Westlicher Bezirk

Dieses Thema im Forum "Mayaku" wurde erstellt von Sakaida Mai, 22. Apr. 2018.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Im westlichen Bezirk der Stadt Mayaku fanden die meisten Bürger Arbeit. Die Industrie florierte bis vor wenige Jahre, heute ist das Westviertel in Kemurus Händen.
    Ob er sich hier versteckt? Wer weiß.
    Außenstehende kommen meist nicht einmal so weit, um zu beweisen, dass er hier seine Substanzen herstellt. Und so brodelt die Gerüchteküche um den Westen, so wie der letzte kümmerliche Rest sozialen Friedens in Mayaku.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2018
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    --> Stadtplatz

    Besser?“, fragte Mai Ken lächelnd und ging auf die Knie, da dies bequemer war, als ständig in der Hocke zu sein. Der junge Mann legte sich fragend die Hand an jene Stelle, an welcher sein Gesichtsknochen um das Auge herum blau und geschwollen war. Doch mit Hilfe des Shōsen Jutsu war diese Verletzung schnell geheilt worden. Überrascht grinste er die Blauhaarige an und antwortete: „Ja, vielen Dank! Das ist wirklich praktisch.“ Sie erwiderte den freundlichen Ausdruck, doch ihre Augen wollten nicht so ganz mitspielen. Die Sorge um Shin war zu groß.. Und von den Vorwürfen, welche die junge Kunoichi sich machte ganz zu schweigen! Da bekam sie die Leitung einer hochrangigen Mission zugeteilt und dann so was! Bestimmt würde man ihr so schnell nichts mehr zutrauen - zu Recht. Sie seufzte schwer und ging zu dem Fenster, welches mit Holzlatten verdeckt wurde. Nur ein kleiner Schlitz war frei, aus welchem sie angestrengt sah. „Ich hoffe, sie kommen gleich.“, murmelte Mai kaum hörbar.

    Wäre Kayros da, würde alles gut werden. Davon war sie überzeugt! Es tat dem Mädchen nur so leid, dass ihr Freund ihr gefühlt schon wieder den Hintern retten musste. Ken hatte diesen Treffpunkt im Stadtwesten festgelegt. Er kannte sich in Mayaku hervorragend aus und wusste, dass diese Straße des Bezirks für Kemuru weitestgehend uninteressant war. Dabei fiel ihr noch etwas ein: Sie waren Schuld daran, dass Kens Identität aufgeflogen war. So viele Monate hatte er darauf hingearbeitet und Mai zerstörte es in nur einer Stunde. „Es tut mir leid, dass ich dich in diese Lage gebracht habe. Ich war anscheinend zu unvorsichtig.. vielleicht auf ungeduldig.. ich wollte es gut machen und habe das Gegenteil erreicht.“, murmelte sie leise und die Niedergeschlagenheit war in ihrer Aussage deutlich herauszuhören. Dass Ken das lediglich schweigend zur Kenntnis nahm, machte die Situation nicht gerade angenehmer..

    Und gerade, als Mai dachte, es könne nicht mehr schrecklicher werden, was diese Stille zwischen ihr und dem Spion betraf, hört sie etwas. Erneut schlich sie zu dem Schlitz innerhalb den Holzlatten am Fenster und spähte hinaus. Es war zu dunkel und das Guckloch zu schmal, um etwas zu erkennen. Doch es bestand kein Zweifel, dass jemand das Haus betreten hatte. Obwohl Mai davon ausging, dass es sich dabei um Kayros und Arata handelte, ging sie Ken, um ihn notfalls schützen zu können. Ein weiteres Risiko könnte sie sich einfach nicht leisten. Das Herz schlug schneller vor Aufregung und das Rauschen des Blutes in den Ohren wurde zu laut, sodass es schwer fiel, sich auf die Geräusche der Umgebung zu konzentrieren. Bis zu jenem Moment, in welchem Mai erleichtert feststellen konnte, dass ihre beiden Teamkollegen vor ihr standen..
     
  3. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Die schnellen Schritte, die Kayros und Arata durch das Dunkel der Nacht trieben, verhallten kaum hörbar im stetigen Wind, der sich kalt über die Stadt legten. „Dann solltest du zuhause an dem Defizit arbeiten, Arata-kun“, erwiderte Kayros auf die Offenbarung des blonden Genin über seine Fähigkeiten ohne Reichweite. „Die Stadt ist finanziell heruntergekommen, wenn wir das Regime Kemurus zerschlagen und das dadurch entstandene Machtvakuum durch Ordnung und Gesetz gefüllt werden kann, wird es trotzdem noch lange dauern, bis sie wieder florieren kann. Wir sollten möglichst versuchen, Schäden zu vermeiden.“ Arata war langsamer als der Hiragana, also musste dieser seine Geschwindigkeit an seinen Partner anpassen. Die Augen des Hiraganas hatten mittlerweile ihre clantypische gelbe Farbe angenommen. Mithilfe der Okazegan war es nicht nur möglich, Windströme zu sehen. Es gab den Anwender auch eine höhere Lichtsensitivität, da die Farbrezeptoren nicht mehr ihre Informationen weitergaben, und damit den Zellen, die Helligkeit an das Gehirn sendeten, die volle Leistungsfähigkeit gaben. Zugegeben, es waren weder Byakugan noch Katzenaugen, aber da das Licht einfach stärker wahrgenommen wurde, war das Sichtfeld selbst bei höherer Geschwindigkeit leicht vergrößert.

    So manches Mal schlugen die beiden Shinobi Haken und eilten andere Wege entlang, wenn Laternen sonst zu nah an einem Dach waren und sie womöglich leichter erkennbar gemacht hätten. Doch offenbar hatten sie Glück: Niemand schlug Alarm. Nach einer Weile kamen sie dann in das besagte Viertel. Zuerst kam der Hiragana zum Stehen, blinzelte einmal und deaktivierte so sein Bluterbe. Im Dunkeln ein bestimmtes Haus zu finden, was einem vage und rasch beschrieben wurde, ohne dass sich die Suchenden in der Stadt auskannten, war schlichtweg unmöglich. Einen Inuzuka mit seinem tierischen Gefährten hätte in diesem Augenblick viel Zeit sparen können, aber Kayros hatte seine eigene Sensorik-Kunst gelernt. Zugegeben, sie war nicht weitreichend, aber weniger leicht zu täuschen wie der Geruchssinn. Er schloss seine Fingerzeichen und ließ sein Chakra mittels Chimitsu Daichi durch den Boden fließen. Und tatsächlich, nachdem der Hiragana einen Moment still am Boden hockend verharrte, richtete er sich und drehte sich entschieden in eine Richtung. „Ich habe Mai gefunden. Sie befindet sich einen guten halben Kilometer von hier“, sagte er und eilte los. Er war still hier. Keine betrunkenen Menschen, keine Obdachlosen, nicht einmal streunende Tiere konnte der junge Mann in diesem Viertel ausmachen. Eindeutig: Hier hatte Kemuru sein Machtzentrum.

    Nach besagtem halben Kilometer stoppte der Suna wieder. Hier gab es mehrere Häuser, alle unbeleuchtet und scheinbar leerstehend. Er bemühte noch einmal seine Kunst, ließ allerdings das Chakra dünner und schneller ausströmen, da er weder einen so großen Bereich abdecken wollte noch eine so genaue Analyse des Chakras vornehmen wollte. Es dauerte einen Moment, dann hatte er das richtige Haus ausfindig gemacht. Kayros ging voran, sich vorsichtig umschauend, ob er irgendwo ein Paar wachsame Augen entdecken könnte, die ihm nicht wohlgesonnen waren. Doch da er nichts fand, umschritt er das Haus, ehe er einen Eingang ausmachte. Er bedeutete Arata stumm, ihm zu folgen. Die Tür öffnete sich, leise knarzend. Immer noch war alles dunkel. So dunkel, dass sich der Hiragana wieder seine Taschenlampe herausholte und mit ihrem Licht dann zielstrebend an zwei Türen vorbei in einen dritten Raum ging. „Wir sind da, Mai. Wie geht es euch?“
     
  4. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Erleichterung breitete sich in der jungen Kunoichi aus. Sie atmete merklich durch und ging näher auf Kayros zu, um nach seiner Hand zu greifen und sie einmal fest zu drücken. „Ja, den Umständen entsprechend geht es uns gut. Ich wünschte, ich könnte das auch von Shin behaupten.“, beantwortete sie ihm seine Frage bedrückt. Dann ging sie auf Arata zu und lächelte ihn traurig an. „Und wie geht es euch?“, stellte sie eine Gegenfrage, wobei sie diese mehr an Arata richtete, als an Kayros. Nach einer kurzen Aufklärung der Lage ihrer Teamkollegen ging deutete Mai auf Ken, welcher sich die ganze Zeit über im Hintergrund gehalten hatte. „Ich möchte euch Ken vorstellen. Er ist ein Spion aus Shirogakure. Wir haben ihn zufällig angetroffen.“, erklärte Mai den beiden Jungs und beobachtete den Verbündeten, welcher sich noch immer etwas zurückhaltend zeigte. Anscheinend trat er den Shinobi seit dem Missgeschick allgemein ein wenig misstrauisch gegenüber. Doch nachdem ein paar Worte ausgetauscht wurden, schien auch er sich allmählich wieder zu lockern.

    Ich kann es natürlich nicht absolut sicher sagen, aber ich habe viele Anhaltspunkte, wo sich Kemuru aufhält. Und es ist gut möglich, dass auch euer Kollege dort hingebracht wurde.“, begann er schließlich, wobei er sehr leise sprach. Die Stille im Raum war beinahe erdrückend, man hätte eine Stecknadel zu Boden gehen hören. „Hier im westlichen Bezirk gab es viele Firmen. Meinen Recherchen nach hat er überall kleinere Ausläufer, aber das Hauptgeschäft findet mit Sicherheit in der alten Süßigkeitenfabrik statt.“, erklärte er den Shinobi und wandte sich dann nachdenklich ab. Seinem Blick zunächst folgend, sah Mai schließlich zu Kayros und Arata. Was sollten sie mit Ken tun? Ihn zurücklassen und somit seinen Schutz nicht mehr gewährleisten können? Oder ihn mitnehmen und dementsprechend größten Gefahren aussetzen? Wie wären sie stärker? Wenn sie zur noch zu zweit wären oder zu dritt mit einem Schutzbedürftigen? „Ich muss Mayaku verlassen. Ich kann euch nicht helfen und bin hier nicht länger sicher.“, entschied Ken plötzlich. Überrascht wandte sich der Blauschopf wieder ihm zu. „Das kannst du aber unmöglich allein!“, protestierte sie schwach. War das überhaupt die beste Lösung? Man könnte ihn auch auf dem Weg zurück nach Shirogakure töten. „Lasst mich euch erst einmal den Weg zur Sßigkeitenfabrik aufzeigen..“, wechselte er plötzlich das Thema und zeichnete schließlich mich seinem Finger eine Wegbeschreibung in den Dreck..

    Das wäre also nicht das Problem. Aber was sollten sie mit Ken machen?
     
  5. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Mais Informant enthüllte schließlich, wo er Kemuru und damit auch seine Geisel vermutete - in einer verlassenen Süßigkeitenfabrik, was angesichts der Natur der kriminellen Operation mehr als ein bisschen makaber wirkte. Kemuru vertrieb von dort aus schließlich alles mögliche, aber sicher keine Smarties ... gegen Kens Logik hatte Arata nichts einzuwenden, aber die Frage die Mai danach aufwarf, war eine gute. Ja, wohin mit dem Informanten? "... ich glaube fast, abseits von uns wird es zuerst sicherer sein." Warf er in die Runde, während sie zuschauten, wie der Informant ihnen den Weg anhand einer Kartenskizze im Boden aufzeigte. Es fehlte ein Maßstab, schien gar nicht so weit von hier zu sein ... hrm.

    "Wir kennen das Gelände kaum und haben nicht viel Zeit Shin dort herauszuholen. Das heißt ... unser Eintreffen dort könnte etwas chaotischer werden. Und das wäre wiederum gut für dich." Er blickte zu Ken. "Wenn du dich auf den Weg machst wenn wir uns Eintritt verschaffen, hat Kemurus Organisation sicher zunächst andere Sorgen als dich. Möglicherweise werden sie danach versuchen an dir Vergeltung zu üben, aber wir könnten uns dann an einem sicheren Ort wieder treffen und dich auf unserem Rückweg mitnehmen. Wo das wäre kannst du besser einschätzen als wir." Shiro wäre doch sicher bereit einem hilfreichen Informanten Untersschlupf zu ermöglichen, oder? Von dort hätte er alle Zeit der Welt sich ein neues Land als Lebensort auszusuchen. Hmm ... er betrachtete die Skizze im Dreck, die nun auch einen groben Grundriss der Süßigkeitenfabrik selbst enthielt. "Ich sehe ehrlich gesagt keine großen Chancen uns dort zu dritt schnell und erfolgreich einzuschleichen. Wenn wir dort sowohl Kemuru als auch Shin finden können ... wie wäre es wenn wir gar nicht versuchen unauffällig zu sein, um unauffällig an Shin zu kommen?" Schlug er vorsichtig vor. "Zwei von uns greifen die Fabrik frontal an und ziehen Aufmerksamkeit auf sich, während einer die Ausgänge im Blick behält und eindringt, sobald die hintere Seite unbewacht ist. Dann hätte derjenige eine gute Chance Shin schlecht bewacht anzutreffen und ihn zu befreien." Arata schaute wieder zu Ken. "Wie schätzt du Kemuru ein - würde er vor Ort bleiben oder sofort einen Rückzieher machen?"

    Da musste Ken nicht lange überlegen. "Zurückfallen würde er sobald der Posten verloren ist ... ansonsten ist er berüchtigt dafür, dass er sich die Hände auch schmutzig macht. Aber! Wenn sie euren Freund haben kann ich mir gut vorstellen dass Kemuru ihn persönlich verhört." Warf der junge Mann ein, und Arata runzelte die Stirn. Kemuru und Shin waren also vermutlich zusammen? "Dann sollten wir den frontalen Angriff vielleicht nur vortäuschen und uns zu dritt anschleichen ... ich sollte einiges Chaos stiften können, aber ich kann nur an einem Ort zugleich sein. Beherrscht einer von euch vielleicht einen Doppelgänger, der Jutsu einsetzen kann?" Fragte er nun die beiden Chuunin - und erhoffte sich von den zweien auch ein Urteil ob seine Grundidee überhaupt etwas taugte. Es war eigentlich nicht seine Art als erster einen Vorschlag zu machen, aber ... naja, je länger sie brauchten, desto mehr konnte man Shin antun. Es war keine Zeit um schüchtern zu sein.