Schattige Bucht

Dieses Thema im Forum "Höhlen im Wasserreich" wurde erstellt von Sumiya Saki, 28. Jan. 2019.

  1. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Getsurin – Hafen


    Der morgendliche Regen hatte sich zum Glück gelegt, als der Steuermann das Boot mit den drei Crewmitgliedern und den vier Shinobi um eine Insel steuerte. Dahinter öffnete sich eine kleine Bucht, die von scharfen Klippen und weit über das Wasser hängenden Baumwipfeln eingerahmt wurden. Zu beiden Seiten der Bucht schien ein Strand, der eher aus Kies, denn Sand zu bestehen schien in den Wellen zu versinken und bildete einen optischen Abschluss zum Wasser. Keine andere Stelle der Bucht schien auch nur annähernd als Landeplatz geeignet zu sein, schroffe Felsen und teilweise starker Wellengang würden jeden Versuch an die Steilwände zu manövrieren in einer Katastrophe enden lassen. Gut, dass Anlanden nicht Teil ihrer Mission war. Als das Schiff langsam ziemlich mittig in der Bucht zum stehen kam, erhob sich Saki und trat auf eine kleine, eher unscheinbare Holzkiste zu. Der Kapitän hatte während der Fahrt darauf hingewiesen, dass sich dort wohl alles befinden sollte, was benötigt wurde. Als Saki den etwas knarrenden Deckel anhob fand sie in der Kiste nicht viel. Vier Neoprenanzüge, alle in Anthrazit mit einem Streifen in Neonfarbe, jede pro Anzug unterschiedlich, an den Seiten, sowie mehrere Schriftrollen, zweifellos die Utensilien, die sie benutzen sollten, lagen darin. Unter den Anzügen lagen Tauchmasken, wie Saki sie bisher oft bei Shinobi aus Amegakure gesehen hatte. Wenigstens mussten sie sich so keine Gedanken um das Atmen unter Wasser machen, die Dinger sollten ausreichen. Zu guter Letzt fand die Kunoichi noch Schwimmflossen, deren Farben mit den Neonakzenten der Neoprenanzüge korrespondierten und acht handliche Taschenlampen. Zeit zum fertig machen. Hastig griff sich Saki den Neoprenanzug und die Flossen, die in orangener Farbe leuchteten und drehte sich zu den anderen um. Okay Leute. Zeit zum Umziehen. In fünfzehn Minuten geht es los. Ausrüstung teilen wir unter uns auf, damit jeder einen ungefähr gleichen Anteil nach unten befördert. Achtet darauf, die Schriftrollen entweder wasserdicht zu verpacken oder gleich mit in den Anzug zu schieben, sodass sie trocken und brauchbar bleiben. Ihren Rat beherzigend, zog sie eine Plastikfolie aus ihrem Beutel, die sie sich hierfür extra eingepackt hatte. Sie brauchte Ihren Beutel und den Inhalt einzeln zu versiegeln, würde sie zu viel Zeit kosten, also wickelte sie diesen fest in mehrere Lagen Plastik ein und verschloss diesen Wasserschutz sorgfältig. Die Kräuter, ihre Zeichenutensilien und anderen Werkzeuge durften nicht nass werden. Abschließend begann sie ihren Neoprenanzug über ihrer Kleidung anzuziehen. Ausziehen würde das nur verkomplizieren und der dehnbare Stoff würde eine Schicht Kleidung unter sich schon aushalten. Außerdem konnten sie dann in der Höhle einfach aus dem Ding schlüpfen und trockenen Fußes die Arbeit beginnen.
     
  2. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Auch wenn ray mit seinen Augen die fliegenden Fische am Horizont beobachtete, lauschte er den Antworten seiner Teammitglieder. Es war wohl wirklich gut, dass die Blauhaarige zeichnen konnte, sonst wäre das kartographieren unter Umständen schwierig geworden. Ansonsten schien der andere Rotschopf den Nahkampf zu bevorzugen, während die anderen sich eher auf Ninjutsu spezialisiert zu haben schienen. Einzig und allein als Genjutsu erwähnt wurden, verzog Ray für einen kurzen Moment die Mundwinkel. Er hatte eine Abneigung gegen diese Art von Jutsu, denn auch wenn sie zweifelsohne praktisch waren, mochte er es nicht hinters Licht geführt werden und darauf zielten leider die meisten der Genjutsu ab.

    Jetzt aber wendete er sich Kokoro wieder zu, die ihn weiterhin Flummi nannte, woran sich Ray nicht mehr störte. Kurz legte er den Kopf schief, musterte das kräftige Mädchen von oben bis unten und dachte über einen passenden Spitznamen ein, der ihm allerdings nicht einfiel. Also zuckte er mit den Schultern und machte sich daran die Frage der Rothaarigen zu beantworten. "Da hinten ist ein ganzer Schwarm von fliegenden Fischen zu sehen, zumindest für meine scharfen Augen." erklärte er und ließ damit durchblicken, dass seine schwarzen Augen nicht nur besonders aussahen. "Wenn du noch einen Moment wartest, dann kommen sie nah genug dran, dass du sie vielleicht auch sehen kannst." Und tatsächlich waren auch für Kokoro und die anderen Teammitglieder der Schwarm fliegender Fische zusehen, obschon sie immer noch so weit weg waren, dass sie keinem aufgefallen wären, hätte Ray sie nicht darauf aufmerksam gemacht. "Ich könnte vielleicht sogar einen von denen mit meinem Bogen treffen, allerdings hat der hier" dabei deutete er auf den kleinen Attentatsbogen auf seinem Rücken. "nur seine sehr begrenzte Reichweite." Die Aussage war noch nicht einmal übermäßig übertrieben, denn von seiner Geschicklichkeit her, wäre so ein Schuss sogar machbar gewesen, wenngleich durchaus schwierig. Allerdings hatte er keine Erfahrung im Umgang mit einem Langbogen, was die ganze Sache zumindest vorerst für ihn unmöglich machte.

    Der Rest der Fahrt verlief relativ ereignislos und die Insel auf der sich die Unterwasserhöhle befand wurde ohne irgendwelche Probleme erreicht. Sogar der Regen hatte zwischendurch aufgehört. Die Insel an sich war geprägt von schroffen Klippen, Felsen und einem Strand der absolut gar nichts mit einem typischen Urlaubsstrand zu tun hatte. Bei den schroffen Klippen erinnerte sich der Rotschopf zurück an die Mission mit Kenta, bei der sie einen Sendemast überprüfen mussten. Er war froh, dass er diesmal das Boot nicht steuern musste, wenngleich er der MAnnschaft neugierig über die Schulter guckte, wie sie das Boot selbst bei hohem Wellengang sicher durch die scharfen Felsen manövrierten, sodass sie schlussendlich sicher in der Bucht lagen.
    Kurz darauf war es auch schon an der Zeit die Neoprenanzüge anzuziehen, sodass sie auf Tauchstation gehen konnten. Ray schnappte sich den Anzug mit den roten Verzierungen, sowie die passenden Schwimmflossen dazu und tat es Saki gleich und zog den Anzug einfach über seine Kleidung an. Das erforderte vor allem bei seiner Kurzen Hosen einiges an herumgezurre, aber schlussendlich war auch diese Hürde geschafft. In seinem Neoprenanzug verstaute er einige der Schriftrollen, die für ihren Auftrag gedacht waren, denn im Gegensatz zu Saki hatte er nicht daran gedacht wasserdichte Beutel mitzunehmen. Seinen Bogen schnallte er sich auf den Rücken, ein bisschen Seewasser würde der schon vertragen und auch seine Beintasche schnallte er sich über den Neoprenanzug, schließlich konnte man ja nie wissen, ob sie nicht vielleicht sogar unter Wasser kämpfen mussten und da war es hilfreich ein Kunai in Griffweite zu haben.
    Fertig angezogen wartete er dann darauf, dass es endlich losging. Er war schon gespannt darauf, was ihn unterwasser erwartete. Noch zeigten sich keine Anzeichen seiner Klaustrophobie und im Grunde war eine Unterwasserhöhle auch viel zu spannend, sodass seine Neugierde und sein Abenteuerdrang in wahrscheinlich diese vergessen lassen würde.
     
  3. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    Von Natur aus mochte Kokoro nicht gerade ein besonders cleverer Mensch sein, aber ihre angeborene Neugier war dann doch manchmal ganz nützlich. So hörte sie trotz der spannenden Ablenkungen, die ihnen das Meer geboten hatte, noch relativ aufmerksam zu als die anderen Teammitglieder von ihren Fähigkeiten erzählten. Was Pakura so ungefähr konnte, wusste Kokoro noch, wenn auch eher schwammig. Leider war die Tetsuya, was das anging, recht vergesslich. Vielleicht konnte sie es sich ja für den Rest der Mission einprägen! Dass Saki relativ ähnliche Fähigkeiten hatte, machte das Ganze jedoch dann weniger spannend. Also hatten sie mit Ray einen präzisen Fernkämpfer, Kokoro im Nahkampf und Saki und Pakura mit ein paar Ninjutsu und heilenden Künsten. Letzteres konnte Kokoro gebrauchen. Sie war sich sicher, dass sie in ihrem Zorn oder ihrer Dummheit irgendwo anecken würde... Gleich zwei Iryônin dabei zu haben, war also recht nützlich! Obwohl sie Saki von der Art her so einschätzte, dass sie Kokoro locker leiden ließ, wenn sie sich bewusst dumm anstellte. Die Sumiya schien als Teamleiter zwar nicht unbedingt unfähig, war aber offenbar etwas schroff. Kokoro hatte nichts dagegen. Sie war da ein wenig plump und sagte, was ihr auf der Zunge lag. Dementsprechend konnte sie auch mit Klartext ganz gut umgehen. Sie beschloss der Blauhaarigen erst einmal kein Gespräch ans Knie zu binden... und auch mit Pakura war sie sich im Moment nicht ganz grün. Nach ihrer letzten Mission, die ein wenig unangenehm geendet war, was nicht zuletzt an Kokoros Patzer lag, hatte sie das Bedürfnis die Dunkelhaarige auf Abstand zu halten. Ob die das merkte? Mehr nach ihrer Kragenweite war jedenfalls der Hayabusa. Lag das wohl an der Haarfarbe?
    Apropos Ray! Dieser hatte Kokoro gerade etwas von fliegenden Fischen sagen wollen und so sehr sie sich über die Reling beugte und anstrengte... Sie sah da ein feuchtes Nix. Ob er sie verarschen wollte? Ziemlich geradeaus hatte sie ihn gefragt, ob er ihr gerade Scheiße erzählen wollte. Tatsächlich nahm er das ganz locker auf und prompt folgte die Erklärung. Seine scharfen Augen? Kokoro blickte ihn nachdenklich an, rückte ihm fast ein wenig auf die Pelle und starrte seine Augen an. Schwarz. Sie erinnerte sich an eine Erzählung ihres Vaters von den weißen Augen, die alles sehen konnten... Doch das waren sie nicht. Also kein Röntgenblick... und keine Sicht auf ihre Unterwäsche! Ein wenig abschätzig blickte sie ihn an, als er meinte, dass sie die Fische sicher bald sehen konnte. Ob er ihr einfach Blödsinn erzählte? Sie war ziemlich naiv und leichtgläubig und Leute verstanden das nicht selten als Einladung sie zu veralbern... Doch dann kniff sie die türkisfarbenen Augen zusammen und siehe da: Ernsthaft Fische! "Wow!", staunte sie nicht schlecht und lehnte sich weiter über die Reling und wackelte spielerisch mit ihren Füßen herum. "Man hast du krasse Augen!" Kokoro war zugegebenermaßen leicht zu beeindrucken, aber das war wirklich eine coole Sache. Als er noch damit prahlte, dass er sie mit dem Bogen treffen konnte, nickte die Tetsuya nicht wenig erstaunt... Dann ging es aber weiter im Plan. Der Rest der Reise war recht entspannt. Kokoro nutzte die Pause um ein wenig zu trainieren. Sie machte einige Liegestütze, abwechselnd mit beiden, dann mit einer und als sie darüber nachdachte, dass sie es gar nicht ohne konnte, musste sie eine ganze Weile überlegen, bevor ihr bewusst wurde, dass das wohl niemand konnte ...

    Dass sie so schnell an die Insel herankamen, bemerkte Kokoro gar nicht wirklich. Erst als Saki als Teamleiterin auf sich aufmerksam machte und ein paar Ansagen machte, horchte die Tetsuya auf. Soso... Die Tetsuya verstaute ihren großen Regenschirm und alles andere was gefährdet war in den Schriftrollen und packte diese auf Sakis Anweisung hin wasserdicht ein. Gut, dass sie das erwähnt hatte! Kokoro hätte das sicherlich vergessen... Der Rotschopf pellte sich derweil in einen Neoprenanzug und stellte fest, dass sie so eng anliegende Kleidung nicht leiden konnte. Einen recht neugierigen Blick warf die Kunoichi hinüber zu Saki und Pakura um eine bestimmte Körperpartie abzuchecken. Verdammt! Das Taijutsutraining ließ nicht zu, dass sich auch nur ein Gramm Speck zu viel an Kokoro fand. Ganz im Gegenteil, sie wirkte eher erstaunlich muskulös im Vergleich, doch das war nicht was sie ärgerte. Sie war ziemlich ... flach. Sogar im Vergleich zu Saki! Natürlich sprach sie das nicht an, aber es brodelte in ihr. Kokoro konnte nicht wirklich ertragen in etwas "schlechter" zu sein als andere... Obwohl es sie vermutlich auch stören würde, wenn es anders wäre. Aber wie soll man es einem Teenie schon recht machen? Beleidigt schnaufend zog sie ihre Taucherkluft an, sammelte die nötige Ausrüstung zusammen und wartete darauf, dass Saki den Startschluss gab... Ihre Laune war gerade zugegebenermaßen im Keller und es war nicht offensichtlich warum... Hoffentlich sprach sie niemand darauf an!
     
  4. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Eigentlich war es kein großes Problem für Pakura, sich auf etwas zu konzentrieren. Als aber die Aufmerksamkeit des halben Teams offensichtlich komplett abseits der Besprechung lag, konnte sie auch nicht mehr anders, als zum Horizont zu schauen, wo Ray irgendwas zu sehen glaubte. Irgendwas, das ... scheinbar nicht da war. „Hast Du dir... vielleicht doch vorhin den Kopf...“ setzte die Meteki an, ihren nahliegenden Gedanken auszusprechen, als der Hayabusa erklärte, dass seine Augen scharf genug seien, dass er dort hinten einen Schwarm fliegender Fische sehen konnte, der auch bald für die anderen Drei in Sichtweite sein dürfte, konzentrierte sie sich ebenfalls und konnte nach ein paar Sekunden tatsächlich Bewegung erkennen, die nicht von den Wellen, oder den Boten stammen konnte. „Respekt, Ray-san. Scheinbar hast Du eine gute Wahl getroffen. als Du dich für den Bogen entschieden hast.“ Zugegebenermaßen war das Mädchen gerne mal stur, was die Änderung einer Meinung anging. Wenn sie sich aber ohne jeden Zweifel geirrt hatte, dann konnte sie das auch aussprechen. Das war ihr selbst wichtig.

    Eine Weile später erreichte das Team sein Ziel und so ging es an die erste Aufgabe. Packen des Werkzeugs und Vorbereiten für den Tauchgang. Gesagt getan. Pakura nahm sich die letzten Schriftrollen und verstaute diese unter ihrer Lederjacke - an eine Plastiktüte hatte sie tatsächlich nicht gedacht, da eigentlich nah lag, dass das Werkzeug bereits wasserdicht verpackt sein sollte, wenn ein Tauchgang anstand - und zog wie ihre Kameraden einen Tauchanzug an, welcher in ihrem Fall mit hellblauen Streifen versehen war.
    Nachdem sich jeder ausreichend vorbereitet hatte und gegebenenfalls noch ein paar organisatorische Worte gewechselt wurden, ging es schließlich los. Einer nach dem Anderen gingen sie ins Wasser und tauchten in Richtung des Eingangs der Höhle. Es dauerte eine Weile, bis die Meteki unter Wasser wirklich etwas sehen konnte. Das Salzwasser brannte schon etwas, aber es ging. Den Anblick war es auf jeden Fall wert. Ganze Schwärme von Fischen in den unterschiedlichsten Größen und Farben schwammen im direkten Umfeld der Ninja und schienen sich nicht an ihnen zu stören. Im Gegenteil schwammen einige von ihnen sogar ganz nah ran. Wenn die öffentliche Meinung nicht daraus bestehen würde, dass die wenigsten Meerestiere mehr aus ihrer Umgebung wahrnehmen, als gefährlich und ungefährlich oder Heimat und Geburtsort, könnte man beinahe davon ausgehen, dass die kleinen Dinger neugierig auf die neuen Kreaturen in ihrer Mitte waren. „Hier müssen bisher nur sehr wenige Menschen gewesen sein. Kein Wunder, dass der Höhleneingang nicht früher gefunden wurde.“ Das Mädchen genoss das Gefühl sichtlich, war aber auch von den Schatten abgelenkt, welche sich in ausladend kreisenden Bahnen um die Gruppe bewegte und langsam näherte. Erst, nachdem sie schon mehrere Minuten im Wasser waren und die Fünfzehnjährige beinahe den Eingang erreicht hatte, merkte sie, dass die Fische plötzlich in einer ruckartigen Bewegung ausschwärmten und vor irgendwas zu fliehen schienen. Erst, als sie sich in entgegengesetzter Richtung umdrehte, erblickte die Schwarzhaarige den Grund dafür. Ein Hai raste mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf sie zu, während Ray mit einem Kunai in der Hand wild gestikulierend darauf hinzuweisen versuchte. „Scheiße...“ Gerade noch rechtzeitig konnte die Braunäugige ihre Arme und Beine hochreißen, um mit diesen den Ober- und Unterkiefer des Meerestieres daran zu hindern, mit ihr dazwischen zuzuschnappen. Der Jäger dachte aber gar nicht daran, in der Bewegung inne zu halten und schob die Verteidigerin ohne erkennbaren Geschwindigkeitsverlust einfach vor sich her. Verzweifelt versuchte die Ninjutsuka, den Angreifer mit einem gezielten, durch den Wasserwiderstand aber deutlich abgeschwächten, Tritt in die linken Kiemen zur Flucht zu bewegen und... schaffte es. Zumindest vorläufig. Der Hai ließ von ihr ab und begann auf größerem Abstand wieder mit dem Umkreisen der Gruppe. Die Suiton-Anwenderin signalisierte ihren Kameraden, dass sie unverletzt war und dass sie besser schnell in die Höhle verschwinden sollten.
     
  5. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Keine Widerworte oder Gemurre, vielleicht war dieser Teamleieter-Gig nicht allzu schlecht. Sie hätte es schlimmer treffen können. Der Flummi schien zu hören und die anderen beiden waren für Saki sogar weniger ein Problem gewesen. Sie hatte halt einen Blick auf das hyperaktive Etwas, das sich Genin schimpfte. Scheinbar zu unrecht. Aber Vorsicht und die Porzellankiste, das Übliche. Entschieden nach den anderen, ließ sich Saki erst über Bord in das Wasser fallen und spürte, wie das kühle Nass ihren Körper umfing. Die Gewässer des Wasserreichs waren nicht der tropische Strand, den man sich oft für Tauchgänge vorstellte, jedenfalls nicht hier, wo die Genin sich befanden, was bedeutete, dass die Temperatur nicht allzu angenehm war. Das Wasser schien gerade so mit dem zweistelligen beriech zu kämpfen, doch zum Glück warten die Anzüge der Genin in der Lage etwas von dieser Kälte zu mitigieren. Dennoch kniff die Sumiya durch die plötzliche Kälte die Augen zu, was bedeutete, dass sie erst nichts sah. Auch nachdem sie die Augen wieder geöffnet hatte. Der Grund, alles war blau, aber nicht vom Wasser, es waren ihre Haare, die die scheinbare Schwerelosigkeit im Wasser nutzten um den Kopf der jungen Frau zu umhüllen. Sie hatte an alles gedacht, sogar ihre Ausrüstung sicher verstaut, aber ihre Haare in den Neoprenanzug zu stecken, damit diese ihr nicht im Weg herumschwammen, das hatte sie vergessen. Genervte versuchte sie die Haare aus ihrem Gesicht zu pusten, wobei sie da nur einen kräftigen Stoß Atemluft in ihr Atemgerät drückte, das daraufhin einen Schwall Blasen aufsteigen ließ. Die Haare waren nicht beeindruckt. In einem kurzen Aufbäumen, das gut und gerne als kleines Tantrum bezeichnet werden konnte, versuchte sie ihre Haare mit den Händen zusammen zu raffen und gab nach einigen Augenblicken sofort wieder auf, als ihr die einzelnen Strähnen immer wieder durch die Finger rutschten. Geschlagen, die Haare hatten gewonnen, machte sie sich daran den anderen zu folgen. Durch die Schwimmbewegung wurden ihre Haare auch dazu gezwungen ihr zu folgen und nicht im Weg zu sein. Wäre Saki mal früher darauf gekommen.

    Als Saki zu der Gruppe aufschloss, konnte sie gerade sehen, wie ein … Hai Pakura attackierte und diese sich mehr oder minder verteidigte. Das Tier schien jedoch nicht aufgeben zu wollen und setzte dazu an in einem Bogen wieder auf die Meteki zu zuhalten. Das Tier stellte auf jeden Fall eine Gefahr für die Gruppe dar, denn unter Wasser waren die kämpferischen Fähigkeiten der Gruppe kaum etwas wert. Taijutsu wurde durch den Wasserwiderstand erschwert, Raiton und Katon wären nutzlos und sollte Rai versuchen einen Pfeil zu verschießen würde der je nach Material nur wenige Meter vor ihm an die Oberfläche treiben – Holz – oder zum Grund sinken – Metall. Da erschien Flucht die beste Option und diese Option schien auch die erste Wahl von Pakura zu sein, die signalisierte, dass alles in Ordnung war. Nachdem sich Saki von dem kurzen Schock erholt hatte, setzte sie dazu an sich vor die Gruppe zu setzen. Mit einer Armbewegung, die langsamer als geplant war, verdammter Wasserwiderstand, bedeutete sie den dreien ihr zu folgen. Zwar wusste Saki nicht genau, wo der Eingang zu der Höhle war, aber sie konnte sich vorstellen, wo sie hinmussten. Rechterhand der Gruppe befand sich ein Felsvorsprung unter dem sich dunkle Schatten abzeichneten. Da die Höhle nah sein musste und es sonst keine Stelle gab, die wirklich geeignet schien, wart das ihr bester Versuch. Geschwind schwamm die Sumiya unter den Felsen und knipste eine der kleinen, wasserdichten Lampen an. Vor ihr öffnete sich ein Gang, der tiefer in die Felswand der Insel führte. Bingo Mit einer Hand deutete sie in die Dunkelheit und setzte sich in Bewegung. Der Gang war nicht gerade schmal, hoffentlich würde der Hai nicht folgen, doch nach nur einer Biegung begrüßte ein sicherer Hafen die Sumiya. Kaum war die Kunoichi um einen Felsen geschwommen, bog sich der Gang nach oben und durchbrach die Wasseroberfläche. Sie waren noch deutlich unter dem eigentlichen Meeresspiegel, aber irgendwie hatte sich in dieser Höhle Luft gesammelt. Zugegeben, sie roch etwas muffig, aber war nicht nur atembar, es schien auch ein Lüftchen zu gehen, was bedeutete, dass wenigstens irgendeine Form von Luftaustausch möglich war. Als erste der Gruppe hievte sich Saki aus dem Wasser und entledigte sich ihrer Ausrüstung. Wenn sie alle außerhalb des Wassers waren, würde es erstmal egal sein, ob der Hai durch den Tunnel passte und ihm würde wahrscheinlich bald die Lust vergehen, wenn das Futter nicht wieder ins Wasser ging. Bis dahin konnten sie in Ruhe arbeiten.