Küstendorf "Hitoki"

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Tenkai Nobunaga, 19. Sep. 2011.

  1. Tenkai Nobunaga

    Tenkai Nobunaga New Member

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    Nagi hätte sich am liebsten in den Arsch gebissen, wäre er nicht mit Ziehen und Aus-Dem-Letzten-Loch-Pfeifen beschäftigt gewesen. Nicht nur, dass Hisake es schaffte sein vermutlich letztes Chakra für ein paar KIESELSTEINE rauszuwerfen, nein, Minoko stellte sich irgendwann auch noch beschützend über dieses bescheuerte Pferd. Reichte ihr ein Papagei nicht? Wenn das so weiter ging, würde sie nach einigen Missionen einen gesamten Zoo ihr eigen nennen können. Nun, sofern die Tiere das Knuddeln überlebten. Schildkröten wären gut.
    Schlimmer noch war, dass er selbst kaum etwas machen konnte. Deshalb zog er einfach weiter mit dem Händler, sie kamen nur sehr, sehr langsam voran, wenn man es überhaupt so nennen konnte. Vor Anstrengung wurde Nobunaga zwischenzeitlich sogar schwarz vor Augen und Schweiß lief ihm hinein. Es brannte. Überall.
    Er sah den riesigen Felsen erst spät. Dieses Beispiel an Naturkraft, purer Masse, das Minoko in wenigen Augenblicken zerquetschen würde wie ein Insekt. Nobunaga ließ den Wagen fallen und tat einen Schritt auf das Mädchen zu. Er wusste nicht warum, doch als er ihren Namen wie ein Bekloppter brüllte, streckte er sogar die Hand nach ihr aus. Nicht, dass es etwas nützte.
    Der Felsen... zerbarst. Nobunaga blinzelte verdutzt. Minoko hatte ihn nicht berührt. Was zum... erst jetzt entdeckte er die vermummte Gestalt, die sich plötzlich in der Schlucht befand. Tiermaske. Soragakure.
    *ANBU?!* Jetzt, meine Damen, konnten sie es regelrecht knacken hören. Irgendwas in Nobunagas Gehirn war soeben durchgebrannt – er verstand die Welt nicht mehr. Nicht nur, dass hier plötzlich ANBU auftauchten um Minoko das Leben zu retten, nein, sie tauchten auch erst dann auf, wenn der ganze Ärger schon fast vorbei war. Ernsthaft.
    Was zur Hölle?
    „Teamleiter. Wo sind die Pläne?“
    Nobunaga runzelte die Stirn. Ja, er war gemeint. Aber... was für Pläne? Wovon redete diese Frau? Er konnte sich gerade einfach keinen Reim darauf machen, vielleicht, weil er fast am Ende war, vielleicht aber auch, weil diese Situation allgemein ziemlich verwirrend war. Es gab nur eine passende Antwort:
    „Was für Pläne?“ Aber was wäre das hier denn für ein ANBU, würde da eine normale Antwort bei herauskommen. Nein, man kannte es aus Büchern. Das hier war der Geheimdienst, der Schatten des Reiches. Anonym, allwissend und überlegen. Die lebten in einer anderen Welt.
    „Streng geheim.“ Habe ich es nicht gesagt? Nobunaga setzte aber nach. Ihm war nicht mehr nach Rätseln, er wollte endlich mal klare Fakten, wollte wissen, was hier los war.
    „Wovon reden sie überhaupt?“
    „Ihr Kinder – sollt – gar nichts wissen. Es hätte die Suche erleichtert, aber den Papierkram verschlimmert.“
    „Wenn sie uns schon so überfallen ohne uns etwas zu erklären, können si esich wenigstens ausweisen?“ Denn, mal ehrlich, in der Shinobi-Welt konnte man so gut wie alles faken. Ein einfaches Henge reichte in vielen Fällen schon, und sich als Anbu auszugeben war nicht schwer. Gut, was diese Frau mit dem Felsbrocken gemacht hatte war eine Nummer für sich gewesen (Nagi würde nicht einmal einen Finger gegen diese Frau rühren, scheiß egal was passierte), trotzdem wäre irgend eine Art von „Versicherung“ nett. Nagi wollte doch nicht, dass sie nun ausgeraubt wurden – nur weil das hier eben ein besserer und cleverer Bandit war, nicht wahr? Die Überlegung erübrigte sich aber um ehrlich zu sein.
    „Ich brauche mich niemandem gegenüber auszuweisen, der erst vor ein paar Wochen Genin wurde – auch nicht, wenn er nur zwei Jahre für die Akademie gebraucht hat, Tenkai-san.“
    Jetzt, meine Damen, war Nobunaga sprachlos. Einfach nur sprachlos. Er schnaufte, sah scheiße aus und wollte sich am liebsten hinlegen. Dann kam da so ein Typ und wusste einfach alles. Zumindest vermutete Nagi das. Die Wirkung konnte sich sehen lassen, denn Nobunaga schüttelte resigniert den Kopf. Es gab nur einen einzigen Grund für die Anwesenheit des ANBU. Die gefiel ihm überhaupt nicht.
    „... wir wurden ausgenutzt, richtig?“
    „Nein.“ Nein? Das machte keinen Sinn...
    „Nicht von ihnen. Von dem da.“, korrigierte sich Nobunaga und deutete auf den Händler Shinichi, der nervös hin und her zappelte und gar nicht damit einverstanden war, dass die ANBU seinen Karren durchsuchte.
    „In dem Fall: Ja.“ Es war wirklich ätzend, wenn Paranoia angemessen war. Sie waren hintergangen und belogen worden. Von einem bescheuerten Händler, für den sie alles … in dem jungen Genin kochte langsam die Wut gegenüber einer gewissen Person hoch – und diese Person trug keine Maske sondern handelte mit Waren. Am liebsten hätte er den Händler gegen die nächste Wand geschleudert, ihm ein Kunai in den Hals getrieben oder etwas ähnliches mit ihm angestellt.
    „Wir haben unser Leben für einen Verbrecher riskiert?“, fragte er und kannte die Antwort schon.
    „Das ist der Job.“, erwiderte die Frau und suchte weiter, ohne die Genin überhaupt groß zu beachten. Auch den Händler ließ sie links liegen – ein Beigeschmack ihres Könnens, vermutete Nobunaga, der es noch nicht ganz wahr haben wollte. Auf ihrer ersten Mission beschützten sie einen Verbrecher vor anderen Verbrechern und setzten ihr Leben aufs Spiel. Dieser Kerl... ein leises Knurren verließ Nobunagas Kehle.
    „Was passiert jetzt mit ihm?“ Nobunaga wollte wissen, dass dem Kerl Schmerzen zugefügt werden würden. Er sollte im Gefängnis landen und dort verrotten. All das und noch viel mehr. Doch es gab keine Antwort, nur einen bedeutsamen Blick, der vermutlich so etwas sagen sollte wie „Glaubst du wirklich, dass ich darauf antwortete?“
    „Was heißt das jetzt für uns? Mission vorbei? Seid ruhig und verschwindet?“, fragte er die Frau. Irgendwie ging alles schnell. Zu schnell.
    „Doch ein Genie, hm?“ Und nun machte man sich auch noch über ihn lustig? Die Welt war scheiße. Einfach nur scheiße. Nobunaga biss die Zähne zusammen um sich weitere Worte zu verkneifen. Es hatte keinen Sinn.
    Er schwieg, starrte wütend Löcher in den Hinterkopf des ANBU und verschränkte die Arme.
    Diese Mission war scheiße.
     
  2. Yamasaru Souta

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    Die Felsen kamen auf sie zu, Nobunaga war kräftig damit beschäftigt, den Wagen zu ziehen, Hisake teilweise auch, was im Endeffekt nichts brachte, da das Rad immernoch auf dem Boden war. Wieso? Nun, Minoko musste schließlich das Pferd retten. Doch was nun geschah, war ein wenig absurd. Hisake drehte sich um, der Fels war weg, Minoko unverletzt und dahinter ein....... ein Anbu. Gut, da musste man nun mal nachdenken. An was hatte Hisake vor ein paar Tagen, genauergesagt auf dem Weg noch gedacht? "Wieso verbünden sich Berglöwen bitte und greifen gemeinsam einen Händler an? Pumas sind Einzelgänger und sehr scheu.". Gut, damit hatte sich die Frage wohl erledigt. Der Händler wollte sie klar dazu bringen, ihn vor den Verbrechern zu beschützen. Wollte er nun Geld sparen, indem er die Mission zu einer C-Rang Mission machte? Die Wut kochte in ihm hoch, ein paar klare Gedanken konnte er aber noch fassen, die in etwa so aussahen: "Diese scheiß verdammten Kapitalistenschweine!"

    Währenddessen überlegte er sich die drei besten Wege, diesen zu töten. Ein Buch in den Rachen stopfen und ihm die Luft abschneiden? Hmm, akzeptabel, aber dann müsste er das Buch ja noch bezahlen. D
    en Mann von einer Schlucht werfen? Das würde schon gehen, wenn diese blöden Anbu hier nicht wären. Und sie sahen auch nicht so aus, als würden sie gleich einfach verschwinden und den Mann mit sich nehmen. Was also tun? Na klar, einfach Nummer drei auswählen. Wenn ihm der dritte Plan, den Mann zu töten denn auch einfiel, was er derzeit nicht tat. Alle Puzzlestücke waren geklärt, bis auf eine Frage, warum genau wollte er Iwa-Nin? Weil er selber aus dem Dorf kam? Nein, da musste mehr hinterstecken... um etwa unbemerkt an der Kontrolle vorbeizukommen und seine Drogen einführen konnte? Ja, DAS musste es sein!

    Außerdem untersuchte die Anbu den Wagen des Händlers und damit auch... Hisakes Rucksack, der auf diesem lag. Hoffentlich würde sie nicht.. nein.. gar nicht auszumalen, wenn sie es sehen würde.

    Ja, so ungefähr schwankten die Gedanken von ihm, genauso auch, als er an die Belohnung dachte. Würden sie sie erhalten? Wenn nicht, müsste er in der Gosse leben und das war einem Ninja ganz sicher nicht angemessen. Schließlich musste er ja seine Luxus-Wohnung bezahlen und ohne ein wenig Geld war das ein klein wenig schwer.

    "Die Belohnung für die Mission können wir vergessen?", fragte er die Anbu, die damit beschäftigt war, gerade das Fleisch zu betrachten, das schon furchtbar stank. Achja, gottseidank hatte Nobunaga das Geld dafür zum Fenster rausgeworfen.
    "Und.. warum sollten es Iwa-Nin sein? Um an der Kontrolle vorbeizukommen?"
     
  3. Oda Minoko

    Oda Minoko New Member

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    „Nein, so geht das nicht! Lass mich los, verdammt! Ich habe bezahlt, bezahlt sag ich! Ich… Argh!“
    Minoko ergötzte sich sichtlich daran, wie die maskierte Frau den Händler einfach so festhielt. Die Missgunst darüber, dass sie dem Mädchen ihren Riesenfelsen weggeschlagen hatte, war vergessen, und übrig blieb nur noch ein dicker Batzen Bewunderung für diese weibliche Schattenkriegerin, die die Sache so locker in der Hand hatte. Dass du ihrer Stärke dann auch noch ihre Kälte kam, welche sogar Nagi ein ums andere Mal vor den Kopf stieß… ja, das machte die Frau beinahe zu so etwas wie einer Helden für Minoko.
    Entsprechend eifrig stolperte das Mädchen, noch immer erschöpft, auch zu seinem Idol und machte sich tatkräftig daran, ihr zu helfen. Wie das aussah? Nun, während die maskierte Frau die Waren des Händlers hinter sich warf, schaufelte Minoko weitere Stücke in Richtung der Frau, sodass diese praktisch stehen bleiben konnte. Nett, nicht war?
    Nach was die Frau suchte war Minoko in diesen Augenblicken im Übrigen egal, ebenso wie der genaue Inhalt ihres Gesprächs. Gezanke um die Autorität waren ihr sowieso grundsätzlich egal, doch in Situationen, in denen die Hackordnung so klar war wie in dieser, nur umso mehr. Zum Teufel, Nagi legte sich da mit der weiblichen Form von Hera… Hekru… diesem Helden an!
    Als Hisake dagegen ein durchaus weltliches Thema ansprach – das der Bezahlung – wurde Minoko hellhörig und hielt in ihrer Tätigkeit inne. Das mit Iwa war ihr egal, aber Geld (für Pferde)? Das war eine ganz andere Sache. Als Antwort erhielten alle Anwesenden jedoch nur ein Seufzen, auf das nach einer langen Pause folgte:
    „Hört zu. Ich bin hier, um die Pläne zu besorgen, und nicht, um euch zu informieren. Lasst mich euch jedoch sagen, dass die Mission wegen diesem ‚Zwischenfall’ nicht abgebrochen wird. Ihr solltet den Händler und seine Waren nach Kurogi bringen, und das werdet ihr tun. Zumindest, was die Waren angeht. Soragakure möchte sich schließlich nicht nachsagen lassen, es würde seine Kunden um sein Hab und Gut bringen.“ Kurz unt mit einem heftigen Ruck zog die Frau dann am Schlafittchen des Händlers. „Die Verantwortung jedes Menschen für seine eigenen Verbrechen sind jedoch eine Sache, die unabhängig von Missionen geregelt werden müssen.“ Bei ihrem nächsten Satz konnte man dann schon fast das Lächeln hinter der Maske erahnen: „Außerdem muss sich ja jemand um den Dreck hier kümmern.“
    Ja, die Schlucht sah alles andere als ordentlich aus. Blutige Verbrecher lagen überall verstreut zwischen Holzsplittern und kleinen wie großen Felsen, und mitten drin lagen ja auch noch Jolanda mit ihrem Wagen. Kurzum: es gab viel zu tun, was man offenbar keinen ANBU aufhalsen wollte. Minoko betrachtete dieses Chaos unglücklich.
    Aufräumen. Gab es eine dankbarere Aufgabe?
    „…wem gehört diese Katze im Sack?“, erschall es da plötzlich von der bärenstarken Frau. Ein Wortspiel? Oh nein, meine Damen und Herren: Minoko jaulte auf, als sie sich umdrehte und sah, wie die ANBU sich an ihrem Sack zu schaffen machte und tatsächlich eine Bergkatze zu Tage förderte. „Hey, das ist meine!“, rief das Mädchen laut und rannte zu der Frau mit der Absicht, ihre neue Freundin zu verteidigen. Die ANBU beachtete Minoko jedoch nicht, versetzte ihr mit dem zappelnden Körper des Händlers einen Schlag, und schleuderte sie damit ein paar Meter vom Wagen weg. Was war das für ein Monster?
    Beinahe wäre die junge Kunoichi noch mal gegen die Kämpferin angerannt, doch eines überraschte sie: Anstatt das Tier zu befreien, ließ sie es einfach in den Sack zurück gleiten und zog stattdessen einen Stapel in Folie eingeschlagenes Papier hervor. *Die Schatzkarten?* Ein kurzer Blick genügte, um die ANBU sich umdrehen zu lassen.
    „Vielen Dank.“
    Mehr sagte sie nicht. Gut, das passte zwar zu ihr, aber trotzdem wurde die Unhöflichkeit nochmals durch das Fingerzeichen unterstrichen, das sie nun formte. Staub wirbelte auf, und die Gestalt der Kriegerin zerging in kleinen, schwarzbraunen Flocken. Dabei flogen ihre letzten Worte mit dem Wind.
    „Und viel Erfolg weiterhin.“ Sarkastischer Unterton inklusive.
    Was für ein Abgang. Was nun, Gruppenleiter? Oder besser: Oberhaupt der Putzkolonne?
     
  4. Tenkai Nobunaga

    Tenkai Nobunaga New Member

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    Ein Bergkatzenbaby? Echt jetzt? Wann zum Teufel hatte Minoko das denn eingepackt?
    Nobunaga schüttelte sanft den Kopf und säuzfte dabei. Diese ganze Mission verkam gerade zu einer einzigen … ja, was eigentlich? Wie sich bald herausstellen sollte, hatten sie keinen Händler mehr zum eskortieren und sollten die Waren trotzdem nach Kurogi bringen. Super. Erste Frage: Und dann? Sollten sie das Zeug einfach auf offener Straße stehen lassen oder es den Behörden übergeben? Die würden sich freuen.
    Desweiteren musste er Minoko dazu bringen, das Tier loszuwerden (sie hatte schließlich schon einen Papagei bekommen) und dann durften sie noch den Müll wegräumen? Nene, so nicht. Auch wenn ein ANBU das angedeutet hatte. Ihre Mission war es, Waren und Händler nach Kurogi zu bringen. Der Händler war weg, die Waren noch da. Das würden sie auch machen – von Aufräumarbeiten war nirgendwo die Rede. Sie würden einige Steine wegscharren, damit andere Händler durch kamen und das wars dann.
    Nagi schwieg die ganze Zeit, bis der ANBU dann letztendlich samt Händler das Weite suchte (und das auf extrem coole Art und Weise).
    Nun war es erneut an ihm, anzusagen, was sie machen sollten. Ganz klar.
    „Wir machen erst einmal eine Pause.“, sagte er fest entschlossen und setzte sich auf den Wagen. Diese Pause konnte genutzt werden um...
    „Ko-chan, die Bergkatze, findest du es echt in Ordnung, sie einfach von ihrer Mutter wegzuklauen? Bei dir zuhause hat das Tier keinen Platz, wenn es größer wird. Pumas müssen hier, in den Felsen leben, in so trockenem und warmen Klima. In Soragakure wäre das Tier unglücklich und wenn jemand mitbekommt, dass du so ein Haustier hast nehmen sie es weg und schläfern es ein. Ich kenn dich doch, du willst für das Tierchen doch nichts böses, oder?“, sagte er zu seiner Kameradin und lehnte sich etwas zurück. Sein Blick fiel auf die Tasche, aus der zuvor diese komischen Papiere gezogen wurden.
    „Was waren das eigentlich für Pläne, die da in deiner Tasche waren? Hast du die da rein?“, fragte er, schob sich ein paar Streifen Pökelfleisch in den Mund und spülte mit einem kräftigen Schluck Wasser nach (zu dem viele weitere kamen).
    Ja, jetzt war erst einmal Pause angesagt. So fünfzehn oder zwanzig Minuten vielleicht. Solange konnten sie die Sorgen vergessen, die mit dieser Mission verbunden waren. Hisake konnte sich um seinen Arm kümmern. Fleischwunden taten einfach höllisch weh, besonders so tiefe. Nobunaga verstand gar nicht, wie er überhaupt seinen Arm heben konnte um Fingerzeichen zu formen. Großes Mysterium. Abgesehen davon, musste das gesamte Team ziemlich fertig sein – Nobunaga war eh am Ende, sogar Minoko hatte ihre Grenzen erreicht und Hisake hatte mit so vielen Luftgeschossen um sich geballert, dass auch der bald umkippen dürfte.
    Pause. Richtige Entscheidung.
    Einfach nur Ruhe und Pause.

    … to be continued

    [out: Sry, gerade wichtige Sachen zu tun. Wasen und so :3]
     
  5. Yamasaru Souta

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    Das Geld gab es also? Gut, das reichte Hisake. Ob der Händler nun weg war, war ihm ziemlich egal, nur das das Pferd sich nicht mehr bewegen konnte, war ein ziemlich großes Problem. Der Karren war nämlich nicht leicht und die drei Genin, die hier auf ihrer ersten Mission waren, waren auch ziemlich klein. Er würde den Karren jedenfalls nicht ziehen, wie denn auch mit einer Fleischwunde im rechten Arm, die jeden Moment wieder aufreißen konnte? Verarztet hatte er sie nicht wirklich, da er nicht die richtigen Utensilien und außerdem auch viel zu wenig Zeit dafür hatte. Der Verband von vorhin musste reichen, mehr kannte er sich auch gar nicht mit Medizin aus und konnte sich so auch nicht weiterhelfen. Vielleicht konnte er ja in Iwagakure einen Arzt aufsuchen, der ihm helfen würde, der Weg bis dorthin war auch nicht mehr weit, da sie schon den Großteil passiert hatten. Doch nur, weil sie nun einen Puma und ein paar Banditen besiegten, hieß das noch lange nicht, dass der restliche Weg ungefährlich war. Und da war es relativ egal, was Saturn und Venus dazu zu sagen haben. Ihnen blieben 20 Minuten Pause, in denen sie sich erholen konnten. Die Zeit würde wohl reichen, nur sollte Hisake wohl ein wenig auf seinen Chakraverbrauch achten, da er schon mit ein paar Luftgeschossen um sich geworfen hat. Zur Fleischwunde braucht man erst gar nicht etwas zu sagen, die würde sicherlich nicht von alleine heilen und tat auch verdammt weh, wie Hisake aufmerksam beobachtete und herausfand. Nun waren bereits 2 Minuten seiner Pause vergangen, was er tun sollte, wusste er nicht, er konnte sich bloß ausruhen und warten.... Und das war verdammt langweilig. 3 Minuten waren schon vergangen, Hisake lag auf dem Rücken und blickte in den Himmel und entschied sich dann dazu, ein Buch aus seinem Rucksack zu kramen. Nichts.. das er nicht schon 20 mal gelesen hätte, bis auf das Buch, das über Berglöwen handelte. Pumas waren schon interessante Tiere, darüber musste Hisake aufjedenfall mehr erfahren, weshalb er jede noch so kleine Information aus dem Buch förmlich verschlang.
     
  6. Oda Minoko

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    Ja, Minoko war hin und hergerissen. Diese Frau hatte ihr ihren Felsen weggenommen, ein paar ihrer Schatzkarten geklaut und dafür gesorgt, dass Nagi seine Kameradin wegen ihrer Berkatze belehrt. Andererseits hatte sie den Händler nicht nur geärgert, sondern nun sogar eiskalt weggeschleift, dann auch noch den riesigen Felsen mit ihm in der Hand zertrümmert, und sie hatte den wohl coolsten Abgang hingelegt, den das Mädchen bisher hatte mit ansehen dürfen.
    Vielleicht sollte Minoko doch einmal mehr Gebrauch von ihrem eigenen Shunshin machen?
    Eine gute Idee, deren Umsetzung jedoch warten musste. Wenn das Mädchen nämlich etwas kannte, dann war das ihr Körper, und so, wie sich eine immer schwerere Müdigkeit über sie legte, würde sie mit der Hochgeschwindigkeitstechnik ein, vielleicht zwei Meter schaffen, bevor sie zusammenklappte. Keine schöne Vorstellung, nein.
    Normalerweise hätte Minoko es nicht für angebracht gehalten, jetzt eine Pause zu machen, gab es doch noch viel zu tun. Andererseits war da ebenjene Müdigkeit, sowie der Gesprächsbedarf seitens Nagi, und auch, wenn sich der Kleine ein paar Patzer im Laufe der Mission geleitet hatte, wollte sie ihn nun doch nicht einfach so stehen lassen. Kurzerhand ließ sie sich also auf den Boden plumpsen und begann, in laxem Tonfall auszuführen:
    „Bist du blind? Das Kätzchen ist verletzt, und ich werde es gesund pflegen! Genauso wie Jolanda! Um die du dich mal kümmern könntest! Außerdem werde ich nicht zulassen, dass jemand mir mein Kätzchen wegnimmt. Das Arme wurde zurückgelassen, und ich werde ihm helfen – Punktum!“
    Soviel also zu diesem Thema. Nagi konnte sich ja viel erlauben, als Teamleiter und so, aber Minoko ihr Tierchen wegnehmen? Pfft, er konnte es ja versuchen. Doch war das ja nicht die einzige Sache, über die er reden wollte.
    „Pläne? Das waren die Schatzkarten. Du warst doch selbst dabei, als wir die in den Sack haben! Wobei… stimmt ja.“ Nachdenklich legte sich Minoko einen Zeigefinger ans Kinn und schaute nach oben. „Vorhin, als du in die Schlucht reingeguckt hast, sollte ich doch das Zeug einsammeln, das vom Wagen gefallen war, als Miss Samtpfote ihn erschreckt hatte. Da hab’ ich die Dinger gefunden, zwischen irgendwelchen Scherben und so. Dort waren auch lauter Zahlen und Striche drauf, wie bei den anderen Karten eben. Also hab ich sie zurück in den Sack geschmissen.“
    Entkräftet ließ sich Minoko auf den Rücken fallen, streckte alle Viere von sich und schaute in den Himmel. Wenn sie genauer drüber nachdachte, sahen die Schatzkarten wirklich seltsam aus. Andererseits: Warum sollte sie überhaupt genauer darüber nachdenken? Immerhin schien die Sonne, der Himmel war blau, und es war Pause angesagt. Es war an Nagi, sich Gedanken zu machen, und an ihr, sich auszuruhen. Kurzerhand schloss das Mädchen die Augen und wäre binnen Sekunden eingeschlafen, wenn sie nicht nochmals jemand stören würde.
     
  7. Tenkai Nobunaga

    Tenkai Nobunaga New Member

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    Es war doch wirklich zum verrückt werden. Dieser bescheuerte Sturkopf! Glücklicherweise war Nobunaga das Kätzen eigentlich vollkommen egal. Es spiele für ihn keine Rolle ob Minoko es schaffte, das Tierchen gesund zu pflegen oder ob es dabei hopps ging. Egal. Ganz einfach. Deshalb zuckte er mit den Schultern und ließ das Mädchen gewähren. Über das verletzte Pferd würde er sich später Gedanken machen.
    Viel interessanter war diese Tatsache mit den Plänen. „Die Schatzkarten habe ich zur Sicherheit versiegelt, keine Angst. Die klaut uns keiner.“, sagte er und runzelte die Stirn. Das war wohl auch das erste Mal, dass Hisake von diesen Karten hörte, oder? „Shinichi-san hat also wirklich irgend welche Pläne geschmuggelt. Ob er deshalb von uns beschützt werden wollte? Das Arschloch hat uns nicht alles gesagt und nun sitzen wir hier mit seinem Zeug rum.“
    Nagi könnte sich wirklich über diesen Mann aufregen und würde sich wohl auch richtig darin reinsteigern, wäre er nicht in dem Wissen, dass ANBUs in der Regel nicht sehr freundlich waren. Ja, das war in Ordnung.
    Nagi lehnte sich zurück, gegen den warmen Fels, und schloss die Augen. Zwanzig Minuten Pause. Die würde er brauchen und sich nehmen.

    Gute zwanzig Minuten später saß Nobunaga wieder über einer Landkarte der Gegend und besah sich nebenbei noch die Schlucht.
    „Ich weiß, dass die ANBU gesagt hat, jemand müsste dieses Chaos hier wegräumen. Das ist aber nicht unsere Mission. Wir sind kein Putzdienst. Deshalb räumen wir so viele Steine weg, dass sich ein Händlerwagen daran vorbei quetschen kann. Nicht mehr, nicht weniger. Die Banditen lassen wir auch hier, die meisten sind ja eh unter den Steinen begraben. Würden wir das alles wegschaffen wollen, würden wir mehrere Tage dafür brauchen.“, sagte der Junge und schüttelte den Kopf. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, diese Waren nach Kurogi zu schaffen.“ Kurogi, nicht Iwagakure, scheiß egal wie oft Hisake das noch denken würde.
    „Deshalb müssen wir das Rad dort wieder an den Wagen anbringen. Vielleicht finden wir noch Nägel, Kleber, Seile, Schrauben irgend sowas.“ Das ließ aber noch ein Problem offen: Jolanda. Sie konnten das Pferd nicht mitnehmen, hier lassen konnten sie es aber auch nicht – da sonst Minoko auch hier bleiben würde.
    Es hatte keinen Sinn mit dem Mädchen darüber zu diskutieren und das Tier heimlich abzustechen war zwar eine Option, allerdings zu risikoreich, sollte Minoko davon Wind bekommen. Deshalb ließ Nobunaga seinen Finger auf einem kleinen schwarzen Punkt, nicht unweit ihrer Position, auf der Karte ruhen.
    „Diese Punkte hier zeigen meistens größere Bauernhöfe oder Gestüte an. In der Richtung hier ist so ein... Punkt. Wir brauchen ja irgend etwas um den Wagen zu ziehen und Jolanda ist zu schwach und braucht Pflege. Deshalb werde ich dort hin gehen und fragen, ob sie uns helfen können. Räumt bitte solange ein paar Steine aus dem Weg, ja? Ich sollte nicht allzu lange brauchen. Stunde oder so.“
    Blubb, das wars. Minoko war mit körperlicher Arbeit am besten aufgehoben, er selbst war der Teamleiter uns daher verpflichtet, sich um wichtige Dinge zu kümmern. Hisake... Hiskae war eben Ausschlussverfahren. Gomene.

    Eine gute Stunde später tauchte Tenkai Nobunaga wieder in der Schlucht auf – jedoch nicht alleine. Neben ihm lief ein älterer Mann mit seinem Sohn, hinter sich zogen sie einen großen Karren her, gezogen von zwei kräftigen Ochsen, und neben ihnen lief ein dritter Ochse. Nobunaga grinste bis über beide Ohren – er rettete den Tag, das war immer ein Grund zu Grinsen.
    „Oooi!“, rief er seinen Teamkollegen entgegen und winkte.
    „Das hier sind Samura-san und sein Sohn Kenta. Sie haben sich glücklicherweise bereit erklärt, uns zu helfen.“, sagte Nobunaga und wirkte dabei höchst zufrieden. Denn, mal ehrlich, alleine hätten sie sich hier abrackern können ohne Ende und wären nicht voran gekommen.
    „Mhm, genau. Das ist das Pferd? Jolanda?“, fragte der ältere Mann.
    „Genau. Sie hat ihr Bein verletzt.“
    „Ah, ich sehe. Ach, das kriegen wir wieder hin. Ein paar Wochen und die Gute ist wieder wie neu!“, erzählte er und hustete einmal kräftig. Samura war nicht mehr der gesündeste Mann.
    Auf dem Wagen des Mannes lagen einige Seile, mit denen er und sein Sohn Jolanda später auf den Wagen ziehen würden. So konnten sie das Tier ohne Probleme zu ihrem Hof bringen und es dort gesund pflegen. Praktisch, nicht?
    „Wegen diesem Ochsen – ihr bringt ihn mir wieder heil und gesund zurück und du bekommst 80% deines Geldes wieder, richtig?“
    „Richtig.“, stimmte Nobunaga zu. Sie mussten die Waren ja irgendwie nach Kurogi schaffen, deshalb hatte er diesen Ochsen „gemietet“. Eine andere Möglichkeit hatte der Junge nicht gesehen und so waren sie auf der sicheren Seite.
    Während sich also Samura-san und sein Sohn daran machten, Jolanda erste Hilfe zu leisten und sie auf ihren Wagen zu laden, spannte Nobunaga den etwas trägen und schwerfälligen Ochsen vor den mehr schlecht als recht reparierten Karren. Das würde schon reichen.
    „Domo Arrigato, Samura-san.“, sagte Nobunaga und verbeugte sich leicht. Dieser Mann war ihnen wirklich eine große Hilfe gewesen und nun, meine Damen, konnte die spannende Reise weitergehen. War das nicht toll?
    "Siehst du? Ich kümmer mich eben doch um das Pferd!"
     
  8. Yamasaru Souta

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    Geröll wegräumen? Mit einer Fleischwunde? Tzz, ganz bestimmt nicht, schließlich war er ja nicht wahnsinnig. Dazu war er gar nicht fähig. Er hatte höchstens ein paar kleine Steine aufgehoben und zur Seite geworfen, mehr aber auch nicht. Nach etwa einer Stunde voller Langeweile, die darin bestand, Steine aus dem Weg zu treten und mit sich selber darüber zu diskutieren, wie er die Weltherrschaft übernehmen kann, kam dann endlich Nobunaga an. Dieser war in Begleitung eines Jungen und eines Ochsen, der, wie sich später herausstellen sollte, den Wagen zog. Nun, das würde die Reisezeit beträchtlich verkürzen und Hisake endlich nach Iwagakure, zu einem Arzt gehen lassen. Wenn er denn wüsste, wie er von Kurogi dorthin kam, schließlich hatte er keine Karte, mit der er sich orientieren konnte. Moment... hatte Minoko gerade etwas von einer Karte erzählt? Nein, bloß eine Schatzkarte, wahrscheinlich noch mit zwei Palmen und einem X in der Mitte, diese Inseln. Das konnte er natürlich nicht gebrauchen, also musste er wohl oder übel ein paar Menschen fragen.

    Wie er es hasste, in Kontakt mit anderen Menschen zu treten, egal, wie gut er auch schleimen konnte, es nervte ihn einfach. Es gibt zwar viele verschiedene Arten von Menschen, doch Hisake unterschied nur zwischen Dumm und Intelligent, wobei er wohl zur letzteren und jeder andere zur ersteren gehörte. Dazwischen gab es nichts. Doch für weitere Flüche und Verspottungen anderer blieb nun keine Zeit mehr, schließlich musste er nun noch schnell seine Mission beenden. Endlich die Miete bezahlt, endlich ein wenig Geld bekommen und endlich diese scheiß Mission beendet.


    Nun gut, das Geld beruhigte ihn auch nicht wirklich, schließlich hatte es der Händler doch tatsächlich gewagt, von Berglöwen zu reden, wobei es sich hier ganz klar um Banditen handelte. Was für ein Schuft er doch war, ein bösartiger Kapitalverbrecher! Ob er seinen Wagen jemals wiedersehen würde? Ziemlich unwahrscheinlich, auch wenn die drei Genin diesen nun nach Kurogi bringen würde. Vielleicht konnte man sich ja auch an den Waren bedienen, schließlich konnte niemand mehr kontrollieren, was dort drin war und die Anbu hatte sicherlich nicht nachgezählt.


    Einen kleinen Blick, um zu überprüfen, was drin war und man konnte sehen: Nichts wertvolles.
    Höchstens ein paar alte Vasen, irgendwelcher okkulter Hokus Pokus und das bereits vergammelte Fleisch. Na toll, aber keine Sorge, Hisake, nächstes mal gibt es bestimmt etwas, dass du dir ausleihen und dann verkaufen kannst. Das gäbe auch sicherlich genug Geld, vor allem, wenn Hisake denn mal Teamleiter werden wollte, da gab es sicherlich gewaltige Kosten, wie er es auch bei Nobunaga erkennen konnte. Der Lohn war also höchstens die Abdeckung der entstandenen Kosten gewesen. Da konnte sich Hisake glücklich schätzen, nur ein Mitglied des Teams gewesen zu sein (Das aber auch die ganze Arbeit gemacht hat und am besten war, was denn auch sonst? Schließlich hieß er ja Hisake!)


    Nun aber genug gedacht, schließlich ging es nun endlich weiter, und zwar genau 10 Meter vom Karren entfernt, schließlich wurde er vom einem Ochsen gezogen. Und auch, wenn er jetzt noch relativ ungefährlich aussah, könnte er auch jederzeit ausrasten und alles zu Kleinholz verarbeiten. Und wer weiß, vielleicht würde er sich ja beruhigen, nachdem er Minoko und Nobunaga umgerannt hätte?


    Auf dem restlichen Weg passierte nicht sonderlich viel, sie beendeten ihre Mission und kamen nach etwa einer Woche wieder zu Hause an. In Kurogi gab es einen Arzt, der Hisake behandelte, dafür ging ein guter Teil seines Geldes raus, der Rest für seine Miete und am Ende des Monats hatte er ganze -300 Ryo Gewinn gemacht. Was für eine Lehre ziehst du daraus, Hisake? Versuche öfters, dir mal etwas auszuleihen.
     
  9. Oda Minoko

    Oda Minoko New Member

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    Manchmal war Nagi schon so einer. Da verzog sich der Bursche, um seine Kollegen mit der schweren Arbeit zurückzulassen, nur um mit der perfekten Lösung für all ihre Probleme wiederzuerscheinen. Einfach so zwei Bauern aufzutreiben, die sich um Jolanda kümmerten… hatte der Junge etwa doch ein Herz für Tiere?
    So oder so war Minoko vollauf zufrieden mit dem Ende ihrer Mission und hüpfte fast ohne Unterlass den ganzen Weg nach Kurogi. Und wieso auch nicht? Die beiden Bauern hatten nicht nur nett gewirkt, sondern waren auch von zwei gesunden Ochsen begleitet worden, die sich nicht einmal von einem Mädchen hatten aus der Ruhe bringen lassen, das wild auf ihnen herumgehüpft war. Dazu kam, dass der ganze Weg zu ihrer Zielstadt vollkommen ereignislos verlaufen war. Gut, eigentlich hätte dies Minokos Ungeduld mächtig angeheizt, doch glücklicherweise hatte sie nun ja keinen Grund mehr, ihre neue Partnerin Miss Samtpfote zu verstecken, und so kümmerte sie sich liebevoll um die Katze, die mit jedem Tag der Reise mehr und mehr gesundete. Doch war das Minokos einziger neuer Freund? Nein, schließlich war da auch noch Mister Krächz, der jetzt zum ersten Mal wieder wirkliches Tageslicht erblicken konnte – obgleich seine Überlebenschancen mit Minoko als Frauchen ja nicht gerade gut standen. Allerdings ergab sich eine interessante Kombination zwischen Katze und Vogel: Dadurch, dass Miss Samtpfote immer wieder versuchte, sich an Mister Krächz zu verköstigen, und dieser laut um Hilfe rufen konnte, hatte das Mädchen alle Hände voll damit zu tun, die beiden Tiere auseinanderzutreiben. Dadurch also, dass sie sich nicht auf eines konzentrieren konnte, überlebten beide die komplette Heimreise bis nach Soragakure, auch wenn man erwähnen muss, dass es die Tiere ohne Nagi wohl nie auf eines der Schiffe geschafft hätten. Mit ein klein wenig seiner Versteckzauberei schaffte es das Duo allerdings, beide Kreaturen sicher zu transportieren. Wobei Nagi seiner Kameradin allerdings nicht helfen konnte war das Streitgespräch mit ihren Eltern um die beiden Tiere, doch, sein wir ehrlich: Hatten es Minokos Eltern je geschafft, ihrer Tochter einen Wunsch abzuschlagen? Letztlich musste sie nur alles aus ihrem Repertoire holen, was ihr zur Verfügung stand – Heulen, Schreien, Mobiliar zerstören und so weiter – um ihre neuen haustiere behalten zu können. Doch das war noch nicht alles: Mit ähnlichen Mitteln schaffte sie es auch, ihren erkämpften Piratenschatz behalten zu können, auch wenn das Tragen von Schmuck auf maximal zwei Ohrringe begrenzt wurde. Aber was kümmerte das Minoko? Die hatte immerhin einen ganzen Schatz und zwei neue Rechte. Wenn jede Mission so endete, dann würde sie bald von Kopf bis Fuß mit Schmuck behangen durch die Gegend laufen, verfolgt von einem Zoo von Haustieren. Was für eine Aussicht!
    Alles in allem war Minoko damit äußerst zufrieden mit ihrer Mission. Sie hatte nicht nur mächtig abgeräumt, was physische Kostbarkeiten anging, sondern auch einige neue Erfahrungen gemacht: Piraten waren nicht alle cool, Schiffe dagegen schon, Berglöwen und Pferde sowieso, und Ninja mit Masken auch. Eine wahrlich gute Ausbeute für die allererste Mission im Leben eines kleinen Energiebündels, oder?

    ~ Ende der Mission ~
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Sep. 2011