The real deal: Giftige Natter in Lummerland gesichtet!

Dieses Thema im Forum "Wasserreich" wurde erstellt von Sakkaku Hebi, 9. Jan. 2015.

  1. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Well-Known Member

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    Hebi hatte zwar keine Ahnung, was Toru da faselte, aber eine Woche des Trainings, des Blutes und des Schweißes verging und die beiden Genin fanden sich zusammen mit dem liebreizenden Team Stinker bei einer vollkommen fremden Insel wieder und durften blöd in der Gegend herumglotzen, denn irgendwie war dieses Dorf alles, aber nicht das, was der Sakkaku erwartete. Bereits im Hafen des dann doch auf einmal nicht so kleinen Ortes wurde dem aufmerksamen Beobachter klar, dass hier viel mehr Menschen lebten, als dem Rotauge zuvor mitgeteilt wurde. Laut seiner Informationen hätte das Ding vielleicht hundert Einwohner gehabt. Jetzt, wo er davorstand, musste Hebi feststellen, dass das eine totale Untertreibung war. Natürlich konnte man nun nicht von tausenden reden, aber es waren tatsächlich deutlich mehr als zuvor angenommen. Im Grunde war es Hebi ja egal, welche Bevölkerungsdichte irgendwelche Dörfer besaßen, aber dieser sich eben entwickelte Umstand sorgte dafür, dass die Shinobi es schwerer haben würden, ihre Zielperson zu finden, immerhin sprachen die Morde und dass man Ninja schickte nicht gerade dafür, dass man sich dann doch so gut kannte, dass man es einander zutraute. Wenn das keine Hoffnung schürte…

    …dann eben ein Vögelchen, welches zielsicher auf die beiden Jungen zugeflogen kam und sich wenig später auf einem leicht für sie erreichbaren Plätzchen niederließ und gut sichtbar einen kleinen Zettel um den rechten Fuß gebunden hatte. Da sich Hebi schon denken konnte, für wen das Schriftstück war, dackelte er eben zu dem außerordentlich niedlichen Tier, musste sich verkneifen, es nicht totzuknuddeln und nahm ihm das Papier ab. Da das Teil und dessen Geschriebenes scheinbar nicht für jedermann gedacht und mit einer Fuuin-Technik versiegelt worden war, dauerte es ein wenig, um den darin bestehenden Text lesen zu können, der da besagte, dass die Verwaltung Soragakures Verstärkung in Form irgendeines Chuunins namens Hiniko Seishin schicken würde, weil sich die Morde innerhalb der letzten Woche gehäuft zu haben scheinen. Weder kannte Hebi den Typen, noch hatte er einen Plan davon, was in den vergangen Tagen passiert sein soll, weswegen er den Zettel einfach in seine Einzelteile zerriss, damit ihn niemand mehr lesen konnte und sich danach an Toru wandte: „Halt mal Ausschau nach irgendeinem weiteren Shinobi. Scheinbar hat sich die Lage hier vor kurzem zugespitzt und es haben mehr Leute abgedankt als es zuvor der Fall war, wodurch wir noch jemanden ins Team bekommen haben.“ Welchen Rang die Verstärkung hatte, war jemandem wie Hebi vollkommen egal, weswegen er auch mit keiner Faser erwähnte, dass man ihnen einen Chuunin an die Seite stellte. Die Chuunin, die er bisher kennenlernen durfte, waren ohnehin nichts weiter als irgendwelche komischen Idioten. Aber das lag ja viel weniger an ihnen selbst, als an Hebis komischem Urteilsvermögen, auch wenn er es sich niemals eingestehen würde. Wobei.. In dem einen Fall hatte er da womöglich gar nicht mal Unrecht…

    Zurück zu Lummerland. Hebi beschloss, dass es gar keine so schlechte Idee war, den Weg fortzusetzen und sich einen kleinen Überblick über das Dorf zu verschaffen. Da sie Mittagszeit hatten, die gleißende Sonne am Himmel prangte, tummelten sich entsprechend viele Leute auf den Straßen, mitunter natürlich auch unsere geliebten Marktschreier, welche ihr Bestes gaben, für Hörstürze und Tinnitus zu sorgen, sollte man es sich wagen, zu nah an sie heranzutreten. Da der Sakkaku keine Person war, die sowas tun würde, auch wenn sie gerne mal wieder etwas anderes zu essen hätte als Fisch (konnte das Rotauge nach der vergangen Woche nicht mehr sehen), führte sein Weg ihn und Toru abseits des Marktplatzes, wo sie bei einem kleinen, überdachten Brunnen und einer Frau ankamen, welche sich über den Rand beugte und ins Wasser zu greifen schien. Da Hebi nicht verstand, wieso man in diesem Alter noch im Wasser herumplanschen musste, zog er missbilligend eine Braue nach oben und musterte das Weib von oben nach unten. Wenn er sich für sowas wie Liebe und den ganzen Mist drumherum interessieren würde, wäre sie gar nicht mal so hässlich: Lange, braune Haare, eisblaue Augen, schlanke, wohlgeformte Figur… Die hatte sicher gute Chancen bei der normalen Männerwelt. Dennoch wirkte sie ihm etwas zu alt, als dass sie sich wirklich ernsthaft damit vergnügen würde, an einem Brunnen zu spielen, schätzte er sie immerhin auf circa Ende zwanzig. Sehr zum Leidwesen des Sakkaku entdeckte sie allerdings die beiden Genin und schaute ihnen zielstrebig entgegen. Natürlich glotzte das Rotauge sofort wieder weg, damit sie sie in Ruhe ließ, aber es half wohl nichts – angesprochen wurden sie trotzdem. „Ehm.. Jungs? Tut mir leid, dass ich euch störe, aber könntet ihr mir vielleicht helfen? Mir ist etwas in den Brunnen gefallen und jetzt bekomme ich es nicht mehr raus…“ Mit einem Schmollmund blickte sie abwechselnd zu Hebi und Toru, wobei zumindest erster erst gar nicht auf die Idee kam, der Frage nach Hilfe nachzukommen. Er war nicht die Wohlfahrt. Nun, im Gegensatz zu dem Kazegawa, der ja irgendwie einen Faible für andere Menschen und ihr Wohl hatte. Wieso auch immer. „Mach hin; wir haben nicht ewig Zeit und müssen noch zum Oberidioten hier.“


    [Out: Such dir aus, ob du uns jetzt schon begegnest, erst anreist, nur durch die Gegend tingelst oder schon beim Dorfoberhaupt bist, Seishin, mir ist alles recht. Eine kleine, detailliertere Beschreibung des Dorfes fände ich unter anderem in jedem Fall auch nicht schlecht - tob dich also ruhig aus (meinetwegen kannst du auch das Wetter ändern) :)]
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2015
  2. Hiniko Seishin

    Hiniko Seishin Member

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    Wieder einmal war der strahlende Ritter Hiniko Seishin zu einer Rettungsmission für arme, überforderte Genin unterwegs. Hatte er solcherlei Aktionen schon für Yasu und Ingvi unternommen, waren nun zwei neue Exemplare an der Reihe – Kazegawa Toru und Sakkaku Hebi. Auf Sharokkus Liste stand einmal ein Sakkaku, also war zumindest der Name ihm geläufig, jedoch war es nicht dieser oder diese Hebi gewesen, sondern ein gewisser Hisake. Irgendwie war er ja ein wenig freudiger Erwartung, dass er endlich sah, was die Sakkaku so konnten, jedoch nur, weil er nicht wusste, was für widerlicher Abschaum sich hinter diesem Namen verbarg. Die Reise auf dem Schiff führte in Richtung eines Dorfes im Reich des Wassers, wo wohl Morde passiert waren, die eine kleine Gruppe von süßen kleinen Genin nicht alleine lösen konnten. „Sehr geehrte Passagiere, wir freuen uns, dass sie sich für die M.S. Anne entschieden haben und freuen uns ihnen mitteilen zu können, dass wir in Kürze unsere Destination auf Pier 1 erreichen werden. Ausstieg in Fahrtrichtung links.“ In Anbetracht der kleinen Schaluppe, die sie hier besegelten, war das doch eine sehr außergewöhnliche Ansage und wirklich Qualität war auch nicht vorhanden, stand doch nur ein alter Seebär hinter ihnen und säuselte durch ein Megafon in seiner süßesten Frauenstimme ein paar Worte.

    Endlich auf Pier 1 angekommen erwartete ihn… niemand. Toll! Nun das Dorf war nicht allzu groß, zählte es doch maximal tausend Einwohner, jedoch wusste er nicht einmal, nach wem er überhaupt suchen sollte. Dann blieb ihm wohl nichts weiter übrig, als entweder das Dorf zu durchsuchen, oder direkt zum Auftraggeber zu gehen. Was war das hier überhaupt für ein Fleck Erde? Bei näherer Betrachtung kam er sich sehr fehl am Platze vor. Orientalischer Baustil, runde Dächer, heller Sandstein, Frauen, die Schleier und aufreizende Kleidung trugen und dickbäuchige wohlhabende Männer, die in maßgeschneiderten Seidenkleidern umherstolzierten. Lediglich die Kurtisanen hier und dort und die Wächter hatten scheinbar irgendeine Art von körperliche Arbeit genossen. Wie finanzierten sich die Menschen hier eigentlich, wenn es keine richtigen Arbeiter gab? Nun, hier setzte eine besonders knifflige Eigenschaft von Seishin ein: es war ihm egal. Er musste seinen „Chef“ finden und sich zum Dienst melden, was eigentlich relativ einfach fallen müsste, da Fremde in diesem Dorf doch sehr herausstachen. Blöd nur, wenn es zeitgleich auch noch von Touristen wimmelte.

    „..zum Oberidioten hier.“ Seishin ahnte schreckliches. Diese begnadete Wortwahl konnte doch nur das Prinzesschen haben, welches er in seinem Job in der Akademie kennenlernen durfte. Das musste er doch näher begutachten, sprang aufs nächste Haus und hüpfte so von Dach zu Dach, bis er schließlich an einem Brunnen halt machte und schon seine beiden Lieblingsgenossen und besten Freunde erblickte. Seishin gab sich erst einmal nicht zu erkennen und schaute sich das Spektakel genauer an. Scheinbar hatten sie bei irgendeiner frau Halt gemacht, die nur besorgniserregend in den Brunnen schaute. Irgendwie wartete er ja schon auf irgendeinen Schwachsinn, da auch sein treuester Kamerad im Kampf gegen Pyramidenköpfe und faulende Krankenschwestern mit von der Partie war. Komm schon, enttäusch mich nicht.
     
  3. Kazegawa Toru

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    Das war nun also Lummerland, ja? Das andere hatte ihm irgendwie besser gefallen, mal davon abgesehen, dass einige der Leute die hier umherschlurften auch nicht gerade sehr viel mehr am Leibe trugen als die Gronks. Und einige ihrer Bewohner hatten sogar noch viel seltsamere Angewohnheiten zu bieten als die kleinen Exhibitionisten. So zum Beispiel die Frau, die dort mitten am Tage nichts besseres zu tun hatte, als in einem blöden ollen Brunnen herumzufischen. Aber glücklicherweise waren ja just in diesem Moment zwei junge Ninja zugegen, sodass man das herumgeplansche auch gleich ganz aussourcen konnte. "Ist es eine goldene Kugel? Es ist eine Kugel, stimmt's? Es ist immer eine goldene Kugel." Auf die verwirrten Blicke, die er daraufhin erntete, nicht weiter eingehend, staunte Toru jedenfalls nicht schlecht, als Hebi es tatsächlich in Erwägung zog der Brunnentante zu helfen. Obwohl er das dann ja irgendwie auch aussourcte. Aber als aufsteigender Stern am Heldenhimmel benötigte es keineswegs eines Sakkaku Hebi, um Toru darauf hinzuweisen, wenn eine Jungfer in Nöten... schusseligerweise etwas in einen Brunnen fallen ließ und dann nicht mehr drankam. Wenigstens musste er dabei niemanden verkloppen... vorerst. Wer wusste schon so genau, was sich in fremden Brunnen so alles tummelte? Ratten, Krokodile, Schildkröten - die Liste war lang! "Na gut, wenn das nicht allzu lange dauert. Wie gesagt, wir müssen noch einen Oberidioten finden. Geh mal beiseite, Tante." Den Platz der jungen Frau einnehmend, starrte der Kazegawa in die tiefe Dunkelheit des Brunnenschachtes hinab. Goldene Kugeln waren keine zu sehen, jedenfalls nicht auf den ersten Blick, dafür aber funkelte dort unten auf dem Wasser ein kleines gläsernes Fläschchen. "Ist es das winzige Glas...Behälter...Dingens? Wenn ja, dann komm ich auch nicht ran. Es sei denn, ich mache das:", sagte er und machte einen Köpfer in den Brunnenschacht hinab. Allerdings nicht wirklich, denn das wäre dumm. Natürlich dachte Toru deswegen vorher daran, sich mit den Füßen am Brunnenrand festzuhaken, fischte den Flakon aus den Fluten und... nun, soweit hatte er noch garnicht gedacht. "Öhm... könnte da oben mal jemand an meinen Beinen ziehen?" Die Situation war plötzlich ganz schön festgefahren, um nicht zu sagen sie drohte ins Wasser zu fallen. Was für ein dynamischer Abtritt das geworden wäre, aber zum Glück hatte er ja noch Hebi, auf dessen Hilfe und Unterstützung er zählen konnte... sicherlich... vielleicht. Irgendjemand schien sich dann aber schließlich doch zu erbarmen, denn irgendwer zog an Torus Fuß und langsam ging es mit ihm wieder aufwärts - nun, jedenfalls aus der allgemeinen Perspektive heraus betrachtet. Beim ersten Zug dachte er dennoch unwillkürlich darüber nach, ob seine Schnürsenkel der Belastung standhalten würden, denn er wollte nicht plötzlich aus den Schuhen fahren und mit dem Grund dieses Brunnens hier Bekanntschaft schließen - am allerwenigsten mit dem Kopf voran! Als nächstes Problem, mögliche Materialermüdung in seiner Kleidung betreffend, fürchtete er um die Traglast, die nun seinen Hosenbeinen lastete und, damit in Verbindung stehend, um die Sicherheit seines Gürtels. Was er nämlich noch weniger wollte, als dem Brunnen mit seinem Schädel auf den Grund zu gehen war, dies mit heruntergelassener Hose zu tun. Schließlich aber erhaschten seine Augen einmal mehr das helle Sonnenlicht und er kam weitestgehend unbeschadet (bis auf blaue Flecken da wo er über den Brunnenrand gezogen worden war und seinen angeknacksten Stolz) aus dieser kleinen Misere wieder zum Vorschein. "Ich... muss zugeben, dass ich das nicht bis ganz zum Ende durchdacht hatte, aber danke... äh?" Nicht Hebi. Soviel zu der verlässlichen Hilfe seines Kollegen und Teamleiters. Die junge Frau (erstaunlich kräftig für ihre doch eher schlanke Gestalt) war diejenige, die Toru aus dem Brunnen gefischt hatte. Mehr oder weniger. Nun, dachte er sich, wenigstens bin ich kein Frosch geworden.
     
  4. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Well-Known Member

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    „Schaut nur: Der seltene Kazebakafisch in seinem natürlichen Lebensraum. Welch majestätische Kreatur der Brunnengewässer und Kanalisationen.“, meinte der Sakkaku eher zu sich selbst, aber für jeden gut hörbar und kommentierte damit die mehr als seltsam anmutende Performance des Schwarzhaarigen, welcher mal wieder mit einer Leistung glänzte, die man in keinem Film hätte schlechter vorfinden können. Während er sich gedanklich über den Jungen aufregte, tat die errettete Frau lieber daran, ihrem Freund und Helfer zu danken, indem sie den Kopf auf die Seite legte, ihm freundlich entgegenlächelte und folgende Worte an ihn richtete: „Vielen, vielen Dank! Ich weiß nicht, was ich ohne euch getan hätte!“ Wieso sprach sie im Plural? Hatte Hebi mit seinem Desinteresse nicht deutlich gemacht, dass sie für ihn eigentlich nicht einmal existierte? „Als Zeichen meines Dankes würde ich mich gerne erkenntlich zeigen: Ich bin die Inhaberin eines kleinen Hostels ganz in der Nähe – wenn ihr also eine Bleibe für die nächsten Tage und Nächte braucht, würde ich euch gerne ein Zimmer anbieten. Natürlich vollkommen kostenlos und mit Verpflegung... Ihr seid doch Besucher, oder?“ Immerhin passten sie so gar nicht in das Bild dieses Dorfs hinein, kein Wunder also, dass man die Genin sofort als Fremdlinge erkannte.

    Das Angebot mit dem Zimmer spielte dem Sakkaku in vielerlei Hinsicht in die Hände. Weder musste er nun jemanden bemühen, die Kosten für ihre Unterkunft zu stellen, noch bestand jetzt die Notwendigkeit, sich auf eigene Faust hin nach einemNachtlager umzuschauen. Natürlich hatte er bei Missionsantritt vor circa zwei Wochen daran gedacht, etwas zu buchen, das ihnen ein Dach über dem Kopf bieten würde, aber aufgrund diverser Umstände kam das Team so dermaßen verspätet an, dass der Dunkelhaarige nicht glaubte, seine Buchung sei noch in irgendeiner Form vorhanden. Wunderbar also, dass sich ihnen direkt eine solch gute Möglichkeit bot, um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – selbstredend würde er das Angebot annehmen. „Meinetwegen. Wir brauchen allerdings wohl mehr als ein Zimmer; es kommt noch jemand dazu.“ Und mit Toru in einem Raum schlafen wollte er auch nicht mehr, schnarchte der Junge immerhin so laut, dass man nicht ein Auge zumachen konnte. „Ich denke, das sollte gehen.“, antwortete die Frau dem Sakkaku nachdenklich und schaute den beiden Genin kurz darauf leicht erschrocken entgegen. „Oh, ich habe total vergessen, mich vorzustellen!“ Peinlich berührt setzte sie ein Lächeln auf. „Mein Name lautet Sagami Reika. Solltet ihr irgendwelche Probleme oder Fragen haben, sprecht mich also ruhig an.“ Seltsam, dass sie sich so überhaupt nicht dafür interessierte, wie die Ninja hießen und lieber daran tat, das kleine Behältnis, welches Toru aus dem Brunnen geholt hatte, in ihre Handtasche zu packen. Vielleicht ging sie aber auch einfach nur davon aus, dass sie das schon mit der Zeit in Erfahrung bringen könnte, schließlich würden die Shinobi noch ein wenig bleiben. „Wenn ihr möchtet, führe ich euch direkt zum Hotel und zeige euch nebenbei ein wenig das Dorf, damit ihr euch die kommenden Tage besser zurechtfindet.“ Keine so schlechte Idee, die Frage war nur, was sie dann mit diesem Seishin machten, wenn sie schon wieder sonstwo hinrannten. Aber vielleicht waren die zukünftigen Quartiere ja gar nicht so weit weg oder sogar in der Nähe des Oberidiotens – Hebi setzte einfach voraus, dass der Chuunin von sich aus den Weg zum Leiter des Dorfs einschlagen würde. Er hatte ja gar keine Ahnung, dass sie bereits ausgemacht wurden. Und das nicht nur von Seishin.
    „Klar. Gehen wir.“ Was konnte schon schiefgehen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Jan. 2015
  5. Hiniko Seishin

    Hiniko Seishin Member

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    Natürlich enttäuschte ihn der Axtschwinger nicht! Hals über Kopf sprang er voran in den Brunnen, nur an den Beinen festgemacht. Jedoch hatte er sich scheinbar nicht so viel Gedanken über das wieder hinauskommen gemacht und musste von der erstaunlich gut trainierten jungen Dame aus dem Wasser gefischt werden. Auch das Gespräch zwischen den drei Fremden war interessant, hatte der Kerl es doch geschafft, dass sie eine Bleibe gefunden hatte, ohne wirklich etwas dafür zu tun. Seishins Meinung nach, hätte die Frau auch ohne weiteres selbst hineinhopsen können und ihren verlorengegangenen Wertgegenstand wieder erfingern können. Allerdings war es nicht an ihm dies zu beurteilen, denn er war nicht Teamleiter, sondern dieser Hebi und einer dieser beiden Shinobi vor ihm war derjenige, der diese Situation deutlich schärfer begutachten sollte. Seishin hatte ungefähr eine Ahnung, dass das Prinzesschen dieser Hebi war, da er den anderen Kerl Kazebaka nannte und das wohl mehr als nah an den anderen Namen auf dem Missionspapier herankam. Er verfolgte also seine beiden Spielkameraden über die Dächer des Dorfes und kam nach kurzer Zeit an einer beschaulichen kleinen Herberge an, die unweit des Brunnens, etwas abseits des Dorfzentrums lag und somit eher in ruhigerem Umfeld stand. Ideal also für einen entspannten Erholungsurlaub in dieser Perle des Orients.

    Doch nun war es erst einmal an der Zeit, sich selbst auch vorzustellen und so landete er mit einem Satz hinter der Gruppe, würdigte die beiden Herren keines Blickes und wandte sich direkt an die Besitzerin des Hostels. „Reika-chan, nicht wahr? Nun, du wirst mich nicht kennen, aber ich bin Tetsuya Daisuke, Anführer dieses lustigen kleinen Trupps hier. Dieser hier ist der Holzfäller“, Seishin deutete erst auf den Mann mit der Axt und dann auf den eigentlichen Anführer, „und unsere kleine Prinzessin. Ich denke, die beiden können sich ein Zimmer teilen, ich nehme dann ein eigenes. Aber lasst uns nicht hier draußen verweilen, gehen wir hinein. Ich habe gehört, es ist hier zu gefährlich.“ Was das sollte? Es war nur die Rede von mehr als einem Zimmer und Seishin würde eher die Hölle mit Holzspeeren malträtieren, als ein Zimmer mit diesen ungewaschenen Barbaren zu teilen und niemals würde er eine Gelegenheit auslassen den eh schon dreckigen Namen der Tetsuya noch weiter in den Schmutz zu ziehen. Mit seiner von Natur gegebenes Autorität deutete er der Hosteldame ihm ins Innere zu folgen und die beiden anderen Gestalten taten gut daran es ihr gleich zu tun. Abseits der Öffentlichkeit konnte man sich besser über sensiblere Themen unterhalten und dieser Hebi musste doch sicherlich vor Tatendrang platzen! Der Kerl hat besser einen Plan parat. Wenn er bedachte, wie glatt er sich bei der Akademie angestellt hatte, sah er jedoch für diese Mission eher schwarz.

    [out: Sry nochmal, Kendo, Uni und Arbeit forderten ihren zeitlichen Tribut. :/]
     
    Sakkaku Hebi gefällt das.
  6. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Active Member

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    "Wovon redest du? Da unten sind garkeine Fische. Nichtmal Ratten. Eigentlich alles sehr sauber hier." Dann machte es Klick. "Moment... Hey! Du...", doch bevor er noch seinen Satz beenden konnte, fiel ihm die Errettete (in gewisser Weise... irgendwie... teilweise... jedenfalls befand sich etwas errettetes in ihrem Besitz) ins Wort, sprach von Hostels und Zimmern und etwas zu Essen. Spätestens als die Worte 'kostenlos' und 'Verpflegung' zusammen in einem Satz fielen, war die Sache für den heldenhaften Brunnentaucher geritzt. "Deal!" Hatte nicht irgendwer anders die Leitung hier und damit solche Entscheidungen zu treffen? Pffft, was soll's? Es gab umsonst zu Futtern! Damit waren alle möglichen Gegenargumente hinfällig und eventuelle Teamleiter 2:1 überstimmt - von Toru und seinem Magen. Damit schien die Sache allerdings noch immer nicht ganz gegessen zu sein. "Äh... entschuldigen Sie wenn ich das sage aber waren nicht Sie diejenige, die ein Problem hatte und Fragen musste?" 'Ne komische Tante war das...

    Prinzesschen, Holzfäller und nun auch noch eine Vogelscheuche? Jetzt fehlte nur noch der Löwe - Toru sah sich schon auf einem gelb gepflasterten Weg nach Toto suchen. Aber ach, alles war gut, solange einem kein Haus auf den Kopf fiel. Statt Häusern regnete es in diesem Teil der Welt allerdings komisch grinsende Leute vom Himmel, die... oh nein, nicht schon wieder! Jede Wette, gleich machte es irgendwo ZISCH BUMM KRACH und sie standen inmitten einer Industrieruine voller spastisch verrenkter Krankenschwestern. Wenn das einmal passierte, war der Hausmeister sicher auch wieder von der Partie - er hatte da so eine Ahnung, dass jenes Übel in direktem Zusammenhang mit dem Weisskittel stehen musste. Und da hatte er es auch schon: Weisskittel + Krankenschwestern = kranke Verschwörung ...na dann gute Besserung. Oder eher gute Nacht. "Warte... was!?" Mit heruntergeklappter Futterluke drehte Toru sich zu Hebi. "Du leitest diese Mission in Wirklichkeit garnicht? Ich hatte ja ein völlig falsches Bild von dir! Mich einfach so hinter's Licht zu führen... kein Wunder, dass Toriko lieber bei den Leuten vom Schiff geblieben ist. Das ist ja Allerhand! So 'ne Sauerei!" "... lasst uns nicht hier draußen verweilen, gehen wir hinein. Ich habe gehört, es ist hier zu gefährlich.“ "Klar, machen wir das so. Wo geht's zur Verpflegung, Sagami-san?" Seishin und der jungen Frau folgend (und dabei die Wände des Hostels nicht eine Sekunde aus den Augen lassend) begab er sich also hinein ins nächste abenteuerliche Quartier. Nach den Grunk-Pilz-Tippies konnte ihn ja wohl nichts mehr so leicht schocken. Außer Hebis plötzlich herauskommende Nicht-Missionsleiterschaft natürlich. Alles was er sich zu Anfangs noch hatte gefallen lassen, weil er ihn für den Chef gehalten hatte... das war für diese Mission jetzt ein für alle Mal vorbei... also nun auch offiziell! "Du darfst auch mitkommen, schätze ich. Aber mach keinen Unsinn, wir sind hier nur zu Gast!" Das würden ein paar unvergessliche Tage werden.
     
  7. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Well-Known Member

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    „Zu gütig.“ Vollidioten. Alle beide. Von Toru hatte er ja nichts anderes erwartet, aber von Seishin? Es war Hebi egal, woher der auf einmal kam, was er als „Leiter“ zu tun gedachte und ob er Bestandteil des Teams war, aber wenn er nur gekommen ist, um hier irgendwas zu sabotieren, konnte er eigentlich wieder postwendend umdrehen und die Heimreise antreten. Auf der anderen Seite musste der Sakkaku die Angelegenheit nun aber mit seinem von Gott gegebenen Opportunismus betrachten und ihn dabehalten, schließlich besaß er durch seine und Torus Worte eine ungewollte Form von Wert. Sei es also drum. Wenn sie Spiele spielen wollten, war Hebi der Letzte, der nein dazu sagte. Alles, womit er sich zurückhalten würde, wären Informationen bezüglich des Auftrages selbst. Sollten sie doch alle glauben, dass er gar nicht leitete, das kam ihm jetzt nur zugute.

    Reika nahm das Erscheinen des scheinbaren Tetsuya allerdings nicht ganz so gelassen und starrte dem weißhaarigen Jungen zuerst entgeistert entgegen, ehe sich ihr erschrockener Gesichtsausdruck wieder in ein peinlich berührtes Lächeln umwandelte. „Ä-äh, sicher!“ Sich nicht weiter beirren lassend, öffnete sie die Tür zu ihrer eigens zusammengebastelten Herberge und trat ein Stück zur Seite, um die Shinobi hereinzulassen. Hatte man seinen Weg nach innen gefunden, bemerkte man schnell, dass das kleine Häuschen nach Holz roch, also praktisch fast genauso, wie die Inneneinrichtung es einem rein vom Optischen her bereits versprach. Von außen mochte man es nämlich vielleicht eher weniger erkennen, das Innere bestach allerdings durch reichlich gehackte Holzplanken, welche in Reih und Glied geordnet als Wände fungierten und diesen sonderbaren Geruch von sich gaben. Auch die Möbel selbst schienen daraus zu bestehen, sodass man vielleicht sogar Gefahr laufen musste, sich einen Splitter einzufangen, sollte man eine nicht entsprechend behandelte Stelle erwischen. Eventuell sollte der geneigte Besucher aber auch einfach davon absehen, sich daran zu reiben, um derartigem zu entgehen.
    Hebi sah unterdessen davon ab, länger in diesem Schuppen zu verweilen, als es im Moment nötig war. Er hatte weder Gepäck, noch irgendwas anderes, das es zu verstauen galt, da er es in einer beziehungsweise ein paar Siegelrollen mit sich trug, welche sicher und wohlbehütet in einer kleinen Tasche unterhalb seines Rückens ruhten. „Ich gehe mit dem Oberhaupt sprechen, überanstrengt euch in der Zwischenzeit nicht; will ja niemand, dass sich unser Reinblütler nicht mehr in der Lage dazu sieht, die Mission fortzusetzen~“ Tjo, wer ein Tetsuya war, musste damit rechnen, eine Sonderbehandlung zu erfahren, richtig? Immerhin waren sie in Soragakure bekannt wie bunte Hunde, fast jeder verehrte sie allein ihres adligen Blutes wegen. Hebi hatte mit seiner Aktion allerdings eine vollkommen andere Intention im Kopf und zog nach seinen Worten nichtssagend die Tür hinter sich zu und ließ die beiden mit Reika zusammen zurück. Diese überlegte unterdessen, man konnte praktisch hören, wie die Zahnräder in ihrem Kopf ratterten – sogar die metaphorische Glühbirne leuchtete hell auf, als sie sich darüber gewahr wurde, es hier mit einem waschechten Tetsuya zu tun zu haben! „W-woah, entschuldigt mein Verhalten! Hätte ich früher gewusst, welcher Familie Sie angehören, hätte ich Sie doch nicht hierher gebracht! Dieses Hostel ist Ihrer doch gar nicht würdig!“, meinte sie und blickte dem Weißhaar schon wieder panisch entgegen. Danach kam sie auf Toru zu sprechen: „Also nicht, dass ich Ihnen weniger Respekt zollen würde! Tut mir leid, Sie vorhin gefragt zu haben, meinen banalen Wünschen nachzukommen!“ Eine tiefe, entschuldigende Verbeugung in Richtung der beiden Shinobi erfolgte. So tief, dass die Gute fast drauf und dran war, ihre eigenen Beine zu küssen. Man, musste die ein schlechtes Gewissen haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Jan. 2015
  8. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Sanft schwankte das Boot in den Wellen des Meeres, es war zum Glück eine klare Nacht und es herrschte eine ruhige See. Doch selbst beim mächtigsten Sturm hätte sich Jirokou Shunsui nicht von seiner Tätigkeit ablenken und stören lassen. Schweißperlen tropften auf das Holz, eine ganze Menge sammelte sich schon unter dem schwitzenden Körper des jungen Mannes an, der wie automatisiert seine Übungen vollführte. Eine Liegestütz nach der Anderen folgte und der Blondschopf hatte längst aufgehört, die Wiederholungen zu zählen und begnügte sich damit so lange zu trainieren, bis seine Muskeln vor Erschöpfung und Schmerz protestierten. Doch was war der Grund für seine freiwillige Tortur, dass er seinen Körper an dessen Grenzen trieb? Die Antwort war ganz einfach, es war nämlich eine wirklich lange Zeit gewesen, seitdem er das letzte Mal eine Mission für Soragakure bestritten hatte. Viel zu lange war er untätig in der fliegenden Stadt verblieben. Erst, weil er verletzt gewesen und noch lange nicht genesen war. Doch dann war es Furcht, Furcht vor dem Ungewissen, dem Nervenkitzel und er musste sich selbst infrage stellen. War er überhaupt schon bereit dafür? Lange hatte er mit sich gehadert, doch nachdem er einige langweilige Jobs absolviert und seinen Geist und Körper für das Leben eines Shinobi erneut gestählt hatte, war seine Entscheidung gefallen. Und dass allein der Gedanke daran sein Herz schneller schlagen und Vorfreude seine Mundwinkel automatisch ein kleines Grinsen bilden ließ zeigte, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
    Nachdem Shunsui das Training für den heutigen Abend beendet hatte, nahm er sich ein Handtuch und trocknete sich sorgfältig ab. Er roch jetzt sicherlich nicht wie der Angenehmste, doch wenn er gleich raus in die Nachtluft ging, wollte er sich nicht unbedingt eine Erkältung einfangen. Der Blondschopf zog sich rasch an und trat raus in die kühle Abendluft. Als eine frische und kalte Brise über das Schiff fuhr, wusste er, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.Egal wie stark man war, durch Dummheit konnte man sich leicht eine Krankheit einfangen und sich selbst schwächen. Und es lag doch auf der Hand, dass jede Schwächung und Unachtsamkeit zum Tode führen konnte.
    Einer der Matrosen näherte sich dem jungen Shinobi. "Morgen erreichen wir das Festland. Hoffen wir, dass deine Reise nicht umsonst war und dass deine Kameraden noch auf die warten." Der Jirokou nickte diese Information ab und schweifte mit den Gedanken wieder zur kommenden Mission. Jaja, seine Kameraden. In den Unterlagen stand, dass die Mission von einem gewissen Sakkaku Hebi geleitet wurde. Weitere Mitglieder des Teams waren Kazegawa Toru und Hiniko Seishin. Seishin war ihm wohl bekannt und er kannte auch die beiden anderen Namen, wenn er auch nur die Vornamen zu den Personen in seinen Gedanken zuordnen konnte. Der Blondschopf kannte einen Hebi, war sich aber nicht sicher, ob es sich bei dieser Person um diesen Sakkaku handelte. Die Sakkakus waren ein Clan aus Soragakure, doch warum sie genau so ominös waren, das wusste er leider nicht. Das kam auf die To-Do Liste der Dinge, die er noch zu recherchieren hatte. Man musste seinen Feind erst gut kennen, ehe man ihn zu Fall bringen kann. *Wir werden sehen.* Doch zumindest für den Moment sorgenlos konnte er auf das dunkle Meer und die Wellen hinausschauen, die von nichts anderem als dem Mondlicht beleuchtet wurden.

    Die Nacht verging wie im Fluge und am nächsten Tag legte das Schiff wie versprochen am Hafen des Dorfes an. Nun, für ein Dorf schien es ganz groß zu sein, Shunsui hatte sich viel mehr ein paar kleine Hütten vorgestellt und höchstens ein paar Dutzend Bewohner. Aber man konnte sich auch irren, wie man in diesem Fall sah. Shunsui packte seine Sachen und verabschiedete sich von dem Kapitän, der ihm die Überfahrt überhaupt erst ermöglicht hatte. "Da-da-danke n-n-noch m-mal, bi-bi-bis b-bald!" Dann machte er sich endlich auf den Weg und rief sich noch mal einige Details zur Mission ins Gedächtnis. Ein Dorfbewohner war durch Gift gestorben, man vermutete Mord. Und was hassten Mörder am meisten? Richtig, herumschnüffelnde Shinobi. Für den Aufenthalt auf dieser Insel war es wohl besser, nichts anzurühren, was man nicht selbst mitgebracht hatte.
    In gewohnte Muster verfallend, stierte er vielmehr die Straßen als die Menschen an und richtete seine Brille. *Wo finde ich die Anderen wohl am ehesten?* Vermutlich war es das Beste, sich bei dem Bürgermeister der Stadt zu melden und dort den Aufenthaltsort der restlichen Shinobi in Erfahrung zu bringen. Völlig in seine Gedanken versunken, schaute er nicht wo er hinlief, und krachte schließlich mit jemandem zusammen. "Autsch!" Schmerzhaft ging Shunsui zu Boden, wobei ihm die Brille von der Nase fiel. Der Blondschopf tastete kurz nach ihr, ehe er sie fand und sie sich erneut aufsetzte. "E-e-entschuldigung, ich ha-habe d-d-dich ni-ni-nicht g-g-gesehen. Ge-geht es d-d-dir gu-gut?" Dann fiel sein Blick auf die Person, die er umgerannt hatte und sein Herz sank einige Dutzend Zentimeter tiefer. Es war tatsächlich Hebi, das konnte kein Zufall sein. "He-he-hebi? W-w-was ma-machst du de-de-denn hie-hier?" Au ja, das würde spaßig werden. Lasst das Gestottere beginnen!
     
  9. Hiniko Seishin

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    Wie überaus einfach es doch war, sich in so einem Provinzkaff mit einem falschen Namen so tolle Vorteile zu verschaffen. Nachdem Hebi klar gemacht hatte, um welch hohe Persönlichkeit es sich bei Seishin, oder eher Daisuke, handelte, machte es nach nur dreißig gefühlten Stunden bei Reika Klick im Kopf und sie fing an ihn mit Bauchpinseleien zu überhäufen. Hebi machte sich indes auf den Weg den Dorfguru auswindig zu machen und über die Mission auszufragen. Seishin gab ihm in bester Daisy-Manier ein paar Worte auf den Weg: „Tetsuya-sama wünscht euch viel Erfolg und kommt nicht mit leeren Händen zurück.“ Nachdem das Prinzesschen sich vom Acker gemacht hatte, ging es dann richtig los. Das Hostel wäre seiner nicht würdig, sie würde ihren Erstgeborenen nach ihm benennen, sie würde sich gern in seine Leibeigenschaft verkaufen, nein… verschenken! Das Übliche, was man hörte, wenn Seishin irgendwo auftauchte. Jedoch war Tetsuya Daisuke ja aus einem ganz anderen Holz geschnitzt und so konnte er nicht einfach bescheiden abwinken und so tun, als wäre es ihm egal, sondern musste dem schlechten Ruf eines Tetsuya gerecht werden. „Reika-chan, Tetsuya-sama ist nicht erfreut über dein Verhalten… Leere Worte und hohle Phrasen lassen mich auch nicht über diesen Frevel hinwegsehen. Wie wäre es, wenn du schnell anfängst es wieder gut zu machen? Wir denken, dass du mir und meinem Holzfällerfreund erst einmal eine warme Mahlzeit bringst.“ Geschockt machte sich die Dame nach endlosen Verbeugungen an die Arbeit und verschwand in die Küche. „Ich würde sagen, wir folgen der Prinzessin nach dem Essen auch zum Oberhaupt, sonst wird die kleine noch sauer. Ah, da kommt auch schon das Essen.“

    Nachdem sie so wohl gespeist hatten, machten sie sich gemeinsam auf den Weg, um auch den Oberboss der Bosse zu besuchen und zu erfragen, was hier passierte. „Wir könnten das ganze Dorf auch einfach in die Luft jagen, oder was meinst du?“, fragte er den verrückten Shinobi, der mit ihm reiste. Seishin konnte das sicherlich. „So würden auch die Morde stoppen.“ Ein paar Gabelungen unweit des Rathauses (Reika hatte ihnen erklärt, wohin es ging) trafen sie jedoch schon auf ihr Prinzesschen, welches in einem Clinch mit einem… Ohje… Was machte der Junge denn jetzt hier? „Aah, gesucht und gefunden, was für ein Pärchen! Sollten wir die beiden vielleicht alleine lassen, Holzfäller-chan?“ Wenigstens konnte die Gruppe in Ruhe zusammen zum Bürgermeister gehen.
     
  10. Kazegawa Toru

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    Tetsuya Daisuke, hm? Wie man sich doch in einigen Leuten täuschen konnte. Also war der Dauergrinser in Wahrheit einer dieser superreichen Oberüberklasse-Schnösel, der dachte sich mit seinem Namen und genügend Moneten alles leisten zu dürfen? Einfach so? Und das erste was er tat war, Toru ein Mittagessen zu spendieren? Hielt ihn der etwa für käuflich? Ein Kazegawa ließ sich nicht bestechen! "Ein Kazegawa lässt sich nicht bestechen!", gab er dem Weißkittel dann auch klipperklar zu verstehen, während er sich mit dem Suppenlöffel über seine Portion Eintopf hermachte. "Ach so, du meinst Hebi? Ist der wirklich 'ne Prinzessin? Seltsam... naja, vielleicht trägt er keine Krone, weil er sich schämt. Andererseits ist es Hebi..." und der Hebi den er kannte, hätte nicht nur seine Krone, sondern verdammt nochmal auch den Mantel und das Szepter der Königswürde mit sich herumgetragen und jeden darauf hingewiesen, dass er nur mit 'seine Hoheit' angesprochen werden durfte... wenn überhaupt! "Joa, ich denke das wäre das Beste. Ich weiß nämlich nicht, was der Bürgermeister hier für ne Figur ist und deshalb sollten wir uns besser Sorgen um ihn machen. Bevor sich Hebi um ihn sorgt."

    "In die Luft jagen? Ein ganzes Dorf? Ich glaube, als man das das letzte mal versucht hat, ist das Kaff sogar oben geblieben. Und mittlerweile stellen sie dort Ninjalizenzen aus... nee, sowas brauchen wir nicht nochmal. Dann gingen ja die ganzen Alleinstellungsmerkmale verloren, für die Touristen." sagte er dem verrückten Shinobi, mit dem er reiste. Der sah auch garnicht so aus, als ob der sowas wie einen dörflichen Overkill bewerkstelligen könnte. Ihm fehlte das gewisse Etwas - und mit 'gewisses Etwas' meinte Toru Patronengurte, Bandana mit Augenklappe und Zigarre! So stellte er sich einen echten Dorf-in-die-Luft-Jäger vor. So einer kam immer zurück... bis man ihn zum Bürgermeister ernannte. Doch Seishin erwähnte auch ganz nebenbei die Absicht hinter seinem explosiven Plan, was Toru nur schlüssig vorkam. "Und zwar alle auf einen Schlag. Inklusive Mörder." Mooooment, irgendwo war doch da ein Haken, nicht? Oh ja, richtig. "Äh... obwohl ich dir theoretisch vollkommen zustimme... wäre das dann nicht sowas wie präventiver Mord? ... Ich glaub' den Film habe ich gesehen... " Er erinnerte sich eigentlich nur noch an die Stelle mit den Augäpfeln, aber naja. "Oh, hey...", wer auch immer das schonwieder war, "... du." Kaum ließ man den Sakkaku mal fünf Minuten allein, schon gabelte er irgendwelche Gestalten auf. Und dann waren das auch noch solche Gestalten, die den Gestalten, die Toru zu kennen glaubte, ähnlich sahen. "Shun.... si? Oder so ähnlich." Ja, irgendwo hatte er den schonmal gesehen und auch der Name passte in etwa dazu. "Alleine lassen? Ihn? Mit Hebi? Ich dachte du wolltest die Morde im Dorf stoppen?" Denn ohne Zweifel würde es zu einem weiteren plötzlichen Todesfall kommen, wenn das Rotauge sich zu lange in der Gegenwart des tollpatschigen Blonden aufhielt. Hebi war ja schon von dem Kazegawa genervt und er war, wie allgemein bekannt, eine der geschicktesten, intelligentesten und am wenigsten nervtötenden Personen diesseits von... jenseits.
     
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  11. Sakkaku Hebi

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    Da wollte man nichtsahnend einen netten Spaziergang zum Bürgermeister wagen, um die Mission so schnell wie möglich hinter sich bringen zu können und die zwei anderen Idioten von sich zu haben, da rempelte ihn schon der nächste Behindi an. Wer oder was genau der gemeine Stolperer war, der ihn hier so unverfroren an- und beinahe umstieß, wusste Hebi erst dann, als er im Inbegriff war den Schuldigen anzukacken, musste er ihn dafür immerhin irgendwie angucken, sonst fruchtete das ja wohl kaum. Die netten und überaus freundlichen Sätze des Rotauges blieben jedoch unerwartet aus als es realisierte, wer genau vor ihm lag und später auch stand und seine Brille zurecht rückte. Shunsui? Was machte der denn hier? Sag nicht, der ist ebenfalls wegen der Mission in Lummerland... "Wer weiß? Hast du zufällig einen Zettel von der Verwaltung für mich oder machst du hier nur Urlaub? Ich hoffe für dich Scheißer, dass erstes der Fall ist." So oder so würde die Frage wohl für den Jirokou eindeutig sein, konnte man sich aus dieser schließlich spielend leicht herleiten, dass Hebi aufgrund eines Auftrag auf dieser Insel Anwesenheit zelebrierte und den Fauxpas des Jiroku allein deswegen einmal in seinem Leben verzeihen würde - je eher er hier weg war, umso besser; keine Zeit, sich auch noch mit solchen Kinkerlitzchen herumzuärgern. Anständig wie Shunsui nun einmal war, übergab er dem netten Sakkaku unter wildem Gestottere das gewünschte Stück Papier, auf welchem stand, dass er wohl genauso Teil des Teams sei wie die beiden anderen Hohlbirnen. Für Hebi bedeutete das im Umkehrschluss nicht mehr nur doppelte, sondern gleich dreifache Arbeit. Vielleicht hatte sich der Blonde allerdings mehr unter Kontrolle als Seishin und Toru und erzählte nicht direkt der erstbesten Person, weswegen sie hier waren. "Gut, Blondie. Dann hab ich gleich mal ein paar tolle Informationen für dich.", meinte Hebi und zerpflückte den Zettel während dieser und folgender Worte in winzig kleine Bestandteile und schaute sich um, "Dein Freund Daisuke war so freundlich, die Leiterrolle offiziell zu übernehmen. Wenn wir also unter Menschen sind und du irgendwas willst, wendest du dich an ihn. Ich werde mich schon irgendwie melden, wenn was sein sollte." Die Schnippsel des Zettels flogen im Wind umher, verteilten sich auf den Straßen Lummerlands und versanken in einigen Pfützen. Zum Glück befand sich im Moment niemand in ihrer Nähe, sonst hätte er wahrscheinlich auch nicht so offen mit Shunsui sprechen können. "Er war im Übrigen mit Toru zusammen auch so nett, direkt der erstbesten Person mehr oder weniger mitzuteilen, wer wir sind und was wir hier machen. Ich erhoffe mir von dir somit ein weitaus professionelleres Verhalten - Verstanden?" Weniger eine Frage als ein tatsächlicher Befehl. Noch mehr Inkompetenz konnte er echt nicht gebrauchen. Nicht hier, nicht bei dieser Mission. Wobei er bei Shunsui eigentlich keine Bedenken hatte. Jeder Mensch drehte sich bei dem Gestottere lieber um und verschwand einfach, eher er irgendwas Nützliches daraus hätte ziehen können. "Des Weiteren wirst du nichts, absolut nichts, von dem, was du in den folgenden Minuten, Stunden, Tagen erfährst, an die beiden Idioten weitertragen, es sei denn, ich sage etwas anderes. Ich weiß, das wird schwer für dich werden, seit du mit Daisuke ja so unheimlich gut befreundet zu sein scheinst, aber es sollte wohl auch für dich ersichtlich sein, dass du schneller zu Hause bist, wenn niemand dem Erfüllen der Mission im Weg herumsteht. Andernfalls sehe ich mich gezwungen, dafür zu sorgen, dass ihr euch kollektiv verpisst und ich ein neues Team rankriege, mal davon ab, dass ihr schlussendlich ziemlich blöd vor der Verwaltung aussehen werdet." Die wird sich freuen, solche Leute auf einen Auftrag mit dem Rang C gelassen zu haben. Hoffentlich rissen sie sich nun alle mal am Riemen und machten das, wozu sie ausgebildet wurden. Hebi war nun echt niemand, dessen höchste Priorität das Missionsziel darstellte, aber deswegen sabotierte er es nicht gleich mutwillig. Vielleicht waren sie aber auch wirklich einfach nur strunzendumm - so genau wusste er das gar nicht. Also wenn man von Toru absah.

    Völlig gleich, ob Shunsui dazu noch etwas zu sagen hatte oder nicht, wandte sich Hebi auch schon wieder von ihm ab und gab ihm mit einem herzlichen "Mitkommen." zu verstehen, dass er ihn nun zu seinem Zielort begleiten durfte - das Haus des Bürgermeisters. Dieses war nicht im Ansatz so riesig, wie man es sonst kennen würde, überraschte im Endeffekt aber niemanden, da es sich bei Lummerland um ein Dorf handelte und nicht um ein riesiges Land oder dergleichen. Hebi schätzte, für solch derart teure Unterfangen besäße es gar nicht erst die finanziellen Mittel. Das Gebäude war nicht einmal sonderlich gut bewacht und er und Shunsui konnten lockerflockig an der Anmeldung vorbei und direkt zur Tür des Mannes voranschreiten, der schon seit ein paar Wochen auf sie wartete. Hatten sie diese hinter sich zugeschmissen, blickten sie ein paar ebenso rote Augen wie des Sakkaku an und gaben mit der nach oben gezogenen Augenbraue genau das wieder, was der Besitzer eben jener wenig später zu fragen pflegte: "Sie... Kann ich helfen?" Hätte er seine Stimme nicht etwas erhoben, hätte man wahrscheinlich gar nicht verstehen können, was er sagte, da Mund und Nase des Herren hinter einer roten Maske und einem überaus langen Kragen versteckt waren, der zu einem genauso weit geschnittenen Mantel gehörte. Seine Haare waren schneeweiß; was das Alter anging, so konnte man ihn anhand Stimme und dem bisschen Gesicht, das man sah, auf ungefähr auf Mitte zwanzig schätzen. "Nein. Leider Gottes sind wir diejenigen, die helfen... müssen." Gesagt und sein Amegakurestirnband auf den Papierhaufen des Bürgermeisters geklatscht, fletzte sich der Sakkaku in einen der Stühle vor dem hölzernen, großen Tisch. "Wir sind die Shinobi, die angeheuert wurden, um die Giftmorde zu stoppen." Erneut fragend schaute der Mann den beiden Ninja entgegen. Die kamen ein bisschen spät, oder? Wie dem auch sei... "Richtig. Ich erinnere mich, Soragakure vor langer Zeit um Hilfe gebeten zu ha-" "Schön, schön. Komm zum Punkt. Was genau ist hier los?" Mit einem kaum hörbaren Grummeln zählte der Weißhaarige bis drei, um sich zu beruhigen. Der Shinobi ihm gegenüber stellte seine Nerven schon jetzt auf die Zerreißprobe. So ein ungehobeltes Verhalten... "Wie Sie sicherlich wissen, sind in den letzten paar Tagen und Wochen einige Menschen tragisch ums Leben gekommen. Allerdings weiß bisher noch niemand so recht, wieso genau. Ich vermute, dass es was mit Giften zu tun hat, denn alle Opfer klagten vor ihrem Ableben einige Tage lang über Bauchschmerzen und Übelkeit, später über Erbrechen und Durchfall und sind schlussendlich nach einer Woche an den Symptomen verstorben." "Irgendein Zusammenhang oder eine Verbindung zwischen den Opfern bekannt? Ein erkennbares Motiv oder sowas?" "Nein. Lummerland ist ein ziemlich ruhiges Dorf, wenn man von den Marktschreiern absieht. Und wenn sich jemand streitet, bekommt das jeder mit, völlig unabhängig davon, wer er ist. Kaum etwas bleibt hier im Geheimen - typisch Dorf eben. Dabei gab es in letzter Zeit nichts, das solche Morde rechtfertigen könnte." "Also kann ich davon ausgehen, dass die Opfer auch eher zufällig ausgewählt zu sein schienen?" "Richtig." Hm. Half ihnen ja jetzt nicht sonderlich weit. Das einzig Interessante war die Sache mit den Symptomen und der Dauer. Damit ließ sich allerdings noch kein Mörder fangen.
    War Hebi im Moment auch fürs Erste egal; ihm brannte eine andere Frage auf der Seele. "Wie kommt es eigentlich, dass jemand Junges wie du bereits das Amt des Bürgermeisters trägt? Man sollte meinen, man hätte in dem Alter besseres zu tun. Vielleicht sogar Missionen? Erinnerst mich mit deiner Maske stark an einen Ame-Nin." Er hatte zwar direkt ins Schwarze getroffen, einen überraschten Gesichtsausdruck machte Higurashi Aito und damit der Bürgermeister allerdings nicht, sah man ihm das Shinobi-Leben immerhin fast schon richtig an. Man musste blöd sein, um nicht zu erkennen, dass er mal ein Ninja war. "Irgendwann kommt der Punkt im Leben, an dem man sich zur Ruhe setzen will. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Die Leute hier haben bis zum Zeitpunkt meines Erscheinens niemanden gehabt, der sie beschützen konnte, also hab ich mir ein Herz gefasst und den Posten übernommen." "Und was ist mit dem alten Bürgermeister? Der hat das einfach so hingenommen?" Hebi konnte sich gut vorstellen, dass man sein Amt nur ungern an jemand so Junges abtrat. "Wie bereits gesagt, sind wir Lummerländler ein sehr ruhiges und friedliebendes Völkchen - natürlich gab es bei der Übernahme keine Probleme; er hat es sogar gewünscht. Vor allem, weil es sonst keiner machen wollte." "Also besser den Fremden ranlassen? Schon klar." "Sind Sie hier, um die Mordfälle aufzuklären oder um meinen Posten in Frage zu stellen? Wenn Sie also keine weiteren Fragen haben, bitte ich Sie zu gehen. Ich habe noch einiges zu tun." Demonstrativ schob er einen gewaltigen Berg an Zettelwirtschaft zwischen sich und die beiden Genin. "Übrigens der Grund dafür, wieso ich mich nicht selbst darum kümmere, sollten Sie sich fragen, wieso ich Hilfe von außerhalb anfordere." "Hooo~, wie vorausschauend.", meinte Hebi ruhig in offensichtlich gespielter Überraschung und stand auf. "Dann bleibt für uns hier wohl nicht mehr viel zu machen. Wir melden uns, wenn wir weitere Fragen haben und/oder was neues wissen!" Ehe Hebi die Tür hinter sich zumachen konnte, wandte sich der Higurashi allerdings noch einmal an ihn und vornehmlich an Shunsui - der schien im wesentlich gescheiter als der komisch bescheuerte Sakkaku da. "Ich habe im Übrigen einen Arzt auf die Leichen angesetzt und sie untersuchen lassen, fällt mir gerade ein. Er sollte zusammen mit seinen Ergebnissen morgen Mittag in Lummerland ankommen. Nehmt ihn bitte am Hafen in Empfang und gebt ihm Personenschutz, während ihr ihn zu mir geleitet." Wunderbar, dass ihm das so nebenbei einfiel. Vermutlich war es allerdings Hebis Schuld. Der provozierte so sehr, dass man gerne einmal ein paar Dinge vergaß und sich lieber damit beschäftigte, ihn so schnell von der Pelle zu haben, wie es nur menschenmöglich war.

    Unten vor der Tür und damit außerhalb des Gebäudes gingen dem Sakkaku einige Gedanken zu der Mission durch den Kopf. Wie sollte er hier am besten vorgehen? "Letztlich haben wir eigentlich nichts herausgefunden, das uns irgendwie weiterbringen könnte. Super." Sichtlich begeistert atmete er genervt aus. "Du bist doch Medic-Nin, richtig? Kannst du auch Gifte aus den Körpern irgendwelcher Leute ziehen oder entzieht sich das deinem kümmerlichen Kompetenzbereich?" Wenn Shunsui es könnte, wäre er auf jeden Fall eine ungemein große Hilfe. Wenn nicht, konnte es ihm der Arzt sicherlich noch zeigen - je nachdem, wie lernbereit der Jirokou am Ende war. Vielleicht würde er am Ende noch derjenige sein, ohne den die Mission nichts geworden wäre. Wer weiß, wer weiß?
    Aufgrund eines Magengrummelns und der Tatsache, dass Hebi schon lange nichts mehr gegessen hatte, entschied er für die beiden, dass es nun an der Zeit war, nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Wenn er jetzt nicht komplett falsch war, ist er auf seinem Weg zum Bürgermeister doch an einer kleinen Bäckerei vorbeigekommen. Dort kaufte er sich zwei belegte Käsebrötchen und setzte sich auf das Fensterbrett der Bäckerei, ehe sein Gekauftes auspackte und hineinbiss. Beim Kauen bemerkte der Dunkelhaarige jedoch so ein, zwei Personen, die ihn direkt wieder überdenken ließen, ob es gut war, eine Mahlzeit einzunehmen. Irgendwie wurde ihm bei ihrem Anblick schlecht. War er etwa vergiftet?! Nein, nur ein Arschloch. "Ihr seid hier, weil...? War Reika-chan dem großen Tetsuya-sama etwa nicht toll genug?"

    [Out: Das nächste Mal bitte inhaltlich nicht so vorpreschen oder Bescheid sagen, dass ihr nichts zum Posten habt, damit ich Infos geben kann. Reika hätte euch ein paar nützliche Dinge erzählen können und ich hätte nun nicht so'ne Textwall machen brauchen. Ich wollte das alles eigentlich in 3-4 Posts machen und euch mit einbeziehen. ^^ Und sorry, dass ich mir jetzt auch nochmal ne Woche Zeit gelassen habe. Ich find's immer unheimlich schwer, nach so langer Zeit wieder reinzufinden und neige dann selbst zum Schleifen. q.q]
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juli 2015
  12. Hiniko Seishin

    Hiniko Seishin Member

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    Tja, endlich hatten sie ihre beiden Turteltäubchen eingeholt (wo sie von einem der Täubchen nicht einmal wussten, dass es anwesend war) und schon verfiel der gute Mann wieder in sein typisches Alphatier-Macho-Gehabe. Seishin hatte genug Leute dergleichen kennengelernt, die den Mund aufrissen, sich aber dann, wenn es darauf hinauslief die harte Aufgabe eines Shinobis auszuführen, lieber übergaben oder in die Hosen machten. Er hatte all diese tollen Leute schon erlebt und sein heißgeliebtes Prinzesschen hier war da offensichtlich keine Ausnahme, so wie er bockig weggelaufen war. „Yare, yare“, fing Seishin an und strich sich arrogant die Haare aus dem Gesicht, „für meine adligen Geschmäcker reicht leider diese einfache Herbergendirne nicht. Aber das Essen dort hat uns vorzüglich gemundet. Ja, ja! Aber sagt meine fleißigen Arbeitsbienen, habt ihr denn neues vom Oberhaupt dieses wundervollen Dorfes erfahren können?“ Eigentlich konnte er nicht wirklich viel erwarten und noch viel eigentlicher hatte er das auch nicht, er hatte nur vorhin diese Lüge benutzt, damit er sich nicht wirklich vorstellen musste, es endlich voranging und er den Namen von Daisuke ein wenig in den Schmutz ziehen konnte – Seishin war nicht Teamleiter. Und auch sein richtiger Leiter hatte das scheinbar nicht vergessen, gab er doch sofort wieder Befehle auf seine höchst reizende Art und Weise und befahl dem Rest sich im Dorf umzuhören.

    Ob er Shunsui folgen sollte und sich über den Rest hier erkundigen sollte? Vielleicht wusste er mehr, als hier offensichtlich wurde. Nun, er hob sich diese Möglichkeit wohl besser erst einmal für einen späteren Moment auf und nutzte diese Zeit der Ruhe vor der Anderen, um sich ein wenig in einem nahen Cafe zu entspannen. Sollte das Prinzesschen doch auch mal zeigen, wie gut es arbeiten konnte.

    Also machte es sich Seishin im Cafe „Cholermüs“ bequem und lauschte der Ruhe. „Hast du schon gehört? Kunigunde hat schon wieder einen neuen Geliebten!“ Ohje… Seishin wollte doch nur seine Ruhe haben, wieso kamen auf einmal solche Klatschweiber in dieses Cafe? „Wirklich? So kurz nach dem Mord an Kunibert?“ „Ja, kennst du diesen Romualdo von den Wachen? Ich hab ihn gestern gesehen, wie er durch die Gassen in ihr Quartier geschlichen ist!“ Seishin hatte kurzzeitig schon die Ohren gespitzt, aber fing dann sofort damit an seine Sachen zu packen, als die gute andere Frau wieder ausholte. „Danach hörte man sie nur schreien, als hätte sie einen gigantischen…“

    Als Seishin fast aus dem Cafe flüchtete ohne irgendwas bestellt zu haben, rannte er doch direkt in einen alten Mann, der gerade Wasser nach Hause tragen wollte. „Nanu, junger Mann, wohin denn so eilig.“ Er war sich unsicher, ob er sagen sollte, was er gerade gehört hatte und wollte primär hier eigentlich weg, aber die beiden Frauen hatten mittlerweile ihre Köpfe enger zusammengesteckt und kicherten was das Zeug hielt. Der alte Mann sah ihn immer noch erwartungsvoll an und so blieb Seishin wohl nichts anderes übrig als zu antworten. „Über meinen Salat dort kroch eine Spinne, deswegen wollte ich so schnell wie möglich weg.“ Nicht ganz die Wahrheit, aber nunja, er wollte den Tratsch hier nicht noch weiter breittreten. „Ja, ich sehe zwei besonders große Spinnen.“ Der alte Mann schulterte mit jugendlicher Kraft wieder sein riesiges Wasserfass und bedeutete Seishin ihm zu folgen. Eigentlich konnte er sich besseres vorstellen, als sich nun Geschichten aus den alten Tagen, als es noch keine Shinobi gab anzuhören, aber die Alternativen waren doch recht begrenzt. „Du bist aus Soragakure, oder?“ Meinte der Opa und deutete auf den Gürtel, wo Seishin sein Stirnband trug. Seishin nickte nur, es gab wohl keinen Grund dies zu verheimlichen. „Nun, dann werden vielleicht diese schrecklichen Morde aufgeklärt. Kunibert war mein Sohn musst du wissen. Ich wüsste nicht, was man gegen ihn haben könnte, ein guter Junge. Konnte keiner Fliege etwas antun, schrecklich.“ Der alte Mann wusste vielleicht auch etwas über die anderen Morde, aber bevor er danach fragen konnte, kam der alte Mann ihm schon zuvor. „Seltsamerweise hatte Isabella gar nichts mit unserer Familie und vor allem nicht mit Kunibert zu tun. Ich kenne ihre Mutter beiläufig. Ein steiler Zahn, sag ich dir.“ Ohje, ging das hier wieder los. „Was ich über sie gehört habe… Sie soll neben ihrem Mann noch zig andere Liebhaber haben, die in ihrem Haus ein- und ausgehen, wenn sie allein ist. Ich wünschte ich könnte einer davon sein!“ Seishin hatte genug gehört und sprang aufs nächste Dach. „Danke für das Gespräch, alter Mann.“ Nach einem kurzen Winken war er auch schon verschwunden und bewegte sich grazil über die Dächer, auf der Suche nach neuen Informationen. „Hast du gehört?“ als er diese Worte in einer nahen Handelsstraße hörte, hielt er kurz inne. „Holsteiner Knochenschinken ist um 30% reduziert!“ „Wie günstig!“ Was für eine Irrenanstalt war das hier eigentlich?
     
  13. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Active Member

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    Sein Name war Kazegawa, Toru Kazegawa. Ninja-Registriernummer 0**0*7**. Den Rest hatte er vergessen. Er war unterwegs im Auftrag seiner Majestät... oder zumindest eines halbwegs adeligen Typen aus Kiri... na gut, eigentlich kam die Anweisung von Hebi, aber das klang irgendwie lahm. So wie auch der Inhalt dieser streng geheimen Mission, an der das 'streng geheim' lediglich bedeutete, dass sie den Leuten nicht mitzuteilen hatten wer sie waren und weshalb sie sich in Lummerland aufhielten.

    "Erwartest du etwa von mir, dass ich rede?" Das brachte selbst den hartgesottenen Toru mal zum kichern. "Nein, Herr Bäcker. Ich erwarte von ihnen, dass sie mir endlich mein Käsebrötchen aushändigen. Danke... wie kommen Sie eigentlich darauf, dass ich irgendetwas von ihnen hören wollen würde? Abgesehen von 'Hier bitte sehr, das geht auf's Haus.'. Was denn?" Der finstere Blick des dicklichen Mannes hinterm Tresen machte dem Kazegawa klar, dass er es hier mit einem von der ganz harten Sorte zu tun bekam. Das Brötchen bestätigte seine Vermutung. Mit jemandem der gut und gern doppelt so viel wog wie man selbst und der jeden Morgen vor dem Rest des Ortes aufsteht, um schwere Teigklumpen weich zu kneten legte man sich nichtmal als Taijutsuka gern an. Erst recht dann nicht, wenn man offiziell vorübergehend garkeiner war. Dafür hatte er sich bereits das perfekte Alibi zurechtgelegt, sollte jemand unbequeme Fragen stellen. "Ich kann dich immernoch nicht zuordnen Junge. Wo hast du gesagt kommst du her?" Ha! Ein plumper Versuch, sein meisterhaftes Tarngespinst auffliegen zu lassen. Was für Amateure! "Ich komme aus Nami-no-Kuni, meine Tante Grok besuchen." "Den Namen hab ich hier aber noch nie gehört." "Sie wohnt ja auch in Iwa." Puh, das war erstaunlich knapp gewesen! Während der gequälte Gesichtsausdruck des Bäckers dessen Anstrengungen, Torus Erklärungen zu folgen, erkennen ließ, nutzte dieser die Gelegenheit und harkte nun doch noch einmal nach. "Gibt es hier eigentlich viele Besucher? Ich hab auf dem Weg irgendwas von Toten gehört?"

    Wenn der Mann nur solche Brötchen backte hätte man meinen können, die Leute seien eher an Hunger als an Gift zu Grunde gegangen... oder von Teigwaren gesteinigt worden. Toru aß sein Stein- pardon - Käsebrötchen trotzdem tapfer auf, um keinen Verdacht zu wecken. Ironischerweise zog gerade das die Aufmerksamkeit einer alten Frau hinter Toru auf sich. "Eh? Hast du eben das ganze Brötchen auf einmal runtergewürgt? Ohne es in Kaffee aufzuweichen, wie es hier im Laden Sitte ist?" "Joa, ich mag keinen Kaffee..." Plötzlich kam ihm ein Geistesblitz. "... der schmeckt eklig und meine Tante sagt, man kann daran sterben. Wissen Sie da genaueres?" "Hmmm... ich habe noch nie davon gehört, obwohl mein Schwager von Chi-Bo ja tatsächlich immer Sodbrennen bekommt. Da muss ich in letzter Zeit immer an die arme Frau Puder denken... ", daraufhin fiel ihr der Bäcker ins Wort: "Ah, genau! Das war doch die Frau des Gemischtwarenhändlers, ne? Bei der habe ich immer meinen Staubzucker gekauft." Toru beobachtete den Mann ganz genau, bis er sich schließlich sicher war, dass dieser das tatsächlich ernst meinte. "Ist einfach so tot umgefallen. Von einem Augenblick auf den nächsten... eben noch das blühende Leben und ZACK kippte sie in die Feinkost. Meine Freundin Knorga hat mir gleich am Nachmittag berichtet wie scheußlich sie neben dem Kasseler ausgesehen hatte." Wieder überprüfte Toru gründlich die Ernsthaftigkeit der getätigten Aussage. Puderzucker und Knorga? Selbst die Ureinwohner hatten sich glaubhafter benommen - und bei denen gab es zum Mittag Nachbareintopf, bei dem zwischen den Fettaugen auch das ein oder andere echte zurückstarrte.

    Toru verlies die Bäckerei, Hebi und das Käsebrot, Knorga und Frau Puder mit dem Zucker des Bäckers und beschlos sich ein wenig die Füße zu vertreten... wobei er Brunnen vorsorglich mied. Sogleich lief er einem Kanalarbeiter in die Hände. Was für ein Tag. "Wo genau liegt das Problem, Kumpel?" Das war der erste Satz des dürren Mannes und wohl an Toru gerichtet, da sich sonst niemand in Reichweite befand. "Ich... weiß nicht?" Der Mann nickte wissend. "Ja ja, das ist die Jugend von heute. Keine Ahnung was in der Welt passiert. Denk mal an, Kleiner! Hier ist erst vor kurzem so ein junges Ding umgekommen, ja ja, glaubs mir ruhig. Lag tot in der Feinkost das arme Ding. Wie hieß die noch gleich... mal überlegen... Kluntje oder so ähnlich..." "Puder." "Ach, mensch genau! Kluntje war ja ihr Mädchenname... sie hatte eine harte Kindheit heißt es. Aber sag mal... hallo? Wo issser denn auf einmal hin?"

    Im vorbeigehen (inzwischen durchstreifte Toru Lummerland so eilig, dass ihn niemand mehr ungestraft anzusprechen gedacht hätte, ohne Gefahr zu laufen vom Fahrtwind umgeweht zu werden) hörte er jemanden etwas von reduziertem Schinken sagen... woraufhin ihm ein möglicher Grund dafür in den Sinn kam und ihm schlagartig übel wurde.
     
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  14. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Well-Known Member

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    Eigentlich schon seltsam, dass Hebi nicht einmal Lügen musste, als er die Frage nach den neuen Informationen bezüglich der Mission verneinte und den Hiniko deswegen mit einem einfachen, alles sagenden "Nö." abspeisen konnte. Schön war auch, zu hören, dass er und Toru es sich in der Zwischenzeit gutgehen lassen haben und könglich gespeist zu haben scheinen, bedeutete das im Umkehrschluss, dass sie nichts taten, was dem Auftrag selbst irgendwie abträglich geworden wäre, wenngleich natürlich immer noch die Glaubwürdigkeit der Sätze des Weißhaarigen anzuzweifeln war. Allerdings widersprach Toru hingegen mit keiner Faser seines Körpers, sodass Hebi durchaus annahm, dass sie tatsächlich nur gegessen haben, während er und Shunsui zum wenig informativen Oberhaupt gewatschelt sind. Er glaubte, dass der Kazegawa ohnehin nicht smart genug war, solch einfache Lügen aufrechtzuerhalten und im ersten Moment verräterisch zwischengeredet oder sich anderweitig bemerkbar gemacht hätte, obgleich die Tatsache, dass er ein Gutmensch war und mit naiver Sichtweise durch Welt zu gehen wusste, noch einmal ihr übriges tat, um Kompetenzen in Puncto Verlogenheit bei dem Jungen auszuschließen.
    Natürlich war es da auch verwunderlich, dass der Sakkaku die Gruppe dazu anhielt, sich zu Trennen, um Wissenswertes bei den Bürgern in Erfahrung bringen zu können, aber irgendwo hoffte er, dass Toru zumindest nicht damit überfordert wäre, einfach keine Informationen über sich herauszugeben. Dafür musste er nicht einmal lügen, sondern simpel an sich halten - so schwer konnte das doch nicht sein, richtig? Da für den Moment jedoch keine Möglichkeit bestand, dass das Rotauge dem nachgehen und die gewissenhafte Umsetzung seines Befehls in Erfahrung bringen konnte, weil es schlichtweg andere Sachen zu tun hatte, musste es vorerst abwarten und Brötchen essen, was sich seltsamerweise als schwieriger herausstellte, als zuvor anzunehmen. Das Ding war hart wie Stein, Hebi zwar nicht unbedingt schwächlich, aber den Kampf gegen die Backware hatte er eindeutig verloren, egal wie er es drehte und wendete. Grund genug, noch einmal in die Bäckerei hineinzustiefeln und dem Typen, der ihm das Scheißteil verkauft hat, ordentlich den Marsch zu blasen - dem großen Sakkaku Hebi, seiner Hoheit, seinem Gott, hatte man solches Geretze nicht zu verkaufen, es sei denn, man legt keinen Wert auf weiteres Bestehen seiner nichtigen, sinn- und witzlosen Existenz!
    Mehr oder weniger wutentbrannt richtete sich der Dunkelhaarige von der Fensterbank auf, als die anderen schon längst wieder weg waren und war im Inbegriff, die gläserne Eingangstür der Bäckerei einzutreten und sein Geld zurück zu verlangen, als er bemerken durfte, dass er etwas total schreckliches getan hatte, als er das Brötchen unachtsam in irgendeine Ecke der Straße warf: Er erschlug eine Katze. Mit einem Brötchen. Mit einem Brötchen, das härter war als die Stahlkappen seiner Stiefel und mit einem Brötchen, das Diamant pulverisieren könnte, wenn man es nur richtig einsetzte. Man konnte schon sagen, dass diesem Teil unheimliche Machte innewohnte. Diese Macht interessierte den Sakkaku allerdings eher peripher, musste er doch sicherstellen, dass es dem Kätzchen gutging, das er zuvor so rüde beworfen hatte. Die Wut auf den Bäckereisfachverkäufer schien wie verflogen, viel eher herrschten Gedanken über eine mögliche Rettung des Kätzchens vor. In solchen Moment wäre es gut, ein paar heilende Techniken in seinem Repertoire zu wissen, zum Glück konnte er jedoch darauf zurückgreifen, dass Shunsui ein wenig fancy Medic spielen und das Tier wenn möglich retten konnte. War doch klar, dass jemand, der Menschen half gleichzeitig dafür qualifiziert war, das Gleiche bei Vierbeinern zu machen und ihr weiteres Leben garantieren könnte!
    Nun war es allerdings irgendwie Segen und Fluch zugleich, dass Katzi sofort auf dem Sprung war als sich Hebi ihr nähern wollte. Segen, weil sie noch zu leben schien; Fluch, weil er nicht in Erfahrung bringen konnte, ob es ihr wirklich gut ging. Außerdem hätte er sie gern gestreichelt.
    Vermutlich hatte sie einfach nur Angst, weil er einen solchen Anschlag auf sie verübte. Konnte der Sakkaku nun aber nicht so einfach im Raum stehen lassen, weswegen er dem Tier eine ganze Weile lang nachjagte, bis es sich schlussendlich in die Ecke gedrängt sah und aus Verzweiflung und Angst heraus versuchte, den Riesen mit den stechend roten Augen vor sich mit Schmuseattacken zu besänftigen. "Ha, so eine Gute~" Zufrieden und glücklich streichelte Hebi sie unter dem Kinn. Gott, war die süß! Kann er sie mit nach Hause nehmen?

    "Kuhliefumdenteich!!! Heeeey!! Wo bist du???"
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. März 2015
  15. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Active Member

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    Plötzlich legte sich ein Schatten über die Szenerie und überdeckte Hebi, den Stubentiger und dessen Bekannte mit Schwermut, Dunkelheit und Vorahnungen. Tot von oben? Die Ursache war eine Gestalt, nicht mehr als ein finsterer Umriss aus der Perspektive der eben genannten Beobachter, die sich aus noch unerfindlichen Gründen in dem Augenblick, in dem der Ruf nach Kuhliefumdenteich erschallte, vor die gleißende Scheibe der Sonne katapultiert hatte. Aber was hatte es mit diesem Phänomen auf sich? War es ein Vogel? War es ein Komet? Nein! Es... war Toru. Zusammengekauert zu so etwas wie einer menschlichen Kanonenkugel rotierte er mit Spitzengeschwindigkeiten direkt auf die Mitte der illustren Versammlung zu, löste seine projektilartige Form kurz vor dem Aufschlag und landete katzengleich auf den Füßen und einer Hand - der Dramaturie wegen. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Man, das ging vielleicht auf die Knie! "Melde mich zurück. Ich konnte ein paar Dinge in Erfahrung bringen - hauptsächlich, dass wir es hier mit einem Haufen Wahnsinniger zu tun haben. Sonst ist mir nichts auffälliges begegnet. Äh, hi.", fügte der Gelandete hastig hinzu, als er noch jemanden außer Hebi und dem domestizierten Mäusekiller bemerkte. Besagte Person hätte zum Thema 'nichts auffälliges begegnet' allem Anschein nach das ein oder andere zu ergänzen gehabt, wichtiger schien aber Torus Aussage zur geistigen Verfassung der Stadtbewohner. Der Kazegawa machte sich um mögliche Widerworte keinen Kopf. Er hatte Dinge gesehen... Dinge, die für ihn nur einen logischen Schluss zuließen. Wie die betreffenden Personen seine Einschätzung aufnahmen war ihr Bier. "Oh, was macht die Mieze hier? Ist die etwa verdächtig?" Von Kampfkatzen hatte er schon gehört, sogar von ganzen Familien die ihre Katzen zu Ninjas ausbildeten! Aber... auf der anderen Seite saß da vor ihm diese Katze und... "Neeeeeeee, du hast bestimmt keinen abgemurkst, oder? Miezmiezmiez." "Ku- Kuhliefumdenteich, was machst du nur für Sachen? Einfach auszubücksen. Schon wieder!" "Wie haben Sie mich gerade genannt?" Das hatten doch wohl eben alle Anwesenden gehört oder? Eine öffentliche Beleidigung! Und dann auch noch in Anwesenheit einer armen, unschuldigen Katze! Toru platzte gleich der... Kragen! Jetzt fehlte nur noch, dass sich diese unverschämte Person erdreistete, sich aus der von ihr (ohne Zweifel in voller Absicht) herbeigeführte Situation damit herauszureden, sie hätte das arme Tier oder sonstwen gemeint. Demnächst versuchte dieses ehrlose Subjekt noch, das Miezekätzchen zu kid- oder sogar zu catnappen! Aber dafür würde man schon über seine Leiche steigen und das bemitleidenswerte Tier aus seinen kalten, toten Fingern zupfen müssen!
     
  16. Sakkaku Hebi

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    Hebi blinzelte ein paar Mal entgeistert, als Toru auf einmal wieder vor ihm stand. Er war so sehr mit sich und der Katze beschäftigt, dass er seiner Umgebung absolut keine Aufmerksamkeit widmete und nun entsprechend überrascht war, den komischen Schwarzhaarigen schon wieder bei sich stehen zu haben. Kurz fragte er sich auch, wieso der so schnell wieder angekommen war, immerhin war Lummerland ein eigentlich recht großes Dorf und die Leute echt schwierig, allerdings wusste der Sakkaku auch nicht wirklich, wie viel Zeit tatsächlich zwischen dem Aufbruch der Truppe und dem jetzigen Zeitpunkt verstrichen war und schaute dem Kazegawa deswegen mit leicht zusammengekniffenen Augen entgegen, als er versuchte, das zu verarbeiten, was Toru ihm gerade sagte. Die Katze ließ er dabei natürlich keine Sekunde aus den Händen - wortwörtlich. Eine Chance, etwas zu den Ergebnissen des Anderen zu sagen, bekam er dann aber auch nicht. Im Grunde war das nicht schlimm, gab es dazu schließlich eh nichts zu sagen, da Toru, wie es der Zufall so wollte, ohnehin nichts herausfand, allerdings kam die Alte nun auch so überraschend und aus dem Nichts, was Hebi anging, dass dieser sich wieder verwundert umwandte und eher widerwillig ihren Worten lauschte. Richtig ulkig wurde es aber dann, nachdem Toru die junge Dame fragte, wie sie ihn genannt habe, antwortete schließlich nicht sie darauf, sondern eine komplett andere Person. "Ich war nur einkaufen. Zigaretten holen, du weißt schon! Mach dir nicht immer so schnell Sorgen, meine liebe Derfuchsstreiftdurchdenwald." Es handelte sich um eine Frau, welche der anderen zum Verwechseln ähnlich sah, wären da nicht die unterschiedlichen Frisuren und einige andere winzige Ungereimtheiten, die man nur dann erkannte, wenn man ein Auge für die kleinsten Veränderungen hatte. Am seltsamsten fand Hebi allerdings ihre Namen. Damit hatten ihre Eltern sie doch fürs Leben gestraft. Wobei... In Lummerland reihten die sich ja bestens mit ein. Ob sie hier geboren und aufgewachsen waren? Vielleicht wussten die ja was zu der Mission der Shinobi. "Aber das ist ungesund, Kuhliefumdenteich. Seit wann rauchst du?" "Eben erst angefangen." "Lass das." Kuhliefumdenteich schaute nachdenklich zu Boden, wirkte, als wolle sie ein Gegenargument dazu suchen. "Hm, okay. Weil du es bist, Derfuchsstreiftdurchdenwald.", sagte sie mit einem ernstgemeinten Lächeln im Gesicht, während Hebi die Welt nicht mehr verstand und sich das Spektakel mit noch immer zusammengekniffenen Augen gönnte, sich nebenher wunderte, was gerade passierte. War das nicht ein wenig zu einfach, sie umzustimmen? "Hach, Derfuchsstreiftdurchdenwald.. Was würde ich nur ohne dich tun?" Die andere nahm diese Frage irgendwie als eine Aufforderung wahr, aus dem Nichts heraus eine dicke Gitarre zu zerren und in die Saiten zu hauen. "Ist schon komisch, findste nicht? Dass wir beide eigentlich... immer wissen, was der andre gerade denkt, doch das ist klar! ♪" "Solang wir uns kennen, ist schon Ewigkeiten her, und wir sind zusammengewachsen, wie der Himmel und das Meer! ♪" Wieso sangen die jetzt herum? Hebi wandte sich zu Toru. Ihm war das eindeutig zu hoch. "Was zur Hölle passiert hier gerade?" Und wieso ignorierten die beiden Weiber die Shinobi vollkommen, taten so, als existierten sie nicht? "Ich kann dir immer alles sagen! Weil ich weiß, dass du nicht lachst!" "Die schönen und die miesen Tage, haben wir zusamm' verbracht!" Was stimmte nicht mit denen? Und... Wann hörte das hier wieder auf? Auch jemand aus dem umliegenden Häusern schien sich von dem penetrant schlechten Gesang gestört gefühlt zu haben. Er schrie "RUHE DA UNTEN!" und warf einen Schuh, ehe er wutentbrannt und fluchend das Fenster zu schmiss. Allerdings traf der Schuh keine der beiden Schwestern? Freundinnen? und flog eher auf direktem Wege auf Toru zu. Hebi konnte unterdessen nicht anders als einfach weiter verblüfft und verwirrt in der Gegend herumzuschauen und zu versuchen, herauszubekommen, was hier lief. Und auf seinem Gesicht stand nur eine Frage, nur ein Wort, das selbst solche Intelligensverweigerer wie Toru verstehen und deuten können würden: What?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Apr. 2015
  17. Kazegawa Toru

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    Die hatten doch irgendwas genommen! Kein normaler Mensch wäre nüchtern in der Lage gewesen, konsistent solchen Irrsinn zu veranstalten. Zwischendurch erlitt Toru sogar beinahe einen kleinen Schock und sein muscle memory zwang den Körper des Ninja augenblicklich in Verteidigungshaltung, als Kuhliefumdenteich ihre Hammergitarre aus dem Orbit zückte und fette Riffs erklingen ließ. Leider mussten sie und ihre Ex-Ex-Nichtraucher-Freundin auch noch auf die Idee kommen das grausame geklimper mit einer Synfonie des Grauens zu koppeln. Dass die Regierung sowas ungestraft zuließ! Selbst Jutsus wuden doch verboten, wenn sie zu große Zerstörung anrichten konnten. Völlig verkehrte Welt! Demnächst fiel einem noch der Himmel auf den Kop- "Aua!", kam es ganz nebenbei aus seinem Mund, als ihn irgendwas am Kopf traf. Aus seinen tiefgreifenden Gedanken gerissen (zu sehen waren diese konzentrierten Momente an der ungläubigen Miene, der halb geöffneten Futterluke und gelegentlichem Blinzeln) schaute sich Toru nach der Ursache des Treffers um. Hatte nicht irgendwer gerufen? Hebi sah nicht so aus... als wäre er momentan zu irgendeiner sinnvollen Handlung fähig, ganzheitlich paralysiert von dem grotesken Schauspiel der Damen Kuhliefumdenteich und Derfuchsstreiftdurchdenwald. Vor Toru lag ein fremder Schuh auf dem Boden. Ein Indiz? Halt. War der Schuh vom Himmel gefallen? War das ein Zeichen? Toru erinnerte sich an Geschichten in denen die Götter Waffen vom Himmel schickten, um dem Helden zu helfen ein mythologisches Ungeheuer zu bezwingen. Also... Buddhas Schuh? Der Gedanke wurde mit besonders heftigem Kopfschütteln abgetan. Was geschah nur? Steckten die Lummerländer mit ihrem Wahnsinn jetzt auch noch die Shinobi an? War das hier vielleicht garkein Ort im engeren Sinn, sondern ein schwarzes Loch, das Individuen von überall her anzog und in seinen Pfuhl des Unsinns annektierte? "Ich glaube mir wird schwindlig." Warum schickten diese miesen Typen von der Dorfregierung eine handvoll Genin hierher? Es gab doch so viele andere Lösungen, um mit den Problemen in Lummerland fertig zu werden. Ein S-Rang Ninjutsu zum Beispiel. Es bedurfte nur eines mitfühlenden Kage, dem mal eben 'aus Versehen' die Fingerzeichen ausrutschten.
    Toru legte sich mal vorsichtshalber auf den Boden: Arme und Beine am Körper, Gesicht zum Himmel. Wenn das hier schon das Ende der Welt sein sollte, dann wollte er nicht mit einem öden Stehplatz abgespeist werden. Außerdem konnte er so nicht aus den Latschen kippen, wenn Kuhliefumdenteich die zweite Strophe anstimmte. "He, Hebi. Ich glaube ich kann die Motive des Mörders inzwischen ganz gut nachvollziehen. Vielleicht sollten wir ihn nicht neutralisieren wenn wir ihn gefunden haben, sondern ihm einen Orden verleihen."
     
    Sakkaku Hebi gefällt das.
  18. Sakkaku Hebi

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    "Du bist da, wenn ich dich brauch." "Verzeihst mir jede Zickerei." "Ohne Freunde sind wir nichts. Das hier ist für dich!" Ein fettes Gitarrensolo folgte, Hebi glotzte noch immer verwirrt umher und verfiel in eine augenscheinliche Schockstarre des planken Entsetzens. Was die beiden da gerade ablieferten war schlimmer als alles, was er bisher hören musste und das war im Hinblick zu seinem bisherigen Leben so ziemlich vieles. Er hatte seinen Vater überlebt, seine Mutter. Er überlebte nackte Menschenfresser und stinkende Seemänner. Himmelherrgott, er arrangierte sich mittlerweile sogar mit Toru, ohne sich groß darüber aufregen zu müssen! Doch dieser Gesang... War einfach zu viel. Er konnte sich kein Genjutsu vorstellen, das schlimmer wäre als dieses Gejaule; kein einziges Area gäbe es, das auch nur annähernd einen solch vernichtenden Impakt innehatte. War es das für ihn? Würde er so sterben?
    Nun, etwas dramatisch, das Ganze und gleich daran verrecken würde er sicher auch nicht, aber irgendwie beschlich Hebi das Gefühl, dass er sich zumindest von seinem Trommelfell verabschieden könnte, wenn er weiterhin hier blieb. Selbst die Katze schaffte es, sich von ihm und Toru loszureißen und suchte ihr Heil laut kreischend in der Flucht, ehe sie um die Ecke bog und einen Pfad der Zerstörung hinter sich ließ (im Grunde mähte sie jeden Stand nieder, der sich in ihrem Weg befand.) Hebi beobachtete das Spektakel weiterhin und war nicht imstande, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Er hatte Angst, dass sie dann aufmerksam auf ihn und Toru werden würden und ihn belastete die Befürchtung, dass sie die beiden dann ebenfalls mit auf einen Kreuzzug der musikalischen Zerstörung mitnehmen würden - mit der Mission, auch den letzten Menschen zur Taubheit zu zwingen. Also, wenn sich die anderen nicht schon vorher umbrachten.
    Erst als Toru das Wort an ihn wandte, ihm erzählte, dass ihm schwindelig wäre und der Sakkaku sah, dass er sich erst einmal hinlegte, war Hebi wieder so weit im Hier und Jetzt, dass er es schaffte, sogar den Kopf zum Kazegawa zu wenden, der ihm unterdessen erzählte, dass man dem Giftmörder einen Orden für all die Morde verleihen sollte. "Hm." Wow, das erste Mal, dass er und Hebi einer Meinung waren. Auch Toru hätte sich damit so ein Teil verdient, allerdings war Hebi im Moment etwas zu verstört, um auch nur ansatzweise an so etwas denken zu können. "Kuhliefumdenteich, verpass den Einsatz nicht. Jetzt wird es nämlich richtig fett!" Bitte was!? Eine Warnung!? Es ging noch schlimmer? Derfuchsstreiftdurchdenwald holte tief Luft. Hebis sämtlichen Sinne schlugen Alarm. "Renn.", sagte er ruhig, fast so, als bestünde kein Grund zur Sorge. Als sich Toru aber nicht bewegte... "HEILIGER HEBI IM HIMMEL! RENN, VERDAMMTE SCHEISSE!" Zumindest er packte seine sieben göttlichen Körper und verschwa- "WEIL DU IMMER FÜR MICH DA BIST, WENN'S MIR DRECKIG GEHHHHT!" "WEIL DU WIE NE ZWILLINGSSCHWESTER BIST, DIE MICH VERSTEHT!" -wollte verschwinden. Er stolperte in seiner überstürzten Handlung über seine eigenen Füße und landete mit dem Gesicht voraus im Dreck neben Toru, während das entsetzliche Gejaule hinter ihnen Einzug hielt und einfach nicht aufhören wollte. "Meine Ohren.. Als würden sie bluten. Wieso hilft uns denn niemand...? Wieso...?" Was er nicht wusste: Hilfe sollte tatsächlich nahen. Aber ob die bei diesem Dorf und diesen Einwohnern wirklich produktiv wäre, stand auf einem anderen Blatt Papier...
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Apr. 2015
  19. Kazegawa Toru

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    Heiliger... also doch Hebis Schuh? Gah, wieso kam er jetzt wieder auf den Kram? Dennoch kam er Hebis verzweifelter Aufforderung nach und rannte so schnell er konnte davon und ward nie mehr gesehen... oder hatte es zumindest vor. Alles wozu er sich in seiner derzeitig sehr waagerechten Situation jedoch imstande sah war, ein wenig mit den Füßen zu wackeln. Das brachte Toru irgendwie nicht weiter. Und so gab es für ihn kein Entrinnen, als Stimmbänder schwangen und Töne erlangen - und Kuhliefumdenteich und Derfuchsstreiftdurchdenwald im Duett sangen! Die Vibrationen ihres Gesangs ließen keine Frequenz aus, als es darum ging das umliegende Gebiet im Großraum Lummerland in Mitleidenschaft zu ziehen. Sogar Torus Gedanken schwangen für eine Weile in rhytmischen Versen mit. Eine akustische Massenvernichtungswaffe, unterbrochen von einem dumpfen Aufschlag circa dreißig Zentimeter neben Torus rechtem Ohr. "Willkommen auf dem Boden der Tatsachen. Mach's dir gemütlich... Kekse hab' ich leider keine da." Da lagen sie nun darnieder, in der Blüte ihrer Jahre, hingestreckt von schlechter Popmusik. "Bluten etwa deine Ohren?" Hätte er doch nur die Gelegenheit genutzt und die göttliche Intervention als solche verstanden. Mit einem gut gezielten Schuh wären ihre Sorgen so mit Sicherheit halbiert gewesen. Toru wäre sozusagen der große Wurf gelungen, eines Feindes Feind zu sein. Aber dafür hätten sie wenigstens mehr Ruhe gehabt - andererseits konnte er es nicht verantworten in so kurzer Zeit schonwieder zum Retter einer Dorfgemeinschaft zu werden. Das Risiko, durch zu viel Ruhm auf einmal abzuheben und vor lauter Macht Größenwahnsinnig zu werden wäre einfach zu groß. Außerdem - wer wusste schon, ob er den Schuh überhaupt anheben konnte? Wenn es sich wirklich um den Schuh eines Gottes oder Kami handelte, dann würde ihn vielleicht nur der, der sich als würdig erweist benutzen können! Und da Toru seine Chance ungenutzt hatte verstreichen lassen, war die Frage seiner Eignung ja wohl geklärt. "Naja, geschieht mir nur Recht hier die Stimmgabel abzugeben. Bin sowieso zu nichts zu gebrauchen. Ich kann ja nichtmal einen alten Treter aufheben. Das war's dann. Mach's gut Hebi." und so schloss er die Augen und wartete in ewiger Finsternis auf sein misstönendes Ende. Heiliger Schuh, den Krach konnte man sogar sehen! Mit. Geschlossenen. Augen. Irgendwas lief hier gerade gewaltig schief und es war nicht die Tonart, die er meinte. Die allerdings auch einen gehörigen Drall hatte. Doch noch war die Zeit der Ninja nicht gekommen: Eine Gestalt manifestierte hinter den beiden engagiert zur Sache gehenden Musikern, griff nach dem Schuh am Boden, hob ihn in einer einzigen, fließenden Bewegung der Sonne entgegen - und erwischte mit einem Streicht beide Musikantenschwestern. "ICH HAB DOCH GESAGT RUHE!" Donnerwetter! Bei dem Schlag öffnete sogar Toru seine Augen wieder. "Sieh dir das Hebi! Opa hatte Recht. Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo eine mies gelaunte Vermieterin mit Holzpantoffeln her!" Aber konnte er überhaupt sicher sein, dass der Sakkaku noch unter den sterblichen wandelte? Oder ihn überhaupt noch hören konnte? Er versuchte es mit Zeichensprache: ein entsetzter Gesichtsausdruck und den Finger immer schön auf die Gefa- die Vermieterin gerichtet. Ja, das sollte eindeutig genug sein.
     
  20. Sakkaku Hebi

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    "Mir ist der Hunger ohnehin vergangen.", krächzte Hebi mit letzter Kraft hervor und schaffte es nicht mal mehr, wieder aufzustehen, die Beine in die Hand zu nehmen und zu fliehen... oder es zumindest zu versuchen. Sie hatten es geschafft. Sie hatten ihn besiegt. Ihn und Toru. Beide lagen verstört am Boden, der Sakkaku sah bereits sein gesamtes Leben vor dem geistigen Auge vorbeiziehen, während die musikalisch schlechte Untermalung ihr übriges tat, es noch miserabler darzustellen als es ohnehin schon war. Nie hätte er geglaubt, dass er einmal so sterben würde. Nie hätte er geglaubt, dass solche Menschen wie diese beiden Mädels überhaupt existierten. Und warum schickte die Verwaltung ihn und die anderen drei auf einen solchen Auftrag? Es war nicht so, dass Hebi glaubte, dass er ein wenig zu hoch für seine Kompetenzen als Shinobi und Teamleiter wäre, allerdings warf sich ihm unweigerlich die Frage auf, ob es nicht andere Möglichkeiten gab, ihm mitzuteilen, dass man die Schnauze voll von ihm und seinem Verhalten hatte? Konnte man ihn nicht subtiler umbringen? So mit weniger Folter, bestenfalls im Schlaf? Außerdem gab es doch noch so viele Dinge, die er machen und erleben wollte. Seine Weltherrschaft, wie sich alle gegenseitig an den Kragen gingen, die plötzliche Intelligenzsteigerung Torus! Alles Sachen, die er jetzt wo er starb vergessen konnte. "Tze, irgendwie traurig.", dachte er sich und ein leichtes, trauriges Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, während er in Selbstmitleid badete. "Ich hab's doch gewusst. Hätte ich weniger Missionen angenommen, mich nicht immer so aufopferungsvoll um meine Teams gekümmert, würde ich jetzt nicht in dieser Misere stecken. Ich bin einfach zu gut für diese Welt..." Die von oben wussten das wohl nicht zu schätzen und wollten ihn nun weg vom Fenster haben. Vermutlich fürchteten sie, dass er eines Tages mit seiner netten, freundlichen Art Leute anziehen und mit ihnen zusammen ihre Plätze einnehmen könnte. Ja, das muss es sein - Machtgeilheit. Nun, ganz Unrecht hatten sie damit ja nicht, wenn man als objektiver Beobachter urteilen möchte.
    "Toru." Er legte den Kopf auf die Seite, sodass er den Jungen im Blickfeld hatte. "Ich möchte dir Idioten gern etwas sagen, also hör' gut zu, okay?" Oh, jetzt wurde es emotional. Jetzt wurde er emotional! Wenn sich Toru schon von ihm verabschiedete, wollte er das genauso machen. "Ich möchte nur- Ähem!", er hustete, "dass du weißt, dass ich dich nur noch halb so scheiße finde, als zu Akademiezeiten. Also doch mehr scheiße als die drecks Lehrer dort, aber eben weniger scheiße als Scheiße, verstehst du, was ich damit sagen will?" Spielte eigentlich keine Rolle, ob er verstand, Hebi wusste ja gerade selbst nicht, wovon er da sprach. "Sollten wir es wider zu erwarten hier heraus schaffen, dann lass uns unseren beschissenen Wettstreit weiterführen..." Er drehte sich auf den Rücken, schloss nun auch die Augen, hörte das Gejaule und Gekrächze nur noch im Hintergrund - er schätzte, dass der Tod mit dem Dahinschwinden der Sinne begann, in seinem Fall insbesondere mit dem Verschwinden des Hörsinnes. Über ihm befand sich der Himmel, die Sonne schien, Wolken waren kaum vorhanden. Wie friedlich es doch sein konnte.
    Und dann kam "ICH HAB DOCH GESAGT RUHE!"
    Der Sakkaku riss die inzwischen geschlossenen Augen wieder auf, bemerkte, dass es auf einmal ruhig war. Das Gejaule stoppte. Fragend schaute er zu dem Kazegawa neben sich, welcher irgendwas von seinem Opa und Pantoffeln erzählte und entsetzten Blickes in eine Richtung zeigte, in welche auch Hebi nach dem Aufrichten glotzte. Dieser Mann hatte die Musikerinnen zur Strecke gebracht. Alle beide. Er war ein gottverdammter Held! Bewusstlos lagen sie am Boden, wenngleich Hebi nicht sagen konnte, ob sie wirklich nur bewusstlos waren oder totgeschlagen wurden. Dem Retter selbst schien das jedoch herzlich egal gewesen zu sein. "MEINE FRAU IST KRANK UND BRAUCHT IHRE RUHE, ALSO SCHNAUZE!" Wow, jetzt konnte er doch eigentlich wieder aufhören zu schreien, oder? Wutentbrannt sammelte er seinen Schuh wieder auf und ging wortlos an den beiden Shinobi vorbei, die in der Zwischenzeit wieder aufstanden und so taten, als wäre nie etwas gewesen. Also zumindest Hebi machte keine Anstalten, so zu tun, als wäre das eben je passiert. Dennoch überkam ihn ein Anflug heuchlerischer Dankbarkeit. Der Typ hatte ihm das Leben gerettet, also sollte er sich doch erkenntlich zeigen, richtig? "Was genau ist denn mit deiner Frau los? Vielleicht können wir ja helfen." Viel eher brachten sie sie wohl um, aber besser so als wenn sie sich noch ewig quälte. Gegen Notschlachtung hatte Hebi ja bekanntlich nichts. "HÄ!? IHR!? HELFEN!?" Flog da Spucke durch die Luft?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juni 2015