Ana Jigoku - Die Höllengrube

Dieses Thema im Forum "Geschäfts-/Kneipenviertel" wurde erstellt von Asatsuya Ibuki, 24. Juni 2018.

  1. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

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    -> Job: Darf es noch etwas sein?

    Als die junge Asatsuya am frühen Nachmittag ihre Wohnung in Soragakure verlassen hatte, war ihr schnell klar geworden, dass das Wetter an diesem Tag nicht ganz auf ihrer Seite war. Gerade als sie die Tür hinter sich geschlossen und den kleinen Zettel mit der Jobanzeige aus ihrer Tasche gekramt hatte, zischte eine kräftige Windböe um die Ecke, die ihr nicht nur die Haare und Kleider ordentlich durchgewirbelt, sondern ihr auch das Papierstück aus den Fingern gerissen hatte. Nachdem das Mädchen sich die Frisur einigermaßen geordnet hatte, konnte sie leider nur noch zuschauen wie der Jobzettel mit einigen anderen Blättern hinter der nächsten Häuserecke verschwand. Mit einem tiefen Seufzer hatte sie ihm noch eine Weile hinterhergesehen und sich dann auf den Weg hinunter nach Getsurin gemacht. Den Straßennamen hatte Ibuki zum Glück noch im Gedächtnis gehabt und so dürfte es doch nicht all zu schwierig werden das richtige Restaurant auch ohne Namen zu finden, oder?

    Im Kneipenviertel Getsurins angekommen machte sich die schwarzhaarige Asatsuya zielstrebig auf die Suche nach der richtigen Straße und dem Restaurant, in welchem sie heute Aushelfen wollte. Dabei kam sie an allerhand kleinen und großen, herausgeputzen, wie auch an manch schäbigen Kneipen und Gaststätten vorbei. Hier und da schlenderte das Mädchen auch an einigen Läden vorüber und in einem großen Hinterhof erspähte sie sogar einen kleinen Tempel! Bei ihrem Rundgang achtete sie insbesondere auf die Aushängeschilder und Schrifttafeln, in der Hoffnung dass irgendeiner der Namen ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen würde. Bisher herrschte zum Glück nur leichter Betrieb in den Straßen und Gassen des Viertels, so dass sie mit nur wenig Mühe voran kam. Als sie jedoch das Ende der Straße erreichte, drehte Ibuki leicht enttäuscht wieder um, da sie das richtige Restaurant bisher nicht gefunden hatte. „Hätte ich mir den Namen doch auch gleich mit gemerkt!“ seufzte sie und schaute nach der Zeit. „Zumindest habe ich noch etwas Luft, das wird sich doch irgendwie finden lassen!“ sprach sich das Mädchen selbst Mut zu und begann auf ihrem Rückweg abermals die Schilder zu lesen, bis sie an einem mit der Aufschrift: „Ana Jigoku“ vorbei kam. Der Inhaber war ein gewisser Masao Kurogawa, was Ibuki doch sehr bekannt vorkam. Als sie jedoch aufblickte und sich das dazugehörige Gebäude anschaute, erhob sich unweit vor ihr lediglich der Tempel, den sie zuvor bereits bemerkt hatte. Seltsam...aber Herr Kurogawa ist mit Sicherheit der Restaurantbesitzer! erinnerte sie sich und grübelte einen Moment, bevor sie den Entschluss faste, zumindest ein Mal einen Blick hinein zu werfen.
    Vielleicht kann man mir dort weiterhelfen? Kann mir gut vorstellen, dass Herr Kurogawa mehrere Geschäfte betreibt...er war doch ein recht bekannter Unternehmer. Mit diesen nachdenklichen Worten lief Ibuki den gepflasterten Pfad zum Tempel entlang, welcher mit einer Steinreihe und kleinen hölzernen Laternen von den zwei angrenzenden Rasenflächen abgetrennt wurde. Diese wiederum waren, im Verhältnis zum Rest des Viertels, sehr gut gepflegt und vom gröbsten Müll befreit. Auf der linken Seite befand sich sogar ein kleiner Teich. Was der jungen Asatsuya erst jetzt auffiel und was doch recht sonderbar erschien, waren die vielen kleinen und großen 'Hörner', die aus den Rasenflächen ragten. Während einige ihr lediglich bis zur Hüfte gehen würden, so waren andere Mannshoch und somit von beachtlicher größe. Auch der in dunklem Eichenholz erbaute Tempel, wirkte bei näherer Betrachtung doch etwas düsterer als aus der Ferne. Als Ibuki die kleine Treppe zur hölzernen Veranda hinaufgestiegen und am Eingang angekommen war, klopfte sie an der großen Doppeltür und wartete auf Antwort.
    Es dauerte einen Moment bis sich etwas tat und man eilige Schritte aus dem Inneren vernehmen konnte, die immer näher kamen. Schließlich öffnete sich eine Hälfte der Tür und heraus blickte ein etwas mürrisch drein schauender Mann in weißer Kleidung. Er war kahlrasiert und recht stämmig gebaut, doch ließ sich das Mädchen davon wenig beeindrucken. „Entschuldigen sie, aber ich suche nach einem Restaurant, dass von einem Herrn Kurogawa geleitet wird. Ich soll dort als Kellnerin aushelfen, aber finde die Gaststätte einfach nicht.“ erklärte sich das Mädchen, aber erhielt nur schallendes Gelächter als Antwort: „Buahahaha! Sehr schön Kleines!“ lachte der Glatzkopf und öffnete die Tür etwas weiter, so dass Ibuki einen Blick in das Innere erhaschen konnte. Die typische Tempeleinrichtung mit Altar und Statuen suchte man hier vergebens. Anstelle dessen erspähte sie viele Tische und Stühle. Nicht ganz auf den Kopf gefallen, schlussfolgerte die Asatsuya, dass sie wohl doch den richtigen Ort gefunden hatte und es sich bei diesem 'Tempel' um das Restaurant handeln musste, welches sie so vergeblich gesucht hatte. „Dass hier ist die Kneipe vom Kurogawa! Kannst also aufhören zu suchen! Buahaha!“ bestätigte der nun nicht mehr so düster blickende Mann und wischte sich eine Träne von der Wange. „Ja dann komm mal rein! Ich bin übrigens Takeru und der Koch hier.“ stellte er sich knapp vor und ließ das Mädchen ein. „Mein Name ist Ibuki.“ erwiederte sie ein klein wenig verlegen und folgte dem Koch in das Innere des Restaurants - Ana Jigoku.
     
  2. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    So richtig begeistert, war Kokoro nicht von ihrer heutigen Aufgabe. Eigentlich war die Kunoichi gewillt sich um alles zu kümmern, was ihren Job anbelangte, aber Jobs hatten immer einen bitteren Beigeschmack. Diese einfachen Missionen brachten weder viel Geld, noch Ansehen und in der Regel handelte es sich dabei nur um leichte Aushilfsarbeiten. Nichts, womit sich eine großartige Kunoichi wie sie befassen sollte! Aber die Tetsuya hatte ja keine Wahl. Mühsam ernährt sich das Eichhörchen... oder so, sagte ihr Vater. Immer wieder erinnerte er sein kleines Mädchen daran, dass sie tun musste, was von ihr erwartet wurde, wenn sie einmal etwas für ihr Dorf bedeuten wollte. Kokoro träumte insgeheim davon, dass ihr Name innerhalb Soragakures bekannt war, wie der ihres Vaters... Es wäre doch lächerlich, wenn er nicht eine vergleichsweise großartige Tochter hätte, oder? Kokoros Motivation hielt sich heute dennoch in Grenzen. Wieso war der Weg zu einem noch besseren Leben nur beschwerlich? Warum musste man immer wieder Energie aufwenden, um etwas zu bekommen...?

    Wie dem auch sei! Kokoro musste sich so langsam auf den Weg machen. Genervt machte sie sich fertig und zog ihre übliche Kleidung an. Selbstverständlich hatte sie mal wieder viel zu lange geschlafen und die Bediensteten hatten sich ganz schön ins Zeug legen müssen, um sie aus dem Bett zu holen. Die Kunoichi hatte leider die lästige Angewohnheit zu schlafen wie ein Stein... Wo sie das nur her hatte? Also musste sie sich am Morgen ein wenig beeilen, um in die Klamotten zu springen. Für ein ausgiebiges Frühstück, wie sie es eigentlich so gerne hatte, blieb leider nicht die Zeit und so bereitete eine der Haushälterinnen etwas für sie vor, dass sie auf den Weg mitnehmen konnte. Mit einem hübschen, kleinen Rucksack auf den Rücken und einem leckeren Brötchen im Mund verabschiedete sie sich und rannte so schnell sie konnte weg vom Anwesen und zu ihrer Arbeit. So... Wo musste sie gleich hin? Ihr Job war in einem Restaurant. Da musste sie heute aushelfen, gemeinsam mit einer anderen Kunoichi, deren Namen sie leider vergessen hatte. Hoffentlich nahm sie ihr das nicht so übel, aber Kokoro hatte es nicht mit Namen, wenn sie die Personen nicht schon mehrmals gesehen hatte. Als sie so rannte, überlegte sie krampfhaft wie das Restaurant hieß. Ihr Papa hatte ihr ein paar Informationen zu der Arbeit in einem solchen Etablissement auf den Weg gegeben, damit sie sich nicht richtig blamierte. Kellnern schien vom Prinzip her gar nicht so schwer. Was für eine Art Restaurant es war, mit dem sie es zu tun haben würde, wusste die Tetsuya nicht. Eilig flitzte sie weiter, bis sie den Namen des Ladens in der Ferne wiedererkannte. Ana Jigoku... Die Hölle? Ihr Papa nannte sie immer ein Engelchen... Ob sie da so gut reinpasste? Sie hatte nicht allzu viel Zeit, da sie ohnehin schon spät dran war, also achtete sie auch gar nicht gut auf die Umgebung. Leider, denn hier war es auf den ersten Blick erstaunlich schön. Vor der Türe angekommen, hämmerte sie hektisch dagegen, als ein riesiger Herr ohne Haar ihr diese öffnete. Mit strengem Blick sah er auf sie herab und sagte: „Noch ein Kind?“ Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte Kokoro den Mann an. Seine Größe und Stämmigkeit machten nicht sonderlich viel Eindruck auf die Tetsuya. Immerhin waren in ihrer Familie alle nicht gerade kleingewachsen und auch nahezu alle Taijutsuka. „Guten Tag! Mein Name ist Kokoro! Ich soll hier aushelfen!“, platzte sie wenig höflich heraus und grinste den Mann breit an, während sie sich seine Hand schnappte, um diese zu schütteln. Ein wenig verdattert blickte er sie an, dann grinste er jedoch. „Buahaha! Ihr seid schon interessante Mädchen... Komm mit!“ Strahlend wie immer folgte sie in hopsendem Schritt dem älteren Herren und blickte sich in dem Restaurant um. Es war ein äußerst interessanter Laden. Von außen hätte man es gar nicht direkt als solches erkannt, wäre da nicht ein großer Aufsteller mit der Speisekarte vor der Tür. Ihre Kollegin hatte sie noch gar nicht gesehen. Wo er sie wohl hingebracht hatte? Immerhin hatte er von mehreren Mädchen gesprochen und Kokoro war ohnehin spät dran. Sie ging also davon aus, dass sie zuerst dagewesen war... Apropos. Zurück zu dem Laden! Wenn man eintrat, stand man direkt auf einem großen, roten, verzierten Teppich. Das Licht war gedämmt und die Fenster waren mit hübschen, bunten Mosaikbildern verziert. Alles hier drinnen machte einen sehr abgestimmten und ordentlichen Eindruck. Ob es wohl teuer war? Die Speisen waren jedenfalls preislich akzeptabel! Dennoch konnte sie das Etablissement noch nicht einschätzen... Kokoro wollte hier jedenfalls nichts kaputtmachen! Farblich war ebenfalls alles abgestimmt, die Farben rot, gold und schwarz traten immer wieder auf, aber auch blau. Kokoro hatte als Kind gelernt, dass einige dieser Farben früher einmal recht teuer waren und deshalb in Gemälden oder ähnlichen Kunstwerken oft auftauchten. Die Bar war allerdings am eindruckvollsten. So viele verschiedene Flaschen mit verschiedenstfarbigen Inhalten standen darin ordentlich aufgereiht. Aber irgendwie waren noch gar keine Gäste da... Nachdem sie eine Weile nach hinten gelaufen waren, führte er sie an einen Tisch, an dem eine junge Dame saß. Sie hatte schwarze Haare und sehr auffällige blaue Augen... „Das ist Ibuki-chan. Ihr werdet hier heute zusammenarbeiten. Es ist ohnehin noch nicht offen, also nehmt euch ruhig ein paar Minuten.“, sagte er zuvor noch so grimmig aussehende Hüne. „Buahahaha! Ich gehe ein bisschen was vorbereiten und schicke euch dann den Chef vorbei, klar Mädels?“ Kokoro nickte verständig und wandte sich auch schon von dem Herren ab. „Hey Ibuki-chan! Ich bin Kokoro! Freut mich, dass wir heute zusammenarbeiten dürfen~!“, verkündete sie strahlend und streckte der anderen Kunoichi ihre Hand entgegen. Ob die auch so begeistert war?
     
  3. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

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    An einem kleinen Tisch, vom stämmigen Koch, vorerst sitzen gelassen, schaute sich die junge Asatsuya ein wenig um und versuchte erste wichtige Details im Raum festzumachen, während sie auf die Ankunft ihrer Teamkollegin wartete. Die Schwarzhaarige freute sich bereits auf diesen, hoffentlich wenig stressigen, Job und ebenso auf die Gelegenheit ein neues Gesicht in einem weniger gefährlichen Umfeld kennen lernen zu dürfen. Vorerst vertrieb sie sich allerdings die Zeit mit der Musterung des Raumes, wobei sie hier und da bereits einige interessante Statuen und besonders schmuckvoll verzierte Pfeiler, hatte entdecken können. In der Akademie hatte das Mädchen gelernt, dass man sich immer zuerst seiner Lage bewusst werden musste, bevor man sich ins Gefecht stürzte. Kannte man sich in der Umgebung aus und hatte sich zumindest ein grobes Bild machen können, so war es wesentlich leichter sich zurecht zu finden und die örtlichen Besonderheiten zu seinem Vorteil zu nutzen! Da sie und ein weiteres Mädchen heute die Arbeit der Kellnerinnen übernehmen würden, war die Anordnung der Tische zur Bar wohl am bedeutensten! Mit diesem Grundgedanken im Sinn, versuchte Ibuki also möglichst kurze Wege von jedem einzelnen Tisch zur Bar zu finden und sich diese einzuprägen. Umso kürzer die Wege, so war sie sich sicher, umso schneller konnte man auch die Gäste bedienen! Und eine hohe Effizienz bedeutete wiederum ein leichteres Arbeiten! Jedoch wurde sie davon hin und wieder von den einen oder anderen Seltsamkeiten in diesem Gebäude abgelenkt, die ihrer Meinung nach so gar nicht in ein normales Restaurant passten.

    All zu viel Zeit hatte Ibuki leider auch nicht zur Verfügung, um ihre Analyse durchzuführen. Denn es dauerte nicht lange bis man ein äußerst energisches Klopfen an der Tür vernehmen konnte, der glatzköpfige Koch daraufhin ein weiteres Mädchen einließ und an den Tisch der Asatsuya führte. Ihrer Größe und Statur nach zu urteilen, dürfte der Neuankömmling wohl ein paar Jahre älter als die Schwarzhaarige sein. Insbesondere ihr kräftiger Körper, der dezent von ihrem schlichten Kleidungstsil verdeckt wurde, beeindruckte Ibuki. Sie war sich ziemlich sicher, dass das Mädchen irgendeine Art von Kampfsport trainieren musste! Und wenn dem nicht so war, dann zumindest irgendeine andere Sportart.
    „Hey Ibuki-chan! Ich bin Kokoro! Freut mich, dass wir heute zusammenarbeiten dürfen~!“ begrüßte das Mädchen Ibuki, worufhin diese sofort von ihrem Tisch aufsprang und ihr die Hand freudig schüttelte.
    „Freut mich sehr dich kennen zu lernen!“ erwiederte die Schwarzhaarige mit einem Lächeln. „Ich bin auch froh mal eine Auszeit von den Missionen nehmen zu können. In einem Restaurant kann es zwar auch stressig zugehen, aber es ist zumindest mal eine gute Abwechslung.“ erklärte sie sich und bemerkte, wie eine ältere Frau leise den Raum betrat. Ihr langes, zu einem Zopf zusammengebundenes Haar, war bereits ergraut und Ibuki hätte sie beinahe nicht bemerkt, trug sie doch eher schlichte Kleidung. Aus der Entfernung konnte das Mädchen lediglich erkennen, dass die Alte einen langen, dunkelgrauen Faltenrock trug und dazu ein kurzärmliges weißes Oberteil.
    „Hast du eigentlich schon mal in einem Restaurant ausgeholfen? Bei mir wäre es heute nämlich das erste Mal!“ fuhr die Schwarzhaarige mit großem Interesse fort. Insgeheim hoffte sie, bereits von Kokoro ein paar Tips bekommen zu können, aber die Geschäftsleitung, oder zumindest das Personal, würde die beiden sicherlich auch ordentlich einweisen, war sich die junge Asatsuya sicher!
     
  4. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    Es war eigentlich ganz egal welche Art Auftrag man der Tetsuya aufhalste. Sie war mit allem erst einmal einverstanden und begeistert. Natürlich war es ihr lieber eine Mission zu erledigen, als einen solch simplen Job, mit dem man nicht viel Geld verdiente und sich kein großes Ansehen verschaffter, aber was soll's. Kokoro war eben nicht der Typ dafür lange Trübsal zu blasen und so schwenkte ihre genervte Stimmung sofort wieder in eine beschwingte, positive Laune um. Prinzipiell war der übermäßig selbstbewusste Rotschopf von sich selbst genug überzeugt, um erst einmal zu behaupten, dass sie alles konnte. Wirklich alles. Kokoro glaubte daran, dass man mit dem Willen Berge versetzen konnte und um wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt zu werden, brauchte es manchmal so einiges. In einem Restaurant kellnern? Das würde sie doch locker hinbekommen! ... Mal sehen, ob das alle anderen Menschen, die damit zu tun haben würden, auch so sahen. Die Kunoichi dachte jedenfalls nicht einmal eine Sekunde daran, dass irgendetwas schiefgehen könnte. Als sie also ihrer Kollegin gegenüberstand, streckte sie ihr fröhlich und vorfreudig die Hand entgegen und strahlte sie mit ihrem üblich sonnigem Gemüt an. Dass sie die Fremde auch direkt duzte, als wären sie Freunde, die sich schon seit Ewigkeiten kennen, war recht typisch für die Tetsuya. Sie war damit zwar schon einige Male vor eine Wand gerannt, aber dennoch ließ sich die Kunoichi von dieser Herangehensweise nicht abbringen. Zugegebenermaßen verhalf ihr das bei den meisten, einigermaßen freundlichen Menschen dabei schnellstmöglich Freundschaften zu knüpfen. Doch wie sah es mit Ibuki aus? Diese Kunoichi schien jedenfalls kein riesiges Problem mit der Herzlichkeit der kräftigen Tetsuya zu haben. Sie nahm das Händeschütteln ebenso freundlich an. Juhu! Eine neue Freundin! Kokoros Gedankenwelt war unfassbar einfach gestrickt...
    Selbstverständlich blendete der Rotschopf die Tatsache, dass es in einem Restaurant nicht immer angenehm und einfach sein würde, gänzlich aus. Sie war nicht der Typ dafür sich große Sorgen um solche Dinge zu machen. Als ihre Kollegin dies also erwähnte, nickte sie zwar, aber so richtig kam dies in ihrem Oberstübchen nicht an. Stattdessen ging sie auf ihren vorangegangenen Kommentar zu ihrer Arbeit ein. „Echt? Ich mache voll gerne Missionen, aber man muss ja allen Menschen helfen, die darum bitten, stimmt's?“, stellte sie also freudig fest und lauschte den weiteren Worten ihrer neuen Begleiterin. „Ich? In einem Restaurant? Oh nein, überhaupt keinen Schimmer. Aber wie schwer kanns schon sein?“ Ihre große Klappe war kaum zu zügeln. Kokoro machte sich seltenst im Vorhinein Gedanken über die Dinge, die sie so von sich gab. Sie platzte mit ihren Gedanken ziemlich gerade heraus, was nicht bei allen Leuten gut ankam. Dass sich eine ältere Frau annäherte, war der Tetsuya so rein gar nicht aufgefallen und ihre laute Stimme hallte durch das ganze Restaurant während sie so völlig unverblümt losplapperte. Plötzlich lag eine Hand auf ihrer Schulter, welche sie normalerweise instinktiv gepackt und über ihre Schulter geworfen hätte, wenn etwas in ihrem Kopf ihr nicht genau in diesem Moment gesagt hätte: Halt Stopp! Hier greift dich keiner an! So warf sie nur einen erstaunlich kühlen und konzentrierten Blick auf die Finger der alten Dame, bevor ihr Lächeln auch schon schlagartig zurückkehrte. Freundlich grinsend wandte sie sich zu der Frau im Faltenrock, die ihr einen grimmigen Blick zuwarf. „Du bist hier in einem Restaurant und nicht in einer Kneipe. Ein bisschen ruhiger, möchte ich bitten!“, fuhr die ältere Dame sie sofort an, woraufhin ihr Lächeln schnell verstummte. Sich nicht einmal vorstellen, aber schon rumzicken! Wie doof! Kokoro rollte kurz mit den Augen, verschränkte dann die Arme vor der Brust und blickte auf die Alte herab. „Sorry...“, knurrte sie ein wenig unglaubwürdig und wandte ihren schmollenden Blick nach unten. Ein Seufzen entwich der alten Dame, als sie sich nun an beide Mädchen wandte. „Ihr seid nun also meine Aushilfen für heute? Das kann ja was werden... Kommt mal mit. In den Klamotten könnt ihr hier nicht rumlaufen... Wie sieht denn das aus...“ Genervt brabbelte die Alte vor sich hin und ging voran, während sie sich weiterhin über die überhebliche Jugend von heute. Kokoro ahmte, außerhalb ihres Blickfeldes amüsiert mit ihren Händen das Gerede der Frau mit einer witzigen Geste nach und rollte erneut mit den Augen, bevor sie sich wieder ihrer neuen Freundin Ibuki zuwandte. „Was für ein Miesepeter, hm?“, flüsterte sie der anderen Kunoichi hinter vorgehaltener Hand zu. Die Frau plapperte derweil weiter. Irgendwann ging sie zu tatsächlich interessanten Informationen zu dem Etablissement über, doch Kokoro hatte schon abgeschaltet. „...und hier könnt ihr euch umziehen.“ Was? Umziehen? Warum? In was? Mist! Der Rotschopf erwischte sich selbst dabei, wie sie gar nicht mehr zugehört hatte und wandte sich hilfesuchend an Ibuki. „Huch... Ich hab gar nicht richtig zugehört...“, erklärte sie mit einem verlegenen Lächeln und kratzte sich am Hinterkopf. Was ihr Papa wohl zu diesem Auftritt zu sagen hätte?
     
  5. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

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    Während Ibuki der älteren Dame ganz genau zuhörte, um möglichst alle Informationen aufnehmen zu können, die für ihren Job wichtig waren, hatte sie das Gefühl, dass ihre Mitstreiterin kein all zu großes Aufnahmevermögen besaß. Diese schien mit ihren Gedanken die meiste Zeit über ganz woanders zu sein und wenn sie dann doch einmal zuhörte, verbrachte sie die nächste Gelegenheit lieber damit, sich über die Alte lustig zu machen. Die schwarzhaarige Kunoichi versuchte diese scherzhaften Kommentare und Nachahmungen dann weitestgehend zu ignorieren, wunderte sich jedoch, wie man mit so einem Verhalten es als Shinobi weit bringen konnte. Informationsbeschaffung war schließlich ein Hauptbestandteil der meisten Missionen!
    Nachdem die beiden Mädchen durch das halbe Gebäude geführt worden waren, brachte die ältere Dame die Beiden schlussendlich in den kleinen Personalraum. Hier gab es neben einem Tisch mit drei Stühlen, mehreren Schränken und vielen Reinigungsutensilien, wie Besen, Handfeger und Wischmop, nichts all zu interessantes zu sehen. Der Raum war, im Verhältnis zum eher dunkel gehaltenen Schankraum, verblüffend gut beleuchtet. Ibuki schlussfolgerte, dass der düstere und vielleicht auch etwas gruselig wirkende Stil des Gebäudes wohl mehr Schein als Sein war. Etwas ähnliches hatte auch die Alte erzählt, die davon berichtet hatte, dass Herr Kurogawa den ehemaligen Tempel vor einigen Jahren gekauft und in ein Restaurant umgebaut hatte. Wahrscheinlich hatte dem Immobilienmarkler der traditionelle Stil so gut gefallen, dass er diesen für das neue Konzept dieses Etablissements als Grundlage genommen hatte.
    „Huch... Ich hab gar nicht richtig zugehört...“ meinte die Tetsuya halb verlegen zu Ibuki, als diese endlich allein gelassen worden waren. Irgendwie hatte die junge Asatsuya diese Frage schon kommen sehen und sich dadurch mental bereits vorbereiten können. Dennoch ließ sie ersteinmal einen tiefen Seufzer los bevor sie antwortete: „Ich nehme an du möchtest die Kurzfassung hören?“ fragte das Mädchen, wartete aber nicht all zu lange auf eine Antwort. „Die alte Dame, die wir gerade kennen gelernt haben, kümmert sich hier um das Personal und den Hausputz. Ihren Namen hatte sie nicht verraten, aber dass wir sie mit Sensei ansprechen sollen.“ nachdem sie das gesagt hatte, ging Ibuki hinüber zu den zahlreichen Schränken und suchte offensichtlich nach etwas bestimmten. „Putzen brauchen wir zum Glück nicht, aber um die Gäste sollen wir uns kümmern; Bestellung aufnehmen, diese dann zum Koch bringen und anschließend an die Tische liefern.“ erklärte sie knapp, bevor sich ein Lächeln auf ihre Lippen setzte. Gerade hatte sie nämlich den Schrank gefunden, den sie gesucht hatte und öffnete ihn, um ihrer Mitstreiterin anschließend ihre Arbeitskleidung auszuhändigen. „Hier, das sollen wir tragen, wenn wir die Gäste bedienen.“ meinte Ibuki knapp und hielt Kokoro ein ordentliches Kleidungsbündel hin. Dieses bestand aus einem schwarzen Kimono, dessen unterer Teil jedoch nur bis zu den Knien reichte. Die Ärmelenden und der untere Saum des kurzen Kimono zierten viele kleine rote Blüten und Blütenblätter welche in ein kräftiges Rot übergingen. Als Gürtel diente ein langes Stück Stoff mit einem schwarz-goldenem Muster, welches von einigen weißen Schlangen verziert wurde und von einem roten Saum oben und unten eingerahmt wurde. Außerdem lagen noch dazu passende schwarze Strümpfe und glänzend schwarze Holzsandalen mit roten Riemen bei. Als Kopfschmuck gab es ein, zu einer Blume geflochtenes, rotes Seil und zwei Hörner, welche von ihren roten Spitzen aus, langsam in ein tiefes Schwarz nach Unten hin übergingen. Soweit Ibuki es richtig verstanden hatte, sollten sie mit dieser Kostümierung zwei Oni Priesterinnen darstellen. Die Schwarzhaarige erinnerte sich noch genau daran, wie sich die alte Dame darüber aufgeregt hatte, dass diese Kostüme völliger Schwachsinn seien und sie soetwas lieber nicht in ihrem ehemaligen Tempel sehen wollte, Herr Kurosawa jedoch wehement darauf bestanden hatte, da dies das neue Konzept erst vervollkommneten!
    „Wenn du beim Anziehen Hilfe brauchen solltest, sag ruhig bescheid. Die alte Frau meinte jedoch, dass man die Sachen auch gut ohne fremde Hilfe anziehen könne.“ fügte Ibuki freundlich hinzu und war selbst bereits sehr gespannt, wie sie in diesem Kostüm aussehen würde.
     
  6. Tetsuya Kokoro

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    Ihre Begleiterin war echt lieb. Kokoro strahlte ihre Kollegin an, als sie feststellte, dass diese offenbar gut zugehört und sich alles gemerkt hatte. Da fiel ihr glatt ein Stein, oder fast schon ein Fels, von Herzen, denn was sie mit ihren Fähigkeiten wettmachen konnte, war ihre geringe Aufmerksamkeitsspanne und der Mangel an Intellekt, aber wenn sie beide dasselbe Problem hätten, dann würde diese Auftrag schon schwierig werden. Aber ihre neue Freundin war scheinbar eine gute Kunoichi in anderem Sinne. Also Glück im Unglück! Jedenfalls hielt Ibuki ihr auch keinen großen Vortrag darüber, dass es für einen Ninja nicht besonders gut war, wenn man sich nicht aufmerksam verhielt. Das hatte sie schon zu genüge gehört... Das Mädchen machte keinen großen Hehl daraus und begann einfach zu erklären, was Kokoro durch ihre Unaufmerksamkeit verpasst hatte. Diesmal hörte die Rothaarige auch tatsächlich zu und nickte verständig und zustimmend, wenn sie eine Info aufgenommen hatte. Okay. Das Wichtigste hatte sie sich gemerkt! Die alte Frau wollte mit Sensei angesprochen werden, keine Putzarbeiten, Gäste bedienen und spezielle Klamotten. Am Ende der Ausführungen ihrer Kollegin nickte sie energisch und strahlte die Kunoichi erneut an. „Vielen Dank! Den Rest bekomme ich ganz sicher hin!“, sagte sie zum Schluss und nahm ihr die interessant anmutenden Klamotten ab. Nun ging es also darum sich anzuziehen. Freudig ging sie in eine Art Umkleideraum, der offenbar für die Kellnerinnen vorgesehen war. Kokoro nahm die Einzelteile auseinander und sah sich alles genau an. Ein Kimono also... Damit konnte die Kunoichi doch etwas anfangen! Da ihre Familie offenbar eine Schwäche für traditionelle Kleidung hatte, wusste Kokoro ziemlich genau wie man so etwas anlegte. Obwohl das hier eine Art Abwandlung einer klassischen Kluft war, war es doch im Prinzip recht ähnlich. Mit einem Lächeln auf den Lippen öffnete sie das lange, rote Haar und ließ es offen hinunterfallen. Immerhin sollte man als Kellnerin ja ein bisschen ansehnlich sein! Zumindest hatte sie das Outfit so interpretiert. Nachdem sie die Kleidung und die Schuhe angelegt hatte, setzte sie die roten Hörner auf den Kopf. Hm... An Ibuki sah das vermutlich treffender aus, mit ihren dunklen Haaren. Kokoros türkisfarbene Augen zerstörten das Bild ein klein wenig, aber ganz niedlich war sie trotz alle dem. Was Papa wohl dazu sagen würde?
    Nachdem sie fertig war, ging sie aus dem Umkleideraum heraus und wartete auf ihre Kollegin. Ob diese ihr Outfit auch so hübsch fand? Mit den Schuhen hatte Kokoro wenig Probleme, da sie die ebenfalls schon von Zuhause einigermaßen kannte. Grinsend verschränkte sie die Arme hinter dem Rücken und wartete auf die hübsche Dunkelhaarige. Nun würden sie nur noch Kellnern! Das wäre doch ein Klacks, oder? Kokoro hatte immer noch keinen blassen Schimmer was dieses Wort bedeutete, aber so langsam schlich sich eine Ahnung an. Bestellungen aufnehmen, zum Koch bringen, Essen zu den Gästen bringen. Das würde sie bestimmt hinbekommen! Da sie ja körperlich recht geschickt war, würde ihr einziges Problem der Umgang mit den Leuten sein. Also musste sie sich vielleicht ein wenig an Ibuki orientieren? Sie würde die Dunkelhaarige einen Moment lang unauffällig beobachten. Das konnte ja nicht allzu schwer sein, oder?
     
  7. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

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    Obwohl die junge Asatsuya ihrer Kollegin gerade erst ihre eigene Hilfe angeboten hat und sich das Mädchen sehr sicher war, dass sie dieses Kostüm ohne Probleme allein anziehen konnte, hatte sie dann doch einige Schwierigkeiten sich richtig einzukleiden. Der Hinweis der alten Dame, dass diese Tracht so geschneidert worden sei, dass man diese ganz allein anziehen konnte, hat sie wohl ein wenig übermütig werden lassen. Und anstelle sich die Einzelteile ersteinmal ganz genau anzuschauen, hat sich Ibuki gleich eins geschnappt, um es anzuziehen. Prompt war das Oberteil dann auch sogleich falsch herum angezogen worden. Mit einem Seufzer zog sie es wieder aus, drehte das schwarze Teil und zog es erneut an. Dieses Mal passte es auf Anhieb! Beim Rock konnte man zum Glück nichts falsch machen und auch die Strümpfe bereiteten keine weiteren Probleme. Nach und nach zog sich das Mädchen um, bis sie ihr Outfit beinahe komplettierte. Einzig der Kopfschmuck und die Schuhe fehlten ihr noch. Zwei Kleinigkeiten, sollte man meinen. Allerdings hatte die Schwarzhaarige wenig Erfahrung im Laufen in solch seltsamen Holzschuhen, so dass sie diese ersteinmal noch auf dem Boden stehen ließ. Um den Kopfschmuck anzulegen, begab sich Ibuki dann zum großen Spiegel hinüber, öffnete ihr Haar und befestigte die Hörner am Kopf.

    „Huch...!?“, murmelte sie überrascht, als die Hörner langsam herunter rutschten. Warum hält das denn nicht?, fragte sie sich sogleich, nahm die Hörner ab und versuchte sie ein weiteres Mal zu befestigen. Wieder rutschten sie hinunter, zwar langsam, aber wenn sie sich noch etwas mehr bewegen würde, landeten sie sicherlich bald auf dem Boden! Mit einem Seufzer drehte sich die junge Asatsuya zu Kokoro hinüber, um diese um ihre Hilfe zu bitten. Leider hatte sich die Rothaarige bereits aus dem Umkleideraum begeben, da sie wohl vermutet hatte, dass Ibuki mit Haarschmuck und Schuhen ohne Probleme allein zurecht kommen würde. Etwas Hilflos fühlend drehte sich Ibuki wieder zum Spiegel um, die beiden Hörner in den Händen haltend und grübelte, wie sie das Problem am besten lösen konnte. Mit Haarschmuck kannte sich das Mädchen leider gar nicht so gut aus, machte sie sich Täglich doch nur einen einfachen Zopf! Zu viel Schnickschnack störte die meiste Zeit eh nur und dass man sich für einen Job doch so hübsch machen musste, konnte sie nicht ahnen.
    „Hm...hilft wohl nichts!“, seufzte sie und legte die beiden Hörner beiseite, bevor sie einige Fingerzeichen formte. „Henge no Jutsu!“ erklang es als bald und von einem Augenblick zum nächsten hatte Ibuki zwei Hörner an ihrem Kopf sitzen, die rutschfester nicht sein konnten! „Nicht schlecht!“, dachte sie laut und schaute noch etwas genauer in den Spiegel. Nicht nur die Hörner hatte sie an ihren Kopf zaubern können, sondern auch ihre Augen hatte sie von Blau in Rot umfärben können. „Da wird Kokoro sicher staunen!“, freute sie sich und grinste, wobei sie dabei ihre ungewöhnlich langen Eckzähne entblößte. Jetzt nur noch..., dachte die frischgebackene Oni-Priesterin und warf einen besorgten Blick auf die Holzschuhe. Diese konnte sie leider schlecht mit einem Jutsu verändern, so dass ihr bei dieser Angelegenheit nichts anderes übrig blieb, als sie anzuziehen und zu hoffen, dass sie sich schnell daran gewöhnen würde, in ihnen zu laufen.

    Etwas wackelig auf den Beinen, verließ auch Ibuki nun die Umkleide und gesellte sich zu Kokoro in den Schankraum. Mittlerweile waren hier und da einige rote Papierlaternen angezündet worden, die unheimlich im dämmrigen Licht schienen. Die alte Dame hatte sich hinter den Tresen platziert und bereitete einige Früchte für die Getränke vor, die sie später wohl für die Gäste zubereiten würde. Aus der Küche konnte man ebenfalls schon geschäftiges Klirren und Hacken vernehmen.
    „Seid ihr fertig?“, ertönte es plötzlich von hinter dem Tresen, ohne dass sich die beiden Mädchen hatten gegenseitig lange betrachten können. „Dann habt ihr vielleicht noch zehn Minuten Zeit bis die ersten Gäste eintreffen! Die Straßenmeisterei ein Block entfernt von hier, hatte vor 'ner Weile Feierabend. Da kommen immer ein paar der Arbeiter gleich hierher, um den Tag ausklingen zu lassen.“, erklärte die alte Bardame und zeigte dann mit ihrer faltigen hand in Richtung Tür. „Geht doch schonmal zum Eingang, so dass ihr die ersten Gäste gleich empfangen könnt, verstanden?“
    „Jawohl, Sensei!“ bejahte Ibuki sogleich und tat wie ihr aufgetragen wurde. Noch war es wirklich sehr ruhig hier, doch nicht mehr lange und im Laden dürfte es etwas turbulenter zugehen! Da war selbst die junge Asatsuya etwas aufgeregt! Zum Glück hatte sie aber so eine nette Kollegin, wie Kokoro. Das nahmihr schon ein wenig die Aufregung, auch wenn sie das gefühl hatte, dass die Rothaarige nicht völlig bei der sache war. Aber vielleicht würde es beim Aufnehmen der Bestellungen und Austeilen der Speisen und getränke anders aussehen?
     
  8. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    15 Jahre
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    1,72m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
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    Als beide Mädchen endlich angezogen waren, was doch für die Kunoichi ein unerwartet schwieriger Akt war, da die Kleidung komplizierter hätte kaum sein können, huschte Kokoro allen voran aus der Umkleide und wartete geduldig, bis Ibuki ihr folgte. Die Rothaarige war ja nicht davon ausgegangen, dass ihre Kollegin Probleme mit der Kleidung haben könnte, weshalb sie schon vorangegangen war, um sie in dem Räumchen nicht zu stören. Von ein paar anderen Mädchen, die sie kannte, was ja an sich nicht viele waren, hatte sie mitbekommen, dass nicht jeder beim Einkleiden Zuschauer wollte. Deshalb war die sonst so unbedachte und naive Kunoichi ihrer Kollegin etwas von der Pelle gerückt. Als Ibuki dann hervortrat und sie endlich zu zweit waren, fiel ihr sofort auf, dass etwas anders an ihr war. Zuvor war ihr etwas an der Gleichaltrigen aufgefallen, dass ihr richtig ins Auge gestochen war… Doch was war es nur? Sie blinzelte einige Male und musterte die Kunoichi im dämonischen Gewandt, bevor sie bei ihrem Gesicht zum Stehen kam. Die Augen! Sie waren auch einmal rot! Wo sie zuvor noch eine ähnliche Farbe gezeigt hatten, war Ibukis Strahlen nun einem feurigen Rotton gewichen. Clever! Das musste Kokoro ihr lassen. So sah sie wesentlich dämonischer aus… Aber gut, diese Art des Charmes würde der Dunkelhaarigen ohnehin mehr liegen. Kokoro selbst war ja nicht gerade eine Expertin in solchen Dingen… Ob sie das wohl hinbekommen würde sich ein Stück weit für diesen Job zu verstellen? Leider blieb dem Rotschopf selbst nicht viel Zeit ihre Kollegin zu loben, da sie sofort zu der alten Dame gerufen wurden, die sie offenbar schon erwartete. Mehr Zeit für solche Aufmerksamkeiten blieben also nicht…

    Die alte Meckerschachtel begrüßte die Mädchen sofort draußen und gab weitere Anweisungen für ihr Handeln. Sie erklärte ihnen wie ihr Arbeitseinsatz starten würde und mit wem sie es zu tun hatten. Straßenmeistereimitarbeiter… Hm… Das waren sicher Bauarbeiter! Die hatten meist ein loses Mundwerk und trugen ihr Herz auf der Zunge. Wenn das nicht Kokoros Klientel war, wer dann? Die Kunoichi freute sich ein Stück weit, versuchte dies aber nicht allzu sehr zu zeigen. Dennoch ermahnte sie sich innerlich dazu bei der Sache zu bleiben. Ein wenig Konzentration würde es brauchen, um nicht aus der Rolle zu fallen. Zehn Minuten hatten sie also noch, die sie gemeinsam mehr oder weniger in Ruhe verbrachten und ein wenig mit der alten Dame übten sich der Rolle und Kleidung entsprechend zu bewegen und die richtige Wortwahl zu finden. Die Dame ermahnte die Beiden erneut bei der Schauspielerei nicht zu sehr zu übertreiben. Kokoro hatte sich aber schon überlegt in welche Richtung sie gehen wollte… Bei einer Priesterin dachte man an eine ruhige, geduldige Frau, doch Kokoro wollte sich eher auf den Oni Part konzentrieren. Immerhin schätzte man die niederen Dämonen oft ein wenig frech und kess ein. Das lag ihr viel mehr! Hoffentlich gab ihr die Alte dafür keinen auf den Deckel…

    Kaum waren die zehn Minuten vergangen, ging es auch schon los. Eine hübsch klingende Glocke läutete durch das Restaurant und ließ verlauten, dass die ersten Gäste eingetreten waren. Sofort blickte der Rotschopf motiviert zu ihrer Kollegin und nickte ihr energisch zu. Jetzt sollte es losgehen! Eine fröhliche und etwas ermüdete Bande von fünf Männern trat ein. Ihre Kleidung war ein wenig schmutzig und teilweise lädiert, die Herren an sich auch, aber sie schienen gute Laune mitgebracht zu haben. Wie die Alte es ihnen prophezeit hatte, waren das wohl die Herren vom Straßenbau. Obwohl Kokoro sich vorgenommen hatte das Ganze erst einmal Ibuki zu überlassen und sich ein bisschen was abzugucken, sorgte eine Übersprungshandlung schnell dafür, dass die Kunoichi die Herren zunächst etwas überschwänglich begrüßte: „Einen wunderschönen Abend wünschen wir den Herren. Wo möchten Sie denn Platz nehmen? Da Sie unsere ersten Gäste sind, haben sie die Qual der Wahl!“, ging es ihr ganz locker, wenn auch ein wenig unprofessionell von der Zunge. Doch sie hatte Glück mit den Männern. Die meisten von ihnen waren im mittleren Alter, während auch zwei Jüngere und ein älterer Herr dabei waren. Der Alte ergriff sofort das Wort und begrüßte die Mädchen freudig, wobei er ihnen einen Handschlag anbot, der Kokoro sichtlich irritierte. Machte man das so? Passte das in diese Rolle? Die Tetsuya hatte die Hände vor ihrer Hüfte verschränkt und blickte den Mann nachdenklich an, der sich dann an den Hinterkopf fasste, weil ihm offenbar selbst klarwurde, dass das komisch rüberkam. „Ach Verzeihung! Ihr seid sicher neu hier, oder? Wir haben einen Stammtisch, da drüben! So hübsche Mädchen hatten wir ja lange nicht!“, schwärmte er ein wenig und begab sich mit seinen Leuten an besagten Tisch, wohin die Mädchen ihnen in freundlicher Natur folgten. Tja, mit Kunoichi konnte nicht jeder mithalten! Noch während die beiden Damen dabei waren die ersten Bestellungen aufzunehmen, was Kokoro diesmal tatsächlich ihrer Kollegin als ersten Schritt überlassen wollte, läutete das Glöckchen erneut und eine junge, wunderschöne Dame trat mit einem deutlich verlegenen Herren ein. Erstes Date! Die Alarmglocken der Kunoichi läuteten sofort! Obwohl sie sonst nicht sonderlich gut in solchen Dingen war, hatte die Tetsuya einen sechsten Sinn für Romantik… Da kam sie wohl ein Stück weit nach ihrem Vater. Kurz verließ sie den Tisch der Bauarbeiter, die ohnehin noch dabei waren sich dort niederzulassen und die Karten zu studieren, welche die Mädchen ihnen gereicht hatten, um die Beiden zumindest zu begrüßen, bevor sie die Bestellungen aufnahmen. „Wir wünschen einen wunderschönen, guten Abend. Einen Tisch für Zwei, etwas in Ruhe, schätze ich?“, fragte sie etwas kess und zwinkerte dem Herren zu, der sofort noch ein Stück weit rötlicher anlief. Huch, war das etwa zu viel des Guten? Seine Begleitung kicherte leise und nickte zustimmend. So schlimm konnte das kaum gewesen sein! Ibuki käme doch bestimmt mit den fünf lustigen Straßenbauern auch alleine zurecht, oder? Da fiel ihr ein, dass sie sich doch etwas von ihr abgucken wollte und nun hatte sie ihr loses Mundwerk doch einfach aufgerissen! Hoffentlich gab es nicht Ärger mit der alten Hexe…