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Offenes Meer

Akinawa Izuya

Chuunin
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Das offene Meer angrenzend an den territorialen Gewässern des Feuerreiches ermöglicht den Handel mit Übersee und generiert zusätzlich weitere Reisemöglichkeiten in die schwer erreichbaren Gegenden des Kontinents. Über den Seeweg kann man ohne Weiteres in die territorialen Gewässer des Blitzreiches oder des Wasserreiches reisen. Der Meeresgrund liegt tief und ist dazu in der Lage ganze Flotten zu verschlingen, beherbergt vereinzelte Inseln und natürlich auch Piraterie in so manchen Abschnitten. Die See ist oftmals rauer Natur, doch waschechte Seemänner fürchten das Raue nicht und stellen sich den Gefahren, die durch Wind und Wetter auftreten können. Aber auch schöne, sonnige Tage mit ruhiger See sind zu erwarten.

 
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cf. ⇨ Hafenstadt Okushi

Airika zog ihre Augenbrauen hoch, als sie beeindruckt und etwas perplex beobachtete, wie Ayumi mithilfe eines Jutsus etwas an ihrem Katana änderte. Irgendwas schien sich zu ändern und kurz stieg Empörung in ihr auf. Was tat sie da? Wollte sie das Schwert verformen? Es war die Klinge ihres Vaters und die dessen jetzige Besitzerin maß ihr deswegen besonders viel Wert bei! Das Mädchen wollte gerade entrüstet losmeckern, stockte aber, als sie erkannte, dass ihre Kameradin die Narben der Klinge ausbesserte. Ein Prozess, den sie hätte bei einem Schmied machen müssen und das war mehr als kostspielig. Ob sie etwas dafür verlangen würde? Auf ihrem Gesicht zeichneten sich gemischte Gefühle ab, doch sie schwieg, während sie ihr fasziniert zusah. Einerseits fand die Hanabira es unverschämt, dass sie die Klinge ohne ihre Erlaubnis einfach ausbesserte, andererseits… Konnte sie nicht anders, als ihr erstaunt bei der Arbeit zuzusehen. Schmieden war ihr nicht möglich, da sie es nie gelernt hatte. Das Katana konnte Airika nur schleifen, mehr aber auch nicht. Als Ayumi fertig war, überreichte sie es dem Rotschopf und grinste sie spitzbübisch an. Es wurde also nicht ausgebessert, sondern war nun stabiler. Mh, auch gut. Und wenn es zerbrach, meinte die Schwarzhaarige, sollte sie in ihr Anwesen kommen. Machte sie etwa Werbung für ihre Schmiede? Nun ja, vielleicht würde sie es tatsächlich in Betracht ziehen… Doch ehe sie antworten konnte, richtete sich Ayumis Aufmerksamkeit direkt auf Izuya. Etwas skeptisch nahm Airika das Schwert entgegen, begutachtete es und steckte die Klinge seufzend zurück in die Scheide. Die Luft roch salzig und gesund. Oft hatte das Mädchen gehört, dass Meeresluft besonders gut für die Atemwege sein sollte. Jetzt, wo sie live dabei war, konnte sie sich überzeugen. In der Tat hatte sie das Gefühl, dass sie noch freier atmen konnte, als sonst. Vielleicht bildete sie sich das aber auch nur ein, weil sie in diesem Moment besonders auf ihre Atmung fixiert war, um nachzuhorchen, ob die Erzählung stimmte.

Als sie etwas verloren am Deck stand, entschied der Rotschopf sich, ihre beiden Kameraden allein zu lassen und bewegte sich auf das Geländer zu. Sie legte die beiden Unterarme auf das massive, dunkle Holz, welches von Wind und Wetter etwas mitgenommen aussah. Tiefe Furchen zogen sich durch die mächtigen Balken, jedoch nicht so, dass es instabil aussah. Ayumi hatte ein wirklich lautes Organ, mit halbem Ohr hörte sie, wie Izuya irgendetwas erklärte. Doch sie verspürte nicht den Drang, sich jetzt zu ihnen zu gesellen. Obwohl keiner der beiden ihr bisher unsympathisch waren, brauchte sie den Rückzug. Es handelte sich um eine C-Rang-Mission und da würde wohl einiges auf sie zukommen. Da konnte sich das Mädchen doch ein wenig Ruhe gönnen und melancholisch auf die Wellen blicken, die gegen das große Schiff schlugen. Schaum bäumte sich auf und brach, als das Meer sie in die Tiefe verschluckte. Doch je weiter sie ins offene Meer segelten, desto ruhiger wurde es. Fasziniert beobachtete sie, wie sich die See mit jeder Meile beruhigte. Airika stand einige Minuten regungslos da, als sich nähernde Schritte sie aufhorchen ließen. Sie drehte sich um und sah, dass sich einer der Seeleute ihr genähert hatte. Sowie das Schiff hat auch er jedes Wetter mitgemacht, seine Haut war gegerbt und sonnengebräunt. „Oy, komm mal mit. Wir brauchen mal deine Hilfe. Du bist von allen die Größte, da können wir dich bei der Takelage gut gebrauchen.“ Fragen legte sie den Kopf etwas schief. „'Tschuldige, aber was ist das?“ Der Mann grinste. „Wirst du gleich schon sehen, folge mir.“ Zögerlich stieß sich die Hochgewachsene vom Geländer weg und ging dem Mann hinterher. Airika hatte keine Ahnung von Schiffen, wusste auch nicht, wie die ganzen Bereiche hießen. Sie wusste nur, dass man den Schlafraum im Schiff Koje nannte und diese riesigen Stämme, die hoch in den Himmel ragten und die Segel hielten, Mäste waren. Mehr auch nicht – das war rudimentäres Allgemeinwissen. Sie seufzte. Ob er sich die Richtige ausgesucht hatte? Würde sie überhaupt eine Hilfe sein? Der ältere Mann hatte ein beachtliches Tempo darauf, weshalb Airika fast nicht hinterherkam. Sie stiegen höher und er zeigte auf die Mäste und die vielen Seile, die bestimmt zehn oder fünfzehn Meter in die Luft ragten. „Wie heißt du noch mal?“, wollte er wissen. „Airika.“ „Okay, Airika. Ich bin Hermann. Das ist eine Takelage und du kletterst nach ganz oben und hilfst mir, das Kleinsegel neu aufzuspannen. Die Seile müssen gelockert und fester zugeknotet werden.“ Das Mädchen schluckte. „Und woher weiß ich, welches das Richtige ist?“ Sie legte ihren Kopf in den Nacken und je mehr sie realisierte, was er eigentlich von ihr wollte, desto mehr wich die Farbe aus ihrem Gesicht. „Das werde ich dir dann zeigen. Das ist wirklich nicht schwer. Das ist keine Raketenwissenschaft – was auch immer das sein soll.“ Hermann lachte vergnügt. Etwas verwirrt sah sie den Seemann an und zwang sich ein Lächeln auf die Lippen. Scheiße… Das durfte doch nicht wahr sein! Der hatte ja gut reden. Die Vorstellung, bei einem wackelnden Schiff mehrere Meter in der Luft zu hängen, trieb Airika einen eiskalten Schauer über den Rücken. Ihr Magen drehte sich um und fast hätte sie gesagt, dass sie das nicht konnte, weil sie unter Höhenangst litt. Doch sie biss sich mahnend auf die Zunge. Erstens musste sie sich in solche Situationen bringen, um diese Angst nach und nach loszuwerden, zweitens wollte sie auch nicht nutzlos und ein Klotz am Bein sein. Angstschweiß hatte sich auf ihre Stirn gebildet. „Ich geh schon mal vor und du kletterst mir einfach hinterher, klar?“ Ohne auf ihre Antwort abzuwarten, stieg er schon gekonnt hoch. Airikas Knie wurden sofort weich, ihr Herz hämmerte aufgeregt und verängstigt gegen ihre Brust und sie schluckte hart. Jetzt musste sie dadurch. „Alles klar, dann wollen wir mal.“ Sie tat ihr Bestes, ihre Angst zu verbergen, doch als sie das erste Seil ergriff und einen halben Meter hochstieg, wackelte es gefährlich und ihr ganzer Körper verkrampfte sich. Sie krallte sich so fest an den Strick fest, dass ihre Knochen weiß hervortraten. Airikas Kiefermuskeln spannten sich an, ihre Zähne mahlten aufeinander und sie sog scharf die Luft ein. Mist… Nicht nach unten sehen, nur aufs Klettern konzentrieren. Alles wird gut, nur nicht runtersehen! Krampfhaft blickte sie hoch und stellte geschockt fest, dass Hermann bereits ein ganzes Stück weiter oben war. Er blickte kurz zu ihr runter und hob verständnislos die Augenbrauen. „Na komm, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Sie zuckte zusammen und versuchte wie betäubt weiter in die Höhe zu klettern. Doch als ein Windstoß kam und das Netz wieder anfing, stark zu schwanken, spannten sich erneut alle Muskeln an und sie hielt abrupt inne. Sie vernahm ein schwermütiges Seufzen. „Mädel, sag nicht, dass du…“„Ich komme!“, unterbrach sie ihn lauter, als sie eigentlich beabsichtigt hatte. „Alles gut, ich komme. E-es hat nur gewackelt und ich bin so was nicht gewohnt“, log sie. Hermann grinste. Als sie sich langsam hocharbeitete und immer wieder kleine Pausen einlegen musste, weil sie vor Angst fast nicht mehr atmen konnte – auch wegen der Anstrengung und, wenige Minuten später, endlich oben ankam, grinste ihr der Seemann spöttisch zu. „Du hast Höhenangst.“ Es war mehr eine Feststellung, als eine Frage. „Was? Nein, natürlich nicht!“ Sie weitete geschockt die Augen. „Kindchen, ich bin lange genug auf See unterwegs, um Leute zu erkennen, die Höhenangst haben. Aber alle Achtung“, er klopfte ihr auf die Schulter, was natürlich ein erneutes Wackeln zur Folge hatte und sie wieder verkrampfen ließ. „… Du hast es trotzdem durchgezogen, hier hochzuklettern. Traut sich nicht jeder.“ Etwas hilflos nickte Airika und entkrampfte sich ein bisschen, als sie merkte, dass sich das Netz nicht mehr bewegte. Unter keinen Umständen durfte sie jetzt nach unten sehen. Störrisch schaute sie hoch und versuchte mit Hermann Blickkontakt aufzunehmen, ohne, dass man ihr die Angst allzu deutlich ansehen konnte. „Also, siehst du das Segel links neben dir? Es ist etwas locker und wir müssen die Seile neu spannen, wie ich es eben gesagt habe.“ Er deutete neben sie und das Mädchen drehte ihren Kopf leicht zur Seite und nahm das Segel nickend zur Kenntnis. „Die Seile sind zu locker. Du müsstest die Knoten lösen und strammer zubinden. Ich zeige dir auch gleich, wie man einen Knoten macht. Ich könnte es zwar auch allein, aber das würde doppelt so lange dauern und ehrlich gesagt: Keiner von uns oder der Crew will, dass wir hier oben herumkaspern, während Piraten auftauchen.“ Airika weitete erschrocken die Augen. „Piraten?“
„Jepp, hast dich nicht verhört, ‚Kleines‘. Wir sind aufm Meer, was erwartest du?“ Die Hanabira zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht.“
„Warst du überhaupt Mal auf dem Meer? Also, nicht am Strand, sondern so richtig mitten im Ozean?“, wollte er wissen. Airika schüttelte zögerlich den Kopf. „Nein, noch nie… Aber es gibt ja immer das erste Mal, oder?“, sie fühlte sich total unsicher und irgendwie glaubte sie zu ahnen, dass die Mission eine Katastrophe wird. „In der Tat. Also gut, beginnen wir also…“

Hermann und Airika machten sich an die Arbeit. Es vergingen einige Minuten, bis er ihr beibringen konnte, wie man den Knoten aufmachte und wieder zuknotete. Sie verstand relativ schnell und versuchte sich an den ersten, obersten Knoten. „Ich fange unten an, du oben, klar? Dann arbeiten wir uns bis zur Mitte vor.“ Sie nickte und musste zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es noch zwei oder drei Meter in die Höhe ging, ehe sie die Spitze des Masts erreichte, an das das Segel befestigt war. Hätte sie doch bloß ein Seil, das sie irgendwo festbinden konnte, sodass sie wenigstens gesichert war! Verschwitzt kroch sie also noch die letzten, qualvollen Meter hoch, ihr Nacken schmerzte bereits, vom ganzen in-den-Himmel-Gestarre. Dieser hatte sich in der letzten halben Stunde kaum merklich zugezogen. Es waren zwar nur lockere Wolken, von denen keine Bedrohung auszugehen schien, doch als ihre Seelenspiegel sich zum Horizont bewegten, erstarrte sie, als sie die Turmwolken erblickte, die sich langsam dem Schiff näherten. Wie eine dunkelgraue, undurchdringliche Wand schlich sie auf der Crew zu, leise und unbemerkt. Sogar der Wind hatte sich gelegt und keine Welle schaukeltenn das Schiff. Ängstlich spannte sich die Siebzehnjährige an. Hoffentlich würde sich das Neuspannen des Segels nicht allzu sehr in die Länge ziehen, denn wenn der Sturm kam, hatte sie keine Lust, noch oben zwischen den Seilen zu stehen.

Konzentriert richtete Airika ihre volle Aufmerksamkeit auf die Knoten. In der Tat war es nicht schwer, sie zu lösen und neu zuzuknoten. Hierbei musste sie darauf achten, dass die Stricke strammer waren, als zuvor. Gekonnt starrte die Rotäugige dabei auf den zu bearbeitenden Knoten und achtete darauf, dass ihr Blick nicht aus Versehen herunterglitt. Eine Zeit lang bekam sie das auch relativ gut hin, ihre Muskeln entspannten sich nach einer Weile ein wenig und sie konnte sich auch besser auf die Arbeit konzentrieren. Sie befürchtete allerdings, dass sie am nächsten Tag einen heftigen Muskelkater bekam. Denn den Körper stabil zu halten und gleichzeitig sich auf die Arbeit zu konzentrieren, verlangte ihr einiges an Kraft ab. Aber das würde sie schon aushalten, immerhin war sie Genin. Dass es windstill war, kam dem Mädchen auch zugute und so beachtete sie die nächsten zehn bis fünfzehn Minuten nicht mehr, dass der Himmel sich weiter verdunkelt hatte.

Plötzlich ging alles rasend schnell und Airika konnte gar nicht rasch genug reagieren, als ein greller Blitz den Himmel spaltete, gefolgt von einem lauten Donnern. Es hatte die ganze Zeit ein wenig gegrummelt, aber Airika hatte das gar nicht mitbekommen, weil sie so fokussiert war. Und als wenn das nicht schon genug war, erwischte das Schiff wie aus dem Nichts eine heftige Windböe, die es mit einem kräftigen Ruck zur Seite schob und alles nach links kippte. Jeder Mensch mit Verstand wusste zwar, dass so ein Windstoß ein solches Schiff nichts anhaben konnte. Die Hanabira zuckte erschrocken zusammen, konnte sich nicht rechtzeitig an den Strick vor ihr am Netz halten und verlor das Gleichgewicht. Jegliche Farbe verschwand aus ihrem Gesicht, panisch riss sie die Augen auf und mit einem Aufschrei hielt sich das Mädchen an das nächstbeste Seil fest, das in ihrer Greifnähe war. Es war eines der Seile, dass am Segel hing und noch nicht am Mast befestigt war. Sie schrie auf, das Adrenalin raste durch ihre Blutbahn, es rauschte in ihren Ohren und sie hatte das Gefühl, dass sie für einen kurzen Moment sehr viel Kraft entwickeln konnte, damit sie in der Lage war, ihr ganzes Körpergewicht mit nur einer Hand festzuhalten. Ängstlich griff sie mit der anderen Hand danach. „Oh Gott, oh Gott, scheiße!“, rief sie ängstlich. Zu ihrem Leidwesen hatte sie auch noch nach Unten gesehen und jetzt wurde ihr mit einem Mal bewusst, wie weit sie oben war. „Oooooh Gooooott!“, schrie sie. Eigentlich war Airika nicht so nah am Wasser gebaut, aber wenn sie Panik bekam, dann war sie es… Tränen liefen ihr die Wange herunter. Das Seil baumelte hin und her und durch ihr Körpergewicht wurde der Pendeleffekt natürlich noch verstärkt. Sie konnte sich nicht bewegen, erstarrte, kniff die Augen zusammen und wagte nicht, auch nur einen Muskel zu bewegen. Die Hanabira fühlte sich wie gelähmt und hatte das Gefühl, dass das Leben an ihr vorbeilief wie bei einem Film. Eine gute Kunoichi hätte einen kühlen Kopf bewahrt und hätte sich eine Strategie überlegt, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Doch Airika wäre nicht Airika, wenn sie das könnte. Wäre auch zu schön…

@Akinawa Izuya | @Kajiya Ayumi
 
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Kajiya Ayumi

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Freudig nahm die kleine Kajiya wahr, dass Izuya sein Bankdrücken unterbrach, den beiden Seefahrerinnen die kalte Schulter zeigte und sich stattdessen ihr zuwidmete. Ayumi lauschte Izuyas Worten und Erklärungen sorgfältig und geduldig - so etwa für dreieinhalb Sekunden. Dann wurde ihr die Theorie schon zu langweilig und sie nickte und versuchte, das Gerede ein wenig abzukürzen. "Ja, voll und ganz bereit!", antwortete sie dem Akinawa noch ehe dieser seine Frage richtig beendet hatte, und drängte in Richtung eines freieren Stückes an Deck, wo die beiden genug Platz zum Üben und Trainieren hatten.
Die erste Technik, die Izuya ihr zeigte, war der Konoha Senpuu. Glücklicherweise hatten die beiden den gleichen Taijutsu-Stil gelernt, so war die Schwarzhaarigen mit Grundstellungen und Schritttechniken des Akinawas ein wenig vertraut und es konnte gleich ans Eingemachte gehen. Natürlich bestand Ayumi darauf, dass Izuya die Technik erst einmal an ihr demonstrierte. Der Blauhaarige ließ Ayumi, nach ein wenig hin und her, wissen, wohin er sie treten würde. So konnte die Taijutsu-Schülerin sich auf das Blocken konzentrieren. Und obwohl Ayumi den Drehtritt gegen ihren Oberarm abblockte und sogar die Rüstung an der Stelle noch einmal ein wenig verfestigt hatte (und obwohl Izuya sich höchstwahrscheinlich zurückgehalten hatte), hätte der Treffer Ayumi beinahe die Schulter ausgekugelt. Mit großen Augen blickte sie zu Izuya nd bewunderte, wie stark der Blauhaarige war. "Jetzt ich!", verkündete Ayumi und machte sich dann unter Izuyas Anweisung selbst daran, den Konoha Wirbelsturm zu praktizieren.
Es benötigte einige Zeit, bis Ayumi den Dreh raushatte und Anlauf, Absprung und Drehung richtig miteinander kombinieren konnte. Izuya hatte sich als "Ziel" angeboten (denn Ayumi war der festen Überzeugung, dass der Chuunin wohl das Unzerstörbarste hier an Bord der Feuerroten Perle war) und konnte so Ayumis Fortschritte aus direkter Nähe betrachten und ihr Tipps und Hinweise geben. Die Kajiya war einige Male auf den Holzboden geknallt, war mehrfach einfach direkt in Izuya hineingesprungen und schaffte es, unbeabsichtigt, einmal sogar, seine Deckung zu umgehen und ihm - erneut - die Hacke ins Gesicht zu donnern. Doch nach unzähligen, anstrengenden Abläufen hatte die kleine Taijutsuka den Konoha Wirbelsturm so gut drauf, dass sie ihn regelmäßig einsetzen konnte und auch so grob dahin traf, wo sie hinzielen wollte.

Doch noch war nicht aller Tage Abend - es war sogar erst Mittag - und bei einer kurzen Pause überredete Ayumi Izuya, ihn noch eine der beiden fortgeschrittenen Techniken, von denen der Blauhaarige gesprochen hatte, ebenfalls beizubringen. Es hatten sich ein paar Wolken am Himmel gebildet und die Sonne brannte nicht mehr ganz so gnadenlos auf die Feuerrote Perle und die Leute, die auf ihr unterwegs waren, herab. Trotzdem war Ayumi vom ganzen Training ziemlich verschwitzt. Klara hatte Izuya und ihr ein wenig Wasser zu trinken gebracht und Airika kraxelte gerade in der Takelage herum und ließ sich ins Konten-Schlagen einweisen.

Gierig schüttete Ayumi sich etwa einen halben Liter Wasser am Stück den Rachen hinab (Dehydrierung ist der Feind!), kippte sich einen Schubser über die Haare und reichte den Wasserkrug dann an Izuya weiter. "Also wenn wir von einem kleinen Wal angegriffen werden, den kannst du dieses Mal mir überlassen!", beschloss Ayumi, denn auf ihre Trainingsergebnisse war sie superstolz und ihr toller Trainer musste das natürlich auch wissen. Die Kajiya saß im Schneidersitz an Deck und genoss den kühlen Seewind auf ihrem verschwitzten Gesicht. Genüsslich reckte und streckte sie sich und öffnete dann die Schnallen an ihren Stahl-Armschienen. Ayumi war es zwar gewohnt, Rüstung zu tragen, tat es sogar die meiste Zeit, doch sich ein wenig leichter zu machen, war auch gut. Und die kurze Pause, die die beiden Taijutsuka gerade einlegten, lud gerade dazu ein. Mit ein wenig Klappern streifte die Schwarzhaarige die beiden Panzerteile von den Armen und rieb sich danach die Unterarme ein wenig. "Denkst du, wir müssen nachher gegen Piraten kämpfen? Ich hab noch nie Piraten gesehen!", erklärte Ayumi aufgeregt, warf dann aber einen Blick über die Schulter zu Capitana Shuri. "Glaube ich." Die vollbusige Seefahrerin war Ayumi irgendwie heute besonders suspekt. Ein Gedanke schoss durch den Kopf der Schmiedin.
Mit einem dumpfen "Bonk" fiel auch Ayumis Brustpanzer zu Boden, nachdem sie drei Lederriemen geöffnet hatte. Die Schmiedin ließ die Schultern ein wenig kreisen, schob all ihre Rüstung auf einen Haufen (man musste ja nicht alles übers Deck verteilen) und dann tat die Kajiya es dem Akinawa gleich und schlüpfte aus der oberen Hälfte ihres Kampfanzuges. Nachdem sie die Arme aus den Ärmeln befreit hatte, wurde ihr Anzug nur noch an der Hüfte von ihrem Gürtel gehalten, oberhalb war Ayumi nun komplet entblößt - natürlich bis auf die Bandagen, die sie sich um ihren Brustbereich gebunden hatte. "Ich versuch das mit dem Training auch mal so!", erklärte sie Izuya, der ja derzeit auch oben ohne unterwegs war. Dann hüpfte Ayumi auf die Beine und funkelte ihren Trainer und Freund auffordernd an. "Jetzt den Dai Senpuu!"

So verbrachten Izuya und Ayumi noch einige Momente mit dem Training, doch spätestens als es dann zu Stürmen und Winden anfing, beendeten die beiden die Übungen und halfen an Bord des Schiffes aus, wo auch immer sie konnten. Ayumi hatte sich wieder angekleidet und auch den Eisenharnisch wieder angelegt, wofür manch einer der Seefahrer sie ein wenig seltsam ansah. "Du weest, wenn de damit ins Meer fällst, dann sinkst'e wie n Stein.", mahnte Carlos Stahl sie, doch Ayumi winkte lächelnd ab. "Dann fall' ich einfach nicht ins Meer.", antwortete die Kajiya selbstsicher. Das war natürlich nicht, was sie meinte. Die Schwarzhaarige hatte mittlerweile den Wasserlauf drauf und zur Not konnte sie Ihre Rüstung mit ein paar Handzeichen einfach loswerden. Aber so kompliziertes Ninja-Zeug musste sie dem armen Carlos ja nicht auf die Nase binden.
Ein heftiger Blitz erleuchtete den sich mittlerweile schlimm verdunkelten Himmel und ließ Ayumi vor Schreck zusammen zucken. Zwar war sie selber eine überaus mächtige Raiton-Nutzerin, doch der Blitzschlag mit dem folgenden Donnergrollen hatten sie ein wenig überrascht. Doch Ayumi war nicht die einzige, die vom scheinbar von einem Moment auf den anderen einsetzenden Gewitter überrascht war. Über ihrem Kopf hörte Ayumi die rothaarige Airika nach Hilfe und den Göttern schreien. Ein Blick zu den Segeln offenbarte, dass die Genin wohl gestürzt war und sich nun panisch an einem Seil festklammerte, um nicht in den sicheren Tod zu stürzen. Ayumi tat natürlich, was jede gute Kollegin und jeder sensible Mensch in diesem Moment getan hätte, und lachte das Trampeltier erstmal aus. "Bwahahaha!", ließ sie schadenfroh verlauten, doch ihr Gelächter verstarb schon im nächsten Moment, als ihr auffiel, dass die Situation wohl tatsächlich ein wenig ernster war.
Schulterzuckend ging Ayumi in die Startposition eines Hundertmeter-Sprinters. "Zeit, dass die großartige Ayumi vom Kajiya-Clan den Tag rettet.", sprach sie mehr zu sich und rannte dann, wie von der Hornisse gestochen, los. Ihre Schritte führten sie zügig und zielstrebig auf den Mast zu, der der baumelnden Airiga am nähesten war. Mit einem großen Sprung und der Zuhilfenahme des Wipfellause wandelte sie ihren horizontalen in einen vertikalen Spurt um und schon nach wenigen Augenblicken war Ayumi den Mast soweit hinaufgerannt, dass sie grob auf einer Höhe mit Airika war. "Hey, ähm, nicht loslassen!", rief sie ihrer coolen Kollegin zu, die gerade alles andere als cool blieb, und griff dann nach der Kettensichel an ihrem Gürtel. Beide Hände vom Holzmast zu nehmen und sich ganz darauf zu verlassen, dass ihr Chakra sie halten würde, kostete Ayumi erst ein bisschen Überwindung, weshalb sie einen kurzen Moment zögerte, doch nachdem sie sich getraut hatte, fühlte es sich fast schon normal, natürlich an.
Ayumi nah das Ende ihres Kusari-Gamas, an dem das Metallgewicht befestigt war, und begann, es zu wirbeln und in Schwung zu versetzen. Dann schleuderte sie das Gewicht in einer kreisenden Bewegung auf Airika zu mit dem Plan, es irgendwie um den Körper der Rothaarigen zu schlingen. Doch durch das Rumgependele Airikas verfehlte Ayumi sie. "Halt mal still, verdammt!", rief die kleine Schmiedin ihrer Kameradin zu, holte die Kette ihres Kusari-Gamas ein und startete einen neuen Versuch.
Der vierte klappte. Irgendwie hatte Ayumi es geschafft, dass die Kette mit dem Eisengewicht um einen der Fußknöchel Airikas gewickelt hatte. "Weiter festhalten!!", rief sie der Rothaarigen zu und zog sie, wie einen Fisch an der Angel, Stück für Stück weiter zu sich in Richtung des Mastens. Wind und auch ein nun einsetzender Nieselregen machten die Rettungsaktion nicht gerade einfacher, aber Airika und Ayumi machten Fortschritte. Und zur Not würde Izuya die beiden einfach fangen, oder?

@Akinawa Izuya @Hanabira Airika
 

Tetsuya Daisuke

Chuunin
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Eine ganze Weile hatte der Tetsuya neben seinem schläfrigen Kameraden gesessen. Wie auch immer er das geschafft hatte, der arme Kerl war ohnmächtig. Da hatte der Kleine sich doch gerade so halbwegs in seine Führungsposition eingefunden und schon stapfte er in das nächste Fettnäpfchen. Das war schon beinahe ein Talent. Daisuke wollte das nicht überbewerten. Ray schien eine dicke, auffällige Beule am Kopf zu haben, aber er hatte immerhin keine Platzwunde und wirkte auch sonst soweit in Ordnung. Nur ein Nickerchen machte er also noch. Das ließ sich abwarten. Gähnend lehnte der weißhaarige Chuunin sich zurück und blickte hinaus aufs Meer. So ein Nickerchen hätte er auch vertragen können...

Gerade als ihm beinahe die Augen zufallen wollten, schnellte der müde Körper seines Kollegen plötzlich in eine aufrechte Position und machte nach Luft schnappend einen Lärm, der den Chuunin an der Pforte zum Traumland wieder wachrüttelte. Was war denn nun passiert? Der Rotschopf schien verwirrt, weshalb der Tetsuya ihm einen Moment ließ, um im Hier und Jetzt anzukommen. „Na Dornröschen, ausgeschlafen?“, fragte er erfreut über die ruckartige Genesung seines Kollegen und verschränkte die Arme vor der Brust. „Du bist wieder da wo du hingehörst. Nachdem ich dich aufgesammelt habe, habe ich dich wieder mit hierher genommen. Was zum Geier hast du da unten angestellt?“ Es wäre wohl etwas feinfühliger, wenn der Chuunin sich die Zeit nahm zu erklären wo genau Ray war und was sie hier machten, aber das war Daisuke. Der hatte es nicht so mit dem Mitdenken. Für ihn war das logisch. Sollte es also auch für den Hayabusa sein.
Datenverarbeitung schien in der angeklopften Rübe noch zu funktionieren, denn auch ohne große Erklärungen des Weißhaarigen ging dem jungen Chuunin nun ein Licht auf. Was redete der Junge denn da? Ein sonderbarer Traum, der Schatz und Atemnot? Wo kam das alles her? Daisuke legte den Kopf schief und ließ den Hayabusa erstmal reden. Vielleicht hatte er sich das Hörnchen doch etwas mehr angeditscht als vermutet? Seine Schwester pflegte zu sagen, dass man bei einem Schlag auf den Kopf besser noch mal vor die andere Seite haut, damit alles wieder in der richtigen Richtung tickt. Davon hatte Daisuke wohl ein paar zu viel bekommen, wenn er das wirklich glaubte... Jedenfalls schien Ray wieder in der Realität angekommen zu sein und erklärte, dass er sich wohl den Kopf gestoßen hatte. „Jap, genau das habe ich auch festgestellt. Bist jetzt ein Einhorn.“, stellte er prustend fest und vernahm dann das laute Geräusch des Magens seines Kollegen. Da könnte Daisuke doch direkt mit einstimmen. „Keine Ahnung, so genau weiß ich's auch nicht. Seit ich dich gefunden habe schon so ein halbes Stündchen vielleicht. Lass uns den Kapitän nach was Essbarem fragen. Der versteht das sicher!“ Und wie er das tat. Sobald die beiden Jünglinge zu dem lässigen Kapitän kamen, erfreute sich jener an ihrer Gesellschaft. Er erklärte, dass sie bald da waren und eine Stärkung wohl angemessen war. So schaufelten sie sich zu dritt etwas rein und das Leben sah für Daisuke zumindest direkt erstmal besser aus...

Zumindest bis einer der Matrosen rief, dass die Festung in Sicht war. Sie waren gerade fertig damit sich die Bäuche vollzuschlagen und eigentlich wäre ja jetzt ein Verdauungspäuschen angemessen, aber ne... Da war die Festung. Gemeinsam mit dem Kapitän gingen sie nach oben an Deck, wo man es mit bloßem Auge nur als einen braunen Fleck in im unendlichen Blau des Meeres erkannte. Das Fernrohr wurde herumgereicht und jeder konnte einmal einen blick hineinwerfen. Sowas... „Das sieht aus wie ein Haufen Schiffe zusammengeklebt mit Bastelleim.“, stellte der riesige Chuunin fest. Eigentlich wäre das die Art Satz, die dem Kapitän ein Lachen entlockte, doch gerade war er sichtlich angespannt. „Diese vermaledeiten Piraten... Die werden sich schon wundern, wenn wir uns zurückholen, was uns gehört!“ Wie meinte er das denn? Hatte Daisuke irgendwas verpasst? Mhm... Auf der anderen Seite war da etwas dran. Die Festung war alt und wirkte verlassen. Das konnte man schon in der Ferne ganz gut erkennen. Und was die Piraten als ihr Hab und Gut bezeichneten, war meist von den normalen Menschen und Seglern geklaut. Der Kapitän musste hier eine Art Genugtuung empfinden, wenn er von den Piraten klauen konnte. Für Daisuke waren das nur ein Haufen Schiffe und er war nicht ganz sicher was man da so finden sollte... Aber jemand wird sich schon etwas dabei gedacht haben, wenn man sie dorthin schickte. „Ob da noch jemand rumhängt?“, dachte er quasi laut und warf einen Blick zu Ray. Dessen rote Beule lenkte ihn beinahe wieder vom Thema ab. Ob man die wieder reinschieben konnte?

 

Akinawa Izuya

Chuunin
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Für den Blauschopf war es überhaupt kein Problem, die beiden Seefahrerinnen zurück zu lassen, um sich um Ayumi zu kümmern. Zwar betrachtete Izuya sie hier alles als Kameraden, aber da die Kajiya ein besonderes Interesse an seinem Taijutsu zeigte, war sie eben die Nummer Eins an Bord. Ihr etwas beibringen zu dürfen, empfand er außerdem als große Ehre, denn in Shirogakure betrachtete man ihn stets als Nulpe, der mit Chakra und Ninjutsu nichts anfangen konnte. Klar hatte Izuya nur seinen Schwertkampf und das Taijutsu, aber auf dem Gebiet machte ihm selbst Hyuuga Mari nichts vor. Außerdem war Izuya gegenwärtig der Shinobi in Shirogakure, der die größte Körperkraft aufwies. Das jemand zu ihm aufsah und etwas von ihm lernen wollte, kam im Grunde nie vor, weswegen er sich sehr darüber freute, dass Ayumi auf ihn zugekommen war. Die Kajiya bestätigte, dass sie voll und ganz bereit war, während Airika zur Takelage abberufen wurde. Die Hanabira war groß und eignete sich daher super für diese Arbeit. Der Teamleiter freute sich, dass die Crew sie so herzlich aufgenommen hatte. Das letzte Abenteuer hatte diese Truppe schon zusammen geschweißt. „Also beim Konoha Senpuu sind Kraft und Geschwindigkeit der Schlüssel. Dieser einfache Drehtritt wird zu einer gefährlichen Waffe, wenn du akkurat zielst und deinen Gegner voll treffen kannst“, erzählte er Ayumi also. „Am einfachsten geht dies mit Anlauf. Verfügst du über genug Kraft, geht es auch aus dem Stand“, fügte er an. Die Theorie war zum Glück sehr simpel, deswegen konnten sie zügig ans Eingemachte. Zusammen begaben sie sich an einen freien Platz an Deck und Izuya erklärte Ayumi kurzerhand, wohin er sie treten würde. Und dann setzte er auch schon an und vollzog einen Konoha Senpuu, wobei er seine Kraft natürlich etwas im Zaum hielt. Trotzdem konnte er spüren, wie die Kajiya beim Blocken deutlich zu spüren bekam, wie kräftig er war.

Es war nun an der Zeit für die Kajiya, diese Technik zu üben. „Greif mich an. Ich werde mir deine Fortschritte direkt ansehen und Hilfestellung geben, falls nötig“, erklärte er seiner temporären Schülerin und schon ging es ans Eingemachte. Die Kajiya übte und übte, doch zeigte sie Potenzial und Talent im Taijutsu. Es dauerte nicht lang und sie bekam den Dreh im wahrsten Sinne des Wortes raus. Ihr passierten zwar einige Unfälle auf dem Weg und interessanterweise hatte sich ihre Hacke auch einmal in seinem Gesicht verirrt, aber alles in allem war das Training erfolgreich. Izuya brauchte nur rudimentäre Tipps geben und trainierte sie mit einem Lächeln auf den Lippen, denn es machte ihm wirklich Spaß mit ihr zu arbeiten. Sie war so voller Energie und mit Herzblut bei der Sache, das mochte er sehr an ihr. Es reichte sogar tatsächlich noch, um ihr nach einer kurzen Pause, die aufbauende Dai Senpuu Technik beizubringen. Das viele Training brachte die zwei ordentlich ins Schwitzen und auch wenn sich der Himmel verdunkelte, so war es dennoch ziemlich warm…oder eher schwül. Stand ein Gewitter bevor? Möglich. Izuya nahm den dankend den Wasserkrug von Ayumi entgegen und trank etwas daraus, ehe er sich den Rest über den Kopf goss. Das war einfach ein wohltuendes Gefühl, wenn da nicht ständig diese gierigen Blicke von Shuri und Klara wären. Das brachte ihn beinahe aus dem Konzept und andauernd zankten die sich, wenn Izuya eine von den beiden angelächelt hatte. „Der nächste Wal gehört dir, versprochen!“, grinste der Akinawa und hatte ebenso auf dem Deck Platz genommen, allerdings hatte er sich etwas nach hinten gelehnt und stützte sich mit den Armen ab. Noch immer war er Oberkörperfrei und genoss den kühlen Wind auf seiner Haut, die durch den Schweiß etwas zu glänzen begann und die Muskulatur deutlicher betonte.

„Ich hoffe nicht, dass wir gegen irgendwen kämpfen müssen“, entgegnete der Chuunin, musterte Ayumi kurz und warf dann einen Blick hoch zu Airika. „Ich kann mich nicht auf einen Kampf konzentrieren, wenn ich euch beschützen muss“, gab er offen seine Sorge zu. Klar. Ayumi und Airika waren beides Kunoichi, fähig und talentiert aber noch längst nicht so weit, um ein ernstes Gefecht auf Leben und Tod zu bestreiten. Von den Fähigkeiten vielleicht, aber mental ganz gewiss nicht. Den Punkt mit den Piraten ließ der Akinawa gänzlich außen vor, denn er hielt Capitana Shuri definitiv für eine, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Plötzlich legte Ayumi immer mehr Teile ihrer Rüstung ab und zog oben herum auch noch blank. Gut, die Bandagen verdeckten zwar den Brustbereich, verfälschten aber nicht ihre Weiblichkeit. Die Wangen des Taijutsuka färbten sich etwas rot und schon wich er mit seinen Blicken schräg gen Himmel aus, den Körper etwas eindrehend. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Ayumi es ihm gleichtat, kannte er sie schließlich nur in einer Rüstung. Izuya vergas gelegentlich, dass die Kajiya nicht nur eine schleichende Kunoichi war, sondern auch eine attraktive, heranreifende Frau. „Je weniger Gewicht man mit sich trägt, desto schneller kann man sich bewegen“, erklärte Izuya dann auf ihre Aussage hin und schmunzelte, ohne zu ihr zu schauen. Diese peinliche Berührtheit erreichte aber ihr schnelles Ende, als es nun zum Dai Senpuu ging. Ayumi war Feuer und Flamme, also war Izuya es auch. Und so verbrachten die zwei noch weitere Zeit damit, die Technik zu trainieren, damit die Kajiya zukünftig im Nahkampf ein breiteres Repertoire zu bieten hatte.

Plötzlich begann es zu stürmen und sie halfen an Bord, wo sie nur konnten. Mit seinen starken Armen unterstützte der Blauschopf am Ruder, denn so konnte er gegen die Windböen ansteuern und nebenher seinen Trizeps trainieren. Das einsetzende Donnergrollen zeugte vor allem davon, dass sie einem echten Unwetter nicht mehr fern waren, denn allmählich nieselte es und zu allem Überfluss schien Airika gerade in großen Schwierigkeiten zu stecken. „Mist!“, fluchte Izuya, übergab das Steuer und rannte auf das Oberdeck zurück, doch Ayumi hatte sich bereits heldenhaft in die Rettungsaktion gestürzt. Sie erklomm den Mast, schaffte es nach mehrmaligen Versuchen die Hanabira mit ihrem Kusarigama zu erwischen und versuchte sie dann gen Mast zu ziehen. Der Nieselregeln und die starken Windböen machten das Manöver nicht leicht, doch gerade jetzt war ein Augenblick, den Izuya verfluchte. Ohne Baumlauf war es verdammt schwierig da hoch zu kommen und akkurat zu helfen, also musste er umdenken. Gerade wollte sich Izuya daran machen, den beiden Damen zu helfen, als Carsten einen panischen Ruf von sich gab. Der Blauschopf drehte sich um und erkannte eine riesige Welle auf die Feuerrote Perle zukommen. „Oh nein…“, murmelte er und blickte dann hinauf zu seinen Teamkameradinnen. „Ausnahmsweise…“, meinte Izuya und setzte sich kurz auf den Hintern, stülpte die Beinstulpen herab und löste die schweren Trainingsgewichte von seinen Beinen, die so schwer waren, dass sie beim Wellengang nicht mal auf dem Deck hin und her rutschten. „So kann ich mich besser bewegen!“ Izuya raste los und war augenblicklich um ein vielfaches schneller als zuvor, weswegen er seine Körperkraft und seine Geschwindigkeit dazu nutzte, um zwischen den Masten hin und her zu springen, denn auch so konnte er sich in die Höhe begeben. „Und locker lassen, Ayumi!“, meinte der Taijutsuka und sprach damit die Kusarigama-Kette an, denn nun konnte er Airika an sich nehmen und sicher zurück an Deck bringen. Gesagt, getan. „Geht es dir gut?“, hakte er sofort bei ihr nach und bemerkte dann, wie nah die Welle schon war. Es blieb keine Zeit mehr für eine Wiederholung und herab klettern oder gefahrlos springen war für die Kajiya auch nicht mehr drin. Der Taijutsuka ging in Position. „Lass dich fallen, ich fange dich!“, wies er ihr an und versicherte ihr zugleich, dass er sie auffangen würde. Und dann ließ sich die Kajiya auch schon fallen. Kurzerhand fiel die Genin ihm in die Arme und er hielt sie so, als würde er sie über die Türschwelle ins Eheglück tragen wollen. „Alles in Ordnung?“, fragte er sie sogleich und für einen kurzen Augenblick blieb die Zeit stehen, während er ihr in die Augenblickte. Dann schlug auch schon die Welle ein und brachte die Feuerrote Perle zum Erschüttern, wodurch Izuya das Gleichgewicht verlor und nach hinten fiel. Etwas unsanft knallte er rücklings auf das Deck, wodurch Ayumi kurzerhand auf ihm zu liegen kam. Wieder schoss dem Chuunin die Röte ins Gesicht.

Capitana Shuri steuerte das Schiff inzwischen aus dem Sturm heraus, damit die Feuerrote Perle nicht sank. Die Windböen hätten das Schiff zwar nicht in die Knie gezwungen, aber das Unwetter mit der Zeit gewiss. Und dann sollte sich die Feuerrote Perle auch schon allmählich der gefundenen Piratenfestung nähern. Es waren mehrere Piratenschiffe, die miteinander verbunden waren und somit eine Gesamtkonstruktion ergaben, die dadurch beinahe wie eine Festung befestigt war. „Wir haben Sie gefunden!“, rief Shuri über das Deck, während sie das Gewitter hinter sich ließen. Doch da war noch ein anderes Schiff, welches sich der Festung näherte, aber aus einer anderen Richtung. Der Wettlauf mit der Zeit hatte begonnen.

@Kajiya Ayumi @Hanabira Airika @Tetsuya Daisuke @Hayabusa Ray

(Für Sora: Post hat keinerlei Relevanz für euer Team, mit Ausnahme der letzten zwei-drei Sätze.)
 

Kajiya Ayumi

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Ayumis Rettungsversuch ging nur schleppend voran. Der immer stärker werdende Seegang, der mit dem Unwetter einherging, brachte die Feuerrote Perle gefährlich zum Wanken und es forderte der jungen Schmiedin einiges an Balance ab, nicht einfach den Mast herunterzupurzeln. Sie war sich zwar sicher, dass sie ein paar Meter Sturz durchaus überleben würde, doch vermeiden wollte sie es trotzdem. Mit beiden Beinen und einem Arm fest um den Mast geklammert, hatte Ayumi nur noch eine Hand übrig, mit der sie nun versuchte, die wild durch die Luft pendelnde Airika irgendwie zu sich selbst zu ziehen. Doch gelingen wollte das der schwarzhaarigen Kunoichi nicht so recht. Der kalte Regel ließ ihre Hände klamm und ungelenk werden, ihre Finger schmerzten und die Kette, an der Airikas Körpergewicht hing, festzuhalten, fiel der Kajiya immer schwerer und schwerer.
Doch dann konnte sie Izuya sehen. Wie ein blauer Blitz schoss er zwischen den Masten des Schiffes hin und her, gewann damit rapide an Höhe. Er rief Ayumi etwas zu, doch über das Tosen des Sturmes und das Rauschen am Schiff brechender Wellen konnte sie ihn nicht wirklich verstehen. "HÄ?!", rief sie ihm zu, doch als er dann zum Sprung in Richtung Airika ansetzte, blickte Ayumi so mehr oder weniger, was Izuya von ihr wollte. Wie einen Apfel vom Baum pflückte Izuya die Rothaarige von dem Seil, an dem sie hing. Schnell spürte Ayumi, wie sich der Zug an der Kette des Kusarigamas erhöhte und da sie die Waffe nicht einfach von Airikas Fußknöchel lösen konnte, tat sie das nächsbessere und schleuderte den Sichel-Teil ihrer Waffe einfach Izuya hinterher - zielte dabei aber natürlich nicht direkt auf den Blauhaarigen sondern warf die Sichel nur grob irgendwo neben ihn.
Izuya kam mit Airika auf dem Schiffsdeck auf und die rothaarige Kunoichi war so fürs erste gerettet. Ein wenig erleichtert sah Ayumi zu ihren beiden Teamkameraden hinab und erkannte dann, wie Izuya die Arme für sie ausbreitete. Erneut rief er ihr etwas zu. "HÄÄÄ?!?!", wiederholte Ayumi sich eloquent, zuckte dann mit der Schulter und ließ sich fallen. Izuya würde schon seine Gründe haben.
Nasskalte Luft zerrte an den Klamotten Ayumis, während sie auf Izuya hinabstürzte. Einen kurzen Augenblick dachte die Schwarzhaarige noch daran, ob sie irgendwie ihre Rüstung loswerden sollte, um in Izuyas Armen nicht ganz zu sehr den Eindruck eines Kanonenballs zu hinterlassen, doch noch ehe sie den Gedanken zu Ende gedacht hatte, war sie schon in den muskulösen Armen des Basketballspielers gelandet. Er hielt sie fest und blickte ihr direkt in die Augen. Doki. Izuya erkundigte sich nach Ayumis Wohlbefinden und einen kurzen, peinlichen Moment brachte die Schwarzhaarige keinen Ton heraus. Die Röte schoss ihr in den Wangen und der Kopf Ayumis fühlte sich so heiß an, dass sie sich sicher war, die Regentropfen würden an ihrer Stirn einfach so verdampfen. "J...", Weiter als einen Buchstaben kam sie nicht, denn eine riesige Welle erfasste die Feuerrote Perle und schleuderte Ayumi und Izuya umher. Irgendwie landete sie dabei dirket auf Izyua oben drauf. Doki Doki. Schnell wälzte sie sich vom Blauhaarigen herunter, kullerte zweimaleinhalb Mal übers Deck und blieb auf dem Rücken liegen. Einen Moment lang starrte sie einfach in den sturmverhangenen Himmel, sah die Regentropfen auf sie hinabfallen. Dann biss sie sich kräftig auf die Zunge und ließ den Schmerz dafür sorgen, dass sie wieder auf klarere Gedanken kam. Eine Kunoichi musste Herrin über ihre Gefühle sein.

Als Ayumi sich wieder aufrichtete, ging sie erst zu Airika. Das schien wie eine gute Ablenkung. "Na, Hängepartie überstanden?", wollte sie - charmant wie eh und je - wissen. "Sahst ganz schön dämlich aus da oben.", fügte sie noch feinfühlig hinzu und haute Airika die Faust gegen die Schulter. "Aber Respekt, das war voll hoch!"
Den Rest der kurzen Reise verbrachte Ayumi lieber für sich selbst. Izuya hatte ihr zuvor etwas gesagt, dass sie - nun, nachdem die Lebensgefahr und der Sturm überstanden waren - ein wenig zum Nachdenken gebracht hatte. Und Nachdenken war definitiv keine von Ayumis Stärken, deshalb durfte sie sich dabei nicht stören lassen.
Izuya wollte nicht kämpfen, da er Airika und Ayumi beschützen musste. Das tat ein wenig weh. Sicher, der Blauhaarige hatte als Shinobi schon mehr Erfahrung gesammelt als Ayumi selbst, doch von ihm als Last angesehen zu werden, das verletzte die kleine Schmiedin. Also gab es nur eine Sache, die sie tun konnte. Auf der Mission würde sie Izuya beschützen, nicht andersrum. Wenn er sie von einem wilden Keiler und einem Sturz vom Mast gerettet hatte, dann würde Ayumi irgendetwas tun, das die Waage wieder ausbalancieren würde. Etwas, was Izuya dazu bringen würde, sie als "auf der selben Höhe" anzusehen.
Und zwischen einer Festung voller Piraten, einem verschollenen Schatz und einem anderen Schiff, das vermutlich andere Schatzjäger beherbergte, würde ja hoffentlich etwas dabei sein, vor dem Ayumi Izuya retten konnte. Die Schwarzhaarige blickte über die Reling, betrachtete die Piratenfestung und das Schiff, dass sich von einer anderen Seite der Feste näherte, holte dann tief Luft und drehte sich zum Rest der Crew und des Teams um. Bei dieser Mission ging es fortan um mehr als nur einen Schatz, es ging um Ayumis Solz. "Carlos, wie kann ich helfen?", rief sie nach Carsten Stahl. Es gallt nun, das andere Schiff zu schlagen und zuerst an der Festung zu sein.
 

Hayabusa Ray

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"Tetsuya, vielen Dank dir." eröffnete Ray mit etwas belegter Stimme das Gespräch, nachdem die beiden zusammen mit dem Kapitän, der glücklicherweise auch sonderlich sauer auf den Chuunin war, erstmal ordentlich gegessen hatten. "Und danke für ihr Verständnis Kiriko." bedankte er sich auch noch bei dem Kapitän und tatsächlich saß der Falkenjunge gerade etwas deplatziert da, als ob ihm jemand die Flügel gestutzt hätte. Ihm war die ganze Sache wirklich, wirklich peinlich. Toller Missionsleiter war er und toller Chuunin. Er musste dringend an seiner Klaustrophobie arbeiten, vielleicht hatte Tetsuya da eine Idee. Ray blickte auf und kippte in dem Moment auch schon fast nach vorne, als die kräftige Seebärenpranke des Kapitäns auf seinen Rücken niedersauste. Lautes Gelächter dröhnte an sein rechtes Ohr und irritiert blickte er in die schelmisch funkelnden Augen des Seemannes. "Mach dir nichts draus, mein Junge." tönte der volle Bass und Ray atmete erleichtert auf. Was war er doch froh, dass diese beiden kräftigen Männer auf seiner Seite waren und so viel Verständnis für seine Fehler hatten. Ein wenig Röte tauchte im Gesicht des Jungen auf, dock glücklicherweise fiel das wohl keinem auf, denn in diesem Moment tauchte die Festung vor ihnen auf und sämtliche Aufmerksamkeit richtete sich auf den Horizont.

Ein Fernrohr wurde herumgereicht, doch die scharfen Augen des Falkenjungen brauchten solch eine Sehhilfe natürlich nicht und sahen wahrscheinlich trotzdem mehr. "Jap, das sieht ziemlich wild aus." stimmte Ray, der seine Augen leicht zusammengekniffen hatte dem Weißschopf zu. "Allerdings scheint dabei planmäßig vorgegangen zu sein. An dem linken, kleineren Schiff ist sogar so etwas ein Landesteg angebracht." fügte er hinzu und ließ seine Augen weiter über die Schiffsfestung gleiten.
"Ob da noch jemand rumhängt?" riss ihn die Frage von Daisuke aus seinen Beobachtungen und zauberter gleichzeitig ein sehr breites Grinsen in das Gesicht des Rotschopfes. Fast hätte er es vergessen, aber genau das war doch sein Spezialgebiet. "Das kann ich euch ziemlich genau sagen, sobald wir etwas näher dran sind."

Die ganze Crew machte sich daran noch einmal Fahrt aufzunehmen und ziemlich schnell kamen sie näher. Doch es war wieder Ray, der als allererstes das andere Schiff entdeckte, welches sich aus östlicher Richtung näherte. "Wir sind in jedem Fall nicht allein." informierte er Daisuke und den Kapitän und wenig später, sie waren nur noch gute 500m von der schwimmenden Festung entfernt, zeigte sich die Situation in ihrer ganzen Pracht. Die Festung an sich war schon ziemlich beeindruckend. Das Zentrum der Insel bildete ein gewaltiger Doppelmaster, sehr breit und noch relativ gut intakt. Links von ihm lagen zwei kleinere Einmaster, wobei der vordere eine Art Landungssteg besaß. "Den sollten wir ansteuern Kapitän." meinte er zu Kapitän Kiriko, woraufhin dieser alles daran setzte die Crew für das Landemanöver bereit zu machen. Beim rechten Teil der Festung ragte ein hoher Dreimaster aus den Fluten, dessen Deck sogar noch den des gewaltigen Frachters in der Mitte überragte. Vielleicht war dort das Hauptquartier der Festung untergebracht, zumindest sah dieses Schiff ein wenig prunkvoller aus, als der Rest der Festung und verdeckte auch zu einem großen Teil den Einmaster und das Piratenschiff, welches genau im Schatten dieses Dreimasters Anker geworfen hatte und tatsächlich nicht von ihrer Position aus zu sehen war.

"Alles klar, dann lasst uns doch mal fühlen, was uns hier alles erwartet." murmelte Ray und fing an sein Chakra zu konzentrieren (Fuuton: Kaze o Kanjiru). Ein leichter, sanfter Wind ging daraufhin von dem Hayabusa aus und strömte in alle Richtungen. Um sich besser zu konzentrieren schloss Ray die schwarzen Augen und fokussierte sich voll und ganz auf sein Gefühl. Wie Lichtpunkte ploppten nach und nach jede Menge Chakraquellen auf. Zwar konnte er mit seiner Technik nicht jeden abgeschlossenen Raum durchleuchten, aber glücklicherweise waren die Schiffe relativ luftig, sodass er sich nach einer Weile ziemlich sicher war alles geortet zu haben. Doch die erste Überraschung kam, als er das Chakra des weißen Riesen neben ihm wahrnahm. Auch wenn Chakramenge und Chakrakontrolle dieses Chuunin nicht außergewöhnlich hoch waren und Ray ihm in diesen Kategorien sogar überlegen war, überraschte ihn doch die gewaltige Tai-Jutsu Stärke des Riesens. "Wow, mit dir will ich definitiv nicht in den Nahkampf gehen." meinte er anerkennend zu dem Weißschopf und gleichzeitig realisierte er, dass die Katonfähigkeiten seines Partners auf einem Level mit seinen Fuutonfähigkeiten waren. Und für einen kurzen Moment fragte er sich erneut, wieso er als Leiter ausgewählt worden war. Daisuke war ihm klar überlegen und in diesem Moment war Ray sehr froh, dass er auf seiner Seite war. Doch das war nicht die einzige Überraschung, denn auf dem ankommenden Schiff erfühlte er neben einem Haufen Zivilisten drei weitere Shinobi, von denen er eine Signatur sogar kannte. "Airika?" entfuhr es ihm überrascht, als er die Chakrasignatur der Sorakunoichi wieder erkannte. "Das nenne ich mal einen Zufall." murmelte er zu sich selbst und gleich darauf runzelte er die Stirn, denn sein Fühlender Wind erfasste einen weiteren Shinobi mit einer außergewöhnlichen Chakranatur. Während die Taijutsufähigkeiten sogar noch die des Weißhaarigen überstiegen, war seine Chakrakontrolle quasi nicht existent und das obwohl er eine durchaus akzeptable Chakramenge besaß. Sogar mehr als die anderen beiden Soranin, die dafür aber in Ninjutsu deutlich besser waren. Darüber hinaus registrierte er noch mindestens ein Dutzend weiterer Nicht-Shinobi in der Festung von denen sich der Großteil auf dem prunkvollen Dreimaster befand.

"Ok, wir sind zwar in der Unterzahl, aber abgesehen davon dürften wir dazu in der Lage sein die Oberhand über dieses Schlachtfeld zu gewinnen, wenn wir unsere Karten richtig ausspielen." begann Ray und blickte zuversichtlich zu seinem Partner. "In der Festung befinden sich ungefähr zwei Dutzend Nicht Shinobi, ich vermute mal Piraten, aber da sich unter ihnen niemand mit Chakrafähigkeiten befindet, sollten sie kein allzu großes Problem für uns darstellen. Wenn es Piraten sind, dürften sie aber mit allen möglichen Tricks kämpfen, darauf sollten wir uns einstellen. Genjutsu hingegen haben wir nicht befürchten. Keiner der drei Shinobi aus Shirogakure beherrscht diese Kunst wirklich. Auch im Ninjutsu-Bereich haben wir wahrscheinlich nicht mal C-Rang Jutsu zu befürchten. Eine von unseren Gegner ist eine Genin, die frisch aus der Akademie kommt. Ich kenne sie sogar. Sie ist außerordentlich begabt im Schwertkampf, aber ansonsten noch ziemlich grün hinter den Ohren. Sie ist ein großer Rotschopf und dürfte noch nicht mal den Wasserlauf beherrschen. Der zweite Shinobi ist gleichermaßen gut in Nin und Taijutsu bewandert, beherrscht das Feuer und Blitzelement, allerdings noch auf relativ niedrigem Niveau. Dieser scheint ein wenig erfahrener zu sein. Am rätselhaftesten ist der dritte Shinobi. Nin und Genjutsu ist ebenso wie seine Chakrakontrolle quasi nicht existent. Dafür ist er was das Taijutsu angeht noch geschickter als du Daisuke. Ich vermute, es handelt sich bei diesem Shinobi um ihren Anführer." Ray legte den Kopf schief und dachte kurz nach, ehe er erneut das Wort ergriff. "Allerdings besitzt er trotzdem eine gewisse Menge an Chakra, was seltsam ist, da er dieses Chakra kaum kontrollieren kann. Vielleicht nutzt er es irgendwie in seinem Taijutsu-Stil. Er ist auf jeden Fall der gefährlichste. Das gute allerdings ist." und jetzt grinste Ray wieder sehr verschmitzt. "Die dürften kaum dieselben Informationen haben wie wir. Keiner von denen besitzt über die nötige Chakrakontrolle um ein vernünftiges Sensorjutsu zu wirken." Damit war der Falkenjunge mit seiner Situationsbeschreibung am Ende und wandte sich jetzt direkt an Kapitän Kiriko und Daisuke, denn er hatte schon einen Plan, wie sie das ganze angehen würden.

"Ich würde vorschlagen, wir versuchen die Kontrolle über die gesamte Festung zu erlangen." begann Ray erneut, woraufhin er einen skeptischen Blick von Kapitän Kiriko erlangte. "Bist du sicher, dass wir das schaffen Boss? Ich meine du hast selbst gesagt, dass wir in der Überzahl sind." "Ja schon." gestand Ray, doch mit blitzenden Augen fügte er gleich darauf hinzu. "Doch in diesem Fall schlägt Qualität hoffentlich Quantität. Wir werden an dem linken, kleineren Schiff landen. Da es das kleinste Schiff ist, haben die Piraten es in Ruhe gelassen. Ein paar ihrer Leute können es durchsuchen. Währenddessen kümmere ich mich um die Piraten auf dem Dreimaster. " "Schaffst du die denn?" warf der Bärtige ein, woraufhin Ray entschlossen nickte. "Sofern ich nicht unter Deck gehe schon. Die Seile und Masten sind ideal für meinen Kampfstil. Ich werd mir die Typen einzeln vorknüpfen und sie mit meinen Windjutsu über Bord befördern ohne dass sie in meine Nähe kommen. Daisuke, dich möchte ich derweil bitten die anderen Shinobi abzufangen. So wie es aussieht legen sie mit ihrem Schiff an der Spitze des hinteren Einmasters an. Konzentriere dich vor allem auf den Anführer von ihnen. Er ist die gefährlichste Unbekannte. Wenn du ihn aus dem Spiel nimmst, können wir die Kontrolle über die ganze Festung erlangen und sie dann in Ruhe nach den Schätzen durchsuchen." vollendete der Rotschopf seinen Plan. Kirikos Reaktion war ein Nicken, wobei Ray glaubte ein abenteuerlustiges Funkeln in seinen Augen wahrzunehmen. "Gewagter Plan, aber gefällt mir. Warum sich mit einem Stück zufrieden geben, wenn man doch den ganzen Kuchen haben kann." Der Vollbart des Seebärens verzog sich zu einem breiten, gefährlichen Grinsen und mit einem Schulterklopfen wand er sich von den beiden Chuunin ab. "Ich zähl auf euch beide." Auch Daisuke erklärte sich mit dem Plan einverstanden und daraufhin veränderte sich die gesamte Haltung und Ausstrahlung des Falkenjungens. Sein breites Jägergrinsen war im Gesicht aufgetaucht und wo er eben noch Ruhe ausgestrahlt hatte, strahlte er nun Wildheit und Jagdinstinkt aus. "Dann lass uns loslegen." Und mit diesen Worten erhob sich der Falke mit einem mächtigen Sprung in die Lüfte, um sich auf die ahnungslose Beute zu stürzen.
 
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Ayumi war die Rettung… naja, fast zumindest. Nachdem das Mädchen Airikas verzweifelte Schreie gehört hatte, ist sie ihr zu Hilfe geeilt und hat versucht, sie mithilfe einer Kette um ihrem Fußknöchel auf die Plattform zu schieben. Das gelang der Schwarzhaarigen aber nicht so recht, weil Airikas Körper durch das Schaukeln des Schiffes ziemlich stark hin- und herpendelte. „Was kann ich denn dafür! Ich häng hier wie ein Stück Fleisch am Haken… Oh mein Gott, ich kann mich nicht mehr lange halten, meine Finger… Verdammt, sie tun so weh…“, jammerte das Mädchen und kniff die Augen zu. Ihre Muskeln waren zum Zerreißen angespannt, unaufhörlich blickte sie in den Abgrund, Angstschweiß lief ihr über das helle Gesicht, das sich langsam mit den Regentropfen mischte, die jetzt vom Himmel auf sie herabprasselten. Immer und immer wieder versuchte, ihrer Kameradin die Kette um den Körper zu schlingen. Spielte das Mädel etwa Cowboy mit Lasso!? Airika spürte, dass die Kraft ihrer Finger langsam nachließ und sie anfing, langsam herunterzurutschen. Das Seil ratschte heiß an ihrer Haut, sie wusste, wenn sie hoffentlich gerettet war, dass ihre Handfläche gerötet war. Vielleicht hat sich sogar die obere Hautschicht gelöst. Doch endlich, endlich schaffte sie es! Allerdings war die Kette nicht um ihren Oberkörper, nein… Um ihren Fußknöchel. Wow, und wenn sie runterfiel, würde sie Ayumi mit in die Tiefe reißen. Die Hanabira hatte aufgrund ihrer Körpergröße mit Sicherheit ein größeres Gewicht und durch die Wucht, die durch den abrupten Fall entstünde, würde die Kajiya auch stürzen… Scheiße, was nun? Das Mädchen versuchte ihren Körper anzuspannen, damit Ayumi nicht nur ihre Beine Richtung Plattform zog. Doch das sollte nicht so ganz klappen.

Plötzlich kam die Rettung: Izuya! Der Kerl war der Hammer. Er sprang hin und her, in Wechselwirkung zwischen zwei Mäste und kam oben an, schnappte sich Airika und beförderte sie zurück auf sicherem Boden. Er fragte sie nach ihrem Befinden. „E-es geht schon.“, log sie. Sie hockte sich auf den Boden, denn ihre Knie sind weich geworden und sie war außerdem damit beschäftigt, ihre Finger zu entkrampfen. Vorsichtig und langsam, unter Schmerzen, öffnete und schloss sie die Hände und langsam lockerten sich die Muskeln. In der Tat waren auf der Fläche ein paar Schürfwunden – jedoch sahen diese nicht so schlimm aus, wie sie es vorher befürchtet hatte. Airika hob den Blick und sah, dass Ayumi sich fallen ließ, nur um in Izuyas Arme zu gelangen. Das war wie in einem schnulzigen Liebesroman. Doch der Schock ließ nicht zu, dass sie schmunzeln konnte. Nie wieder, nie, nie wieder würde das Mädchen auf diese Seile klettern. Das schrieb sie sich imaginär hinter die Ohren und stand mit wackeligen Beinen wieder auf, um kein allzu erbärmliches Bild von sich abzugeben. Nur ihretwegen ist der Schlamassel passiert. Sie hatte doch von Anfang an gewusst, dass Airika nur ein Klotz am Bein war. Izuya war unglaublich stark, Ayumi konnte schmieden und nützliche Waffen erschaffen und sie? Bis auf ein paar Jutsu, die jeder Anfänger konnte und vielleicht das Kenjutsu hatte sie nichts zu bieten. Das Mädchen badete in ihrem Selbstmitleid und ließ die Schultern hängen. Da spürte sie plötzlich, wie ihr jemand auf die Schulter klopfte. Hermann blickte sie aufmunternd an. „Hey Kleines, mach dir keinen Kopf. Hast gute Arbeit geleistet – das Segel sitzt jetzt fest.“ Ein misstrauisches, dünnes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. „Findest du? Naja, danke.“ Airika seufzte schwermütig. Verlegen ging sie auf die beiden Turteltäubchen zu. „Na, Hängepartie überstanden?“, fragte Ayumi Airika. „Sahst ganz schön dämlich aus da oben.“ Ayumi boxte ihr anerkennend auf die Schulter. In der Tat, es war hoch. Viel zu hoch für ihren Geschmack. Die Hanabira zwang sich ein Lächeln auf. „Tut mir leid, dass ich euch beiden solche Umstände bereite. Danke, dass ihr mich gerettet habt. Am besten werde ich einfach hier unten bleiben und versuchen, keinem zur Last zu fallen“, lachte sie und klang dabei ziemlich resigniert. Erst jetzt registrierte Airika das riesige Konstrukt, das auf dem Meer schwamm. Ein riesiges Schiff umgeben von mehreren kleineren Schiffen. War das etwa der Ort, nachdem sie gesucht hatten? Es strahlte Macht und Gefahr aus, das Holz war so massiv, dass ihr die Balken ihres Schiffes wie leichte Bretter vorkamen. Es wirkte bedrohlich, düster und angsteinflößend. Hoffentlich war Airika nicht die Einzige, die so empfand. „Tja, gleich geht’s los“, murmelte sie. „Gleich holen wir uns den Schatz.“ Mehr ängstlich als entschlossen blickte sie dem Vorhaben entgegen und wusste nicht, ob die drei das überhaupt schafften. Entweder gehörten die kleineren Schiffe zu dem Monstrum in der Mitte oder es waren andere, die auch etwas vom Schatz haben wollten. Sie stellte sich ein fürchterliches Gemetzel vor. Würde Airika das überleben? Würde sie überhaupt eine Hilfe sein? Während Ayumi sich an die Crew wand, stand sie nur da und wusste nicht, was sie tun oder lassen sollte. Vielleicht sollte sich Airika einfach ein Wischmopp und einen Eimer holen, damit sie auch etwas tat. Das Mädchen wusste nicht, wie man sich auf so einem Schiff verhielt. Oder sie trainierte einfach… Oder sie blieb einfach dort stehen und schaute den anderen beim Arbeiten zu. Nein, das ging so nicht! Verdammte kacke. Unsicher, wie sie war, ging sie zu einem der Crewmitglieder.

„Entschuldigung, aber gibt es Arbeit, die ich erledigen kann? Ich möchte auch helfen.“ Ein langer, schlaksiger Mann mit Augenklappe drehte sich zu ihr um. Er sah aus, wie ein Pirat aus einem Kinderbuch. „Keine Ahnung, frag den Käpt’n.“ Airika straffte die Schultern und ging auf die Kapitänin zu. „Entschuldigung, gibt es Arbeit für mich? Ich möchte gern helfen.“ Die vollbusige Frau, der man viele Erfahrungen ansehen konnte, schaute das Mädchen von Oben bis unten an und schien kurz zu überlegen. „Nein, Kleene. Die Schiffe sind bereits in Sicht. Geh lieber zu den Anderen, ich habe zu tun.“ Airika nickte und entfernte sich wieder von der Kapitänin. „Scheiße, was soll ich jetzt tun?“ Sie gesellte sich zu Ayumi und schaute, was sie so machte. Das Mädchen fühlte sich so nutzlos und das machte sie fertig. Mal gucken, auf wen sie nachher trafen. Wer waren die Leute von dem Schiff, das aus der anderen Richtung kam?

@Akinawa Izuya | @Hayabusa Ray | @Kajiya Ayumi | @Tetsuya Daisuke
 
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Tetsuya Daisuke

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Gerade hatte der Tetsuya sich noch gefragt, ob auf der Festung noch jemand rumhing... Nun, dort vielleicht nicht, aber auf dem gegnerischen Schiff ging gerade die Post ab. Schade, dass er da nicht dabei sein könnte. Da war seine Rettungsaktion von Ray, der sich quasi selbst ein Nickerchen gegönnt hatte, wohl unspektakulärer. Daisuke hatte die Geschichte nicht überbewertet. Was genau passiert war, wusste er schließlich nicht. Sein Kollege hatte sich wohl beim Seegang die Rübe angehauen und das konnte mal passieren... auch wenn das seine neuerkämpfte Autorität wohl etwas untergrub. Er schien sich ja genug zu schämen und Daisuke klemmte sich jegliche, weitere fiese Kommentare. Dornröschen war schon gemein genug gewesen, nicht wahr? Als der Kapitän dann aber anfing zu lachen, prustete auch der ältere Chuunin nochmal. Bevor er aber in das Gelächter einstimmen konnte, räusperte er sich hastig und versuchte sich zusammenzureißen. Der alte Herr merkte noch mal an, dass sich Ray nichts draus machen sollte und auch Daisuke klopfte dem Rothaarigen freundschaftlich auf die Schulter und stimmte zu: "Sowas passiert den Besten." Damit war die Geschichte erledigt. Vielleicht würde er ihn das in Zukunft noch einmal damit aufziehen, wenn der junge Chuunin darüber hinausgewachsen war. Trotzdem sah der Tetsuya das sehr locker...

Doch nun folgte eine ernstere Geschichte. Immerhin zeigte sich ihnen am Horizont die Piratenfestung, welche sich als ein Gebilde aus Schiffen und Felsen präsentierte. Kiriko, der alte Seebär, war voll und ganz überzeugt davon, dass sie es heute den Piraten heimzahlen und sich den Schatz holen würden. Auch Daisuke war guter Dinge. Mit einem herausfordernden Grinsen blickte er in die Ferne. Er war gespannt, ob er die Chance bekäme ein paar Piraten den Arsch aufzureißen... oder jemand Anderem...? Die Frage, ob da jemand rumhing, stand noch im Raum... und der Hayabusa offenbarte sogleich etwas, mit dem Daisuke ganz sicher nicht gerechnet hatte...
Eine Braue des Hünen wanderte skeptisch nach oben. Was hatte der Junge für ein ungeahntes Talent? Erstmal gaben die guten Augen des Hayabusa bekannt, wo sie anzulegen hatten... und er sah ein anderes Schiff. Sofort wurde die Mimik des Tetsuya ernster. Das würde also keine entspannte Bergung des Schatzes werden. Sie waren offensichtlich nicht die Einzigen, die das wussten. "Fühlen...?", fragte der Riese ein wenig irritiert, als der Junge eine leichte Brise beschwor. Was in aller Welt war das denn für ein Trick? Etwas Derartiges hatte der Chuunin noch nicht zu sehen bekommen. Die erste Feststellung des Jungen ließ Daisuke erahnen, was er mit "fühlen" gemeint hatte. Er konnte seine Kampfstärke allein mit diesem kleinen Lüftchen abschätzen? Das war eine ziemlich mächtige Fähigkeit. Ein leichtes Schmunzeln zeigte sich auf den Lippen des Hünen, bevor er wieder mit seinem Kollegen in die Ferne blickte. Sein eigenes Talent kommentierte er nicht weiter. Wenn man ihn so betrachtete, war es ohnehin zu erahnen... und Daisuke ging selten all out. Es ging weiter damit, dass er offenbar eine Dame erspürte, die ihm bekannt war. Als er dann einen langen Monolog abhielt, musste der Weißhaarige aufpassen, dass ihm nicht die Kinnlade herunterklappte. War das sein ernst? Er konnte von hier aus so viel erkennen? Und das nur mit so einem kleinen Windpups? Was zur Hölle war das für ein Talent? Den Erzählungen des Jungen lauschte er aufmerksam. Die erste Sorge fiel von ihm ab, als klar wurde, dass man nicht mit Illusionstechniken zu fürchten hatte. Ein junges Mädchen, frisch von der Akademie, die den Schwertkampf beherrscht... Nicht unbedingt jemand, den Daisuke unbedingt in die Schranken weisen müsste, wenn es nicht nötig war... Die andere Dame war wohl schon etwas weiter in ihrer Ausbildung und beherrschte gar zwei Elemente. Mit Feuer sollte der Tetsuya umgehen können, wenn es darauf ankäme... und dann kam der Dritte, der die Aufmerksamkeit des älteren Chuunin auf sich zog. Taijutsutalent, welches das seine überstieg? Ein herausforderndes Lächeln erschien erneut auf seinen Lippen. Ein junger Mann, der weder Nin- noch Genjutsu spezialisiert, sondern ausschließlich Taijutsu. "Ich ahne worauf der sich spezialisiert...", murmelte der Weihaarige. Lag schließlich bei dem Build sehr nahe, wenn er sich so darauf fokussierte. Allerdings war ein Nahkämpfer, der seine Expertise überstieg, war selten. Ob er auch in Sachen Kraft und Widerstand mithalten konnte? Das würde er sicherlich herausfordern. Daisuke klopfte dem Jungen bei seinen abschließenden Erklärungen erneut auf die Schuler. "Die Körbchengröße der Damen erkennste von hier aus aber nicht auch noch, oder?", scherte der Chuunin, um die angespannte Stimmung etwas zu lockern. "Wer hätte gedacht, dass du so ein Goldjunge bist? Gar nicht übel, Boss!" Da war tatsächliche Anerkennung herauszuhören.

Und nun, wo sie diesen Vorteil hatten, wollte Ray richtig durchstarten. Er schlug vor die gesamte Festung unter Kontrolle zu bringen. Daisuke verschränkte die Arme vor der Brust. Natürlich war der Tetsuya da gern dabei. Die Frage war aber eher wie sie das hinbekommen würden. Hoffentlich ging Qualität über Quantität, hm? Daisuke lachte leise auf. "Klar, kriegen wir das hin. Wenn's sein muss, nehm' ich eins von den Schiffen auseinander..." Über die Aufforderung des anderen Chuunin freute sich der Tetsuya sogar. Immerhin konnte er so ein paar Shironin auf den Keks gehen und das machte dem jungen Mann Spaß. Zwar hatte er mittlerweile sogar den ein oder anderen Freund in dieser Fraktion, aber gerade wegen der weißhaarigen Hexe hatte er da dennoch gemischte Gefühle. Und schließlich wollten sie diesen Schatz! Dafür stellte er sich denen doch gern entgegen! "Na auf geht's!", stimmte er dem Jüngeren zu und sie verließen gemeinsam das Boot. Daisuke natürlich zu Fuß und nicht ganz so stylisch wie der Hayabusa, der im Flug losdüste... aber dafür auch in ordentlichem Tempo. Immerhin rannte der riesige Tetsuya nun in voller Geschwindigkeit auf das Boot der Shironin zu und hatte das wohl überheblichste und herausfordernste Grinsen auf den Lippen, das man sich nur vorstellen konnte... Ob die Shironin über diesen bombigen Besuch freuen würden...?
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Akinawa Izuya

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Der Sturm lichtete beinahe so schnell, wie er gekommen war. Mit etwas Teamwork und Vertrauen, konnten die drei Shinobi aus Shirogakure letztlich unversehrt aus jenem hervorgehen. Letztlich hatte der Blauschopf beide Genin aus den Höhen geholt und sicher zurück an Deck gebracht, auch wenn der Sturz mit Ayumi wohl etwas zu viel für die junge Schmiedin war. Sie hatte sich zügig von ihm entfernt und ihn dann weitgehend gemieden, in dem sie sich Carlos anschloss. Seufzend blickte Izuya ihr hinterher und stellte fest, dass auch Airika ein Päckchen zu tragen hatte. Die Erfahrung dort oben hatte es wohl in sich gehabt, obgleich sie für ihre super Arbeit gelobt wurde. Die Besatzung der Feuerroten Perle gab auf den letzten Metern noch einmal Vollgas und Capitana Shuri steuerte die Perle geradewegs auf das entdeckte Konstrukt zu, welches im Grunde nur eine Ansammlung von Schiffen war. Diese waren jedoch fest verankert und festungshaft verkeilt. Das gesamte Konstrukt hatte etwas Majestätisches aber auch Gefährliches an sich. Man konnte eben klar erkennen, dass es sich dabei um eine Piratenfestung handelte. Der Taijutsuka hatte sich vorn auf die Nase des Schiffes gestellt und hielt sich bereit, während seine eisblauen Augen auch schon die Schiffe der Konkurrenz ausmachten. Ein Schiff war klar als Piratenschiff erkennbar, denn die Flagge wies sie als solche aus, doch das andere Schiff? Da musste sich der Taijutsuka überraschen lassen, der keine Ahnung hatte, dass die Sora-Nin sie bereits abscannten.

Das Piratenschiff legte an und die Planke wurde schnell geschmissen, wodurch ein Haufen Freibeuter über jene auf das größere Schiffskonstrukt übersetzte. Sie waren allesamt mit Säbeln bewaffnet und machten sich sofort auf die Suche nach den Schätzen, während ein Großteil der Piraten tiefer auf das Konstrukt vordrangen und damit quasi überall waren. In der Zwischenzeit hatte auch die Feuerrote Perle festgemacht, wodurch sich Izuya zurück zu den anderen begeben hatte. Dort hatte er seine Trainingsgewichte wieder abgelegt und seinen Kampfanzug wieder über den Oberkörper gezogen, während sein ernster Blick zu Capitana Shuri ging. „Capitana. Haltet die Feuerrote Perle bereit und beschützt das Schiff. Wir werden draußen etwas aufräumen gehen!“, ordnete er ihr an und die vollbusige Capitana nickte nur errötend. Obwohl sie der Chef war, stand sie irgendwie drauf, wenn Izuya sie umher kommandierte. Seltsame Neigungen hatte sie. Dann wendete sich Izuya auch schon an Ayumi und Airika. „Ab jetzt ist höchste Vorsichtig geboten. Das Konstrukt ist voller Piraten und über diese dritte Partei wissen wir auch nichts“, erklärte der Blauschopf und blickte an die Richtung des Schiffes, welches aus Soragakure kam. „Auch wenn ich einen leisen Verdacht habe“, fügte er an und ergriff das Fernglas eines Maaten. Er lunzte hindurch und konnte beobachten, wie einer der Shinobi einen kräftigen Satz in die Luft machte und der andere über das Schiffskonstrukt in deren Richtung zu eilen schien. Dessen Gesichtsausdruck war dabei sehr herausfordernd, vielleicht sogar überheblich?

„Planänderung, Mädels“, proklamierte Izuya ernst und ballte Fäuste. „Wir haben Gesellschaft aus Soragakure, fürchte ich“, fügte der Kampfsportler an und deutete auf den Kerl in der Luft. „Ayumi, Airika. Ihr schnappt euch den Kerl dort. Ich werde den anderen dort vorn übernehmen“, wies der Chuunin an und deutete danach auf Daisuke, der über die Schiffskonstruktion fegte. „Und los!“

Izuya machte einen Satz von der Perle und landete auf dem Inselkonstrukt, schoss nach vorn und sprintete dem weißhaarigen Riesen entgegen, doch sie konnten nicht einfach unbehelligt aufeinander treffen, denn überall waren Piraten zu Gange. Der Blauschopf zückte ein Kunai und parierte einen Säbelhieb, setzte zu einem Tritt an und kickte den armen Piraten kurzerhand durch die Reling hinaus ins Wasser. Dann setzte er seinen Weg weiter fort, parierte immer und immer wieder Säbelhiebe, teilte hier und da einen saftigen Tritt oder einen kräftigen Schlag aus, um die Masse an Piraten adäquat auszudünnen, denn er wollte unbedingt gegen das weißhaarige Monster kämpfen. Izuya wusste nicht weshalb, aber er hatte das Gefühl, dass von ihm die größte Gefahr ausging und Gefahr war letztlich genau das, was sein Blut zum kochen brachte. Man konnte dem Kerl einfach ansehen, dass er sich ordentlich prügeln konnte und mit solchen Leuten wollte sich der Akinawa immer messen. Das der Tetsuya dabei weitaus mehr Kraft und Widerstandsfähigkeit mitbrachte, war dem Taijutsuka dabei nicht bewusst, geschweige denn das sie sonst gleichauf waren. Doch bevor Izuya auf seinen bisher größten Rivalen treffen konnte, musste er erneut einen Piraten aus dem Bild kicken, der daraufhin im Wasser landete.

Doch nun wurde Daisuke fixiert. Die eisblauen Augen des Weißen Lotus aus Shirogakure drangen tief ein in die Iriden des Tetsuya, denn es waren nur noch um die Zehn Meter, die sie getrennt waren. Izuya riss seinen Arm hoch und warf dabei das Kunai auf Daisuke, um herauszufinden, wie geschickt dessen Reflexe auf eine frontale Gefahr reagieren konnten. Der Gesichtsausdruck des Shiro-Nin war nicht weniger herausfordernd als der von Daisuke und auch nicht weniger überheblich. Endlich konnte er zeigen, was in ihm steckte und selbst wenn er gegen den weißhaarigen Koloss von Mann verlor, so konnte er aus dieser Konfrontation mehr lernen als im Training daheim. Möge die Schlacht beginnen!

@Hayabusa Ray @Tetsuya Daisuke @Kajiya Ayumi @Hanabira Airika
 

Kajiya Ayumi

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Die letzten wenigen Minuten, bis die "Feuerrote Perle" an der Piratenfestung andockte, waren für Ayumi spannend. Sie war zwar bisher schon auf der ein oder anderen Mission gewesen, doch hier bahnte sich gerade etwas Neues an. Etwas Ernstes. Es galt, Piraten zu bekämpfen und ein paar Ninja aus Soragakure wollten anscheinend auch den Hosenboden versohlt bekommen. Wenn Ayumi so darüber nachdachte, dann war sie mit ihren Fähigkeiten für einen Kampf zwischen Schiffen bestens ausgestattet. Die Kette ihres Kusarigamas würde ihr Manövrierfähigkeit und Mobilitätsoptionen verschaffen, mit ihrem Katon konnte sie die Schiffe zur Not anzünden, Raiton war bei all dem Wasser ohnehin sehr gut und bei all den Nägeln, die in den Schiffen steckten, konnte Ayumi sicher den ein oder anderen Schabernack mit ihrem Bluterbe anstellen. Derart zuversichtlich gestimmt lauschte Ayumi den Ausführungen Izuyas (die glücklicherweise kurz und knackig ausfielen, sodass sie Ayumi nicht langweilten).
Typ in der Luft, um den wird gekümmert. Airika würde dabei an Ayumis Seite kämpfen, während Izuya sich einen zweiten Sora-Nin vorknöpfen wollte. Außerdem gab es noch einen ganzen Haufen Piraten, aber den erwähnte Izuya schon gar nicht mehr, ging stattdessen davon aus, dass die beiden Mädels sich da schon irgendwie durchwühlen würden. "Kriegen wir hin, Aniki. Airika, wenn der Kerl so rumfliegen kann, dann lassen wir ihn zu uns kommen, okay? Bleiben wir irgendwo, wo wir in Deckung gehen können, wenn der aus der Luft mit Jutsus nach uns wirft, ja?" Mit einem Nicken versicherte Ayumi sich, dass Airika und sie auf derselben Wellenlänge waren und hörte sich, zur Not, auch noch an, was sie zu sagen hatte.
Dann dockte die Perle an, Izuya schoss schon los und Ayumi tat es ihm nach. Mit einem Hopser ließ die Schmiedin sich auf das näheste Schiffe herunterfallen und landete auf dem Oberdeck. Izuya hatte zwar schon ein wenig aufgeräumt, aber noch immer schlichen hier und da ein paar Piraten auf dem Schiff herum. Der muskulöse Taijutsuka hatte die Piraten an Deck derart verschüchtert, dass sie ihm besser nicht näher kommen wollten, doch der Anblick eines halbstarken Mädchens schien nicht den selben furchteinflößenden Eindruck zu haben. Säbelrasselnd näherten sich drei der Seeräuber. "Luft ist rein!!", rief Ayumi zu Airika und blickte dann grinsend zu den Piraten. "Halloo...", grüßte Ayumi und konzentrierte ihr Chakra auf den stählernen Armschoner an ihrem linken Unterarm. Schon nach wenigen Sekunden sprangen blau-weiße Blitze über die Stahlplatte. Abwechselnd blickte Ayumi zu den Piraten und dem Kerl, den Izuya als ihr Ziel bestimmt hatte. 4 Gegner gegen die beiden Shiro-Kunoichis, das ging ja gut los. Ayumi platzierte sich so, dass zumindest der Hauptmast des Schiffes dem Sora-Nin den Blick auf sie versperrte. Das bedeutete aber im Umkehrschluss auch, dass sie ihn nicht sehen konnte.
Einer der Piraten kam Ayumi ein wenig zu nahe für ihren Geschmack. Sie schleuderte das Gewicht ihrer Kusari-Gama nach dem Seeräuber, der wehrte den Eisenblock mit seinem Säbel ab, dabei wickelte sich aber die Kette um die Klinge der Waffe. Mit einem beherzten Ruck zog Ayumi ihm den Säbel aus der Hand, nahm den Impuls mit um dem Piraten entgegenzuspringen und ihm einen eingedrehten Tritt mit der Hacke gegen den Brustkorb zu semmeln. "Konoha Senpu". Wie von Aniki gelernt.
 

Hayabusa Ray

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Ray war jetzt in seinem Element. Der stürmische Wind der über das klare Meer wehte und die Wellen sanft aufbauschte, ließ seine Jacke hinter ihm herflattern, als er sich mit irrwitziger Geschwindigkeit durch die Luft bewegte. Dabei schien die Luft für ihn tatsächlich so etwas wie Balken zu haben. Immer wieder sprang er mitten in der Luft von unsichtbaren Steinen ab, bewegte sich ruckartig zur Seite, um der Takelage auszuweichen und fas schon sah es aus, als ob er einen teilweise unsichtbaren Hindernisparcour bewältigte. Dabei war ein breites Grinsen in seinem Gesicht zu sehen. Diese Mission machte ihm einen Heidenspaß. Am Anfang war er ja noch skeptisch gewesen und auch das er als jüngster und kleinster das Missionskommando hatte und zwei so erfahrene Männer wie Captain Kirito und Daisuke befehligen sollte, hatte ihm nicht so ganz behagt. Aber jetzt war er froh darum. Die beiden waren erfahren, selbstständig und konnten eigenständig agieren ohne ständig darauf angewiesen zu sein, dass irgendwer ihnen etwas sagte. Dazu musste er sich um ihre Sicherheit wirklich keine allzu großen Sorgen machen. Der Captain und seine Mannschaft würden mit den Piraten schon fertig werden, Ray bezweifelte, dass irgendwer es mit Daisuke im Zweikampf aufnehmen konnte und so konnte er sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Er war eben die Art von Raubtier, die alleine am besten jagten.

Schnell war für Ray die Distanz zum ersten Schiff überbrückt, elegant schwang er sich in die Takelage, wirbelte mit einem mehrfachen Salto herum und landete geschickt auf einem der gespannten Seile, als ob er sein Lebtag nichts anderes gemacht hatte. Leider konnte er von seinen Zuschauern keinen Applaus erwarten, denn die vier Piraten, die seine akrobatische Einlage beobachtet hatten, hatten alle Hände voll zu tun. Jeweils zwei von ihnen schleppten zwei mächtige Eichenholztruhen über das Deck des Schiffes. Ihre einzige Reaktion auf den Eindringling war ein ungläubiges Glotzen, bevor er größte von ihnen, ein Glatzkopf mit schmieriger Visage und einem ärmellosen Seemansshirt das Wort ergriff. "Sieh mal an, wir haben ein Vögelchen zu Besuch bekommen." und mit einem spöttischen Grinsen lies er die Truhe los, die mit einem mächtigen Rums auf das Deck krachte. "Pass doch auf du Holzkopf, du hättest mir beinahe die Zehen zertrümmert." beschwerte sich sein Kumpane, ein schlanker Gauner mit verschlungenen Tattoos auf den nackten Oberarmen. "Heul leise." brüllte Glatzkopf zurück und wandte sich dann mit einem fiesen Grinsen zum Rotschopf. "Hey Vögelchen, willst du nicht runterkommen und mit uns spielen?" lockte er und das verräterische Funkeln in seinen Augen verriet, was er sich unter Spielen vorstellte. Ohne zurückzuzucken erwiderte er den intensiven Blick aus den schwarzen Augen des Hayabusa, doch war sich Ray ziemlich sicher, dass er ein kleines unsicheres Zucken in seinem Mundwinkel wahrgenommen hatte. Ein selbstsicheres Grinsen entblößte die spitzen Eckzähne des Rotschopfes, als er seine Beute fixierte. "Ihr wollt also spielen." fragte er in einem gefährlich klingenden Tonfall zurück. Glatzkopf grinste nur, doch Tattooarm bekam es definitiv mit der Angst zu tun. Die Schweißperlen auf seiner Stirn sprachen eine überdeutliche Sprache. Gerade wollte dieser dazu ansetzen etwas zu sagen, da stürzte sich Ray ohne Vorwarnung aus der Takelage auf seine Beute.
1,5 Sekunden, einem Sturzflugangriff gegen Glatzkopf gefolgt von einem stürmischen Flugangriff gegen Tattooarm, lagen beide Gegner bewusstlos an Deck. Rays Angriff war so schnell, dass keiner von beiden wirklich hatte reagieren können. In diesem Moment starrten ihn die anderen beiden Träger an und hoben gleichzeitig die Hände, sodass ihre Truhe ebenfalls auf Deck krachte. Langsam wandte Ray seinen Kopf und fixierte die beiden mit einem fast schon blutrünstigen Lächeln. Dann atmete er tief ein und im nächsten Augenblick schoss ein komprimierter Fuutonchakraball (Fuuton: Renkugan) auf die beiden, die von seiner Wucht getroffen und über Bord geschleudert wurden.
Eigentlich hätte Ray sich jetzt um die Schatztruhen kümmern sollen, doch glücklicherweise hatte Captain Kirito und seine Mannschaft den kurzen Kampf beobachten können und so nahm Ray Blickkontakt mit dem Captain auf und bedeutete ihm die Truhen einzusammeln. Ob dieser das verstand, prüfte er nicht mal. Ray war im Jagdmodus.

Sein nächstes Ziel waren aber keineswegs weitere Piraten, sondern die beiden Shiro-Kunoichi, die sich auf dem nächsten Deck befanden. Die Piraten waren zwar zahlenmäßig in überlegen, aber im Grunde die kleinere Gefahr. Wichtiger war es die Shinobi aus Shirogakure auszuschalten. Sie waren die kleinere Partei und sobald sie sich zurückzogen, konnten sich Ray und Daisuke um die restlichen Piraten kümmern und wenn die ebenfalls abzogen, woran der Falkenjunge keinerlei Zweifel hatten, konnten sie in aller Seelenruhe die Festung auf den Kopf stellen. Also sprang der Hayabusa erneut in die Takelage und schwang sich an einem lose hängenden Seil über die Schiffe. Die Takelage erinnerte ihn an einen gewissen Trainingsparcour, den er für sich auf Plattform 4 aufgebaut hatte. Jeder der ihn in diesem Moment beobachtete, würde mit Leichtigkeit erkennen, dass dieses Lebewesen sich gerade genau in seinem Element befand. Mit der anmutigen Eleganz einer Raubkatze landete er auf dem verzierten Geländer direkt vor dem Steuerrad des Segelschiffes und betrachtete die Szene unter ihm. Zwei Kunoichi kämpften gegen vier Piraten. Wobei genauer gesagt waren es nur noch drei Piraten, die sich in diesem Moment auch eher auf die Kunoichi konzentrierten, die mit blitzenden, metallenen Armschonern gegen diese vorging. Ob Zufall oder absichtliche Missachtung, in jedem Fall gab die seltsame Situation den beiden Rotschöpfen die Gelegenheit für einen kleinen Plausch. Wie Airika wohl auf Jagd-Ray mit entblößten Eckzähnen und gefährlichen Grinsen reagieren würde. Seine ganze Ausstrahlung war diesmal genau auf die Wirkung abgestimmt seinem Gegenüber das Gefühl zu geben als hilflose kleine Maus vor einer Katze zu sitzen, die nur auf den richtigen Moment wartete, um zuzuschlagen.
"Airika, was für ein Zufall." Ray schenkte der großen Rothaarigen ein Lächeln. "So treffen wir uns also wieder. Ich hoffe deinem Bruder geht es wieder besser." fügte er noch hinzu und spielte damit auf ihre letzte Begegnung im Reich des Flusses an. Dort hatte er sie getroffen, als diese auf der Suche nach der Mirantibus Flos war. Einer sehr schönen Blume, die noch dazu heilende Kräfte besaß. "Sagt bloß ihr seit auch wegen gewisser Schätze hier?" fragte er und legte seinen Kopf schief, um die Antwort der Rothaarigen abzuwarten.
 
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Ihren Herzschlag spürte sie bis in die Ohren. Jetzt war es so weit, jetzt konnte der Kampf beginnen. Das Mädchen spürte, wie ihre rechte Hand leicht zitterte und umgriff sie mit der linken Hand, um es aufhören zu lassen. Nein, Airika war nicht mehr das schwache Mädchen von vor wenigen Monaten. Sie hat sich gebessert. Zwar machte sie sich nicht gut auf großen Höhen, wie sie eben bei dem kleinen Unfall eindrucksvoll bewiesen hat, doch im Kampf ist sie besser geworden. Sensei Menma hatte sie vor allen in ihrer Kraft und der Schnelligkeit hart trainiert, sie gedrillt und das Mädchen fast zum Wahnsinn gebracht. Doch nun war der Moment gekommen, wo sie das gelernte im praktischen Leben umsetzen konnte.

Die Hanabira warf ein Blick auf das große Piratenschiff und schluckte. So viele Männer! Doch sie konnte mittlerweile so gut kämpfen, dass sie es mit mehreren mittelmäßigen Halunken auf einmal aufnehmen konnte. Menma hatte extra Doppelgänger erschaffen, um sie darin zu schulen, das zahlte sich nun aus. Mit Ayumi und Izuya betraten sie dann das Schiff und nickte bei den Anweisungen des Blauschopfs. „Geht klar. Ich glaube, Ayumi und ich werden das schon irgendwie packen.“ Sie schenkte ihrer Kameradin ein schüchternes Lächeln. „Ich hoffe, die ‚dritte Partei‘ ist nicht zu stark…“ Je mehr sie die Piraten beobachtete, desto mehr beruhigte sie sich. Denn die kämpferischen Fähigkeiten hielten sich doch sehr in Grenzen. Jedenfalls konnte sie das beurteilen, was sie in der Hektik sah. Dennoch machte sie sich Sorgen. Was, wenn der andere Gegner so stark war, dass sie um ich Leben fürchten musste? Nervös biss sich das Mädchen auf die Unterlippe und versuchte sich zu beruhigen. Mit entschlossener Miene umfasste ihre Handwurzel den Katanagriff und zog es aus der Scheide.

Lange dauerte es allerdings nicht: Scheinbar kamen die anderen Feinde aus Soragakure. Wow, wie aufregend! Nachdem Airika damals das erste Mal auf einen Sora-Nin getroffen war, hatte sie schreckliche Angst. Am Ende war er allerdings ein echt netter Kerl. Was Ray wohl gerade machte? Vielleicht war er ja in einer Mission unterwegs und… Plötzlich klappte ihre Kinnlade auf. Nein! Moment mal, waaaas?! Sie rieb sich mit der freien Hand über die Augen, um sich absolut sicher zu sein, dass sie sich das nicht einbildete. „Was macht Ray denn hier?!“, rief sie perplex. Izuya befahl den beiden Kunoichis, sich um ihn zu kümmern, während er sich um den anderen Ninja kümmerte. „Kriegen wir hin, Aniki. Airika, wenn der Kerl so rumfliegen kann, dann lassen wir ihn zu uns kommen, okay? Bleiben wir irgendwo, wo wir in Deckung gehen können, wenn der aus der Luft mit Jutsus nach uns wirft, ja?“ Fast hätte sie nicht gehört, was ihre Kameradin gesagt hat, nickte dann aber zögerlich und wusste nicht, was sie davon halten sollte, dass sie jetzt gleich gegen Ray kämpfen musste, den sie eigentlich ganz gern mochte. Sie haben sich zwar nur einmal getroffen, doch das war schon genug, um viel daraus zu lernen,… Wenn sie an den Tag zurückdachte, kam es ihr vor, als wäre es gestern gewesen. Damals hatte sie für ihren kranken Bruder ein Heilkraut gesucht, ist mit ihrem Begleiter Yasua ins Reich der Flüsse aufgebrochen und als sie sich aufgeteilt haben, ist sie Ray begegnet. Doch die Kenjutsuka musste sich nun auf das Hier und Jetzt konzentrieren.

„Geht klar, Ayumi.“ Und schon ging es los. Die Schmiedin knöpfte sich zwei Piraten vor und der Rotschopf schenkte zwei anderen Piraten ihre Aufmerksamkeit. Alle von ihnen sahen aus, als hätten sie drei Wochen nicht mehr geduscht… eh, sie rochen auch danach. Igitt. Airika verzerrte leicht das Gesicht und ging in Kampfposition. „H-Hey! Ihr da, ihr komischen… Typen!“ Wow, sie wirkte totaaal gefährlich mit ihrem unsicheren Gestottert. „Kommt her!“ Der eine grinste. „Na wen haben wir denn da?“ Fast musste die Rothaarige grinsen. Pirat A, so nannte sie den mit der Glatze und den Ziegenbart jetzt, hatte die Stimme eines Anime-Bösewichtes. Gott, wie klischeehaft! Und Pirat B, er war sehr haarig und lief oberkörperfrei herum, sah auch in ihre Richtung, grinste dann breit und entblößte seine braunen Zähne. „Seid ihr eklig. Könnt ihr euch nicht mal die Zähne putzen und euch waschen? Bäh!“ Das Adrenalin in ihren Adern schoss hoch, als Pirat B plötzlich auf sie zu rannte und Pirat A es ihm gleichtat. „Na warte, du freches Gör. Dir werde ich noch Manieren beibringen!“, rief der Ziegenbart. Er hob seinen Säbel und beabsichtigte sie wohl von oben aus aufzuschlitzen. Nicht mit ihr! Blitzschnell hob sie das Katana und konterte seinen Angriff mit einem kräftigen Tritt in den Bauch. Pirat A war für ein paar Sekunden ausgeschaltet. Just in dem Moment musste Airika sich mit Glatzkopf auseinandersetzen. Der hatte ein Schwert in der Hand, dessen Knauf viele Juwelen umfasste. Die Klinge war aus edelstem Stahl… Was für eine Schmiedekunst. Sie wettete, dass sich ihre Kameradin für so was interessierte. Airika wich seinem Schwerthieb aus, indem sie einen Seitensprung machte und dann drehte sie das Katana so, dass sie Glatzkopf ihren Griff voll auf die Visage schlug. Der hielt sich schmerzvoll das Gesicht, war aber scheinbar recht hart im Nehmen und ging wieder in Kampfposition. Denk an das Training! Das Mädchen fragte sich, ob es nötig war, die Männer umzubringen. Oder vielleicht konnte sie diese einfach bewusstlos schlagen? Doch plötzlich kamen zwei weitere Piraten… Es wimmelte hier nur so von diesen ekligen Typen! Mist, es blieb ihr keine andere Wahl. Entweder sie oder Airika.

Pirat B und die beiden neuen Piraten umzingelten sie, wollten sie von allen Seiten angreifen. Die Hanabira duckte sich. Konzentration und… ANGRIFF!! „Kyaaaaah!!“ Mit einem schier bestialischen Kampfschrei drehte sich das Mädchen um ihre eigene Achse und schwang die Klinge um sich herum und verletzte die drei Männer schwer. Sofort benetzte rotes Blut ihre Kleidung und sie fielen schmerzgekrümmt zu Boden. Zugegeben: Der Anblick machte der Kunoichi Angst. Das war jetzt das erste Mal, dass sie einen Menschen schwer verletzte. Ein mulmiges Gefühl kroch in sie hoch. Doch das Adrenalin zwang sie, weiterzumachen. Sie durfte sich jetzt nicht ihren moralischen Gefühlen hingeben! Die drei Piraten waren jedenfalls fürs Erste kampfunfähig. Plötzlich wirbelte sie herum, als sie eine bekannte Stimme hörte.

„Ray!?“ Wieder in der Realität angekommen, starrte sie den Sora-Nin an. In ihrem Adrenalinrausch hatte sie ganz vergessen, dass er da war. „Ja, Yoshi geht’s wieder gut!“, rief sie, wenn auch etwas perplex über diese Frage. Sie waren auf Mission, sahen sich das zweite Mal, waren umgeben von ekligen, kampflustigen Piraten und der Hayabusa interessierte sich für das Wohlergehen von ihrem Bruder. Verrückt. Sie schmunzelte. „Ich hoffe, du hast deine Mission erfolgreich zu Ende gebracht!“ Dann grinste sie über beide Ohren. „Ja, wir sind wegen des Schatzes hier. Und ich bin nicht mehr die Airika, die du kennengelernt hast. Unterschätze mich also nicht!“ Überrascht über ihr Selbstbewusstsein stutzte sie für einen Augenblick und musste dann noch breiter grinsen. Der raubtierhafte Blick, den Ray am Tag legte, schüchterte sie zwar ein, doch an jenem Tag hatte sie gelernt, nicht mehr so viel Angst zu haben. Neugier war das Tor zum Erfolg. „Dich werde ich garantiert nicht unterschätzen, verlass dich darauf! Aber bevor ich auch nur ein Haar von dir krümme, sollten wir uns erst mal um die Piraten kümmern… Was meinst du?“ Die Hanabira drehte sich zu Ayumi um. Die war fleißig am kämpfen. Just in dem Moment kam eine neue kleine Traube an Piraten auf sie zu. Airika konnte nur knapp ausweichen, denn durch dem Hayabusa ist sie für einen Augenblick unaufmerksam geworden. Fuck! Es ging also weiter. Die Schlacht war noch nicht vorbei, noch lange nicht! Doch die Aussicht, gegen Ray aufgrund des Schatzes kämpfen zu müssen, gefiel ihr ganz und gar nicht. Natürlich hat sie sich weiterentwickelt, doch Ray genauso und sie hoffte, dass es auf eine friedliche Lösung hinauslief…

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Tetsuya Daisuke

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In dem Moment, in dem sich die Blicke der Taijutsuka ein erstes Mal richtig trafen, begann das Herz des Chuunin einen Schritt schneller zu schlagen. Nein - es war keine Liebe auf den ersten Blick - aber der Typ hatte etwas an sich, was Daisuke herausfordernd fand. Womöglich lag es daran, dass er wusste, dass der Kerl etwas auf dem Kasten hatte. Lange hatte er sich nicht mehr so auf einen Kampf gefreut. Offensichtlich ging es seinem baldigen Kontrahenten da ganz ähnlich. Der schien sich nämlich ebenfalls nicht mit seinen Emotionen zurückhalten zu wollen. Ein ähnlich provokanter und herausfordernder Ausdruck zierte die Miene des Shironin, der nun ebenfalls einen Satz vom sicheren Boot auf die Pirateninsel machte. Es wurde Zeit, dass sie sich einander gegenüberstellten, hm? Immerhin war die Einschätzung von dem Kerl ganz richtig gewesen. Er schickte das einfache Weibsvolk zu Ray. Das spielte Daisuke und dem Hayabusa natürlich sehr in die Karten. Dass er sich lieber selbst mit ihm maß, das war ein Zeichen davon, dass er ein Mann von Ehre war. Dementsprechend war es an der Zeit ihm einen ehrenhaften Kampf zu bieten. Im Gegensatz zu dem Kollegen zog Daisuke nicht ein mickriges Kunai, sondern direkt sein großes, zweihändiges Kampfschwert, mit dem er die Piraten aus dem Weg räumte. Auf dem Weg zu seinem Kontrahenten waren schließlich einige von den Vögeln im Weg. Ihre Säbel waren jedoch keine Gefahr für Kraft und Energie des Tetsuya. Sobald sie sich ihm näherten, ließ er die Klingen mit der nötigen Wucht aufeinander schlagen, sodass die Herren von Piraten entweder nach hinten taumelten, direkt umfielen oder - als er schon vor Aufregung etwas die Zurückhaltung verlor - auch mal einen ins Meer schleuderte. Hoppla. Piraten hatten ja sicher einen Schwimmkurs vor der ersten Schatzsuche, oder?

Nun, wo keine Piraten mehr zwischen ihnen standen, trafen sich ihre Augen erneut. Die Herausforderung war so deutlich, dass die jungen Männer vor lauter Vorfreude ihr schönstes und bedrohlichstes Lächeln zeigten. Nur noch zehn Meter trennten die beiden Chuunin nun. Der Shironin machte den ersten Zug. Er warf ein Kunai nach Daisuke, welches jener kommen sah und mit der breiten Fläche des großen Schwerts parierte. Das war sicher ein Test, hm? Im Gegensatz zu ihm hatte der Kerl vermutlich nicht so krasse Infos wie die, die Ray ihm gegeben hatte. Das bedeutete, dass er seine Kampfkraft nicht einschätzen konnte. Ein überhebliches Lächeln zeichnete sich im Gesicht es Chuunin ab, als das Kunai einige Meter neben ihm in den steinernen Boden einschlug. "Mit Zahnstochern brauchst du nicht nach mir werfen...", stellte er amüsiert fest, während er begann mit dem Chakra no Juden sein Feuerchakra in seiner Waffe zu konzentrieren. Die rote Klinge leuchtete nun in einem auffälligen Ton, als hätte eine heiße Schicht sie überzogen. "Ich bin Daisuke. Merk dir den Namen, falls du dich irgendwann für deine heutige Niederlage revanchieren willst." Bewusst verhielt der Chuunin sich extrem provokant. Taijutsuka neigten dazu ein hitziges Gemüt zu haben. Wenn er den Kerl also auf die Palme brachte, dann wurde das sicherlich spannender. Mal sehen wie ausgeglichen der Kerl so war oder ließ er sich auf das Spiel des Älteren ein? Jener machte nun einen Satz nach vorn um den Kerl mit seiner Klinge zu attackieren. Ein kräftiger Hieb des erhitzten Zweihänders ging von Daisuke aus. Ob er mehr als nur ein paar Zahnstocher hatte um sich zu wehren? Es war jedenfalls zu hoffen.

 

Akinawa Izuya

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Das Gefühl von Herausforderung lag in der Luft. Die Gesichter von Daisuke und Izuya waren beide mit einem Lächeln versehen, welches herausfordernder und kampfeslustiger nicht sein konnte. Sie wussten beide, dass der jeweils andere richtig was auf dem Kasten hatte, da waren sie sich wortlos einig. Gleichermaßen waren sie sich beim determinierten Ausgang des Kampfes einig, denn sowohl Daisuke als auch Izuya wussten, dass letzterer auf kurz oder lang einfach keine Chance hatte. Er mochte laut Analyse des Hayabusa vielleicht besser im Taijutsu sein, aber es half ihm herzlich wenig, wenn die Kraft und der Widerstand seines Gegenübers eine gewisse Unbesiegbarkeit ausstrahlten. Selbst wenn es dem Blauschopf gelang, dem Schwertschwinger an dessen Angriffen und Paraden vorbei ein paar Schläge und Tritte mit auf den Weg zu geben, so hätten sie keineswegs den gewünschten Effekt. Anders sah es beim Akinawa aus, dessen Kraft und Widerstand diese immense Belastung nicht all zu lang standhalten konnten. Und doch war es eine Frage der Ehre gegen den Tetsuya in die Schlacht zu ziehen, denn ein guter Teamleiter verschanzte sich nicht hinter seinen Kameraden und überließ sie einem bitteren Schicksal. Ein kurzer Blick zu Ayumi und Airika sollte ihm etwas Gewissheit verschaffen, aber Izuya fürchtete, dass auch die kombinierten Kräfte der beiden Frauen nicht auszureichen vermochte, um Ray zu schlagen oder in Schach zu halten. Für Shirogakure sollte diese Mission also einen bitteren Ausgang nehmen, das wusste Izuya bereits jetzt und doch loderte in ihm das Feuer der Herausforderung.

Die Piraten waren aus dem Weg geräumt und sie standen sich nunmehr gegenüber. Es waren lediglich zehn Meter, die zwischen den beiden Männern lagen und doch konnte diese Distanz innerhalb eines Augenblickes überwunden werden. Der Blauschopf wusste nichts über seinen Gegner, außer das dieser einen gefährlichen Zweihänder führte und das vermutlich weitaus besser als er mit seinem Katana umgehen konnte. Daisuke war da auf jeden Fall besser informiert und hatte vermutlich deswegen sofort die schweren Geschütze aufgefahren, um sich keine Blöße geben zu müssen. Was es auch war, es wurde gefährlich. Das Lächeln von Izuya wurde breiter, als Daisuke ihn ermahnte, dass er mit Zahnstochern nicht zu kommen brauchte. „Da hast du recht“, stimmte er dem Schwertkämpfer zu und holte eine Schriftrolle hervor, die er leicht öffnete und somit das Siegel „Schwert“ offenbarte. Die Grundjutsu der Akademie waren die einzigen Jutsu, die er dahingehend wirklich beherrschte und so beschwor er kurzerhand sein Katana. Es war ein gewöhnliches Katana, weder chakraleitend noch sonst wie besonders. Außerdem fing der Akinawa gerade erst damit an, sich auf dem Gebiet der Waffen auszutoben. Egal wie er die Figuren auf dem Schachbrett drehte und wendete, er hatte keine effektive Chance gegen den Tetsuya. Aber wenn er verlor, dann wenigstens ehrenvoll nach einem Kampf, der sich gewaschen hatte. „Daisuke, ja? Den Namen werde ich mir merken“, versicherte Izuya seinem Kontrahenten. „Ich heiße Izuya. Der Mann, der nach seiner heutigen Niederlage die Grenzen deiner Kräfte überschreiten wird. Eines Tages, Daisuke, werde ich dich besiegen können“, fügte Izuya an und gab damit ein Versprechen ab. Ob der Tetsuya ihn für eine Witzfigur hielt oder nicht, war ihm dabei völlig egal, aber dieser Kampf sollte ihm die Pforten zu mannigfaltigen Kräften öffnen, da war er sich ganz sicher.

Der eisblaue Blick fixierte das glühende Schwert des Sora-Nin. Es war also nicht nur ein gefährlicher Zweihänder, sondern eine Chakrametallwaffe, die mit einer Feuerschicht überzogen war. Das war wirklich gar nicht gut, doch davon ließ sich der Akinawa nicht entmutigen. Man sagte ihm mal, dass es nicht darum ging stark oder schwach zu sein, sondern das man einem starken Gegner mit aller Macht entgegen trat. Dann griff Daisuke an und vollzog einen kräftigen Hieb mit seinem Schwert, während die eisblauen Augen des jungen Chuunin jede Bewegung zu lesen begann. Ob der Tetsuya sein vollstes Potenzial zeigte oder nicht, aber er bewegte sich gegenwärtig nicht schneller als Izuya. Der Taijutsuka machte einen Seitenschritt, um dem Hieb auszuweichen und setzte sofort zu einem Tritt gegen die Schwerthand des Sora-Nin an, um dessen Schwert hinfort zu befördern. Dabei schwang er seinen Oberkörper mitsamt des Katana etwas mit, um im Falle des Scheiterns einen eigenen, seitlichen Schwerthieb zu tätigen. Die Schlacht der Giganten hatte begonnen.

@Kajiya Ayumi @Hanabira Airika @Hayabusa Ray @Tetsuya Daisuke

ooc: Sorry, dass es so lang gedauert hat!
 

Kajiya Ayumi

Genin
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Ayumi grinste breit auf, als der von ihr getretene Pirat mit einem lauten "Platsch" im Ozean verschwand. Sicher, er tauchte einige Momente später wieder auf, strampelte und fluchte, würde an Bord eines der Schiffe schwimmen, die zusammengebunden die Piratenfestung ausmachen, und letzten Endes dem Kampf vielleicht in einigen Minuten erneut beitreten, aber der dumme Gesichtsausdruck des Freibeuters, als die kleine Schmiedin ihn mit einem eingedrehten Kick vom Schiff gefegt hatte, den hatte Ayumi sich gemerkt und er belustigte die Kajiya. "So, wer als nächstes?", fragte sie angriffslustig in die Runde und warf einen kurzen Blick zu Airika. Von der Samurai-Dame bekam die Schmiedin in just dem Moment mit, wie sie mit einer Drehung drei Piraten gleichzeitig die Brust aufschnitt. "WOAH!!", rief die Schwarzhaarige begeistert aus, als sie Airika in Aktion sah. Doch dann began die Rothaarige plötzlich mit dem Shinobi von Sora zu quatschen und selbst Ayumi checkte, dass die beiden sich irgendwo her scheinbar kannten. Ray hieß der Kerl also.
Mit ein paar schnellen Schritten platzierte Ayumi sich ein wenig vor Airika, die gerade mehr auf den Sora-Nin und wenig auf die Piraten um sie herum achtete. Sollte der Schmiedin recht sein, dann hatte sie ein wenig mehr Spaß. Mal sehen, wie viele sie noch über Bord schicken konnte. Angrifslustig ließ Ayumi die Kette mit dem schweren, eisernen Gewicht am Ende über dem Kopf kreisen und fixierte die Freibeuter. Einer davon wagte sich in ihre Reichweite und Ayumi ließ mit einer fixen Bewegung das Eisengewicht nach vorne schnellen. Es traf den Piraten im Gesicht und zerdonnerte ihm die Nase, vielleicht schlug es sogar ein paar Zähne aus, das konnte die Schmiedin nicht ganz erkennen.
Doch ihren Angriff nutzten zwei andere, um sich auf Ayumi zu stürzen. Mit Säbel und Katana hoben sie nach der Schmiedin, die ihren Körper zur Seite drehte und den Arm hochriss. Das Katana prallte durch die Drehung gegen ihren Torsopanzer und schrammte den Stahl entlang, während Ayumi den Säbel mit der linken Armschiene parierte, die noch immer mit Blitzen pulsierte. Das darin gespeicherte Raiton-Chakra entlud sich durch die Klinge des Piratens und schockte ihn gehörig durch. "An meinem Panzer könnt ihr nicht einmal Kratzer lassen!", spottete Ayumi stolz auf ihre Rüstung und setzte zu einem Konterangriff auf den Katana-Piraten an. Die linke Hand schnappte in einer fließenden Bewegung durch die Luft, der scharfe Stahl ihrer Sichel zielte blutdüstern auf die entblößte Seite des Freibeuters, doch dieser konnte den Angriff der Schmiedin im letzten Moment mit seinem Schwert blocken. Anscheinend hatte er doch ein wenig auf dem Kasten. Und Verstärkung bekam er auch gerade. "Airika, ich brauch dich wieder hier!", rief die Schmiedin ihrer Kameradin zu und beschwor sie damit, den Plausch mit Ray zu beenden, der glücklicherweise noch nicht zum Angriff auf die beiden Shiro-Kunoichis übergegangen war. Vielleicht hatten Airikas Beschwichtigungsversuche ja Frucht getragen.
Wenn Ayumi und Airika nicht reagierten, dann würden sie bald von den Piraten überrannt werden. Mit einem Blick zur Seite machte die Schmiedin einen passenden Weg aus und versetzte sich in einen Sprint weiter das Deck entlang. Das Ziel war es, ein wenig Distanz zwischen Airika und Ayumi zu bekommen, denn so mussten die Piraten sich aufteilen. Einer der Freibeuter stellte sich der flitzenden Ayumi in den Weg und wollte sie abfangen, doch im letzten Moment sprang die Schwarzhaarige ab und grätschte ihm wie ein Fußballspieler zwischen den Beinen durch. Mit einer flinken Bewegung ließ sie dabei die Klinge des Kusarigamas nach oben schnellen, die so die Weichteile des armen Piraten zerschnitt. Schreiend ging der Tölpel in die Knie und hob sich den blutenden Unterleib. Ayumi war eine Kunoichi, eine Ninja. Fair Play stand nicht auf ihrer Fahne geschrieben. "Hey ROTSCHOPF!!", rief die Schmiedin dem Feind aus Soragakure zu, der noch immer auf dem Mast hockte. "WIRD DIR NICHT LANGWEILIG DA OBEN? ICH HAB SCHON ZWEI PIRATEN!!" Wenn der Sora-Nin auf Airikas Angebot, erst die Piraten kaltzumachen, einging, dann wollte Ayumi sicher nicht gegen ihn verlieren. Ein anderer Pirat griff Ayumi mit einem Entermesser an, doch auch dieses ließ die Schmiedin gegen ihre Stahlrüstung prallen, nutzte die Frontalbewegung des Seeräubers aus um sich mit einem Ausfallschritt neben ihn zu bewegen und ihre Sichel mit der Spitze voran in seinen Rücken zu bohren. Keuchend und hustend ging der Kerl nieder. "DREI" Wie es wohl Izu-Aniki erging?

@Hayabusa Ray @Hanabira Airika @Tetsuya Daisuke @Akinawa Izuya
 

Hayabusa Ray

Chuunin
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Noch stand Ray still da, aber sein ganzer Körper vibrierte innerlich förmlich. Es juckte ihn inn jeder Körperpore sich von seiner Brüstung hinabzustürzen und Piraten zu jagen. Sicherlich war seine Jagdlust auch von den beiden Kunoichi aus Shirogakure zu spüren. Doch etwas überrascht musste er feststellen, dass weder Airika noch die Kunoichi mit ihrem Panzer sich von ihm beeindrucken ließen. Das bedeutete, dass die beiden einiges an Selbstvertrauen besaßen.
"Ich weiß diesmal ganz genau Bescheid über deine Fähigkeiten." grinste Ray als Antwort. "Dein Taijutsu ist gut, dein Genjutsu quasi nicht vorhanden und dein Ninjutsu auch eher schwach entwickelt. Und so wie es aussieht hast du seit unserem letzten Treffen weder an deiner Chakramenge noch an deiner -kontrolle gearbeitet." offenbarte Ray dem anderen Rotschopf, dass er sämtliche relevanten Informationen über sie besaß. "Was deine Kollegin angeht." Ray fokussierte nun die Schmiedekunoichi. "Sie beherrscht sowohl Raiton als auch Katon, aber beides nicht unbedingt sonderlich ausgeprägt. Chakrakontrolle und Chakramenge sind bei ihr zwar stärker ausgeprägt, aber naja." Der Hayabusa zuckte mit den Schultern, um zu verdeutlichen, dass auch sie nicht wirklich eine Gegnerin für ihn darstellte. Das erstaunlichste an seiner Rede war vielleicht die Art und Weise, wie er diese Dinge erzählte. Es war, als ob er Fakten runterratterte, da lag weder Hochmut noch Arroganz in seiner Stimme, lediglich ein kleines belustigendes Lächeln mit seinen Mundwinkeln ließ sich vielleicht in diese Richtung deuten.

"Und zu deinem Angebot liebe Airika, eigentlich wäre es doch viel sinnvoller euch einfach den Piraten zu überlassen und stattdessen die Schätze zu holen." Der Falkenjunge grinste verschmitzt, doch in diesem Moment schaltete sich Ayumi mit ihrer herausfordernden Stimme ein. Ja, vielleicht war es absolut kindisch einen Wettkampf zu veranstalten, wer mehr Piraten abmurksen konnte und ihre Herausforderung war natürlich absolut durchschaubar und es war absolut nicht vernünftig, aber Ray wäre nicht Ray, wenn sich in diesem Moment nicht seine gesamte Ausstrahlung veränderte. Anstatt des verschmitzen Lächeln war nun ein breites Grinsen in sein Gesicht getreten und wie ein Raubkatze beugte er sich nun nach vorne, bereit nach vorne zu schnellen. Das war ein Spiel ganz nach seinem Geschmack. Mit einer blitzschnellen Handbewegung schleuderte er gleich zwei Kunai auf eben den Piraten, der Ayumi attackierte. Dieser war viel zu sehr mit seiner Gegnerin beschäftigt und hatte keine Chance. Brutal bohrten sich die Kunai direkt in die Halsschlagader noch bevor Ayumi ihre Sichel in den Rücken des Piraten bohrte. "Irrtum. Das war der erste für mich." Rays Stimme hatte einen entschlossenen Unterton angenommen, auch wenn noch immer ein Lächeln daraus zu hören war. Kurz nahm er Blickkontakt mit den dunkelbraunen Augen der Schmiedin auf, die ebenso feurig funkelten, wie seine eigenen. Der Wettkampf war eröffnet und glücklicherweise hatten sich noch ein paar mehr Piraten dazu entschieden als Kanonenfutter zu dienen und die drei Shinobi anzugreifen. Noch war ihr Mut und ihre Entschlossenheit ungebrochen, doch noch hatten sich auch nicht den Falken Soragakures in voller Aktion gesehen.

"Los gehts." ertönte es von dem Geländer und wie ein losgelassener Pfeil schoß Ray nach vorne. Das war kein normaler Sprintangriff, dafür hatte er überhaupt keinen Anlauf gehabt, nein dieses Jutsu (Taka Kikku) war nur einem Hayabusa möglich, denn nur ein Hayabusa konnte so blitzartig Windchakra aus seinem Rücken strömen lassen, sodass der gesamte Körper wie von einem Jetpack beschleunigt wurde. Haarscharf schoß Ray an den beiden Kunoichi dabei und drehte sich dabei elegant im Flug, sodass nun sein rechter Fuß nach vorne zeigte, genau dorthin wo die Piraten angestürmt kamen. Dem schmierigen Seeräuber mit seinen Pickeln und Bartstoppeln blieb nicht mal genug Zeit für einen überraschten Blick, da krachte der Fuß des Rotschopfes schon in seine Visage und sorgte dafür, dass Blut und Zähne über dem Deck verteilt wurden, ehe der Pirat mehrere Meter nach hinten geschleudert wurde und bewusstlos gegen die Reling krachte. So schnell war die Aktion vonstatten gegangen, dass die anderen Piraten nicht mal Zeit hatten ihren Ansturm zu beenden und geradewegs an dem Hayabusajungen vorbeiliefen und ihm lediglich einen ungläubigen Blick zu werfen konnten.

Sicherlich dachten jetzt sowohl die Piraten, als auch die Kunoichi, dass Ray sich direkt wieder in den Nahkampf stürzen würde, doch der Rotschopf hatte andere Pläne. Jetzt wo er sich hinter den Piraten befand, befand er sich in der idealen Position für eine ganz besondere Technik. Seinen Shotto Motên, dem Schuss aus dem toten Winkel. Geschickt nahm er seinen Bogen vom Rücken und das in einer solchen Geschwindigkeit, dass ein Blinzler reichte, um es so aussehen zu lassen, als ob der Bogen sich geradewegs in den Händen des Falkenjungen materialisiert hatte. Vielleicht mochte nun der ein oder andere denken, was ein Bogen in solch einem Nahkampf verloren hatte, immerhin trennten die Piraten und Ray nur wenige Meter, eine Entfernung, die leicht zu überbrücken war. Aber Ray's Kampfstil war genau auf solche Entfernungen spezialisiert. Blitzartig bewegte sich der Shinobi ein klein bisschen zur Seite und ließ den ersten Pfeil von der Sehne sausen, der Pirat Nr.3 von hinten in seinen Hals traf und auf seinem Weg dabei das Rückenmark durchtrennte. Zu schnell war das ganze gegangen, als dass sich dieser hätte verteidigen können. Doch damit nicht genug innerhalb von wenigen Wimpernschlägen bewegte sich der Hayabusa weitere 3mal in den toten Winkel der anderen Piraten und traf weitere 3mal so zielsicher wie bei seinem ersten Opfer, sodass auch Piraten Nr. 4,5 und 6 röchelnd auf das Deck sanken. Ihr Tod war für jeden von ihnen lautlos und absolut unausweichlich aus dem toten Winkel gekommen, eine Meisterleistung, die Frage war nur, war die ganze Aktion überhaupt von den beiden Kunoichi aus Shirogakure beobachtet worden?

@Hanabira Airika @Kajiya Ayumi @Tetsuya Daisuke @Akinawa Izuya
Taka Kikku (Falcon Kick)

Element: Fuuton
Typ:Taijutsu
Rang: C-Rang
Chakrakosten: C
Reichweite: Nahkampf

Voraussetzung: Fuuton: Dasshu no Jutsu, Geschick Stufe 4, Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 2

Beschreibung:Was ist besser als ein blitzschneller Dash nach vorn? Natürlich ein blitzschneller Dash nach vorne, der gleich dazu mit einem Angriff kombiniert wird. Genau darum handelt es sich beim Falcon Kick. Mittels dem Dasshu no Jutsu katapultiert sich der Anwender nach vorne. Kurz danach dreht er sich so, dass er mit einem Fuß voran Richtung Gegner fliegt, um seinen Gegner mit voller Wucht zu rammen, was meistens dazu führt, dass dieser nach hinten geschleudert wird.

Shotto Môten (Schuss aus dem Toten Winkel)

Typ: Taijutsu
Rang: C
Reichweite: Berührung

Voraussetzungen: Geschick Stufe 4, Geschwindigkeit Stufe 5, Fernkampfwaffe: Shinobi-Attentatsbogen

Beschreibung: Wie schon das Surudoi meno masuta, verstärkt auch dieses Jutsu die scharfe Sicht des Hayabusa-Anwenders. Allerdings ermöglicht dieses Jutsu dem Schützen den Toten Winkel seines Gegners zu erkennen. Sobald er diesen erkannt hat, bewegt er sich mit einer blitzartigen Bewegung in eben diesen Winkel und attackiert mit einem schnellen Bogenschuss. Alternativ kann aber auch mit Kunai oder Shuriken attackiert werden.
 

Kajiya Ayumi

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Ganz schön frech, da hatte der Rothaarige Sora-Nin einfach den Piraten erledigt, den Ayumi gerade angreifen wollte. Und dann kam noch dazu, dass er zuvor so abfällig über die Fähigkeiten der Schmiedin geredet hatte. Klar, ihr Raiton und ihr Katon waren nicht so sonderlich herausragend, aber das Schulterzucken hinterher hätte echt nicht sein müssen. „Grr…“, knurrte die kleine Schmiedin entnervt und trat einen kurzen Moment nach dem Freibeuter, der vom Kunai des Falken getroffen gurgelnd und röchelnd am Boden lag. „Mir gefällt das auch nicht…“, murmelte sie dem Sterbenden zu.
Wie ein Gelb-Roter Pfeil schoss der Sora-Nin auf einmal an Ayumi und Airika vorbei und stürzte sich in einen Haufen an Piraten, die er mit einer beeindruckenden Technik, bei der er einen Bogen im Nahkampf verwendete, stets um die Gegner herumtänzelte und sie einen nach dem anderen mit einem einfachen Schuss sauber umnietete. Tatsächlich zog der Kerl dabei irgendwie alle Aufmerksamkeit der Piraten auf sich, sodass Ayumi sich nach neuen umsehen musste. „Ich schau mal da drüben nach anderen, nicht schummeln beim zählen!“, rief die Schmiedin ihrem Kontrahenten zu. Die beiden hatten sich auf eine Art Wettstreit eingelassen und auch wenn Ayumi kein sonderliches Ehrgefühl hatte, keinen aufrechten Ritterschwur oder dergleichen, so lag es ihr dennoch fremd, dem Rotschopf in den Rücken zu fallen. Es ging darum, sich zu beweisen und dafü hatte Ayumi eben eine Schwäche. „Pass auf dich auf, Airika!“, war ihre Verabschiedung an die Samurai-Kämpferin. Anscheinend war dieser Ray erst einmal nicht darauf aus, die beiden Kunoichis anzugreifen und damit konnte Ayumi irgendwie leben. So musste sie sich keine Gedanken machen, Airika ein wenig zurück zu lassen. Mit ihrem Katana schien sie gut genug umgehen zu können, dass Ayumi sich nicht um sie sorgen musste.

Nach kurzem Umsehen hatte Ayumi herausgefunden, dass auf dem nächsten Schiff, einem schmalen Dreimaster, erhöhte Piratenpräsenz anzutreffen war. Ein paar Fingerzeichen formend rannte Ayumi auf den Bug des Schiffes, auf dem sie, Airika und Ray gerade kämpften, zu und wirkte erneut ihr Raikyu-Jutsu auf die linke Armschiene. Es war zwar der selbe Trick wie zuvor, doch er hatte wunderbar funktioniert, also sah Ayumi keinen Grund, ihre Taktik zu ändern.
Ein kleiner Holzsteg war zwischen den beiden Schiffen errichtet worden, sie waren mit Tauen aneinander geknotet, sodass sie ihre Position zueinander hielten. Ohne weiter darüber nachzudenken ließ die Schmiedin sich von ihren Schritten über das nasse Holz tragen, bevor sie mit einem Satz an Bord des Dreimasters landete. Kurz dachte sie nach. „Drei…. Nein, Zwei….“, murmelte sie vor sich hin, während schon ein Duo aus Piraten auf sie zukam. „Oh, oh.“ Die beiden schienen gar nicht zu Scherzen aufgelegt zu sein. Ayumi sprintete den beiden entgegen, schleuderte die Kette ihres Kusari Gamas nach rechts, wo das Eisengewicht sich um den vordersten Mast schlang, und tauchte dann, im letzten Moment, mit einem Hechtsprung links an den beiden Piraten vorbei. Die Kette spannte sich mit einem kräftigen Zug der Schmiedin und mit dem Gesicht voran klatschten die beiden Seeräuber auf die Planken. Schadenfroh lachte Ayumi die beiden einen kurzen Moment aus, doch sonderlich lang hielt das nicht an, denn von einem kleinen Fall ließen hartgesottene Freibeuter sich nicht einfach so aufhalten. Sie richteten sich wieder auf (einer davon rieb sich mit Tränen in den Augen die Nase, der andere wirkte sehr unversehrt und nur noch wütender) deshalb hüpfte Ayumi schnell einmal um sie herum, um die Kette ihrer Waffe wieder zu befreien.
Drei weitere Piraten machten sich langsam daran, die Erkundungstour des Schiffes abzubrechen und ihren beiden Kameraden zu helfen. Fünf gegen einen war selbst für die Ayumi vom mächtigen Kajiya-Clan eine arg ärgerliche Überzahl. Drum ließ sie das Eisengewicht der Kusari Gama über dem Kopf kreisen und wich langsam ein paar Schritt zurück. Viel Platz hatte sie jedoch nicht mehr, bald schon hatte sie die Reling des Schiffes im Rücken.
In einem weiten Kreis ließ sie das Gewicht knapp über Bodenhöhe seitlich auf die Piraten zuschnellen. Der erste reagierte noch rechtzeitig, sprang über die Kette hinüber, der zweite aber schaffte das nicht mehr. Die Kette von Ayumis Waffe wickelte sich drei, vier mal um sein Sprunggelenk. Siegessicher zog Ayumi – doch nichts geschah. Der Pirat war ein ziemlicher Muskelprotz und nur mit ihrem Schmackes konnte Ayumi den Gegner nicht von den Beinen holen. Dieser wiederum grinste Ayumi hämisch und mit einem nur zu etwa siebzig Prozent vollständigem Lächeln an, bevor er demonstrativ den zweiten Fuß auf die Kette stellte, um Ayumi so noch weiter festzupinnen. Die vier anderen schossen nach vorne auf die Schmiedin zu und die hatte nur noch einen Ausweg. Die Flucht nach hinten. Mit einem Satz sprang sie rückwärts von der Reling, hielt sich dabei mit beiden Händen an der Kette fest. Für einen kurzen Moment war die Schmiedin im freien Fall, ihr Bauch fühlte sich ganz lustig an, doch schneller als sie „Hui“ hätte rufen können, spannte sich die Kette. Ayumi zog die Beine an und prallte mit den Sohlen voran gegen die Seite des Schiffes. Kurz darauf spürte sie die Kette an Spannung verlieren und mit einem lauten Ruf wurde der kräftige Pirat über Deck geschleudert. Ayumi sammelte Chakra in den Fußsohlen und rutschte einige Meter weiter nach unten, bevor sie den Baumlauf so gut gewirkt hatte, dass sie seitlich am Schiffsrumpf festkleben blieb.

Mit einer schwungvollen Bewegung lockerte sie die Kette um den Piratenknöchel wieder, dieser klatschte ungebremst auf die Wasseroberfläche. „DRE-HEI!“, rief die Schmiedin laut aus in der Hoffnung, Ray konnte sie hören. Dann blickte sie sich um. Das Schiff, an dem sie sich gerade befand, hatte einige Luken, die wohl für Kanonen waren. Mit einigen Schritt den Rumpf entlang gelang es Ayumi, sich durch eine dieser Luken zu zwängen. Nun befand sie sich im Bauch des Dreimasters. „Huhuuu, Piraaaten!“, rief sie aus. Hoffentlich waren hier unten auch welche. Kisten gab es hier auf jeden Fall. Und Fässer. Und Truhen. War Ayumi da vielleicht gerade über einen Teil des Schatzes gestolpert? Falls ja, dann interessierte es sie nicht, sie ging in die Richtung, aus der sie Bewegung hören konnte. Es gab einen Wettbewerb zu gewinnen und Ray hatte einen Vorsprung, den es aufzuholen galt.

@Hayabusa Ray
 
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