Stadtosten: Wohngebiet

Dieses Thema im Forum "Mayaku" wurde erstellt von Sakaida Mai, 22. Apr. 2018.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Die Wohngebiete Mayakus sind für keinen Bürger wirklich sicher, geschweige denn ein Zuhause. Kriminelle nutzen die verwinkelten Gassen, um unerkannt zu agieren und gehen gnadenlos mit Zeugen ins Gericht.
    Die meisten Bewohner Mayakus haben sich dennoch in den Osten der Stadt zurückgezogen, da sie hier vergleichsweise gut untertauchen können.
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2018
  2. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Noch außerhalb der Stadt:

    Der Hiragana schaute seinen Kameraden etwas unschlüssig an. Dann wanderte sein Blick nach oben, in den soeben beschriebenen, beinahe wolkenfreien Himmel. Er lächelte Arata an. War da so eine Spur Nachsicht zu erkennen? Nun, dafür müsste man ihm schon genau ins Gesicht schauen und seine jugendhaft wirkenden Gesichtszüge studieren. Warum jugendhaft wirkend? Kayros stand in der Blüte seines Lebens! Seine besten Jahre begannen gerade erst. Doch davon später mehr. Erst einmal ging es um das Geheimnis des langhaarigen Shinobis. Wobei, Geheimnis wäre vielleicht ein wenig zu dramatisch. Aber dennoch, er vertraute sich dem Chuunin an. „Du kannst eine telepathische Verbindung zu jeder beliebigen Person herstellen?“, fragte Kayros verblüfft. „Das klingt hochgradig kompliziert.“ Die Augen weit geöffnet, ehe er sie ein wenig zusammenkniff und sein Blick seitlich nach unten abwanderte. Der Analytiker in ihm versuchte zu verstehen, was er gerade gehört hatte. Wenn es tatsächlich möglich wäre, warum verwendete man dann noch Funkgeräte? Oder gab es theoretisch die Möglichkeit, dass auch dieser Weg der Verständigung abgehört werden könnte? Die vielleicht typischste Geste des jungen Mannes, das Kratzen seines Hinterkopfes durch den Stoffhelm hindurch, setzte ein und hielt dann abrupt inne, als seine Augen Arata fixierten. Dieser war gerade zu einer neuen Frage übergegangen.

    Die Annahme, dass der Iryonin viel las, konnte vieles bedeuten. „Fragst du, weil du mir ein Kompliment machen möchtest, indem du mir implizierst, dass ich schlau bin? Wirke ich wirklich wie jemand, der viel liest? Wenn ja, wie wirkt jemand, der viel liest?“ Fragen wie Dolche, gefolgt von Blicken wie Dolchen. Dann grinste der Hiragana. „Ich lese derzeit einen sehr interessanten Roman über eine Figur, deren Leben sich aufgrund eines Netzes aus Lügen immer weiter verkompliziert. Das Buch treibt solche Stilblüten, dass es ein ganzes Kapitel damit zubringt, zu rechtfertigen, warum wir jemanden anlügen, wenn wir ihm einen guten Tag wünschen. Mit dem Durchbrechen der vierten Wand, dargestellt vom Innenleben der Figur in Form der inneren Stimme, nutzt der Autor, studierter Psychologe übrigens, sein Fachwissen und die Geschichte, um dem Leser viel über das Wesen der Lügen zu erklären. Die Arten der Lüge, Möglichkeiten und Schwierigkeiten, damit zu leben, es aufrecht zu erhalten und die Konsequenzen, wenn es zusammenbricht wie ein Kartenhaus. Der Name des Autors ist übrigens Takaishi.“ Kayros räusperte sich kurz. Ja, die menschliche Psyche ist genau wie die Körperlichkeit ein wirklich faszinierendes Thema für den Mediziner. Okay, und er war auch eine Art kleiner Klugscheißer.

    Sie betraten die Stadt. Stadt? Moloch wäre ein besserer Begriff gewesen, empfand der Hiragana. Der Wind zog kälter an ihren Kleidern, es wirkte, als wollte er die beiden Eindringlinge herausdrücken. Er war das unsichtbare Sinnbild eines feindlichen Ortes. Vielleicht übertrieb der Hiragana bei dem Gedanken, aber er vertraute stets auf die Meinung der Windkami. Und dennoch war er hier. Waren sie hier. Vielleicht konnte Mais Team, zu dem er sich zählen durfte, ja Wärme in diesen Ort bringen wie der herannahende Frühling.
    „Wir sollten es vielleicht einmal testen, oder? Und überhaupt, ich hab da eine Million Fragen.“ Kayros murmelte die Worte, die ersten seit einer halben Stunde, als er sich in einem dunklen Fenster und dem daraus resultierenden Spiegelbild selbst einmal überprüfte. Er trug komfortable, warme Kleidung. Sein Stoffhelm war einer Wintermütze gewichen, beide Werkezugtaschen waren unsichtbar gut versteckt unter einer dickeren Übergangsjacke. Sie waren inmitten von Menschen, teilweise eilten sie umher, trugen Taschen und einfach nur sich selbst nach einem harten Arbeitstag nach Hause. Es war mehr los als auf dem Stadtplatz, den die beiden kurz nach ihrer Ankunft hinter sich ließen. Kayros deutete unauffällig auf eine Seitengasse, die die beiden dann passierten. Kaum waren sie zehn, zwanzig Schritte gegangen, waren sie von Stille umhüllt. Was den Ort so feindselig machte, war das Fehlen jedes fröhlichen Geräusches, merkte der Suna plötzlich und erschauderte leicht. Aber hier waren sie ungestört. Zwei Dinge galt es nun zu erreichen: Wie abgesprochen eine der leerstehenden Baracken aufbrechen und sich dort hineinbegeben als Nachtlager und, sofern noch nicht vorhanden, diesen ganz speziellen Link zwischen Kayros und Arata herstellen.
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  3. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Arata hatte ja nun schon einigen Kollegen erklärt, was die grundlegenden Möglichkeiten seines Hiden waren - wenn auch in stark heruntergebrochener Form - und die verschiedensten Reaktionen bekommen, von "cool!" über "irgendwie gruselig" bis zu verständnislosem Blinzeln. So erstaunt und gleichzeitig fasziniert wie Kayros hatte noch keiner reagiert - nicht mal Takeo, der es von allen wohl noch am ehesten verstanden hatte, schien darin viel mehr zu sehen als einen echt nützlichen Trick. War es am Ende ja auch - und irgendwie war diese entspannte Herangehensweise angenehmer als das Surren eines wachen analytischen Verstandes, wie es ihm gerade von Kayros entgegenschwang. Arata versuchte zwar noch danach zum Smalltalk zurückzufinden, aber echte Hoffnungen hatte er sich schon nicht mehr gemacht.

    "Ich habe nicht mehr gemeint als was ich sagte ... du wirkst wie jemand der gern liest. Ich maße mir nicht an deine Intelligenz an deinen Hobbies zu beurteilen. Das wäre unseriös."
    Erwiderte Arata auf die fast schon reflexartigen Gegenfragen - mit höflichem Tonfall, aber irgendwie schlich sich auch ein amüsierter Tadel dazu, dass Kayros ihm die Bemerkung gleich als Versuch seiner Intelligenz zu schmeicheln auslegte. Und da Arata nicht glaubte dass die kleine Spitze darin an Kayros vorbei ging, nahm er sie wohl nicht allzu übel, als er mit einem Grinsen die Spannung aus dem Austausch nahm. "Du jedenfalls wirkst wie jemand der nur zu bereit ist alles energisch zu hinterfragen ... unschuldige Gesprächsversuche seiner jungen Kollegen eingeschlossen." Erwiderte der Yamanaka für seine Verhältnisse fast schon frech grinsend - es war ein sehr dezentes Schmunzeln - und fand gar nicht mehr viel zum Buch selbst zu sagen. Er hatte davon gehört, sich aber bisher mit dem Lesen zurückgehalten: Einerseits fehlte ihm die Zeit, andererseits hatte er ein bisschen Angst was einer seiner liebsten Autoren ihm über alltägliche Lügen erzählen könnte - das Risiko zwischen diesen Seiten in einen schmerzhaft klaren Spiegel zu schauen war definitiv vorhanden, und gleichzeitig nichts was er vor Kayros ausbreiten wollte. "Klingt interessant ... ich hab davon gehört. Vielleicht sollte ich es mir einmal anschauen." Schloss er dieses Kapitel mit einem kleinen Lächeln, und hoffte dass das ausreichte.


    Mayaku war ... nicht schön, jedenfalls nicht die ausgedehnten Wohngebiete, in die ihre Zweipersonengruppe als erstes eintauchte. Es wirkte schmuddelig, übervoll, und gleichzeitig ging eine gewisse Nervosität und Kühle von den Bewohnern aus - nicht wie die Anonymität der Großstadt, nein, diese Leute kannten sich nicht weil sie sich gar nicht kennen wollten. Vielleicht war es einfach eine Frage der persönlichen Sicherheit hier das ein oder andere überhören zu können. Kayros war in Gedanken offensichtlich schon zur Gedankenübertragung zurückgekehrt, und Arata kam ihm nur ein paar Momente später entgegen - der Yamanaka hatte inzwischen ein bisschen Übung dabei, sein Clanfingerzeichen nicht zu unnatürlich wirken zu lassen, und einen Moment später stand die Verbindung. ~ Die theoretischen Grundlagen sind komplex und ich fürchte sie unterliegen auch der Geheimhaltung, aber im wesentlichen kann ich deine Sinneswahrnehmungen und ausreichend klare Gedankenworte erfassen. Forme deine Gedanken zu Worten als würdest du einen Satz in Gedanken durchgehen, und richte ihn mich. Ich werde nur hören was du in dieser Form ausdrückst; normale Gedanken sind zu chaotisch und flüchtig um sie wirklich zu lesen. ~ Schickte Arata als erstes Informationspaket, während er sich gleichzeitig den Anschein gab gar nicht besonders auf seinen Begleiter zu achten. Für unauffällige Kommunikation wenn es laut nicht ging war die Jutsu wirklich von beispiellosem Nutzen - dass sie noch hintergründigere Anwendungen als diese hatte behielt er erst einmal für sich. ~ Ich könnte das entsprechend auch mit einer Kontaktperson unseres Ziels versuchen und auf diese Art Mithören und Mitsehen, selbst wenn ich auf ihre geheimen Gedanken keinen Zugriff habe. Leider ist der Chakraverbrauch nicht unwesentlich und ich brauche eine Sichtlinie, insofern ist es gut dass wir die Funkgeräte haben. ~ Ihre Blicke streiften sich kurz, und aus Aratas oft unergründlichen dunkelgrünen Augen sprach eine gewisse Neugier, was Kayros mit dieser Information anfangen würde - und wie genau der Plan aussah, der in ihm anscheinend schon ein Weilchen länger reifte. ~ Hast du darüber hinaus Fragen zur Technik oder zu meinen Möglichkeiten insgesamt? ~
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  4. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Aus einer Innentasche seiner Jacke holte Kayros Dietrich und Sperrhaken heraus. Die Tür, vor der sie sich befanden, schien in eine Hütte zu führen, die schon lange nicht mehr betreten wurde. Nichts in diesem Wohnviertel sah wirklich ansprechend aus, aber dieses hier war noch desolater als der Rest der Straße: Spinnweben hingen an den Fensterscheiben und zeugten davon, dass hier schon lange nicht mehr gelüftet wurde. Die Fußmatte war halb verrottet und nicht zuletzt hatte Kayros keinerlei Energie gespürt, als er sich auf den ungefähren Grundriss des Gebäudes konzentriert hatte. Chakra steckte auch in untrainierten Menschen, ja selbst in der Natur. Diese Energien werden nicht aktiv verschmolzen und sind daher wesentlich unauffälliger bis unmöglich, mit seiner Dotonkunst zu spüren, aber Menschen hatten zumindest so viel Energie, dass man sie wie ein unauffälliges Flimmern wahrnehmen konnte, wenn man andere Energien ausblendete. Wichtig war hierfür eine hochpräzise Chakrakontrolle und absolute Konzentration - zwei Stärken des Hiragana. Er schaute einmal zu Arata, dann sah er sich noch einmal um: Niemand sah sie. Und dann hörte er Arata.

    Hören war der falsche Begriff. Wie sollte man jemanden erklären, wie es ist, wenn ein zweiter Geist sich in einem einklinkt? Es wahr, als würde jemand die Gedanken des Hiraganas formen. Arata dachte, was Kayros denken sollte. Und Kayros dachte es. Aber man spürte deutlich, dass es nicht der eigene Kopf war, die eigene Natur, die dem Körper Befehle gab. Nur dass es alles im Kopf stattfand. Irgendwie fühlt sich das an, als verliert man die Kontrolle über seinen Verstand. Wie bei der Nara Clankunst und dem Körper. Ähem, Arata? Keine Antwort. Ich soll sie an dich richten... Sein Blick suchte die Gestalt von seinem Kollegen, der zu ihm blickte. Arata? Vermutlich hätte man auch am Gesichtsausdruck des Hiraganas ablesen können, welche Gedanken er übertragen wollte. Er konzentrierte sich darauf, dass seine Gedanken quasi Aratas Gedanken wurden. Vielleicht wäre es auch hilfreich, eine längere Aussage zu benutzen, dann könnte der Yamanaka zumindest Fragmente finden. ~Arata, benötigt diese Kunst immer Sichtkontakt, damit die Gedanken aktiv übertragen werden können? Kayros begann, sich an dem Schloss schaffen zu machen. Im Handumdrehen war es offen. Beide huschten schnell hinein und schlossen hinter sich die Tür - und standen im Dunkeln. Es dauerte einen Moment, bis sich die zwei an das dämmrige Umgebungslicht gewöhnt hatten. Im Inneren lag Teppich, was ein Glücksfall für die beiden war. Er dämmte Geräusche und schluckte so viel Staub, dass es fast unmöglich war, Spuren von ihnen auszumachen. Aus einer weiteren Innentasche holte Kayros eine eine kleine Taschenlampe heraus. Als er sie anschaltete, gab sie kein gewöhnliches Licht ab, sondern Schwarzlicht, was wesentlich unauffälliger war. Eine Treppe zu ihrer Linken führte nach oben, es gab auf der rechten Seite zudem eine Schiebetür. Der Chuunin drehte sich zu seinem blonden Kollegen um und wollte ihm gerade ein Handzeichen geben, als er sich wieder an die Gedankenverbindung erinnerte. ~Arata, lass uns oben unser Nachtlager aufschlagen und anschließend unsere Kräfte schonen. Wir sollten gleich versuchen, Mai und die anderen beiden zu erreichen. Mucksmäuschenstill stiegen beide die Treppe hoch, hielten dann auf einen kleinen Raum zu und gingen dort hinein. Mit einer Hand entfernte Kayros vom einzigen Fenster sämtliche Spinnweben und hing dann seine Jacke so hinein, dass es wie ein Vorhang diente. Als er sich sicher war, dass kein Licht nach außen dringen könnte, schraubte er an seiner Lampe herum und entfernte die Scheibe, die das Licht so dimmte. Normalhelles Taschenlampenlicht erfüllte den Raum, blendete etwas die Augen und doch gab es ein Gefühl von Sicherheit. Außerdem war hier jetzt ganz klar zu erkennen, dass nichts umgewöhnliches in diesem Raum war: Ein leerer Schrank, dessen Türen schief in den Angeln baumelten, ein Bettgestell mitsamt Matratze, welches von einer dicken Staubschicht zugedeckt wurde. Na dann, meine Herren, machen Sie es sich mal gemütlich!
  5. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Kayros haderte im ersten Anlauf noch ein bisschen mit der Technik der gedanklichen Kommunikation - konnte man ihm nicht verdenken, es war eine ziemliche Herausforderung sein eigenes Denken so zu strukturieren dass es mit dieser relativ primitiven Methode aufzufangen war, umso mehr wenn man parallel ein Schloss knackte. Und selbst das "relativ primitive" Shinkon Shohen no Jutsu hatte Jahrzehnte bis zum heutigen Entwicklungsstand gebraucht. Als er dann den ersten Gedanken erfolgreich auffing - es war sein eigener Name - lächelte der Yamanaka Kayros ermutigend zu, und schon einen Moment später folgte die erste Nachfrage. Natürlich. ~ Nein. Ich brauche nur Sichtkontakt und ein einigermaßen berechenbares Ziel um eine Verbindung aufzubauen. Die Technik funktioniert über eine Art Projektil, und das ist leider nicht besonders schnell. ~ Aratas gedankliche Stimme war fest und sicher, wo er mit Worten zumindest etwas abgewiegelt hätte - sicher war es eine grobe Vereinfachung ein Fragment der eigenen Seele als "Projektil" zu bezeichnen, aber das hier war nicht der Moment für die Metaphysik des Clanerbes. Auch wenn es sicher faszinierend wäre das mit Kayros zu erörtern. Arata huschte ihm hinterher und schob geistesgegenwärtig die Tür wieder zu, während er über Kayros' Augen einen ersten Eindruck von ihrem Unterschlupf bekam. Nun ... sie würden hier ein paar Tage zurecht kommen. Dass das hier keine Mission wurde auf der man kurz in heißen Quellen Halt machen konnte war wohl von Anfang an klar gewesen, auch wenn ihm das sicher das liebere Versteck gewesen wäre.

    ~ Verstanden. ~ Gab er zurück, und freute sich irgendwie, dass Kayros sich noch an ihre Verbindung erinnert hatte, ehe er ihm hinterher schlich. Es war das erste Mal dass Arata auf einer wirklich klandestinen Mission unterwegs war - bisher war es das höchste der geheimniskrämerischen Gefühle gewesen das Fenster einer Gärtnerei einzudeppern um dort nach heimtückisch eingesargten Teamkollegen zu suchen, und ... naja, selbst wenn es hier furchtbar staubig sein mochte war es immer noch besser als das, nicht? Arata begann nach einem skeptischen Blick auf die Matratze damit, zumindest den groben Staub davon zu entfernen - indem er ihn vorsichtig runterwischte. Wenn er hier anfinge zu klopfen würden die Flocken sich vermutlich erst in zwei Stunden wieder ganz gelegt haben, und das lief ihrem Ziel unauffällig zu bleiben ja irgendwie zuwider. ~ Sieht aus als müssten wir dann ein wenig zusammenrücken. ~ Stellte er fest, den Gedanken möglichst neutral intonierend, auch wenn ihm die Idee sich die Nacht über an Kayros zu kuscheln nicht zu sehr behagte. Wenn es noch eine andere Möglichkeit gegeben hätte, hätte er wohl die wahrgenommen ... aber so hätte es nur noch seltsamer gewirkt auf dem Boden zu bestehen. Und wovor hast du eigentlich Angst? Dass du ihn im Schlaf ansabberst? Eben. Seine eigenen Gedanken waren sicher in seinem Schädel, und wenn er sie nicht herausließ würden sie auch dort bleiben. Wahrscheinlich würde gar nichts passieren außer dass er sich ein wenig grundlos schämte, und damit kam er zurecht.

    Vorsichtig ließ der Yamanaka sich als erster nieder, und die befürchtete Staubwolke blieb aus. Er blickte auf seine Armbanduhr - noch war der vereinbarte Zeitpunkt nicht ganz erreicht, und ohnehin hatte Kayros das Funkgerät. ~ Gibt es noch etwas das du versuchen möchtest? Ansonsten würde ich die Verbindung lösen. Ich denke hier drin sollten wir leise sprechen können, wenn etwas sein sollte, ansonsten gib mir einfach ein Zeichen und ich stelle wieder Kontakt her. ~
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2018
  6. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Seine Frage wurde nicht ausreichend beantwortet. Kayros schaute überlegend zu seinem Teamkameraden. Stille. Auch in seinem Kopf. Waren die Gedanken nicht präzise genug gerichtet worden? Kayros fühlte sich etwas dumm. Er hielt sich für einen durchaus fähigen Jutsu-Theoretiker, hatte selbst zahllreiche Künste erlernt. Aber die Kunst eines Verbündeten mit zu verwenden, der neben ihm saß? ~Gratulation Kayros, du bist ein Idiot. Er schaute zu dem Yamanaka und erkannte, dass er die Emotion und die Selbstironie soeben weitergegeben hatte. Klasse. Aber die Verbindung war wieder da. ~Ich kann offenbar nicht genug Training bekommen, wenn es im Ernstfall klappen soll. Aber ich will dich nicht überanstrengen. Zwei Fragen habe ich aber noch. Erstens: Was passiert, wenn wir den Link aufrecht halten wollen, ich aber dann durch die Tür raus gehe und die Tür schließe? Zweitens: Wie kann ich dir mein Sichtfeld übertragen? Eigentlich kamen ihm dabei schon wieder neue Fragen, aber er entschied sich dafür, die erst einmal noch für sich zu behalten. Vielleicht würde es sogar klappen.

    Schweigend ließ sich Kayros neben seinem blonden Kollegen nieder. Aratas Hiden war wirklich Gold wert in dieser Mission. Dieses Geistesfragment könnte sich als äußerst nützlich erweisen. Und darüber hinaus... besaß es Potential. Aber nicht nur das. Auch die spezielle Ausbildung, der Arata wohl unterwiesen war, hinterließen Eindruck bei dem Chuunin. Der Nachwuchs aus Konoha war gut. Gut, dass er das nicht laut gedacht hatte. Das klingt, als wäre er schon alt. Beiläufig strahlte der Hiragana mit seiner Leuchte durch den Raum, irgendwie suchten seine Augen einen Punkt, den er fixieren konnte. Die beiden Shinobi mussten sich noch etwas in Geduld üben, noch hatten sie nicht den richtigen Zeitpunkt erreicht. Aber die Stille war irgendwie doch etwas belastend. Es fühlte sich an, als traute sich keiner zu sprechen. „Verzeih mir, dass ich dich so mit Fragen löchere.“
  7. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Arata hatte es nicht vermeiden können - ein bisschen hatte er geschmunzelt als Kayros ihm versehentlich ein Stück inneren Dialog geschickt hatte, und er sah auch sofort dass der Hirgana das bemerkt hatte. Wie indiskret von ihm ... aber irgendwie nahm es dem Yamanaka auch etwas von seiner Anspannung gegenüber dem älteren Kollegen, und das zumindest war erfreulich. ~ Es passiert. Du willst nicht wissen was ich versehentlich verschickt habe als ich die Technik erlernt habe. ~ Dem Himmel sei dank nicht das was ihm jetzt so durch den Hinterkopf ging, aber damals auch unbequem genug ... wieso sein Clan keine höhere Selbstmordrate unter den dreizehn- und vierzehnjährigen hatte, die versehentlich diverse peinliche Teenagergedanken verschickt hatten, war eines der großen Rätsel der Psychologie. ~ Ich brauche den Blickkontakt nur um den Link aufzubauen. Danach kannst du um die Ecke oder durch die Tür gehen ohne ihn zu beeinträchtigen. Was dein Blickfeld angeht - ich sehe es bereits, wenn ich möchte. Darauf muss ich mich nur konzentrieren. ~ Kayros schien all das sehr pragmatisch zu sehen - was auch einer der Gründe war weshalb Arata so offen Auskunft gab ohne sich viel zu sorgen inwiefern das den Chuunin verunsichern oder ihn Arata gegenüber misstrauisch machen könnte. Als Kayros sich dann setzte und etwas zu grübeln schien, kappte er die Verbindung aber vorläufig - nicht weil er keine Reserven mehr gehabt hätte, sondern weil er ihnen einen weitern peinlichen Lauschmoment ersparen wollte.

    Und einen Moment später sprach Kayros ihn dann auch auf ganz herkömmliche Art an. Und - entschuldigte sich? Arata entspannte sich und merkte erstmals wie angespannt er gewesen war - die professionelle, etwas unnahbare Art des älteren hatte ihn verunsichert, auch wenn er gewöhnlich ganz gut mit jeder Art von Autorität klar kam indem er sich innerlich distanzierte. Nur hier fiel ihm das gerade erstmals ein bisschen schwerer ... in diesem Falle machte sein Vorgesetzter ihm nämlich keine wirkliche Angst. Angst konnte er beherrschen. Was er hier eher schlecht als recht bekämpfte war das Gegenteil davon. "Das ist kein Problem." Erwiderte er rasch auf Kayros' Worte, und ein deutlicheres Lächeln schlich sich auf seine Züge. "Dein Interesse freut mich eigentlich." Und das stimmte nicht weil er so wahnsinnig gern über sein Hiden sprach. Plötzlich wünschte er sich dass er damals in der Bar ein wenig mutiger gewesen wäre - da hätte er zumindest noch auf Alkohol als Ausrede zurückgreifen können - und es fiel nicht mehr leicht sich selbst davon zu überzeugen dass er gerade in einem sensiblen Einsatz steckte und seine sonstigen Gedanken besser in eine gut verschlossene geistige Kiste stecken sollte. "Du hast solche Einsätze schon öfter durchgeführt, nicht? Ich hoffe ich kann bei deinem Plan dann mithalten." Sein Lächeln nahm einen nervösen Zug an. "Ich würde dich ungern enttäuschen." Arata ahnte den Hauch von Wangenröte mehr als dass er ihn wirklich spürte - und im Dunkeln wäre er wohl ohnehin nicht zu sehen. Trotzdem hoffte er dass es damit getan wäre. Warum musste er ausgerechnet jetzt sechzehn sein? Es gab weit bessere Zeitpunkte für ... soetwas. Hoffentlich sagte Kayros gleich etwas.