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Osten des Feuerreichs - S-Rang-Mission - Strand

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Mameha Junko

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Die Gedanken der Kunoichi sollten zunächst zumindest weitestgehend im Verborgenen bleiben. Dem werten Leser sei lediglich offenbart, dass sie ihre Bewusstlosigkeit gerade vorspielte, sich dementsprechend hilflos und frustriert fühlte und natürlich auch das dringende Bedürfnis verspürte, Hiroshi mit einem stumpfen Holzlöffel das Herz auszukratzen. Warum gab sie eigentlich Anweisungen, wenn er eh drauf pfiff und machte, was er wollte? Und wenn er wirklich überlaufen wollte, würde sie ihn einfach irgend jemandem zum Fraß vorwerfen, der sich ein wenig mit Schmerz auskannte. Hideki war entschieden zu nett für so einen Job, und Niyaze nicht … brutal genug. Vielleicht zur Käferfütterung bei den Aburames? Juuken-Übungspuppe für Hyuugas? Latrinendienst bei den Akimichis? Übungsobjekt der Yamanakas? Oh, es gab so viel, was sie jetzt Hiroshi an den Hals wünschte und so wenig, was sie dagegen machen konnte. Nur so viel hatte sie mitbekommen: Er hatte sie ohne Vorwarnung und entgegen aller Anweisung erst in eine Sandkugel gesperrt und danach offensichtlich zusammen mit den Soras mit einer Luftkugel beschossen – Kunststück, diese Kunst kannte sie, sie beherrschte diese ja auch selbst und hatte mit genau dieser Kunst von einer Position unter Wasser Itoe eine ganze Weile aus dem Kampf katapultiert. Nicht auszudenken, was geschehen würde, bekäme man eine solche Luftkugel ungebremst ab – und Junko war sich noch nicht einmal sicher, wie groß das Ding wirklich gewesen war – sie hatte es ja nur gehört. Trotzdem waren das nach ihrer Rechnung zwei direkte und willentliche Anschläge auf ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit. Und zu was Nutzen? Der Nebel war laut Gefühl, welches sie auf der Haut hatte, weg, aber Hiroshi konnte nach der Wasserdrachenattacke und angesichts seiner mangelnden Zielgenauigkeit auch nicht mehr ganz fit sein. Ganz großes Tennis. Ein tatsächlicher Wille zum Überlaufen war offenkundig auch nicht da, sonst hätte es diese halbherzige Luftgeschossattacke nicht gegeben, womit hier ein klassischer Fall vorlag: Aktion gewollt und nicht nachgedacht. Der Kerl war so was von fällig, falls sie hier wieder lebend rauskam.
Als Daisuke auf sie zugeschossen kam, hatte sie schnell geschaltet und so schnell wie möglich Schmerz und Bewusstlosigkeit vorgetäuscht, um nicht in einer direkten Konfrontation gegen den Sora-Taijutsuspezialisten ausgeschaltet zu werden – das wäre ja noch schöner gewesen. Jetzt hieß es Geduld bewahren und abwarten, jeden Muskel entspannen, langsam und gleichmäßig atmen, als würde man schlafen – mehr konnte sie (dank Hiroshi) momentan nicht machen. Nicht nur, dass jedweder Plan über Bord geworfen war und dass sie nunmehr improvisieren musste, nein, es war auch noch durch einen Faktor geschehen, den sie bisher bei wirklich keiner Person hatte mit einberechnen müssen – wer konnte denn schon ahnen, dass die eigenen Kollegen einem in den Rücken fielen? In Zukunft würde sie auch das zumindest bei Hiroshi mit einberechnen, wenn sie überhaupt noch mit ihm arbeiten wollte.
Nur zu genau bekam die Konoha-Chuunin mit, wie der kleine Tetsuya (das –sama konnte er zumindest bei ihr knicken) sie praktisch Yuto in die Arme drückte und sodann nach einer hochgestochenen Warnung auszog, Hiroshi zu verprügeln. Sollte er nur machen. Momentan fühlte sich Junko weder willens noch in der Lage, ihn aufzuhalten. Jetzt musste sie nur noch überlegen, was sie mit dieser Situation handhabte, und sie hatte da schon eine Idee. Vorbereitung war gut, nicht wahr? Aber war sie bereit, sich jetzt schon zu offenbaren? War das taktisch klug? Andererseits hatte sich die Taktik schon vor geraumer Zeit verabschiedet. Yuto ließ sie mit ziemlicher Sicherheit nicht aus den Augen – was Junko angesichts dieser Tatsache dachte und fühlte, sollte auch erst einmal im Verborgenen bleiben.
Yuto, der arme, gebeutelte Kiri-Nin, durfte sich allerdings auf eine kleine Überraschung gefasst machen (so es denn eine Überraschung für ihn war). Die Kunoichi schlug nämlich die Augen auf, lächelte, legte den Zeigefinger auf den Mund und schien etwas auszustrahlen, was man in ihrer Position nicht ausstrahlen durfte – Triumph.
„Shhhh … ich würde an deiner Stelle jetzt nicht laut schreien oder mich allzu viel bewegen. Du glaubst doch nicht etwa, dass ich mich hätte fangen lassen, wenn ich nicht schon längst gewonnen hätte?“
Kurios war, dass die Kunoichi absolut entspannt zu sein schien und keinerlei Anstalten machte, sich in irgend einer Weise gegen den Sora-Nin zu wehren. Moment mal, was bedeutete das denn? Sie war ganz klar in der Defensive und in der schlimmstmöglichen Position, die man sich nur vorstellen konnte.
„Dir wird gleich schwindelig werden. Setz’ dich besser hin.“ … es sei denn, sie hatte es irgendwie geschafft, irgendein Gift aufzutragen, aber das war geradezu unwahrscheinlich. Wenn man Gift auftragen wollte, musste man nah heran, so auf Tuchfühlung … oder so. Oh. Und irgendwie … war Yuto gerade schwindelig?
 

Ogawa Hiroshi

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Es war geschehen, wieder hatte der Shinobi seine Kameradin angegriffen und wieder, entging sie wohl nur knapp dank der Hilfe der Sora-Shinobi einer schweren Verletzung. Wie konnte ein Mensch eigentlich so gewissenlos sein, jemanden anzugreifen der auf derselben Seite war wie man selbst? Eine Frage, die nicht zu beantworten war zu mindestens nicht von denen die den Shinobi kannten, eigentlich konnte nur er selbst sich die Frage beantworten. Aber wollte er das überhaupt, gab es vielleicht Gründe, warum er sich erst freundlich und dann so kaltherzig verhielt? Vielleicht lagen seine Gründe ja auch tief in seinem Herzen verborgen, Gründe die niemand außer ihm verstehen konnte, Gründe die sogar zum Verrat an seinen Freunden führen konnte.

[Flashback]

Die Straßen waren übersät mit schaulustigen Passanten, die nur mühselig von den Wachen zurück gehalten wurden. Wahrscheinlich kein Wunder, immerhin wurde ein wahres Massaker nicht weit von ihnen entfernt veranstaltet und bisher konnte noch niemand sagen, wer es getan hatte und warum es überhaupt geschehen musste. Selbst den Wachen stand ihre Angst und Unsicherheit ins Gesicht geschrieben. Nur die Shinobi, die sich vor Ort befanden machten einen gefassten Eindruck vor allem die Jounin, die das Team anführte welches ungleicher nicht sein konnte. Aber auch unter den Wachen, gab es einen jungen Mann der, zu mindestens in Hinblick auf den Rest seiner Kameraden gefasst wirkte. Offenbar, sah die Jounin es ähnlich und nach einem kurzen Gespräch, durfte sich einer der Chuunin, Ogawa Hiroshi um diesen „Knirps“ kümmern, aber wohl nur aus dem einen Grund, weil er sich aufgeregt hatte, dass diese Wache doch nur eine Behinderung für sie war. Nun hatte Hiroshi ihn am Hals und das ihm wahrsten Sinne des Wortes. Die Wache war nicht schnell genug, im Vergleich zu den Shinobi, weswegen ihn der Chuunin huckepack nahm und sie nun gemeinsam durch die Straßen rannten. Gesagt wurde nicht viel, auch wenn es die Situation eigentlich wert gewesen wäre über sie zu sprechen. Sie rannten aber nur durch die Gassen Kurodas, ihrem nächsten Tatort entgegen, der ihnen aber kein Massaker offenbaren sollte, sondern einen präzise ausgeführten Mord. Doch bis dann war noch Zeit, soviel Zeit, dass Ogawa Hiroshi abrupt stehen blieb ohne, dass es einen ersichtlichen Grund dafür gab. Der Blick des Chuunins war auf einen Mann gerichtet, eingehüllt in einen schwarzen Mantel und gerade ihm begriff von dannen zu ziehen. Für einen Moment, wollte der Chuunin dem Mann hinterher rennen, doch sein Verstand ließ ihn sich einfach nicht von der Stelle bewegen. Sein Verstand sagte ihm, dass seine dunklen Augen ihm einen Streich gespielt hatten, dass es nicht sein konnte was er gesehen hatte und das dieser Mann, ihm, nur zum verwechseln ähnlich sah. „Ihm“, der alles für Hiroshi bedeutet und ihn viel zu früh verlassen hatte, konnte nicht einfach so wiederauferstehen und hier, ausgerechnet hier in Kuroda sein wo der Chuunin gerade eine Mission zu absolvieren hatte. Nein, es konnte nicht so sein, aber diese Ähnlichkeit war verblüffend, doch sein Verstand sagte ihm auch nach dem weitergehen immer wieder, dass es nicht sein konnte. „Hiroshi überleg doch mal, er ist tot und das schon seit langer Zeit und noch etwas, dass Stirnband was er getragen hatte, es stammte nicht aus Sunagakure….dieser Shinobi, wenn es überhaupt einer war, gehörte zu unseren Feinde. Das Symbol auf seinem Stirnband, war ganz klar das aus Amegakure, einem Verbündeten Soragakures also unseres Feindes. Dein Vater wäre nie im Leben übergelaufen, er liebte sein Land und ganz besonders seine Familie. Du siehst also, er kann es unmöglich gewesen sein. Und jetzt reiz dich endlich zusammen, wir haben eine Aufgabe zu erfüllen.“ Sie hatten etwas zu tun, doch dies bedeutete nicht, dass sich der Chuunin unterbewusst nicht doch den einen oder anderen Gedanken machte. Zu diesem Zeitpunkt, konnte niemand wissen, dass dieser Mann den Ogawa Hiroshi während seiner Mission erblickt hatte noch eine entscheidende Rolle in seinem weiteren Leben spielen sollte.

Noch während ihrer Reise zurück nach Shirogakure, konnte auch sein Verstand kein Argument finden, warum sich der Chuunin nicht seine eigenen Gedanken zu diesem Mann machen sollte. Allein, dass dieser Shinobi, seinem Vater ähnlich sah reichte Hiroshi aus, um daran zu glauben, dass sein Vater noch lebte. Doch war dem den wirklich so, alle hatten davon gesprochen dass er tot sei, seine Mutter, sein Pate, seine Großeltern und selbst sein Onkel, niemand hatte je etwas anderes behauptet. Und eine Familie, speziell seine Mutter und Mozuku, der eine Art Vaterersatz für Hiroshi wurde, hätten ihn niemals angelogen. Aber warum war dann da dieses Gefühl, als ob ihm seine Gedanken keine Streich spielten, dass dieser Mann sein Vater? Vielleicht einfach nur der Wunsch, den Mann wieder zusehen, der eine Art Lichtgestalt für ihn war, mit dem er einfach über alles hatte reden können? Niemand außer dem Chuunin selbst wusste, was diese Gedanken zu bedeuten hatte, doch sein Gefühl sollte ihn wirklich nicht täuschen. Kaum das das Team Shirogakure erreicht hatte, bat er seine Mutter ihn zu besuchen und auch Mozuku sollte sie begleiten. Zwei Wochen vergingen, ehe seine Familie ihn besuchen kam. Was eigentlich ein freudiges Ereignis werden sollte, da sie sich schon solange nicht gesehen hatten, wurde zu einem Fiasko. Hiroshi erfuhr die Wahrheit über seinen Vater, der Mann der alles für ihn bedeutet hatte, von dem er dachte er wäre vor Jahren gestorben, lebte. Seine Familie, die Leute die er am meisten auf dieser Welt liebte, hatten ihn angelogen, ihm verschwiegen was wirklich mit seinem Vater passiert war. Hass und Zorn breiteten sich in dem noch jungen Mann aus, Worte lagen ihm auf der Zunge, die er nicht aussprach und je mehr sie ihm sagten, desto klarer wurde ihm, wie viel wert seine Familie war. Nur aus einem Grund, weil sie das Bild seines Vaters nicht zerstören wollte, hatten sie ihm verschwiegen, dass er die Seiten gewechselt hatte, nach Amegakure übergelaufen war und nun ein Shinobi der Fraktion war, die er am meisten hasste, Soragakure. Und erst jetzt wurde dem Ogawa klar, warum seine Familie seinen Hass gegen die Sora-Shinobi so geschürt hatte. Nur aus Eigennutz hatten sie so gehandelt, damit er niemals erfuhr was wirklich mit seinem Vater geschah. Langsam aber sicher, konnte er den Worten Mozukus und seiner Mutter nicht mehr folgen. Hiroshi verdrängte die beiden und ließ die Gedanken an seinen Vater an sich herankommen, Bilder aus der Vergangenheit die er verdrängt hatte, weil der Schmerz noch immer zu groß war und sein Gesicht, das immer mit einem Lächeln versehen war, wenn sie unterwegs waren. Aber nicht nur jene Gedanken traten an ihn heran, auch die Stimme der Vernunft in seinem Kopf meldete sich mal wieder zu Wort. „Mach jetzt bitte keine Dummheiten, ich weiß dass dir dein Vater sehr viel bedeutet, aber reiz dich zusammen. Er ist unser Feind…“„…sei still…“ „…, du darfst dich nicht von seinem früheren Leben mit euch täuschen lassen…“ „…ich sagte du sollst still sein…“ „…wenn er die Gelegenheit hat, wird er auch dich tö…“ „…es reicht, verschwinde aus meinem Kopf und komm nie wieder, ich werde das tun was ich für richtig halte und nicht das tun was irgendeine Stimme, die kommt und geht wann sie will, von mir will.“ Stille, zu mindestens in seinem Kopf herrschte sie gerade, während sein Pate als auch seine Mutter versuchten ihm nochmals zu erklären weswegen sie all dies getan haben. Doch Hiroshi wurde alles zu viel, was er in den letzten Minuten erfahren hatte, ließ alles in einem neuen Licht da stehen. Sein Schmerz über den Verlust seines Vaters, der immer noch tief in seinem Herzen lag, verflog doch durch was er ersetzt wurde, war Zorn und Hass auf seine Familie. Man könnte sagen, dass eine Welt für den Chuunin zusammenbrach, eine Welt die bereits Risse gehabt hatte, doch nun endgültig verfiel. Ohne ein Wort zusagen verschwand er und ohne ein weiteres Wort mit seinem Paten und seiner Mutter zu reden, ließ er sie nach Sunagakure zurückkehren. Tage verstrichen, in denen Hiroshi komplett geistesabwesend wirkte und es wohl auch war. Seine Gedanken kreisten um seinen Vater, der irgendwo in Soragakure war, dort lebte, vielleicht auch schon eine neue Familie und seine Alte schon vergessen hatte. Es zerriss ihn fasst bei diesen Gedanken, er wollte wissen was aus seinem Vater geworden war, was ihn zu dieser Entscheidung getrieben hatte und warum er ihn, Hiroshi nicht einfach mitgenommen hatte. Es waren quälende Fragen, die den Chuunin beschäftigten und ihn fasst in den Wahnsinn trieben. Doch gerade, wenn man die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatte, kam es immer anders als man dachte. Die Diebe, die schon vor Monaten etwas Wichtiges aus Shirogakure gestohlen hatte wurden aufgespürt und ein Trupp, zu dem auch Hiroshi gehörte worden ausgesandt, um das Diebesgut wieder zurückzubringen. Was Hiroshi allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war die Tatsache dass sich auch die Shinobi aus Soragakure auf den Weg ins Feuerreich gemacht hatten. Ein Ereignis, welches nicht vorhersehbar war doch dem Chuunin nur in die Karten spielte.

[Flashback Ende]

Seine Augen öffneten sich, als eine Stimme zu ihm durchdrang und ihn aufforderte herauszukommen. Die Spitzen in den Worten des Sora-Nins überhörte der Chuunin einfach, es gab wichtigere Dinge zu klären als seinen missglückten Versuch sie zu attackieren. Mit den Rücken an einen der wenigen Bäume gelehnt, die noch standen ruhte er sich aus. Sekunden verstrichen, ob und was mit Junko war, interessierte den Ogawa nicht. Ob die Sora-Nins ihm glauben würden, interessierte ihn noch weniger und um ehrlich zu sein, interessierte es ihn auch nicht, was mit den anderen Shinobi aus Shirogakure geschah. Für den Chuunin zählte nur ein, sein neues Ziel zu erreichen und dafür brauchte er den Rotschopf und seinen Kumpel. Ein kurzer Blick über die Schulter, der ein oder andere Gedanke, der einem durch den Kopf geht und eine Entscheidung, die das Leben verändern konnte. Seltsam, wie schnell sich Menschen entscheiden konnten, wenn es ihnen um etwas ging was wichtig für sie war. Hiroshi hatte sich schon Tage zuvor entschieden, doch geriet er für einen Moment ins Wanken, als seine Gedanken kurz bei den Menschen waren, die ihm eigentlich etwas bedeuteten. Noch einmal atmete Hiroshi tief durch, ließ seine Gedanken zu jener Person wandern, für die er all dies hier machte und war sich wieder sicher, dass er das richtige tat. Langsam nahm der Chuunin eine aufrechte Haltung an, seine Hand ruhte an seiner Beintasche und langsam kam er hinter dem Baum hervor. „Kleiner….es ist mir egal, was ihr von mir haltet oder was ihr denkt, was für eine Typ ich bin meine Kameraden zu verraten. Jeder Mensch hat seine Gründe und für mich bedeutet ein Verrat an Shirogakure, die Möglichkeit, zwar als Gefangener, nach Soragakure zu gelangen…“ Mit einer Bewegung seiner Hand, entfernte er seine Beintasche und warf sie, dem sichtlich wütenden Sora-Nin vor die Füße. „Meinetwegen, könnt ihr nun machen was ihr wollt, ob du mich nun umbringst oder mich nur gefangen nimmst ist mir relativ egal. Allerdings wird meine Kameradin euch sicherlich nicht so einfach davon kommen lassen wollen. Mein Vorschlag euch zu helfen gilt immer noch, wenn ihr mich lasst. Die Shiro-Nins haben das Versteck der Diebe ausfindig gemacht, wo genau es ist kann ich euch jetzt noch nicht sagen, aber mit einem kurzen Funkspruch meinerseits könnte ich das herausfinden. Hier haben wir aber weiterhin das Problem mit meiner Kameradin, ihr müsstet ihr Headset entfernen und es zerstören, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Somit wäre garantiert, dass sie meinen Funkspruch nicht gefährdet. Natürlich müsste ich euch begleiten, was für euch aber wieder Vorteile bringen könnte und ihr könnt sicher sein, dass ich meine ehemaligen Kameraden ohne Skrupel zu zeigen angreifen werde. Es ist eure Entscheidung, aber ich an eurer Stelle würde gut überlegen, ob ihr auf mein Angebot nicht eingehen wollt, das ist eure Chance Shirogakure einen erheblichen Schlag zu versetzen.“ Es lag nun einzig und allein an dem Rotschopf und seinem Kumpel zu entscheiden was sie tun. Hiroshi konnte nur darauf hoffen, dass sie ihn nicht gleich umbringen würden und das Junko nicht noch irgendeinen Trumpf im Ärmel hatte. Die nächsten Ereignisse lagen somit in Gotteshand.

[Out: Mit Akemi besprochen, dass Hiroshi zu den Soras überlaufen wird/will also nicht wundern...und entschuldigt für die Verwirrung meiner letzten Posts, ich bin einfach total ausgelaugt :(]
 

Iwamoto Yuto

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Preisfrage! Man stelle sich vor, wirklich schwerwiegende Gefühle für jemanden zu hegen, diesen leider nur selten sehen zu können und deshalb wohl auch vermisst. Nun seht ihr euch endlich wieder, werdet dummerweise von dieser Person als Schleifstein für ein Messer missbraucht, hegt anschließend jedoch immer noch Gefühle für diese Person und schlussendlich wird euch diese bewusstlos in die Arme gelegt. Wie würdet ihr euch fühlen? Denkt mal darüber nach, doch eines sollte angemerkt werden, bei einer Vorgeschichte wie Yuto sie mit Junko erlebt hat, ist das Gefühlschaos eines Jugendlichen - vergesst die Hormone nicht - scheinbar vorprogrammiert. Und nein, eine Nachahmung dieser Situation ist auch nicht wirklich zu empfehlen!

Wie bereits also erwähnt, wurde dem Rotschopf der scheinbar bewusstlose Körper in die Arme gedrückt, woraufhin zunächst nicht mehr als ein leicht verdutzter Blick in Richtung Daisuke folgte. Warum schließlich sollte gerade er nun Junko übernehmen? War sich Daisuke etwa zu gut dafür oder wollte er - sofern er denn tatsächlich eine feste Freundin hatte - nicht mit einem Mädchen auf dem Arm gesehen werden? Schlussfolgerung - es war ihm entweder unangenehm oder er hatte einen Plan. Vielleicht sogar beides, doch zunächst schien er tatsächlich einen Plan zu haben, weswegen er Yuto auch dazu aufforderte, ihm mit etwas Abstand zu folgen und ja auf ihren Gefangenen, Verzeihung, die Gefangene zu achten und sie unter keinen Umständen entwischen zu lassen. Was Daisuke an dieser Stelle jedoch nicht wissen konnte, war, dass Yutos verdutzter Blick nicht nur ihm galt, sondern auch Junko bzw. sich selbst und seinen Gefühlen. Zum einen natürlich, zerstreuten sich durch diese Aktion wieder einige Gefühle zwischen seinen Gedanken, zum anderen aber schien auch sein Verstand noch zu arbeiten und gab unter der Flut an Emotionen nicht auf. Während seine gefühlvolle Seite nun eine recht fürsorgliche Regung in ihm verspüren ließ und er ihr bestimmt auch gerne etwas Flüssigkeit eingeträufelt hätte um sie wieder auf die Beine zu bringen, so sandte die Seite seines Verstandes ganz andere Signale aus. Unter anderem war da eine leichte Angst zu verspüren, die Angst davor, dass sie gleich aufspringen könnte aber natürlich auch wieder die generelle Frage - was nun?

Im folgenden schienen nun zwei verschiedene Situationen, die beide recht wichtig waren, abzulaufen und für die jeweiligen Anwesenden etwas anderes zu bedeuten. Für Yuto nämlich, war die Aktion von Daisuke eine regelrecht willkommene Ablenkung zu dem was er gerade in dem Armen hielt, nicht aber das nun jemand auf die Idee kommen würde, dass er sie aus den Augen ließ. Als Chuunin musste man es schließlich beherrschen mit einem Auge hier und mit dem anderen dort zu sein, zumindest rein theoretisch. Nach dem Gestampfe und einigen anstachelnden Worte, schien man jedoch auch schon recht schnell einen Effekt sehen zu können, denn der männliche Mitstreiter von Junko tauchte schneller als erwartet auf. Seine Reaktion jedoch war eine völlig andere, scheinbar war der vorherige Plan, der ihn direkt in die Fänge von Yutos Wasserdrachen gelotst hatte, weiterhin aktiv. Doch war es nun ein tatsächlicher Plan den er durchführen wollte oder war doch alles nur Show? Yutos Ohren, sowie seine im leichten Sonnenlicht glänzenden, roten Augen, bemerkten das ein oder andere das nicht wirklich in das Schema passte oder zumindest ein Fehler war, den er nicht hätte begehen sollen. Punkt eins wäre da sicherlich sein Auftritt. Niemand, wirklich niemand sollte Daisuke mit "Kleiner" ansprechen, sofern man seine Aufmerksamkeit oder vielleicht sogar noch mehr von ihm wollte. Grundsätzlich war dies ja aber nicht nur unfreundlich sondern in dieser Situation auch unpassend. Punkt zwei, natürlich sollte es ihm egal sein, was die beiden - Junko nun mal nicht mitgezählt - über ihn dachten, doch mal ehrlich, wie plausibel klang es, dass er sein Land und sein Leben aufgeben wollte um als Gefangener nach Sora zu kommen? Für die meisten wohl eher ein Grund um von einer Klippe zu springen, doch immerhin erwartete er nicht eine Wilkommensfeier, Erndüsschen und kühle Getränke auf der Rückfahrt. Vorausgesetzt natürlich, dass er tatsächlich mitkommen bzw. überlaufen würde. Punkt drei war dann die Sache mit der Beintasche. Für gewöhnlich wusste jeder selbst noch so junge und unerfahrene Shinobi, dass sein Körper seine Waffe sein würde. Eine Beintasche voll mit Ninjautensilien musste da nicht viel bedeuten, da der Shinobi ja schließlich immer noch sich selbst hatte. Sein Chakra, Muskeln und Gehirn natürlich ebenfalls. Wenn man nun also wirklich auf einem "Seht her, ich ergebe mich" - Trip war, dann wäre es vielleicht ratsam gewesen, die Tasche erst auszuschütten, dann wegzuwerfen und folgend noch die ein oder andere Hosentasche zu entleeren. Bis jetzt also war die Sache mehr suspekt, als wirklich plausibel. Zu guter letzt dann folgte noch Punkt vier. Er würde jeglichen vorherigen Kameraden ohne Skrupel angreifen, inklusive Junko. Doch genau an dieser Stelle hörte der Spaß für Yuto auf, da er genau dies definitiv nicht nachvollziehen konnte oder wahrscheinlich jemals könnte. Weitere Gedanken konnte er sich darüber jedoch nicht machen, Daisuke musste sich der Sache wohl zunächst selbst annehmen da er aber bestimmt das Wort "Kleiner" gehört haben würde, würde die Sache sicherlich nicht so schön und einfach werden wie sich der "Auswanderer" das vorgestellt hatte, Yuto selbst jedoch hatte zu diesem Zeitpunkt nun ein anderes kleines Problem - Junko.
Da regte sich etwas in seinen Armen, schlug die Augen auf und gab bereits wieder bissige Kommentare von sich. Natürlich konnte dies nur Junko sein und ein Teil in ihm freute sich, dass es scheinbar wirklich nur gespielt war und es ihr gut ging, der andere aber natürlich geriet etwas in Panik, rein aus Reflex natürlich. Was jedoch meinte sie mit, sie hätte bereits gewonnen? Vor allem, was hatte sie gewonnen, außer einem Herz mit roten Haaren? Kurios war diese Situation tatsächlich, doch irgendwie schien die Naivität Yutos bei der folgenden Drohung von ihr zu siegen. Er fühlte sich gut, hatte sie noch mehr oder weniger unter Kontrolle und einen Piekser oder sonstiges hatte er auch nicht gespürt. War also alles nur ein Bluff? Sicher konnte er sich natürlich nicht sein, doch so lange noch keine Symptome auftraten würde er sie zunächst weiter festhalten. Dass Daisuke nun auf sich alleine gestellt war, da seine Augen und Ohren nun hauptsächlich hier anwesend sein mussten, würde dieser ihm sicherlich verzeihen. Was aber wenn unser junger Iwamoto nicht alleine mit dieser Situation - auch genannt ein weibliches Wesen in seinen Armen - nicht alleine fertig werden würde? Man würde sehen, zunächst jedoch der Versuch, das ganze mit Worten zu retten. "Was du gewonnen hast weiß ich nicht und schwindlig ist mir bereits, Danke der Nachfrage." Natürlich war ihm schwindelig, vor lauter Gefühlen in seinem Verstand und Körper musste ja schließlich etwas passieren oder war er einfach nur etwas von der Situation übermannt? "Wie du dir denken kannst, hätte ich die ein oder andere persönliche Frage an dich, doch zunächst. Was bitte treibt dein Mitstreiter da?" Nein, Yuto würde wohl wirklich niemals mit der Frage, wieso wolltest du mich abschlachten, herausplatzen, doch das er so in seiner Rolle als braver Bürger von Soragakure blieb, musste ihm im Angesicht von Junko wirklich einiges abverlangen. Logischerweise erwartete er aber natürlich keine genaue Antwort auf seine Frage, doch manchmal konnte ja schließlich selbst in einer Lüge noch ein Funken Wahrheit stecken, vielleicht also würde Junko ihm die Situation zumindest etwas erklären können.
...ist das Ding auf ihrem Kopf da eigentlich an?
 
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Mameha Junko

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„Das Spiel. Es geht immer um das Spiel.“ So lautete die überraschend nüchterne Erklärung, die der Sora-Nin von der Kunoichi erhielt, obgleich er sich anscheinend immer noch nicht dazu durchringen könnte, sein Herz zu öffnen und sie loszulassen. Schade aber auch, dabei war das durchaus eine Möglichkeit in der Serie von Möglichkeiten, welche Junko hier im Groben als „Das Spiel“ bezeichnete. Die Mission war nur ein Umherschieben der verschiedenen Figuren, und jeder hatte offenbar sein eigenes Ziel. Kannte man das Ziel der anderen Figuren, konnte man das Feld kontrollieren und im Endeffekt mit den wenigsten Verlusten und maximalem Erfolg das Feld verlassen. Waren diese Möglichkeiten gegeben, gemeinhin auch als „Sieg“ bekannt, war das Spiel gewonnen. Leider hatte Junko aus den Augen verloren, wer welches Ziel hatte, darum war ihre Aussage eine platte Lüge, bot aber durchaus einen Einblick in ihre Gedankenwelt.
Und jetzt, wo wir gerade bei dem Punkt sind, Geheimnisse aus der Gedankenwelt zu offenbaren: Natürlich bluffte sie gerade. Sie bluffte um ihr Leben. Sie hatte noch nie im Leben Gift verwendet, auch wenn sie sich vornahm, sich demnächst genauer mit der Materie zu beschäftigen und selbst dann wäre es ihr nicht eingefallen, Yuto ein tödliches Gift zu verabreichen. Aber im Ernst, welche andere Wahl hatte sie? Auf ihren Kameraden war offensichtlich kein Verlass – vielleicht stand er unter irgend einem Genjutsu oder unter dem Einfluss irgendeiner Droge. Es war immer noch zu bezweifeln, dass er tatsächlich überlaufen wollte. Fest stand, dass sie sich keinesfalls auf ihn verlassen konnte, dass er sie in die Hände zweier Sora-Nins befördert hatte. Sie konnte sich nicht bewegen, keine Unterstützung holen, keine Warnung durchgeben und schon gar nicht attackieren. Alles, was ihr blieb, war das Hirnchen und ihre Schauspielkunst, welche insofern Arbeit leisteten, als dass sie richtig analysierten, dass der Rotschopf entweder seinen Ärger gerade sehr gut im Zaum hielt oder weiterhin viel zu leichtgläubig für diese Welt blieb. Das wiederum sorgte dafür, dass sie ihn eventuell dazu überreden konnte, sie loszulassen – das ultimative Ziel dieser Aktion. Danach konnte sie sich immer noch zurückziehen. Allerdings reagierte Yuto abgelenkt durch die Ereignisse um Hiroshi, welche auch Junko mitbekam – und sie stutzte und staunte nicht schlecht, als sie hörte, was der Ogawa zu sagen hatte. Das machte keinen Sinn. Zum einen sprach er Daisuke mit „Kleiner“ an, was so dermaßen unhöflich war, dass nicht einmal die manchmal etwas grobe Junko diesen Begriff benutzte. Zweitens ließ er sich selbst keinen Ausweg … selbst, wenn er hier irgendwo einen Sandbunshin versteckt hatte oder es sich bei dem „Überläufer“ um einen Sandbunshin handelte, so versäumte er gerade den richtigen Augenblick, um die Gunst der Stunde zu nutzen. Hiroshi war nicht geduldig, er war impulsiv und bevorzugte Aktion über Diplomatie. Warum also griff er auf eine Taktik zurück, welche er selbst als ineffektiv ansah?
Der Konoha-Chuunin fiel nunmehr ein, wie still sich der Ogawa während der Mission verhalten hatte, mit welcher Vernunft und Ernsthaftigkeit er mit Kayros gesprochen hatte, und mit welcher Leichtigkeit er ihre Anweisungen ignoriert hatte, nur um sie in ein potenziell gefährliches Jutsu zu sperren. Waren die Worte an Kayros ein Abschied gewesen, und sein Ungehorsam tatsächlich Überlaufen? Wenn es das nicht war, wieso hatte er ihr dann nicht einfach Bescheid gesagt, was er vorhatte?
Traute er ihr nicht? Wenn sie an das Gespräch zurückdachte, konnte es auch sein, dass er gerade ihre Loyalität testete. Falls dem so war, musste er extremes Vertrauen in seine eigenen Fertigkeiten haben, immerhin traute er sich gerade zu, Daisuke, Yuto und Junko ausschalten zu können, selbst wenn diese sich dazu entschließen sollten, gegen ihn zusammenzuarbeiten. Das war ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt – nein, der Plan war wahnsinnig. Mal ganz davon abgesehen hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben, mit den Soras dahingehend in den Dialog zu treten. Was sollte Junko also von der Aktion Hiroshis halten?
Ganz einfach: Offiziell behandelte sie ihn jetzt als Abtrünnigen und hoffte einfach mal, dass er ihr eine extrem gute Erklärung liefern konnte, wenn er erst einmal vor ihr im Staub lag. War es nicht genauso wahnsinnig, anzunehmen, dass Hiroshi in genau dieser Position enden würde? Abwarten. Abwarten und Tee trinken.
Doch zurück zu Yuto und seiner nicht ganz unberechtigten Frage, obwohl die Chuunin eher damit gerechnet hatte, dass er entweder wütend oder verletzt nach dem Grund für den sprichwörtlichen Stich in den Rücken fragen würde. Nun, offenbar hatte er sich vorgenommen, heroische Zurückhaltung zu üben.
„Wir befinden uns gerade auf einer Mission. Lügen und Halbwahrheiten zum eigenen Vorteil zu benutzen ist eine effektive Taktik, wirft allerdings Zweifel auf, wenn die betreffende Person doch tatsächlich einmal die Wahrheit sagen sollte. Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass ich nicht die geringste Ahnung habe? Es könnte natürlich auch ein Bluff sein und in Wirklichkeit rechne ich nur damit, dass du meine Lüge durchschaust, und sage die Wahrheit, um dich in die Irre zu führen. Alles ist möglich und es gibt nichts, was ich sagen kann, um dich von meiner Aufrichtigkeit zu überzeugen.“ Eine kurze, bittere Pause. „Du bist so blass …“ Der Ausdruck wandelte sich zunehmend von kontrolliert und siegessicher in mitleidig und besorgt. Aber sie hatte es selbst sehr richtig angemerkt, dass man ihr auf Missionen, zumindest, wenn man sie zum Gegner hatte, nicht wirklich trauen konnte. Wann sagte Junko einem Feind schon einmal die Wahrheit? Wenn man mit ihren Methoden vertraut war, dann ging man sehr richtig davon aus, dass sie einkalkulierte, dass man ihr nicht traute, und somit die Wahrheit verwendete. Kalkulierte sie diesen Gedankengang auch ein? Dann wäre man wieder am Anfang.
Tsk, so viel Zweifel, die der gutgläubige Yuto wahrscheinlich über Bord warf oder zumindest über Bord werfen wollte. Er konnte auf den Gedanken kommen, dass sie vermutlich ausnutzte, dass er ihr prinzipiell alles glauben wollte. Ironisch, dabei war die Unsicherheit der Kunoichi, was Hiroshis Aktion anging sowie ihre Besorgnis um Yutos Zustand wirklich und wahrhaftig echt. Natürlich hatte sie ihn nicht vergiftet. Aber blass war er wirklich und ein schlechtes Gewissen hatte sie auch, immer noch, was sich nur verstärkt hatte, als er zugegeben hatte, unter Schwindelgefühl zu leiden.
„Ich habe dir wehgetan, oder?“ Was für eine Frage, natürlich hatte sie das! Ein scharfer Gegenstand im Rücken oder in anderen Körperzonen ist niemals eine angenehme Angelegenheit … und doch sickerte gerade tatsächlich Schuldbewusstsein sowohl in Mimik als auch in Ton durch.
„Ich könnte behaupten, dass ich wusste, dass Kibo dich verfolgt und dich daher verletzt zurückließ, damit man an Genjutsu und Kampf glaubt … aber die Wahrheit ist, dass ich es als ausgleichende Gerechtigkeit empfand.“ Teenagerlogik! Nicht einmal die Konoha-Chuunin war davor gefeit, wer hätte das gedacht? Die Wahrheit war, dass sie über beide Ohren verschossen war und sich selbst für Schwärmerei für einen erklärten Feind verachtete.
„Zuhause, beim Lesen, auf Missionen, beim Training … überall tust du mir weh. Ich dachte, ich zahle es zumindest ein wenig zurück.“ Denn wer selbst litt, wollte auch andere leiden sehen. Ein uraltes Prinzip, doch für Junko war es neu und erst jetzt konnte sie sich das tatsächlich erklären. Nun, ein wenig spät, nicht wahr? Für Reue ist kein Platz, insbesondere, wenn man sich eigentlich noch auf einer hochwichtigen Mission und darüber hinaus in nicht zu verachtender Gefahr befindet.
„Ich kann dir allerdings keinen Schmerz mehr zufügen, nicht wahr? Nicht mehr. Also lass mich los, setz dich hin und ruh dich aus.“ Das klang schon wieder ein bisschen bitter und zerstreute bei weitem nicht die Gifttheorie, wenngleich sie aber auch nicht bestätigt wurde.
„Falls mein Kollege hier ein Überläufer ist, muss ich meine Kollegen warnen. Falls er nur spielt, ist er dümmer, als ich gedacht habe … ich habe sowieso nicht vor, in einer Konfrontation zwischen ihm und Daisuke einzugreifen. Das Spiel hier ist noch nicht vorbei.“ Und für Hiroshi schon gar nicht, wie es schien. Bliebe noch das letzte Argument.
„Wir haben uns damals, bei unserer ersten Begegnung, im Namen der Kameradschaft zusammengeschlossen. Möglicherweise pfeift Hiroshi gerade auf alles, was wir glauben. Um … um der alten Zeiten willen, für die Kameradschaft und für alles, an was wir glauben: Lass mich los.“
 

Tetsuya Daisuke

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Zähne knirschen… ist das nicht ein ekelhaftes Geräusch? Daisuke knirschte mittlerweile so fest mit den Zähnen, dass man es sicher in drei Metern Entfernung noch wahrnehmen konnte. Er war verdammt wütend und irgendwie war die Dreistigkeit dieses Kerles kaum noch wirklich in Worte zu fassen. Seine Hand ballte sich mehr und mehr zur Faust, so sehr dass die Haut schon richtig spannte… Was für eine unangenehme Situation… Daisuke hätte den Kerl am liebsten schon in der Luft zerfetzt und seine Überreste zu Staub zermahlen, doch irgendwie sollte das wohl nicht sein.
Gespannt wartete der junge Mann darauf dass sich sein Gegner vor ihm zeigte. Und da war der Moment in dem man tatsächlich zum Kämpfen kam … oder? Einen Moment lang, war Daisuke völlig sprachlos und genoss die Stille, dann legte der junge Mann seine Hand an die Tasche und Dai machte sich auf einen Krieg gefasst. Doch stattdessen artete das scheinbar in psychologischer Kriegsführung denn der junge Mann begann zu sprechen und bei Daisuke drang nur ein Wort richtig durch… „Kleiner….“ … Nun ballte der junge Tetsuya so sehr die Hand zur Faust, dass sich die Fingernägel in die Haut bohrten. Fast schon legte er sich die Worte im Mund zurecht. Dann kam aber doch nur die Hälfte dabei raus. Was heißt hier überhaupt Kleiner?! Nur weil andere mit fünfzehn schon teilweise zwei Meter groß waren, war 1,45 Meter doch wirklich keine unmenschliche Große?! Daisuke war doch schon gewachsen, was sollte er denn noch tun um dieses Image vom kleinen Schwächling abzulegen?! Das Zähneknirschen wurde noch ein wenig offensichtlicher und langsam hatte das Ganze was von einem Hund der vor dem Kampf mit Drohgebärden beginnt… „Kleiner?! … Du … Bastard …“, knurrte er zum einen Teil wütend und zum anderen fassungslos vor sich hin und starrte den jungen Mann weiter an. Es wäre schließlich unhöflich gewesen ihn die Fresse zu polieren, wenn er noch nicht ausgesprochen hatte, oder? Doch seine Worte stießen bei dem jungen Tetsuya nicht wirklich auf Verständnis. Ihm war also alles egal? Worauf wartete Dai noch mal? Wieso schlug er ihn den Rest Hirnmasse nicht zu Brei? Wenn man den kleinen Kerl nun so ansah, hatte er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem unglaublichen Hulk, sicher fehlte nicht mehr viel bis er grün wurde und sich die Kleider vom Leib riss, aber erst einmal abwarten. Meine Kameradin… wagte er es ernsthaft noch solche Worte in den Mund zu nehmen? Das wurde ja immer lustiger. Entweder er log noch immer und bluffte, oder er war wirklich verdammt dumm… Daisuke war sich noch immer nicht sicher, da dieses Szenario doch etwas von einem Märchen hatte… Als würde der merkwürdige Kerl versuchen seinen verkackten Versuch zu siegen wieder ausbügeln wollen. Mit dem Headset hatte er auf jeden Fall nicht unrecht, warum war Daisuke nicht darauf gekommen? Warum sagte er das? Sagte er etwa ernsthaft die Wahrheit?
Nach wenigen Sekunden nach dem der Kerl ausgesprochen hatte, war Daisuke zu einem Entschluss gekommen. „Wenn du wirklich mit willst, wehr dich nicht, verhalte dich still und bleib so an Seiner Seite, dann werden Wir dir auch nicht mehr weiter wehtun, als Gefangener sind Wir bereit dein Angebot anzunehmen.“, knurrte der Tetsuya erst bevor es richtig los ging... Schnell rannte er auf den jungen Mann zu, ballte die Hand zur Faust und schlug sie mit großer Kraft direkt in Richtung des Gesichts des dunkelhaarigen. Das war ein Schlag, der locker einen Kiefer knacken konnte. Warum er das tat? Purer Stolz! Nix da mit Gerechtigkeit und Gewissen, das war einfach nur Selbstgerechtigkeit, da war jeder andere egal. Wieso musste er auch ausgerechnet sowas zu Daisuke sagen? Doch mehr tat er erstmal nicht. Moment mal… seit wann sprach Daisuke von ‚Wir’? Wenn da nicht einer Höhenflüge hat… Daisuke hatte nicht mehr viel Zeit, er musste zurück zu Yuto, sicher gehen dass der gutmütige Rotschopf Junko nicht gehen lässt. Aber den Shironin musste er mitnehmen, also hieß es abwarten ob der Treffer ins Schwarze ging…
 

Hyuuga Itoe

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Ein Klicken ertönte in Hiroshis Ohr, gefolgt von der Stimme Itoes.
[FONT=Verdana, sans-serif]Was zum Henker ist bei euch beiden los?“[/FONT]
 

Ogawa Hiroshi

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Als die Worte seines Gegenübers an sein Ohr drangen, wurde dem Chuunin unwohl doch er hatte sich die Situation ausgesucht, also musste er wohl auch mit ihr leben. Kein schönes Gefühl machtlos zu sein, doch wenn man sich für etwas entschieden hatte, musste man wohl auch mit den Konsequenzen leben oder etwa nicht? Natürlich würden die Konsequenzen schmerzhaft sein und es würde dauern, bis alle Wunden wieder verheilt waren doch letztendlich würden sich auch diese Schmerzen auszahlen. Das Blut hätte vielleicht nicht sein müssen, doch auch das war wohl die logische Konsequenz aus dem Handeln des Shinobis. Auch wenn es nicht wirklich hätte sein müssen, wenn ihr mich fragt, lässt einen der Geschmack von Blut wochenlang nicht los und kein Essen, selbst das Beste der Welt schmeckt einfach nur zum „Kotzen“. Aber gut, wir wollen uns ja nicht beschweren. Hiroshi hatte all das verdient, er war es gewesen der seine Landleute, Kameraden verraten hatte und niemand anders. Niemand konnte die Schuld zugewiesen werden außer ihm und vielleicht war es daher nur gerecht, was mit ihm geschah. Vielleicht war es Gerechtigkeit, die ihn gerade durch das letzte Gestrüpp des Waldes schleuderte, die seinen Kiefer brechen ließ oder es war einfach nur die rohe Gewalt eines Shinobi, den er mit all seinen Taten oder gar Worten wütend gemacht hatte. Es war schwer zu sagen was es war, doch eines war mit Sicherheit glasklar, Ogawa Hiroshi hatte all dies verdient.

Blut lief aus seinen Mundwinkel und ein Schmerz, als ob Tausende von Nadel in seinen Körper gestochen wurden, zu mindestens fühlte es sich so an, durchwanderte seinen Körper. Seine Kleidung hatte nur wirklich die Spuren eines Kampfes angenommen, offene Stellen im Stoff bezeugten diesen Kampf sogar. Mehr als kleinere, unbedeutende Schnitte blieben hier allerdings nicht zurück. Als weitaus schlimmer konnte man die Verletzung in seinem Gesicht bezeichnen. Nicht das sein Gesicht durch die Zentimeter lange Narbe nicht schon schlimm genug aussah, jetzt lief ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, dickes dunkles Blut aus seinem Mund und sein Kiefer hatte längst die Farbe einer überreifen Pflaume angenommen. Kein schöner Anblick, dass könnt ihr mir glauben, aber wenn Idioten überlaufen musste sowas ja passieren. Also was soll´s., selbst schuld konnte man hier wohl nur noch erwähnen. Naja, lassen wir das jetzt. Für den Ogawa war eigentlich gerade nur zu hoffen, dass die Sora-Nins einen guten Medic-Nin bei sich hatten, sonst wäre die Herrlichkeit seines Lebens sicherlich bald vorbei, bei den Massen an Blut, die er gerade vor sich auf den Boden spuckte. Es war schon ein Wunder, dass der Chuunin sich überhaupt wieder aufgerappelt hatte, nach einem solchen Schlag. Hier sollten wir vielleicht nochmals erwähnen, dass der Schlag von einem Shinobi kam, der deutlich kleiner als Hiroshi selbst war, sowas konnte das Ego ankratzen, ob das auch bei dem Chuunin so war. Ich plädiere ganz klar auf ein „Ja“, allerdings kümmerte sich der Ogawa gerade weniger um sein Ego, als wie um das, was ihn gerade eine ihm bekannte Person per Funk fragte. Itoe musste alles beobachtet haben, fraglich war nur wie lange sie schon zugesehen hatte und was sie in die Situation hinein interpretierte. Diese Frage konnte Hiroshi nicht beantworten, aber wenn sie hier alles gesehen hatte, musste er seinen Schmerz vergessen und die Zähne zusammen beißen. Nochmals spuckte er einen schönen Batzen seines eigenen Blutes vor seine Füße, ehe sich seine Stimme schmerzverzerrt erhob und er sich tunlichst zusammenreißen musste, nicht loszuschreien. „Hey…hör zu, eine Kunoichi aus Shirogakure, viel mehr aus Konohagakure ist auf dem Weg hierher. Sie ist eine Hyuuga und ich weiß nicht, wie viel sie gesehen hat, aber wir können uns sicher sein das sie etwas gesehen hat, es ist nur die Frage wie viel…“ Hiroshi musste pausieren, die Schmerzen wurden langsam unerträglicher und das Blut staute sich bereits wieder in seinem Mund, wogegen nur eins half spucken. Mit seiner rechten Hand wischte er sich über den Hund, ehe er weiter sprach. „…hör zu ich werde versuchen es so darzustellen, dass Junko die Verräterin ist und nicht ich, derweil müsst ihr, du und dein Kollege dafür sorgen, dass sie keine Dummheiten macht sonst fliegt gleich alles auf…es ist riskant, doch dein Schlag von eben und mein damit verbundener Zustand könnte die Sache vielleicht etwas vereinfachen…tut mir aber einen Gefallen und bleibt in meiner Nähe falls etwas schiefläuft…“ Der Sora-Nin musste ihm jetzt einfach vertrauen, selbst wenn es ihm nach all dem schwer fallen sollte. Hiroshis Hand glitt schwerfällig an sein Headset, sein Mund war voller Blut als er den Kopf für den Funk betätigte. „Itoe…Junko sie hat…bring Kayros mit ich…“ Der Funk brach ab, Hiroshi hatte nicht mehr die Kraft weiter zu sprechen und brach zusammen. Jetzt lag es an Itoe zusehen oder zu verstehen, warum der Suna-Nin seinen Landsmann an seiner Seite brauchte.
 

Iwamoto Yuto

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Natürlich ging es immer und wirklich immer nur um das Spiel, selbst Yuto sollte dies bewusst sein. Er selbst schließlich war es, der andere und sogar sich selbst auf einem imaginärem Spielfeld - das einem Schachbrett sicherlich ähnelte - wie wertlose Spielsteine aus Plastik, hin und her schob. Doch hier ging es nicht nur um ein Spielfeld oder Spielsteine, sondern um mehr. Alles um genau zu sein. Beachten musste man hier jedoch, dass man immer und zu jeder Zeit auf einem solche Spielfeld stand und dieses nie wirklich verlassen konnte - entweder steht man auf seinem eigenen oder auf dem einer anderen Person. Die Illusion jedoch frei zu sein, kein Spielstein zu sein, musste eine wahrliche Befreiung sein. Im Falle unseres Rotschopfes jedoch - der, wie man ihn kannte, Illusionen verachtete -, hieß es entweder die Kontrolle an sich zu reißen oder sich damit abzufinden einer dieser Spielsteine zu sein. Egal ob wertlos oder eben nicht. In Bezug auf Junko schien Yuto beides zu sein. Bewusst einer der Spielsteine auf ihrem Feld, auf dem natürlich nach ihren eigenen Regeln gespielt wurde und unbewusst, hatte er auch eine gewisse Kontrolle über sie. Andersrum sah die Situation aber natürlich genauso aus. Doch, sollte man dies ausnutzen, den anderen zerstören oder gar versuchen, das ganze System als eine Art Symbiose zu betrachten? Man würde ja noch sehen, wie sich die ganze Situation entwickeln würde.

Auch wenn sich unser Rotschopf im Bereich der Gifte nicht wirklich auskannte, so konnte er sich doch sicher sein, dass Junko ihn tatsächlich nicht vergiftet hatte. Die vorhandenen Symptome - darunter nach wie vor ein leichtes Kältegefühl, das dem Gefühlschaos entsprungene Schwindelgefühl, sowie der leichten Übelkeit, die sich jedoch langsam verabschiedete, da einfach keine Zeit war um an diese zu denken - hatten alle einen anderen Ursprung. Ein Gift jedoch, war keiner von diesen. Einer, mit Sicherheit sogar, war Junko, die sich zu diesem Zeitpunkt noch immer im sicheren Griff von Yutos Armen befand und es nun wohl mit Wortgewalt versuchte, sich zu befreien. Der Gedanke, dass sie seine Gefühle für sich ausnutzen könnte, kam ihm bestimmt nicht in den Sinn, seine Antwort jedoch schien sich eher in eine andere Richtung zu bewegen. "Es geht mir nicht um den Glauben, Aufrichtigkeit oder die Kontrolle über die Situation, sondern..." Nicht nur wegen Junko legte er an dieser Stelle nun eine Pause ein, sondern wusste auch nicht was nach seinem letzten Wort folgen sollte. Du und ich? Gefühle? Vertrauen? Oder etwa doch das Spiel? Man konnte nicht genau sagen was nun wirklich gefolgt hätte, vielleicht wusste es nichtmals Yuto. Dass sie jedoch bemerkte, wie blass er doch war, hatte ihn überrascht. Jedoch nicht wegen ihren Worten, sondern hauptsächlich wegen ihrem Gesichtsausdruck und Tonfall. Hatte er da etwa eine Seite in Junko entdeckt, die sonst wirklich nur sehr selten zum Vorschein kam oder sogar nur temporär existierte?
Dass sie anschließend jedoch auch noch das kleine private Massaker im Wald ansprach und ihre Gründe dafür, waren wohl eine noch größere Überraschung, denn auf diese wäre er wohl mit Sicherheit nicht gekommen. "Dir... wehgetan?" Etwas verblüfft starrte er sie an, bevor er neue Worte finden konnte. "Dazu gehören wohl immer zwei und fürs erste scheinen wir nun wohl quitt zu sein." Nein, er sagte ihr nicht direkt, dass es ihm nicht anders ergangen war, doch seine Wortwahl würde indirekt wohl genau dieses Thema ansprechen. Sofern Junko nicht also explizit hören wollte, dass er auch er seelisch am leiden war, sollten diese Worte dafür wohl genug sein. Nun hieß es anschließend, ob er sie loslassen sollte oder sie weiterhin bei sich behalten sollte. Auch hierfür schien er eine passende Antwort zu haben, bei der er jedoch etwas verlegen zur Seite blickte, man dies als Außenstehender jedoch wohl nur als Kontrollblick zur Seite, demnach also zu Daisuke und Hiroshi werten würde. "Dein Angebot ist wirklich sehr verlockend, doch vorerst sollte alles so bleiben wie es gerade ist. Was wenn ich dich vielleicht auch gar nicht loslassen will? Warum auch, schließlich konnte er ihre leichte Wärme spüren und hatte sie schon lange nicht mehr gesehen, zumindest nicht ohne einen metallenen Gegenstand in der Hand und einer folgenden Ohnmacht. "Was wenn..." Im Hintergrund konnte man gerade ein ziemlich übles Knacken hören, welches man aber nicht direkt einem Knochen oder Holz zuordnen konnte. Ein Blick jedoch zur Seite genügte um einen gerade nach hinten fliegenden Hiroshi zu erblicken, dem bereits Blut aus dem Mund schoss. "... ich gerade versuche dich zu schützen? Ich schätze weder du, noch ich wollen ebenfalls eine Bekanntschaft mit diesem unangenehmen Geräusch machen?" Natürlich wollten sie das beide nicht, doch Yuto war sich bewusst, dass Daisuke Junko wohl sicherlich nicht zimperlich, vielleicht aber auch nicht ganz so extrem wie Hiroshi aufhalten würde. Ein Risiko deswegen musste man jedoch sicherlich nicht eingehen, außerdem wollte er selbst es nicht riskieren, einen zornigen Daisuke auf seiner Seite zu haben. Wobei, ein Klapps - sofern dieser nicht Berge zerstören könnte - unter Freunden würde doch nicht schaden? Oder doch...?

Um nun nicht eine etwas unschöne Szenerie eines maledierten Hiroshis zu beschreiben, der sich faszinierenderweise wieder auf die Beine rappeln konnte und anfing mit einem scheinbar gebrochenen Kiefer einige Worte - die leider nicht viel mehr als ein unverständliches Gebrabbel waren, ihm wurde heute wirklich sehr zugesetzt - in sein Headset oder in Richtung Daisuke zu brabbeln, anschließend umkippte und von Daisuke in Richtung Yuto und Junko gezogen wurde, unterbechen wir eben die Szene und kommen zu einem Brief, den Yuto an Kayros geschrieben hatte.
Hey Kayros,
leider war ich in letzter Zeit wirklich sehr beschäftigt und habe es einfach nicht fertig gebracht, mich einige Minuten hinzusetzen und einige Worte zusammenzuklauben. Das Wohnheim musste mal wieder komplett und auch wirklich in jeder Ecke gesäubert werden und ansonsten ging die Freizeit natürlich auch noch für das ein oder andere drauf. Dass man dann natürlich recht schnell ins Bett fällt, nimmst du mir hoffentlich nicht übel.
Vonwegen Wohngruppen, bei uns ist es ja auch so, dass jeder sein eigenes Zimmer hat und man nicht unbedingt aufeinander treffen oder sich verstehen muss. Letzteres macht die Sache aber natürlich wesentlich einfacher aber man kann natürlich niemanden zu irgendetwas zwingen. Besuch jedoch haben wir alle zusammen eigentlich selten, natürlich schaut immer ab und an mal jemand vorbei aber es bleibt meist eher ruhig bei uns und wir sind unter uns.
Was Daisukes Schamempfinden betrifft, kann ich dir nur zustimmen und musste gerade erneut deswegen schmunzeln. Den Rest kann ich nur direkt an dich zurücksenden, schließlich soll es dir (oder euch) ebenso ergehen. Was ein Treffen betrifft, so habe ich zu diesem Thema immer noch etwas gemischte Gefühle. Dazu sollten wir uns aber wohl wirklich erst Gedanken machen, sofern der Fall tatsächlich eintreffen sollte. Oh und was den Schrank betrifft, Danke für den Tipp, doch meine Schränke sind meistens ja sowieso so zugestellt, dass man kaum noch sieht, welche Farbe sie eigentlich haben.
PS: In nächster Zeit wird wohl leider wieder etwas Funkstille herrschen, da ich mich für eine neue Mission vorbereiten muss und noch nicht wirklich abschätzen kann, wann ich von dieser zurück sein werde.
Während sich Yutos Griff um Junko etwas lockerte, damit sie es etwas bequemer hatte, doch nach wie vor sicher in seinem Griff verwahrt wurde, schien Daisuke bei unserem Rotschopf angelangt zu sein. Immerhin schien die Verletzung die er dem anderen Jungen aus Shiro zugefügt hatte, nicht ganz so schlimm zu sein, denn eine Blutspur zog er nicht hinter sich her, außerdem konnte man noch deutlich den sich hebenden und senkenden Brustkorb beobachten. Ein Medic-Nin wäre jedoch in keinster Weise schlecht gewesen, Bruchstücke seines Gebrabbels ließen auch darauf schließen, dass wohl bald jemand bei ihnen eintreffen würde. Eine Person davon schien den Namen Kayros zu tragen, wenn das nicht ein Zufall wäre, wenn hier ein großes und freudiges Wiedersehen stattfinden würde - Vorsicht, Sarkasmus. "Dai, schnapp dir mal das Headset, vielleicht kannst du etwas interessantes aufschnappen. Unser vielleicht baldiger Freund hier, wird es momentan wohl kaum gebrauchen können."
Es wirkte ungemein beruhigend auf den jungen Iwamoto, dass sein guter Freund Daisuke nun wieder in seiner direkten Nähe war und Junko er nicht unbedingt intimer werden konnten. Nicht, dass er es nicht mögen würde, doch es war in gewisser Weise eine leichte Stresssituation für ihn, da er wohl einfach etwas zu schüchtern war und nicht wirklich wusste, was er tun sollte. Daisuke nun also war gerade rechtzeitig gekommen um ihn gedanklich nach Luft schnappen zu lassen - wie schnell man sich doch erholen konnte, es benötigte wirklich nur die richtige Gesellschaft - und seine anderen Gedanken eben äußern zu können. "Meint ihr wir werden hier bald noch Besuch bekommen?" Das ihr an dieser Stelle war natürlich beabsichtigt, denn zum einen könnte Junko ja etwas wissen oder Daisuke hatte etwas mehr mitbekommen, da er näher an Hiroshi dran war.
 
M

Mameha Junko

Guest
Der Mensch lebt von Illusionen. So wie Yuto glaubte, der Konoha-Chuunin tatsächlich etwas Gutes zu tun, hatte sie sich zuvor an die Illusion geklammert, ihr Einfluss nebst ihrer Überredungskünste könnten sie irgendwie aus der Misere ziehen. Gleichwohl war Hiroshi dem Irrglauben erlegen, dass er einen kleinen Wechsel vornehmen musste und schon würde er irgendwie mit seinem heißgeliebten Vater, der den größten Teil seines Lebens vor allem in Abwesenheit verbracht hatte, vereint. Drei junge Menschen mit verschiedenen Vorstellungen, und sie lagen allesamt falsch. Der Rotschopf schadete Junko in diesem Moment mehr, als er vermutlich ahnen konnte, während ebenjene sich nicht in der Lage sah, auch nur den gröbsten Bluff aufrecht zu erhalten, um sich selbst aus der Misere zu reden. Und warum? Weil sie nicht damit gerechnet hatte, dass die allzu gern unterdrückten Emotionen sie dann doch mehr belasten würden als bisher angenommen. Jetzt sah sie einem ganzen Schwall von Gefühl entgegen und war trotz der Tatsache, dass sie sich selbst für kontrolliert und diszipliniert gehalten hatte, nicht fähig, sich noch weiter auf den ursprünglichen Plan zu konzentrieren. Und Hiroshi? Er ließ Freundschaften und Bekanntschaften brennen, versuchte immer noch zu tricksen, obgleich er Lügen und Verrat doch so verachtete und glaubte, dadurch würde sein Leben besser. Aber das war nicht der Fall. Er wurde prinzipiell zu dem, was er verachtete, und wer immer sein Vater war, würde nicht in der Lage sein, den hohen Erwartungen des Sohnes stand zu halten. Am Ende, selbst wenn der Ogawa es irgendwie schaffen sollte, überzulaufen, was von Minute zu Minute unwahrscheinlicher wurde, würde er nur noch unglücklicher als zuvor sein, nur noch verzweifelter und verunsicherter. Außerdem würde er in diesem Fall zum ersten Ziel für seine (zurecht) wütenden Kameraden werden, was seine Lebensspanne ungemein verkürzte. Besser, er ließ sich eine gute Ausrede einfallen und vergaß den Vorfall ganz schnell wieder.
Fest stand, dass sich hier Illusionen und Vorstellungen bröckelten, und zumindest Junko erkannte in diesem Moment ihr eigenes Problem, jedoch nicht das der anderen. Zuviel zu tun, zuviel zu arbeiten, zuviel, um damit fertig zu werden. Wie Itoe es schon richtig erkannt hatte: Von allem zuviel auf einmal.
Sie erwartete jetzt auch Wut und etwaige Rachegelüste seitens des Kiri-Nins – sie erwartete das mehr als alles andere, mehr als eine Antwort oder eine Reaktion auf Hiroshis merkwürdige Aktion oder auf Daisukes Anflug von Gewalt. Tatsächlich aber sagte er etwas ganz anderes, ließ unausgesprochen, um was es wirklich ging – und schon was das Chaos komplett.
Verdammt, was soll das? Warum ist er nicht wütend? Wir haben doch wirklich dafür gesorgt, dass selbst der friedfertigste Mensch uns jetzt zumindest aus Rachegefühl den Arm auskugeln würde!
Nicht jeder ist so gewalttätig wie du, mein Freund. Aber erinnert ihr euch? Es war erschreckend einfach, ihn zu Fall zu bringen. Ein Stich, kein Laut, zertrennte Muskeln, ein Abgleiten vom Knochen, Blutspritzer auf Blättern und Bäumen … glorreich!
Du bist wirklich nicht mehr ganz dicht.
Ich hab’s euch beiden ja gesagt: Nicht mit Mitgliedern des anderen Geschlechts einlassen. Das nächste Mal bleiben wir bei Tütensuppen.
Tütensuppen?!?
Ich fand’s witzig. Dieses Gefühl, wie er plötzlich zusammensank, dieses blinde Vertrauen, dieser fassungslose Ausdruck in seinen Augen, die langsam glasig wurden …
Es reicht, es reicht, ES REICHT! Können wir Nummer drei nicht in die Reinigung geben oder so was? Auch egal. Pass auf, wir müssen uns auf den weiteren Verlauf konzentrieren. Er ist ganz offensichtlich von uns hingerissen und daher abgelenkt, zumindest mehr oder weniger. Außerdem scheint er nicht der Typ für Rachespielchen zu sein, was uns nur zum Vorteil gereichen kann. Sehr gut. Das heißt, wir haben noch mindestens einen symbolischen oder tatsächlichen Stich in den Rücken frei … lass uns …
Mach mal halblang.
Was? Aber …
Wie hätten wir in dieser Situation reagiert?
Er hätte uns in den Rücken gestochen und wäre jetzt in unserer Gewalt? Hoho, der wäre so was von hinüber. Byebye, Herzchen. Niemand lässt uns so dermaßen auflaufen und überlebt, um davon berichten zu können.
KLATSCH, blutiges Gerippe am Ende, und dazwischen haben wir seine Hände und unseren Spaß!
Ich bin irgendwie gerührt.
Das hast du jetzt nicht wirklich gesagt.
Na eeeendlich …Moment, heißt das, es gibt kein Blut, Tod und Verderben? Das hast du jetzt nicht wirklich gesagt. Oder?

Oder???
Ich verletze ihn ernsthaft, missbrauche sein Vertrauen, spiele mit ihm herum und behandle ihn wie Dreck … und er sagt, wir sind quitt? Er sagt, es geht ihm hierbei nicht um Kameradschaft, sondern um … ja was denn eigentlich? Könnte es … könnte es um mich gehen? Es hört sich so an. Wann habt ihr das letzte Mal so etwas gehört?


Danke, dass ihr mir da zustimmt.
… Fünfter Geburtstag?
Blauecker, Sie sind raus.
Ich bin … gerührt. Keine fiese Manipulation mehr für diesen Herrn, keine hinterhältigen Verletzungen, keine Vorspiegelung falscher Tatsachen.
… Schätzchen, ich sag’s ja nur ungern, aber das funktioniert nicht. Herzklopfen und chemischer Cocktail beeinflussen offenbar sogar dich, aber ich sage es dir, wie es ist, auch wenn es wirklich wirklich melodramatisch klingt: Es ist eine alte Geschichte, und du kennst sie nur zu gut. Eines Tages wird er sterben, und du wirst dabei sein.
Nicht hier. Nicht heute.
Es ist nicht so, dass wir die Gelegenheit dazu hätten. Von mir aus, sei blöd und sentimental. Das hilft dir leider nicht bei der Überlegung weiter, wie du Hiroshi festsetzt und dich im Allgemeinen aus dieser engen Situation windest.
Tatsächlich blieb Junko still und hörte weiter zu, auch wenn es ihr schwer fiel, das Gesagte wirklich zu verarbeiten. So kam ihr beispielsweise nicht der Gedanke, dass es dem Rotschopf ebenso gehen könnte wie ihr, dass er sie ebenso vermisste und dass sie mit diesem Gefühl nicht alleine war. Doch dieser Gedanke kam ihr zunächst nicht.
Yuto fuhr fort und sagte leider die falschen Worte zur falschen Zeit. Wenn es etwas gab, was er in dieser Hinsicht falsch machen konnte, so war es ebendieses. Junko war gerade absolut nicht in Stimmung für irgendwelche romantischen Exkursionen. Sie hatte eine Mission und einen möglichen Überläufer an den Haxen, der nicht nur ihren Stolz mit Füßen getreten hatte, sondern auch ihr Vertrauen in einer Weise missbraucht hatte, die sie der gegnerischen Fraktion zutraute – aber nicht den eigenen Kollegen und Landsleuten. Selbst wenn der gesamte Überläufermist nur eine gigantische Finte war, so hatte er sie immer noch ohne Vorwarnung in ein Sandgefängnis gesperrt, ihre klaustrophobischen Tendenzen zum Vorschein gebracht und sie nicht zuletzt in die Hand des Feindes befördert. Allein dafür – selbst wenn dies mit allerbester Absicht geschehen war – gehörte Hiroshi an die Wand geklatscht. Daisukes Kieferbruch reichte nicht. Das war Gerechtigkeit für die pampige Überläuferverhandlung und absolut verdient. Oh ja, es stimmte: So wie Yuto es schaffte, ihr durch eine simple Berührung einen Schauer nach dem anderen über den Rücken zu jagen, sorgten unorthodoxe Taktiken und natürlich Ungehorsam seitens Hiroshi für nackte, kalte Wut, die sich in den Knochen festsetzte und durch Mark und Bein ging. Kein Wunder also, dass Junko ein verstärktes Bedürfnis hatte, dem Suna-Nin mit Gewalt zu begegnen.
Diese Wut wurde nun im geringeren Maße von Yuto geweckt (und löste damit Verblüffung ab), als dieser andeutete, sie nicht loslassen zu wollen und außerdem meinte, sie zu schützen. Ja, wer war sie denn? Ein zerbrechliches Porzellanpüppchen mit Goldlöckchen und hohlem Kopf? Sie wusste, wann sie rennen musste (vor einem drei Meter weit entfernten Daisuke, zum Beispiel), wusste, wie man Feinden das Leben schwer macht (Kibo konnte das bestätigen. Und wer wusste schon, ob nicht etwa Yuto und Daisuke in der Tinte säßen, hätte es diesen Hiroshi-Vorfall nicht gegeben?) und war im Allgemeinen nicht ganz unfähig. Sie war durchaus in der Lage, sich die Schuhe zuzubinden, vielen Dank, und wenn nicht gerade irgendein Hohlkopf die Rambonummer abziehen musste … den Satz konnte sie noch nicht einmal zuende denken, ohne vor ihrem geistigen Augen in eine Schreibtischplatte zu beißen. A propos …
„Schützen? S-c-h-ü-t-z-e-n???“
Oha, das passierte selten … und das auch noch nach so langem Schweigen, Wechselbad der Gefühle und innerem Dialog, der übrigens deutlich Zeit in Anspruch genommen hatte. Das passierte sehr, sehr selten. Es war schon fast gruselig, wie gefährlich leise sie sein konnte, wenn sie sich doch so offensichtlich gerade aufregte. Sie dachte in diesem Moment nicht einmal im Entferntesten an irgendwelche Vertraulichkeiten, Zärtlichkeiten oder was man sich sonst noch vorstellen konnte. Nicht einmal so’n bisschen. Falsche Stimmung, falscher Ort, ganz falscher Zeitpunkt.
„Das nennst du ‚Schützen’? Ich bedaure sehr, dich darauf hinweisen zu müssen, aber du hältst mich gerade fest. Und jetzt überleg’ mal, was das auf lange Sicht bedeutet.“ Braver Sora hatte einen Shiro gefangen, das hieß es. Erschreckend bleib weiterhin, dass die Kunoichi einfach nicht laut wurde – sie fauchte vielmehr in gedämpfter Lautstärke, als könne sie immer noch abgehört werden.
„Das hier wird jetzt sehr entwürdigend für uns beide, aber ich könnte mir einfallen lassen, zu allen Mädchenwaffen zurückzugreifen, die mir einfallen.“
Kratzen! Beißen! Treten! Keifen! Nagut, für letzteres hatte man während des Beißens keine Zeit, aber es gehörte in die Liste.
Ruhig Blut, nicht den Kopf verlieren, tief durchatmen. Daisuke schleppte Hiroshi mit einem angematschten Kiefer heran und sie selbst fing an, sich zu beruhigen. Gut, ein Plan musste her. Was hatte sie noch an Optionen? Angriffschema Alpha – versagt. Trickserei – versagt. Weiblicher Charme – versagt. Hilflose Wut – versagt. Hm, Ende der Fahnenstange, zumindest so langsam. Gab es wirklich keine Möglichkeit, dass da irgendwie Hilfe unterwegs war? Was immer Hiroshi gebrabbelt hatte, es konnte sich theoretisch so anhören, als wäre jemand unterwegs. Aber wer? Wer hatte den Luxus, seine Position zu verlassen? Itoe hatte sich garantiert Kibo unter den Nagel gerissen und die beiden schlugen sich vermutlich gerade gegenseitig windelweich, wenn Kibo nicht bereits dabei war, wie ein Klischeevampir die arme Itoe auszusuckeln. Kayros wäre wahrscheinlich mit der Dame im Umhang beschäftigt und Hideki … Hideki wollte eigentlich nur ein wenig den Jounin der anderen Gruppe ärgern. Es konnte sein, dass er auf Fakediplomatie zurückgegriffen hatte … oder zu Cowboydiplomatie, je nachdem. Aber alles in allem unwahrscheinlich.
„Ich habe da so eine grobe Idee.“ Mit dieser Aussage konnten die beiden Soras machen, was sie wollten. Sie konnten annehmen, dass sie log (wie man es in so einer Situation übrigens auch machte), oder sich sonst etwas vorstellen. Aber eines war sicher: Junko war angepisst.
 

Hyuuga Itoe

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[FONT=Verdana, sans-serif]Nun befinden wir uns am Strand und weitere Minuten waren vergangen. Sämtliche „Zielpersonen“ befanden sich auf einem Haufen. Itoe wusste: Sie musste handeln. So gern sie es auch würde, sie konnte sich nicht darauf verlassen, dass Yuto Junko nichts tun würde. Sie konnte einfach nicht, sie musste handeln. Würde Junko so kampfunfähig enden wie Hiroshi, dann wäre die Sache gelaufen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kayros, beeil dich, ich leg los – halt nach Kibo Ausschau.“ Etwas missverständlich ausgedrückt, leider. Was Itoe damit meinte, war folgendes: sie war inzwischen eine perfekte Kopie des Blutjungen. Aber sie war gerade nicht kühl genug im Kopf um diesen Irrtum zu bemerken und sich zu verbessern. Kayros würde es schon verstehen, wenn er später Kibo am Strand entdecken würde. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe atmete tief ein und aus. Sie musste die Nervosität hinter sich lassen, wofür sie einige Momente brauchte. Als sie die Augen wieder öffnete und die kalte Seeluft roch und auf der Zunge schmeckte, zitterten ihre Hände nicht mehr. Sie wusste, was sie zu tun hatte. Sie musste hier keinen Kampf gewinnen, sie musste die Flucht ermöglichen. Ein Blick auf Hiroshi sagte ihr, dass dies jedoch nicht einfach würde. Schließlich traf sie eine Entscheidung. Eine kaltherzige Entscheidung die ihr äußerst schwer viel: sie würde sich auf Junko konzentrieren müssen. Das könnte Erfolg haben, um Hiroshi musste man sich später kümmern. Es war ungerecht, unfair und Itoe hasste sich für einen kurzen Moment selbst aber gleichzeitig wusste sie, dass es nur so und nicht anders gehen würde.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ein gewaltiger Satz erfolgte und Kibo schoss aus dem Wald. Er landete in guter Entfernung zu dem Trupp, jedoch für alle Augen sichtbar. Vielleicht war dies der Zeitpunkt um auf eine Veränderung in Kibos Erscheinung aufmerksam zu machen: sein Kinn war mit getrocknetem Blut bedeckt, genau wie sein Oberteil mit unzähligen Spritzern verziert war. Spuren eines (gewonnenen) Kampfes also. Für Junko war das vermutlich gleichbedeutend mit der Niederlage Itoes – woran diese nicht gedacht hatte, erneut.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe hatte den Blutjungen oft genug gesehen, sie wusste wie er sich bewegte, wie er sprach und wie seine Haltung aussah. Selbstbewusst näherte sich Itoe den vier Shinobi vor ihr. Sie lief nicht langsam, nicht schnell. Sie legte sich tierisch ins Zeug um das alles authentisch wirken zu lassen und während sie sich näherte machte sie den Mund auf. Dabei hatte sie genau das Lächeln auf den Lippen, welches sie so oft bei Kibo gesehen hatte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Doch dann hielt Kibo inne. Er blieb stehen, sprach nicht und sein Blick ruhte auf Hiroshi. Seine Mundwinkel wanderten leicht nach oben, noch weiter und schließlich noch ein Stück. Dieses Lächeln hatte nichts normales mehr, es grenzte an Wahn und Blutgier. So und nicht anders würde sich Kibo verhalten, dachte Itoe. Ob ihre Vorstellung zu einhundert Prozent der Realität entsprach? Unwahrscheinlich. Aber kannten diese beiden den Blutjungen gut genug um den Unterschied zu bemerken? [/FONT] Welcher spätestens klar wurde, wenn Itoe zu sprechen beginnen musste. Doch dafür war noch Zeit. Sie näherte sich einen weiteren Schritt, ein grimmiges Lächeln.
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe konnte leider nichts von Hiroshis Warnung wissen. Wenn es schlecht, übel oder auch ganz übel war, dann wussten Yuto und Daisuke von der nahenden Hyuuga und sie würde ziemlich in der Tinte sitzen. Gut nur, dass Worte, die aus einem gebrochenen Kiefer kamen, selten allzu deutlich waren. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ein weiterer Schritt in Richtung Gruppe. Chakra wurde gesammelt. Es wurde spannend.
Itoes linke Hand umspielte die beiden Kügelchen, ihre Rechte kribbelte fast ein wenig wegen dem gesammelten Chakra. Yuto und Daisuke würden mit Sicherheit nicht lange zögern. Es ging um Sekunden, nicht viele. Lange konnte Itoe diese Täuschung nicht aufrecht erhalten. Daher hieß es: handeln.
Die beiden Kügelchen flogen auf den Boden, Itoes Hand schoss nach vorne und zeigte auf Daisuke. Eine Druckwelle entlud sich gegen den Zwerg, Staub wurde dadurch aufgewirbelt und die Rauchbomben waren auch geplatzt. Itoe verschwendete keine Zeit sondern stürmte auf Yuto zu.
Sie würde ihn nicht treffen, er war weitaus schneller und stärker als sie, das wusste sie. Daisuke? Ungewiss, aber nachdem sie gesehen hatte wie Hiroshi inzwischen aussah wurde auch dieser nicht unterschätzt. Das hier war ein Spiel mit dem Feuer. Sie musste Yuto überraschen, zum Handeln zwingen, sodass Junko sich befreien konnte. Das war der Plan und der musste funktionieren.
Im Spurt schoss Itoe also auf Yuto zu, die Hände, Waffen gleich gezückt und Daisuke im Auge. Es musste schnell gehen und all das hier stand und fiel mit Junko.
[/FONT]
 
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Hiragana Kayros

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<-- Der Wald

Hpf, hpf. Kayros stürmte mit seiner ganzen Geschwindigkeit Richtung Strand. Dank der Hyuuga wusste er, dass er sich zu der Insel bewegen musste, weil dort deren Stützpunkt war. Es galt nur, schnell zu sein, weil Hiroshi kampfunfähig und Junko gefangen war. Dass Daisuke Hiroshi ausgeknockt hat, kann ich mir fast nicht vorstellen. Klar ist er stark, verdammt stark sogar, aber Hiroshi beherrscht Genjutsus und hat noch seinen Sand. Wieso also hatte er seine Sandrüstung nicht an? Moment... Yuto beherrscht doch Suiton... vielleicht hat er den Sand so zu schwer gemacht oder von ihm abgewaschen... Kayros dachte an seinen Freund und Landeskollegen. Für die Dauer dieser Mission hatte er deren Feind zu sein, und er durfte keine Skrupel zeigen, solange es nicht ums Töten ging. Wenn er verhinderte, dass die beiden erschlagen werden, kann man es auf seine sanfte Natur beziehen, wenn er allerdings Möglichkeiten unterließ, die Junko und Hiroshi retten könnten, würde er Itoes ganze Macht der Juuken zu spüren kriegen... welche seit dem Examen mit Sicherheit angestiegen sind.
[FONT=Verdana, sans-serif]Kayros, beeil dich, ich leg los – halt nach Kibo Ausschau.“[/FONT] Kibo ist hier? Wie konnte er schneller sein als Itoe? Oder... ist das anders gemeint und sie meint seine Egel? Mittlerweile waren die Bäume so wenig geworden, dass sie wenig Sichtschutz boten für den Hiragana. Dementsprechend bewegte er sich nun wieder auf dem Boden und auch nicht ganz so schnell. In der Ferne erspähte er die Insel. Dort waren seine Freunde... Darunter zwei, die er heute nicht als solche sehen durfte. Der Wind frischte auf. Einmal sah sich der Junge um, dann löste er seine Doujutsu. 30 Sekunden hieß es nun auszuharren. Während der Zeit schloss der Junge die Augen. Er musste sich nun auf seine Ohren verlassen, wenn jemand käme, und musste seine Kamikaze-Kunst sofort aktivieren, wenn er eine Ningu wahrnahm. Doch nichts dergleichen geschah. Vielmehr merkte der Hiragana, als seine Augen wieder Farbe gewannen, dass es nun noch schwieriger wurde: Von Itoe war keine Spur, von Kibo, nach dem er Ausschau halten sollte, dummerweise schon. Er war der einzige, der kämpfen konnte, und wenn er Kibo nicht mit dem ersten Schlag aushebeln konnte, hätte er drei starken Shinobi aus der feindlichen Fraktion gegenüberstehen müssen. Und auf seiner Seite wären ein besiegter Hiroshi ohne Chakra und Junko, die ebenfalls über wenig Energie verfügte. Kayros griff in seine Ningutasche und kramte nach Hyorogan, während er den blutverschmierten Kibo betrachtete... Blutverschmiert? Es hatte doch kein Kampf gegen Itoe stattgefunden, oder?! Achso! Genialer Schachzug, Itoe, dass musste Kayros neidlos anerkennen. Sie tarnte sich als Kibo, um so sich an den beiden anderen anzunähern. Nach einem Kampf, und so sah er nun aus, brauchte er mit Sicherheit Ruhe, und so könnte sie vielleicht schon einen der beiden ins Feld schicken, damit der andere allein blieb. Mit einem gezielten Angriff könnte sie den Übrigen dann ausschalten, oder zumindest die beiden Gefangenen zurückholen. "Verstehe... bin auf Position. Wir kriegen Eishun, Hüdeki-sama." Kayros hatte das erste Wort ausgesprochen, ehe ihm einfiel, dass sie unter Umständen belauscht werden konnten. Hoffentlich verstand Itoe, dass die erste Silbe nicht den Namen des jounin bilden sollte, sondern das "Hyu" aus Hyuuga.
 

Iwamoto Yuto

Chuunin
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Und eine erneute Runde des Spiels "Preisfrage"! Die heutige Frage dreht sich um unseren bereits sehr bekannten Rotschopf. Was genau braucht man um ihn zu verletzen? Als Antwortmöglichkeiten haben sie die folgenden Dinge. Messer, sicherlich jedem bekannt, der sich bereits beim Gemüse schneiden in die Finger geschnitten hat. Steine, handlich, fast überall zu finden und hinterlassen böse, blaue Flecken. Und die letzte Antwortmöglichkeit für heute - Worte. Schlicht und ergreifend, einfache Worte die man an eine Person richtete.

Tatsächlich waren es Worte, die in Yutos Welt scheinbar immer wieder einen verherenden Schaden anrichten konnten. Natürlich keinen physischen, sondern einen wirklich bösartigen psychischen Schaden, der einem meist lange erhalten blieb. Neben den einzelnen Worten jedoch war es auch die Körpersprache, mit der man versuchen konnte, anderen auch ohne ein jegliches Wort etwas mitzuteilen. Mit beidem durfte er bereits dank seiner Schwester Bekanntschaft machen, die sich scheinbar zunächst über ihn gefreut hatte, ihn dann aber doch nur noch von sich fern haben wollte. Warum auch immer hatte er wohl nie richtig verstanden. Wie denn auch? Oder hatte er doch? Wahrscheinlich wusste er es schon gar nicht mehr, da er sich geschworen hatte, vermehrt im hier und jetzt zu leben und nicht immer seiner Vergangenheit hinterher zu rennen, die sich doch nur immer und immer weiter von ihm entfernte.
Wie gesagt also, er befand sich im hier und jetzt und in Bezug auf Junko konnte man wohl auch definitiv sagen, dass sich ihre Beziehung auf einer völlig anderen Ebene abspielte, als alle, die er zuvor kennenlernen durfte. Außer einer einzigen vielleicht, die doch sehr nah an diese heranreichte. Doch diese war mittlerweile wirklich ein Thema, dass man nun nicht nochmal aufwärmen sollte. Vielleicht später einmal, wenn man alt und grau war und auf sein vergangenes Leben zurückblickte. Egal ob mit einem Lächeln oder feuchten Augen. Auf den jetzigen Moment jedenfalls konnte man wohl zurückblicken, wie man wollte. Während sie ihm nämlich klar machte, dass er gerade einen Fehler machte, die ganze Situation scheinbar sogar noch verschlimmerte, so wurde ihm klar, dass er wohl nie wieder eine solche Aussprache oder Zeit mit ihr haben könnte, sofern auch nur eine weitere Person in ihrer Nähe war, die entweder sie oder er kannte. Nun jedoch kam das aber, nämlich genau das das ihm an diesem Augenblick gefallen hatte. Der kurze Kontakt. Ob man dies nun auf den körperlichen Kontakt auslegen wollte oder man hiermit nun den einfachen Kontakt der beiden, der nicht von Metall zwischen seinen Schulterblättern bestimmt war, konnte an dieser Stelle wohl jeder für sich selbst bestimmen.
Nachdem Junko nun also noch versuchte, sich wie ein normales Mädchen - was wohl so gar nicht zu ihr passte - zu befreien und schließlich noch ein mysteriöses Schlusswort setzte, lockerte sich der Griff von Yuto. Zunächst nur langsam, als ob er mit ihr spielen wollte, doch dann war er einfach weg. Dafür jedoch nahm etwas anderes den Platz des Griffes ein. Ein Anflug von Reue, der Yuto über das Gesicht strich. Unfähig jedoch war er zu diesem Zeitpunkt um zu sagen, ob dieser Ausdruck in seinem Gesicht an sich selbst gerichtet war oder er einfach Junko nicht verstehen konnte. Was auch immer es letztendlich war, das Gefühl, das sich in seinem Gesicht zeigte, verstrich auch sofort wieder, denn jemand betrat den Schauplatz der vier. Wobei, eher der drei, denn diese waren wenigstens noch bei Bewusstsein.

Kibo. Wieso ausgerechnet er und wieso hier? Eine weitere der vielen Fragen, die Yuto den ganzen Tag über - und jeden Tag aufs neue - beschäftigten und wohl sogar in einer großen Familienpackung auftraten, die er nicht beantworten konnte. Irgendetwas stimmte jedoch nicht. Es passte einfach nicht in das Schema von Kibo, dass er kannte, wenn nicht gar von ihm gewöhnt war. Nummer eins wäre hierbei sicherlich das getrocknete Blut an seinem Kinn und die Spritzer auf seinem Oberteil. So scharf, wie Kibo scheinbar auf Blut war und dieses auch zu verwenden wusste, würde er wohl sicherlich keines, so unachtsam an seinem Kinn kleben lassen oder zumindest aus Eitelkeit - ja, Yuto schätzte ihn definitiv etwas eitel ein, doch das war in diesem Sinne nichts negatives -, hätte er es weggewischt. Nummer zwei war Junko. Feind trifft auf Feind, die sich beide bereits begegnet waren und sicherlich nicht viel voneinander hielten. Und was passiert? Rein gar nichts. Vollkommen uninteressant. Doch würden diese zwei Punkte reichen um die Augenbraue des Rotschopfes tatsächlich heben zu können oder würde Kibo einfach nur als seltsam abgestempelt werden? Es gab da ja aber auch noch Nummer drei - seltsames Grinsen plus einem schon fast zombiehaftigen Schlurfen in Richtung Hiroshi. Kibo grinste nicht in Anwesenheit von Yuto - oh, warum nur? - und wenn dann doch mal, dann war es wohl nicht mehr als ein gekünsteltes Grinsen, welches er aus reiner Höflichkeit aufsetzte. Selbst wenn es dann aber doch Kibo gewesen wäre, so hätte die Fixierung auf den blutenden Hiroshi, ihn wirklich nur in ein völlig suspektes und seltsames Licht geworfen. Da plötzlich jedoch auch noch ganz unerwartet eine Nummer vier erschien, im Gewand eines Rauchbomben werfenden und attackierenden Kibos, wurden die drei vorherigen Punkte, die den Kibo, der hier vor ihnen stand, als Betrüger verdächtigten, völlig bestätigt.
Was genau alles vor sich ging, konnte Yuto Dank der Rauchbombe oder sogar der Rauchbomben, nicht mit Genauigkeit sagen, doch er sah rechtzeitig, dass eben diese heuchlerische Kibo-Version gerade versuchte ihn anzugreifen. Wirklich gezielt oder gar mit voller Stärke schienen die Angriffe nicht gegen ihn gerichtet zu sein, entweder wusste man also, dass sich hinter seinem harmlosen Aussehen etwas mehr verstecke als man für gewöhnlich annahm oder eben, man wollte ihn lediglich von Junko weglocken. An dieser Stelle konnte dann aber wohl folgendes gesagt werden: "Überraschung". Junko nämlich befand sich bereits seit einigen Momenten schon nicht mehr in der Gefangenschaft von Yuto, sondern würde sich wohl just in diesem Moment innerhalb der Rauchwolke, verkrümeln. Mit einem Satz, machte Yuto wohl etwa selbiges. Raus aus dem Rauch, Sicht musste her. Für einen Gegenangriff, gegen was genau auch immer, war es jedoch noch zu früh, Daisuke hielt sich schließlich auch noch in dieser Rauchwolke auf und im schlimmsten Falle auch Junko. Eine große Windkugel jedoch wäre einfach nur zu herrlich gewesen um diesen stinkenden Rauch, einfach wegzupusten.

Da nun Yuto nicht wirklich viel Reaktion zeigte, gibt es anstatt einer Windkugel noch einen weiteren kleinen Auszug aus dem Briefwechsel von Kayros und Yuto.
Danke Kayros, dir wünsche ich dies natürlich ebenso. Nun hatte ich doch noch etwas mehr Zeit als erwartet und dein Brief kam auch erstaunlich schnell an. Wohl ein lustiger kleiner Zufall.
Die Sache mit dem Teehaus wäre sicherlich sehr spaßig, doch umsetzen werden wir dies wohl leider nicht können, wie du bereits erwähnt hattest.
Während dir nun das Papier ausgeht, so geht mir die Zeit aus, es trifft sich demnach beides und wir wissen ja beide, dass wir sicherlich wieder voneinander hören werden. Grüßen gehen wie immer natürlich auch zurück an dich und deine Wohngemeinschaft, deine beiden Fragen beantworte ich auch gleich noch.
Einen generellen Spitznamen habe ich eigentlich, bei dem wird aber eigentlich auch einfach nur die Hälfte meines Namens abgeschnitten und ein kurzes Yu bleibt übrig. Ansonsten wurde mir in unserem Wohnheim schon so einiges hinterher gerufen. Sternekoch-kun und Putzteufel-kun, nur um mal einige davon genannt zu haben. Wie sieht es bei dir aus? Auch einfach einen halbierten Namen oder ist auch noch etwas spezielles dabei?
Ich unterhalte mich mit Daisuke eigentlich nur sehr selten über euch beide - nicht weil wir das Thema versuchen tot zu schweigen -, da man ja nie wissen kann, ob die Wände nicht doch Augen und Ohren haben. Das Gefühl kennst du sicherlich. Unsere Briefe sind da eine Sache, aber man muss es ja nicht unbedingt noch zusätzlich herausfordern.
 

Tetsuya Daisuke

Chuunin
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Ein breites triumphierendes Grinsen breitete sich auf den Lippen des Tetsuya aus. Das war das erste Mal dass Daisuke seine tatsächliche Kraft zeigen konnte, auch wenn es noch lang nicht alles war. Es war ein befreiendes Gefühl, fast schon als wäre es das erste Mal dass er einem Menschen ins Gesicht schlug, doch mit Sicherheit war es das nicht. Schon irgendwie krank, wenn einem das Gefühl gefällt wenn Knochen unter der eigenen Hand brechen, wenn man mit eigener Kraft einem Menschen ordentlich wehtut… Eigentlich ist es doch nicht der Stil des sonst so gefühlvollem Daisuke jemandem mit Spaß daran zu verletzen, doch dieses Mal war es was anderes. Hiroshi hatte das verdient. Und doch wäre es gelogen zu sagen das dies der einzige Grund dafür war. Natürlich gefiel es auch zu gewinnen, über jemanden zu siegen und einfach zu zeigen dass man besser war und dazu kam noch dass Daisuke schon lange mal seine eigene Kraft austesten wollte, auch wenn es noch immer nicht alles war…
Naja, weiter im Text. Also stand Daisuke sehr merkwürdig grinsend vor Hiroshi, dessen Gesicht sich langsam immer dunkler färbte. Dazu kam noch dass er Unmengen an Blut auf dem Boden verteilte. Das er sich überhaupt noch aufrecht halten konnte, wunderte den jungen Tetsuya. Daisuke beobachtete stumm das Spektakel, bis er irgendwann leise knurrte: „Du solltest niemanden unterschätzen, den du nicht kennst. Er ist nicht… klein!“ Nein, aber natürlich nicht! Dann schaute er weiter dabei zu wie der junge Mann mit dem Schmerz kämpfte. Nachdem der junge Kerl eine Weile lang sein Blut verteilt hatte, hatte er scheinbar genug Kräfte mobilisiert um zu sprechen. Daisuke war echt verwundert, das der Kerl noch die Kraft aufbrachte so klare Worte zu sprechen und in so langen Sätzen zu sprechen. Das musste eine wahnsinnige Willenskraft sein, denn jeder andere wären wohl unter diesem Schmerz die Worte im Halse stecken geblieben. Das war ein wirklich komisches Gefühl für Daisuke, er sah jemanden vor seinen eigenen Augen leiden, doch empfand rein gar kein Mitleid. Ja, sein wichtigster Gedanke momentan war: „Hoffentlich saut er mir meine Klamotten nicht ein…“ Die Worte des älteren Shinobi waren schwer zu verstehen und klangen auch äußerst schmerzhaft. Erst jetzt fragte sich Daisuke warum er nicht ausgewichen war. Schließlich war er schon ein Stück älter und sicher erfahrener als Daisuke. Meinte er diese ganze Show hier etwa ernst? Daisuke fühlte sich zwar nicht schlecht deswegen, hatte aber das Gefühl er sollte diesem Kerl wenigstens etwas Glauben schenken. Wenn er ihn jetzt hängen lassen würde, wäre er kein Stück besser als der Kerl selbst. Nachdem der Kerl seinen Funkspruch los geschickt hatte, schüttelte der Tetsuya den Kopf und packte den Chuunin. Hatte er ernsthaft geglaubt Daisuke würde einen so schwer verletzten seinem Schicksal überlassen? Daisuke hob den Shinobi an und legte ihn über die Schulter. Ein Bild für die Götter, der ‚Zwerg’ schleppte den Riesen mit einer Leichtigkeit fort…
Bei Yuto angekommen, setzte Daisuke der Verwundeten auf dem Boden ab und ließ ihn mit den Worten: „Bleib ja anständig, denk dran dass du Sein Gefangener bist und Er bei dem kleinsten Fehler deinerseits nicht zurückschreckt noch einen Schritt weiter zu gehen.“ sitzen. Erst dann wandte sich der Tetsuya an Yuto. Es sollte ihnen nicht mehr viel Zeit bleiben. „Natürlich bekommen wir Besuch… Es sind sogar zwei, also sei ja aufmerksam.“ Was war das für eine dumme Frage?! Doch ohne sich weiter darüber aufzuregen, schaute Daisuke zu Junko und war ernster als gewohnt. „Solltest du irgendwelchen Mist planen, sei dir bewusst dass Er dir gegenüber genauso wenig Skrupel hat wie dem anderen gegenüber… Also benimm dich, oder Er bringt dich zum Schweigen, genau wie den da.“ Dabei deutete er auf den noch immer blutenden Hiroshi. Dass er es ernst meinte, war kaum abzustreiten. Daisuke war wahnsinnig angespannt. Er wusste dass eine Kunoichi kommt und noch ein zweiter Kerl im Schlepptau, dazu kam noch das auch der Name Kayros ihm nicht unbekannt war und das Ganze hier noch wesentlich unangenehmer werden würde, als es schon geworden war… Am liebsten hätte er sich nun in den Arsch gebissen, dass er Junko nicht sofort KO geschlagen hatte!
Mit einem Schlag veränderte sich die Lage. Was zur Hölle machte dieser Soranin hier? Kibo oder so? Daisuke war zwar dumm, aber nicht dumm genug um nicht skeptisch zu sein, besonders nach den Worten von Hiroshi! Dieser Daisuke bekannte Shinobi war ihm grade doch sehr suspekt. Er kannte ihn zwar nicht wirklich, doch schätzte ihn nicht unbedingt so ein wie er sich grade verhielt und auch ein Blick zu Yuto zeigte Skepsis. Der merkwürdige Blick in Richtung Hiroshi machte ihm das Ganze noch etwas unangenehmer und die Sache auch verdammt seltsam! War das dann hier nur ein Haufen Freaks?! Sein Gefühl verriet dem Tetsuya einfach dass hier irgendwas nicht stimmte, was sich auch genau jetzt heraus stellte. Rauchbomben! Und schon machte es Klick im Kopf und schon bewegte sich der kleine Körper wie von allein. Das war sicher die Konoha Kunoichi von der er gesprochen hatte. Apropos Hiroshi, Daisukes erste Reaktion auf den Angriff war nach dem großen Kerl im Rauch zu suchen. War sicher kein angenehmer Aufenthalt für einen Verletzten der sich nicht wehren konnte. Wieso waren diese Shironins alle so unbesonnen gegenüber ihren Kameraden? Nicht nur Junko war hier drin und woher wollte diese Weib wissen dass Hiroshi zur dunklen Seite der Macht wechseln wollte? Jedenfalls konnte Daisuke den jungen Mann im Rauch nicht finden... Er war froh, dass er die eigene Hand vor Augen erkennen konnte.
Naja, nun kommen wir zu der besagten Reaktion des Tetsuya. Warum schwer wenns auch einfach geht? Daisuke ging einfach ein ganzes Stück zur Seite um dem Gegner auszuweichen. Allerdings machte es ihm die Rauchwolke schwer überhaupt irgendwas zu sehen und somit konnte er nicht sehen dass es der Gegner gar nicht auf ihn abgesehen hatte. Er hatte nur am Anfang den Handflächenschlag gesehen und dann wurde es dunkel… Also wusste der Tetsuya nicht was auf ihn zu kam… Und da kam es schon. Für das menschliche Auge nicht wirklich zu erkennen, was da auf ihn zu kam, dazu wirbelte es noch ganz schön Staub auf und machte noch weniger angenehme Sichtverhältnisse als die blöde Rauchwolke. Daisuke musste sich eingestehen, zur Seite gehen war bei einer solchen Technik wirklich keine Alternative… Das bekam er nun zu spüren. Eine wirklich eklige Druckwelle, schlug den Tetsuya von den Füßen und stieß ihn ein ganzes Stück weit nach hinten. Es fühlte sich an als hätte ihm jemand ordentlich vor die Brust geschlagen oder so. Jedenfalls hatte er Glück, dass es hier keinerlei Hindernisse gab, denn dies wäre noch wesentlich schmerzhafter geworden. Doch deswegen konnte ihn auch nichts aufhalten und deswegen kam der kleine Körper erst wieder zum Stillstand als das Jutsu seine Kraft verlor und Daisuke blieb am Boden liegen. Der erste Gedanke war dass es weh tat, zwar nicht unbedingt so stark wie ein gebrochener Kiefer oder ein Wasserdrache, aber es tat weh.
Der Tetsuya richtete sich wieder auf und hustete erst einmal, schließlich war das kein wirklich angenehmes Gefühl. Nach einigen Sekunden durchatmen, ging es ihm schon wieder besser, allerdings tat es immer noch etwas weh… Nun begann der Tetsuya sich die Augen zu reiben und… ja er vergoss sogar ein Tränchen! Achso, nicht etwa weil es schmerzte, sondern weil er durch den Staub der aufgewirbelt wurde, etwas im Auge hatte und nein das ist keine Ausrede! Zum Glück konnte das keiner sehen! Was für ein bitchiger Trick, das konnte nur ein Weib gewesen sein! Irgendwie hatte Daisuke langsam die Schnauze voll von schlechten Sichtverhältnissen, erst Nebel nun Rauch… Er war nun auch tierisch angepisst. Doch durch den Rauch konnte er nun nicht einmal mehr den roten Schopf erspähen. Nervös blickte der Tetsuya umher und suchte nach seinem Kameraden, bis er auf etwas rotes stieß. Sofort rannte er darauf los und fand sich nach wenigen Sekunden bei der blutigen Fratze Hiroshis wieder… Das ist ja schlimmer als jedes Suchspiel. Zum ersten Mal ärgerte sich der Tetsuya dass sein Chakraelement nicht Fuuton war! Könnte mal jemand diesen ekligen Rauch wegmachen bitte? Der Tetsuya musste sich vorbereiten, ohne irgendwas zu sehen, war er den anderen hilflos ausgeliefert. Durch die blöde Technik der Kunoichi hatte er auch noch die Orientierung verloren… Wo war Yuto und vor allem was trieb der Kerl? Es wäre wirklich nützlich für ordentliche Sichtverhältnisse zu sorgen!!! Daisuke atmete einmal sehr tief aus. Es war Zeit ein Jutsu vorzubreiten… Also weiter geht’s!
 
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Mameha Junko

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Wenn man anfing, zu zappeln, obwohl nicht die geringste Chance bestand, sich befreien zu können, dann hatte man eigentlich aufgegeben. So war das auch mit Junko, die nur noch einen letzten Rest Widerstand demonstrierte, indem sie versuchte, sich aus Yutos Griff zu winden, obwohl sie wusste, dass sie scheitern musste. Sie rechnete einfach nicht damit, dass man mit Wut und Frustration tatsächlich sein Ziel erreichen konnte. Dafür war sie viel zu sehr Kopfmensch – sie erfasste intellektuell, dass Gefühle und natürlich auch das Offenbaren von Gefühlen vor allem eine Schwäche darstellte, und Schwäche zu zeigen oder diese zuzugeben war der Situation nach ihrer Erfahrung nicht zuträglich. Kein Wunder also, dass sie das Lockern des Griffes also erst für eine grausame Spielerei hielt, womit sie umso verblüffter war, plötzlich davon befreit zu sein. Im ersten Moment, auch im zweiten und dritten, schien diese Erkenntnis noch nicht so richtig durchsickern zu wollen, während der Kiri-Nin seine Entscheidung irgendwie zu bereuen schien. Ehrlich gesagt war Junko für diesen Moment zu verblüfft und überrascht, um sich einen Reim darauf machen zu können, während die nachfolgenden Geschehnisse auch nicht wirklich Zeit ließen, um sich genauer damit zu befassen.
Zunächst trat nämlich Kibo aus dem Wald, blutbefleckt und offensichtlich zufrieden. Die Konoha-Chuunin nahm Itoe die Illusion des Blutjungen durchaus für einige Momente ab, allein schon wegen des überheblichen Grinsens und weil Junko den Hinketsu gerne als angeberisch sah – wieso sollte er also dann Blut von seiner Kleidung entfernen, wenn es doch so deutlich von seinem Triumph zeugte? Eben. Das Lächeln selbst legte er übrigens oft in Gegenwart von der Hyuuga und somit auch unter Junkos Beobachtung auf, womit diese keinen Verdacht schöpfte, als „Kibo“ näher an die Gruppe herantrat. Für Junko bedeutete das aber, dass ihre schlimmsten Befürchtungen sich bewahrheitet hatten: Itoe hatte einen Kampf mit Kibo gesucht und ihn verloren. Wenn das geschehen war, wo waren dann Hideki und Kayros? Ging denn überhaupt nichts mehr nach Plan, wenn sie es nicht selbst in die Hand nahm? Oder hatte Hiroshi auch hier bereits Fäden gezogen und Vorbereitungen getroffen, um die Bemühungen seiner Kameraden für seine eigenen Zwecke zu sabotieren?
Doch es kam immer anders, als man dachte. Eigentlich hätte sie schon Verdacht schöpfen müssen, als „Kibo“ davon absah, lauthals über seinen Sieg anzugeben. Statt dessen flogen Rauchbomben, nachdem der ärgerliche kleine Daisuke anscheinen einen neuen Höhenflug hatte und vermutlich nach dieser Ansprache seine Unterwäsche wechseln musste. In diesem Moment schaltete die Kunoichi schnell – es flogen Rauchbomben, ergo war Kibo nicht der Feind. Ergo war da ein Henge zugange, was auf jeden hinweisen konnte, sei es Hideki, der irgendwie hinter die Schwierigkeiten am Strand gekommen war, Itoe, die das alles aus der Ferne mitangesehen hatte oder Niyaze, die schon längst die Diebin festgesetzt hatte und nach Hause wollte. Es konnte praktisch jeder Shiro-Nin mit Ausnahme von Ryoichi sein, und das war gut. Das gab ihr jetzt einen taktischen Vorteil, insbesondere angesichts der Tatsache, dass sie schon längst frei war.
Dennoch gedachte sie nicht, diesen übermäßig zu nutzen. Ihre Prioritäten waren denkbar einfach gestrickt: 1. Entkommen. 2. Hiroshi töten oder gefangen nehmen. 3. Zu Niyaze zurückkehren und die Mission abschließen. Fällt jemandem was auf? Nirgendwo in dieser Prioritätenliste war auch nur irgendwo verzeichnet, dass sie den beiden anwesenden Sora-Nins hier noch weitere Querelen bereiten wollte. Wie bereits angemerkt hatte sie beschlossen, Yuto keinen Schaden mehr zuzufügen, und auch wenn es sich gerade als ineffektiv herausstellte, so hielt sie an diesem Entschluss fest. Es war selten, dass sie Freundlichkeit mit Freundlichkeit vergalt, und in diesem speziellen Fall war es nicht Mühe, eine Gefälligkeit zu erweisen, sondern eher der mangelnde Wille, wirklich in Aktion zu treten. Ihr fehlte nach einigen Überlegungen, Beobachtungen und Einsichten wirklich und wahrhaftig der Wille, dem Rotschopf zu schaden, was dieser freilich nicht wissen konnte und besser auch nicht wissen sollte. Auch wurde er von ihr in dieser Auseinandersetzung nicht mehr als Gegner wahrgenommen. Er hatte sie freigelassen, aus welchen Gründen auch immer, und würde diese Aktion nicht dadurch ungeschehen machen, indem er sie hier und jetzt erneut angriff. Blieb nur noch Daisuke, der sehr wohl als gefährlicher Gegner (und lästiger Angeber) wahrgenommen wurde, zumal er auch noch direkt neben Hiroshi stand. Da Junko gegen diesen ohnehin noch einen Groll hegte, sollte die nachfolgende Aktion nicht weiter verwundern – immerhin hatte sich Hiroshi die Wut der Kunoichi wirklich verdient, sei es nun durch Inkompetenz oder durch Verrat. Die Herren wollten die Rauchwolke gerade gerne weghaben? Bitte sehr, bitte gern.
Fuuton: Renkugan Diese Kunst kannte Hiroshi doch, oder? Nur zu gut, wie wir wissen, und in einer Stärke, die er auch schon eingesetzt hatte. Das zehn Meter breite Luftgeschoss, welches jetzt übrigens auf Kernschussreichweite (und damit schwer auszuweichen) auf den am Boden liegenden Hiroshi und den daneben stehenden Daisuke zuraste, war kräftig genug, um selbst einen kräftigen Kerl wie Daisuke einfach wegzuwehen. Er mochte zwar stark wie ein Bär sein, aber das bedeutete nicht, dass er irgendwelche Wurzeln schlagen konnte, oder? Dann guten Flug. Und was Hiroshi anging, so sollte mittlerweile deutlich sein, warum Verletzungen seinerseits durch Jutsu billigend in Kauf genommen wurden. Für ihn gab es einfach kein Friendly Fire mehr, nicht wahr?
Dass diese Aktion durchaus die Rauchwolke wegblies, war zwar ein unangenehmer Nebeneffekt, wurde aber billigend in Kauf genommen, während sich die Kunoichi umdrehte und nach dem falschen Kibo suchte, um diesen möglichst schnell von Dummheiten abzuhalten, sich diesen zu greifen und dann schnurstracks in den Wald zu wetzen. Der Plan hatte ein paar Schwächen (wie zum Beispiel Itoes Willen, sich zurückzuziehen), aber diese konnte man eventuell überbrücken. Das kam ganz auf Yuto und Itoe an, nicht wahr?
 

Hyuuga Itoe

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[FONT=Verdana, sans-serif]Es blieb auf den Beinen.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Daisuke wurde von der Druckwelle erfasst und eine ganze Strecke zurück geschleudert. Itoe nahm das lediglich zur Kenntnis und kümmerte sich vollkommen um Yuto, welcher sich sofort aus der Rauchwolke zurückgezogen – und Junko losgelassen hatte. Irgendwie war das überraschend einfach gewesen. Oder aber sie hatte wichtige Details übersehen. Da Itoe jedoch nicht mit so schnellem Erfolg gerechnet hatte, sich aber selbstverständlich darüber freuen würde, wäre sie gerade nicht zwischen zwei Sora-Nins in einer Rauchwolke versteckt, ließ sie von Yuto ab und blieb stehen. Der Rauch schützte, wenngleich er nach einiger Zeit in den Augen brennen würde. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Hyuuga stand also mitten in ihrem geliebten Rauch, Daisuke hampelte im Sand rum und war am Flennen, Junko hatte sich befreit und bereitete irgend ein Jutsu vor und Yuto schien sich einen Überblick verschaffen zu wollen. Okay, gehen wir noch einmal etwas zurück: Junko hatte sich befreit und bereitete irgend ein Jutsu vor. Das war... merkwürdig, da sie ganz eindeutig in Richtung Daisuke sah und sich dieser neben Hiroshi aufhielt, welcher nicht allzu weit von Itoe entfernt lag. Wenn Junko es jetzt richtig krachen ließ, dann erwischte sie alle drei plus Rauchwolke – was in den weißen Äuglein Itoes nicht allzu klug wäre.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Doch irgendwie glaubte die Hyuuga nicht, dass ihre Kameradin so rücksichtslos ins Schwarze ballern würde. Das glaubte sie übrigens in just dem Moment, in dem Junko ihre Kunst beendete und großzügig allen aufs Maul hauen wollte, die gerade in Reichweite waren. Ganz eindeutig: Scheiße. Das war nicht einmal eine ganze Sekunde in der Itoe reagieren konnte. Sie würde nicht der Kern des Treffers werden (diesen stellten Hiroshi, die arme Sau, und Daisuke dar, welcher wohl ein zweites Mal fliegen durfte), doch auch die seitlichen... Auswüchse würden es in sich haben. Itoe hatte schon einmal so ein Ding gefressen und da war es noch gebremst, dennoch hatte es einer Explosion geglichen.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Innerlich fluchend drehte sich Itoe um die eigene Achse, ließ Chakra aus sämtlichen Poren austreten und rettete sich mit ihrem geliebten Kaiten davor, mit der Fresse in den Sand gematscht zu werden. Erneut: Hiroshi war echt ne arme Sau.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Als sich der Rauch mit viel Getöse und aufgewirbeltem Sand verabschiedete, stand Itoe natürlich wie auf dem Präsentierteller da. Nichts desto trotz konnte sie nicht anders, als über die Aktion Junkos zu staunen. Nicht positiv, keineswegs. Sie hatte hier gerade zwei ihrer Kameraden gefährdet – wissentlich. Was zum Henker war mit diesem Mädchen los? Gute Frage, keine Antwort, noch nicht.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Nun sah sich die Hyuuga allerdings vor einem weiteren Problem. Sie hatte nicht vor gehabt bei dieser Rettungsaktion ihren gesamten Chakrahaushalt in die Luft zu jagen, weshalb es irgendwie... ungünstig war, dass Yuto das verdammte Meer im Rücken und freie Sicht auf „Kibo“ hatte, welcher sich gerade aus einem blauen Chakrakreisel schälte und plötzlich wieder weibliche Formen angenommen hatte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe sah nun auch Junko auf sie zuschießen und irgendwie grummelte etwas in ihrem Magen. Die war gerade nicht sehr freundlich mit ihr umgegangen, hatte sie und Hiroshi direkt gefährdet. Fluchend zog sich Itoe in Richtung Wald zurück. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ihre Deckung war verschwunden, Daisuke vermutlich ziemlich angepisst und wütend und Hiroshi deutlich außerhalb der Reichweite. Yuto war eine nicht zu unterschätzende Gefahr und Junko schien nicht mehr ganz bei sich selbst zu sein. Bis hier her war Itoes Plan aufgegangen, aber jetzt waren zu viele ungewisse Variablen vorhanden, sie konnte diesen Kampf erst einmal nicht mehr fortsetzen. Somit war ein Rückzug in den Wald, die Neugruppierung und das erneute Vorstoßen um Hiroshi da raus zu holen deutlich sinniger als jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Was auch immer Junko für Dummheiten von Kibo erwartete, Itoe hatte nicht vor sie zu begehen. Wenngleich sie wütend und durch den Wind war (haha).[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Junko tauchte neben ihr auf und gemeinsam fettzen sie in Richtung Wald. Itoes Finger fanden was sie suchten und eine weitere Rauchbombe deckte ihren Rückzug.[/FONT]


[FONT=Verdana, sans-serif]Chaos pur, so konnte man diese Rettungsaktion beschreiben. Als Junko und Itoe die Grenze des Waldes erreicht hatten, zögerte die Hyuuga nicht, ehe sie das Mädchen anfuhr. Zur Erklärung, erneut: Junko hatte gerade zwei Kameraden in direkte Gefahr gebracht und einen davon mit Sicherheit schwer verletzt. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Was zum Teufel sollte das?!“ Fassungslos giftete Itoe ihr Gegenüber an. Junko agierte normalerweise nie so unbedacht. „Du hast Hiroshi erwischt – und mich auch! Also was sollte das?!“ Itoes Stimme war etwas lauter geworden als sie es beabsichtigt hatte, sodass der inzwischen vermutlich herannahende Kayros das ein oder andere Wort aufgeschnappt haben könnte, je nachdem wie nah er schon war. Doch was wollte man machen, wenn man etwas nicht verstand, womöglich enttäuscht und gleichzeitig einer Gefahr ausgesetzt worden war, dann wurde man eben etwas lauter. Also bitte, Junko, erkläre diesem aufgebrachten Mädchen warum du sie beinahe über den Haufen geballert hast, nachdem sie so gütig war dich aus dem Schlamassel heraus zu holen.[/FONT]
 

Hiragana Kayros

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Kayros schaute gebannt, aber mit sicherem Abstand auf den Kampf, der sich ihm gerade bot. Itoe, getarnt als Kibo, trennte in Windeseile Junko von ihrer Wache. Und dann verschwand sie im Nebel. Nun waren für den Hiragana nur noch Hiroshi, der bewusstlos am Boden lag, und Daisuke, der mehr oder weniger geistesgegenwärtig zum Rauch schaute, zu sehen. Die anderen waren entweder hinter oder in der Wolke. Zwar hätte er mithilfe seiner Augenkunst hineinschauen können, aber solange die Hyuuga mit ihren Byakugan den Rundumblick behielt, dürfte sie ihn schon wissen lassen, wenn sie Hilfe bräuchte. Beziehungsweise durch Zurufe an Junko.
Doch es kam alles anders. Der Nebel war ein guter Schutz, um endlich zu fliehen zu können. Daisuke war ja schön und gut, und Hiroshi mitzuschleppen wäre auch ein Hindernis, aber Itoe wusste mit Sicherheit, wo sich Kay aufhielt, und dass er die drei beim Rückzug decken könnte. Er hatte nämlich von allen anwesenden Shiro-Angehörigen noch das meiste Chakra. Und Kaiten Shuriken war ideal, wenn man genau wusste, wo der Feind war. Nur blöderweise, und hier unterstreicht einmal bitte das "blöd", zeigte Junko ihr ganzes Können in der Meisterung der Windmanipulation. Ren Kudan haute rein, aber volles Pfund. Aber entdecken wir erst einmal die Schäden:
Hiroshi dürfte wie ein nasser Strohsack über den Boden gerollt sein, erstens richtig und zweitens weit. Daisuke dürfte es auch nicht wirklich besser gehen, aber weil er bei Bewusstsein war, und Fuuton nicht gerade für die stille Tödlichkeit bekannt war, hätte er sich retten können. Itoe selbst flog nicht durch die Gegend, aber die Seitenwinde dürften ihr Gewand durchaus angerissen haben. Oh, und einer wurde vergessen. Einer, der sich knapp sechzig Meter entfernt von der Fuuton-Kunoichi befand: Kayros. Dieser befand sich im Wald, und kannte Junkos Renkudan nur zu gut. Es war, wenn man es sagen konnte, eine ihrer Lieblingskünste. Dem Suna-Nin also blieb keine Möglichkeit, sich irgendwie um Hiroshi zu kümmern. Aber wenn er Glück hatte, hatte der Wind ihn aufgeweckt... Kayros unterdes flüchtete seitwärts in den Wald hinein. Was auch die beiden Kunoichi taten. Mit einer Rauchkugel im Rücken. Kayros befand sich schon weit genug vom Waldrand entfernt, um noch gesehen zu werden, und rieb sich die Schulter, die dank der Windkugel einen Ast abbekommen hatte, ehe er eine bekannte Stimme herumkeifen hörte: [FONT=Verdana, sans-serif]Was zum Teufel sollte das?!“ [/FONT]Itoe, und Junko, sie leben! Vielleicht war der Gedanke ein wenig unwitzig, aber nicht wirklich abwegig, wo Kayros doch selbst flüchten musste. Mit einigen Schritten landete er dann neben den beiden Kunoichis, die ihn ein wenig... unbewusst ansahen. Natürlich hätte Kayros jetzt auch seinen Senf dazugeben können, und versuchen können, Junko des Fehlverhaltens zu beschuldigen. Aber Kayros war sich nicht so sicher, ob Junko dann einfach sich nur verteidigen würde oder dann kurzum noch einmal Luft holte. Früher einmal war sie unberechenbar intelligent gewesen, aber heute war sie irgendwie nur... unberechenbar. Und Kayros wusste einmal im Leben, wann er sein Mundwerk halten sollte.
 

Iwamoto Yuto

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Wie schnell sich eine Situation doch grundlegend verändern konnte. Von einem Tag auf den nächsten vom glücklichen Jungen, zum verzweifelten Wrack, dass sich um mehr Grabsteine kümmern durfte als ihm lieb war. Ähnlich - wenn auch nur sehr entfernt ähnlich - ging es in der momentanen Situation zu. Vom einen Moment, in dem noch eine sehr geschätzte Person in seinen Armen lag, zum anderen, bei dem sich die Luft mit Rauch füllte und er sie zuvor geschockt losgelassen hatte. Wie schnell sich das Blatt doch wenden konnte, findet ihr nicht auch?
Rotschopf Yuto hatte nach seinem waghalsigen Sprung aus dem Rauch hinaus nun erstmal nicht wirklich viel Überblick über das ganze Geschehen vor sich. Rascheln von Kleidung, Schritte und irgendwann kam auch noch ein richtig derbes Lüftchen auf. Wobei, ein Lüftchen war dies wohl kaum, dass sich seinen Weg durch die Rauchwolke bahnte oder eher fraß und dabei den Rauch verdrängte. Er selbst bekam zwar nur wirklich etwas von den ersten beiden Dingen mit, doch irgendwann musste dieses riesige Ding ja schließlich auch ihm auffallen. Spätestens zumindest, als es plötzlich einige Meter von ihm entfernt aus der Rauchwolke herausplatzte und geradewegs mit einer kleinen, weißhaarigen Person zusammenstieß. Schlussendlich segelte daraufhin aber nicht nur eine Person durch die Luft, sondern zwei. Das eine davon Daisuke war, war so ziemlich klar, doch wer war die andere? Doch nicht etwa? Oh doch, Hiroshi. Scheinbar flog dieser aber eher aus dem Grund durch die Luft, da sich Daisuke diesen noch geschnappt hatte, bevor die Windkugel ihn erfasst hatte. Ob er ihm damit nun geholfen hatte oder ihm einen Freiflug spendierte, war wohl so ziemlich ungewiss.
Unser Rotschopf zumindest fackelte nicht lange, als er diese beiden Personen bei ihrem "Start" sah und nahm die Beine in die Hand. Für ein Jutsu, das ihm vielleicht behilflich hätte sein können, war keine Zeit, genauso wenig wie ein Gedanke an Junko und Wannabe-Kibo. Für diesen kurzen Moment blendete er wirklich alles aus, Reue, Sehnsucht, Gefahr, Angst; für diesen einzigen Moment war alles egal. Auch wenn dies ein Hinterhalt wäre, Yuto würde wahrscheinlich selbst dann noch in die Falle rennen, wenn er von diesem wüsste. Da seine Freunde aber wohl wirklich immer an erster Stelle kamen, rannte er und... sprang.
Er sprang jedoch nicht in die Höhe, sondern hatte es eher auf eine Art Weitsprung abgesehen, rein aus dem Grund um sich wirklich geschwind von einer Stelle zur anderen zu bewegen. Gerade noch rechtzeitig kam er dann an der Stelle an, an der er erwartete, seinen kleinen Freund auffangen oder wohl eher abfangen zu können, als dieser ihm daraufhin auch mehr oder weniger in die Arme fiel. Den ein oder anderen Meter drückte es die drei noch durch die Wucht, die durch die Windkugel und Yutos Rettungsaktion ausgelöst worden war, zurück und kamen schließlich zum stehen. Es mochte vielleicht nicht die beste Methode gewesen sein, doch es erfüllte seinen Zweck und keiner klatsche gegen einen Baum, unbedingt sanft war die Landung aber - zumindest für Hiroshi - wohl nicht ganz. Mit seinem altbekannten Seufzen, vergewisserte er sich daraufhin ob es Daisuke gut ging und setzte noch die übliche Frage nach seinem Zustand nach. "Alles ok?" Natürlich sah er sich auch noch Hiroshi an, doch dass es diesem nicht gut ging, war wohl so ziemlich vorherzusehen. Nach einigen kurzen Beobachtungen, bei denen er sich mal eben das rechte Handgelenk schnappte oder den Kopf vorsichtig schief legte, konnte er eine recht flache aber wohl doch ausreichende Diagnose an Daisuke weitergeben. "Er atmet, sein Puls ist auch ok, doch ich schätze er kann froh sein, dass er bewusstlos ist. Ein baldiger Arztbesuch wäre wohl sicherlich nicht verkehrt." Während seine Worte an Daisuke gingen - und er insgeheim stolz auf Daisuke war, da er wohl nicht anders gehandelt hätte -, betrachtete er Hiroshi mit einem zweifelnden Blick. Es war ihm unverständlich, wie man sich dazu entscheiden konnte, seine Freunde und sein vorheriges Leben aufzugeben, nur um zur anderen Fraktion wechseln zu können. Vorausgesetzt natürlich, die beiden waren nicht einer herben Täuschung zum Opfer gefallen. Mitnehmen würden sie ihn wohl kaum, wobei es Yutos Schätzung nach, ihm im Gefängnis von Soragakure wohl sicherlich besser ergehen würde, als wenn ihn seine Kameraden oder eher früheren Kameraden zurückschleppen würden. Zumindest, wenn sie ihn nicht hier liegen lassen würden...
Mit einer kurzen Handbewegung zauberte Yuto zwei Flaschen mit kaum gesüßten, grünem Tee herbei und war eine davon Daisuke zu. Sie sollten sich stärken, solange es ihnen noch möglich war und momentan war nirgends auch nur ein Hauch von einem Shiro-Nin zu sehen - Hiroshi natürlich wurde nicht mitgezählt. Nach einem weiteren Schluck und Blick auf das zuvorige Schlachtfeld, auf dem sich mittlerweile natürlich auch die Rauchwolke gelegt hatte, fiel sein Blick auf den Wald. Wahrscheinlich waren die beiden irgendwo in diesem Wald und beobachteten sie momentan sogar. Vielleicht aber flüchteten sie auch, wollten sich zunächst mit ihrer Gruppe kurzschließen, wie es nun weitergehen und was man mit Hiroshi anstellen sollte. Eine Möglichkeit war es, Eishun anzufunken oder einfach sich zu ihrem Ziel zu begeben. Doch zunächst sollten die beiden erstmal ihren Tee austrinken, für einen kurzen Moment Ruhe finden und tief durchatmen. Möglicherweise würde den beiden dabei ja auch noch ein guter Einfall in den Sinn kommen. Man konnte ja nie wissen.
 
M

Mameha Junko

Guest
Oh ja, eine Luftkugel in den Feind zu rotzen war schon ein ziemlich rücksichtsloser Zug. Nicht jeder konnte mit einer inneren oder äußeren Stimme gesegnet sein, die einem zuflüsterte „Hey, deine Kameraden haben entgegen deiner Anweisung ihre Position verlassen. Eine davon kann durch Nebel schauen und der andere liegt gerade auf der Lauer und kann es auch.“ Stand da irgendwo ein Schild „Kayros ante portas“? Nein? Ja? Ach, doch nicht? Na so was.
Die Konoha-Chuunin hatte nicht die geringste Ahnung, wo Kayros sich gerade befand und wer sich denn mit einem Henge als Kibo verkleidet hatte – man bedenke, sie hatte einen großen Teil von Itoes kleinem Schauspielakt anstandslos aufgenommen und erst erkannt, dass es sich bei „Kibo“ um einen Verbündeten handelte, als es schon zu spät war. Zu spät für die Soras, wohlbemerkt. Und dann war da auch noch Hiroshi, der wirklich alles getan hatte, um sich Junkos Wut zuzuziehen. Er hatte sie eingesperrt, betrogen und in Feindeshand befördert. Was machte man mit einem kleinen Kontrollfreak nicht? Genau, gegen den Plan handeln. Und das auch noch gerade von Hiroshi, der doch so aggressiv auf selbst die kleinste Sympathie in Richtung der Soraseite reagiert hatte, war der Verräter. Es verhielt sich mit möchtegernhomophoben Leutchen ähnlich: Komischerweise waren die Männer, die sich am lautesten und aggressivsten gegen Homosexualität aussprachen ausgerechnet die, die sich dann irgendwann nach einer durchzechten Nacht mit einem hübschen Kerl im Bett wiederfanden. Und das alles, obwohl sie sich selbst als Urbild eines Mannes sahen und dies auch laut und deutlich bekunden mussten. Ergebnis? Scham und Selbstverachtung, ebenso wie die Stärkung der eigenen Neigungen. Ebenso hatte sich Hiroshi offensichtlich als Urbild eines loyalen Shiro-Nins gesehen, und doch war er anfälliger für Verrat gewesen als jeder andere. Man schaue sich nur an, was dazu notwendig gewesen war, um diesen jungen Menschen dazu zu bringen, Freunde und Vaterland zu verraten … letztendlich war es nur eine Mission, ein Gegner und ein Symbol auf einem Stirnband gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Und was war das Ergebnis? Wut der Kameraden und … ja, was empfand Hiroshi eigentlich? Momentan war es noch Gleichgültigkeit, aber was würde geschehen, sollte er sich endlich wieder gestatten, zu fühlen? Die Wetten liegen derzeit bei Scham und Selbstverachtung, zusammen mit einer Stärkung der verräterischen Neigungen.
Doch zurück zu Junko, die sich momentan einer ziemlich angefressenen Hyuuga (verständlich) und einem selbstzufriedenem Kayros (nicht ganz verständlich) entgegensah. Kein Wunder, die beiden konnten ja auch nicht wirklich ahnen, was in den letzten Minuten hier geschehen war – im Nachhinein betrachtet war die Angelegenheit noch viel ärgerlicher. Junko stellte in diesem Moment fest, dass sie starke Zornesgefühle offenbar zeitversetzt empfand, ergo erst nach der Tat. Mit Angst war es genauso … ob sie immer zeitversetzt empfand, also immer eine Weile brauchte, um sich sicher zu sein, was sie überhaupt fühlte? Unwahrscheinlich, aber eine interessante These, der sie nachgehen konnte, sobald sie wieder klar denken konnte. Momentan konnte sie es nicht, und Hiroshi war der Grund. Sogar die Artikulation funktionierte nicht ganz so flüssig wie sonst, als die Kunoichi gestikulierend und wesentlich aufgebrachter, als man es von ihr erwarten würde, die Situation erklärte.
„Hiroshi! Verräter! Zwei Anschläge auf mein Leben! Will überlaufen! Keine Ahnung wieso!“
Die Aufzählung hätte auch „Kleiderbügel! Hunger! Barschaft! Brokkoli! Zebra!“ lauten können. In Junkos Kopf machte das gerade alles Sinn und in ihrem Kopf war das alles auch in einem ziemlich klar formulierten Text verfasst. Das Problem war nur, dass es kürzer und zorniger ausgespuckt wurde als geplant, was der kleinen Gruppe hier zumindest ein wenig Zeit ersparte.
Einmal wurde tief durchgeatmet, die Wut wurde aus Mark und Bein verbannt und im Allgemeinen schien sich Junko rapide wieder daran zu erinnern, dass sie für gewöhnlich eine unglaublich kühle und disziplinierte Person war. Ob es eine Yuto-Hiroshi-Gemeinschaftsarbeit war, die sie ihre Contenance hatte verlieren lassen oder doch die Situation, die ihr aus den Händen geglitten war, sollte zunächst einmal ein Rätsel bleiben. Fest stand, dass dem Mädchen erst fast die Haare zu Berge standen und sie sich nun sichtlich innerhalb eines Atemzugs zur Ruhe rief - und es glückte ihr auch noch. Von einem Moment auf den anderen wurde sie wieder vollkommen ruhig, straffte die Schultern, glättete ihre Gesichtszüge, ja sogar die Atmung wurde ruhiger und gleichmäßiger. Junko’sches Phänomen – sie hatte beschlossen, später oder in ein paar Tagen auf ein paar Sandsäcke einzuschlagen. Momentan brauchte sie ihren rationalen Verstand, und der sagte ihr, dass Hiroshi auch einfach schlicht und ergreifend blöd gehandelt haben konnte. War dies der Fall, musste sie ihn aus den Klauen der Sora-Nins befreien. War dies nicht der Fall, musste sie seine Leiche nach Shirogakure schaffen.
Eine Hand wanderte zum Headset, um letztendlich die Warnung für alle teilnehmenden Shinobi dieser Mission durchzugeben.
„Keine Informationen mehr an Ogawa Hiroshi herausgeben. Subjekt ist entweder Überläufer oder gehirnamputiert wurde einer Gehirnwäsche unterzogen.“
Warum diese Vorsichtsmaßnahme? Der Typ hatte einen Wasserdrachen, einen Renkugan (Lieblingskunst? Au contraire, Monsieur) und nicht zu vergessen einen Schlag von Daisuke (das Schlimmste von allem) geschluckt. Falls nicht bald ein Medicnin auftauchte und sich um ihn kümmerte, stand der so schnell nicht mehr auf. Und hier genau war das Problem: Niemand konnte wissen, ob nicht irgendwo noch ein Sora-Medic hockte oder ob Daisuke und/oder Yuto sich Medickünste angeeignet hatten. Es war zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich. Lieber kein Risiko eingehen. Nach diesem Funkspruch wendete sich Junko erneut an ihre Kameraden, um ihre abgehackten Erklärungen noch einmal genauer auszuführen.
„Im Gefecht hat Hiroshi mich in einen Sandsarg gesperrt und sich an Verhandlungen für sein Überlaufen nach Soragakure versucht. Die Sora-Nin waren nicht von seiner Aufrichtigkeit überzeugt und antworteten mit einem Wasserdrachen, ich fiel aus dem Sandsarg und wurde festgesetzt. Habe mich tot gestellt. Hiroshi versuchte sich erfolglos an einem erneuten Angriff und nahm dann erneut die Verhandlungen auf, die in einem gebrochenen Kiefer und Gefangenschaft seinerseits endeten."
An dieser Stelle runzelte Junko kurz die Stirn, als sie die Ereignisse noch einmal Revue passieren ließ. Warum genau hatte der Ogawa das eigentlich alles gemacht?
"Er meinte, es alles wäre ihm gleichkgültig, paradoxerweise auch sein Ableben durch Sorahand, wenn er nur als Gefangener oder besser noch als Partner nach Soragakure käme. Er scheint da nicht wirklich nachgedacht zu haben und betonte immer wieder, wie wenig Skrupel er hätte, gegen uns mittels Gewalt vorzugehen. Hoffen wir mal für ihn, dass das der größte Bluff war, den ich je gesehen habe. Was euch angeht: Ich nehme an, ihr habt eure Aufgaben erledigt. Gut so, wir haben eine neue Aufgabe: Wir müssen Hiroshi tot oder lebendig bergen. Er hat ein Bluterbe und deswegen dürfen wir seinen Körper nicht in die Hände der Soras übergehen lassen. Vorschläge?“

Hatte sie nicht noch irgend etwas vergessen, bevor sie wieder in den kalkulierenden Anführermodus verfiel? Ach ja …
„Es tut mir Leid, ich wollte dich nicht gefährden. Ich bin auch für meine … Rettung angemessen dankbar, auch wenn es gerade nicht so aussieht.“ Wirklich nicht. Sie sah eher aus, als wäre ihr das ziemlich gleichgültig, obwohl das Gegenteil der Fall war. Nur hatte sie momentan dringlicheres zu tun, als Itoe einen Kuchen zu backen. Es galt, eine ziemlich grausame Regel zu befolgen – Körper von Bluterbeträgern dürfen nicht in die Hände des Feindes geraten. Hiroshi war also tot oder lebendig zu bergen. Falls dies lebendig geschah, gut so. Dann konnte man ihn ja fragen, was zur Hölle passiert war und wer ihn kontrolliert hatte (oder woher seine Laune kam). Falls das nicht möglich war … tja.

Edit: Erklärungen zur Bequemlichkeit hinzugefügt.
 
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Hiragana Kayros

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Junko sah mitgenommen aus. Aber etwas anderes ängstigte den Jungen - zwar nicht wirklich äußerlich sichtbar, solange man nicht die Augen fixierte. Diese starrten nämlich seine Wohnkollegin an, und zitterten leicht in ihren Höhlen. Er hatte Junko schon so eine Gemütszustände annehmen sehen: Verachtung, Gleichgültigkeit, in seltenen Fällen Freude und viele andere Abwandlungen davon. Aber in keinem dieser Zustände wirkte sie so kalt. Es ist fast, als ob die Luft gefrierte... Einzig auf das Kommende versiert riss der Junge seine Gedanken zurück auf die Betrachtung der Mitgenommenheit Junkos.
Sabaku Kyu wird dabei wohl die entscheidene Rolle gespielt haben, Yuto hat ihr vermutlich nur solche Verletzungen zugefügt, dass man nicht erkennen konnte, dass beide befreundet waren. Die Chuunin hatte den beiden soeben die Lage erklärt. Hiroshi schien zum Verräter geworden zu sein, und das erste, was der Junge aus Suna dachte, war: Hideki und Itoe gegen Yuto, Daisuke und viele neue Bekanntschaften tauschen? Klingt lukrativ. Irgendwie nicht gerade förderlich, aber Brain Storming ist es selten... Nachdem der Hiragana die Worte auf sich hat wirken lassen, schossen ihm einige Gedanken in den Kopf. Und diese brannten in seinem Herzen. So stark, dass seine Fassade bröckelte, die er sich während der Mission versucht hatte aufzubauen. Diese Unnahbarkeit, die er angestrebt hatte, hätte genausogut von Junkos Luftkugel davongeschossen worden sein, so urplötzlich alles hinein: „ Also warum machst du dir sorgen, vertrau auf die Fähigkeiten deiner Kameraden. Nur wenn du das nicht tust werden wir versagen glaub mir.“ Was sollte er davon halten? Und dann auch noch Hiroshis zweiter Beitrag ihm gegenüber: „Kayros…versuch einfach deinen Fähigkeiten entsprechend zu handeln, dann läuft es erstens für dich wie am Schnürchen und zweitens tust du uns auch einen Gefallen, da wir auf dich zählen können.“ Und nicht zuletzt klingelten folgende Worte in seinen Ohren, auch vom Ogawa selbst: „...mein Freund.“

Kayros wusste nicht, was er denken sollte. Sein Landeskollege hatte seinen Sand benutzt, seine Geheimwaffe, und sie gegen Junko gewandt. Das war in mehr als einer Weise fragwürdig. Er hatte seinen Geheimtrumpf preisgegeben. Trotzdem wollte er Junko nicht töten. Sabaku Soso hätte augenblicklich zu ihrem Tod geführt. Allerdings verfügte der Angriff nur über sehr begrenzte Reichweite. Vielleicht war sie einfach nur zu weit weg. In Suna lernt man, Grundlegendes über die Geheimkünste unseres Landes zu verstehen. Das soll helfen, Abtrünnige schneller zu fassen, und gleichzeitig sicherer. Aber nie wird gelehrt, wie man sich verhalten soll, wenn ein Freund so plötzlich die Seite wechselt. "War alles nur Scharade?" Diese Frage stellte sich der Junge eher selbst. Zweifel stiegen in ihm auf. Zweifel, die ihnen töten könnten, wenn Junko recht hatte. "Yuto und Daisuke haben Hiroshi?", nun versuchte Kayros fachmännisch zu wirken. Allerdings passte seine Mimik nicht im Entferntesten dazu. In seinem Gesicht spiegelte sich Trauer, einer, der keine Tränen mehr bedarf. "Und er ist bewusstlos gewesen vorhin? Wir sind zu dritt, auch wenn du mit Sicherheit erschöpft bist, Junko-sama. Wir könnten sie in einen Kampf verwickeln, ehe Verstärkung kommt. Außerdem sind unsere aufklärerischen Künste besser als ihre, schätze ich. Sie hätten sonst den Rauch nicht verlassen. Wie viele Rauchkugeln und große Shuriken habt ihr noch?" Ein Ansatz von einer Idee, mit der stillen Hoffnung, Hiroshi als erstes verhören zu können. Und dann alles aufklären zu können.
 
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Hyuuga Itoe

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[FONT=Verdana, sans-serif]Itoes Mundwinkel zuckten nach oben. Zuckten noch einmal. Verdammt, sie hätte beinahe gelacht. Das war das erste, wenn man etwas erfuhr, das man nicht für möglich hielt. Man stempelte es als Witz ab. Als schlechten Witz. Dann kam die Phase in der man merkte, dass es sich nicht um einen Scherz handelte. Das angedeutete Grinsen verebbte, die Brauen zogen sich zusammen und die Stirn kraus. Itoes Lunge leerte sich geräuschvoll und sie lehnte sich zurück, beinahe entspannt, als ob ihr eine Last von den Schultern gefallen wäre. Jegliche Form des Zorns oder der Verärgerung war verschwunden, Junko wurde nun eher mit Ungläubigkeit und einer Spur Mitleid betrachtet. Das machte irgendwie alles keinen Sinn – und gleichzeitig erschreckend viel.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Itoe erinnerte sich an ihre Erfahrungen mit dem Jungen aus Sunagakure. Sie hatten gemeinsam diese Monster in Kuroda zur Strecke gebracht. Sie hatten sich gegenseitig mit Kunais auf dem Dorfplatz bedroht und Junko war eingeschritten. An mehr konnte das Mädchen nicht denken. Viel Vergangenheit hatten die beiden einfach nicht. Sie waren keine großen Freunde, eher Bekannte, und dennoch... wusste Itoe nicht, wie sie damit umgehen sollte. Man kannte das Lehrbuch. Jeder kannte es. In der Theorie beherrschte es auch jeder. Aber Itoe war noch nicht soweit. Sie war psychisch stark, das zweifelte auch niemand an, aber sie war einfach noch nicht soweit. Sie konnte noch nicht auf einen ehemaligen (?) Kollegen losgehen. Dafür war es nämlich notwendig, dass man einen Schalter im Kopf umlegte, den die Hyuuga noch nicht gefunden hatte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kein Zweifel, sie war wütend auf den Jungen, sollten Junkos Worte der Wahrheit entsprechen (leider hatte Itoe nicht sehr viele Gründe zu zweifeln und diese wenigen waren auch nicht besonders gut). Aber es war... schwierig. Junkos Ausführungen waren beängstigend nachvollziehbar, sie erklärten alles und passten in das, was Itoe bereits gesehen hatte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Seufzend schüttelte Itoe den Kopf. Sie wollte das nicht wahr haben, verständlich. Nicht jedoch weil ihr Hiroshi am Herzen lag, sie schüttelte den Kopf aus rein egoistischen Gründen. Arschloch, dafür war sie nicht bereit.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Somit war es extrem praktisch, dass Hiroshi nicht bei Bewusstsein war. So konnte man ihn temporär als ein Objekt betrachten, so kaltherzig das auch klingen mochte. Niemand musste direkt gegen ihn vorgehen, man musste ihn einfach nur... in Besitz bringen, seinen Körper sichern. Soviel zu den inneren Werten.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das Mädchen schloss die Augen und atmete einige Male tief durch. Erneut musste sie Junko im Stillen respektieren, sie ging mit dieser Sache merkwürdig... professionell an. Wirklich? Vor nicht allzu langer Zeit befand sich Junko noch im Berserkermodus und hatte auf alles gefeuert, das auch nur die gleiche Haarfarbe wie Hiroshi besessen hatte. Dennoch: Itoe hätte die letzten Worte Junkos nicht aussprechen können.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Deswegen machte sie sich nun Gedanken. Da es hier gewisse... Beziehungen zwischen Junko und Yuto gab, die keinesfalls einfach oder eben definierbar waren, wäre Itoes erste Methode ganz zweifellos die Diplomatie gewesen. Egal was hier geschehen war, es ging um einen Schwerverletzten. Er brauchte medizinische Versorgung, das müsste sogar den Soras klar sein. Allerdings kam dem Mädchen da eine Idee in den Sinn. Sie kramte in ihren Taschen, fühlte, fluchte. Nur noch drei Rauchbomben übrig. Sie hatte immer einen kleinen Vorrat davon bei sich, merkte nun jedoch, dass dieser Vorrat dringend aufgestockt werden musste. Wie schnell man die Dinger verballerte, wenn man Feindkontakt hatte, war einfach nicht normal.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Einspruch. Sie einfach so in einen Kampf zu verwickeln wäre nicht das Gelbe vom Ei. Erstens kannst du nicht mit Verstärkung rechnen – die Mission findet nicht hier bei uns statt, wir verschaffen ihnen lediglich Zeit, das Ziel zu erreichen. Es wird uns niemand zu Hilfe eilen, wir müssen das alleine schaffen.“ Soviel zur Einleitung und zur Erklärung, weshalb ein offener Kampf wohl etwas... dämlich wäre. Tja, vor einem Jahr noch wäre Itoe freudenschreiend dabei gewesen, heute jedoch riss sich das Mädchen am Riemen und schaltete erst einmal den Kopf ein.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Wir sollten es als erstes mit Diplomatie versuchen, so langweilig das klingt. Junko-san, du hast gesagt, sie hätten an seiner Loyalität gezweifelt. Die haben ihn krankenhausreif geprügelt, ich bezweifle, dass sie sich groß um ihn scheren. Er ist nicht mehr in der Lage ihnen beizustehen, womit er seinen... Wert verloren hat.“ Gott, das klang herzloser als es beabsichtigt war. „Und kein einziger Sora wäre so bescheuert, einen Überläufer mit dem eigenem Leben zu beschützen um ihn seinen gerechten Konsequenzen zu entziehen. Deshalb: Diplomatie, Verhandlungen.“ Itoe nickte ein wenig vor sich hin, biss sich etwas zu schmerzhaft auf die Unterlippe und öffnete dann den Mund wieder.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sollte das nicht klappen – sie wissen nicht, dass Kayros hier ist. Deshalb sollten wir beide alleine mit ihnen reden und Kayros gibt uns Rückendeckung, das kann er doch so gut.“ Huch, ein Seitenhieb. Offenbar ging es Itoe doch nicht mehr ganz so schlecht. „Nun, sollte das nicht klappen, können wir sie für einige Sekunden in einen Kampf verwickeln, von Hiroshi ablenken. Einige Rauchbomben und Kayros hätte genug Zeit um Hiroshi in... Sicherheit zu bringen.“ Das Mädchen kontrollierte ihre Schriftrollen und festgezogenen Gurte. „Kurz gesagt: Erst fragen, dann täuschen. Wenn das auch nicht klappt, gibt’s eben aufs Maul.“ [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Nun, ganz lässt sich eine alte Charaktereigenschaft wohl doch nicht vernichten, oder? Aber sonderlich schlimm ist das auch nicht.[/FONT]
 
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