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Hokuto

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Als kleines Dorf nahe dem westlichen Rand von Tsuchi no Kuni ist Hokuto ein recht einzigartiger Ort. In erster Linie geographisch; so nah an der Grenze bildet sich ein grüßer, grüner Blätterwald, der in der Form ein Unikat im Reich der Erde darstellt, und inmitten dieses Waldes hat sich das eng umzäunte Dörfchen gebildet. Mehr als seine Lage sind aber seine Bewohner ungewöhnlich. Hier in Hokuto werden nämlich allerlei wilde Tiere dressiert, um in Ruhe und ungestört mit den Menschen zusammenleben zu können...

Cf: Hafen

„... und ich schwöre euch, ich habe noch nie etwas Langweiligeres gehört“, stöhnte die Nekoyami und stützte ihren Kopf auf ihren Händen. „Meine Mutter besteht darauf, dass Mädchen einen grünen Daumen haben sollten und das es gut ist, zu wissen, wie man sich um andere kümmert... Aber wer will denn bitte ernsthaft Kräuterkunde lernen? Das ist voll furchtbar!“

„Da wären wir, die Damen! Das Reich der Erde!“
Man hörte das Lächeln in der Stimme des Kapitäns, als er die Ankunft ankündigte und damit Hatsune aus ihrem kleinen Dialog holte. Überrascht blinzelte die Pinkhaarige. „Echt? Sind wir schon da? Ich war noch gar nicht fertig...“ Diese Reise war verdammt kurzweilig gewesen, was vermutlich daran lag, dass sie sich die ganze Zeit fröhlich mit Oita und Yukio hatte unterhalten können. Sie waren beide wirklich gute Zuhörer, und gerade Yukio hatte auch viel an Worten zurückzugeben... wobei es sich tatsächlich so anfühlte, als hätte Hatsu mehr gesprochen als die anderen. Naja, war ja auch egal. Sie hatten viel geredet und die Zeit war wie im Flug vergangen, das war das Wichtigste. Leicht verspannt richtete sich das Katzenmädchen auf, streckte sich ein wenig, ehe sie die Hände in die Hüten stemmte. „Na, dann mal los! Keine Müdigkeit vorschützen, ihr zwei!“
Ganz am Ziel waren sie mit dem Anlegen des Schiffes nämlich noch nicht. Erst einmal ging es in Richtung Wald. „Müsste in... der Richtung liegen“, meinte Hatsune halb sicher, nachdem sie noch einmal kurz die Karte studiert hatte, ehe sie diese wieder wegsteckte und mit den Schultern zuckte. „Naja... es ist ein Wald in Tsuchi. Wir werden das schon erkennen, oder?“ Das würde schon alles irgendwie klappen. Es war das erste Mal, dass Hatsu eine Mission in einem komplett anderen Reich leitete, aber sie ging die Sache entspannt an. Was konnte denn schiefgehen?
 
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*röms*
„Da wären wir, die Damen! Das Reich der Erde!“
Als die kleine Fähre, auf denen das Team den Ozean zwischen Sora und Iwa überquert hatte, unsanft gegen die Anlegestelle schlug und ihr Kapitän gleichzeitig seine von Wind und Meersalz rau gewordene Stimme über das Deck donnern ließ, schreckte Oita von seinem Plätzchen an der Reling hoch, als hätte er geschlafen. Was wohl daran lag, dass er genau das auch getan hatte. Denn obwohl der Rat seines Großvaters bezüglich des besten Umgangs mit Frauen, aka „Lächeln und nicken“, verdammt einfach geklungen hatte, war dem kleinen Genin die Einhaltung auf der Überfahrt reichlich schwer gefallen.
Yukio und Hatsune hatten es ihrem Kollegen aber auch nicht leicht gemacht. Erst Plüschtiere, dann Mode… Die beiden hatten sich die ganze Zeit über nicht zu einem zumindest etwas männlicheren Thema hinreißen lassen. Selbst jetzt, da die Überfahrt endlich zu Ende war und sich Oita etwas die Beine vertreten konnte, handelte der letzte Gesprächsfetzen, den er von den beiden mitbekam, von einer Shoppingtour in Iwa.
„Huh, was?“, stammelte der Kleine, bevor er träge nickte, gähnte und den beiden Mädels ein schlappes „Jaja, klaro“ vor die Füße warf. Anschließend hopste Oita von der Fähre, drückte seine Rücken durch und schmatzte zufrieden beim Anblick seiner Heimat.
*Selbst mit zwei Waschweibern im Schlepptau geht einfach nix über einen Besuch zuhause. Hoffentlich sind die Leute in diesem Örtchen im Westen etwas krawalliger drauf…*

Nun, wie hieß es so schön? „Sei vorsichtig, was du dir wünschst“. Diese Worte sollten Oita allerdings erst ein wenig später durch den Kopf gehen, da die Anreise der kleinen Gruppe noch eine Weile dauerte. Über holprige Wege ging es einmal quer durchs Reich der Erde, bevor die drei Shinobi endlich die Ausläufer des beeindruckenden Waldes erreichten, der so untypisch für das sonst so karge Tsuchi no Kuni war.
Oita genoss diesen kleinen Wechsel der Szenerie deutlich, so wie er seinen Kopf aus der gemieteten Kutsche streckte und mit großen Augen zu den Kronen der smaragdgrünen Baumwipfel aufsah. Allerdings folgte schnell Ernüchterung, als der Kutscher die Gruppe darüber aufklärte, dass kein hinreichend gesicherter Pfad in den Wald hinein, geschweige denn nach Hokuto führte, und die Shinobi deshalb den Rest des Wegs zu Fuß zurücklegen mussten. Dass der gute Mann den drei Ninjas dabei einen weiteren Grund für dieses Problem verheimlichte – einen Grund, der auch dafür verantwortlich war, dass die Zugpferde ihrer Kutsche immer nervöser dreingeblickt hatten, je mehr man sich dem Wald genähert hatte – ging geflissentlich an Oita vorbei.
Entsprechend unvoreingenommen sprang der Furasaki aus der Kutsche, machte ein paar Dehnübungen, und drehte sich dann zu seinen Gefährtinnen um. „Dann wollen wir mal, hmm? Legen wir den Turbo ein, oder lassen wir’s gemütlich angehen?“ Oita konnte nur hoffen, dass die beiden Damen nicht plötzlich auf die Idee kamen, den bisher so langsamen Tag plötzlich mit einem anstrengenden Sprint zum Dorf zu verunstalten.

So oder so begaben sich die drei Ninja schließlich in den Wald, in dessen Tiefen irgendwo das Dörfchen Hokuto lag. Die Siedlung zu finden war dank einer detaillierten Karte der Dorfleitung von Sora kein allzu großes Problem, sah man mal von der Unwegsamkeit des verwilderten Gehölzes ab. Mehr als diese störte Oita allerdings, dass der Wald trotz seines satten Grüns irgendwie leblos, ja fast tot wirkte.
*Wobei, nicht tot… Eher… ausgestorben…*
Um vor seinen beiden Gefährtinnen nicht als Hasenfuß zu gelten, behielt der Furasaki sein ungutes Gefühl erst einmal für sich. Ein Fehler, wie sich alsbald herausstellen sollte, denn als die Gruppe nur noch ein paar Minuten vom Dorf entfernt war, hörte man erst ein leises Rascheln, bevor plötzlich eine gewaltige Bestie aus dem Unterholz brach und scheinbar direkt auf die drei Shinobi zu preschte.
Oita hatte seinerseits keine Zeit nachzusehen, um was für ein Monster es sich bei ihrem Angreifer handelte; der aufgeschreckte Shinobi war viel zu sehr beschäftigt damit, dem haarigen Etwas aus dem Weg zu springen. Doch wie würden es seine Kameradinnen halten? Bewiesen die beiden Mädchen mehr Geistesgegenwart?
 
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"Ooh, das ist schade. Aber es gibt so vieles, was spannend ist! Ich bin sicher, du findest andere Dinge, die dir gut gefallen." Strahlte Yukio seine Freundin Hatsune an. "Und mach dir keine Sorgen wegen Mädchen oder Jungen. Man sollte einfach machen, woran man Freude hat!" Nach seiner Meinung war es wirklich ganz egal, und er zweifelte auch ein bisschen daran, dass jeder bestimmte Talente hatte, weil er nun das oder das war - Yukio jedenfalls mochte viele Dinge, die entweder Mädchen oder Jungen zugeschrieben wurden, und er fühlte sich einfach nur als Yukio - und wo sollte auch das Problem damit sein, wenn man einfach nach seiner Neigung lebte? Er wüsste es jedenfalls nicht! Und ganz wie Hatsune war er der Meinung, dass die Überfahrt erstaunlich schnell vorbeiging - er war nicht mal dazu gekommen, was von seinem mitgebrachten Obst zu essen! Aber er war nicht hungrig, vielleicht wegen der spannenden Unterhaltung, und so hopste er freudig auf die Füße, als Hatsune zum Abmarsch aufrief. "Au ja! Kommst du, Oita-kun? Oh ich freu mich so, was in Iwa zu unternehmen!" Es war zum Hüpfen! Machte Yukio auch, während er das Schiff verließ, und die Aussicht darauf, sich erstmal orientieren zu müssen, konnte ihn nicht schrecken!

"Ich glaube, es ist von hier nicht so weit!" Meinte er hoffnungsfroh, denn Yukio kannte sich in Iwagakure zwar auch nicht direkt aus - wie auch, wenn er bisher erst einmal in der Haupstadt gewesen war - aber wie Hatsune ja schon schlau gemerkt hatte, in Iwa gab es nicht sooo viele Wälder. Das meiste waren Steine! Und da war auch erstmal der Großteil von Yukios Aufmerksamkeit, während sie der felsigen Straße und den dort installierten, nur etwas weniger felsigen Hinweisschildern in Richtung Hokuto folgten. "... und Basalt! Ganz viele Basalte!" Erklärte der Yuudari gerade, nachdem er vorher schon über die Beschaffenheit von Iwagakures Gebirgszügen gesprochen hatte. "Und so unterschiedlich! Viel Grauwacken, aber es gibt auch schöne Diorite und Serpentine gibt es ja eigentlich fast überall!" Außerdem war Grauwacke einfach ein wunderbares Wort, und es sollte in mehr Gespräche einfließen, wie jedenfalls Yukio fand. "Das sind Tiefengesteine! Das heißt, sie kommen nicht direkt aus Lava aus einem Vulkan, sondern sind älter und durch die Erdplatten nach oben geschoben worden! Geformt haben sie sich schon tief da unten." Ja, wenn es nach Yukio ginge, hätten sie hier auch ein paar Tage interessante Steine einsammeln können, aber natürlich würde er auch die gestellte Mission erledigen! Als ihr Kutscher ihnen sagte, dass sie Aussteigen müssten, stieg Yukio bereitwillig aus und bot den irgendwie nervösen Pferden ein bisschen von seinen mitgebrachten Weintrauben an, ehe er dem Team in den Wald folgte. "Wie ihr mögt! Aber vielleicht sparen wir uns noch ein paar Kräfte auf, für wenn wir da sind!" Immerhin ging es eigentlich um süße (und wilde) Tiere, die beruhigt werden wollten. Allerdings ... wo die Steinlandschaft ganz Yukios Erwartungen entsprochen hatte, war der Wald da doch eher komisch. Vor allem eines fiel negativ ins Gewicht: "Hier ist es aber leise!" Sprach Yukio ungeniert aus, und guckte staunend zu Hatsune und dann zu Oita. Er war noch nicht oft im Wald gewesen - also, in einem richtigen Wald eigentlich gar nicht, damals beim Familienausflug waren sie durchgefahren - aber auch die Parkwälder von Soragakure waren ein bisschen lebendiger und hörten sich auch so an. Während Yukio auf eine Einschätzung von Hatsune-senpai wartete, wie mit dieser Situation umzugehen war, hörte er es aber schon rascheln - und guckte prompt in Richtung des Geräuschs, wo sich irgendwas im Unterholz zu bewegen schien! Was wohl? Reflexartig tat Yukio das erste, was ihm einfiel - er griff in seine Munitionstasche, zog ein Tamakoi hervor, und warf es in Richtung der Raschelbewegung. "Tamakoi! Du bist dran!" Rief er - auf diesen Moment, den ersten Einsatz seiner tollen Waffe, hatte er lange gewartet, entsprechend automatisch kam ihm der Satz über die Lippen! Sobald die vierbeinige Gestalt sich aus dem Unterholz löste, kam eine abrupte Bewegung in Yukios gerade erst gelandeten Plüschball, und er schoss wie von einem unsichtbaren Golfschläger losgetrieben auf den ... Luchs? Puma? Irgendeine Katze jedenfalls, die unvermittelt einen quietschigen Plüschball im Gesicht hatte, allerdings so abrupt auch nicht bremsen konnte, und jetzt deutlich zielloser als geplant in die kleine Gruppe schoss (Tamakoi).

@Furasaki Oita @Nekoyami Hatsune
 
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„Schön, wenn's so einfach wär...“, hatte Hatsune noch gemurmelt, als die Truppe das Schiff verlassen hatte. Eine Einstellung, wie Yukio sie hatte, konnte Hatsune sich nach all den Lehren ihrer Erziehung weder selbst vorstellen, noch war es wahrscheinlich, dass sich das in ihrem Clan durchsetzen würde. Die Unterschiede zwischen Mädchen und Junge, zwischen Mann und Frau waren eine absolute Basis des Nekoyami-Clans, die Überlegenheit von Frauen tief in Hatsunes Geist und Gene eingebrannt. Wenigstens ihre Hobbies und Interessen hätte sie dennoch gerne selbst gewählt. Es war im Clan nicht ungewöhnlich, Katzen wie sie zu sehen, die keine Teepartys feierten und sich gerne mal körperlich betätigten; es war allein ihre Mutter, die darauf bestand, dass ihre Handlungen so feminin zu sein hatten wie ihr Aussehen. Darüber wollte sie jetzt aber eigentlich nicht weiter nachdenken. Ähnliches galt für das Gespräch über die verschiedenen Gesteinsarten der Umgebung... Wer sollte sich das denn alles merken? Außer Yukio, natürlich. Der war offensichtlich ganz heiß auf das Thema. Der Höflichkeit halber nickte und bejahte die Nekoyami viel davon, auch wenn sie nicht so recht wusste, was sie mit den Informationen anfangen sollte. Das war ja wie Kräuterkunde... Da war das Mädchen richtig froh, als der Dritte im Bunde vorschlug, das Tempo zu erhöhen. „Ich seh das wie Oita-kun: Wir sollten uns beeilen, zum Dorf zu kommen! Wir haben uns den ganzen Weg lang noch kaum bewegt!“, meinte sie also mit einem aufmüpfigen Grinsen. Sich ein wenig zu spurten würde sie schon auf andere Gedanken bringen!

„Wenn Tiere still sind, ist das ein Zeichen dafür, dass Jäger in der Nähe sind“, meinte Hatsune, während die drei durch den Wald stapften. „Ihr wisst, dass Mäuse gern quietschen und dass sie Geräusche machen, wenn sie laufen und essen, richtig? Im Viertel der Nekoyami passiert das nicht, da sind alle Mäuse ganz still... zumindest die, die lang genug leben, um Gewohnheiten zu entwickeln.“ Einen anderen Weg hatte man nicht, wenn man von Wesen umgeben war, gegen die man sich nicht zur Wehr setzen konnte. Sobald sie feindselig waren, musste man darauf hoffen, nicht von ihnen entdeckt zu werden. Wäre das Essen im Nekoyami-Viertel nicht ganz so üppig und köstlich, würden sich die kleinen Nager vermutlich überhaupt nicht mehr dort herumtreiben. Das bedeutete allerdings auch, dass sich hier vermutlich ein Mensch oder ein Tier befand, vor dem die wilden Tiere des Waldes sich in Acht nahmen...
Ob dieses Tier wohl die Wildkatze war, die Yukio gerade mit einem seiner Plüschbällchen abgeworfen hatte? „Ein Luchs!“, identifizierte Hatsune die Rasse sofort, während sie zur Seite hüpfte, um von den unkoordinierten Pfotenhieben des Tieres wegzukommen. Im sanften, orangen Licht der Sonne, die gerade unterzugehen begann, sah diese große, gefleckte Katze wirklich majestätisch aus. „Wir tun ihr nicht weh!“, bestimmte die Nekoyami entschlossen. Solange sie noch Alternativen hatten, würde sie nicht zulassen, dass ein süßes Kätzchen grundlos verletzt wurde! „Denkt an den Plan! Ich kümmere mich um das Zähmen!“ Mit einem sanften Lächeln gab das Mädchen seine Kampfhaltung auf und machte langsame, vorsichtige Schritte auf den Luchs zu, darauf achtend, nicht bedrohlich zu wirken. Erst nahm sie die Hände hoch, zeigte, dass sich darin nichts befand, ehe sie eine nach vorne streckte, damit das Tier daran schnuppern konnte. „Hier, siehst du? Ich will dir nichts Böses“, meinte Hatsu mit sanfter Stimme. „Bleib ganz ruhig und... hey!“ Anstatt ihre Geste des guten Willens anzunehmen, stürzte sich der Luchs nach vorne, hakte mit seinen Krallen nach ihr. Gerade so konnte Hatsune aus dem Weg stolpern, die Hand furchtsam zurück reißend, ehe sie auf ihrem Hintern landete. „Y-Yari! Klär du das!“, wies sie an, während sie selbst sich Mühe gab, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Der Kater unterstützte sie mit einem „Meoow, nya!“, in Richtung des Luchses, aber auch darauf schien die Wildkatze nicht zu reagieren. Unzufrieden biss Hatsune die Zähne zusammen. Sie hatte sich zwar ziemlich zuversichtlich gezeigt, aber wenn sie ehrlich war, hatte sie noch nie ein wildes Tier gezähmt, oder es auch nur versucht. Sie war eben davon ausgegangen, dass sie echt gut mit Tieren umgehen konnte... schließlich war sie eine Nekoyami! Gerade Katzen aller Art sollten ihr doch gar nicht widerstehen können, rein theoretisch. Sie hatte sich gedacht, wenn sie es mal probierte, würde das schon klappen... aber das war offensichtlich nicht der Fall.
„Okay... Zeit für Plan C. Dazu wollte ich eigentlich nicht greifen, aber ich habe wohl keine Wahl!“, meinte Hatsune entschlossen. Ihre Hand verschwand in der Tasche, die sie an ihr Bein geschnallt hatte, und sie zog eine grüne Röhre hervor, öffnete sie. Mit einer schwungvollen Bewegung ihrer Hand flogen ein paar kleine, braune Stückchen heraus, fielen in Hatsunes Nähe ins Laub. Der Luchs hielt inne, begann zu schnuppern, ehe er sich darauf stürzte. Auch Hari-Nekos Nase zuckte neugierig, aber er hatte genug Kontrolle, um sich an sein Frauchen zu halten. „Das sind die besten Snacks, die man für Geld kaufen kann! Denen widersteht keine Katze!“, erklärte Hatsune, während sie sich auch schon von der Wildkatze wegdrehte und begann, tiefer in den Wald zu rennen. „Jetzt lauft schon! Wir sollten außer Sicht sein, bevor alles aufgefressen ist!“

Mit dem Zentrum des Waldes kam auch das Dorf näher, das die Shinobi gesucht hatten. Hokuto... Das Dorf der Zähmer. Sobald sich die Bäume lichteten und den Blick auf die komplett vom Wald umschlossene Siedlung freigaben, erkannte man auch schon, wo der Name herkam. Vor den Häusern der Bewohner waren allerlei vermeintlich wilde Tiere angeleint – ein paar Elche und Rehe, Füchse und Wölfe, sogar einen Bären konnte Hatsune erkennen. Und nicht einmal alle waren angeleint, einige liefen einfach ganz brav Seite an Seite mit den Menschen mit, die hier lebten.
„Hm... gar nicht so anders als Zuhause“, meinte Hatsune nachdenklich, während ihr Blick über die Gebäude streifte. „Mal schauen, wo diese Bürgermeisterin steckt...“

@Furasaki Oita @Yuudari Yukio
 
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Hokuto war nun wirklich nicht das, was sich Oita unter einem Dorf des Erdreichs vorstellte, und das nicht nur, weil die kleine Siedlung mitten im Wald lag. Die schiere Menge an Tieren, die hier überall herumkreuchten und –fleuchten, war mal so gar nicht typisch für das sonst so karge Land, in dem man vielleicht mal einer Maus, einer Eidechse oder – mit viel Pech – einer Bergkatze wie der begegnete, die Oita und seine zwei Gefährtinnen vor wenigen Minuten im Wald begrüßt hatte.
*Wobei das Vieh ganz bestimmt keine normale Bergkatze gewesen ist… Dafür ist es doch viel zu groß gewesen, oder? Zum Glück haben die beiden Mädels das Vieh vertreiben können.*
Jedenfalls ließ die ungewohnt lebhafte Atmosphäre den jungen Oita, den besagter Großkatzenangriff schon genug verschreckt hatte, zunächst erst einmal noch ein bisschen düsterer dreinblicken als sowieso schon. Wie die drei Genin allerdings auf der Suche nach dem Oberhaupt der Siedlung eine platt getretene Straße nach der anderen passierten, gewöhnte sich der Furasaki mehr und mehr an das kunterbunte Treiben, was vor allem an dem größtenteils liebevollen Umgang lag, den die hiesigen Bürger mit ihren tierischen Gefährten pflegten.
Mit der Gastfreundschaft der Hokutorianer menschlichen Fremden gegenüber war es derweil nicht ganz so weit her. Nur widerwillig wies man den drei Genin den Weg zum Haus der Bürgermeisterin des Dorfs, wo ein mürrischer Wachmann und sein noch mürrischerer Wachhund das Trio grummelnd und knurrend darauf hinwiesen, dass die Bürgermeisterin aktuell sehr beschäftigt sei und sie wohl erst gegen Abend Zeit finden würde, ihren Besuch in Empfang zu nehmen. Nicht, dass man sich von besagtem Besuch auch nur irgendetwas Positives versprach…
*Die tun hier gerade so, als würden wir ihnen unsere Hilfe aufzwingen!*
In den folgenden zwei bis drei Stunden stand es der kleinen Gruppe also frei, das Dorf ein wenig zu erkunden, sich bei den Bürgern umzuhören und vielleicht ein wenig in die lokale Cuisine hereinzuschnuppern. Oita seinerseits suchte dabei (vergeblich) nach einer Möglichkeit, sich von seinen Partnerinnen loszusagen, bevor er sich nach etwa einer Stunde damit abfand, den beiden Mädchen hinterher tingeln zu müssen. Allerdings schaltete der Junge hier so dermaßen auf Durchzug, dass er vom Großteil ihrer Unternehmungen kaum etwas mitbekam.

Mittag und Nachmittag vergingen und machten schließlich einem lauen Abend Platz, zu dem sich die Gruppe erneut am Haus der Bürgermeisterin einfand. Die schien zwar mittlerweile bereit dazu, ihre drei Gäste zu empfangen, allerdings gab es für die Gruppe als solche und für Oita im Besonderen ein bzw. zwei kleine Probleme, die die ganze Sache etwas… verkomplizierten.
Da war zum Einen der Anblick der übergroßen Wildkatze, die die Gruppe zuvor im Wald überrascht hatte. Das Monstervieh hatte sich an der rechten Seite der bürgermeisterlichen Residenz unter einem breiten Fenster gemütlich zusammengerollt und schien zu schlafen, wobei seine Ohren immer dann verdächtig zuckten, wenn einer der Ninja einen Laut von sich gab.
„Die Partnerin unserer Vorsteherin“, erklärte ein neuer Wachmann auf Oitas furchtsamen Blick hin. „Hat den ganzen Tag den Wald patrouilliert und ist jetzt fix und alle, das arme Ding.“
Das andere Problem, Oitas persönliche Krux, war der tierische Partner des aktuellen Wachmanns. Anders als sein Kollege führte dieser Kerl hier nämlich keinen Wolf mit sich, sondern eine leicht überdimensionierte Bergziege. Die schaute so neugierig zu Oita herauf (wobei das unnatürlich große Tier und der kleine Genin eigentlich auf einer Augenhöhe waren, aber das hätte letzterer nie zugegeben), als befände sich hinter ihrer Stirn mehr als das Gehirn eines einfachen Flohteppichs. Oita erwiderte den fragenden Blick des Biests stur, woraufhin sich in den tiefsten Tiefen seiner Erinnerungen plötzlich ein Blitzlichtgewitter an Flashbacks entlud.
„Du…!“, platzte es da aus Oita heraus, als er die Ziege als eins der Biester wiedererkannte, die ihm und seiner damaligen Partnerin Aryane ihren Ausflug ins Gebirge Haome verdorben hatten. Ob auf Oitas Ausruf hin, oder weil sie ihrerseits den Genin erkannte, war schwer zu sagen; jedenfalls bäumte sich die Ziege plötzlich auf, so als wolle sie sich auf den kleinen Ninja stürzen, und blökte und meckerte dabei fürchterlich. Die strenge Hand des Wachmanns verhinderte zwar Schlimmeres, doch zur Stimmung des Wachmanns trug dieser kleine Austausch nicht gerade positiv bei.
„Hey! Was fällt dir ein, meinen Liebling so zu verschrecken, hä?“
*Liebling? Dieses garstige Vieh? Ich bitte dich! Wie zum Teufel kommt das Teil überhaupt hierher? Ugh, bei meinem Glück treibt sich sicher die ganze Ziegengang hier irgendwo in der Nähe herum…*
Die Wut des Wächters und etwaige fragende Blicke seiner Kolleginnen ignorierend gab sich Oita mit einem trotzigen Schnalzen seiner Zunge zufrieden, bevor er endlich im Schlepptau der beiden Mädchen das Haus der Bürgermeisterin betrat.
*Dann hören wir uns mal an, was die alte Vettel uns zu sagen hat. Ich kann nur hoffen, dass die uns unsere Arbeit einfach in Ruhe machen lässt, und nicht auf die Idee kommt, dass wir vielleicht Hilfe oder gar einen Aufpasser bräuchten…*
Dass die alte Vettel weder alt noch vettelig war, und dass tatsächlich der ein oder andere Plan im Raum stand, den Shinobi einen oder mehrere menschliche (oder tierische?) Begleiter an die Seite zu stellen, nun, beides würde Oita erst noch herausfinden müssen. Für den Augenblick war es an den beiden Mädchen, sich mit der jungen Dorfvorsteherin auseinanderzusetzen.
*Und wenn die das nicht gescheit machen, kann ich ja immer noch selber übernehmen!*
 
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"Hmnaaaaawww! Soooo viele süße Tierchen! Und die sind alle ganz artig! Kawaaaaiii~" Yukio war offensichtlich höchst angetan von Hokuto! Er nutzte die Gelegenheit, auf dem Weg ins Ortszentrum einen Hirsch zu tätscheln und einen süßen Fuchs hinter den Ohren zu kraulen, und wollte eigentlich Hatsune um eins von ihren Leckerli bitten, um damit eine der großen Katzen zu füttern, aber dann waren sie doch ein bisschen zu schnell unterwegs und Yukio wollte die Gruppe nicht aufhalten! Allerdings stellte sich ein paar Minuten später heraus, dass sie wohl auch noch so lange hätten bummeln können, denn so furchtbar eilig schien es den Leuten in Hokuto gerade auch nicht zu sein. "Ist doch schön, dass das Problem offenbar nicht so schlimm ist, hm?" Meinte er zu den anderen Genin, und kramte in seinen vielen coolen Missionstaschen ... nachdem er noch das ein oder andere Tamakoi zu Tage gefördert hatte, fand er auch die zusammengerollten Geldscheine, die er gesucht hatte. "Lasst uns erstmal ins Cafe gehen und eine Pause machen! Wir sind doch schon ein ganzes Stück unterwegs gewesen!" Falls niemand widersprach, würde Yukio zumindest jedem ein nettes Getränk ausgeben, damit sie beim Warten nicht durstig wurden. Und danach ... mal sehen! Vielleicht könnten sie ein bisschen durch den Ort spazieren und mehr niedliche Tiere kraulen! Das klang jedenfalls wie eine famose Idee.
"Ich hab auch Äpfel, Weintrauben, und ein paar Orangen, wenn ihr möchtet!" Erklärte er den anderen beiden noch, während sie am Cafe des Ortes versammelt waren, und schlürfte vorsichtig an dem großen Becher Saft, den er sich bestellt hatte - leider schien es in Hokuto keine so lustigen Strohhalme zu geben wie in Sora, aber man konnte ja nicht immer alles haben, und der Saft war auch so lecker! Aber da war noch eine andere wichtige Frage zu klären! Nämlich diese: "Aber sag mal, Oita-kun! Du bist den ganzen Tag schon so still! Wie findest du die Mission bis jetzt? Ich hoffe, dir ist nicht langweilig!" Das wäre ja wirklich schade, immerhin hatten Yukio und Hatsune bisher viel Spaß daran gehabt! Außerdem hoppelte da gerade ein kleines Kaninchen gemächlich über die Straße, während ihm ein lachendes Kleinkind hinterher tappste. "Die Leute hier haben so viele Tiere! Das ist richtig herzerwärmend!"

Es dauerte mit der weiterhin lebhaft dahin plätschernden Unterhaltung doch nicht mehr so lang, bis der Abend einkehrte und das Team zur Bürgermeisterin vorgelassen wurde. Sie war, wie sich herausstellte, eine mittelalte Frau mit Drahtbürstenhaarschnitt, der von schwarz bereits ins eisengraue changierte, und begrüßte das Team, indem sie ihre geschlossenen Fäuste aufeinander klatschte. Und sie war nicht alleine ... da war eine alte Bekannte!
"Tamakoi!" Rief Yukio, und streckte die Hand nach dem Stoffball aus, der immer noch auf der Nase der großen Katze saß, die zu den Füßen der Bürgermeisterin flätzte und über den Plüschball irgendwie frustriert wirkte, wann immer sie halbherzig danach tatzte. Wohl auch, weil der ihr auch jedes Mal wieder weg hopste, ehe er sich wieder auf die Nase setzte. Auf Zuruf hopste das kleine Plüschding artig zu seinem Besitzer zurück, und die Bürgermeisterin beobachtete das Spiel ein wenig verwundert, räusperte sich dann aber. "... nun, stolze Shinobi. Ich dachte mir bereits, dass mein Begleiter und ihr bereits aufeinander getroffen seid, und habe mir so bereits ein kleines Bild von euren Fähigkeiten machen dürfen. Wie ihr sicher wisst, ist Hokuto berühmt für seine Tradition des Zähmens! Seit den frühesten Tagen unserer Siedlung pflegen wir diesen Brauch, und jeder Bewohner von Hotuko, der etwas auf sich hält, wird versuchen, das mächtigste und imposanteste Geschöpf des Waldes zu zähmen - so wie es unser Pakt mit dem Kami des Waldes besagt! Hokuto ist sein ältester Schrein. Ihr seht, wie wichtig diese Tradition für uns ist!" Sie schlug sich mit der Faust auf die Brust. "Allerdings ... werden die Tiere des Waldes, aus denen wir unsere Begleiter auswählen, in den letzten Wochen unruhig. Es gab Angriffe. Die Waldtiere haben sich mit unseren zahmen Begleitern angelegt, aber auch ein paar Begegnungen mit unseren Bürgern sind knapp gewesen. Eure Mission ist es, uns bei der Abwehr dieser Bedrohung zu unterstützen ... und möglichst zu identifizieren, wo sie herrührt. Ich glaube nicht, dass der Kami des Waldes uns seine Gunst entzogen hat, aber meine Bürger sind besorgt." Sie verschränkte die Arme und maß das Team mit undeutbarem Blick. "Ihr habt sicherlich Fragen!"

@Nekoyami Hatsune @Furasaki Oita
 
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So richtig wusste Hatsune noch nicht, was sie von der ganzen Situation halten sollte. Sie mochte das Dorf, so auf den ersten Blick. Im Café hatte sie Yukio noch zugestimmt. „Mit den vielen Tieren überall ist es total einladend, wie wenn man nach Hause kommt... Nur, dass nicht alle Katzen sind“, hatte sie gelacht, auch wenn Katzen natürlich die überlegene Spezies waren. Außerdem würden die Nekoyami ihren Partnern niemals Ketten oder Leinen anlegen! „Einen kleinen Snack fände ich jetzt gut. Trauben, bitte!“
Da hatte sie sich noch nicht zu viele Gedanken gemacht, aber jetzt, wo sie gehört hatte, was die Bürgermeisterin so erzählte, hatte die Pinkhaarie ein flaues Gefühl im Magen. „Heute hat es ziemlich ruhig gewirkt...“, meinte sie zögerlich, denn der Alltag des Dorfes wirkte ziemlich ungestört. Eine gewisse Nervosität hatte sie der ein oder anderen Person ansehen können, aber bei Weitem nicht jeder. Nicht in einem ungewöhnlichen Maße. „Das mag daran liegen, dass die meisten Angriffe am Abend oder in der Nacht geschehen. Den Tag über fühlen sich die meisten Bewohner sicher“, erklärte die Bürgermeisterin. Gut, das ergab schon Sinn. „Das heißt dann wohl, dass wir die Nacht durchmachen sollten...“ Wenn da die Chance auf einen Angriff am Höchsten war, dann sollten sie vermutlich nicht riskieren, im Schlaf überrumpelt zu werden. Wenn sie die Nacht als Einsatzzeitraum ansahen und dafür am folgenden Morgen ordentlich ausschliefen, sollte das schon hinkommen. „Mehr Fragen hätte ich jetzt nicht...“

Da der Sonnenuntergang kurz bevorstand, legte sich wohl auch langsam die Entspannung des Tages. Mit der nahenden Nacht zogen sich die meiste Einwohner in ihre Häuser zurück und nur ein paar Männer gingen noch auf den Straßen umher, dick angezogen und mit je einem langen, hölzernen Stab ausgerüstet. „Das ist ein Bo... Sie haben keine Klinge oder Spitze, damit wir den Tieren nicht ernsthaft wehtun“, erklärte der junge Mann, an den die Bürgermeisterin das Trio verwiesen hatte – Yahito, so sollte er heißen. Er wirkte etwas schlaksig, seine Klamotten recht weit, und Hatsune fand nicht unbedingt, dass seine schwarzen, lockigen Haare Teil einer schicken Frisur waren... aber er schien ganz nett zu sein. „Wir werden zum Glück nicht jede Nacht angegriffen... trotzdem gibt es jetzt eine Nachtwache. In Häusern ist man zwar sicher, aber man kann Bären und Elche nicht mit ins Haus nehmen. Da passen ich und die andern auf die Tiere auf... Mit den Unverheirateten kann man's ja machen. Dafür liegen jetzt die Kerle mit ihren fünf Wölfen und was auch immer friedlich im Bett...“ Mit einem leicht gequälten Lachen fuhr er sich durch die Haare. Hatsune blinzelte verwundert, legte den Kopf ein wenig schief. „Zähmt ihr mehrere Tiere pro Person? Bei uns ist es normalerweise ein Partner für's Leben.“ „Einer würde mir auch schon reichen“, seufzte Yahito und stützte sich auf seinen Kampfstab. „Der Wert eines Mannes wird daran gemessen, wie viele Tiere er zähmen kann. Qualität ist auch wichtig, aber Zahlen sagen schlussendlich das Meiste aus, wenn es nicht grade Eichhörnchen sind. Dafür darfst du gar nicht erst heiraten, wenn du noch nichts gezähmt hast... Dann bist du noch kein echter Mann, oder was auch immer.“ Wow, da war ja jemand frustriert. Für einen Moment blickte Hatsu hinüber zu Yari, der erschöpft auf seiner Schulter gähnte. Ein echter Mann war man also, wenn man ein Tier zähmte? War das nicht eher Frauensache? Obwohl, das, was die Nekoyami machten, konnte man vermutlich nicht als Zähmen werten. Die bauten ja eine richtige Freundschaft auf, eine Beziehung, die Alles in den Schatten stellte, was zwei Menschen miteinander teilen konnten. Das hatte er mit großem Erfolg geschafft, aber das Zähmen war ihm vorhin misslungen... Ob das bedeutete...?

„Achtung, es kommen welche!“, rief ein zweiter Kerl, der näher am Dorfrand entlang gewandert war. Dessen Namen kannte Hatsune nicht. „Sind mehr als letztes Mal! Kommen auch aus verschiedenen Richtungen! Macht euch hin und lauft zum Zaun beim Café, da klettern welche drüber! Und ich brauch beim Nordeingang noch Unterstützung!“ „Okay... Sieht aus, als würde es ernst werden.“ Die Nekoyami senkte leicht ihren Oberkörper, bereit zum Kampf. Eine gewisse Nervosität konnte sie nicht leugnen – nicht, nachdem sie gegen den Luchs auf voller Linie versagt hatte. Aber das ließ sich jetzt nicht ändern. „Yahito, wir kümmern uns um den Zaun! Beim Café waren wir schon. Wenn du im Norden unterstützt, kommt ihr auch ohne uns drei kurz aus, oder?“ Mit diesen Worten machte sie sich auch schon mit ihrem Team auf den Weg. Sie, Oita und Yukio würden das schon schaffen, auch wenn es riskant war. „Klingt, als ob wir es mit mehreren zu tun haben... Rechnet damit, dass jeder von uns sich um ein paar Tiere kümmern muss. Und denkt daran, wir wollen sie nicht unnötig verletzen!“, meinte sie entschlossen und zog die Augenbrauen zusammen. Auch Yari zeigte sich so langsam wieder wacher, Klauen in ihre Weste gebohrt, damit er nicht abfiel. „Ziel ist also, die Angreifer schnellstmöglich zu verscheuchen... oder zu zähmen!“

@Furasaki Oita @Yuudari Yukio
 
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„Ziel ist also, die Angreifer schnellstmöglich zu verscheuchen... oder zu zähmen!“
Hatsunes Anweisung dahingehend, wie das Shinobiteam mit den angreifenden Tieren umgehen sollte, nötigte Oita nicht nur einen empörten Blick ab, der Junge ließ auch beinahe die frisch geschälte Orange fallen, die ihm Yukio vor ein paar Stunden gnädig überlassen hatte.
*Wir sollen bitte was?*
Es wäre noch freundlich gewesen zu behaupten, dass Oita nicht gerade bestens drauf war. Dass die Bewohner des Dorfes, dem sie auf dieser Mission aushelfen sollten, die Ninja nicht gerade freundlich behandelten, war das eine. Dass der nachmittägliche Angriff der Bergkatze kein Zufall gewesen war, sondern ein Test der Bürgermeisterin, war unschön, aber verständlich. Sogar der Fakt dass die Tiere ganz zufälligerweise immer nur gen abends und nachts angriffen und die drei Shinobi so auch noch um ihren Schlaf gebracht wurden, dafür konnte ja niemand was…!
Aber dass Oita jetzt auch noch Leib und Lebens auf Spiel setzen sollte, um offensichtlich wildgewordene Waldbewohner auch ja nicht über Gebühr in Mitleidenschaft zu ziehen… Irgendwann war es dann auch wirklich mal gut!
„Hör mal, Chefin, ich will ja nichts sagen, aber für mich klang das, was uns diese Bürgermeisterfrau erzählt hat, nicht bloß nach ein paar tollwütigen Karnickeln, um die wir uns kümmern sollen. Wenn ein, oder zwei, oder drei Katzen von der Größe dieses Monsters von heute Mittag hier aufkreuzen und Prügel suchen, dann werden sie die von mir auf alle Fälle bekommen!“

Ganz so mutig und kampflustig, wie Oita diese Erklärung vorgebracht hatte, war der Junge dann allerdings nicht, als die Gruppe zum Café zog um dort dem angekündigten Ansturm von Wildtieren gegenüberzutreten. Vor allem die Tatsache, dass sie nicht wirklich zu 100% wussten, was für Tieren sie gleich gegenüberstehen würden und warum diese Bestien scheinbar grundlos das Dorf und seine Bewohner angriffen, beunruhigte Oita ungemein.
*Die Bürgermeisterin hat zwar irgendwas vom Kami des Waldes gelabert, aber ich glaube kaum, dass die hiesige Fauna sich groß dafür interessiert, wen oder was die Leute hier wie oder auch nicht anbeten. Vielleicht ist im Wald was aufgetaucht, dass die Tiere hierher treibt… Oder sie sind einfach bloß hungrig und auf der Suche nach Essbarem?*
Besonders den letzten Grund konnte Oita hervorragend verstehen. Kurz überlegte er, ob er die Orangenhälfte in seiner Hand in Reserve halten sollte, vielleicht ließ sich eins der Tiere ja bestechen… Ein Rumoren in seinem eigenen Magen überzeugte ihn dann aber davon, dass sein eigener Zustand erstmal wichtiger war.

Doch wie stand es denn nun eigentlich um das Café und dessen hohen Zaum, der angeblich von ein paar animalischen Angreifern erstürmt wurde? Nun, tatsächlich machten sich nicht bloß ein paar Karnickel an dem grob gearbeiteten Holzwall zu schaffen, doch andererseits waren es auch keine drei riesigen Bergkatzen, denen die Ninja gegenübertreten mussten. Soweit Oita sehen konnte, hatten es bisher lediglich ein paar kleine, zottige Waldwölfe und Raubkatzen mit einem beherzten Sprung ins Dorf geschafft, während etwas behäbigere Tiere wie Wildschweine und kleinere Bären vergeblich gegen den Zaun schlug, wohl um sich mit roher Gewalt Zutritt nach Hokuto zu verschaffen.
Diese beiden Hauptgruppen wurden allerdings noch von einer dritten „Streitmacht“ unterstützt, die Oita tatsächlich am meisten auf den Nerv ging, kaum hatten die drei Ninja das Dorf erreicht: Eine kunterbunte Schar an Greif- und Singvögeln hatte nämlich nichts Besseres zu tun, als sich blindlings auf jeden Menschen und jedes gezähmte Tiere im Umkreis zu stürzen und die Opfer so brutal mit Schnäbeln und Klauen anzugehen, dass hier und da bereits Blut floss.
„Soviel zum Plan, freundlich mit den Tieren umzugehen!“, schrie Oita, als er es geradeso schaffte, eine übergeschnappte Elster mit einem Faustschlag davon abzuhalten, ihm ein Auge auszupicken. Nicht, dass er den Vogel getroffen hätte, Oitas Schlag verfehlte den Piepmatz und streifte nicht einmal dessen dreckiges Federkleid, doch offenbar schien die Androhung von Gegenwehr genug zu sein, den irren Bruchpiloten in die Flucht zu schlagen. Vorerst zumindest.
*Tierquälerei ist zwar sonst echt nicht meine Art, aber mit diesen Viechern stimmt mal wirklich was nicht!*
Um seine Partnerinnen nicht allzu sehr zu behindern löste sich Oita mit ein paar Sprüngen etwas von den zwei Mädchen, wobei ihm sofort zwei Wölfe, eine Katze und eine ganze Schar Vögel folgten. Diese wiederum fingen sogleich an, den vereinzelten Jungen drohend zu umkreisen – ein Fehler, da Oita dieses vorsichtigere Vorgehen genug Zeit gab, Chakra in seinen Lungen zu sammeln und die nötigen Fingerzeichen zu formen.
„Koukai!“
Mit einem tiefen Atemzug und einer raschen Pirouette entstand eine Rauchwolke heißer Asche um Oita herum, die sogleich den Ansturm einiger wilder Vögel zurückschlug und den landgebundenen Angreifern ein aggressives Fauchen entlockte.
„Ja, da staunt ihr, was? Feuermachen ist was für Menschen, nicht für Tiere! Kommt doch her, wenn euch Asche nicht reicht, ich hab noch ganz was anderes auf Lager!“
 
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"Wir bleiben also auf? Au ja!" Natürlich war Yukio dafür! Er hatte auch nichts gegen Hatsunes Plan, die Tiere möglichst zu vertreiben oder sogar zu zähmen, auch wenn er nicht sicher war, wie gut das zweite mitten im Kampf klappen würde. Dafür brauchte man doch Futter, oder? Yukio kannte sich zugegeben nicht furchtbar mit Tieren aus - er hatte natürlich durch reines Ausprobieren herausgefunden, dass Yari gerne Sushi mochte, was spannend war, aber er hatte leider gerade keins dabei, falls andere Katzen auftauchten! So viel Sushi wie für den Luchs wäre wohl auch schwer zu tragen gewesen ... "Ich werde es mit den Tamakoi machen!" Erklärte Yukio, und griff schon einmal vorbereitend nach einem seiner Plüschbälle. "Es könnte ein bisschen Durcheinander machen, aber ihr kommt zurecht, ja?" Er war ganz schön aufgeregt. Sein erster richtiger Kampf auf einer Mission! Zum Glück sollten sie niemandem richtig wehtun, das wäre doof gewesen, aber er wollte sichergehen dass er auch niemanden im Team erschreckte! Oita schien ein bisschen ruppiger gestimmt zu sein, aber Yukio war sich da nicht SO sicher, ob er das wirklich so meinte - mit dem Luchs hatte Oita auch nicht gerade gekabbelt, oder?

Als Yahito sein Unglück klagte, legte Yukio stirnrunzelnd den Kopf schief. "Das klingt aber nicht sehr fair, Yahito-kun. Du solltest selbst entscheiden, was du bist oder nicht! Ich wüsste auch nicht, wer das besser wissen könnte." Yukio schaffte es indes irgendwie, diese sozialkritische Aussage überhaupt nicht so klingen zu lassen wie einen Vorwurf an die Tradition hier in Hokuto - er klang einfach ein wenig verwundert, dass es so sein sollte, und gleichzeitig absolut sicher, dass es nicht richtig war - bestimmt irgendein Missverständnis. Sie hatten dann aber nicht mehr so viel Gelegenheit, über diese Dinge zu sprechen, denn es war schon ziemlich dunkel, und Yukio wippte bereits einige Minuten aufgeregt mit den Füßen, als der Ruf erklang, auf den er gewartet hatte. Es kamen welche! Aber was für welche? Sicher Tiere ...! Er nickte verständig, als Hatsune entschied, dass sie sich um den Zaun kümmern würden - das würden sie auf jeden Fall schnell wiederfinden!

Als sie an dem Cafe ankamen, war klar, dass die Warnung nicht verkehrt gewesen war - Yukio staunte, wie viele Tiere, die sich doch sonst eher viel Platz ließen, auf einmal zusammen unterwegs waren! Da musste tatsächlich was anderes dahinter stecken? Ob es wirklich ein Waldgeist war? Es klang nicht wie die Sorte Geist mit der er sich ein bisschen auskannte ... er verfolgte ein bisschen sorgenvoll, wie Oita nach vorne stürmte, aber es stellte sich heraus, dass der Junge einen Plan hatte! Rauch ... "Oi, das ist clever von ihm!" Freute er sich, und warf nach einem Moment des Überlegens eine seiner Tamakoi an den Zaun, wo die Wildschweine sich gerade nach Kräften bemühten, die Konstruktion einzureißen - nicht, dass sie das noch schafften! "Ich lenke sie da vorne am Zaun ab und helfe euch von hier, Hatsune-chan!" Erklärte er, damit keine Verwirrung aufkam, und machte gleich darauf ein Fingerzeichen, während der kleine Plüschball über die Gasse rollte. Gleich darauf gab es ein Geräusch, als würde man sehr, sehr schnell Luft in einen Ballon pusten, und mit einem Mal war es gar kein kleiner Plüschball mehr, nein - plötzlich war da eine riesige, purpurne Kugel mit aufgepinnten Knopfaugen, die trotz ihrer fundamental plüschigen Beschaffenheit gar nicht mal mehr SO harmlos wirkte ... (Tamakoi: Fusendama). Die Tiere hinter dem Zaun hielten schon einmal einen Moment inne, und Yukio nutzte die Chance, ein paar glitzernde Lichterlein um die größte Katze erscheinen zu lassen, die es über den Zaun geschafft hatte und sich nun allmählich wieder orientiert hatte (Dansu Hatsuku). Tiere hatten ja so feine Sinne, das lenkte sie bestimmt ab! Und sie würden noch mehr abgelenkt sein, wenn der Luftballon gleich platzte ...

@Nekoyami Hatsune @Furasaki Oita
 
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