Job: Tragehilfe

Dieses Thema im Forum "Dorfverwaltung von Shirogakure" wurde erstellt von Sakaida Mai, 30. Juli 2010.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Aufgeregt und mit schnellen Schritten machte Mai sich auf den Weg zur Dorfverwaltung, wo sie ihren ersten Job ausführen sollte. Die ersten Zweifel, dass sie vielleicht nicht gerade die Richtige für diese Arbeit war, waren bereits verflogen. Diese waren auch begründet, da Mai nicht gerade die Vorsicht in Person war. Hoffentlich würde sie sich nicht so tollpatschig anstellen wie sie es sonst tut. Was würde es bloß für einen Eindruck hinterlassen, wenn sie das teure Gut des Oberhaupts zerkratzen, zertrümmern oder zersplittern würde. Beim Aufstellen der Möbel sollte es keine Probleme geben, solange eine Anleitung oder etwas in der Art dafür vorhanden war. Aber allzu schlimm konnte das ja gar nicht werden, sonst hätte sie sich für diesen Job nicht gemeldet. Außerdem hatte sie sich von Anfang an gedacht, dass es vielleicht total witzig werden könnte. Es macht immer Spaß die Verantwortung für etwas zu haben, da man die ganze Zeit über das Risiko eingeht alles falsch zu machen. Das ist wohl dieser 'Kick', von dem alle reden. "Hoffentlich sind die anderen beiden Shinobi ganz locker und nehmen das Ganze nicht so ernst. Ich meine, natürlich müssen wir das ernst nehmen, sonst machen wir noch die ganze Beute von dem Hikarikagen kaputt, aber man kann ja trotzdem noch reden oder so. Man ist das spannend, ich hatte seit der Genin-Prüfung nichts mehr zu tun und.." Plötzlich blieb sie stehen und starrte mit offenem Mund geradeaus. Mai war noch gar nicht richtig an dem schlichten Gebäude angekommen, als sie bereits einen großen Haufen von Umzugskisten und verpackten Möbeln sah. Anscheinend befanden sich Kleinteile in den Kartons. "Das wird eine Weile in Anspruch nehmen.", seufzte sie, worauf Mai sich schließlich zu dem Haufen begab. Sie sah sich um, vielleicht war bereits jemand von den anderen Helfern da. „Ich bin hier wohl die erste. Egal, mal sehen was der Hikarikage alles erbeutet hat.“ Mit neugierigem Blick schlich sich Mai zu den Sachen, die sie später mit einem weiteren Genin und einem Chunin in das Büro des Hikarikagen schleppen sollte. Ihre Schritte wirkten fast schon verstohlen, als dürfte niemand sie dabei erwischen, wie sie die Sachen begutachte. Man könnte aber auch meinen, sie sei ein viel zu auffälliger Dieb. Die Arme waren hinter Mai’s Schultern verschränkt, während sie amüsiert die Eigentümer des Hikarikages ansah. Ein paar Runden um den Haufen hatte sie bereits vollendet, als sie schließlich zu einer Meinung kam. „Diese Einrichtung würde meinen Eltern nur zu gut gefallen.“, dachte sie mit einem gespielt abfälligen Blick. Plötzlich erblickte sie einen Umzugskarton, der leicht offen stand. Und neugierig wie sie eben war, konnte Mai einfach nicht widerstehen. Ein schneller und prüfender Blick in ihre Umgebung und schon griff sie grinsend in die Kiste. Als sie etwas Griffiges gefunden hatte, zog sie es vorsichtig raus und begutachtete ihre Errungenschaft fragend. „Was ist das denn?! Sieht aus wie eine Lampe.“ Sie begutachtete die Lampe weiterhin. Ihrem Blick zufolge könnte man meinen, sie hätte etwas furchtbar ekelhaftes in der Hand. „Einen eigenartigen Geschmack hat er auf alle Fälle...“, murmelte sie gedankenverloren vor sich an, als sie plötzlich Schritte hinter sich hörte. „Ohje!“ Erschrocken und ertappt ließ sie die Lampe los, welche auf den Boden zu fallen drohte, jedoch Mai sie nach einem kurzen Aufschrei wieder aufgefangen hatte. Mit unnötig festem Griff hielt sie die Lampe fest und legte sie zur Sicherheit zurück in den Karton. Dann drehte sie sich um, um nachzusehen, wer auf einmal hergekommen war.
     
  2. Pfeifend ging Ryoichi durch die Straßen Shirogakures in Richtung des großes Stadttores, wo sich auch die Dorfverwaltung befand. Zusammen mit zwei Genin war er heute dafür abgestellt worden die neue Einrichtung des Hikarikagen aufzubauen. Zwar fragte sich der blauhaarige Junge für sich warum überhaupt Shinobi dafür gebraucht wurden aber das sollte ihm nur Recht sein, schließlich würde das ganze ganz entspannt werden. Sein gepfiffenes Solo kam dann allerdings kurz ins Stocken, als er die Straße hochschaute und die vielen Kisten und Kartons vor dem Eingang der Dorfverwaltung erblickt.


    „Mein Gott! Die Straße ist ja fast zugestellt!“

    Das sollten sie Alles reintragen und aufbauen? Ryoichi schauderte bei dem Gedanken daran stundenlang diese Masse an nicht zusammenpassenden Teilen zusammenzupfriemeln. Wenigstens waren die Anderen pünktlich, denn wenn er sich nicht täuschte gehörte das Mädchen, dass da durch die Kisten schlich, zu der Gruppe. Während er sich näherte brach Ryoichi sein Gepfeife ab und näherte sich der Kunoichi, die gerade vor einem Umzuskarton stehen geblieben war.

    „Hm? Was macht si-#!*!“

    Puh, das war wirklich knapp gewesen...wer hätte auch ahnen können dass sie sich so unvermittelt umdrehte? Vorsichtig lugte er hinter der großen, rechteckigen Kiste hervor, hinter die er gerade noch so gesprungen war, und sah, dass das Mädchen inzwischen in der Kiste kramte und ihrer Umgebung keine Beachtung mehr schenkte. Ryoichi wusste nicht wieso, aber der Chuunin hatte aus irgendeinem Grund beschlossen sich an das Mädchen anzu schleichen. Auf leisen Sohlen und mit einem Grinsen auf den Lippen schlich sich Ryichi auf sie zu und bemühte sich krampfhaft, möglichst jedes Geräusch zu vermeiden. Sogar die Luft hielt er aufgeregt an. Als ihn nur noch wenige Schritte von dem allseits bekannten und gefürchteten „Tipp auf die Schulter aus dem Nichts“ trennten, murmelte das Mädchen plötzlich.

    Einen eigenartigen Geschmack hat er auf alle Fälle...

    Plötzlich zuckte sie leicht zusammen und lies mit einem Aufschrei die Lampe fallen. Ohne es zu wollen hörte sich Ryoichi „Vorsicht!“ rufen und seufzte erleichtert, als sie das sicherlich teuere Stück knapp vor dem Boden auffing. Von hinten konnte er sehen, wie das Mädchen die Lampe fest an sich presste und dann übertrieben vorsichtig zurück in den Karton bugsierte bevor sie sich zu ihm umdrehte.

    „Ohje, was sag ich jetzt?!“

    Um nicht allzu merkwürdig zu wirken legte er verlegen die Hand an den Kopf und blickte das fremde Mädchen, immer noch etwas vom Beinahe-Unfall erschrocken, an.

    „Entschuldigung dass ich dich so erschreckt hab....öhm toll gefangen übrigens!“

    Er lachte ein Wenig und hielt ihr dann seine Hand hin.

    „Ich bin Ryoichi, schätze mal wir bauen heut zusammen auf!“
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Aug. 2010
  3. Ren Ryo

    Ren Ryo Guest

    Post 2

    - Anwesen der Familie Ren -

    Ein Mensch, für den sie kämpft. Noch immer in diese Gedanken versunken, fand sich die junge Genin plötzlich zwischen den Kartons wieder und sah ein Mädchen in ihrem Alter zwischen den Kartons herum spucken, sie hatte langes schwarzes Haar, dass im Sonnenlicht bläulich schimmerte und schien aus der anderen Richtung gekommen zu sein. Sie war wirklich hübsch, leicht schmunzelnd wollte sie sich daran machen, sich ihr vorzustellen, wie es sich gehörte, doch da wurde sie bereits von einem merkwürdigen Mann mit Brille angesprochen. Wer auch immer er war, ein Shinobi war er sicherlich nicht. Was trieb er sich hier herum? „Guten Tag, sind sie zufällig eine der hier zuständigen Shinobi?“ Sein abfälliger Blick bei dieser Frage, ermutigte Ryo nur, das von ihm angezweifelte zu bewahrheiten: „Korrekt. Kann ich ihnen helfen?“ Der Mann seufzte und strich sich über den Nacken, er musterte Ryo und verzog missmutig die Lippen, während sein Blick über die Kisten zu der langhaarigen Schönheit wanderte. Er schien die Entscheidung des Hikarikage stark anzuweifeln, das zwei so junge und zierliche Mädchen als Möbelpacker fungieren sollten. Leicht genervt verschränkte Ryo die Arme und sah ihn vorwurfsvoll an. Was erlaubte sich dieser Kerl? „Mein Name ist Ayano Kei, ich bin der zuständige Raumgestalter. Ich muss gleich noch einige Dinge besorgen, aber...“ er griff in seine Umhängetasche und holte eine Schriftrolle heraus: „Ich habe ihnen Skizzen angefertigt, nach denen selbst sie als Laien, keine Probleme haben sollten.“ - „Wie bitte?“ unterbrach Ryo gereizt, das war wirklich zu viel des Guten! Doch bevor sie anfangen konnten zu streiten, wurden sie von einem „Vorsicht!“ abrupt unterbrochen. Die junge Genin fuhr herum, zu dem Mädchen hatte sich ein blauhaariger junger Mann gesellt. Der Raumgestalter seufzte und rieb sich die Schläfen: „Das kann ja was werden...“ seufzte er genervt.


    Jetzt riss Ryo der Geduldsfaden, sie entriss ihm die Schriftrolle und beglückte ihn nun mit einem ebenso abfälligen Blick, wie den, den er ihr vorher gezollt hatte: „Sie sollten Shinobi niemals unterschätzen. Gehen sie nur ihren Angelegenheiten nach, wir schaffen das allein.“ Große Töne, aber sie sah keinen Grund, warum sie nicht auch zutreffend sein sollten. Ohne ihn ein weiteres Blickes zu würdigen, ging sie nun zu den beiden anderen, die Schriftrolle hatte sie fest in der Hand.


    „Guten Morgen.“ grüßte sie freundlich und nickte beiden zu. Sie streckte den beiden die Hand mit der Schriftrolle entgegen und wandte sich dem merkwürdigen Mann zu, der ihr bereits wieder den Rücken zugewandt hatte und die Straße hinunter ging. „Sagt euch der Name: 'Ayano Kei' etwas? Beziehungsweise, hat man euch etwas davon gesagt, dass Hikarikage-sama einen Raumgestalter beauftragt hat?“ fragte sie flüsternd, sodass nur die beiden sie hören konnte. Ihr Blick ruhte noch immer auf dem zweifelnhaften Mann, ehe er außer Sichtweite gelangt war und sie sich den beiden neuen Bekanntschaften zuwandte: „Ich trau dem ganzen nicht.“ Sie musterte die Schriftrolle in ihrer Hand: „Warum sollte ein Raumgestalter Skizzen für den Aufbau anfertigen, an die wir uns halten sollen – warum sollte er sich soviel Arbeit machen? Es wäre doch viel einfacherer, uns einfach direkt anzuweisen. Zum einen das, zum anderen: Einen anderen Termin? Es ist eine Ehre für Hikarikage-sama zu arbeiten, einen anderen Termin! Das ist nicht lache!“ Sie blickte auf, ihre Hand umklammerte die Schriftrolle fest: „Und...seit wann benutzen Raumgestalter Schriftrollen? Ein einfacherer Plan auf gewöhnlichem Papier hätte doch vollkommen gereicht...“
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Juli 2010
  4. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Langsam und etwas misstrauisch blickte Mai hinter sich. Sie hatte sich noch nicht richtig von dem Schock ihres Missgeschicks erholt, da durchfuhr es sie erneut. Wo kam der Junge auf einmal her? Und vor allem, warum stand er so nah hinter ihr? Aber ihr zweiter Schreck war verflogen, als sie ihm ansah, dass ihm die Situation wohl selbst etwas unangenehm war. Mai wand sich ihm nun ganz zu. Mit einer Hand an den Kopf gelehnt klärte er sie auf: „Entschuldigung dass ich dich so erschreckt hab....öhm toll gefangen übrigens!“ Auf sein darauf folgendes Lachen stimmte Mai erleichtert ein. „Danke! Auch wenn es knapp war!“ Grinsend deutete sie auf den Karton, in der sich die besagte Lampe befand. Als sie sich wieder ihm zu wand, hatte er ihr bereits seine Hand ausgestreckt und sich als Ryoichi und weiterer Packesel vorgestellt. Freude strahlend ergriff Mai seine Hand und sagte: „Ja sieht ganz so aus! Ich bin Mai!Sie hatte zum Glück keine Schwierigkeiten, auf sein linkes Auge zu blicken und das Pflaster auf der rechten Seite zu ignorieren. Allerdrings machten es ihr die Narben im seinem freundlichen Gesicht schwieriger. Was ihm da wohl passiert war? Aber im Grunde ging es sie nichts an.
    Gerade wollte sie ihn fragen, wo und wie sie am besten anfangen sollten, als zwischen den Kisten ein junges Mädchen mit auffallend weißen Haaren erschien. „Guten Morgen!“, begrüßte sie das etwas seltsam erscheinende Mädchen. Im ersten Moment fiel Mai ein, dass ja noch ein dritter Shinobi für diesen Job zugeteilt wurde. Im zweiten Moment sollte sie sich eigentlich vorstellen und das Mädchen begrüßen, aber sie konnte nicht.

    Aus der eben noch so witzigen Atmosphäre wurde eine plötzlich unbehagliche Umgebung. Alles an diesem Mädchen war so ausdruckslos und viel sagend zugleich. Mai starrte sie nur an, bis sie sich selbst schon als aufdringlich und nervig empfand. Sie schüttelte kurz den Kopf und wollte das seltsame Mädchen begrüßen, als diese mit einer plötzlichen Frage überraschte: Sagt euch der Name: 'Ayano Kei' etwas? Beziehungsweise, hat man euch etwas davon gesagt, dass Hikarikage-sama einen Raumgestalter beauftragt hat?“ Auf die erste Frage verneinte Mai nachdenklich. Diesen Name hatte sie noch nicht gehört.
    Keine Ahnung. Aber wenn, dann wäre es ja nicht weiter schlimm.“ Verwirrt blickte Mai zu Ryoichi, doch das Mädchen sprach weiter während sie ständig einen Mann beobachtete. Das muss wohl der sein, vom dem sie sprach. Sie legte einige Fakten auf den Tisch, die sie wohl beunruhigten und misstrauisch machten. Nach kurzem Überlegen setzte Mai zum Sprechen an, nachdem das Mädchen fertig war. „Was du sagst, klingt ja schon alles eigenartig. Aber ich weiß nicht ob wir uns da wirklich so viele Sorgen machen brauchen, wie du es tust. Natürlich kann ich mich irren. Aber vielleicht sollten wir jetzt einfach mal anfangen, sonst werden wir nie fertig.“ Erst blickte Mai wieder fragend zu Ryoichi, bis ihr etwas einfiel. Schlagartig und freundlich lächelnd streckte sie ihre Hand dem seltsamen Mädchen hin. Wer weiß, vielleicht war sie gar nicht so wie sie erschien. „Ich heiße Mai! Und wer bist du?
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2010
  5. Ryo fiel förmlich ein Stein vom Herzen als er sah, dass Mai, wie sich ihm das Mädchen kurz danach vorstellte, auch anfing zu lachen und die Situation nicht all zu ernst zu sehen schien. Der blauhaarige junge strahlte ebenso fröhlich zurück als sie seine Hand ergriff und schüttelte diese voll Elan.

    „Haha, schön dich kennen zu lernen. Jetzt fehlt uns nur noch Einer!“

    „Puh das läuft ja schon mal ganz gut, wenn’s so weiter geht wird’s trotzdem noch ein ganz entspannter Nachmittag...“

    Mai machte gerade den Mund auf um etwas zu sagen als sich ein fremde Stimme erhob. Er blickte auf und sah den dritten Packesel, ebenfalls ein Mädchen, wie er freundlich in die Runde nickte und Ihnen eine Schriftrolle entgegen streckte.

    „Gleichfalls Morgen“ “Was soll Das denn?“

    Ryoichi nickte ebenfalls freundlich zurück und betrachtete neugierig die Rolle in ihrer Hand während sie weitersprach. Sie fragte die Beiden nach einem ‚Ayano Kei’ und dann ob man ihnen gesagt hätte dass ein Raumgestalter beauftragt worden sei. Nach Mais Antwort bemerkte Ryo deren fragenden Blick in seine Richtung und gab ebenfalls seine Meinung zum Besten.

    „Nein davon wusste ich auch nichts, hört sich aber nicht gerade unwahrscheinlich an. Schließlich wird Hikarikage-sama nicht nächtelang über seinem Schreibtisch brüten bloß um herauszufinden wo er seine Sofas hinhaben will!“

    Das weißhaarige Mädchen musterte nun ebenfalls die Schriftrolle in ihrer Hand während sie weitersprach. Zwar hatte sie durch ihre erste Frage Misstrauen im Chuunin geweckt, doch jetzt konnte er sich irgendwann ein leises Lächeln nicht verkneifen.


    „Warum ein Raumgestalter Skizzen anfertigt? Weil Das sein Job ist vielleicht?“

    Neben ihm schien Mai ebenfalls nicht so viel von den wilden Vermutungen und Anschuldigungen zu halten, obwohl sie es weit vorsichtiger formulierte als Ryo es je getan hätte. Er nickte ihr bekräftigend zu und streckte dann seine Hand nach der Schriftrolle aus.

    „Jawohl! So seh ich`s auch, fänds eher merkwürdig wenn er uns die ganze Zeit auf die Finger geschaut hätte...Kann ich die Mal haben?“

    Ryochi fingerte neugierig am Verschluss herum und lies mit einem Knacken den ganzen Plan auf einmal aufrollen. Sofort rasten seine Augen auf dem Pergament umher und wurden erst nach einer Weile langsamer, als er die Detail in sich aufnahm. Nach ein paar Sekunden stöhnte der Einäugige verhalten und blickte noch einmal wehmütig in den Wald aus Kisten, der sie umgab.

    „Ächz, wir haben ganz schön was vor. Dieser ‚Kei`, wie du ihn nennst, hat mit Hirakikage-samas Räumen einiges vor. Wenn ich das richtig sehe sollen wir Wohn-, Empfangs- und Ruheraum komplett einrichten. Hier seht mal!“

    Mit den flüssigen Bewegungen eines Taijutsuspezialisten lies Ryoichi die Schriftrolle umherflattern, so dass die beschriftete Seite nun in die Richtung seiner beiden Kolleginnen zeigte. Nun konnten die zwei Kunoichi auch sehen, was eben noch so ryoichis Interesse gefangen hatte. Der plan deutete in einfachen, kraftvollen Tuschestrichen die drei Räume an, die hintereinanderangeordnet waren. Zuerst kam der große Empfangsraum, wo rechteckige andersartige Formen Prunkschränke wie sonstige Dekoration darstellten. Ein Schiebetür weiter, hinter einer großen, mit Sitzkissen ausgelegten Empfangsecke für Gäste sollte laut Plan der Wohnraum des Hikarikagen neu erschaffen werden. Hier herrschten vor allem viel Licht und Pflanzen vor, was zusammen mit großzügigen Liegematten für einigen Komfort sorgte. Danach kam in einer etwas kleineren Seitennische der Schlafbereich, der auf dem Plan etwas schlicht aussah. Neben dem Bett befanden sich nur ein Tisch, ein Schrank und ein paar Ziergegenstände wie Bilder in dem Zimmer, doch Royichi konnte sich vorstellen was für Kunstschätze in diesem Allerheiligsten ihres Dorfersten zu finden waren.
    Nachdem er den Beiden einige Momente gegeben hatte den Plan zu studieren forderte er ihre Meinung ein.

    „Nun wie sollen wir vorgehen? Ich wäre dafür dass wir ganz hinten beim Schlafraum anfangen und uns nach vorne in die Empfangshalle durchschleppen, dann stehen uns die Sachen nicht im Weg herum!“
     
  6. Ren Ryo

    Ren Ryo Guest

    Post 3

    Begleitet von einem tiefen Seufzen übergab sie die Schriftrolle dem Blauhaarigen. Auf die leicht spöttischen Blicke der Beiden reagierte sie nicht, stattdessen teilte sie ihrer Umgebung ebenso viel Aufmerksamkeit mit, als den beiden anderen Shinobi. Sie sah keinen Fehler darin, vorsichtig zu sein und lieber das schlechteste von den Menschen zu erwarten. Ihre Arme verschränkte sie, während sie tief ein und aus atmete. Sollten die Beiden doch denken was sie wollten. Versuchte sie sich zumindestens einzureden. Tatsache war, dass sie sich innerlich Vorwürfe machte, dass sie so offen den beiden ihr Fremden gegenüber gewesen war, ab jetzt würde sie ihre Befürchtungen für sich behalten.

    In Gedanken versunken biss sie sich leicht auf die Unterlippe. Aber wenn sie nicht klar machte, dass auch der schlimmste Fall eintreten könnte...war sie nicht besser als jene, die damals versagt hatten...wenn sie damals besser aufgepasst hätte, dann, DANN! Ihr Hände waren zu Fäusten geballt, sie hatte sich unmerklich auf die Unterlippe gebissen, der Geschmack von Eisen breitete sich bereits in ihrem Mund aus. Erst als sie erschauerte, weil etwas Blut ihren Mundwinkel hinab perlte, zuckte sie erschrocken zusammen und strich es weg. Die Beiden anderen Ninja sahen sie irritiert an.

    Ryo lächelte unbeholfen, ihre Zähne waren ebenfalls rötlich eingefärbt. „Entschuldigt, was habt ihr gesagt?“ sprach sie mit ruhiger Stimme. Nun war endgültig alles verloren, die Beiden mussten sie für bescheuert halten. „Es tut mir leid...“ flüsterte sie wiederholend, wobei ihre Stimme brach und ihr plötzlich Tränen in den Augen standen. „Ich habe die wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren, weil ich nicht...“ Sie hielt sich die Hände vor dem Gesicht und schüttelte leicht den Kopf. Nein, sie wollte nicht darüber sprechen. Sie ließ ihre Hände wieder hinab sinken und strich sich die Tränen weg, dabei lächelte sie wieder leicht: „Deswegen bin ich … etwas paranoid.“ Sie legte den Kopf leicht schief. „Tut mir leid, dass ich euch damit vor dem Kopf gestoßen habe. Das wollte ich nicht.“ Sie ging einen Schritt zurück und verbeugte sich: „Ich habe mich euch noch nicht vorgestellt: Mein Name ist Ren Ryo.“ Sie traute sich nicht Recht aufzuschauen. „Auf gute Zusammenarbeit!“ Wenn sie denn noch zu retten war....
     
  7. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Das freundliche Lächeln und die ausgestreckte Hand von Mai wurden zu ihrem Bedauern erst mal ignoriert. Aber das machte ihr nicht allzu viel aus. Etwas verlegen zur Seite blickend zog Mai die Hand wieder zu sich. „Ups.. peinlich.“ Normalerweise würde Mai ihre Meinung schon etwas unvorsichtiger preisgeben, aber sie strengte sich tagtäglich an, dies zu vermeiden. Das war in diesem Fall auch ganz gut so, denn Ryoichi schien das gleiche Problem der ‚absoluten Ehrlichkeit’ zu haben. Ein Blick daraufhin sagte in diesem Fall mehr als tausend Worte. Eigentlich hätte Mai über das direkte Verhalten von Ryoichi gelacht, aber nun tat ihr das Mädchen, dessen Name sie noch immer nicht wusste, leid. Doch die Ansprache ihres sympathischen Kollegen unterbrach ihre Gedanken. „Drei Räume? Wie soll man diesen gewaltigen Haufen an Möbeln bloß in nur drei Räumen verteilen?“ Die Antwort kam, als Ryoichi Mai und dem anderen Mädchen die Schriftrolle zeigte. „Man, wo sollen wir da bloß anfangen?“, fragte sich Mai etwas genervt selbst. Es war wirklich viel, was da hoch zu befördern war. Vor allem waren es teilweise große und schwere Dinge, die sie da hoch hieven mussten. Am besten wäre es wohl gewesen, wenn sie sich von hinten nach vorne durcharbeiten. Doch der Junge kam ihr mit diesem Vorschlag zuvor, was bedeutete, dass die beiden einer Meinung waren. „Gut, dafür bin ich auch.“ Mai wand sich dem Mädchen zu und begann mit: „Was denkst-?!“ An dieser Stelle brach sie ab. Was hatte das Mädchen bloß? „Hey, sag mal, blutest du?“ "Was für eine dämliche Frage. Da kommt rote Flüssigkeit aus einer Wunde an ihrer Lippe. Wie komme ich bloß darauf, dass es Blut sein könnte?!" Am liebsten hätte sie sich mit der flachen Hand an die Stirn geklatscht, aber stattdessen warf sie Ryoichi einen vorwurfsvollen Blick zu. Auch wenn er eigentlich nichts getan hatte. Mai hatte auch einen belustigten Unterton in der Stimme, als sie ihre Meinung kundgab. Aber wer hätte gedacht, dass es sich das so zu Herzen nimmt? Mai ging einen Schritt auf sie zu und wollte gerade eine Hand auf die Schultern der Weißhaarigen legen, als diese auf einmal von ihrer Vergangenheit anfing, wenn auch nur kurz. "Wow, in ihr scheint es ja mächtig zu brodeln." Bei genauerem betrachten fiel Mai das erste Mal auf, dass sie größer war und älter schien, als das Mädchen. Dieses Mitleid überkam sie erneut, da sie nur zu gut wusste, wie es ist einen wichtigen Mensch zu verlieren. Doch das Mädchen schien sich wieder zu fangen und stellte sich schließlich und endlich vor: „Ich habe mich euch noch nicht vorgestellt: Mein Name ist Ren Ryo. Auf gute Zusammenarbeit!“ Wenn auch nicht sehr überzeugt, sie hoffte wohl trotz der Missverständnisse auf eine angenehme Atmosphäre. „So, genug Trübsal geblasen, es wird Zeit die Stimmung zu heben.“ Mai begann breit zu grinsen und zwinkerte Ryo zu. „Klar wird das Gut! Dann fangen wir mal an, bevor die Einrichtung noch zu Staub zerfällt!“ Mai warf noch einen kurzen Blick auf die Schriftrolle, dann zu Ryoichi und machte sich schließlich auf den Weg zu dem Karton mit dem Bettgestell. „Ha, das wird ein Klacks, glaubt mir!“ Selbstgefällig lachend ging Mai vor dem Karton in die Hocke und wollte ihn hochheben. Auch nach mehreren Anläufen schaffte sie es nicht einmal ansatzweise das Ding hochzuheben. Seufzend und leicht erschöpft, stützte sie sich gegen die Kiste und drehte sich zu ihren beiden Leidensgenossen. „Okay, wir sind verloren.“, sagte sie gespielt dramatisch. „Können wir nicht einfach das Kawarimi no Jutsu dafür verwenden?
     
  8. Während Mai schon auf Ryoichis Vorschlag antwortete war das weißhaarige Mädchen seltsam still geworden. Ob sie Sie mit ihrer Meinung vielleicht ein wenig vor den Kopf gestoßen hatten? Ren jedoch fragte unvermittelt was die Beiden den überhaupt gesagt hätten und stieß nun Ryo vor den Kopf. Der Chuunin hatte noch nie leiden können wenn man ihm nicht zuhörte wenn er etwas sagte, schließlich redete er nicht mit der Wand und er hatte ihr ja auch zugehört....Trotz seines einsamen Auges brauchte der blauhaarige Junge aus Konohagakure nur wenige Momente um Ren`s rötliche Zähne auszumachen. Mai sprach schon aus was er dachte als Ryoichi immer noch zwischen Erschrecken und Faszination schwankend auf das rötlich, dämonische Lächeln der Genin starrte.

    „Wow....ein freundlich unfreundliches Lächeln....irgendwie gruselig...“


    Als Ren kurz darauf aus ihrer Vergangenheit zu erzählen anfing schaute Ryoichi nun unsicher zu Mai, was sollten sie nur mit ihr anfangen. Von der blauhaarigen Genin erntete der Junge aber wenig Sympathie, lediglich ein vorwurfsvoller Blick aus ihren großen Augen fand den Weg in seine Richtung.

    „Sag bloß ich krieg jetzt auch noch die Schuld an dem Ganzen....“

    Er seufzte leise und versuchte sich nicht zu sehr von den Worten des weißhaarigen Mädchens verstören zu lassen. Der schwere Stoff und ihre ganze Erzählart, mit den unterdrückten Tränen und der heiseren Stimme nahm ihn irgendwie mit. Gleichzeitig war es ihm sehr unangenehm hier, vor dem Haus des Hikarikagen und kurz vor dem Reinschleppen und Aufbauen von zahllosen Kisten solch schweren Tobak aufgetischt zu bekommen. Sie selbst schien sich ebenfalls zu wünschen nie davon angefangen zu haben, verbarg ihr Gesicht in den Händen und schüttelte heftig den Kopf. Ren schien einen neuen Anfang machen zu wollen und stellte sich Mai wie Ryo erneut vor, wobei sie dennoch zu Boden blickte. Mai war sofort wieder gut gelaunt und machte sich nach einigen aufmunternden Worten an Ren auf den Weg zu einem der Kartons. Da Ryo nicht als Eisklotz auftreten wollte, der es ignorierte wenn jemand vor ihm anfing zu weinen versuchte auch er sich an ein paar aufmunternden Worten für die weißhaarige Genin. Er trat auf sie zu und klopft eihr nach einem Zögern vorsichtig ein paar mal auf die Schulter.

    „Das wird schon wieder irgendwie...“

    Dan beugte er sich nach Vorne zu ihrem Ohr und flüsterte ihr noch etwas ein bevor er sich zu Mai gesellte.

    „...du hast Blut auf den Zähnen....sieht ein wenig komisch aus.“

    Mit diesen Worten erhob Ryo sich wieder und ging schnellen Schrittes zu Mai, die sich schon an einer großen Kiste abmühte. Hoffentlich war das jetzt auch nicht unhöflich gewesen! Ihm war einfach nichts besseres eingefallen und mit diesen Zähnen konnte man sie doch nicht einfach rumlaufen lassen? Oder hätte er es höflich ignorieren sollen? Fragen über Fragen die er sich nicht stellen wollte und so hoffte er einfach dass die Arbeit sie alle zusammen ablenken würde. Während er zu den Kisten hinlief konnte er sehen wie sich Mai vergeblich abmühte und auch erschöpft aufgab, als er denn nun neben ihr stand. Ihre Idee mit dem Kawamiri no Jutsu fand er überhaupt nicht schlecht, er selbst hätte nicht in einer Million Jahren daran gedacht das jutsu für diese Tätigkeit zu gebrauchen.

    „Hmmm, klingt schon mal gut. Aber woher weißt du ob du mit der richtigen Kiste den Platz tauscht. Ich mein hier stehen mindestens fünfzig von den Dingern!....Ich glaube auch das geht nur mit den kleineren Kisten oder?“

    Während er so sprach verscheuchte er Mai mit einer Handbewegung von der Kiste, drückte ihr den Plan in die Hand und versuchte sich nun selbst daran. Er ging in die Hock und hievte ächzend an der Kiste, hievteit verbissenem Gesichtsausdruck hoch und stemmte sich schließlich mit hochrotem, aber erleichtert dreinblickendem Kopf auf seine Schulter.

    „Puuuuh....ha, das war was.“

    „Ok, ich geh mal vor!“

    Zusammen mit der Kiste ging er durch das große Eingangsportal der Dorfverwaltung und wurde von der Rezeptzionistin mit einem Fingerzeig die Treppe hoch verwiesen.

    „Ah, Gott verdammt! Ich hätte mir wirklich den Plan anschauen sollen bevor ich hier reinspaziert bin!“

    Ächzend begann er mit dem Treppenaufstieg und fand dass dieser unnötig steil und lang wäre. Oben legte er die Kiste schnaufend und so vorsichtig wie möglich ab, das resultierende Knallen brachte ihm jedoch trotzdem einen bösen Blick von Unten herauf der Rezeptzionistin ein.

    „Tschuldigung!“

    Er atmete erleichtert aus und sah sich um, am Kopf der Treppe lag das kahle aber große Empfangszimmer des Kagen, das hieß das Bettgestell musste noch zwei Zimmer weiter....

    „Argh, dämliche Kiste!“

    Ob er eines der zwei Mädchen um hilf bitten...Nein! Jetzt hatte er den Holzapparat schon die Treppe hoch geschleift, zwei Räume weiter konnte er noch schaffen. Mit Keuchen begann er sich wieder daran zu machen die Kiste erneut hochzustemmen.


     
  9. Ren Ryo

    Ren Ryo Guest

    Sie zuckte erschrocken zusammen, als ihr der blauhhaarige Kerl aufmunternd auf die Schulter klopfte. Erstens, brauchte sie keine Aufmunterung und zweitens: konnte sie es ganz und gar nicht ausstehen, wenn man sie berührte. Vor Ekel erschauerte sie leicht. Das hatte weniger etwas mit ihm zu tun, sondern an sich mit der körperlichen Nähe. Sie überkam sogleich ein schlechtes Gewissen, er hatte es ihr gegenüber nur gut gemeint und sie dankte es ihm so. Etwas unbeholfen sah sie zu ihm auf, ehe sie beinahe zu einer Eissäule erstarrte - sie konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren, seine Stimme erklang ganz nah an ihrem Ohr. Ihre Nackenhaare stellten sich auf.

    Wie bitte? Ihre Tränen vergingen ihr, stattdessen wuchs schlagartig die Wut in ihr. Dieser...!! sie knurrte vor Wut. Doch diese verflog schnell wieder, als Mai an einem der Kartons scheiterte. Unwillkürlich und ohne böse Hintergedanken musste Ryo kurz auflachen. Es war wirklich zu süß! Das Mädchen war ihr wirklich sympathisch, wie war noch gleich ihr Name? Mai?
    Sie beobachtete die Szenerie und ließ sich ihre Idee durch den Kopf gehen. Das Kawarimi no Jutsu...? Keine schlechte Idee. Mit seinem Einwand hatte Blauhaar allerdings Recht.

    Typisch Mann eben hob Augenklappe den Karton auf und trug ihn schon einmal hoch. Was sollte das? Sie sah ihm skeptisch nach. Wieso plagte er sich allein mit dem Karton? Er hatte einige Treppen zu meistern, sie hätten doch gut mit anfassen können. Seufzend und Kopfschüttelnd griff Ryo in ihre Tasche, die sie um ihre Hüfte gebunden hatte und sich über ihren Po befand. Sie holte eine leere Schriftrolle hervor. "Er hat schon Recht. Das Kawarimi no Jutsu könnte in der Umsetzung schwierig sein, aber du hast mich auf eine andere Idee gebracht." Sie lächelte freundlich und trat etwas auf Mai zu. Die Blutung ihrer Lippe war bereits wieder gestoppt, ihre Zähne waren wieder von einem strahlenden weiß. Lediglich das getrocknete Blut in ihrem Mundwinkel erinnerte noch an ihren peinlichen Auftritt. "Was glaubst du? Wenn wir unser Chakra kombinieren, können wir die Kisten vielleicht mit dem Tobidôgu no Jutsu in der Schriftrolle versiegeln?" Sie legte den Kopf leicht schief. "Was bei Waffen funktioniert, kann doch auch hier nicht schaden - oder?" War doch richtig? "Wenn wir nicht alle gleichzeitig transportieren können, können wir aber vielleicht schon einmal einen Großteil ganz einfach in Schriftrollen nach oben bringen."
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Aug. 2010
  10. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Mai blickte nach ihrer Frage noch eine Sekunde auf die viel zu schwere Kiste, bis sie mit leicht flehendem Ausdruck zu den beiden anderen sah. Der Junge beugte sich gerade zu dem Mädchen und flüsterte ihr irgendetwas zu, was Mai jedoch nicht verstand. Fragend legte sie den Kopf schief und beobachtete ihre Kollegen neugierig. „Sie steht wohl nicht auf Körperkontakt..“ Ryo zuckte leicht, kaum merkbar, zur Seite, als Ryoichi bei ihr war. Mai wollte sich gerade räuspern, da sie für ihre Verhältnisse schon zu lange auf die Aufmerksamkeit warten musste, als sich der Junge zu ihr wand und schnell auf sie zuging. Anscheinend fühlte er sich genauso unwohl in der Nähe des Mädchens als auch umgekehrt. Wieder versuchte sie den Karton zu stemmen, aber sie war zu schwach dafür. Mit gequältem Lächeln fragte Mai erneut nach dem Jutsu, da ihr anscheinend zuvor niemand zuhörte. Da der Junge bereits auf sie zukam, bekam sie endlich ihre Antwort. Allerdings zogen sich ihre Mundwinkel mit jedem Wort Ryoichi’s weiter nach unten. „Ja du hast recht.. das war ne blöde Idee..“, murmelte sie enttäuscht. Doch um lange zu trauern, war keine Zeit, da er sie mit einem Wisch mit der Hand von der Kiste verscheuchte und ihr den Plan der Wohnung in die Hand gab. Ehrfürchtig trat Mai einen Schritt zurück und beobachtete den Jungen, der bestimmt um einiges stärker war als sie, wie er sich dem bescheuerten Karton widmete. „Na dann zeig mal was du kannst!“, lachte Mai herausfordernd. Erwartungsvoll sah sie Ryoichi zu, wie er sich mit der Kiste quälte. Auch wenn es im ersten Moment nicht so schien, er schaffte es tatsächlich das Ding in die Höhe zu kriegen. Mai grinste ihn amüsiert an: „Respekt, starker Mann!“ Mit rotem Kopf stapfte er bereits in das erste Zimmer hoch, verfolgt von den bewundernden Blicken von Mai und den missbilligenden von Ryo. „Was haben die beiden bloß?!



    Seufzend wand sich Mai wieder einem anderen Karton zu, der natürlich auch zu schwer war. „Schon gut, ich hab’s verstanden!“, schrie sie das Ding an und warf die Schriftrolle auf es.



    Sie wollte gerade zu einem kleineren gehen, als Ryo plötzlich bei ihr stand. Überrascht blickte Mai ihr erst auf den Mund, dann aber sofort in die Augen. Der kleine Ausraster war sofort vergessen, da das Mädchen einen Vorschlag gemacht hatte, mit dem sie sich einen Haufen Arbeit sparen könnten. Vorausgesetzt es würde klappen. Mai hatte bisher kaum eine Waffe versiegelt, und jetzt einen Umzugskarton? Ob das überhaupt grundsätzlich klappte? „Also ich denke, dass es einen Versuch wert ist! Aber glaubst du, wir müssen das Chakra dafür kombinieren?“ Kann gut sein, dass es nötig ist, aber Mai war nicht sicher ob sie das so wirklich hinbekam. Verlegen und mit unsicheren Lächeln fragte Mai: „Ähm.. was hältst du davon, wenn du den ersten Versuch machst, ich in der Zeit mit dieser winzigen Ausgabe der bösen Kisten hoch renne und deinem neuen besten Freund von deinem Vorschlag erzähle?“ Das mit dem besten Freund war natürlich ironisch. „Ich bin der größte Feigling der hier rum rennt, ich traue mich nicht mal einen Karton zu versiegeln!“ Mai schnappte sich schnell den Karton, den sie endlich schaffen konnte und rannte zum Eingang des Gebäudes, als sie plötzlich die Bremsen rein haute. Sie wand sich wieder Ryo zu. „Da fällt mir noch ein.. hast du einen Spitznamen oder so was? Wenn nicht, such dir was aus.. Eure beiden Namen machen mich ganz verrückt!“ Sie wartete die Antwort des Mädchens ab, grinste sie erneut an und verschwand dann im Eingang.



    Mai setzte gerade den ersten Fuß ins Erdgeschoss, als sie so laut nach Ryoichi rief, dass er es kaum überhören konnte: „Hey, Ryoichi!! Ich werd dich ab jetzt Ryo nennen, da ich gerade-!“ Mai war nicht allein. Ängstlich blickte sie zur Seite und sah eine Dame, die ihr einen Vernichtenden Blick zu warf. Eingeschüchtert flüsterte Mai: „Verzeihung!“ Und rannte wieder weiter nach oben, wo sie hoffte, dem Blick ausweichen zu können. Dort sah sie, wie der Junge sich wieder mit der Kiste abmühte. Unsanft lies Mai ihre kleine Variante auf den Boden fallen, worauf er sie entsetzt ansah. „Oh.. ich bin ab jetzt vorsichtiger.“ Sie dachte wieder an die Lampe, die sie fast hätte fallen lassen. „Sag mal, soll ich dir nicht helfen? Du bist total rot und verschwitzt! Ach ja, und Ren hat einen super Vorschlag gemacht!“ Begeistert teilte Mai dem Blauschopf alles mit.
     
  11. Auch wenn Ryoichi es nicht zugab war er gottfroh darüber, das Mai mit anpackte und ihm half die große Kiste in das Schlafgemach des Hikarikagen zu bugsieren. Sie ließ zwar die Kisten ohne jede Reue auf den Boden plumpsen aber war nett. Ryo mochte sie gleich gut leiden, deswegen hatte er auch nicht gern mitangesehen wie unglücklich sie darüber war, als er seine Meinung zu ihrem Plan mit dem Kawamiri zum Besten gegeben hatte.

    „War das wieder zu hart? Dabei fand ich den Plan doch gut! Ich muss an meinem Ausdruck arbeiten...“

    Als die große Kiste, die vermutlich die Einzelteile für ein großes Bett enthielt, endlich an Ort und Stelle stand und die Beiden sich kurz zum Verschnaufen daran lehnten erzählte Mai immer noch von Ren`s Plan. Beim Zuhören schweiften die Augen des Blauhaarigen immer wieder über die noch kahlen Wände des Raumes, durch den Flur und schließlich an die Oberkante der Treppe. Selbst total unmöbliert versprühten diese drei Räume etwas erhabenes...oder bildete er sich dass nur ein weil es hieß dass der Hikarikage hier persönlich leben und arbeiten würde?

    „Wow, euer Plan klingt ziemlich super! Muss man echt sagen! Hoffentlich geht nichts kaputt...aber besser als Alles nach einander hier hochzuschleppen ist es allemal!“

    Lachend schlug der Chuunin spielerisch mit der Hand auf die Kiste, auf der sie gerade saßen und erhob sich um nach Unten zu gehen.

    „Komm, dann gehen wir Ren mal zur Hand!“

    Von einer plötzlichen Eingebung getroffen hielt er dann jedoch gleich wieder an und drehte sich lächelnd zu Mai um.

    „...aber vorher...probieren wir noch was aus!“

    „Kawamiri no jutsu!“

    Schnell waren die nötigen Fingerzeichen geschlossen und Ryo verschwand in einer Rauchwolke, während er scheinbar gleichzeitig vor dem Verwaltungsgebäude auftauchte.

    „Hmmmm, das hat auf jeden Fall geklappt...aber mit was hab ich den Platz getauscht?“

    Ryoichi konnte nur hoffen dass es eine der Kisten war, aber was konnte schließlich groß passieren? Auf dem Vorplatz hatte Ren schon die Schriftrolle auf dem Boden ausgebreitet und schien auf Mai und Ryo zu warten. Der Junge ging zu ihr hin und nickte ihr zu als sie ihn, immer noch leicht pikiert, mit einem ihrer kalten Blicke bedachte. Konzentriert starrte er auf das leere Pergament am Boden und erinnerte sich sofort mit zusammengekniffenem Gesicht an die Klassenarbeit zu dem Thema an der Akademie.

    „.....meine war genauso leer..“

    Tja wie versiegelte man überhaupt etwas in Schriftrollen? Ryoichi war auf jeden Fall überfragt und durchforstete seine Gedanken nach Rückständen aus seiner Akademiezeit. Man musste auf jeden Fall die Schriftrolle mit dem Objekt beschreiben, dass man darin versiegeln wollte...aber ging das auch mit Kisten? Mai war inzwischen bei Ihnen angekommen und alle Drei standen sie vor der Schriftrolle herum.

    „...soo, weiß jemand wie das geht?“


    Mit roten Ohren schämte sich Ryoichi wirklich für die Frage, wusste es aber wirklich nicht besser. Zusammen schafften sie es aber sich eine Anleitung zusammenzupuzzeln und versahen Schriftrollen wie Kisten mit den notwendigen Zeichen. Während die beiden Mädchen ihr Chakra kombinierten und kontrolliert in die Schriftrolle fließen ließen, war es Ryo`s Aufgabe die Kisten darauf zu notieren und dann darin zu versiegeln indem er sie hertrug und darin verschwinden ließ. Es dauerte nicht lang und der Platz war schon beinahe leer und auf der Rolle beinahe überhaupt kein Platz mehr, als sie beschlossen dass fürs Erste genug mit dem Versiegeln sei. Zu Dritt gingen sie leichtfüßig in den ersten Stock des Hauses und legte die Rolle dort auf den Boden. Jeder von Ihnen legte vorsichtig seine Hand darauf und ließ Chakra in das Siegel fließen, um es zu brechen und die darin gefangenen Gegenstände freizugeben. Es `Puffte` in rascher Abfolge und viel Rauch erfüllte das Zimmer bevor auf einmal ein ohrenbetäubendes Gerumpel losging als viele Kisten beinahe gleichzeitig auf dem Boden auftrafen. Bei jedem Schlag der sich tat zuckte Ryos Kopf unwillkürlich zwischen seine Schultern. Er liebte es seine Aufgaben möglichst ungesehen zu verrichten und wurde jetzt übel überrascht. Der Krach war so laut, dass man nicht einmal das tobende Gekreisch nach Ruhe von der Rezeptionistin vernehmen konnte. Als endlich wieder Ruhe eingekehrt war atmete Ryo erst ein Mal tief aus bevor er sich das Chaos ansah, dass sie angerichtet hatten.

    „Der Plan hat ja wohl geklappt..!“

    Über all standen, lagen oder lehnten Kisten an Wänden oder anderen Kisten. Es waren so viele dass man nur fleckenweise etwas von der Wand sah. Sie hatten es geschafft fast den gesamten Vorplatz in einen Raum zu pferchen, vielleicht im Nachhinein keine so gute Idee...

    „...wir hätten pro Raum eine Rolle nehmen sollen!“

    Zu den Türen musste man durchklettern und eine einzelne Kiste in diesem Chaos zu finden war noch schwerer als draußen da es hier enger zuging und teilweise Kisten übereinander standen. Ryo verlor trotzdem nicht den Mut und drehte sich zu den anderen Beiden um, sie standen in der Mitte vom Raum und waren von Kisten umgeben. Man konnte wohl mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass der Platz der Schriftrolle die einzige Stelle im Raum war, auf der keine Kiste stand.

    „Schätze wir müssen die Kisten jetzt sortieren und auf die Räume verteilen bevor wir anfangen können sie aufzumachen.“






     
  12. Ren Ryo

    Ren Ryo Guest

    „Ganz gleich zu welcher Stärke du heranwächst, ein Shinobi allein kann wenig ausrichten. Unsere wahre Stärke liegt in der Zusammenarbeit“ weise Worte ihrer Großmutter, die der jungen Genin nun durch den Kopf gingen. Sie seufzte leicht genervt und strich sich über die Stirn.
    Mit Absprache oder Teamarbeit hatte der bisherige Verlauf der Mission nichts zu tun. Sie streckte sich und machte leichte Dehnungsübungen, während sie nachdachte. Irgendwie versuchten alle es auf ihre Weise. Sie schüttelte leicht den Kopf, so würde das nichts werden.

    Sie kniete sich auf den Boden und breitete die Schriftrolle aus, sie kramte aus ihrer Tasche einen Pinsel und ein kleines Gefäß mit Tinte, dann sah sie auf und wartete ab. Irgendwann mussten die Beiden wieder runter kommen. Sie würden schon einsehen, dass sie sich durch das Jutsu viel Arbeit ersparen konnten. Sie presste die Lippen leicht zusammen. Vom Theater und vom Alltag mit der Band war sie Teamarbeit gewohnt, doch als Shinobi fiel es ihr noch äußerst schwer. Sie seufzte. Naja, dass würde mit der Zeit schon von allein kommen, wenn sie erst einmal genug Erfahrung gesammelt hatte. Plötzlich löste eine der Kisten sich einfach in Luft auf, erschrocken starrte sie an die fragwürdige Stelle, an der nun Ryo plötzlich auftauchte. Ein leises Kichern verließ ihre Kehle, während sie den Kopf leicht schüttelte. Im ersten Moment hatte sie sich tatsächlich erschrocken. „Auch eine Möglichkeit“ räumte sie ein. Hinter ihm tauchte auch nun Mai wieder auf und trat aus der Dorfverwaltung heraus.

    Ren kniete noch immer auf dem Boden und wartete auf eine Reaktion der Beiden, ehe Ryo danach fragte, ob jemand noch den Verlauf dieses Jutsu wusste. Sie legte den Kopf leicht schief und sah ihn etwas irritiert an. War er nicht der älteste und erfahrenste von den dreien? Naja. Jeder konnte mal was vergessen. Auch Ren erinnerte sich nicht mehr genau, sodass die drei ihr Wissen zusammen legen mussten um es durchführen zu können.

    Na anfänglichen Zweifeln und einem kurzzeitigen Zögern, willigte Mai schließlich ein gemeinsam mit Ren ihr Chakra zu nutzen um die Kisten zu versiegeln. Sie schien unsicher, warum konnte sich die Weißhaarige nicht so ganz erklären. Als sie zu ihrer Kameradin aufsah, glänzten ihre hellen Augen im Sonnenlicht in den Farben des Regenbogens. Sie nickte und lächelte ihr leicht zu, versuchte ihr gut zuzureden. Sie hatte keinen Grund unsicher zu sein, sie war eine Shinobi, eine Genin, das zeugt doch von ihrem Können. Wenn sie nicht das Zeug dazu hätte, hätte sie die Akademie nicht bestanden.

    ls sie leichtfüßig nach oben schritten, nur mit der Schriftrolle bewaffnet, sah die Empfangsdame die drei irritiert an. Scheinbar wunderte sie sich, warum sie keine Kisten mehr trugen. Nun, sie waren Shinobi und als solche hatten sie Zugriff auf ihr Chakra und nützliche Jutsus, warum sollten sie diese Vorzüge nicht auch nutzen? Jeden Karton einzelnd hochtragen, das hätte auch jeder andere geschafft. Oder? Die junge Genin seufzte und strich sich über den Nacken, ehe sie im oberen Stock angekommen waren und in einem der Räume das Siegel zu dritt wieder auflösten. Da sie ihr Chakra kombinierten, verbrauchten sie nur verhältnismäßig wenig Chakra.

    Das nun überall im Raum die Kisten herumstanden waren ein zu verkraftendes Übel, dass sie eben in Kauf nehmen mussten. Als ihr Blick auf den Kisten ruhte, bemerkte sie auffällige Markierungen – warum waren sie ihr nicht vorher aufgefallen? Irgendwo hatte sie die doch auch schon mal gesehen... sie schlug sich mit der Faust in die andere geöffnete Handfläche: „Ich weiß!“ sie grinste über beide Wangen: „Gebt mir mal die Schriftrolle von dem Raumgestalter.“ bat sie, als ihr diese gegeben wurde, erklärte sie ihre Forderung: „Seht ihr die kleinen Zeichen auf den einzelnen Kisten?“ sie zeigte auf ein solches Symbol und zeigte dann auf den Plan: „Jede Kiste ist gekennzeichnet, anhand des Plan können wir kontrollieren, was sich in welchen Kisten befindet und in welchem Raum es gebraucht wird.“ Sie atmete tief ein und aus, ein Problem weniger.
     
  13. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Auch wenn er es versuchte zu verbergen, Mai hatte ihm angesehen wie froh er über ihre Hilfe war. Amüsiert grinste sie in sich hinein. Schließlich packte sie an zwei freien Ecken der Kiste an, während Ryo die andere Seite übernahm. „Oh Gott..“, prustete Mai, als sie endlich im ersten Raum angekommen waren. „Diese Treppen sind teuflisch!“, scherzte sie mit unbehaglicher Stimme. Geschafft saßen die Beiden auf dem Karton und atmeten tief durch. Mai schnappte sich eine Strähne ihrer Haare und spielte damit. „Und das war die erste von Unzähligen..“ Anscheinend ließ Ryo sich die Idee von Ren noch einmal durch den Kopf gehen. Plötzlich riss er sie aus ihren Gedanken, indem er den neuen Plan als positiv abstempelte. Lachend klopfte er auf den, zum Stuhl umfunktionierten, Karton, was ein Zeichen zum Aufstehen und weiter machen war. Mai wollte sich gerade wieder beschweren, als der Junge Gebrauch von ihrem ursprünglichen Vorschlag machte. Er wand das Kawarimi no Jutsu an und verschwand auf der Stelle. An seinem Platz befand sich nun eine weitere Kiste. Überglücklich darüber, dass ihre Idee doch nicht zum Scheitern verurteilt war, wand auch sie die Technik an und tauschte den Platz mit einer Kiste unten.

    Dort angekommen sah sie bereits, wie Ren und Ryo auf etwas starrten. Als Mai angelaufen kam, entdeckte sie die Ausgebreitete Schriftrolle. Glücklicherweise fragte Ryo die Frage, welche Mai niemals über die Lippen gekommen wäre. Sie war viel zu Stolz um anderen einzugestehen, etwas nicht genau zu wissen oder nicht so gut zu können. Als das richtige Vorgehen beim Versiegeln geklärt wurde, wurden die Aufgaben verteilt und es konnte losgehen. Bei den ersten Kartons war Mai immer aufgefallen, dass Ren ihr ungewohnt.. unkalt, wenn man es so nennen konnte, in die Augen blickte. „Ob meine Tarnung aufgeflogen ist?“ Der gute Zuspruch von Ren bestätigte ihren Verdacht. Es war wirklich peinlich so frisch aus der Akademie zu kommen und nicht zu wissen was man nun genau machen musste, um Umzugskartons zu versiegeln. Aber nun würde Mai es wohl so schnell nicht vergessen, kommt ja schließlich nicht jeden Tag vor die Möbel des Hikarikagen zu versiegeln. Schmunzelnd ließ Mai, zusammen mit Ren, das Chakra fließen. Als nach einiger Zeit alles erledigt war, machten sich die drei auf den Weg in die Räumlichkeiten. Dort das nächste Problem: Zwar mussten sie nicht mehr schleppen, dafür aber waren sie in einem Gefängnis aus Pappe gefangen. „Heute ist wohl nicht unser Tag, was?“, lachte Mai. Auch wenn das Chaos Arbeit bedeutete, irgendwie fand sie es ziemlich witzig. Angestrengt überlegten sie, wie sie auch dieses Problem lösen könnten, als Ren etwas auffiel. „Dem Himmel sei Dank.“, seufzte Mai erleichtert.
    Aber trotzdem mussten sie die Kisten erst mal ein wenig zur Seite räumen, sonst würden sie gar nicht durch die Zimmer kommen. „Meint ihr, wir sollten im Schlafzimmer anfangen? Wir könnten dort zuerst alle Kisten rausschaffen, die nicht rein gehören. Das dürfte Dank Ren’s Entdeckung ja kein Problem sein.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, begann Mai sich durch die Kisten durchzuschlängeln und teilweise darüber zu klettern, um in den übernächsten Raum zu kommen.
     
  14. „Ja das hört sich gut an.“

    Zusammen mit Ren und Mai kletterte Ryoichi über die Kisten auf die andere Seite des Raumes. Nur an der Tür wurden sie kurz aufgehalten, da hier eine besonders große Kiste den Weg versperrte, Sie war beinahe so groß wie der Türrahmen und ließ oben nur einen schmalen spalt breit offen, durch den sie sich aber glücklicherweise durchzwängen konnten. Auf der anderen Seite ging es genauso weiter, wo auch immer man hinsehen wollte versperrten einem Transportkisten und Kartons die Sicht.

    „Krass dass das alles in eine Rolle gepasst hat! Ob die Dinger wohl eine Obergrenze haben?“

    Die Drei arbeiteten sich behände und stoisch weiter vor und kamen schließlich auch durch diesen Raum in das letzte Zimmer, dem Schlafgemach des Hikarikagen selbst. Nun war es Zeit sich näher mit den Kisten zu befassen. Ren waren ja vorher diese praktischen Markierungen aufgefallen, die sich in Form von Stempeln an jeder Kiste befanden. Teilweise waren sie schwer zu finden gewesen aber nach kurzer Weile hatte auch Ryoichi die drei verschiedenen Symbole je einmal gesehen. Ein kleine Schlafmütze kennzeichnete den Schlafraum, eine Schriftrolle das Arbeitszimmer und sich schüttelnde Hände das Empfangszimmer. So weit so gut, zumindest die Sortiererei würde mit einiger Herumschieberei schnell erledigt sein. Schnell machten sie sich ans Werk und hatten schon fasst alle Kisten, die nicht hierher gehörten aus dem Raum gebracht als von weiter hinten ein wütender Aufschrei ertönte.

    „Ja das gibt’s doch nicht! Wie beim Kagen sieht es hier denn aus!!!“

    Ryo wusste gleich wer da eben aufgetaucht war, dazu war die Stimme von Ayano Kei, dem Raumgestalter, einfach zu unverwechselbar.

    „Wo seid ihr drei?!“

    Wenig später stampfte der Mann mit hochrotem Kopf in das Schlafzimmer und find an Ihnen die Standpauke ihres Lebens zu halten, wobei er mehrmals fast seine Brille verlor.

    „Was ist denn das für eine Arbeit? Alles steht durcheinander. Da kommt man von seiner Mittagspause und dann so was! So werdet ihr doch nie fertig! Wenn ihr nicht bis heut um 5 mit den Räumen für den Kagen fertig seid wird man euch persönlich dafür zu Rechenschaft ziehen!“

    Und so ging das weiter und weiter, zwischendurch wedelte Kei ab und zu wutentbrannt mit seinem Finger umher und deutete auf scheinbar willkürlich ausgewählte Kisten. Die er woanders haben wollte. Aber Gott sei Dank ging dem Mann nach einer guten Viertelstunde so langsam die Puste aus. Die Sätze hatten weniger Energie und er war mehr damit beschäftigt Atem zu holen als sie zu bearbeiten. Deutlich erschöpft ging er unter einer Androhung eines weiteren Besuchs schließlich von dannen und war verschwunden. Ryoichi hatte während der gesamten Prozedur geschwiegen, seiner Meinung nach waren sie gut in der Zeit und ihr Plan mit den Kisten würde auch funktionieren wenn er ein wenig chaotisch war. Kein Grund sich dermaßen aufzuregen, man könnte ja fast meinen sein Leben hinge davon ab ob das bett heute noch aufgestellt werden würde. Achselzuckend hörte der blauhaarige Junge auf dem Gestalter nachzublicken und wandte sich zu den beiden Mädchen.

    „Ich wette die Empfangsdame hat ihn geholt, die hat vorher schon so geschaut!“

    Ryoichi klatschte in die Hände und ging mit Leuchten in den Augen auf die größte der Kisten und versuchte sie zu öffnen, scheiterte aber daran. Aus Angst um den Inhalt wollte er sich nicht zertrümmern und so blickte er hilfesuchend durch den Raum, wobei seine Blicke auf über seine Kolleginnen fuhren.

    „Hat jemand eine Idee wie wir die Kisten aufkriegen ohne den Inhalt kaputtzumachen?“
     
  15. Ren Ryo

    Ren Ryo Guest

    Woher sie wusste, dass Mai wie sie eine Genin war und frisch aus der Akademie entsprungen war? Es war offentsichtlich. Auch wenn sie sich wirklich Mühe gab es zu verbergen, merkte man ihr ihre Unsicherheit deutlich an, was besonders ihre Körpersprache verriet. Die Art wie sie sich bewegte, wie sie reagierte. Die junge Ren lächelte leicht, sie war eine blutige Anfängerin genau wie sie selbst. Leise seufzend hob sie den Blick und betrachtete flüchtigen den männlichen Teamkameraden. Im Gegensatz zu den beiden Mädchen war er... bereits gezeichnet von seinem Dasein als Shinobi. Sie schlug den Blick wieder nieder und sah zwischen den Kartons vor ihr auf den Boden. Sie musste an Erfahrung sammeln...

    Inzwischen hatten die Anderen bereits einen Plan zurecht gelegt, wie es nun weiter gehen sollte. Sie folgte Mai durch die Kisten, wobei sie darauf bedacht war, möglichst wenige zu berühren. Dieses Vorhaben wurde jedoch kurzer Hand durchschritten, als sie sich durch den engen Schlitz, der zwischen der Tür und der Kiste geblieben war, hindurch quetschte. Es gelang ihnen auch den nächsten Raum zu durchqueren, doch im Schlafzimmer des Kages angekommen, beschlich Ren eine schlechte Vorahnung. Sie konnte es nicht in Worte fassen, doch irgendwas schien nicht zu stimmen. Sie riss jedoch zusammen und versuchte dieses Gefühl nach Möglichkeit zu verdrängen und sich auf ihren Job zu konzentrieren.

    Sie waren gerade fleißig dabei, als die dominante Stimme des Raumgestalters erklang. Leicht genervt zischte sie aus und schob die Kiste in ihren Händen noch an den vorgesehenen Platz, ehe sie sich aufrichtete und die Arme verschränkte. Ihr Gesicht blieb ausdruckslos und nichts sagend wie immer. Besserwisserbürohengst dachte sie, selbst über ihre Wortkreation schmunzelnd, als er seine Standpauke hielt. Sie presste die Lippen fest zusammen um ihm nichts zu erwidern. Sie atmete stattdessen tief ein und aus und schloss einen Moment den Augen. Plötzlich schossen ihr Gedanken in den Kopf, was sie gern mit diesem tempramentvollen Gestalter machen wollen würde, doch sie gab sich diesen Gedanken nicht hin. Langsam öffnete die Augen wieder und strich ihr Haar aus dem Gesicht. Da musste sie jetzt durch.

    Also riss sie sich erneut zusammen und arbeitete mit ihren beiden Kollegen weiter, dabei nahm sie Rücksicht auf die Anweisungen des Anzugträgers, doch - sie nahm seinen Ton oder seine Wortwahl nicht für voll. Respekt hatte sie dem Kerl gegenüber keinen über. Als er wieder von dannen zog, atmete sie erleichtert aus und pausierte einen Moment. Das hat es ja wohl gebracht. Hätte auch gleich weg bleiben können der Herr... und seine Drohung war auch leer...wie vermutet.

    Gedanken versunken sah sie aus dem Fenster, die Arme verschränkt, als ihr Blick plötzlich den einer weißen Eule streifte, dessen stechend gelben Augen auf Ren ruhten. Die junge Genin riss es aus ihren Gedanken, ihr Herz machte einen Satz. Sie kannte diese Eule, das war doch - Taru?! Die Eule ihrer Großmutter? Irgendwas war geschehen! Also doch!

    Weder Ryos Frage noch etwas ähnliches erreichte die junge Genin nun noch, es musste etwas passiert sein. Panisch und schon fast von Sinnen, stürmte sie auf das Fenster zu und riss es auf, die Eule schreckte auf und schlug wild mit den Flügeln, sie würde sich gleich in die Lüfte erheben. Die junge Genin hatte bereits einen Fuß auf dem Fensterrahmen, als sie sich zu ihren Teamkollegen herum drehte: "Es tut mir leid, ich muss gehen."
    Bedauernd warf sie ihnen einen letzten Blick zu. Es tut mir leid. Wiederholte sie in Gedanken, bis sie aus dem Fenster sprang und gemeinsam mit dem weißen Geist scheinbar spurlos verschwand.
     
  16. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Eine akrobatische Meisterleistung war es, was die drei da ablegten. Als Mai sich lachend zu Ren umdrehte, fiel ihr gleich auf, wie sehr sie auf die Kisten achtete. Und schon fiel dem blauhaarigen Mädchen auf, wie sehr sie wieder nicht auf das teure Innenleben der Kartons dachte. Ihr passierte es oft, dass sie aufs Versehen gegen sie trat oder unsanft versuchte sie auf Seite zu schieben. Bis sie sich schließlich durch den kleinen Schlitz ins Schlafzimmer durchquetschen musste. „Puh!“, gab Mai seufzend von sich, als sie alle drei angekommen waren. Wie auch Ryo, begutachtete sie nun die Symbole auf den Kartons. „Die Schlafmütze! Ob der Hikarikage so eine nachts trägt?“ Kichernd betrachtete Mai weiterhin die kleine Mütze, als sie plötzlich aus ihren Gedanken gerissen wurde. Die unangenehme Stimme des bescheuerten Raumgestalters war nicht zu verkennen. „Was regt der sich auf?“, zischte Mai, während sie sich umdrehte. Anscheinend war ihre Bemerkung doch nicht leise genug, da sie sich einen bösen Blick von Kei einhandelte. Und dann ging’s los.
    Mit jedem Wort, dass der Lackaffe von sich gab, wurde ihr Blick herablassender. „Das erinnert mich an meinen Vater..“ Sie blickte kurz zu Ryo, der wohl auch schon lange auf Durchzug geschaltet hatte. Ren dagegen schien immer noch gelassen, als würde sie das Ganze gar nicht mitbekommen. Und da das leicht verwöhnte Mädchen nicht lange an sich halten kann, wenn sie sich aufregt, fing sie lauthals an zu streiten: „Was wissen sie denn schon? Sie haben schließlich nicht einen Finger gekrümmt um uns zu helfen! Und falls sie es nicht gemerkt haben, wir stehen noch vor ihnen, was bedeutet, dass wir noch nicht fertig sind. Und wenn sie ihre schnöseligen Finger nicht schmutzig machen wollen, dann gehen sie jetzt bitte und warten bis wir fertig sind!“ Mai atmete tief ein, da sie das jetzt einiges an Luft gekostet hatte. Dann verschränkte sie die Arme und drehte sich mit zusammengekniffenen Augen zur Seite. Das hatte den Grund, dass sie Angst vor der Reaktion von Kei hatte. Dieser machte aber mit seinem Vortrag weiter, wobei er die drei etwas mehr nieder machte als zuvor. Als er endlich verschwand. Sie öffnete die Augen wieder und hörte sich Ryo’s Vermutung an. „Ja, die alte Hexe.“, murmelte sie noch immer wütend.
    Endlich konnten sich die Jugendlichen wieder den Kisten zuwenden. Während Mai und der Junge schon längst damit beschäftigt waren, die Sachen versuchen zu ordnen, stand Ren noch wie angewurzelt stehen.
    Hat jemand eine Idee wie wir die Kisten aufkriegen ohne den Inhalt kaputtzumachen?“, fragte Ryo. Ein gequältes Lächeln machte sich auf Mai’s Gesicht breit: „Da fragst du die Falsche.“ Keiner ging so unvorsichtig mit den Sachen um wie sie. Also blickten die beiden zu Ren, vielleicht hatte sie eine Idee. Doch diese blickte nur aus dem Fenster und schien ihre Kollegen gar nicht zu beachten. „Ren?“, fragte Mai vorsichtig nach, doch diese machte einen Satz zum Fenster, riss es auf und machte Anstalten raus zu springen. „Ren!“, rief Mai ihr zu und endlich wand diese sich den anderen beiden wieder zu. „Es tut mir leid, ich muss gehen.“ Gesagt, getan, sie war aus dem Fenster verschwunden. Mai rannte noch zu dem Fenster um zu sehen, wohin sie verschwand, doch Ren war bereits verschwunden. Mit traurigen Augen wand sie sich Ryo zu: „Weg ist sie.“ Und jetzt? Nicht nur dass sie keine Ahnung hatten, was passiert war, nun mussten sie nur noch zu zweit das Chaos in Ordnung bringen. „Hoffentlich hatte sie wenigstens einen triftigen Grund, einfach abzuhauen..“, murmelte Mai. Etwas trotzig wand sie sich wieder einem Karton zu, sonst würden sie das nie rechtzeitig schaffen. „Wie wäre es, wenn wir die Schlafmützen-Kisten einfach in ein Eck des Raumes schieben und die anderen erst mal in den nächsten Raum befördern? Ich würde die Kisten erst am Schluss öffnen. Was denkst du?
     
  17. Ähnlich dem Gesicht von Mai schaute auch Ryo ungläubig auf das Fenster, durch das Mai nach einer kurzen Verabschiedung so einfach verschwunden war. Alles war so schnell gegangen dass er immer noch nicht begriffen hatte was da eigentlich gerade passiert war und eher das Gefühl hatte das Alles müsste entweder ein Scherz oder ein Traum sein. So wie Mai den blauhaarigen Jungen gerade ansah ging es ihr wohl ähnlich, denn schon fragte sie murmelnd nach den Gründen für diese ganze Aktion.
    Ryo stimmte ihr nickend zu und fuhr sich durch die Haare während er die ganzen Kisten betrachtete, die noch vor Ihnen lagen. Irgendwie war der riesen Haufen Arbeit der noch vor ihnen lag gerade noch sehr viel größer geworden,

    „Ja aber auf jeden, wenn ich die noch mal sehe werde ich sihr auf jeden Fall meine Meinung geigen! Man kann doch nicht so aus nem Fenster schauen um dann einfach verschwinden!?“

    Seufzend und schulterzuckend drehte er sich schicksalsergeben zu Mai, die sich schon wieder mit den Kisten befasste. Ihre Einstellung war schon die richtige. Alles aufregen würde nur unnötig Zeit verschwenden und Ryo wollte keinesfalls bei einer so einfachen Aufgabe durch Versagen auffallen.
    Kurz lies er sich Mai`s Worte durch den kopf gehen und nickte dann schlicht und einfach, so würden sie es machen.

    „Jop! So läufts, am Besten wieder mit der Rolle. Wissen ja jetzt wie es geht!“

    Etwas langsamer als vorher, da sie nur zu Zweit waren, aber durch die Rolle immer noch unglaublich schnell verschwanden alle Kisten die nicht das Symbol der Schlafmütze trugen. Danach wurden die Restlichen im Schlafgemach geparkt, die Rolle im Empfangszimmer noch einmal geöffnet und die Kisten dort noch einmal sortiert. So waren nach guten zwanzig Minuten alle Kisten in dem Zimmer in dem sie sein sollten. Zufrieden schaute Ryo durch den Flur auf des geordnete Chaos das vor Ihnen lag.

    „Das hat ja super geklappt! Jetzt wird’s Zeit die `Geschenke` auszupacken!“

    Der Chuunin lachte nun wieder fröhlich und fuhr prüfend mit der Hand über das Holz einer der Kisten im Schlafzimmer, in dem sich die Beiden Ninja nun wieder befanden.

    „Hm ich könnte das Holz leicht kaputtschlagen aber ich weiß nicht...“

    Plötzlich durchfuhr ihn ein Geistesblitz und er schnippt ausgelassen mit dem Finger.

    „Jawoll!! Das ist es! Ich kann nen Kunai an meinen Bo binden und dann haben wir was zum Aufhebel!“

    Gesagt getan, Ryo zauberte einen Kunai aus seiner Beintasche und nahm den Kampfstab vom Rücken um festzustellen dass er keine Schnur dafür hatte. Nach kurzer Bedenkzeit wurde dafür jedoch kurzerhand einer seiner Schnürsenkel geopfert und schon war die provisorische Brechstange einsatzbereit. Zusammen mit Mai positionierte er sich nun an einer der Kisten und frimelte den Kunaispitze zwischen Deckel und Kiste, bevor sich beide an die Stange hängten und die Kiste quietschend aufstemmten. Ryo hätte es wohl auch alleine geschafft aber dabei hätte er vielleichtt den Bo kaputt gemacht. So hatte er Mai als Orientierung wie viel kraft er einsetzen konnte ohne das etwas zerbrach. Sobald der Deckel auf war lies er den Bo klappernd zu Boden fallen und schritt schnell zur Kiste um den Deckel mit einem kräftigen Ruck zu entfernen.

    „Haha, mal sehen ob er noch hässlichere Sachen als die Lampe hat!“

    Ryo zwinkerte Mai zu und fing an in der Kiste zu kramen, wobei er verschiedenste Teile und eine gefaltete Anleitung zu Tage förderte.....sah ganz nach einem Stuhl aus. Bewundernd drehte und wendete Ryoichi einige der Teile unter seinem Auge. Sie waren reich mit Schnitzereien von Drachen und Szenen aus Dorflegenden verziert.

    „Wow, wie das wohl zusammengebaut aussehen wird?“

    Dann lass uns mal schnell machen, sonst muss Herr Ayano wieder so schreien und kriegt nen Herzkasper!“

    Kurz zeigte er seine verschmitzte Zungenspitze und beugte sich wieder in die Kiste um die restlichen Sachen hervorzuholen.

     
  18. Sakaida Mai

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    Das Ren einfach verschwunden war, nagte immer noch an Mai. Tausend mögliche Gründe fielen ihr ein, einer verrückter als der andere. Als Ryo ihr zusagte, was ihre Idee anging, blickte sie ihn glücklich an. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen und ihm gleichzeitig gesagt, wie treuherzig er doch sei. Aber sie bevorzugte es einfach freundlich zu nicken. Und dann ging es auch wieder an die Arbeit.
    Das sie alles versiegelten und mit der Schriftrolle transportierten, war wohl das Beste was sie machen konnten. Es war eine unglaubliche Erleichterung und alles ging reibungslos über die Bühne. Und ehe sich die beiden versahen, hatten sie halbwegs Ordnung in das Chaos gebracht. Es war wirklich übersichtlich, außer für Kei, der würde wieder aus der Haut fahren.
    Yeah, Bescherung!“ Mai gefiel die Umschreibung der Sachen, die eigentlich dem Hikarikagen gehörten. Geschenke passte wie die Faust aufs Auge. Auf Ryos Vorschlag hin, dagegen zu schlagen, lachte Mai auf und alberte herum: „Ja oder wir versuchen es mit einer Briefbombe!“ Nachdenklich zupfte Mai an einer ihrer langen Haarsträhnen herum. „Wenn das Zeug bloß nicht so teuer und wertvoll wäre, dann würde ein Tritt nicht schaden..“ Gerade als sie an eine Brechstange dachte, kam die, technisch gesehen, selbe Idee von dem Jungen.
    Dieser schnappte sich sogleich einen Kunai und seinen Bo und wollte einen Hebel daraus basteln. Nur wie? Auch Mai hatte Schnürsenkel an ihren Schuhen, allerdings trat sie instinktiv einen Schritt zurück, was ihr im Nachhinein ziemlich unangenehm war. Würde sie je über ihren Egoismus stehen? Aber Ryo erwies sich als gnädig und nutze seinen eigenen Schuh.
    Während sie alle Kisten öffneten, lies Mai es sich nicht nehmen und erhälte Ryo von ihren merkwürdigen Ideen, was Ren’s plötzliches Verschwinden betraf. „Wer weiß, vielleicht hat sie sich so über Kei aufgeregt, dass sie ihn jetzt suchen geht und ihm etwas Schlimmes antut. Oder sie ist ein überall gesuchter Meisterdieb, der nur ein Verwandlungsjutsu genutzt hat.“ Plötzlich hielt sie inne und sah Ryo erschrocken an: „Glaubst du, sie steckt mit der Dame am empfang unter einer Decke?“ Der Satz wurde so betont, als ob es die mit Abstand grausamste Theorie gewesen wäre. Kurz darauf brach Mai, über ihre eigenen Mutmaßungen, in Gelächter aus.
    Endlich wieder bei der Sache, konnte Mai nicht lange an sich halten und lachte erneut, diesmal über Ryo’s Vermutung was das Aussehen der Sachen des Hikarikagen betraf. „Also die Lampe ist schwer zu toppen!“ Aber der Stuhl, um den es sich anscheinend handelte, war wirklich schön. „Etwas verschnörkelt, aber irgendwie traditionell.. kann man ansehen.“ Auf die Äußerung des Jungen grinste Mai frech zurück. Ihr würde es gefallen, wenn der Trottel sich noch mal aufregt. Jeder macht sich schließlich selbst zum Narr. Während Ryo, mit sichtlich viel Spaß, die restlichen Teile aus der Kiste kramte, machte Mai sich an eine andere, bereits geöffnete. „Ich mache mal hier drüber weiter, dann geht’s schneller voran!

    Gespannt und voller Vorfreude machte sich das neugierige Mädchen über einen Karton her. Es handelte sich um zwei Nachttische. Die Anleitung sah auf den ersten Blick ziemlich kompliziert aus, weshalb mai schön den Mund öffnete, um den Jungen zu rufen. Aber auf dem zweiten Blick war das System ganz einfach. Also stellten die beiden Shinobi alle Möbelstücke auf, bis nur noch zwei kleine und eine große Kiste übrig waren. Alles andere stand bereits auf seinem vorgesehenen Platz. Nur das Bett fehlte noch. „Irgendwie sieht der Teil, wo das Bett stehen soll, komisch aus.. Moment!“ Grinsend stürmte Mai zu den beiden kleinen Kisten und holte aus jeder eine der hässlichen Lampen, die sie schon von Anfang an auf dem Kicker hatte. Übertrieben behutsam stellte sie die beiden auf je einen Nachttisch und murmelte: „Was für ein schöner Anblick.“ Dann schnappte sie sich die Kiste mit dem Bettgestell. Das würde bestimmt mehr aus kompliziert werden. Aber immerhin hatten sie dann einen Raum schon fertig.
     
  19. „Puuh, einen Raum hätten wir...“

    Zufrieden fuhr sich Ryoichi mit dem Handrücken über die Stirn und betrachtete ihre Arbeit, sie hatten nun fast schon eine ganze Stunde vor sich hingearbeitet und der Raum sah dementsprechend fertig aus. Genaugenommen gab es nur noch drei ungeöffnete Kisten, an denen sich Mai gerade zu schaffen machte. Sie holte zwei der fragwürdigen Lampen hervor und platzierte diese mit so übertrieben gespielter Behutsamkeit auf den beiden Nachttischen, die den platz für das bett einrahmten, dass Ryo sich ein Kichern nicht verkneifen konnte.

    „Die Frage ist nur ob die wirklich für den Kagen sind oder nur eine Idee vom Raumgestalter...wart ich helf dir“

    Gemeinsam mit Mai legte er die letzte, größte Kiste vorsichtig auf die Seite um sie schließlich aufzustemmen. In ihr befand sich das Bettgestell, das Herzstück dieses Raumes. Überraschenderweise sah das Bett eher schlicht aus und biss sich schon fast mit den teilweise pompös aussehenden Einrichtungsgegenständen.

    „Scheint nicht auf Ayanos Mist gewachsen zu sein...vielleicht das alte Bett des Kagen?“

    Vorsichtig packten die beiden Shinobi die schweren, kühlen Teile aus und legten sie vor sich auf den Boden. Wie immer schienen die kleinen, kryptischen Bildchen der Einleitung nicht viel zu helfen aber nach unzähligen Stühlen, Schränken und Nachtischen fühlte sich Ryoichi der Aufgabe ein einfaches Bett zusammenzubauen mehr als gewachsen. Ohne sich groß um sie zu kümmern legte er die Anleitung wieder bei Seite und fing an sich die massiven Holzteile näher anzuschauen. Wenn er sich die Sache so besah war der Aufbau eigentlich mehr als einfach. Der Rahmen musste einfach nur zusammengesteckt werden und die Auflage, auf die nachher die Matratze ruhen würde war schon fertig mitgeliefert worden.

    „Cool! Das sollte schnell gehen!“

    Kurze Zeit später war das Schlafzimmer fertig und Mai wie Ryo konnten ihr fertiges Werk begutachten.

    „Sieht gut aus! Wär ich der Kage würds mir hier gefallen haha!“

    Prüfend drückte der Chuunin noch einmal gegen das Gestell und versicherte sich seiner Stabilität. Eigentlich schade dass die Matratze nicht gleich dabei gewesen war, Ryoichi hätte das gemütlich aussehende Bett zu gerne mal ausprobiert. Jetzt blieben ihnen noch zwei Räume, das Arbeits- und das Empfangszimmer des Kagen. Während die beiden prüfend durch die vielen Kisten wanderten dachte der blauhaarige Junge laut über ihr weiteres Vorgehen nach.

    „Ich glaub im Empfangszimmer gibt es nur wenig zu tun, soweit ich das auf dem Plan hier erkennen kann sind es nur jede menge Kissen, ein paar kleine Tische und Lampen. Hier im Arbeitszimmer gibt’s es noch große Schränke und einen Schreibtisch, Vorhänge und so Zeug. Am besten wir teilen uns wieder auf, jemand richtet den Empfangsraum und der Andere macht hier schon mal das Kleinzeug, dann werden die Schränke und so aufgestellt.“

    Ryo sagte gleich danach dass er gerne hier im Arbeitszimmer anfangen würde und so trennten sich die Beiden fürs Erste. Während mai im Empfangszimmer arbeitete hängte Ryoichi im Arbeitszimmer schöne, schwere und vor Allem blutrote Vorhänge auf, brachte Lampen an den Wänden an und versuchte sich schon mal am wuchtigen Schreibtisch, an dem er immer noch saß als Mai wieder zu ihm stieß.

    „He Mai, kannst du mir mal helfen?“


    Der Junge winkte die ebenfalls blauhaarige zu sich herüber und zeigte ihr eine Ecke an der Tischkante, die sie festhalten sollte. Sobald sie einen festen Griff hatte drückte er dagegen und nach ein wenig Kraftaufwand schnappte etwas ein und ein hässlicher Spalt zwischen Tischplatte und Tischbein verschwand. Ryo, der halb unter dem Tisch gesessen hatte klopfte zufrieden von unten dagegen und war schon im Aufstehen als noch mal etwas schnappte und ihm eine Schublade ins Gesicht aufsprang. Vom plötzlichem Schmerz erschrocken fiel er nach hinten und hielt sich die Nase während er zischend Luft einsog.

    „Aaaaua! Was ist den das?“

    Die Frage war eigentlich überflüssig da hier wohl jeder wusste dass es sich um ein Geheimfach handeln musste, nur hatte es Ryo irgendwie nicht erwartet hier eins zufinden. Er war schnell wieder auf den Beinen und warf einen Blick hinein, natürlich war es leer. Sich räuspernd wandte er sich zu mai und lies das Fach wieder zuschnappen.

    „Am Besten vergessen wir einfach dass wir das gefunden haben...“



     
  20. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Als sie nun auch das letzte Möbelstück im Schlafzimmer, nämlich das Bett, aufgestellt hatten, konnten sie erst einmal erleichtert ausatmen. Den ersten Raum hatten sie geschafft. Ryo rollte erneut den Plan von dem Raumgestalter aus und begutachtete ihn prüfend. Mai sah ihm über die Schulter und war mit seiner Idee, sich aufzuteilen mehr als einverstanden. So würden sie um einiges schneller fertig werden. Wie ausgemacht, ging Mai in das Empfangszimmer, um dort alles herzurichten. Zuvor hatte sie sich das Bild, wie es aussehen sollte, halbwegs gut eingeprägt. Zuerst stellte sie die Tische auf, wenn sie diese fand. Leider waren die Kisten nur für den jeweiligen Raum markiert worden. Der Inhalt war ein Geheimnis, bis man sie öffnete. „Das ist ja wie ein Glücksspiel hier..“ Die meisten Möbel waren verstaubt. Sie war froh, dass es nicht ihre Arbeit war, das sauber zu machen. Alle Tische waren aufgestellt, aber der Raum war noch lange nicht gemütlich und einladend, wie es ein Empfangsraum eigentlich sein sollte. Also zog Mai die Lampen aus den Kisten und schloss sie an die Steckdosen, sobald diese auf ihrem Platz waren. Bevor sie die Kissen platzierte, ging Mai noch einmal zurück ins Arbeitszimmer, um sich auf dem Plan zu vergewissern, dass alles seinen richtigen Platz hatte. Ryo war noch mit den Kleinteilen beschäftigt, war aber auch bald soweit fertig. Nur noch die Kissen auf staubige Tische, Fensterbank und Teppich platzieren – und fertig. Auf dem Teppich war auch ein Teetisch gestanden, um ihn herum die Sitzgelegenheiten. Hier würde sich der Besuch des Hikarikagen sicherlich wohl fühlen.
    Zufrieden mit ihrem Werk marschierte das Mädchen wieder zu Ryo, der anscheinend schon auf sie wartete. Sofort rannte sie zu den Tischecken, wogegen sie sich stemmen sollte. Es schnappte kurz, und das Pult war in seiner Form. Der zufriedene Junge klopfte gegen den Tisch, Mai lächelte ihn ebenso zufrieden an. Anscheinend waren sie soweit fertig. Mai wollte gerade etwas sagen, wie „toll“ oder „klasse“, doch sie wurde von der Schublade unterbrochen, die plötzlich aufsprang und Ryo hart im Gesicht traf. Dieser stolperte daraufhin ein paar Schritte zurück, verlor schließlich den Halt und landete kurzerhand auf dem Boden. Erschrocken ging Mai die wenigen Schritte schnell zu ihm und wollte ihm aufhelfen, doch der Chuunin war schneller wieder auf den Beinen als Mai ihm seine Hand hinstrecken konnte. Er anscheinend hart im Nehmen. Sie hätte wohl eher einen Ausraster gehabt, als unberührt von der Situation zu sein. Ryo hatte recht, es handelte sich offensichtlich um ein Geheimfach. Allein das Wort ‚Geheim’ reichte Mai, einen Satz nach vorne zu machen, Ryo fast wieder umzuwerfen und einen neugierigen Blick in das leere Fach zu werfen. „Am Besten vergessen wir einfach dass wir das gefunden haben...“ Mai wand sich wieder zu ihm und sagte, immer noch enttäuscht über die Leere: „Ja, wahrscheinlich hast du recht.
    Nun mussten sie nur noch die zwei Schränke aufstellen, dann waren sie laut dem Plan fertig. Also stellten sie zusammen das erste Monströse Ding auf und machten sich danach noch an den zweiten Schrank zu schaffen. Das hatte zwar noch etwas Zeit in Anspruch genommen, aber ein Blick auf die Uhr verriet, dass sie trotz allem pünktlich fertig geworden waren. Es war gerade kurz vor fünf Uhr, als plötzlich der Raumgestalter Aono Kei vor den beiden stand. Er begutachtete penibel die drei Räume, als er sich schließlich den beiden Shinobi zu wand. „Na nu? Wart ihr nicht mal zu dritt?“, fragte dieser misstrauisch. Mai und Ryo tauschten kurze Blicke aus, worauf sie Kei wieder mit Unschuldsmiene ansahen. Dieser sprach weiter: „Wie auch immer. Das sieht ja alles ganz in Ordnung aus. Anscheinend könnt ihr doch was richtig machen. Dann seid ihr fertig für heute.“ Auch wenn das nicht gerade das Lob war, was die beiden erwartet hatten, verließen sie das Obere Stockwerk. An der Empfangsdame vorbei, befanden sie sich nun wieder draußen. „Richtig ungewohnt, dass wir die Straße wieder sehen können, oder?“ Wo vorhin noch lauter Kisten standen, war nun wieder der vertraute Dorfplatz zu sehen. Die drei, besser gesagt die beiden, hatten doch ganz gute Arbeit geleistet. „Gut. Das war’s dann für heute! Fast schon schade eigentlich, war witzig mit dir! Ich bin froh, dich kennen gelernt zu haben!