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Haus der Himuras

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Himura Saya

Guest
Im Gegensatz zu den meisten anderen Häusern hier, ist dieses Haus wohl eher klein gehalten, hat lediglich zwei Stockwerke und keine hohe Mauer, die die Aussicht auf die Straße verbirgt. Doch, was dieses Haus zu bieten hat, was sonst wohl kaum noch ein anderes Grundstück hat, ist eine heiße Quelle. Auf diese sind die damaligen Erbauer eher aus Zufall gestoßen und selbst das größte Angebot wurde abgelehnt. Man wusste schon damals, was für einen Schatz man hier hatte.

Im Inneren des Hauses sind im unteren Stockwerk eine große Küche, ein Wohn- Esszimmer und das Gästebad. Im Wohnzimmer steht ein Deckenhohes Regal mit Büchern, eine Couch davor ein kleiner Tisch der immer voll mit irgendwelchen Blättern und Akten ist, und ein Tisch, an dem bis zu 8 Personen einen Platz finden. Die Küche, auch wenn sie einst mal recht geräumig war, so ist sie das jetzt nicht mehr so sehr. Denn dort hat sich neben einer Küchenzeile noch ein großer Kühlschrank, der nicht gerade der vollste ist, und ein kleiner Tisch für bis zu 4 Personen eingefunden. Doch der Tisch steht meist mit einer Seite an der Wand und so sind auch nur drei der vier Stühle anwesend.
Weiter geht es in das obere Stockwerk. Dort gibt es vier kleinere Zimmer. Alle sind fertig eingerichtet, wobei es zwei kleinere, ein etwas größeres und das größte Zimmer von allen einst mal das Elterliche Schlafzimmer war. Das mittlete ist mit einem Schrank, ein Bett und ein Schreibtisch. Dieser ist wahrscheinlich noch überfüllter wie der Wohnzimmertisch.

Der Garten hinter dem Haus ist nichts besonderes, mal von der heißen Quelle abgesehen. Sonst finden sich neben den verschiedensten pflegeleichen Pflanzen, nur noch einen Rasen. Auch wenn Saya gerne mehr aus dem Garten machen würde, so fehlt ihr doch die Zeit um sich intensiver um die Pflege zu kümmern. Hier ist auch das Zuhause des Katers Buyo. Er ist schon alt und träge. Deswegen haben sich seine Hüften, sofern man es so bei Katzen nennen kann, um einiges gedehnt. Mäuse jagt er nur noch, wenn ihm gerade eine über den Weg läuft.
 
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Iwamoto Yuto

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Zuhause...

Nach den drei Tagen nun, nach ihrer Mission schien es so als ob der Alltag sich etwas beruhigt hatte. Shai und Yuto waren nun in Sensei Sayas Wohnung in der Shai von nun an auch leben bzw. wohnen sollte.
Yuto und Shai saßen nun, nach dem sie ausgiebig gefrühstückt und auch gut ausgeschlafen hatten im Garten und genossen das schöne Wetter. Yuto saß auf einem Stuhl , der im Schatten stand und schaute in die Wolken. Er fragte sich viele Sachen, Sachen die mit den ganzen jüngsten Ereignissen zutun hatten.
Ihr Ersatz-Sensei-Mizu schien ihm recht nett aber vielleicht auch etwas komisches, was ihn aber nicht groß störte, da seine Art ihm gefiel und auch recht lustig rüberkam. Was ihn jedoch am meisten faszinierte, war die Tatsache das er zum Yuudari-Clan gehörte. Ein sehr geheimnissvoller Clan, um den man viel munkelte.
Haben die nicht auch mit Geistern was zu tun ? Sensei Mizu schien mir jedenfalls nicht so aber ich kann mich auch täuschen schließlich würde auch es etwas seltsam sein...
Was ihn in den letzten Tagen auch beschäftigte waren die Worte von Iwari, schließlich konnte er sich noch genau an seine Worte erinnern ebenfalls an die , die er an ihn richtete als sie mit Sensei Saya auf Mission waren. Was ihn dabei jedoch am meisten beunruhigte oder besser gesagt interessierte, war die Tatsache das er anscheinend nicht aus Konohagakure stammt. Yuto kramte kurz in seiner Tasche in der sich auch seine Kunai und Schriftrollen befanden und zog sein kleines Notizbuch heraus. Er betrachtete seine kleine Zeichnung des Medaillons , dass ihm Iwari gezeigt hatte und wunderte sich was dieser plötzliche Sinneswandel im Gemüt von Iwari sollte.
Dieses Medaillon ist also das einzigst familiäre für ihn ...?
Wer genau bist du Iwari ? Ist das überhaupt dein richtiger Name...
Yuto war sich nicht ganz sicher was er davon halten sollte, denn es schien ihm so als ob sich Iwari plötzlich als total fremder für ihn präsentierte.
Sein Blick fiel auf seine große Schwester die unmittelbar von ihm entfernt war, jedoch kam es ihm gleichzeitig so vor als ob sie meilenweit weg von ihm war. Denn immer noch brannten ihn Fragen auf der Zunge auf die er ihr umbedingt stellen wollte, jedoch sie auch gleichzeitig nicht drängen wollte und so erst mal ruhig sein wollte.
Onee-chan, schön das du wieder da bist, flüsterte er leise und ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
Ich denke irgendwann werde ich es wissen... irgendwann...
Da fiel ihm noch etwas ein :
Sag mal Nee-chan, gefällt es dir hier ?
 
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Iwamoto Shai

Guest
Es war nun drei Tage her, seit sie diese lustige Mission mit den Katzen beendet hatten und Shai, so wie auch Yuto die restliche Zeit im Anwesen von ihrer Sensei verbrachten und über Gott und die Welt laberten. Doch was ihr in den letzten 1 1/2 Jahren widerfahren war, hatte das Mädchen ihrem Bruder noch nicht sagen können... Sie fühlte sich noch nicht bereit dazu und glücklicherweise hatte Yuto auch keine Fragen oder Andeutungen auf dieses Thema gemacht, was sie hätte zwingen müssen, etwas davon preiszugeben. Saya müsse sie es eventuell erzählen, sobald diese da war, denn dazu war Shai regelrecht verpflichtet, wieso, wusste sie auch nicht so genau. Aber wo sie gerade beim Thema Saya waren: Was würde die Frau sagen, wenn sie Shai in ihrer Wohnung sitzen sah? Das Mädchen wollte es gar nicht so genau wissen, denn alle, die sie kannte, hatten Shai als tot angesehen und wären bestimmt nicht mehr auf den Gedanken gekommen, dass sie nochmals in Konohagakure auftauchen würde. Doch nun war sie wieder da, saß in Saya's Apartement und hatte den fetten Kater Buyo auf ihrem Schoß, der dank ihrer Liebkosungen fröhlich vor sich hin schnurrte und alles um sich herum vergaß. "Hmm....," seufzte Shai und lehnte sich an die Wand, ehe sie ihren kleinen Bruder anschaute, der ihr gerade sagte, dass es schön ist, dass sie wieder da war. Ein sanftes Lächeln zog sich über ihr Gesicht und sie nickte leicht, da sie ebenfalls so empfand wie Yuto und nie mehr wieder von ihren Freunden und ihrer Familie wegwollte. Erst jetzt erkannte sie, wie schön es doch war, in Gesellschaft zu leben und nicht irgendwo in einer Killerfirma, die einem jeden Tag in den Rücken tritt und einem zur Arbeit verdonnerte. Ätzend.

"Sag mal Nee-chan, gefällt es dir hier ?", unterbrach sie die Stimme Yuto's schließlich und Shai blickte ihn fragend an. Für einen kurzen Moment hatte sie seine Frage gar nicht mitbekommen und deswegen nickte sie nur lachend und hoffte, dass dies reichte, um seine Frage zu beantworten. Heute war sie sowieso so abwesend gewesen, konnte sich auf nichts richtig konzentrieren und träumte lieber vor sich hin. Aber wieso war sie heute so unaufmerksam? Lag es an der allgemeinen Situation, dass sie einfach nervös war, Saya-sensei gegenüberzustehen, oder waren es die Gedanken, die ihr tagtäglich durch den Kopf gingen? Vielleicht war es ja beides.... Wie lange war es jetzt her, dass sie Saya zum letzten Mal gesehen hatte? Wie sie wohl aussah und was sie zu Shai sagen wird? Soviele Fragen drängten sich in den Kopf des Mädchens, woraufhin sie einen leicht nervigen Seufzer ausstieß und abrupt aufstand. Buyo hingegen miaute laut und war sichtlich verärgert, so grob auf dem Stuhl hinterlassen zu werden und kuschelte sich murrend in das weiche Kissen hinein, um dort gemütlich weiterschlafen zu können. Shai hingegen blickte stumm und leicht genervt in den Garten, da sie echt keine Ruhe mehr hatte und dauernd an irgendetwas denken musste, was gar nicht in diese Situation hineinpasste. Wie in Trance fuhr die rechte Hand Shai's an ihr linkes Handgelenk, wo eigentlich das Armkettchen ihrer Mutter sein sollte, jedoch plötzlich nicht mehr da war. Um sich noch einmal zu vergewissern, ob es nicht verrutscht war, warf sie erneut einen Blick drauf und Angst, sowie Wut stieg in ihr auf. Sie hatte es verloren.... oder?

"YUTO!", brüllt sie ihren Bruder an, "ich hab das Armband verloren... DAS Armband! Oh maan, ich krieg die Krise, echt.... wo....?" Doch da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Wie konnte sie das vergessen? War sie wirklich so durcheinander, dass sie nicht einmal mehr wusste, wie sie das Armband als eine Art Pfand Saishiro vor 3 Tagen gegeben hatte? Möglich. Doch nun, da es ihr wieder einfiel, musste sie plötzlich laut loslachen und strich sich sanft über das Handgelenk und musste kurzzeitig an den Jungen denken. Was er wohl machte? Und schon ertappte sie sich dabei, erneut in Gedanken zu sein, jedoch machte ihr das nicht allzu viel aus, denn diese Gedanken waren die einzigsten, die ihr ein schönes Gefühl gaben.. "Mhm... nee, ist schon gut. Ich weiß, wo das Armband ist, also vergiss meine Frage, Yuto-kun." Und mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht, warf sie sich wieder auf den Stuhl, schnappte sich Buyo und genoss die warmen Sonnenstrahlen, die die Sonne heute so großzügig vom Himmel scheinen ließ.
 
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Himura Saya

Guest
Auf dem Weg nach hause:
Nach drei anstregenden langen Tagen hatte es Saya endlich geschafft. Die Frau hatte das große Tor schon lange hinter sich gelassen, und steuerte genau auf das Büro der Hokage. Man, hatte sie heute mal wieder so gar keine Lust darauf. Wenn sie sich schon allein vorstellte, dass sie jetzt schon gleich zu hause wäre, und in die dampfende Quelle liegen könnte ... Ein mehr oder weniger lautes Seufzen verließ sie und verschwand unter dem gemurmel der Menschen um sie herum. Heute war echt viel auf den Straßen los, etwas verwundert blickte sie sich um. "Hm, was Suzu wohl gerade anstellt?" Sie konnte sich ein kleines freches Grinsen nicht verkneifen, wärend ihre Augen in den azurr-blauen Himmel gingen. Wie so oft hatte sie die Krähe vorraus geschickt, um so ihr kommen anzukündigen. Zwar hatte Tsunade ihr bestimmt schon 100 mal (ein klein wenig übertrieben) gesagt, das sie das nicht bräuchte, das Saya machte es einfach nur zu gern. Zumal, es der Schwarzhaarigen immer eine gewisse Belustigung empfand, wenn sie kam und die Hokage sich gerade wieder versuchte ihre zerzausten Haare zu ordnen. Ohne zu bemerken, dass sie bereits so weit gelaufen war, stand sie bereits vor dem Gebäude. Jetzt hieß es wohl Augen zu und druch.

Nachdem Saya nun wieder vor dem Gebäude stand, holte sie einmal tief Luft. So das wäre nun auch wieder geschafft gewesen. Was aber der Nachteil an dem ganzen Bericht war, Saya wurde daran erinnert, wie der Typ damals sie angegraben hatte, ohne zu wissen, das er sich damit in sein ritt. Wenn die Jonin könnte, würde sie diesem schleimigen, ekligen, wiederlich betrunkenen Kerl gleich noch einmal jeden Knochen den er besaß, doch dafür hätte sie ihn wohl erstmal wieder zusammen flicken müssen. Also war dieses Thema abgehackt und sie konnte sich schon einmal auf zu hause Freuen.

Endlich wieder zurück:
Ohne sich lange damit aufzuhalten, wer vielleicht wo sein könnte, wenn überhaupt einer da war, öffnete sie einfach die Tür, schmiss ihren Rucksack in die Ecke, und schlurfte Schnur stracks auf die Treppen zu. "Ich bin wieder da!", rief sie so laut, das man es auf jeden Fall bis raus in den Garten gehört hätte. Im Vorbeilaufen hatten sie gerade noch so gesehen, das bekannte Schuhe rumlagen. Den ersten Schritt auf der Stufe stuzte sie für einen Augenblick. Waren da nicht auch noch andere Schuhe gewesen? Mit einem Kopfschütteln tat sie diesen Gedanken ab und widmete sich weiter dem Treppensteigen. Suzu war inzwischen über das Haus geflogen und hatte es sich in ihrem Lieblingsbaum bequem gemacht. Lautstark gab sie bekannt, das sie sich nun wieder in Konoha befand.

Nach einigen Minuten kam sie wieder runter. Wahrscheinlich hatte sie in dieser Zeit, die sie oben verbracht hatte das komplette heiße Wasser verbraucht, das gerade zur Verfügung gestanden hatte. Aber diese Dusche hatte wirklich gut getan, und es war ja auch nicht so, das sie es nicht wirklich gebraucht hätte. Das Handtuch hatte sie sich um den Hals gehängt und mit einer Hand versuchte sie ihre Haare ein wenig trockener zu rubbel. Recht erfolglos. Zurück im Flur hob sie ihre Tasche auf und buxierte diese im Bad, wo sie später wohl ihre Sachen aufhängen würde. Aber etwas irritierte sie mächtig. Diese Schuhe die sie im Flur gesehen hatte. Es waren eindeutig die Schuhe eines Mädchens, oder vielleicht auch einer Frau. "... Ein Mädchen?!" Dieser Geistesblitzt schoss in ihr hoch und sogleich hatte sie auf dem Absatzt kehrt gemacht und war durch das Wohnzimmer und schon im Garten. "Ein blondes Mädchen? Yuto hat wärend ich weg war ..." Nein, das konnte sie einfach nicht glauben. Langsam näherte sie sich und erkannte, das der alte Kater wohl auch schon bekanntschaft mit ihr gemacht hatte. "Hier schien ja einiges los gewesen zu sein, als ich weg war." Ein überaus freches, ja schon fast übermütiges Grinsen legte Saya auf. Umso länger sie das Mädchen betrachtete umso bekannter kam sie ihr vor. Aber Saya würde wahrscheinlich ohne einen gewaltigen Anstoß nicht darauf kommen, wer das blonde Mädchen war, das gerade auf einem Stuhl in ihrem Garten saß.
 
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Iwamoto Yuto

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Saya ist zurück !

Yuto genoss die ruhige Zeit die er mit seiner Schwester verbrachte. Sie unternahmen zwar nicht wirklich was, jedoch begnügte er sich mit dem schlichten zusammen sein. Ein lauer Wind strich durch den Garten der Himuras und strich auch durch Yutos Haare. Yuto seufzte leicht und schloss die Augen. Das einzigste was nun wohl noch fehlte , war das Saya endlich nach Hause kommt. Nichts sollte Yuto stören, denn diese Ruhe hatte er nach all diesen neuen Ereignissen verdient, jedoch fing plötzlich seine Schwester wie von der Tarantel gestochen an zu schreien.
Ein Schwall von Worten hagelte auf Yuto ein und letztendlich verstand er , dass seine Schwester wohl das Armband verloren hatte, das ein Memento an ihre Mutter war. Ein kurzes Schweigen entstand zwischen den beiden bis sich seine Schwester plötzlich wieder regte, er wollte gerade einen Satz beginnen, jedoch wurde ihm das Wort direkt von seiner Schwester abgeschnitten. Im folgenden nahm sie nun das was sie zuvor lautstark geschrien hatte zurück und wurde wieder ruhig. Yuto glaubte sogar für einen kurzen Moment ein Schmunzeln in ihrem Gesicht ausmachen zu können und war froh, dass doch nichts passiert war. Beide setzten sich wieder hin und Shai schnappte sich den Kater Buyo.
Nach kurzer Zeit plötzlich fragte Yuto seine Schwester :
Onee-chan? Sag mal, wie war eigentlich deine Mission mit ... Saishiro-kun ?
Yuto zögerte kurz, da ihm der Name für einen Moment entfallen war. Kurz darauf hörte Yuto wie die Tür zufiel und ein gut hörbares, beinahe schon Brüllen durch das Haus schmetterte. Yuto sprang auf, da er sofort die Stimme erkannte, es war Saya. Ohne überhaupt groß reagieren zu können, stand sie auch schon vor den beiden und blickte Shai misstrauisch an. Yuto bekam von Saya entgegen, dass in der Zeit wo sie weg war, wohl einiges los gewesen sein muss, worauf Yuto sie etwas stutzig anguckte.
Durch die Reaktion von Saya wusste Yuto nicht wirklich wie er handeln sollte und sagte einfach ruhig :
Schön das du zurück bist Sen...!
Erm... Sensei Saya oder nur Saya jetzt... dieses hin und her ist verwirrend... Saya sollte angebracht sein, schließlich sind wir zuhause.
...Saya, ergänzte sich Yuto schließlich. Danach deutete er auf Shai und sagte :
Um es kurz zu machen, dass ist nicht irgendein Mädchen, sondern Shai !
Sie ist unglaublicherweise wieder da ...
Man konnte ein leichtes freudiges Funkeln in Yutos Augen erkenne, aber konnte man ihm das verübeln ? Wohl eher nicht...
Nun sind sie beide wieder da... wie beruhigend ...
 
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Iwamoto Shai

Guest
Eine ganze Weile noch saßen die zwei im Garten und genossen die Wärme der Sonne, die heute so gütig ihre Strahlen auf Konohagakure warf und dem Mädchen hin und wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte. Das hatte sie wahrlich mal gebraucht, ob man es glaubt oder nicht. Immer wieder war das Mädchen unterwegs, auf Mission oder sonst wo und konnte sich nie so zurücklehnen, wie sie es heute tat. Einfach nichts tun, Buyo streicheln und die Sonne genießen, denn es konnte ja sein, dass das Wetter wieder umschwang und Regen die Sonne ablöste. Dies hoffte das Mädchen aber nicht, denn der Tag war schließlich noch nicht um und am Abend wird es bestimmt kälter werden, sodass man Shai bestimmt nicht übel nehmen wird, wenn sie mal kurz die heiße Quelle, die bei Saya hinterm Haus angebracht war, ausprobieren würde. Schon bei dem Gedanken an das heiße, prickelnde und blubbernde Wasser, drückte Shai den dicken Buyo mehr an sich und grinste breit in sich hinein, denn sie liebte heiße Quellen. Und praktisch war es, wenn die Sensei, bei der sie nun ebenfalls wohnen wird, eine besaß... apropos Sensei... würde Saya ihr überhaupt erlaubten hier zu wohnen? Naja, sie hatte bereits Yuto aufgenommen. Dennoch wusste Shai nicht, wie sich die Frau entschied und ob sie das Mädchen überhaupt erkannte, nach all der vergangenen Zeit, denn Shai hatte sich optisch sehr verändert. Okay, was hieß optisch... auch innerlich war sie ein anderer Mensch geworden, denn die Erfahrungen, die sie in der vergangenen Zeit gemacht hatte, blieb eindeutig an ihr hängen, soviel war klar. Doch die tiefen Gedankengänge an die Vergangenheit wurden soeben durch eine Tür, die ins Schloss fiel, unterbrochen. Kam Saya schon zurück? Leicht nervös schluckte Shai und richtete ihren Kopf langsam zur Balkontür, sodass sie freie Sicht aufs Wohnzimmer und auf den Flur hatte. Jede Sekunde die verstrich löste im Mädchen ein Erdbeben aus und als die schwarzhaarige Frau schließlich in der Balkontür stand und sie zwei beäugte, ließ Shai den Kater aus Versehen fallen, der daraufhin murrend ins Haus stürmte und sich schmollend in die Couch kuschelte. "Gomene, Buyo-chan....," murmelte sie noch nachträglich, hielt den Blick zu Saya aber aufrecht. Die Frage, die ihr Bruder davor an sich gerichtet hatte, ging geradewegs an ihr vorbei und wurde dementsprechend sowieso durch Saya's Auftreten in Grund und Boden gestampft, sprich: Die Frage war unwichtig und wurde sogleich von Shai vergessen. Shai betrachtete die Frau aufmerksam und fand sogar, dass sich Saya kein bisschen verändert hatte, zumindest hatte sie das Bild der Frau noch deutlich in ihrem Gedächtnis. "Saya..." Abrupt und ohne jegliche Kontrolle über sich selbst, erhob sich das Mädchen vom Stuhl, stellte sich vor Saya und vorbeugte sich kurz.

"Ohayou gozaimasu, Saya-sama....," begann Shai und betrachtete mit gesenktem Kopf den Fliesenboden der Veranda, um schlussendlich nach einer kleinen Pause fortzufahren, "...ich bin wieder da... und ich gehe auch sofort wieder, wenn das Haus zu klein ist... nein.. ich meine damit nicht, dass ich unbedingt hier bleiben muss... ich meine... ich... eigentlich... ich habe sonst kein Zuhause und... und..." Ein Schlucken unterbrach das nervöse Gestottere des Mädchens. "Könnte ich... erm.. eventuell hier bleiben?" Mit einem recht hilflosen Gesichtsausdruck blickte sie in die Augen Saya's und hoffte, dass sie hier bleiben konnte und nicht sofort herausgeschmissen würde, denn sonst wüsste das Mädchen wirklich nicht, wo sie hinsollte. Außer sie ging zurück ins Heim, was Shai aber auch nicht wollte.... wegen persönlichen Gründen. Aber dennoch hatte sie alles gesagt, was sie sagen wollte und fühlte sich von großen Lasten befreit, obwohl das eigentlich recht unnötig war, denn das Bild was sie von Saya noch im Gedächtnis behalten hatte, zeigte die Frau als liebenswürdig, nett und verständnisvoll. Doch niemand wusste was 1 1/2 Jahre bei einem Menschen ausmachten... das beste Beispiel war ohnehin Shai gewesen, denn an ihr war wirklich vieles anders als manche es in Erinnerung hatten.

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Ohayou gozaimasu = Schönen guten Morgen
 
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Himura Saya

Guest
Leicht verwirrt, sah sie einmal kurz dem Kater nach, der sich mauelnd in das Wohnzimmer verzog, nachdem er so unsanft fallen gelassen wurde. Gleich darauf hörte sie die Worte von Yuto, gefolgt von der gestotterten Rede, die Shai gerade versuchte hin zu bekommen. Man konnte es der Frau wahrscheinlich nicht verübeln, dass sie gerade aussah, als hätte man sie vor den Kopf gestoßen. Ihre Gedanken drehten sich gerade wie in einer Waschmaschine und keiner war wirklich greifbar. Leicht verwirrt sah sie sich um, ob nicht im nächsten Moment jemand aus seinem Versteck gesprungen kam und rief "Reingefallen!" Nach einigen Sekungen und einer Handbewegung die Signaliesierte, dass sie kurz einen Moment bräuchte setzte sie sich hin. "Ich war wirklich nur drei Tage weg?", es war an sie selbst gerichtete, während sie die Tage zählte, die sie unterwegs war. "Äh ja.", stellte sie dann fest. "Und warum hat mir das Tsunade gerade eben nicht gesagt?" Ok, für diesen Streich, der ihr gerade das Leben gespielt hatte, musste jetzt Shai her halten. Auch wenn sie wohl weniger dafür konnte. Mit dem strengesten Blick, den sie überhaupt aufsetzten konnte sah sie das Mädchen an. "Ich freu mich für dich Yuto, jetzt könnt ihr beiden endlich wieder zusammen sein. Das Geld dass ihr für die ausgeführten Missionen bekommt, dürfte gerade so für eine kleine Wohnung reichen."

Auch wenn sie nach außen gerade die herzloseste Person miemte, so ging es gerade in ihrem Inneren ganz anders zu. Sie freute sich und konnte sich sehr gut vorstellen, wie es Yuto gehen würde. Schon allein der Gedanke daran, wie sie sich fühlen würde, wenn plötzlich ihr eigener Bruder ... Nein, das ginge zu weit. Nach einigen Sekunden, in der sie die Reaktion der beiden Abwartete, wandelte sich ihre Miene und das gewohnt warme Lächeln kam zum Vorschein. Man hätte gerade wohl wirklich meinen können, das Saya versuche mit dem Sonnenlicht um die Wette zu scheinen. "Quatsch. Willkommen zurück Shai. Es freut mich, dass es dir letzten Endes doch gut geht und du den Weg hierher zurück gefunden hast. Du kannst natürlich solange bleiben wie du willst es ist genügens Platz da. Anbei, Platz. Wo hast du eigenltich die ganze Zeit geschlafen, oder bist du erst heute heim gekehrt." Saya stützte den Ellenbogen auf die Armlehne und musterte Shai ein kleines bisschen. In den letzten 1 1/2 Jahren hatte sich das Mädchen wirklich verändert. Wenn sie sich überlegte, wie sie damals war und was aus ihr geworden war. Trozdem, warum hatte Tsunade sie gerade eben nicht darauf vorbereitete und jetzt saß Saya hier und konnte ihre eigene Neugierte gerade so zügeln, was das plötzliche Auftauchen des Mädchens überhaupt zu bedeuten hatte.
 
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Iwamoto Shai

Guest
Mit gemischten Gefühlen stand sie immer noch in einer leichten Verbeugung vor ihrer damaligen Sensei und konnte sich einfach nicht dazu aufraffen, sich zu erheben. Viel zu viel ging dem Mädchen gerade durch den Kopf und eine Abweisung würde sie wie ein Pfeil durchs Herz treffen, denn dann hatte sie theoretisch kein richtiges Zuhause mehr, wäre von dem einzigen Familienmitglied, was ihr noch geblieben war getrennt gewesen... und genau das wollte sie nicht noch einmal haben. Shai wollte bei den Menschen bleiben, die für sie wichtig geworden sind und ihnen zeigen, dass sie sich nun auch auf Shai verlassen konnten, auch wenn sie früher so abweisend zu manchen gewesen war. Seufzend traute sich das Mädchen dann doch kurzzeitig hoch zu der schwarzhaarigen Sensei zu schauen, um auf deren Reaktion zu warten... Und wie befürchtet schien die Frau nicht gerade begeistert zu sein. Ihre Statur war etwas angespannt und ihr Gesichtsausdruck schien recht herzlos zu sein, was dem Mädchen innerlich ein leichtes Brodeln verschaffte, denn das Resultat konnte sich Shai nun denken: Geh raus! Wir haben keinen Platz! Verschwinde!

Gerade als sich Shai wortlos umdrehen wollte, vernahm sie weitere Worte von Saya, die ihr ein Lächeln auf das Gesicht zauberten, denn anscheinend hatte sie nichts dagegen, wenn Shai bei ihr blieb. In ihrem Bauch kam ein Gefühl auf, was dem Mädchen befehlen wollte, die Frau sofort zu umarmen, doch die Erziehung Shai's verbat es dem Mädchen, sodass Shai einfach nur krampfhaft an der Stelle stand und sich angespannt auf die Unterlippe biss. Aber dennoch war auch ein leichte Nervosität im Spiel, denn Saya stellte ihr genau DIE Frage, die das Mädchen nicht unbedingt beantworten wollte, nämlich: Wo hatte sie geschlafen? Lügen konnte sie nicht, denn Saya war jederzeit imstande sich bei Tsunade-sama über die Dinge zu informieren, sodass es sinnlos war eine Jounin anzulügen. Wenn Shai nun abgehackte Antworten von sich geben würde, wäre trotzdem nachgehakt worden, was die Wahrheit noch schwerer machte: Shai müsse es erzählen. Jetzt!

Die Atmung regulierend, pflanzte sich das Mädchen langsam auf den Gartenstuhl, vergrub die Hände in ihrem Schoß und starrte geistesabwesend gen Boden, ehe sie nach einer weiteren Pause anfing zu erzählen...


Eine Mission also.... Shai hatte nicht einmal Lust auf eine Mission. Es war dann zwar die erste von Team Lavi, aber trotzdem nichts außergewöhnliches. Seufzend legte sie den Kopf wieder zurück die Knie und blickte ins Leere. Sie bemerkte nicht einmal, dass Iwari sich in ihre Nähe setzte. Mit den Gedanken war sie komplett woanders und hatte Mühe wieder realistisch zu denken. Sie wusste nicht einmal warum sie gerade so eine Laune hatte... nicht einmal sich selbst konnte sie diese Frage beantworten.
Und Lavi-sensei hatte Recht. Teamverhalten... Sie hatten keines. Überhaupt keines. Jeder machte sein Alleingang und niemanden scheint es zu stören. Aber als sie Rikimarus Worte vernahm, dass alle gegen ihn wären, musste sie nicht einmal lachen. Im Grunde genommen stimmte es ja. Schon von Anfang an waren alle gegen ihn gewesen, sei es sie selbst oder die anderen aus der Klasse... Es gab zwar welche die ihn mochten, aber die Mehrheit konnte ihn nicht leiden. Irgendwie tat er ihr Leid, aber dann irgendwie doch nicht, weil er auf eine Weise selber Schuld war. Seine Art, so wie er rüberkommt, ist nicht das Tollste... So empfand es Shai anfangs, als er zum ersten Mal die Klasse betrat... Naja, Gedanken beiseite...

"Ein Schiff! Da kommt ein Schiff! Backbord Männer, sonst rammen wir es!!"
Durch dieses Gekreische wurde Shai regelrecht aus dem gedanklichen "Halbschlaf" gerissen. Die Männer auf dem Schiff liefen alle panisch über das Deck und brüllten Sachen wie: "Weicht aus! Backbord!" Shai verstand überhaupt nicht was los war, stand auf und blickte Richtung Meer. Ein großes Schiff war nahe dran das Schiff, auf dem sie sich alle befanden, zu rammen! Geschockt und zugleich panisch wich sie einen Schritt zurück und beobachtete, wie das Schiff immer näher kam und schließlich nebenher fuhr.
Die Besatzung des fremden Schiffes, enterte das Schiff und schlugen regelrecht die Matrosen nieder. Shai wollte irgendetwas tun, blickte jedesmal irritiert und schockiert zu ihrem Sensei und ihren Teammitgliedern, bis sie plötzlich einen stechenden Schmerz in ihrer Hüfte vernahm. Sogleich schlug sich ein dicker wabbliger Arm um ihren Hals und hob sie hoch. Mit aller Kraft zappelte sie und versuchte sich irgendwie loszumachen, doch der Mann war einfach stärker. Zudem tat ihre Hüfte extrem weh, um sich noch weiter zu wehren....
Wage bekam sie noch mit, wie sie auf den Boden eines Raumes geworfen wurde...

"So. Boss.... Dieses Mädchen war die einzigste, die wir mitnehmen wollten... Der Rest ist unbrauchbar...."
Hämisch leckte der Mann sich über die Zähne, während er sich zu seinem Chef drehte. Dieser betrachtete Shai aufmerksam und nickte dann...
"Wendet Männer, wir kehren um..."
..
..
..


Schwarz. Es war alles schwarz um das Mädchen und der Boden, auf dem sie sich befand war alles andere als herrlich warm. Zitternd versuchte sie sich in ihrer Situation aufzurichten, doch irgendein stechender Schmerz in ihrer Hüftgegend verhinderte jegliche Beweglichkeit, sodass ein markerschütternder Schrei aus Shai's Mund durch das kellerähnliche Gewölbe drang. Einige Männer brüllten Sachen wie "Halt deine Klappe!" und ein Fuß rammte sich in Shai's Magengegend, sodass zwar erneut ein Schrei die Folge war, jedoch niemand noch einen Stoß nachsetzte. Das Mädchen spürte, wie sich unter ihr etwas warmes, feuchtes ausbreitete und langsam anfing an ihrer Kleidung zu kleben. Die Schmerzen, die wie ein Messerstich durch ihre Hüfte und ihren Unterleib stach war unerträglich... Auch der ekelhafte Geschmack, den sie seit einiger Zeit der Bewusstlosigkeit in ihrem Mund schmeckte, erinnerte sie an Blut. Ihre Lippen waren trocken und drohten, bei jeder Bewegung des Mundes, aufzureißen und ebenfalls zu bluten, so wie der Rest ihres Körpers. Ja. Shai fühlte sich, als blutete sie überall... Alles war so unrein und es fühlte sich eklig an.
"Umm...," stöhnte das Mädchen und streckte die Handfläche langsam aus, als sie spürte, dass eine Wand in ihrer Nähe war. Um sie herum war vollkommene Stille. Es schien wirklich niemand mehr da zu sein... oder doch? Nach einer Weile des Herumliegens gelang es ihr sogar, ihre verklebten Augen etwas zu öffnen und langsam ihre Umgebung wahrzunehmen. Wo sie sich befand, war ihr unklar. Die Gegend sah einfach nur aus, wie ein billiges Kerkergewölbe, welches in Burgen und Schlössern berühmt war. Stramme und harte Eisenstangen versperrten ihr den Weg zum Flur und zur Freiheit... Sie war gefangen! Total am Ende, richtete sie sich mit dem Oberkörper etwas auf und lehnte sich demnach an die eiskalte Mauerwand, um so einen besseren Überblick um ihre Umgebung zu haben. Die "Zelle", in der sie steckte, war bis auf Shai selbst leer. Nur die ein oder andere Ratte kreuchte um ihre Beinen herum und verschwand schließlich durch die Eisengitter... Solch eine Freiheit hätte das blonde Mädchen in diesem Moment auch gerne gehabt, aber erst einmal musste sie herausfinden, wo sie sich überhaupt befand. Doch die Angst in ihrem Körper verbreitete sich so schnell, sodass es eigentlich unmöglich für sie war, noch weiterzuleben. Für eine klitzekleine Sekunde hatte sie sogar an Suizid gedacht, doch so einfach wollte sie ihr kostbares Leben nicht wegwerfen.
'Klack-Klack-Klack'
Ein paar Schritte waren zu vernehmen, dessen Geräusche in dem Kellergewölbe um ein vielfaches lauter vernommen wurden, als sie in Wirklichkeit waren. Der müde Blick des Mädchens richtete sich auf einen dürren Mann, der einen Kiriprotektor um seinen Oberschenkel trug. Rettung? Nein, denn eine lange und tiefe Kerbe zog sich über die 4 Regentropfen, die das Wahrzeichen des Wasserlandes waren und somit kennzeichnete, dass der Mann wohl ein Nukenin seines Landes sein musste. Panik kam in ihr hoch, da Shai dachte, er würde sie jetzt erledigen. Jedoch war dies nicht der Fall, denn einzig und allein eine Schüssel voller Essen schob er durch die Gitter zu dem halb ausgehungerten Mädchen. Ein Blick für sie reichte, um zu würgen, denn dieses "Essen" sah alles andere als köstlich und schmackhaft aus. Es erinnerte etwa an Erbsensuppe, die 6 mal durch den Magen lief, danach ausgebrochen und schließlich 10 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt worden war. "Ich... h-abe keinen... Appetit...," zwängte das Mädchen aus sich heraus, woraufhin sie nur einen kühlen Blick erntete und der Mann wortlos wieder aus dem Kellergewölbe schritt. Was waren das nur für brutale und unmenschliche Leute, die sich hier aufhielten? Shai wusste es nicht und sah ihren frühen Tod regelrecht auf sie zukommen...
Doch das Schicksal zog diesem Gedanken einen Strich durch die Rechnung.
Tage später des Absitzens, kam plötzlich ein nobler Mann in das Kellergewölbe, stellte sich vor die Zelle des geschwächten und halbtoten Mädchens, um es aufmerksam und eindringlich zu betrachten. Er hatte schwarze, nach hinten gegelte Haare, stechend grüne Augen und seine Kleidung ähnelte ein wenig einem Mafiaboss. Der Blick Shai's wandelte sich in Missbilligung, als der Mann begann, laut herumzuzählen, wie dürr und wie ungepflegt dieses Mädchen doch wäre und dass sie stinken würde, wie eine tote Ratte in der Gosse. Wut kam in ihr hoch, denn dieser Typ wusste wohl nicht, was sie alles durchlebt hatte und wohl noch durchleben musste. Ein abwertendes Gezische entfuhr ihren Lippen, als der Mann sich schließlich grinsend umdrehte und etwas mit dem dürren Nukenin besprach, der ihr letztens dieses ungenießbare Essen in die Zelle geschoben hatte. Was die zwei zu besprechen hatten, konnte Shai nicht verstehen, denn sie befanden sich zu weit weg von ihrer feuchten Zelle. Ein wenig Neugier machte sich in dem Mädchen breit, doch was sie nicht wusste, war, dass sie das Ergebnis des Gespräches jeden Moment erfahren würde. Mit der Zunge schnalzend stand der noble Mann schließlich wieder vor den Eisengittern und schwieg die blonde Shai an, während er sich aufgeregt auf die Unterlippe biss.
"Keine Angst, Kleines... Du wirst hier bald rauskommen und für mich arbeiten...," lachte er hämisch und sofort wurden die Eisengitter entfernt, sodass Shai kurz vor der Freiheit stand. Doch was meinte dieser Mann mit "für sie arbeiten"? Was war er und was wollte er überhaupt? Die dumpfen Schritte kamen näher und hoben Shai abrupt hoch, sodass ihr erneut ein Schmerz durch die Hüftgegend fuhr und sie kurz zusammenzucken ließ. Doch der Mann kümmerte sich nicht drum, positionierte sie so auf seinen Armen, sodass er sie raustragen konnte. Und erneut fiel das Mädchen dank ihrer schweren Verletzungen in einen tiefen Schlaf...
Einen traumlosen Schlaf.
"Hm... wo bin ich?", waren die ersten klaren Worte des Mädchens, als sie schließlich in einem weichen Bett aufwachte. Ihre Haut fühlte sich sauber an, und auch die großen Schmerzen in der Hüftgegend waren teils abgeschwächt. Mit dem Augenaufschlag bemerkte sie, dass sie gewaschen wurde, etwas anderes anhatte, was etwas an einer Kluft erinnerte, die man im Krankenhaus als Patient trug und auch ihre Wunden wurden verbunden. Eine Frau saß neben ihrem Bett und nahm dem Mädchen schließlich eine Ampulle Blut ab, um diese, so wie die Frau erklärte, in ein Büro zu schicken, damit man Shai's gesundheitlichen Werte prüfen konnte. Angesichts der Situation könnte man meinen, dass dieser Mann wahrlich das Leben der kleinen Shai gerettet hatte, doch was für ein Krankenhaus dies wirklich war und zu was es gehörte, wurde dem Mädchen erst später klar, als dieser noble Mann wieder eintrat.
"Ohayou, Shai... so heißt du doch... oder?" Ein erstauntes Nicken ihrerseits folgte auf seine Aussage, ehe er auf einem Stuhl neben ihrem Krankenbett Platz nahm. Die Hände hatte er ordentlich in seinem Schoß gefaltet und betrachtete das Mädchen nachdenklich, ehe er schließlich mit der Sprache rausrückte: "Dies ist kein normales Krankenhaus. Es gehört zu meiner Firma, weißt du? Und in meiner Firma werden Leute zu Killern und Kopfgeldjägern ausgebildet. Mein Unternehmen ist illegal, das ist dir bestimmt klar... und du wirst meine Firma noch um einen weiteren Killer erweitern, kleines Mädchen." Shai wusste nicht genau, was sie davon halten sollte und konnte fürs erste gar nichts sagen. Die Hand, die plötzlich über ihre Wange strich nahm sie nicht wahr, sondern ließ den Mann einfach machen. Der Gedanke, zu einem Killer ausgebildet zu werden war einfach abstoßend und zuviel für das Mädchen. Ohne dem Mädchen überhaupt eine Chance zu lassen, darauf zu antworten, verließ der Mann wortlos den Raum und schnippste mit dem Finger. Die Frau nickte daraufhin bloß und gab dem Mädchen eine Infusion, die ihre Genesung beschleunigen sollte.
Und schon nach einer Woche war Shai körperlich fit, ihre Wunden heilten und ihr Zustand war besser denn je...
Nun sollte der Tag kommen, an dem sie zum ersten Mal in das Training der Firma eingewiesen werden sollte. Natürlich war die höchste Priorität in diesem Killer-Dasein körperlich fit zu sein und physischen Schäden auf jedenfall standhafter zu sein als normal. Das Mädchen wusste nicht recht, wie sie das durchhalten sollte, denn nach ihrer Statur zu urteilen, war sie ein typisches Mädchen, was für solche harten Sachen eigentlich weniger geeignet war. Doch sie musste es tun, sonst würde sie wahrscheinlich bald das Zeitliche segnen dürfen... Die Erklärungen zu ihrer ersten Trainingseinheit waren recht simpel und auch die Aufgaben, die sie jeden Tag zu erledigen hatte waren einfach auszuführen. Der erste Teil in der Ausbildung bestand darin, täglich für eine Stunde Runden zu laufen, wobei sie jeden Tag eine Runde mehr dazutun musste und auch die Geschwindigkeit erhöhen sollte. Dies entwickelt zudem die Ausdauer und macht es in Kämpfen leichter, länger durchzuhalten. Shai zog dies durch, doch machte sie in den letzten Tagen vor dem 2. Teil der Ausbildung des öfteren schlapp, da ihr Kreislauf zusammenbrach und die Anstrengungen einfach zu groß für sie waren. Fürs erste wollte das blonde Mädchen aufgeben, doch würde sie das tun, würde man sie zum Rennen prügeln, sodass sie schließlich doch den ersten Ausbildungsteil mehr oder weniger meisterte. Das gröbste war überstanden, hoffte sie zumindest, aber das dies nicht so war, würde Shai bald darauf herausfinden... Der zweite Teil bestand darin, die körperliche Abhärtung, sprich Verteidigung zu stärken, sodass physische Angriffe nicht allzu viel Schaden anrichten wie vorher. Dies war allerdings das schwerste für das Mädchen, denn ihr gesamter weiblicher Körper musste sich diesen Trainingseinheiten anpassen und wurde muskulöser und abgehärteter als vorher. Auch das Mädchen veränderte sich in der Zeit: Man merkte, dass sie älter wurde, und auch ihre Haare hatten sich verändert, ihr Kleidungsstil, ihre Persönlichkeit zum Teil und ihre Lebenseinstellung. Sie wurde erwachsen. Immerhin war sie ja schon fast 13, dies musste man anmerken. Doch nach diesen Einheiten sollten bloß Trainingskämpfe folgen, Unterricht in Theorie und Praktikum, sodass Shai gebildeter wurde und auch mit den Techniken nicht den kürzeren zog. Die ehemalige Genjutsu-Userin spezialisierte sich nur noch auf die anderen beiden Teilbereichen und vergrub das Interesse gegenüber Genjutsu komplett. Es passte nicht mehr zu ihr und in dieser Firma benutzte ohnhin keiner mehr diese Art von Technik, sodass auch Shai sie ablegen musste.
Die Zeit verging...
Ihre Flucht schaffte sie, als der Inhaber der Firma schließlich von unbekannten Nukenin umgebracht worden war und es einen großen Machtkampf zwischen zweier Organisationen gab. Inmitten dieser Schlacht befand sich Shai, hilflos und auf der Suche nach einer Flucht, die sie schlussendlich auch erfolgreich schaffte. Das Mädchen war nun 14 1/2 Jahre, wanderte wochenlang durch die Wälder und Länder, als sie nach langem Durchfragen schlussendlich wieder in ihrem Heimatdorf Konohagakure no Sato angekommen war...


Es war vollbracht. Shai hatte, wie auch bei Tsunade-sama im Büro, alles erzählt, was sie erlebt hatte und nun musste es für beide eigentlich glasklar gewesen sein, was los gewesen war. Mehr gab es da auch nicht zu erzählen und auf die Fragen was mit Sensei Lavi und mit Rikimaru passiert war, konnte sie nichts antworten, falls irgendeiner von beiden auf die Idee kam, danach zu fragen. Naja, Shai für ihre Person blieb still im Gartenstuhl sitzen und wartete einfach ab, was Saya und Yuto dazu zu sagen hätten.
 

Iwamoto Yuto

Chuunin
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Blah~

Yuto stand nun zwischen zwei Personen, die er momentan wohl schlichtweg als seine Familie bezeichnen würde, seine Elter gab es ja mittlerweile "dank" eines grausamen Zwischenfalls nicht mehr und seine restliche Familie existierte ebenfalls nicht mehr, bis auf eines seiner Geschwister, nämlich Shai die in diesem Augenblick neben ihm stand, sie war der eine Teil, der andere, eine Frau, knapp über 20 und sein bzw. ihr Sensei. Nun sah die Welt für Yuto einige Augenblicke heil aus , wurde im nächsten jedoch schon wieder wenn man es bildlich sehen will von einem Hammer , wie Glas in tausend Stücke zerschlagen. Yuto konnte nicht fassen und schaute entsetzt in Sayas Richtung als deren kalte Worte verklungen waren. Sie meinte doch wirklich das seine Schwester hier nicht wohnen dürfe. Ungläubig blickte Yuto sie an und ein Stein löste sich von seinem Herzen als er eine Wandlung in Sayas Gesicht warnahm, ihr Gesichtsausdruck änderte sich von kalt in ihr immer fröhliches, von allen gekannt und gemochtes Lächeln. Yuto fühlte sich in diesem Moment als ob sich tief in ihm ein festsitzender Krampf löste. Er strahlte darauf Saya förmlich an und auch sie schaute glücklich als sie Yuto so sah. Für einen Moment wich diese fröhlichkeit jedoch aus Sayas Gesicht. Ihm war nicht wirklich bewusst warum, denn in seinen Augen, sollte es momentan keinen Grund der Traurigkeit geben, ihm fiel jedoch mal ein das sie irgendwann einmal eine kurze Bemerkung von ihrem Bruder gemacht hatte, jedoch was genau ihre Beziehung zueinander war und was vorgefallen war, ist Yuto unbekannt. Er wollte sie eigentlich in einem geeigneten Augenblick fragen, war aber bis jetzt nie wirklich dazu gekommen, denn auf Mission konnte er nur schon aus Gründen der Höflichkeit nicht so offen mit ihr reden wie hier in ihrer Wohnung, wobei es auch eigentlich schon Ausnahme genug war das er bei seinem Sensei wohnte, bzw. seine Schwester nun auch.
Von seiner Schwester abgewendet, konnte er wohl nicht den Gesichtsausdruck seiner Schwester erkennen, wusste jedoch durch den plötzlichen Verhaltenswechsel seines Umfeldes, dass etwas nicht stimmen konnte. Langsam drehte sich Yuto um und da fing seine Schwester , die nun wieder saß an zu reden in einem langsamen Ton, der Yuto schon allein von der stimmlichen Lage her ein frösteln über den Körper brachte, jedoch die Geschichte die ihre Worte bildeten waren das wahre übel.
Sie erzählte den beiden über ihre anderthalb Jahre die wohl ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt haben und ihre allgemeine Ansicht des Lebens, grundlegend verändert. Für alles was Yutoda erfuhr war er froh nicht danach gefragt zu haben. Nee-chan , flüsterte er leise, jedoch so leise das er seine Schwester nicht unterbrach. Am liebsten hätte er sie gestoppt in dem er sie in die Arme genommen hätte, da er jedoch genau wusste das sie nicht wirklich der Typ Mädchen war die das begrüßend empfing blieb er still stehen und lauschte weiter.
Onee-chan, was hat man dir nur angetan ?
Yuto ging es nicht gut in diesem Moment, es war als ob ihn eine Welle aus Schmerz und Emotionen überspülte und er wegrennen wollte, dabei konnte er noch nicht einmal sagen wovor er wegrennen sollte. Als seine Schwester endlich gestoppt hatte schluckte Yuto schwer, seine Atmung ging nur in leichten Stößen, diese kurze aber heftige Stille bedrückte ihn weshalb er nach einer etwas längeren Schweigepause mit einer unsicheren Stimme sagte : Wollen wir vielleicht einen Spaziergang oder irgendsowas in der art unternehmen ?
Es war nicht umbedingt, dass was seiner Gefühlslage entsprang nur in diesem Moment brachte er nichts anderes aus sich heraus , wofür er sich am liebsten selbst geohrfeigt hätte im nachhinein.
 
H

Himura Saya

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Die Rektion auf Sayas kleinen Test oder wie immer man es nennen wollte, regierten die beiden Genin gleich. Beide dachten wirklich, das die Frau es ernst meinte, aber als sie ihre wahren Gedanken äußerte, war alles wieder in heiler Welt und die strahlenden Gesichter der Kinder waren genau das, was Saya sich erhofft hatte.
Auf die Frage hin, wo Shai die letzte Zeit geschlafen hatte, bekam Saya gleich die gesamte Geischte der letzten ein einhalb Jahre zu hören. Ohne eine wirkliche Emotion zu zeigen hörte sich zu und machte sich gedanklich gleich ein paar Notizen. "Die Kleine muss in den letzten Jahren wirklich viel mitgemacht haben. Sie kann einem wirklich leid tun." Wärhrend sie so saßen, sprang Buyo auf den Schoß seiner Herrin und kuschelte sich schnurrend ein. Ganz in der Geschichte und Gedanken, kraulte sie den alten Kater hinter den Ohren, was sein Schnurren nur noch lauter machte.

Die Geschichte hatte jetzt doch eine ganze Weile gedauert und Saya war es schon fast nicht mehr gewohnt gewesen so lange still zu sitzten. So streckte sie sich, und ihre eingeschlafenen Knochen knacksten leise. Auch ein gähnen konnte sie sich nicht verdrücken. Wie, als würde Buyo die Frau nachmachen wollen, stand er auf, und steckte sich mit einem lauten Katztengähnen auf den Oberschenkeln seines "Kissens". Vielleicht hatte er vergessen das unter ihm noch lebendiges Fleisch war als er so seine Krallen ausstreckte, oder ob es ihm einfach nur egal war. Auf jeden Fall spürte Saya nun wie sich die Krallen der Katze durch den dünnen Stoff bohrten und langsam aber sicher in ihre Haut eindrangen. Noch bevor dies aber richtig weh tun konnte, hob sie den Kater schnell hoch, drehte ihn zu sich und funkelte ihn wütend an. Mit einem Mauzer wollte er sich wohl enschuldigen und soweit man es feststellen konnt gelang ihm es auch, denn Saya legte ihn beim Aufstehen auf den Arm und kraulte ihn noch eine Weile weiter. Dann war es Yuto, der eine Frage in den Raum warf. "Spazieren gehen?" Überlegte sie so bei sich, aber darauf hatte sie eigenltich keine richtige Lust. Sie war gerade erst heim gekommen. Aber wollte sie wirklich den ganzen restlichen Tag verschafen? Es war eigentlich zu schönes Wetter um im Bett zu liegen. "Na ja, während wir spazieren gehen, könnten wir doch auch noch im Waffenladen vorbei schauen. Ich glaub mein Kodachi hat mal wieder eine Grundüberhohlung nötig. Vor allem bei dem was es in den letzten Tag durchgemacht hat." So konnte sie das nützliche mit dem spaßigen verbinden. So schritt sie schon einmal an Yuto vorbei, als ihr einfiel, dass sie eigentlich noch etwas zu Shai sagen wollte. "Ach Shai? Danke das du uns diese schwere Geschichte erzählt hast, aber eigentlich wollte ich nur wissen, wo du die letzten drei Tage geschlafen hast, oder ob du erst heute morgen zurück hierher kamst." Ihr lächlen war sanftmütig und gleich darauf drehte sie sich weg, setzte den Kater ins Haus worauf sie ihm selbst folgte.

Tbc: Waffenladen
 
I

Iwamoto Shai

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Mit gesenktem Kopf blickte sie weiterhin auf den steinigen Verandaboden und beobachtete eine kleine Ameise, die sich ihren Weg über den Boden bahnte und womöglich zu ihrer Familie zurückwollte, um für das tägliche Festmahl nicht zu spät zu kommen. In ihr bekriegten sich Nationen, denn jedes Gefühl wollte Oberhand von dem Mädchen bekommen, doch dabei heraus kam nur ein Gefühlswirrwarr was sich ohnehihn nicht deuten ließ und Shai einfach nichts tat, als ruhig auf dem Gartenstuhl zu sitzen und zu schweigen. Was die anderen jetzt nach ihrer Geschichte dachten, wusste sie nicht und keiner machte irgendwelche Anstalten etwas zu sagen, zumindest jetzt nichts. Entweder glaubten sie Shai kein Wort oder sie ließen die Geschichte einfach ruhig auf sich wirken um danach eventuelle Fragen zu stellen oder einfach irgendetwas belangloses dazu zu sagen. Dem Mädchen aber war es egal, denn sie verspürte einfach nur den Drang, rauszugehen und für sich selbst zu sein, sprich: ohne Yuto und ohne Saya, ohne irgendjemanden, einfach nur alleine.

"Wollen wir vielleicht einen Spaziergang oder irgendsowas in der art unternehmen ?", kam es plötzlich von ihrem Bruder, doch Shai schüttelte bloß schweigsam den Kopf. Hätte sie bessere Laune gehabt, hätte sie sofort ja gesagt, doch im Moment wünschte sie sich einfach nur innere, sowie äußere Ruhe... Saya merkte daraufhin an, dass sie im Waffenladen vorbeigehen könnten, doch darauf hatte das Mädchen überhaupt keine Lust und auch keinen richtigen Nerv für. Sollten Yuto und Saya doch alleine dahingehen, denn schließlich interessierten sie sich mehr dafür als Shai es tat, weswegen das blonde Mädchen doch ruhig irgendwo anders hingehen konnte... oder? Seufzend erhob sich Shai und blickte noch einmal in den Garten, wo die Vögel fröhlich zwitscherten und der Bach mit seinem Plätschern die Ruhe noch unterstrich. Den letzten Satz, den Saya ihr entgegenbrachte, vernahm sie eher passiv und bekam auch nicht wirklich mit, was sie sagte, woraufhin sie einfach nur wortlos nickte. Doch abrupt drehte sie sich um und fixierte Saya, sowohl auch Yuto mit ihren blauen Augen, ehe sie kurz ihre Stimme erhob:

"Gomenasai*...., ich werde nicht mitgehen...ich brauche Ruhe und Zeit für mich selbst..." Und ohne jegliche Verabschiedung beschleunigte das Mädchen ihren Schritt und fand auch schon ihren Weg nach draußen... Wo sie hingehen wollte, wusste sie selbst nicht, das würde sich eventuell auf dem Weg zeigen..

tbc.: Weiß nüch ._.
___
*Gomenasai = Entschuldigung
 

Iwamoto Yuto

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Lullaby

Strömender Regen untermalt von zuckenden Blitzen die kryptische Muster in den durch Wolken schwarz gefärbten Himmel zauberten, alles legte sich wie ein Vorhang über der Bühne, Konoha zusammen und untermalte eine tragische Rückkehr nach Konoha. Es war ein Schatten der sich langsam den Toren Konohas näherte, in seltsam stockenden Schritten jedoch stetig. Beim erreichen des Tores, dieses Schattens wurde den Wachen am Tor erst bewusst was genau zu dieser Zeit nach Konoha zurückkehrte, nämlich ein junger Genin, vom Regen seine Kleidung durchtränkt, durch Blut sein Erscheinungsbild verunstaltet und durch die die leichenblässe die sich in seinem Gesicht wiederfand glich er eher einem Zombie als einem quickfidelen Genin dessen Lebenswillen gerade zu am aufblühen war. Wie Krähen auf einen Wurm stürtzten sich die Wachen auf den jungen Genin, der jegliche Frage nur kurz und knapp beantwortete und ebenfalls einen kurzen Bericht aus sich rausquälte der ohne zu zögern zur amtierenden Hokage übermittelt wurde, er selbst sollte sich persönlich noch bei selbiger melden oder zumindest einen Breif überbringen lassen. Dies war ihm jedoch zu diesem Zeitpunkt egal und er wollte nur eines, einen kurzen Schlaf an einem sicheren, trockenen Ort. Die Wachen die scheinbar schon wieder mit etwas anderem beschäftigt waren, was dem jungen Genin jedoch nicht auffiel, bzw. es ihm auch schlichtweg egal war, schlurfte regelrecht durch die vom Regen überschwemmten Straßen auf ein Haus zu, dass Haus das er das Haus seiner "Familie" nannte, nämlich das seiner Sensei und seiner Schwester. Doch wenn er ankommen würde, wird es dunkel sein, niemand wird ihn empfangen oder auch nur einen Funken Aufmerksamkeit oder gar Wärme schenken, denn niemand wird da sein oder unter Umständen jemals wieder zurückkehren. Sein linkes Bein, wurde während eines Angriffes von ihm unbekannten Personen auf der letzten Mission verletzt, es blutete aber schmerzhaft war diese Wunde nicht umbedingt, eher die Wunde die offen und blutig in seiner Seele klaffte machte ihm zu schaffen. Als er dann schließlich vor der Haustürstand, die er schon seit beginn seiner beinahe ganztägigen Flucht erwartet hatte befand sich endlich direkt vor ihm, er öffnete diese und betrat den dunklen Eingangsbereich. Zwei kleine Leuchtpunkte blitzten im dunkeln auf, Yuto jedoch ignorierte diese, denn sein Ziel war sein Bett, momentan war er auf nichts anderes fixiert, man hätte schreien können, hätte ihn so jedoch nicht von seinem Weg abgebracht. Schritt für Schritt die Treppe hinauf wurde seine Sicht schwärzer, sein Blick ohne Rast und ohne Ziel immer wieder gen Boden und nach vorne gerichtet zwang er sich die letzten Meter, jedoch hüllte die bittersüße Ohnmacht seine Gedanken wie ein dunkler Schleier ein und zwang ihn in einen traumlosen Schlaf. Er strauchelte, kippte nach vorne über und blieb reglos liegen...

... so kam Iwamoto zurück nach Konoha... zurück ohne seine "Familie" ...


Sonnenstrahlen fielen auf verdreckte Schuhe und krochen langsam hinauf über ein Bein auf dem Blut bereits eingetrocknet war, über eine Hand die krampfhaft etwas festhielt bis hin zu dem roten Haar das wohl das war was die meisten Leute erkennen lies. Jedoch waren es nicht die Sonnenstrahlen die einen neuen heiteren Tag ankündigten, die Yuto weckten sondern ein Gefühl als ob man eine Art Schmiergelpapier über seine Backe zog. Unbeholfen öffnete Yuto seine Augen und sah als erstes nur verschwommen, was wohl am Blutverlust lag den er sich durch die Wunde an seinem Bein zugezogen hatte. Vorsichtig drehte er seinen Kopf und versuchte sich langsam aufzurichten, was ihm zwar gelang aber er sich sofort an eine Wand lehnen musste um nicht direkt wieder umzukippen. Das was ihn zuvor weckte, schlich mittlerweile um seine Beine und entpuppte sich als der alte Kater von Sensei Saya, Buyo, der sich freute das wieder jemand bei ihm war oder aber auch einfach weil er keine Lust hatte mehr Mäuse zu jagen und lieber wieder etwas vernünftiges in sein Schälchen wollte. Einige Minuten später konnte Yuto Buyo diesen Wunsch sogar erfüllen, da allmählich sein Kreislauf zu ihm zurückkehrte und er sich zwar langsam aber immerhin von der Stelle bewegen konnte. Seine dreckige Wäsche warf er danach in die Wäschetrommel ohne zu bedenken das er diese später wahrscheinlich alleine waschen durfte und zog sich etwas frisches, nachdem er dieses aus seinem Schrank gefischt hatte an. Bevor er nun etwas machen würde, würde er zuerst in das nahegelegene Krankenhaus gehen um seine Wunde versorgen zu lassen, damit diese ihm nicht noch mehr Probleme bereiten würde.


~ Krankenhaus von Konoha

Die Empfangshalle war wie immer groß, sauber und voller Leute, ob es Angestellte, Besucher oder eben Patienten waren beachtete Yuto nicht, sonder eilte, zumindest was man in seiner Verfassung eilen nennen konnte zum Tresen und sprach die Krankenschwester die dahinter stand darauf an ob wohl gerade eine Krankenschwester oder ein Arzt frei wäre und sich seine Verletzung anschauen könnte. Bevor sie Yuto anschaute wollte sie gerade ihre Predigt, dass hier nichts ohne einen Termin laufen würde sofern es kein Notfall sei beenden wollte, schaute sie zu Yuto hoch in sein blasses durch Stress und Erschöpfung durchzogenes Gesicht und ging daraufhin mit eiligem Schritte in eines der kleinen Nebenzimmer und erwiderte knapp mit einer kurzen Handbewegung die als eine Geste der Wegweisung einzustufen war, " Zimmer 22". Dieses Zimmer stellte sich als schlichtes kleines Behandlungszimmer heraus indem auch schon eine der Krankenschwestern auf Yuto wartete. Sogleich er sich auf die Bahre gesetzt und ihr die Wunde gezeigt hatte, stellte sie fest das sie genäht werden musste, was sie auch direkt tat. Leider hatte Yuto das Unglück das er genau eine Krankenschwester der sehr geschwätzigen Sorte eriwschen musste, sie erzählte DInge wie du hattest Glück gehabt es hätte schlimmer sein können und allerlei Trara die Yuto aber alle nich interessierten und er nach einer Zeit in einem monotonen und ruhigen Ton die Krankenschwester aufforderte einfach nur ihre Arbeit zu vollenden. Als sie es dann endlich geschafft hatte die beiden enden der Wunde mit einem Faden wieder künstlich zu verbinden seufzte Yuto leise und verlies das Krankenhausin Richtung Haus der Himuras.


~ Tage im Elend

Da er mit dem Tag allgemein nichts anzufangen hatte, jedoch auch keinerlei Lust hatte irgendetwas zu tun, legte er sich in die exklusive heiße Quelle des Hauses, dies zwar auf eine mehr oder weniger abstrakte Weise, da er das Bein mit der Wunde nicht direkt unter da Wasser tauchen durfte aber immerhin duschen. So lag er einige Zeit da und Gedankenfetzen der letzten Tage huschten ihm wie Schatten durch sein Kopf und ergaben hier und da mal ein Bild das in ihm ungnädige Gedanken auslöste. Er machte sich Gedanken um Shai, ob er sie dieses Mal wieder verloren hatte oder sie dieses Mal ihn, was ihn genauso betroff aber fast noch schlimmer war, war die Erkenntnis was wohl mit dem kleinen Mädchen passiert war, in das er sich wahrscheinlich verliebt hatte... Bilder von disem kleinen blauhaarigen Mädchen die vor seinen Augen auftauchten sowie Bilder von Saya und Shai liesen einige Tränen über seine Wangen laufen. Kein Schluchzen war zu vernehmen, lediglich sah man ihm seine Trauer an den stillen salzigen Tränen die seine Wangen hinunterliefen an. Was mit den drei Jungs geschehen war wusste er ebenfalls nicht, jedoch war es momentan auch mehr oder weniger zweitrangig für ihn, da er scheinbar erneut seine Familie verloren hatte, jedoch stoppte er seine Tränen da er jemanden und sich selbst versprochen hatte, Gefühle dieser Art nie wieder zu zeigen und stärker zu werden, stark genug um wenn nötig die Leute die ihm was bedeuten mit seinem Leben beschützen zu können, denn seines stuffte er in diesem Moment als zweitrangig ein...
Wo seid ihr ... ?
 
H

Himura Saya

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Die Blätter der Bäume rauschten beinahe wie Wellen der See. Einige Äste beschwerten sich knarrend darüber, dass sie so von Wind gebogen wurden, jedoch konnten sie sich auch nicht weiter dagegen wehren. Immer wieder blinzelte ein Sonnenstrahl zwischen den dichtes Blätterdach hindurch er erfreute den Weg unter sich mit seinem Licht. Neben den Geräuschen, die von den Bäumen aus gingen war kaum noch ein anderes zu hören, hin und wieder verkündete ein Vogel fröhlich, dass es ihn auch noch gab. Für jemanden der diese Ruhe suchte, war sie gerade zu ideal. In der Ferne konnte man bereits erkennen, dass der breite Weg bald sein Ende an einer hohen Mauer finden würde. Zu dieser Mauer gehörte auch ein Tor, durch das dessen großzügige Öffnung man sehen konnte, dass die Ruhe dieses Waldes bald ein Ende finden würde. In einem kleinen Häuschen, das von dem kommenden Betrachter aus links am Eingang stand, beschäftigten sich zwei Wachen damit, ihr Kartenspiel fort zu führen, wobei man sehen konnte, dass der Verlierer eine hohe Wettschulden einlösen musste. Um was es sich bei dieser Wette gehandelt hatte, würde wohl für immer im Verborgenen bleiben, aber die Anspannung, die die beiden Männer ausstrahlten, sprach Bände. Plötzlich schnellten ihre Köpfe herum und wie ein einem Seil gezogen, erhoben sich beide ruckartig. Sie wussten nicht so genau, wer da auf sie zukam, aber es war niemand der ihnen bekannt vorkam. Auf jeden Fall nicht jemand der in den letzten Monaten oft ein und ausgegangen war. Auch wenn der weite Reisemantel die Silhouette des Wanderers verhüllte, so konnte man doch erahnen, dass es sich hierbei um eine Frau handelte. Der Schatten der die Kapuze in ihr Gesicht warf, verdeckte auch die weitre Erscheinung, anhand man sie hätte erkennen können. Mit der nächsten Böe, die das Rauschen laut werden ließ, durchstieß noch ein weiteres Geräusch die Ruhe des Waldes. Es war der kehlige Ruf einer Krähe, die Kurz über dem Kopf des Herannahenden hinweg flog, gleich gefolgt von einer zweiten, deren Ruf dunkler klang. Jede dieser beiden schwarzen Vögel hatte etwas Besonderes an sich, denn die erste hatte einen silbern glänzenden Rücken und die andere hatte an ihren Flügeln einen weißen Striemen, der sich auch über ihren Rücken hinweg fortsetze. So sah es aus, als wären es gelöste Fesseln die sie noch nicht geschafft hatte ab zu schütteln. Erst als sie kurz vor den Wachen waren und diese sich schon Kampfbereit gemacht hatten, nahm sie langsam ihre Hände nach oben und schob ihre Verdeckung weit in den Nacken. Erst jetzt sahen sie, wer sich ihnen da genähert hatte. Eine schon lang Todgeglaubte.

Immer noch in ihren Reisemantel gehüllt setzte die Schwarzhaarige ihren Weg durch Konoha fort. Schon am Tor hatte sie verlauten lassen, dass sie Tsunade sprechen wollte und ein kleiner Holzvogel war ihr vorausgeeilt und ihr Kommen anzukündigen. Noch immer fürchtete sie sich vor diesem Zusammentreffen, denn schon beim letzten Mal, als sie sich so lange nicht sehen hatte lassen, gab es gewaltigen Ärger. Gut, auch wenn es dieses Mal wirklich nicht anders gegangen war, da Saya sich durch ihre schweren Verletzungen nicht auf die Heimreise hatte begeben können. Das machte die ganze Sache trotzdem nicht leichter oder besser. Der Wind der Heimat, da waren die Dinge, die ihr gerade die Kraft gaben, den schweren Weg anzutreten. So viel was ihr hier in den Strassen begegnete war ihr so vertraut, als wäre sie nur eine einzige Woche weg gewesen. Hier hatte sich tatsächlich kaum etwas verändert. Selbst das Wetter, der blaue Himmel mit seinen typischen weißen Wolken erstrahlte wie eh und je. Nun aber, wie sollte an einem so herrlichen Tag so eine trübe Wahrheit überbringen? Zumal sie selbst nicht machen konnte, um ihr eigenes Leid zu lindern, musste sie nun so vielen Menschen eine Botschaft überbringen, die sie in Mark und Bein erschüttern würde.
Wie in der Vergangenheit schon so viele Male schritt die Frau durch das Tor zum Anwesen der Hokage. Wie früher auch, nickte sie den Wachen schlicht zu und setzte ihren Weg fort. Auch hier war noch das Rauschen des Waldes zu hören, jedoch war es auf ihrem Weg mehr und mehr in die Ferne gerückt und war nun nicht viel mehr als ein flüstern. In den Fluren herrschte stille, jedoch nicht eine ruhige Stille, sondern eine bedrückende. Sie konnte nicht sagen, ob es nun von ihr aus ging, da sie gegen ihren eigenen Willen immer weiter voran schritt, oder ob es anderen hier auch so ging. War es schon immer so gewesen? Mit einem zögerlichen Klopfen verschaffte sie sich gehör und trat letzten Endes in das Büro ein. Wie es nicht anders zu erwarten war, war die Hokage erzürnt und auch nicht die Tatsache, dass Saya sich versuchte mit dem zu schützen, dass sie nicht anders Handeln konnte, wollte das Gemüt der blonden Frau beruhigen. Aber es war wie es war, und nachdem Saya nun doch wieder in Konoha war und nicht wie Tsunade befürchtete, tot, würde wohl alles seinen gewohnten Gang nehmen. Auf die Frage hin, ob sie sich noch an die Nacht erinnern könnte, in der sie und die anderen getrennt wurden, schüttelte Saya traurig mit dem Kopf. Es war da. Es war wie ein Traum von dem man wusste, dass man ihn eben noch erlebt hatte, doch sich nicht mehr erinnern konnte. Anders als befürchtet wurde Saya nicht wieder in die Akademie geschickt, wo sie Aushilfslehrer spielen musste. Sie wurde einfach nach hause entlassen und sollte auf die nächsten Anweisungen warten.

Nach hause, das war etwas, wovor sie sich beinahe genauso fürchtete wie vor dem Gang zur Hokage. Was würde sie dort erwaten? Nichts, ein leeres verstaubtes Haus, das mal wieder in tiefster Trauer versinken würde. Was Saya nicht wusste, was auch ihr die Hokage vergessen hatte zu sagen, war, dass es doch Überlebende dieser schrecklichen Nacht gegeben hatte und dass alle sich langsam aber sicher wieder in Konoha eingefunden hatten.
Vor der niedrigen Mauer, dass die Straße von dem Garten abtrennte blieb sie stehen. Zögerlich, wenn jetzt etwas Unerwartetes geschehen wäre, wäre sie wahrscheinlich davon gerannt. Sie sah an sich herunter, nein, sie war nicht mehr diejenige die vor etwas davon laufen wollte. Sie musste sich jetzt und hier all ihren Dämonen stellen. Nervös wie vor einer schweren Prüfung legte sie sie Hand auf die Klinke und öffnete das Tor, nach wenigen Schritten hatte sie auch schon den Eingang erreicht. Noch ein letztes Mal sah sie sich um, aber es war sie sie es erwartet hatte, es war niemand außer ihr hier. Im Haus herrschte Ruhe, es war bedrückend und selbst Saya, die versuchte ein Lächeln auf ihre Lippen zu legen, wollte sofort wieder hinaus. „Ich bin wieder zu hause.“, rief sie, jedoch ohne Erwartungen, dass ihr Ruf beantwortet werden würden. Denn selbst Buyo hatte sich bestimmt schon eine neue Bleibe gesucht, nachdem er gemerkt hatte, dass hier niemand mehr zurückkehren würde. Mit dieser Erkenntnis im Herzen hängte sie ihren Mantel an den Hacken und machte sich bereit für das Leben, das ihr geschenkt wurde und was sie nun leben wollte.
 
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Himura Saya

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jähy Doppelpost

Schemenhaft zeichneten sich die dunklen Umrisse einer Frau in dem dampfigen Bad ab. Wenn man genauer hinsah, konnte man erkennen, dass sie nicht mehr als ein Handtuch anhatte und ihre Haare ihr nass um die Schultern fielen. Sie stand einfach nur regungslos da. Es war schon recht lange her dass dieses Bad eher einer überhitzen Sauna ähnlich gewesen war, als einem einfachen Bad. Noch immer stand die Gestalt regungslos vor ihrem Spiegel, der jedoch nicht viel mehr wiedergab, als ihre verschwommenen Schemen. Tief in Gedanken war sie verschwunden, und merkte nicht so recht, dass sie seit einigen Minuten immer an derselben Stelle gestanden hatte. Es war so viel in der letzten Zeit geschehen, zumal sie noch gar nicht so lange wieder zurück in Konoha gewesen war.
Nachdem sie ihr Haus betreten hatte, war ihr wenigstens ein kleiner Stein vom Herzen fallen, denn Yuto, einer ihrer früheren Schützlinge hatte auch den Weg zurück in seine Heimat gefunden, viel früher als die Jounin selbst, aber es war egal gewesen. Es war einfach nur wichtig, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gab, dass es irgendwie alle geschafft hatten, was wie das fahle Licht einer kleinen Kerze in einer dunklen Nacht war. Mit einer Hand strich sie über den Spiegel vor sich um so wenigstens einen flüchtigen Blick auf ihr eigenes Spiegelbild zu erhaschen. Hatte sie sich wirklich so sehr verändert? Ein wehmütiges Lächeln umspielte ihre Lippen, jedoch verschwand es gleich wieder hinter dem Schleier aus tausenden kleiner Wassertröpfchen die sich auf die freigewordene Spiegelfläche drängten. Sie hatte sich tatsächlich verändert, und das nicht nur innerlich. Ihre vorher schon langen Haare waren nun noch ein ganzes Stück länger geworden und auch eine andere kleine Veränderung gab es. Die Frau hatte sich tätowieren lassen. Nicht an einer Stelle die für alle anderen als „normal“ gegolten hätte, sondern an einer Stelle, die man sogar auf den ersten Blick sah. Unter ihrem linken Auge, es war eine einfache Blüte. Was sich Saya dabei gedacht hatte, würde wohl für immer ihr eigenes kleines Geheimnis bleiben, aber so wie sie alle kennen, war es wahrscheinlich aus einer Laune heraus. So könnte man es eine Spontanentscheidung nennen, die sie aber nicht bereute.

Behutsam strich sie sich einige Strähnen feuchten Haars aus ihrem Gesicht und bewegte sich dann in Richtung der Tür. Warum behutsam? Ganz einfach, sie wusste noch um die Schmerzen, die sie erst vor kurzer Zeit noch gehabt hatte, und dadurch waren viele ihre Bewegungen noch vorsichtig. Zusammen mit ihr trat auch die Wand aus Wasserdunst aus der Tür, verharrte für einige Sekunden bevor sie sich auflöste. Es war doch ein erfrischendes Gefühl frisch geduscht in die Kühle eines Morgens herauszustapfen. Wenn sie so an den Morgen dachte, sie war heute wirklich erstaunlich früh aufgestanden. Woran es gelegen hatte, sie wusste es nicht, aber vielleicht würde sie einmal nicht zu spät zu dem Treffen mit ihren neuen Genin kommen. Neue Genin. Wieder etwas worüber sie sich Gedanken machen konnte. Vor einigen Tagen hatte es ein kleiner Holzvogel irgendwie geschafft sich unbemerkt an den beiden Krähen vorbei zu schmuggeln und der schwarzhaarigen Jounin die Nachricht zu überbringen, sie sollte doch bitte die Unterlagen zu ihrem Team abholen. Sie hatte es zwar geschafft, die Akten zu hohlen, aber der Umschlag lag immer noch ungeöffnet auf ihrem Schreibtisch. So wusste sie noch nicht einmal, wie ihre neuen Genin hießen. Doch das wollte sie heute noch ändern. Denn wie die Hokage nun einmal war, hatte sie Saya das Ultimatum gestellt, dass sie bis heute alles erledigt haben musste und so auch das Treffen auf heute angesetzt. Bei diesem Gedankengang entwich ihr ein leises Seufzen, warum eigentlich immer sie? Von draußen hörte sie, wie einige Vögel sich laut stark beschwerten. Entweder war es Buyo, der gerade wieder ein Vogelnest auswendig gemacht hatte und nun um den Baum schlich, oder ihre beiden anderen Gefährten hatten sich unerlaubt in einem von Spaten bewohnten Baum nieder gelassen. Egal was es nun wirklich gewesen war, der Krach ebbte ab und die Stille eines Morgens überkam wieder das kleine Anwesen.

Nach einigen drum und dran, was Saya etwa eine ganze Stunde gekostet hatte, stand sie nun in der Küche und der feine Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffe verströmte. Mit einer dampfenden Tasse dieses Gebräus saß Saya nun am Esstisch und blätterte die Akten durch. Es war ja nicht gerade so, dass sie wirklich las, was für Kinderchen auf sie warteten, aber sie wollte wenigstens wissen, wie sie aussahen und vor allem, wie die Namen der vier warn. Wenn man sie so ansah, konnte man nicht einmal im leisesten erahnen, dass sie mal wieder zu spät dran war. Mit einer Ruhe, die nur ein Mensch wie Saya aufweisen konnte blätterte sie die Akten durch. Wenn ihr etwas interessant erschien stoppte sie und las. Plötzlich brach ein Lichtstahl durch das große Fenster und stach der Frau ins Auge. Blinzelnd sah sie auf die Uhr. Nicht wirklich realisierend wie spät es wirklich schon war, sah sie wieder auf die Akten. Erst nach einigen Sekunden legte sich die Stirn der Jounin in Falten und sie sah noch einmal auf die Uhr. „Schei..be, nicht schon wieder!“, schallte es durch das ganze Gebäude. Alles Frühe aufstehen war umsonst gewesen, da sie diesen zeitlichen Vorsprung total vertrödelt hatte. Der anfängliche Schwung den sie gehabt hatte, und der sie in Windeseile in den Flur getrieben hatte, war genauso schnell verflogen wie er gekommen war. Bisher hatte sie es noch nie pünktlich zu einem Treffen geschafft, warum sollte sie es dann heute schaffen. Immer war sie so, und auch ihre neuen Genin mussten sich daran gewöhnen, das wohl schneller als ihnen lieb war.
 
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