Job: Jeden Tag eine gute Tat

Dieses Thema im Forum "Shirogakure" wurde erstellt von Takegatama Yuichiro, 16. Mai 2019.

  1. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Action! Spannung! Eine Menge Blu-moment, was? Es war kein Geheimnis, dass sich Shinobi, je länger sie in diesem Geschäft sind, auch auf gefährliche Missionen begeben. Vielleicht spionierten sie an dem einen Tag ein feindliches Lager aus, gingen mysteriösen Vorfällen in einer verlassenen Festung auf den Grund oder waren auf Konfrontationskurs mit herumstreunenden Banditen gekommen. Was auch immer sie machten, man war sich bewusst, dass diese Arbeit keine leichte sein würde und sogleich alles andere als ungefährlich. Und manchmal...eben nicht. Zugegeben, viele Ninja erledigten auch gemeinnützige Arbeit und halfen den Menschen des Dorfes, wo sie nur konnten. Das Shinobileben war eben nicht immer besonders actionreich, genau so wie heute. Heute wurden drei Genin dazu auserkoren, dem Dorf dabei zu helfen, die Geschmäcker der Leute zu treffen und ihnen allerlei Kuchen und Waffeln zu verkaufen...und Getränke waren natürlich auch dabei. In dem Brief, den Yui von der Verwaltung bekommen hatte, stand nur, dass er sich mit zwei weiteren Personen vor dem Dorfgemeinschaftszentrum treffen sollte. Da das Wetter heute sowieso nicht so gut war, es waren überall wolken zu sehen und anscheinend würde es bald anfangen zu regnen, würde das Ganze wohl innerhalb des Gebäudes stattfinden. Außerdem stand in dem Brief noch, dass all dies von einer gemeinnützigen Organisation geleitet wurde, die im Dorf anscheinend bei allen möglichen Events vertreten ist und mithilft. Naja, klang ja fast schon so wie das Ninja-Dasein. Als Genin half man dem Dorf und den Menschen immerhin auch sehr oft, auch wenn es meist um triviale Dinge ging. Na wie auch immer, dann müsse Yuichiro heute sein bestes Lächeln aufsetzen, vielleicht wurde es ja ganz lustig. Immerhin waren da noch zwei andere Kumpanen, die ebenfalls halfen. Eventuell verstand man sich ja mit den beiden, dann verging die Zeit bestimmt wie im Flug. Apropos Zeit, der Junge müsste langsam mal los, sonst kam er noch zu spät zum Treffpunkt!

    Gesagt getan, raus aus der Wohnung und ab ins Sauwetter! Solange es nicht anfing, zu schütten, bis sie im Gebäude waren, war es ja schön und gut, aber der Wind war trotzdem nicht schön (wenn man mal Yuis eher leichte Bekleidung bedachte). Zum Glück hatte er damit schon fast gerechnet und seine Robe so eng gezogen, dass der riesige Ausschnitt heute nur in etwa Normalgröße hatte. Wäre vielleicht auch nicht so passend gewesen für diese Veranstaltung, es gab immerhin einige Menschen, die so etwas störte. Jeder wie er meint, aber um sich selbst den Stress zu nehmen, sich später mit diesen Menschen auseinandersetzen zu müssen, traf Yui Vorsichtsmaßnahmen. Angekommen am Eingag des Gemeinschaftszentrums schaute der Takegatama sich um und...stand alleine da. Dann war er wohl der Erste im Bunde. Wie die anderen beiden wohl waren? Na hoffentlich kamen sie schnell.
     
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  2. Tsukigata Yamato

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    Wohltätigkeitsveranstaltungen gehörten im Hause Tsukigata fast schon zum Tagesgeschäft. Kaum ein Monat verging, in dem die Familie nicht zu irgendeinem guten Zweck einlud und noch häufiger waren sie aus genau diesem Grund irgendwo eingeladen. Als Yamato daher den Brief mit seinem nächsten Auftrag erhalten hatte, musste er doch schmunzeln. Ob seine Mutter ihre Finger im Spiel gehabt hatte? Yamato wusste es nicht sicher, traute es ihr aber durchaus zu. Vor allem, nachdem sie von seinen bisherigen Einsätzen nicht allzu begeistert gewesen war. Gezeigt hatte sie außer Lob und einer guten Portion Stolz über seine Leistungen zwar nichts, aber Yamato kannte sie inzwischen doch gut genug, um die kleinen, aber feinen Anzeichen von Missfallen und Sorge zu erkennen. Denn umgekehrt hatte auch er nicht ganz verbergen können, dass insbesondere seine letzten Tätigkeiten für das Dorf an seinem Selbstbewusstsein genagt hatten. Und nun also ein harmloser kleiner Waffelverkauf zwischendurch? Warum nicht. Viel schiefgehen konnte dabei wohl kaum, wenn er sich nicht wirklich kreuzdämlich anstellte. Und das würde er tunlichst vermeiden. Dann abseits familiärer Verpflichtungen war er nicht allein unterwegs. Einen seiner Mitstreiter kannte er noch nicht (und umso wichtiger war es, den ersten Eindruck nicht zu versauen), der andere war kein Geringerer als Arata. Und vor dem wollte er sich noch viel weniger blamieren.

    Den Weg zum Gemeinschaftszentrum legte Yamato auf dem kürzesten Weg zurück, den er kannte, und folgte ihm zügig, denn das Wetter war wirklich besch… eiden schön. Noch regnete es nicht, aber es würde wohl nicht mehr lang dauern, bis sich die himmlischen Schleusen über Jôsei öffneten. Ob dann überhaupt noch Leute kommen würden? Hm… nun, daran konnte der Tsukigata im Moment nicht viel ändern und der Tag war ja auch noch jung. Er jedenfalls erreichte das Zentrum trockenen Fußes, wenn auch ordentlich durchgewirbelt. Nachdem die schützende Jacke an der Garderobe aufgegeben worden war, warf Yamato noch einen schnellen Blick in den Spiegel, um einige abstehende Haarsträhnen wieder in Form zu bringen. Normalerweise wäre es ihm egal gewesen, aber der heutige Anlass gebot doch ein gewisses Auftreten. Und danach hatte er auch seine Kleidung gewählt. Hemd und Hose waren in aufeinander abgestimmten Blautönen gehalten, darüber trug Yamato ein leichtes, graues Jackett, das vermutlich bald in irgendeiner Ecke liegen würde, je nachdem, wie heiß es beim heutigen Waffelverkauf hergehen würde. Und auch die „guten Schuhe“ hatte er heute im Schrank gelassen und stattdessen ein Paar sauberer Turnschuhe ausgesucht. Alles in allem nicht überzogen, aber auch nicht komplett leger.

    Erst dann sah er sich nach Arata und Yuichiro um. Inzwischen hatten sich schon einige Menschen im Eingangsbereich des Gebäudes eingefunden, so dass Yamato ein wenig suchen musste, bis er jemanden entdeckte, der ebenfalls suchend aussah. Mit einem unverbindlichen Lächeln trat er auf den jungen Mann im blauen Gewand zu und hob die Hand zu einem lockeren Gruß. „Guten Morgen! Auch hier zum Waffelverkaufen? Ich bin Yamato.“.
     
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  3. Yamanaka Arata

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    Hach ... endlich. Eine Aufgabe, bei der nicht viel schiefgehen konnte! Während andere vielleicht eher mäkelig reagiert hätten auf so eine triviale Jobzuweisung, für Arata war es nach seinen bisherigen Erfahrungen mit "richtigen" Missionen - und auch mit den meisten seiner Jobs - eine regelrechte Erleichterung, sich mal einen Nachmittag mit dem Verteilen von Kuchen und Waffeln beschäftigen zu dürfen. Außerdem war Yamato wieder dabei. Arata bildete sich nicht ein dass das an ihm oder am Schicksal lag, gerade in der Enstiegsphase wurde man einfach gerne im Block eingeteilt, aber - es freute ihn einfach, wieder mit dem Tsukigata unterwegs zu sein. Und zwar in einer Konstellation wo ihnen keine abrupten Körperwechsel dazwischen kämen. Da konnte ihm auch das nicht ganz so strahlende Wetter einen Strich durch die Rechnung machen, nein ... er warf sich einfach seine dünne Regenjacke über, falls es nochmal anfing zu stürmen oder zu schütten, und trat hinaus in das unerwartet wechselhafte Wetter ... hui. Nicht wirklich kalt, aber windiger als er von drinnen geahnt hatte.

    Der Weg bis zum Gemeinschaftszentrum war von Aratas Wohnblock aus nicht allzu weit - zwar hatte er es bisher nicht von innen gesehen, aber den Weg kannte er bereits. Der Yamanaka hatte sich angesichts des Anlasses und wegen des Wetters gegen ein T-Shirt entschieden und irgendwo noch ein etwas adretter aussehendes marinegrünes Polohemd hervorgekramt und über ein warmes Unterhemd gezogen. Verbunden mit der khakifarbenen Hose und festen Schnürschuhen sah es schwer danach zwar ein wenig aus als sei er einer der freiwilligen Helfer im Krankenhaus, aber ... gerade darum passte es ja auch irgendwie zum Anlass und sah nicht zu locker aus. Und gleichzeitig nicht so schick dass er sich über Fleckchen von Puderzucker darauf ärgern würde ... immer vorausgesetzt er schaffte es durch diese Böen überhaupt bis an den Einsatzort!

    Es vergingen also ein paar Minuten länger als erwartet, bevor Arata zu der kleinen Gruppe vor dem Eingang stieß - er erkannte Yamato von weitem und hielt direkt auf ihn und den gegenüberstehenden jungen Mann zu, der noch einmal deutlich größer war als der Tsukigata. "Hi!" Rief der Yamanaka von weitem - und lachte kurz, als eine erneute Böe seine Locken plötzlich zum Fliegen brachte. Dann beeilte er sich, unter das schützende Vordach zu kommen. "Ich hoffe ich habe euch nicht warten lassen ... konnichiwa, ich bin Yamanaka Arata. Freut mich, dich kennenzulernen." Stellte er sich dem noch neuen Bekannten in der Runde vor, der wohl Takegatama Yuichiro sein musste. Und natürlich Yamato, den er mit einem ungewöhnlich offenen Lächeln begrüßte. "... hättet ihr was dagegen wenn wir uns drinnen näher bereden? Dann können wir auch schon mal den Raum suchen." Und gucken ob alles da war oder sie noch Teig besorgen müssten ... alles in allem, ein angenehm unwichtiges Problem. Genau was er jetzt brauchte. Und mit Yamato hätte er wohl auch Kuhställe ausgemistet, ohne dass es seiner Stimmung zu viel Abbruch getan hätte.
     
  4. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Nicht jede Aufgabe musste unbedingt spannend sein. Waffeln verkaufen klang zumindest nach einer Abwechslung, und es würde ja auch nur diesen Tag beanspruchen. Auch wenn Yui sich viel lieber seinem Training widmen würde, es gehörte zur Pflicht eines Shinobi und das respektierte er. Außerdem hatte der Takegatama somit die Möglichkeit, zwei weitere Ninja kennenzulernen, die mit ihme diese Aufgabe bestreiten müssten. Tsukigata Yamato und Yamanaka Arata… ihre Namen kannte er eigentlich, aber bei letzterem klingelte es irgendwo, ganz hinten in seinem Kopf. Er wusste nicht genau was und wieso überhaupt aber irgendwie...kam in den tiefsten Tiefen seines Gehirns etwas hoch. Sein Gedankengang wurde allerdings von der ersten Person, die ihn ansprach, unterbrochen. Yuis suchender, etwas in sich gefallener, Blick veränderte sich plötzlich und lächelte den anderen Shinobi breit an. “Freut mich, dich kennenzulernen, Yamato-kun. Ich bin Takegatama Yuichiro, aber nenn mich einfach Yui, das ist am einfachsten.”, begrüßte er ihn und schaute sich dann erneut in der Gegend um. “Fehlt nur noch ei-” und genau in diesem Moment erschien auch schon der nächste. Damit waren die drei wohl vollständig. “Arata-kun, sehr erfreut. Takegatama Yuichiro mein Name, aber Yui reicht auch.” und ja, er hatte diesen Satz jetzt im Prinzip zwei Mal hintereinander gesagt. Huh, vielleicht hätte er auch einfach warten können, bis beide da waren? Aber wer dachte denn, dass sie so schnell aufeinanderfolgend auftreten würden. “Nein, ich hab nix dagegen. Die Wolken sehen sowieso nicht gut aus, und nass Waffeln zu verkaufen ist auch nicht die beste Idee”, und mit diesen Worten betraten die drei das Gemeinschaftszentrum von Shirogakure.

    Die Empfangsdame begrüßte die Gruppe mit einem freundlichen Lächeln. “Konnichiwa, womit kann ich euch behilflich sein?” Yui trat dann als erster an den Empfang. “Konnichiwa, wir sollen heute beim Waffelverkauf helfen, der hier stattfinden soll.” und die Dame blätterte kurz in ihren Unterlagen. “Ah ja...Takegatama-san, Yamanaka-san und Tsukigata-san, nehme ich an? Einfach durch diese Tür und dann den Gang entlang, dort findet ihr den Eingang zum Aufenthaltsraum, wo es heute stattfinden soll” und sie zeigte auf die Tür links von der Gruppe.”Und wenn ihr einen Mann seht, der etwas...aufgeregt und gestresst durch die Gegend läuft, das ist der Veranstalter dieses kleinen Events, Ibu-san. Es scheint wohl irgendwelche Probleme zu geben, ich weiß aber nichts genaues. Am besten ihr fragt ihn selber. Viel Erfolg euch”, und mit einem lächeln ging sie ihren anderen Tätigkeiten weiter nach. Yui drehte sich zur Gruppe um, schaute die anderen beiden einen Moment an. “Ich denke, wir sollten herausfinden, was es damit auf sich hat.” und machte sich dann auf zur Tür, die ihnen die nette Frau gezeigt hatte. “Probleme...natürlich konnte es nicht reibungslos ablaufen, aber kein Problem! Dafür sind wir hier!”
     
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  5. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Alles klar, Yui-kun! Einfach ist immer gut.“, meinte Yamato gerade, da bog auch schon Arata um die Ecke – diese wehende Wolke goldblonder Haare erkannte er doch schon von Weitem. „Schön, dich zu sehen, Arata!“, grüßte der Tsukigata mit einem Lächeln und stimmte dem Vorschlag hineinzugehen, mit einem bekräftigenden Nicken zu. Er hatte ja schon einen Abstecher zur Garderobe gemacht, um seine Jacke abzugeben, und hätte bestätigen können, dass es im Inneren des Hauses um einiges angenehmer war, wäre es nicht komplett offensichtlich gewesen. Die Vorstellung bei der Rezeptionistin übernahm derweil Yuichiro, also hielt Yamato sich bis auf einen höflichen Gruß und ein Danke bei der Verabschiedung im Hintergrund und folgte Arata und dem Takegatama anschließend weiter zu ihrem Einsatzort. „Ja, schauen wir mal, was wir für Ibu-san tun können.“, stimmte Yamato zu und hielt nach etwas Ausschau, das wie ein gestresster Mann aussah.

    Sie hatten den Aufenthaltsraum, der eher eine kleinere Festhalle war, gerade betreten und sich noch gar nicht richtig umgeschaut, da schallte ihnen bereits ein atemloses „Da seid ihr ja endlich! Es ist furchtbar!! Ganz furchtbar!!!“ entgegen. Da war er. Ibu-san. Ein kleiner Mann mit fliehendem Haaransatz, der die Fünfzig bereits überschritten haben mochte, etwas untersetzt und pausbackig. „Schaut euch das Desaster an!“, rief er aus und wirkte dabei reichlich außer Puste. Die Aufregung und das ständige Hin- und Herlaufen hatten ihm eine leuchtende Röte ins Gesicht getrieben. Ibu-san wies auf einen großen Tisch am Rand der Halle, hinter dem gerade eine Frau hektisch den Boden schrubbte, und bedeutete den drei jungen Männern mit einer ungeduldigen Geste, dass sie ihm folgen sollten. „Irgendein Idiot ist gegen die Kanister mit dem Teig gestoßen und jetzt haben wir zu wenig davon! Ich habe schon jemanden ausgeschickt, um neue Zutaten zu besorgen, aber anrühren müsst ihr sie selber.“. Aus skeptisch zusammengekniffenen Augen musterte Ibu seine drei Helfer. Sahen ja alle nicht so aus als hätten sie viel Ahnung vom Backen, aber es musste jetzt eben einmal so gehen. „Seid unbesorgt, Ibu-san. Wir kümmern uns darum.“, versicherte Yamato ihm, dann stob der kleine Mann schon wieder von dannen, um irgendjemand anderen anzurüffeln. „Puh…“, machte der Tsukigata und warf seinen Mitstreitern einen vielsagenden Blick zu. „Schauen wir uns erstmal das Schlachtfeld für unsere Massenvernichtungswaffeln an, mh?“. Galgenhumor ging immer.

    Abseits des Debakels um den Waffelteig war die Festhalle recht hübsch hergerichtet. Weiter hinten war eine kleine Bühne aufgebaut und mit grünen Zweigen und bunten Blumen geschmückt worden. Davor hatte man mehrere Reihen von Stühlen aufgestellt und an den Langseiten des Raumes befanden sich mehrere Tische, an denen neben den Waffeln auch Getränke, Kunsthandwerk und Kinderspiele angeboten wurden. Eine Gruppe Tänzer in fantasievollen Kostümen beratschlagte gerade in einer Ecke nahe der Bühne. „Konnichiwa!“, grüßte Yamato die schrubbende Frau, die genervt zu ihm aufschaute und den Gruß halblaut erwiderte. „Lasst uns das weitermachen.“, bot er direkt an. Die Frau sah nicht aus wie eine Reinigungskraft und hatte sicher noch andere Aufgaben. „Wir betreuen den Stand heute und können ihn auch saubermachen.“. Beziehungsweise er würde, denn ob Yui und Arata einverstanden waren, hatte er im Eifer des Gefechts nicht gefragt. „Hrm, dann viel Spaß damit. Der Dreck klebt wie die Hölle…“, grummelte die Frau, schmiss den Lappen in den Eimer und verkrümelte sich. Da standen sie nun an ihrem „eigenen“ Waffelstand. Wäre es nicht um die gewaltige Teigpfütze auf dem Boden gewesen, hätte alles völlig normal ausgesehen. Zwei Waffeleisen standen bereit, Butter zum Einfetten war vorhanden, ebenso Puderzucker, Streusel und einige süße Soßen, Servietten und kleine Schalen für die fertigen Waffeln. Auch drei saubere Schürzen lagen bereit. Unter dem Tisch standen zwei kniehohe Kanister mit einem fertigen Teig, der nur noch in die Form gegossen werden musste. Blöderweise war einer dieser Kanister inzwischen leer, weil sein Inhalt sich über den blankpolierten Parkettboden ergossen hatte. „Ich mach‘ das hier mal weiter. Kümmert ihr euch um den Teig, wenn die Zutaten kommen? Ein Rezept müsste ich noch wissen…“. Mit diesen Worten tauchte Yamato unter den Tisch und schnappte sich den Lappen, um erst einmal weiter sauberzumachen.
     
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  6. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Auf ins Getümmel! Und obwohl Arata sich im Voraus schon sicher gewesen war, dass er es hier mit einem ruhigen, undramatischen Auftrag zu tun bekommen würde, für die Leute vor Ort schien es keineswegs entspannt zu laufen - dafür sprach schon der aufgeregte Mann, der ihnen entgegeneilte und von einem furchtbaren Desaster berichtete. Das darin bestand dass jemand den Teig umgekippt hatte und jetzt neuer organisiert werden musste. Grundgütiger ... ein bisschen schämte er sich fast dafür, Ibus Sorgen nicht so ernst zu nehmen, aber für ihn war es ein regelrecht angenehmes Problem. "Das bekommen wir schon hin." Bekräftigte er Yamatos Kommentar, und kicherte einen Moment später über den kleinen Scherz - Massenvernichtungswaffeln, in der Tat! Dann ging mit den anderen weiter auf den Stand zu, wo sie ihre Waffeln verkaufen würden. Komme was da wolle! Arata grinste in sich hinein. Endlich mal eine Aufgabe für die man sich guten Gewissens begeistern konnte.

    Der erste Eindruck vom Stand der Vorbereitungen war eigentlich ganz gut - wenn alles schiefging könnten die Leute hier auch ohne Waffeln immer noch einen ganz akzeptablen Abend verbringen. Vielleicht wäre er selbst auch hergekommen, wenn er den Nachmittag frei gehabt hätte. Ansonsten war auch alles da, soweit er es erkannte - Aratas Backkünste gingen vielleicht nicht allzu weit, aber ... Waffelteig sollte er ja wohl hinbekommen. "Aber klar." Bestätigte er, band sich eine Schürze um, und reichte Yuichiro eine weitere an. Gut, bewaffnet waren sie ... und die junge Frau, die sich da vorne an einem verschlafen dreinschauenden Bühnentechniker vorbeimogelte und dabei ein reichlich gewagtes Wendemanöver hinlegte, brachte wohl ihre Zutaten. Zumindest sah der kleine Klappkarton mit einem Karton Eier und mehreren Papiertüten in denen sich wahrscheinlich Mehl und Zucker versteckten nicht danach aus als wären Scheinwerfer drin. "Hier sind wir!" Rief er aus und winkte, und ein paar Momente später hatten sie ihre Munition. "Okay ... dann ... keine Müdigkeit vorschürzen?" Fragte er, und grinste kurz unsicher, als ihm sein eigener Witz im Gegensatz zu Yamatos vorigem etwas dämlich vorkam - dann griff er prompt zur Teigschüssel und stellte sie ins Zentrum des Verkaufsstandes. "Hast du schon mal gebacken, Yuichiro?" Fragte er neugierig, während er nach einer Tüte Mehl griff. Der andere sah jetzt nicht auf den ersten Blick aus, als würde er gern Gebäck essen - geschweige denn zubereiten - aber erste Einschätzungen konnten täuschen. "Ich versuch mich nur zu den Feiertagen an Plätzchen ..." und auch das erst seitdem er sich eines trübsinnigen Abends vor zwei Jahren den Ratschlag seine Abende mit irgendwas zu füllen einmal selbst ans Herz gelegt hatte, statt ihn immer nur anderen zu geben. "Die letzten sind ein bisschen steinig geworden, aber ich denke mit dem Waffeleisen kann man nicht viel falsch machen."

    Einen Moment später beugte er seinen Lockenschopf unter den Tisch, zum immer noch wischenden Yamato. "Kommst du hier unten zurecht oder können wir dir helfen? Bisher bist du der einzige mit Rezept - wir brauchen dich hier." Begründete er lächelnd.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2019
  7. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Also dieser kleine Auftrag war schon mal um 200% spannender, als am Anfang vermutet...was zwar immernoch nicht viel ist, aber ist ja auch eigentlich egal, um Spannung ging es ja nicht. Die Dreiergruppe musste zumindest noch etwas mehr machen als nur dort zu stehen und die Waffeln zu verkaufen, neuer Teig musste auch noch angerührt werden, so wie Ibu ihnen berichtete. Bei Yamatos Wortwitz wusste Yui nicht, ob er jetzt lachen oder seufzen sollte. Im Endeffekt sorgte es bei ihm zumindest für ein leichtes Kichern, so schlecht war er gar nicht gewesen. Es war schön, sich neben den etwas ernsteren Missionen, die man als Shinobi so bekam, auch mal etwas entspannteres aufgetragen zu bekommen. Gut, die anderen Leute hier waren sahen jetzt nicht wirklich so aus, als würden sie gerade der einfachsten Arbeit nachgehen und entspannt sah hier wirklich niemand aus, aber für den Takegatama war es eigentlich eine willkommene Ablenkung.

    Die Festhalle sah schon recht schick aus, auch wenn noch nicht alles fertig war. Überall hechteten Leute hin und her, hier und da wurde am Licht für die Bühne gewerkelt, Sound-Checks wurden zwischendurch vorgenommen. Reges Treiben herrschte und an der Seite befand sich das Schlachtfeld dieser Gruppe. Während sich Yamato gleich darum kümmerte, dass der restliche Waffelteig, der auf dem Boden verteilt war, das zeitliche segnete, begutachteten Yui und Arata den Tisch und die Zutaten, die ihnen freundlicherweise gerade gebracht wurden. Erstmal die Schürze umbinden und die Ärmel seines Gewandes lösen und etwas oberhalb seines Armes festmachen. Nicht, dass die noch dreckig werden. “Gebacken?” Da musste er tatsächlich mal nachdenken. “Selten. Ich habe es früher mal ausprobiert, aber backen ist nichts für mich.” Er war noch nie ein Freund von Plätzchen, Kuchen oder dergleichen gewesen, war ihm alles zu ungesund. Es gab Ausnahmen, aber wenn es ging, vermied Yui sowas. “Ich denke, wir werden mit einem Waffeleisen zurechtkommen.” Wäre auch irgendwie traurig wenn nicht. Da der Schwarzhaarige keine wirkliche Ahnung davon hatte, Waffelteig zusammenzumischen und der einzige, der ein Rezept hatte, am wischen war, tat er das, was ihm am sinnvollsten erschien. Mit einem Ruck begab er sich unter den Tisch. “Fang am besten schon mal mit dem Teig an, ich mach das hier fertig.” sagte er zu Yamato und fing an, den Rest sauber zu machen. “Teig uns, was du drauf hast, Yamato-kun”

    ...okay, genug von den, immer schlechter werdenden, Wortspielen.
     
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  8. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Die Frau hatte wahrlich nicht untertrieben. Der klebrige Teig, der sich über den polierten Dielenboden der Festhalle ergossen hatte, war ein elender Dreck, der sich nur schwer beseitigen ließ. Gar nicht einmal, weil er so sehr klebte. Vielmehr war die zähe Pampe aufgrund ihrer Konsistenz und der schieren Menge mit einem Lappen nur schwerlich zu beseitigen. Yamato hatte sich daher kurzerhand eine der Rührschüsseln vom Tisch geangelt, um die gröbsten Verschmutzungen mit bloßen Händen hinein zu schaufeln. Danach erst ging er mit dem Wischtuch zu Werk, um den Boden wieder sauber zu bekommen. Dennoch war er guter Dinge, während er mit einem Ohr zuhörte, was Yui und Arata oberhalb der Tischplatte miteinander besprachen. Mit jedem Wisch wurde der Schmutz weniger und so wie es aussah, sollte die Aufgabe für ihn so oder so vor der Zeit enden, denn Aratas blonder Schopf tauchte neben ihm auf. „Hai, taichou-sama!“, gab der Tsukigata grinsend zurück und wrang den Lappen aus. Dann war auch schon Yui bei ihm, um weiter sauberzumachen. „Das kriegen wir schon gebacken.“, meinte Yamato augenzwinkernd (ein blödes Wortspiel ging schließlich immer noch) und drückte dem Takegatama den Wischlappen in die Hand. Besonders appetitlich war das gute Stück leider nicht mehr, denn der schmierige Waffelteig hatte sich flächendeckend darin verteilt und das Wasser im Eimer hatte ebenfalls schon eine trüb-milchige Färbung angenommen. Frisches Wischwasser wäre wohl keine allzu schlechte Idee… Und Yamato selbst sollte auch noch einmal mit sauberem Wasser in Kontakt kommen, bevor er mit Lebensmitteln hantierte. „Ich geh mir schnell noch die Hände waschen und bring dir gleich frisches Wasser mit.“, signalisierte er Yui und verschwand kurz in einem der nahegelegenen Waschräume. Hygiene musste sein.

    Es dauerte jedoch nur wenige Minuten bis der Tsukigata wieder auftauchte. Mit sauberen Händen und einem neuen Eimer, den er unterwegs jemandem abgeschwatzt hatte. „So, das sollte für den Rest genügen.“, meinte er zu Yui, als er ihm das frische Wasser hinstellte. Dann schnappte er sich die letzte Schürze und band sie sich um. „Schauen wir uns mal den Teig an…“. Er warf Arata, der zwischenzeitlich die Stellung hielt, ein Lächeln zu und inspizierte die Zutaten. Soweit schien alles da zu sein. Eier, Mehl, Zucker, Butter, Milch, Backpulver und für die geschmackliche Feinabstimmung etwas Vanilleextrakt und Salz. Es gab allerdings ein anderes Problem. Oder etwas, das eines werden konnte. „Für so viele Leute hab ich noch nie was vorbereitet und ich weiß nicht, wie viele Portionen das hier werden sollen.“, überlegte er und warf Arata einen zweifelnden Blick zu. „Ich werd’s raufrechnen, aber auch ein bisschen frei Schnauze machen müssen.“. Während Yamato sprach, hatte er sich bereits die Butter geangelt und schaufelte sie in guten Portionen in die große Rührschüssel. Es folgten Zucker und Vanille, die der Tsukigata mit kräftigem Rühren untermischte. In der Festhalle wurden derweil die letzten Vorbereitungen allmählich abgeschlossen und die Zeiger der großen Uhr über der Bühne rückten erbarmungslos weiter in Richtung Eröffnung. „Ara?“, fragte Yamato, der gerade ein Ei nach dem anderen aufschlug und die Schüssel pflatschen ließ. Erst mit etwas Verzögerung fiel ihm sein Fauxpas auf und er blickte den Yamanaka entschuldigend an. „Äh, Arata-san. Entschuldige bitte… ich wollte nicht unhöflich sein.“, meinte er kopfschüttelnd. Während Yui direkt klargemacht hatte, auf welcher hierarchischen Ebene sie miteinander kommunizierten, war Yamato sich bei Arata noch immer nicht ganz sicher. Wie ein -kun wirkte er nicht und war zudem noch weit fortgeschrittener als er selbst. Senpai also? Die endgültige Entscheidung musste allerdings noch warten, denn andere Dinge waren gerade weit wichtiger. „Es wird gleich losgehen. Kannst du schon mal die Waffeleisen einfetten und danach vorheizen? Und natürlich die ersten Kunden in Empfang nehmen…“. Der Kanister mit dem schon fertigen Teig sollte zumindest eine Weile halten. „Kann sein, dass ich mir dann eines der Eisen borgen muss, um meinen Teig zu testen.“. Nichts wäre peinlicher als ein Waffelteig, der nicht zu einer Waffel wurde. Und Yamato wäre nicht Yamato gewesen, hätte er sich ein solches Desaster nicht absolut zugetraut.
     
  9. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Taichou-sama ...? "Ehm ..." Ara stutzte kurz, und erwiderte Yamatos für ihn irgendwie unerwartetes Grinsen dann mit einem ziemlich schüchternen Lächeln. So hatte ihn noch nie jemand genannt ...es war gut dass Yui gleich darauf das Wischen übernahm, denn sonst hätte Arata jetzt noch einen peinlichen Moment damit verbracht rosa anzulaufen. So ... beschäftigte er sich damit ein bisschen ratlos zu überlegen welche Aufgabe er nun übernehmen könnte, während Yui wischte und Yamato sich nochmal rasch die Hände waschen ging, und sich die folgenden Minuten relativ nutzlos vorkam - er versuchte wenigstens die Zutaten zu sortieren, während er das selbe mit seinen Gedanken versuchte ... beides nur mäßig erfolgreich. Yamato war so charmant ... er schien sich gar nichts dabei zu denken, aber ihm fiel gerade mal wieder nicht mal der Ansatz einer guten Antwort ein. Und sich jetzt Minuten später zu bedanken käme auch komisch. Hach Mensch ... als Yamato nur wenig später zurück war, nickte er erst einmal nur zu dessen Worten - er würde es bestimmt richtig machen. Gerade wollte Arata fragen ob er dabei nicht irgendwie helfen konnte, als Yamato ihm zuvorkam - und ihn gleich darauf wieder ansprach. Nur um sich fast im gleichen Atemzug zu entschuldigen.

    "Oh, dasistdochkeinproblem ..." murmelte Arata - und räusperte sich dann, als sein Kollege erst einmal zum eigentlichen Thema kommen wollte. Richtig - Waffeln backen. Wo war er nur wieder mit seinem Kopf? "Mache ich." Stimmte er zu, und stürzte sich auf die Waffeleisen ... die er beinahe zuerst angeheizt und dann erst eingefettet hätte. Was war denn los mit ihm ... nachdem er diese unschöne Überraschung vermieden hatte, tauchten auch schon die ersten Leute auf, die neugierige Blicke auf den Waffelstand warfen - und Arata verstand zumindest so viel von Einzelhandel dass er sie möglichst gewinnend anlächelte. "Hi. Kann ich euch eine Waffel anbieten?" Wenigstens war die Zubereitung nicht schwierig - und die Kunden auch nicht allzu anspruchsvoll, sodass er noch ein Auge auf den Fortschritt der anderen halten konnte. Als der Tsukigata mit dem Teig fertig schien, schob Arata ihm eines der vorbereiteten und bisher nicht benutzten Eisen zu. "Yamato .. du kannst gern das Eisen hier zum Testen benutzen." Er räusperte sich. "Und ... du kannst mich gerne einfach Ara nennen ... auch wenn ich taichou sehr charmant finde." Oh Gott. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Ara schaute Yamato noch einen viel zu langen Moment schüchtern an und lief ein bisschen rosig an - dann erlöste ihn der nächste Kunde. "Zwei Waffeln mit Puderzucker? Kommt sofort!"
     
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  10. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    "Danke” sagte Yui zu Yamato, als dieser kurz wegging um einen neuen Eimer zu besorgen. Währenddessen betrachtete der Takegatama den Rest der Teigpfütze, der noch da war. In so einen Kanister passte wirklich viel rein und das war ja nicht mal alles. Ein Glück war es nur einer, der umgefallen war und nicht alle. Dann hätte man hier wahrscheinlich den halben Tag wischen dürfen und die Kunden waren waffellos gewesen. Als Yamato dann endlich mit frischem Wasser im Eimer zurückkam, machte Yui sich dann gleich ans saubermachen, während die anderen beiden die Situation oben im Griff behielten. Der Kampf mit dem Rest hier unten war aber auch nicht gerade die schönste Arbeit. Yui war zum Glück ein wenig daran gewöhnt, er machte seinen eigenen Dreck oft genug weg und damals, als er noch Zuhause in Sunagakure wohnte, musste er das für bis zu 3 Personen machen. Da war das bisschen Teig nichts besonderes mehr...auch wenn es wirklich klebte wie sau. Ein wenig lauschte er dem ganzen, was sich oberhalb des Tisches abspielte und er merkte auch, als die ersten Kunden den Stand besuchten.

    Mit einem kräftigen Wurf donnerte Yui den Wischlappen in den Eimer und betrachtete sein Werk. “Ich glaube, so sauber war der Boden hier noch nie” er kicherte etwas in sich hinein und kam unter dem Tisch hervor. “Ich bring eben den Eimer weg und kümmer mich dann um die Kunden.” und damit begab sich der Schwarzhaarige erstmal ins Badezimmer, um den Eimer zu säubern. Eine, nicht wirklich appetitlich aussehende, Mischung aus Teig und Wasser entfernte er und stellte den Eimer zur Seite. Als er zurückkam, hatte sich eine beachtliche Schlange vor dem Stand geformt. “Das kann ja lustig werden…” Naja, Augen zu und durch. Yui hatte zwar kein eigenes Waffeleisen, aber er konnte zumindest die Bestellungen und das Geld entgegennehmen. “Ich brauch eine Waffel mit Schokocreme” und er sah zu seinen Waffelkollegen. “Yamato, funktioniert dein Teig?”
     
  11. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Was war denn auf einmal mit Arata los? Die plötzliche Nervosität des Yamanaka brachte auch Yamato ein wenig aus dem Konzept, doch er gab sich Mühe, sich nichts anmerken zu lassen. Ob er irgendwas falsch gemacht hatte? Oh, bestimmt hatte er das! War es die unbedachte Anrede gewesen? Und wenn ja, welche davon? Oder doch etwas ganz anderes? Krack. Das Ei, das der Tsukigata gerade hatte aufschlagen wollen, zerbrach in seiner Hand und er war gerade noch geistesgegenwärtig genug, um es nicht samt Schale in die Rührschüssel fallen zu lassen. Puh. Wenigstens eine Katastrophe verhindert! Inzwischen war der Verkauf auch ordentlich angelaufen und an ihrem kleinen Stand herrschte auf einmal so viel Betrieb, dass Yamato gar nicht mehr dazu kam, sich weitere Gedanken zu machen. Der Teig musste fertig werden! Mit nahezu fieberhaftem Eifer mischte er die letzten Zutaten zusammen und rührte alles kräftig durch. Der Duft der ersten frisch gebackenen Waffeln breitete sich alsbald in der Umgebung aus und überdeckte den leicht säuerlichen Geruch des zuvor vergossenen Teiges, der dank Yui nun auch endgültig Geschichte war. „Oh Mann. Danke!“, ließ Yamato den Takegatama mit einem ehrlich erleichterten Lächeln wissen. Gar nicht mal weil der Boden nun sauberer war als je zuvor, sondern weil Yui sich anstandslos an die Drecksarbeit gemacht hatte und ihm offenbar auch nicht übel nahm, dass er sie an ihn hatte abtreten müssen. Wenigstens an diesen Teil konnte Yamato also einen gedanklichen Haken machen.

    Und auch die zweite Klippe war alsbald umschifft, denn Arata bot ihm nicht nur eines der Waffeleisen, sondern auch ein helfendes Leuchtfeuer. Letzteres zu ihrer aller Glück nur im übertragenen Sinn. Ein herzliches „Danke.“, bekam also auch der Yamanaka zu hören, gefolgt von einem augenzwinkernden „…und selbstverständlich gern, Ara-taichou.“. Für mehr Geplänkel blieb den dreien kaum mehr Zeit, denn die Kundschaft, die vom süßen Waffelduft angelockt worden war, wollte bedient werden. Yamato widmete sich also konzentriert seinem Teigexperiment und goss etwas davon in das Waffeleisen. Dann half nur noch Beten und Hoffen. Und wer oder was auch immer gerade zugehört haben mochte – es gewährte Yamato eine fluffig-krosse Waffel. Jetzt musste sie nur noch schmecken… Vorsichtig hob der Tsukigata die Waffel auf einen Teller und zupfte mit spitzen Fingern ein Stück davon ab. „Hmmm… bisschen Vanille noch. Dann passt es.“, gab er tief erleichtert auf Yuis Frage zurück. Während Yamato also diese letzte Korrektur anbrachte, braute sich bei den beiden Verkäufern schön das nächste Unheil zusammen.

    Eine Frau im mittleren Alter mit einem kleinen Jungen an der Hand baute sich gerade vor dem armen Arata auf. Und weder ihr empörter Blick, das feine Kostümchen noch die strenge rothaarige Steckfrisur verhießen Gutes. „Wissen Sie nicht, wie gefährlich die Bestuhlung für kleine Kinder ist?!“, fragte sie gleichermaßen vorwurfsvoll wie herausfordernd. „Mein armer Taro hat sich an einem dieser schrecklich kantigen Stühle gestoßen. Ich verlange eine Waffel mit allem als Wiedergutmachung.“. Es fehlte nur noch ein ‚Oder ich sorge dafür, dass ihr alle gefeuert werdet!‘ als Sahnehäubchen. Das die Frau natürlich auch zu ihrer Versöhnungswaffel haben wollte. Der Knirps glotzte derweil an seiner Mutter vorbei und bohrte sich abwesend in der Nase. Offenbar fand er die bunt kostümierten Menschen, die gerade die Bühne betraten, wesentlich interessanter.
     
  12. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Waffeln backen war zum Glück eine Aufgabe, für die man kaum Nachdenken musste, solange man sich dazu bringen konnte in regelmäßigen Abständen den Deckel des Eisens zu lüften und die Waffeln zu entfernen bevor sie zu knusprig wurden. Nicht auszudenken wenn er jetzt eine Schicht im Krankenhaus angetreten oder sonstwie mit sensible Aufgaben betraut worden wäre. Rechnungen abheften zum Beispiel. Ara-taichou ... er hatte das schon wieder gesagt. Es war nicht so dass dem Yamanaka nicht aufgefallen wäre wie durch den Wind er gerade war - ja, die unvermeidliche Erkenntnis weshalb klopfte sehr laut und sehr nachdrücklich an seine geistigen Hintertüren, aber er hielt sich beschäftigt, indem er mit ungewöhnlichem zwischenmenschlichen Enthusiasmus an die Aufgabe des Waffelnverkaufens herantrat, als gäbe es dafür einen Preis zu gewinnen. "Für euch auch? Aber natürlich!" Man konnte fast von Herumwuseln sprechen.

    So schaffte es auch die eindeutige Drohkulisse einer entschlossenen und offenbar wohlhabenden mittelalten Frau mit einem Kind nicht, Aratas Gedankenflucht zu unterbrechen, obwohl das mindestens vier von zwei untrüglichen Warnzeichen waren dass er die Begegnung so oder so verloren hatte. Er lächelte Frau und Kind freundlich an ... und brauchte ein paar lange Sekunden, bis die Worte der Dame tatsächlich zu etwas ähnlichem wie Sinn zusammenflossen. Vermutlich weil sie in seinem Gehirn erstmal um eine ganze Menge verworrene Hindernisse herumplätschern mussten. "... oh. Das ist ja furchtbar!" Erwiderte er dann, noch bevor er soetwas wie eine bewusste Außeinandersetzung mit dem Problem geschafft hatte. Als ihm dann aufging was er gesagt hatte konnte er erstens nicht mehr zurück, zweitens ... die Furie guckte ein bisschen anders irritiert als eben noch. Und Ara war nicht so dumm die einmal gewonnene Initiative zu verschenken. "Das tut mir sehr leid für den armen Jungen! Sie haben so recht, sie hätten gepolsterte Stühle nehmen sollen." preschte Arata weiter vor, und warf einen Blick auf sein Waffeleisen - perfekt! - bevor er es öffnete und das erwünschte Produkt herauslöste. "Wir machen zwei draus, ja? Ich glaube alles auf einer Waffel würde sich etwas beißen." Eine zweite hatte ohnehin noch bereit gelegen und wurde jetzt mit der Hälfte der verfügbaren Dekorationen bestreut, der Rest entfiel auf die ganz frische Waffel. "Ich hoffe sie können der Veranstaltung trotzdem etwas abgewinnen. Und dir viel Spaß mit der Theatervorstellung, Taro-kun." Wenn man jetzt ein gemeiner Mensch gewesen wäre, hätte man sich an dem verwirrten Mund-auf-und-zu-klappen der entrüsteten Mutter amüsieren können, aber Arata war natürlich nicht gemein. Mmh-mmh. Niemals nicht. Er verstand sich einfach auf Deeskalation, und wenn die nunmal am besten gelang wenn man den rechtschaffen Entrüsteten ihre Angriffsfläche wegnahm ...?

    Erst als die beiden sicher in der Meute der Theaterbesucher verschwunden waren, seufzte Arata erleichtert. "Ich denke das war es wert ..." Im Zentrum des Saals begann langsam die Vorstellung, sodass der Kundenandrang erst einmal abebbte - zu Aratas leisem Erschrecken. Womit sollte er sich jetzt ablenken? "Huh .. kleine Pause?" Fragte er in die Runde, und lächelte nervös. "... möchte jemand eine Waffel?"
     
    Tsukigata Yamato gefällt das.
  13. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Es wunderte den Takegatama schon ein wenig, wie unnachgiebig diese Menschenschlange war, trotz dessen, dass sie eigentlich recht schnell im Bedienen waren und eine beachtliche Menge an Kunden bereits mit Waffeln versorgt war.Entweder waren einfach so viele Leute hier, oder sie holten sich alle Nachschlag! (vielleicht auch beides, wer weiß). Leider hatten sie momentan nicht wirklich die Zeit, ihre Waffeln zu probieren, denn einer nach dem anderen bestellte etwas. Während Arata sich um eine besonders...eigensinnige Kundin kümmerte, traten schon die nächsten heran. Dieses Mal ein älterer Herr mit einem kleinen Mädchen an der Hand. Vermutlich Großvater und Enkelin? “Guten Tag, was darfs denn sein?”, fragte Yui mit einem netten Lächeln im Gesicht und der Mann schaute hinunter auf das kleine Mädchen. “Such dir etwas aus, Lily. Heute ist dein Geburtstag, du darfst essen, was du willst” und die Kleine schaute mit großen Augen auf den Tisch, den sie nur um etwa einen Kopf überragte. Es war fast so, als würden ihre Pupillen glitzern bei dem ganzen süßen Zeug, dass dort stand. Ihrem Blick zu urteilen würde sie gerne alles gleichzeitig haben. “ähm….ähm…” Während sie noch überlegte, schnappte Yui sich eine von Yamatos fertigen Waffeln (er selbst hatte ja leider kein Eisen) und legte sie bereit. Da Lily aber wohl Entscheidungsschwierigkeiten hatte, schob Yui ein Glas mit Marmelade in ihr Blickfeld, worauf sie anzuspringen schien. “Das da! Und...das hier! Und...hmmm….das da!” Damit war ihre Entscheidung auch schon getroffen. “Eine Waffel mit Marmelade, Syrup und Puderzucker. Kommt sofort!” Und wenige Momente später war auch schon ein weiterer Kunde bedient.

    Allerdings schienen sich einige aus der Schlange zu entfernen, da das Licht langsam gedimmt wurde und die Show auf der Bühne zu beginnen schien. Ein paar waren noch am Stand, um sich die ein oder andere Waffel zu besorgen, irgendwann war aber tatsächlich keiner mehr da. Einige Momente der Ruhe taten vielleicht ganz gut. “Da sag ich nicht nein. Überrasch mich mit einer ausgefallenen Kombination, Arata-kun” Währenddessen zogen sie auf der Bühne eine ordentliche Show ab. Einige Menschen in Kostümen tanzten in einer, von außen recht komplexen, Choreographie, während andere im Hintergrund umher turnten. Aber das, was Yuis Blick tatsächlich etwas auf sich zog war eine einzige Person. Man könnte fast schon sagen, er war sowas wie der Haupt-Entertainer. Eine Person, gekleidet wie ein Ninja aus alten Kinderbüchern. Schwarze, enganliegende Stoffkleidung, sein Gesicht, mit Ausnahme der Augen, war bedeckt. Auf seinem Rücken ein Schwert und um seinen Kopf gebunden war ein Stirnband mit dem Zeichen von Shirogakure. Allerdings waren seine Bewegungen anders. Sie schienen...professioneller, das was er dort zeigte war alles andere als eine Show. Für normale Menschen wirkte es zwar so, als wäre er nur ein reiner Entertainer, aber auf Yui wirkte dieser Mann wie jemand, der das Ninja Handwerk verstand. “Was meint ihr? Schausteller oder echt?” damit wandte er sich an seine Waffelkollegen.