Ryokan "Seestern"

Dieses Thema im Forum "Reich des Regens" wurde erstellt von Nita Ayane, 27. Sep. 2017.

  1. Nita Ayane

    Nita Ayane Genin

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    Mission: Zwischen Wind und Erde
    Takeshi Rai und Nita Ayane
    Es regnete. Wie immer. Zwar regnete es auch im regenreich nicht wirklich immer aber der Blick aus dem Fenster des Ryokan in dem sie sich einquartiert hatte, war zu jeder Zeit trübselig und grau. Was tat eine Kirinin im Regenreich, mochte man sich fragen, aber das war schnell erklärt: Nita Ayane hatte eine Mission. Und obwohl es ihre erste Mission war, sollte sie die Leitung übernehmen. Das konnte nur bedeuten, dass ihre natürlichen, angeborenen und teilweise auch anerzogenen Talente von Anfang an gewürdigt wurden… oder die Dorfverwaltung sich einfach den potenziellen Stress mit ihrer Familie ersparen wollte, weil zu befürchten stand, dass diese sich über eine untergeordnete Rolle des mittleren Sprosses bei diesen Untersuchungen beschweren könnte. Auch wenn das totaler Blödsinn war, schließlich interessierte es ihre Familie zum großen Teil nicht, was sie beruflich tat, konnte sie die im Raum schwebende Befürchtung nachvollziehen.
    Still saß sie in ihrem Zimmer an einem niedrigen Tisch und arbeitete an ihrer täglichen Korrespondenz, die bald sie nach Hause schicken wollte:
    Zufrieden faltete sie das Briefpapier mittig und ließ es sanft lächelnd in einen Parfümierten Umschlag gleiten. Sie verschloss ihn sorgsam und legte eine Kleinigkeit auf das Kuvert, das sowohl für das Porto, als auch für das Trinkgeld reichen würde, wollte die Person, die sich ihrem Schriftstück annahm, eines haben. Ihre Reise war lang und zugegeben ziemlich kompliziert gewesen. Aus dem Reich des Wassers hatte sie mehrere Passierscheine und Aufenthaltserlaubnisse benötigt, um Legal im Reich des Regens anzukommen, wo sie jetzt in einem Ryokan saß, das nur wenige Kilometer von der Grenze ihres Zielreiches entfernt lag und auf ihren Partner für diese Mission wartete.
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Ein neuer Tag, eine neue Reise. Gerade erst war er von seiner vorherigen Mission heimgekommen und schon wurde er wieder auf eine beordert. Dieses Mal war es aber eine ganz spezielle Mission. So eine Mission fand nicht alle Tage statt. Deshalb konnte er sich vor Vorfreude gar nicht halten. Er war gespannt auf sein Teammitglied. Manch einer würde sich jetzt fragen: Wieso war er denn so gespannt darauf? Diese Frage war ganz einfach erklärt, denn seine neue Kollegin kam aus der Sora-Fraktion. Noch nie hatte er es in seinem Leben mit jemandem aus diesem Teil der Welt zu tun gehabt. Ihn interessierte wie sie denken, wie sie kämpfen, wie sie drauf sind. Die Informationen zum Treffpunkt und zu seiner Begleitung, hatte er per Brief erhalten. Sie sollten sich im Reich des Regens treffen, um danach ins Reich der Steine aufzubrechen. Der Weg dorthin war lange und beschwerlich gewesen, selbst für einen Typen wie Rai, der lange Reisen mittlerweile schon gewohnt war. Außerdem war sie organisatorisch ziemlich aufwendig gewesen. Er hatte viele Passierscheine benötigt, weil er viele Grenzen überschreiten musste. Nun, nach etwa einer Woche, steht er vor dem Treffpunkt: das alte Ryokan „Seestern“. Er war ein wenig ausgelaugt, schließlich regnete es und er war den ganzen Tag nur gereist. Jetzt wollte er endlich verschnaufen, eine kleine Pause einlegen. Also öffnete er die Tür des großen Hauses.

    Der Raum in den er als erstes eintrat, war so etwas wie eine Art Rezeption. Er ging zu der Dame am Tresen und sprach sie an: „Guten Tag, ich möchte gerne ein Zimmer für… eine Nacht mieten.“ Die Dame wendete sich von ihrer Büroarbeit ab und sah dem Takeshi ins Gesicht. Nach kurzem Überlegen, stand sie auf, holte ein Blatt Papier und legte es dem Ninja vor die Nase. „Hier, füllen Sie das bitte aus.“, meinte sie. Er nahm einen Stift und trug die gewünschten Informationen in das Formular ein. Das ging ziemlich schnell. „Danke, hier ist Ihr Zimmerschlüssel. Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt.“, sagte die Rezeptionistin freundlich und verbeugte sich. Rai bedankte sich bei ihr, verbeugte sich ebenfalls und machte sich auf den Weg in sein Zimmer. Dort legte er seine Sachen ab, warf sich trockene Kleidung über und begab sich in das dazugehörige Restaurant des Hotels. Als erstes sah er sich um, vielleicht saß ja seine neue Begleiterin hier unten. Wonach hielt er eigentlich Ausschau? Nach einem Mädchen, welches dem Bild in seinem Brief glich. Tatsächlich fand er das Mädchen! Sie saß an einem Tisch in der Ecke und schien auf jemanden zu warten. Naja, der auf den sie wartete war nun endlich eingetroffen. So begab er sich zu dem Mädchen und sprach sie an: „Hey, du musst wohl Ayane sein. Ich bin Rai und komme aus Kumogakure. Das ist das erste Mal, dass ich jemanden aus Sora sehe, deswegen verzeih mir, wenn ich ein wenig nervös bin.“ Er nahm auf der gegenüberliegenden Seite Platz und während er dies tat, kam eine Kellnerin angerannt. Sie fragte die beiden, was sie essen wollten. „Hmmm, bringen Sie mir einfach das Beste auf der Karte!“, gab Rai ihr mit. Nachdem auch Ayane bestellt hatte, ging die junge Frau wieder weg. Um kein peinliches Schweigen aufkommen zu lassen, startete der Takeshi eine Konversation: „Und, wie war deine Reise?“ Normalerweise redete er nicht so viel, aber er war einfach aufgeregt eine leibhafte Sora-Nin vor sich zu haben. Das wird ganz sicher ein Spaß werden!
  3. Nita Ayane

    Nita Ayane Genin

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    Es war recht langweilig, auf ihren Partner zu warten, selbst für ihre Verhältnisse war es irgendwann müßig nur auf ihrem Gästezimmer zu sitzen und zu warten. Im Ryokan war die Atmosphäre gewohnheitsgemäß ruhig und es gab weder irgend etwas zu sehen, noch könnte sie jemanden hören. Als sie die stille nicht länger ertrug, griff Ayane nach ihrem Gepäck. Dort drinnen hatte sie neben ihrer Missionsausrüstung nämlich auch ein Buch über die Geschichte des Regenreiches untergebracht. Damit ausgerüstet, schritt sie förmlich in den ausladenden Aufenthaltsraum und bemächtigte sich eines der insgesamt zehn niedrigen Tische, wo sie bald mit einem grünen Tee, einer mit ihrem Ernährungscoach abgestimmten Kleinigkeit zu essen saß und in ihrem Buch von der Zeit als, als man das Reich des Regens noch ehrfürchtig als das „Einsiedlerreich“ bezeichnete. Eine kurze, aber im Großen und Ganzen noch immer als mysteriös betrachtete Periode in der Landesgeschichte, die eine wichtige Rolle in der späteren Entwicklung des gesamten Kontinents spielte.
    Gerade führte die Schwarzhaarige sich das Kapitel über Rekonstruktionsversuche des religiösen Kultes zu Gemüte, als sie angesprochen wurde. Ein wenig pikiert hob sie den Blick ihres funktionierenden Auges und fand sofort einen groß gewachsenen jungen Mann, der sich nicht nur um Kopf und Kragen zu reden suchte, sondern auch noch ein Betragen an den Tag legte, das ihr ganz und gar nicht gefiel. Einen kurzen Moment überlegte sie, sollte sie ihn auf seinen Fehlgriff im Umgangston hinweisen, oder sollte sie als leuchtendes Beispiel vorangehen? ‚Letzten Endes kann ich diese Mission nicht am Umgangston scheitern lassen.‘ Also würde sie sich damit arrangieren müssen. Natürlich würde sie sich nicht dazu herablassen, ebenso in diese abscheuliche „Sprache“ zu verfallen.

    „Sehr richtig“, antwortete sie kühl, „mein Name ist Nita Ayane und Sie sind also Takeshi-san. Ich bin hocherfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen.“ Mit einer dezenten Bewegung wies sie auf den Sitzplatz ihr Gegenüber, um dem jungen Mann zu zeigen, dass er sich ruhig zu ihr setzen konnte. Dass er höchst nervös war, war auch nicht sonderlich positiv, deshalb ging Ayane sogleich dazu über, eine belanglose Unterhaltung mit ihm zu führen, die ihn hoffentlich auflockerte. „Sie war recht kompliziert. Immerhin musste ich vom Wasserreich her anreisen. Jedoch habe ich dafür gesorgt, dass ich hier einige Tage früher eintreffe als nötig, damit ich etwas Zeit habe, die Erschöpfung aus meinen Gliedern zu treiben. War Ihre Anreise sehr beschwerlich? Zwar hatte ich geplant, bereits morgen aufzubrechen, aber sollten Sie noch etwas brauchen, um sich zu akklimatisieren, können wir unsere Abreise gewiss auch noch um einen Tag verschieben.“ Jetzt legte sie das Buch, das sie unbeachtet noch in der Hand gehalten hatte beiseite, um Rai ihre volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Sanft lächelte sie ihn an. Als sie überlegte, wie sie wohl herausbekommen könnte, mit was für einem Menschen sie es wohl zu tun hätte, ohne all zu direkt zu sein.
    „Ich bin mir sicher, dass sie hungrig oder zumindest durstig sind. Darf ich sie einladen? Der Tee ist besser, als ich es erwartet hatte.“ eine richtige Antwort wartete sie nicht ab; sofort nickte sie der erstbesten Person zu, die so aussah, als wäre sie hier angestellt, dass sie Rais Bestellung aufnahm. „Ich wüsste gerne, was sie über das reich der Steine wissen, Takeshi-san.“
  4. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Irgendwie hatte er das Gefühl, dass es zwischen den beiden nicht leicht werden würde. Diese förmliche und höfliche Umgangsart war ihm nach ganz geheuer. Mit solch hohen Kreisen hatte und wollte er auch nie etwas zu haben. Hoffentlich würden die beiden trotzdem gut zusammenarbeiten. Als die Kellnerin sich wieder vom Tisch entfernt hatte, wurde dem Takeshi eine Frage gestellt, eine Frage auf die er keine Antwort hatte. Der wissbegierige Rai hatte nie gerne keine Antwort auf eine Frage. „Naja, eigentlich weiß ich gar nichts darüber. Weißt du vielleicht etwas drüber?“, entgegnete er mit einer Konterfrage. Ihm fiel das Buch auf, das an ihrer Seite lag. Wie es den Anschein hatte war sie genauso eine Leseratte wie der Takeshi es war. Sollte er sie darauf anreden? Vielleicht würden die beiden dann ja auf einen grünen Zweig kommen. „Wie ich sehe hast du vorher gelesen. Was ist das für ein Buch?“, fragte er sie mit einer Kopfbewegung in Richtung Buch. Als sie darauf geantwortet hatte, kam auch schon die Kellnerin von vorher an den Tisch angewatschelt. Dem Takeshi rann sofort das Wasser im Mund zusammen. Das letzte Mal, dass er etwas zwischen den Zähnen hatte, war am Morgen gewesen. Ein Mann wie er konnte schließlich den ganzen Tag nichts essen, also war es ihm wohl verziehen, dass er so einen großen Hunger hatte. Während er genüsslich das Fleisch vom Hühnchen absuchte, kam ihm in den Sinn, dass Ayane vorhin noch eine Frage gestellt hatte. Auf diese zu antworten hatte er gar vergessen! „Apropos, ich wäre morgen schon startklar. Wenn wir heute nicht mehr allzu viel unternehmen wollen, bin ich morgen topfit!“, ließ er irgendwie durch seinen vollen Mund kommen. Tja, beim Essen war ihm die Umgangsform so ziemlich egal. Bei ihm kam immer zuerst das Training und dann das Essen danach… die lange Reise war wohl Training genug oder? Als er mit seinem Hähnchen fertig war, schob er den Teller von sich weg. Sein Magen war nicht voll, aber er war satt. Das musste fürs Erste reichen. „So, wollen wir noch den Plan für morgen durchbesprechen oder gehen wir einfach ins Bett? Mir ist es egal, was wir machen.“, fragte er sein Gegenüber. Ihm war nun wirklich alles egal, solange sein Magen gefüllt war. Vielleicht war es doch besser den heutigen Tag noch zu nutzen und die Fähigkeiten des jeweils anderen kennenzulernen. Das überließ er jedoch der Nita, schließlich war sie die Teamleiterin und nicht er.