Aktuelles

Campingplatz "Am grünen Stein"

Nara Akiko

Genin
Beiträge
58
Alter
17
Größe
1,77
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Etwa eine halbe Tagesreise von Jôsei entfernt liegt der Campingplatz "Am grünen Stein". Seinen Namen bekam der Campingplatz von den moosbedeckten großen Hinkelsteinen, die sich hier und dort in den Wäldern um den Platz herum und auf dem Platz selbst finden. Im Früjahr und Sommer ist der Platz ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, die im umliegenden Wald und am nahegelegenen Bach spielen können. Trotz seiner Nähe zu Jôsei ist der Platz ein wenig abgeschieden und strahlt eine natürliche Idylle und Ruhe aus. Am Eingang des Platzes (von Jôsei aus) befindet sich ein kleines Pförtnerhaus, das üblicherweise von einem älteren Herrn oder seiner etwas jüngeren Herzensdame besetzt ist. Diese nehmen für den Campingurlaub eine kleine Pachtgebühr, um sich und ihre sechs Kinder irgendwie über Wasser zu halten.
 

Nara Akiko

Genin
Beiträge
58
Alter
17
Größe
1,77
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Es dauerte noch etwa eine Dreiviertelstunde, während der die Sonne beträchtlich schnell Richtung Horizont wanderte und es merklich abkühlte, ehe sie den Campingplatz erreichten. Akiko hatte das Buch in ihre hintere Hosentasche gestopft und war die erste, die beim Pförtnerhaus ankam, das aber offenbar unbesetzt war. „Naja, wir haben Oktober… es campen vermutlich nicht viele Leute um diese Jahreszeit“. Sie sah angestrengt in die aufkommende Dunkelheit und sah die Lichter eines einzelnen Wohnwagens auf dem Platz stehen. „Ich würde sagen wir lassen uns einfach irgendwo nieder und zahlen morgen früh, falls hier noch jemand auftaucht“, schlug sie vor und bemerkte nicht, dass sie Rai ein wenig seine Rolle als Teamcaptain abspenstig machte. Es lag einfach in ihrer Natur Dinge zu organisieren und sich vorausschauende Gedanken zu machen. Das war wohl auch der Grund, warum sie zielstrebig am Pförterhaus vorbei ging und auf die Lichter des Wohnwagens zuhielt. Im Gehen deutete sie zu einer windgeschützten Stelle etwas weiter östlich. „Da könnten wir hin. Sieht trocken und windgeschützt aus. Ihr könntet schonmal Feuerholz sammeln“, schlug sie vor und klang dabei ein wenig kommandierend, obwohl sie das nicht beabsichtigt hatte. Sie unterdessen klopfte an die Tür des Wohnwagens, sprach einige Worte, tauschte ein wenig Geld hin und her und kam irgendwann zum ausgewählten Lagerplatz zurück. In ihren Armen hielt sie einen ganzen Haufen Konserven mit allerlei Inhalt, die sie auf den trockenen Boden fallen ließ und in die Runde sah. „Also, es sei denn einer hat Bock ein paar Hasen zu erlegen“, sagte sie schulterzuckend. Sie persönlich jagte nicht gerne und erst Recht nicht gut, weshalb ihr eine vegetarische Bohnensuppe oder Ramen aus der Dose weitaus attraktiver erschienen.
 
Beiträge
67
Alter
17
Größe
1,87
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
„Ähm… ich wollte eigentlich die Gegend erkunden… aber mir ist gerade aufgefallen, dass das eh nicht geklappt hätte.“, antwortete die Rothaarige leise auf die Frage von Akiko. Es war wirklich nett von ihr, dass die Nara im Gegensatz zu Rai und Yakumo wenigstens auf sie Rücksicht nahm. Denn ihr war diese Situation ehrlich unangenehm. Denn die Erkenntnis, dass der Doppelgänger nur zur Verwirrung da war, versetzte ihr einen schmerzenden Stich. Ihr Plan hätte gar nicht aufgehen können. Wahrscheinlich sah man es ihr auch an, denn sie spürte immer noch die Hitze in ihrem Gesicht. Den Riegel nahm sie dankend an, nachdem sie das Jutsu aufgelöst hatte.

Rai hatte der Gruppe vorgeschlagen, ob sie nicht vielleicht alle gemeinsam gegen ihn antreten wollten. Ob das wirklich so eine gute Idee war? Mittlerweile war Airika ziemlich geschickt mit ihrem Katana. Müssten dann nicht alle fairerweise eine Waffe tragen? Also irgendwie hätte sie ja schon Lust darauf gehabt. „Also… ich finde, dass das eine echt gute Idee ist.“ So konnte sie herausfinden, was ihre anderen Kameraden drauf hatten! Vielleicht konnte die Kenjutsuanwenderin dann ihre Stärken und Schwächen erkennen – dadurch war es ihr dann möglich, sie besser einschätzen zu lernen. Das war doch eigentlich eine sehr gute Sache.

Sie kamen später an einem Campingplatz an, wo niemand da war. Irgendwie war die Hanabira erleichtert: Es war nicht mitten im Nirgendwo. Sie hatte sich vorgestellt, dass es irgendwo auf kaltem Boden, mitten im Wald, wo jedes Ungetüm sich hinter einem Baum verstecken könnte, sein würde. Ja, sie würden immer noch auf kaltem Boden schlafen. Aber es war wenigstens ein Ort, wo sie sich befanden. Und kein zufälliger Platz. Das hob ihre Stimmung ein wenig, aber es graute ihre trotzdem ein wenig, unterm freien Himmel zu schlafen.

Das Nara-Mädchen kommandierte Airika und Yakumo ein wenig herum und sie wusste nicht ganz, ob ihr das so gut gefiel. Immerhin war Rai der Leiter und nicht sie. Aber gut, sie wollte keinen Streit anfangen und ließ es über sich ergehen.

Akiko ging währenddessen zu einem Wohnwagen, der dort am Rand stand und klärte irgendwas, nur um mit etwas Essen zurückzukommen. Alles Dosennahrung. Naja, besser als nichts.
„Also, es sei denn einer hat Bock ein paar Hasen zu erlegen“, sagte das Mädchen. Hey! Airika hatte eine Idee. Da ihr erster Versuch, endlich mal etwas zur Mission beizutragen, gescheitert ist, konnte sie sich doch jetzt beweisen. Zwar hatte sie noch nie gejagt, sie wusste nur, dass man ganz leise und vorsichtig sein musste, aber mit ihrem Schwert konnte sie gut umgehen und könnte daher mal eine Hilfe sein. Ein leichtes Lächeln umspielte ihren Mund.

„Wenn es keinen von euch stört, würde ich gerne ein wenig jagen gehen. Hab ja mein Schwert.“ Nicht ohne Stolz strich sie über den Griff. Es war ihr ein und alles. Airika war ja auch kein Trampel und sie würde mit Sicherheit mindestens einen Hasen erledigen können. So viel konnte sie doch! Jetzt konnte sie beweisen, dass sie kein Tollpatsch war, wie die anderen sehr wahrscheinlich dachten, sondern auch geschickt sein konnte. Sie als Tierfreund fand es zwar komisch, ein Tier zu erlegen, aber sie aß ja selbst Fleisch und eigentlich konnte sie dem auch mal einen Sinn geben: „Wenn du schon Fleisch isst, musst du es auch selbst erlegen und ihn dabei in die Augen sehen, während es von uns geht!“, hatte sie mal einst von einem alten Mann gehört. Diesem weisen Zitat sollte sie vielleicht tatsächlich mal Folge leisten.

„Möchte vielleicht einer von euch gern mitkommen? Das muss natürlich nicht sein, nur, wenn jemand auch Lust hat.“, sagte sie. Sie wollte niemanden zwingen auch nicht, dass sich jemand in ihrer Gegenwart unwohl oder sich durch sie gezwungen fühlte. Sie schaute freundlich in die Runde. Sie konnte alle so gar nicht gut einschätzen. Akiko war sehr ruhig und undurchdringlich, starrte sie manchmal an und sie wusste nicht, was das Mädchen von der Hanabira hielt, Yakumo war sehr reizbar und temperamentvoll – sehr rebellisch vor allen und Rai…, naja Rai war sehr nett bisher. Aber so gut kannte sie ihn natürlich auch nicht. Aber bisher war er von allen der Positivste. Aber er musste es auch sein: Immerhin war er der Leiter dieser Gruppe! Es war auch in Ordnung, wenn sie alleine ging. Allerdings würde das Rai wahrscheinlich nicht zulassen, weil sie alle natürlich zusammenbleiben mussten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben