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Kurogi

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159cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Konoha
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Meine Güte, die Lauferei hatte gerade erst begonnen und trotzdem war der Wildfang bereits erschöpft. Für gewöhnlich sprudelte sie vor Energie nur so über, ob das wohl an der Hitze lag? Würde er nicht genauso leiden, hätte sie Okami schon längst dazu genötigt, sie auf seinem Rücken reiten zu lassen. So war ihr nichts anderes übrig geblieben, als zu versuchen, Natsus Plan umzusetzen. Einen der Arbeiter zu umgarnen war nicht schwer, schließlich hatten sie bereits die Info, dass sie die Aufmerksamkeit einiger Männer bereits auf sich gezogen hatten. Letztendlich scheiterte es jedoch daran, dass auf den Senzanko nur Platz für einen Reiter war und man eine Ausbildung brauchte, um sie zu führen. So ein Quatsch! Doch so sehr sie sich auch ärgerte, das würde nichts an der Situation ändern. Somit entschied sie sich, die Zähne zusammen zu beißen und stur weiter zu marschieren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb dem Mädchen schließlich noch: Ein paar hübsche Sora-Nin. Oh wie sehr sie doch hoffte, dass sie zumindest in dieser Hinsicht Glück hatten!
Der Marsch nach Kurogi verlief zur Freude aller beteiligten vollkommen ereignislos. Keine Überfälle, keine Unfälle, nichts. Alle kamen vollkommen unversehrt in der kleinen Stadt an der Grenze an. Hier würden sie also endlich ihre Kollegen treffen. Die Spannung und Vorfreude in der Inuzuka war bereits kurz davor, überzublubbern, es juckte ihr regelrecht in den Zehenspitzen, vorauszulaufen und die Sora-Nins als allererstes kennenzulernen. "Man, ich bin echt sowas von gespannt!" Die Sonne hatte bereits begonnen, am Horizont zu verschwinden und tauchte die komplette Umgebung in ein feuerrotes Glühen. Die Schatten wurden immer länger und auch die unerträglich stickige Luft kühlte endlich ein wenig ab. Ein Segen für das Hund-Mensch-Duo, denn somit kehrte auch langsam die Energie der Beiden zurück. "Ich hoffe, wir bekommen noch die Möglichkeit, ein Bad zu nehmen. Ich möchte nicht als vollkommen verschwitzte Trulla im Gedächtnis unserer süßen Sora-Jungs bleiben." merkte sie an und blickte mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen hinüber zu ihrer hellhaarigen Begleiterin. Diese schien das extreme Klima um einiges besser wegzustecken. Wie sie das wohl machte? "Macht euch da mal keine Gedanken, auch meine Männer und die Senzanko brauchen mal eine Pause." Überrascht fuhr der Rotschopf herum. War Kenzou schon die ganze Zeit hinter ihnen gelaufen? Oder war er eben erst aufgetaucht? "Wir haben den Treffpunkt gleich erreicht. Hoffen wir mal, dass uns Soragakure nicht ihre übellaunigsten Shinobi geschickt hat." Das konnte er laut sagen!
Hier und da waren einige Einwohner unterwegs, welche neugierig anhielten und die Delegation beäugten. Zwei Gestalten hingegen schienen nur dazustehen und auf etwas zu warten. Das mussten sie sein, oder? Bestimmt! "Schau mal, die da vorne, ich wette das sind unsere neuen Kollegen!" flüsterte sie Natsu zu und deutete unauffällig mit dem Zeigefinger in ihre Richtung. "Wenn ich Recht habe, kriege ich das auch Recht, mir als Erste einen auszusuchen. Wenn ich falsch liege, darfst du!" Ein verschmitztes Lächeln zog sich über das Gesicht des Wildfangs und wurde sogleich durch ein Zwinkern ergänzt. Sie legte einen Gang zu, eilte zum Anfang der Karawane, den Blick stur auf die zwei Fremden gerichtet. Dann fiel ihr etwas auf. Etwas gar nicht Gutes. Das waren nicht zwei Fremde, es waren drei! An sich kein Problem, doch beim Dritten handelte es sich um eine .... "Katze!" Ein zutiefst angeekeltes Knurren ertönte neben ihr und bevor sie eingreifen konnte, war es auch schon zu spät.
Okami hatte die Seite seines Frauchens verlassen, stürmte wie ein geölter Blitz davon. Schnurstracks in die Richtung des Mädchens, in dessen Armen sein Zielobjekt lag. Oh, wie er diese ekelhaften Biester hasste! Wenige Meter vorher verlangsamte er seinen Schritt, bis seine Nase schließlich nur eine Haaresbreite von der Samtpfote entfernt war. Stocksteif stand er da, eine Vorderpfote erhoben und die Lefzen bedrohlich zurückgezogen, um die scharfen Fangzähne zu entblößen. Hass und Abneigung brodelten in seinem Inneren. Er kannte dieses Tier nicht, doch er brauchte es auch nicht zu kennen um zu wissen, dass es Abschaum war. "Ich fordere dich heraus, Katze. Nur du und ich.." Zwar war er überzeugt, dass sie nicht den Hauch einer Chance gegen ihn hatte, doch er besaß schließlich auch so etwas wie Ehre. Doch bevor er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte, spürte er Finger, die sich tief in sein gesträubtes Nackenfell gruben und ihn schwungvoll zurück zogen. "Nimm dich zurück." bedrohlich und mit einem wütenden Ausdruck in den Augen türmte sich Frauchen vor ihm auf. Die gefletschten Fänge schwanden langsam wieder hinter seinen Lippen. "Katzen haben kein Recht zu leben." versuchte er zu diskutieren, doch es war eindeutig, dass sich die Rothaarige nicht auf diese Diskussion einlassen würde.
Mit einem Schnippen befahl sie ihrem Ninken, neben ihr Platz zu nehmen, er folgte widerwillig. Auch sie war nicht begeistert von der Gegenwart des Stubentigers. Sie hasste den Geruch dieser Tiere, deren Wesen, deren Verhalten, einfach alles. Doch das änderte nichts daran, dass sie auf dieser Mission nicht einfach eine harmlose Katze zerfleischen konnten. Wirklich leid tat es ihr deshalb jedoch nicht. "Sorry, Katzen sind nicht so seins." mit einem Schulterzucken blickte er zu dem Mädchen und dessen Begleiter. Moment mal. Diese Frisur und diese Augen, kannte sie die nicht irgendwo her? Blonde, stachelige Haare .... nein. Sie musste sich täuschen. Das bildete sie sich garantiert nur ein. Woher sollte sie jemanden von hier kennen? Sie schüttelte das komische Gefühl ab. Okami neben ihr war sicherlich nur so angespannt wegen der Samtpfote.

@Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui
 
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Sora
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Es war nicht das gleiche wie das Fegen über den Fußballplatz, aber eine Runde Jogging in den Bergen war auf jeden Fall angenehm und brachte die Knochen der jungen Nekoyami in Schwung. Auch wenn sie und dieser Shunsui bisher nicht das größte Interesse aneinander hatten, funktionierten sie immerhin als Gruppe gut genug, es gab keinen Grund zum Streit und sie waren sich beide einig, dass ein bisschen Bewegung wünschenswert statt problematisch war. So kamen die beiden auch recht fix in das Dorf Kurogi, das Hatsune damit zum ersten Mal ordentlich betrachten konnte. Dass die Häuser im Reich der Erde eher dazu neigten, quasi in den Stein geschlagene Höhlen zu sein, gefiel dem Mädchen schon einmal nicht, auch wenn die Form des Untergrundes ziemlich interessant war. Zum Zentrum der Siedlung ging es leicht bergab, als wäre es in einer Kuhle gebaut worden... Eine interessante Wahl.
„Puh, das war ein gutes Workout“, meinte die Nekoyami mit einem tiefen Atemzug und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Das war genau die richtige Menge an anstrengend gewesen... auch wenn Shunsui so aussah, als wäre er überhaupt nicht ins Schwitzen gekommen. Naja, der tat vermutlich nur so. Wirkte schließlich wie ein ziemlich stolzer Typ. Mit einem Lächeln nickte Hatsune ihm zu. „Ich hab bisher noch nicht mit Shiros gearbeitet, nein... Kennst du welche? Sind die sehr anstrengend?“ Die meisten Clanmitglieder der Nekoyami hatten nicht viel Gutes über Shiro-Nin zu sagen, aber das lag zu großen Teilen an der Hälfte der Familie, die noch dort lebte, und natürlich an diesen furchtbaren Hundemenschen. „Solang wir es nicht mit einem von diesen Inu-wasauchimmer zu tun bekommen, sollte es ja keine Probleme geben... Aber naja, ich denke, ich nutz die Gelegenheit echt, um mich ein bisschen aufzufrischen. Bin gleich wieder da!“

Lange war Hatsu nicht verschwunden, und als er wieder zurückkam, waren seine Haare wieder so ordentlich wie am Morgen und seine Klamotten dufteten nicht nach Schweiß, sondern nach Erdbeeren. Yari war nicht der größte Fan von Parfüm, aber der Duft war mild und sanft gehalten, deshalb störte sich der Kater nicht zu sehr daran, während er um die Beine seines Besitzers trabte. Leise vor sich hin summend nahm Hatsune ihren Begleiter wieder in ihre Arme und wartete darauf zu sehen, was für Shinobi sie wohl heute treffen würden, zugegebenermaßen ziemlich gespannt auf ihre erste Begegnung mit Shiro-Nin. Als es dann soweit war, waren das Erste, was der Nekoyami auffiel, aber nicht die Shinobi, sondern die großen Tiere, die die Karawane als Transportmittel nutzte. Sie sahen aus wie riesige Gürteltiere... Irgendwie süß. Je ein Reiter saß auf den großen Tieren, während der Rest der Truppe an der Seite mitlief und mehr oder weniger unterstützend wirkte... mit zwei Ausnahmen. Zwei junge Damen unterschieden sich nicht nur vom Kleidungsstil her vom Rest der Gruppe, sondern wirkten auch mehr, als würden sie einfach nebenher laufen anstatt irgendeine Funktion zu erfüllen, und genau diese beiden Damen blickten ziemlich schnell hinüber zu Hatsune und Shunsui, deuteten mit dem Finger in ihre Richtung und begannen zu tuscheln. Skeptisch zog die Nekoyami ihre Augenbrauen zusammen. Das war ja ein Anfang... Nicht nur waren ihre Partner zwei Mädchen, sie waren auch noch die Art, die am helllichten Tage unverhohlen über andere redeten. Mit einem Seufzen sah sie kurz hinüber zu dem Chuunin an ihrer Seite. „Sieht so aus, als wären sie da...“
Die eine hatte lange Haare und eine dunkle Haut, die ziemlich gut zu den erdigen Tönen Tsuchi no Kunis passte. Sie sah eigentlich gar nicht so übel aus. Außerdem war sie offensichtlich die Klügere der beiden, denn sie hatte einen Sonnenschirm dabei, der ihr die Reise durch die Wüste vermutlich etwas erleichtert hatte. Besonders groß waren sie beide nicht, auch wenn sie die von Natur aus eher kurze Hatsune ein Stück überragten. Das andere Mädchen hatte sich entschieden, nicht so wenig, sondern so viel Haut wie möglich zu zeigen, dabei wirkte ihr Hautton deutlich weniger resistent gegen Sonnenbrände als der ihrer Begleiterin. Bevor die Nekoyami sie aber genauer betrachten und entsprechend verurteilen konnte, jagte etwas an der Kunoichi vorbei, direkt in Hatsunes Richtung. Ein... Ein Hund! Ein doofer Hund in einer furchtbar hässlichen Weste, der echt aggressiv auf sie zugelaufen kam! Instinktiv hob Hatsu ihren Kater schützend etwas höher und machte einen großen Schritt zurück, ehe sie einen Fuß hob, bereit, dem Hund direkt in die Schnauze zu treten. Allgemein war sie zwar ein sehr tierlieber Mensch, aber wenn Hunde aggressiv wurden, fackelte sie nicht lange. Nur dadurch, dass das Frauchen des Akita Inu schnell an seine Seite huschte und ihn zurückzog, entschloss sich Hatsune, ihre defensive Stellung wieder aufzugeben und ihren Fuß ohne nach jemandem zu treten wieder auf den Boden zu stellen. Glücklich war sie mit der Situation trotzdem nicht, aber das konnte ja wohl auch keiner erwarten, wenn sie gerade von einem unerzogenen Tier angegriffen worden war!

„Ich wusste nicht, dass Tiere auf Missionen geschickt werden, die unkontrolliert andere Lebewesen angreifen. In meiner Familie wäre das unvorstellbar“, meinte Hatsune hörbar gereizt, und Yari, der die ganze Zeit ruhig in ihren Armen gesessen hatte – wenn man davon absah, dass sein Fell nach dem Schock aufrecht stand –, stimmte mit einem kritischen „Meoow!“ zu. Sie schüttelte den Kopf und seufzte, ehe sie sich entschied, sich trotz Allem vorzustellen. „Mein Name ist Nekoyami Hatsune, das hier ist mein Partner Yari und das hier ist Shunsui“, stellte sie sich und im gleichen Atemzug ihre Begleiter vor. Kein Grund, Zeit damit zu verschwenden, dass jeder seinen eigenen Namen sagen musste. „Freut mich, euch zwei kennen zu lernen... Vorausgesetzt, du hast deinen Hund in Zukunft etwas besser unter Kontrolle.“

@Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui @Inuzuka Asami
 
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Shiro
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Kumo
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Was?! Wie, da durfte nur eine einzige Person auf die Senzanko? Das war ja wohl ein schlechter Scherz! Natsu hatte diesen Korb natürlich nicht einfach so auf sich sitzen lassen, sondern all ihren weiblichen Charme in den Ring geworfen und den Bauarbeiter, mit dem sie gerade sprach, mit ihrem süßesten Lächeln und dem unschuldigsten Wimpernaufschlag bezirzt. Ergebnis? Immer noch ein Korb. Die Hasekura konnte es nicht fassen und zermarterte sich die gesamte Reise durch die Wüste hinweg den Kopf, ob sie… alt wurde? Faltig? Wie hatte es sein können, dass dieser Bauarbeiter sie und die Inuzuka so entschieden hatte abweisen können? Wie konnte ihre unglaubliche, weibliche Wirkung von ihm abprallen? … Und dann kam die Erleuchtung: Der Typ war bestimmt schwul! Ja, das war die einzige logische Erklärung, wie es sein konnte, dass er trotz aller Bemühungen von Asami und ihr dennoch darauf bestanden hatte, dass nur ein ausgebildeter Reiter auf den Senzanko sitzen durfte. Natsus Gang wurde wieder gerader und sie schob sich die imaginäre Krone auf ihrem Kopf wieder gerade. Es war einfach nur Pech gewesen. Sie waren immer noch genauso bezaubernd wie eh und je! „Ein Bad ist das Mindeste, nachdem man uns so lange durch die Wüste hat trampeln lassen“, stimmte sie der rothaarigen Kollegin zu und stöhnte erschöpft. Sie konnte das heiße Wetter zwar besser ab als Asami, das hieß aber nicht, dass sie nicht dennoch für eine Pause dankbar gewesen wäre. Ob die in Kurogi auch ein paar heiße Quellen hatten? So wie damals, in Yugakure? Natsu erinnerte sich an das wunderbar warme Wasser und wünschte sich gerade nichts mehr, als sich zufrieden in eine solche Quelle sinken zu lassen. Beiläufig hatte das Mädchen dem alten Kenzou gelauscht, der unerwartet hinter den Kunoichi aufgetaucht war und bestätigte, dass sie bald eine Pause bekommen würden. Na, immerhin! So ein Marsch durch die Wüste zehrte ziemlich an den Kräften. Die Hasekura strich sich das dünne Tuch, das bisher noch ihren Kopf geschützt hatte, zurück und brachte mit der freien Hand ein paar ihrer weißen Haarsträhnen wieder in Position. In der Zwischenzeit hatte Asami bereits zwei Gestalten am Rande der Wüste ausgemacht, die ihrer Ansicht nach so aussahen, als könnten es die Sora-Nin sein. „Tzz. So einfach überlasse ich dir das Erstwahlrecht nicht!“, widersprach sie der Inuzuka mit einem breiten Grinsen in den Zügen. Asami sprintete schon einmal vor, an den Kopf der Karawane, um einen genaueren Blick auf die Personen zu erhaschen. Natsu wollte folgen, wurde aber im ersten Moment von Kenzou aufgehalten, der ihr nochmal erklärte, dass die Reise erst am nächsten Morgen fortgesetzt werden würde, für sie alle bereits Unterkünfte gebucht worden wären. Und dann erläuterte er ihr nochmal in Kurzform, dass es sich bei Kurogi um eine Stadt handelte, die vor allem durch ihren Schwarzmarkt bekannt war und man lieber auf seine Habseligkeiten aufpassen sollte. „Ich freue mich, wenn wir morgen wieder von hier verschwinden können“, beendete er die Ausführungen mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. Natsu nickte… und hatte durch das Gespräch mit Kenzou das ganze Chaos um Asami, Okami und diese Sora-Nekoyami so gar nicht mitbekommen.

Natsu erreichte Kurogi erst zusammen mit der restlichen Karawane und den ersten Senzanko. Als die Kleine die roten Haare ihrer Kollegin erkannte, kam sie zwischen zwei der gigantischen Gürteltiere hervor und trat, noch immer ihren Sonnenschirm in den Händen haltend, auf die Inuzuka zu. Natsu blinzelte, als sie den grummeligen Okami an der Seite von Asami erkannte. Huch? Was war dem denn über die Leber gelaufen? Sie hörte, dass sich gerade jemand vorstellte. „… und das hier ist Shunsui.“ Die Kunoichi blieb inmitten ihrer Bewegung wie von der Tarantel gestochen stehen. Die gelben Äuglein lösten sich von dem Ninken, stattdessen sah sie zu dem Mädchen, dass gerade gesprochen hatte. Lange, rosa Haare fielen ihr über die Schultern den Rücken herab, besonders die Spange in Form einer Erdbeere bemerkte die Hasekura sofort. Die hellblauen Augen des Mädchen funkelten gereizt. Dazu eine Katze! Moment, hatte die sich nicht als Nekoyami vorgestellt? Natsu kannte diesen Clan… Aber auch dieser Gedanke wurde verdrängt, als die gelben Äuglein weitersahen zu dem blonden Mann, der direkt neben der Nekoyami stand und ebenfalls vorgestellt worden war. Shun… sui? Der Mund der jungen Frau öffnete sich einen Spalt breit, während sie den Jirokou ratlos anstarrte. Der konnte doch nicht echt hier in Kurogi sein, oder? Nee. Das musste eine ganz böse Verwechslung sein. Der Typ, der dort stand, trug weder Cardigan, noch Krawatte oder Hornbrille. Stattdessen stand dort ein Mann mit gerader Haltung, dunkler Kleidung und Lederjacke?! War das irgendein verschollener Zwillingsbruder von dem Mathematik-Studenten, den Natsu in Yugakure kennengelernt hatte? Weitere Sekunden verstrichen… dann trat die Hasekura plötzlich entschieden an allen Beteiligten vorbei, ignorierte den murrenden Okami und die fauchende Katze. Nur wenige Zentimeter von Shunsui entfernt, blieb das Mädchen stehen, sah ihm intensiv prüfend in die goldenen Augen. Und dann, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben, packte sie sein Oberteil und riss es ungeniert nach oben. Sofort wanderten die gelben Äuglein herab, musterten den durchtrainierten Oberkörper, der sich nun für alle Welt sichtbar offenbarte. Aber dabei blieb es nicht! Die zarten Finger der jungen Frau strichen über den Bauchbereich des Mannes, an dem sie nicht nur ein paar Unebenheiten in der Haut erspürte, sondern eine große, hellere Stelle auch deutlich machte, dass es eine große Wunde gegeben hatte, die dort verheilt war. Er war es doch. „Du lebst?“, murmelte sie im Selbstgespräch und es war mehr als deutlich, dass Chinatsu es immer noch nicht ganz fassen konnte. Als würde sie gerade einen Geist vor sich stehen haben! „Wie kannst du noch leben?!“, fragte sie dann nochmal nach, diesmal lauter, fast schon empört. Sie sah zu ihm auf und hob skeptisch eine Augenbraue an. „Du lässt dich fast in zwei Teile teilen, blutest halb Yugakure voll und stehst dann ein paar Monate später einfach wieder hier, als wäre nichts gewesen?“ Der Typ hatte sie doch nicht mehr alle! Aber Moment, da war ja noch mehr! Sie löste endlich die Hand von seinem Oberteil, trat einen Schritt zurück und musterte ihn von Kopf bis Fuß. „Aber zugegeben, die Lederjacke steht dir deutlich mehr als der Cardigan“, äußerte sie verschmitzt und grinste selbstbewusst. Oh, in dem Chaos hatte Natsu es ganz vergessen, sich mal ordentlich vorzustellen! Vielleicht war Asami ja so nett, das für ihre vollkommen überrumpelte Teamleiterin nachzuholen?

@Nekoyami Hatsune @Jirokou Shunsui @Inuzuka Asami
 
J

Jirokou Shunsui

Guest
Da sie nun endlich in Kurogi angekommen waren, galt es nur noch auf das Erscheinen der Arbeiter aus dem Reich des Windes sowie die Shiro-Delegation zu warten. Die Genin an seiner Seite hatte das Workout durchgezogen, wodurch sie in den Augen des Jirokou in ein deutlich besseres Licht gerückt worden war. Den Vorschlag zum Frischmachen hatte er ihr unterbreitet, da er doch gesehen hatte, dass die sportliche Betätigung Spuren zeigte. Bevor sie sich jedoch frisch machte, unterhielten sich die Beiden noch kurz hinsichtlich der sich nähernden Shiro-Delegation. Ob er bereits welche kannte? Vor seinen Augen tauchte die Handvoll Shinobi und Kunoichi auf, mit denen er im letzten Jahr zu tun gehabt hatte. Manako Raku war zwar verklemmt, aber relativ wortkarg und direkt gewesen. Jedoch keinerlei Probleme gehabt. Sakaida Mai hatte er im letzten Jahr bereits öfter gesehen und er hatte ihr sein Leben zu verdanken. Als er während seiner letzten Mission schwer verletzt worden war, hatte er es ihren medizinischen Künsten zu verdanken, dass er überlebt hatte. Zwar hatten die Ärzte des Krankenhauses in Yugakure noch lange an ihm operieren müssen, ehe er über den Berg gekommen war. Aber ohne Mai hätte er es nicht mal lebend ins Krankenhaus geschafft. Und dann war da noch Hasekura Chinatsu, die den wohl prägendsten Eindruck auf ihn hinterlassen hatte. Vom ersten Augenblick an, hatte sie sich als alles andere als konventionelle Kunoichi erwiesen, die das Leben auf keine schwere Schulter nahm. Zudem war es ihr gelungen, ihn mehrfach zu überraschen und zu überrumpeln. Und ihr hatte er es wohl zu verdanken, dass er ins Krankenhaus gekommen war, wo die Ärzte um sein Leben gekämpft hatten. Also alles in allem keine schlechten Erfahrungen mochte man meinen. „Ja, ich kenne durchaus einige Shiros. Ich für meinen Teil fand sie ganz okay.“, teilte er Hatsune mit. Was diese Inu-wasauchimmer sein sollten, wusste der gute Shunsui nicht, weshalb er entsprechend nicht weiter darauf reagierte. Bald würde er ja mit eigenen Augen mitbekommen, warum es derartige Abneigungen zwischen den Nekoyami und den Inu-wasauchimmer gab.

Geduldig suchte Shunsui den Horizont ab und bemerkte aus den Augenwinkeln, dass sich die Nekoyami wieder zu ihm gesellte. Da! Am Horizont! Dort konnte der Jirokou die sich nähernde Karawane erkennen. Es waren außerdem riesige Tiere dabei, wie er sie noch nie zuvor erblickt hatte. Die Welt hielt noch wahrlich einige Überraschungen für ihn bereit. „Scheint so.“, antwortete er kurz angebunden seiner Missionspartnerin, während er die sich nähernde Delegation weiter betrachtete. Selbst aus dieser Entfernung konnte er zwei Gestalten ausmachen, die sich vom Kleidungsstil vom Rest der Truppe unterschieden. Scheinbar hatte Shirogakure gleich zwei Kunoichi geschickt, wer sie da wohl erwarten würde? *Moment mal…* Shunsui stutzte, als er schließlich einen besseren Blick auf die beiden Damen werfen konnte. War das möglich? Die eine von ihnen trug einen Sonnenhut, ein kurzes schwarzes und beiges Outfit und hatte feuerrotes Haar, welches sich deutlich von ihrer hellen Hautfarbe absetze. Die andere jedoch … hatte weißes Haar, welches kontrastreich zur dunklen Hautfarbe stand. Dazu ein helles Outfit und ein schützender Sonnenschirm. Konnte das wirklich Natsu sein? Ehe er Gewissheit haben sollte, schoss jedoch ein anderes Wesen los und ließ den Rest der Truppe hinter sich: Ein Hund. Schnurrstracks schoss dieser auf die beiden Sora-Nin zu und blieb lediglich kurz vor ihnen stehen, während er in Richtung Hatsune und Yari knurrte. Shunsui wandte den Kopf zu seiner Kollegin und erkannte, dass diese eine defensive Haltung eingenommen hatte, um jederzeit nach dem Hund treten zu können. So eine Mission würde das also werden.´Es kam jedoch zu keiner Konfrontation, denn schon war die rothaarige junge Frau herbeigeeilt und zog ihren Hund am Nacken zurück. Der wurde sogleich ausgeschimpft und mit einer Handgeste zurück an die Seitenlinie befördert. Goldene Seelenspiegel ruhten auf der Kunoichi und betrachteten sie von oben nach unten. Shunsui überkam das Gefühl, dass er sie bereits gesehen hatte… Und als er seinen Gedanken einige Sekunden freien Lauf ließ, fiel es ihm auch wie Schuppen von den Augen. Er kannte sie! Die Kombination von Frauchen und Hund hatte dies verraten: Während des Maskenballs im Reich der Bären hatte Shunsui gemeinsam mit einigen anderen Maskierten einige Zeit verbracht. Seinen Ordensbruder und freundschaftlichen Rivalen Akinawa Izuya hatte er sogleich erkannt – vice versa natürlich auch. Weiterhin war jedoch eine junge Frau mit zwei Hunden anwesend gewesen. Sie selbst hatte feuerrotes Haar gehabt und der Hund war zwar ebenfalls verkleidet gewesen, doch es handelte sich unverkennbar um den gleichen Hund. Bei diesem Gedanken ruhte der Blick des jungen Mannes auf dem Akita Inu. Ob er ihn ebenfalls erkannt hatte? Fehlte lediglich dieser treudoofe, schwarze Bär von Hund, fiel ihm auf. Bei dem Gedanken an dem anderen Hund, der sich ständig hatte streicheln lassen, bildete sich ein flüchtiges Grinsen auf seinem Gesicht. Nun denn, immerhin wusste er, wen er hier vor sich hatte. Ob es andersrum ebenfalls der Fall war? Der Name Shunsui sollte der jungen Frau sicherlich nichts sagen und als ihn Hatsune vorstellte, blickte er schließlich in grüne Augen, setzte ein kleines Lächeln auf und hob die Hand zum Gruß. „Hallo … Emiko.“, gab er leise und lächelnd von sich. Damit fackelte der Chuunin auch nicht lange und gab sofort zu verstehen, dass er wusste, wen er hier vor sich hatte. Wie Asami darauf reagieren würde? Bei der verbalen Schelle, welche die Nekoyami folgen ließ, hatte sie sicherlich einiges zu verarbeiten. Autsch, die hatte aber gesessen, mein lieber Scholli!

So spannend das auch war, die sich nähernde Person sicherte sich fürs Erste die vollkommene Aufmerksamkeit des jungen Mannes. Zwischen dem Rest der Karawane, trat eine junge Frau zwischen den riesigen Tieren hervor und blieb wie angewurzelt stehen. Es handelte sich tatsächlich um Hasekura Chinatsu! Goldene Seelenspiegel trafen ihresgleichen, doch aus irgendeinem Grund schien ihn die junge Frau anzustarren, als ob sie einen Geist gesehen hatte. Zugegeben, das Outfit hätte nicht konträrer zu seinem vorherigen sein können, aber irgendwie überraschte es ihn doch, dass die für gewöhnlich ganz und gar nicht auf den Mund gefallenen Kunoichi kein Wort herausbrachte. Mit einem Mal lief sie energisch auf ihn zu, schenkte dem Konflikt zwischen Hund und Katz um sich herum keinen Blick und blieb schließlich kurz vor ihm stehen. Und während sie sich noch abschätzend anstarrten – Natsu wohl nach wie vor nicht sicher, ob sie es hier wirklich mit Shunsui zu tun hatte und dieser auf eine Reaktion der jungen Frau wartend – bewies die Gute, dass sie nach wie vor jene Person war, die er in Yugakure kennengelernt und einen Eindruck bei ihm hinterlassen hatte. Nonchalant riss sie einfach sein Oberteil hoch und präsentierte damit seinen trainierten Körper vor versammelter Mannschaft. Damit hatte sie es wieder geschafft und Shunsui überrumpelt, der das ganz und gar nicht erwartet hatte und somit für den ersten Moment nicht wusste, wie er darauf reagieren sollte. Erst als sie mit ihren Fingern über die kaum fühlbaren und sichtbaren Narben an seinem Oberkörper strich, fand er wieder zu sich selbst. „Wenn das schon so losgeht, dauert es nicht mehr lange, ehe uns jemand wieder auffordert, dafür ein Zimmer zu nehmen ....“, gab er trocken von sich und gluckste belustigt in Erinnerung an Yugakure, als dies wirklich geschehen war, auf. Auf ihre Aussage hin, wie er denn noch leben könnte, nach allem, was im Reich des heißen Wassers geschenen war, setzte er ein schiefes Grinsen auf. „Jemand sagte mir mal, dass man sich heutzutage wenigstens auf seine eigenen Worte verlassen können sollte. Und da ich versprochen hatte, einige Geschichten preiszugeben, dachte ich mir, es wäre unfair, davor zu sterben und diese Person im Dunkeln tappen zu lassen.“ Die weißhaarige Kunoichi wusste sicherlich, worauf er hinauswollte, denn es gab noch einige Geschichten zu Tätowierungen auf seinem Körper, die er beim letzten Mal noch nicht beantwortet und deren Geschichte er beim nächsten Treffen in Aussicht gestellt hatte. Was gerade jetzt, in diesem Augenblick geschehen war. Aber im Ernst, wahrscheinlich war es eine Kombination der Umstände gewesen: Shunsuis Lebenswillen, Mais besonnene Erste-Hilfe, der schnelle Transport durch Natsu sowie der Einsatz der Ärzte Yugakures. Das Kompliment bezüglich seines neuen Outfits nahm der junge Mann mit einem Grinsen mit. „Steuerberatung biete ich bei Bedarf trotzdem noch in meiner Freizeit an.“, gab er noch schelmisch zwinkernd von sich.

Die Bauarbeiter mussten sich bestimmt sonst etwas denken, als sie diesen Austausch der Shinobi mitbekamen. Fauchende Katzen, knurrende Hunde, eine gratis Striptease-Show - das sah man sicherlich nicht alle Tage. Der Austausch der Bauarbeiter mit den Sora-Nin fiel entsprechend nüchtern und kurz aus, aber es gab auch nichts zu bemerken. Die Arbeiter wussten, dass sie sich nun in feindlichem Terrain befanden und sich benehmen mussten. Übernachtungen waren bereits gebucht worden, nach solch einer langen Reise wäre es auch schwachsinnig gewesen, einfach weiterzureisen. Die Tiere waren sicherlich auch müde durch den Gewaltmarsch durch die Wüste, ganz zu schweigen von den verschwitzten Kunoichi. Insofern begaben sich Hatsune und Shunsui mit dem Rest der Truppe zu den Unterkünften, in welchem sie ebenfalls übernachten konnten. Unter einem Vorwand, dass sie ja nicht gleichen Geschlechts waren, buchte der Blondschopf getrennte Zimmer für sich und die Nekoyami. An und für sich hätte es ihm nichts ausgemacht, im selben Raum zu schlafen, da war er ganz unkompliziert. Aber auf Miauen in der Nacht verspürte er nun wirklich keine Lust. Vor allem nicht, nach dem sich anbahnenden Konflikt zwischen Hund und Katze, sowohl der Besitzer als auch der Haustiere. Aus der Entfernung betrachtet konnte das ganz amüsant sein, aber hineinziehen lassen wollte er sich nicht. Indes hatten sich wohl die meisten Leute bereits einquartiert und goldene Seelenspiegel blickten einer Gruppe Bauarbeiter nach, die es sich an einem Tisch bei Bier und Karten gemütlich gemacht hatten und dessen schallendes Lachen in der ganzen Unterkunft zu hören waren. Shunsui indes wartete auf der Terrasse der Unterkunft, von wo er aus das ganze Dorf und sogar den Schwarzmarkt überblicken konnte. Das war nicht schwer, denn das Dorf hatte nicht sonderlich viele hohe Gebäude und alles war recht flach hier. Mittlerweile herrschte sogar ein laues Lüftchen, doch das stoppte keinen der Dorfbewohner daran, sich draußen zu befinden. Was für eine Fügung des Schicksals, dass er es tatsächlich wieder mit zwei Shiro-Nin zu tun hatte, die er sogar kannte? Emiko aka Asami, die er beim Maskenball und Hasekura Chinatsu, die er in jener verhängnisvollen Mission in Yugakure kennengelernt hatte. Beim Gedanken an die weißhaarige Kunoichi und ihr Auftreten bei der Begrüßung, musste Shunsui den Kopf schütteln und leise vor sich hin lachen. Doch Vorfreude breitete sich in ihm aus, denn mit der Hasekura würde es sicherlich alles andere als langweilig werden! Die Frage war jedoch nur, wo jeder blieb? Hatsune hatte sich ja bereits frischgemacht, also fütterte sie bestimmt Yari oder so was in der Art. Aber was war mit den anderen Beiden?

@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu
 
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Mehr als unzufrieden rümpfte die Inuzuka die Nase und zog die Oberlippe nach oben. "Na wie du meinst. Wenigstens hat mein Begleiter Mumm und versteckt sich nicht wie der letzte Loser in meinen Armen, wenn es ernst wird. Wieso schickt man sowas überhaupt auf Mission?" Sie hatte bereits jetzt deutlich genug von dieser dummen Katzentrulla. Glaubte wohl, sie wäre was besseres, hm? Wenn sich nicht bald herausstellte, dass sie gar nicht so bescheuert drauf war, war sie untendurch. Alleine, dass sie hier mit einer Katze rumhing, brachte ihr bereits Minuspunkte. Gekonnt ignorierte sie den letzten Kommentar und wendete sich lieber dem jungen Mann mit den blonden Haaren zu. Wieso bloß kam er ihr so bekannt vor? Sie starrte und starrte, musterte jeden Millimeter seines Gesichtes, doch dahinter kam sie trotzdem nicht. Lag das vielleicht an der Wüstenhitze? Mit den Fingerspitzen stupste sie ihren Begleiter sacht an.
Er hatte die Augen bisher noch nicht einmal von dem Kater gelöst. Die Berührung riss ihn jedoch aus seiner Fixierung heraus und ließ den herablassenden Blick weiter wandern. Hm? Der Hintern des Rüden löste sich vom Boden, die Nase dem Sora-Nin entgegen gestreckt schritt er auf ihn zu. "Hallo." Durch das blöde Katzenvieh hatte er gar nicht bemerkt, dass sich hier ein weiteres, bekanntes Gesicht befand. Obwohl, das Gesicht der Person war wohl das Einzige, was er bisher noch nicht kannte. Bevor er Asami jedoch informieren konnte, um wen es sich da handelte, löste der Fremde das Rätsel bereits von selbst. Ein kleines Lächeln huschte über die Lefzen des Akita, die Schadenfreude war einfach zu groß. Da hatte sie sich ja nun ordentlich in die Scheiße geritten.
"Emi...ko?" verwirrt widerholte der Rotschopf den Namen, den Shunsui ihr da gerade gegeben hatte. "Mein Name ist Asami und Natsu ist doch noch gar nicht hier?" Wieso hatte er sie so genannt? Das war doch gar nicht ihr Na- ... OH SCHEISSE. Das war sehr wohl einmal ihr Name gewesen. "Hääää?" Innerhalb eines Augenschlages hatte ihr Gesicht die selbe Farbe angenommen, wie ihr Haar. Selbst mit den Händen, die sofort ihr halbes Gesicht bedeckten, konnte sie nicht verhindern, dass dies sichtbar war. Doch nicht ausgerechnet der! Alles, nur nicht der! Inzwischen war auch Natsu endlich angekommen. Auch sie schien Shunsui zu kennen und schockiert über seine Gegenwart zu sein! Jedoch aus vollkommen anderen Gründen. Sonderlich zimperlich ging sie mit ihm auch nicht um. Was zur Hölle war das bloß für ein Missionsbeginn? Ausnahmsweise war der Wildfang froh, die Show gestohlen zu bekommen. So konnte sie sich erst einmal im Hintergrund halten und den Schock, dass ausgerechnet der Kerl vom Maskenball hier war, verarbeiten. Dementsprechend war sie auch die erste, die sich von der Truppe löste, unter dem Vorwand, dass Okami sicherlich Hunger hatte. Dieser bekam heute selbstverständlich eine extra große Portion Futter und schlang diese innerhalb weniger Bissen herunter. In der Zwischenzeit gönnte sie sich eine Dusche. Während das eiskalte Wasser an ihr herabfloss, verlor sie sich in Gedanken. Die Mission hatte erst heute begonnen, trotzdem war bereits viel passiert. Natsu, die Katzentrulla, Shunsui. Vor allem die Sora-Nin bereiteten ihr Kopfzerbrechen. Als sie schließlich ihre Haare in ein Handtuch wickelte und in saubere Kleidung schlüpfte, war ihr Kopf bereits um einiges frei. Zuletzt gab es auch für den Akita Inu eine kurze Dusche um sich abzukühlen, dann waren alle Anforderungen für diesen Tag erledigt. Jetzt stand etwas Freizeit an. Bevor sie jedoch bereit war, sich wieder unter die Shinobi der anderen Fraktion zu mischen, musste sie unbedingt mit der Hasekura quatschen! "Ich pack's echt nicht. Ich kenne Shunsui!" begann sie, während sie gedankenverloren ihre Haare kämmte. "Von 'nem Maskenball! Und ich hab' mich damals fett rangemacht!" Und sie musste zugeben, auch ohne Maske war er definitiv ein Schnittchen. "Aber du scheinst ihn ja auch seeeehr gut zu kennen, was?" Mit einem verschmitzen Grinsen blickte sie zu ihrer Freundin, spielte damit deutlich auf die T-Shirt-Aktion an. Käme es zu dem Fall, dass sie Beide auf den selben Kerl ein Auge geworfen hätten, wäre Asami natürlich ohne zu zögern bereit, ihn abzutreten. Auf Zoff mit der Hellhaarigen hatte sie keine Lust. Sisters before Misters, so hieß das doch, oder? "Na gut, dann wollen wir mal die Anderen suchen gehen, hm?" Auch wenn der Rotschopf bereits ziemlich müde war, sie wollte noch nicht ins Bett. Dafür war es einfach noch zu früh. Außerdem hatte sie nun endlich den ersten Schock verdaut.
Mit Okami im Schlepptau machte sie sich auf die Suche. Zuerst war sie auf die Bauarbeiter getroffen, doch nach kurzer Begrüpßung hatte sie nur eine Flache Bier mitgehen lassen und war dann weiter gezogen. Letztendlich entdeckte sie den Blondschopf auf der Terasse des Hauses. Weit und breit keine Nekoyami zu sehen, Jackpot! Seufzend ließ sie sich in einen der Stühle neben ihm Fallen. "N'abend Akaryu aka Shunsui." Ein leichtes Lächeln zierte ihre Lippen, als sie diese Worte aussprach. Der noch immer leicht nasse Rüde ließ sich ebenfalls nieder, wirkte inzwischen deutlich entspannter. Die Nase hatte er jedoch inrichtung des Sora-Nin gestreckt. Er passte auf, auch wenn es nicht sein musste. "Kommd die Katze auch noch?" Ermahnend stieß ihn die Inuzuka mit dem Fuß an, woraufhin er bloß schnaubte.

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Es war schwierig, eine giftige Bemerkung herunterzuschlucken, als die doofe Hunde-Tussi es auch noch wagte, ihr Konter zu geben. Sie hatte doch den Fehler gemacht! „Was auch immer...“, murrte Hatsune und blickte zur Seite, anstatt sich einen Spruch über Knochen und Leinen zu überlegen. Der Moment war eh verstrichen. Die Partnerin des Hundemädchens ignorierte sie praktisch komplett, um sich so unsubtil wie möglich an Shunsui heran zu machen, und Asami gesellte sich gleich noch dazu und schien einerseits ziemlich überrascht, aber nicht weniger interessiert. Wieso kannten die ihn eigentlich alle? Mit wie vielen Shiro-Tussen hatte der Typ schon rumgemacht? Die Pinkhaarige entließ ein deutlich hörbares Stöhnen. „Bei Rin, ich hab's kapiert. Wir stehen alle auf den großen Kerl mit den dicken Muskeln. Weiter im Text!“ Grummelnd trat sie an der kleinen Gruppe vorbei. Natürlich mochte der Typ die beiden älteren Mädchen auch gleich viel lieber als sie. Konnte ja gar nicht anders sein. „Warum hab ich immer so ein Glück...?“, murrte sie leise vor sich hin und konnte es kaum erwarten, sich auf den Weg in die Herberge zu machen.

Zuerst einmal war es Zeit, ihr Zimmer zu begutachten. Ja, toll, sah aus wie eine Herberge. Nicht wirklich ein Vergleich zu dem luxuriösen Bett, das sie gewohnt war, aber das war ja zu erwarten. Die Taschen in ihren Schriftrollen konnten auch nicht wirklich mit ihren übergroßen Kleiderschränken mithalten, aber immerhin hatte sie sowohl für die Mission als auch für Freizeit ein bisschen Wechselkleidung dabei. Da sie sich heute nicht mehr groß auf den Weg machen würden, konnte sie ja etwas Schickeres anziehen... Ein helles Kleid, zum Beispiel. Luftig und angenehm. Yari bekam ein paar Streicheleinheiten und ein paar Leckerlies, der hatte sich nämlich so richtig schön brav benommen, als der Hund ihn angreifen wollte. Feige, von wegen! Der war nicht weggerannt und hatte auch nicht gekratzt, sondern war ganz ruhig geblieben, wo er war, und voll und ganz seinem Frauchen vertraut. Der Gedanke allein brachte ein Lächeln auf Hatsunes Gesicht.
Viele andere Gründe zum Lächeln hatte sie gerade allerdings nicht. „Ob Shunsui auch langweilig ist...?“ Darauf, allein zu sein, hatte sie nach dem Treffen eben überhaupt nicht. Yari war zwar bei ihr, aber sie hatte Lust, sich mit dem Jirokou zu unterhalten. Ihn ein bisschen besser kennen zu lernen. „Wir könnten uns unterhalten über... über Joggen... und so...“ Gut, gefunkt hatte es nicht gerade zwischen ihnen. Das sollte sie eigentlich auch nicht so sehr interessieren, aber wenn sie vor Augen sah, wie sich die Inuzuka und die Weißhaarige an ihn rangeschmissen hatten, konnte sie nicht anders, als mit den Zähnen zu knirschen. „Die kennen ihn echt schon besser als ich... obwohl er doch mein Partner ist!“, meinte sie und drückte Yari etwas fester an ihre Brust. „Warum nervt mich das so?“

Leicht nervös ließ sie den Kater von ihren Armen, sodass er neben ihr her laufen konnte. Es gefiel ihr nicht, dass hier ein ungezähmter Hund rumlief, aber Hari-Neko brauchte auch seine Freiheit. Der konnte auch auf sich selbst aufpassen, selbst wenn der Westenträger auftauchen sollte. Auf dem Weg zu Shunsuis Zimmer fiel Hatsune sein blonder Schopf bereits auf – interessanterweise auf der Terasse. Er hatte es wohl auch nicht in seinem Raum ausgehalten. Sie wollte schon fröhlich lächelnd auf ihn zugehen, aber als sie im Ausgang stand, waren eins der beiden anderen Mädchen schon bei ihm und wirkte damit ziemlich glücklich. Und ganz ehrlich... wo eine von denen war, konnte die andere auch nicht weit sein. Irritiert blinzelte Hatsune, ehe sie die Zähne zusammenbiss und auf die Bodendielen herabblickte. Spät dran, hm? Die zwei hatten sicher keine Lust auf sie, und wenn Shunsui die Wahl hatte, würde er sicher auch eher mit denen abhängen. Sie waren vielleicht nicht so hübsch und wohlerzogen wie Hatsune, aber sie waren Älter, sie kannten ihn und er konnte gleich zwei von ihnen gleichzeitig abschleppen. Warum sollte er also ein viertes Rad am Wagen dabei haben wollen? Frustriert gruben sich Hatsus Fingernägel in das Holz des Türrahmens. Dann ließ er sie halt in Ruhe...

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Pff. Wie der grinste! Chinatsu konnte tatsächlich nicht anders, als ebenso zu grinsen, als Shunsui auch noch trocken auf die Geschehnisse in Yugakure anspielte. Dass er allerdings ihre eigenen Worte von damals fast wortwörtlich wiedergeben konnte, überraschte die junge Frau doch ein wenig. Fühlte sie sich geschmeichelt? Vielleicht ein bisschen. Aber das würde sie sich mit Sicherheit nicht so offensichtlich ansehen lassen. „Ah, wie überaus aufmerksam von dir, dafür am Leben zu bleiben“, erwiderte sie dem Blonden und zwinkerte amüsiert. Die Geschichte mit den Tattoos, das stand tatsächlich noch aus. Die Hasekura erinnerte sich an das Sora-Abzeichen, umrandet von der brennenden Corona. Und an eine Brille, die er dann urplötzlich doch nicht mehr gebraucht hatte, obwohl er doch eigentlich kurzsichtig war? Dass der Jirokou heute wieder auftauchte, aber spontan sein ganzes Outfit gewechselt hatte, hatte die ohnehin schon vorhandene Neugier über seinen Hintergrund nur nochmals gesteigert. Steuerberatung bot er also noch in seiner Freizeit an, ja? Natsu war bereits drauf und dran, auch darauf einen Kommentar abzugeben, da durchschnitt ein lautes Stöhnen das so schön laufende Gespräch zwischen ihnen. Die 17-Jährige blinzelte verwundert, bevor die gelben Äuglein zum Ursprung des Stöhnens blickten. Es war das Mädchen mit den rosa Haaren und der Katze und was sie sagte, brachte die Hasekura dazu, die Augenbrauen ungläubig zu heben. Sie standen alle auf den großen Kerl mit den dicken Muskeln? War da etwa jemand neidisch? Wie süß. Natsu trat mit einem Schritt zur Seite, um dem grummelnden Sora-Mädchen Platz zu machen, das sich sogleich murrend zur Herberge aufmachte. Auch Asami schien es ziemlich eilig zu haben, der Situation zu entfliehen. War der Rothaarigen irgendetwas peinlich? Was genau, konnte die Hasekura nicht sagen, immerhin wusste sie weder über den Maskenball Bescheid noch darüber, dass auch die Inuzuka Shunsui kannte. Und so blieben nur der Blonde und Natsu zurück – die Kunoichi konnte nicht anders, als nach einer kurzen Pause herzlich zu lachen. Das war ja fast genauso wie der Abgang von Mai und Joudan, als sie zusammen mit dem Jirokou in flagranti erwischt worden war. Die gelben Äuglein funkelten verschmitzt, als sie Shunsui einen Blick zuwarf. Sie erinnerte sich an den Streit, den es damals zwischen Joudan und ihm wegen einer gemeinsamen Flamme aus Soragakure gegeben hatte. Und jetzt auch noch diese Nekoyami? Vielleicht sollte Natsu für zukünftige Aufträge mit dem Sora-Nin eine Strichliste führen. „Du hast deiner kleinen Arbeitskollegin das Herz gestohlen? Mensch, du hast es ja faustdick hinter den Ohren.“ Sie drehte den Sonnenschirm in der Hand und blickte in die Richtung, in die Asami und Hatsune verschwunden waren. Dann legte sie den Kopf schief und schenkte dem blonden Sora-Nin ein kleines Lächeln. „Wir haben sicher noch Gelegenheit zum... Sprechen. Später.“ Wieder zwinkerte das Mädchen selbstbewusst, drehte sich dann auf dem Absatz um und ging mit betont schwungvollem Gang ebenso zur Herberge.

Asami war die Erste gewesen, die unter die Dusche gesprungen war. Die Hasekura wartete geduldig und beobachtete schweigsam Okami, der dabei war, eine ordentliche Portion Futter zu vernichten. Schließlich kam die Rothaarige zwar zurück ins Zimmer, aber verschwand dann auch nochmal mit ihrem Ninken, um auch ihm eine schöne Säuberung zu geben. Nach dem langen Marsch durch die Wüste mehr als verständlich und auch hier bewies Chinatsu viel Geduld, war vielleicht sogar ganz froh, ein paar Augenblicke für sich alleine zu haben. So locker und lustig sie sich auch in der Anwesenheit anderer Personen gab, so knabberte die Erkenntnis, den Jirokou hier wiedergetroffen zu haben, doch mehr an ihr, als sie jemals offen zugeben würde. Während sie sich Kleidung zurechtlegte, die sie selbst nach einer Dusche neu überziehen konnte, ließ sie die Geschehnisse in Yugakure nochmal Revue passieren. Er lebte. Sie war seit Monaten überzeugt davon gewesen, dass er seine Geheimnisse mit ins Grab genommen hatte… und erst jetzt wurde Natsu bewusst, dass sie in den letzten Monaten tatsächlich des Öfteren daran gedacht hatte, dass Shunsui tot wäre. Warum hatte sie darüber eigentlich so oft nachgedacht? War es nur die Neugier auf seinen Hintergrund gewesen? Als Asami und Okami aus dem Badezimmer kamen, riss das die 17-Jährige aus ihren Gedanken. Sofort lockerte sich ihr Gesichtsausdruck, als sie sich zu der Inuzuka umdrehte. „Du kennst ihn?!“, fragte sie in genau der gleich überraschten Tonlage nach, mit der auch die Kollegin das Gespräch begonnen hatte. Ein Maskenball? Warum hatte Natsu davon nichts mitbekommen?! „Wenn du das nächste Mal zu so einem coolen Event gehst, musst du mir Bescheid sagen!“, forderte sie die Rothaarige auf und stemmte bestimmt eine Hand in die Hüfte. Als sie erzählte, sie hätte sich an Shunsui rangemacht, musste die Hasekura grinsen. Das wunderte sie nicht und sie nahm es der Rothaarigen auch nicht übel. Ob sie sich irgendwelche Sorgen machte? Nein, in keiner Weise. Dafür war die Hasekura viel zu selbstverliebt. „Oh, das kann ich gut nachvollziehen. Hätte ich in deiner Situation bestimmt genauso gemacht.“ Sie streckte Asami verspielt die Zunge raus, verschränkte dann die Arme vor der Brust und erwiderte das verschmitzte Grinsen, das ihr von ihrer Freundin zugeworfen wurde. „Hm. Wir haben uns schon nackt gesehen. Zählt das zu sehr gut kennen?“ Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen, musste die Hellhaarige auch schon wieder herzlich lachen. „Ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass sein Hintern genauso knackig ist, wie sein Oberkörper es vermuten lässt.“ Noch ein paar Oberflächlichkeiten? Natürlich! Die Damen waren ja immerhin unter sich. Schließlich erklärte Asami, sich auf die Suche nach den Anderen begeben zu wollen, doch da winkte die Kumo-Nin zuerst ab. „Geh ruhig schon einmal vor. Ich brauch erstmal eine Dusche.“ Immerhin war sie noch gar nicht an der Reihe gewesen! Vielleicht war es verantwortungslos von der Teamleiterin, die Kollegin alleine auf die Suche nach den böööösen Sora-Nin zu schicken, aber erstens war Okami dabei, zweitens war Natsu … naja, wirklich verantwortungslos. Nachdem die Inuzuka verschwunden war, legte die Hasekura ihrerseits die alte Kleidung ab und hüpfte unter die Dusche. Das warme Wasser tat gut und spülte auch die letzten Reste der Wüste, die sich an ihrem Körper und in ihrem langen Haar verfangen hatte, endlich herunter. Die 17-Jährige schloss die Augen, atmete tief durch und hob den Kopf, um auch das Gesicht zu waschen. Sie hätte noch deutlich mehr Zeit im Badezimmer verbringen können, aber sie riss sich zusammen, verließ die Dusche und trocknete sich ab. Zuerst warf sie sich in ihre lockere Abendkleidung – ein schwarzes Top und eine helle Haremshose – und bändigte das noch feuchte Haar in einem groben Dutt auf ihrem Kopf. Auf Make-Up verzichtete das Mädchen, insgesamt konnte man also sagen, dass sie einen deutlich schlichteren Eindruck machte als bei der Ankunft in Kurogi. Und so machte sie sich auf die Suche nach ihrer Teamkollegin und die Sora-Nin. Gleich der erste Bauarbeiter, der ihr entgegenkam, konnte ihr erzählen, wo sie ihre Leute finden könnte – der Auftritt bei der Ankunft war offensichtlich für alle Anwesenden eine so gute Show gewesen, dass man sich die Gesichter der Ninja hatte merken können. Natsu nahm das als Kompliment, bedankte sich brav und machte sich dann auf den Weg zur Terrasse. Doch noch bevor sie dort angekommen war, erkannte sie das Nekoyami-Mädchen, besser gesagt deren Rücken. Die Rosahaarige stand einfach im Türrahmen, bewegte sich keinen Millimeter und schien etwas zu beobachten – durch die Fenster konnte die Hasekura sowohl Shunsui als auch Asami draußen erkennen. Oh, traute sich die Nekoyami etwa nicht raus? Die Origami-Userin grinste fein. „Wen haben wir denn da? Eine unserer beiden Sora-Aufpasser?“, machte Natsu nur allzu gerne auf sich aufmerksam, noch bevor sie bei dem fremden Mädchen und deren Katze angekommen war. Anstatt an ihr vorbeizugehen, um ebenfalls auf die Terrasse zu kommen, blieb die Kumo-Nin stehen und verschränkte mit gehobenen Mundwinkeln die Arme vor der Brust, während die gelben Äuglein die Gegenüber äußerst neugierig musterten. „Wir hatten vorhin noch nicht das Vergnügen. Hasekura Chinatsu, aber Natsu reicht. Kumo-Nin“, stellte sie sich jetzt endlich der Jüngeren vor. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie ein gutes Stück größer war als die Nekoyami, weshalb sie tatsächlich ein wenig heruntergucken musste, um den Blickkontakt zu halten. Wie ungewohnt! „Ich leite das Shiro-Team. Meine Kollegin Asami und ihren Ninken Okami hast du ja schon gebührend kennengelernt.“ Natsu zwinkerte, dann deutete sie auf die Katze. „Du bist eine Nekoyami, oder? Vorhin kam ich ein bisschen zu spät, um die Vorstellung mitzubekommen, aber das ist ziemlich offensichtlich. Ich bin mit einer Nekoyami befreundet.“ Nekoyami Natsuko – Team Chinatsuko – Hach, das ware noch Zeiten gewesen. Tatsächlich hatte Chinatsu Natsuko schon sehr lange nicht mehr gesehen, das änderte allerdings nichts daran, dass sie an ihrer Freundschaft festhielt. Anstatt das Gespräch weiter in diesem sehr sicheren Bereich zu belassen, schmunzelte Natsu, als sie den direkten Blickkontakt suchte und selbstbewusst grinste. „Und wir haben dir also Shunsui geklaut, ja?“, fragte sie ungeniert nach, gespannt darauf, wie die Jüngere auf diese direkte Aussage reagierte. Warum Chinatsu das tat? Wollte sie die Sora-Kunoichi bewusst provozieren? Hm. Eigentlich wollte sie nur ihren Spaß haben. Und wenn sie etwas interessierte, dann fragte sie eben sehr direkt und unumwunden nach – Hatsune war nicht die erste Person, die das abbekam.

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J

Jirokou Shunsui

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Draußen auf der Terrasse genoss der junge Mann das laue Lüftchen, während seine goldenen Seelenspiegel auf dem Treiben in den Straßen unter ihm ruhte. Auf der Terrasse befanden sich zwar viele Stühle, aber fürs Erste lehnte er am Geländer und schaute hinaus in die Welt. In Gedanken ließ er nochmal das Geschehene revue passieren. Dabei fing es bereits in Soragakure an, als ihn die Katze von Hatsune begrüßt hatte. Der Hund von Emiko aka Asami war sogar noch einen Schritt weitergegangen und hatte „Hallo“ zu ihm gesagt. Ganz sicher war sich der junge Mann nicht, da das anschließende Erscheinen von Natsu und das daraus resultierende Chaos seine Aufmerksamkeit für sich beansprucht hatten. Als er an die weißhaarige Kunoichi dachte, musste er wieder grinsen und schüttelte leicht den Kopf. Genau wie zuvor im Reich des heißen Wassers, wusste sie mit ihrer einzigartigen Art die Aufmerksamkeit aller auf sich zu lenken. Aber dass er Hatsune das Herz gestohlen haben sollte? Darüber musste er sogar leise auflachen. Das war ja mal wohl der größte Unsinn, den er heute schon gehört hatte. Klar, die Nekoyami hatte frustriert einen Kommentar losgelassen, über den sich der Jirokou doch recht geschmeichelt fühlte. Aber bis auf den Versuch der Kunoichi, sich zu Beginn ihres Auftrags bei ihm einzuschmeicheln, hatte er nichts dergleichen wahrgenommen. Wahrscheinlich nur eine Einbildung von Natsu. Aber nicht nur sie, sondern auch Asami hatte eine äußerst komische Reaktion an den Tag gelegt. Zunächst hatte sie ihn gar nicht erkannt, doch als der Groschen gefallen war – das war so laut, dass es jeder, aber wirklich jeder in 5 Kilometern Umkreis gehört haben musste – war sie rot wie eine Tomate angelaufen und hatte sich alsbald genau wie Hatsune aus dem Staub gemacht. Schließlich war auch die Hasekura von dannen gezogen und der junge Mann ertappte sich dabei, wie er ihr hinterher blickte. Genau wie die ganzen Bauarbeiter, zu denen er sich anschließend umdrehte und die plötzlich wie auf frischer Tat ertappt, anfingen anderen Sachen nachzugehen oder peinlich berührt den Blick schnell abzuwenden. Das Chaos auf dieser Mission schien vorprogrammiert!

Schließlich ließ sich der Blondschopf auf einen der Stühle nieder und wartete geduldig auf das Erscheinen seiner Missionspartnerin und den Kunoichi aus Shirogakure. Dabei war es gerade Asami, die sich als Erste zu ihm gesellte. Scheinbar hatte sie sich frisch gemacht und den ganzen Staub und Schweiß aus dem Gewaltmarsch der Wüste weggewaschen. Und auch das Fell ihres Hundes schien zu glänzen, was darauf schließen ließ, dass die Dusche nicht allzu lange her war. „Hallo Emiko aka Asami.“, erwiderte er das Lächeln und beobachtete, wie die junge Frau neben ihm Platz nahm. Ehe er schließlich noch etwas sagen sollte, gewann Okami in diesem Augenblick seine Aufmerksamkeit, als er sich nach der Katze erkundigte. Mit einer Mischung aus Faszination und Überraschung starrte der Jirokou den Hund an. Scheinbar hatte er es sich wirklich nicht eingebildet, der Hund konnte echt sprechen! Oh man, erst die Katze und jetzt das. Wahrscheinlich konnte Yari auch sprechen und Hatsune hatte ihn nur verarscht. Gemächlich beugte Shunsui seinen Oberkörper nach vorne, um den Kopf des Hundes kurz zu tätscheln. Wirklich Angst vor einem Biss hatte er nicht – er bezweifelte, dass der Hund über soviel Kraft verfügte, dass er ihn wirklich verletzen sollte. Und selbst dann waren seine Reflexe so ausgeprägt, dass er einem Biss des Tieres sicherlich noch im Schlaf ausweichen konnte. „Wo ist denn dein großer, schwarzer Freund geblieben?“, erkundigte sich Shunsui zunächst bei Okami nach Kuma und schaute schließlich zu Asami. „Obwohl ich zugeben muss, dass die Aufmachung auf dem Maskenball auch nicht schlecht war. Von den Hunden natürlich.“, fügte er mit einem leicht verschmitzten Grinsen hinterher. Die junge Frau hatte natürlich in ihrem Kleid ebenfalls sehr gut ausgesehen, das konnte man natürlich nicht abstreiten. „Ich glaube, wir sollten den Abend doch besser nutzen, als nur hier auf der Terrasse zu verweilen, meinst du nicht auch?“ Goldene Seelenspiegel ruhten auf der Inuzuka, abwartend auf die Reaktion. Aber er vermutete ganz stark, dass sie ebenfalls eine Runde um den Block ziehen würde – der Abend war noch jung!

Blieb nur noch nach den anderen Beiden zu schauen. War Hatsune vielleicht durch Asami und ihren Hund eingeschüchtert worden und schmollte auf dem Zimmer? Dann würde der Jirokou mal einen Versuch starten, sie da raus zu bekommen. Und wo blieb die Hasekura? Kaum hatte sich Shunsui erhoben und war in Richtung des Eingangs der Terrasse gelaufen, erblickte er sogleich die beiden Kunoichi im Gespräch miteinander. Von der möglicherweise gereizten Stimmung bekam er herzlich wenig mit. Und selbst wenn er es mitbekommen hätte, so hätte es ihn nicht weiter groß gekümmert. „Da seid ihr ja!“, sprach er laut aus und beanspruchte damit die Aufmerksamkeit für sich. Er schaute zunächst von Hatsune zu Chinatsu, während sich ein kleines, mysteriöses Lächeln auf seinem Gesicht bildete. „Die Bauarbeiter scheinen sich gut zu amüsieren, wie wäre es denn, wenn wir es ihnen gleich tun? Wir könnten ja dem Schwarzmarkt einen Besuch abstatten?“, warf er die Frage in die Runde. Dabei blickte er zwischen den beiden jungen Frauen hin und her, wobei sein Blick doch einen Deut länger an der weißhaarigen Kunoichi aus Kumo hängenblieb. Auch er hatte noch einige Fragen an die junge Frau und sicherlich noch das eine oder andere Thema im Gepäck, welches es noch anzusprechen galt. Aber das konnte sicherlich warten, bis der richtige Augenblick gekommen war – nicht jeden ging sein privates Leben etwas an. Die eigentliche Frage war doch, ob es sich bei der Shinobi-Truppe nicht um eine Kombination unstabiler Elemente handelte, die jeden Augenblick explodieren konnte? Das würde wohl erst der Verlauf des Abends offenbaren…

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Als die Rothaarige an der Seite ihres frisch gebadeten Ninken das Bad verließ, stellte sie fest, dass ein überraschend düsterer Ausdruck auf dem Gesicht ihrer Kollegin lag. War etwas passiert? Zum Glück verschwand dieser jedoch schnell wieder und sie konnten sich wichtigeren Dingen widmen! "Aber sowas von! Mit dir hätte das sooo viel mehr Spaß gemacht! Wenn du wüsstest, wie viele heiße Kerle da waren!" Okay, hätte sie deren Gesicht gesehen, wäre die Zahl wohl deutlich geringer ausgefallen, aber das war ja zweitrangig, nicht wahr? Alleine der Gedanke, mit ihrer Aufreisser-Freundin auf solch einem Event auf Beutejagd zu gehen, zauberte ihr ein breites Grinsen auf's Gesicht. Das musste dringend nachgeholt werden! Was für sie aber in diesem Moment deutlich interessanter war, war das Verhältnis zwischen Natsu und Shunsui. Aufmerksam lauschte sie ihren Worten, musste aufpassen, sich nicht vor Schreck an ihrer eigenen Spucke zu verschlucken. "Oh mein Gott, Natsu, ihr habt was ?!" Sie konnte es kaum fassen, die zwei hatten sich bereits nackt gesehen? Unfassbar! "Das hätte ich dir nicht zugetraut!" Alle Details, sie brauchte sämtliche, noch so schmutzige Details von diesem Ereignis! "Ich muss zugeben, ich bin fast ein wenig neidisch ... Erzähl mir alles!" Wenn der Rest seines Körpers wirklich genauso ansprechend war wie sein Oberkörper, dann war der Jirokou wirklich eine absolute zehn von zehn! Und sie konnten nun mit ihm auf Mission gehen. Wie aufregend! Wie hatte Natsu das bloß geschafft? Ob das während einer Mission passiert war? Es gab noch zu viele offene Fragen! Doch sie konnten nicht den ganzen Abend hier auf dem Zimmer sitzen und quatschen. "Oh, stimmt. Du konntest dich ja noch gar nicht frisch machen, sorry!" Die Inuzuka und ihr Akita Inu hatten eine ganze Weile im Bad verbracht, dabei hatte sie vollkommen vergessen, dass sie hier nicht alleine waren. "Nächstes mal lasse ich dich vor." Sie schwang sich auf die Füße und hob zum Abschied die Hand. "Bis denne. Lass dir ruhig Zeit!" Sie zwinkerte frech und machte sich dann auf die Suche. Wenn sie mehr Zeit alleine mit dem Blonden haben konnte, hatte sie absolut nichts einzuwenden.
Als sie ihn endlich gefunden hatte, musste sie unweigerlich dabei zusehen, wie ihr Vierbeiner ihr direkt die Show stahl. Zwr begrüßte er sie und schenkte ihr sogar ein Lächeln, doch Okamis Worte schienen ihn in den Bann gezogen zu haben. Sag bloß, er wusste nicht, dass Ninken die Fähigkeit hatten, das Sprechen zu erlernen? Zu seiner Verteidigung musste sie zugeben, dass sie beim Ball ihren Begleitern verboten hatte, zu reden. Doch war es nicht Allgemeinwissen, dass diese Hunde etwas besonderes waren?
Der Rüde hatte es sich gerade gemütlich gemacht und ließ sich die Sonne auf den Pels scheinen, da bemerkte er, dass sich etwas - oder besser jemand - über ihn beugte. Sofort schreckte er auf, zog reflexartig die Lefzen nach hinten, als er Finger auf seiner Stirn spürte. Finger, die eindeutig nicht seinem Frauchen gehörten! "Riskant." knurrte er leise und zog seinen Kopf zurück. Der Sora-Nin hatte Glück, denn er war nicht vollkommen fremd. Jeder Fremde hätte nun Löcher in den Händen gehabt, doch da Okami ihn kannte, beließ er es vorerst bei der Warnung. Seine Zähne ließ er trotzdem entblößt, er hatte keine Lust auf einen zweiten Streichelversuch. "Ich bin kein Kuscheltier." Mit diesen Worten erhob er sich und ließ sich einige Meter entfernt von den Menschen wieder fallen. Auf die Frage, die ihm gestellt wurde, antwortete er nicht. Er wollte einfach nur seine Ruhe! Konnte er die denn nirgends haben?
Asami beobachtete das Schauspiel genauestens, war allzeit bereit, die Schnauze ihres Hundes zu packen, falls er etwas Dummes versuchen sollte. Doch seine Körpersprache verriet deutlich, dass er keine wirkliche Intention hatte, zu beißen. Erleichtert ließ sie sich tiefer in ihren Stuhl fallen und antwortete stattdessen auf Shunsuis Frage: "Kuma ist noch nicht so weit, um auf Missionen zu gehen. Du hast sie ja erlebt, sie ist noch viel zu freundlich." Mit einem Lächeln dachte sie an ihren pechschwarzen Bären, der sich gerade bei ihren Züchtern verwöhnen ließ. Selbst nach mehreren Jobs und Missionen fühlte sich Asami nie ganz wohl, sie zurückzulassen, doch es ging ihr gut, daran gab es keine Zweifel. "Pah, ich war ja wohl eindeutig das Highlight des Abends!" erwiderte sie und boxte ihm spielerisch grinsend in die Seite. "Auch wenn du natürlich Recht hast, die zwei waren wunderschön." Natürlich waren ihre Begleiter in ihren Augen die Schönsten, egal ob edel gekleidet oder nicht, aber an diesem Abend waren sie besonders hübsch gewesen. "Besser nutzen, hm?" wiederholte sie mit hochgezogener Augenbraue. Sie konnte nicht anders, als die Doppeldeutigkeit aus dieser Aussage herauszuhören, auch wenn es offensichtlich nicht so gemeint war. Bevor sie jedoch mit einem frechen Grinsen zustimmen konnte, eroberte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Stimmen! Waren das nicht Natsu und Hatsune? Was machten sie denn da, wieso gesellten sie sich nicht dazu? Inzwischen hatte sich der Blonde bereits erhoben und steuerte direkt auf die zwei Mädels zu. Wortlos folgte sie einige Schritte hinter ihm, beinahe etwas traurig, dass die Zweisamkeit (wohl eher Dreisamkeit) nun vorüber war. Es schien, als hätte er die Beiden erst jetzt bemerkt, was die Inuzuka jedoch nicht weiter verwunderte. Sie selbst hörte nunmal besser als die meisten Menschen. An dem Jirokou quetschte sie sich vorbei und gesellte sich direkt neben Natsu. "Na, hast wohl schon unsere eifersüchtige Kleine und ihre Mietze aufgesammelt." Zu ihrer Erleichterung nahm Okami die Gegenwart der Katze inzwischen gelassener, fletschte bei ihrem Anblick nur kurz die Zähne. "Oh ja, lasst uns den Schwarzmarkt unsicher machen!" Niemals hätte sie gedacht, dass solche Worte jemals aus ihrem Mund kamen - vor allem nicht auf einer Mission - doch die Idee gefiel ihr. Sie hatte etwas Gefährliches und Aufregendes an sich. Perfekt, um den Abend ausklingen zu lassen. Außerdem war sie neugierig, was es dort wohl alles gab. Nicht, dass sie Interesse daran hatte, krumme Geschäfte zu machen, aber spannend war es schon. Ihre Begeisterung war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. "Los, los, wir sollten keine Zeit verlieren!" Für einen Moment überkam sie der Gedanke, dass es eine Fangfrage hätte gewesen sein können. Vielleicht wollte der Sora-Nin einfach nur herausfinden, ob die Kunoichi, die er überwachen sollte, moralisch auf der richtigen Seite waren? Naja. Jetzt war es zu spät! Sie hatte bereits zugestimmt, es brachte nichts, sich nun über diese Möglichkeit verrückt zu machen. "Aber sicher, dass das der richtige Ort für kleine Mädchen ist?" Aus den Augenwinkeln schielte sie hinüber zu der Nekoyami. Die konnte nicht viel älter als 14 oder 15 sein. Zwar war der Wildfang selber auch nicht viel älter, aber sie sah zumindest nicht mehr aus wie ein kleines Kind.

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Fokussiert auf die beiden Shinobi, die vor ihren Augen schon wieder turtelten, zuckte Hatsune zusammen, als sie plötzlich von der Seite angesprochen wurde. Schnell hüpfte sie von der Tür zur Seite, als könnte sie jetzt noch so tun, als ob sie nicht gestarrt hätte, und blickte überrascht das zweite Mitglied des Shiro-Teams an. Tatsächlich hatten die beiden noch nicht die Gelegenheit gehabt, groß aufeinander zu reagieren – einerseits dank dem blöden Hund, andererseits weil sie nur Augen für den Jirokou gehabt hatte. „Ähm... ja, genau. Ich passe grade auf“, nickte die Pinkhaarige wenig überzeugend und tat ihr Bestes, den deutlich erkennbaren Schock zu überspielen. Sie waren jetzt erst bei der Vorstellung angekommen, also war das hier theoretisch die Gelegenheit, einen guten ersten Eindruck zu machen... unabhängig davon, was die Hasekura bereits gesehen hatte.
„Ach, richtig... in Shiro habt ihr ja auch Nekoyami, nicht?“ Allzu begeistert klang Hatsune da ja nicht. Die Nekoyami, die sich dem Feuerreich angeschlossen hatten, galten unter seinen Clansgenossen als ziemlich altmodisch und egoistisch. Den Wunsch, einen davon zu treffen, hatte sie noch nie verspürt. Die konnten ja gern ihren Frieden mit ihren Hunde-Nachbarn schließen, wenn sie das wollten. Loyal waren sie ja noch nie gewesen. „Ich bin jedenfalls Nekoyami Hatsune. Freut mich, Chi-... äh, Natsu.“ Natsu... das klang dann doch ein wenig vertraut. Nachdenklich lehnte sie den Kopf zur Seite und murmelte vor sich hin: „Ich werde auch manchmal Hatsu genannt...“ Es dauerte einen Moment, bis er realisierte, was er da gerade gesagt hatte. Den Spitznamen mied er doch eigentlich, weil er so gar nicht feminin klang! Wenn er nicht darauf achtete, alle möglichen Signale zu senden, dass es sich bei ihm um ein Mädchen handelte, war es doch nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Wahrheit herausfand. „Es ist aber vermutlich besser, wenn du mich einfach Hatsune nennst. Nicht, dass noch wer durcheinander kommt!“ Manchmal war es echt anstrengend, so sehr aufpassen zu müssen, dass man nicht die kleinste Schwäche zeigte. Natsu war zwar nicht aus Soragakure, aber wenn sie dahinter kam, dann war es nur eine Frage der Zeit, bis ihr großer Schwarm davon erfuhr, und wenn ein Chuunin Soragakures hinter sein Geheimnis kam, war Hatsus Leben mit Sicherheit vorbei...
Hatsus Lächeln wirkte eventuell ein wenig steif, während sein Leben vor seinem Inneren Auge zusammenbrach und ihm ein kalter Schauer den Rücken herab lief. Entsprechend unvorbereitet traf es ihn also, als Chinatsu direkt mit der Bombe durch die Vordertür stürmte. „Sh-Shunsui? Wa-was soll denn mit Shunsui sein?“, schreckte der Pinkschopf mit roten Wangen zurück und senkte schnell seine Stimme. „G-geklaut würde ich jetzt nicht sagen... Ah... i-ich kenn ihn doch kaum... anders als du...“ Peinlich berührt blickte er zu Boden. Das hatte er jetzt davon, dass ihm vorhin so etwas Dummes herausgerutscht war. Obwohl, vielleicht spielte ihm das in die Karten. Wenn Chinatsu glaubte, dass er Shunsui attraktiv fand – was er natürlich nicht tat, richtig? Richtig? –, dann würde sie mit Sicherheit nicht so schnell daran zweifeln, dass sie gerade mit einem Mädchen sprach. Mit einem verlegenen Lächeln sah Hatsune der Hasekura in die Augen. „Also... ich meine... wenn du ihn magst, dann ist das schon okay. Wir Mädchen müssen zusammenhalten, richtig?“ Zögerlich spielte ihr linker Zeigefinger mit ihren pinken Haaren, verwickelte sich in eine weiche Strähne, ehe sie sich die hinter ihr Ohr strich. Chinatsu hatte etwas an sich, das Hatsune nervös machte, das merkte sie. Ob es daran lag, dass sie so unverblümt und selbstsicher war? Viel älter konnte sie nicht sein, aber irgendwie wirkte sie so erwachsen, dass es die etwas unreifere Katzen-Kunoichi verunsicherte...

Das Problem bestand mit Asami zum Glück überhaupt nicht. Die platzte ohne jede Rücksicht mit Shunsui zusammen mitten in das Gespräch zwischen Hatsune und Chinatsu und fing, gemeinsam mit ihrem Hund, auch sofort damit an, gegen die Nekoyami und ihren Kater zu gehen. Während Yari dem ungezähmten Köter ganz entspannt die Zunge herausstreckte und sich am Bein seines Frauchens rieb, fiel es der Pinkhaarigen nicht so leicht, ruhig zu bleiben. Die freundliche Miene, mit der sie Chinatsu begegnet war, machte Platz für einen gereizten Blick in Richtung der stichelnden Inuzuka. „Der Schwarzmarkt ist wirklich kein Ort für unreife Gören“, schüttelte sie den Kopf, „Aber für dich können wir ja eine Ausnahme machen. Wir wollen ja nicht, dass jemand außen vor bleibt.“ War doch egal, ob sie ein bisschen größer und ein bisschen älter war, Asami hatte nichts von Hatsunes Eleganz und Reife. Dementsprechend reckte die Nekoyami nur kurz überheblich die Nase in die Höhe, ehe sie auf das einging, was der Jirokou eigentlich gesagt hatte. „Ein bisschen Unterhaltung am Abend ist eine super Idee, Shunsui. Lieb von dir, dass du fragst!“
Die Stimmung passte in ungefähr drei Vierteln des Teams und dem Plan schienen sie alle zugeneigt zu sein, also konnte doch eigentlich nichts schiefgehen. Das würde bestimmt alles ganz harmonisch ablaufen...

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Natsu beobachtete genaustens die Reaktion der ertappten Sora-Kunoichi und schmunzelte, als das Mädchen sich erschrocken zu ihr umwandte. War da jemand beim heimlichen Starren erwischt worden? Oh, das konnte noch sehr amüsant werden. Auf die Feststellung, dass auch in Shirogakure Nekoyami lebten, nickte die Ältere nur kurz und überhörte den mürrischen Unterton in Hatsunes Stimme gekonnt. Chinatsu wäre auch niemals auf die Idee gekommen, dass zwei Familien des gleichen Clans sich nicht leiden konnten – für sie als Außenstehende mit kaum Verwandten hatten große Clans stets wie eine eingeschworene Gemeinschaft gewirkt. Dass das nicht immer der Fall war, müsste man einer einfachen Persönlichkeit wie der Hasekura erstmal ausführlich erklären. Aber Moment. Was war das für ein Spitzname gewesen? „Hatsu!“, wiederholte die Kunoichi sofort deutlich lauter als die Nekoyami und strahlte begeistert. Sie kam nicht einmal auf die Idee, dass dieser Spitzname auf ein männliches Geschlecht hindeuten könnte. „Aber mir gefällt Hatsu. Ich glaube, bei dem Namen bleibe ich.“ Chinatsu grinste breit und zwinkerte der Rosahaarigen direkt zu. Was? Sie überging damit einfach den Willen der Jüngeren, die doch eindeutig zum Ausdruck gebracht hatte, lieber Hatsune genannt werden zu wollen? Naja, war nicht so, dass die Kumo-Nin oft Rücksicht auf die Wünsche und Bedarfe anderer Menschen nahm. Sie mochte den Spitznamen Natsu, Hatsu klang fast genauso. Also logisch, dass ihr Hatsu auch gefiel, oder? Und dann kam der richtig spannende Teil: Shunsui. Natsu machte sich nach dem Abgang der Kollegin vorhin darauf gefasst, dass diese nun die Krallen ausfuhr und zum Konter ansetzte. Zur Überraschung der Hasekura liefen die Wangen der Jüngeren allerdings tiefrot an und sie begann zu stottern. Na, da hatte das Mädchen vorhin aber noch deutlich selbstsicherer gewirkt. Hatte Shunsui etwa wirklich das Herz dieses unschuldigen, kleinen Mädchens gestohlen? Hatsunes Reaktion nach zu urteilen wirkte es so, was Chinatsu sichtlich amüsierte. Unglaublich, dieser Typ! Die Augen der 17-Jährigen verengten sich ein wenig, die Lippen verzogen sich zu einem schmalen Grinsen, als die Nekoyami einräumte, ihr im Zweifel das Feld zu überlassen – weil Mädchen ja zusammenhalten mussten. Oh, ging die Kleine wirklich davon aus, dass sie eine echte Konkurrenz für Natsu sein könnte? Wie süß. Hatsune hatte offensichtlich noch nicht erkannt, dass die Origami-Userin so absolut überzeugt von sich selbst war, dass sie überhaupt keine Zweifel daran hatte, im Fall der Fälle immer das bekommen zu können, was sie wollte. Aber… sollte die kleine Sora-Kunoichi ruhig im Glauben bleiben, in ihrer Liga zu spielen. Ohne groß zu warten, trat Chinatsu auf Hatsune zu und überwand damit die letzten Meter, die sie getrennt hatten. Verschwörerisch legte sie den Arm um die Kleinere und drückte sie an sich, bevor sie die Nekoyami von der Seite her angrinste. Nur wenige Zentimeter trennte ihre Gesichter. „Oh, ganz richtig. Wir Mädchen müssen zusammenhalten“, stimmte sie der Aussage der Kollegin zufrieden zu und zwinkerte erneut. Und dann kam der Hasekura noch ein Einfall – oh, dass sie da nicht früher drauf gekommen war! Sie senkte tatsächlich die Stimme etwas und rückte noch näher an das Gesicht der Nekoyami heran, wisperte ihr verschwörerisch zu. „Shunsui und ich kennen uns tatsächlich ziemlich gut“, behauptete sie einfach ohne Scham und wackelte mit der Augenbraue. „Weißt du was? Du bist mir sympathisch. Ich kann ja mal unauffällig in Erfahrung bringen, ob Shunsui dich auch mag. Na? Hört sich das nicht gut an?“ Unauffällig. Chinatsu. Das waren zwei Worte, die absolut nicht miteinander in Einklang zu bringen waren. Aber ob Hatsune das jetzt schon durchschaute?

Und selbst wenn die Rosahaarige es durchschaute, es war zu spät. Denn just in diesem Moment wurde ihre traute Zweisamkeit auch schon von der Stimme des Jirokou unterbrochen. Sofort löste sich Chinatsu von der Sora-Kunoichi, nahm sich aber noch die Zeit, ihr einen stummen Blick zuzuwerfen, der so viel sagte wie Der Plan steht. Lass mich nur mal machen. Danach drehte sie sich zum Blonden und natürlich fiel der 17-Jährigen sofort auf, dass sein Blick einen Deut länger an ihr hängen blieb als an der Kollegin – nicht, dass Natsu irgendetwas anderes erwartet hätte! Das mysteriöse Lächeln auf den Lippen Shunsuis überraschte sie dennoch, genauso wie sein Vorschlag, auf den Schwarzmarkt zu gehen. Wow, also ihr war ja schon bei der letzten Mission aufgefallen, dass Mai und Joudan im jeweiligen Team die Rolle als verantwortungsbewusste Ninja übernommen hatten. Aber dass der Jirokou so direkt mit so einer Idee um die Ecke kam, damit hatte die Origami-Userin dann doch nicht gerechnet. Aber ehrlich? Wenn jemand damit rechnete, dass ausgerechnet Natsu diesen Spaß unterbinden würde, dann lag derjenige gehörig falsch. Chinatsu war die Erste, die sich auf solche Einfälle liebend gerne einließ. Sie erwiderte das Lächeln des jungen Mannes, doch noch ehe sie etwas sagen konnte, drängte sich die gute Asami bereits an Shunsui vorbei und gesellte sich neben die Hellhaarige und stimmte den Plänen mit dem Schwarzmarkt ebenso begeistert zu. Keine Sekunde später nahm die Inuzuka aber auch schon einen erneuten Angriff gegen die jüngere Sora-Kunoichi vor, die das aber nicht einfach auf sich sitzen ließ, sondern zurückkeifte. Rawr! Natsu nahm die angespannte Situation gar nicht wahr oder es kümmerte sie einfach nicht. Stattdessen lachte sie ungeniert, bevor sie ihrer Freundin beschwichtigend auf die Schulter klopfte. Natürlich würde die Hasekura sich im Ernstfall auf die Seite ihrer Freundin schlagen, aber sie hatte ja noch ein paar Pläne mit Hatsune, nicht? Also bemühte sie sich, ein paar Pluspunkte zu sammeln. Naja und vielleicht wollte sie dafür sorgen, dass sie es bis zum Schwarzmarkt schafften, bevor Asami und Hatsune sich tatsächlich gegenseitig in den Haaren hingen. „Sei nicht so gemein zu ihr, Asami“, begann die 17-Jährige also, nachdem sie ihr Lachen wieder unter Kontrolle gebracht hatte und grinste ihre Freundin vielsagend an. Dann sahen die gelben Äuglein zu Hatsune. „Ich meine, wir Mädchen müssen doch zusammenhalten. Nicht, Hatsu?“, fragte sie in deren Richtung und nutzte natürlich nicht nur ihren Wortlaut von zuvor, sondern auch den Spitznamen, den das Sora-Mädchen so schnell nicht mehr loswerden würde. Schließlich wanderte der Blick der gelben Äuglein nochmal weiter zum Jirokou, die Mundwinkel hoben sich ein gutes Stück an, bevor sie über die Schulter Richtung Ausgang deutete. „Also. Dann lasst uns mal gucken, was der Schwarzmarkt so zu bieten hat.“

Der Schwarzmarkt war… groß. Ziemlich groß. Und passte so gar nicht zu dem, was die Hasekura sich immer unter einem Schwarzmarkt vorgestellt hatte. Natsus Vorstellung: So ein Markt fand in irgendwelchen versteckten Ecken statt, in Abwasserkanälen oder Hinterhöfen, zu denen man nur gelangte, wenn man das geheime Passwort aufsagen konnte. Und dort verkauften vermummte Personen mit kratziger Stimme zwielichtige Dinge an noch zwielichtigere Personen. Wenn man es schaffte, einen Schwarzmarkt zu betreten, dann war man Augenzeuge von irgendwelchen verbotenen Dingen und lief entsprechend Gefahr, gleich von rechts oder links abgestochen zu werden, bevor man den Markt wieder verlassen konnte. Die Toten wurden entsorgt, ehe irgendjemand erfuhr, was genau geschehen war und waren nie wieder gesehen… in etwa so. Umso überraschter war das Mädchen, dass die Ninja nur einem Trupp angetrunkener und gut gelaunter Bauarbeiter folgen musste, um schließlich inmitten eines riesigen Marktes zum Stehen zu kommen. Das hier sah alles so gar nicht nach dem aus, was sich die 17-Jährige in ihrer Fantasie ausgemalt hatte. Die Verkäufer hier waren nicht einmal vermummt! Wo waren die schwarzen Umhänge und die Kapuzen, die tief ins Gesicht gezogen wurden? Die geheimen Passwörter, die man aufsagen musste? Die Waffen, die irgendwelchen unschuldigen Personen an die Kehle gehalten wurden? Als Natsu geschwind einen Schritt zurücktreten musste, um zwei betrunkenen Bauarbeitern auszuweichen, die ihre gerade geleerten Gläser neu auffüllen lassen wollten, wurde ihr bewusst, dass das hier alles nach einem stinknormalen Markt aussah! Tja, bei einem Schwarzmarkt ging es eben nicht darum, dass alle Personen vermummt herumliefen, sondern vielmehr um die zwielichtige Herkunft einiger Produkte, die hier angeboten wurden. Dinge, die man dann auf einem normalen Markt in der Stadt wohl doch nicht finden würde. Was es hier wohl so zu entdecken gab? Neben außergewöhnlichem Essen und Alkohol, versteht sich. In diesem Moment steuerte eine Dame auf das Shinobi-Grüppchen zu und hielt ihnen ein Tablett entgegen, auf dem einige… Kekse lagen? Sah eigentlich ganz in Ordnung aus. Natsu griff zu, ohne weiter nachzufragen. Wäre doch unhöflich, das abzulehnen, oder? Die Dame lächelte und ging weiter, nachdem sie das Tablett jedem Ninja einmal hingehalten hatte. „Du bist gar nicht kurzsichtig, oder?“, begann die 17-Jährige plötzlich, ohne Shunsui anzusehen, der direkt neben ihr stand. Er würde aber wissen, dass er gemeint war, da war sich Chinatsu sicher. Mit einem Seitenblick sah die junge Frau zum Blonden und die Augenbraue wanderte mit einem verschmitzten Grinsen nach oben. „Der Ausblick damals hat dir ziemlich gefallen, was?“ Er wusste ganz genau, was sie meinte.

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J

Jirokou Shunsui

Guest
Kaum hatte Shunsui die beiden anderen Kunoichi erblickt und angesprochen, schoben sich schon Asami und Okami an ihm vorbei, um zu den Anderen zu treten. Wie auch zuvor, kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Hund und Katze, wobei die jeweiligen Tierbegleiter den souveräneren Eindruck machten, während sich ihre Besitzerinnen angifteten. Wie zuvor, ging auch wieder Hatsune als Siegerin dieses verbalen Austauschs hervor, was ein amüsiertes Grinsen auf sein Gesicht zauberte. Diese Reaktion wurde natürlich durch Natsu’s lautes Auflachen übertroffen, die sich durch keine Situation aus der Ruhe zu bringen lassen und keinerlei Probleme mit der Kunoichi aus Soragakure zu haben schien – immerhin waren sie sogar schon auf Spitznamenbasis. Den Blick zwischen Natsu und Hatsune hatte der Jirokou jedoch nicht bemerkt. Er hatte keine Ahnung, wie gut sich die Beiden verstanden. Aber das würde er sicherlich bald herausfinden, sobald sich die weißhaarige Kunoichi unauffällig an die Arbeit machte. Betonung auf unauffällig. Aber so weit, so gut. Nachdem die Mädchen zusammenhalten wollten, äußerten alle drei den Willen, mit auf den Schwarzmarkt zu kommen und seine eigene Teamkollegin bedankte sich noch für sein Nachfragen. Dieses kommentierte er mit einem Nicken, ehe er schließlich an der grinsenden Hasekaru vorbei lief und als Erstes in Richtung Ausgang lief. An und für sich interessierte er sich nicht sonderlich groß für die Beziehung der Nekoyami zu den anderen beiden Kunoichi und es war ihm relativ gleich, ob sie sich mochten oder nicht. Aber es war nicht von der Hand zu weisen, dass ein gutes miteinander auskommen weniger Ärger und Stress für ihn bedeutete.

Auf dem Weg zum Schwarzmarkt wandte sich der Jirokou der rothaarigen Kunoichi zu, da ihm eine ihrer Äußerungen von zuvor im Kopf geblieben war. Okami lief neben ihrem Frauchen und schien zwar nicht allzu begeistert von der Katze in der Runde zu sein, hatte sich aber soweit im Griff. Dass er sich nicht streicheln lassen wollte, respektierte der Blondschopf. Wahrscheinlich war das Tier auch ein Krieger und kein Kuscheltier, wie es behauptet hatte. Ob der Hund stark war? Schnell? Gelindes Interesse war in Shunsui aufgekommen und er hätte nichts gegen eine Vorführung von Okami’s Fähigkeiten gehabt. Möglicherweise bot sich ja noch eine Chance im Verlaufe dieser Mission, auch wenn er es wirklich bezweifelte. Aber fürs Erste galt seine Aufmerksamkeit der Inuzuka. „Na, Highlight des Abends?“, fragte er sie provokant mit einem schelmischen Grinsen. „Was meintest du denn vorhin mit … besser nutzen?“, erkundigte er sich verschmitzt bei der jungen Frau. Es war ihm durchaus aufgefallen, dass sie an seiner Aussage hängen geblieben war. Da er sich noch sehr gut an den Maskenball und ihre Flirterei erinnerte, hatte er eine Vermutung, worauf sie hinaus wollte. Aber letzten Endes war er sehr direkt und der direkte Weg führte normalerweise am schnellsten zur Antwort, weshalb er relativ frei heraus nachfragte. „Der Abend ist jung, wer weiß, was uns noch so erwartet.“, gab er mysteriös grinsend von sich und schaute wieder gerade aus, wo sie bereits die Lichter des Schwarzmarkts erkennen konnten.

Schließlich kam die Truppe auf dem Schwarzmarkt selbst an, wo wirklich viel Treiben herrschte. Es waren Unmengen an Menschen auf den Straßen und verschiedene Händler boten ihre – manchmal verbotenen – Waren an und hofften darauf, dass sie das Interesse ihrer Kunden wecken konnten. Goldene Seelenspiegel übersahen das Ganze treiben und erkannten harmlose, aber durchaus auch gefährliche Leute. Aber das war selbstverständlich, wenn man sich an einen solchen Ort wie diesen begab. Dabei gab es durchaus auch andere Stände, die man jetzt hier nicht erwartet hätte. Alkohol, Speis und Trank konnte man besorgen, aber es waren auch Wurfbuden, Hau den Lukas und viele andere Attraktionen vorhanden. Damit hatte der junge Mann nicht wirklich gerechnet. Genauso wenig wie mit einer Dame, die dem Shinobi und den Kunoichi lächelnd einige Kekse übergab und erst wegging, nachdem jeder nach einem Keks gegriffen hatte. Sein ganzes Leben lang war Shunsui relativ paranoid gewesen, stets in der Angst gelebt, dass sein Schauspiel aufflog. Und obgleich er sich seitdem längst weiterentwickelt hatte, verfügte er nach wie vor über eine paranoide Ader. Das war auch der Grund dafür, dass er sicherlich nicht irgendetwas essen würde, was ihm jemand auf dem Markt schenkte und dessen Ursprung er nicht kannte. Aus diesem Grund nickte er der Frau zu und warf den Keks Okami zu, nachdem sie davongezogen war. Vielleicht mochte der Hund ja den Keks essen und falls er sich weigerte, würde das bestimmt beweisen, dass es die bessere Entscheidung war, ihn nicht gegessen zu haben. Das alles bedeutete aber noch lange nicht, dass er diese Einschätzungen mit seinen Begleiterinnen teilte – immerhin war jeder für sein eigenes Schicksal verantwortlich und wenn sie den Keks wirklich essen wollten, war das nicht sein Bier.

Es war Natus’s Stimme, die ihn aus seinen Gedanken riss. Ihre zunächst scheinbar unschuldigen Worte standen sogleich in einem ganz anderen Kontext, als sie noch eine zweite Aussage in den Raum stellte. Das führte dazu, dass sich ein kleines Lächeln auf dem Gesicht des Jirokou bildete. „Nun… das habe ich nie behauptet, oder?“, fragte er nun seinerseits nach einer kurzen, künstlichen Pause nach. Ihre zweite Frage führte jedoch dazu, dass sich ein breiteres Grinsen auf seinem Gesicht bildete. Und doch musste er zugeben, dass ihn die junge Frau soeben wieder überrascht hatte mit ihrer Art. Statt eines vorwurfsvolles Tons, der für eine solche Situation sicherlich nicht unangemessen gewesen wäre, blickte ihn die Hasekura einfach verschmitzt grinsend aus ihren gelben Augen heraus an. Der Jirokou erinnerte sich an damals und auch die diversen Aussagen von Natsu, unter Anderem, dass sie eine schlechte Schauspielerin war und was sie ihm noch alles mitgeteilt hatte. Das führte dazu, dass ihn das Ganze reizte und er sehen wollte, wohin das Ganze führte. „Ja, das war gar nicht mal schlecht. Aber ich glaube doch, dass wir beide auf unsere Kosten gekommen sind.“, teilte er ihr das Grinsen erwidernd mit und schaute sie schließlich direkt an. Shunsui war gewillt, sie noch ein wenig herauszufordern, denn leider waren sie damals von den Ereignissen überrollt worden. „Da gibt es sicherlich Wiederholungsbedarf.“, sprach er schließlich mit einem äußerst verschmitzten Zwinkern und tippte sich anschließend mit der Hand auf seine Jacke an seinem Oberarm, unter welchem das entsprechende Tattoo ruhte, welches sicherlich noch thematisiert würde. Irgendwann. Doch bis dahin, hatte er eine andere, lustige Idee für den heutigen Abend.

Den Blick auf die Hau den Lukas Attraktion gerichtet, schaute er speziell in Richtung Asami und Hatsune, die er sicherlich für sein Vorhaben gewinnen würden – die eine würde sicherlich alles dafür geben, die andere in die Pfanne zu hauen. „Wie wäre es mit einem kleinen Wettbewerb?“, sprach er und nickte mit dem Kopf in Richtung der Attraktion. Shunsui selbst liebte Herausforderungen, aber wie stand es um die anderen Beiden? Schüttete er nicht vielmehr gerade Öl ins Feuer?

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Ob es wohl angebracht war, Hatsune eine herzhafte Faust mitten in ihr eingebildetes Gesicht zu verpassen? Dieses Mädchen kotzte an und zwar heftig! Wäre da nicht Natsu gewesen, wäre die Situation vermutlich hier und jetzt eskaliert, doch ihrer Freundin zuliebe hielt sie sich zurück. Außerdem hatte der Wildfang das Gefühl, dass sie etwas vor hatte. Irgendetwas lag in ihren gelben Augen, doch was genau das war? Wer weiß. "Wir Mädchen halten zusammen? Tsk. Ich halte zu wem ich will." Was juckte es sie schon, zu welchem Geschlecht irgendwer gehörte? Wenn ihr jemand unsympathisch war, dann war er es! Egal ob Männlein, Weiblein, Divers oder was auch immer! Missmutig verschränkte sie die Arme vor der Brust, die Augen zu Schlitzen verengt. Das konnte ja ein grandioser Abend werden, wenn diese Pinkhaarige dabei war. Jetzt war sie einmal von Menschen umgeben, die sie ernsthaft mochte und dann war da diese Olle, die alles mit ihrer Gegenwart versaute. Musste das echt sein? Doch für jetzt hielt sie die Klappe. Schweigend zog sie hinter ihrer Gruppe her, als diese sich gemeinsam auf den Weg zum Schwarzmarkt machte. Ihre eigene schlechte Laune pisste sie an, vor allem, da sich diese sichtlich auf Okami übertrug. Mit aufgestellten Nackenhaaren und gesenktem Kopf machte er den Eindruck, gleich jemanden an die Kehle springen zu wollen. Vielleicht hatte dies jedoch auch einen Vorteil, denn der Ort, den sie besuchen wollten, war nicht gerade für seine freundlichen, zuvorkommenden Gestalten bekannt. Ein wenig Abschreckung konnte also nicht schaden. Asami war stets froh über ihren gewaltigen, bedrohlichen Begleiter, denn sie selbst war klein und nicht mit großer Muskelkraft gesegnet.
Okami sah sein Frauchen neugierig an, als diese ihre Finger in kleinen Kreisen über seine Schultern wandern lies. Ihre grünen Augen blickten ihn fragend an, sie hatte offensichtlich eine Idee. Mit schiefgelegtem Kopf blickte er zurück. Ihr Blick wanderte zu seinem Rücken. 'Nicht dein ernst.' Die Idee war absoluter Bullshit, wieso sollte er sich erniedrigen lassen, nur weil sie faul war? Doch die Begründung, die in Form eines Nickens in die Richtung Hatsunes erfolgte, überzeugte ihn letztendlich doch. Ein wenig protzen und angeben und das auch noch in der Gegenwart einer Nekoyami? Das war zu verlockend um nein zu sagen. Mit einem kurzen Knurrer stimmte er also letztendlich zu.
Für den Rotschopf war dies ein außerordentlich seltenes Ereignis, sie ließ sich also nicht zwei mal bitten und schwang sich auf den Rücken ihres Vierbeiners, bevor dieser sich wieder umentscheiden konnte. Er konnte es nicht leiden und für gewöhnlich akzeptierte sie das, doch heute war anders. Heute musste sie einfach zeigen, was die Vorzüge eines Ninken waren. Der Stolz und die Zufriedenheit waren ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Daran konnte sie sich definitiv gewöhnen. Als Shunsui neben ihr auftauchte und sie als "Highlight des Abends" bezeichnete, wurde ihr Grinsen umso breiter. Lag da eine gewisse Ironie in seiner Stimme? Definitiv. Nahm sie die Aussage trotzdem beim Wort? Auf jeden Fall! Es war noch immer ungewohnt für den Wildfang, auch ohne den Schutz und die Anonymität so offensiv mit jemandem zu flirten, vor allem mit einem Ninja der anderen Fraktion! Doch ihren ersten Schock hatte sie inzwischen gut verarbeitet und sie hatte nun noch einen umso größeren Grund, ordentlich in die Offensive zu gehen: Die Misgunst der Katzentrulla. Diese hatte mehr als deutlich gemacht, dass es ihr nicht gefiel, wie vertraut ihr Kollege mit den Kunoichi aus Shiro umging. Asami würde jedes noch so kleines Salzkorn genüsslich in die Wunden der Jüngeren streuen. "Wieso findest du das nicht selber raus?" antwortete sie, blickte ihn verschmitzt aus den Augenwinkeln an. "Der Abend hält bestimmt noch die ein oder andere Überraschung bereit." Sie wusste selber nicht, was genau sie damit meinte, doch durchscheinen ließ sie dies nicht. Wenn die Inuzuka etwas konnte, dann selbstbewusst wirken! Nach dem Ausrutscher von vorhin war das nun definitiv nötig.
Als die mysteriöse Dame mit dem Kekstablett plötzlich die Gruppe aufmischte, schnappte sie sich selbstverständlich gleich zwei Kekse. Was für eine nette Frau! Einen für sich und einen für Okami. Könnte man zumindest denken. Selbstverständlich waren Beide für sie ganz alleine bestimmt. Bevor sie überhaupt jemand hätte warnen können, waren sie auch schon in ihrem Mund verschlungen und halb gekaut in ihrem Magen gelandet. Die schmeckten irgendwie fad. Kein Wunder, dass die Frau sie loswerden wollte! Die würde sicherlich keiner selber essen wollen. Erst als der Jirokou sein Gebäck mit dem Akita Inu teilen wollte, realisierte sie, dass sie womöglich einen Fehler begangen hatte. Der Rüde war schlauer als sie, fing es zwar auf, spuckte es dem Shinobi aber direkt wieder vor die Füße. "Friss den Fraß doch selber, Idiot!" Oh Gott, da waren doch nicht wieder Drogen drin, oder? Ein eiskalter Schauer rannte dem Mädel über den Rücken, als sie an die Ereignisse auf dem Kasinodampfer zurückdenken musste. Nein, bestimmt nicht. Sie waren hier zwar auf dem Schwarzmarkt, aber warum sollte hier einfach jemand mit Schlafmitteln gespickte Kekse verteilen? Sie schüttelte den Kopf. Unmöglich. Es war garantiert alles okay. Ganz sicher. Der Griff um das Nackenfell ihres Begleiters wurde fester. Sie war nicht alleine, es konnte ihr also gar nichts passieren!
Ihre Gedanken kreisten um den Vorfall ihrer ersten Mission und wurden erst unterbrochen, als sie unbeabsichtigt Shunsuis Blick auffing. Es brauchte einen Moment, bis der Wildfang wieder vollkommen in der Gegenwart angekommen war. "Ein Wettbewerb?" wiederholte sie, die Augenbrauen neugierig nach oben gezogen. Wollte er sie etwa gegeneinander ausspielen? Die Rivalität zwischen den Shiro und Sora Mädels war ihm garantiert nicht entgangen. Sie kicherte. Zu gerne würde sie die Chance nutzen, um die Rosahaarige platt zu machen, jedoch wollte sie dem Sora-Nin nicht direkt in die Karten spielen."Hmm, weißt du was? Das gefällt mir." erwiderte sie mit einem breiten Grinsen. "Aber wie war das doch gleich? Wir Mädchen halten doch zusammen! Also wieso nicht wir drei..." Sie nickte zu ihren weiblichen Kolleginnen "...gegen dich?" Mit diesem Vorschlag löste sich ein weiteres Problem, welches sie mit dem vorgeschlagenen Wettstreit hatte: Sie war denkbar schlecht in hau den Lukas. Sie bekam ja kaum den Hammer hoch! Doch für drei gegen eins eignete sich dieses Spiel nicht geeignet! Sie mussten also etwas anderes finden! Zwar musste sie dafür wohl oder übel mit ihrer Erzfeindin zusammen arbeiten, ihr blieb jedoch auch erspart, ihre lächerliche Muskelkraft zur Schau zu stellen.

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Natsu machte Hatsu ganz schön nervös. So richtig wusste er nicht, wie er mit dem Mädchen aus Shiro umgehen sollte. Sie schien aber fröhlich und offen genug zu sein. Vorher hatte Hatsu sie für die Klügere der beiden Shiro-Nin gehalten – und das war sie vermutlich auch –, aber jetzt, wo er hörte, wie sie so sprach, wirkte sie deutlich simpler. War das Absicht? Manipulation? Oder war sie wirklich so? „Ahh... Hatsune fände ich wirklich besser...“, antwortete er unsicher, als sich sein Gegenüber tatsächlich auf den Spitznamen einschoss. Natsu und Hatsu... Das war doch voll peinlich! Wie konnte sie das auch noch wollen?
So richtig funktionierte ihre Kooperation erst, als Hatsune aufwarf, dass sie als Mädchen ja quasi ein Team waren... und Chinatsu zustimmte! Die Augen der Nekoyami leuchteten auf. Das war das erste Mal auf dieser Mission, dass sie das Gefühl hatte, zu einem ihrer Begleiter dazu zu gehören, und ein Teil von ihr wollte sich unbedingt an dieses Gefühl klammern. „Ist das... dein Ernst?“, meinte sie leicht skeptisch, nicht wirklich gewillt, sich in eine Position zu bringen, in der sie sich quasi dazu bereit erklärte, verraten zu werden. Andererseits wirkte Chinatsu so ehrlich und entschlossen, dass es schwer war, an ihr zu zweifeln. Mit roten Wangen blickte die Pinkhaarige ihr in die Augen. „Also... du musst ihn nicht fragen... s-so wichtig ist mir das nicht... aber... aber wenn du das machen willst...“ Wenn die Hasekura gucken wollte, ob sie Kupplerin spielen konnte, würde Hatsune ihr da nicht in den Weg treten. Nicht, dass sie Interesse hätte oder so... Es ging höchstens darum, ihre Identität zu bewahren. Nichts weiter. Definitiv.
Als plötzlich das Hundemädchen mitten in diese wichtige und definitiv private Konversation herein hüpfte, zuckte Hatsune sichtlich zusammen und legte eine Hand auf ihr Herz, das fast stehen geblieben wäre. Die hatte sie nicht gehört, richtig? Es wäre so peinlich, wenn sie auch nur ein Wort gehört hatte! Vor Allem, weil die Rothaarige immer noch so feindselig war wie eh und je. Chinatsu kam aber schnell vor und nahm nicht etwa ihre Freundin, sondern Hatsune in Schutz. Ganz baff sah das Mädchen zu ihr auf und man konnte sehen, wie sich ihr Gesicht langsam aufhellte. „Ja! Ja, genau! Wir müssen zusammenhalten!“, nickte sie aufgeregt mit der Realisation, dass nicht nur ihre Identität als Mädchen sich damit gefestigt hatte, sondern dass die Weißhaarige sie ernsthaft unterstützte! Asami sah das natürlich anders, worüber die Nekoyami nur den Kopf schütteln konnte. Solange Natsu und Hatsu zusammenhielten, war es doch völlig egal, was die doofe Hundetussi dachte. „Fahr mal deine Krallen ein. Werden die nicht oft genug gestutzt? Wir arbeiten jetzt zusammen, ob du willst oder nicht, also können wir auch zusammenhalten. Richtig, Ch-... äh, Natsu?“

Was den Schwarzmarkt anging... Sie würde es im Leben nicht zugeben, vor Allem nicht nach dem, was sie zuvor gesagt hatte, aber tatsächlich war das nicht so die richtige Umgebung für sie. Für jemanden, der aus einem wohlhabenden Haushalt stammte und es gewohnt war, Regeln zu folgen und sich in den gesellschaftlich besseren Teilen Soragakures zu bewegen, war dieser heruntergekommene und ziemlich unsichere Ort alles andere als angenehm. Dazu kam, dass Shunsui es auch gleich wieder darauf anlegte, die beiden Kunoichi aus Shirogakure sehr direkt anzuflirten. Nur die beiden, um genau zu sein. „Hohlkopf...“, murrte Hatsu leise vor sich hin, während sie versuchte, ihre Augen davon abzuhalten, dauernd wieder zu ihm herüber zu huschen. Den Rest der Leute hier wollte sie aber auch nicht wirklich sehen. Asami war damit beschäftigt zu demonstrieren dass ihr Hund nicht mehr war als ein übergroßer Stuhl, der nicht halb so niedlich war wie die Katzen der Nekoyami und offenbar nicht den Respekt erwartete, dass man sich eben nicht auf ihn setzte, und die ganzen Gestalten, die sonst noch so über den Markt liefen, waren alle gruselig und beunruhigend. Und Natsu... Natsu war eigentlich ganz okay. Für ein Mädchen. Wenn sie Natsu ansah, fiel es Hatsune irgendwie schwer, etwas Schlechtes über sie zu denken – eine ungewohnte, aber willkommene Erfahrung. Das half aber wenig mit dem unwohlen Gefühl, das die Pinkhaarige hier die ganze Zeit verspürte. Auf diesem Markt befanden sich zu viele Personen, denen sie nicht vertrauen konnte, und abgesehen von dem sanften Gefühl von Yaris Fell, während der um ihre Beine strich, gab es Nichts, was sie gerade beruhigen könnte. Entsprechend dankbar war sie, als eine Ältere Frau ihr plötzlich Kekse anbot. Ohne zu Zögern schnappte sie sich einen davon und begann, daran zu knabbern, um ihre Nerven ein wenig zu beruhigen. Sie hielt den Keks auch ihrem Partner hin, der einmal kurz skeptisch daran schnupperte und sich dann entschied, selbst einen kleinen Bissen zu nehmen. Was auch immer da drin war schätzte Hari-Neko also als ungefährlich ein.

„Da möchte wohl jemand verlieren?“, meinte Hatsune verschmitzt, als Shunsui vorschlug, einen Hau den Lukas-Wettbewerb zu veranstalten. Ihr erster Instinkt war grundsätzlich, ihre eigene Dominanz zu zeigen... auch wenn sie bei genauerem Überlegen darauf kam, dass Hau den Lukas vielleicht nicht der beste Weg war, um das zu tun. Sie war zwar sportlich, aber das hieß nicht, dass sie die kräftigsten Oberarme hatte... anders als Shunsui, der sehr offensichtlich einen Wettbewerb gewählt hatte, in dem er den Vorteil hatte. Was für ein Angeber! Was fanden sie drei nochmal so gut an ihm...?
„Asami hat Recht!“, nickte die Nekoyami also überzeugt, auch wenn sie nicht erwartet hätte, diese Worte jemals auszusprechen. „Aber Hau den Lukas ist nicht wirklich für Mehrspieler geeignet... wir sollten schauen, dass wir etwas anderes finden.“ Interessanterweise hatte der Schwarzmarkt hier gar nicht mal so wenige davon, was Hatsune nicht erwartet hätte. Schwarzmärkte waren schließlich nicht das Gleiche wie Jahrmärkte. Aber es war vermutlich das gleiche wie Spielautomaten in Bars: Ein guter Weg, Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen und sie von ihren schlechten Entscheidungen abzulenken. Schussendlich blieb Hatsunes Blick an einer Bude hängen, die gerade für sie nach einer leichten Übung aussah. „Seht mal, da drüben ist Torschießen! Da kann man leicht Punkte zusammenrechnen!“ Fußball hatte dem vermeintlichen Mädchen schon immer gut gelegen, und in der Akademie hatte sie damit schon so manchem Jungen gezeigt, wo der Hammer hing. Jetzt war doch eine gute Gelegenheit, das noch einmal zu tun!

@Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui @Inuzuka Asami
 
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Hm. Ja, auch Natsu war damals durchaus auf ihre Kosten gekommen, das konnte die junge Frau gar nicht abstreiten. Die gelben Äuglein funkelten verräterisch, als sie den Blickkontakt von Shunsui erwiderte, der eine Wiederholung der Geschehnisse in Aussicht stellte und dann auf die Stelle an seinem Oberarm deutete, auf dem das bisher noch nicht weiter thematisierte Tattoo zu finden war. Da gab es eine Geschichte, die die Hasekura immer noch hören wollte und natürlich war sie sehr zufrieden, dass auch der Jirokou das nicht vergessen hatte. Und noch mehr gefiel ihr das kleine Spiel, das sich zwischen ihnen entwickelt hatte. Die meisten Männer, mit denen die 17-Jährige flirtete, konnte man dann doch sehr leicht aus dem Konzept bringen, wenn man ein bisschen... eindeutiger wurde. Dann war es amüsant, sie ein wenig an ihre Grenzen zu treiben, aber mehr auch nicht. Shunsui hingegen behauptete sich bisher ziemlich gut, was ihn unweigerlich interessanter machte als viele andere Männer, mit denen Chinatsu bisher zu tun gehabt hatte. Sie grinste auf sein Zwinkern hin und war mindestens genauso gespannt wie der Sora-Nin, wohin sie dieses Spiel noch führen würde.

Aber das war etwas für einen anderen Zeitpunkt. Shunsui machte den Vorschlag, dass man in einem Wettbewerb gegeneinander antreten könnte. Hm... Natsu hätte gar nichts dagegen gehabt, es den Bauarbeitern gleichzutun und einfach ein bisschen was zu trinken, aber sie ergab sich der Gruppendynamik. Hau den Lukas? Tzz. Chinatsu durchschaute den Jirokou, der bei der letzten Mission in Yugakure ganz gut gezeigt hatte, welche Muskelkraft in ihm schlummerte. Wollte er die Ladys etwa mit einer kleinen Kraftdemonstration beeindrucken und willig machen? Unglaublich, dieser Angeber! Natsu grinste belustigt, doch noch ehe sie etwas sagen konnte, grätschten Asami und Hatsune bereits dazwischen. Zur Überraschung der Kumo-Nin wechselte der zuvor eingeschlagene Kurs vollends, als die Inuzuka die Teams neu zuteilte: Die Damen gegen Shunsui? Und die Nekoyami gab Asami dabei auch noch Recht? Was war denn jetzt los?! Eben noch waren sich die Kolleginnen beinahe gegenseitig an der Gurgel gegangen und jetzt arbeiteten sie zusammen, um dem Jirokou eins auszuwischen? Natsus Mund öffnete sich einen Spalt breit, dann hoben sich ihre Mundwinkel verräterisch an. „Wow. So schnell ändern sich die Teamzusammenstellungen“, fasste sie zusammen und lachte amüsiert. Die gelben Äuglein huschten zu dem einzigen Mann in der Runde, gespannt, wie er auf diese Veränderung reagierte. Ob es ihn interessierte? Ob er darüber nachdachte, was genau den Zusammenhalt zwischen Hund und Katz plötzlich ausgelöst hatte? Naja, an sich war es auch egal, denn so oder so konnte es mit dieser Zusammenstellung nur interessanter werden. Hatsune suchte nach einer Alternative zu Hau-den-Lukas und deutete nach kurzer Suche auf einen Stand, an dem Torschießen angeboten wurde. Torschießen… das war sicherlich besser, um einen einigermaßen ausgeglichenen Wettbewerb zu haben. Und doch hatte Natsu kein Interesse daran, ihre Fähigkeiten auf diesem Schwarzmarkt bis ans Äußerste zu zeigen – sie fand es in Ordnung, unterschätzt zu werden, wenn es gerade nicht darauf ankam. Daher tippte sie sich ans Kinnd und zuckte dann mit den Schultern. „Ich kann es versuchen. Aber ich bin nicht besonders geschickt“, stellte sie in Aussicht, behielt allerdings das Lächeln auf den Lippen bei.

Gesagt, getan. Das Grüppchen ging hinüber zu dem Stand und sofort wurden sie von einem ziemlich hoch gewachsenen Mann mit kurzem Bart und dunkler Haut am Stand Willkommen geheißen. Die Spielregeln wurden aufgestellt: Jeder sollte nacheinander mit fünf Schüssen auf das Tor zielen, je nachdem, welches Loch man traf, wurden unterschiedlich hohe Punktzahlen vergeben. Es gab sogar Preise zu gewinnen! Aber das kam natürlich ganz darauf an, wie gut man sich beim Torschießen schlug. Kannte man irgendwie, oder? Natsu hörte nur mit einem Ohr zu, da sie ohnehin nicht vorhatte, sich besonders viel Mühe beim Treffen zu geben – selbst wenn sie Asami und Hatsune das natürlich nicht erzählte. Nachher wären sie noch enttäuscht, dass ihre hellhaarige Freundin nicht alles in ihrer Macht stehende tat, um Shunsui in die Pfanne zu hauen. Wie gut, dass beide nicht wussten, wie geschickt sich Natsu im Ernstfall durchaus anstellen konnte. „Ich mach den Anfang!“ Dann hatte sie es auch gleich hinter sich, oder? Die Hellhaarige positionierte sich an markierter Stelle und schoss – zweimal traf sie, dreimal prallte ihr Ball gegen die Wand des Tores. Okay, also damit war sicherlich klar, wer von ihnen den letzten Platz haben würde... Der Mann am Stand überreichte der Kumo-Nin eine kleine Rose als Trostpreis, damit auch jeder nochmal sah, wie sehr sie versagt hatte. „Hm. Sorry!" Als sie zurück zum Grüppchen trat, wandte sie sich zuerst an Asami und Hatsune. "Ich hab gesagt, ich bin nicht so gut darin… aber ihr seid bestimmt besser!“, Natsu rieb sich über den Hinterkopf und hob entschuldigend die Hände.
 
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Jirokou Shunsui

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Diese Entwicklung hatte Shunsui weder vorgesehen noch erwartet! Bei dem Anblick von Asami und Hatsune, die sich gegen ihn zusammenschlossen, hob er überrascht eine Augenbraue. Hatten sich die Beiden nicht bis vor Kurzem noch angekeift und wären am Liebsten an die Kehle der jeweils anderen gesprungen? So schnell ließ sich das Kriegsbeil also begraben, wenn man sich gegen eine Partei verbündete. *Frauen.*, dachte sich der Jirokou innerlich kopfschüttelnd. Eigentlich hatte er auf einen spannenden Wettbewerb zwischen Hund und Katze gezielt, doch er war niemand, der vor irgendeiner Herausforderung zurückschreckte. „Von mir aus.“, gab der junge Mann mit neutralem Gesichtsausdruck und Ton von sich, obgleich er sich innerlich bereits auf den Wettkampf freute. Den Vorschlag der Nekoyami quittierte er seinerseits lediglich mit einem kurzen Nicken. Hau den Lukas wäre wohl wirklich recht einseitig gewesen, das konnte man selbstverständlich keinen Wettbewerb nennen. Der Blondschopf bezweifelte, dass die Kraft der drei jungen Frau zusammengenommen seinen eigenen Kräften auch nur nahe kamen. Insofern war wohl Torschießen tatsächlich etwas, dass allen gegenüber fair war. Langsam folgte er dem Rest der Truppe zu besagtem Stand, wobei sein Blick auf Asami und Okami fiel. Bei ihrem Wiedersehen vorhin hatte die rothaarige junge Frau noch sehr beschämt und verwirrt dreingeblickt. Davon war nun nichts mehr zu sehen, wenn man einige ihrer offensiven und zweideutigen Aussagen bedachte. Der Fokus des jungen Mannes lag jedoch nicht bei ihr, sondern dem zweiten Teil des Duos – Okami. Dieser hatte den ihm zugeworfenen Keks gepackt, nur um ihn ihm sogleich wieder vor die Füße zu spucken, samt einer Beleidigung. Also hatte er doch recht gehabt und es stimmte etwas nicht damit. Gut, dass er ihn weggeworfen und nicht etwa gegessen hatte!

Schließlich wurden die Shinobi am Stand willkommen geheißen – immerhin versprachen sie zahlende Kundschaft zu sein und diese galt es immer herzlich zu begrüßen. Mit halbem Ohr lauschte der junge Mann den Erklärungen des Standbesitzers, die eigentlich selbsterklärend waren. Es gab eine Torwand mit mehreren Löchern, die jeweils unterschiedlicher Größe waren. Je kleiner das Loch, desto schwerer war es zu treffen, insofern gab es auch mehr Punkte. So weit, so gut. Den Anfang würde Natsu übernehmen und der Jirokou musste sich zusammenreißen, um den Blick von ihrem schwungvollen Gang abzuwenden. Innerlich schüttelte er den Kopf und ermahnte sich zu Konzentration! Es handelte sich zwar lediglich um einen Wettbewerb aus Spaß, aber der Chuunin war jemand, der sich gerne im Wettbewerb mit anderen maß. Und auch wenn seine ursprüngliche Absicht nicht gewesen war, selbst teilzunehmen, hatte sich das Ganze nun eben so ergeben. In der Hinsicht glichen sich er und Hatsune wohl mehr, als sie jeweils über den anderen vermutet hätten. Die Hasekura schnitt mehr schlecht als recht ab – zwei Treffer und drei Mal daneben. Die Mitleidsrose war ein Zeichen für ihr Abschneiden, was es nicht weiter zu kommentieren galt. Einen Kommentar konnte sich Shunsui jedoch nicht ganz verkneifen. Kaum hatte sich die weißhaarige Kunoichi zurück in die Gruppe begeben und sich bei ihren Mitstreiterinnen entschuldigt, sprach sich der Jirokou mit einem verschmitzten Lächeln an. „Also da habe ich dich doch geschickter in Erinnerung.“ Mehr nicht. Worauf er sich genau bezog, erläuterte er nicht näher. Möglicherweise hatte er ja das Bild vor Augen, wie die junge Frau anmutig in die heiße Quelle stieg. Oder aber er bezog sich auf den blutigen Kampf tief im Bergwerk, bei welchem er sich erinnerte, dass Natsu einen ihrer Gegner auf raffinierte Art und Weise ausgeschaltet hatte, indem sie sich unbemerkt angeschlichen und dem Typen anschließend die Luft zum Atmen geraubt hatte.

Nun aber musste Shunsui sich beweisen und er leerte seinen Verstand, um sich voll und ganz auf die Aufgabe vor sich zu konzentrieren. Abschätzig blickte er die verschiedenen Löcher in der Wand an und entschloss sich dafür, sich der größten Herausforderung zu stellen. Das bedeutete natürlich, dass er alle fünf Bälle durch das kleinste Loch schießen musste. Er atmete langsam ein und aus, während er die Augen schloss und all seine Konzentration auf die Aufgabe vor sich legte. Als er die Augen öffnete, war es soweit: Er hob den Fuß an und ließ ihn gegen den Ball prallen, der durch die Wucht des Schusses wie ein weißer Blitz von dannen schoss und durch das kleine Loch flog. Ein kleines Lächeln bildete sich auf dem Gesicht des jungen Mannes. *So weit, so gut.* Dann folgte der zweite Ball und auch dieser flog mit einer beinahe unmöglich scheinenden Geschwindigkeit durch das Loch. Nummer drei und Nummer vier folgten, sodass er eigentlich nur noch einen einzigen für die volle Punktzahl benötigte. Und hier machte ihm das Schicksal einen Strich durch die Rechnung, denn scheinbar trat er beim letzten Ball zu hart zu, sodass dieser platzte und die Überreste des Balls mit einem lauten Flatschen gegen die Torwand flogen und schließlich zu Boden gingen. So etwas Ärgerliches aber auch! Und in der Tat ärgerte sich der Chuunin darüber, dass er seine Serie so versaut hatte. Er würde wieder härter trainieren müssen, damit er seine Kräfte auch ja unter Kontrolle hatte. Schon wollte er mit einem eher mürrischen Gesicht zurück zur Gruppe treten, als ihm der Standbesitzer auch sogleich den Zweiten Preis übergab: Ein überdimensionaler gelber Bär mit einem roten Shirt, der einen Honigtopf in den Händen hielt. Verdattert hielt ihn der Jirokou in den Händen und gab sicherlich ein urkomisches Bild ab, was sich bestimmt auch auf seinem Gesicht widerspiegelte. Unschlüssig, was er nun tun sollte, schaute Shunsui in die Runde. „Will den jemand haben? Bei mir ins Zimmer passt er nicht ganz…“, gab er trocken von sich. Hoffentlich erbarmte sich wer und erlöste ihn aus dieser Situation!

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Fußball sollte es also sein. Der Wildfang hasste sowohl Ball- als auch Teamsportarten. Sie weigerte sich wehement, an diesen teilzunehmen und war daher denkbar schlecht darin. Aber immernoch besser als Kraftsport. Ein Wettrennen oder so wäre ihr eindeutig lieber gewesen. Doch letztendlich hielt sie die Klappe und nahm die Auswahl der Nekoyami mit einem leisen Murren hin. War ja schon mal gut, dass sie den Vorschlag überhaupt angenommen hatte. Vielleicht sah sie ja endlich ein, dass Asami die Clevere der Beiden war. "Gib einfach dein Bestes!" motivierte sie ihre Teamkollegin, die ehrlich gesagt eher weniger begeistert über den kleinen Wettstreit zu sein schien. Oder zumindest deutlich weniger als der Rest der Truppe. Letztendlich schoss sie ja doch zwei von fünf Toren, was die Rothaarige durchaus respektierte. "Gut gemacht, Natsu!" Mit einem breiten Grinsen streckte sie ihr die Hand entgegen, erwartete ein High Five. Wenn sie wollte, konnte sie ein Teamplayer sein, für gewöhnlich wollte sie aber eben nicht. Sie konnte sich nie sicher sein, ob sie sich vollkommen auf die anderen verlassen konnte. Nur auf ihre Ninken vertraute sich letztendlich. Hunde waren nicht so hinterhältig wie Menschen, sie waren stets ehrlich.
Als nächstes war Shunsui an der Reihe. Jetzt wurde es spannend! Wie würde er sich schlagen? Selbstsicher begab er sich zum Ball und ... der Erste ging rein. Dann der Zweite. Dann der Dritte. Und der Vierte. Oh Gott, wie sollten sie das noch schlagen können? Doch dann, ein Hoffnungsschimmer! Mit einem lauten Peng zerplatzte der Letzte und entlockte der Inuzuka damit einen kleinen Jubel: "Ha! Damit hast du verloren, ganz sicher!" Voller Elan sprang sie vom Rücken ihres Ninken, ein breites Grinsen zierte ihr Gesicht. Gerade wollte sie den Jirokou noch weiter niedermachen, als sie sah, welchen Preis er überreicht bekam. Es war ein quietschgelber Plüschbär. Die Augen des Mädels wurden groß und rund wie der Mond. Heilige scheiße, der war sowas von verdammt süß! Sie konnte ihren Ohren kaum trauen, als der Blonde ihn doch tatsächlich weggeben wollte. Das konnte doch nicht sein! Was ging in ihm vor, dass er diesen ultraniedlichen Teddy nicht haben wollte?! Ohne einen Augenblick zu verschwenden, rief sie laut: "Meins!" Sie krallte ihn sich und umschloss ihn fest mit den Armen. Das war nun ihr Schatz und wenn sie ihn die ganze Mission lang so tragen musste, dann sei es so! Sie konnte auch mit einem Kuscheltier in den Händen ein ernstzunehmender Shinobi sein. Jeder, der dies bezweifelte, bekam eins auf die Mütze! Da gab es nur ein Problem: Sie musste ihn absetzen, um richtig schießen zu können. Zögerlich und mit schwerem Herzen streckte sie ihn Okami entgegen. "Halt mal bitte. Aber sei sanft!" Er verdrehte die Augen und nahm das Teil übertrieben vorsichtig ins Maul. Die Olle hatte eindeutig einen Hammer. Sie hatte doch schon jemanden zum Kuscheln und zwar ihn! Missmutig kaute er ein wenig darauf rum. Hmm, gar nicht so schlecht! Die Rute des Ninken begann unweigerlich zu zucken. Im selben Moment, wie sein Frauchen zum Schuss ansetzte, warf er den Teddybären in die Luft und fing ihn freudestrahlend auf, schüttelte ihn wie hilflose Beute und grub die Fänge tief in das weiche Plüsch. Sein Schwänzchen tanzte nun ohne stillzustehen über seinen Rücken. Ein entsetztes Kreischen ertönte, dann ein lautes "DONK" und ein "FWUMP".
Da war es mal wieder, das Pech, das die Inuzuka mit voller breitseite erwischte. Nicht nur musste sie aus den Augenwinkeln mit ansehen, wie ihr geliebter, neuer Teddy als Spielzeug missbraucht wurde, sie verschoss sich dadurch auch gehörig. Der Ball prallte an der Plastikwand ab und kam schnurstracks zum Absender zurück. Gnadenlos und mit voller Wucht traf er sie gegen die Stirn und hinterließ einen kugelrunden, roten Abdruck. Vor lauter Schreck und weil sie überhaupt nicht wusste, worauf sie zuerst reagieren sollte, taumelte sie zurück und fiel auf den Hintern. "Au au au au ... Okami!" Aus dem schmerzgeprägten Wimmern wurde schnell ein wütendes Knurren. Mit einer Hand rieb sie sich die Stirn, mit der Anderen das Hinterteil als sie sich aufrappelte und zornige Blicke verteilte. "Du kleines Monster, du!" Nie konnte man diesen Rüden auch nur eine Sekunde aus den Augen lassen. Schockiert war dieser wie zu Eis erstarrt, ließ das Maul aufklappen und den vollgesabberten und getackerten Bären fallen. "Hnghghhh..." unzufrieden grummelnd starrte der Wildfang auf die restlichen vier Bälle, die zu ihren Füßen lagen. Immerhin konnte sie so ihre Wut herauslassen, ohne dabei andere Lebewesen (außer womöglich erneut sich selbst) zu verletzen. Den Dingern würde sie es zeigen! "Blöde Bälle!" Zack, der Erste landete im Loch. "Blödes Spiel!" Und noch einer. "Blöder Hund!" Der ging gehörig daneben. "Blödes Alles!" Und noch ein Toooor! Blindlings hatte sie auf die Bälle eingetreten, ohne Rücksicht auf Verluste. Sie hatte kaum einen Gedanken daran verschwendet, zu treffen. Und doch hatte sie mehrfach eingelocht? Sie konnte es selbst kaum glauben. Zwar hatte sie keines der kleinen Löcher getroffen, aber immerhin! "Ah ... na also. Jetzt geht es mir direkt wieder besser." Ihr Grinsen kehrte langsam in ihr Gesicht zurück und die vor Zorn zusammengezogenen Augenbrauen lockerten sich. Zwar war es noch ein weiter Weg, bis sie Okamis Gräueltat verzeihen konnte, doch immerhin war die Luft raus. Der arme, kleine Bär lag einsam und traurig auf dem Boden und sie traute sich kaum, ihn aufzuheben. Der Sabber hatte das weiche Fell total verklebt und an einigen Stellen quillte die Füllung hervor. Das würde eine ausführliche Wäsche und geschickte Hände verlangen. Seufzend packte sie ihn an seinem kleinen Honigtopf und klopfte den gröbsten Dreck ab. "Oh man..." Irgendwie würde sie das Ding schon wieder zu seinem ursprünglichen Glanz verhelfen. Schließlich war es - mehr oder weniger - ein Geschenk gewesen. Ihr Blick fiel wieder auf ihren Begleiter, welcher sich noch immer keinen Millimeter geregt hatte. "Jetzt darfst du ihn auch für den Rest des Abends tragen, aber wehe, er hat danach noch mehr Löcher!" Das Ganze klang zwar wie eine Strafe, doch die 17-Jährige hatte einfach keine Lust, das vollgeschlabberte Ding in den Händen zu halten. "Sorry Shunsui..."
Der Gewinn für ihre Leistung war eine Dose Seifenblasen. Sicherlich nicht weltbewegend, aber irgendwie machte es den Rotschopf doch ein wenig glücklich. Wie lange hatte sie schon keine Seifenblasen mehr geblasen? Doch das würde sie sich für später aufheben. Schließlich hatte einer von ihnen noch nicht sein Glück versucht. "Na los Hatsune, dann zeig mal, was du drauf hast." Einerseits hoffte sie, dass die Rosahaarige kläglich versagte, andererseits wollte sie auf keinen Fall gegen Shunsui verlieren. Wenn sie nicht mindestens drei normale Tore schoss, sah es schlecht aus. "Es liegt nun ganz alleine an dir, ob wir gewinnen oder nicht." Ein herausforderndes, fieses Schimmern lag in ihren Augen. Wie das kleine Mädel wohl mit dieser Verantwortung umging?

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Hatsune wurde bleich, als sie sah, mit welcher Selbstverständlichkeit Shunsui einen Ball nach dem anderen versenkte – und das auch noch im kleinsten der vier Löcher! Der einzige Grund dafür, dass er keine perfekte Punktzahl hinbekam, war, dass er mit seiner ganzen Kraft einen der Bälle im wahrsten Sinne kaputt trat! Was war das denn bitte für eine Maschine? Damit hatte er sechzehn von zwanzig Punkten und ließ ganz offen im Raum stehen, dass er locker den Rest auch noch hingekriegt hätte. „S-so ein Angeber...“, murmelte Hatsune mit knallroten Wangen, während ihre Finger nervös mit dem Saum ihres Kleides spielten. Sollten Männer nicht eigentlich schwach und gefügig sein? Warum dachte der Jirokou, dass er sich so aufspielen konnte? So starke, attraktive Männer durfte es doch eigentlich gar nicht geben!
Umso nervöser wurde die Nekoyami, als sie realisierte, dass ihre Teammitglieder totale Versager waren! Chinatsu schaffte gerade einmal zwei Tore, obwohl sie auf das größte Loch zielte, und spielte damit zwei magere Punkte ein, während Asami in ihrer Rage sechs Punkte für das Team erspielte. Wenn sie schon nicht auf die wirklich kleinen Löcher zielte, dann sollte sie doch wenigstens öfter treffen! Sie waren also bei lächerlichen acht zu sechzehn Punkten, als die Pinkhaarige das Spielfeld übernehmen sollte, und Asami machte Hatsune deutlich klar, dass sie jetzt voll und ganz dafür verantwortlich war, dass das Team gefälligst nicht verlor. „M-musst du grad sagen...“, entgegnete das Katzenmädchen ziemlich schwach, während sie sich von den Erwartungen förmlich erdrückt fühlte. Dafür war sie über ihren Schatten gesprungen und hatte sich mit der Tussi verbündet, die ihren dummen Hund nicht unter Kontrolle hatte? Jetzt stand sie vor diesem Tor und musste in fünf Schüssen neun Punkte sammeln! Damit war das übergroße Tor für einen Punkt schon einmal außen vor, und ganz ehrlich, das kleinste für vier Punkte war es auch nicht wert. Dafür musste sie dreimal treffen, und das war bei der Größe schon gewagt – da passte der Ball ja gerade so durch! Das große Wunderkind Shunsui mochte keine Probleme damit haben, aber die Chance, dass die Nekoyami da traf, war ziemlich gering. Drei von Fünf Schuss konnte sie nicht garantieren. Abgesehen davon... wenn sie dreimal die drei Punkte traf, hatten sie ebenfalls gewonnen, und da standen die Chancen ein bisschen besser, auch wenn es immer noch riskant war. Der sicherste Weg wäre vermutlich, das gleiche Loch zu nehmen, auf das Asami gezielt hatte. Bei der Größe war sich Hatsune ziemlich sicher dass sie – anders als die Inuzuka – auf jeden Fall fünf von fünf Schüssen versenken konnte. Das wären zehn Punkte, also genug für den Sieg. Gut, damit stand der Plan wohl fest.

„Pass mal auf, Asami. Ich zeig dir mal, wie Profis das machen!“, meinte das überhebliche Mädchen, die Hände in die Hüften gestemmt, und nahm ein wenig Abstand zum Ball. „Ich nehm das gleiche Tor wie du und statt drei versenke ich fünf!“ Anders als die Amateure vor ihr nahm sie ein Stück Anlauf, lief in einer leichten Kurve auf den Ball zu, ehe sie ihn mit der Seite ihres Fußes voll erwischte und mit ihrer ganzen Kraft auf das Tor zu beförderte. Mit einer schwungvollen Drehung landete der Ball perfekt in seinem Kreis, wie es sich gehörte, und zauberte der Torschützin ein Grinsen aufs Gesicht. Das Gefühl war ein anderes, als wenn man auf ein richtiges Tor schoss, wo der Torwart die einzige Begrenzung war, aber in der Größenordnung sollte sie das auf jeden Fall hinbekommen! Erneut nahm sie Anlauf, doch diesmal strauchelte sie ein wenig. Jetzt, wo sie sich bewegte, fühlte sich ihr Kopf plötzlich ein wenig schwummrig an. Lag das an dem ganzen Druck? Der Aufregung? Oder hatte sie etwas Falsches gegessen? Eigentlich ja nicht... Den Gedanken abschüttelnd schoss das Mädchen den Ball, der zielsicher auf das Loch zuflog – nur leider ein bisschen zu hoch. Der obere Teil des Balls streifte die Torwand und anstatt noch hindurch zu gehen, verlor die Kugel gerade genug Momentum, um wieder nach außen zu fallen. Geschockt sog Hatsune scharf die Luft zwischen ihren Zähnen ein. Das war kein Treffer! Sie hatte ernsthaft das total leichte Zwei-Punkte-Tor verfehlt!
Mit rot angelaufenen Wangen stellte sie sich wieder auf. Okay, kleiner Fehler. Das passierte. Jetzt konnte sie sich die Zweier-Strategie leider nicht mehr leisten. Wenn sie ihre nächsten zwei Bälle in der Drei versenkte, dann waren sie mit Shunsui gleichauf, und dann konnte sie als letztes das riesige Ein-Punkt-Loch in Angriff nehmen. Das konnte sie gar nicht verfehlen! Einmal tief durchatmend lief sie wieder vor, richtete ihren Fokus auf das zweitkleinste Loch und traf. In der Größenordnung konnte sie die Zielgenauigkeit aber nicht aufrecht erhalten – der vierte Schuss schlug neben dem Loch mitten auf die Wand ein und prallte ab.

„Nein, nein, nein... das darf doch nicht wahr sein...“
Mit zitternden Fäusten stand Hatsune da, blickte geschockt auf die Wand. Jetzt hatte sie nur fünf Punkte gemacht und nur noch einen Schuss übrig! Fünf Punkte... das war weniger als Asami! Das ging doch nicht! Und was noch viel schlimmer war: Wenn sie jetzt noch einmal drei Punkte machte, dann waren sie mit Shunsui nur gleichauf. Sie musste auf die Vier zielen, wenn sie noch gewinnen wollte, und die würde sie vermutlich nicht einmal treffen, wenn ihr weniger schwindlig war als jetzt gerade. Ernsthaft, was stimmte nicht mit ihr...?
„... die Vier treffe ich im Leben nicht...“, murmelte sie vor sich hin. „Aber... die Drei kann ich schaffen... Dann verlieren wir wenigstens nicht...“ Das war jetzt die Frage. Wollte sie sich wirklich mit einem realistischen Unentschieden zufrieden geben? Oder wollte sie hoch pokern in der Hoffnung auf den Sieg?
Die Frage war von Anfang an irrsinnig. Für Nekoyami Hatsune gab es nur eine Antwort.

„Nimm das!“

Mit vollem Schwung und wütenden Augen schoss sie den Fußball direkt auf das Kleinste der vier Löcher, die scharfen Zähne zusammenbeißend, innerlich alle Hunde und Angeber im näheren Umkreis verfluchend. Man konnte richtig hören, wie das obere Ende des Balls den Rand des Lochs streifte, aber diesmal ging er durch! Sie hatte tatsächlich getroffen! Neun Punkte! Und dafür bekam sie als Preis sogar... „... einen... einen Plüschhund?“ Schwer atmend und mit rotem Kopf stand sie da, ihre großen, ungläubigen Augen auf das kleine Kuscheltier in ihrer Hand gerichtet. Nicht nur war das winzig im Vergleich zu dem, was Shunsui bekommen hatte (mit sieben Punkten mehr), es war auch noch ein Hund! Das musste doch ein Scherz sein! Halbherzig blickte sie auf und ihr Blick traf auf den ihres Kollegen aus Sora. Unweigerlich ging sie auf ihn zu, bis sie vor ihm stand. Jetzt gerade, in diesem Moment, konnte sie wirklich spüren, was für Gefühle ihr bei seinem Anblick aufkamen...
„Ha! Ich hab's dir doch gesagt! Du hast sowas von verloren!“ Lachend vor triumphaler Freude drückte sie dem Hünen ihren Preis in die Hand – den konnte er gern behalten. „War doch klar, dass ein Mann keine Chance hat gegen... gegen...“
War es eigentlich normal, dass die Welt sich so drehte? Eine Hand an ihren Kopf legend taumelte Hatsune ein paar Schritte zur Seite, ehe sie es schaffte, sich auf dem Tresen der Schießbude abzustützen.
Irgendwie fühlte sie sich gerade nicht so gut...

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Natürlich schlug Natsu sofort ein, als Asami ihr nach der Rückkehr einen ordentlichen High-Five anbot. Die Hellhaarige grinste, denn auch wenn sie sich nach dieser Aktion als miserable Fußballspielerin geoutet hatte, wurde durch die Geste der Inuzuka wieder klar, dass man sich auf sie als Freundin einfach immer verlassen konnte. Unerwarteter traf sie da der Kommentar des Jirokou, der mit einem verschmitzten Grinsen anmerkte, dass er sie geschickter in Erinnerung gehabt hätte. Ah, stimmte. Shunsui hatte schon ein bisschen mehr davon gesehen, wie sich die Origami-Userin in Aktion schlagen konnte, wenn sie denn wollte. Das hatte sie nicht bedacht. Chinatsu drehte sich daher nur halb zu dem jungen Mann, legte eine Hand an die Lippen und grinste kurz ertappt. „Hm. Ich würde sagen, in manchen Lebenslagen bin ich geschickter als in anderen.“ Sie zwinkerte ihm zu, doch dann ging der ganze Wettkampf auch schon weiter. Zuerst trat der blonde Sora-Nin an und haute einen Ball nach dem nächsten in das kleinste Loch der Torwand. Ehrlich gesagt verwunderte es die Hasekura nicht, dass Shunsui mit jedem Schuss die volle Punktzahl einsammelte. Als er mit seinem letzten Schuss nur nicht traf, weil er zu viel Kraft hineinsteckte und den Ball zum Platzen brachte, war das eigentlich der perfekte Abschluss und passte so perfekt in das Bild, das die Hellhaarige bisher von dem Kollegen gewonnen hatte, dass sie doch leise kichern musste. Asami wartete nicht lange und sprang bereits nach vorne, um Shunsui niederzumachen, doch als sie das riesige Kuscheltier sah, das er als Preis überreicht bekam, änderte sich die Stimmung schlagartig. Die Rothaarige stand auf riesige Teddybären? Natsu lachte, war das immerhin eine Seite ihrer Freundin, die sie so noch nicht gekannt hatte. Okami schien aber deutlich weniger begeistert von dem Gewinn zu sein und so nahm das Unheil seinen Lauf: Der Ninken zerbiss den Bären, bis die Füllung herausquoll und brachte die Inuzuka damit so aus der Konzentration, dass der erste Schuss gegen die Torwand danebenging. Aber hey, danach traf Asami in ihrer Wut auf Okami tatsächlich noch dreimal, was Natsu ein anerkennendes Pfeifen entlockte. Jetzt fehlte nur noch Hatsune, der sofort klargemacht wurde, dass der Sieg der Frauen nun ganz allein von ihrer Leistung abhing. Wie die Jüngste der Gruppe mit dieser Verantwortung wohl umging? Die Hasekura selbst war nicht gerade Feuer und Flamme für den Wettkampf, aber natürlich entging ihr nicht, dass das bei den Kolleginnen und dem Kollegen anders war. Neugierig musterten die gelben Äuglein daher die Nekoyami, die überheblich die Hände in die Hüfte stemmte und dann in Position ging und Anlauf nahm. Oh! Schwankte die Rosahaarige etwa? Natsu blinzelte, als dann auch noch der erste Schuss danebenging, hoben sich ihre Mundwinkel wissend an.

Die Hasekura hatte natürlich ebenfalls ihren Keks probiert und sofort einen Beigeschmack bemerkt, der ihr… irgendwie bekannt vorkam. Und dann hatte sich ein Verdacht in ihr breitgemacht, der sie als Missionsleiterin nicht nur hätte alarmieren, sondern durch den sie die Kolleginnen und den Kollegen auch sofort von dem Verzehr hätte abhalten sollen. Wie es eine verantwortungsbewusste Missionsleitung eben tat. Was hatte Natsu also getan? Na, natürlich stumpf den restlichen Keks auch noch vertilgt und den Verdacht für sich behalten. Immerhin sollte es ja lustig werden, nicht?

Es verwunderte die 17-Jährige deshalb nicht, als der schmächtige Körper der Sora-Kunoichi wankte und sie nicht annähernd das Ergebnis erzielte, das sie offensichtlich von sich erwartet hatte. Auch Natsu bemerkte, dass sich ihre Wahrnehmung veränderte und das Lachen, das ihr beim Anblick des überreichten Plüschhundes entwich, war noch deutlich lauter und indiskreter, als ohnehin schon. Die Hasekura hielt sich den Bauch und rang nach Atem, obwohl sie gar nicht so genau wusste, warum genau sie den Anblick von Hatsune mit dem Plüschhund und ihre Empörung darüber so extrem lustig fand. Sie hielt sich sogar an Asami fest, um nicht vor Lachen umzukippen. Hatsune war mittlerweile zu ihrem Kollegen geschritten und drückte ihm mit einem triumphalen Ausschrei den Plüschhund in die Hände. Natsu riss begeistert die Hand in die Höhe. „Ja, gib’s ihm, Hatsu!“, feuerte sie die Jüngste der Runde an und strich sich dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, die Lachtränen aus dem Augenwinkel und rang sichtlich nach Luft. „Oh man. Der Wettkampf war noch viel lustiger, als gedacht. Das können wir öfter machen!“ Grinsend sah sie zur Inuzuka, die hoffentlich genausoviel Spaß hatte und löste sich von ihr, als sie sich wieder sicher auf den Beinen fühlte. Dass es Hatsune gar nicht gut ging und sie sich sogar auf dem Tresen der Schießbunde abstützen musste, bemerkte die Hellhaarige gar nicht. Ihre Wahrnehmung war… ein wenig eingeschränkt. Naja, noch eingeschränkter als ohnehin schon. Stattdessen schritt die Hellhaarige nun ihrerseits auf dem Jirokou zu, packte ihn am Kragen und zog ihn mit einem kräftigen Ruck zu sich herunter – allerdings hielt sie kurz vor seinem Gesicht an und grinste ihm breit entgegen. Hatte er etwa was anderes erwartet? „Schade, dass du keinen der Kekse gegessen hast. Das hätte ein ziemlich… lustiger Abend werden können.“ Ah? Ein Indiz für den Jirokou? Natsu war zumindest noch soweit bei Verstand, dass sie den Blonden nicht vollkommen ahnungslos bleiben lassen wollte. Aber dieser kleine Moment war so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war und stattdessen überließ sich die Hasekura einfach den Emotionen, die sie gerade so hatte. Und die… waren plötzlich ziemlich eindeutig. Sehr eindeutig sogar. Sie ließ Shunsui los, drehte sich im Kreis und ging plötzlich einfach weg. Ja, Natsu ging, ohne überhaupt groß darauf zu achten, dass es nicht sonderlich sinnvoll war, sich auf diesem Schwarzmarkt einfach aufzuteilen… „Hab Hunger!“, rief sie noch laut und deutlich ihre Gefühlslage in die Gegend, während ihre Füße sie davontrugen. „Zieh die Damen nicht gleich mitten auf dem Markt aus, sei so gut!“, ergänzte sie, ohne sich umzuwenden oder klarzumachen, wen oder war sie damit eigentlich meinte. Einige Leute drehten sich entsprechend irritiert zu der lauthals herumbrüllenden Gestalt, die Natsu gerade war, herum und konnten gar nicht mehr ausmachen, wen sie damit eigentlich meinte. Und dann vermischte sich die Hellhaarige auch schon in der Masse an Leuten.

Sollte man nach der Hasekura suchen, würde man sie an einem Stand finden, in dem sie sich ein typisches Gericht der Kurogischen Küche reinschaufelte – den legendären Doneru Kebabu, mit extra Zwiebeln. In XXL-Größe. Und dabei im intensiven Gespräch mit unzähligen Bauarbeitern, die sich ebenso diese kulinarische Delikatesse auf dem Schwarzmarkt gönnten und natürlich gerne mit der auffälligen Kunoichi ins Gespräch kamen, die sie bereits auf dem gesamten Weg durch die Wüste begleitet hatte. Das laute Lachen der Hasekura war ziemlich durchdringend und unverkennbar – man würde es wohl auch von Weitem aus dem Trubel auf dem Schwarzmarkt heraushören können.


@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Jirokou Shunsui
 
J

Jirokou Shunsui

Guest
Dafür, dass Asami gerade noch über ihn hergezogen und ihm unter die Nase gerieben hatte, dass er verloren hatte, war sie kurioserweise die erste, die den überdimensionalen Plüschbären für sich beanspruchte. Aber das war Shunsui relativ egal, da es ihm mehr als recht war, dass er das große Kuscheltier abgeben durfte – andernfalls hätte es wohl seinen Weg in den nächsten Mülleimer gefunden oder wäre im Zimmer „vergessen“ worden. Das wäre wahrscheinlich besser gewesen, als den übergroßen Teddybären dem Hund der Inuzuka zu überreichen, der sofort damit anfing zu spielen. Und mit spielen meinte der Hund wohl, dass er den Teddy wie eine Beute behandelte und seine Fänge tief in dessen Fell graben musste. Dieser Anblick entging wohl auch nicht Asami, die ihn aus den Augenwinkeln heraus bemerkte, was dazu führte, dass ihr Schuss daneben ging, von der Torwand abprallte und ihr wieder mit voller Wucht ins Gesicht flog. Nicht nur, dass der Rotschopf von den Füßen gerissen wurde und hinfiel, sie rappelte sich sofort wieder auf und schimpfte ihren tierischen Begleiter aus. Das Ganze wirkte urkomisch, sodass der Jirokou sich nicht halten und laut loslachen musste. Oh man ey, was für eine Truppe! Anders als erwartet, wirkte sich diese Tirade und der Zorn der jungen Frau nicht negativ auf ihre Fertigkeiten auf, da sie sogar drei von fünf Toren traf – damit hätte er nicht wirklich gerechnet. Andererseits hatte er es selbst oft genug am Leib erfahren, dass Zorn und Hass großartige Motivatoren sein konnten, wenn man sie einzusetzen vermochte und sich nicht von ihnen kontrollieren ließ. Die Seelenspiegel blickte den Wildfang an, als sie sich bei ich für den Zustand des Teddybären entschuldigte. Innerlich belustigte ihn diese Situation, denn es hätte ihn nicht wirklich weniger kümmern können, was mit dem Plüschtier passierte. Und selbst wenn Asami diesen vor seinen Augen in Brand gesteckt hätte, wäre es wohl zu keiner größeren Reaktion als einem gleichgültigen Schulterzucken gekommen. „Kein Ding, er gehört ja jetzt dir.“, sprach er ihr also zu und zuckte mit den Schultern. Den Teil von in Brand stecken sollte er aber wohl lieber für sich behalten, das wäre jetzt eher weniger angebracht, oder?

Nach dem Peptalk von Asami, musste nun die Nekoyami abliefern. Shunsui war schon ganz gespannt darauf, wie sich die junge Frau schlagen würde. Sie hatte keinen schlechten Eindruck nach ihrer kleinen Jogging-Session auf ihn hinterlassen, sodass er nun einen Hauch von Vorfreude verspürte, wie es um ihr Geschick aussah. *Zumindest spuckt sie große Töne.*, stellte der Blondschopf fest, als er den Kommentar zur Inuzuka mitbekam. Anders als bei Asami oder Natsu konnte auch ein Laie erkennen, dass Hatsune das nicht zum ersten Mal tat und recht professionell an die ganze Sache herantrat. Der erste Schuss ging meisterhaft rein, doch der Zweite ging daneben. Der Dritte traf wiederum, aber der Vierte prallte wieder ab. Jetzt wurde es interessant! Ob die schwankende Nekoyami überhaupt in der Lage wäre, das kleinste Loch zu treffen? Natürlich hatte der Blondschopf auch mitgezählt und wusste, dass sie bei einem Treffer in das 3er-Loch gleichziehen würden. Bei den großen Tönen, welche das pinkhaarige Mädchen von sich gegeben hatte, tendierte der junge Mann aber, dass sie sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben und alles auf eine einzige Karte setzen würde. Tatsächlich musste sich der Chuunin geschlagen geben, denn der Nekoyami war es gelungen, das kleinste der Löcher zu treffen und damit in der Gesamtpunktzahl an ihm vorbeizuziehen. Aus dem wohl gleichen Hund, aus welchem er den Plüschteddy abgedrückt hatte, überreichte ihm Hatsune ihrerseits den Plüschhund, nachdem sie sich vor ihm aufgebaut und in triumphaler Freude ihren Sieg verkündet hatte. „Danke, das wäre doch nicht nötig gewesen.“, teilte er ihr trocken als Reaktion auf den Plüschhund mit. Dann würde er ihn gleich an Asami weitergeben, die sicherlich keinem Plüschhund widerstehen könnte. Begleitet von Natsus wieherndem Gelächter, nickte Shunsui seiner Kollegin schließlich zu. „Gut gemacht.“, antwortete er ihr kurz und knapp. Sicher, individuell hatte er sie alle geschlagen, aber hierbei hatte es sich um einen Teameinsatz gehalten und nach diesen Regeln hatte er verloren. Der Blondschopf war niemand, der seine Leistung in ein besseres Licht durch irgendwelche Ausreden rücken wollte. Verloren war verloren, diese Tatsache hatte er ganz alleine sich selbst und seiner Leistung zuzuschreiben. Und das galt es angemessen anzuerkennen.

Leider wurde der Sieg der Damen durch ihren aktuellen Zustand überschattet, der sich unterschiedlich auf jede einzelne von ihnen auswirkte. Asami schien noch recht normal zu wirken, was man über die Hasekura nicht wirklich sagen konnte. Die weißhaarige Kunoichi konnte sich vor Lachen kaum halten. Hatsune hingegen taumelte etwas umher, ehe sie sich am Tresen der Schießbude abstützte, was darauf schließen ließ, dass es ihr nicht wirklich gut ging. Langsam schritt Shunsui auf sie zu und legte ihr die Hand an die Stirn, während er ein Jutsu zur Untersuchung wirkte. Shinsatsu no Jutsu. Sogleich erkannte er wohl auch den Grund für ihren Schwindel, denn es befanden sich einige Substanzen in ihrem Körper, die diesen durcheinander brachten. Nichts wirklich gefährliches, aber für einen ungeübten Konsumenten natürlich einschlagend genug. Ehe sich der junge Mann den beiden anderen Frauen zuwenden und sich bei ihnen nach ihrem Gesundheitszustand erkundigen konnte – immerhin wollte er keinen Babysitter für die drei spielen – war auch schon Natsu an ihn herangetreten. Direkt und offensiv wie eh und je, packte sie ihn am Kragen und zog ihn zu sich herunter, wobei sie kurz vor Kontakt ihrer Gesichter innehielt und ihn lediglich angrinste. Nachdem sie so etwas Ähnliches bereits in der Schlange vor den Toren Yugakures abgezogen hatte, war er nicht halb so sehr überrumpelt wie damals und er hätte es der Hasekura aufgrund ihrer Art und ihres Wesens durchaus zugetraut, ihn hier einfach vor versammelter Mannschaft zu küssen. Stattdessen offenbarte sie ihm jedoch, dass die Kekse wohl für das veränderte Verhalten der Frauen der Truppen verantwortlich war. Und nicht nur das, es hätte auch ein ziemlich lustiger Abend werden können. Das Gesicht der jungen Frau war so nah, dass er sogar ihren Atem auf seiner Haut spüren konnte – dabei konnte der Chuunin von Glück sagen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Doneru Kebabu zu sich genommen hatte, andernfalls hätte es höchstwahrscheinlich eine andere Reaktion gegeben. Ein kleines Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht, während sich seine linke Augenbraue hob. „Lustig kann er immer noch werden, außer … es ist jetzt schon Zeit für die Haia für dich.“, erwiderte er mit einem Hauch von Spott. Die folgende Reaktion der Hasekura zeigte jedoch, dass jetzt Zeit für etwas Anderes war: Essen. Dabei vertönte sie das wieder in einer Lautstärke, als ob sie Dutzende Meter auseinander stünden. Man erinnere sich, dass sich die vier Shinobi mitten auf einem vollen Schwarzmarkt befanden. Wie passend also, dass ihm die weißhaarige Kunoichi noch nachrief, dass er die Damen nicht gleich ausziehen sollte. Oh man, das war wiederum etwas peinlich, denn plötzlich legten sich alle Augenpaare im Umkreis auf ihn.

Das wiederum lockte einige Gestalten auf den Plan, mit weniger noblen Ansichten. Doch eines nach dem Anderen. Nachdem Shunsui Natsu einen kurzen Augenblick hinterher geschaut und beobachtet hatte, wie sie in den Menschenmassen verschwunden war, drehte er sich zur pinkhaarigen Kunoichi um. Wie gesagt, war er nicht wirklich in der Stimmung hier den Babysitter zu spielen, weshalb es für sie zumindest Zeit war, zurück ins Hotel zu gehen. Asami mochte mitkommen oder sich ihrer Teamkollegin anschließen, das war fürs Erste ihre Entscheidung. „So, ich glaube, dass für heute Feierabend ist.“, sprach er der Nekoyami zu und machte einen Schritt auf sie zu. Auf halbem Wege wurde er jedoch durch eine Hand aufgehalten, die sich auf seine Schulter legte. Überrascht drehte sich der Blondschopf nach links und erkannte einen Mann mit abgewetztem Gesichtsausdruck, ungepflegtem Bart und blutunterlaufenen Augen. Hinter ihm hatte sich eine Handvoll weiterer Gestalten versammelt, die keinen sympathischeren Eindruck auf ihn hinterließen. Und wenn man noch bedachte, dass viele Leute einen großen Bogen um diese Truppe machte, konnte man davon ausgehen, dass sie hier keinen gutmütigen Vorzeigebürger vor sich hatten. „Digger, ihr wollt doch net schon heim. Bleibt doch noch! Die erste Runde geht auf uns. Ich bestehe darauf.“ Bei den letzten Worten packte er den jungen Mann fester an der Schulter und schielte begierig auf Asami und Hatsune. Alles klar. Ohne das Gesicht zu verziehen, nahm der Chuunin die Hand des Anderen mühelos mit seiner eigenen von seiner Schulter und drückte einmal fest zu, was in einem lauten Knacken und schmerzerfüllten Aufheulen dieses Typen resultierte. „Verpiss dich und fass mich nie wieder an.“, drohte ihm Shunsui und wandte sich schließlich von ihm ab und trat zu Hatsune. Schnell hatte er die träge wirkende Katze vom Boden geholt und sie in die Arme der Nekoyami gelegt, ehe er das Doppelpack schließlich in seinen Armen trug. Unter dem Einfluss irgendwelcher Substanzen wäre es wohl das Schnellste, wenn er sie einfach ins Hotel trug. Gerade wollte er sich bei der Inuzuka zu ihrem Vorhaben erkundigen, als sich ein weiterer Vagabund mit einem hölzernen Schläger von hinten näherte, und dieses mit voller Wucht auf den Hinterkopf des Jirokou niedersausen ließ. Mit einem lauten Knacken und Splittern brach der Holzschläger entzwei, während sich Shunsuis Kopf lediglich zwei, drei Zentimeter durch den Aufprall bewegte. Verdattert schaute der widerwärtige Kerl auf seinen zerbrochenen Schläger, während das zweite Teil klappernd zu Boden ging. Der Blondschopf hielt als Reaktion darauf kurz inne, als ob er gerade gedanklich durchging, ob das wirklich gerade geschehen war, ehe er sich bückte und Hatsune wieder von seinen Armen ließ und sie Asami und Okami übergab. „Dauert nicht lange.“, sprach er mit einem kleinen Lächeln auf seinem Gesicht zu den Kunoichi und drehte sich schließlich zu diesen Kleinkriminellen um.

Sogleich wurde jemand mit gebrochenem Kiefer mehrere Meter durch die Luft geschleudert und landete in der Menschenmasse. Das Chaos nahm seinen Lauf …

@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu
 
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