Job: Versuchskaninchen gesucht

Dieses Thema im Forum "Institut für Technologie" wurde erstellt von Yagami Tamaki, 28. Sep. 2019.

  1. Yagami Tamaki

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    Job: Versuchskaninchen gesucht
    ~ Starring: Kinzoku Kenta und Suzuya Tamaki ~


    Oh… Oh nein. Was war das denn nun wieder? Erst eine Runde durch die Psychiatrie, danach jede Menge Reptilienkacke und irrwitzig umherflitzende Geckos, danach wiederum eine wilde Horde thunfischabhängiger Katzen mit Streptokokkenkrallen (beta-hämolysierend, Gruppe A!), die ihn – wenn auch nachträglich – ins Krankenhaus gebracht hatten, anschließend schon wieder Fisch… in Form eines Fischteichs, den Pakura und er anlegen mussten (ohne jede Fischteichanlagekenntnis, dafür mit einem verwirrten alten Mann und viel Kabumm) und jetzt…? Jetzt sollte er auch noch als Versuchskaninchen für werweißwelche Absurditäten herhalten? Tamaki schluckte schwer und sah an dem großen, vielstöckigen Betonklotz herauf, der das Institut für Technologie beinhaltete. Irgendwo hinter diesen grauen, unverputzten Mauern, die dem Suzuya so einladend entgegen trotzten.​

    In einem Anflug letzter Hoffnung holte er den Brief hervor, den er gestern bekommen hatte. Entgegen seiner üblichen Gepflogenheiten im Umgang mit offiziellen Schreiben, war dieses hier deutlich zerknittert, was daran lag, dass seine Mutter es in die Hände bekommen hatte. Denn weder Mutter Suzuya noch ihre Hände waren sonderlich begeistert davon gewesen, dass der jüngste und einzige Spross des Hauses für irgendwelche Experimente herhalten sollte. Bei denen ja alles Mögliche passieren konnte. Gut gehütete Geheimnisse auffliegen, zum Beispiel. Aber auch wenn irgendein armer Wurm im Jobvergabecenter in den nächsten Tagen zur Sau gemacht werden würde (wie sehr, hing davon ab, was heute passierte oder nicht passierte), half es nichts. Tamaki war dem Befehl gefolgt und naja, da stand er nun und sah aus als wollte er am liebsten in seiner dicken Jacke versinken. Hinter den Wollschal, der ihm wie eine Boa (die Schlange, nicht das rosa Federteil) um den Hals hing, hatte er es schon gut geschafft. Nur zwei türkisgrüne Augen schauten verhalten hinter der Bastion aus hellblauer Wolle hervor, während ein unangenehm frischer Herbstwind über die Plattform pfiff und die Haare des gebeutelten Jungen zauste. Die allgegenwärtigen Kopfhörer seines mp3-Players verhinderten zudem, dass er auch noch Ohrenreißen bekam. Ob er lieber drinnen warten sollte? Vielleicht. Aber dann wäre er … naja, drinnen. Und zwar allein, was in dem Fall noch viel schlimmer wäre. Nein, lieber wartete er auf Kenta und wenn er sich vorher zu Tode fror, war das sicher auch nicht so tragisch. Dennoch trat der Suzuya ungeduldig von einem Fuß auf den anderen und sah sich um, ob der Kinzoku nicht irgendwo zu sehen war.
     
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  2. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Das war doch nicht die Möglichkeit, oder? Es gab tatsächlich ein Institut für Technologie in Soragakure, das mit dem Kinzoku-Clan nicht das Geringste zu tun hatte! Kenta war so völlig verwundert gewsen von diesem unbekannten Namen auf seinem Einsatzbefehl, dass er seine Mutter nach der Einrichtung gefragt hatte - als Karrierwissenschaftlerin, die es inzwischen in das ein oder andere Gremium geschafft hatte, besaß Kinzoku Karou nämlich einen recht guten Überblick, wer in Sora alles Förderanträge und Projekte einreichte. Ihr zufolge waren die Forscher hier ganz überwiegend keine Chakranutzer, sondern befassten sich vor allem mit den Bereichen in denen Sora nicht durch spezialisierte Clans hervorstach. Grundlagenforschung, Kryptologie, Pädagogik, Psychologie, und sonstige Themen die den typischen Kinzoku etwa so sehr interessierten wie Kenta die moralischen Überzeugungen von Shironin ... gelegentlich befassten sie sich aber auch mit neuer Alltagselektronik oder technisch-wissenschaftlichen Geräten, einfach weil das Institut Geld brauchte. Anschließend hatten Mutter und Sohn sich noch ein paar Minuten angeregt über Transistoren unterhalten, bevor Kenta sich einsatzbereit gemacht hatte - er hatte sehr früh erfasst, dass seine Mutter nicht an ihm als Person interessiert war, und es war ihm nur recht so.
    Es war inzwischen recht frisch geworden in der schwebenden Stadt, und so warf Kenta eine schneidige schwarze Jacke über einen dünnen weißen Pullover mit Streifen und hellbraune Hose, dann noch flugs einen eleganten blaugrünen Schal und graue Handschuhe. Ein letzter prüfender Blick im Spiegel, und Kenta nickte sich schmal lächelnd zu. Blieb nur zu hoffen dass der Job nicht zu langweilig würde. Er konnte sich spannendere Verwendungen für seine Zeit vorstellen als einen neuen vollelektrischen Handwärmer auszuprobieren oder Fragebögen auszufüllen ...

    ... huh. So wie Tamaki dreinschaute würde er sich über den elektrischen Handwärmer wohl freuen. Und schon wieder diese Kopfhörer ... Kenta nahm sich vor sich bei nächster Gelegenheit mal von hinten anzuschleichen und den Kleinen kräftig in die Seiten zu stupfen - einfach um zu hören wie er quietschte - aber diesmal hatte der Suzuya ihn ohnehin schon gesehen, als er um die Ecke bog, und so näherte sich Kenta in forschem Gang ... der aus irgendeinem unerfindlichen Grund dennoch lässig rüberkam. "Oi, Tamanegi-chan. Hast dir ein paar neue Schalen zugelegt, hmm?" Grüßte er schmunzelnd, und nickte in Richtung der Türe - blieb aber erstmal neben Tamaki stehen. Und grinste noich ein wenig breiter, als sein kleiner Begleiter erstmal auch keinen Schritt tat. "Machst du dir Sorgen dass sie dich schälen wollen? Keine Sorge! Ich passe auf dich auf." Kentas ganze Miene stellte bei diesen Worten die stumme Frage 'Aber du vertraust nicht wirklich mir, dich zu beschützen, oder?' und gleichzeitig legte er seinen Arm um die Schultern des Genin, um ihn sachte in Richtung Eingangsbereich zu dirigieren. "Ich bin ja zu neugierig was sie mit uns vorhaben. Ah - Konnichiwa!" Kenta löste seinen Arm von Tamaki und huschte auf die Anmeldung zu. "Kinzoku Kenta und Suzuya Tamaki, für einen ... "Produkttest."" Das letzte Wort sprach er mit hörbaren Gänsefüßchen, was die Frau hinter der Theke nicht mehr zu überraschen schien. "Ebene drei, Raum 498. Sie müssen durch die große Tür auf der Psychologie steht. Der Fahrstuhl ist nicht kaputt, nur langsam." Erwiderte sie gelangweilt, gab Kenta einen Schlüssel für den besagten Fahrstuhl, und wandte sich dann wieder ihrer Strickarbeit zu. Schien eine Wollmütze zu werden.

    "Prickelnde Atmosphäre hier. Na, womit rechnest du?"
    Fragte Kenta gutgelaunt wie immer - und hielt Tamaki doch stets wach im Blick. Er hatte bei ihrer ersten "beruflichen" Begegnung nicht gelogen, dass der Junge interessant war ... und obwohl seitdem eine Menge Zeit vergangen war, wirklich näher war er dem Rätsel nicht gekommen. "Ich rechne ja halb damit dass sie uns Süßigkeiten geben und dabei ein Glöckchen klingeln lassen."
     
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