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Anlegestelle der Fährlinie "Tairiku-Express"

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Mission "Schachmatt!"
< gerockt von @Hayabusa Kaya und Yagami Suzuya Tamaki >

~ * ~ Am Vorabend im Hause Suzuya ~ * ~

Oh. Tamaki drehte den Brief mehrfach um, las ihn von vorn, von hinten und hielt ihn sogar gegen eine Kerzenflamme, um sicherzugehen, dass er das „Ätsch! Reingelegt!“ auch wirklich nicht übersehen hatte. Aber das Schreiben sah so unverschämt offiziell aus, dass ihm wohl keine andere Wahl blieb. „Ich soll morgen meine erste Mission leiten.“, teilte er nüchtern beim gemeinsamen Familienessen am Abend vor seinem Aufbruch fest, aber Suzuya Miho hörte die kleine verräterische Nuance in seiner Stimme heraus. Ihr Sohn war verunsichert. Und sie selbst mehr als skeptisch. Seine bisherigen Missionen hatte Tamaki zwar erfolgreich bestritten, war aber ein jedes Mal in einem fragwürdigen Zustand zurückgekehrt. Allerdings hatte er zwei von drei Malen der Leitung dieses Kinzoku unterstanden, der der gebürtigen Yagami ein ganz besonderer Dorn im Auge war. „Wohin soll’s gehen?“, fragte sie beiläufig und bedankte sich mit einem Lächeln bei Oma Umeko, die ihr gerade frische Tempura auf den Teller stapelte. „Ins Reich des Tees. Wir sollen das Finale des Schachwettstreits von Sora gegen Shiro beaufsichtigen.“, gab Tamaki leise zurück. Miho verzog kaum merklich den Mund. Der Auftrag klang zwar harmlos genug und führte ihren Spross nicht in die Nähe Kaze no Kunis. Aber dass er dafür auf den Kontinent musste und vermutlich auch Shiro-Shinobi bei dem geistigen Wettstreit anwesend wären, war alles andere als ein Grund zur Entwarnung. „Na, das packst du schon!“, klinkte sich Suzuya Masato ins Gespräch ein. Der gutmütige Delikatessenhändler stellte ein Tablett mit vier Schüsseln Misosuppe auf dem Tisch ab. „Reich des Tees, hm ... Meinst du, du kannst einen Brief für mich mitnehmen? Der Gyokuro geht weg wie warme Semmeln und ich muss dringend Nachschub ordern.“. Tamaki murmelte eine Zustimmung, die Eltern und Oma wohl nur deshalb verstanden, weil sie die leise Art des jüngsten Familienmitglieds zur Genüge kannten. „Du wirst viel zu schnell groß, Tama-chan.“, fühlte sich nun auch Oma Umeko zu einem Kommentar hingerissen und tat ihrem Lieblingsenkel gleich eine Extraportion auf, damit der noch ein bisschen größer wurde. Paradox? Vielleicht. Aber so sind sie, die Großmütter. „Aber jetzt lasst uns essen.“.

~ * ~ Der nächste Morgen ~ * ~

Und täglich grüßt uns Getsurin. So zumindest kam es Tamaki mittlerweile vor, als er sich einmal wieder in der Hafenstadt am Fuße des Turms einfand, bewaffnet mit einem Brief, einem übergroßen Fresspaket und einem Nervenbündel. Bereit für neue Abenteuer. Oder so. Wirklich bereit fühlte sich der kleine Suzuya nie, aber er hatte weit gefährlichere Aufträge überlebt als einen Schachwettstreit zu bewachen. Also ... nicht, dass das die Veranstaltung nicht doch auf absurde Weise eskalieren konnte (da rechnete er mittlerweile mit allem), aber wenigstens klang der Auftrag nicht schon von vornherein, als wäre irgendetwas Abgefahrenes im Busch. Ein bisschen vielleicht, ja. Aber an Mischwesen halb Mensch, halb Puppe oder kirschblütentrunkene Pseudophilosophen, die anderen ihre Lebenskraft aussaugten, kam es noch nicht heran. Wer weiß, was stattdessen passierte ... Vielleicht entschied sich der Springer mitten im Match ja dazu, lebendig zu werden und künftig ein Leben als rosa Einhorn zu führen. Oder die Bauern probten den Aufstand und gingen als hölzerne, elfenbeinerne (oder woraus immer die Figuren waren) Miniarmee auf die Leute los. Tamaki musste grinsen. Seine Fantasie war drauf und dran, mit ihm durchzugehen, aber wenigstens war es amüsant. Als der Genin aufschaute, bemerkte er, dass seine Füße ihn schon beachtlich nahe an den Pier getragen hatten, von dem aus die kurze Überfahrt zu der vor dem Kontinent gelegenen Halbinsel erfolgen sollte. War noch gar nicht so lange her, dass er hier einen anderen Hayabusa getroffen hatte, und so wanderte sein Blick unwillkürlich in den Himmel. Da war aber noch nichts zu sehen. Tamaki nutzte die verbliebene Zeit, um sich den ungewöhnlichen Vornamen seiner noch unbekannten Mitstreiterin einzuprägen. Kanryoubinka ... poetisch und eigentlich ziemlich hübsch. Aber der Suzuya hoffte trotzdem auf eine Kurzfassung davon. Wie er so memorierend vor sich hinschlenderte und das morgendliche Treiben am Hafen dabei weitgehend ausblendete, näherte er sich der Anlegestelle. Dort wartete bereits ein Schiff, das Tamaki in aller nautischer Unkenntnis als „irgendeinen Kutter“ einstufte, in Wirklichkeit aber schlichtweg eine Fähre war, die Personen und Handelsgüter zwischen dem Kontinent und Getsurin munter hin- und herfuhr. Irgendwann war der Steg auch zu Ende und der kleine Genin stand vor der Wahl, weiterzuschlendern bis es nass wurde, die Landebrücke hinaufzugehen oder einfach stehenzubleiben. Er entschied sich für Letzteres und stand als auffällig wartender, wenn auch recht kleiner Sora-Nin vor dem Kut- ... der Fähre herum.

@Hayabusa Kaya
 
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"Die Mission klingt vielleicht nicht besonders spannend, wird dir aber helfen weitere Erfahrungen zu sammeln." klang die Stimme ihres Onkels noch in ihr nach: "Ich verlasse mich auf dich, dass du die Hayabusa ehrenhaft vertreten wirst und einen guten Eindruck hinterlässt." appellierte er wie so oft an ihrem Ehrgefühl. Den Ruf des Clans bessern ... einen guten Eindruck machen - all das hatte ihr Onkel ihr immer wieder Nahe gelegt. Es war ihm eben eine Herzensangelegenheit. Während Kaya... sie war mit den Gedanken woanders; bei Shunsui. Er hatte ihre Verabredung absagen müssen und sie war mithilfe eines Boten über seine Abreise informiert worden. "Leider musste Jirokou-san umgehend Soragakure verlassen und ausrücken. Er entschuldigt sich...." und so weiter und so fort. Genau deswegen hatte sie ob seiner Beförderung eher gemischte Gefühle gehabt: als Chuunin wurden ihm gefährliche Missionen zuteil. Natürlich: er war ein Shinobi, ihm konnte jederzeit etwas zustoßen, genauso wie ihr selbst - doch das änderte nichts an der Sorge, die sie um ihn hatte. Sie vermisste ihn schon jetzt und es fiel ihr schwer einen anderen Gedanken zu fassen als die Sehnsucht nach ihm. Mit leicht geneigtem Kopf musterte sie ihren Onkel: selbst er war verletzt von seiner letzten Mission zurückgekehrt und hatte nun eine gewisse Auszeit in Sora erhalten um wieder zu Kräften zu kommen. Natürlich hatte er diese Gelegenheit genutzt um seine Nichte aufzusuchen, ihren derzeitigen Trainingsstand zu überprüfen und sich über Neuigkeiten zu informieren. Zum Glück war sie Geistesgegenwärtig genug gewesen ihm trotz ihrer Sorgen nichts von Shunsui zu erzählen. Wenn er wüsste das sie so etwas wie einen Freund hatte... sie war sich nicht sicher wie ihr verehrter Onkel reagieren würde. Da kam eine auswärtige Mission wohl möglich ganz Recht... auch wenn es alles andere als spannend sein würde Leute beim Schach spielen zu beobachten, reizte es sie endlich Shinobi aus Shirogakure kennen zu lernen. Bis her hatte sie dieses Vergnügen nämlich nicht erfahren und sie war wirklich neugierig darauf die Ninja aus der anderen Fraktion kennen zu lernen. Wohl möglich war es an sich das Beste: bei dieser fraktionsübergreifenden Mission würde sie wenigstens auf andere Gedanken kommen. "Ich werde mein Bestes geben." versprach sie ihm und tatsächlich war sie bestrebt nicht wieder derart aus der Rolle zu fallen, wie es ihr bei ihren bisherigen Jobs und Missionen geglückt war... ein heroisches Ziel mit geringen Erfolgschancen. Sich dessen sehr wohl bewusst seufzte der Anbu und schüttelte leicht den Kopf. Hoffentlich würde er es nicht bereuen einige Fäden gezogen zu haben um ihr diese Mission zuzuspielen, damit sie ihren Ruf etwas bessern konnte... ihren und den der Hayabusa.

Als der besagte Morgen gekommen war, fand sie sich wie abgesprochen in Getsurin ein und machte sich auf den Weg zur Anlegestelle der Fährlinie. Die Worte ihres Onkels und seine Mahnungen lasteten ihr schwerer auf den Schultern, als ihr lieb waren - weil es eben seine Erwartungen waren und nicht die ihren. Ihr war es nach wie vor ziemlich egal was irgendwer von ihr dachte und war schlicht dazu entschlossen diese Mission erfolgreich hinter zu bringen. Aber der Gedanke ihren Onkel, zu dem sie so sehr aufsah, zu enttäuschen, schlug ihr doch etwas auf den Magen. "So was ätzendes..." murmelte sie missmutig und schob ihre Hände in die Taschen ihrer Jacke. Saku saß seelenruhig auf ihrer Schulter, ganz so wie er es am liebsten tat und sah sich das Treiben der Fischer gespannt an. Sicher interessierten ihn die vielen Fische - wobei er ja ein Geist war und damit gar nichts anfangen konnte... warum sah er dann so gespannt hin? Die Stirn leicht in Falten gelegt beobachtete sie das Treiben des Tiergeistes aus dem Augenwinkel, ehe sie den Steg erreicht hatte und an dessen Ende einen - tatsächlich gleich großen - Jungen stehen sah, der ein wenig da stand wie bestellt und nicht abgeholt. Irgendwie hatte sie aber dennoch das Gefühl, dass es sich bei ihm um den leitenden Genin dieser Mission handeln würde. Einfach, weil er irgendwie so überhaupt nicht hier her passte. Yama...Tama... irgendwas? "Hoi, guten Morgen." grüßte sie ihn mit leicht gehobener Hand. Sie trug deutlich weniger Gepäck bei sich als er, dafür war aber wie immer gut sichtbar ihr Katana dabei. Wie für sie üblich trug sie eine eng anliegende, dunkle Hose, mit der für Shinobi üblichen Beintasche. Um ihren rechten Oberschenkel hatte sie das Stirnband von Soragakure gebunden, während ihre Schuhe eher sportlich waren, trug sie eine kuschelig aussehende, weite Kapuzenjacke, die lang genug war, dass sie ihr fast bis zur Mitte ihrer Schenkel reichte und somit fast abschloss mit der Tasche und dem Stirnband. Sie war ihr - schlicht und einfach gesagt - zu groß. Aber das störte sie herzlichst wenig, ganz im Gegenteil, ansonsten hätte sie sie auch wohl kaum angezogen. Da sie so weit fiel vermochte man in Kombination mit ihren androgynen Gesichtszügen nicht direkt ihr Geschlecht zuordnen. Ein weiterer Punkt, der von ihr so gewollt war. "Hayabusa Kaya. Ich nehme an wir haben heute das Vergnügen?" fragte sie ganz entspannt und steckte ihre Hand wieder in die weiträumige Tasche ihrer Stoffjacke.
 
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Lange warten musste Tamaki nicht. Trotz seines etwas abwesend wirkenden Äußeren, hielt er die Umgebung genau im Auge und bemerkte die Hayabusa sobald sie zwischen den umhereilenden Hafenarbeitern, Lastkarren und den vielfältigen Transportgütern sichtbar wurde. Sicher, es hätte auch irgendeine Kunoichi oder irgendein Shinobi sein können, der zu einer ganz anderen Mission unterwegs war. Aber es war noch gar nicht so lang her, dass Tamaki gar nicht weit von hier auf einen anderen Hayabusa, Ray, getroffen war. Und auch die kleine Gestalt, die sich nun zielstrebig näherte, besaß jene unterschwellig wilde, beinahe schon tierhafte Ausstrahlung. Nein, kein Zweifel. Das hier war seine heutige Missionspartnerin. Kaya wurde mit einem Lächeln aus einem freundlichen, noch sehr jung wirkenden Gesicht empfangen. „Ohayou, Kaya-san.“, grüßte er die Kunoichi, insgeheim froh darüber, dass sie von sich aus eine kürzere Variante ihres Namens verwendete. Irgendwie wäre es bestimmt auch mit dem gegangen, was im Einsatzbefehl gestanden hatte, aber zwei Silben ließen sich im Notfall schneller rufen als vier. Auch sonst machte die Hayabusa nicht den Eindruck, viele Worte zu verlieren, was der Suzuya ebenfalls mit einer gewissen Erleichterung registrierte, bedeutete es doch, dass ihnen beiden der übliche inhaltsarme Smalltalk erspart blieb und sie direkt zum Kern der Sache kommen konnten. Für den Moment blieb Tamaki daher auch bei einer neutral-respektvollen Anrede. Auf Vertrautheiten konnten sie wechseln, sobald – oder falls – sich so etwas wie Vertrautheit einstellte. „Schaut so aus. Suzuya Tamaki.“. So knapp die Worte auch waren, klangen sie doch freundlich – etwas, das sich auch im blassen Gesicht des Jungen spiegelte. Tja, da waren sie also und konnten ihren gemeinsamen Auftrag beginnen. Einen Auftrag, den er leiten sollte. Nach einem Missionsleiter sah Tamaki derweil so gar nicht aus. Ja, er hätte nicht einmal nach Shinobi ausgesehen, hätte nicht auch er das Zeichen Soragakures getragen. In seinem Fall hing das Stirnband mit dem metallenen Protektor locker um den Hals. Davon abgesehen wirkte der Suzuya durch und durch wie ein Zivilist. Das auffälligste Kleidungsstück an ihm war noch das hellblaue, kurzärmelige Hemd, unter dem er trotz der sommerlichen Temperaturen noch ein schwarzes Shirt mit langen Ärmeln trug. Eine dunkelgraue Hose aus einem festeren Stoff, Turnschuhe und eine um die Hüften geschlungene Windjacke komplettierten das unauffällige Ensemble. Irgendwo, vielleicht unter der Jacke, trug Tamak noch ein paar kleinere Werkzeuge und Hilfsmittel, die dem scharfen Blick einer Hayabusa vielleicht auffielen, dem Auge eines beiläufigen Betrachters jedoch verborgen blieben.

Er nickte in Richtung der Landebrücke, auf der bereits einiger Betrieb herrschte. „Lass uns an Bord reden. Ich glaube, sie legen bald ab.“. Es fühlte sich ungewohnt an, Anweisungen zu geben, selbst wenn diese hier noch sehr wie ein Vorschlag geklungen hatte. Aber niemand hatte ihn aufs Kommandieren vorbereitet, also würde er unterwegs herausfinden müssen, wie er das am besten anstellte. Für den Moment genügte es wohl, nicht zögerlich und unentschlossen zu wirken. Sollte klappen. Die beiden setzten sich ans Ende des Rattenschwanzes an Passagieren und gelangten schon bald an Bord des Fährschiffs. Die Dorfverwaltung hatte sogar eine Kabine für das Zweierteam springen lassen, obwohl die Überfahrt nur wenige Stunden dauern würde. Aber so war ihnen ein wenig Ruhe vergönnt, bevor sie im Reich des Tees an Land gehen und sich schon mitten im Geschehen befinden würden. Tamaki schlug auch den direkten Weg zur Kabine ein und ließ sich dort auf die erstbeste Koje plumpsen. Sie würden ja sowieso nicht hier schlafen, also war es wohl gleich, wer welches Bett belegte. „Tja ... bringen wir die unvermeidliche Einsatzbesprechung mal hinter uns.“. Nicht, dass er etwas gegen Einsatzbesprechungen hatte, nur liefen sie eben häufig nach Schema F ab und auf seiner ersten Mission mit wirklicher Verantwortung stand Tamaki nicht der Sinn nach Experimenten. Aus seinem Rucksack kramte er einige Papiere und die obligatorischen Bento-Boxen seiner lieben Großmutter. Ein Déjà-Vu überkam ihn. Es passierte wieder. Ein Schiff, ein(e) Hayabusa und Omas gutes Essen. Die Hauptmahlzeit bestand heute aus Gyoza mit Gemüsefüllung, aber auch Onigiri und Tsukemono fehlten nicht. Ob Kaya den Appetit ihres Clansbruders teilte? Hoffentlich. „Bedien‘ dich ruhig ... Ich schaff das nicht alleine.“, bot er an und musterte seine Missionskollegin einen Moment lang. Hatte sie da Federn im Haar oder wuchs das so? „Nach der Ankunft im Reich des Tees begeben wir uns möglichst ohne Umweg zu der Herberge, in der unser Schachmeister untergebracht ist. Iwasaki-san ist bereits vor Ort ... so zumindest meine Informationen ... und wir sollen ihn dort treffen. Sprechen wir erst einmal mit ihm und inspizieren danach noch den Austragungsort des Finales, wenn es sich anbietet.“, überlegte Tamaki und griff sich eine der Teigtaschen. Wirklich Hunger hatte er nicht, aber irgendwie mussten sie ja alle werden und wegwerfen kam nicht in Frage. „Ein Schachmatch zu beaufsichtigen klingt erstmal nicht nach einem großen Abenteuer, aber lass uns hoffen, dass es dabei bleibt. Wir müssen davon ausgehen, dass Shirogakure ebenfalls ein Team schickt, um seinen Favoriten zu unterstützen. Dabei können wir Sabotage leider nicht ausschließen ... eher müssen wir davon ausgehen und Iwasaki-san bestmöglich beschützen. Er stammt ursprünglich von irgendwo aus dem Shiro-Verbund und ist damit quasi ein Überläufer.“. Was auch ein möglicher Grund gewesen war, ausgerechnet Tamaki auf diese Mission zu schicken. Bedingt durch seinen eigenen Hintergrund war er für die Umstände hochgradig sensibilisiert. Aber sich in die direkte Nähe von Shiro-Nin zu begeben, bedeutete auch für ihn ein nicht unwesentliches Risiko. „Das Finale gegen Shiro bietet da einen viel zu guten Rahmen, um ihm und Sora eins auszuwischen.“. Soweit der grobe Abriss, den der Suzuya erst einmal so stehen ließ, damit Kaya die Gelegenheit hatte, ihre eigenen Gedanken dazu zu äußern, wenn sie das wollte. Außerdem hatte er für seine Verhältnisse schon viel zu viel geredet und brauchte dringend eine Pause.

@Hayabusa Kaya
 
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Die kurze Vorstellung des Anderen quittierte sie mit einem knappen Nicken um zu signalisieren, dass sie verstanden hatte. Kurz überlegte sie dabei; doch bei dem Namen Suzuya Tamaki klingelte bei ihr nichts. Manch ein Anderer wäre vielleicht ob seiner Jugend überrascht gewesen oder dergleichen, doch Kaya wusste selbst wie sehr das Äußere täuschen konnte. Entsprechend maß sie dem wenig Bedeutung bei. Ihr war bewusst, dass er deutlich älter sein konnte, als es den Anschein machte und selbst wenn nicht - das Alter sagte nichts über die Fähigkeiten aus. Mit Sicherheit war er stärker als sie... warum sonst sollte er diese Mission leiten...? Auf seinen Vorschlag hin, dass sie die Fähre betreten sollten, nickte sie erneut, wandte sie eben jener Fähre zu - hielt jedoch inne und gewährte dem Suzuya den Vortritt. Die junge Hayabusa hatte sich fest vorgenommen dass sie mit Betreten der Fähre ihre Sorgen um Shunsui hinter sich lassen würde und sich ganz der Mission widmen würde; das war allerdings leichter gesagt, beziehungsweise gedacht, als getan. Ob es ihm gut ging...? Sie gönnte ihm die Beförderung zum Chuunin aus ganzem Herzen - sorgte sich jedoch umso mehr um ihn. Sie wusste um seine Stärke, vertraute darauf - doch als Chuunin würden ihm auch höher rangige und damit gefährlichere Missionen zugeteilt werden .... sie zögerte, wandte sich auf der Fähre angekommen nochmal herum und ließ ihren Blick hinauf nach Soragakure gleiten. Oma...bitte pass auf ihn auf. richtete sie ein kurzes Stoßgebet gen Himmel, ehe sie ihrem werten Missionsleiter unter Deck folgte.

Das sie eine eigene Kabine hatten kam der jungen Dame nur Recht, sie mochte es nicht da oben wie die Sardinen mit den anderen Passagieren zusammen gepfercht zu sein. Menschenmengen waren nicht wirklich ihrs - das würde ihr wohl auch bei diesem Schachturnier noch ziemlich zu schaffen machen. Sie ließ sich auf der Koje nieder, die ihrem Kollegen gegenüber gelegen war und streckte sich einmal genüsslich, ehe sie aufmerksam seinen Worten lauschte. Sein Angebot zum Brunch lehnte sie mit leicht gehobener Hand ab: "Danke...aber ich habe gerade erst gefrühstückt." Das war gelogen, denn aufgrund ihrer Sorge um Shunsui hatte sie heute Morgen nichts herunter bekommen. Das war nicht gut... sie würde sich wohl oder übel daran gewöhnen müssen, dass sie sich jetzt durch seine Beförderung noch weniger sahen und er eben auf schwierigere - gefährlichere Missionen - geschickt werden würde... bei dem Gedanken seufzte sie schwer und strich sich einige verirrte Strähnen zurück, wodurch einige ihrer eingeflochten Federn aufschimmerten. Im Gegensatz zu ihr schien es Saku gar nicht zu gefallen in dieser Kajüte unter Deck zu sein - der Rabengeist bevorzugte den freien Himmel, was zugegebenermaßen merkwürdig war: immerhin war er ein Geist. Aber sie konnte es ihm schon nachempfinden... eigentlich war ihr der freie Himmel und die frische Lust auch lieber. Aber jetzt galt es die Mission zu besprechen und da waren weitere Ohren unerwünscht. "Klingt gut." pflichtete sie ihm bei. Diesen Iwasaki treffen und den Austragungsort auskundschaften .. eine gute und sinnvolle Herangehensweise. Auf seine weiteren Ausführungen hin richtete sie sich sichtlich überrascht auf: "Eh?!" - ihr war gar nicht bewusst gewesen, dass ihr werter Finalist auch aus Shiro stammt. "Wissen wir warum er den Shiro-verbund verlassen hat?" fragte sie ganz direkt: diese Information könnte durch aus noch wichtig werden. Das an dieser Mission höchstwahrscheinlich auch Shiro-nin teilnehmen würden, hatte sie ja schon im Vorfeld durch ihren Onkel erfahren... immerhin das war also nichts Neues für sie.

"Sollen Sie ihr Glück versuchen..." erwiderte sie auf seine Anmerkung hin, dass die Chance auf Sabotage durch aus bestand. Grinsend tippte sie sich gegen die Schläfe und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf ihre pechschwarzen, matten Augen. "...uns entgeht so schnell nichts." merkte sie mit einem wachsenden, spitzbübischen Grinsen an. Dieses "uns" war weniger auf den jungen Mann und sich selbst bezogen, als auf Saku und sich. Mit Saku hatten sie immerhin ein weiteres paar Augen - auch wenn der Rabengeist weiß Gott seinen eigenen Kopf hatte und es ebenso gut möglich war, dass er sich völlig raus hielt und ein Nickerchen hielt. Aber wenn es hart auf hart kommen sollte - dann würde er sie schon warnen. Zumindest hatte er das bisher gemacht... allerdings war es fraglich ob mögliche Sabotage auch nur ansatzweise in seinen Interessenbereich fallen würde. Kaya seufzte und löste ihr Katana aus seiner Halterung um ihre Arme beinahe zärtlich um die Schwertscheide zu legen und sich leicht an diese zu schmiegen. "Aber ich nehme an dass die Shiro-nin - sollten welche ausgesandt worden sein ~ wovon ich mal ausgehe - genauso über uns denken und unsererseits mit Sabotage oder Täuschungsversuchen rechnen..." stellte sie ihre Überlegungen einfach mal in den Raum. Aber wieso sollten sie? Immerhin war es nur eine Schachpartie .. andersherum, wer wusste schon, was die Obrigkeiten sich vielleicht davon erhofften? "Wenn möglich...würde ich mir eine erhöhte Position suchen und das Ganze aus der Distanz beobachten. Möglichst versteckt um im Ernstfall aus dem Hinterhalt einschreiten zu können." schlug sie eine Herangehensweise an - wobei sie bei dem Wort Hinterhalt schaudern musste. Es widerstrebte ihr aus den Schatten heraus zu agieren, so etwas unehrenhaftes...! Allerdings bot sich diese Taktik wohl angesichts der Begebenheiten am ehesten an...oder? "Oder was meinst du...?" fragte sie und legte leicht den Kopf schief. "Ah...! Bevor ich es vergesse...ich kann Lippenlesen." unterrichtete sie den Missionsführer von ihren Fähigkeiten. "Das heißt ich könnte die Shiro-nin ausspionieren - mehr oder weniger..." fuhr sie fort und verzog leicht den Mund. Lippenlesen klang so hochtrabend - dabei konnte sie nicht jedes einzelne Wort verstehen, sondern eher grobe Zusammenhänge erschließen. Doch das sollte in diesem Fall genügen. "Ein Grund mehr für die hoch gelegene Position." bestärkte sie ihren Vorschlag und deutete mit der Hand eher symbolisch nach oben. Außerdem wäre sie dadurch nicht unter den ganzen anderen Menschen eingepfercht.. das käme ihr durch aus gelegen.
 
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