Straßen des Seiryuu-Bezirks

Dieses Thema im Forum "Seiryuu-Bezirk" wurde erstellt von Sakaida Mai, 10. Juli 2014.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Es war nicht ganz so einfach, mit Benjiro in der Öffentlichkeit aufzutreten. Es war natürlich absolut nicht in Ordnung, dass er sein Geschäft im Brunnen verrichten wollte, dafür handelte sich Mai einen bösen Blick vom Kellner ein. Aber dennoch versuchte die blauhaarige Kunoichi, so gut wie möglich über seine Verhaltensweisen hinwegzusehen und ihn zu nehmen, wie er ist. Hoffentlich würde sich ein Vorfall wie in der Schule nicht wiederholen, denn alles konnte man auch nicht auf sich beruhen lassen. Daher verfolgten Mai’s blaue Augen den Jungen besonders aufmerksam, als dieser nach dem Essen – mittlerweile befand sich die Gruppe im besagten Viertel - zu zwei Kindern ging, um diese anzusprechen. Er würde sie doch nicht wieder zu irgendetwas anstiften oder sie provozieren? Im selben Moment sah Mai zu Cho und erschrak, als diese gar nicht mehr neben ihr stand. Fragend blickte sich die Chuunin um und fand die Brünette an einem Stand wieder. Mai öffnete den Mund, ohne etwas zu sagen.
    Warum gingen die beiden einfach? War sie denn wirklich die Einzige, die in dieser Mission mehr sah, als einen Spaziergang durch das Dorf? Die Eltern von Takuya vertrauten darauf, dass das Team ihren Sohn wiederfand. „Vielleicht liegt es an mir, weil ich ihnen den Ernst der Lage nicht deutlich genug gemacht habe..“, ging es ihr durch den Kopf, während sie missmutig die Arme verschränkte. „Gar nicht so einfach.

    Mai entschied, lieber nach Benjiro zu sehen, als nach Cho. Warum? Weil das Mädchen gewissenhafter zu sein schien, als der Junge. Andererseits konnte sich Cho bestimmt nicht so gut zur Wehr setzen, wie er. Aber würde sich Cho überhaupt zur Wehr setzen müssen? Wenn, dann war doch eher Benjiro der Typ, der einen Streit provozierte. Da sich Mai in diesem Moment für den Jungen entschied, kehrte sie dem Mädchen den Rücken und bekam (glücklicherweise) nicht mit, dass die Brünette gerade bedroht wurde. Die arme Chuunin hätte wahrscheinlich noch mehr an ihren Qualitäten als Teamleitung gezweifelt, als sowieso schon.
    Bei Benjiro roch es gewaltig nach Ärger, doch ehe Mai etwas tun musste, schienen sich die Wogen geglättet zu haben und der Wüstensohn kam mit einem alten Herrn wieder zurück. Misstrauisch beäugte Mai den Mann, doch er schien in Ordnung zu sein. Erleichtert konnte sie außerdem feststellen, dass Cho auch wieder zur Gruppe gestoßen war. Wenigstens diese Sache hatte sich nun doch noch geklärt.

    Als heraus kam, dass Saburo, wie sich der alte Herr nannte, dem Team noch eine große Hilfe sein wird, wurden Mai’s Augen groß. Vielleicht hatte sie das Chaos um ihre Teamkollegen doch falsch eingeschätzt.. Hocherfreut begrüßte sie Saburo daher und zeigte ihm sogleich das Foto von Takuya. Die blauhaarige Chuunin nickte verständnisvoll, als dieser sich über den Jungen beschwerte und zählte all seine Schandtaten auf.
    Aber ist das denn allein Takuyas Werk? Wir waren davon ausgegangen, dass er eine ganze Bande um sich herum hat.“, fragte Mai nach. Energisch stemmte Saburo die Hände in die Hüften. „In der Tat! Eine Bande ist das! Vielleicht sieben, acht Jungs. Aber der da, dieser Takuya, der ist immer vorne mit dabei. Zusammen mit einem anderen! Der andere ist mir schon länger bekannt, Takuya ist erst seit kurzem dabei. Aber dafür so richtig!“, schimpfte der alte Herr Saburo. Zugeben, er war wohl ein alter Grießgram, aber er half ihnen weiter. „Und können Sie uns sagen, wo wir diese Bande antreffen können?“, fragte Mai nach. Saburo machte einige hektische Handbewegungen, während er weitergrollte: „Na und ob! Diese Rotznasen treiben sich jeden Abend vor meiner Stammkneipe herum, weil der Wirt sie nicht reinlässt! Als würden sie es ihm heimzahlen wollen und mir damit jeden Abend bis zu meinem Lebensende ruinieren wollen!
    ..äh, verstehe.“, stammelte Mai, da er gegen Ende wieder sehr laut wurde. Die Gruppe ließ sich noch Namen und Lage dieser Kneipe geben, ehe sich der alte Mann wieder von ihnen verabschiedete. Er meinte, sich noch ein wenig ausruhen zu müssen, ehe seine Nerven heute Abend wieder aufs Äußerste strapaziert werden würden.
    Wo hast du ihn aufgegabelt, Benjiro? Das war ja super!“, freute sich Mai, als Saburo wieder weg war. „Das hat uns total weitergeholfen, klasse!
    Das weitere Vorgehen der Truppe war natürlich ganz klar. In kurzer Zeit würde es endlich zum Zusammentreffen mit Takuya kommen. Wie sie das am besten anstellen, wusste Mai noch nicht. Jetzt suchte sich die Gruppe erst einmal ein gutes Versteck, von wo aus sie den Platz vor der Kneipe gut im Blick hatte. Es dauerte noch ein wenig, ehe nach und nach ein paar Teenager angetrottet kamen. Sie waren allesamt ziemlich albern gekleidet, trugen ihre Caps nur halb auf den Kopf, sodass dieser unmenschlich lang wirkte. Außerdem schienen ihre Klamotten zirkuszeltartig zu groß zu sein. Und diese albernen, goldenen Ketten! Hatten die keine Spiegel zuhause?
    Oh! Da ist Takuya!“, flüsterte Mai und deutete in die Richtung, aus welcher der Junge kam. An seiner Seite stolzierte ein selbstsicherer Typ, welcher mit arroganten Augen die Umgebung „checkte“. „Okay, wie gehen wir am besten vor?“, fragte Mai noch immer flüsternd, während ihr bereits einige Ideen durch den Kopf geisterten. Vielleicht wäre es am besten, wenn..
     
  2. Miki Benjiro

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    Von Cho’s Heldentat – die daraus bestand, dass sie dem kleinen Mädchen aus der Patsche half – hatte der an ein Tier erinnernde Junge nichts mitbekommen. War vielleicht auch besser so, denn mit grösster Wahrscheinlichkeit hätte Benji den Kerl in der Luft zerfetzt. Nicht zuletzt weil er viel aufbrausender als Cho war. In vielen Situationen sind Benjis Charakterzüge ziemlich hilfreich, z.B ist er total furchtlos was die meisten brenzligen Situationen angeht, aber im alltäglichen Leben stellen seine Eigenarten eher ein Hindernis dar. Dennoch schaffte der Wüstenjunge es immer wieder auch durchaus sinnvolle Beiträge zu Missionen oder Aufträgen abzuliefern. Saburo war da keine Ausnahme. Hätte sich Benji nicht so sehr auf das Gespräch zwischen Mai und Saburo konzentrieren müssen, hätte er sich bestimmt über Mais anschliessendes Kompliment gefreut. Doch nachdem sein gesamter Aufmerksamkeitsspeicher verbraucht war, antwortete er etwas abwesend aber fröhlich wie immer: Thaha… ich nenn es mal eine glückliche Fügung des Schicksals…

    Nachdem Team Miki sich hatte Standort und Namen der Kneipe geben lassen, schlug Mai vor Stellung zu beziehen und auf die Rabauken zu warten. An und für sich war das ein toller Plan, nur hatte niemand einen Plan parat wie sich die drei der Gruppe nähern wollten. Na toll wir haben noch nicht mal einen Plan und bestimmt kreuzt hier gleich dieser Takuya a… Um zu verstehen was in diesem Augenblick passierte, muss man zuerst eine weitere Sache über Benjiro wissen. Benji ist ein riesengrosser Tollpatsch und noch dazu ein Pechvogel. Bislang hatte Benji nur einen Ninja getroffen der mehr Pech als er selbst hatte und besagter Ninja war zeitgleich auch sein Vorgesetzter auf der letzten Mission gewesen: Kiyama Mura. Obwohl er für Benji zu so etwas wie einem grossen Bruder wurde – was er natürlich niemals gegenüber Mura zugeben würde – konnte man dessen Pech einfach nicht gut reden. Nichts desto trotz landete Benji auf der Pechrangliste auf Platz 2. Man sieht, bei Benjis Glück wäre es sogar möglich, dass ein Schneesturm über Sunagakure herzieht. Genau deswegen war es auch kein Wunder, dass Takuyas Gruppe genau in dem Moment auftauchte, in dem sich Team Miki noch nicht mal ansatzweise abgesprochen hatte. Zugegeben, im Gegensatz zu den Typen sah sogar Benjiro normal aus und das wollte schon was heissen. Aber man sollte sich schliesslich nicht von Äusserlichkeiten beeinflussen lassen, vielleicht schätzte Team Miki die Gruppe Jugendlicher total falsch ein und vielleicht handelte es sich bei Takuyas Gang nur um einen Haufen missverstandener Jungs, die eigentlich ganz nett waren. Überzeugt davon, sich in der Gruppe getäuscht zu haben, sprang Benji aus seiner Deckung hervor und ging auf die Gruppe zu. Anhand der Schritte die er hinter sich hörte, nahm der Miki an, dass sein Team ihm folgte. Mit einer netten und zuvorkommenden Stimme begrüsste der Miki die Gruppe von weitem. Hey, ihr da! Nichts. Etwas enttäuscht liess Benji seinen Kopf hängen, der Junge war es nun mal nicht gewohnt ignoriert zu werden. So schnell wollte er aber nicht aufgeben. Auf ein Neues! Mit neuem Elan versuchte der an ein Tier erinnernde Junge es erneut. Hallo, ihr da drüben. Wieder nichts. Während er weiterhin langsam auf die Gruppe zuging riss dem Wüstenbewohner allmählich der Geduldsfaden. Noch nie war der Junge einfach ignoriert worden, und obwohl er dieses Gefühl heute zum ersten Mal erlebte, stand eines sofort fest: Er mochte dieses Gefühl so gar nicht. Knurrend ballte Benji seine Hände zu Fäusten und schrie mit wütender Stimme durch die Gasse: Hey ihr Pappnasen! Ruckartig richteten sich alle Blicke auf Team Miki und ein grosser Junge der mächtig wie der Anführer der Gruppe aussah, ging auf Team Miki zu – dicht gefolgt von seinen Gefolgsleuten, unter denen sich auch Takuya befand, der zur Rechten des grossen Jungen stand. Nur kurz hatte Benjiro Zeit um einen Blick auf Takuya zu erhaschen, ehe ihm der grosse Junge einen Strich durch die Rechnung machte, und Benji die Sicht versperrte. Es gab so vieles dass Benji Takuya in diesem Moment an den Kopf werfen oder mitteilen wollte und so recht wusste der Miki nicht was zu tun war. Wie es weiterging lag nun auch gar nicht mehr an Benji, denn spöttisch mischte sich der grosse Junge erneut ein. Na wen haben wir denn da? Trio kunterbunt? Da wäre zuerst eine olle Schnalle mit blauen Haaren… Mit ausgestrecktem Finger zeigte der Junge auf Mai während alle weiteren Anwesenden aus Takuyas Gang lachten. Dann wäre da noch der kleine Fruchtzwerg… Dieses Mal deutete der Junge auf Cho und erneut lachten alle. Und zu guter Letzt ein bemalter Affe… Die Gruppe grölte und lachte und Benjis Knurren war inzwischen so laut geworden, dass es das Lachen der Rabauken beinahe übertönte. Schnaubend streckte der Miki dem Jungen seine vor Wut zitternde Faust entgegen. Noch ein… einziges falsches Wort…. und ich mache dich fertig… Bei aller Liebe, auch wenn der Miki der blauhaarigen Mai versprochen hatte sich zu benehmen, hiess das noch lange nicht dass er Takuyas Gang alles durchgehen liess. Wie zu erwarten liess sich der grosse Junge von dem etwa zwei Köpfe kleineren Benji nicht einschüchtern und drohte sogar zurück. Was auch immer ihr hier wollt, ich rate euch, verschwindet… bevor wir euch den Gar ausmachen! Mit grimmigen und selbstsicheren Blicken wurde der freche Anführer von seinen Gefolgsleuten unterstützt.

    Einen kurzen Moment lang glich Benjiros Blick einem leeren und nichts aussagenden Blick. Hatte er sich etwa gerade verhört? Hatte der Junge ihn und sein Team wirklich mit dem Tod bedroht? Benji konnte es nicht fassen und wurde beinahe doppelt so wütend wie zuvor, wenn so eine Steigerung überhaupt noch möglich war. Inzwischen formte der grosse, freche Junge Mittel- und Zeigefinger zu einer Pistole und richtete sie auf Benjiro. Dieser drehte sich kurz zu Mai um und nickte dann mit folgenden Worten in ihre Richtung: Tut mir leid, ich hab’s versucht… Daraufhin richtete er seinen Blick wieder nach vorne und fixierte den grossen Jungen. Seine Stimme bebte förmlich. Ich hab dich gewarnt Noch ehe der Anführer von Takuyas Gang eine spöttische oder dumme Gegenbemerkung machen konnte, schnellte Benjis Arm nach vorne und er packte und umschloss die beiden Finger die auf ihn gerichtet waren mit seiner Hand. Beinahe zeitgleich presste er seine Hand etwas zusammen sodass ein lautes Knacken und ein lauter Aufschrei zugleich zu hören waren. Ahhhhhhhhhhhhhh, spinnst du, lass looos! Schmerzerfüllt zog der Junge wie wild an seiner Hand, doch Benji rührte sich nicht einen Zentimeter. Während Benjis Griff immer fester wurde, konnte man im Gesicht des Grossmauls sogar den Anflug von Tränen erkennen. Gerade wenn man so viel Kraft wie Benji besass, war es wichtig zu erkennen wann man es zu weit trieb, also setzte der Miki dieses Spiel noch einige Sekunden fort, ehe er den Jungen losliess, dieser das Gleichgewicht verlor und nach hinten in seine eigenen Leute stürzte. Schlecht gelaunt aber dennoch beruhigt verschränkte Benjiro seine Arme und blickte in das Gesicht des Grossmauls. Ich bin mir sicher dass es nun auch in deinem Interesse liegt ein normales Gespräch zu führen, nicht wahr? Kurz bildete sich ein schadenfrohes Lächeln auf Benjis Gesicht. Zugegeben, er genoss es schon ein wenig wenn Leute dass bekamen was ihnen zustand. Der Junge zeigte sich zwar genervt, aber dennoch einsichtig und rappelte sich auf. Sehr gut lächelte Benjiro und streckte seinen erhobenen Daumen in Mais und Cho Richtung aus, dann fuhr er fort Wer seit ihr? Kurz schloss der Junge seine Augen und antwortete dann, während er sich von Benjis festem Griff immer noch Mittel- und Zeigefinger rieb. Ich bin Kin, das sind Takuya… Weiter hörte Benji nicht zu, immerhin interessierten ihn die anderen Unruhestifter nicht. Als er mit seiner Aufzählung fertig war, stellte er sofort eine Gegenfrage. Ich hab euch hier noch nie gesehen, was wollt ihr hier? Da die Stimmung gerade wieder drohte ins Negative umzuschwingen, wollte Benji seinen Teammitgliedern das Feld überlassen. Es musste schliesslich nicht sein, dass Kin und Benji erneut aufeinander losgingen.
     
  3. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Mai hatte gar keine Zeit, sich noch Gedanken um einen möglichen Plan zu machen, denn noch bevor sie es hätte verhindern können, sprang Benjiro aus dem Versteck hervor und marschierte blindlings auf die Bande um Takuya zu. Der Blauschopf wollte noch versuchen, ihn mit einem: „Nein, warte mal! Stopp!“, aufzuhalten, doch da sie es aufgrund der Versteck-Atmosphäre nur flüsterte, bekam Benji nichts davon mit. Auch ihre Hand, welche nach seinem Kragen greifen wollte, fasste ins Leere. Wie konnte sie auch nicht damit gerechnet haben, dass es Hals über Kopf losziehen würde? „War wohl mein Fehler..“, seufzte sie innerlich auf und eilte dem Wüstensohn mit Cho im Schlepptau hinterher. Keine Minute später wünschte sich die Kunoichi nichts mehr, als sich einen Hauch mehr Mühe bei ihrem Unternehmen gemacht zu haben. Denn die Art und Weise, wie Benjiro diese sensible Sache anging, ließ Mai nur beschämt die Hand ans Gesicht legen, um sich irgendwie vor der Situation zu verstecken. Eine Katastrophe!

    Es überraschte Mai nicht, dass sich die Gruppe Jugendlicher über ihr Team lustig machte. Olle Schnalle mit blauen Haaren? Das war nichts Neues, Mai wurde oft wegen ihrer Haarfarbe blöd angeredet. Sie tröstete sich stets damit, dass alle nur neidisch seien, weil sie etwas Besonderes an sich hat, wovon die meisten nur träumen konnten. Fruchtzwerg war zugegebener Maßen lustig, aber deswegen natürlich nicht legitim. Und bemalter Affe..? Naja, irgendwie..
    Oh oh, Mai merkte schnell, dass die Stimmung zu kippen drohte. Sie wollte Benjiros Autorität nicht untergraben, indem sie ihn vor der Bande zurechtwies, doch als die Situation deutlich eskalierte und Benji gegenüber (wohlgemerkt) Zivilisten handgreiflich wurde, rief Mai deutlich erzürnt den Namen des Wüstensohns. Würde er nicht die Hand des Bandenmitglieds halten, würde sie Benji mit einem kleinen Stromschlag von ihm trennen. Ein Knacken verhieß nichts Gutes, das würde Ärger geben.. Für Benjiro und für Mai als Leiterin. Er hatte gerade einen Zivilisten verletzt und Mai war sprachlos über sein enormes Fehlverhalten als Ninja.

    Sie drängte sie vor ihn, strafte den Kleineren mit einem bösen Blick – das würde ein Nachspiel haben – und ergriff schließlich das Wort: „Wir gehen auf die selbe Schule wie Takuya.“, begann sie, wahrscheinlich zur Überraschung ihres Teams. „Ich bin eine Freundin von Suzuna.“, sprach sie an Takuya gewandt weiter. Er versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, doch Mai war das kurze Aufblitzen in Takuyas Augen nicht entgangen. Anscheinend hatte er sie tatsächlich sehr, sehr gerne. „Von wem?“, fragte Kin genervt nach. „Vieles wissen nur diejenigen, die es auf die Reihe kriegen, täglich die Schule zu besuchen.“, spottete Mai und sah wieder zu Takuya. „Glaub mir, sie ist bei weitem nicht die Einzige, die in Sorge lebt.“ Der Blick des Jungen verfinsterte sich, doch er blieb stumm. „Du redest und redest, sagst aber nichts! Was ihr hier wollt, war die Frage!“, drängte Kin ungeduldig, während er sich die Finger noch immer hielt. „Du glaubst gar nicht, wie uninteressant du für uns bist. Geh lieber ins Krankenhaus, sonst wachsen deine Finger schief.“, sagte Mai nur knapp und wandte sich wieder gleich von ihm ab, um Takuya eindringlich in die Augen zu sehen. „Wir müssen reden.“, stellte sie klar. Eigentlich es nicht Mai’s Art, sich so auszudrücken. Aber sie würde nicht weit kommen, wenn sie mit ihrer üblichen Herzlichkeit an die Sache heranging. Das hatte auch bei Benjiro nicht geholfen. „Reden? Äh-“, Takuya würde unterbrochen: „Nicht jetzt, wir haben Großes vor. Und das weiß der Gute auch.“, grinste Kin und klopfte Takuya mit der gesunden Hand auf die Schulter seines Kumpanen. „Lasst uns verschwinden!“, beschloss Kin, worauf alle den Ninjas den Rücken kehrten und abzogen. Takuya wandte sich noch einmal kurz um, ging aber ebenfalls mit.

    Warum? Weil ich eine bessere Idee habe.“, meinte Mai nur knapp, ohne dass die beiden anderen gefragt hatten. „Ich habe eine bessere Idee, weil ich über die Situation und alle Möglichkeiten nachgedacht habe. Das hat kaum Zeit beansprucht, ich konnte sogar überlegen, während ich so unglaublich wütend auf dich war und mit Takuya gesprochen habe.", knurrte Mai Benjiro erbost an. „Und ich verlange von dir, dass du lernst, dein Hirn zu benutzen! Du kannst verdammt nochmal deine Probleme oder eine gewisse Unkreativität nicht mit roher Gewalt kompensieren, Benjiro! Du hast einen Zivilisten attackiert! Ist dir eigentlich bewusst, was das für dich und deinen Ninja-Status bedeuten kann?! Welchen Ärger ich wegen dir bekomme, wenn das raus kommt?! Deswegen meine Lüge, dass wir Schüler sind. Ich habe versucht, dich davor zu bewahren und frage mich zeitgleich, warum ich das überhaupt mache. Wo doch eine gerechte Strafe vielleicht angebracht wäre, um dir das Hirn zu waschen! Es bestand zu keiner Zeit Gefahr, man hätte sich nicht wehren müssen! Lass ihn doch reden, ihn drohen! Wenn’s hart auf hart kommt, wären wir alle klar überlegen! Weil sie nur normale Bürger sind, Benjiro!“, ging sie ihn laut an und ließ damit ihrem Frust Luft.

    Ich verlange von dir, dass du für den Rest der Mission absolut nur noch das tust, was ich dir sage. Ich will keinen Alleingang sehen, es sei denn, du hast die vorher von mir das Okay geholt. Wenn du dich dem widersetzt, werde ich dein Vergehen melden.“, machte sie ihm deutlich klar, wartete noch nicht einmal auf eine Reaktion, sondern wandte sich ab und ging, der Rest trottete nach – und Mai fühlte sich furchtbar, so gemein zu sein.
    Seufzend ließ sie sich auf einer Treppenstufe nieder. „Gut. Mein Plan: Kin muss verschwinden. Wir müssen ihn irgendwie von der Gruppe trennen und festhalten. Das wird eure Aufgabe sein. Ich werde mich mithilfe des Henge no Jutsu als er ausgeben und mit Takuya reden. Und wir müssen uns beeilen, die haben irgendwas vor und ich habe das Gefühl, dass Takuya in Schwierigkeiten gerät.
     
  4. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Cf: Die Wohnung der Geschwister Hasekura

    Zuerst das Essen, dann die kleine Shoppingtour? Klar, da hatte Chinatsu keine Einwände! Jetzt wo Rai es so sagte, merkte auch die Weißhaarige, dass ihr Magen bereits ein leises, aber konstantes Knurren zum Besten gab, weshalb sich ein breites Lächeln in ihr Gesicht legte, als der Kollege auf den eigenen Magen klopfte. Er half der Kunoichi in ihre Jacke – was ein Gentleman! – und dann machten sich die beiden jungen Menschen auf, um die kulinarischen Spezialitäten des Seiryuu-Bezirks zu kosten. Rai zählte ein paar Auswahlmöglichkeiten auf: Sushi, Nudeln, Fisch und Curry. Das war doch eigentlich ein guter Anfang, oder nicht?

    „Du kennst dich ja wirklich gut mit den Läden hier aus. Ein richtiger Experte!“ Das Mädchen lachte, legte dann eine Hand an ihr Kinn und musterte die diversen Läden, die sich zur rechten und linken Seite des Wegesrandes zeigten. Wieder knurrte der Magen, diesmal deutlich lauter. Chinatsu kratzte sich am Hinterkopf und die gelben Äuglein sahen mit einem Seitenblick zum Takeshi. „Ich sollte mich lieber schnell entscheiden, ansonsten verhungere ich noch“, witzelte sie, nickte dann entschlossen und deutete mit dem Zeigefinger auf einen Laden, der noch gut einhundert Meter entfernt lag. „Ich brauch was Ordentliches, ich hab richtig Hunger. Aaaaaaaalso will ich Nudeln. Einen riiiiiiesigen Teller.“ Sie zwinkerte dem Takeshi zu und machte sich dann bereits entschlossen auf in die entsprechende Richtung. Auf dem Weg drehte sich die Hasekura nochmal um, ging ein Stück weit rückwärts, um Rai ansehen zu können und ihm die Zunge verspielt rauszustrecken. „Wie gut, dass ich heute eingeladen werde. Dann muss ich mich ja gar nicht zurückhalten.“

    Der Laden, vor dem die Genin ankamen, war rein äußerlich wenig auffällig. Ein kleines Schild auf der Außenfassade machte deutlich, dass es diverse Nudelangebote gab und gerade zur Mittagszeit alle möglichen Spezialangebote zu holen waren. Als sie ins Innere traten, zeigte sich eine simple, aber dennoch ansprechende Inneneinrichtung. Diverse Holztische und -bänke reihten sich an den Wänden des Ladens entlang und waren sogar recht gut besetzt mit Menschen jeden Alters, Geschlechts und Aussehens. Schlecht konnte der Laden nicht sein, wenn so viele Leute her strömten, oder? Durch die großen Fenster kam genug Tageslicht in den Innenraum, sodass man die rötlichen Wände mit goldenen Verzierungen gut erkennen konnte. Dieses Farbmuster setzte sich auch bei der Tischdekoration und den Deckenlampen fort. Chinatsu hatte sich noch gar nicht fertig umgesehen, da kam ein älterer Herr auf die Genin zu und verbeugte sich vor Ihnen. „Ein Tisch für Zwei?“, fragte er nach und die Hasekura nickte zustimmend. Er führte die beiden jungen Menschen zu einem der hinteren Holztische, die noch unbesetzt waren und zündete sogleich die Kerze in der Mitte des Tisches in einer schnellen und gekonnten Bewegung an. Das gehörte ja auch irgendwie dazu, nicht? Dann reichte er den Genin die Essenskarte. „Schauen sie sich in Ruhe die Karte an, ich komme gleich wieder. Möchten Sie schon etwas trinken?“
     
  5. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Nun gut, dann sollten es heute also Nudeln werden. Zum Glück konnte man Nudeln richtig viel anstellen, denn auch die werden irgendwann einmal langweilig. Aber gut, das Mädchen hat gesprochen, das Mädchen hat entschieden. Sollte nicht eigentlich er entscheiden dürfen, weil er bezahlt? Ach, egal jetzt, hauptsache es gab etwas zu Essen. Just in diesem Moment fing wieder der Magen des Blauhaars zu knurren an und er war froh, dass die beiden dann endlich das Restaurant betraten. Ein wahrlich schönes und einfach gehaltenes Gebäude, indem man sich sofort wohlfühlen konnte. Lange kam man nicht dazu die schlichte und doch so schöne Inneneinrichtung zu betrachten, denn schon wurde man vom Personal zu einem Tisch geleitet, der nur für die beiden ausgelegt war. Ist doch logisch, oder? Das Ganze hier war ja immerhin als ein Date zu betrachten. Nach dem Aushändigen der Speisekarte durch den freundlichen Kellner, wurden sie gefragt was die beiden denn wohl trinken wollen. Da Rai eigentlich sowieso nur Wasser trank, kam für ihn nur eines in den Sinn: ein Soda-Zitrone. „Ich hätte gerne ein großes Soda-Zitrone, bitte. Und essen will ich…“ Rai grübelte kurz und kam zum Entschluss, dass er es noch nicht wusste. Wie soll er auch, er hat noch nicht einmal die Speisekarte geöffnet! „Ich überleg’s mir noch.“ Und nachdem auch Natsu ihr Trinken bestellt hatte, verschwand der Kellner in der Küche. Als diese Tür aufging, konnte man gut das Brutzeln der Pfannen und auch das Geschrei der Köche hören. Dies vermischte sich eigentlich recht angenehm mit dem regen Geschwätz, welches im Hauptraum des Restaurants herrschte. Aber als die Tür wieder zu schwang, konnte man nur mehr das rege Geschwätz vernehmen. Der Lärmpegel hielt sich in Grenzen, was ziemlich unüblich war, wenn ganze Familien anwesend waren. Äußerst brave Kinder, ja…

    So, nun sollte sich der Takeshi aber endlich überlegen was er essen wollte, denn sein Magen meldete sich wieder zu Wort. Endlich schlug er die Speisekarte auf und er sah sich im Angebot des Nudel-Restaurants um. Er war verwundert wie viel man wirklich aus Nudeln machen konnte. Von Nudelsuppen bis hin zu Nudeln mit irgendwas, war alles vorhanden. Schließlich kam auch wieder der Kellner aus der Küche zurück, natürlich mit den Getränken. „Hier, bitte sehr. Wissen Sie schon, was sie gerne essen möchten?“ Rai überließ der Dame den Vorrang, also Natsu, denn das machte man ja schließlich so, oder nicht? Nachdem sie bestellt hatte, bestellte auch Rai: „Ich hätte gerne einmal die Nudelsuppe des Hauses und danach einmal das Penne bitte.“ „Sehr gerne.“ Der Kellner nahm die Speisekarten wieder mit und er verschwand abermals in der Küche. Nach wenigen Augenblicken kam er aber auch schon wieder hinaus und nahm die nächste Bestellung am Nachbartisch auf. Währenddessen genehmigte sich Rai eines Schlucks von seinem Soda und sprach danach Natsu an: „Ich bin mal gespannt wie gut das Essen hier ist. Tatsächlich war ich noch nie hier, obwohl ich schon so ziemlich überall hier gewesen bin. Der Laden muss wohl neu sein.“ Er nahm noch einen Schluck zu sich, wohl eher aus seiner Nervösität heraus. „Und, an was hast du bei mir gedacht, wenn wir dann shoppen gehen? Ich persönlich hab immer gerne bequeme Kleidung an, weil man darin am besten kämpfen kann. Außerdem mag ich dieses Engegefühl von Jeans nicht so. Aber ich überlasse mich da ganz dir, schließlich bist du ja die Expertin darin.“
     
  6. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Chinatsu war begeistert von der Auswahl, die das Restaurant zu bieten hatte. Die gelben Äuglein überflogen die Speisekarte und ganz ehrlich: Sie hätte theoretisch jedes dieser Gerichte bestellen und probieren können. Es hörte sich alles so lecker an! Und das Grummeln ihres Magens machte es auch nicht einfacher, sich auf ein einzelnes Essen festzulegen… doch zumindest hatte die 16-Jährige sich so weit unter Kontrolle, dass ihr bewusst war, dass eine Bestellung von gleich drei oder vier Gerichten gleichzeitig ein wenig übertrieben gewesen wäre. Aber vielleicht hintereinander? Ihr Blick huschte kurz hinüber zu dem Takeshi, der seinerseits die Speisekarte studierte. Sie würde wohl spontan entscheiden, je nach Hunger und Reaktion von Rai. Er war ja immerhin der, der bezahlen sollte. Als der Kellner wiederkam und Rai sein Soda-Zitrone und Chinatsu den bestellten Tee brachte, ging es in die Essensauswahl über. Natürlich hätte die Weißhaarige als Dame eine leichte Suppe, gefolgt von einem gesunden Salat nehmen können, aber… nee! Lieber nicht! „Hmmm. Zuerst ein paar Yakitori-Spieße! Und dann… Niku Udon!“ Hieß im Klartext: Erstmal ne ordentliche Portion Fleisch, gefolgt von einer weiteren Portion Fleisch mit Nudeln. Mit ein bisschen Glück würde das ja satt machen? Der Kellner nickte, notierte sich die Bestellungen und verschwand dann wieder in die Küche. Einen Moment würde es wohl dauern, bis der erste Gang fertig war.

    „Ach, so gut wie es hier drinnen riecht, muss das Essen grandios sein!“, lachte die 16-Jährige und schielte dann ungeniert hinüber zum Nachbartisch, der bereits freudig am Essen war. „Und gut aussehen tut das Essen auch. Mir läuft schon richtig das Wasser im Munde zusammen!“ Die Hasekura lächelte zufrieden, sah dann wieder direkt zu dem Takeshi. Eine Hand legte sich an ihr Kinn, als sie überlegte, was sie sich für Klamotten bei ihm vorstellen könnte. „Ach, es geht doch nicht immer nur ums Kämpfen! Du bist doch nicht immer auf Missionen unterwegs und in Jôsei wirst du dich ja wohl nicht mit irgendwelchen Leuten prügeln, oder?“ Kurz dachte Chinatsu nach, musterte Rai von oben bis unten, bevor sich ihre Mundwinkel anhoben und sie sich über den Tisch in seine Richtung beugte. „Ich glaub, ich hab ne gute Idee. Und dafür brauch ich auch keine Jeans. Wie wäre es eher mit ner dunklen Cargohose? Damit kannst du auch locker noch deinem Kampfkram nachkommen.“ Sie streckte ihm die Zunge raus, lehnte sich dann wieder zurück und deutete mit dem Zeigefinger auf seinen Oberkörper. „Oben rum ein kariertes, lockeres Hemd. Das könnte ich mir ganz gut vorstellen. Oder eine Weste! Die könnte dir auch ganz gutstehen. Ach, das werden wir einfach ausprobieren müssen. Ich hab so viele Ideen, die muss ich erst einmal in der Praxis ausprobieren!“ Ob sich Rai darüber freuen würde, als Modepuppe missbraucht zu werden? Naja, er hatte ja auch etwas davon! Und immerhin hatte sich der Takeshi freiwillig dazu bereiterklärt. Da das Essen noch nicht da war, wollte Chinatsu den Moment nutzen, um ein bisschen mehr über Rai herauszufinden. Sie legte den Kopf schief, lächelte. „Du kommst doch auch aus Kumo, oder? Hast du noch Familie dort? Wie bist du nach Shiro gekommen?“