Die eisigen Wälder

Dieses Thema im Forum "Reich des Eisens" wurde erstellt von Takeshi Rai, 9. Okt. 2019 um 18:47 Uhr.

  1. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

    Beiträge:
    364
    Alter:
    17
    Größe:
    1,86 m
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    come from >> Der "Ponyhof"

    Er gab es ja zu – vielleicht neigte der Takeshi in manchen Situationen ein wenig zu übertreiben. Musste das mit der Sturmmaske aber sein? Ja, musste es, denn der Schneesturm wurde immer stärker. Und laut der Meteki kam gerade ein Dutzend Samurai angerannt, die diese Vorfälle hier untersuchen wollten. War auch klar, dass so ein Schlag ins Gesicht nicht unbedingt unbemerkt bleiben konnte. Dennoch mussten die Ninja jetzt wie richtige Ninja agieren und sich in die Schatten des Waldes wagen, die sich ihnen vor ihren Nasen aufboten. Um nun so unauffällig wie möglich zu sein, bedeutete Rai seinen zwei Kameraden wortlos und mit einem Handzeichen, dass sie jetzt abrücken würden und sich auf die Suche nach den Übeltätern machen würden. So kam es, dass die drei jetzt in irgendeine Himmelsrichtung rannten, quer durch den Wald, um diese Halunken anhand der Fußspuren ausfindig zu machen. Als Rai sich dann in Sicherheit wiegte, die Samurai schon längst außer Reichweite, machte er seinen zwei Begleitern einen Vorschlag: „Leute, ich glaube, dass wir hier vielleicht in eine Falle laufen könnten. Ich meine, die wissen wohl wie man sich hier fortzubewegen hat, wenn die hier ihre Streifzüge durchziehen. Ergo hätten die zu hundert Prozent ihre Spuren irgendwie im Schnee verwischt – so dumm sind selbst die nicht. Deshalb glaube ich, obwohl der Schneesturm immer stärker wird, wir auf den Bäumen sicherer wären. Vielleicht sehen wir die Spuren zwar nicht mehr, aber da die bis jetzt sowieso nur geradeaus gingen, denke ich nicht, dass die plötzlich eine andere Richtung eingeschlagen hätten. Und zusätzlich deckt uns der Schneesturm auf den Bäumen ganz gut ab, sodass wir lautlos und schnell zuschlagen können. Wenn ihr gestattet, mache ich den Vortritt.“ Diesen Vorschlag, oder fast sogar schon Anweisungen, brüllte er fast regelrecht, denn mittlerweile wehte der Wind so stark, dass man sich kaum mehr unterhalten konnte. Das machte dem Takeshi aber nichts aus, denn so wie sich der Wind drehte, konnte das Echo seiner Stimme nie im Leben zu den Banditen gelangen. Und schon während er einen geeigneten Baum suchte, der sich gut für die Fortbewegung anbot – schließlich sprangen sie ja von Baum zu Baum, da brauchte man schon nahestehende Bäume – begann er damit, sein Chakra in seine Beine zu konzentrieren, um somit nicht von der kalten Oberfläche des Baumes abzurutschen. Dies geschah im Bruchteil einer Sekunde; er zielte seinen gewünschten Baum an und kletterte diesen auch hoch. Dabei versuchte er – natürlich für die übertriebene Dramatik – so schnell zu sein, dass die beiden ihn urplötzlich verschwinden sahen. Und so wartete er auf die zwei, bis sie dann schlussendlich folgten, damit sie sich im Schutze des Schneesturms und der Nacht fortbewegen konnten – wie echte Ninja eben.
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  2. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

    Beiträge:
    311
    Alter:
    16 Jahre
    Größe:
    163 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Okay, Chinatsu war nicht ansatzweise so schnell fündig geworden wie Pakura. Die Hasekura hatte gerade erst damit begonnen, sich in der Umgebung umzusehen, als die schwarzhaarige Teamkollegin bereits zurückkam und erklärte, einige Spuren im Schnee gefunden zu haben, die Richtung Wald führten. Oh, etwa die Brandstifter? Ein kleines Lächeln zog sich über die Lippen der hellhaarigen Kunoichi, die einen guten Kampf vorausahnte. Eine Herausforderung, wie sie hoffte. Doch die nähernden Samurai rissen das Mädchen aus ihrer freudigen Erwartung. Was? Diese Samurai würden sie vielleicht aufhalten? Die gelben Äuglein blickten zu Pakura, bevor ein eifriges Nicken als Zustimmung folgte. Bloß weg hier, bevor diese Brandstifter ihnen noch durch die Lappen gingen! Rai gab als Teamleitung mit einem schnellen Handzeichen das Kommando, aufzubrechen, und die beiden Kunoichi folgten dieser Aufforderung.

    Die Ninja kämpften sich durch dichten Wald und ungemütliches Schneegestöber und erst, als sie annahmen, einen sicheren Abstand zu den Samurai und dem Gasthaus aufgebaut zu haben, stoppte der Takeshi in seinem Lauf und wandte sich Pakura und Chinatsu zu. „Eine Falle?“, fragte die Hasekura nach, sah kurz in Richtung der Spuren im Schnee und kratzte sich dann nachdenklich am Hinterkopf. Hm. Ja klar, vielleicht hätten sie die Spuren verwischt, aber vielleicht hatten sie auch damit gerechnet, dass der Schneesturm die Spuren schnell genug verdecken würde? Oder sie waren so schnell auf der Flucht gewesen, dass ihnen zum Verwischen keine Zeit mehr geblieben war? Chinatsu blickte fragend in Richtung Pakura, hatte aber das Gefühl, dass auch die dunkelhaarige Teamkollegin von einem Hinterhalt ausging. Naja, so oder so hatte sie gegen den Vorschlag, über die Bäume weiterzureisen, nichts einzuwenden. Als Rai aber urplötzlich verschwand, blinzelte das Mädchen verwundert. Hektisch sah sie dem Blauhaarigen hinterher, wollte sich zu der Meteki drehen, um mit ihr zu sprechen… doch auch die andere Teamkollegin verschwand plötzlich! „Hey!“, empörte sich die 16-Jährige, die einfach so allein zurückgelassen worden war. Was eine Frechheit! „Wartet auf mich!“ Sie blies säuerlich die Wangen auf, stapfte dann selbst los und setzte zum Sprung auf einen der nahegelegenen Bäume an. Sie erkannte Rai und Pakura, die beide bereits in den oberen Ästen angekommen waren, entschied sich dann dafür, noch ein Stückchen höher zu springen, um dann von oben auf die beiden herabzufallen. Sie landete direkt zwischen den beiden Genin und bemerkte zu spät, dass dieses akrobatische Manöver bei den zugefrorenen Ästen vielleicht nicht die sicherste Variante gewesen war - Chakra hin oder her. Sie klammerte sich bei der Landung also schnell an Pakura und lies erst los, als sie einen sicheren Stand auf dem Ast hatte. „Ihr könnt mich doch nicht einfach da unten stehenlassen!“ Sie grinste, zuerst in Richtung Rai, dann zu Pakura und stemmte eine Hand in die Hüfte. „Ein bisschen mehr Verständnis für die Langsamen hier in der Gruppe!“ Na gut, dann konnte es weitergehen. Chinatsu wusste nicht, wann sie die Gauner einholen würden, aber sie hoffte, dass es bald wäre – immerhin wollte sie ein paar fiese Banditenhintern vermöbeln!
     
    Takeshi Rai und Meteki Pakura gefällt das.