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Der rosarote Trainingsplatz

Ayaka

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Während die hübsche Lehrerin darauf wartete, dass ihre kleine Schülerin sich an die nächsten Jutsu machte und diese vorbereitete, warf sie einen Blick auf die beiden kämpfenden Jungen. Sie waren mit etwas mehr Talent gesegnet als die süße Yumi, das war ziemlich klar. Obwohl man nicht sagen konnte, dass jemand so gar kein Talent hatte, nur weil er nicht von Anfang an supertoll kämpfen konnte. Vielleicht waren es ja wirklich nur Startschwierigkeiten bei der zierlichen Kunoichi, zumindest hoffte Ayaka das. Immerhin hatte das lilahaarig, zarte Wesen schon genug mit ihrem mickrigen Selbstbewusstsein zu kämpfen, also konnte sie das sicher nicht auch noch gebrauchen. Außerdem täte sie der Lehrerin ziemlich leid, wenn sie noch länger unter diesen recht großen Problemen zu leiden hätte. Denn sie schien ja ein ziemlich liebes Mädchen zu sein und sie wirkte auch nicht so, als hätte sie da gar keine Lust drauf. Es war sicher einfach ihr Selbstbewusstsein das sie so behinderte, denn sie erklärte auch immer wieder, dass sie nichts könne. Auch mit dem Lob der Lehrerin konnte sie nicht wirklich umgehen… Ein Blick zu den beiden Jungen hatte im Übrigen etwas Amüsantes verraten: Sie beide tasteten sich ziemlich vorsichtig heran und schienen den anderen herauskitzeln zu wollen, um ihn zu beobachten. Vorsicht war immer gut, aber vielleicht sollten sie sich doch mal etwas aktiver zeigen, denn wenn sie so weiter machten, würde Kampf sicher noch bis Morgen andauern. Analyse war schon wichtig. Bei Taijutsuka war Ayaka das gar nicht wirklich gewohnt. Sie kannte es so, dass die Nahkämpfer meist blind hineinstürmten, aber sicher war das was Tsubasa tat nicht weniger zielführend… Zurück zu Yumi, denn diese meldete sich, mal wieder stotternd, zu Wort. Ziemlich eingeschüchtert erklärte sie, dass sie das Henge so gar nicht beherrschte, was sich aber, wie sich zeigte, nicht bewahrheitete. Immerhin brachte sie eine Illusion zu Stande, welche sogar annähernd nach dem Hiragana aussah, also halb so wild. Lächelnd winkte die Lehrerin ab und betrachtete den wackeligen Wabbelcomicclon. „Ach was Ookami-chan, so gar nicht ist doch nicht wahr. Wenigstens kriegst du es doch schon einigermaßen hin. Ich denke mal, dass an der Durchführung gar nichts so falsch ist, du musst bestimmt nur mehr üben. Und wenn du es gar nicht könntest, dann hätte ich ja Hiragana-kun nicht erkannt! Also mach dir keine Sorgen okay?“ Danach richtete sie sich auf und klopfte ihre Sachen ab. „Ich zeige es dir noch mal langsam, vielleicht kannst du sehen, was du besser machen könntest.“, erklärte sie in einem warmen und einfühlsamen Ton und setzte langsam die Fingerzeichen für das Jutsu ein, sodass Yumi es gut beobachten konnte. Kurz darauf hatte die Lehrerin sich ebenfalls in den Hiragana verwandelt, um zu zeigen, wie es am Ende aussehen müsste. Grinsend zog sie den Hut vom Kopf und deutete eine Verbeugung an. „Versuch es lieber erst mal grob ähnlich hinzubekommen und taste dich dann an die Details heran, okay?“ Wieder puffte es und die pinkhaarige Lehrerin stand vor der Schülerin. Also, half ihr das wenigstens ein bisschen?
 
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Hiragana Kayros

Chuunin
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Der angehende Genin war teils erstaunt, teils enttäuscht, dass seine Messer ihn weder getroffen noch am Chakravorrat des Gegners gezehrt hatten, aber nahm die Informationen über die Geschwindigkeit des anderen Jungen auf. Tsubasa war schneller als er, aber das musste nichts heißen. Er war ziemlich vorsichtig, nach dem Geschmack des Hiraganas sogar zu passiv. Als der junge Mizuiro einen Bogen um Kayros lief, drehte dieser sich mit und formte Fingerzeichen. Mit einem leichten Puff standen nun drei Kays in der Mitte des von Tsubasa gelaufenen Kreises, jeder von ihnen bewaffnet mit einem Shuriken. Kayros' Bunshin no Jutsu war zwar nicht so gut gelungen wie die Doppelgänger der Ookami, aber Genjutsu waren sowieso seine Achillesferse.
Aber weder Kayros noch Tsubasa hatten die Zeit, "Finde den Fehler" zu spielen, und der junge Suna-Spross gab dem anderen auch nicht die Zeit, herauszufinden, wer nun das Original war. Stattdessen schleuderten alle drei ihre Wurfsterne auf den jungen Akademisten. Allen auszuweichen dürfte schwer werden, wenn er nicht schneller auswich als den Messern vorher. Und mit dem Kunai in seiner Hand konnte er auch nur einen Stern abwehren - bei einer Chance von eins zu drei , einen richtigen zu erwischen, keine gute Wette. Viel Auswahl an Aktionen hatte er nicht. Und die Sterne flogen.
 
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Dies waren also die Unterschiede zwischen Training an leblosen Objekten und ein Training mit einem lebendigen Partner. Beim Training mit dem leblosen Objekten waren die Objekte nicht so offensiv. Doch kaum zu glauben, dass Tsubasa mal Glücklich über das Training mit seiner Mutter war, denn ohne, wäre es wohl ein sehr schneller Kampf gewesen. Wer hättte das gedacht? Doch Tsubasa hatte keine Zeit zum nachdenken, denn kaum lief er einen Bogen um den jungen Kayros, ging Kayros ohne langes nachdenken und zögern wieder in die Offensive. Diesmal hatte sein Gegner ein Bunshin no Jutsu in petto. Und auch nach diesen Zug ging er sofort in den Angriff rüber und attackierte Tsubasa mit drei Wurfsternen. Schnell musste sich der angehende Genin eine Möglichkeit überlegen, in der er bestenfalls unverletzend aus der schwierigen Krise herauskommt. Viele Gedanken und dann diese eine Lösung: Schnell sein Kunai in Kayros Richtung werfen, Fingerzeichen für das Jutsu formen und „Puff“. Tsubasa musste unbedingt an seinen Geschick arbeiten, denn trotzt seiner Geschwindigkeit brauchte er beim Fingerzeichen formen, für das Kawarimi no Jutsu, immer noch viel zu viel Zeit. Glücklicherweise ging es diesmal für ihn ohne Verletzungen durch, auch wenn man nur von einer Sekunde sprechen konnte, bis er von dem Wurfstern getroffen wäre. Aber wie gesagt ging es gut aus, und so musste er die Chance nutzen und die Offensive ergreifen. So tauschte er den Platz mit einem Stein paar Meter von Tsubasa entfernt und an den der Wurstern einfach abprallte. Er rannte auf die drei Kayros zu, ein anderes Kunai wieder griffbereit in der Hand und hoffte auf ein Fecht-Gespiele, in der Tsubasa die Oberhand hatte.
 

Ookami Yumi

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Yumi konnte mit ihren großen, hellen und wässrigen nicht klauen. Sie hatte Probleme damit, nur aus einem optischen Eindruck ihre Schlüsse zu ziehen, noch dazu, wenn sie ein Ninjutsu verstehen sollte. Eigentlich bestand so ein Jutsu rein logisch gesehen doch nur aus ein paar Fingerzeichen und einem Schub Chakra. Die Fingerzeichen beherrschte die Ookami gar nicht mal so schlecht, immerhin waren es dieselben, wie sie auch beim Genjutsu benutzt wurden, aber diese waren auch das einzige, was sie sich bei Ayaka abgucken konnte. Das, was ihr die tatsächlichen Probleme bereitete, war offenbar, ihr Chakra dazu zu zwingen, sich in Gestalt eines Ninjutsus zu materialisieren. Was sie ja sowieso gar nicht schaffte, war, dieses auch noch in ein Element zu kanalisieren, das überschritt ihre Möglichkeiten sowieso bei weitem. Sie bräuchte also eigentlich Hilfe dabei, ihre Imagination so weit zu stärken, dass sie lernen konnte, wie es sich anfühlte, ein Ninjutsu auszuführen, was das von einem Genjutsu in der Machart unterschied. Das wiederum konnte sie sich nicht von Ayaka-sensei abgucken, da sie ja nicht dazu in der Lage war, das Chakra der anderen Menschen zu sehen. Es gab ja angeblich Doujutsus, die das konnten, aber diese wurden in ihrer Familie nicht vererbt. Das einzige, was eigentlich hätte vererbt werden sollen, war ein Elementskekkei, welches die Manipulation von Kristall ermöglichte. Dummerweise hatte es aber niemand bekommen... Sie ließ sich von ihrem Unmut aber nichts anmerken, da sie die freundliche Frau mit den rosafarbenen Haaren eigentlich nicht bekümmern wollte. Sie war es nicht Wert, eine so engagierte Lehrerin aufzuhalten, wo bei ihr doch eh Hopfen und Malz verloren war. Zumindest trichterte ihre Mutter ihr das immer wieder ein. Immerhin war es beinahe schon Familientradition bei den Ookamis, dass sie sich auf Ninjutsu spezialisierten und Yumi bekam das einfach nicht hin. Auf die Idee, dass sie vielleicht ein Spätstarter war, kam sie natürlich nicht, wie auch, wenn man ihr tagein, tagaus etwas anderes erzählte? Also formte sie wieder die Fingerzeichen und probierte es noch einmal, allerdings war das Ergebnis vielleicht eher sogar noch ein wenig schlechter als zuvor. Man könnte vielleicht bemerken, dass Yumi unter Druck noch schlechter lernte, als das sowieso schon der Fall war. Auch wenn es nicht so wirkte, aber das kleine Mädchen machte sich gerade Druck, selbst wenn Ayaka es vielleicht nicht so gemeint hatte, wollte sie sie doch nicht enttäuschen. Das kam dann allerdings leider dabei herum, wenn man ihr eine Aufgabe gab... "Go-Gomen...", entschuldigte sie sich für das absolut daneben geratene Abbild von Kayros, das man tatsächlich als Beleidigung auffassen könnte.
 

Ayaka

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Nur noch eher nebensächlich warf die Lehrerin einen raschen Blick auf die beiden kämpfenden Schüler. Sie war sich ziemlich sicher, dass Kayros und Tsubasa das schon gut auf die Reihe kriegen würden, immerhin waren sie beide doch schon relativ starke Jungs, wenn auch beide auf verschiedenen Gebieten. Es war aber erstaunlich, dass Kayros, der ja eigentlich ein Fernkämpfer war, hier der offensive Part der beiden war. Das hatte die Lehrerin irgendwie gar nicht erwartet, da sie dies eher von Taijutsuka gewohnt war. Vielleicht übernahm er aber auch einfach nur diesen Part, weil es eben Tsubasa nicht machte und stattdessen alles ganz vorsichtig zu analysieren schien. War vielleicht taktisch auch nicht so unklug, denn Kayros zeigte sich grade als ein sehr guter taktischer Kämpfer. Das Jutsu war ziemlich gut für die Situation gewählt, obwohl Ayaka nicht sicher war, ob es so klug war einfach so auf einen Taijutsuka loszurennen. Als er aber Kunai warf, wurde ziemlich deutlich, dass er ihn nur in eine Gefahrensituation drängen wollte. Sehr gut, einem Zuschauer sollte man nicht ewig Zeit zum Zugucken lassen! Die Reaktion des anderen Schülers war aber ebenso klug, da dieser das Tauschjutsu nutzte, um sich einfach aus der Affäre zu ziehen und dann von der anderen Seite anzugreifen. Ayaka musste diese Abfolge von kämpferischen Aktionen einmal kurz loben, indem sie den beiden angehenden Genin einmal applaudierte, mit einem süßen Lächeln auf den Lippen, wie immer eben. Für Schüler war das schon ein guter Kampf, das machte Ayaka irgendwie richtig stolz auf die beiden! Sie war so leicht zufriedenzustellen, nicht?
Nun aber wieder zu ihrem kleinen Schützling, welcher sich schon schwer genug tat. Ja, Yumi hatte grade hart zu kämpfen mit den Ninjutsu, welche ihr so absolut gar nicht lagen. Ayaka war davon überzeugt, dass die Ookami absolut nicht talentfrei war, wie sie dachte. Sie wusste allerdings auch nicht, dass ihr diese zu Hause so eingeredet wurde. Dennoch wollte Ayaka sie nicht aufgeben, nur weil sie eine kleine Spätzünderin war. Immerhin schien das kleine Mädchen einen guten Kern zu haben, auf den man sicherlich aufbauen konnte. Ayaka fand sie richtig putzig und auch weil sie so hilflos bei ihrem Training wirkte, schien sie bei der Lehrerin einen kleinen Beschützerinstinkt zu wecken. Und wieder versuchte das Mädchen das Jutsu zu wirken, wobei es aber scheinbar noch ein schlechteres Ergebnis als zuvor gab. Ayaka seufzte leise, lächelte aber zeitgleich, so als würde es gar nichts ausmachen. Das Mädchen entschuldigte sich und die Lehrerin winkte lächelnd ab. „Mach dir keine Gedanken Yumi, du musst dich nicht dafür entschuldigen. Du darfst nur nicht aufgeben okay?“ Sie lief auf das Mädchen zu und tätschelte ihr tröstend den Kopf. „Nimm dir die Zeit die du brauchst und mach langsam, okay? Ich erwarte nicht, dass du das nun super hinbekommst, aber du musst üben, ja? Du schaffst das ganz bestimmt bald!“, versuchte sie das deutlich niedergeschlagene Mädchen aufzubauen. Hoffentlich half es auch, denn wenn das Mädchen nicht bald auf die Beine käme, würde das sicher nicht wirklich besser werden, oder?
 

Hiragana Kayros

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Ja, es war eigentlich eher untypisch für Shinobi, deren Kampfstil am besten auf der mittleren bis großen Distanz zu tragen kam, dass sie den Kampf einleiteten. Der Grund dafür war eben jener, wie Tsubasa gerade herausstellte: Wenn der Angriff abgewehrt wurde, war der Fernkämpfer unter Umständen einer Kawarimi ausgesetzt, wodurch man selbst ins Hintertreffen geraten konnte. Man konnte besser eine Bewegung zur Verteidigung ausführen, da sie im Regelfall weniger Kraft kostete als eine gleichwertige Aktion des Angriffs. Das alles hat der angehende Genin bereits im Unterricht und von seinen Eltern erfahren, aber dennoch überging er bewusst den Rat, nur abzuwarten. Manchmal hat man nicht die Zeit, zuzuschauen. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja besser darin, zu agieren, als zu reagieren!
Als der Shuriken und seine Illusionen in den Stein schossen, löste Kayros seine Doppelgänger noch nicht, allerdings schauten alle drei auf den Kunai, der ihnen entgegenflog. Ehe sie reagieren konnten, durchdrang die Klinge, und kurz darauf das ganze Geschoss das Bein eines Doppelgängers, der geräuschvoll verschwand. Nun waren es also noch ein angehender Genin mitsamt Klon gegen einen mit einem neuen Messer bewaffneten ebenfalls angehenden Genin mit schnellen Bewegungen. Kayros ärgerte sich über den Verlust seiner ersten Erscheinung, musste aber im gleichen Moment Tsubasa daran hindern, dass er den Hiragana schlug. Kayros befahl seinem Bunshin, zur Seite wegzulaufen, während er selbst zur anderen Seite lief. Tsubasa musste sich jetzt entscheiden, ob er nach links oder rechts nachsetzte. In beiden Fällen dürfte er aber nicht den anderen Kayros außer Acht lassen, denn konnte er im Eifer des Gefechts wirklich erkennen, welcher den Fehler hatte? Vor allem dann, wenn er den anderen kaum kannte und sich dessen Erscheinung womöglich nicht sicher war?

Beide griffen zu einem Kunai. Gleiche Waffen, wenn es zum Kampf käme.
 
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Nachdem er einen von Kayros Doppelgänger mit seinem Kunai getroffen hatte, machte es „Puff“ und somit blieben noch zwei übrig. Tsubasa kam Kayros immer näher, bis sich die beiden restlichen Kayros aufteilten und in gegensätzlichen Richtungen liefen. Tsubasa blieb stehen. Welcher war wohl der richtige, also den, den er angreifen sollte? Wenn der kleine unerfahrene Ninja genauer hingesehen hätte, hätte er Unterschiede gesehen, die ihm klarmachten, welcher von den beiden der richtige war. Doch Tsubasa war zu hektisch und aufgeregt, so dass er die kleinen Fehler nicht bemerkte. Aber trotzdem kamen diesmal nicht die normalen Gedanken wie, was sollte er nun machen, er hätte fünfzig Prozent die richtige Wahl zu treffen, diesmal stecke er in einer Zwickmühle oder andere Fragen über seinen Zustand. Diesmal wusste der angehende Genin irgendwie genau, was er zu tun hatte. So lief Tsubasa mit Entschlossenheit auf den linken zu, warf sein Kunai auf ihn, stoppte auf einmal und drehte sich um und lief dann zu den rechten zu. Es war wohl Zeit seine Taijutsu Technik Hiza kossori haku anzuwenden. Durch seine Geschwindigkeit hatte er gehofft, dass sein Gegner etwas irritiert sei, so dass Tsubasa keine Schwierigkeiten bekäme sollte ihn anzugreifen. Er hätte zwar nicht gedacht, dass Kayros dadurch erledigt wurde, aber er hoffte zu zeigen, dass er etwas drauf hatte.
 

Hiragana Kayros

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Kaum hatte sich der junge Hiragana von seinem Bunshin entfernt, steuerte auch schon Tsubasa wieder auf ihn. Hatte er tatsächlich bemerkt, wo die Fehler beim Doppelgänger waren? Auch wenn es vielleicht nicht sein sollte, aber er war beeindruckt. Trotzdem hieß es nicht aufgeben, komme, was wolle. Versiert drehte er sein Messer in der Rechten, bereit, sich dem Taijutsuka entgegenzustellen. Er war auch schon fast im Begriff, den Doppelgänger aufzulösen, als etwas wirklich Unerwartetes passierte. Tsubasa schleuderte kraftvoll sein Messer auf den angehenden Shinobi, drehte sich aber um, bevor er erkennen konnte, ob seine Waffe traf. Stattdessen gab er reichlich Fersengeld und stürmte auf den Doppelgänger vom Suna-Nin zu. Wie? Eine Farce? Während der Mizuiro eine Angriffsbewegung durchführte, schlug sein Gegner klirrend gegen das Geschoss, welches abprallte und im Gras landete. In dem Moment durfte der Angriff den Bunshin zerstört haben, sodass sowohl Tsubasa als auch Kayros in einiger Entfernung einander taxieren konnten. Der Suna bückte sich nach dem Messer des anderen Jungen, hob es auf und blickte wieder in die Richtung des anderen. Da er sich mittlerweile ein wenig verausgabt hatte, schnaufte der Junge und sein Brustkorb bewegte sich deutlich. Ebenso waren erste Schweißtropfen auf der Stirn zu erkennen. Tsubasa dürfte es besser gehen, er ist so schnelle Bewegungen als Taijutsuka gewohnt, dachte Kayros, während er einmal den nächsten Schritt abwartete. Kayros überlegte, ob er genug Kraft besaß, um noch lange kämpfen zu können...
 
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Tsubasa rannte, wurde immer schneller bis er bei seinem Ziel Kayros ankam. Dieser Kayros wollte grad seine Waffe ziehen. „Du bist zu langsam“, dachte Tsubasa und wollte den Kayros an den Schultern packen, doch alles was passierte, war dass er in ihn hinein packte und er sich in Luft auflöste. „Mist, ich hab doch den Doppelgänger erwischt“, folgerte er schnell und erwartete von Kayros einen Gegenangriff. Schnell drehte sich der Kleine Mizuiro wieder um und machte sich schon zur Abwehr bereit, doch diesmal stand der wahre Kayros einfach nur da. „Endlich mal einen kleinen Moment Pause“, denn beide, sowohl Kayros, als auch Tsubasa waren beide erschöpft. Allerdings sah sein Gegner noch ein bisschen geschwächter aus, als Tsubasa. Schon wieder bedankte er sich, dass er jahrelang dieses anstrengende Körpertraining mit seiner Mutter machen musste. Heute hatte er sich schon öfters über sein Training gefreut, als sonst in Monaten.
Er guckte den Hiragana Sprössling an und hatte den Gedanken es langsam zu beenden, solange Kayros noch erschöpft war, doch schließlich hatte er sich doch dagegen entschieden, denn er wusste bestimmt, dass Kayros noch einen Ass im Ärmel hatte und Kunais hatte er auch nur noch einen. So beschloss der Kleine erstmal paar Kunais einzusammeln und sich sicher zu gehen, dass keine Gefahr mehr bei einem Nahangriff auf ihn warteten.
 

Hiragana Kayros

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So, alles bereit für den letzten Versuch, dachte der Hiragana und hielt mit beiden Händen die Kunais fest in der Hand. Fehlt einem die Offensive in Form von Ninjutsu, so muss man auf Taijutsu zurückgreifen. Warum Kayros keine offensiven Ninjutsu beherrscht, obwohl er Fuuton meistern kann? Die Antwort war simpel: Er war einfach für die defensiven Künste talentierter. Mittlerweile zu erschöpft und zu konzentriert, um sein freundliches Lächeln zu zeigen, taxierte er Tsubasa mit leicht zusammengekniffenen Augen. Der Junge war schneller als der Suna-Nin, also musste er nur herankommen, um das Training für sich zu entscheiden. Und damit Kayros noch eine Chance hatte, musste er diesen an der Bewegung hindern.
Der angehende Genin sammelte noch seine letzten Reserven, ehe er wieder auf den anderen zustürmte. Es mochte nicht besonders klug sein, aber er hatte keine andere Wahl, und Aufgeben war hier und heute keine Option. Er schleuderte aus der linken Hand sein Messer auf den jungen Mizuiro, um ihn für einen Moment zu beschäftigen, bis Kayros endlich vor ihm stand. Mit Schwung versuchte er, diesem gegen den seitlichen Oberkörper zu treten, und durch seine Bewegung vorher hoffte er auf zusätzliche Kraft. Ob der Angriff in Ziel gehen würde, oder ob er scheiterte, lag jetzt daran, ob es Tsubasa schaffte, den Tritt abzuwehren. Ginge dieser ins Leere, hätte Kayros keine Möglichkeit mehr, auf den Angriff von Tsubasa zu reagieren, weil er einfach viel langsamer war als der Sora-Nin.

Aber etwas ganz anderes: Wie lange war denn noch Unterricht, Sensei?
 
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So machte sich Tsubasa auf den Weg, um einen Kunai aufzusammeln. Seinen Gegner, den Hiragana Sprössling ließ Tsubasa dabei nicht aus den Augen. Aber auch er betrachtete Tsubasa. Kaum angekommen und aufgehoben, musste er seinen frisch aufgehobenen Kunai schon wieder loswerden, denn der Kayros ging wieder in die Offensive und warf sein Messer auf Tsubasa. So machte es ein Geräusch, wie so ein Geräusch ist, wenn zwei Metalle gegeneinander fliegen. Doch dies war nicht alles, denn der bis eben noch zum lachen erschöpfte Junge rannte auf Tsubasa blitzschnell zu, so kam es Tsubasa zumindest vor und versuchte mit Schwung Tsubasa am seitlichen Oberkörper zu treten. „Woher hatte der Junge bloß diese Kraft? Hat er etwa nur so getan, als ob er erschöpft war, um in richtigen Moment anzugreifen?“ Auf jeden Fall musste Tsubasa sich verteidigen, doch er hatte keine Zeit mehr und war sicher, dass er getroffen werden würde. Die Option, die übrig blieb, war auch etwas auszuteilen. So versuchte Tsubasa Kayros noch mit seiner Faust ihn irgendwo zu treffen.
Schließlich wurde er nach einer sekundenschnellen Handlung getroffen, doch hatte Tsubasa auch getroffen?
 

Ookami Yumi

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Eine wirklich empathische Lehrkraft hatte Yumi da erwischt, wieso war Ayaka-sensei mit dieser Masche eigentlich so ein Unikat? All die anderen setzten viel mehr auf einen starren Lehrplan, den sie um alles in der Welt durchkloppen wollten, als auf das Eingehen auf den Charakter der Kinder. Und eigentlich waren sie hier alle noch Kinder, auch wenn sie zu Elitesoldaten ausgebildet wurden, Yumi ihnen voran. Man musste der Ookami eigentlich sogar erklären, warum sie denn bitte auf ein Ziel werfen sollte, das die Form eines Menschen hatte, warum sie denn strategisch klug genug denken musste, um ihren Gegner auch zu treffen. Sie wollte ihn nicht treffen, eigentlich traf es sich da doch ganz gut, dass sie so ein Tollpatsch war, dass ihr das ohnehin schwer fallen würde, nicht wahr? Sie war sich nicht einmal darüber im Klaren, ob sie denn nun überhaupt gut sein würde, ihre Fehlerhaftigkeit machte es leicht, andere in Frieden zu lassen, würde sie etwas können, dann würde es nicht mehr einfache Unfähigkeit, sondern Befehlsverweigerung werden - und das wollte sie dann doch vermeiden. Schließlich würde sie dann demjenigen, der ihr Team leitete, Unrecht tun und ihn behindern... es war doch so viel einfacher, wenn man nichts konnte. Oder wenn man ein schönes Blümchen wäre... Yumi bückte sich und pflückte eines der Gänseblümchen, die hier und dort aus dem Boden sprossen, ehe sie zu den zwei kämpfenden Genin hinüber sah. Wie konnte es ihnen nur Spaß machen, sich scharfe Waffen um die Köpfe zu werfen, was, wenn einer von ihnen getroffen wurde? Die Wunde könnte sich entzünden und... ja, wenn man eine Sache herauslesen konnte, dann wohl, dass Yumi wirklich süß und niedlich war... aber als Ninja vollkommen ungeeignet. Wahrscheinlich würde sie die Genin-Prüfung wieder mal nicht bestehen, aber sie war sich nicht ganz sicher, ob das nur negativ zu bewerten war. Vielleicht würde sie Ayaka ja noch einmal treffen...
 

Ayaka

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Gespannt beobachtete die hübsche, junge Lehrerin ihre drei kleinen Schüler. Einer niedlicher als der andere… Ayaka wusste schon warum sie Lehrerin an der Ninjaakademie geworden war. Sie liebte Kinder, und natürlich auch ihren Beruf als Shinobi. Ja, früher einmal war sie eine Jounin gewesen, doch die Genin waren ihr immer zu aufmüpfig, der Job zu gefährlich, die Kinder zu waghalsig… Das wollte sie nicht. Viel besser waren doch da die kleinen Kampfzwerge hier. Man konnte sie in vielen Jahren begleiten und zusehen wie sie zunehmen stärker wurden. Und dabei traf sie sicher mehr kleine Shinobi, als sie als Jounin jemals kennengelernt hatte. Also hatte sie doch eine wunderbare Wahl getroffen? Vielleicht war sie deswegen, wie Yumi ja festgestellt hatte, ein Unikat unter den Lehrern. Weil es ihr Spaß machte, sie begeisterte und es ihr, im Gegensatz zu den meisten, nicht darauf ankam die Kinder an ihre Grenzen zu treiben, sondern eher ihnen unter die Arme zu greifen. Viele schütteln deswegenden Kopf über die rosahaarige Frau. Sie würde die Kinder verhätscheln und diese absolut nicht auf das wahre Leben vorbereiten. Aber jetzt mal ehrlich… Musste man Kinder triezen bis sie nicht mehr konnten? Die Frage würde wohl auf ewig jeder Lehrer anders beantworten, aber darum ging es ja gar nicht. Nun ging es nämlich nicht um die hübsche Lehrerin, sondern um die drei Geninanwärter: Kayros, Tsubasa und Yumi…
Also wanderten die schönen Augen hinüber zu den beiden kämpfenden Schülern. Ayaka war schon erstaunt darüber wie gut sie sich machten. Von Kayros hatte sie das erwartet, aber dass Tsubasa, welcher da jünger war, da so gut mithalten konnte, war recht erstaunlich. Dennoch war es auch nicht immer gut gleichauf zu sein. Man konnte nämlich mittlerweile erkennen, dass die beiden recht erschöpft waren. Kein Wunder eigentlich, das ging ja nun schon eine ganze Weile lang so. Einen Moment ließ sie den Jungen schon noch zum spielen, da sie sich noch kurz auf die süße kleine Yumi konzentrieren musste. Diese hatte die Jutsu scheinbar aufgegeben… Ayaka überlegte kurz, ob sie das Mädchen einfach noch einmal motivieren oder sie einfach in Ruhe lassen sollte. Mit Kämpfen konnte sie ganz sicher nichts anfangen… Naja, stattdessen pflückte sie Blümchen. Ohje, sie war wirklich süß… Zu süß. Was hatte dieses Mädchen nur hier verloren? Ayaka wollte sie gern fragen, allerdings käme das sicher nicht so gut an… Sie wollte Yumi ja auch nicht zum Weinen bringen. Sie sollte die Kleine einfach in Ruhe lassen. Da fiel ihr etwas ein. Wie spät war es eigentlich? Neugierig warf sie einen Blick auf die Armbanduhr und grinste. Feierabend! In dem Moment hob sie ihre Hand und formte mit der Hand die Finger so, dass sie damit Pfeifen konnte, was sie dann auch tat. So ein lautes Pfeifen brachte jeden, ja wirklich jeden Schüler zum Zusammenzucken. Das war cool… „Sorry, dass ich euch unterbreche Jungs, aber die Stunde ist vorbei. Ihr könnt nach Hause gehen.“, erklärte sie grinsend und fuhr sich dabei durchs Haar. Dann stemmte sie die Hände in die Hüfte und wartete darauf, dass die Schüler, wie solche es eben nach dem Unterricht taten, fröhlich nach Hause rannten. Immerhin ging nach dem Unterricht ja die Freizeit erst richtig los!

Unterricht beendet!
 

Ayaka

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Unterrichtsbeginn

Der Tag hatte viel zu früh begonnen… Als der Wecker klingelte, hatte die schöne Lehrerin sich bereits die Decke über den Kopf gezogen. Doch all das würde nicht helfen: Sie musste einfach aufstehen. Müde war Ayaka aus ihrem warmen, kuschligen Bett in ihre pinken Plüschlatschen geschlüpft und hatte sich in ihren rosa-weiß gepunktetem Schlafanzug zur Kaffeemaschine geschleppt. Dort hatte die junge Lehrerin sich selbst einen saftigen Koffeinkick verpasst und war dann gemütlich in ihre Kleidung geschlüpft. Nachdem sie ihre Restaurierungsarbeiten im Bad vorgenommen hatte – man musste ja nicht so ganz genau ihr Alter von den Fältchen ablesen können – war sie in ihre weiße Bluse geschlüpft, zog eine rosafarbene Jacke darüber und einen ebenso schicken Rock darunter… Während die hübsche Lehrerin in ihren hohen Absätzen zur Schule geschlurft war, zog sie sich ein Brot rein und seufzte leise vor sich hin, als ihr ein kaltes Lüftchen um die Beine wehte. Es war ein recht kühler Herbsttag, wenn man ausatmete, konnte man den warmen Atem in der Luft erkennen. Überall lagen die bunten Blätter am Boden und die Grashalme waren geschmückt von hübschen Tautröpfchen.

Mit einem lauten Gähnen durchschritt die Ausbilderin das Tor des Schulgeländes und machte sich auf den Weg für einen Abstecher in das Lehrerzimmer. Dort waren schon einige begeisterte Frühaufsteher, Morgenmuffel und perfektionistisch kampferprobte Männer unterwegs, die dank ihrer Selbstkontrolle nicht von ähnlichen Augenringen gezeichnet wurden wie die rosahaarige Dame. Draußen war es fast noch dunkel, als Ayaka sich die zweite Tasse Kaffee im Lehrerzimmer genehmigte und dennoch beschloss sie recht eilig, dass sie ihren Unterricht heute an der frischen Luft vollziehen würde. Wer nicht hart im Nehmen war um sieben Uhr Morgens, der sollte kein Ninja werden!
Dass sie pünktlich war, grenzte schon fast an ein Wunder, doch mit dem Alter und dem Erwachsenwerden, schaffte es selbst die sonst so verwirrte Lehrerin mal zur richtigen Zeit auch am richtigen Ort zu sein. Am Stundenplan würden ihre Schüler ganz leicht ablesen können, wo und was sie erwartete… Ein wenig trockene Ninjutsulektüre auf dem rosaroten Trainingsplatz mit ein paar auflockernden Übungen. Das hatte Ayaka geplant… Sie setzte sich auf dem Trainingsplatz auf einen Stein, überschlug die Beine und schob sich seufzend ein weiteres Brot zum Frühstück in den Mund. So wirklich Lust hatte sie noch nicht, aber wer hatte die schon um diese unchristliche Zeit? Egal, da musste sie durch. Vielleicht würden ihre Schüler ihr dann doch ein Lächeln unter den tiefen Augenringen hervorlocken… Wer weiß das schon?
 
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Als der Wecker früh morgens klingelte, war Hoko bereits einige Zeit wach. Er hatte sich bereits eine halbe Stunde eher aus dem Bett gequält um seine Gesangsübungen noch vor dem Frühstück machen zu können und zuckte zusammen als der scharfe Ton seines Weckers ihn aus einem besonders hoch gesungenen Ton riss, der sie umliegenden Scheiben zum Schwingen gebracht hatte. “Ein neuer Tag in meinem Leben! Und wie alle Tage wird er... uuuuh... AWESOME~!“ Dass es ihm an Enthusiasmus mangelte wenn er sein Tagwerk zu beginnen hatte konnte man Hoko wirklich nicht vorwerfen. Sein Frühstück war schnell erledigt, eigentlich aß er morgens immer das Gleiche und war nicht wählerisch dabei. Zweieinhalb große Gläser Milch, ein Toast mit Marmelade und einer mit Honig und dann noch ein Croissant für unterwegs. Die Milch sorgte dabei nicht nicht nur für gesunde Knochen sondern war, wie auch der Honig, gut für die Stimmbänder. Und seine Stimmbänder waren Hoko enorm wichtig. “Hosche: Scheck. Schtirnband: Scheck. Geile Jagge: Scheck. Scheil an der Schulter: Scheck.“ Dass er diese Checkliste beim Zähneputzen vornahm hatte zeitliche Gründe, denn Hoko wollte zu seiner Trainingsstunde auf keinen Fall zu spät erscheinen. Dabei ging es ihm weniger darum seinen Lehrer zu beeindrucken sondern darum nichts zu verpassen. Seine Geninprüfung näherte sich mit Riesenschritten und er würde sie nicht nur einfach bestehen, sondern so bestehen wie es Hoko nun einmal am würdigsten war: Als bester, mit Leichtigkeit und in unnachahmlicher Coolness. Dass er dafür allerdings ziemlich hart würde trainieren müssen war ihm klar und gab ihm den Ansporn, der ihn heute morgen überhaupt dazu gebracht hatte aus dem Bett zu steigen anstatt sich die Decke über den Kopf zu ziehen und noch ein wenig mit imaginären Verehrern zu kuscheln.
Im Hinausgehen griff Hoko das letzte halbe Glas Milch und stürzte es in einem Zug runter während er seinen Trophäen für Karaoke- und Gesangswettbewerbe zuzwinkerte. Dann stellte er das Glas ab und machte sich hinaus in die herbstliche Kälte, ohne dabei zu bemerken dass sein Gesicht ein herrlicher Milchbart zierte, der erste Bart den er für einige Zeit haben würde.


Immer noch milchbärtig und mit seinen üblichen leichten Ringen unter den Augen, aber auch bester Laune, kam Hoko auf dem Trainingsplatz an. Die rosahaarige Frau welche mit überschlagenen Beinen auf einem Felsen saß musste wohl seine Lehrerin sein, denn ansonsten sah er hier niemanden. “Heeeeey~“, rief er ihr mit geübtem Vibratio zu, der Ton schwang eine Weile ehe er ihn ausklingen ließ. “Das Warten hat sicih gelohnt! Der Star ist da!“ Falls die Lehrerin die Augen verdrehte oder sonst irgendwie negativ auf seinen Auftritt reagierte, dann machte das Hoko nichts aus. Mit seinem Stirnband, dem Seil über der Schulter und den Tabischuhen an war er eindeutig als junger Shinobi zu erkennen der für die Trainngsstunde hier war, nur der prächtige Milchbart störte diesen sonst wohl recht würdigen Eindruck ein wenig. Das und die kleine Choeographie, die Hoko gerade hinlegte. “Sind wir hier allein? Oder kommt noch wer? Wenn wir allein sind keine Sorge, ich bin AWESOME~ genug für zehn Schüler! Oh yeah!“
 

Rutako Ingvi

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Crunch, crunch. Mit jedem Biss ließ Ingvi den Apfel knacken, den er gerade zerkaute. Es war todlangweilig, auf die Akademie zu müssen. Er mochte die anderen Schüler nicht und die anderen mochten ihn nicht, es wäre also jedem lieber gewesen, wenn er nicht da wäre, aber das ließ man ja leider nicht zu. Er selbst sah sich als mehr als qualifiziert, um vorzeitig aus der Schule gelassen zu werden, endlich als Shinobi sein eigenes Geld zu verdienen, doch die Entscheidung lag ja leider nicht bei ihm. Naja, wenigstens würde er bald seine Prüfung ablegen dürfen...
Er war früh aufgewacht, gegen drei Uhr morgens etwa, und hatte nicht mehr einschlafen können. Konnte er nie, wenn er mal wach geworden war. Also hatte er sich ein Fertigbrötchen aufgebacken, einen Apfel geschnappt, sich auf seine Bettkante gesetzt und beides aufgefuttert, während sein Blick die Uhr fixierte. Warum musste er nur immer so früh wach werden? Er spürte selbst, dass er erschöpft war, aber ausruhen konnte er sich ja leider auch nicht mehr. Also wartete er, wartete, bis er sich auf den Weg machen musste. Der Rutako nahm ein weißes Bandana hervor, das er sich um die Stirn band, solange er noch kein echtes Stirnband hatte, und nahm noch drei weitere Äpfel aus der Küche. Zog sich die Weste an, die seine Mutter ihm gegeben hatte, und ließ die Äpfel in die Taschen gleiten.
Crunch, crunch. Diese Weste. Jetzt, wo er den letzten essbaren Teil der Frucht abgebissen und diese in einen Mülleimer am Wegesrand entsorgt hatte, musste er die nächste aus einer Tasche fischen. Das war gar nicht mal so leicht. Zurzeit, mit dreizehn Jahren, war Ingvi mit seinen 1,65 Metern Größe zwar nicht gerade klein, die Weste, die seine Mutter ihm geschenkt hatte, war aber trotzdem zu lang für ihn. So etwas trug man mit 1,70, mindestens. „Sie wird dir schon noch passen“, hätte sie gesagt. „Wenn du ein richtiger, großer Shinobi bist“, hätte sie gesagt. Wahrscheinlich. Vielleicht aber auch nicht, das ließ sich bei ihr schwer sagen, wo sie doch selbst nie etwas sagte, es nicht konnte. Der Junge lehnte sich etwas nach rechts, um an seine Jackentasche zu kommen und einen weiteren Apfel heraus zu fischen, ehe er sich zu dem Trainingsplatz begab, zu dem er jetzt musste. Natürlich kannte er die Regeln bezüglich Essen während des Unterrichts dachte, aber...

Crunch, crunch. Mit dem Geräusch, den ein Apfel machte, wenn er zerbissen wurde, machte Ingvi sich bemerkbar. Es war wohl Zufall gewesen, dass sein Weg ihn hinter diesem Jungen hergeführt hat, dessen Haar ein ganzes Stück heller war als das des Rutako. Und jetzt zog der einfach so eine riesige Show ab? Hatte er denn gar kein Schamgefühl? Da war es Ingvi doch nicht zu verübeln, dass er einen besonders lauten Bissen nahm, um zu zeigen, dass dieser ach so tolle Schüler eben nicht der Einzige war. Langsam ging er auf ihn zu, einen weiteren Biss seines Apfels nehmen, und starrte auf ihn herab. Mochte sein, dass Ingvi nicht groß genug für seine Jacke war, aber größer als dieser Angeber war er allemal. „Spiel dich lieber nicht so auf, du halber Meter...“, sagte er kühl, ruhig auf den Anderen hinab. Dann drehte er sich in Richtung der jungen Frau mit dem pinken Haar und verbeugte sich vor ihr. Als Akademieschüler sah er sie natürlich nicht das erste Mal, kannte sogar ihren Namen... Naja, er hatte ihn zumindest mal gehört. Was sein Gedächtnis von Namen hielt, war ja bekannt: Nicht viel. Er verbeugte sich höflich, grüßte sie, wie er es gewohnt war: „Guten Morgen, Sensei.“ Diese Stunde war er einer der Anwesenden, also stand ja wohl schon fest, wer heute die beste Leistung erbringen würde; der jüngste aller Rutako natürlich, wie immer.
 

Ayaka

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Auf ihrem Stein sitzend, wippte Ayaka immer wieder taktvoll mit ihrem Fuß auf und ab und wartete ungeduldig auf ihre süßen, kleinen Akademieschüler. Sie war immer recht freudig bei der Arbeit und das Lächeln auf ihren Lippen war nur schwer fortzuwischen. Die Schüler an der Schule kannte sie zwar relativ gut, doch wusste sie noch nicht wirklich, wer ihren Unterricht zu dieser frühen Stunde besuchen würde. Der Kurs war ja nicht Pflicht, sondern eher zur Auffrischung für die Akademieschüler, die kurz vor der Geninprüfung standen. Da Ayaka heute ziemlich pünktlich gewesen war, wunderte sie sich auch keineswegs darüber, dass noch kein Schüler da war, der auf sie wartete. Meist kamen die Schüler ja sogar noch nach Ayaka an, obwohl sie zu spät war. Doch wer schon aus Prinzip spät dran war, sollte ja Kinder dafür nicht anmeckern. Darum war sie da ziemlich human und konnte auch kleine Verspätungen verzeihen. Doch jetzt gerade waren ihre Schüler ja nicht einmal zu spät, nur noch nicht da. Warten war nicht so ihr Ding ehrlich gesagt… Immer wieder wanderte ihr Blick auf ihre rosafarbene Armbanduhr und nervös tippte sie mit dem Fuß auf…
Allerdings kündigte sich schon bald lautstark jemand bei ihr an… Es war Gesang, der schnell deutlich machte, um wen es sich hier handelte. Eigentlich war es nicht mal so, dass diese Person nicht singen konnte oder damit irgendwie Ohrenschmerzen verursachte… Es war eher… Nun ja… Seine Persönlichkeit die es schwer machte den Jungen auf Dauer zu ertragen. Eigentlich war der Yontatami schon ein ganz netter und gar nicht mal so wenig begabter Kerl, nur ging er einen mit seiner einnehmenden Persönlichkeit schon so manches Mal sehr schnell auf den Kranz. Ayaka war da aber doch ziemlich hart im Nehmen und konnte es auch gut überspielen, wenn man es dann tatsächlich schaffte sie zu reizen. So trat er auf und präsentierte sich mit seinem Lieblingswort, welches Ayaka wohl bekannt war: Awesome. Die Lehrerin trug trotzdem ein zartes Lächeln auf den Lippen. Von der rosahaarigen Schönheit konnte man kein Augenrollen erwarten. Ganz im Gegenteil, denn sie machte auch allgemein immer gute Miene zum bösen Spiel. Ihre Augen strahlten, das Lächeln war zuckersüß und so winkte sie auf ihrem Stein ihrem neuen Schüler zu: Yontatami Hoko. „Keine Sorge.“, begann sie freundlich. „Es werden sicher noch früher oder später andere Schüler auftauchen, auch wenn du natürlich awesome genug für alle bist.“ Dann eben doch eher früher als später. Sie kicherte leise und entdeckte hinter ihm schon einen weiteren Neuankömmling.
Das Schmatzen eines Apfels war es, das auf ihn aufmerksam machte. Ayaka kannte auch diesen Jungen natürlich, so wie fast jeden Schüler an dieser Schule. Er war etwas größer als die meisten und auch kein schlechter Schüler, allerdings wirkte er immer, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt, ziemlich herablassend. Darum war sie sicher, dass man den dunkelhaarigen Jungen noch ein wenig zurechtbiegen musste. Seine Begrüßung gegenüber Hoko war schon direkt alles andere als herzlich… Aber so wie sie den selbstbewussten Sänger kannte, machte dem da am Wenigstens aus. Ihr gegenüber war er ein sehr höflicher Schüler und wahrscheinlich würden andere Gleichaltrige ihn dafür teilweise als Arschkriecher bezeichnen, doch Ayaka würde so etwas nie behaupten. Sie nickte dem Jungen zu und sagte herzlich wie immer: „Auch dir einen wunderschönen guten Morgen Ingvi.“
Nachdem nun beide da waren, musste sie ja nicht mehr ewig auf irgendwas warten. Es war schon kurz nach Unterrichtsbeginn und es kündigte sich kein weiterer Schüler an. Dann eben zu dritt, damit hatte sie kein Problem. Diese beiden unterschiedlichen Charaktere würden die Sache sicher interessant für zehn Leute machen… Ayaka war kein großer Fan von Reden, weshalb sie gern auf ein anderes Mittel zum Start zurückkam… „Wir wollen gar nicht lang drum herum reden…“, kündigte sie darum an… „Ich möchte von euch beiden, als Art Einleitung sozusagen, eure persönliche Definition von dem Wort Ninjutsu hören… Was denkt ihr sind Ninjutsu und was gehört da mit dazu?“ Mit einem Lächeln auf den Lippen wartete sie auf die Antworten. Ob sie nun eine Lehrbuchantwort bekam oder vielleicht doch etwas ganz eigenes? Sie war gespannt…
 
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Spiel dich lieber nicht so auf, du halber Meter...“ Hoko war nicht besonders glücklich als er den Shinobi neben sich so etwas sagen hörte. Aber natürlich ließ er sich das nicht anmerken, sondern überspielte diese Dreistigkeit mit seinem üblichen.. nun, wie auch immer man es nennen wollte. Charme vielleicht. Oder aber nervtötendes Gehabe. "Lieber ein halber Meter voll AWESOMENESS als ein Ballon voll heißer Luft. Oh yeah!" Seine Erwiderung wie auch die Pose blieb dabei allerdings ohne Reaktion, sodass er das als kleinen Sieg für sich wertete. So viel Freiheit musste erlaubt sein.

Da ansonsten wohl niemand mehr kommen würde, eröffnete die Lehrerin schließlich die Unterrichtseinheit. Ninjutsu, darum sollte es heute gehen, und sie machte auch gleich den Fehler, einen theoretischen Einstand zu wählen. Nicht dass damit etwas falsch gewesen wäre, aber Hokos Interesse weckte man so jedenfalls nicht. „Ich möchte von euch beiden, als Art Einleitung sozusagen, eure persönliche Definition von dem Wort Ninjutsu hören… Was denkt ihr sind Ninjutsu und was gehört da mit dazu?“, fragte sie mit einem Lächeln. "Ninjutsu", dachte Hoko sofort, erinnerte sich an eine Definition die er mal gelesen hatte.. auch wenn das schon etwas her war. Er konnte sich Dinge sehr gut wortgetreu merken. "Das Formen von Chakra um damit einen klar definierten Effekt zu erzielen. Fingerzeichen leiten das Chakra dabei in die gewünschte Richtung, auch elementare Effekte sind möglich." Natürlich sagte er das nicht laut. Erstens war diese Definition langweililg und zweitens kam nirgendwo darin sein Name vor. Also Abfall, weg damit. Stattdessen sagte er: "Ninjutsu sind wie Gesang. Das Chakra ist die Stimme, die Fingerzeichen sind die Performance und der Text und wenn man es richtig macht, dann tobt das Publikum!" Das war schon besser, auch wenn es nicht auf ihn zu sprechen kam. Aber im Kern war es richtig und es unterstrich dass er etwas von Gesang und tobendem Publikum verstand, das musste reichen. Hoko begann, gewissermaßen als Zugabe, die üblichen Fingerzeichen zu formen, jede einzelne besang er dabei. Als erstes faltete er die Hände einfach nur zusammen als würde er beten. "Schlange!", sang er in einem der höchsten Töne zu denen er in der Lage war. So merkte sich der junge Shinobi tatsächlich seine Fingerzeichen: Er verband sie mit einem zusammenhängenden Lied, auch wenn er sie natürlich mittlerweile auch seperat voneinander beherrschte. Was ihn nicht daran hinderte, dieses Lied immer wieder zum besten zu geben, vor allem wenn die Situation passte.
 

Rutako Ingvi

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Die Aufforderung, sich nicht weiter aufzuspielen, bewegte diesen Jungen also dazu, sich weiter aufzuspielen... wie interessant. Aber diese Kinder waren wohl so. Kinder? Mit dreizehn war der Rutako doch streng genommen auch noch eins... doch seine Definition dieses Wortes band sich eher an das Verhalten der zu bewertenden Personen, und da stand dieser Möchtegern-Sänger etwa zwanzig Jahre unter Ingvi. Ayaka war da etwas ganz anderes, sie blieb ruhig und sachlich und schaffte es die ganze Zeit über, ein Lächeln auf dem Gesicht zu behalten, damit war sie dem Schwarzhaar sogar etwas überlegen, immerhin schaffte er es nicht, zu lächeln. Wahrscheinlich war das einer der Gründe, warum er höher gestellte so respektierte: Weil es einen Grund gab, dass sie über ihm standen, und der war nicht nur ihr Alter. Dass es Leute gab, die ihn für einen Schleimer hielten, war ihm nicht unbekannt, es störte ihn allerdings nur wenig; die Erfolgreichen und Fähigen wurden von den minderwertigen Menschen immer beneidet, ein Neid, der sich nun mal in Beleidigungen manifestierte. Manchmal musste man sich eben entscheiden zwischen seinen Zielen und seinen Beziehungen, und auch, wenn er noch keine wirklichen Ziele hatte, war es doch ein Leichtes, sie über die Beziehungen zu stellen. Der halbe Meter Awesomeness hatte sich darüber bestimmt nicht einmal Gedanken gemacht...

Apropos Gedanken, die Stunde schien zu beginnen. Die Anzahl der Schüler heute blieb wohl bei zwei, also war die Hälfte der Klasse effizient und die andere der Klassenclown... fantastisch. Allerdings hatte der Junge bisher nur bewiesen, dass er angeben konnte wie kein Zweiter, nicht, dass er vollkommen inkompetent war, das fehlte also noch. Wenn Ingvi ihn zuerst antworten ließ, dann hätte er seine Antwort auf die Frage, ob dieser Junge nicht vielleicht doch etwas konnte, schon früh in der Tasche und müsste sich nicht weiter mit ihm befassen, also zog er es vor, erst einmal zu schweigen. Immerhin gehörte er zu den zwei Schülern, die sich freiwillig einer Zusatzstunde stellte, er konnte also kein völliger Versager sein... hoffte Ingvi zumindest. Doch als bestünden sie zum größten Teil aus Glas, zersprangen diese Hoffnungen in dem Moment, in dem Hoko seinen Gesang anstimmte. Nun gut, er konnte singen, so viel musste man ihm zugestehen, aber das war es dann wohl auch schon, offensichtlich war das sogar seine gesamte Persönlichkeit. Ninjutsu mit Musik gleichzusetzen, das war so übermäßig kreativ, dass viele Schüler sicher nicht verstanden hätten, worauf er überhaupt hinaus wollte – so, wie Ingvi sie einschätzte jedenfalls. Aber warum zur Hölle musste er seine sowieso schon lächerliche Vorführung auch noch mit einem lächerlichen Lied unterstreichen?
Die Nase hoch in die Luft gehoben, starrte Ingvi in den Himmel, sein rechter Fuß tippte auf dem Boden, seine Arme lagen vor der Brust verschränkt. Er wartete, bis sein Mitschüler endlich schwieg, dann seufzte er. „Ich hoffe, du singst nicht jedes deiner Ninjutsu, sonst fallen mir heute noch die Ohren ab“, knurrte er halblaut, nicht sicher, ob der andere es verstehen konnte oder nicht, ehe er sich deutlich räusperte. Er senkte seinen Blick wieder so weit, dass er die Lehrerin ansah, zupfte kurz am Kragen seines Shirts, dann ließ er sich einen Moment Zeit, um über seine Antwort nachzudenken. Bis eben hatte er nur zugehört, erst jetzt ging es darum, was er sagen würde, und das Problem daran war weniger der Inhalt, als vielmehr die Art, wie er es sagte; es sollte so wenig herablassend wie möglich klingen. Die Endfassung ließ sich nach etwa zwei Sekunden hören: „Nachdem mein... geschätzter Mitschüler uns mit seiner... kreativen Metapher die Ausführung von Ninjutsu... umrissen hat, möchte ich etwas auf die Nutzungsweise eingehen. Bekanntlich verwenden Shinobi Ninjutsu als eine der drei Jutsuarten, von denen im Kampf Gebrauch gemacht wird. Allerdings ist es, viel eher als eine Waffe, ein Werkzeug, das uns Ninja vorbehalten bleibt. Ein effektiver Einsatz von Ninjutsu kann den Alltag erheblich erleichtern und wird auch zum erfolgreichen Ausführen von Aufgaben verwendet, die völlig kampflos ablaufen. Das beste Beispiel dafür ist wohl der Wandlauf, der selbst einen Steigungswinkel von 90 Grad davon abhält, zu einem unüberwindlichen Hindernis zu werden. Was Ninjutsu ausmacht, ist, dass man dabei mit Chakra Effekte verursacht, die, im Gegensatz zu Genjutsu, nicht den Verstand des Gegners beeinflussen.“ Ein weiteres Mal räusperte er sich, dann folgte ein kurzes, abschließendes Nicken. Damit war wohl alles wichtige gesagt...
 

Ayaka

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Nicht umsonst hatte Ayaka ihre Frage ganz genau so gestellt, wie sie es getan hatte. Wenn sie von ihren Schülern eine Definition aus dem Lehrbuch wollte, dann sagte sie ihnen das, aber das hatte sie ja gerade überhaupt nicht verlangt. Als Einstieg in eine Unterrichtseinheit fand sie trockene Theorie eher unpassend. Das wäre als würde man ein schönes Nickerchen mit der Tiefschlafkeule beginnen, so etwas machte man nicht. Es diente tatsächlich eher dazu, dass sie diese beiden Schüler, auch wenn sie diese zwar schon einmal gesehen hatte, ein wenig besser einschätzen konnte. Ihre heutige Auswahl an Schülern war vorzüglich… Nein ernsthaft, unterschiedlicher hätten sie wirklich absolut nicht sein können. Der Yontatami und der Rutako… Sie waren wie Tag und Nacht. Was der eine hatte, das fehlte dem anderen völlig. Doch Ayaka nahm das, wie immer, mit sehr viel Humor. Sie beobachtete aufmerksam die Ausführungen zu der Frage, die sie ihnen gestellt hatte, doch sah man bei der Lehrerin selbst, dass sie zwischen den beiden Jungen absolut keinen Unterschied machte. Und das obwohl sie völlig unterschiedlich waren… Wie machte sie das nur? Ganz einfach: Sie amüsierte sich offenherzlich und köstlich über alle beide, indem sie nach jeder Performance, wie Hoko zu sagen pflegte, in amüsiertem Gelächter ausbrach.
Als sie fertig waren, setzte die Dame sich ein wenig anders hin, schlug das eine über andere Bein und seufzte, nachdem sie nun so herzhaft gelacht hatte. „Das wird ja eine richtige Show heute, nicht wahr Jungs?“, begann sie recht amüsiert und kratzte sich am Hinterkopf. „Ich sehe einfach mal davon ab euch nach einer Lehrbuchdefinition zu fragen, auch wenn Ingvi-kun schon nahe daran kommt… Meine Herren, sicher ist eines: In der Prüfungssituation reagieren wir sehr individuell. Was ich damit meine ist, dass sowohl die gesungene oder getanzte Antwort von Hoko, als auch das Zitieren des Lehrbuches zum Erfolg führen kann… Und wann? Natürlich wenn alle Informationen enthalten sind.“ Sie winkte amüsiert mit der Hand hin und her um ihre Aussage zu verdeutlichen. „Shinobi sind immer unterschiedlich. Es gibt die verschiedensten Charaktere und wir sollten froh darüber sein, denn jeder kann auch etwas ganz Besonderes werden. Also sollten wir nicht nach dem Auftritt werten, sondern darauf was man auf dem Kasten hat. Seht ihr das nicht auch so?“ Ayaka war sich ziemlich sicher, dass die Jungen schon ein recht gutes Bild von einander hatten und schwupp hatte sie sich zum Ziel gesetzt genau dieses zu verändern. Vielleicht könnten sie sogar Freunde am Ende werden? Die Herausforderung war köstlich!
Aber es ging ja heute eigentlich um Ninjutsu! Also erst einmal zurück dazu. „Ein bisschen mehr Theorie muss schon sein, bevor ihr euch die Köpfe einschlagen dürft meine Herren…“, begann sie wieder mit einem zarten Schmunzeln auf den vollen Lippen. „Hoko-kun, du darfst mir nun performen, wie auch immer du das wünscht, was es für Ninjutsuelemente gibt!“ Da war sie nun aber gespannt. Sie hob die Hand und zeigte dann zielstrebig mit dem Finger auf den Rutako. „Und von dir Ingvi-kun wünsche ich mir darauf folgend einen Vortrag darüber was denn dieser typische Kreis der Elemente in den Lehrbüchern zu bedeuten hat. Warum gibt es den? Und warum stehen die Elemente dort immer in derselben Reihenfolge?“ Da war sie ja mal gespannt. Das waren beides Fragen, die nicht jeder Akademieschüler beantworten konnte… Auf das wie kam es nicht an, sondern auf das was… Vielleicht würden sie heute diese Lektion lernen, neben dem eigentlichen Thema!
 
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