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Kurogi

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Als ihre Kollegin sie plötzlich an der Schulter griff und vor Lachen kaum noch Luft bekam, konnte die Rothaarige nicht anders, als ebenfalls loszuprusten. Aus einem leisen Kichern wurde schnell ein herzhaftes Lachen. Verzweifelt wischte sie sich die Tränen aus den Augenwinkeln, aber sie konnte einfach nicht aufhören. "Ja man, lass mal öfter machen!" Sie konnte die Pinkhaarige noch immer kein bisschen leiden und gönnte ihr das blöde Geschenk von ganzem Herzen, aber nichtsdestotrotz hatte sie ihnen den Sieg beschert. Und gewonnene Wettbewerbe waren einfach die besten Wettbewerbe. Gerade wollte sie lautstark verkünden, dass Hatsune vielleicht doch nicht so nutzlos war wie gedacht, da fing diese schon das Taumeln an. "Häh, was is'n mit dir jetzt falsch?" Die Jüngere stützte sich auf dem Tresen der Bude ab und schien offensichtlich Schwierigkeiten zu haben. "Hör mal, das is echt nicht der beste Ort, um jetzt irgendwie abzukratzen, das weißte schon, oder?" Mit dem Ellenbogen stieß der Wildfang sie in die Seite um zu sehen, was da für eine Reaktion kam. Für gewöhnlich hätte sie sicherlich mitfühlender reagiert aber momentan war sie irgendwie nicht ganz sie selbst. Ihre Laune war zu gut, um sich wirklich Sorgen zu machen. Sie lehnte sich neben der Sora-Nin gegen den Tresen und sah hinüber zu Shunsui und Chinatsu, die aussahen, als würden sie gleich rumknutschen. "Boahh Natsu, vergiss mal nicht, dass ich mit dir im Zimmer penn! Wenn ihr eure schweinischen Spielchen irgendwo spielen wollt, dann überall, aber nicht bei uns im Zimmer! Ihr seid's echt ekelhaft!" Sie hielt sich die Hand vor den Mund und bließ die Backen auf um so zu tun, als müsse sie sich gleich übergeben. Aus irgendeinem Grund war sie nicht einmal eifersüchtig, sie fand es einfach nur urkomisch.
Doch kaum hatte sich die Hellhaarige auf der Suche nach etwas Essbarem verzogen, wurde die Situation schlagartig ernst. Eigentlich hatte die Inuzuka vorgehabt, ihrer Freundin nachzulaufen, denn auch sie konnte durchaus was zu Futtern vertragen. Doch es war klar, dass es hier ganz schnell sehr spaßig werden würde. Es lag Spannung in der Luft. Und das konnte sich der Wildfang auf keinen Fall entgehen lassen. Das Gegröhle der Hasekura hatte die Aufmerksamkeit der falschen Leute erweckt. Diese kamen nun aus den Schatten gekrochen und warfen ihre gierigen Blicke auf die zwei jungen Mädchen, Shunsui hingegen schien ihnen eher im Weg zu sein. Neugierig beobachtete sie, wie er problemlos aus einem der Kerle Kleinholz machte, dann mit der Nekoyami in den Armen zu ihr kam. "Menno, trägst du mich auch in den Armen, wenn ich umkippe?" Sie zog einen übertriebenen Schmollmund, erst dann erkannte sie, dass sich einer der Fieslinge von hinten angeschlichen hatte und volle Kanone mit einem Knüppel auf den Blonden einschlug. Diesem schien dies jedoch kaum etwas auszumachen. Der Kerl hatte es echt drauf! Da packte einen ja direkt die Kampfeslust! Stattdessen stellte er jedoch die benommene Nekoyami bei ihr ab und stürzte sich wieder ins Gefecht. "Man, du scheinst ja echt Spaß dabei zu haben, den Helden zu spielen, Shushi." kommentierte Asami, stämmte dabei ihre Hände in die Hüften. "Aber ich bin echt kein Babysitter. Da musste dir wen Anderen suchen, klaro?" Hätte sie lange Ärmel getragen, hätte sie diese nun hinter gekrempelt. Stattdessen band sie sich bloß ihre Haare zu einem losen Zopf zusammen. Ihr Einsatz kam sogar schneller als gedacht, denn bevor sie sich selber ein Opfer suchen konnte, hatte ihr auch schon jemand die Hand an den Hintern geklatscht. Mit einem schiefen Grinsen blickte sie über die Schulter, direkt in das dreckige Gesicht eines mittelalten Mannes. Zeit ein bisschen zu spielen! Sie machte auf dem Absatz kehrt, packte den Kerl am Schlips und zog ihn auf ihre Höhe herab. "Soso, du bist also einer der Süßen, die mich gerne ausziehen würden, hm?" Sie kicherte gespielt, bevor sie fortfuhr: "Na gut, wieso nicht? Aber es gibt da eine kleine Sache, die du beachten musst." Der Gesichtsausdruck des Perverslings war überrascht, vermutlich hatte er selber nicht erwartet, dass seine Aktion Erfolg hatte. Doch er hatte sich zu früh gefreut. "Vorher musst du mich im Kampf besiegen, Arschloch!" Mit einem Ruck zog sie das Gesicht des Typen nach unten, wo bereits ihr Knie wartete, um ihm die Nase zu brechen. Der Rotschopf war alles andere als kräftig, doch auch sie hatte so ihre Tricks. Das war schließlich nicht das erste Mal, dass sie sich selbst verteidigen musste. Das Schwein, das eben noch so scharf auf die jungen Mädels war, kochte nun offensichtlich vor Wut, war aber viel zu sehr damit beschäftigt, seine verbogene Nase abzutasten. Diesen Augenblick nutzte sie, um sich mit den Händen durch das Gesicht zu fahren und tief durchzuatmen. Es war wirklich schwer, in diesem Zustand klar zu denken. Ihr Körper hörte nicht vollkommen auf sie und sie fühlte sich ein wenig wie damals, als sie Schlafmittel verabreicht bekommen hatte. Doch anstatt müde zu werden, überfiel sie ein ganz anderes Gefühl, dass sie so bisher nicht kannte. Ob ihr das wirklich gefiel, wusste sie bisher noch nicht. Sie wusste nur, dass daran garantiert die Kekse Schuld waren. Gerade wollte sie sich neben Hatsune fallen lassen um wieder klaren Kopf zu fassen, doch daraus wurde nichts, denn der Perversling wollte anscheinend eine zweite Runde, steuerte aber dieses Mal auf die deutlich wehrlosere Pinkhaarige zu. "Nö mein Süßer, vergiss es. Du gehörst mir." Sie packte ihn am Kragen, zog ihn zu sich zurück und holte mit einem kurzen Pfiff nun endlich ihren Ninken mit auf den Plan.
Okami hatte bereits mit gefletschten Zähnen auf seinen Einsatz gewartet. Ein richtiger, lebendiger Gegner war viel besser als ein harmloser Teddybär. Durch seine kleine Spieleinlage von eben erwartete wohl keiner, dass sich unter dem dicken Pelz des Rüden ein wahrer Kämpfer verbarg, welcher nur darauf wartete, endlich loslegen zu dürfen. Als dann endlich der heiß ersehnte Pfiff ertönte, ließ er ein kampfbereites Knurren ertönen. Ein kurzer Blick zu seinem Frauchen verriet ihm sofort, was der Plan war. Er war noch gar nicht richtig auf den Pfoten, da hatte er sich bereits den Knöchel seines Opfers gepackt und ließ seine Fänge den Rest übernehmen. Er zog und zerrte, bis der Kerl endlich das Gleichgewicht verlor und Asami ihn schließlich mit einem beherzten Tritt in den Bauch auf den Rücken beförderte. Drohend schritt der Ninken um ihn herum, um sich schließlich neben seinem Kopf in die Sitzposition zu begeben. Sein Blick war fest fixiert auf den Mann während eine Mischung aus Blut und Speichel seine Lefzen herabtropfte. Den Rest konnte er getrost seinem Frauchen überlassen.
Die Inuzuka kniete sich triumphierend auf den Brustkorb des Typen, welcher bloß panisch aus den Augenwinkeln den Hund anstarrte. "Hiiier spielt die Musik, Süßer~" holte sie sich die Aufmerksamkeit zurück. "Ich hab' echt kein Bock auf diese Scheiße. Wenn du nur noch einmal dran denkst, dich an meinen Teamkolleginnen oder mir zu vergreifen, werde ich dir höchstpersönlich die Kehle durchbeißen. Dafür brauche ich meinen Hund nicht. Alles klar?" Mit einem verspielten Kichern erhob sie sich und starrte triumphierend auf ihre Beute herab. "Und jetzt verpiss dich bevor ich noch kotzen muss!" Und schon war er davon gehumpelt. Was für eine traurige Gestalt. Jetzt reichte es aber wirklich.. Eine Welle der Erschöpfung überkam die Rothaarige. Glücklicherweise war ihr Begleiter nicht so nutzlos wie die Katze, somit konnte sie sich problemlos an seinen Schultern abstützen. "Hatsune, hat dich wer angefasst?" Zwar hatte sie sich bemüht, die Jüngere nie aus den Augenwinkeln zu lassen, doch ganz war es ihr nicht gelungen. "Ich bin dann mal Natsu suchen. Den Rest darf Shunsui übernehmen." Doch den Aufpasser spielen wollte sie noch immer nicht. Sie hatte das Mädel nun einmal verteidigt, das reichte ja wohl. Außerdem hatte sie den Super-Jirokou an ihrer Seite. Sie hob die Hand zum Abschied und ließ sich dann letztendlich von ihrem Ninken davon tragen.
Es war alles andere als schwer, die Kuro-Nin zu finden. Sie hatte sich an einem der Stände niedergelassen und verdrückte lauthals lachend einen fetten Doneru Kebabu. "Eeeh, Natsuuu! Du glaubst nicht, was gerade passiert ist!" platzte sie einfach so mitten ins Gespräch mit den Bauarbeitern und schwang sich auf einen der Stühle neben ihrer Freundin. Erschöpft stützte sie ihre Arme auf der Tischplatte ab. "Dein Gegröhle hat irgendwelche Schweine angelockt. Shushi und ich haben die so voll PENG PENG PATSCH fertig gemacht." Ein erstauntes Raunen wanderte durch die Arbeiter. "Ey die ham echt geglaubt, ich würd' mit denen ins Bett steigen. Hab die voll verarscht! Immer wenn was Lustiges passiert bist du nicht da!" Sie rückte näher an die Hasekura heran um ihr etwas zuzflüstern: "Und Shushi hat Hatsune einfach wie 'ne Braut in den Armen getragen. Die schmeißt sich heftig an den ran...!" Diese Gespräche waren rein für die Ohren der Mädels bestimmt, das ging die Bauarbeiter schließlich nichts an.

@Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui
 
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So richtig erklären konnte sich Hatsune nicht, warum sie sich auf einmal so komisch fühlte. Das bisschen Schießen machte sie doch normalerweise im Schlaf... Irgendwie war diese Erschöpfung aber auch gar nicht mehr so wichtig, als sie plötzlich spürte, wie sie in die starken Arme des Jirokou gehoben wurde. Er war so kräftig... Wirklich überhaupt nicht wie die Männer, die sie aus ihrem Clan kannte. „Ehehe... mir geht’s gut, nyaa...“, murmelte sie mit einem sehr zufriedenen Grinsen, während sie sich an seine starke Brust lehnte und ihre Wange an seinem Arm rieb wie ein glückliches Kätzchen. So konnte es sich leben lassen. Dass Asami da neidisch wurde war ja klar, typisches egoistisches Mädchen, das anderen nichts gönnte. So unhöflich, ganz anders als Hatsune, die ihr geflissentlich die Zunge rausstreckte.
Von dem ganzen Chaos um Shunsui herum bemerkte die Nekoyami tatsächlich erschreckend wenig, bis sie plötzlich das Geräusch von splitterndem Holz hörte und spürte, wie ein paar Holzspäne auf sie herabregneten. Das passte nun wirklich nicht zu dem hübschen kleinen Honeymoon, der sich gerade in ihrem Kopf abspielte, und als sie zögerlich eines ihrer Augen öffnete, war sie wieder zurück in der dunklen, dreckigen Höhle des Schwarzmarktes, zusammen mit irgendwelchen zwielichtigen Gestalten, die Shunsui auf die Nerven gingen. „Hm...? Was is los...?“ Es fiel ihr im Moment echt nicht leicht, sich in dieser schwummrigen Welt zurecht zu finden. Dass sie dann auch noch ausgerechnet auf einem Hund abgeladen wurde, half da auch nicht. Hari-Neko hatte darauf offensichtlich auch wenig Lust – der hüpfte schnell weg von dem Tier und verschwand zwischen den Besuchern des Schwarzmarktes. Er wurde getrieben von Hunger, dagegen hatte das kleine Stück Keks nämlich kaum geholfen, hatte es eher schlimmer gemacht. Dementsprechend schnell hatte er auch schon Chinatsu ausgemacht, tapste mit einer Pfote an ihr Bein und schenkte ihr das niedlichste „Miaaaau“, um ihr zu zeigen, dass er Hunger hatte. Dieser Kebabu roch schließlich echt lecker...

„Shunsui...? Asami...?“
Mit großen Augen sah Hatsune dabei zu, wie ihre beiden Beschützer von ihr weggingen, um sich mit irgendwelchen Typen zu prügeln. Der große Chuunin warf einen seiner Gegner einfach mit voller Kraft in die Menschenmenge, was auf vermutlich rein platonische Art extrem attraktiv wirkte, und Asami schlug währenddessen einem etwas älteren Kerl ihr Knie so hart ins Gesicht, dass seine Nase blutete. Hatsune selbst kam da gar nicht hinterher. Sie hatte vermutlich am wenigsten Erfahrung mit Medikamenten aller Art im Vergleich zu den anderen drei Shinobi hier, abgesehen von den Hormonpillen, die sie von ihrer Mutter bekam. Dementsprechend schwach fühlte sie sich in diesem Moment, und dementsprechend schwer fiel es ihr zu reagieren, als sich Asamis Gegner plötzlich auf sie stürzen wollte. „Iiiek!“ Geschockt zuckte sie zusammen, hob schützend die Arme vor ihr Gesicht, aber die Inuzuka reagierte schnell und packte sich den Mann noch einmal, ehe sie ihren Hund auf ihn hetzte und an Hatsunes Seite zurückkehrte. Das war fast schon cool gewesen, und die Pinkhaarige fühlte sich tatsächlich ein bisschen erleichtert, als eine ihrer Begleiterinnen wieder bei ihr war, auch wenn Asami definitiv nicht ihre erste Wahl gewesen wäre. Trotzdem war es lieb von ihr, sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen... Moment, was war das für eine Frage?
„A-angefasst? Was meinst du mit angefasst?“, fragte Hatsune leicht schockiert und spürte, wie ihr bei dem Gedanken ein Schauer durch den Körper fuhr. So richtig bewusst war ihr diese ganze Situation nicht gewesen. Das machte es wenn überhaupt nur schlimmer, dass Asami sie allein gelassen hatte! „Ist das... ist das alles, was du sagen willst? Keine Entschuldigung oder sowas?“ Die ganzen Schrecke der letzten paar Minuten überfielen Hatsune praktisch mit einem Schlag, sodass sich eine gewisse Furcht in ihr ausbreitete, und wie bei so vielen starken Gefühlen wusste sie nicht so recht, wie sie als starkes, unfehlbares Mädchen damit umgehen sollte. Also hatte sie keine Wahl, als wieder auszuschlagen. „Du rücksichtsloser, gedankenloser Grobian... Du... du kannst mich doch nicht einfach allein lassen...“ Schmollend zu Boden blickend gruben sich die Finger der Nekoyami in das Oberteil des anderen Mädchens und weigerten sich, loszulassen. Sie konnte gerade den Gedanken nicht ertragen, dass Asami schon wieder einfach wegging. So weinerlich – zumindest ganz so weinerlich – war sie sonst eigentlich nicht, aber jetzt gerade brauchte sie das einfach. Irgendwas musste wirklich komisch sein in ihrem Kopf, wenn sie sich so fühlte wie jetzt gerade. Die Wärme der Inuzuka fühlte sich sogar so ungewohnt angenehm an, dass Hatsune fast vergessen konnte, dass sie es mit einer Hundeliebhaberin zu tun hatte...

„Oh, richtig... wo ist Chinatsu?“, fragte die Nekoyami leise und sah sich um. Asami meinte, sie sollten die andere Kunoichi suchen und währenddessen Shunsui weiterkämpfen lassen... Erst jetzt fiel Hatsu auf, dass der ja noch beschäftigt war. Sie nickte. „Klingt gut“, meinte sie und folgte der Rothaarigen, weiterhin darauf bestehend, sie nicht loszulassen. Dabei fiel ihr Blick aber noch einmal zurück auf den Jirokou, der ja ihr eigentlicher Partner war. „Shunsui! Du schaffst das! Ich glaub an dich!“, rief sie ihm mit einem sanften Lächeln zu. „Ich such solange Natsu! Wir sollen auf die zwei aufpassen, richtig?“ Sie erfüllte hier nur ihre Aufgabe als Shinobi! Es hatte nichts damit zu tun, dass sie in irgendeiner Form Angst hätte!
Natsu war glücklicherweise schnell gefunden, und sie wirkte völlig in Ordnung. Das war gut! In ihrem jetzigen Zustand hatte sich Hatsu richtig Sorgen um sie gemacht. Die aufgedrehte Asami war gleich damit beschäftigt, die Hasekura anzuquatschen und sich über alles auszulassen, was eben geschehen war, aber Hatsune fühlte sich im Moment viel zu emotional, um darüber auch nur nachzudenken. „Natsu! Bin ich froh, dich zu sehen!“, meinte sie, blickte mit großen Augen über die Schulter von Asami, hinter der sie sich noch versteckte. „Ich... ich hoffe, dir ist nichts passiert...?“

@Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui @Inuzuka Asami
 
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„Und was ist dann passiert?“
„Er hat sich als Geist der frohlockenden Lust und Liebe vorgestellt!“
Die Männer grölten, schlugen auf den Tresen und Natsu stimmte in mindestens der gleichen Lautstärke ein. Unglaublich, wie lange das her war. Und doch hatte die Erinnerung kein bisschen ihres Charmes eingebüßt.
„Und das hast du geglaubt?“, fragte der Arbeiter zu ihrer Rechten, nur um keine Sekunde später einen großen Bissen seines Doneru Kebabu herunter zu schlingen. Natsu wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und grinste breit. „Oh und wie ich das geglaubt habe! Ich wollte mich sogar zur Geisterprinzessin ernennen lassen. Wenn ihm nicht im entscheidenden Moment das Geweih eines Hirschs zwischen die Beine geraten wäre, keine Ahnung, was dann noch passiert wäre!“ Die Hasekura musste schon wieder anfangen zu lachen und die Runde stimmte ein. Die Geschichte wurde einfach nie langweilig und konnte eben doch in jeder Runde aufs Neue erzählt werden. Es waren seitdem wirklich einige Jahre vergangen und mit ihrem heutigen Wissen sah Natsu ganz anders auf so viele Dinge, die sie zu Beginn ihrer Ninjakarriere erlebt hatte. Aber damals? Sie war so naiv gewesen, dass es schon fast strafbar gewesen war. Heute war sie… weniger naiv. Zumindest in ganz bestimmten Lebenslagen. Die 17-Jährige ahnte nicht, was gerade auf der anderen Seite des Schwarzmarktes geschah und kam auch nicht ins Stutzen, als ein lautes Mauzen zu ihren Füßen ertönte. „Häh? Wo kommt denn der Streuner her?!“, blaffte einer der Männer, noch ehe die Origami-Userin hinsehen konnte. Er wollte schon aufstehen, um das Tier zu verscheuchen, da wurden die gelben Äuglein von Natsu schon groß und sie hielt den Bauarbeiter mit einer gezielten Bewegung zurück. „Das ist kein Streuner! Das ist Yari!“ Die junge Frau lachte und bemerkte sofort den geiernden Blick auf ihren Doneru Kebabu. Eigentlich hätte es sie alarmieren sollen, dass der Partner der Nekoyami hier alleine auftauchte... aber das tat es nicht. Soweit reichten ihre Hirnkapazitäten derzeit wirklich nicht aus. „Ah. Hast Hunger? Du hast Glück, ich hab so unglaublich gute Laune, davon sollst du auch profitieren!“ Wer jetzt dachte, dass Natsu ein bisschen von ihrem Fleisch abgab, der lag vollkommen daneben. Die Hand der Kumo-Nin schnellte nach oben und sie brüllte dem Verkäufer zu: „Noch einen für meinen kleinen Freund da unten!“ Oh ja. Yari bekam seinen ganz eigenen Doneru Kebabu. Mit extra Zwiebeln. Ob das so gut für den Kater war? Naja, dass musste der Kater wohl selbst entscheiden.

Erst einige Zeit später tauchten noch weitere Personen in ihrer geselligen Runde auf. Natsu knabberte gerade an den letzten Resten ihrer hochwertigen Mahlzeit, da ertönte eine laute, ihr sehr bekannte Stimme direkt neben ihr. Erst mir einer kurzen Verzögerung starrte die Hasekura zu Asami, die nicht nur einen der Bauarbeiter gekonnt verdrängt hatte, sondern auch seinen Platz direkt neben ihr einnahm. Natsu grinste. Ja, das war genau die Inuzuka die sie kannte und liebte! „Wasch paschiert ischt?“, fragte sie verwundert nach, noch ehe überhaupt heruntergeschluckt hatte. Sie schloss den Mund, schluckte endlich und leckte sich gerade die Finger ab… als sie plötzlich lauthals losprustete. „SHUSHI?!“ Oh mein Gott! Was war das bitte für ein genialer Spitzname?! Natsu verschluckte sich, ihr Lachen ging in ein wildes Husten über und erst der kräftige Schlag von einem der Bauarbeiter brachte der Origami-Userin ihren Atem wieder. Meine Güte, sie musste sich dringend ein wenig zusammenreißen, wenn sie an ihrem Doneru Kebabu nicht sterben wollte. Aber… das war so schwierig. Gerade war einfach alles absolut lustig. So konnte die Hasekura ihr Grinsen auch einfach nicht verschwinden lassen, als sie endlich wieder zu ihrer Freundin sah. Sie hatte noch gar nicht bemerkt, dass die Inuzuka nicht alleine war, da beugte sich diese nochmal im verschwörerischen Ton zu ihr und erzählte ihr davon, dass Hatsune sich an Shunsui ranschmiss. Und als wären das nicht schon genug Informationen, die Natsu in ihrem schummrigen Kopf verdauen müsste, hüpfte plötzlich der Kopf besagter Nekoyami hinter der Schulter von Asami hervor und starrte Chinatsu aus großen, fast schon zu großen Augen an. Moment. Moment! Was war bitte passiert? Die Hasekura blinzelte, sah kurz zu dem rundum versorgten Yari, der zuerst angetanzt gekommen war. Dann sahen die gelben Äuglein zu Asami und Okami, die ebenfalls zu ihr gekommen waren. Und am Ende starrte die Kumo-Nin zu Hatsune, die sie fragte, ob ihr nichts geschehen war? Alle waren zu ihr gekommen. Was… was hatte Asami nochmal erzählt? Natsu brauchte noch deutlich länger als sonst, um zu verstehen, was ihr berichtet worden war. Aber irgendwann (!) fiel sogar bei ihr der Groschen. „Moment. Ihr habt ne Schlägerei angezettelt?“, fasste sie entsetzt zusammen. Was? Natsu war mit ihrer Brüllerei überhaupt erst der Auslöser für diese riesige Konfrontation gewesen? Ach, das sollte man ihr erstmal beweisen. „Da gönn ich mir was Leckeres und kaum bin ich weg, müsst ihr euch prügeln!“ Natsu lachte laut und ungeniert, drehte sich zu den Bauarbeitern, die offensichtlich noch gar nicht wussten, ob sie das genauso lustig finden sollten wie die Kumo-Nin. „Ist das zu glauben?“, fragte die Kumo-Nin dennoch in Richtung der Männer, erwartete aber gar keine direkte Antwort. Sie atmete tief durch und sah zu Hatsune. Mir geht es ganz grandios! Yari übrigens auch.“ Kaum waren die Worte ausgesprochen, bemerkte die Hellhaarige die plötzliche Aufregung, die sich auf dem Schwarzmarkt zeigte. Die Leute liefen davon, aus der Richtung kommend, in der auch das Torschießen stattgefunden hatte. Ob Shunsui sich gerade mit noch mehr Grobianen auseinandersetzte? Und da sollte nochmal jemand behaupten, Natsu wäre eine Chaotin… Anstatt sofort aufzuspringen, um die Situation zu beruhigen, drehte sich die Hasekura nochmal tiefenentspannt zu Asami. Diese Typen hatten ernsthaft gedacht, sie würde eine erstklassige Frau wie Asami ins Bett bekommen? „Na wie gut, dass du denen diese Flausen gleich ausgetrieben hast!“ Natsu zwinkerte amüsiert, schob dann den leeren Teller auf dem Tresen zurück und schwang sich so langsam von ihrem Hocker. Eigentlich hatte sie keine Ahnung, was genau sie tun wollte, aber naja – wenn schon alle zu ihr gelaufen kamen, sollte sie wohl irgendwie den Tag retten, was? Was auch immer das in Natsu-Sprache bedeutete. Aber bevor sie sich auf den Weg machte, sah sie noch einmal zu der Nekoyami, die sich weiterhin im Rücken von Asami versteckt hielt, dann wieder zu ihrer Freundin. Schon schoben sich die Mundwinkel der jungen Frau wieder weit nach oben. „Oh und für mich sieht es gerade so aus, als würde Hatsu sich vielmehr an dich ranschmeißen als an Shushi Sie streckte Hund und Katz gleichermaßen die Zunge raus und kicherte.

Es war nicht schwer, Shunsui und den Rest der Grobiane zu finden. Sie mussten nur der Richtung folgen, aus der ihnen die Menschen panisch entgegengerannt kamen. Natsu ging vorne weg und blieb schließlich stehen, als sie einen guten Blick auf das Geschehen bekam. Der gesamte Platz, der eben noch gut belebt war, hatte sich geleert. Hier und da lagen Männer am Boden, einige regungslos, andere wälzten sich stöhnend zur Seite und atmeten schwer. Die Hasekura erkannte auf die Schnelle Platzwunden, blutende Nasen, Münder und mehrere unbequem verrenkte Extremitäten. Und gerade als sie den Blick anhob, sah sie einen weiteren Mann durch die Luft segeln und unsanft auf den Boden aufschlagen. Wow. Hier war ordentlich aufgeräumt worden. Chinatsu wollte gerade hinüber zu Shunsui sehen, da blieb ihr Blick auf einer Gestalt in den Schatten der Torschießbude hängen. Sie wusste gar nicht, warum genau ihr diese Gestalt so auffiel, obwohl... starrte er sie an? Moment. Er starrte sie tatsächlich an! Natsu hatte noch gar nicht richtig erkannt, wer oder was dort stand, da löste sich die Gestalt aus ihrer Starre und verschwand so schnell, dass die Hasekura kurz daran zweifelte, ob es vielleicht doch nur ihre Einbildung gewesen war. Sie schüttelte den Kopf – das waren bestimmt diese Kekse. „Bist du hier fertig?“, rief sie dem blonden Sora-Nin zu, anstatt weiter diesen Gedanken nachzuhängen. Sie trat vorbei an stöhnenden und blutenden Körpern, doch noch ehe sie auch nur die Hälfte des Weges zu dem Jirokou überbrückt hatte, hielt sie inne, als sich einer der verletzten Männer angestrengt aufrappelte. „Warts nur ab, wir kommen mit Verstärkung wieder!“, spie er Shunsui wütend zu und humpelte davon. Natsu hielt ihn nicht auf, sah allerdings geschwind wieder zum Jirokou, winkte ab. „Ich kann verstehen, wenn du hier deinen Spaß hattest, aber darauf sollten wir vielleicht nicht warten.“ Ja. Ausnahmsweise mal ein sinnvoller Vorschlag von der Hasekura. Es kam nicht oft vor, aber manchmal konnte auch sie erkennen, wann so langsam Schluss sein sollte. Sie packte Asami und Hatsune einfach jeweils am Handgelenk und zog sie lachend hinter sich her, zurück in Richtung Gaststätte. Okami und Yari würden schon folgen... Shunsui hoffentlich auch. „Wir verschwinden jetzt lieber!“ Natsu hatte anregende Kekse, einen Wettbewerb, einen leckeren Doneru Kebabu und mehr oder minder eine Massenschlägerei gehabt. Also eigentlich alles für so einen schönen Abend abgehakt, oder? Das hatte den langen Marsch durch die Wüste in jedem Fall wieder wettgemacht.


@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Jirokou Shunsui
 
J

Jirokou Shunsui

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Der Typ, der es gewagt hatte, mit einem Holzschläger auf ihn einzuschlagen, fing sich sogleich einen rechten Haken ein, was ein lautes Knacken folgen ließ. Der Schlag hatte aber eine solche Wucht, dass es nicht beim gebrochenen Kiefer blieb, sondern der Kerl auch noch einige Meter durch die Luft geschleudert wurde. Shunsui musste ein Grinsen unterdrücken und atmete stattdessen ruhig ein und aus. *Du hast die Kontrolle.*, sprach er innerlich zu sich und wiederholte das Mantra des alten Miyago, dessen Lektionen ihm vor Monaten ermöglicht hatten, neue Höhen zu erreichen. Und Kontrolle war definitiv etwas, dass der Jirokou in diesem Augenblick benötigte – immerhin verfügte er über so viel Kraft, dass er Menschen bereits mit einem Fingerschnippen töten konnte. Insofern musste er sich soweit beherrschen, dass er zwar immer noch Schaden anrichtete und seinen inneren Zorn freilassen konnte, aber nicht eine Spur aus Leichen hinterließ. Der dunkle Drache in seinem Inneren hatte das Blut des Kampfes gewittert und brüllte laut auf, den Blondschopf anpeitschend, mehr Blut zu vergießen. Ehe er sich jedoch um die weitere Grobiane und Vagabunde kümmern konnte, denen von einem Augenblick auf den nächsten das Lachen vergangen war und argwöhnisch Abstand vom Chuunin hielten, erblickte er den kämpfenden Rotschopf. Interessiert beobachtete der junge Mann aus goldenen Seelenspiegeln heraus, wie Asami nicht den Kampf mit ihren Fäusten scheute und einen der Männer gehörig zeigte, wo der Hammer hing. Auch Okami machte mit und unterstützte sein Frauchen, die den Kampf letzten Endes für sich entschied und den Perversling mit eingezogenem Schwanz nach Hause schickte. Es war schwer von der Hand zu weisen, dass Shunsui dieser Anblick gefiel und er dachte sich noch, dass die Inuzuka sicherlich nicht umkippen musste, damit er sie in den Armen trug.

Mit einem Grinsen wandte er sich also wieder zu seinen Gegnern um und sah eine heranfliegende Faust auf sein Gesicht. Seine Gegner wollten also die Gunst der Stunde für einen Überraschungsangriff nutzen! Dabei wussten sie allerdings die eine oder andere Sache nicht über Shunsui, die diesen Angriff wirkungslos machten. Einerseits bewegte sich der Mann im Gegensatz zu ihm so langsam, dass es ihm beinahe wie in Zeitlupe vorkam, wenn er sich konzentrierte. Und andererseits hatte ja bereits der zerbrochene Holzschläger bewiesen, dass er äußerst widerstandsfähig war. Dementsprechend wappnete er sich und hielt mit all seiner Kraft dagegen und blieb einfach stehen. WUMMS. Die Faust prallte auf seine Wange, doch der Jirokou rührte sich keinen Millimeter und spürte nur einen schwachen Einschlag. Das Gleiche konnte man jedoch nicht über den Mann sagen, dessen Angriff mit voller Kraft dazu führte, dass er sich die brach und er vor Schmerz aufheulte. Ein Wisch mit seiner Rückhand, und schon war der Kerl verstummt, da er zusammenbrach. „Ist das alles?“, fragte der großgewachsene Blondschopf die ganzen heruntergekommenen Männer und trat einen bedrohlichen Schritt auf sie zu. „Ist das wirklich alles?“, fragte er nochmals nach, während seine Stimme vor Enttäuschung vibrierte. Nun, die Typen waren wohl nicht harmlos und ihr ganzes Leben vermutlich mit ihren Schandtaten davon gekommen, weshalb sie sich davon nicht abschrecken ließen. Gut, zunächst waren sie relativ argwöhnisch gewesen, aber jetzt zogen sie ihre Klappmesser und andere Waffen und stürmten auf den Jirokou los. Dieser Anblick zauberte ihm ein Lächeln aufs Gesicht, also nahm er die Herausforderung an und begegnete seinen Gegnern!

Während sich Shunsui unter einem rechten Haken hinwegduckte und dem Angreifer mit der linken Hand wortwörtlich die Beine unter dem Boden wegzog, erhaschte er aus den Augenwinkeln, dass sich Asami und Hatsune vom Acker machten. Die Nekoyami feuerte ihn an, was ihn unwillkürlich glucksen ließ. Statt einer verbalen Bestätigung, winkte er lediglich kurz und ließ seinen Ellbogen mit einem lauten Knacken in das Gesicht eines heranstürmenden Kerls krachen. *Bleiben umso mehr für mich übrig.*, dachte er sich dabei voller Freude. Es ließ sich nicht von der Hand weißen, dass dieser Kampf dazu führte, dass sein Blut in Wallung geriet und er sich schneller und schneller bewegte. Einem seiner Gegner brach er den Arm, dem nächsten die Nase und ein anderer wiederum kam in den Genuss eines gratis Kurzfluges von einigen Metern. *Du hast die Kontrolle.* Zähne flogen umher, den einen oder anderen Spritzer Blut gab es und zwischendrin ein blonder Mann in schwarzer Lederjacke mit einem Grinsen auf dem Gesicht, als ob Weihnachten wäre. Ehe er es sich versah, lagen alle der Männer stöhnend oder ohnmächtig auf dem Boden, bis auf die beiden Letzten, die jetzt die Flucht antraten. Der Jirokou war jedoch längst nicht gnädig genug, als dass er sie entkommen ließ. Sie hatten diesen Kampf begonnen und jetzt würden sie ihn auch zu Ende bringen müssen. Mit einem Satz war er bei den beiden Männern, packte den Hinterkopf des Einen, um ihn mit ordentlicher Wucht auf den Boden krachen zu lassen. Den anderen erwischte ein Aufwärtshaken, der ihn wiederum einige Meter durch die Luft schleuderte. Adrenalin rauschte durch die Adern, als er schließlich Natsus Stimme vernahm, die ihn fragte, ob er fertig sei. In diesem Moment realisierte er, dass der vorher so belebte Platz nun menschenleer war – bis auf die sich am Boden krümmenden und stöhnenden Gestalten. Einer von denen rappelte sich wieder auf und drohte ihm sogar, was dazu führte, dass sich seine Augenbrauen unbeeindruckt hoben. Die Verfolgung nahm er jedoch nicht auf, sondern ließ ihn davon ziehen – es war wohl Zeit für den Heimweg. „Ja, ich bin hier so weit fertig.“, teilte er ihr grinsend mit. Erst ein Wettbewerb, dann eine Schlägerei, das war doch ein gelungener Abend in seinen Augen!

Die weißhaarige Kunoichi packte die beiden anderen Damen und zog diese mit sich, während Shunsui gut gelaunt hinterher lief. Ihn schmückten einige Blutspritzer und auch seine Jacke war ein wenig dreckig geworden, aber nichts, was sich nicht wieder abwaschen ließ. Eine Dusche tat einem Abend voll sportlicher Betätigung sicherlich gut. Hatsune schien es auch wieder besser zu gehen, was ebenfalls nicht schlecht war. Das letzte, was er wollte, war, sich die ganze Mission über als Babysitter engagieren zu müssen. Eine gute Mütze Schlaf würde sicher dazu führen, dass es allen Beteiligten besser ging – vor allem jenen Beteiligten, die die Kekse zu sich genommen hatten. „Guter Kampf.“, sprach er die Inuzuka an, als er zu den drei Damen aufgeschlossen hatten. „Hier, hast du dir verdient!“ Und bei diesen Worten zauberte er den kleinen Plüschhund, den er von Hatsune erhalten hatte, aus seiner Hosentasche hervor. Ja, er mochte ein wenig zerknautscht sein, aber sicher weniger als der übergroße Teddy, der von Okami zerbissen worden war. Als Hundeliebhaberin wusste sie den Hund sicher mehr zu schätzen als die Nekoyami. Oder auch als Shunsui, der natürlich gar keinen Bedarf dafür hatte. „Den Abend sollten wir durchaus wiederholen.“, sprach Shunsui mit einem kleinen Auflachen zum Rest der Truppe. Der Kampf hatte dazu geführt, dass er bester Laune war – etwas, dass nicht selbstverständlich beim sonst eher emotionsarmeren Chuunin. Wobei er abgestumpft sein mochte, aber er hatte noch nie Probleme dabei verspürt, Zorn und Hass zu spüren. Aber das tat ja jetzt nichts zur Sache. Beim Hotel angekommen, verabschiedete er sich und begab sich auf sein Zimmer. Die anderen würden sicherlich den Weg auch finden und wenn nicht, war das nicht sein Brot. Jetzt erstmal eine Dusche, die hatte er sich nach all der Action verdient! Oh ja, was für ein verdammt guter Abend!

@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu
 
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So müde ... Die Inuzuka war so müde. Ungewollt ließ sie den Kopf auf den Tisch fallen, während sie gemeinsam mit Natsu über den wunderbaren Spitznamen lachte, den sie dem Sora-Nin verpasst hatte. Sie gab wirklich ihr bestes, ihr Kichern zu unterdrücken, vor allem als die Hellhaarige halb erstickte, aber es endete nur in einem atemlosen Prusten. "Bitte stirb nicht, ich brauch' dich noch!" Es gab noch so viele Dinge, die sie gemeinsam tun mussten. Lästern, über Shushi schwärmen, reiche Säcke aufreißen und und und ... "Maahn, ich kann doch auch nichts für, wenn du dich einfach aus'm Staub machst!" Bisher hatte sie noch gar nicht bemerkt, dass Hatsune sich wie eine Klette an sie geheftet hatte - oder vielleicht hatte sie es auch einfach gekonnt ignoriert. Das rosahaarige Mädel war ja schon echt süß, aber Gott, sie konnte auch echt nerven! Nicht einmal selbst verteidigen konnte sie sich. Erst, als die Hasekura über ihre Schulter hinweg mit jemandem sprach und dann auch noch Yari erwähnte, fielen ihr die Hände auf, die sich die ganze Zeit an ihren Oberkörper geklammert hatten. Verwirrt hob sie den Kopf langsam wieder von der Tischplatte und starrte die Nekoyami mit großen, verwirrten Augen an. Gleichzeitig rieb sie sich die Stirn, auf welcher sich ein breiter, roter Abdruck gebildet hatte. "Seit wann bist'n du da?" War sie schon immer da gewesen? Sie hob die Hand und tätschelte sie ein wenig. "Hier, hier. Is' ja gut. Aber glaub ja nicht, dass ich dich mit ins Bett nehme. Du schläfst schön bei dir selber." Die Existenz des rosahaarigen Klammeraffen störte sie überraschend wenig - im Gegenteil. Es triggerte sogar ihren Beschützerinstinkt. "Wer würde das nicht? Ich bin ja auch mega heiß, umwerfend, atemberaubend..." Sie kicherte. Theoretisch hatte sie überhaupt kein Problem damit, etwas mit einem Mädel anzufangen aber Hatsune war doch so jung! Sie war klein und unschuldig ... Asami hingegen war zwar ebenfalls klein, aber definitiv nicht unschuldig. Ein wenig wackelig erhob sie sich auf die Füße, um ihrer Freundin hinterherzulaufen. Das zusätzliche Gewicht der Sora-Kunoichi, das gegen sie lehnte, machte es nicht leichter für sie. Sie konnte ja kaum noch ihr eigenes Gewicht tragen, so erschöpft war sie. Aus diesem Grund stützte sie sich auf die Schulter ihres Ninken, welcher sie widerwillig unterstützte.
Zurück beim Schießstand erwartete sie ein Trümmerfeld aus niedergeprügelten Perverslingen. Der Anblick zauberte der Rothaarigen augenblicklich ein Lächeln auf das Gesicht. Oh ja, das hatten die alle sowas von verdient! In der Mitte stand der junge, blonde Mann aus Sora, Klamotten und Gesicht blutbefleckt, und grinste. "Eeh, Shushi, gut gemacht!" Die Drohung des davoneilenden Kerls hatte sie überhaupt nicht mitbekommen, sie war einfach zu beschäftigt damit, den Jirokou anzuhimmeln. Wenn das mal kein Mann war! Dementsprechend schockiert war sie jedoch auch, als man sich ihr Handgelenk packte, sie mitzog und behauptete, dass es nun Zeit zum Gehen war. Enttäuscht zog sie einen Schmollmund und erwiderte: "Aber es ist doch eben erst lustig geworden..." Trotzdem ließ sie sich ohne Widerstand hinterherschleppen, Kraft, um sich zu wehren war nicht mehr vorhanden. Zumindest übernahm die Hasekura nun Hatsune. Das erleichterte ihr das Laufen erheblich, auch wenn sie noch immer ein wenig stolperte. Das, was da in den Keksen war, war definitiv kein Schlafmittel. Trotzdem zehrte es an der Energie des Wildfangs. Ein Kampf unter diesem Einfluss war einfach keine gute Idee gewesen. Trotzdem lobte Shunsui sie für diese Aktion - es hatte sich also gelohnt. "Das kann ich nur so zurückgeben. Hat mich echt beeindruckt." Neugierig folgten ihre Augen seiner Hand, als diese in eine Hosentasche griff und ... den Plüschhundi hervorholte. Ein überglückliches Quietschen entfuhr ihr. "Oh mein Gott, bist du dir sicher?" Mit großen, ungläubigen Augen nahm sie das Stofftier entgegen und drückte es fest gegen ihre Brust. Dabei ignorierte sie vollkommen, dass der Hund eigentlich ein Geschenk der Nekoyami an ihn gewesen war. "Okami, schau mal, der ist fast so putzig wie du!" Der Rüde gab nur ein abfälliges Schnauben von sich. Mehr brauchte er dazu auch nicht zu sagen. Die Begeisterung seines Frauchens hingegen war nicht zu übersehen. Sie grinste wie ein Honigkuchenpferd, als sie das Geschenk liebevoll in ihre eigene Hosentasche schob, das Köpfchen aber natürlich hervorschauen ließ. Der würde nicht in den Fängen des Akitas landen! "Du bist echt sowas von süß, Shushi." Mit einem schiefen Grinsen schielte sie den Shinobi an. "Hier, als kleines Dankeschön!" Sie legte ihm den Arm um den Hals - überwiegend, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren - und gab ihm ein Küsschen auf die Wange. Wäre da nicht die viel zu junge Hatsune neben ihr gewesen - welche noch immer geschützt werden musste - hätte sie noch einige schmutzige Details hinzugefügt. Somit verblieb es bei einem kleinen Küsschen und einem frechen Zwinkern. Kichernd hielt sie sich noch einige Schritte an ihm fest, bevor sie sich entschied, wieder eigenständig zu laufen. Wenn sie nun dramatisch umkippen würde, würde der Blonde sie dann tragen? So wie der mutige Ritter am Ende des Filmes seine Prinzessin trug. Sie spielte ernsthaft mit dem Gedanken, schließlich war sie wirklich erschöpft und hatte keinerlei Probleme, die letzten paar Meter bis zum Zimmer in seinen kräftigen Armen zu verbringen! Letztendlich machte ihr eigener Stolz ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung - so lange sie Füße hatte, die funktionierten, konnte sie nicht einfach Schwäche zeigen.
Zurück im Hotel verabschiedete sich als erstes Shunsui. "Schlaf schööööön~" rief sie ihm hinterher, bevor sie sich der Nekoyami zuwendete. "Zeit fürs Bettchen!" Sie war 15 und nicht fünf, aber das war Asami in diesem Moment ziemlich egal. "Los, los." Sie scheuchte die Jüngere vor sich her, brachte sie zu ihrem Bett, schüttelte noch einmal ihr Kissen auf und deckte sie schließlich (für Inuzuka-Verhältnisse) liebevoll zu. "Du schläfst jetzt auch schön." verkündete sie, tätschelte ihr noch einmal den Kopf und schlich dann, übertrieben vorsichtig, hinaus und schloss die Tür hinter sich. Draußen stützte sie sich noch für einen Moment an der Klinke ab. Sie merkte deutlich, dass ihr Limit nun wirklich erreicht war. Ob es wohl okay war, hier einfach auf dem Boden zu schlafen? Der war schließlich aus Teppich und sicherlich sehr gemütlich. Eine feuchte Nase in ihrer Handfläche befreite sie von diesem Gedanken.
Der Akita bedeutete ihr entschlossen, dass sie die fünf Meter bis zu ihrem eigenen Zimmer nun auch noch schaffte. Am liebsten hätte er sie einfach hier gelassen und sich im Bett breit gemacht, aber ein kleines Gewissen besaß er ja doch. Er verdrehte die Augen und schlich hinter dem Zombie seines Frauchens her, stellte sicher, dass sie sich nicht doch noch umentschied. Letztendlich landete sie jedoch sicher in ihrem Bett und ihr treuer Begleiter rollte sich direkt neben ihr zusammen. Hunde waren in Hotelbetten verboten? Wen interessierte das schon. Er stellte schließlich sicher, dass sie nicht im Schlaf hinauskullerte.
Der Rotschopf, welcher inzwischen kaum noch die Augen offen halten konnte, wollte den Tag jedoch noch nicht so recht beenden. Es war einfach zu lustig und interessant gewesen. "Eeeehhyyy, Natsuuuuuhh...??" Ob ihre beste Freundin wohl schon schlief? "Schlaf schöööönn~" Ihr letzter Funke Vernunft siegte am Ende doch und somit entschied sie sich, einfach nur eine gute Nacht zu wünschen, anstatt noch ein Gespräch anzufangen.

@Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui
 
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Chinatsu und Yari waren offensichtlich die Gewinner des Abends, die sich ohne Zurückhaltung den Magen vollgeschlagen hatten, ungestört von dem Chaos, das den Rest der Gruppe erfasst hatte. Der Kater hatte zwar die Extra Zwiebeln aus seinem Doneru gepickt, sodass diese jetzt auf dem Boden der Markthöhle verteilt lagen, aber davon abgesehen hatte er sich schön den Magen vollgeschlagen und lag ziemlich glücklich an seinem Platz am Fuße der Hasekura. Erst als Hatsune mit Asami zusammen auftauchte, erhob er sich wieder und begann, um die Beine seines eigentlichen Frauchens zu streichen.
Die Nekoyami selbst nahm das übrige Geschehen des Abends eher durch einen Schleier wahr, ihr ging es gerade wirklich nicht besonders gut. Offensichtlich vertrug sie die Kekse nicht so gut wie die beiden älteren Mädchen. So dauerte es ein paar Momente, bis sie die Aussage von Natsu so richtig verstanden hatte und entsprechend empört schnell die Hand zurückziehen und einen Schritt von Asami wegtreten konnte. „Wie bitte? Was denkst du, was du... du... da...“ Ohje, da wurde ihr schon wieder schwindlig. Unsicher von einem Fuß auf den anderen tapsend ließ sich die Nekoyami wieder sanft gegen den Rücken der Inuzuka fallen und hielt sich an ihr fest. Allein ging das gerade irgendwie nicht...
Dass der Plüschhund, den sie Shunsui großzügig abgegeben hatte, einfach weitergegeben wurde, nahm Hatsune eher am Rande wahr. Sie hatte nicht mehr wirklich die Lust oder Energie, sich darüber aufzuregen, aber es zeigte ziemlich deutlich, was er von ihrer gemeinsamen Partnerschaft als Sora-Nin hielt. Je nachdem, wie es mit der Mission weiterging, würde er schon noch sehen, was er davon hatte...

Hatsune bekam nur so halb mit, wie sie schlussendlich tatsächlich im Bett landete, aber irgendwie konnte sie sich gar nicht daran stören, dass das letzte Gesicht, das sie sah, das von Asami war. Das zeigte wohl, dass gerade etwas nicht mit ihr stimmte. Mit einem leisen „D-danke...“ schlossen sich ihre Augen, und sie genoss das sanfte Schnurren des gerade ziemlich schweren Katers, der auf ihrem Bauch bereits eingeschlafen war. Lange dauerte es auch nicht mehr, bis sie ihm folgte. Ihre Träume in dieser Nacht waren ziemlich seltsam, und auch, wenn sie sehr wirr waren, kam doch unerwartet viel von den beiden Kunoichi darin vor, die sie gerade erst getroffen hatte.

Allzu lange konnte sie nicht schlafen. Nachdem sie sich eine ganze Weile im Bett gewälzt hatte, saß das Katzenmädchen am nächsten Morgen schon mit den ersten Sonnenstrahlen im Essraum der Herberge und nahm sich halbherzig einen Löffel Müsli nach dem anderen. Ein Seufzen entkam ihr. „Frühstück ohne Lachs ist nicht das Gleiche...“ Sie fühlte sich immer noch ziemlich fertig. Mit dunklen Schatten unter ihren Augen und leicht zerzausten Haaren – ganz anders als gestern, wo sie zur Perfektion gestriegelt gewesen waren – sah man ihr wohl an, dass die Ereignisse des letzten Abends ihr nicht so recht bekommen hatten. Dabei ging es nicht einmal nur um die Kekse und was auch immer darin gewesen sein mochte, sondern ganz besonders darum, wie peinlich das Alles gewesen war! Wie sie beim Fußball, ihrer Spezialität, fast versagt hätte! Wie sie es nicht geschafft hatte, sich gegen einen einfachen Zivilisten zu wehren, obwohl das normalerweise ein Kinderspiel für sie wäre! Wie sie... das... mit Asami... das Zeug... und das Bett...
Mit geröteten Wangen die Zähne zusammenbeißend schüttelte das Mädchen den Kopf, bis die Gedanken wieder weg waren, und kaute auf dem nächsten Löffel Müsli rum. „Aah, warum muss das so hart sein? Wie unangenehm!“, beschwerte sie sich, sprach zwar zu sich selbst, aber falls weitere Gäste den Raum betreten sollten, würden sie ihre Worte definitiv hören. Das Personal am Tresen bekam auf jeden Fall mit, was sie sagte. „Und was ist das für Milch? Die schmeckt ja wie aus dem Supermarkt! Ich will die Milch, die wir zuhause immer kaufen, die ist viel hochwertiger...“ Hari-Neko, der auf dem Tisch hockte und seine eigene Schüssel Milch leer leckte, schien sich überhaupt nicht an deren Qualität zu stören. Auch vom letzten Abend hatte er keine Schäden davongetragen, sah einfach nur glücklich und zufrieden aus und schnurrte, als gäbe es keine Probleme auf der Welt. Erneut seufzte Hatsune und streichelte ihren liebenswerten Kater.
„Naja, wenigstens einer von uns ist glücklich...“

@Hasekura Chinatsu @Jirokou Shunsui @Inuzuka Asami
 
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„Wir brechen bald auf! Hey! Aufwachen!“

Wow. Kurz, ganz kurz, war Natsu überzeugt davon, dass ihr Kopf einfach zerplatzen würde. Zack. Einfach so… und ganz kurz fragte sie sich, ob das nicht sogar angenehmer gewesen wäre, um den Qualen ihres sterblichen Körpers zu entfliehen. Okay, zugegeben: Das hörte sich deutlich dramatischer an, als es in Wirklichkeit war. Natsu hatte einfach einen Kater. Aber gerade war der Hellhaarigen danach – sie wollte sich ein wenig in ihrem eigenen Leid suhlen. Und ja, ihr ging es echt beschissen. So lustig der gestrige Abend auch gewesen war, nun hatte die 17-Jährige mit den Folgen zu kämpfen. Sie hatte gewusst, was auf sie zukommen würde. Sie hätte sich dagegen entscheiden können. Sie hätte vernünftigerweise ihre ganze Truppe vor den Keksen warnen können. Aber das hatte die Hasekura nicht getan, sie war also selbst schuld an ihrem Zustand. Und trotzdem hatte Natsu überhaupt keine Lust, die Verantwortung für ihr Leid zu übernehmen, sondern moserte leise vor sich hin. „Schrei doch nicht so…“, grummelte das Mädchen kleinlaut und hielt sich die Ohren zu, blieb reglos liegen, bis ihr Auftraggeber nach einigem energischen Klopfen endlich von der Tür zum Zimmer verschwunden war. Die Origami-Userin lauschte, wie die Schritte sich auf dem Holzboden des Flures entfernten… und kugelte sich erst einige Sekunden später wieder auseinander. Ein lautes Stöhnen entfuhr der Hasekura, die sich in ihrem Bett aufrichtete und die abstehenden Haare mit einigen fahrigen Bewegungen zu bändigen versuchte. Es gelang ihr eher schlecht als recht. „Eh. Asami?“, fragte sie mit halb zusammengekniffenen Augen, ohne so wirklich in Richtung der Kollegin zu gucken. Als nicht sofort eine Antwort der Rothaarigen folgte, packte Natsu ihr Kissen und warf es in Richtung der Kollegin, um auch sie zum Aufstehen zu motivieren. „Eh!“, wiederholte die 17-Jährige… schloss dann nochmal die Augen und legte den Kopf in den Nacken. „Mir geht’s echt beschissen“, sprach sie in den Raum, laut genug, dass sowohl Okami als auch die Inuzuka sie sehr gut verstehen können würden. Ihre Freundin konnte ruhig mitbekommen, wie es ihr ging. „Meinst du, es fällt auf, wenn wir einfach schwänzen?“ Ein spitzbübisches Grinsen huschte über die Lippen des Mädchens und die gelben Äuglein funkelten Asami verschwörerisch an. Einen kleinen Moment sah Natsu aus wie immer… zuckte dann jedoch sichtlich zusammen, als eine neue Welle Kopfschmerzen über sie hereinbrach. Jaaa. Okay. Damit hatte ihr Körper ihr eindeutig signalisiert, was er von dem Vorschlag hielt. Die Hasekura kraxelte aus ihren Decken und hievte sich angestrengt nach oben. „Ich muss duschen. Hoffentlich belebt das die Geister.“

Erst einige Zeit später hatte Natsu zusammen mit Asami und ihrem Ninken das Zimmer der Herberge verlassen. Die Origami-Userin hatte sich alle Mühe gegeben, um die Spuren der vergangenen Nacht zu überschminken – sie fühlte sich grausig, aber sie würde einen Teufel tun, das auch nach außen zu zeigen. Asami war ihre Freundin, da war das was anderes. Aber allen anderen würde sie ihren Kater mit Sicherheit nicht unter die Nase reiben. Die Haare hatte das Mädchen mal wieder in einem schnellen Dutt gebändigt, der von seinem unordentlichen Look profitierte und daher perfekt für einen verkaterten Morgen war. Anders als für die Reise durch die Wüste trug Chinatsu heute einen einfachen, schwarzen Jumpsuit –die perfekte Kombination aus Gemütlichkeit und Stil. Abgerundet wurde das Ganze durch das Kumoabzeichen, das heute mal als Haarband getragen wurde. Natsu hatte schon des Öfteren festgestellt, dass die Versiegelungstechniken der Ninja extrem praktisch waren – wie sonst könnte sie ihren halben Kleiderschrank mit auf Mission nehmen, um immer das passende Outfit griffbereit zu haben? „Brüll doch nicht so, Hatsu!“, tadelte das Mädchen, als sie den Essraum der Herberge betrat und das Gemecker der Sora-Kollegin mitbekam. Ohne lange zu warten, ließ sich die 17-Jährige auf den Platz der Nekoyami gegenüber fallen und fischte noch in der gleichen Bewegung nach der Frühstücksschüssel, über die Hatsune sich beschwert hatte. Ob das unhöflich war? Naja, die Rosahaarige schien es ja eh nicht haben zu wollen. Natsu schnappte sich einen Löffel und probierte. „Hm. Schmeckt doch normal. Asami, willst du auch mal probieren?“ Sie schob ihrer Freundin die Schüssel zu, hob gleichzeitig die Hand in Richtung des Personals. „Gibt’s noch mehr? Ein gutes Frühstück wäre echt klasse. Und Okami hat sicher auch Hunger.“ Sie deutete mit einer beiläufigen Bewegung auf den Ninken, der vermutlich eher weniger begeistert von einem Müsli wäre… Das Personal blinzelte, huschte aber sofort los, um den Wünschen zu entsprechen. Immerhin. Die gelben Äuglein der Hasekura wanderten erneut zu Hatsu, musterten sie ein wenig, bevor ein breites Grinsen im Gesicht erschien. „Na? Harte Nacht gehabt?“, fragte sie wissend nach und lachte. Ja, Natsu überspielte ihren eigenen Kater gerade nur. Aber hey, das wusste Hatsune ja nicht! „Tja, schade, dass man immer so einen dummen Preis für einen lustigen Abend bezahlen muss. Aber hey, keine Sorge. Wird wieder besser. Ich sprech da aus Erfahrung.“ Sie zwinkerte der Sora-Nin zu und kicherte. Was? Hatsune wusste wahrscheinlich immer noch nicht, dass es die Kekse gewesen waren, die ihr diesen bescheidenen Morgen beschert hatten? Sie hatte gar keinen lustigen Abend gehabt? Sie war vollkommen unwissend und unschuldig in diesen Schlamassel hineingeraten? Ach! Das waren ja wohl nur unwichtige Details.

@Jirkou Shunsui @Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune
 
J

Jirokou Shunsui

Guest
Es war äußerst früh am Morgen, die ersten Sonnenstrahlen hatten es gerade erst geschafft, Kurogi zu erreichen. Und doch war Shunsui bereits unterwegs und machte seine morgendlichen Runden und absolvierte ein Training. Die Nacht war zwar eher kurz gewesen, aber er hatte sehr gut geschlafen und fühlte sich frisch und munter – anders als der Rest der Truppe, der wohl oder übel verkatert wäre. Der Jirokou war bereits mehrere Runden um das Dorf gelaufen, zunächst auf konventionelle Art und Weise, ehe er schließlich noch einige Runden auf den Händen lief und er sogar schließlich einige wirklich kräftezehrende Übungen absolvierte. Es war wirklich zu schade, dass er nicht mehr die Gestalten von gestern getroffen hatte. Hier noch große Töne spucken, dass man bald mit Verstärkung zurückkehren würde, aber von wegen. Andernfalls hätte er sich selbst zu dieser frühen Stunde auf ein kleines Tänzchen eingelassen und die morgendlichen Übungen um ein kleines Sparring erweitert. Doch leider bekam man nicht immer das, was man sich wünschte, was? Nachdem er also doch ein, zwei gute Stunden trainiert hatte, begab sich der junge Mann zurück auf sein Zimmer und duschte erstmal ausgiebig. Anschließend begab er sich in den alles andere als luxuriösen Frühstücksraum und gönnte sich dort ein schnelles Frühstück mit ausreichend Kohlenhydraten und Proteinen. Nur gut, dass es ein klassisches Buffet war, denn so oft, wie er zulangte, hätte dies einen ziemlich bösen Einschnitt in seine Geldbörse bedeutet.

Man merke an, dass dies alles geschah, während die restlichen Mistreiterinnen noch ihren Rausch ausschliefen. Gekleidet hatte er sich wie gestern, dunkle Hose und dunkles Shirt, wobei er die schwarze Lederjacke im Arm trug, sodass man einen besseren Blick auf seine Oberarme und auch auf den breiten Rücken erhaschen konnte. Da er bereits so früh fertig war, begab er sich schließlich wieder ins Freie und zu den Tieren, die schon von den ersten Bauarbeitern beladen wurden. Die hätten sich bestimmt ebenfalls über ein längeres Schläfchen gefreut, doch Zeit war Geld und scheinbar lebten sie nach dem Motto: Wer feiern kann, kann auch früh aufstehen. So etwas Blödes hatte der Jirokou selten gehört, aber es sollte Menschen geben, die nach diesem Credo lebten. Oder sie zumindest anderen Leuten besserwisserisch unter die Nase rieben. Unbemerkt schlich der Blondschopf entlang und bemerkte ein Gespräch zwischen zwei Arbeitern, die sogleich den Dritten in der Runde losschickten, um nach den Kunoichi zu sehen. Keine blöde Idee eigentlich. Als die Bauarbeiter schließlich Shunsui erblickten, zuckten sie kurz zusammen, denn sie hatten ihn hier nicht erwartet. Doch es war nicht nur Schreck, den er in ihren Augen erkannte, es war mehr. Sie waren ganz einfach argwöhnisch gegenüber einem ihrer Aufpasser, und zwar dem, der am gestrigen Abend gewaltvoll den Markt aufgeräumt hatten. Die am Boden liegenden und stöhnenden Gestalten waren für jedermann sichtbar gewesen und auch wenn sie nicht direkt mitangesehen hatten, wie der Blondschopf sie zugerichtet hatte, so war das Ergebnis seines Kampfes auch schon genug, dass man ihm gegenüber einen gewissen Argwohn und Vorsicht an den Tag legte. Sei es drum. So lange sie ihre Arbeit machten, war es dem Chuunin recht egal. Und mit diesem Gedanken begab er sich wieder zurück in die Herberge, um ebenfalls nach seinesgleichen zu suchen.

Die drei ungleichen Damen fand er auch schon zusammenhockend im Frühstücksraum und es ließ sich nicht von der Hand weisen, dass sie gestern noch besser und frischer ausgesehen hatten. Goldene Seelenspiegel wanderten von einer Kunoichi zur nächsten. Hatsune sah offensichtlich ziemlich zerzaust aus, aber die beiden Anderen machten auch nicht den fittesten Eindruck. Natsu hatte sich ja wenigstens etwas zu essen gegönnt, was sich bestimmt positiv auf den Kater auswirkte. Aber dem Eindruck der Nekoyami nach, hatte sie das nicht gemacht. Und wie schaute es mit Asami aus? Das wusste er auch nicht. Zumindest hatte sie gestern einen guten Kampf hingelegt, was er zu schätzen wusste. Und sie hatte ihm anschließend ein kleines … Geschenk gegeben, als Zeichen ihres Dankes, für den Plüschhund. Tja, wie schade, dass der Abend dann so geendet war. Aber das hatte man nun davon, wenn man irgendeinen Fraß von fremden Leuten akzeptierte. Letztlich lief der Jirokou auf die drei zu und gesellte sich zu ihnen und schaute eine nach der anderen an. Schließlich beugte er sich, ohne weitere Worte, der Hasekura zu, um ihr Gesicht aus nächster Nähe zu betrachten. Hier verweilte er provokativ einige Sekungen, ehe er schließlich grinste, sich zurückbeugte und etwas auflachte. „Ja, deutlich mehr Schminke als gestern. War eine lustige Nacht, aber noch ein lustigerer Morgen, oder?“, fragte er rhetorisch und mit einem belustigt-trockenen Unterton nach. „Eure Arbeiter warten schon darauf, dass wir endlich losziehen können.“, teilte er speziell den beiden Vertreterinnen aus Shirogakure mit.

Ohne etwas zu essen, stand Shunsui jedoch wieder auf und machte sich an zu gehen, als er inne hielt. So verkatert würde es eine ziemliche Trauerrunde und bestimmt langweilig werden. Dabei wollte er noch einiges mit Natsu besprechen, doch in dem Zustand, würde es eher ein Monolog werden. Bis dato war ihm noch kein Mensch wie sie begegnet und sie war ihm äußerst sympathisch mit ihrer direkten und unverblümten Art. Langsam drehte sich der Blondschopf um. Asami war ihm ebenfalls sehr sympathisch, offensiv, kampfesbereit, was sollte man noch sagen? Und die Katzenkunoichi hatte ebenfalls einen besseren Eindruck auf ihn hinterlassen mit ihrem Wettbewerb, der Herausforderung und ihrer sportlichen Betätigung. Mit der rechten Hand kramte er in einer kleinen Tasche, aus welcher er ein Fläschchen herausholte. Man mochte es vergessen, aber der Chuunin hatte durchaus eine medizinische Ausbildung hinter sich, obgleich sie recht rudimentär im Vergleich zu professionelleren Iryounin war. Zumindest trug er eine gewisse Auswahl an Medizin mit sich herum, was bei einer seiner letzten Missionen mit Oita, der mit Grippe aufgekreuzt war, sich als wirklich nützlich erwiesen war. Schnell hatte er drei Tabletten hervorgeholt, die er vor jede der Damen hinlegte. „Das hilft euren Körper zu rehydrieren und sollte auch mit den Kopfschmerzen helfen.“, sprach er in die Runde. „Hat wahrscheinlich weniger Bumms als die Kekse von gestern, aber davon hattet ihr sicher genug, oder?“, fragte er schließlich noch in die Runde und gluckste dabei. Ja, das sollte ihnen eine Leere sein, fremde Kekse auf einem Schwarzmarkt zu essen!

Schließlich konnte es losgehen! Die Bauarbeiter hatten alle Tiere beladen und waren soweit fertig, dass der Trupp ausrücken konnte. Wie der kurze, aber doch knackige Weg zur Mine verlaufen würde?

Tbc: Der Steinbruch bei Daiguchi

@Inuzuka Asami @Nekoyami Hatsune @Hasekura Chinatsu
 
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