Westlicher Bezirk

Dieses Thema im Forum "Mayaku" wurde erstellt von Sakaida Mai, 22. Apr. 2018.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Im westlichen Bezirk der Stadt Mayaku fanden die meisten Bürger Arbeit. Die Industrie florierte bis vor wenige Jahre, heute ist das Westviertel in Kemurus Händen.
    Ob er sich hier versteckt? Wer weiß.
    Außenstehende kommen meist nicht einmal so weit, um zu beweisen, dass er hier seine Substanzen herstellt. Und so brodelt die Gerüchteküche um den Westen, so wie der letzte kümmerliche Rest sozialen Friedens in Mayaku.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2018
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    --> Stadtplatz

    Besser?“, fragte Mai Ken lächelnd und ging auf die Knie, da dies bequemer war, als ständig in der Hocke zu sein. Der junge Mann legte sich fragend die Hand an jene Stelle, an welcher sein Gesichtsknochen um das Auge herum blau und geschwollen war. Doch mit Hilfe des Shōsen Jutsu war diese Verletzung schnell geheilt worden. Überrascht grinste er die Blauhaarige an und antwortete: „Ja, vielen Dank! Das ist wirklich praktisch.“ Sie erwiderte den freundlichen Ausdruck, doch ihre Augen wollten nicht so ganz mitspielen. Die Sorge um Shin war zu groß.. Und von den Vorwürfen, welche die junge Kunoichi sich machte ganz zu schweigen! Da bekam sie die Leitung einer hochrangigen Mission zugeteilt und dann so was! Bestimmt würde man ihr so schnell nichts mehr zutrauen - zu Recht. Sie seufzte schwer und ging zu dem Fenster, welches mit Holzlatten verdeckt wurde. Nur ein kleiner Schlitz war frei, aus welchem sie angestrengt sah. „Ich hoffe, sie kommen gleich.“, murmelte Mai kaum hörbar.

    Wäre Kayros da, würde alles gut werden. Davon war sie überzeugt! Es tat dem Mädchen nur so leid, dass ihr Freund ihr gefühlt schon wieder den Hintern retten musste. Ken hatte diesen Treffpunkt im Stadtwesten festgelegt. Er kannte sich in Mayaku hervorragend aus und wusste, dass diese Straße des Bezirks für Kemuru weitestgehend uninteressant war. Dabei fiel ihr noch etwas ein: Sie waren Schuld daran, dass Kens Identität aufgeflogen war. So viele Monate hatte er darauf hingearbeitet und Mai zerstörte es in nur einer Stunde. „Es tut mir leid, dass ich dich in diese Lage gebracht habe. Ich war anscheinend zu unvorsichtig.. vielleicht auf ungeduldig.. ich wollte es gut machen und habe das Gegenteil erreicht.“, murmelte sie leise und die Niedergeschlagenheit war in ihrer Aussage deutlich herauszuhören. Dass Ken das lediglich schweigend zur Kenntnis nahm, machte die Situation nicht gerade angenehmer..

    Und gerade, als Mai dachte, es könne nicht mehr schrecklicher werden, was diese Stille zwischen ihr und dem Spion betraf, hört sie etwas. Erneut schlich sie zu dem Schlitz innerhalb den Holzlatten am Fenster und spähte hinaus. Es war zu dunkel und das Guckloch zu schmal, um etwas zu erkennen. Doch es bestand kein Zweifel, dass jemand das Haus betreten hatte. Obwohl Mai davon ausging, dass es sich dabei um Kayros und Arata handelte, ging sie Ken, um ihn notfalls schützen zu können. Ein weiteres Risiko könnte sie sich einfach nicht leisten. Das Herz schlug schneller vor Aufregung und das Rauschen des Blutes in den Ohren wurde zu laut, sodass es schwer fiel, sich auf die Geräusche der Umgebung zu konzentrieren. Bis zu jenem Moment, in welchem Mai erleichtert feststellen konnte, dass ihre beiden Teamkollegen vor ihr standen..
     
  3. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Die schnellen Schritte, die Kayros und Arata durch das Dunkel der Nacht trieben, verhallten kaum hörbar im stetigen Wind, der sich kalt über die Stadt legten. „Dann solltest du zuhause an dem Defizit arbeiten, Arata-kun“, erwiderte Kayros auf die Offenbarung des blonden Genin über seine Fähigkeiten ohne Reichweite. „Die Stadt ist finanziell heruntergekommen, wenn wir das Regime Kemurus zerschlagen und das dadurch entstandene Machtvakuum durch Ordnung und Gesetz gefüllt werden kann, wird es trotzdem noch lange dauern, bis sie wieder florieren kann. Wir sollten möglichst versuchen, Schäden zu vermeiden.“ Arata war langsamer als der Hiragana, also musste dieser seine Geschwindigkeit an seinen Partner anpassen. Die Augen des Hiraganas hatten mittlerweile ihre clantypische gelbe Farbe angenommen. Mithilfe der Okazegan war es nicht nur möglich, Windströme zu sehen. Es gab den Anwender auch eine höhere Lichtsensitivität, da die Farbrezeptoren nicht mehr ihre Informationen weitergaben, und damit den Zellen, die Helligkeit an das Gehirn sendeten, die volle Leistungsfähigkeit gaben. Zugegeben, es waren weder Byakugan noch Katzenaugen, aber da das Licht einfach stärker wahrgenommen wurde, war das Sichtfeld selbst bei höherer Geschwindigkeit leicht vergrößert.

    So manches Mal schlugen die beiden Shinobi Haken und eilten andere Wege entlang, wenn Laternen sonst zu nah an einem Dach waren und sie womöglich leichter erkennbar gemacht hätten. Doch offenbar hatten sie Glück: Niemand schlug Alarm. Nach einer Weile kamen sie dann in das besagte Viertel. Zuerst kam der Hiragana zum Stehen, blinzelte einmal und deaktivierte so sein Bluterbe. Im Dunkeln ein bestimmtes Haus zu finden, was einem vage und rasch beschrieben wurde, ohne dass sich die Suchenden in der Stadt auskannten, war schlichtweg unmöglich. Einen Inuzuka mit seinem tierischen Gefährten hätte in diesem Augenblick viel Zeit sparen können, aber Kayros hatte seine eigene Sensorik-Kunst gelernt. Zugegeben, sie war nicht weitreichend, aber weniger leicht zu täuschen wie der Geruchssinn. Er schloss seine Fingerzeichen und ließ sein Chakra mittels Chimitsu Daichi durch den Boden fließen. Und tatsächlich, nachdem der Hiragana einen Moment still am Boden hockend verharrte, richtete er sich und drehte sich entschieden in eine Richtung. „Ich habe Mai gefunden. Sie befindet sich einen guten halben Kilometer von hier“, sagte er und eilte los. Er war still hier. Keine betrunkenen Menschen, keine Obdachlosen, nicht einmal streunende Tiere konnte der junge Mann in diesem Viertel ausmachen. Eindeutig: Hier hatte Kemuru sein Machtzentrum.

    Nach besagtem halben Kilometer stoppte der Suna wieder. Hier gab es mehrere Häuser, alle unbeleuchtet und scheinbar leerstehend. Er bemühte noch einmal seine Kunst, ließ allerdings das Chakra dünner und schneller ausströmen, da er weder einen so großen Bereich abdecken wollte noch eine so genaue Analyse des Chakras vornehmen wollte. Es dauerte einen Moment, dann hatte er das richtige Haus ausfindig gemacht. Kayros ging voran, sich vorsichtig umschauend, ob er irgendwo ein Paar wachsame Augen entdecken könnte, die ihm nicht wohlgesonnen waren. Doch da er nichts fand, umschritt er das Haus, ehe er einen Eingang ausmachte. Er bedeutete Arata stumm, ihm zu folgen. Die Tür öffnete sich, leise knarzend. Immer noch war alles dunkel. So dunkel, dass sich der Hiragana wieder seine Taschenlampe herausholte und mit ihrem Licht dann zielstrebend an zwei Türen vorbei in einen dritten Raum ging. „Wir sind da, Mai. Wie geht es euch?“
     
  4. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Erleichterung breitete sich in der jungen Kunoichi aus. Sie atmete merklich durch und ging näher auf Kayros zu, um nach seiner Hand zu greifen und sie einmal fest zu drücken. „Ja, den Umständen entsprechend geht es uns gut. Ich wünschte, ich könnte das auch von Shin behaupten.“, beantwortete sie ihm seine Frage bedrückt. Dann ging sie auf Arata zu und lächelte ihn traurig an. „Und wie geht es euch?“, stellte sie eine Gegenfrage, wobei sie diese mehr an Arata richtete, als an Kayros. Nach einer kurzen Aufklärung der Lage ihrer Teamkollegen ging deutete Mai auf Ken, welcher sich die ganze Zeit über im Hintergrund gehalten hatte. „Ich möchte euch Ken vorstellen. Er ist ein Spion aus Shirogakure. Wir haben ihn zufällig angetroffen.“, erklärte Mai den beiden Jungs und beobachtete den Verbündeten, welcher sich noch immer etwas zurückhaltend zeigte. Anscheinend trat er den Shinobi seit dem Missgeschick allgemein ein wenig misstrauisch gegenüber. Doch nachdem ein paar Worte ausgetauscht wurden, schien auch er sich allmählich wieder zu lockern.

    Ich kann es natürlich nicht absolut sicher sagen, aber ich habe viele Anhaltspunkte, wo sich Kemuru aufhält. Und es ist gut möglich, dass auch euer Kollege dort hingebracht wurde.“, begann er schließlich, wobei er sehr leise sprach. Die Stille im Raum war beinahe erdrückend, man hätte eine Stecknadel zu Boden gehen hören. „Hier im westlichen Bezirk gab es viele Firmen. Meinen Recherchen nach hat er überall kleinere Ausläufer, aber das Hauptgeschäft findet mit Sicherheit in der alten Süßigkeitenfabrik statt.“, erklärte er den Shinobi und wandte sich dann nachdenklich ab. Seinem Blick zunächst folgend, sah Mai schließlich zu Kayros und Arata. Was sollten sie mit Ken tun? Ihn zurücklassen und somit seinen Schutz nicht mehr gewährleisten können? Oder ihn mitnehmen und dementsprechend größten Gefahren aussetzen? Wie wären sie stärker? Wenn sie zur noch zu zweit wären oder zu dritt mit einem Schutzbedürftigen? „Ich muss Mayaku verlassen. Ich kann euch nicht helfen und bin hier nicht länger sicher.“, entschied Ken plötzlich. Überrascht wandte sich der Blauschopf wieder ihm zu. „Das kannst du aber unmöglich allein!“, protestierte sie schwach. War das überhaupt die beste Lösung? Man könnte ihn auch auf dem Weg zurück nach Shirogakure töten. „Lasst mich euch erst einmal den Weg zur Süßigkeitenfabrik aufzeigen..“, wechselte er plötzlich das Thema und zeichnete schließlich mich seinem Finger eine Wegbeschreibung in den Dreck..

    Das wäre also nicht das Problem. Aber was sollten sie mit Ken machen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Okt. 2018
  5. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Mais Informant enthüllte schließlich, wo er Kemuru und damit auch seine Geisel vermutete - in einer verlassenen Süßigkeitenfabrik, was angesichts der Natur der kriminellen Operation mehr als ein bisschen makaber wirkte. Kemuru vertrieb von dort aus schließlich alles mögliche, aber sicher keine Smarties ... gegen Kens Logik hatte Arata nichts einzuwenden, aber die Frage die Mai danach aufwarf, war eine gute. Ja, wohin mit dem Informanten? "... ich glaube fast, abseits von uns wird es zuerst sicherer sein." Warf er in die Runde, während sie zuschauten, wie der Informant ihnen den Weg anhand einer Kartenskizze im Boden aufzeigte. Es fehlte ein Maßstab, schien gar nicht so weit von hier zu sein ... hrm.

    "Wir kennen das Gelände kaum und haben nicht viel Zeit Shin dort herauszuholen. Das heißt ... unser Eintreffen dort könnte etwas chaotischer werden. Und das wäre wiederum gut für dich." Er blickte zu Ken. "Wenn du dich auf den Weg machst wenn wir uns Eintritt verschaffen, hat Kemurus Organisation sicher zunächst andere Sorgen als dich. Möglicherweise werden sie danach versuchen an dir Vergeltung zu üben, aber wir könnten uns dann an einem sicheren Ort wieder treffen und dich auf unserem Rückweg mitnehmen. Wo das wäre kannst du besser einschätzen als wir." Shiro wäre doch sicher bereit einem hilfreichen Informanten Untersschlupf zu ermöglichen, oder? Von dort hätte er alle Zeit der Welt sich ein neues Land als Lebensort auszusuchen. Hmm ... er betrachtete die Skizze im Dreck, die nun auch einen groben Grundriss der Süßigkeitenfabrik selbst enthielt. "Ich sehe ehrlich gesagt keine großen Chancen uns dort zu dritt schnell und erfolgreich einzuschleichen. Wenn wir dort sowohl Kemuru als auch Shin finden können ... wie wäre es wenn wir gar nicht versuchen unauffällig zu sein, um unauffällig an Shin zu kommen?" Schlug er vorsichtig vor. "Zwei von uns greifen die Fabrik frontal an und ziehen Aufmerksamkeit auf sich, während einer die Ausgänge im Blick behält und eindringt, sobald die hintere Seite unbewacht ist. Dann hätte derjenige eine gute Chance Shin schlecht bewacht anzutreffen und ihn zu befreien." Arata schaute wieder zu Ken. "Wie schätzt du Kemuru ein - würde er vor Ort bleiben oder sofort einen Rückzieher machen?"

    Da musste Ken nicht lange überlegen. "Zurückfallen würde er sobald der Posten verloren ist ... ansonsten ist er berüchtigt dafür, dass er sich die Hände auch schmutzig macht. Aber! Wenn sie euren Freund haben kann ich mir gut vorstellen dass Kemuru ihn persönlich verhört." Warf der junge Mann ein, und Arata runzelte die Stirn. Kemuru und Shin waren also vermutlich zusammen? "Dann sollten wir den frontalen Angriff vielleicht nur vortäuschen und uns zu dritt anschleichen ... ich sollte einiges Chaos stiften können, aber ich kann nur an einem Ort zugleich sein. Beherrscht einer von euch vielleicht einen Doppelgänger, der Jutsu einsetzen kann?" Fragte er nun die beiden Chuunin - und erhoffte sich von den zweien auch ein Urteil ob seine Grundidee überhaupt etwas taugte. Es war eigentlich nicht seine Art als erster einen Vorschlag zu machen, aber ... naja, je länger sie brauchten, desto mehr konnte man Shin antun. Es war keine Zeit um schüchtern zu sein.
     
  6. Mashido Shin

    Mashido Shin Genin

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    „Was ist passiert? Wo bin ich hier?“ Eine undefinierbare Zeit nachdem er durch eine mit Drogen versetzte Nadel am Hals getroffen wurde, erwachte Shin in einem fensterlosen und unbeleuchteten Raum. Außer ihm und dem Stuhl, an welchen er gekettet wurde, befand sich rein gar nichts in seiner Zelle. Sein Schädel dröhnte und es rauschten alle möglichen Gedanken hindurch. „Was hat Kazekage-sama mit diesen Kriminellen zu tun? Was soll das?“ Durch die Tür des Raumes war kein Blick nach draußen möglich, da diese geschlossen und aus undurchsichtigem Material war. Genaueres konnte der Mashido aufgrund der Dunkelheit aber nicht erkennen. „Ich muss hier raus!“ dachte er und versuchte, sich von den Ketten zu befreien, was aber nicht nur nicht klappte, sondern in dem leeren Raum ein laut schallendes Geklapper verursachte. Ein Klang, welcher offenbar weithin zu hören war, denn bereits nachdem der Neunzehnjährige gerade mal wenige Minuten für seine Freiheit gekämpft hatte, betrat ein vornehm gekleideter Mann mittleren Alters, flankiert von zwei extrem stämmigen und grimmig dreinblickenden Männern den Raum und richtete ohne Umschweife das Wort an seinen Gefangenen: „Soso, Du bist also aufgewacht, mein junger Freund.“ Der Mann hatte einen eigentümlichen Akzent, den der Glatzkopf noch nie zuvor gehört hatte. Was ihn aber noch viel mehr wunderte war, dass der Dunkelhaarige - die genaue Haarfarbe war unter diesen Lichtverhältnissen nicht zu erkennen - keinerlei Zorn, sondern eher eine gewisse Neugier in der Stimme verbarg. „Ich gehe davon aus, dass Du weißt, wer ich bin. Das ist auch nicht verwunderlich. Große Geschäftsmänner wie ich können kaum verhindern, weithin bekannt zu sein.“ Scheinbar erwartete er eine Antwort, welche ihm der Mönch aber nicht gönnte. Selbstverständlich war ihm bewusst, dass soeben die Zielperson den Raum betreten hatte und dass es nur Probleme für seine Kameraden oder womöglich sogar für Shirogakure bringen würde, erführe er von der Herkunft und Berufung des Wüstenbewohners. „Nun, ich fände es nur fair, wenn ich auch erfahren dürfte, wer Du bist. Oder besser noch woher Du kommst und für wen Du arbeitest.“ Darauf konnte der Verbrecher lange warten. Er war an diesen Ort gekommen, um die Machenschaften des Mafiosis zu zerschlagen und nicht, um diese zu festigen. Eine Weile, in der sich die beiden Männer anschwiegen und gegenseitig in die Augen starrten, darauf wartend, dass der jeweils Andere den nächsten Schritt unternimmt, sagte der Drogenhändler: „Sehr gut. Sehr sehr gut. Du weißt, wie man seine Auftraggeber schützt. Das kann ich respektieren. Aber vielleicht fehlt es auch einfach nur an der richtigen Würze. Ich könnte jemanden, der so gut schweigen kann in meinen Reihen gebrauchen. Wie wärs?“ Wieder keine Antwort. So langsam konnte jedermann erkennen, dass dem ach so seriösen Geschäftsmann die Geduld ausging. „Zu schade.“ Murmelte er, wandte sich um und verließ den Kerker, nachdem er noch ein paar für Shin unverständliche Worte zu seinen Schlägern flüsterte. Daraufhin schritten die beiden Hünen schweigend auf den gefesselten Sunanin zu und begannen damit, diesen auf unfreundliche Art zur Kapitulation zu bewegen.
     
  7. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Kayros und Mai beschränkten ihr Wiedersehen auf das Allernötigste, schließlich gab es Dringenderes. Mai und Arata überlegten eine Strategie, Ken gab kleinlaut den Weg zum vermeintlichen Versteck des Mafiosos bekannt. Und dann wollte er verschwinden. Doch Kayros beschäftigte noch etwas. „Wie seid ihr eigentlich entdeckt worden?“ Ken schaute den Suna fragend an. Dann nickte er langsam. „Verstehe, du traust mir nicht, nachdem es so schnell in die Uhr gegangen ist“, seufzte Ken und blickte ihm fest in die Augen. „Glaub mir oder nicht, aber ich habe keine Ahnung und ich habe auch keine Falle gestellt. Ich weiß nur, dass ihr keine Zeit habt, meine Worte zu prüfen.“ Der Hiragana schaute in die Runde. Ken hielt seinem Blick stand, seine Worte überzeugten ihn. Auch Mai und Arata schienen keinen Grund zu haben, dem Informanten zu misstrauen. „Versteh mich nicht falsch, Ken, ich musste fragen.“ Der Suna schaute kurz zu Arata, dann nahm er seine Idee auf. „Ich bringe dich aus der Stadt.“ Er formte kurzerhand die Fingerzeichen für eine der geheimen Künste Konohagakures. Aus einer Wolke heraus trat ein zweiter Kayros hervor, legte Ken eine Hand auf die Schulter und lächelte. „Danke für deine Mühen“, sprach der Kagebunshin. Für Kayros war es immer noch etwas befremdlich, seine Stimme aus einer zweiten Hülle zu hören. Sie klang so anders, irgendwie klarer und heller als das, was er selbst wahr nahm. Ken verabschiedete sich noch kurz von Mai und wünschte den Dreien viel Glück, ehe er mitsamt dem Klon den Raum verließ. Das Original hingegen wandte sich an Arata und Mai. „Wir sollten auch gehen. Und Arata, wir können erst einmal noch nicht mit mehr Bunshin auftreten, da die Kunst sehr chakraintensiv ist. Aber im Gegensatz zum Übergriff in Kens Versteck müssen wir niemanden decken, der sich nicht wehren kann.“

    Draußen herrschte wieder der kalte Wind, ansonsten war es ruhig. Ken und der Kagebunshin waren bereits verschwunden. Der Dreiertrupp machte sich auch auf den Weg, Mai führte die Mannschaft an. Der Hiragana konnte der Sakaida ansehen, dass sie sich wegen des Ausgangs der Situation geißelte. „Dich trifft keine Schuld, Mai-chan.“ Kayros lächelte ihr aufmunternd zu, als er flüsternd Mut zusprach. „Deine Entscheidungen waren alle korrekt und Pech ist kein Faktor, den irgendjemand kontrollieren kann. Aber du weißt genauso gut wie ich, dass wir Shin da wohlbehalten herausholen und die Mission erfolgreich abschließen werden. Mura haben wir unter widrigereren Umständen retten können.“ Der Weg war nicht weit, die Fabrik war still und unbeleuchtet. Vermutlich aber nicht für lange, denn wenn dieser Kemuru kein Dilettant war, würde er mit den Shinobi rechnen - und was Kayros anging, sich vermutlich gewaltig verrechnen.
     
  8. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Der Plan stand also halbwegs fest. Ken würde gemeinsam mit einem Doppelgänger Mayaku verlassen und wäre somit hoffentlich in Sicherheit, bis die Gruppe vollständig nachkommt. So wäre es tatsächlich am besten, denn sie alle wären stärker, wenn sie niemanden nebenbei decken müssten. Denn darin bestand das Problem: Mai musste mit dem kostbaren Spion, welcher sich kaum wehren konnte, fliehen. Und auch wenn die Situation vorhin vielleicht nicht besser hätte gelöst werden können, so lag die Sache dennoch in Form eines Steins auf ihrem Herzen. Sie betete, dass Shin wohlauf war und er nicht unter ihrer Führung.. schlimmstes erlitt. Ob sie nun zu dritt oder nur zu zweit das Versteck Kemurus stürmen würden, darüber schien noch keine Einigkeit zu herrschen. Wobei das weniger ein Streitthema war, als die Frage danach, welches Vorgehen nun das effektivere sein würde.

    Im unvollständigen Dreiergespann bewegte sich die Gruppe im Dunkel der Nacht fort. Mayaku stank und schien im Stadtwesten noch verschmutzter zu sein. Es war eine Kunst, aufzupassen, wo man hintrat. Ein schwaches Lächeln zierte das Gesicht der blauhaarigen Kunoichi, als Kayros ihr gut zuredete. Doch ihre Augen konnten dennoch nur traurig dreinblicken. „Ich hoffe, dass du Recht haben wirst.. und ja, Mura’s Situation war prekärer, das ist wahr. Ich muss einfach Ruhe bewahren. Ich bin froh, dass ihr beiden da seid.“ Gemeinsam würden sie es sicher schaffen. Zumal Kayros und Mai seit jeher als Team überaus gut funktionierten und sie Erfahrung darin hatten, nebeneinander zu agieren, ohne sich großartig abzusprechen. Als hätte sie laut gedacht, führte sie ihren Gedankengang in Worten fort: „Dennoch – sollten wir uns aufteilen – müssen wir beide uns trennen, Kayros. Die Frage ist nur, wer auf eigene Faust losziehen wird. Aber ich weiß nicht, ob wir nicht lieber alle zusammenbleiben sollten. Gehen wir kein Risiko ein, wenn wir unsere Gruppe erneut schwächen, indem wir uns trennen?“, fragte sie ein wenig ratlos in die Runde.

    Dabei blickte Mai zu Arata. Er schien weniger emotional in diese Sache verwickelt zu sein, was ihn deutlich stärker machte. Mit Sicherheit könnte er klare Gedanken fassen und auch so schien er sehr präzise planen zu können. Der Yamanaka hatte einst gesagt, dass er in der Offensive noch nicht besonders trainiert war, daher sollte auch er mitteilen, wie er sich am sichersten fühlen würde, um relativ ungestört agieren zu können. „Was denkst du?“ Es war nun allmählich an der Zeit, einen Plan festzulegen, denn es war nicht mehr weit.
     
  9. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Ken wurde auf eine kritische Frage von Kayros noch ein wenig vorlauter als bisher - aber auch Arata glaubte nicht wirklich, dass es sich hier um eine Falle gehandelt hatte. Sonst wäre der Mann vermutlich bemühter dabei, ihnen auch jetzt eine bestimmte (falsche) Handlungsweise vorzugeben und würde auch eher mitkommen wollen als an seine Haut zu denken. Kayros sah das ähnlich und stellte einen Schattenklon dazu ab, ihn zu begleiten - was auch dazu führte, dass Aratas Idee mit der einfachen Ablenkung durch einen unechten Ninja sich erstmal erledigt hatte ... und der Kritikpunkt den Mai dann aufwarf, war durchaus vernünftig - das Gefecht konnte sich immer unerwartet entwickeln, und wenn es ihnen tatsächlich entglitt, war es immer besser wenn sie zusammen standen. Sie hatten ja bereits einen verloren.

    Und nachdem Kayros und Mai sich über ein vergangenes Ereignis ausgetauscht hatten, war nun wieder er gefragt, wie es weitergehen sollte. Der Yamanaka war weiterhin nicht besonders überzeugt von seiner taktischen Fähigkeit, aber er vertraute darauf dass die anderen einen eventuellen Fehler korrigieren konnten und nur versuchten keine Idee zu übersehen. "Mh ... vielleicht können wir für eine wirksame Ablenkung sorgen, ohne dass wir uns wirklich aufteilen müssen?" Tastete er sich vorsichtig vor. "Ich kann verstehen warum es besser wäre zusammen zu stehen, aber mir wäre am liebsten wenn wir den Großteil der Gegner mit etwas anderem beschäftigen können, während wir hinten in das Gebäude eindringen um Shin zu befreien." War es möglich, das beste beider Optionen zu bekommen? Naja ... vielleicht nicht das beste, aber zumindest einige Vorteile beider Optionen verbinden? "Ich könnte die Frontseite der Fabrik aus der Entfernung mit einer Explosion angreifen ... wenn die Fabrik nicht befestigt ist wie eine Militäranlage sollte es ein rauchendes Loch geben, in das ich noch eine Rauchwolke blasen kann um Chaos zu stiften. Falls ihr irgendetwas habt das einen Moment anhält könntet ihr es auch benutzen." Er schaute auf. "Dann wechseln wir einfach schnell die Seite und verschaffen uns an der Rückseite Zutritt. Das wäre mein Vorschlag." Abwartend schaute er zu Mai und insbesondere zu Kayros, der von ihnen allen am sichersten schien. "So oder so sollten wir uns jetzt entscheiden."
     
  10. Mashido Shin

    Mashido Shin Genin

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    Waren es Minuten oder Stunden? Tage oder Wochen? Shin wusste nicht mehr, wie lange er sich in jenem fensterlosen Raum befand und Leute versuchten, ihn zum Reden zu bewegen. es war im Grunde auch nicht wichtig. Wichtig war nur, dass er nichts sagen durfte. Irgendwann erschallte ein anderes Geräusch das Innere der Kammer, als Schläge und Reaktion. Es war ein rhythmisches Klopfen an der Tür. Vielleicht ein Klopfzeichen. Jedenfalls reagierten die Schläger darauf und hörten zumindest für den Moment damit auf, den Mashido zu bearbeiten und öffneten die Tür. „Nun, mein Junge. Hast Du dich endlich entschieden, meinem Bitten nachzukommen?“ richtete Kemuru umgehend das Wort an den Neunzehnjährigen, worauf dieser nur müde lachte, dann aber doch antwortete: Du wirst nichts aus mir herausbekommen. Vorher werde ich es sein, der an der Schwelle des Namenlosen erscheint.“ Diese Worte schienen den Mafiosi zuerst zu erzürnen, dann aber doch einen interessierten Blick aufsetzen zu lassen. „Namenloser? Gehörst Du irgendeiner Art Sekte an?“ Es gab aber nichts mehr aus dem Mönch rauszubringen, was seine Gastgeber interessieren könnte. Er fing lediglich an, eine Litanei des Doū no Kaze zu rezitieren, wie sie ihm bereits in der Vergangenheit Trost gebracht hatte:

    „Namenloser im Himmel
    Geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe,
    wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Kraft gabst Du uns damals.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir sie heute vergeben unsern Schuldigen.
    Führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich
    und die Kraft und die Herrlichkeit
    in Ewigkeit.“

    Diese Zeilen wiederholte der Glatzkopf ein paar Mal, bis auch dem letzten im Raum klar werden musste, dass er nichts anderes mehr sagen würde. So auch Kemuru selbst, der vor Wut getrieben nach einem schweren Hammer an der Wand griff und diesen mit einem Wutgebrüll auf das rechte Knie des Wüstenbewohners niederkrachen ließ. Sein Schrei musste im ganzen Gebäude hörbar gewesen sein. Jedenfalls breitete sich ein wahnsinnig erscheinendes Grinsen im Gesicht des Verbrechers aus, bevor er sagte: „Du willst mir nicht sagen, was ich wissen will? Mal sehen, wie viele Gelenke Du noch verkraften kannst.“ und holte gleich zum nächsten Schlag aus. Diesmal auf das linke Knie gezielt. Aber noch bevor dieser erfolgen konnte erschütterte eine Explosion das ehemalige Fabrikgebäude. Irritiert blickten drei der vier anwesenden Personen nach oben und verließen die Kammer nahezu fluchtartig, auf der Suche nach der Explosionsquelle.

    Es dauerte eine ganze Weile, bis der Shinobi wieder einigermaßen klar denken und registrieren konnte, dass er nicht nur alleine und unbewacht war, sondern dass seine Gastgeber sogar vergessen hatten, die Tür abzuschließen. Irgendwie schaffte er es, sich trotz des zertrümmerten Knies, den Stuhl nach vorne zu kommen und mehr oder weniger auf allen Vieren zu landen. Auch wenn er mehr aus sah wie eine Schildkröte mit nur einem funktionierenden Bein. Der Genin kroch also zur Tür und richtete sich mehr schlecht als recht auf, nur um im nächsten Moment den Stuhl, an welchen er gefesselt war, mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft gegen die Wand zu schlagen. Beim ersten Aufprall verlor der Taijutsuka noch das Gleichgewicht und landete unsanft auf dem nackten Betonboden. Jedoch rappelte er sich mühsam wieder auf und wiederholte den Vorgang, bis das hölzerne Sitzmöbel zerbrach und er seine Fesseln am einigermaßen scharfen Türrahmen aufkratzen konnte. Nun galt es nur noch, einen Weg nach draußen zu finden und zu seinen Verbündeten zu humpeln. Wo auch immer die gerade waren.
     
  11. Hiragana Kayros

    Hiragana Kayros Chuunin

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    Ernst, entschlossen und beinahe grimmig schaute der Hiragana zu Mai und dachte kurz über ihren Einwurf nach. Sie hatte Recht: Arata allein losziehen zu lassen, wäre - ungeachtet seiner Fähigkeiten - absolut fahrlässig, verglichen mit der Option, einen der beiden Chuunin auf Alleingang zu schicken. Wen von den beiden also losziehen lassen? „Ich werde vermutlich besser alleine zurecht kommen, Mai-chan“, meinte Kayros plötzlich. „Ich kann euch leichter aufspüren und bin Experte im Fernkampf. Meine Ninjutsu sind sind flexibler einsetzbar, wenn man auf Abstand bleiben möchte. Deine Geschwindigkeit und dein Taijutsu würden dich aber unter Umständen in eine ähnliche Situation bringen wie Shin, daher brauchst du ein zweites Paar Augen und helfende Hände.“ Kays Blick heftete sich an Arata. „So wie du es vorschlägst. Nur ohne die Rauchwolke, dafür haben wir keine Zeit. Und wir wissen nicht, ob dort nicht andere Unschuldige zu schaden kommen könnten.“

    Also war es beschlossene Sache. Als sie das Fabrikgelände erreicht hatten, rollte Kayros noch einmal sein Chakra aus, um nach Shin zu suchen.

    Währenddessen kamen Kayros und Ken zum Stadttor Mayakus und schlüpften hindurch. „Da wären wir“, sagte der Hiragana. „Stimmt, da wären wir“, erwiderte der Spion. „Danke. Ab hier komme ich alleine zurecht. Und danke, dass du mich vor den neugierigen Augen gewarnt hast.“ „Das gehört zu meiner Aufgabe.“ Obwohl Ken schon aufmerksam und heimlich war, benötigte es noch zusätzlich eine Portion Glück, dass Kayros ein schemenblasses Gesicht in einem Fenster ausmachen konnte, ehe der junge Mann aus dem Schatten trat. Den Umweg konnte man leicht in Kauf nehmen, denn die Alternative wäre vermutlich schmerzhafter, wenn nicht gar tödlicher gewesen. Nun blieb ihnen nur noch der Abschied. „Sayonara“, flüsterte Ken im Wegdrehen zu, während der Chuunin kurz nickte und sich dann auflöste.

    Kayros zuckte kurz, als er sich erhob. „Ken ist außerhalb der Stadt und ab jetzt alleine.“ Soweit die gute Nachricht. „Ich kann Shin nicht spüren.“ Er holte kurz Luft. „Aber das hat nichts zu bedeuten, außer dass er gerade kein Chakra schmiedet. Wenn ich mich recht erinnere...“, er strich sich kurz über das Kinn, „habe ich ihn eher aus der Richtung gespürt, vielleicht sollten wir in dem Bereich schauen.“ Kayros wies auf eine bestimmte Ecke des Komplexes. Arata war dran. Der junge Yamanaka platzierte ein Explosionssiegel irgendwo zwischen zwei Säulen, um die Stabilität des Gebäudes nicht zu gefährdenEr nickte den beiden Chuunin zu und sie machten sich auf den Weg zur anderen Seite. Auf halber Strecke schloss der Genin die Fingerzeichen, um das Siegel zu aktivieren. Gar keine schlechte Chakrakontrolle, dachte sich Kayros anerkennend, als er hinter sich das Krachen wahrnahm. Auf diese Entfernung können die meisten Genin keine Jibaku Fuda verwenden. Das Trio sprintete los, während hinter ihnen der Feind hoffentlich die falschen Schlüsse zog. Und tatsächlich, vor ihnen war der Hinterhof, verlassen und leer. Mondlicht fiel auf die Tür, die einen Spalt offenstand. Ringsherum leerstehende, dunkle und verlassene Häuser. Mai ging voran, Arata bildete das Schlusslicht. Es lief tatsächlich wie am Schnürchen... als Kayros etwas hörte. Es war ein absolut charakteristisches Geräusch, ein Klicken, und die Gefahreninstinkte des Sunas waren trainiert genug, um die Aktion auszuführen, bevor man darüber nachgedacht haben konnte. In einer schnellen Bewegung drehte er sich um die eigene Achse, schloss die Fingerzeichen lenkte somit einen Bolzen ab, dessen Flugbahn jeden der Drei hätte treffen können, wenn einer von ihnen zu langsam gewesen wäre, auszuweichen. Mai und Arata zogen sofort ihre Wurfmesser, wirklich überrascht war keiner der Leute auf dem Platz, denn beide Seiten hatten zumindest damit gerechnet, dass es hierzu kommen würde. Einzig von der schieren Masse der Leute war Kayros doch ein wenig beeindruckt, als die Köpfe aus den Schatten der Fenster hervorlugten und unter den dunklen Vordächern hervorkrochen. „Geht ruhig hinein, Shinobi aus Shiro“, höhnte einer der Handlanger, ein grobschlächtiger Riese, aus dessen Armbrust vermutlich der Bolzen verschossen wurde. „Aber glaubt ja nicht, dass ihr lebend herauskommt, geschweige denn zu eurem Freund!“ Er legte wieder einen Pfeil auf die Sehne, und ein Dutzend weiterer Kriminelle taten es ihm nach. „Deckt mich kurz, bitte!“, rief Kayros ehe er mehrere Fingerzeichenketten schloss. Bevor der Pfeilhagel einsetzte, kauerte sich der Suna hin, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, während Mai und Arata überaus präzise die Pfeile abwehrten, sei es mit Kunai oder mit einer Holzpalette, die kurzerhand als Deckung ihren heroischen Moment in dieser Episode fand.
    Kayros' erstes Fingerzeichen erschuf einen Kagebunshin, der gleichsam mit dem Hiragana weitere Fingerzeichen schloss. Ein Pfeil schoss auf Kayros zu, unhaltbar für Mai und Arata, aber einer von insgesamt drei aus dem Boden wachsenden Kayros-Sprösslingen steckte ihn weg, als wäre er nichts. Und vermutlich war das auch so, denn wie sollte ein einzelner normaler Pfeil einer Erdmasse etwas anhaben können? Kayros zog Kunais, präpariert mit vier Siegeln, aus seinen Waffentaschen und schleuderte sie geschickt - an einer Gruppe aus drei Leuten vorbei, die nur höhnisch lachten. Kayros hingegen stand auf - mit Armbrüsten zu schießen gab ihnen immer einen Verschnaufmoment. Oder einen Moment für Koordination. „Ihr geht rein, findet Shin, findet Kemuru. Räumt alles aus dem Weg, was drinnen auf euch wartet. Mai, falls Shin verletzt ist, kannst du dich um ihn kümmern.“ Kayros grinste kurz zu Arata herüber, fast schon neckisch. „Zeit, mir ein reales Kopfgeld zu verdienen, indem ich die drei Dutzend Leute hier kassiere, was?“ Kassieren? Er klang schon Matsuo Ryoichi, als er die Fingerzeichen schloss. „Auf sie!“, brüllte der Hüne und wirbelte seine Armbrust herum als wäre sie eine Keule. Dieser Mann hatte offensichtlich keine Geduld um nachzuladen. Seine Kollegen stimmten mit einem brachialen und stark dissonanten Gegröle ein, als sie ihm folgten. Die Dreiergruppe rechts von ihm, die Kayros zuvor verfehlt hatte, wollten ihm nachfolgen und versuchten ihre Totschläger herumzureißen, doch stattdessen machten sie verwirrte Gesichter, als ihre Beine nicht gehorchen wollten. Danke für die Inspiration zu dieser Kunst, Nara Shika, gedachte Kayros im Stillen, als er die Wirkung seiner Klebesiegel, die entfernt von der Kraft des Kagemane no Hiden war, aber dennoch effektiv genug für diese Schläger, mit Genugtuung wahrnahm. Der Schattendoppelgänger sprang schnell außer Sicht, nachdem er zuvor eine Barriere aus drei kleinen Windsäulen erschaffen hatte, die tanzend den Bereich zwischen den Shinobi und ihren Feinden einnahmen. Keine großen Künste, Kayros, denk an dein Siegel, dass du fütterst. Er warf ein Messer auf eine Truppe von sechs Leuten, langsam und parabelförmig, sodass sie leicht ausweichen konnten - und mit einem Fingerzeichen waren es fünfzig weitere Illusionswaffen, denen die Truppe panisch auszuweichen versuchte, sich gegenseitig anrempelte und einer sogar seinen Kollegen mit der Waffe an den Kopf traf, so dass dieser bewusstlos zusammenbrach. Mai und Arata durften bereits im Gebäude sein und so dürften sie leider den fantastischen Moment verpasst haben, als der Doppelgänger förmlich aus dem Nichts auftauchte und einen Typen nach den anderen mit einem gezielten Nervenkompressionsschlag ausschaltete, die zuvor von Erddoppelgängern mittels Boya Dorudomu festgesetzt wurden, teilweise mit dem ganzen Körper in der Erde, teilweise nur die Beine mit kleinen Erdhügeln gefesselt. Der wirkliche Kayros hatte sich hinter den Kamikaze verschanzt, um Bolzen gefeit zu sein und schleuderte Windnadeln auf die Extremitäten herannahender Gegner, die nicht von den Erddoppelgängern festgehalten wurden. Ihr Gesicht nahm eine merkwürdige Mischung aus Verdutztheit und Schmerz an, als die für sie unsichtbaren Geschosse in ihre Knie und Ellenbogengelenke einfuhren und sie stürzten oder die Waffen fallen ließen. Ja, Wind war schon ein tückisches Medium, wenn man es zum Angriff einsetzte.

    Kayros wollte hier niemanden töten. Er wollte auch nicht die Umgebung verwüsten. Er wollte sie nur kampfunfähig machen. Natürlich hätte er auch mit den anderen hineingehen und die Tür mit einer Erdmauer unpassierbar machen können. Dadurch wären aber weder die Feinde aus dem Weg geräumt noch die vielleicht einzige Fluchtroute versperrt. Für ihn alleine wäre es ein Leichtes, hindurchzukommen. Aber er war nicht allein. Übrigens: Kayros 9: Schlägertrupp Minus 1, da Eigentreffer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Nov. 2018
  12. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Gut - damit war es entschieden. Sie würden zunächst zusammen bleiben und sich auf die ablenkende Wirkung einer ordentlichen Explosion verlassen, dann versuchen über den Hintereingang in die Fabrikhalle zu dringen. Kayros blieb dabei dass er am besten geeignet war um alleine zu kämpfen, und niemand konnte dem widersprechen. Arata hatte ursprünglich vorgehabt die Gebäudefront mit einem Feuerball anzugreifen, aber nachdem sie ihren Plan endgültig gefasst hatten und er das Gebäude tatsächlich sah, entschied er sich letztlich dagegen - ein Explosionssiegel allein würde es wohl auch tun, und hatte insgesamt weniger Potential außer Kontrolle zu geraten, während sie an anderer Front kämpften. Hastig die Seite wechseln ...

    Und natürlich ging etwas schief. Der Yamanaka hatte nicht erwartet dass es völlig glatt ging, aber mussten sie ausgerechnet an diesem Punkt in einen Hinterhalt geraten ...? Zum Glück war Mai dabei, die ganz hauptsächlich dafür Sorge trug die Pfeile abzuwehren. Arata selbst war schon heilfroh, dass er es einigermaßen schaffte, selbst nicht getroffen zu werden - Pfeile mit Kunai zu parieren war nichts was er wirklich beherrschte, aber immerhin war er so schmal dass er nicht viel Angriffsfläche bot - und er ließ kleine, aber gemeine Judan durch die Luft auf die Schützen zusausen, sodass die meisten von ihnen bald erst einmal andere Sorgen hatten als das präzise Zielen. Kayros zog in dem nachfolgenden Chaos den Großteil der Aufmerksamkeit auf sich, indem er sich multiplizierte und mit Jutsu um sich warf. Der neue Plan war klar - er bliebe hier und würde die Gruppe zurückhalten, Mai und Ara drangen ins Innere und suchten ihren Kameraden. Und Kemuru. Die Chance dass beide ganz dicht beieinander waren stieg zunehmend ...

    "Ich wünsche mir nicht zum ersten Mal dass ich etwas passendere Jutsu anzubieten hätte ... leider hab ich bis auf die kleinen Feuerkugeln nicht viele Möglichkeiten dich wirklich zu decken."
    murmelte Arata zu Mai, nachdem sie die erste offenstehende Tür durchschritten hatten. Es stimmte - sein Katon nahm in einem normalen Gebäude einfach zu viel Platz ein, selbst wenn man einmal außer Acht ließ dass es Arata generell ein wenig zu tödlich war. Während sie unterwegs waren rätselte er noch, wie der Hinterhalt zu deuten war - offensichtlich standen so viele Leute nicht immer dort versteckt, aber vermutlich hatte Kemuru geahnt (oder inzwischen durch Verhör erfahren) dass Shin nicht allein unterwegs gewesen war und ein Befreiungskommando nicht vorn an die Tür klopfen würde.
    Gleichzeitig hatte er offenbar nicht damit gerechnet dass sie weit kommen würden, denn hinter der ersten Tür in östlicher Richtung erwartete sie nichts außer einem verlassenen Korridor - erst die Tür dahinter öffnete sich in eine Werkhalle, wie man durch das schmale Milchglasfenster daneben gerade so erkennen konnte. Gerade so, weil offenbar alles mit Möbeln und alten Geräten vollgestellt war. "Warte ..." flüsterte er Mai zu, bevor sie sich anschickte, dennoch zu öffnen und die Kisten wegzuschieben. "Das hier ist der perfekte Ort für einen zweiten Hinterhalt. Wir kommen nicht durch ohne auf uns aufmerksam zu machen." Arata lächelte verschmitzt. "Geben wir Kemuru mehr als er sich wünschen kann."

    Einige Sekunden später rauschte ein brennendes Drachenhaupt gegen die Tür und die dahinterliegenden Kisten, und ein ohrenbetäubender Knall folgte, während es rauchende, brennende Splitter und verbogene Metallteile in die Fabrikhalle regnete - für das Geräusch ihres Aufpralls dürften alle Zuhörer noch taub sein. Im Rauch war rasch eine menschliche Figur auszumachen - nicht Shin allerdings, der würde wohl nicht offensichtlich frei, selbstsicher und mit verschränkten Armen vor dem Chaos stehen. "Unhöflich wie schon zuvor ... habt ihr nie was von Klopfen gehört?" Spottete der Mann, und Arata schüttelte den Kopf - dann spuckte er eine Feuerkugel auf das Knie des Mannes. Den schlagfertigen Kommentar überließ er ihm gern, wenn er dafür ein paar Sekunden freies Schussfeld bekam. "Vielleicht ist das Kemuru!" Richtete er an Mai, während der Kerl aufschrie und eine Handvoll drinnen verbliebener Schläger auf die beiden zueilten.

    Einen weiteren Vorteil außer dem Überraschungsmoment hatte die grobe Räumtechnik auch noch - falls Shin sich vorher nicht sicher war in welcher Richtung er wohl seine Freunde fand, die zweite Explosion ganz in seiner Nähe war bestimmt ein aussichtsreicher Hinweis.
     
  13. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Zugegeben, Mai wäre lieber in Kayros Nähe geblieben. Ihr Selbstvertrauen war aufgrund ihres Versagens bezüglich Shin in den Keller gerutscht und sie fühlte sich ohne den blonden Suna schier aufgeschmissen. Dabei hatte sie schon zahlreiche gefährliche Situationen allein durchgestanden. Doch diesmal trug sie die Verantwortung und die Konsequenzen für ihre Fehler machten ihr solche Angst, dass sie in allem was sie tat, gelähmt war. Sie wünschte sich, Arata das gleiche Vertrauen entgegenbringen zu können, wie sie es Kayros, Itoe oder Mura entgegenbringen konnte. Doch dieses magische Band, sich blind auf einen Freund verlassen zu können und ihm sein Leben anzuvertrauen, konnte er mit der Zeit wachsen und sie kannte den Yamanaka noch nicht so lange. Sie brachte ihm viel Sympathie entgegen und hielt viel auf seine Fähigkeiten, doch das allein reichte nicht.

    Stille erfüllte die Dreiergruppe, als sie sich auf dem Industriegelände befanden. Es war eindeutig zu einsam hier, das konnte nicht mit rechten Ding- geistesgegenwärtig griff Mai nach ihrem Kunai und merkte nur noch in derselben Sekunde, wie Kayros die tödliche Falle abwehrte. Mai war besser darin, Befehle auszuführen, als diese zu geben. Aus diesem Grund reagierte sie gewohnt souverän und gab Kayros die Deckung, die er brauchte - und sie verschwand mit Arata, als er es verlangte. Na toll, das war ja eine kurze Zeit der Souveränität gewesen!

    Mai und Arata rannten durch die offene Tür und hielten für einen Moment inne, sicher versteckt im Dunkel. Als der Yamanaka seine Bedenken bezüglich seiner kämpferischen Möglichkeiten äußerte, sah Mai lächelnd in seine Richtung, wenngleich er es aufgrund der Lichtverhältnisse vielleicht nicht genau erkennen konnte. „Mach dir keine Sorgen, ich bin relativ gut aufgestellt und ich komme eine Zeit lang alleine aus. Vielleicht wirst du dich um die Befreiung von Shin kümmern müssen, während ich dir Rückendeckung gebe?“, meinte sie aufbauend und fühlte sich dabei wirklich in ihrem Element. Es half alles nichts, da mussten sie nun alle durch.

    Und so rannten (oder irrten?) Arata und Mai durch die Korridore, in der Hoffnung, Shin irgendwie ausfindig machen zu können. Ein erstes Ziel schien erreicht zu sein, als sich die beiden vor einer Werkhalle wiederfanden. Mai grinste ihren Teamkollegen verstohlen an und nickte ihm zu, als er von seiner Idee erzählte. Die Kumo-Nin hielt sich bereit, jederzeit angreifen zu können. Es war an der Zeit, ernst zu machen. Die Tür war durchbrochen und wie erwartet wurden Mai und Arata von einem Schergen Kemurus begrüßt - nicht jedoch vom eigentlichen Boss. Der junge Yamanaka knöpfte sich diesen schnell vor, während Mai bereits die anderen Schlägertypen fixierte. Der eindeutige Vorteil gegenüber einfachen Zivilisten war die Tatsache, dass die mit Genjutsu ziemlich einfach zu täuschen waren. Man konnte in der Regel davon ausgehen, dass sie auf die Illusionen hereinfielen und sich nicht selbst befreien konnten. Aus diesem Grund wählte Mai zunächst diesen Trick aus und formte die Fingerzeichen für das Surō Henshu, die einfache Wurfwaffentäuschung. Schnell versuchten die Schergen vor 20 Kunai in Deckung zu gehen und vernachlässigten dabei die Blauhaarige, was für jene ein leichtes Spiel war. Sie platzierte sich selbst ziemlich mittig in der feindlichen Gruppe, was überaus dumm wirkte. Doch nachdem sie die Fingerzeichen für das Raiton: Vorutêji no Suteppu geformt und ihre Hände auf die Erde gelegt hatte, waren alle Gegner im Umkreis von 10 Metern in ihrem Stromkreis gefangen. Wer auch immer dann auf sie zu rannte, um sie anzugreifen, bekam einen heftigen Stromschlag und ging zitternd zu Boden. Genug Zeit, um Arata über die Schulter zu blicken!

    Ich glaube nicht, dass das Kemuru ist.“, meinte sie leise, als sie in Angriffshaltung neben ihm erschien. Plötzlich kam ein wirklich stämmiger, großer Hüne mit Gebrüll auf Arata und Mai zugerannt und schwang gefährlich seine Keule. Geistesgegenwärtig setzte Mai die Technik des Raiton: Kyuden no Rajikon an und ließ den Kugelblitz direkt auf die Bedrohung zulaufen. Der Mann wurde fortgeschleudert und schrie aufgrund des starken Schmerzes auf. Mai mochte dieses Jutsu eigentlich nicht, da es unwahrscheinlich offensiv war. Doch diese Bedrohung verlange ihr die Handlung ab. Suchend blickte Mai umher, als sie jemanden auf sich zu humpeln sah.

    Shin!“, schrie Mai so voller Freude und Erleichterung auf. Sofort stürmte sie auf den Vermissten zu und fiel ihm um den Hals, um ihn fest an sich zu drücken. Dass sie dem Glatzköpfigen damit ziemlich weh tat, ließ sie entschuldigend zurückweichen, ohne seine Hände loszulassen. „Shin, ich bin so froh, dich zu sehen! Es tut mir so leid, dass ich dich im Stich lassen musste.. Aber Ken geht es gut, Kayros und Arata sind auch hier! .. oh nein, Shin.. was haben sie nur mit dir gemacht..“, gegen Ende wurde ihre Stimme brüchig und sie musterte den lädierten Teamkollegen. Arata stand mittlerweile bei ihnen. „Hast du Kemuru angetroffen?“, fragte Mai, was Shin bestätigte. Ihre großen, blauen Augen verengten sich plötzlich und blanke Wut stieg in der Brust des Mädchens auf. „Arata, du musst dich um die Heilung von Shin kümmern. Du bist mindestens so talentiert darin, wie ich.“ Sie strich Shin tröstend über die Wange und ließ dann von ihm am, um mit dem Raiton: Raibunshin einen Blitzdoppelgänger zu erschaffen. „Das sollte als Deckung ausreichen, außerdem muss Kayros jeden Moment zu uns stoßen. Ich muss Kemuru an der Flucht hindern..“ Blitz-Mai blieb bei den beiden Jungs, um für den Fall, dass erneut Gegner eintrafen, zu kämpfen. Das Original hingegen machte sich auf den Weg in den Raum, in welchem Shin war. Sie würde Kemuru nicht lange suchen, unmöglich könnte sie die beiden Jungs zu lange allein lassen.

    Der Raum, in welchem Shin verhört wurde, war leer. Blut war verschmiert worden, das Licht flackerte. Wie konnte er aus diesem leeren Raum fliehen? Nachdenklich ging Mai zu dem Bild, welches einen Sonnenuntergang darstellte. „Das wäre ja zu einfach.“, murmelte sie lächelnd und klopfte gegen das Bild. Ihre Augen weiteten sich. Tatsächlich, das klang hohl! Sie hing es ab und krabbelte durch den Schacht, welchen es freigab. Nicht lange und sie erreichte das Ende des Tunnels - ohne Zweifel, ein weiteres Gemälde versperrte den Weg zum Raum. „Schht, beruhig dich. Papa geht es gut!“, hörte sie jemanden sagen. „Da war so ein krach!“, weinte eine helle Kinderstimme. „Mach dir keine Sorgen, meine Kleine. Deine Zwillingsschwester und du sind sicher und mir wird auch nichts passieren.“ „Versprochen?“ „Versprochen. Ich habe schon meine Freunde gerufen, die kümmern sich um die Bösen.

    Mit einem flauen Gefühl im Magen krabbelte Mai zurück und stieß wieder zu Shin und Arata, um ihnen aufgewühlt folgendes Mitzuteilen: „Kemuru ist nicht allein.. Er hat zwei kleine Töchter, die ebenfalls hier sind.. Und er hat bereits Verstärkung angefordert.
     
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  14. Mashido Shin

    Mashido Shin Genin

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    Mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht humpelte Shin durch die verlassen scheinenden Gänge der Anlage, ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, in welche Richtung er musste oder ob hinter der nächsten Ecke wieder eine Gruppe Schläger lauerte. Das ganze Gebäude war das reinste Labyrinth. Gerade war der Mashido um eine Ecke gehumpelt, da entdeckte er einen roten Fleck an einer Wand, welche entfernt an eine Hand erinnerte. Ihm war bewusst, dass dieser Fleck von ihm stammte. Der Glatzkopf hatte sich vielleicht zehn Minuten zuvor dort angelehnt, um kurz zu verschnaufen und sein Knie zu beschauen. Daraufhin hatte er sich mit der nun blutigen Hand dort abgestoßen und auf die weitere Suche nach einem Ausgang begeben. Nun verließen den Neunzehnjährigen seine Kräfte und er stürzte zu Boden, wobei er sich noch mit den Unterarmen abfangen konnte. Der Aufprall verursachte aber Lärm, der in den verwinkelten Gängen widerhallte und nach einigen Sekunden beantwortet wurde. „Ist da wer?“ rief eine verschlafen klingende Männerstimme, gefolgt von einem Schaben, wie ein Schwert, das aus der Scheide gezogen wird und Schritten. Der Mönch biss die Zähne zusammen und rappelte sich so schnell wie möglich auf. „Hallo?“ Verunsichert wegen seiner eigenen Kampfkraft positionierte er sich so in einer Ecke, dass man ihn nicht von hinten und nur schwer von der Seite attackieren konnte und wartete, dass der potenzielle Angreifer erscheinen sollte. Dann kam ein Hüne durch eine Tür getreten, mit einer Naginata in beiden Händen haltend, als wäre es eine schwere Streitaxt. Es war kaum zu übersehen, dass der Kerl noch nie zuvor eine derartige Waffe geführt hatte, weshalb gleich ein wenig mehr Selbstbewusstsein über sein Gesicht huschte. Im Doū no Kaze wurden nicht umsonst die unterschiedlichen Waffen, deren Handhabungen und Abwehrtaktiken unterrichtet. So ist er sowohl im Umgang mit als auch dem Schutz vor Naginatas geschickt. „Du bist der Glatzkopf, der geschnappt wurde. Was machst Du hier draußen?“ Ein wenig irritiert war der Sunanin schon, weil es ja zuvor eine Explosion gegeben hatte und der Typ eigentlich schlussfolgern dürfte, was er auf dem Gang macht. Zum Zögern war aber nicht viel Zeit, da der Blondschopf ohne weiter nachzudenken auf ihn zustürmte und mit der Stangenwaffe nach ihm schlug. Eine weitere Explosion ertönte, diesmal direkt in der Nähe. Der Schläger, welcher inzwischen auf Schlagreichweite an den Taijutsuka heran war verlor im Angriff das Gleichgewicht und ließ das Mordwerkzeug in dessen Richtung fallen, wo dieser sie einfach auffing und seinerseits zum Angriff überging. Natürlich schlug der Shinobi lediglich mit der stumpfen Seite zu, da es ihm zuwider war, einen unbewaffneten Mann zu töten. Der Schlag traf den abgelenkten Gangster direkt auf den Kopf, woraufhin dieser bewusstlos zu Boden sank. „Na dann, gute Nacht.“

    Die Schwertlanze als Krücke unter einen Arm geklemmt hinkte Shin um einiges schneller als vorher und nun auch mit einem Ziel vor Augen. Es war nur die Richtung, aber damit noch immer mehr als vorher. Und dann kamen Mai und Arata in Sicht. Die Erleichterung musste geradezu strahlen, im Gesicht des Mashido. Dieses Gefühl wich aber nackter Überraschung, als die Blauhaarige in ihrer Freude einfach auf ihn zu rannte und ihn beinahe von den Füßen riss. Er musste zwangsläufig Gewicht auf sein verletztes Bein verlagern, was sich anfühlte, als würde sie ihm einen Pfeil ins Knie jagen. Es war dem Neunzehnjährigen gerade noch so möglich, einen Aufschrei zu unterdrücken, ließ sich aber mit dem Rücken zur wand auf den Boden sinken. Das folgende Gespräch führte der Mönch aus dieser Position. Als er beschrieben hatte, was ihm im Verhörzimmer widerfahren war, entschied die Chuunin, dass Arata seine Behandlung übernehmen sollte, weil sie die Verfolgung Kemurus übernehmen müsse. „Viel Glück, Senpai.“ Seufzte der Glatzkopf hinter der echten Sakaida - sie hatte ihnen einen Raiton-Bunshin hinterlassen - hinterher und wandte sich anschließend dem Yamanaka zu. „Tut mir leid, dass ich euch aufhalte. Ich wünschte, ich wäre eine grö... argh!“ weiter kam er aber nicht, weil der Iryōnin damit begann, sein Knie zu betasten, was wiederum starke Schmerzen auslöste. „W-wird das Knie wieder belastbar, Yamanaka-san?“

    Nach einer Weile kam die sehr aufgewühlte Teamleiterin zurück und überbrachte Informationen, die Shin wahrscheinlich mehr an die Nerven gingen als den anderen beiden, was deutlich daran erkannt werden sollte, dass seine Gesichtszüge angespannt wurde und sämtliche Farbe aus seinem Gesicht flüchtete. Seinen Kameraden blieb das natürlich nicht verborgen und fasste der Mashido nochmals die Geschichte mit seinen Eltern zusammen. In der folgenden Besprechung hielt er sich gewohnt zurück. Dem Mönch ging eine Menge durch den Kopf und er durchdachte jedes Wort seiner Gedanken mit äußerster Konzentration. Schließlich: „Sakaida-senpai, ich möchte alleine durch dieses Bild gehen. Vielleicht kann ich ihn dazu bringen, sich zu stellen. Er ist es seinen Kindern schuldig, ihnen selbst zu sagen, was für einen weg er eingeschlagen hat.“