seine nächste Frage zurecht zu legen. „Der Detektiv bräuchte natürlich auch noch eine Rolle, denn ein herumschnüffelnder Fremder scheucht bestimmt die Täter auf. Da er in der Lage sein muss sich frei durch das Gebäude zu bewegen ohne aufzufallen, würde das Personal am ehesten in Frage kommen. Der Sicherheitsdienst? Oder eine Bedienung? Die könnte vielleicht auch mit dem ein oder anderen Familienmitglied reden oder etwas aufschnappen. Was meinst du?“

    Damit hatte er erst einmal alles geäußert, was ihm einfiel. Tatsächlich erschien ihm das ganze wie ein ganz solider Anfang für einen Plan. Da Tomoe in dieser Sache der Boss war und er mit beiden Wegen sehr gut leben konnte, würde er sich am Ende ihrer Entscheidung fügen. Am wichtigsten war es, dass sie gut zusammen arbeiteten, denn alles andere würde die Erfolgschancen in dieser Sache erheblich absenken, aber Takeo hatte da irgendwie ein ganz gutes Gefühl.
     
  8. Monoka Tomoe

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    Hm, ja, das lief doch nicht ganz so schlecht, wie der Blondschopf sich gerade ausmalte. Wenn sie Glück haben, blieben alle am Leben und sie konnte ohne schlechtes Gewissen nach Hause gehen: Eine erstklassige Aussicht! Aber dafür würde sie wohl oder übel etwas Einsatz zeigen müssen. Und das war einer der gewichtigsten gründe, warum Tomoe Takeos Antwort ganz genau zuhörte. Irgendwie hatte das ja was, wenn einer von den Beiden sich als überraschender Nachfolger ausgab, um zumindest einen möglichen Grund für ein Mordkomplott auf sich zu ziehen, aber: „Dir is aber klar, dass wir mit einem aufstrebenden Schüler vielleicht die Falschen dazu bringen könnten, auf uns loszugehen? Wenn der echte Erbe bis jetz nich vorhatte, irgendwen umzunieten, könnte er auf die Idee kommen, wenn er seine Zukunft in Gefahr glaubt, ne? Das wär glaub ich scheiße.“ Ihr Argument hatte Stich, das würde der gute zugeben müssen. Träge wechselte sie von einer lasziven Haltung auf ihrem Stuhl zu einer anderen indem sie die durchsichtige Lehne vor sich schob und sich dann breitbeinig darauf setzte – in einen ohnehin schon wahnsinnig kurzen Rock gekleidet, wohlgemerkt. Aber irgendwie schien es das junge Ding nicht im Geringsten zu stören, dass Takeo ihr alles weggucken konnte, wenn er Lust dazu hatte: „Ich glaub was schlichtes wär cooler.“ Und das ausgerechnet von ihr. „So‘n normaler Bodyguard-Gorilla reicht doch, oder nicht?“ Sie hätte auch einfach entscheiden können, was sie machten, aber irgendwie … traute sie sich das nicht. Vielleicht war der der Versuch, nicht ganz alleine die Verantwortung übernehmen zu müssen, wenn was schief lief?
    Für den Sherlock gab es schon eine perfekte Tarnung, die hier überall im Haus rumwuselte und allen Leuten die wünsche von den Augen ablas, die sie sogar selber noch gar nicht kannten: „Wie wär‘s mit nem Butler, oder so nem Hausmädel für den anderen Part? Der kann sich direkt an die Fersen von der zickigen ollen heften, die uns so nett begrüßt hat. Die kommt gewiss gut rum hier in der Hütte. Und ne eigenständige rechte Hand fällt bei der bestimmt auch nich auf, oder was meinste?“ Der Vorschlag war genial und das wusste sie auch! Und normalerweise hätte sie das auch jedem in diesem riesigen Gebäude lautstark unter die Nase gerieben aber jetzt war Tomoe im Verkrampft-Modus und da ging das nicht mehr glaubhaft. „Also? Was von beidem meinste, kannste besser?“

    Unterdessen sortierte eine bestimmte Person irgendwo in diesem Anwesen einen wahren Mörder-Werkzeugkoffer, während sie auf dem Bett saß und ihre Pläne durchging. Alles, was dazu diente, ein Leben zu beenden, war darin enthalten. Von leicht zu versteckenden Waffen bis hin zu Hautfarbenem Klebeband, es fehlte praktisch an nichts in dieser unscheinbaren Reisetasche in der sich zur Tarnung natürlich auch normales Gepäck befand. Es waren dutzende Pläne und für jeden Davon gab es noch einen Plan B, C und D! Takarada würde sterben, und das in den nächsten 48 Stunden!
     
  9. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Tomoe brachte ein Argument vor, das Takeo bisher gekonnt ignoriert oder schlicht und einfach vergessen hatte. Ein einfaches Argument, das seinen Plan jedoch noch einmal in ein ganz anderes Licht rückte. Bemerkenswert! „Das wäre ziemlich scheiße. Noch mehr Mordlustige können wir wirklich nicht gebrauchen.“ Wenig überraschend schlich sich ein Grinsen auf sein Gesicht. „Dann lassen wir das mit dem Erben doch besser, auch wenn die Idee sehr reizvoll ist.“ In Gedanken winkte er dem reichen Erbschafts-Takeo-Pimp zum Abschied und legte die Idee ad acta. Auf Wiedersehen. Ich werde dich niemals vergessen! Vielleicht würde sich an einem anderen Tag, auf einer anderen Mission nochmal die Möglichkeit ergeben, diese Rolle auszufüllen.

    Takeo beobachtete, wie Tomoe während ihrer Ausführungen ihre Sitzposition änderte. An sich wäre das nichts Besonderes – auch Takeo war gerne in Bewegung während er nachdachte –, doch Tomoe wechselte in eine sehr fragwürdige Pose, was Takeo eigentlich verstören sollte, jedoch tat es das nicht. Vielleicht war das einfach so, wenn man ein paar Tage mit Tomoe unterwegs war. Irgendwann wunderte einen nur noch sehr wenig. Seine Aufmerksamkeit lag also größtenteils weiter auf Tomoes Plan, der den klassischen Bodyguard vorsah. Er schaute kurz an sich herunter. An ihm hatte sich jedenfalls nichts verändert und soweit er das sehen konnte war auch Tomoe immer noch die gleich dünne Gestalt. Takeo war sich nicht sicher, ob er oder Tomoe die Rolle eines „Bodyguard-Gorillas“ authentisch ausfüllen konnten, aber es war naheliegend diese Rolle zu wählen. Immerhin musste irgendjemand Takarada-sama im Auge behalten. Rolle Nummer 2 war der Butler, der das gesamte Haus auf den Kopf stellen würde. In diesem Gewand konnte er sich die beiden deutlich besser vorstellen, aber Tomoe gab ihm letztlich die Wahl, denn beide mussten besetzt werden. Eigentlich handelte es sich um eine Wahl die Takeo gar nicht haben wollte. Er konnte schlecht einschätzen, welche Rolle Tomoe bevorzugte und wollte ihr nicht die Rolle wegschnappen. Fazit: Tendenzen äußern, aber beidem zugeneigt sein, um die Fackel wieder an sie weiterzureichen!

    „Ich weiß nicht, welche Verteilung für uns am besten funktioniert. Ich denke, dass ich meine Stärken am besten in der Rolle eines Butlers einsetzen kann. Aus dem Verborgenen kann ich deutlich mehr erreichen als an der Front. Die Wahrscheinlichkeit für einen direkten Angriff ist aber ebenfalls extrem niedrig, weshalb man in der Rolle des Bodyguards vermutlich auch eher observieren muss als wirklich zu verteidigen. Damit könnte ich mich also auch anfreunden.“ Er zuckte mit den Schultern. „Dann bleibt noch die Frage, welche Strategie wir bei der Untersuchung verfolgen... Den Fokus auf die enge Familie zu legen ergibt wahrscheinlich am meisten Sinn. Es wäre auch nicht schlecht, wenn wir noch ein paar Zeichen vereinbaren, um unbemerkt zu kommunizieren. Es sollte ja nicht unbedingt auffallen, dass wir etwas miteinander zu tun haben.“
     
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