Job: Der letzte Wunsch

Dieses Thema im Forum "Suzaku-Bezirk" wurde erstellt von Sakaida Mai, 7. Okt. 2019.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Immer und immer wieder las sich Mai ihre Notizen durch. Diese bestanden gerade einmal aus vier Stichpunkten, doch sie beanspruchten die Gedanken der jungen Kunoichi seit einiger Zeit. Einen gut schmeckenden Kuchen backen, einen Preis gewinnen, ein Baumhaus bauen und eine Frau küssen. Vier kurze Sätze umfassten die einfachen Wünsche des Adachi Kaito. Ob er totkrank ist, dass er plötzlich auf die Idee kommt, sich Lebensträume zu erfüllen? Hoffentlich nicht. Oder es handelte sich um die sogenannte Midlife Crisis, welche den Mann ereilt hatte. Reichlich spät, aber warum auch nicht? Wie dem auch sei, Mai fand diesen Job am schwarzen Brett vor und war sofort angetan von dem Gedanken, jemandem solch wichtige Gefallen zu tun. Gute Taten lenkten einfach wunderbar vom oft so kalten Alltag der Shinobi ab. Aber umso öfter sie sich ihre Notizen durchlas, desto aufdringlicher wurden die Selbstzweifel in ihr: Was hatte sie sich eigentlich dabei gedacht? War sie überhaupt in der Lage, diese Wünsche zu erfüllen?

    Einen gut schmeckenden Kuchen backen - das sollte klar gehen. Irgendwie. Auch einen Preis zu gewinnen schien absolut realistisch zu sein. Und eine Frau, welche gegen eine kleine Entschädigung vielleicht jemanden küssen würde - die gab es bestimmt. Aber dann war da dieser andere Wunsch.. Mai griff sich links und rechts seitlich in den blauen Haarschopf, als würde sie sich die Haare raufen. "Wie soll ich denn ein Baumhaus bauen?", jammerte sie leise vor sich hin. Ein Baumhaus! Ein Haus auf einem Baum! Nicht einmal auf dem Boden könnte sie vier Wände errichten. Hoffentlich würden die anderen Shinobi, welche vielleicht an dem Job Interesse gezeigt haben, so etwas können. Ein wenig handwerkliches Geschick wäre wirklich von Nutzen. "Ein Baumhaus. Also so was!"

    Nachdem Mai unbeirrt ihr Selbstgespräch weitergeführt hatte, reckte und streckte sie sich auf der Bank, auf welcher sie Platz genommen hatte. Der Suzaku-Bezirk, in welchem Adachi Kaito lebte, war wie immer sehr belebt. Nicht einmal der leichte Nieselregeln hielt die Leute davon ab, heute auf die Straßen zu gehen. Dankbar sah Mai das Blätterdach über sich an. Der stattliche Baum neben der Bank schützte sie absolut perfekt vor dem leichten Regen. Nur einen Katzensprung weiter befand sich das Haus des Auftraggebers. Ob ihre Kollegen zu Mai finden würden? Oder hatte der Blauschopf bereits jemanden verpasst? Einen Moment lang würde sie noch hier ausharren, schließlich war sie früh dran.

    @Dokúiki Takeo @Haemasu Ai
     
  2. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Entspannt schlenderte Takeo durch die gut gefüllten Straßen von Josei und kratzte sich am Kopf. Offensichtlich war er gerade auf dem Weg zu einem Job. Soweit nichts neues, denn das Leben eines Shinobi bestand nicht, wie vielerorts geglaubt, nur aus einer Aneinanderreihung von Actionsequenzen, sondern zu einem großen Teil auch aus kleinen, banalen, aber nicht minder wichtigen Aufgaben. Er kramte in seiner Tasche, zog einen kleinen Zettel hervor und kniff die Augen zusammen. Er war nicht mehr sonderlich gut lesbar, da Takeo ihn bereits etliche Male herausgekramt, entfaltet, zerknüllt und weggepackt hatte. Einen gut schmeckenden Kuchen backen, einen Preis gewinnen, ein Baumhaus bauen und eine Frau küssen… Er ging alle Jobs noch einmal im Kopf durch, die er bisher absolviert hatte, und überprüfte diese auf ihren Wert für die Gesellschaft. Im Krankenhaus aushelfen? Definitiv hilfreich. Bei einer Großveranstaltung für Sicherheit sorgen? Keine Frage. Oma Hashimoto bei ihren Geburtstagsvorbereitungen unterstützen? Gut. Es war vielleicht kein großer Schritt für die Gesellschaft, aber definitiv stand am Ende ein sinnvolles Ergebnis, und um die Party führte nun mal kein Weg drumherum. Irgendwie erschloss sich ihm jedoch bei seinem heutigen Job nicht ganz, warum er tun sollte, was auf diesem Zettel stand. Es gab auch keine wirkliche Erklärung, außer, dass der Auftraggeber die Erledigung dieser vier Dinge für einen erfolgreichen Abschluss forderte.

    Takeo steckte den Zettel wieder weg, um sich ein wenig mehr auf den Weg zu konzentrieren, und kratzte sich wieder am Kopf. Vielleicht machte er sich zu viele Gedanken. Ein Kuchen war immerhin lecker, und wenn man nicht backen konnte, dann brauchte man eben jemanden, der das erledigte. Ein Baumhaus bauen erschloss sich ihm auch noch. Vielleicht für den Sohn oder Enkel. Durchaus könnte man Hilfe gebrauchen, wenn man es mit dem Handwerk nicht so hatte. Einen Preis gewinnen? Er blieb wieder auf offener Straße stehen. Wieso um Gottes Willen stand dieser Punkt auf der Liste? Warum denn EIN Preis. Nirgendwo war definiert, was für ein Preis. Man will doch nicht einfach irgendeinen Preis gewinnen?! … Oder doch? Er seufzte. Was ihn aber wirklich ins Grübeln brachte, war der letzte Punkt auf der Liste. Eine Frau küssen?! Wollte man Takeo hier ernsthaft verkaufen, dass jemand eine dritte Instanz bezahlte, um eine Frau zu finden und diese zu überreden einen alten Mann zu küssen? So funktionierte das Ganze in Takeos Welt einfach nicht. Nun gut… Auch er wusste, dass es in Josei durchaus Ecken gab, in denen man für die richtige Summe weitaus mehr bekam als einen Kuss, aber dann hätte ihr Auftraggeber sein Geld wahrscheinlich direkt dort angelegt.

    Er setzte seinen Weg fort und bog um die nächste Ecke, wo das Haus des Auftraggebers zu finden war. Nanu? Blaue Haare. Er grinste und fing leise an zu lachen. Jetzt wusste er, was hier gespielt wurde. Drei Jobs mit Mai in Folge konnten ein amüsanter Zufall sein. Vier Jobs infolge waren beinahe unmöglich, denn es lebten ja nicht nur zehn Ninja in Shirogakure, die sich ihr täglich Brot verdienen mussten. Die einzige Erklärung war also ein Tagtraum! Energisch schüttelte Takeo den Kopf, um sich ins Hier und Jetzt zurückzubringen, doch der Traum wollte einfach nicht enden. Es war schon etwas her, dass er es mit einem so hartnäckigen Traum zu tun hatte. Das einzige, was ihn jetzt wohl ins Hier und Jetzt zurückbringen konnte, waren Schmerzen. Er atmete also einmal tief ein, dann ganz langsam aus und kniff die Augen zusammen, bevor er sich selber mit voller Kraft eine Ohrfeige verpasste. Er war zwar nicht sonderlich stark, aber das hatte ganz schön gescheppert.

    Langsam öffnete er die Augen wieder. Mai war immernoch da und auch sonst hatte sich nichts verändert. Seine Augen weiteten sich und zwei große Fragezeichen waren in seinen Augen zu sehen. War das hier wirklich die Realität? Und viel wichtiger: Hatte das gerade jemand gesehen?!

    @Sakaida Mai @Haemasu Ai
     
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  3. Haemasu Ai

    Haemasu Ai Genin

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    Noch immer starrte Ai ungläubig auf das Stück Papier in ihrer Hand, als sie sich durch eine Seitengasse Joseis den Weg bahnte. Sie war schon misstrauisch gewesen, als ihre Mutter ihr am heutigen Tage zum Frühstück offenbarte, dass sie sich Gedanken gemacht hatte und sie ihre Tochter bei ihrer Shinobilaufbahn unterstützen würde. Das wäre das erste Mal, dass dies passiert, also hatte Ai gleich die Glaubwürdigkeit der Worte angezweifelt. Die Nachricht, die sie ihr dann gereicht hatte, derselbe Zettel, den Ai gerade beinahe vor Wut zerknüllte, hatte die Wahrheit zu Tage gefördert. Es war ein Job für AI, den ihre Mutter für sie angenommen hatte und das mit der Hilfe ihres Vaters. Verräter! Bereits beim ersten Blick auf die Beschreibung wurde Ai klar, dass dieser Job die demütigendste Auswahl war, die getroffen werden konnte, darauf hatte es ihre Mutter abgesehen, das wusste sie. Ihren eigenen Vater stufte die Haemasu eher so ein, dass er gutgläubig daran geglaubt hat, dass seine Frau versuchte die Risse in der Beziehung zu ihrer Tochter zu kitten. Aber es half nichts, der Job war angenommen worden und das auf ihren Namen, also musste er erledigt werden. Außerdem würde es ihr einiges an Genugtuung verschaffen, wenn sie nach Hause kam und ihrer Mutter unter die Nase reiben konnte, dass sie die Aufgabe, wie schmachvoll auch immer sie war, abgeschlossen hatte. Also kein Zurück mehr.

    Einen tiefen Atemzug nehmend trat Ai wieder auf eine der breiteren Straßen, als sie den blonden Schopf Takeos vor sich entdeckte. Der Sunanin schien in dieselbe Richtung zu laufen, wie die Pflanzenweberin selbst. Gehörte er zu der Gruppe, die diesem Kerl seine Wünsche erfüllen sollten? Es wäre auf jeden Fall schön ein bekanntes Gesicht bei sich zu haben. Als sie jedoch versuchte sich dem Mann zu nähern, blieb dieser stehen und schlug sich danach ins Gesicht. Merkwürdig, aber wenn das so sein Ding ist. Die Gelegenheit, die ihr jedoch durch den Stopp des jungen Mannes geboten wurde, nutzte sie sofort. Sie trat neben den Dokuiki. Grinsend gab sie dem größeren Shinobi einen Klaps auf das Schulterblatt, was bei dem Größenunterschied etwas merkwürdig vorkommen mochte. Hey, kein Grund dich zu ärgern. Sooooo schlecht warst du doch nicht, während unserer letzten Mission. Anhand der Stimme der Haemasu sollte man erkennen können, dass sie dies im Scherz sagte.

    Jetzt war sie sich auch sicher, dass er mit ihr zusammen den Job absolvieren würde, denn immerhin standen sie kaum drei Häuser von ihrem Ziel entfernt. Alles andere wäre ein zu großer Zufall. Um ihr Ziel endlich zu erreichen schon die Haemasu sich an Takeo vorbei und bemerkte nun den Grund, warum der Sunanin stehen geblieben war. Ein Mädchen mit langem, blauen Haar schien bei dem Haus des Auftraggebers zu warten. Kannte Takeo sie? Wahrscheinlich, aber das sollte eigentlich kein Grund sein, sie anzustarren. Es sei denn, dass … Ohhh, in Ais Kopf formte sich ein Bild, wie wahr oder unwahr dies war, war nicht von Belang. Mit einem kecken Lächeln schlenderte die Haemasu nun auf das blauhaarige Mädchen zu und ließ Takeo hinter sich zurück. Es war ja nur recht und billig, dass sie sich dem anderen Teammitglied auch vorstellte, nicht wahr? Guten Morgen, mein Name ist Haemasu Ai. Scheint so, als sollten wir heute zusammenarbeiten. Übrigens,, damit deutete Ai auf Takeo, der noch hinter ihr war, Takeo hat dich ein wenig angestarrt. Läuft da was zwischen euch beiden? Kein nennenswerter sozialer Filter erkennbar in Ai, das war sicher. Egal, wie die Situation zwischen den beiden war oder ob sie sich überhaupt kannten, die Situation besser gemacht, hatte die Haemasu auf gar keinen Fall.

    @Dokúiki Takeo @Sakaida Mai
     
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  4. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Ein klatschendes Geräusch ließ Mai wieder zur Straße blicken, auf welcher zwei Personen gingen. Obwohl noch einige Meter dazwischen lagen, konnte der quirlige Blauschopf bereits erkennen, dass es sich bei einem der beiden um Takeo handelte. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Er war wohl genau so ausbrannt wie sie selbst. Mai brauchte dringend Geld. So ziemlich immer. Warum war das eigentlich so? Wofür gab sie ständig ihre Notgroschen aus? Wie dem auch sei, das klatschende Geräusch kam aus der Richtung der beiden. Ob sie ihre Aufmerksamkeit erhaschen wollten? Seltsam, dass man dann in aller Öffentlichkeit einmal in die Hände klatscht. Dass Takeo sich selbst eine Backpfeife gegeben hatte, hat Mai nicht mitbekommen. Zu schade eigentlich, es hat bestimmt lustig ausgesehen!

    Das Mädchen neben ihrem Freund kam auf sie zugerannt, was Mai dazu veranlasste, sich von der Bank zu erheben. Lächelnd sah sie der Unbekannten entgegen und ging schwer davon aus, eine sehr junge Kunoichi vor sich zu haben. Wie alt sie wohl war? Elf oder Zwölf könnte hinkommen. Ihr Gesicht hatte irgendwie verschmitzte Züge, als würde ihr der Schalk im Nacken sitzen. Doch die violetten Augen waren sehr eindrucksvoll! Haemasu Ai war gerade einmal zwei Jahre jünger als Mai, womit der Blauschopf nicht rechnete. Gerade wollte sie sich ebenfalls vorstellen, als Ai noch etwas an ihre Begrüßung anfügte. Völlig überrumpelt von der unverblümten Frage des Mädchens sah Mai zwischen ihr und Takeo hin und her. "Äh" Dieser Gedanke war ihr ja noch gar nicht gekommen! Und jetzt drängte er sich so sehr auf! "Also.., äh, nein." Bedröppelt sah Mai zu Takeo und in ihrem Gesicht stand ein eindeutiges Fragezeichen. Weniger aufgrund der Mutmaßung des Mädchens, sondern viel mehr um die Kleine selbst. Kannte er sie bereits, dass sie solche Fragen stellte? Und was hatte er dazu zu sagen? Wie unangenehm! Aber Mai wäre nicht Mai, wenn sie nicht zugleich etwas Positives daran fand. Ai schien sehr offenherzig zu sein, was ja eine gute Eigenschaft ist. Also würde sie das nicht allzu ernst nehmen und sich stattdessen unbeirrt und gewohnt freundlich lächelnd vorstellen: "Ich bin übrigens Sakaida Mai. Freut mich!" Und wie schön ihre Haare doch waren! So einen ordentlichen Zopf kriegte Mai nie auf die Reihe. "Guten Morgen Takeo!", hing sie dann noch etwas verspätet an und inspizierte dann mit Adleraugen das Haus des Auftraggebers.

    "Dann würde ich sagen, wir statten Adachi Kaito mal einen Besuch ab!", beschloss sie grinsend und sah kurz in die Runde, ehe sich alle gemeinsam zum Haus begaben. Ein wenig zaghaft klopfte Mai an. Sie hatte sich eigentlich vorgenommen, das dreimal zu wiederholen, doch bereits nach einem Klopfen wurde die Tür so plötzlich aufgerissen, dass die Kunoichi kurz zusammenzuckte. "Da seid ihr ja! Ich habe extra direkt an der Tür gewartet, damit wir keine Zeit verlieren!" Kaito breitete die Arme aus und sah erwartungsvoll in die Runde. Er war klein, etwas rundlich, hatte eine Halbglatze und viel zu große Augen hinter den dicken Brillengläsern. "Womit beginnen wir? Ich bin ja so aufgeregt! Ich habe noch nie einen Preis gewonnen. Wie stellt ihr das an? Eine Tombola? Eine Lotterie? Ihr übernehmt doch meinen Einsatz, oder?" Oh, der hatte es ja wirklich eilig. Ein wenig verunsichert lachte Mai auf, sah dann kurz zu ihren Teamkollegen und schließlich wieder zu Kaito. "Eigentlich wollte ich uns zuerst kurz vorstellen und.. naja, vielleicht können Sie uns ja sagen, ob sie sich eine bestimmte Reihenfolge vorgestellt haben oder was Sie-" "Den Preis zuerst. Ich habe schon meine Straßenschuhe angezogen, es kann losgehen!" Wow, der hatte es ja wirklich eilig. Hoffentlich fand im Dorf irgendwo eine Tombola statt.. oder ein Hütchenspiel.

    @Haemasu Ai @Dokúiki Takeo
     
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  5. Dokúiki Takeo

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    Ein leichter Hieb auf seine Schulter ließ all seine Hoffnung verschwinden. Haemasu Ai trat mit einem Grinsen neben ihn. „Hey... ja. Weißt du... das war es gar nicht. Also…“ Er wusste nicht wieso, aber irgendwie hatte er den Drang zu erklären, warum er sich gerade selbst geohrfeigt hatte. Aber konnte er das erklären? Seine Tagträume versteckte er nicht gerade, aber klang es vielleicht nicht noch erbärmlicher, wenn er jetzt erzählte, dass es Tagträume gab, die so stark waren, dass nur eine Ohrfeige ihn daraus befreite? Schwierig. Wahrscheinlich ließ ihn beides ein wenig merkwürdig dastehen, weshalb er es erst einmal dabei beließ. Er wollte sich erneut an Ai wenden, doch als er seinen Gedankengang beendet hatte, war diese bereits an ihm vorbeigehuscht und hatte sich zu Mai gesellt. Gar nicht schlecht, denn es war höchste Zeit zu klären, was es mit dieser absurden Mission auf sich hatte.

    Er trat ein paar Schritte an die beiden heran, um die Gruppe zu komplettieren und hörte nur noch die letzten Worte aus Ais Mund: „… Läuft da was zwischen euch beiden?“ Takeo war weniger verwundert als er sein sollte, denn er kannte Ai bereits von der letzten Mission und wusste, dass soziale Gepflogenheiten nicht zu ihren Kerndisziplinen gehörten. Mit seinem gewohnten Grinsen begegnete er Mais verwirrtem Blick, auch wenn er eine gewisse Verwunderung über die Frage sicher nicht verbergen konnte. So hatte er Mai noch nie gesehen. Es war nicht zu verleugnen, dass sie eine attraktive junge Frau war, jedoch hatte Takeo nicht wirklich viel mit Liebeleien am Hut und sah in Mai viel eher so etwas wie eine große Schwester. Jetzt, wo es direkt angesprochen wurde, musste er aber doch ein wenig darüber nachdenken, kam jedoch wieder zu dem Standpunkt zurück, dass Mai nicht mehr für ihn war als eine enge Vertraute. Mai hatte Ais Frage bereits verneint, doch auch er wollte ihre Aussage noch einmal bestätigen. Er hoffte sehr, dass seine kurze Denkpause nicht falsch gedeutet wurde. „Nein, nein. Wir kennen uns nur gut.“ Er lachte und klopfte Ai ebenfalls leicht auf die Schulter. „Guten Morgen, ihr beiden.“

    Takeo hatte damit gerechnet, dass es erst zu einer kleinen Diskussion über den Inhalt der Mission kommen würde, denn er hatte da noch ein paar Fragen, jedoch war er damit scheinbar alleine, denn schon wenige Momente später fanden sie sich vor der Tür des Auftraggebers wieder, der sie schon erwartete und in ein Gespräch verwickelte. Vielleicht sollte man jedoch eher sagen, dass er sie mit einem Gespräch überrumpelte. Nicht mal eine Begrüßung war drin.

    Als Takeo dem Mann so lauschte, wurde ihm eins immer klarer: Das Ganze hier war kein Scherz. Es passierte wirklich. Mai konnte kaum einen Satz beenden, da sah sich die Gruppe schon mit der ersten Aufgabe konfrontiert: Der Preis! Noch hielt Takeo daran fest, dass mehr hinter dieser Aufgabe steckte und mischte sich in das Gespräch ein. Er überging die Vorstellung dabei wie selbstverständlich, denn wenn er eins bereits gemerkt hatte, dann dass Adachi Kaito nichts auf Begrüßungen gab. Er stürzte direkt ins Getümmel. „Was für eine Art von Preis stellen Sie sich denn vor? Es gibt doch sicher einen Grund, warum Sie einen Preis gewinnen wollen? Sie haben sich da doch bestimmt schon ihre Gedanken gemacht.“ Kurz stockte Kaitos Mimik als würde er die Frage nicht verstehen. „Wie meinen Sie? Es ist natürlich völlig egal was für einen Preis. Warum sollte das wichtig sein? ...“ Der gute Herr brabbelte noch ein wenig weiter, doch Takeo hatte voller Resignation bereits abgeschaltet. Es steckte wirklich nichts dahinter.

    Nachdenklich ging die Gruppe, die nun aus vier Leuten bestand, die Straße hinunter, um in das Unterhaltungsviertel zu gelangen, denn wenn Sie eine Tombola oder eine Lotterie wollten, dann würden Sie diese da sicher finden. In seinem Kopf kreisten jedoch immer noch einige Fragen und aktuell drehte sich die größte darum, wie Kaito einen Preis gewinnen sollte, wenn der Zufall entschied. Eine Möglichkeit war es einfach, sehr viel Geld zu investieren, um die Gewinnchancen zu erhöhen, doch Takeo war sich ziemlich sicher, dass niemand hier so viel Geld hatte oder investieren wollte, denn immerhin waren sie alle auch nicht zum Spaß hier. Die andere Möglichkeit war… Langsam beugte er sich zu Ai rüber und flüsterte ihr ins Ohr. Normalerweise war er ein aufrichtiger Mensch, aber hier gab es keinen anderen Weg, oder? Ai würde vielleicht empfänglich dafür sein. „Wir müssen betrügen, damit er einen Preis gewinnt, oder? Anders wird das nicht passieren, oder?“

    @Haemasu Ai @Sakaida Mai
     
  6. Haemasu Ai

    Haemasu Ai Genin

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    Die Pause, die Mai auf Ais doch eher ungestüme Unterstellung machte, sprach Bände, manches eindeutig, manches so sehr durch Ai zu deuten, dass sie sicherlich auf die falschen Schlussfolgerungen kommen würde. Doch lieber quittierte die Haemasu die offene Frage, die aus ihrer Sicht mehr als unbeantwortet geblieben ist einfach, als weiter nachzubohren. Sicher. Mussten sich die beiden selbst ihrer Gefühle klar werden, es war nicht die Aufgabe der jungen Kunoichi Amor oder ähnliches zu spielen. Daher wandte sie sich lieber der bevorstehenden Aufgabe zu und stocherte nicht weiter in der Gefühlswelt der beiden sie begleitenden Ninjas herum. Mai ergriff sogleich die Führung und wollte ihre Anwesenheit dem Auftraggeber mitteilen.

    Schon beim ersten Klopfen riss der Mann seine Haustür geradezu auf. Diese Energie, die der Auftraggeber verströmte, war für Ai zutiefst verstörend. Der Tatendrang und die Ungeduld sprachen Bände und das bevor er den Mund aufmachte, was die Sache aber auch nicht besser werden ließ. Wie ein kleines Kind schien sich der Mann auf seinen Preis eingeschossen zu haben, als wäre dies der größte Lutscher im ganzen Laden. Wahrscheinlich sogar der aus Plastik, der nur zu Werbezwecken bei den Süßigkeiten aufgestellt worden ist. Und für dieses hyperaktive Bündel sollten die drei Shinobi nun Wünsche erfüllen? Das war doch ein Garant für Desaster. Ganz zu schweigen davon, dass scheinbar niemandem klar war, wie sie die einzelnen Wünsche erfüllen sollten. Dies wurde besonders deutlich, als Takeo, den Ai als ziemlich aufrichtig und vermeintlich etwas zu spießig kennengelernt hatte, den Vorschlag unterbreitete zu betrügen. Lug und Trug waren nicht gerade Ais liebste Tätigkeiten, aber sie musste gestehen, dass ihr auch nichts Besseres einfiel. Welchen Preis konnte ihr Auftraggeber schon ohne Hilfe gewinnen? Wenn er es könnte, würde er keine Shinobi dafür brauchen. Mit einem wiederwilligen Grunzen beugte sich Ai nun zu dem Dokuiki herüber, um ihm zu antworten, während der Auftraggeber noch Mai in Beschlag nahm. Du hast wahrscheinlich recht. Nur wie? Das Repertoire von Ai war diesbezüglich etwas begrenzt. Sie konnte einen Feuerball verschießen, das brachte nur nichts um einen Preis zu gewinnen. Ansonsten hatte sie nur ihre Samen, ob ihr die helfen konnten? Ich hab eigentlich keine Pflanze, die uns helfen könnte. Gras, Distel und Lilie, nicht viel, aber irgendwie muss es klappen. Doch warum eigentlich Pflanze? Der Haemasu kam ein Gedanke, vielleicht war er genial, vielleicht eine bescheuerte Idee, aber sie mussten es versuchen. Nur, wie sollte sie Mai ihre Idee mitteilen, wenn der Auftraggeber diese in beschlag genommen hatte? Musste sie wohl erstmal mit der Hilfe von Takeo Vorlieb nehmen, dieser hatte ja auch Betrug vorgeschlagen. Ich hätte da vielleicht eine Idee. Wenn wir einen Hütchenspieler finden und es schaffen seine Kugel, bestenfalls eine braune, durch einen meiner Samen ersetzen, könnte ich den Samen Wurzeln sprießen lassen und so verhindern, dass er von einem Hütchen ins andere getauscht oder ganz vom Tisch gewischt wird. Es war immerhin eine Art Plan, leider wusste Ai auch nicht, was sie machen sollten, wenn es herauskam. Sie konnte die Wurzeln nicht zurückziehen, also war schon kurz nach dem Ergebnis des Spiels klar, dass getrickst worden war. Es müsste schnell gehen. … Oder jemand hatte eine bessere Idee, Ai war auch dafür offen. Ihr Plan war vielleicht Plan K, wenn die Pläne A-J in die Hose gehen würden.

    @Sakaida Mai @Dokúiki Takeo
     
  7. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Beinahe hilflos musterte Mai ihren Auftraggeber, als dieser den Versuch von Takeo, ihm ein paar Details zum begehrten Preis zu entlocken, schier zerschmetterte. Niemals würde Mai es in den Mund nehmen, aber Kaito war wohl einfach gestrickt, gab sich mit wenig zufrieden und schien ein klassischer.. Versager zu sein. Eine Person, die niemals so wirklich etwas auf die Reihe bekommen hatte. Ein Mensch, der meist allein war und anderen die Schuld gab, dass er keine sozialen Kontakte hatte. Weil ihn einfach niemand versteht und man ihn ohnehin gefälligst so zu nehmen habe, wie er nun einmal ist. So ungefähr stellte sich Mai die Person hinter Kaitos lahmer Fassade vor. Seufzend strich sie sich eine blaue Haarsträhne hinters Ohr und schüttelte leicht den Kopf. Solch gemeine Gedanken sollte sie nicht haben!

    Oder doch? Denn Kaito war..

    ..deswegen sollte man eingewachsene Zehennägel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich sage dir, mein großer Zeh stand kurz vor einer Explo-“ „Ich verstehe schon!“ Zufrieden nickte Kaito. Warum erzählte er Mai so etwas? Takeo und Ai waren fein raus aus dieser schrecklichen Diskussion, sie tuschelten gerade miteinander. Hoffentlich hatten sie die nötige Zeit, sich wegen des Preises Gedanken zu machen. „Und was hatte ich vor einem Jahr Probleme mit meiner Ozaena! Ich weiß nicht, was schlimmer war..“ „Oh! Oh wow! Ein Hütchenspiel!“, rief Mai dermaßen laut und ohne Vorwarnung aus, dass Leute sich verständnislos nach ihr umsahen. Irgendwie musste sie Kaito daran hindern, ihr zu erklären, was eine Ozaena ist.

    Während noch andere Personen an dem Spiel teilnahmen und Kaito dies gespannt beobachtete, ließ sich Mai in den Plan von Ai einweisen. Interessant, dass sie solche Fähigkeiten besaß, das musste die Gruppe unbedingt nutzen. „Sehr gut, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!“ Allerdings gab es ein Problem, wie konnte der Samen ins Hütchenspiel eingebaut werden, ohne dass es jemand bemerkte? „Wir brauchen ein Ablenkungsmanöver. Ich brauche nur wenige Sekunden, dann habe ich den Samen mit der Kugel ausgetauscht.“, flüsterte Mai ihren Teamkollegen zu. Takeo hatte Mai bereits in hochrangigen Missionen erlebt und sollte wissen, worauf sie hinaus wollte. Zivilisten waren leicht auszuspielen, wenn man schnell genug war. Kaito stand bereits am Stand, er würde der nächste sein. Ai drückte Mai den Samen in die Hand und diese zischte Takeo nur ein: „Tu irgendwas!“ zu, damit der Gauner des Hütchenspiels abgelenkt wurde.

    ...

    Was für eine Situation! Schleunigst bewegten sich die Vier weg vom Schauplatz, um ihn schnell wieder hinter sich zu lassen. Wie sollte es also weitergehen? Am besten wäre es wohl, wenn Mai Kaito mal fragen würde. „Wonach steht Ihnen jetzt der Sinn?“, wandte sie sich dem Mann freundlich und mit aufrichtiger Neugier zu. „Hm.. mal sehen. Ich will Kuchen. Gehen wir zu mir nach Hause.“ Und somit setzte sich der Mann auch schon in Bewegung und ging einfach los, seine Begleiter einfach stehen lassend. Hilflos sah Mai zu Ai und Takeo, seufzte mal wieder auf und hob verständnislos die Hände. „Er will jetzt Kuchen..“ Es schien Kaito nicht sonderlich zu stören, dass die drei Ninja mit etwas Abstand hinter ihm gingen. Wahrscheinlich war er mit seinen Gedanken bereits in der Backstube. „Ich glaube, der Kuchen wird unser geringstes Problem sein. Wir sollten uns lieber schon einmal Gedanken darüber machen, welche Frau den Kerl freiwillig küssen würde! Denkt ihr, seine Mutter oder Oma würden auch gelten?“ Eine Zeit lang beriet sich das Team, als dem quirligen Blauschopf etwas auffiel. „Seht nur! Auf diesem Baum, da bauen zwei Jungs gerade an ihrem Baumhaus herum! Denkt ihr, sie brauchen Hilfe?“ Tatsächlich wirkten die beiden gerade etwas verzweifelt, sie brauchten mehr Kraft. „Kaito! Warte mal! Wir könnten hier vielleicht ein Baumhaus bauen!“, rief Mai nach ihm. Sichtlich genervt trottete der Mann zurück und blieb vor den drei Ninja stehen. „Aber jetzt ist doch der Kuchen dran.“ Die Kunoichi musste sich das Augenverdrehen unterdrücken. „Diese Chance dürfen Sie doch nicht verpassen! Außerdem schmeckt ein Kuchen nach getaner Arbeit viel besser.“ Beinahe beleidigt scharrte Kaito mit seinem Fuß auf dem Boden herum. „Ich weiß nicht.. Ich bin nicht so spontan..“ Ohne ein weiteres Wort wandte sich Mai ihren Teammitgliedern zu. Ihr selbst riss gleich der Geduldsfaden!

    @Dokúiki Takeo @Haemasu Ai

    [out: Ich bin jetzt nicht so glücklich mit meinem Post. Den Ausgang hab ich mal offen gelassen was den Preis betrifft, vielleicht habt ihr ja ne kreative Idee :-) ]
     
  8. Dokúiki Takeo

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    Es machte ihn alles andere als stolz, dass gerade er es war, der den betrügerischen Plan ins Spiel gebracht hatte, der nun langsam Fahrt aufnahm. "Okay. Versuchen wir es." Takeo war ein großer Fan von Spielen und auch wenn er dem Glücksspiel eher abgeneigt war, wusste er doch, wo sie hin mussten, um einen Hütchenspieler zu finden. Er musste schließlich alles mal ausprobieren, um festzustellen, dass etwas nicht sein Ding war. "Okay. Jetzt müssen wir nur noch…" Kaitos Aufmerksamkeit auf den Hütchenspieler lenken. Das war leichter als erwartet, denn dieser hatte sich bereits wie ein kleines Kind mit leuchtenden, großen Augen in die Schlange gestellt. Über der Menschenmasse, die sich dort versammelt hatte, befand sich ein großes Schild: Fordert den großen Meister Raiten heraus, um eine Monatsflatrate im besten Ramenladen der Stadt zu erhalten! Heute noch ungeschlagen!

    Takeo kratzte sich am Kopf. Vielleicht war er einfach zu oft in diesem Viertel, denn im Gegensatz zu vielen anderen Schaulustigen kannte er den sogenannten Meister Raiten, der eigentlich Taro hieß. Deshalb wusste er auch, dass er nur ungeschlagen war, weil er ein nicht ganz so faires Spiel betrieb, weshalb er auch problemlos einen so großen Preis bewerben konnte. Wenn niemals jemand gegen ihn gewinnen würde, würde auch niemand merken, dass der Gutschein gar nicht existierte. So einfach war das. Leider würde Kaito so auch nicht sehr viel von seinem Preis haben, da der Betrug spätestens im Restaurant auffallen würde, jedoch war Takeo sich relativ sicher, dass Kaito nur selten in ein schickes Restaurant ging und der Inhalt des Preises für ihn auch relativ belanglos war. Das Positive an dem Ganzen: Takeo musste kein schlechtes Gewissen dabei haben diesen Taro zu betrügen.

    Als Takeo den Hütchenspieler beobachtete, dachte er noch einmal über Ais Plan nach. Es war sicher kein bombensicherer Plan, aber aktuell das Beste, was sie vorweisen konnten. Takeo hätte den Hütchenspieler natürlich auch mit einem kleinen Hausmittelchen manipulieren können, aber das wäre mit ziemlich großer Sicherheit ein wenig über das Ziel hinaus geschossen und er wusste mittlerweile, dass Mai alles andere als ein Fan davon war, Zivilisten mit reinzuziehen, auch wenn diese nicht zu Schaden kamen… jedenfalls nicht dauerhaft. Doch wie bekamen sie den Samen unter das Hütchen? Er dachte nach. Es musste schnell gehen, damit Taro es nicht merken würde. Er war zwar ein Betrüger, aber gerade Betrüger haben einen scharfen Blick auf die Umgebung. Wie sollten sie es also machen?

    Das Ganze war wohl ein Umstand, über den er ein wenig zu lange nachdachte, denn Mai riss ihn unsanft aus seinen Gedanken. Was soll ich machen? Er richtete die Aufmerksamkeit wieder auf die Situation. Offenbar war Kaito schon der nächste und Takeo wurde für das Ablenkungsmanöver auserkoren. Er hatte noch circa 20 Sekunden, um sich einen Plan dafür zu überlegen und etwas wirklich Gutes fiel ihm nicht ein, aber er wusste, dass Mai schnell war. Ein kurzer Moment würde ihr hoffentlich reichen. Takeo stolperte nach vorne in die zweite Reihe der Schaulustigen und stieß einen von ihnen so hart nach vorn, dass dieser sich an den Tisch des Hütchenspielers klammerte, um sein Gleichgewicht zu halten. Takeo hatte sich inzwischen in der Menge auf den Boden geworfen und mimte einen schrecklichen Notfall, der auch Kuro nicht entgehen konnte. Um dem ganzen noch ein wenig mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, ließ er mit Hilfe seines Doku Daeki noch ein wenig ungesund verfärbten Speichel seine Wange hinunter laufen. Wenn das nicht mal filmreif war. Wahrscheinlich würde es schwerer sein, die Anwesenden von der anschließenden Wunderheilung zu überzeugen.



    Die ganze Situation konnte man als sehr lehrreich bezeichnen und Takeo konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als sich die Gruppe vom Schauplatz entfernte. Das Ganze hatte ihm mehr Spaß gemacht, als er zugeben wollte. Das wäre ein sehr gutes Ende für den Job gewesen, doch es gab leider noch ein paar mehr Baustellen. “Ich weiß es wirklich nicht. Ich würde jedoch ungern mein Geld ausgeben, um jemanden dafür zu bezahlen. Ich weiß nur nicht, ob wir eine Person mit klarem Verstand davon überzeugen können, ihn zu küssen. Ich glaube nicht, dass er von sich aus genug Charme versprüht.” Das Kaito-Baby ließ ihnen nicht viel mehr Zeit, um über die Situation nachzudenken, denn er trieb Mai bereits mit seiner nächsten Eigenart zur Weißglut. “Kaito-san. Ich würde jetzt auch lieber einen Kuchen backen, aber diese Jungs sehen echt aus, als könnten sie Hilfe gebrauchen. Damit könnten sie nicht nur ein Baumhaus bauen, sondern gleichzeitig auch noch ein Held sein.” Held sein stand zwar nicht auf Kaitos Liste, aber irgendwie hatte Takeo das Gefühl, dass er damit seine Aufmerksamkeit gewinnen konnte.

    @Sakaida Mai @Haemasu Ai