Hinan-sho

Dieses Thema im Forum "Wasserreich" wurde erstellt von Nekoyami Hatsune, 23. Mai 2014.

  1. Nekoyami Hatsune

    Nekoyami Hatsune Member

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    Langsam, als würde es sich Schritt für Schritt vortasten, lief das Fischerboot in den kargen Hafen ein, näherte sich den langen, hölzernen Stegen an, die zu dieser Zeit des Tages immer so leer waren, weil alle Fischer sich bereits auf den Weg gemacht hatten. Ein paar Kinder spielten auf ihnen, obwohl sie alle wussten, dass sie das nicht tun sollten, warfen sich einen Ball zu, bis sie das neu ankommende Boot entdeckten und die vermeintlich Heimkehrenden laut und fröhlich begrüßten. Es war nur eine Frage kurzer Zeit, bis sie bemerken würden, dass das Fremde waren und nicht die älteren Leute aus dem Dorf, die doch erst später ihre Rückkehr vollenden würden. Ihre Rufe genügten jedenfalls, um die jüngeren Bewohnerinnen aufmerksam zu machen, die von Gesprächen auf der offenen Straße auf- oder aus ihren Fenstern sahen, um nachzugucken, warum um diese Zeit jemand begrüßt wurde. Über die jungen Frauen erfuhren dann auch die alten Frauen, dass ein fremdes Schiff angelegt hatte, und so wusste bald ganz Hinan-sho, dass jemand aufgetaucht war.
    Eine nach der anderen verließen die Damen, die zurückgeblieben waren, während die Männer ihr Handwerk als Fischer erledigten, ihre kleinen Hütten. Sie bestanden aus Holz und fast alle besaßen die gleiche Farbe: morsches Grau. Luxus war wohl ein Wort, das man hier nicht verstand, oder zumindest bedeutete es wohl nur so viel wie 'ein Dach, durch das es nicht regnet'. Die Straßen waren keine Straßen, es waren nur sandige Wege, die zwischen niedrig gemähtem Unkraut zu finden waren. Man konnte sich wirklich fragen, was diese Affen hier wollten... Reichtümer würden es ganz sicher nicht sein.

    Diese perfekte Gelegenheit, sich über Dinge zu beschweren, verpasste Hatsu allerdings, oder eher: Er verschlief sie. Mit dem Rücken an der hölzernen Reling, dem Kopf auf den eigenen Händen und dem Mund leicht geöffnet, aber trotzdem leise, sah man ihm seinen mädchenhaften Charme ausnahmsweise mal an, ohne gleich darauf mit harschen Worten zurechtgewiesen zu werden. Er konnte eben doch eine niedliche kleine Göre sein...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Sep. 2016
  2. Nekoyami Sakuya

    Nekoyami Sakuya Member

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    Sakuya war nicht stolz darauf, dass er zu solchen Ideen überhaupt fähig war, aber als er sich aus seiner pathetischen Fötushaltung am Rande der Reling entrollte und bemerkte, dass sie nicht nur angekommen waren, sondern sein Teamkamerad auch noch eingeschlafen war, überlegte der Blonde, ob er ihn vielleicht einfach zurücklassen sollte... Alternativ war es vielleicht auch eine Möglichkeit, sich mit Kräuterkunde zu beschäftigen und Hatsune die ganze Mission über auf Drogen zu setzen, die ihn so süß und unschuldig machten, wie er schien, wenn er schlief... Natürlich war das alles Wunschdenken, da es vollkommen unmöglich war, ganz alleine das Missionsziel zu erreichen und Sakuya sowieso erst dann zur Höchstform auflief, wenn er Fehler anderer ausbügelte oder sich Sorgen machte. Deshalb brauchte er den Rosahaarigen wohl doch, egal wie kratzbürstig und gemein er manchmal war. Wenn er die Äuglein schloss und sich irgendwo zusammenrollte, sah er sogar wirklich niedlich und mädchenhaft aus, fast schon liebenswürdig. Es kostete dem kleinen Genin einiges an Überwindung, über die wankenden Planken zu stolzieren, die Nobu spielend leicht an seiner Seite überbrückte, so dass er erst dann bei seinem Kameraden ankam, als das Schiff schon an einen nahegelegenen Steg einlief und die Möwen über ihnen ihre misstönigen Willkommensrufe krächzten. Für ein paar Sekunden blieb er stehen, genoss die Stille und Entspannung der hatsunefreien Seeluft und streckte dann die Hand aus, um ihn wach zu rütteln. Manche Dinge konnten einfach nicht auf ewig bestehen, wie zum Beispiel Eiscreme oder ein gesunder Geisteszustand für den armen Nekoyami. Zu zweit mussten sie also dieses kleine Dörfchen beschützen, welches als nächstes Opfer für die Affenangriffe auserkoren worden war. Wie schwer konnte das schon sein? Sakuya holte tief Luft und schmeckte den salzigen Duft des Meeres, vermischt mit selbstgebackenem Brot und Fisch, der von den Stegen herüberwehte. Sein Ninbyo miaute interessiert und stürzte sich auf die grob zusammengezimmerten Holzplanken, um auf eigene Faust Erkundungen anzustellen und ein paar Kinder um Stöckchenfische anzubetteln. Sakuya machte sich keine Sorgen um seinen treuen Begleiter; Nobu würde kommen, wenn er sie brauchte und eignete sich eben auch sehr gut als Späher, wie verfressen dieser auch sein mochte.

    „Hatsu, komm, wir sind daha~“, murmelte der Blonde währenddessen in das Ohr seines Kollegen und hüpfte dann, als er sich sicher war, dass dieser sich demnächst wohl erheben würde, ebenfalls auf den Steg, wobei er leider nicht ganz so grazil wie seine Katze aussah. Aufmerksam betrachtete er die Umgebung und die vielen Menschen, die sie neugierig betrachteten und beim Anblick seines Dorfabzeichens tuschelten. Bestimmt geschah es nicht oft, dass Angehörige der Autoritäten sich in ein solches Örtchen verirrten … Jedenfalls war das eine beruhigendere Interpretation als die, dass man sie für zu jung oder zu inkompetent hielt, um ihr Affenproblem in den Griff zu kriegen … Noch waren keine felligen Primaten zu sehen, aber das konnte sich schnell ändern, schließlich war von Blitzangriffen die Rede gewesen, oder? Apropos schnell auftauchender Schrecken … Wo war Hatsune denn geblieben?
     
  3. Nekoyami Hatsune

    Nekoyami Hatsune Member

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    Hach... es war schön, ein wenig schlafen zu können. Nekoyami Hatsune genoss es, sich auszuruhen und ein paar Stunden mehr Schlaf zu bekommen, als er eigentlich benötigen würde. Was er nicht so sehr mochte, war das Aufwachen. Insbesondere dann, wenn er geweckt wurde. Als er also merkte, dass jemand leicht seine Schulter schüttelte, murrte er leise und schläfrig vor sich hin und öffnete dann die Augen, um zu sehen, mit wem er es zu tun hatte. Nicht weit, nur so sehr, dass sich ein verschwommenes Bild vor ihm bilden konnte. „Ich hoffe, du bist bereit zu sterben...“, meinte er in verschlafenem Ton und mit einem müden Gesichtsausdruck, der einfach nur bezaubernd war. Er gähnte und rieb sich ein Auge, während er mit dem anderen die Umgebung zu erkennen versuchte, die langsam wieder Form annahm. Irgendwie war das hölzerner, als er erwartet hatte... war er gerade auf einem Schiff? Ja, das hier war ein Schiff! Es dauerte ein paar Momente angestrengten Nachdenkens, sich wieder an seine Mission zu erinnern, an die ganze Situation und daran, dass die Person, die ihn eben geweckt hatte, wohl Saku sein musste... oder einer dieser ekelhaften, falschen Seemänner. Dann doch lieber Sakuya. Hatsu blinzelte noch ein paar Mal und streichelte kurz Yari, der neben ihm fröhlich maunzte; wenn man den Kater so sah, konnte man doch gar nicht sauer sein. Mit einem Lächeln richtete der Nekoyami sich auf, das verging ihm jedoch recht schnell. Sein Rücken tat weh. Wenn er nicht gewusst hätte, dass es keine gute Idee war, im Sitzen mit dem Rücken an einer Holzwand zu schlafen, dann wüsste er das spätestens jetzt, aber es war doch etwas spät für eine Erkenntnis. Das begann ja wundervoll...
    „Ich komme ja schon...“, knurrte der Pinkschopf als Antwort auf die Frage seines Teamleiters, machte sich dabei aber nicht die Mühe, laut genug zu sprechen, dass seine Stimme auch tatsächlich bis zum Steg drang. Dafür war er noch zu müde. Stattdessen spazierte er langsam von dem Schiff herunter, ohne sich einen letzten Blick zurück zu genehmigen, während Yari neben ihm her tapste. Für gewöhnlich besaß der Kater einen etwas eleganteren Gang, aber jetzt, wo sein Herrchen sich nicht die Mühe machte, passte er sich einfach an und ließ auch ein wenig nach. Ja, tatsächlich versuchte Hatsune gerade nicht, sich seinem Status anzupassen, sondern ersetzte sein übliches Stolzieren dadurch, dass er einfach ganz normal auf den Steg schritt. Man merkte weder etwas von besonderer Eleganz, noch sah man dem Femboy irgendeine Form von Hochnäsigkeit an, und das nur, weil er dafür zu müde war. So kurz nach dem Aufwachen war Hatsu nie in der Stimmung, sich groß aufzuspielen, also hatte Sakuya wohl Glück im Unglück – vorerst würde es nicht so schwer sein, die Zeit zu überstehen. Wie lange das anhalten würde, konnte man allerdings schwerlich sagen.

    „Mmh... ich hätte nicht gedacht, dass man uns so ein großes Willkommen bereitet...“, sagte das Pinkhaar, kaum dass es neben Saku stand, und unterdrückte dabei ein Gähnen. Es hatten sich wirklich ganz schön viele Leute aus den Häusern gewagt, und das Schiff, und somit natürlich auch die Genin, die von dem Schiff kamen, stellte den Mittelpunkt ihres Interesses dar, wie es schien. Sie kamen zwar nicht so nah, aber man fühlte sich schon beobachtet, wenn man sah, wie sie einen beobachteten. Was aber auffiel war die große Menge an Frauen, die es hier zu sehen gab. Man bekam den Eindruck, dass die ganze Einwohnerschaft hier weiblich war, und das gefiel Hatsu nicht wirklich. Frauen waren ja bekanntlich nicht seine liebsten Gesprächspartner, und zu wissen, dass sie hier offenbar sehr dominant waren, hinterließ einen unangenehmen Nachgeschmack. Leicht beleidigt, ohne dass bereits irgendetwas passiert war, blies der Nekoyami die Wangen auf. „Es gefällt mir hier nicht...“
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Sep. 2016
  4. Nekoyami Sakuya

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    Hatsune war für seine Art bekannt, gewisse Umstände aus einem spontanen Bauchgefühl zu hassen, dessen Ursprung er weder erklären wollte noch musste, aber Sakuya hatte es sich streng in den Kopf gesetzt, dass er den fremden Erfahrungen auf dieser Mission solange positiv gegenüberstand, bis es einfach nicht mehr ging. Sein Vorhaben war vom Auftauchen seiner Schwester, der Sache mit dem Boot und der bloßen Anwesenheit seines Kameraden zwar schon hart auf die Probe gestellt worden, doch zu diesem Zeitpunkt hatte der kleine Genin noch genügend Mut und Höflichkeit übrig, um sich dieses Dorf ohne Verurteilung anzusehen. Natürlich wurden sie angestarrt, immerhin bezweifelte er, dass sich allzu oft Ninja an dieses verschlafene Fleckchen verirrten. Hätte er Hatsunes Grund für seine Abneigung vernommen, hätte er ihm wahrscheinlich erklärt, dass die hohe Zahl an Frauen daran lag, dass die meisten Männer zu dieser Zeit noch ihrer Arbeit nachgingen. In traditionellen Städten war es nicht unüblich, dass sich veraltete Rollenbilder erhielten, hatte seine Mutter ihm einmal mit vor Wut bebenden Lippen erzählt. Nicht überall gab es die Emanzipation des Nekoyami-Clans, in manchen Teilen der Welt waren Frauen sogar benachteiligt, man stelle sich so eine merkwürdige Realität nur einmal vor … Nein, Sakuya konnte bis auf diese kleine Tatsache noch nichts erkennen, was ihm unsympathisch erschien, also rückte er sich die Mütze zurecht, bürstete sich den kaum vorhandenen Schiffsdreck gründlichst von der Kleidung und schritt voraus, auf der Suche nach ihrem Hotel.


    Diese Bezeichnung stellte sich als ebenso großzügig übertrieben heraus wie es das Wort „Yacht“ für ihre Anreisegelegenheit gewesen wäre. Es dauerte kaum zwei Minuten, bis sich die beiden Genin vor einem größeren Gebäude sahen, über dessen Tür jemand mit höchst amateurhafter Kunstfertigkeit „Hotel zum fliegenden Affen“ gekritzelt hatte, zusammen mit einer stümpferhaften Zeichnung eines Affen mit Flügeln, der eher wie ein Engel mit Keratinüberdosis aussah. Sakuya blickte stirnrunzelnd zu dem Meisterwerk hoch und schluckte. Hier sollten sie also bleiben, bis ihr Auftrag abgeschlossen war? Konnte man an diesem Ort wirklich eine Handlungsbasis einführen? Der Blonde raffte all seinen Mut zusammen und lotste Hatsune mitsamt ihren Katzen durch die Holztür, bis sie in einer Eingangshalle standen, welche jedoch unbesetzt war. Zielstrebig trat er auf die Rezeption zu und wunderte sich insgeheim, dass ein solches Dorf überhaupt ein Hotel finanzieren konnte, aber vielleicht handelte es sich hier ja auch um einen beliebten Kurort für Senioren? Auf Zehenspitzen stehend konnte Sakuya die Klingel erreichen, welche er ein wenig zögerlich betätigte. Er musste dreimal läuten, bis eine gestresst wirkende Frau mit einem braunem Pferdeschwanz angewuselt kam und ihnen ein strahlendes Grinsen schenkte. „Kann ich euch beiden helfen?“, fragte sie, linste dabei jedoch unmissverständlich dorthin, wo sie hergekommen war, um zu signalisieren, dass sie eigentlich furchtbar beschäftigt war. Sakuya räusperte sich und blieb höflich. Nachdem er sie von ihrem Stand und ihrer Mission unterrichtet hatte, nickte sie eifrig und gab den beiden Genin einen Schlüssel. „Ja, das ist wirklich eine Plage … Aber … Sagt es nicht weiter, aber es gibt auch Gewinner an dieser Sache. Der Chef macht Spitzeneinnahmen, weil alle möglichen Leute herkommen, um sich das Spektakel mit den Affen anzusehen. Vor einigen Jahrzehnten gab es soetwas schon einmal, daher der Name des Hotels. Normalerweise kommen nur Tagarbeiter und Handelskorrespondenten der großen Fischfirmen zu uns, aber der Laden brummt richtig … Ah … Ich muss mich dringend um Zimmer 5 kümmern, ihr findet doch sicher alleine weiter, ja?“ Und da war sie weg. Sakuya wandte sich an Hatsune und betrachtete den Schlüssel an seiner Hand. „Scheint als wäre jede Tragödie für manche ein Happy End …“
     
  5. Nekoyami Hatsune

    Nekoyami Hatsune Member

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    Bisher lief es mit dieser Mission nicht wirklich gut, und es wurde und wurde nicht wirklich besser. Ja, es war fast, als hätte jemand versucht, der meisterhaften jungen Kunoichi Steine in den Weg zu legen, bis der Weg nicht länger bestreitbar war. Ein winziges Boot mit falschen Seeleuten, ein winziges Dorf voller Frauen und ein winziges Hotel, dessen Dach in Augen des Femboy sehr fragwürdig aussah bezüglich seiner Flüssigkeitabweisfertigkeiten, waren ein sehr guter Einstieg für ein solches Ziel. Einen Fehler hatte man in dem Fall allerdings gemacht, als man ihn mit Sakuya zusammengesteckt hatte! Auch, wenn es auf den ersten Blick wie eine Strafe wirken mochte, war der Nekoyami doch ziemlich stolz darauf, wie er seinen Namensvetter dressiert hatte, seit sie sich in der Akademie wiedergetroffen hatten. Auch, wenn er es gelegentlich versaute, war Nekoyami Sakuya doch sehr fähig, den Wohlfühlfaktor Hatsus in einem erträglichen Bereich zu erhalten, und wenn den beiden Steine im Weg liegen würden, wäre es ein Leichtes, darüber zu klettern – man würde sich nämlich einfach von Saku tragen lassen, während der darüber klettern durfte. Und beinahe, beinahe könnte Hatsu sagen, dass er den Blondschopf mochte, wenn der so etwas tat. Beinahe. Im Endeffekt war es wohl besser für Saku, dass es bei einem Beinahe blieb; so peinlich, wie das Hatsune wäre, würden sie schlussendlich beide sehr darunter leiden.

    Jetzt gerade hatten die beiden allerdings nicht viel mehr zu tun, als in dieses Möchtegern-Hotel einzutreten, das von innen überraschenderweise gar nicht mal so klein wirkte. Auch, wenn der Eingangsbereich winzig war, im Vergleich zu Hatsunes Zimmer oder vergleichbaren Plätzen, zeigte die Anzahl der Fächer hinter der Theke an, dass dieser Ort eine ganze Menge Gäste empfangen konnte... und die Frau davor zeigte, dass sie viel zu hektisch war, um vernünftigen Service zu leisten. Hatsu blähte wieder die Wangen auf. Frauen...
    „Manche Leute interessieren sich eben nicht für andere“, antwortete der Pinkschopf seinem Begleiter, der eine hübsche Entdeckung geäußert hatte, nachdem die Frau verschwunden war. Er hätte sie auch ruhig als Parasit bezeichnen können, während sie noch da war, aber nein, das passte einfach nicht zu Saku. Saku ist ein guter Junge. „Solche Leute mag ich nicht... interessieren sich nur für sich selbst und ihren eigenen Vorteil. Scheint denen wohl zu Kopf zu steigen, dass die Leute einfach schön das tun, was sie wollen.“ Kopfschüttelnd ließ Hatsu die Katzenohren seiner Mütze wippen. „Doofe Egozentriker... aber naja, wir haben eine Mission, und wenn wir nicht zu lange hierbleiben wollen, dann sollten wir uns damit beeilen. Es ist noch relativ früh heute, also können wir heute schon loslegen. Wir brauchen bloß einen Plan.“ Er legte kurz den Kopf schief, tat, als würde er nachdenken. Als wüsste er nicht schon längst, was er vorschlagen wollte. Dann zwinkerte er Saku zu. „Okay, ich hab's. Du bist der Teamleiter, also machst du den Plan! Aber lass uns vorher noch kurz auf das Zimmer gehen, ich muss dringend aus diesem Fummel raus.“
    Natürlich ließ man hier nicht allzu viel Raum für Diskussion; diese Bluse musste weg und da würde Hatsu nicht mit sich reden lassen. Die Tatsache, dass sie sich ein Zimmer zu teilen hatten, erschwerte das Ganze ein wenig. Wäre Hatsu nicht gerade so müde, hätte dieser Fakt wohl eine kleine Tirade nach sich gezogen, aber dazu war er nicht in der Stimmung. Wichtiger war jetzt, sich vernünftig umziehen zu können, und das ging mit Saku im Zimmer nicht. Zwar betraf es nur seinen Oberkörper, und an dem wäre selbst ohne Verband nichts zu sehen, aber die Privatsphäre Hatsunes sollte man ja wohl respektieren! Das betraf zwar nicht die beiden Katzen im Zimmer, aber es betraf Saku. Aber auch dafür hatte der Pinkschopf eine Lösung! „Mmh... geh du einfach ins Bad, bis ich fertig bin. Wir können ja durch die Tür deinen Plan diskutieren.“ Dann warf er seinem Teamleiter einen Blick zu, der böse hätte sein sollen, von der Müdigkeit aber stark verunschuldigt wurde. „Und wenn du die Tür öffnest, bevor ich dir mein Okay gebe, kratze ich dir die Augen aus!“
     
  6. Nekoyami Sakuya

    Nekoyami Sakuya Member

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    Wäre in Sakuyas liebevollem und gütigem Herzchen auch nur eine winzig-kleine Faser schwarzem Übels, hätte er sich den Vortrag über Egoismus nicht mit einem leichten Lächeln angehört. Er hätte die Mundwinkel hochgezogen und eine Armada aus Kommentaren loslassen können, welche die Perspektive ein wenig veränderte, doch weil der Blonde nun einmal so nett war, schwieg er still und verbuchte diese Lehrstunde als eine weitere Lektion in Ignoranz und Selbsttäuschung. Dabei war Hatsune ja wirklich kein schlechter Kerl. Wenn er einmal wollte, konnte er sehr gut auf seine Mitmenschen aufpassen und eben auch Emotionen zeigen, aber wenn man ihn so sah, fiel es einem wirklich schwer, ihn nicht für ein verzogenes Gör zu halten. Jeder Mensch besaß eben Schwächen, aber das machte seinen Kollegen natürlich nicht zu einer schlechten Person. Im Prinzip war eine solche Ehrlichkeit ja sogar eher noch bewundernswert … Sakuya verzog das Gesicht, als er daran erinnert wurde, wieso genau sich Hatsune eine solche abfällige Ausdrucksweise überhaupt leisten durfte … Sein Freund war nämlich Teamleiter und daher für ihn verantwortlich. Alles, was er tat, würde ihm zu Lasten gelegt werden, weil irgendjemand auf der Dorfverwaltung glaubte, dass er diese rosarote Naturkatastrophendiva bändigen konnte. Das Leben war ja so gemein … natürlich musste er sich nun auch noch einen Plan ausdenken. Wie in aller Welt sollten sie denn ihr Vorgehen absprechen, wenn sie nichts über diese Affen wussten, außer, dass sie plünderten und randalierten? Niemand konnte sich ihre Anwesenheit erklären, wie also vorgehen … Gedankenversunken trat Sakuya durch die Badezimmertür, schloss diese und setzte sich auf den Klositz, ehe er plötzlich zusammenzuckte und bemerkte, dass er sich gerade wirklich von dem Anderen aus dem Raum werfen lassen hatte … Verdammt. Warum sich der Rosaschopf so genierte, war irgendwie auch ein Rätsel für sich, weil es nichts für Sakuya zu sehen gab, was dieser irgendwie seltsam anstarren würde. Hatsune war gar kein Mädchen, das wusste er. Auch er mochte es nicht sonderlich, dass sie dieses Zimmer gemeinsam bezogen, aber wahrscheinlich gab es einfach keine andere Möglichkeit. Im Endeffekt waren sie hier sowieso nur zum Schlafen, je eher sie also die Mission erledigten, desto weniger Peinlichkeiten würde es geben. „Also angeblich sind diese Affen sehr geschickt und wissen genau, wonach sie suchen müssen. Obwohl sie randalieren und viele Dinge vernichten, haben sie nie jemanden schwer verletzt und sind auch nicht menschenscheu. Ich weiß nicht so recht, wie man einen Affen fängt, aber ich glaube wir sollten die Dorfbewohner warnen. Vielleicht können wir sie auch mit einer größeren Menge Obst vom Dorf ablenken und sie so einfangen? Allerdings wissen wir nicht, wann sie kommen … Mhh...“ Irgendwie schwieriger als gedacht. Zumal er sich ganz schön blöd vorkam, weil er sich mit einer Tür unterhielt ...
     
  7. Nekoyami Hatsune

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    „Mhm, mhmm, mhmhmm... hm, hm, hmhmm...“ Fröhlich summte Hatsu vor sich hin, während er die Bluse auszog und gegen ein T-Shirt auswechselte. Der sportliche Look lag ihm eben eher als der total feminine. Als wären seine pinken Haare nicht Grund genug, ihn für ein Mädchen zu halten! Nun, wo er die unter einer Mütze verbergen und seine Kleidung etwas mehr seinen Wünschen anpassen konnte, würde zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn als Weibchen erkannte, unter die fünfzig-Prozent-Marke sinken, was für ihn eine gewaltige Steigerung an Wohlbefinden bedeutete. Normalerweise war das zu riskant, aber das hier war ein Fischerdorf mitten im Nirgendwo, weit abseits jeglicher Form von Zivilisation – nein, das hier reichte ihm nicht als legitime Entschuldigung für das fälschliche Nutzen des Wortes Zivilisation – und die einzige Person hier, die ihn kannte, war auch die so ziemlich einzige Person, die sein Geheimnis kannte. Dementsprechend würde die Identität, die er sein Leben lang hatte aufrecht erhalten müssen, nicht gleich platzen, wenn ihn hier jemand für einen Jungen hielt. Keiner dieser Menschen würde das je an die Leute weitergeben, die wirklich Interesse daran haben konnten, was er für ein Geschlecht besaß, also war das hier wie ein Urlaub, ein Hort der Freiheit für eine gepeinigte Seele, wie die von Hatsune es nun einmal war. Und alles, was er dafür tun musste, war, ein paar Affen zu jagen.
    Hin und wieder ließ der Pinkschopf einen Blick zur Tür des Badezimmers zu schweifen, um zu sehen, ob die auch richtig zu war und blieb. Zeitgleich lauschte er den Worten, die hindurch drangen und irgendwie schon Sinn ergaben. Saku machte sich ja wirklich Gedanken um diese Viecher. Sie waren also geschickt und zielsicher? Trotzdem waren es doch nur dumme Affen. Die konnten zwei Mitgliedern der erhabenen Nekoyamifamilie doch unmöglich das Wasser reichen. Hatsu zupfte sein Shirt zurecht und setzte sich auf die Bettkante, ließ die Beine ein wenig baumeln und sah nachdenklich in die Leere, die irgendwo zwischen der Luft und der Decke zu stecken schien. Wenn sich Saku solche Mühe gab, konnte er selbst ja auch seinen überlegenen Verstand mit einbringen. „Hm... du sagst, die Affen wissen genau, wonach sie suchen müssen... und du sagst, wir sollen sie mit Obst ablenken. Suchen sie denn nach Obst?“ Der Versuch, sich daran zurückzuerinnern, was diese Tiere wollten, scheiterte. Hatte Hatsu das überhaupt mitbekommen? Es fiel ihm gerade nicht ein. Andererseits war es ohnehin Sakus Job, die Informationen, die sie brauchten, bereitzuhalten. Er war immerhin der Teamleiter! „Ich weiß grade nicht, was die Affen alles gestohlen haben, aber das müssten wir doch in unsere Planung mit einbeziehen. Wenn sie glitzernde Dinge stehlen oder Fische oder einfach nur Spaß daran haben, Häuser kaputt zu machen, dann sitzen wir am Ende des Tages nur auf einem stinkenden Haufen Früchte...“ Dann kam dem Jungen eine Eingebung und er hüpfte vom Bett, auf seine Beine! „Oh! Du kannst jetzt übrigens rauskommen, ich bin fertig mit umziehen.“

    Als die Tür des Bades sich öffnete, traten alle Gedanken über die Mission in den Hintergrund, während ein breit lächelnder Hatsu Sakuya anstrahlte und sich ein wenig drehte und in Pose warf. „Und? Was meinst du?“, fragte er fröhlich, während er das T-Shirt, das er angezogen hatte, voll zur Schau stellte. Es hatte einen hübschen, hellen Blauton mit silbernen Linien an den Schultern und Nähten, und einem kleinen Muster über der Brust des jungen Nekoyami. Der Schnitt war, wie bei seinen meisten Sporthemden, ein bisschen weiter, damit er sich gut bewegen konnte, sein Körper nicht überhitzte und man nicht gleich sah, dass sich darunter pures Flachland verbarg, aber dennoch hatte zumindest er selbst das Gefühl, extrem elegant auszusehen. „Das habe ich erst letztens gekauft... ich trage es zum ersten Mal! Wie findest du es, Saku?“ Natürlich war jede Antwort, die dagegen sprach, dass Hatsu wunderschön und seine Klamotten perfekt waren, eine falsche Antwort. Aber Saku war ein netter Junge... so taktlos, dass er diese Situation vermasseln konnte, war er definitiv nicht.
     
  8. Kosanu Toriko

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    cf: Der Hafen

    Es war früher Nachmittag geworden bis die vierköpfige Gruppe endlich ihr Ziel erreicht hatte. Die Fahrt war ruhig gewesen, schon beinahe etwas zu ruhig – eine Flaute, wie sie im Buche stand. Entsprechend langwieriger als nötig war die Bootsfahrt auch gewesen, ganz zum Missfallen der Teamleiterin, Kosanu Toriko. Diese war sichtlich erfreut als sie den maroden Kahn endlich verlassen konnte. Die Amenin wurde nicht seekrank, das war nicht ihr Problem, aber geduldig warten zu müssen ohne die Reisegeschwindigkeit zu beeinflussen oder sonst irgendwas sinnvolles tun zu können schlug ihr zuweilen aufs Gemüt. Jetzt stapfte sie voller Tatendrang über einen Steg auf direktem Weg ins Dorf.
     
  9. Yuudari Umiko

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    Nach wie vor war Umiko ein stiller und unauffälliger Mensch. Nachdem sie sich vorgestellt hatte, überlegte sie einen Moment, ob sie eventuell schon etwas über ihre Fähigkeiten preisgeben sollte. Sie ging zwar, wie bereits erwähnt, davon aus, dass man die zutreffende Möglichkeit erahnen konnte, weil es ihr rein äußerlich quasi auf die Stirn geschrieben war, aber eventuell wäre es allein der Höflichkeit halber sinnvoll etwas dazu zu sagen. Da sie noch ein wenig mit sich rang, verpasste sie einmal mehr den Anschluss. Das war nicht wirklich etwas Neues. Als sie gerade beschlossen hatte einen Satz anzufügen, hatte sie ihre Chance vertan und ein anderer Genin kam ins Reden. Tatsächlich war es das unauffällige Mädchen, welches die beiden begrüßte und ein bisschen was zu der Mission und ihren Fähigkeiten sagte. Nun ja, nichts Besonderes. Wie sie bereits erwähnt hatte, war sie eine Anfängerin. Das erklärte ihre normale und simple Erscheinung. Es gab zwei Arten von frischgebackenen Genin: Die ganz typischen, einfachen Leute, die noch nicht allzu sehr in eine Richtung gebogen waren… und die Irren. Oft waren vor allem die Verrückten welche, die sich für was ganz Großes und Besonderes hielten oder auf eine andere Art und Weise eigenartig waren. Nicht, dass Umiko diejenige war, die jemanden merkwürdig oder eigenartig nennen sollte, da sie zu diesem Thema vor ihrer eigenen Tür zu kehren hatte, aber ein ebenso beispielhaftes Exemplar an sonderbarer Selbstdarstellung stand direkt in ihren Reihen. Es gab sie also wirklich… Genin, die es schafften sich mit den einfachsten Fähigkeiten als etwas Großartiges darzustellen. Der Rothaarige machte sich durch seine Eigenart nicht nur bei der eifersüchtigen Teamleiterin unbeliebt. Erst einmal fand Umiko es unangebracht direkt zu fragen, ob man auf dieser Mission wenigstens ein paar Affen töten könnte. So ernst er sich auch darstellte, Umiko konnte nicht aufhören zu denken, dass der Typ hier scharf auf ein bisschen Affengeschnetzeltes war. Ohne triftigen Grund zu töten, war für Umiko ein wirklich sensibles Thema. Wer schon so viele wandelnde Toten kennengelernt hatte, wusste genau, dass der Tod nicht immer eine Erlösung war, egal zu welchem Zweck. Nun ja, abgesehen davon fand sie die Beschreibung seiner Fähigkeiten ein wenig amüsant. Jemand, der sich mit dem Baumlauf brüstete, war schon ein wenig sonderbar an sich. Die meisten Genin sahen das eher als eine Art selbstverständliche Fähigkeit, aber jemanden der sonst nicht viel zu sagen hatte, war das wohl viel wert, hm? Er würde bestimmt noch früh genug lernen, dass es nicht immer von Vorteil war jedermann jedes Detail seiner Lebensgeschichte und persönlichen Techniken unter die Nase zu reiben. Jeder hier unter ihnen könnte eines Tages ein Feind sein, da hielt man sich eher bedeckt und versuchte so ungenau wie möglich zu umschreiben. Es hätte wohl durchaus gereicht zu sagen, dass sein Clan sich mit Metall beschäftigt und er ein paar Techniken des Raiton Elements auf dem Kasten hatte… Aber er schien nicht die Art Typ zu sein. Vielleicht hatte er wenigstens genug im Köpfchen, um sich damit durchs Leben zu schlagen?
    Am Interessantesten war aber, dass ihre Teamleiterin, welche das Thema mit den Fähigkeiten der Genin angestoßen hatte, selbst darüber kein Wort verlor. Ob sie sich Umikos Schweigen anpasste? Oder vielleicht schon vergessen hatte, dass es auch darum ging? Vielleicht prahlte sie im Gegensatz zu Kenta nicht so gern mit viel Nichts… Wo kam denn diese Gehässigkeit auf einmal her? Umiko musste ein bisschen was von Tamas Bösartigkeit aufgenommen haben. Toriko befasste sich jedenfalls lieber mit dem, was sie zur Mission gefragt wurde. Umiko lauschte ihr, blieb aber weiterhin still. Da das Thema schlagartig beendet wurde, fand die Yuudari es ein wenig unpassend jetzt noch mit ihren Fähigkeiten anzufangen. Sie fügte also ohne weitere Beschreibung und recht leise hinzu: „Ich bin übrigens Genjutsuka.“ Hatte sie überhaupt jemand gehört? Wenn nicht wäre das auch nicht verwunderlich.

    Die darauffolgende Stille der Schifffahrt genoss die Kunoichi selbstverständlich wieder einmal. Sie hatte sich ein ruhiges Eckchen gesucht und blätterte auf der Reise in einem Buch hin und her. Darauf war übrigens kein Label zu sehen, also neugierige Beobachter würden nicht herausfinden worum es ging. Das schwarze Buchcover lag in ihren Händen und sie steckte die Nase ziemlich weit in die Seiten. Die Heterochromie brachte leider auch ein paar Seheinschränkungen mit sich, wie sie in den letzten Monaten immer wieder bemerkte. Von der Yuudari waren keine unnötigen oder auffälligen Bewegungen oder Geräusche während der Fahrt wahrzunehmen. Hin und wieder strich sie sich ein Haar hinters Ohr, das ihre Sicht einschränkte oder blätterte um. Dann, nach längerer Zeit als erwartet, kam das Boot zum Stehen. Das Buch wurde wieder verstaut und sie folgte der Teamleiterin, schweigsam wie immer, auf den Steg in Richtung des Dorfes. Umiko war wirklich auffällig still, aber je größer die Gruppe war, desto mehr verschwand sie darin, wenn sie nicht jemand zum Sprechen aufforderte. Für ein so kleines Dorf waren hier verhältnismäßig viele Stege und auch eine ganze Menge Boote waren um sie herum unterwegs. Das lag wohlmöglich daran, dass es ja ein Fischerdorf war, das hauptsächlich von diesen Einnahmen lebte. Umiko hatte sogar in Soragakure schon einmal Fisch aus diesem Dorf gegessen und er war ganz sicher nicht schlecht. Die Bucht war ganz hübsch anzusehen, aber das Wetter war nicht so wunderbar. Aber was war man als Soranin auch anderes gewohnt? Die Luft war feucht, aber die Sonne schien hell. Wenn es regnete, würde es sicher einen Regenbogen geben! Die Zeit um einen Goldtopf zu suchen, würden sie wohl kaum haben, mit diesem Affenärgernis…
     
  10. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Pakura zuckte leicht mit dem rechten Augenlid, als Kenta offen und mit ernstem Ton anmerkte, dass wohl das Töten der Affen genehmigt war. Selbstverständlich war es genehmigt, die Affen zu töten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dies auch der einzige Weg war, die Mission zu erfüllen. Die Meteki würde jedenfalls nur töten, wenn Toriko es als Teamführerin explizit bestimmen würde. Klar, es waren „nur“ Affen, aber dennoch Lebewesen. Nachdem also die Besprechung beendet wurde
    – Pakura hatte die Bemerkung von Umiko übrigens gehört – machte die Schwarzhaarige es sich auf einer der Bänke bequem, welche für die Passagiere an Bord des schwimmenden Samurais bereitstanden. Das Thema mit den Affen beschäftigte die Vierzehnjährige noch für die gesamte Überfahrt. hmm, vielleicht können wir die Affen ja fangen, ohne sie zu töten. In einem Fischerdorf, wie Hinan-Sho gibt es mit Sicherheit ausreichend Seile und Netze für Fallen...

    So vergingen einige Stunden, bis der Schwimmende Samurai an einem der zahlreichen Stege des Dorfes Hinan-Sho anlegte. Es stellte sich schnell heraus, dass Pakuras gedachte Vermutung über die Lage des Dorfes falsch war. Obwohl der Nebel sich während der Fahrt gelichtet hatte, war die Naruto Oohashi nirgends zu sehen. Dagegen zeigte sich, dass das besagte Dorf in einer Bucht lag, welche wahrscheinlich gut gegen einen Angriff von Seiten des Ozeans zu verteidigen wäre. Ein weiterer Umstand, der den vier Genin bei ihrer Mission keinen Dienst erweisen würde. Das Dorf selber bestand aus einigen dutzend Blockhütten, welche allesamt alt und baufällig waren. Nichts machte den Anschein, als wäre hier irgendetwas wertvolles zu finden. Ich bin ja mal gespannt, was uns hier so alles erwarten wird murmelte die Ninjutsuka vor sich hin, während sie sich dem Rest des Teams auf dem Weg ins Dorf anschloss.
     
  11. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Pfff ... Kenta fand Hinan-Sho nicht besonders beeindruckend, schon als sie es vom Boot her zu sehen bekamen. Klar, es war schwer eine fliegende Stadt zu toppen, aber sie hätten die Häuser zumindest ein bisschen gerader bauen können. Sah direkt schludrig aus. Die Anreise hatte sich soweit als absolut schnarchenswürdig erwiesen, und das einzig bemerkenswerte war gewesen, dass Toriko sie nach ihren Fähigkeiten befragt und selbst gar keine Auskunft gegeben hatte. Dass die Yuudari auch kein hilfreiches Wort zu ihren Fähigkeiten verloren hatte - denn mal ehrlich, wem war mit der Information dass sie irgendwelche unbestimmten Genjutsu besaß geholfen wenn es darum ging eine Strategie zu finden? - war ja fast schon zu erwarten gewesen, auch wenn Kenta immer noch sicher war dass es nicht an fehlendem Selbstbewusstsein lag, dafür hatte sie vor Toriko zu unerschrocken gewirkt. Vielleicht Geheimhaltung? Direkt zum Karrierebeginn eine lächerliche Angewohnheit, aber vermutlich war es das - aber glaubte wirklich jemand daran dass die Kenntnis um die paar popeligen kleinen Tricks, die sie jetzt schon beherrschten, einem der anderen hier irgendwann erlauben würde sie hinzumetzeln wenn sie irgendwann, irgendwie mal verfeindet waren? Grenzte schon an Arroganz sich einzubilden dass diese kleinen Jutsu - und man selbst - so wichtig waren ... okay, zugegeben. Toriko könnte demnächst versuchen ihm etwas anzutun - Kenta wartete ja schon nahezu ungeduldig darauf. Aber sie war hoffentlich einfallsreicher als ihn einfach zu schlagen. Wenigstens Pakura war vernünftig genug dran zu denken dass sie als Team funktionieren mussten, aber auch das war keine neue Erkenntnis. Gut, dass es Taschenbücher gab! Sparsam mit Worten, wie seine Kollegen waren, wäre der Kinzoku sonst direkt eingegangen, noch bevor Hinan-sho endlich in Sichtweite kam.

    "Hmm. Affen, Hitze, und Mückenstiche?" Erwiderte Kenta launig auf Pakuras halblaut hingemurmelte Bemerkung, und lächelte schief, während er den Steg hinablief und die Arme im Nacken verschränkte. "Kaum vorstellbar dass man eine Horde Affen abrichtet um hier etwas zu stehlen ... sowas muss doch Zeit und Nerven kosten. Vielleicht sollten wir fragen was eigentlich fehlt?" Das Sakko hatte er mal lieber zurückgelassen - hier im Dschungel war es feuchtwarm genug dass er mit einem alten Hemd sicherer fuhr, den Mücken zuliebe mit langen Ärmeln. Heh. Dieses buntäugige Mädchen versteckte sich schon wieder zwischen gerade mal drei Leuten - ob sie was vor hatte?
     
  12. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Zu behaupten die Stimmung wäre gekippt, seit sie der Insel näher gekommen waren, wäre etwas übertrieben gewesen – und noch dazu falsch. Zum Kippen hätte es ja erstmal gute Stimmung gebraucht, aber die war ja ohnehin eher als neutral zu bezeichnen gewesen. Ein Umstand, der Toriko durchaus gefallen hatte. Jetzt aber merkte man zumindest einem ihrer Mitstreiter, dem gut bekannten Rotschopf nämlich, an, dass er mit der Situation gar nicht zufrieden war. Und wie reagierte seine absolut unerfahrene Teamleiterin darauf natürlich geflissentlich? Gar nicht! Entgangen war es ihr natürlich nicht, aber obwohl sie an Land waren hatte die junge Kunoichi keine Lust das nun sprichwörtliche Boot noch mehr zu schaukeln; nicht hier und jetzt zumindest. An einem anderen Ort, an einem anderen Tag vielleicht, da hätte sie sich jederzeit mit ihm angelegt, aber auf einer Mission war das Tabu. Also war Ignoranz die Lösung. Umso leichter fiel ihr das dank der beiden Mädchen. Pakura schien ohnehin pflegeleicht und einigermaßen wohlerzogen zu sein und Umiko verhielt sich für gewöhnlich so still, dass man sie sogar beinahe überhörte wenn sie dann doch mal was sagte.
    Also marschierte die Kosanu weiter über den Steg, bis sie die ersten Gebäude erreichten. „Es würde so oder so Sinn machen, wenn wir uns mit dem Bürgermeister… Dorfvorsteher treffen. Es gibt noch ein paar andere Sachen, die wir nachfragen sollten“, erklärte sie. Es ging ja nicht nur darum die Affen bei ihrem nächsten Angriff zurückzuschlagen, sondern auch darum den Verantwortlichen zu finden, wenn es denn tatsächlich einen gab. Kentas Ansatz war dabei aber schon ganz gut. Der Ort sah nun wirklich nicht so aus, als könnte man hier irgendwas allzu wertvolles bekommen. Das konnte wiederum bedeuten, dass es vielleicht ein anderes Motiv als Habgier gab. Wenn man nur herausfinden konnte worum es ging, dann konnte man womöglich auch herausfinden wer das alles zu verantworten hatte und wo man denjenigen finden konnte.
    Obwohl das kleine Dorf nicht groß war, wie es im Allgemeinen eine Eigenart kleiner Dörfer zu sein scheint, hätte Toriko den Dorfvorsteher hier selbst nicht gefunden. Also musste sie fragen. Eine junge Frau, mit einem wohl nicht mal ein Jahr alten Kind, gab dann zwei Auskünfte. Erstens: Das Dorf hatte weder einen Bürgermeister noch einen Dorfvorsteher, sondern einen Dorfältesten, und zweitens, fand man den „Im großen Holzhaus dort hinten beim Steg.“ Die schwarzhaarige Teamleiterin war so perplex, dass sie die Auskunft der allem Anschein nach sehr in Eile befindlichen Dame nicht sofort näher hinterfragen konnte. „Im großen Holzhaus dort hinten beim Steg“, wiederholte sie langsam, als die vier schon wieder unten sich waren, „Großartiger Scherz! Gut, allzu viele große Häuser gibt es hier nun nicht, aber Stege sind es schon einige... gibt es hier überhaupt wirklich GROSSE Häuser?“ Jetzt war sie grummelig auf der einen und zu stolz um nochmal jemanden zu fragen auf der anderen Seite. Sie würde dieses blödsinnige Haus auch so finden, verdammt nochmal. Blieb nur zu hoffen, dass sie das zumindest zu viert bewerkstelligen konnten.
     
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  13. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Kenta hatte wohl Recht. Es war tatsächlich noch um einiges stickiger geworden, seit Hinan Sho in Sicht gekommen war. Mücken fanden sich hier auch in großen Mengen. Bereits in den wenigen Minuten, welche die Shinobi sich an Land befanden, hatte sich die Kunoichi drei Stiche eingefangen. Ist aber auch egal. Viel wichtiger war da doch, dass die Vier den Dorfältesten finden mussten. Da eine Dorfbewohnerin Toriko sagte, sie würden den Dorfältesten in einer großen Holzhütte bei den Stegen finden, blickte die Meteki in Richtung der in die Richtung, aus der sie gerade kamen. Es gab tatsächlich so einige Stege mit ebenso vielen Holzhütten, die in Frage kommen könnten. Allerdings war eine der Holzhütten beim genaueren Hinsehen doch ein wenig größer als die Anderen. Kommt Leute, das wird es sein! rief die Genin ihren Kameraden zu und bewegte sich sogleich auf das Haus zu.

    Dort angekommen klopfte Toriko an die hölzerne Haupteingangstür der Hütte und stellte sich selbst, wie auch Kenta, Umiko und Pakura dem älteren Herren vor, welcher ihnen die Tür geöffnet hatte. Soso, ihr seid also die Shinobi, welche Soragakure uns geschickt hat. sagte der Mann mit einem abschätzenden Blick in die Runde. Einen kurzen Moment blitzte ein Hauch von Nostalgie in den kleinen Augen des Mannes auf, bevor er mit der linken Hand eine einladende Bewegung vollführte und ohne jedes weitere Wort in sein Haus verschwand. Erst als sie der Einladung folgten, fiel der Vierzehnjährigen auf, dass der Grauhaarige auf dem rechten Bein hinkte. Es wirkte beinahe, als könne er das Knie nicht wirklich bewegen. Dennoch bewegte sich der Mitsiebziger mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit auf einen Stuhl beim Kamin zu, auf dem er auch sogleich Platz nahm. Nun, Ihr wollt nun sicher genauere Informationen dazu, warum wir euch gerufen haben.
     
  14. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Pakuras erstaunliche Fähigkeit, eine deprimierende Holzhütte von anderen deprimierenden Holzhütten zu unterscheiden, brachte das ungleiche Viergespann schließlich doch noch ans Ziel, und Kenta von der Frage ab, was diese Leute eigentlich bei einem Großbrand tun würden - die Siedlung aufgeben und mit vernünftigerem Material woanders wieder anfangen? Wo es keine scheißewerfenden Affen gab vielleicht? - und zu der wesentlich spannenderen Frage, wo ein hutzeliger alter Dorfobermotz hier draußen eigentlich nostalgische Gefühle über Shinobi hernahm. Hatte ihn ein Sora-Kriegstrupp vor Unzeiten mal aus einer misslichen Lage mit Schlangen und Riesengorillas befreit? Zugegeben, der Mann war gar nicht wirklich verhutzelt ... eher so mittelalt und auf so eine stinklangweilige Art solide und vernünftig. Aber verdammt, Kenta langweilte sich, schon während der Typ weitersprach und ihnen die Situation am Einsatzort erklärte.

    "Es sind vielleicht dreißig oder vierzig Affen da draußen, wendige kleine Tiere, die alles klauen, was sie tragen können. Ihr könnt euch denken dass das einiges ist. Wir vermissen vor allem Werkzeug und Essen ... teils auch Kleidung und andere Dinge, aber die zwei ersten sind das größte Problem. Ich muss Nahrungsvorräte schon in einem leerstehenden Haus bunkern und bewachen lassen, und die Stimmung im Dorf ist schlecht." Wow, dachte Kenta, das hätte ich mir aus der Totenstille und den bitteren Mienen da draußen echt nicht herleiten können. Erzählst du mir als nächstes dass Affenscheiße stinkt? Es ging noch ein bisschen mit der Schadensbeschreibung weiter, aber an diesem Punkt hatte der Rotschopf sich kurz ausgeklinkt und lieber die Schärfe seiner eingepackten Kunai kontrolliert. Toriko vor ihnen strahlte im Angesicht des Auftrags gerade so viel grimmige Selbstverliebtheit aus dass er dahinter gar nicht auffallen konnte.
    "... wir wissen nicht, wer uns so viel Böses wollen könnte um diese Plage über unser Dorf zu bringen, aber sicher sind die Affen abgerichtet. Wenn wir sie mit Steinen vertreiben kommen sie wieder, und wir finden ihr Diebesgut nirgends in der Umgebung." Er schüttelte schwermütig den Kopf. "Und seit wir nach euch geschickt haben, sind zwei Bewohner unseres Dorfes vermisst. Jintao, ein junger Jäger, ist vor drei Tagen verschwunden, und Tuala vermissen wir seit vielleicht zehn Tagen. Sie verschwindet öfter für einige Tage im Wald - wir dachten uns nichts dabei, aber jetzt sieht es aus als hätte ihr jemand etwas angetan. Was auch immer ihr plant zu tun, seid vorsichtig dort draußen. Wir können euch eine Vermutung anbieten, wo ihr nach dem Nest suchen könnt - wir wagen uns nicht so weit nach draußen, da das Dorf in der Zwischenzeit völlig ausgeraubt werden könnte." Schloss der Dorfvorsteher mit sehr ernster Miene. "Gibt es noch etwas, dass ihr wissen müsst, ehe ihr loszieht?" Kenta hob die Hand. "Wie wärs mit einer Karte?" Er konnte ja nicht alle wichtigen Details Toriko überlassen. Hauptsache sie kamen hier bald mal raus und hatten Zeit sich zu besprechen - für ihn lag eine erste Vermutung ziemlich auf der Hand.
     
  15. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Wirklich viel hatte der Alte trotz vieler Worte ja nicht mitzuteilen. Lediglich die ungefähre Zahl der Affen war der Meteki neu. War aus taktischer Sicht natürlich ungemein wertvoll, zu wissen, wie viele Gegner man zu erwarten hatte. Gut, in der Missionsbeschreibung, welche ihr geschickt wurde, stand nichts von den üblicherweise gestohlenen Gegenständen. Allerdings kann man sich bei einem solchen Dorf auch denken, dass es sich nicht um Goldschätze und Juwelen handeln kann. Ein Grund mehr, sich zu überlegen, wer hinter den Überfällen der Affen steckte. Hörte sich beinahe so an, als bräuchte wer Hilfe und könnte aus irgendwelchen Gründen nicht einfach in die Stadt, oder eben in eines der Dörfer gehen und sich die Waren kaufen, welche er braucht. Eine Karte... natürlich murmelte der Dorfälteste in seinen Bart, als Kenta nach einer solchen fragte. Mühsam hinkte der Grauhaarige zu einer Wand, welche nahezu vollständig von gewaltigen Regalen verdeckt war. Für eine Einzelperson mit derartigen finanziellen Mitteln war es wirklich etwas Besonderes, so viel Wissen sein Eigen nennen zu dürfen. Selbst, wenn es sich um Wissen in Papierform handelte und nicht um Wissen, welches auf eigenen Erfahrungen beruht. Während der Mann zwischen einigen Schriftrollen nach einer Karte suchte, sah sich die Vierzehnjährige ein wenig genauer um. Es gab kaum etwas von Interesse. Ganz so, wie das Dorf bereits vom Wasser aus angemutet hatte. Lediglich ein Gegenstand, welcher in einem Rahmen an einer Wand hing, erweckte das Interesse der Kunoichi. Es handelte sich um ein blaues Stirnband mit Metallplakette. In die Plakette war das Symbol Soragakures eingraviert, was den Alten im Grunde als Shinobi ihrer Fraktion auswies. Das Stirnband sah schon ziemlich alt aus und es schien, als wäre es mindestens einmal über dem rechten Ohr gerissen. Erst in diesem Moment fiel dem Mädchen auf, dass das rechte Ohr ihres Gastgebers fehlte. Es handelte sich also sicher um sein Stirnband.

    Du hast mein altes Stirnband entdeckt, Kiri-san? Du siehst richtig. Ich war einst ein Shinobi eurer Fraktion. Bis ich ein Pfeil in mein Knie bekam. Wie um seine Worte zu unterstreichen trat der Soranin in Rente einmal mit dem rechten Bein auf und verzog sein Gesicht kurz zu einer Grimasse des Schmerzes. Daraufhin kam ihm Pakura entgegen und half ihm, sich auf dem alten Holzstuhl, der beim Schreibtisch stand, hinzusetzen. Schließlich überreichte er der Schwarzhaarigen die Karte der Insel. Ich danke Ihnen Shukurō-san, wir werden diese Affen aufhalten. Da bin ich mir sicher. Ein paar Sekunden sagten weder Pakura, noch der Dorfälteste ein Wort. Gerade wollte sich das Mädchen zu ihren Kameraden umdrehen und mit ihnen die Mission fortsetzen, als der Mann plötzlich doch noch mal das Wort an sie wandte: Du bist ein gutes Kind. Unser Beruf... er verändert die Menschen. Pass auf, dass Du dich nicht veränderst... Kirika. Kurz machte die Ninjutsuka Anstalten, sich umzudrehen und den ehemaligen Shinobi irritiert anzusehen, beließ es dann doch dabei und ging wieder zu den Anderen. Was denkt ihr, was wir nun als nächstes machen sollten?
     
  16. Kosanu Toriko

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    Na, immerhin nahm die Sache nun ein wenig mehr Fahrt auf. Die Affensache an und für sich wäre wohl kaum besonders spannend geworden, aber mit dem Zusatz der vermissten Personen nahm das Ganze eine durchaus willkommene Wendung, wenn man emotional nicht daran beteiligt war. Da das aber bei Toriko nicht der Fall war hellte sich ihre zeitweise ins Bodenlose abgerutschte Laune doch wieder etwas auf, alleine schon deshalb, weil sie dadurch von der sterbenslangweiligen Örtlichkeit abgelenkt war und ihr Kopf etwas zu verarbeiten hatte. Wirklich anmerken ließ sie sich das aber kaum, Langeweile war zum Glück eines der Gefühle, das die Kunoichi doch recht gut im Zaum zu halten vermochte. So hatte sie es geschafft die ganze Zeit über dem Alten anständig und mit ernster Miene zuzuhören und zum größten Teil ihren Kameraden das Reden zu überlassen, ungeschickt hatten sie sich dabei ja auch wirklich nicht angestellt. Erst als sie dabei waren die Hütte zu verlassen mischte sie sich ein. „Wenn sie noch einen Moment Zeit hätten mir auf der Karte ihre Vermutungen zu zeigen wäre ich ihnen sehr verbunden. Das würde diese Angelegenheit für uns alle erleichtern“, sprach sie in ihrer gewohnt (über)förmlichen Art – es hatte wirklich keinen Sinn sich unnötig im Urwald abzumühen, wenn man ihnen womöglich einen einfachen, schnellen Weg zeigen konnte. Prompt kam die Antwort. „Ah, natürlich“, murmelte der Angesprochene, während die Karte sich vor ihm entrollte, „Die wahrscheinlichsten Stellen für Nester sind diese und diese hier.“ Mit gar nicht mal zittrigen Fingern zeigte er auf zwei Stellen auf der Karte. Es war kein Meisterwerk, aber da die Insel ohnehin nicht groß war würde sie schon genügen, vor allem für ihre Zwecke. „Gebt gut Acht“, rief er noch hinterher, nachdem auch Toriko sich verbeugt, bedankt und verabschiedet hatte. Höflichkeit musste einfach sein.
    Als sie mit ihren Kollegen die Außenwelt erreichte atmete die Schwarzhaarige mit geschlossenen Augen tief durch, ehe sie zu einer Antwort ansetzte. „Wir sollten uns die beiden Orte ansehen, die er uns gezeigt hat, aber wir müssen vorsichtig sein. Womöglich ist dort draußen irgendjemand der Jäger verschwinden lässt, oder ein bis zwei Menschen die nicht gefunden werden wollen… oder sogar beides. Außerdem müssen wir nach Fallen Ausschau halten, wer weiß schon genau wer sich da was ausgedacht hat.“ Wahrscheinlich war das auch wieder übertriebene Vorsicht, immerhin handelte es sich hier noch immer um eine D-Rang-Mission, aber Vorsicht war eben die Mutter der Porzellankitte und die sollte in Torikos Anwesenheit besser heil bleiben, damit sie nicht zum Elefanten im Porzellanladen wurde. Das hatte hier wirklich keiner nötig. „Wenn wir das gemacht haben sehen wir weiter. Auch wenn die Insel nicht so riesig ist kann es ewig dauern alles zu durchkämmen. Folgen wir dem Bisschen, was wir an Hinweisen haben und schauen wir ob wir mehr finden. Spätestens wenn die Affen das nächste Mal angreifen kriegen wir sie. Irgendwelche Einwände?“ Wenn das mal nur so einfach werden würde.
     
  17. Kinzoku Kenta

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    "Besten Dank." Sagte Kenta, als er sich frühzeitig die Karte schnappte und sich dann wieder entfernte - sobald der Alte seine Stellen gezeigt hatte, an die Toriko geistesgegenwärtig auch noch gedacht hatte. Kenta machte sich nützlich und kreiste die Gebiete mit einem Kugelschreiber ein, ehe er rausging. Sollte Pakura die Chance für ein spontanes Praktikum in Altenpflege nutzen - und tatsächlich, das tat sie auch. Wann hatte er ihr eigentlich zum letzten Mal gesagt dass sie berechenbar war? Wurde vermutlich Zeit es nochmal zu sagen. Später, wenn er sich nicht mehr über Affen und popelige kleine Dörfer und den Dschungel als solchen ärgern musste - er schwitzte nicht übermäßig, aber es war unglaublich feucht hier. Nur unmerklich feuchter und man hätte die Luft trinken können. Plötzlich war er froh, keine seiner Basteleien mitgebracht zu haben, am Ende hätte dieses ekelige Klima die Elektronik noch beschädigt.

    "Wurde auch Zeit da rauszukommen." Murmelte Kenta, und maß Pakura mit einem fragenden Blick. "Oder, Kirika?" Er schüttelte den Kopf. "Wird vermutlich langsam dement ... hoffe mal seine Angaben taugen was. Und wenn sein Knie so wehtut hätte ers austauschen lassen sollen. Ein Scharniergelenk ist nicht grad die hohe Schule der Mechanik." Die Karte wurde studiert, während Toriko ihr Vorgehen festlegte. Naja, festlegte ... außer "wir gehen mal da hin und schauen" sagte sie nicht viel, aber es klang natürlich viel schöner, so wie sie es formulierte. "Diese Frau ... Tuala? Er sagte sie verzieht sich öfter in den Wald. Ich würd mal annehmen dass sie sich da auskennt und nicht einfach so verlaufen hat. Ergo ist sie die Hauptverdächtige. Vielleicht hat sie einfach was gegen dieses Dorf und den Jäger." Oder sie wollte ihm schlicht mal dringend an die Unterwäsche und war zu schüchtern einfach zu fragen, aber wen interessierte es? Der Punkt war, dass Kenta sie erstmal für die Hauptverdächtige hielt, aber keine Lust hatte mit den Dörflern zu reden um ein Motiv zu konstruieren - wenn sie sie dort draußen fanden, konnten sie sie ja einfach fragen.

    Nachdem er sie irgendwohin getreten hatte wo es wehtat, verstand sich, denn ihretwegen war er überhaupt mit so einer affigen Aufgabe beschäftigt worden. Kenta runzelte die Stirn. Nach seiner Erfahrung konnte man Mädchen ebenso wie Jungen in ungefähr die selbe Region treten und damit rechnen dass es wehtat, aber er hatte zugegeben wenig Erfahrung mit Erwachsenen. Notfalls müssten sie eben improvisieren. "Keine Einwände. Ich denke Fallen sollten die Hauptsorge sein ... ein Haufen Affen wird uns nicht so schnell umbringen können, eine Falle könnte das schon." Und er hatte keine Absicht, an sowas albernem zu sterben. Kenta runzelte einen Moment die Stirn, dann drehte er die Karte und zeigte in eine Richtung. "Wir müssen da lang." Sein eingebauter Kompass irrte sich nicht. Und was den Dschungel an sich anging hatte er leider auch richtig gelegen - es war schwül, warm, und obendrein verdammt dunkel unter dem Blätterdach. "Einen Moment bitte." Murmelte er, und kramte in seiner Tasche nach einer kleinen Taschenlampe. Mit einem Stirnrunzeln schob der Kinzoku einen Finger ins Batteriefach. Klitzekleine blaue Fünkchen sprangen über, und die Lampe an - ein heller, weißer Lichtkegel schnitt durch die Dunkelheit. Kenta grinste und tastete den Grund vor ihnen systematisch nach Fallen ab. "Voila. Sucht mit mir nach Fallen, besser sechs Augen als zwei."
     
  18. Meteki Pakura

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    Pakura ignorierte es geflissentlich, als der Kinzoku sie mit Kirika ansprach. Es war für sie nichts Neues mehr, dass der Kindskopf jede Möglichkeit nutzte, sie zu ärgern. Auf die Aussage: Wird vermutlich langsam dement ... hoffe mal seine Angaben taugen was. Und wenn sein Knie so wehtut hätte ers austauschen lassen sollen. Ein Scharniergelenk ist nicht grad die hohe Schule der Mechanik. runzelte die Kunoichi allerdings doch die Stirn und entgegnete mit leicht genervter Stimme: Ich konnte keine Verwirrtheit in seinen Augen erkennen. Aber sag mal. Wie kommst Du darauf, dass sich jemand in einem Dorf wie diesem eine teure Operation, wie Knieprothesen einfach so leisten könnte? Weitere Bemerkungen diesbezüglich schluckte die Meteki lieber herunter, während die Vier ein Stück in den Dschungel gingen. Sie wollte ja nicht persönlich werden. Außerdem war es alles andere als zielführend, es sich auf Mission mit einem Kameraden zu verderben. Umso weiter sie in den Dschungel eindrangen, desto üppiger wurde die Vegetation. Der Marsch zwischen den Wurzeln und Sträuchern wurde zunehmend beschwerlicher und die zunehmende Dunkelheit war dabei auch keine Hilfe. Die Genin musste schon bei jedem Schritt konzentriert aufpassen, dass sie nicht unglücklich auftrat und stürzte. Da war die Suche nach Stolperdrähten und anderen Fallen nahezu unmöglich. Glücklicherweise zog Kenta sogleich eine Taschenlampe hervor und erhellte zumindest einen begrenzten Bereich vor dem Raiton-Nutzer. Voila. Sucht mit mir nach Fallen, besser sechs Augen als zwei. sagte der Kinzoku und der Teenager versuchte, der Bitte des Dreizehnjährigen nachzukommen. Nur konnte sie sich extrem schwer auf irgendwelche Fallen konzentrieren. In Gedanken war das Mädchen pausenlos bei den Dorfbewohnern, die möglicherweise während der Abwesenheit der Einheit des Soraverbundes angegriffen würden. Nach einigen Schritten nahm sich die Kunoichi ein Herz und sprach die Anderen an. Wartet mal bitte. Was ist, wenn die Affen das Dorf angreifen, während wir nach ihnen suchen? Unsere vorrangige Mission ist es doch, das Dorf zu beschützen, oder nicht? Vielleicht sollten wir uns aufteilen. Ihr sucht nach dem Ursprungsort der Angriffe und ich gehe zurück und organisiere mit den Dorfbewohnern eine provisorische Verteidigung. Während die Ninjutsuka sprach, blickte sie zwar nach und nach jeden aus der Gruppe an, wandte sich aber klar hauptsächlich an Toriko. Immerhin war sie die Teamleiterin und musste solche Entscheidungen treffen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ihr entdeckt werdet, oder Fallen auslöst umso geringer, desto weniger ihr seid.

    Wie es so die Art der Vierzehnjährigen war, plante sie bereits ihr Vorgehen im Dorf, noch bevor sie überhaupt zu Ende geredet hatte. Nicht, dass ihr die Meinung der Amenin unwichtig schien. Die Ideen sprudelten einfach so zwischen den Gehirnhälften hin und her. Da konnte die Kirinin noch nie gut mit umgehen. Selbst, als sie noch in der Akademie war, haben die anderen Akademisten sie meist für arrogant und hochnäsig gehalten, weil die Schwarzhaarige einfach ihre Erfahrung aus dem Taktiktraining ihres Vaters nutzte. Das Dorf ist von zwei Seiten durch das Meer geschützt. Das grenzt den Bereich stark ein, welchen man durch Fallgruben und andere Fallen abdecken muss. Der Dschungel ist ca. hundert Meter von den ersten Häusern entfernt. Das bedeutet, dass die Affen nicht ungesehen ins Dorf gelangen können.

    Während die Braunäugige so ihren Gedanken nachging und die anderen Drei mehr oder weniger intensiv der Lösung des Problems nachgingen näherte sich ihnen eine Person, welche sich zuvor zwischen den tropischen Bäumen verborgen und dem Gespräch der Ninja gelauscht hatte. Einen schweren Wanderstock mit der rechten Hand umklammert ging der Mann mit dem weißen Bart auf die Gruppe zu. Kaum bei ihnen angelangt, richtete er das Wort an Toriko, welche der Bärtige zuvor durch das Gespräch als Teamleiterin festlegen konnte.
    Guten Tag, junge Shinobi. Ich habe einige Informationen für Euch. Nach einigen Augenblicken des bedeutungsschweren Schweigens sprach der Alte weiter. Ihr könnt mich Haiiro-Sennin nennen, wie es alle auf dieser Insel tun. Ich kenne mich hier besser aus als jeder Andere und weiß ganz genau, woher die Affen kommen. Eine weitere Pause stellte sich ein, bevor Pakura das Wort an ihn richtete. Wenn Ihr Informationen für uns habt, Haiiro-Sennin, bitte ich Sie, es zu tun. Die Affen können jeden Moment angreifen und es wäre das Beste für Hinan-Sho, wenn wir sie vorher aufhalten können. Kurz schmunzelte der Mann und sprach dann weiter. Das stimmt, Kirinin. Zeigt mit nur kurz die Karte, welche mein alter Freund euch gegeben hat. Nachdem Kenta sie ihm gezeigt hatte, zeigte der Mitsiebziger auf die östlichere der beiden Markierungen und sagte: Dort befindet sich ein baufälliges Labor. Von dort aus greifen die Affen an. Seit vorsichtig, wenn ihr das Gebäude betretet. Dort sind überall Fallen. Das ist auch der Grund, warum niemand hier sich traut, den Ort zu betreten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Jan. 2017
  19. Kinzoku Kenta

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    "Konzentrier dich." Murmelte Kenta irritiert, als er bemerkte, dass Pakura nicht wirklich nach Fallen Ausschau hielt. Musste er den alles selber machen hier? Es war nicht so dass Pakura nicht dachte, aber manchmal war ihre Art wirklich anstrengend ... dachte sie jetzt darüber nach wie man die Affen sanft und ohne unnötige Gewalt ausschalten konnte bevor man dem Verantwortlichen einen gestrengen Vortrag über Anstandsregeln hielt? Sie konnten wohl von Glück reden dass bisher keine Fallen aufgetaucht waren ... Pakura wäre geradewegs reingelatscht, und selbst wenn er sie bemerkt hätte, Kenta wäre nicht unbedingt in einer Stimmung gewesen sie aufzuhalten. Naja, vielleicht ... aber er hätte es als Gefallen betrachtet und Kompensation dafür erwartet. Als die Kiri-Nin dann zwar nicht mit der befürchteten, aber nur einer marginal besseren "guten" Idee um die Ecke kam, sog der Kinzoku scharf die Luft ein und blieb abrupt stehen. Er wurde nur durch das unerwartete Auftauchen eines Einsiedlers davon abgehalten seine Gegenmeinung sofort vorzubringen, und inspizierte den Alten kritisch. Noch so ein Dschungelbewohner? So wie er sich selbst beschrieb klang er auch nicht gerade unverdächtig ... und dass er ihnen sofort und unaufgefordert sagte wo sie hinmussten ohne nachzufragen klang erst recht komisch, aber Kenta überließ ihm die Karte und wartete ab bis er weg war, ehe er das Offensichtliche feststellte. "Bin ich der einzige dem es komisch vorkommt ..." Begann er langsam. "Dass er sofort wusste wer wir sind, wieso wir hier sind, und dass wir eine Karte von seinem "Freund" haben? Wenn der Alte ihn geschickt hat hätte er das ruhig sagen können. Keine gute Gelegenheit die Gruppe aufzuteilen." Schlug er den Bogen zurück zu Pakura. Er konnte schwer abschätzen ob es richtig oder falsch wäre jetzt zum markierten Labor zu gehen - auch wenn der Alte mit drin steckte, es könnte gut sein dass er sie unterschätzte und zum Affenlager geschickt hatte - aber mit Sicherheit war es dumm, gerade jetzt vor lauter Sorge um die armen Dorfbewohner ihr Team zu schwächen.

    "Sie haben die letzten Wochen überlebt auch ohne dass ein Mädchen mit null Kenntnis des umgebenden Geländes ihnen erzählt hat was sie tun und lassen sollten." Zischte der rothaarige Junge scharf, und setzte seinen Verstand wie eine Säge an Pakuras Argument - als wäre er erleichtert, wenigstens auf dieser Ebene etwas zerlegen zu können. "Wenn die Affen sie umbringen würden gäbs schon Tote. Diese Menschen leben vom Wald, glaubst du sie können nicht auch selber Fallen stellen und Verstecke finden? Und ich denke der Alte ist bei klarem Verstand? Verteidungspläne machen ist das eine was er dann sicher gut kann mit seiner langen Erfahrung und Geländekenntnis. Wir hatten genug Zeit zum Plänemachen und jetzt kurz bevor es kritisch wir wirfst du mit halbgaren Ideen um dich und willst gehen? Was soll das, Pakura?" Nicht dass er darauf bestand sie dabei zu haben, aber sich jetzt erst absetzen zu wollen, während sie eigentlich schon mitten drin waren ging ihm gegen den Strich. Sie war unprofessionell an einer Stelle wo es wichtig war, und das war eine Sache die Kenta selbst meistens vermied - sich mit jemandem stänkern der es aushielt war das eine, aber mittendrin den Plan neu machen wollen und dann nicht mal eine gute Idee haben?

    Aber gut ... er entschied hier nicht. Das würde Toriko zufallen, auch wenn Kentas Meinung dazu nun wohl mehr als klar war. Die jedes anderen einigermaßen zielorientiert denkenden Menschen hoffentlich auch ... aber vielleicht hatte Toriko auch einfach keine Lust sie zu zwingen oder in derart abgelenkter Weise dabei zu haben. Konnte er auch verstehen. "Sinn ergibt das keinen." Murmelte er noch halblaut, als Pakura sich davonmachte, und schüttelte den Kopf. "Also. Mit Hurra der suspekten Spur hinterher, oder zum anderen Zielgebiet?" Fragte er Toriko geradeheraus.
     
  20. Kosanu Toriko

    Kosanu Toriko Active Member

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    Wenn das mal nicht eine unerwartete Überraschung war. Damit einen oder beide der verlorengegangen Dörfler zu finden hatte Toriko gerechnet, aber dass ihnen hier noch jemand anderer begegnete war dann doch eher unerwartet geschehen. Die neuen Informationen betrachtete sie dabei tatsächlich als hilfreich, zumindest gesetzt dem Fall, dass sie nicht doch noch auf andere Art Glück hatten. Man musste die Gelegenheiten beim Schopf packen, wenn sie schon mal auftraten und eine andere Lokalität zu haben, die zur Lösung dieses Affentheaters beitragen konnte, war durchaus angenehm. Plan 538, sozusagen, wenn die einfachen Möglichkeiten nicht ans Ziel führen konnten.
    Dementsprechend entspannt verfolgte die Kunoichi auf den zusammengeklappten Schirm geschützt das Gespräch auch. Ihr war natürlich klar, dass das Wort primär an sie gerichtet war, aber wieso ihm klar war mit wem er hier zu sprechen hatte war doch eher dubios und schleierhaft. Misstrauen war in höchsten Maße angebracht. Warum ihr sie dann so locker war? Weil es ihr im Endeffekt egal war. Es war ein weiterer Hinweis, was sie dann damit anfingen war ihre Sache. Wenn es um sie selbst ging war Toriko reichlich emotional, aber solche Entscheidungen schienen sie nicht im Geringsten zu beeindrucken, dabei behielt sie einen klaren Kopf. Es brachte ihr eben auch nichts dabei nervös oder unsicher zu werden, sie würde schon herausfinden was zu tun war. Während der kauzige Einsiedler gesprochen hatte, hatte sie sich herausgehalten, die anderen hatten schon gesagt, was zu sagen gewesen war. Jetzt aber, wo sie wieder unter sich waren hatte sie aber wieder das Bedürfnis ihrer Teamleiterrolle gerecht zu werden. „Natürlich ist der Alte suspekt. Er weiß eindeutig zu viel und ist viel zu hilfsbereit. Das kann zwar alles eine Erklärung haben, aber muss es nicht. Wenn wir sonst nichts finden folgen wir seinem Hinweis, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Er wollte uns wirklich helfen, dann haben wir Glück. Zweitens: Er wollte uns in eine Falle locken, dann haben wir auch Glück, weil wir ihn dann ohne Probleme festsetzen können.“, fasste Toriko zusammen. Ihr war klar, dass Alternative Nummer zwei nicht ganz so einfach war wie es klang, aber darauf musste es hinauslaufen. Im Dschungel selbst konnten sie nämlich ewig suchen, da hatten die verdammten Mistviecher Heimvorteil, wenn sie nicht wussten wo sie überhaupt wirklich suchen sollten. „Wir gehen so vor: Kenta und ich suchen die Stellen ab, die der Alte im Dorf uns gezeigt hat, länger als eine Stunde dürften wir dafür kaum brauchen. Pakura sieht im Dorf nach dem Rechten, wenn die Affen kommen versuch nachzuvollziehen, wohin sie flüchten, so einfach wirst du einen ganzen Haufen Affen nicht abhalten können…“ Da blitzte etwas in ihrem Hinterkopf auf. Etwas, das die gleiche Haarfarbe hatte wie sie selbst, zwei verschiedenfarbige Augen und beinahe die gleiche Haarfarbe wie sie selbst: Umiko! Die Kollegin war so still, leise und unauffällig gewesen, dass Toriko das Mädchen beinahe vergessen hatte. Wenn sie aber auch nie etwas sagte, verdammt! „Umiko, du begleitest sie am besten. Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier und sehen, was wir haben. Wenn eine Gruppe eine halbe Stunde Verspätung hat geht die andere sie suchen, aber Vorsicht. Wir wissen jetzt mit Sicherheit, dass hier irgendwo Fallen sind. Alles klar? Gut.“ Sich aufzuteilen war riskant, natürlich, und die Sache schien auch etwas heißer zu sein als Anfangs gedacht. Doch dieser Plan würde dazu führen, dass sie das meiste Gebiet abdeckten: Kenta und sie konnten den Wald überprüfen und die beiden anderen Mädchen konnten versuchen bei einem eventuellen Überfall Informationen zu beschaffen. Außerdem würden sie nicht alle zusammen in die gleiche Falle latschen, damit war das auch eine kleine Rückversicherung. „Passt auf euch auf“, meinte sie noch über die Schulter, ehe sie hinter dem Rotschopf mit der Taschenlampe tiefer im Dschungel verschwand.
    „Nicht so wie sie es gesagt hat, nein. Aber die beiden können aufeinander aufpassen, genau wie wir und wer weiß, ob wir so nicht noch ein wenig mehr Herausfinden. Auf jeden Fall haben wir eine größere Chance das hier schnell zu beenden. Mal sehen…“ Kurz überlegte sie. „Wir sollten sie in dieser Reihenfolge abgehen.“ Dabei zeigte sie auch etwas auf der Karte herum. „Beeilen wir uns. Lichtbringer, nach dir“[/COLOR], erklärte sie grinsend. Ja, Toriko hatte langsam Spaß daran. Affen zu verhauen war langweilig, aber sich mit einem alten Fallensteller anzulegen war eine durchaus interessante Aussicht.