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Senichi Nozomi - Tausendundein Wunsch

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Das Senichi Nozomi ist nicht nur irgendeine Bar, von denen es in Jôsei so einige gibt - nein, hier handelt es sich um genau die Bar, die man im reichen Byakko-Bezirk erwarten würde. Sie erstreckt sich über Erdgeschoss und erste Etage einer günstig gelegenen, aber recht ruhigen Adresse, die zentral im Bezirk liegt und der Außenwelt eine stets gepflegte Fassade präsentiert. Im Inneren erwarten den Besucher edel holzvertäfelte Wände und allgegenwärtiges Parkett mit eingelegten Mustern. Als Sitzgelegenheit bieten sich wohlgepolsterte Ledersitzbänke und Stühle, für Illumination sorgen blankpolierte Spiegel und Glaslampen. Hinter dem unendlich lang erscheinenden Mahagonitresen verbergen sich in gläsernen Schränken zahllose exotische und teure Spirituosen. Auch der Hungrige kommt hier auf seine Kosten - der Schwerpunkt liegt zwar eher auf Snacks als auf vollwertigen Mahlzeiten, aber die Speisenkarte kann sich dennoch sehen lassen. An den meisten Abenden gibt es hier Livemusik und eine Tanzfläche für das jüngere und junggebliebene Publikum.
Und wer es lieber privater hat, findet im Obergeschoss verschieden eingerichtete Feierräume für unterschiedlich große Personengruppen. Das einzige was hier nicht perfekt scheinen mag, dürften die Preise sein ... ganz billig ist es nicht, da wo die Reichen und Schönen ihre Abende verbringen.


Arata holte ein letztes Mal kurz Luft, als er vor der leuchtenden Fassade stand. Angst hatte er nicht wirklich, es war nur ... naja. Ehrlich gesprochen war es das erste Mal, dass er wirklich Geld für einen Barbesuch auf den Kopf hauen wollte - und auch das erste Mal dass er sich extra für eine Bar neue Sachen gekauft hatte. Aber die rege Missionstätigkeit, die man offenbar von ihm erwartete, hatte unerwarteterweise auch Bares abgeworfen, und davon so viel, dass er beim besten Willen nicht alles davon ansparen wollte. Wofür auch? Und abseits seiner üblichen Adressen unterwegs zu sein, bot ihm auch ein paar interessante Perspektiven ... und wenn er wollte könnte er hier eben auch allein bleiben ohne Bekannte zu treffen. Also dann! Er trat durch die Tür und ließ sich einen Moment von der Welle warmer Innenluft überrollen. Es war noch nicht gerade spät, sodass an der Garderobe genügend Platz für seine Jacke war, aber er schaute kaum hin - seine Augen wanderten gerade noch ein wenig ungläubig über die Inneneinrichtung, und er musste sich zusammenreißen, um nicht weiter zu glotzen, als er sich vorsichtig in Richtung Tresen bewegte.
Der Yamanaka war heute in mehr als einer Hinsicht von seiner üblichen Gewohnheit abgewichen - er trug nicht die übliche dezente Kombination, sondern eine weitgeschnittene, zu den Knöcheln schmal zulaufende Stoffhose, und ein kurzärmeliges schwarzes T-Shirt mit goldenem Musterdruck. Das fiel hier zwar keineswegs aus dem Rahmen, aber ... es war schon etwas auffälliger als er normalerweise unterwegs war.
Naja. Vielleicht suchte er ja auch neue Gesellschaft, mh? Ein nervöses Lächeln huschte über seine Züge, als die Selbsterkenntnis sich doch nochmal meldete, dann ging er auf die Theke zu und setzte sich erst einmal. Erstmal war der Barmann noch am der anderen Ende der Theke beschäftigt, also ... nutzte er die Gelegenheit, seinen Blick von hier ein wenig durch den Club schweifen zu lassen. Noch war es nicht gerade voll und man konnte einzelne Leute gut beobachten...
 
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Es war einer dieser Tage, an denen Yamato nicht recht wusste, ob er allein sein oder doch lieber etwas Gesellschaft haben wollte. Vielleicht ein bisschen von beidem, weshalb er sich letztlich dazu entschlossen hatte, nicht auf seinem Zimmer vor sich hinzubrüten, sondern auf einen Drink im "Tausendundeinen Wunsch" vorbeizuschauen. Die Bar lag nicht allzu weit vom Haus seiner Eltern entfernt, so dass er sich notfalls auch schnell wieder verdrücken konnte, wenn es ihm zu viel wurde. Für den Moment aber hatte sich der Tsukigata recht bequem in einer kleinen Sitzecke eingerichtet, von der aus er einen guten Blick auf Eingangsbereich und Tresen hatte. Gerade lag sein Blick jedoch mehr oder weniger auf dem halbvollen (oder halbleeren?) Glas vor ihm, während er, den Kopf in eine Hand gestützt, seinen Gedanken nachhing.

Für Yamato war es ein weiterer arbeitsreicher Tag gewesen – einer von vielen der letzten Zeit - und er war ordentlich geschafft. Im positiven Sinne, weil er eine intensive Trainingseinheit bei den Okamura hinter sich gebracht hatte. Der alte Ren war heute nicht abkömmlich gewesen, also hatte er einen seiner erfahreneren Schüler dazu abgestellt, den Unterricht zu übernehmen. Und wie es sich ergeben hatte, war Yamato dabei nicht nur verdroschen worden, sondern hatte auch gelernt, wie er effektiv zurückschlagen konnte. In Verbindung mit seinem Bluterbe, das ihm inzwischen ebenfalls ein wenig besser gehorchte, gar kein schlechter Fortschritt. Zufrieden war er dennoch nicht. Training war das eine. Das andere waren die eng getakteten Einsätze der letzten Zeit, die zwar alle ein gutes Ende gefunden hatten, allerdings nur dank seiner Missionspartner. Er selbst, so fühlte Yamato, hatte wenig Anteil am Gelingen der Missionen und kleineren Aufträge gehabt – wenn er sie nicht sogar unwillentlich erschwert hatte. Wäre er nur stärker gewesen, vorausschauender, klüger… Leise seufzend griff er nach seinem Glas und nahm einen Schluck. Als er den Drink wieder abstellte, hätte er ihn vor Schreck beinahe wieder ausgespuckt.

Da vorn am Tresen saß Arata. Auch das noch… Noch hatte er ihn nicht bemerkt, aber es war nur eine Frage der Zeit bis der Yamanaka ins Innere der Bar spähte und ihn unweigerlich entdecken würde. Zeit, seine Tarnfähigkeiten rauszuholen! Oder höflich zu sein… Ein weiteres Mal seufzte Yamato, diesmal allerdings nur innerlich. Was immer er tat, er würde es doch eh wieder falsch machen. Blieb nur die Frage, was der arme Arata weniger verdient hatte: ignoriert zu werden oder sich mit einem missmutigen Kollegen herumzuschlagen. Keines von beidem, befand der Tsukigata, doch er beschloss zumindest der Höflichkeit Genüge zu tun und ein paar nette Worte mit Arata zu wechseln. Und das gerade noch rechtzeitig, denn just da wandte der ihm den Kopf zu. Yamato ließ ein kleines Lächeln aufflackern und hob grüßend die Hand. Dann erhob er sich und ging, das Glas in der Hand, zum Tresen. Im Gegensatz zu Arata wirkte er reichlich unspektakulär. Schwarzes Shirt, anthrazitfarbene Hose. Fertig. Fast ging er im lauschigen Halbdunkel der Bar unter – ein durchaus beabsichtigter Effekt. „Hey Arata-san.“, grüßte er den Yamanaka mit freundlicher Gelassenheit. Innerlich war er weniger gelassen. Hatten sie sich überhaupt schon einmal abseits der Arbeit gesehen? „Auch auf einen Absacker hier?“. So wie Arata sich zurechtgemacht hatte, vermutlich mehr als das. Aber das würde sich sicher gleich klären.
 
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Während Yamato sich mit seiner Flucht nach vorn für das kleinere Übel entschied, ahnte Arata noch nichts davon - er freute sich, hier ein bekanntes Gesicht erkannt zu haben. Und ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheit sah man ihm das auch ganz gut an ... vielleicht lag es aber auch daran, dass er sich nicht nur einfach so freute. Sein Herz hatte tatsächlich einen kleinen Sprung gemacht, als er den Tsukigata wieder erkannte - hatte er sich auf dem denkwürdigen Job nicht kurz gewünscht, sie würden sich stattdessen in der Bar treffen? Und jetzt war er hier, ausnahmsweise mal ausgehschick, und Yamato war auch da ... so erklärte sich, dass Arata für seinen Kollegen ein warmes, fast strahlendes Lächeln übrig hatte. "Oh ... freut mich, Yamato-san." Erwiderte er, und ... grinste andeutungsweise. "Naja ... einer der wenigen angenehmen Nebeneffekte meiner bisherigen Karriere ist mehr Geld als ich für mich behalten will. Also ... wollte ich heute abend ein bisschen was davon ausgeben und vielleicht ein paar neue Bekanntschaften machen. Und ... mir einfach einen schönen Abend machen." Jetzt wo er es laut formulierte, kam es ihm selbst ein bisschen gewagt vor, aber ... einmal angefangen würde er jetzt nicht so leicht wieder stoppen. Yamanaka zu sein war manchmal schwierig, aber ... manchmal brachte die nagende innere Stimme der Selbstanalyse doch ein paar wertvolle Einsichten hervor, sofern man bereit war, ihr zuzuhören. Es wurde einfach einmal Zeit, dass er sich aus seinem selbst gegrabenen Loch heraus wagte, anstatt immer nur vom Rand aus andere zu beobachten und sich zu ärgern dass er selbst so allein blieb.

... umso mehr wenn heute auch noch Yamato aufgetaucht war. Wer wusste schon ob die Gelegenheit wieder käme? "Naja, und ... jetzt wo du auch hier bist könnte ich mir auch gut vorstellen ihn mit dir zu verbringen." Ein leiser Hauch von Röte tauchte auf Aratas Wangen auf. Man hätte ihn vielleicht dem Alkohol zugeschrieben - wenn der Yamanaka denn überhaupt schon irgendetwas getrunken hätte. "Ich ... bin heute das erste Mal hier und würde mich jedenfalls freuen wenn du mir Gesellschaft leisten würdest ... wenn du das möchtest." Kurzes, nervöses Auflächeln, gefolgt von einem kleinen Räuspern. Aber für die erste richtige Einladung wars gar nicht so schlecht, oder? "... du bist öfter hier, nicht?" Fischte er etwas unbeholfen nach einer Anschlussfrage, die seinen Vorstoß etwas unschuldiger erscheinen ließ, und ... sah Yamato dann einfach hoffnungsvoll an, ob er sich nicht bereit fände bei ihm zu bleiben. Er hatte es noch ganz gut unter den Deckel bekommen, aber innerlich war er jetzt ziemlich aufgeregt.
 
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Ein Funke vom Diplomatentum seines Vaters musste über die Jahre doch auf Yamato abgefärbt sein, denn es gelang ihm gerade noch zu verhindern, dass ihm die Gesichtszüge entglitten. Arata wollte den Abend… mit ihm verbringen? Das lief ja nun gar nicht so wie er sich das vorgestellt hatte. Und das gerade heute, wo seine Sozialkompetenz bestimmt noch nicht einmal das Prädikat ‚suboptimal‘ verdiente. Doch Arata wirkte gerade so hoffnungsvoll, dass er es nicht übers Herz brachte, ihn zu enttäuschen. ‚Reiß dich zusammen und zieh den armen Kerl nicht mit in deine miese Laune…‘, mahnte er sich. Mit etwas Glück passierte ja das, was der Yamanaka sich wünschte und er würde tatsächlich noch ein paar neue Leute kennenlernen. Bis dahin würde Yamato ihm gern Gesellschaft leisten so gut er konnte. Die leichte Überraschung, die bis eben noch im Gesicht des Tsukigata gestanden hatte, wandelte sich in ein warmherziges Lächeln. „Na klar, gerne doch. Vielleicht kann ich dir sogar jemanden vorstellen – und ich gelobe auch, wie ein Schatten zu verschwinden, wenn ihr unter euch sein wollt.“.

Trotz des gedämpften Lichts hatte Yamatao die leichte Röte auf Aratas Wangen bemerkt, doch es wäre ihm nicht ansatzweise in den Sinn gekommen, dass sie etwas mit ihm zu tun haben könnte. Der Yamanaka war heute das erste Mal hier und einfach etwas nervös. Das Ambiente konnte ja auch durchaus etwas einschüchternd wirken - zumindest bis man erkannte, dass trotz teurer Einrichtung und gehobener Speise- und Getränkekarte die Dinge auch nicht viel anders liefen als sonst wo. „In der letzten Zeit bin ich gar nicht so oft unterwegs gewesen.“, gestand Yamato und schob sich auf den freien Barhocker neben Arata. „Aber heute musste ich mal raus. Hast du schon was zu Trinken bestellt?“. Blöde Frage, hatte er in der kurzen Zeit, die er hier war, natürlich noch nicht. Wunderbar, da ging es schon los… Yamato kommentierte seinen Fehler aber nicht weiter, sondern angelte eine der Getränkekarten, um sie an Arata weiterzureichen. „Wenn du nichts findest, kannst du auch den Barkeeper fragen. Der hat manchmal noch ein paar besondere Sachen, die nicht auf der Karte stehen.“. Und wenn nicht, würde er sich irgendetwas Neues ausdenken. Der Tsukigata hatte es jedenfalls noch nicht erlebt, dass hier jemand unzufrieden oder durstig nach Hause gegangen wäre.
 
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Langsam ging Arata auf, dass mit Yamato heute abend etwas nicht ganz stimmte ... er wirkte verhuscht, fast unsichtbar, und ... naja, so recht schien er nicht zu verstehen was der Yamanaka ihm eben doch so tapfer hatte sagen wollen. Jedenfalls hatte er jetzt eigentlich nicht vorgehabt, Yamato als Sprungbrett zu benutzen um jemand anderes kennen zu lernen ... aber hey, er war bereit ihm Gesellschaft zu leisten, und zu einem geschenkten Tsukigata würde er so oder so nicht nein sagen. Vermutlich war er ohnehin zu hastig gewesen - oder? "Ah ... noch nicht. Würdest du- ooh, danke." Er war so ein Gentleman. Arata nahm die Karte mit einem dankbaren Nicken entgegen und spähte über die Zeilen. Das meiste war ihm vertraut, und obwohl ein paar der unbekannten Namen ihn neugierig machten ... jetzt war noch nicht die Zeit für hochprozentige Experimente. "Ich denke, ich fange mit Vertrautem an. Überraschen lasse ich mich dann später." Es klang zwar spannend, aber solche Versuche waren meistens amüsanter wenn man so oder so schon betrunken war. Er hatte seinen Blick über die Karte beendet und legte sie aufgeklappt zwischen ihnen beiden hin, falls Yamato sie noch einmal haben wollte, und ... wandte sich dann wieder ihm zu. Hui ... Smalltalk fiel ihm normalerweise halbwegs leicht, aber jetzt wollte er schon achtgeben nichts blödes zu sagen oder den Tsukigata gar mit seinen langweiligen oder sonderbaren Interessen vergraulen, also brauchte er einen merklich langen Moment, bevor er den Faden wieder aufnahm.

"... ja, ich hab es auch nicht mehr drinnen ausgehalten. Manchmal brauche ich eine kleine Erinnerung, dass ich in einer Stadt voll vernünftiger und normaler Menschen wohne, die nicht zwischen Bäumen herumspringen und wichtigere Probleme haben als Chakratheorie."
Er schmunzelte. Er hatte tatsächlich einiges von der Ambivalenz gegenüber seinem Ninjaberuf ablegen können, aber so ganz normal würde er sich damit vielleicht nie fühlen. Einen Moment später kam der Barmann vorbei und erkundigte sich nach ihren Wünschen, und Arata nickte. "Ein Shiroi Kumo für mich. Yamato ..?" Sobald der Tsukigata bestellt hatte, huschte ihr freundlicher Barmann weiter, und Ara räusperte sich. "Und ... wie ist dein Einstieg in den aktiven Dienst verlaufen? Ich hoffe deine folgenden Aufgaben haben dir nicht so viel ... Flexibilität abverlangt wie unser Forschungseinsatz."
 
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Während Arata die Karte studierte, warf Yamato ihm einen verstohlenen Blick zu. Der Yamanaka war ja ohnehin schon bildhübsch, aber so wie er sich zurechtgemacht hatte, wäre es eine Schande, wenn er heute keine neuen Bekanntschaften schließen würde. Ein kurzer Schwenk durch die Bar offenbarte jedoch, dass die noch etwas auf sich warten ließen. Aber der Abend war noch jung und erfahrungsgemäß würde es zu späterer Stunde noch voller werden. Bis dahin wollte Yamato versuchen, dass Arata die Zeit nicht lang wurde – und später achtgeben, dass er nicht an die falschen Leute geriet. Auch ein gehobenes Ambiente schützte leider nicht vor schlechtem Umgang, wie der Tsukigata einst am eigenen Leibe hatte erfahren müssen.

Über seine Gedanken hatte Arata gewählt und spann das Gespräch von eben fort. „Ein bisschen Normalität… da rennst du bei mir offene Türen ein.“, erwiderte Yamato. Solange er sich erinnern konnte, war in seinem Leben nichts wirklich „normal“ gelaufen und im Gegensatz zu dem, was Arata andeutete, war es gerade der Dienst an Shirogakure, der zumindest einen Hauch von beruhigender Routine mit sich brachte. Allerdings war dies kaum der richtige Zeitpunkt, um den Yamanaka mit seinen eigenen Befindlichkeiten zu belästigen. Yamato hoffte, dass es ihm wenigstens lange genug gelang, vernünftig und normal zu wirken. Das Auftauchen des Barkeepers lenkte den Fokus ohnehin erst einmal von ihm fort und Arata bestellte seinen Drink. „Ah, ich hab’ noch. Danke.“. Yamato hob sein noch halbvolles Glas (ja, in diesem Fall hätte er tatsächlich ‚halbvoll‘ gesagt) an. Die Flüssigkeit darin hatte die Farbe von sattgoldenem Baumharz, sah aber sonst vergleichsweise unspektakulär aus. Irgendein hochprozentiges Destillat aus dem hohen Norden, dessen Namen der Tsukigata auch nach der drölfzigsten Bestellung noch nicht richtig aussprechen konnte (inzwischen hatte man sich zur Entlastung aller Beteiligten auf „das Übliche“ geeinigt). „Aber wir nehmen noch die 1002. Überraschung dazu.“. Arata brauchte doch etwas, um seinen pappensüßen Cocktail zu kontern und wenn er später noch Leute kennlernen wollte, sollte er wenigstens eine kleine Basis für den weiteren Alkohol geschaffen haben. „… ich hab‘ keine Ahnung, was das ist, aber es wird gut.“. Es sei denn, sie brachten jetzt Käsekuchen. Aber die hiesige Küche hatte noch nie enttäuscht und Yamato hoffte, dass das so blieb.

Ach, ich kann mich an sich nicht beschweren.“, griff er den Faden wieder auf, nachdem weiter hinten von der Theke vertraute Geräusche ankündigten, dass der Barkeeper gerade zu zaubern begonnen hatte. „Kurz nach unserem Auftrag bei euch haben sie Ai und mich auf eine kleine Mission geschickt, bei der wir dich gut hätten brauchen können.“. Oh ja, die Fähigkeiten eines Yamanaka hätten die Sache um so vieles einfacher gemacht. Und dass er gern mit Arata zusammenarbeitete, war nun auch kein Geheimnis mehr. „Wir mussten den Bruder einer Braut zur Hochzeit nach Jôsei bringen, aber…“, Yamato seufzte. „Er hat sich vor seinem eigenen Schatten gefürchtet und ist uns abgehauen. Wir haben ihn also durch den halben Wald gejagt, bis Ai ihm mit einer Explosion den Weg abgeschnitten hat.“. Ein kleines Lachen entfuhr ihm. Rückblickend war die Geschichte wirklich komisch. „Aber vielleicht ist es gut, dass dir das erspart geblieben ist…“. Arata hatte im Alltagsgeschäft vermutlich schon genug mit Verrückten zu tun. „Was waren so deine Glanzlichter bisher?“.
 
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"Oh ... nun, ich schätze darum ist es eine Überraschung, hm?" Fragte Arata schmunzelnd - es würde schon was Gutes sein, so nobel wie der Laden zu sein schien. Und er hatte sich auf Risiken einlassen wollen, oder etwa nicht ...? Auch wenn das hier ein kleines war. Und ihm schon wieder ein bisschen schummerig wurde beim Gedanken daran dass er offenbar ... deutlich werden musste. Dem Himmel sei Dank kam da gerade sein Cocktail, und er nippte direkt an dem furchtbar süßen Alkohol um sich nicht zu lange mit der Frage beschäftigen zu müssen. Denken hatte für ihn bisher rein gar nicht funktioniert, wenn es um Beziehungen ging ... zum Glück hielt Yamato das Gespräch am Leben, sodass er nichts überbrücken musste bis das Essen kam.
"Ach ... verstehe." Kommentierte er wissend, als Yamato seine kleine Mission mit Ai beschrieb. "Naja ... in gewisser Weise wohl schon." Musste er schmunzelnd zugeben. "Aber Ai scheint ja auch so einen guten Lösungsweg gefunden zu haben." Explosionen. Das passte doch zu ihr. Und je nachdem wie schlimm der Mann betroffen gewesen war hätte Arata ja auch nur die Wahl gehabt ihn einfach für die Anreise auszuknocken und seine Beine selbst zu bedienen ... er hatte sich inzwischen so halbwegs mit seinem Clanjutsu angefreundet, aber es kam ihm immer noch vage unhöflich vor. Auch wenn er in der Praxis vermutlich wenig Hemmungen gehabt hätte, wenn der Mann tatsächlich so schwierig war wie die Beschreibung ihn gerade klingen ließ.

Seine eigenen Glanzlichter ... oh, was für eine Frage. Seine Gedanken wanderten unweigerlich zu diesem zweiten Einsatz überhaupt ... aber der war nicht besonders tauglich als Gesprächsthema, fand Arata. Zu viel Anthrax, zu viele Tote. Lieber der erste. "Äh ... da war diese Sache mit dem Grabräuber der sich erst geweigert hat sich festnehmen zu lassen. Da stand ich noch ganz am Anfang und musste so tun als wäre ich bereit mit meinem Fingerfeuerzeug sein Haus in Brand zu stecken." Er lachte verlegen. "Hat funktioniert ... auch wenn ich ein bisschen erschrocken bin dass ich mit einer Handvoll Feuer offenbar so verstörend wirken kann."

"Aber - Yamato ..."
Uuuuund da kam die 1002. Arata stockte und schrumpfte ein bisschen zusammen. So wurde das doch nie was! Er hatte gerade recht wenig Aufmerksamkeit für die an sich sehr geschmackvoll arrangierte Platte mit Appetithappen, nahm sich dann aber doch ein Kanapee - schon der Höflichkeit wegen - während er versuchte seinen ruinierten Gesprächsplan wieder zu sortieren. "... wollen wir uns nicht an deinen Tisch setzen?" Fragte er nach einem viel zu langen Moment, in dem er gar nichts gesagt hatte, und versuchte ein gewinnendes Lächeln. ".. ehrlich gesagt möchte ich heute nämlich gar niemanden mehr außer dir treffen." Wurde er rot? Verdammt, ja. Naja ... kein Rückzieher jetzt!
 
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„Ai ist echt großartig. Aber du solltest in der kommenden Zeit das Wort ‚Geisterfüchse‘ in ihrer Gegenwart besser vermeiden, wenn du an deinem Leben hängst.“. Gut, so oft tauchte das Wort nicht spontan in einer Konversation auf, aber manchmal geschah es eben doch. So wie gerade eben. Ups. Aratas Erzählung entlockte dem Tsukigata dann doch ein kleines Lachen. „Ach, auch ein Feuer sollte man nicht unterschätzen.“. Insbesondere dann nicht, wenn es kurz davor war, Häuser in Brand zu stecken. Der Komik der Situation, wie jemand, der inzwischen vermutlich ganze Feuersbrünste auslösen konnte, jemanden mit einem Winzflämmchen bedrohte, konnte er sich allerdings nicht entziehen. „Du musst wirklich mächtig Eindruck gemacht haben.“, schloss er und sah aus dem Augenwinkel, wie sich hinter dem Thekenbereich die Tür zur Küche öffnete und wieder schloss. Gerade als Arata erneut zum Wort ansetzte, wurde dann auch die reichhaltige Vorspeisenplatte mit ihren 1002 Überraschungen serviert. Gut, es waren nicht ganz 1002, es sei denn, man zählte den Kaviar einzeln. Aber selbst wenn die kleinen Speisen nicht kunstvoll angerichtet gewesen wären, hätte Yamato um ihre Qualität gewusst. Halb hatte er schon ein Auge auf ein kleines Häppchen geworfen, das als harmloses Minikäsebrot durchgegangen wäre, hätte allein der Käse nicht schon ein kleines Vermögen gekostet. Aber Arata hatte etwas sagen wollen und der Yamanaka war ja nun wichtiger als ein Kanapee. Das konnte also gern warten.

„Aber klar.“, erwiderte Yamato völlig arglos, dafür aber sehr prompt auf den Vorschlag, von der Bar an den Ecktisch umzuziehen. Gerade wollte der Tsukigata nach seinem Glas und dem großen Teller greifen, als Arata etwas nachschob, das ihn irritiert innehalten ließ. ‚Wie jetzt, niemanden außer ...‘ Ein schlimmer Gedanke sackte in Yamatos Magen und zeichnete sich zu deutlich auf seinem Gesicht ab, als dass er ihn hätte überspielen können. ‚Oh nein, habe ich ihm den Abend versaut?‘. Aber Arata lächelte, strahlte geradezu, und wirkte sogar eine Spur verlegen. Und er schien es absolut ernst zu meinen. „Ich ... will nicht, dass du dir irgendwelche Chancen verbaust.“, erwiderte er dann langsam, während er sich innerlich erst einmal sortieren musste. Verdammt, damit hatte er ja nun gar nicht gerechnet. Hätte er wohl tun sollen. Sein Fehler. „Aber wenn du das möchtest, gern.“. Arata rüde vor den Kopf zu stoßen war jetzt das Letzte, was er tun wollte. Von seinem Tisch aus hatte man ja immer noch einen guten Blick auf das Lokal. Falls der Yamanaka also seine Meinung noch änderte, hatte er immer noch jede Gelegenheit. Beherzt kippte Yamato den restlichen Inhalt seines Drinks herunter und setzte das Glas auf der Theke ab. „Noch mal das Gleiche, bitte.“. Dann ging es mit nichts als gutem Willen und einer Häppchenplatte bewaffnet zurück an den Tisch.

Dort entschuldigte sich der Tsukigata erst einmal. „Tschuldige, ich ... bin ein bisschen neben der Spur heute.“. ‚...und vermutlich drauf und dran, zu viel in die Sache hineinzuinterpretieren.‘. „Aber das soll dir nicht den Abend verderben.“, fügte er mit einem Lächeln an. Ehrliche Flucht nach vorn war wohl letztlich das beste, auch wenn der Yamanaka ihn wohl längst durchschaut hatte.
 
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Geisterfüchse ...? Nein, Arata wollte es eigentlich gar nicht so genau wissen - er ahnte schon dass die Geschichte länger würde und viel mit Ais besonderem Charakter zu tun haben würde, und so gern er sich sonst soetwas angehört hätte, heute Abend wollte ... musste! er mit Yamato über etwas anderes reden. Über die Geisterfüchse konnte er sich später ausführlich berichten lassen. Viel wichtiger war aber, ob sein Mut sich jetzt - wo er ihn endlich einmal aufgebracht hatte - denn auszahlen würde ... Er erkannte Zweifel bei dem Tsukigate, und so schüttelte er nur entschieden den Kopf, als Yamato erstmal meinte, er wolle ihm keine Chancen verbauen - aber welche Chancen denn! "J-ja. Auf jeden Fall!" versicherte er nochmal, dass er es ernst gemeint hatte, und ging mit weichen Knien rüber zum Tisch, seinen noch fast vollen Drink mit spitzen Fingern mitnehmend, wo er mit nicht wenig Herzklopfen wartete, bis er und Yamato saßen - obwohl es kaum ein paar Sekunden dauerte, folgte er ihm beständig aus den Augenwinkeln.

Was genau der Tsukigata dann sagte, brauchte ein paar lange Momente, um bei Arata auch anzukommen. Als es das endlich tat, konnte er nicht anders als kurz aufzulachen. "Ahah ... oh, ich glaube nicht so sehr wie ich." Erwiderte er nervös, und wurde gleich noch ein bisschen roter, während der Gesprächsfaden vor seinem inneren Auge begann unsichere Zuckungen im Leeren zu machen. Was sollte er sagen, was sollte er sagen ... nein, vor allem Wie! Er holte Luft und setzte an. "Ich ..." Komm schon, Ara. Yamato war unglaublich bemüht und wohlwollend. Das schlimmste was passieren konnte war- neinneinnein, da wollte er gar nicht dran denken!! Er schnappte sich sein Glas und trank hastig den Rest, ohne auf den Geschmack zu achten. Auf praktisch nüchternen Magen wirkte es Götterseidank schnell, oder jedenfalls glaubte er das. Er lächelte etwas peinlich berührt über diese Szene, setzte das Glas vorsichtig wieder ab, und machte noch einen Anlauf.

"Ya-Yamato .. was ich versuche dir zu sagen ist ... " Er beugte sich vor, bemerkte erst dann dass der Abstand über den Tisch zu groß war, und rutschte ungelenk ein gutes Stück auf der Sitzbank herum, um neben Yamato zu kommen. "... ich m-mmag dich. Seit diesem Job für Haru ... ichhab esnur nichtgeschafftdasmalzusagenundjetzt ..." Er holte schnappend Luft und zwang sich zu einer Pause, während er zögerlich seine Hand halb zu Yamato ausstreckte. "Yamato ... würdest du ... mit mir ausgehen ... wo wir schon mal beide hier sind ...?" Das flackernde Ding um seine Mundwinkel konnte man kaum Lächeln nennen - sicher sah es eher aus wie eine Tetanie ... aber - aber es war gesagt. Endlich. Und jetzt ...?

Zaghaft, gleichzeitig wie gebannt, sah er zu Yamato.
 
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Irgendwie lief das hier so gar nicht wie beabsichtigt. Yamato wusste natürlich, dass das an ihm lag. Konnte kaum anders sein, auch wenn er sich wirklich, wirklich Mühe gab. Aber irgendetwas an ihm verunsicherte den armen Arata und ließ ihn mit jeder Sekunde nervöser werden. ‚Glückwunsch, Idiot.‘, begann sogleich der innere Monolog, der in gewohnter Manier ganz und gar nicht freundlich verlief. ‚Du hast es geschafft, einen Yamanaka nervös zu machen. Einen Yamanaka! Nervös!‘. Und dann auch noch Arata, der das nun wirklich nicht verdient hatte. Wenn er nur mal gewusst hätte, was genau er falsch machte. Dann hätte er vielleicht noch etwas tun können, aber... so? So konnte er nur gute Miene zum unbeabsichtigt bösen Spiel machen und auf das Eintreffen der Katastrophe warten. Etwas hilflos lächelte er Arata an, während der versuchte, irgendwelche Worte zu finden. Vermutlich war dem Yamanaka aufgegangen, dass er doch keine so gute Gesellschaft war und jetzt versuchte er, ihn auf eine höfliche Weise loszuwerden. „Wenn du willst, kann ich-“. Halb hatte er das Angebot zu Gehen schon ausgesprochen, als Aratas eigentliche Botschaft dann doch noch den Weg durch das finstere Labyrinth seiner Gedankenwelt fand. Ohne in einer der zahlreichen, mit allerlei unliebsamen Dingen gespickten Fallgruben zu verenden. „W-was?“, machte Yamato erst einmal. Er hatte sich verhört. Ganz bestimmt. Er war übergeschnappt und halluzinierte jetzt auch noch. Besten Dank. „W-wieso das denn?!“, brachte er hervor und schaffte es dabei, gleichzeitig unbeholfen und panisch zu klingen und sich obendrein noch vollkommen bescheuert zu fühlen. Objektiv betrachtet, gar keine schlechte Leistung. Aber wenn Yamato gerade etwas nicht war, dann objektiv.

Höchst subjektiv ließ er also die Schultern sinken und sah Arata mit unschlüssiger, noch immer leicht erschrockener Miene an. Langsam regte sich wieder das, was man mit viel Wohlwollen einen Funken Verstand nennen konnte. Es war gar nicht er gewesen, der die Nervosität verursacht hatte? Also ... schon irgendwie, aber nicht wie er es gedacht hatte. Aber wie sollte er auf diese Offenbarung reagieren? Und irgendwie musste er reagieren, bevor Arata seine Hand enttäuscht zurückzog. Keiji baute sich vor ihm auf. Nicht in natura, den Göttern sei Dank. Aber sein Schatten oder wie immer man den Teil von ihm nennen wollte, der Yamato seit Jahren von ernsthaften Beziehungen ferngehalten hatte. Warum ihm der Gedanke gerade hier und jetzt kam, war ihm nicht unbedingt bewusst. Vielleicht, weil er Arata zu sehr schätzte, um ihn nur als flüchtige Bekanntschaft zu betrachten. „Ich weiß nicht, ob das gutgeht...“, gestand er schließlich. Was sollte er auch lügen und am Ende noch falsche Erwartungen wecken? Aber abweisen wollte er Arata ebenso wenig. Vielleicht, weil sich irgendwo unter all den Zweifeln doch die Hoffnung auf ein gutes Ende regte. Langsam, sehr langsam griff er Aratas Hand. Sie war leicht schwitzig, was den Tsukigata beruhigte. Ihm ging es gerade nicht viel anders. „Aber ... näher kennenlernen würd‘ ich dich schon gern.“. Sein Lächeln wirkte nicht weniger flüchtig als das seines Gegenübers. Aber es war ein Anfang, oder?
 
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Er ... wie ... was?! Nein, so hatte Arata sich das auch nicht vorgestellt. Er hatte höfliche Zurückweisung befürchtet, ja. Sogar schon halb kommen sehen und die Vorstellung nur mit aller Macht noch zurückdrängen können - und erhofft ... nein, auch so weit hatte er sich kaum zu denken getraut. Aber ... aber offenbar ging es Yamato ganz ähnlich wie ihm? Aratas Lächeln flatterte, aber es wurde ein wenig breiter, als ihm die Absurdität der Situation bewusster wurde ... aber gleichzeitig spürte er nur zu deutlich die Spannung in der Stille zwischen ihnen. Ahnte Zweifel, Zögern ... Angst? in Yamatos Blick, und hielt seine Hand doch da wo sie war. Und sogar die nörgelige innere Stimme verschonte ihn heute abend - vielleicht weil er sie mit genügend Alkohol betäubt hatte. 'Er hat nicht Nein gesagt ... er hat nicht Nein gesagt ...' wiederholte sie stattdessen ... und die Hoffnung musste ungewöhnlich deutlich aus seinem Gesicht gesprochen haben-

Denn er tat es. Sagte es. Arata sog scharf die Luft ein, während er von dieser neuen Wirklichkeit überrollt wurde - nur um dann wie befreit aufzuseufzen. "Oh, Yamato ..." Dass einem ein Stein vom Herzen fiel, war eine Redensart - was Arata in diesem Moment fühlte war mehr wie das Gefühl eines Tauchers, der sich nach langer Tour rasch wieder an die Oberfläche gewagt hatte, jetzt nach der frischen, süßen Atemluft schnappte, und sich angesichts des leisen Schwindels in seinen Gliedern fragte, ob er nicht zu schnell aufgestiegen war. "Du hast keine Ahnung wie mich das erleichtert ..." hauchte er, und ließ sich kurzerhand an den größeren Jungen sinken, als ihn all die lang aufgebaute innere Spannung mit einem Schlag verließ. Er fühlte sich so warm und stabil an ... und roch dezent nach Papayageschmack. "... frag mich was immer du wissen willst." Nuschelte er halblaut, und ... eiste sich dann doch so weit los, dass er Yamato ansehen konnte, der ihn jetzt hoffentlich nicht für eine völlig überreizte Hofdame hielt. Seine Hand ließ er allerdings nicht los. ".. eheh, entschuldige ... ich bin ein bisschen durch den Wind. Und ... ein bisschen betrunken." Entschuldigte er sich errötend, und nestelte an seinen Locken, die jetzt doch ein wenig durcheinander geraten waren. Passte zu seinem Gesamtzustand.

"Uhm ... ich bin sonst auch etwas geistreichere Gesellschaft, versprochen! Aber ... ich mag wie aufrichtig du bist, Yamato. Und bescheiden." Sagte man sowas normalerweise bevor man die große Frage stellte ...? Uhm, tja. Verflixt. Aber zu spät. "Ich ... ich bin ein ziemlich vorsichtiger Mensch, aber ... mit dir fühle ich mich sicher. Sonst hätte ich mich das nie getraut, eheh..." kurz ließ er den Blick durch den Raum schweifen, aber er fand dort nichts, was für ihn gerade irgendwie von Interesse war - auch der Rest der Snackplatte war ihm vollkommen gleichgültig, und so landete er sehr schnell wieder bei Yamato und diesen offenen grauen Augen. Vorsichtig drückte er die die Hand, in der seine eigene sich eigentlich hätte zerbrechlich anfühlen sollen, es aber nicht tat. "Uhm ... und ... du bist der erste dem ich sowas je sage. Also ... tut mir Leid wenn ich es schlecht mache."
 
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Wo hatte er sich da gerade wieder hineinmanövriert? Nein, nicht nur sich. Sie beide! ‚Ruhig.‘, mahnte Yamato sich innerlich. Jetzt war nicht die Zeit für Unsicherheiten, selbst wenn die gerade alle Vorbereitungen dafür trafen, fröhlich Ringelreihen durch seine Gefühlswelt zu tanzen. Nein. Er hatte eine Entscheidung getroffen und war damit zu jedem Zeitpunkt ehrlich gewesen. Zu Arata und auch sich selbst. Hatte keine Garantien gegeben, aber den Versuch ... ja, den wollte er gern wagen. Dem blonden Yamanaka war allein das schon genug. Mehr noch, er schien unendlich erleichtert. Erst jetzt fügten sich die vielen kleinen Puzzlestückchen ineinander und Yamato verstand. Deswegen war Arata so durch den Wind ... und er hatte alles mögliche dahinter vermutet, aber nicht ... das. „Tut mir leid, dass ich so begriffsstutzig war...“, murmelte er und drückte das blonde Häuflein Elend – Korrektur, das hübsche Häuflein Elend – sacht an sich. Wie gab man jemandem Sicherheit, wenn man sich selbst gerade fühlte, als würde man über rohe Eier laufen? Am besten, indem man damit anfing und dabei aufpasste, nichts kaputtzumachen. „Ich hab eine ganze Menge Fragen.“, gab der Tsukigata zurück, nachdem Arata sich wieder ein Stück von ihm gelöst hatte. „Aber für den Moment interessiert mich erstmal, ob du auch wirklich in Ordnung bist.“. In seinem Lächeln stand auch eine Spur Sorge. „Hast du überhaupt schon was gegessen?“. Das würde zumindest erklären, warum er schon von einem Cocktail beschwipst geworden war. Zusätzlich zur Aufregung und der generell eher zarten Statur des Yamanaka.

Es war ungewohnt, Arata als Date, als Vielleicht-Freund zu sehen und nicht als Kollegen, Senpai oder sogar Vorgesetzten. Aber vielleicht war es wirklich an der Zeit weiterzugehen. Auf die Komplimente lächelte Yamato nur flüchtig. Mit so etwas hatte er noch nie gut umgehen können, aber wenigstens gelang es ihm den Impuls zu unterdrücken, alles gleich abzuwehren. Das brauchte Arata jetzt ganz bestimmt nicht auch noch. Erst recht nicht, da er ihm gerade sein Herz ausschüttete. „Nein ... nein, du machst das gut, okay?“, versuchte er Aratas Sorge zu beschwichtigen und erwiderte seinen Blick mit einem bestärkenden Lächeln. „Ich weiß gar nicht, womit ich dein Vertrauen verdient hab, aber ... ich werd’s nicht enttäuschen.“. Wenn er da mal nicht zu viel versprochen hatte ... aber für den Moment war es damit gut. Was morgen oder übermorgen sein mochte, lag noch vollkommen im Dunklen. Seine unmittelbare Aufgabe war dafür aber umso klarer. Behutsam strich er Arata einer seiner goldenen Strähnen hinters Ohr. „Soll ich dir noch ein Wasser bestellen? Oder Tee?“. An anderer Stelle hätte Kaffee wohl den besseren Effekt gehabt, aber Koffein brauchte der Yamanaka jetzt nicht auch noch. „Wir können auch einfach noch ein bisschen hier sitzen.“. Und inzwischen saßen sie auch so dicht beieinander, dass Kenjis Schatten nicht mehr dazwischen passte.
 
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"Ich ..." Ja, gut. Eigentlich hatte er versichern wollen dass jetzt alles bestens war, aber das kam dann sogar ihm unglaubwürdig vor, und er lachte nervös. "Ahah, gut- vielleicht noch nicht ganz, aber es wird jetzt besser." Versicherte er stattdessen, und musste doch gleich darauf zugeben dass er das Essen bisher sträflich vernachlässigt hatte. "Nein ... nein, ehrlich gesagt nicht." räumte er ein ... und hielt einen Moment den Atem an, als Yamato seine Locken zurecht strich. Er war so umsichtig dabei ...

"Ich hatte heute ein bisschen andere Dinge im Kopf als das Essen ... auch wenn ich nicht erwartet habe dich hier zu treffen."
Gestand er einen Moment später. Ja, er hatte es irgendwo vielleicht gehofft, aber doch nie und nimmer davon ausgehen können. Es war doch ein ganz ungewöhnlich glücklicher Zufall gewesen ihn tatsächlich hier zu sehen und ... nein, er mochte jetzt eigentlich gar nicht nachdenken wie viel Glück er heute auf einmal gehabt hätte, sonst überkam ihn wieder das Bedürfnis gleichzeitig zu lachen, zu weinen, und Yamato einfach nur zu umarmen. Aber er hatte ja recht. Sie sollten sich erstmal auf die ganz einfachen Dinge konzentrieren.

"Hm ... ein Tee vielleicht. Das klingt ganz gut. Um den ganzen Zucker ein bisschen zu verdünnen? Wir könnten auch eine anständige Mahlzeit essen wenn du magst ..."
Ließ er sich lächelnd auf den Vorschlag ein, dankbar für jede Idee womit sie jetzt weitermachen konnten, und ... schwieg dann einen Moment etwas ratlos. Alles in ihm hatte sich so sehr auf diesen Moment der Offenheit konzentriert, dass er jetzt ehrlich gesagt ein bisschen ratlos war - paradox, wo er doch sonst so gut in Konversation war. "Also ... über meine Einsätze hab ich sonst nicht so viel zu erzählen. Bei den meisten bist du dabei gewesen und die anderen sind ... nicht so erzählenswert." Fasste er die etwas unerfreulicher verlaufenen Missionen ohne den Tsukigata in einem Teilsatz zusammen. "Mh ... ansonsten habe ich mich weiter mit Chakra beschäftigt, sonst kann ich ja auch nicht so viel. Aber es ist nicht so einfach zu üben wenn die meisten Jutsu die man kann so eine Verwüstung anrichten ... warum konnte ich nicht mit einer Affinität zu Wasser geboren werden, hm?" Er seufzte mit gespielt übertriebener Dramatik (auch wenn es eigentlich gar nicht ironisch gemeint war) und wandte sich Yamato zu. Es war ungewohnt, so dicht an ihm zu sitzen. Ungewohnt, aber ziemlich schön. "Und du ... ? Du trainierst viel, oder?" Versuchte er die Konversation wieder aufzunehmen. Es stimmte ja mit Sicherheit - er saß ja nah genug dran um das praktisch zu spüren. Und lief nur ein klein wenig rot an bei diesem Gedanken.
 
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Also hatte Arata wirklich noch nichts gegessen. Nun, das war ein Problem, dem Yamato ohne Weiteres abhelfen konnte. Er schob seinem unverhofften Date die beinahe unberührte Häppchenplatte zu. ‚1002. Überraschung‘, ha. Mit der, die ihn heute ereilt hatte, konnte nicht einmal das mithalten. „Fangen wir doch hiermit an und sehen dann weiter.“. Das Motto des Abends. „Es sei denn, du willst lieber was anderes. Das ist bestimmt machbar.“. Auf größere Menüs war die hiesige Küche zwar nicht eingerichtet, aber Yamato kannte das Personal gut genug, dass sich da sicher etwas drehen ließ. Oder sie gingen woanders hin oder ... Gerade noch rechtzeitig gelang es dem Tsukigata, seinen inneren Superorganisator zu stoppen, bevor der noch völlig freidrehte und er vor lauter Perfektionismus das Wichtigste übersah: Arata, der mit vor Aufregung geröteten Wangen hier bei ihm saß. Beinahe hätte Yamato sich in dem liebreizenden Anblick verfangen, aber nie hätte er seine Pflicht vergessen. Denn genau dieses wunderbare Wesen brauchte jetzt dringend einen Tee! Verglichen mit den Myriaden an Alkohol war das Teeangebot im Senichi Nozomi überschaubar, doch ebenso hochwertig wie alles andere auch. Ein passender Tee war daher schnell gefunden und Yamato bestellte sich gleich einen mit, auch wenn er gerade nichts gegen alkoholischen Nachschub gehabt hätte. Aber wenigstens einer von ihnen sollte wohl nüchtern genug bleiben.

Der Tsukigata angelte sich eines der Kanapees, während er Arata zuhörte, und fragte sich auch nur den Bruchteil einer Sekunde lang, ob das angemessen war. Aber wenn in diese surreale Situation wieder annähernd Normalität einkehren sollte, mussten sie auch damit anfangen, ganz normale Dinge zu tun. Essen zum Beispiel. Und dabei einfach ein nettes Gespräch führen. „Vielleicht dachte sich das Schicksal, dass du mit der Verantwortung gut umgehen wirst.“, warf Yamato (an dem die Ironie völlig vorbeigegangen war) ein. Ein kleines Lachen entschärfte seine Worte aber gleich darauf und er schwenkte den Rest seines Drinks im Glas, bevor er ihn kurzerhand austrank. „Obwohl ich mir noch immer nicht ganz sicher bin, ob dieses Ding namens Schicksal überhaupt existiert.“. Vielleicht sollte gerade er daran glauben, aber er konnte den Gedanken auch nicht ganz beiseiteschieben, dass alles ein einziger großer absurder Zufall war. Aber selbst wenn. Wenigstens heute war damit zufällig alles gut. „Ich... naja.“. Yamato zuckte mit den Schultern. „Wann immer ich kann und noch lange nicht genug.“, fasste er die Frage nach seinem Training zusammen. „Ich lasse mich fast täglich von einem Okamura verprügeln. Aber es geht voran. Ich habe einige Fortschritte gemacht und komme mit diesem seltsamen Bluterbe langsam besser klar.“. Oder es bereitete ihm einfach wesentlich weniger Schmerzen, weil Ren und seine Verwandten ihm jegliche Nozizeptoren kaputtgedroschen hatten. „Wie ist es bei dir? Du hast außer dem Feuer ja noch deine Clantechniken, oder?“. Abgesehen davon, dass Arata mit dieser Körpertauschjutsu wesentlich besser zurechtgekommen war als Ai oder er selbst, wusste Yamato noch nicht all zu viel über die Fähigkeiten der Yamanaka.

Bald schon wurde der Tee serviert und im zeitlosen Halbdunkel der Bar floss das Gespräch unbeschwert dahin. So aufgeregt wie sie beide zuvor gewesen waren, so natürlich und ungezwungen fühlte es sich nunmehr an. Yamato genoss die angenehme Gesellschaft und Aratas Wärme an seiner Seite. Es fühlte sich gut und richtig an. Anders als ... Er lächelte. Inzwischen waren Häppchenplatte und Teebecher längst geleert und abgeräumt worden und die Bar hatte sich mit weiteren Nachtschwärmern gefüllt, ohne dass einer der beiden es bemerkt hätte. Allmählich aber drang der steigende Geräuschpegel zu ihnen vor. „Willst du noch irgendwo was essen gehen?“, griff Yamato eine der ursprünglichen Optionen wieder auf. Es musste ein, zwei Stunden her sein, aber ihm schien es als seien es kaum fünf Minuten gewesen. „Aber wenn du willst, bring ich dich auch gern nach Hause.“. Aufhören wenn es am schönsten war, galt wohl ganz besonders für das erste Date und Yamato hatte nicht vor, irgendetwas auszunutzen. Nicht die Situation und erst recht nicht Arata.
 
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