Das Yukiyama Skigebiet

Dieses Thema im Forum "Reich des Schnees" wurde erstellt von Meteki Pakura, 5. Nov. 2017.

  1. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Warmes Wasser konnte so angenehm sein. Besonders wenn man sich Meteki Pakura nannte und stundenlang durch ein Skigebiet im Yuki no Kuni gelaufen war, um Informationen zu sammeln. Wenn diese Faktoren eingetroffen waren, folgte meist unmittelbar eine schnell voranschreitende Unterkühlung ihres Körpers und wahrscheinlich auch die ersten Erfrierungen, sofern sie nicht rechtzeitig gegenlenkte. So weit war es glücklicherweise noch nie gekommen und das hatte Pakura auch nicht vor. Daher war es nur gut verständlich, dass das Erste, was die Fünfzehnjährige nach getaner Arbeit tat, eine heiße Dusche war. Gefühlt waren es fünf Minuten, aber in chronologischen Maßstäben musste das Mädchen bereits eine halbe Stunde oder länger unter dem heißen prasselnden Wasserfall stehen, welcher sich im gekachelten winzigen Duschräumchen auf ihren zarten Körper ergoss. Die kälteempfindlichen Glieder der Schwarzhaarigen waren längst aufgetaut, aber sie genoss einfach die Wärme. „Was wohl Naori gerade tut?“ fragte sie sich sehnsüchtig und schlechtes Gewissen breitete sich in ihr aus. Wenn es nach der Braunäugigen ging, würde sie sofort nach Soragakure zurückkehren und ihre Freundin in den Urlaub entführen. Dafür fehlten ihr allerdings die Mittel, weshalb sie die Chance annahm und mit Kenta ein paar Tage in der eisigen Einöde verbrachte. Mit Kenta... der Kunoichi graute es bei dem Gedanken, dass er sich gerade ohne Aufsicht durch die Herberge schlich und irgendwelchen Unfug trieb. Nicht auszudenken, wenn der Rotschopf irgendwas tat, was ihren großzügigen Gastgeber verärgern und sie doch noch auf die Straße befördern würde.

    Nachdem Pakura tatsächlich endlich unter der Dusche hervorgekrochen und wieder in ihre Kleidung geschlüpft war entschied sie sich, einmal nach dem Rechten zu sehen. Die Vorstellung, dass Kenta gerade unten damit beschäftigt war, die Musikanlage doch noch endgültig unschädlich zu machen, konnte sie einfach nicht abwimmeln. Die Meteki war die Treppe zum Erdgeschoss gerade zur Hälfte hinuntergestiegen, da hörte sie auch schon den besagten Unruhestifter, der tatsächlich nach ihr rief. Ein Gefühl der Panik gepaart mit einer zunehmenden Röte im Gesicht wiederholte die Fünfzehnjährige tonlos: „Du musst dir anschauen, was ich mit der Tür gemacht habe.“ und fragte sich schockiert „Was hat er getan!?“ Sie stürmte geradezu die restlichen Meter zur Luke und rutschte die Leiter, ohne bewusst zu bemerken, dass sie wieder eingehängt wurde, hinunter, wo ein frecher Junge mit breitem Grinsen auf die Schwarzhaarige wartete. Die braunen Augen auf ihr Gegenüber gerichtet und beide Hände in die Hüften Gestemmt fragte sie mit zischender Stimme, der die Anspannung eindeutig entnehmbar war: „Was hast Du angestellt, Makibishi-kun?“
     
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  2. Kinzoku Kenta

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    Kenta - der schon wieder mit überkreuzten Armen an die Kellerwand gelehnt stand wie die diesseitige Verkörperung transzendentaler Lässigkeit - hörte Pakuras hastige Schritte schon von weitem und feixte innerlich. War da etwa jemand nervös? Er konnte sich nicht vorstellen wieso! Auch nicht als sie nach unten gerutscht kam und ihn anfauchte als hätte er eben laut verkündet ein langes Gespräch über traditionelle Werte mit den Eltern ihrer Freundin geführt zu haben.
    Haha, das wäre witzig. Die Idee würde er sich für später mal aufheben. Anstelle einer direkten Antwort schaute Kenta nachdenklich auf den Haufen Altmetall zu seinen Füßen, der früher ein Türschloss dargestellt hatte, dann zurück zu Pakura, der zwischenzeitlich hoffentlich nicht die Augen ausgefallen waren vor lauter Agitation. Kenta schaute sie an ... und schaute ... und fing letztlich an zu grinsen. Nein, nicht nur das - er erstrahlte, und fing dann an zu lachen. Laut, lebhaft, und mit einer so perfekten Mischung aus Belustigung und hemmungsloser Selbstzufriedenheit als wäre gerade jemand (zum Beispiel Riku) auf eine Harke getreten und zurückgestolpert, nur um dabei blind in eine Bananenschale zu latschen und mit dem Hintern in einem Ameisenhaufen zu landen - alles auf Kentas Veranlassung, natürlich.

    "Ehehehe! Entschuldige, aber ... haha! Oh, Pakupaku, seit wann bist du meinetwegen so nervös? Hab ich dich jemals in Schwierigkeiten gebracht?" Kenta wischte sich eine Lachträne aus dem Auge und deutete mit einem Kopfnicken auf die Tür, wo Pakura die offensichtliche Veränderung wohl entgangen war, obwohl sich das überlegene Kinzoku-Metall ganz klar vom Stahl der umgebenden Tür abhob. "Ich hab mir nur die Tür angeschaut ..." Begann er zu erklären und bückte sich nach dem alten Schloss, um es Pakura demonstrativ zu zeigen. "... und dieses Teil ist wirklich antiquierte Technik. Es war nicht mal schwer auszubauen! Und nachdem ich es ausgebaut hatte hab ich ein neues eingebaut. Ich bin schließlich Techniker, kein Vandale." Der Kinzoku warf Pakura einen immer noch belustigten Blick zu, der nicht ernsthaft versuchte wie ein enttäuschter auszusehen - er traute sich zwar durchaus zu Pakura zu spielen wenn er wirklich wollte, aber hier war es weder nötig noch erfolgversprechend. Er wollte sie necken, und dafür genügte die Andeutung von Verstellung. "Ich dachte du würdest dich freuen! Ich habe mich völlig umsonst darum gekümmert eine offensichtliche Sicherheitslücke für unseren netten Gastgeber zu schließen." Er legte das ausgebaute Schloss wieder an die Seite. Dann legte er den Kopf schief und musterte Pakura mit Interesse. Keinem freundlichen Interesse, wohlgemerkt - es hatte etwas lauerndes. "... denkst du du bekämst das auch geknackt? Versuch es mal! Ich muss wissen ob es wirklich besser ist als das alte." Das war natürlich der Hauptgrund aus dem er nach ihr gerufen hatte.
     
  3. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Pakuras Gemütszustand schwankte in diesen Minuten, wie bei einer Schwangeren. Im einen Moment war sie misstrauisch, dann tat ihr das Misstrauen leid und schließlich war sie wieder misstrauisch. Die Meteki verstand nichts von Metall und konnte daher mit ihren ungeübten Augen nicht sehen, wie sich das Kinzoku-Metall vom ursprünglichen Metall der Tür abhob. Und selbst in dem Fall, dass ihr der optische Unterschied aufgefallen wäre, hätte sie nichts damit anfangen können. „Ich wusste gar nicht, dass Du dich mit Schließmechanismen auskennst, Makibishi-kun.“ versetzte die Schwarzhaarige mit einem sarkastischen Unterton, fügte aber in versöhnlicherer Weise hinzu: „Was solls, ich schau es mir mal an.“ Immerhin kannte sie den Kinzoku nun bereits ein paar Jahre und ihr war klar, dass der Bursche zwar echt anstrengend sein konnte, aber im Grunde kein so schlechter Mensch war. Mit wenigen Schritten, während denen sie den selbstgefällig dastehenden Jungen nicht aus den Augen ließ, überquerte die Fünfzehnjährige den Abstand zwischen sich und der Tür und warf einen flüchtigen Blick auf das Ausschlussinstrument. Das Mädchen hatte sein Dietrichset selbstverständlich in dem Glauben auf dem Zimmer gelassen, es nicht mehr benötigen zu müssen. Daher begnügte es sich damit, das Schlüsselloch anzukucken und aufgrund eines ersten Verdachts mit dem Zeigefinger der rechten Hand darüber zu streichen. Die Vermutung bestätigte sich, woraufhin sich die Braunäugige aus ihrer Hocke erhob und zu Kenta umdrehte. „Das brauch ich gar nicht erst probieren. Ich habe keinen Dietrich, der schmal genug wäre.“ waren die Worte, welche sie an ihren rothaarigen Kameraden richtete. Insgeheim wünschte sich die Kunoichi, Haarspangen zu benutzen. Dann könnte sie eine solche spontan zweckentfremden. So blieb ihr aber nichts anderes übrig, als sich ihre Unfähigkeit, dem Wunsch des Soranin nachzugehen, einzugestehen. „Du glaubst jetzt nicht wirklich, dass ich ihm für die Leistung gratuliere, oder?“ durchbrach die Kunoichi gedanklich die vierte Wand, besann sich aber gleich eines Besseren „Du verhältst Dich kindisch, Pakura.“ „Sieht gut aus, Kenta-kun.“ gab sie kurz angebunden zu und fragte mit strengem Ton: „Du kannst nicht zufällig auch passende Schlüssel anfertigen, damit unser Gastgeber die Tür auch nutzen kann, oder?“
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2018
  4. Kinzoku Kenta

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    Kenta lachte. "Und ich wusste nicht dass du Schlösser knackst! Missionen sind eine wunderbare Gelegenheit neue Dinge übereinander zu lernen, nicht wahr?" Kentas vor Spaß funkelnde charakterliche Oberfläche leuchtete Pakura so glatt und unberührt wie ein polierter Spiegel entgegen, und er schien den Sarkasmus darin selektiv zu überhören. Als Pakura sich dann auch dazu bequemte das Schloss zu untersuchen machte er prompt Platz und schaute abwartend zu, wie sie arbeitete. Dass sie ihre Dietriche nicht dabeizuhaben schien registrierte er, aber da sie dennoch ansetzte das Schloss zu untersuchen wartete er auch erst einmal ab, was sie wohl zu seiner Handarbeit meinte.

    Nur um dann zufrieden zu grinsen. Sehr zufrieden. Kenta konnte - sehr zu seinem Leidwesen - keine Gedanken lesen, und so entging ihm, was genau Pakura an schnippischen Antworten durch den Kopf schwebte - dass da eine hinter ihrer Stirn lauerte und rauswollte war nur zu gut ersichtlich, aber sie kriegte doch noch die Kurve. Die alte Spießerin. "Dankeschön!" Gab er überfröhlich zurück - und zog anstelle einer Antwort einen Schlüssel aus seiner Jacke. "Aber natürlich habe ich das. Ich hoffe doch sehr dass du mich nicht für so kurzsichtig hältst ein Schloss zu bauen ohne an den Schlüssel zu denken." Prompt trat er neben Pakura vor die frisch aufgewertete Tür und schloss auf. "Passt." Stellte der Rotschopf zufrieden fest, und ... seufzte ein bisschen. Pakura herausfordern war immer ein bisschen langweilig, weil sie sich in der Regel nicht so ganz auf den Konflikt einließ - umso mehr wenn es nun wirklich sein Spezialgebiet war und nicht ihres - und umgekehrt hatte er nicht wahnsinnig viel Spaß an Schnee und Eis. Er war gar nicht so sicher weshalb er hier geblieben war. In erster Linie wohl um die Knauser in der Personalabteilung zu ärgern, nachdem die ihnen so eine lausige Auslage zugebilligt hatten dass sie alle in einem Zimmer hatten nächtigen müssen. "Irgendein Wunsch, was wir die Tage noch machen wollen? Ich muss zugeben, ein großer Fan von Skilaufen bin ich nicht." Bemerkte Kenta, schaute einen Moment aus der offenen Tür in die Eishöhle davor, und machte dann kopfschüttelnd wieder zu.
     
  5. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Der Typ erklärt sich zu einem Kurzurlaub in so einer Gegend bereit und hat nicht mal Interesse am Skilaufen? Wenn Pakura bedachte, wie berechnend der Kinzoku für gewöhnlich Entscheidungen traf, musste sie sich in diesem Fall doch sehr wundern. Allerdings bedeutet berechnend im Zusammenhang mit roten Haaren nicht unbedingt, dass es für jeden auf den ersten Blick logisch sein musste. Eher berechnend unberechenbar. Die Meteki hatte schon vor einiger Zeit aufgegeben, sowas wie den Hauch eines Sinnes in den Taten ihres ehemaligen Mitschülers zu erkennen. „Also, ich hatte schon eigentlich vor, mich am Snowboarden zu versuchen. Immerhin kommt man auch als Shinobi nicht allzu häufig in so stark verschneite Gebiete. Und für Sportarten, bei denen man auf einem Brett steht, hatte ich schon immer eine Schwäche.“ Genauer gesagt hatte die Fünfzehnjährige bislang nur auf ihrem Longboard gestanden, aber ein Snowboard war doch im Grunde genau das Gleiche, oder? Und diese Theorie zu bestätigen war eine Sache, die sie sich für ihr Leben vorgenommen hatte. Beim Surfen hat die Schwarzhaarige zwar die gleiche Theorie und den gleichen Wunsch, aber das ist eine andere Geschichte. Nun galt es erst einmal, Aktivitäten für diesen Urlaub zu finden. Die örtliche Musik war wohl für keinen der beiden Shinobi wirklich etwas, womit sie ihre Zeit verbringen wollten. Die Landschaft zu erkunden für den Kinzoku wahrscheinlich auch, wobei die Braunäugige das trotz der Kälte schon interessant finden könnte. Während sie so überlegte, schritt die Kunoichi ein wenig im Raum umher. Der Keller des Etablissements erinnerte doch schon sehr an eine Höhle, mit den grob behauenen Wänden und so weiter. Da kam ihr ein Gedanke. Das letzte Mal war tatsächlich schon extrem lange her, so dass es eigentlich an ein Wunder grenzte, dass sie nicht schon längst auf die Idee gekommen war. Unauffällig warf die Kirinin einen Blick über die Schulter, in Kentas Richtung. Der Soranin stand nicht ganz mit dem Rücken zu ihr, schien aber auch nicht aktiv darauf zu achten, was sie tat. Da erschien ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht. Vorsichtig, damit er auch nicht vorgewarnt wurde, formte die Ninjutsuka ein paar Fingerzeichen, um das Shunshin no Jutsu zu aktivieren und sich unmittelbar vor Kenta zu beamen. „Ich fordere dich...“ ...zum Sparring, wollte die Iryōnin eigentlich sagen. Dabei hatte sie aber die Rechnung ohne ihr Gegenüber gemacht. Dieser hatte sie nämlich gar nicht ausreden lassen, sondern ohne große Umschweife mit auf dem Rücken verschränkten Armen auf den Boden befördert. Und wenn das nicht schon genug wäre, fragte sie der Raitonnutzer auch noch mit seinem gewohnten breiten Grinsen und einem deutlichen Anflug von Verhöhnung in der Stimme: „Was sollte das denn, Pakupaku?“ Ein leises Knurren entfuhr den Lippen der Suiton-Anwenderin, bevor sie mit genervter sagte: „Ich fordere dich zum Sparring. Konntest Du bitte...“ Mit einem Ruck des Oberkörpers versuchte sie ihm klarzumachen, dass sie sich gerne wieder frei bewegen können würde. Nachdem Pakura dann auch freigelassen wurde, fügte sie hinzu: „Die Wahl des Kampfplatzes überlasse ich dir. Nur bitte nicht hier. Kampfgeräusche kommen wohl nicht so gut bei unseren Gastgebern.“ Dass sie keine wirklich gefährlichen Jutsus anwenden sollten, hielt die Meteki für selbstverständlich. Immerhin war es ja ach kein Kampf auf Leben und Tod.
     
  6. Kinzoku Kenta

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    Kenta blinzelte. "Achsoo! Sag das doch vorher, Pakura! Du hast mich regelrecht erschrocken!" Lachend stand er wieder auf und ließ sie dabei kaum wiederwillig los - letzteres nur weil in Aussicht stand dass sie sich gleich wieder messen könnten. Sie war wohl nicht auf der Höhe ihrer Form, wenn er sie soo leicht in die Finger bekommen hatte, aber ... Kenta wäre nicht Kenta gewesen wenn er das Angebot für ein bisschen sanktionierte Gewalt abgeschlagen hätte, egal wie fragwürdig die Rechtfertigung im Einzelfall ausfallen mochte. Und trotz dieses eher blamablen Einstandes ... er würde Pakura grundsätzlich nicht unterschätzen. Wenn sie gut genug motiviert war konnte sie ein absolut würdiger Gegner sein, und dass sie sich überhaupt anbot sprach dafür dass sie sich Chancen ausrechnete. Hinzu kam dass sie ihn schon ein wenig kannte. Kenta glaubte zwar nicht dass sie wirklich ahnte wie er dachte - dafür ging sie zu entspannt mit ihm um - aber es wäre auch nicht mehr so einfach sie zu überraschen, was ihm ansonsten die liebste Strategie war. Die wenigsten Menschen rechneten mit einem Gegner aus dessen Haut Metalle wuchsen, und ähnliches galt für die meisten seiner Jutsu - Raiton war zwar das was er auf Einsätzen am häufigsten benutzte, aber das lag auch nur daran dass er bisher hauptsächlich Idioten eins auf die Nase gab, die nicht mal sowas naheliegendes wie ein Blitzlicht antizipieren konnten. Das würde bei Pakura nicht verfangen ... aber es hätte ihn auch unendlich gelangweilt wenn es das getan hätte. Es juckte ihn förmlich in den Metalldrüsen, mal sein übriges Repertoire auszureizen.

    "Hmm. Hier unten ist vielleicht wirklich nicht ideal, aber ich hab auch keine Lust groß durch den Schnee zu stapfen ... warum gehen wir nicht einfach vor diese Tür mit dem wunderschönen neuen Schloss?" Grinsend öffnete Kenta wieder und wies mit großer Geste nach draußen. Der Höhlengang dahinter, der auf diesen Kellerraum zuführte, war schon einige Meter lang - zwar spürbar beengter als das Übungsfeld das sie von der Akademie gewohnt waren, aber es ginge irgendwie. Sie waren beide eher Ninjutsukämpfer, der enge Raum würde das Ausweichen erschweren und ihren Angriffen mehr Geltung geben. Und ein Stück weiter raus war die Hängebrücke ... in Kentas Augen eine noch weitaus spannendere Option als eine schmale Felspassage, aber beides hatte seinen Reiz. "Mal was anderes als zwanzig mal zwanzig Meter freies Feld ohne Deckung und Hindernisse, findest du nicht auch?" Erklärte er seine ungewöhnliche Wahl und schaute Pakura herausfordernd an.
     
  7. Meteki Pakura

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    Pakura widerstand dem Drang, mit den Augen zu rollen, als ihr Gegenüber nochmals auf das wunderschöne neue Schloss an der Tür hinwies. Wirklich verwundern könnte er sie mit sowas nicht. Wer den Kinzoku kannte, konnte nicht drumherum, auch sein überbordendes Ego zu bemerken. Vielleicht würde die Meteki diesem heute einen Dämpfer verpassen. Alleine der Gedanke daran ließ wieder ein verschmitztes Lächeln auf ihren schmalen Lippen erscheinen. Die Fünfzehnjährige war sich sicher, dass ihr der Junge trotz seines Geschlechtes nicht überlegen war. Immerhin trainierte sie nicht gerade selten ihre Fitness und der Rothaarige schien sich stärker auf Ninjutsu zu verlassen, als sie. Ihr fiel aber auch auf, dass er sich nicht sonderlich darum scherte, ob er im Kampf verletzt wurde, oder nicht. Das war eine der wenigen Dinge, die ihr ein wenig Sorgen bereiteten. Wie bringt man jemanden zum Aufgeben, der schmerzresistent zu sein scheint? Und dann kommt noch sein Bluterbe dazu. Die Schwarzhaarige wusste, dass die Kinzoku Metall schwitzen konnten. Aber sie hatte bisher noch nichts davon gesehen, was über Senbon und Fesseln hinausging.

    So langsam begann Pakura doch sich zu fragen, ob das mit diesen Informationen eine gute Idee war. Gerade wollte sie schon loslaufen, um ihre Ausrüstung zu holen, damit sie wenigstens eine geringe Chance hatte. Da hielt sie aber auch schon inne, da ihr bewusst wurde, dass sie auf Mission wahrscheinlich auch nicht immer richtig vorbereitet sein könnte. „Ich bin ohne Ausrüstung hier hinunter gegangen. Dann werde ich auch nur mit den Dingen kämpfen, die ich immer dabeihabe.“ Gedanklich fügte die Meteki noch hinzu: „Ich werde aber gut mit meinem Chakra haushalten müssen...“ trat durch die geöffnete Stahltür und platzierte sich einige Schritte später mit dem Rücken zu dem Ausgang, der in die eisige Tundra führte. „So habe ich wenigstens einen Ausweg.“

    „Ist schon eigenartig, wenn ich so drüber nachdenke. Von einer ähnlichen Situation habe ich bereits vor langer Zeit geträumt. Nur, dass wir in einem Stadion gekämpft haben.“ erwähnte die Kirinin im Plauderton und bedachte dabei keineswegs, wie falsch die Tatsache, dass sie einen Traum mit Kenta hatte, verstanden werden kann. Hoffentlich kommt da kein Kommentar. Während die Ninjutsuka das Suiton: Mizú naifu no Jutsu nutzte, um ein noch feuchtes Kunai in ihre rechte Hand zu spucken, plauderte sie einfach weiter, um ein wenig ihre Nervosität zu überspielen. „Ich glaube, wir waren im Finale der Chuunin Auswahlprüfung, oder so. Ich hätte vor dem Schlafengehen nicht so viel über alte Bräuche lesen sollen. War doch klar, dass sowas dabei rauskommt.“
     
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  8. Kinzoku Kenta

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    "Wirklich ..." Pakura träumte also von Zweikämpfen in einer Arena? Kenta grinste, während er die Optionen für einen frechen Spruch durchging - dann lachte er. "Oh Pakura, es wundert mich ja nicht dass du von mir träumst, aber bevor wir Karten für eine Arena verkaufen sollten wir erstmal sehen ob du es überhaupt zehn Minuten durchhältst. Am Ende beschweren sich die Leute nur dass die kurze Show ihren Eintritt nicht wert war!" Damit wäre wohl auch entschieden wie er den Kampf eröffnen würde - Kenta hatte zwar zwei bis drei Möglichkeiten im Sinn das Gefecht sofort und brutal für sich zu entscheiden, aber erstens hatte er keine Lust, gegenüber ihren Vorgesetzten eine schwere Verletzung seiner Kollegin zu rechtfertigen, und zweitens ... wo blieb denn der Spaß wenn es nach einem Jutsu vorbei war? Auf der Strecke blieb er, und das war nicht zu tolerieren! Ihm war nicht entgangen dass Pakura sich für einen Rückzieher positioniert hatte - falls sie ihm törichterweise den Rücken zuwandte konnte er diese Optionen immer noch auspacken. Während die Kiri-nin sich ein simples Wasserkunai vorbereitete, blieb Kenta gleichfalls nicht untätig und formte Fingerzeichen. Ohne sich darin vom Reden abhalten zu lassen. "Aber sieh an ... Pakipaki hat auch Ambitionen. Da bin ich ja geradezu gezwungen mich auch um eine Beförderung zu bemühen, um Sora vor der Herrschaft der Plüschninja zu retten." Kenta hatte seine Fingerzeichen beendet und öffnete die Arme: Glitzerndes Metall wucherte um seine Unterarme und wickelte sich pflanzenartig um die Handgelenke, in der Form von ... Rosen?

    "Von mir aus fangen wir mit den kleinen Projektilen an ... schau, ich hab dir Blumen mitgebracht!" Bemerkte Kenta mit Blick auf Pakuras Kunai - und begann auch direkt sie unter Feuer zu nehmen. Die ersten scharfen Rosenblätter lösten sich von den Metallrosen und flitschten Pakura entgegen. Es war knifflig mit dieser Art Geschoss irgendetwas bestimmtes zu treffen - aber das musste und wollte er schließlich auch gar nicht. Ebensowenig hatte er vor die Rosen lange zu behalten - es war eine Aufwärmübung, mehr nicht. Interessant an Pakura war nicht, ihre körperlichen Fähigkeiten zu testen - interessant war zu erfahren was ihr Plan hier war, und den zu durchkreuzen. "Bereit zu tanzen, Pakura-san?" Fragte er launig, als das Bombardement an Fahrt aufnahm.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Mai 2018
  9. Meteki Pakura

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    Kaum hatte Pakura zuende gesprochen, da bereute sie auch schon, überhaupt mit dem Thema angefangen zu haben. Eigentlich sollte sie den Kinzoku nach all diesen Jahren doch ausreichend kennen, dass da auf jeden Fall blöde Kommentare folgen würden. So war der Kinzoku einfach gestrickt. Aber wer war die Meteki, dass sie sich von derartigen Sticheleien aus der Ruhe bringen lassen würde. Das war eine jener schlechten Eigenschaften, welche sie von ihrem Vater noch zu Akademiezeiten abgewöhnt bekam. Stattdessen stellte sich die Fünfzehnjährige vorerst dumm und fragte: „Warum sollte ich keine Ambitionen haben? Ich wäre nicht der erste Kirinin, der auf den Posten des Mizukage aus ist.“ legte dann aber ihrerseits ein spöttisches Grinsen auf und sagte: „Plüschninja also? Pass erstmal auf, dass Du dir nicht am Plüschninja den Rücken ruinierst. Ich wäre untröstlich, wenn meinetwegen ein so vielversprechendes Mitglied des Kinzoku Klans berufsunfähig würde.“

    Sowie Kenta damit begann, sein erstes Jutsu einzusetzen, ging auch Pakura in Kampfstellung und beobachtete aufmerksam, was da vor ihr geschieht. „Lässt er etwa... Rosen aus seinem Handgelenk wachsen?“ Das war schon eine beeindruckende Kunst, aber doch etwas eigenwillig in einem Kampf. Zumindest dachte das die Meteki, bis die Blütenblätter jener Rosen auf sie zuschossen. Die ersten Geschosse erreichten das Mädchen in atemberaubender Geschwindigkeit, so dass sie diese erst wirklich zu sehen bekam, als sie bereits an ihr vorbeizogen. Die nächsten Drei konnte sie auch nur durch Glück abwehren, da die Hand mit dem Kunai gerade noch rechtzeitig in die Höhe schoss. Nachdem die Salve geendet hatte, stand die Schwarzhaarige einen Moment da, ungläubig auf ihr Gegenüber starrend, riss sich dann aber zusammen und sagte: „Du hast es so gewollt.“ Sie ließ ihr Kunai fallen, woraufhin dieses zuerst auf dem Boden aufschlug und dann auch schon in einer kleinen Pfütze verschwand. Nahezu gleichzeitig formte die Braunäugige einige Fingerzeichen, die dem Rothaarigen sicher bekannt vorkommen würden, ging in die Knie und legte ihre Hände auf die entstandene Pfütze, woraufhin durch die Nutzung des Suiton: Suiryô no henka shiyasui noch mehr Wasser zwischen den Ritzen des Steinbodens hervortrat. Es folgten die Fingerzeichen des Suiton: Namida Seki Tenshi, woraufhin sich das Wasser zuerst in Form einiger Wasserkugeln in die Luft erhob und dann durch eine Regung der rechten Hand in hohem Bogen auf den Soranin zuflogen. „Ich muss in den Nahkampf gehen und darf es dabei nicht zu einem echten Kampf kommen lassen.“ war der Gedanke der Kunoichi, als sie daraufhin mit größtmöglicher Geschwindigkeit hinter den Geschossen her hetzte. Kurz bevor die Kirinin bei ihrem Rivalen angelangt war, sprang sie scheinbar über diesen hinweg, formte aber gleichzeitig Fingerzeichen woraufhin ein gewöhnliches Bunshin an ihrer Stelle hinter dem Soranin landete. Sie selbst stieß sich mit den Füßen von der Höhlendecke ab, landete in der Hoffnung, dass Kenta sich zu besagtem Bunshin umgedreht hätte, am Ursprungspunkt und versuchte, ihm mit einem tiefen Tritt gegen die Beine das Gleichgewicht zu entreißen.
     
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  10. Kinzoku Kenta

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    Pakura hatte Glück, dass die Blütengeschosse recht unpräzise flogen und sie selbst so schmal war - einen normal gebauten Jungen hätte er zumindest mit dreien davon erwischt, da war Kenta sich recht sicher. Aber sei's drum - das war nur die Vorrunde gewesen. Ein kleines Vorfühlen, ob sie beide auch wach und konzentriert waren. "Dass du große Reden schwingst statt endlich auszupacken? Mach schon!" Drängte Kenta, sichtlich unbeeindruckt von den Worten seiner Kontrahentin - mit denen sie sich vermutlich auch eher selbst aufputschen als ihn wirklich beeindrucken wollte. Na dann, Pakupaku ... zeig doch mal was du so dazugelernt hast.

    Was folgte, schien schon auf den ersten Blick ein Wasserangriff zu werden, und Kenta entschied sich sehr schnell für seine Gegenstrategie - er wusste zwar nicht was genau Pakura plante, aber nur mit den bekannten Wasserperlen beschießen würde sie ihn ja wohl nicht wollen, oder? Das wäre unterkompliziert für ihre Verhältnisse. Er brauchte eine Verteidigung die in beengtem Raum wirkte, er brauchte sie schnell, und - er brauchte einen Effekt der etwas hermachte. Und wie es der Zufall wollte konnte er alle drei auf einmal haben! Kenta wich zwar den Wasserperlen aus, so gut er konnte - und er schaffte es ganz gut, wie er zufrieden feststellte, kassierte nur zwei streifende Treffer weil er einfach groß war - setzte aber nicht zum Gegenangriff an, sondern ließ seine Kontrahentin erstmal einfach kommen, ohne dass offensichtlich wurde, was er sonst vorhatte. Auch auf Pakuras Ansprung bewegte er sich relativ wenig, als habe er etwas im Sinn - aber konnte man ahnen dass es nicht ein blitzartiger Konter war, sondern etwas ganz anderes? Kenta erkannte zwar ihre Fingerzeichen, aber er musste sich auf etwas recht anspruchsvolles konzentrieren - erst, als er den Erfolg seiner Technik bemerkte, blickte er mit mildem Interesse "Pakura" hinterher und wunderte sich gar nicht allzu sehr, dass der Luftzug eher in eine andere Richtung ging. Und als er einen Blick auf den Boden warf war völlig klar, worum es sich hier handelte. Da sie ziemlich genau gleich schnell waren und Pakura sich eine Menge Schwung mitgenommen hatte, könnte der Kinzoku ihren Angriff nicht ganz vermeiden - das brauchte er allerdings auch nicht: Als die Meteki landete, fand sie sich mit ihren Füßen in einer zähen, silbriggrauen Masse wieder, die jetzt irgendwie den ganzen Boden um sie beide ausfüllte und ungemein klebrig wirkte - wenn sie den beabsichtigten Tritt durchgezogen hätte, wäre sie sicher umgekippt (Kinzoku Men).

    Kenta schmunzelte. "Aaaw, hängst du etwa fest, Paki-chan?" Fragte er mit falscher Arglosigkeit - jetzt erst wurde richtig deutlich, worum es sich handelte: Metall. Flüssiges, sich langsam umwälzendes Kinzoku-Metall, das immer noch in schmalen Rinnsalen über Kentas Schuhe und auf den Boden sickerte und wie zähe Melasse Pakuras Schuhe festhielt. Einen Moment später versiegte der Fluss, und Kenta machte eine ruckartige Kopfbewegung in Pakuras Richtung - und schoss einen schmalen, glänzenden Metallstrang aus der Masse direkt auf Pakura, der sich blitzgeschwind - um einiges schneller als sie beide - um ihren Arm wickeln sollte (Kinzoku Makihige). "Gib mir besser deine Hand!" Witzelte er einen Moment später - nicht dass sie ihm einfach von seinem neuen Spielplatz weglief, oder?
     
  11. Meteki Pakura

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    Kaum hatte Pakura zu ihrem tiefen Tritt angesetzt, da merkte sie, wie ihr feststehender Fuß zur Seite rutschte und der Fuß, mit welchem sie den Tritt durchführen wollte, sich nur schwerfällig bewegen ließ. Ein Blick zum Boden genügte schon um festzustellen, dass die Meteki in einer dickflüssigen Masse stand, die rein gar nichts mit dem Wasser gemein hatte, welches sie bisher zu Gesicht bekommen hatte. „Was zum...“ Es brauchte die gesamte Aufmerksamkeit des Mädchens, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und vollends in der Masse unterzugehen. Um die spöttischen Worte ihres Gegenübers konnte sie sich da keineswegs kümmern. Daher kam es auch recht plötzlich, dass sich die Masse nun auch noch zu einer Art Ranke erhob und die Fünfzehnjährige zu umwickeln drohte. Gerade noch rechtzeitig konnte die Schwarzhaarige ein paar Fingerzeichen formen, um wieder ein Kunai in jede Hand zu spucken und damit überkreuzt zumindest zu versuchen, den Angriff abzublocken. Das funktionierte mehr schlecht als recht. Die Braunäugige konnte die Ranke zwar ein paar Zentimeter ablenken, dabei wurde ihr aber auch das eine Kunai aus ihrer linken Hand gerissen.
    In einer fließenden Bewegung schlüpfte die Kunoichi aus ihren im flüssigen Metall festsitzenden Schuhen und sprang, Fingerzeichen formend an die rechte Wand. Kinobori war wirklich eine praktische Fähigkeit und sollte schon im Repertoire eines jeden Shinobi vorkommen. Man konnte damit Überraschungsangriffe starten, aber auch aus brenzligen Situationen entkommen. So nutzte die Iryōnin diese Fähigkeit, um nicht weiter mit der Masse in Kontakt zu kommen und sich durch vorerst nach draußen in Sicherheit zu bringen. Um ihre Flucht zu sichern, warf die Genin noch ihr verbliebenes Kunai auf Kenta. Als Angriff unbrauchbar, könnte es ihn vielleicht wenigstens ein wenig ablenken. „Das wird so nichts. Seine Fernkampftechniken sind zu schnell um sie abzuwehren oder ihnen auszuweichen und im Nahkampf kann ich ihm nichts anhaben, wenn er seine Metalltechniken anwendet.“
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2018
  12. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Kenta verfolgte mit wachem Blick, wie Pakura auf seinen Angriff reagierte - und nahm nicht ohne ein wenig Erstaunen wahr, wie ungemein schnell sie plötzlich sein konnte, wenn man sie nur angemessen motivierte. Und wie lose hatte ihr Schuhwerk bei diesem Schneewetter bloß gesessen, wenn sie so plötzlich herausschlüpfen konnte? Offenbar war sie zu faul ihre Schuhe beim Anziehen anständig zu verschnüren ... hatte sie ja Glück gehabt dass sie hier keine Verfolgungsjagd trainierten, denn da wäre sie so sicher über ihre eigenen Treter gestolpert.

    Schon während sie sich so unerwartet befreite setzte Kenta zu weiteren Fingerzeichen an - das eher gedankenlos geschmissene und lausig gezielte Kunai, mit dem Pakura ihre Flucht abzusichern versuchte, war ihm da relativ egal, er machte nur eine minimale Bewegung zur Seite, um auszuweichen, und bewegte sich ansonsten ebenfalls nach vorne. Zwar relativ langsam, da er Metall mtziehen und sich auf seine Jutsu konzentrieren musste, aber das hatte alles seine Richtigkeit und Funktion in seinem Plan ... Ebenfalls egal war Kenta, dass er zunehmend schwerere Geschütze auffuhr - oder vielmehr, es war volle Absicht und kühle Berechnung. Paki fing nämlich langsam an ihn zu ärgern mit ihrem ausweichenden Kampfstil. Er hatte sich eine echte Konfrontation erhofft, seine Gegnerin schien jetzt lieber die Flucht ergreifen zu wollen statt zurückzuschlagen - und er würde sie jetzt treffen und ihr eine kleine Abreibung verpassen, um ihr diese nervige Angewohnheit mal auszutreiben.

    "Mir war nicht klar dass wir Weglaufen üben statt Kämpfen, Pakupaku!" Rief der Kinzoku spöttisch - und setzte einen Moment später einen kleinen Blitz von seinem ausgestreckten Zeigefinger frei (Raiton: Ina Bikari), der die gerade noch an der Wand manövrierende Pakura in den Hintern traf - was beim Kinzoku ein amüsiertes Schnauben und den nächsten Kommentar auslöste. "Sowas kommt davon wenn du mir den Rücken zudrehst!" Weit lustiger war aber: Da Kenta das kleine Stück mitgelaufen war, läge sein Metallfeld direkt unter ihr, wenn sie durch den kräftigen Schock zu Boden fiel ...