Die eisigen Wälder

Dieses Thema im Forum "Reich des Eisens" wurde erstellt von Takeshi Rai, 9. Okt. 2019.

  1. Takeshi Rai

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    come from >> Der "Ponyhof"

    Er gab es ja zu – vielleicht neigte der Takeshi in manchen Situationen ein wenig zu übertreiben. Musste das mit der Sturmmaske aber sein? Ja, musste es, denn der Schneesturm wurde immer stärker. Und laut der Meteki kam gerade ein Dutzend Samurai angerannt, die diese Vorfälle hier untersuchen wollten. War auch klar, dass so ein Schlag ins Gesicht nicht unbedingt unbemerkt bleiben konnte. Dennoch mussten die Ninja jetzt wie richtige Ninja agieren und sich in die Schatten des Waldes wagen, die sich ihnen vor ihren Nasen aufboten. Um nun so unauffällig wie möglich zu sein, bedeutete Rai seinen zwei Kameraden wortlos und mit einem Handzeichen, dass sie jetzt abrücken würden und sich auf die Suche nach den Übeltätern machen würden. So kam es, dass die drei jetzt in irgendeine Himmelsrichtung rannten, quer durch den Wald, um diese Halunken anhand der Fußspuren ausfindig zu machen. Als Rai sich dann in Sicherheit wiegte, die Samurai schon längst außer Reichweite, machte er seinen zwei Begleitern einen Vorschlag: „Leute, ich glaube, dass wir hier vielleicht in eine Falle laufen könnten. Ich meine, die wissen wohl wie man sich hier fortzubewegen hat, wenn die hier ihre Streifzüge durchziehen. Ergo hätten die zu hundert Prozent ihre Spuren irgendwie im Schnee verwischt – so dumm sind selbst die nicht. Deshalb glaube ich, obwohl der Schneesturm immer stärker wird, wir auf den Bäumen sicherer wären. Vielleicht sehen wir die Spuren zwar nicht mehr, aber da die bis jetzt sowieso nur geradeaus gingen, denke ich nicht, dass die plötzlich eine andere Richtung eingeschlagen hätten. Und zusätzlich deckt uns der Schneesturm auf den Bäumen ganz gut ab, sodass wir lautlos und schnell zuschlagen können. Wenn ihr gestattet, mache ich den Vortritt.“ Diesen Vorschlag, oder fast sogar schon Anweisungen, brüllte er fast regelrecht, denn mittlerweile wehte der Wind so stark, dass man sich kaum mehr unterhalten konnte. Das machte dem Takeshi aber nichts aus, denn so wie sich der Wind drehte, konnte das Echo seiner Stimme nie im Leben zu den Banditen gelangen. Und schon während er einen geeigneten Baum suchte, der sich gut für die Fortbewegung anbot – schließlich sprangen sie ja von Baum zu Baum, da brauchte man schon nahestehende Bäume – begann er damit, sein Chakra in seine Beine zu konzentrieren, um somit nicht von der kalten Oberfläche des Baumes abzurutschen. Dies geschah im Bruchteil einer Sekunde; er zielte seinen gewünschten Baum an und kletterte diesen auch hoch. Dabei versuchte er – natürlich für die übertriebene Dramatik – so schnell zu sein, dass die beiden ihn urplötzlich verschwinden sahen. Und so wartete er auf die zwei, bis sie dann schlussendlich folgten, damit sie sich im Schutze des Schneesturms und der Nacht fortbewegen konnten – wie echte Ninja eben.
     
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  2. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Okay, Chinatsu war nicht ansatzweise so schnell fündig geworden wie Pakura. Die Hasekura hatte gerade erst damit begonnen, sich in der Umgebung umzusehen, als die schwarzhaarige Teamkollegin bereits zurückkam und erklärte, einige Spuren im Schnee gefunden zu haben, die Richtung Wald führten. Oh, etwa die Brandstifter? Ein kleines Lächeln zog sich über die Lippen der hellhaarigen Kunoichi, die einen guten Kampf vorausahnte. Eine Herausforderung, wie sie hoffte. Doch die nähernden Samurai rissen das Mädchen aus ihrer freudigen Erwartung. Was? Diese Samurai würden sie vielleicht aufhalten? Die gelben Äuglein blickten zu Pakura, bevor ein eifriges Nicken als Zustimmung folgte. Bloß weg hier, bevor diese Brandstifter ihnen noch durch die Lappen gingen! Rai gab als Teamleitung mit einem schnellen Handzeichen das Kommando, aufzubrechen, und die beiden Kunoichi folgten dieser Aufforderung.

    Die Ninja kämpften sich durch dichten Wald und ungemütliches Schneegestöber und erst, als sie annahmen, einen sicheren Abstand zu den Samurai und dem Gasthaus aufgebaut zu haben, stoppte der Takeshi in seinem Lauf und wandte sich Pakura und Chinatsu zu. „Eine Falle?“, fragte die Hasekura nach, sah kurz in Richtung der Spuren im Schnee und kratzte sich dann nachdenklich am Hinterkopf. Hm. Ja klar, vielleicht hätten sie die Spuren verwischt, aber vielleicht hatten sie auch damit gerechnet, dass der Schneesturm die Spuren schnell genug verdecken würde? Oder sie waren so schnell auf der Flucht gewesen, dass ihnen zum Verwischen keine Zeit mehr geblieben war? Chinatsu blickte fragend in Richtung Pakura, hatte aber das Gefühl, dass auch die dunkelhaarige Teamkollegin von einem Hinterhalt ausging. Naja, so oder so hatte sie gegen den Vorschlag, über die Bäume weiterzureisen, nichts einzuwenden. Als Rai aber urplötzlich verschwand, blinzelte das Mädchen verwundert. Hektisch sah sie dem Blauhaarigen hinterher, wollte sich zu der Meteki drehen, um mit ihr zu sprechen… doch auch die andere Teamkollegin verschwand plötzlich! „Hey!“, empörte sich die 16-Jährige, die einfach so allein zurückgelassen worden war. Was eine Frechheit! „Wartet auf mich!“ Sie blies säuerlich die Wangen auf, stapfte dann selbst los und setzte zum Sprung auf einen der nahegelegenen Bäume an. Sie erkannte Rai und Pakura, die beide bereits in den oberen Ästen angekommen waren, entschied sich dann dafür, noch ein Stückchen höher zu springen, um dann von oben auf die beiden herabzufallen. Sie landete direkt zwischen den beiden Genin und bemerkte zu spät, dass dieses akrobatische Manöver bei den zugefrorenen Ästen vielleicht nicht die sicherste Variante gewesen war - Chakra hin oder her. Sie klammerte sich bei der Landung also schnell an Pakura und lies erst los, als sie einen sicheren Stand auf dem Ast hatte. „Ihr könnt mich doch nicht einfach da unten stehenlassen!“ Sie grinste, zuerst in Richtung Rai, dann zu Pakura und stemmte eine Hand in die Hüfte. „Ein bisschen mehr Verständnis für die Langsamen hier in der Gruppe!“ Na gut, dann konnte es weitergehen. Chinatsu wusste nicht, wann sie die Gauner einholen würden, aber sie hoffte, dass es bald wäre – immerhin wollte sie ein paar fiese Banditenhintern vermöbeln!
     
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  3. Meteki Pakura

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    „Es ist doch nicht zu glauben…“ dachte Pakura ob des plötzlichen Verschwindens des Teamleiters, der es sich offensichtlich nicht nehmen ließ, vor den Kunoichi mit seiner unnormal hohen Geschwindigkeit anzugeben. „Dem zeig ich es.“ war ihr erster Gedanke, als sie Rai in den Baumgipfeln wiederentdeckte. Schnell waren ein paar Fingerzeichen geformt und die Meteki fand sich auf einem Ast hinter dem besagten jungen Mann wieder und schrie „Angeber!“ durch den Sturm. Das musste dann doch gesagt sein.

    „Verdammte… !“ Ein ziemlicher Schreck durchfuhr den Körper von Pakura, als sich Natsu so völlig ohne Vorwarnung an sie klammerte und damit das Gewicht auf den Ast einfach mal verdoppelte. Keine der beiden Mädchen war schwer. Vor allem die deutlich größere Hasekura war bei einem identischen Gewicht zur Meteki stark unterernährt. Aber zweimal 50 kg ergaben trotzdem 100 kg und so musste die Schwarzhaarige handeln, bevor der Ast noch einbrach, auf welchem nun beide Kunoichi standen. So umfasste sie mit beiden Händen den Ast über sich und schwang sich ein paar Zentimeter in die Luft, um dann ihren Körper um etwa 135° zu biegen und zumindest mit einem Fuß mit darin konzentriertem Chakra an den Baumstamm zu heften (Kinobori). „Bist Du verrückt geworden?“ Keuchte die Braunäugige zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Bei der Aktion war ihr Schal hinuntergerutscht, so dass der eisige Wind nun ungehindert in ihr rotes Gesicht wehte.

    Nachdem Natsu endlich einen sicheren Stand gefunden sowie losgelassen hatte schwang sich Pakura vollständig auf den oberen Ast und rückte ihren Schal zurecht. „Es ist ja süß, dass Du Körperkontakt zu mir suchst, Natsu-chan. Aber pass besser auf, okay?“ sagte die Meteki daraufhin und lachte kurz. Sie wusste ja, dass das Kullerauge sowas nicht aus Bösartigkeit machte, sondern einfach nicht nachdachte. Die Schwarzhaarige würde nun aber definitiv eines ihrer minimal ermatteten braunen Irden auf der Weißhaarigen halten.

    Nach einer Weile hörte Pakura Schreie aus der Richtung, aus welcher die Gruppe kam. Offenbar hatten die Samurai die Spur ebenfalls aufgenommen und waren an ihrer statt in Fallen getreten. „Rai-kun, hast Du das auch gehört?“ Ohne an Geschwindigkeit zu verlieren tauschte sie ein paar Blicke mit ihren Kameraden aus. Würde die Gruppe umkehren, oder weiter der Spur folgen. Die Entscheidung lag alleine beim Teamführer, auch wenn die Meteki tatsächlich hin und her gerissen war. Es lag ihr schon sehr am Herzen, Hilfsbedürftigen zu helfen. Aber wer wusste schon, was diese Gauner noch alles planten und gehört hatte sie definitiv nicht so viele Männerschreie, wie ihr zuvor Samurai aufgefallen waren. Die konnten sich also im Zweifel auch selbst helfen.
     
  4. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Es dauerte nicht lange, bis sich seine zwei Teamkollegen zu ihm gesellten. Irgendwie war es schon klar gewesen, dass sich der Takeshi diese Chance nicht nehmen lassen konnte, oder nicht? Dabei war es nicht sein Ziel gewesen anzugeben, sondern eher zu demonstrieren, was sich sein Training gebracht hatte. Schließlich war ja einiges an Zeit vergangen seitdem er die beiden Mädchen gesehen hatte. Aber er wusste auch nicht, dass die Meteki auch Resultate aus ihrem Training ziehen konnte! Als er plötzlich ihre Stimme hinter seinem Rücken vernahm, zuckte er kurz zusammen und seine Nackenhaare stellten sich auf. Dass er sich in so einer Situation erschrak, war doch klar! Schließlich saßen ihnen die örtlichen Samurai im Nacken und die skrupellosen Banditen tanzten ihnen auf der Nase herum! Einen Kommentar dazu ersparte er sich, so hatte er auch nicht genügend Zeit, um irgendwie ausfallend zu werden, denn urplötzlich kam Natsu daher gesprungen und überraschte Pakura, die sich danach krampfhaft versuchte irgendwo festzuhalten. Naja, zum Glück ging diese Situation eher glimpflich aus und ein kleiner Grinser verließ die Lippen des 17-Jährigen. Er empfand dies eher als witzig als, dass diese Situation hätte gefährlich werden können. Als sich die beiden wieder gefangen hatten, gab er das Zeichen zum Aufbruch: „Alles klar, dann gehen wir’s an. Passt auf, dass ihr nicht abrutscht – ihr habt es gerade selbst gemerkt! Solltet ihr nicht mithalten können oder Hilfe benötigen, dann sagt es mir einfach.“ Und so machte sich der Trupp wieder auf den Weg, um ihr Ziel zu erreichen: das Banditenlager.

    Aber nach einiger Zeit stellten sich wohl die Vermutungen von Rai und Pakura als wahr heraus und plötzlich vernahmen die Ninja ein paar laute Aufschreie, die sich von hinten an sie heranbahnten. Das nahmen die drei zum Grund, für einen Moment innezuhalten und Rai veranlasste es nachzudenken, ob sie nicht doch umkehren sollten und den verletzten Samurai helfen sollten. Einerseits war es wichtig, die Mission mit bestem Gewissen auszuführen und erfolgreich abzuschließen. Diese Lektion hatte er vor ein paar Jahren mal von jemandem gelernt. Aber als er in die Gesichter seiner zwei Mitstreiterinnen blickte, sah er vor allem in Pakuras Gesicht eine Anbahnung von Verzweiflung, denn wie Rai sie kennenlernen durfte, war es ihr oberstes Gebot den Verletzten zu helfen. Nach langem Ringen mit sich selbst, beschloss Rai schlussendlich den Samurai in der Not zu helfen. Dabei meinte er zu den beiden: „Argh, lasst uns denen helfen. Wir können die nicht einfach als Kanonenfutter zurücklassen. So sind wir nicht und werden es auch nie sein.“ Und so kam es, dass der Trupp rund um Rai nun eine Kehrtwende machte und sich langsam und mit Bedacht zu den Verletzten aufmachte. Wer wusste denn schon, ob diese Banditen nicht schon auf die nächste Beute auflauerten?
     
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  5. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Verrückt? Was war das denn für eine Frage? Chinatsu blinzelte unschuldig, sah den Sprüngen der Meteki nach und legte den Kopf zur Seite. Wahrscheinlich war sie wirklich viel zu unbedacht, denn so gefährlich hatte sie die Situation gar nicht eingeschätzt. Naja, aber die Weißhaarige war auch nicht unbedingt dafür bekannt, besonders vorsichtig vorzugehen oder sich über die Konsequenzen ihres Handelns größere Gedanken zu machen. Daher war es umso besser, dass Pakura dort weiterdachte, wo das Denken von Chinatsu scheinbar aufhörte. „Echt athletisch!“, lobte die Kunoichi, nachdem die dunkelhaarige Kollegin sich in Sicherheit gebracht hatte und streckte ihr direkt im Anschluss die Zunge raus. „Vielleicht. Aber dafür hast du ja leider ziemlich schnell die Flucht ergriffen.“ Als Rai dann wieder seine Stimme erhob, wandte Chinatsu sich mit einem Seitenblick an den Teamleiter. Mit einem kurzen Nicken gab das Mädchen ihr Einverständnis zu verstehen und machte sich dann ohne Umschweife zusammen mit dem restlichen Team weiter auf den Weg.

    Der Weg war recht still – eigentlich zu still. Doch es passte zu der Umgebung und rundete die Atmosphäre, die der eisige Wald ihnen bot, irgendwie ab. Die Hasekura kam nicht umhin, ein wenig gefesselt zu sein von dieser Natur, ganz gleich, dass es – salopp gesagt – arschkalt war. Die mystische Atmosphäre wurde jedoch jäh unterbrochen, als einige Männerschreie erklangen und durch den sonst idyllischen Wald drangen. Chinatsu sah nicht einmal über die Schulter zurück, immerhin wusste sie, dass ihr Ziel ganz woanders lag. Selbst wenn Rai es gerne gesehen hätte: Im Gesicht der Weißhaarigen ließ sich mit keiner Spur erkennen, dass sie den Männern zur Hilfe eilen wollte. Das waren ein paar stämmige Typen, die konnten sich ja wohl selbst helfen. Ganz davon abgesehen, dass die nicht alleine unterwegs waren und Chinatsu nicht das Gefühl hatte, automatisch überall gebraucht zu werden, nur weil sie sich zufälligerweise in der Nähe befand. Plötzlich hielt der Takeshi allerdings an, sodass auch die 16-Jährige anhielt. Ihr Mund öffnete sich leicht, sie blinzelte verwirrt. „Was?“, fragte sie nach, obwohl sie natürlich verstanden hatte, was Rai gesagt hatte. „Rai, die sind nicht alleine unterwegs und ausgebildete Samurai. Die kommen auch ohne uns klar.“ Die sonst immer so fröhliche Stimme des Mädchens wurde plötzlich rauer, nicht erbost, aber dennoch mit einem gewissen Nachdruck. Leider gab man Chinatsu gar nicht die Gelegenheit, ihre eigene Meinung wirklich zu vertreten, denn die Gruppe wandte sich dennoch um und ging den Weg zurück, den sie bereits gekommen waren. So als hätte sie gar nichts gesagt. Es gefiel der Weißhaarigen nicht und für einen Wimpernschlag dachte sie darüber nach, einfach alleine weiterzugehen. Nein, das konnte sie natürlich nicht bringen – noch nicht. Zähneknirschend folgte sie ihren Teamkollegen, aber in gebührendem Abstand. Sie mochte Rai, aber in diesem Moment war er ihr charakterlich viel zu weich. Zu weich, um das Team in dieser Mission anzuführen. Wenn es nach ihr gegangen wäre… naja, das interessierte ja offensichtlich niemanden. Das Team kam schließlich bei den verletzten Samurai an, aber da Chinatsu keine Ahnung von Verletztenversorgung hatte, konnte sie hier nicht wirklich mit ihren Fähigkeiten glänzen. Sie hielt sich also weiter im HIntegrund, darauf wartend, dass die eigentliche Mission fortgeführt werden konnte.
     
  6. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Erleichtert lächelte Pakura ihren Teamleiter an - was dieser aber aufgrund des Schals vor ihrem Mund höchstens an ihren Augen erkennen dürfte - und rief ihren Kameraden durch den tosenden Sturm hinzu: „Ich geh schonmal vor. Würdet ihr mir den Rücken sichern? Da ich die einzige Iryōnin hier bin könnt ihr ansonsten eh nicht sonderlich viel ausrichten, denke ich.“ Ohne großartig auf eine Antwort zu warten machte sich die Meteki auf den Weg in die Richtung, aus der die Schreie kamen.

    Es dauerte einige Minuten bis das Mädchen nah genug am Ort des Geschehens gekommen war, um zwei Männerstimmen erahnen zu können. „Sie werden mich für einen Feind halten…“ dachte sie und näherte sich mit gemäßigterer Geschwindigkeit, bis sie zwischen den Bäumen Bewegungen sehen konnte. Dort waren die Samurai, welche die Fünfzehnjährige zuvor erspäht hatte. Ein paar davon waren damit beschäftigt, zweien aus einer Fallgrube zu helfen. Wenige Meter weiter schnitt wer einen Kameraden aus einer Schlingfalle, die diesen kopfüber am Baum baumeln ließ – wobei ihm der Helm vom Kopf gefallen war. Der Samurai, welcher offensichtlich das Sagen hatte, stand bei einem Krieger, dessen rechter Fuß in einer Art Bärenfalle feststeckte, aus der ein weiterer wiederum versuchte, dieses zu befreien. Dazu nahm der Mann eines seiner drei Schwerter als Hebel zur Hilfe. „Das sind nicht alle. Es werden wahrscheinlich noch welche zwischen den Bäumen nach weiteren Fallen suchen.“

    Einen Moment durchdachte die Schwarzhaarige ihr weiteres Vorgehen und leitete dann eine neue Ladung Chakra in ihre Füße, um so senkrecht den Baum hinabzusteigen, auf welchem aus sie die Samurai beobachtet hatte. (Kinobori) „Wer da!? Männer, da kommt wer!“ Wie sie vermutet hatte waren noch drei der Krieger in der Nähe, welche die Braunäugige auf Befehl des Kommandanten ohne zu zögern mit gezogenen Schwertern umstellten. Auf diesen Augenblick hatte sich die Kunoichi geistig vorbereitet, weshalb es ihr gelang, die Ruhe zu bewahren und keinen Muskel zu rühren. Zumindest bis zu dem Augenblick, als sie langsam beide Hände in die Luft hob, um so zu signalisieren, dass ihr nicht an einem Kampf gelegen war. Mit einem Ruck des Kopfes – welcher die Umstehenden reflexartig fester um die Griffe der Katana greifen ließ – lockerte sie ihren Schal, so dass ihr Gesicht erkennbar war. „Ich komme in Frieden. Es herrscht kein Grund für Gewalt.“ Eine quälend lange Sekunde verging, während der sie unbewusst die Luft anhielt. Der eisige Wind rötete ihr junges Gesicht und langsam begann wieder das Zittern. Nicht vor Angst, sondern wegen der frostigen Temperaturen, welche die Iryōnin noch nie sonderlich gut ertragen konnte. Schließlich hob der Kommandant die linke Hand und die Männer traten je einen Schritt von ihr fort. Langsam und bedächtig auf den Weg vor seinen Füßen achtend ging der hochgewachsene Mann auf die Fremde zu und fragte mit durch den Helm verzerrt wirkender Stimme: „Wer bist Du und was machst Du hier?“ Ohne zu zögern antwortete die Kirinin, als wäre es ein vorgesetzter Shinobi gewesen, welcher die Frage gestellt hatte. „Meteki Pakura, Genin aus Kirigakure. Mein Team soll gegen die rote Seidenbande vorgehen.“ Sie hielt es für sinnvoll, ehrlich zu sein. Daher verheimlichte die Kunoichi auch nicht, dass sie nicht alleine war. Die genauen Details der Mission waren allerdings in diesem Zusammenhang unwichtig. „Wie viele seid ihr und wo sind deine Kameraden?“ „Insgesamt drei Genin. Meine Kameraden sind in der Nähe. Genauer weiß ich es selbst nicht. Aber es besteht keine Gefahr für euch.“ Mit einem Nicken in Richtung des Verwundeten fügte die Suiton-Anwenderin außerdem hinzu: „Zumindest für die meisten von euch. Wenn der Mann nicht bald befreit wird, verliert er sein Bein oder stirbt gar. Ich bin Heilerin. Bitte lasst mich helfen.“

    „Wo auch immer ihr seid, Ninja, ihr könnt rauskommen!“ rief der Kommandant in den Wald und sagte zu Pakura gewandt „Ich hatte bereits mit Shinobi zu tun und weiß, dass wir euch bei diesem Wetter nicht verfolgen können. Selbst wenn wir wollten. Kümmere Dich um ihn, aber keine krummen Dinger. Ich bin überzeugt, dass ein direkter Kampf gegen uns nicht leicht für euch wäre.“ Aber die Meteki war schon bei dem Verletzten und schob jenen Samurai, welcher versucht hatte, die Bärenfalle zu öffnen, auf Seite. Ihr war bewusst, dass gerade in solchen Fällen sehr viel mehr verschlimmert als verbessert werden konnte, falls jemand einen falschen Handgriff tut. Daher schaute das Mädchen die Falle bedächtig von jeder Seite an, ohne sie auch nur zu berühren und zog schließlich mit den Worten „Da kann ich erstmal nur eins tun…“ ein Kunai aus der Beintasche. „Du wirst doch nicht…“ stieß der Abgeschobene hervor, kam aber nicht weit, bevor sie mit der Arbeit begann. Mit einigen geschickten Handgriffen löste die Fünfzehnjährige die Schrauben des Scharniers des Gerätes. Sobald dies getan war entfernte sie den oberen Kiefer, ließ aber den Unteren vorerst in der Wunde, um ein Ausbluten zu verhindern. Schließlich zog sich die Schwarzhaarige die Handschuhe aus, formte einige Fingerzeichen und legte die nun in grün leuchtendes Chakra gehüllten Hände flach auf die Wunde. (Shinsatsu no Jutsu) „Eine scheußliche und sehr tiefe Wunde… aber der Knochen ist nur angekratzt. Nicht gebrochen.“ Anschließend formte sie einige neue Fingerzeichen und wiederholte die Prozedur. (Kiyome no Jutsu) Einige Minuten verstrichen, die Kälte zog über die nackten Finger der Braunäugigen ihre Arme hinauf und das Stöhnen des Patienten hörte auch nicht auf. Die Kunoichi biss aber die Zähne zusammen und blendete alle Störgeräusche aus, um sich ungehindert konzentrieren zu können. Nachdem die obere Seite des Beines fertig behandelt war kümmerte sie sich darum, den unteren Kiefer ebenfalls zu entfernen und behandelte die dortige Wunde wie zuvor beschrieben. „Nicht so tief wie auf der anderen Seite… hier kann ich vielleicht…“ Erneut folgten einige Fingerzeichen und ein Auflegen der Hände auf die Wunde, wobei die Iryōnin das Chakra nun in die Wunde sinken ließ. (Chiyu Ryoku no Jutsu) „Es muss die ganze Wunde ausfüllen…“ Endlose Minuten später griff sie in ihre rechte Jackentasche, zog die Hand aber gleich zurück, während ihr Blick in ihrer näheren Umgebung umherging. Plötzlich sprang die Kirinin auf eine Füße und sagte zum ihr nächsten Samurai: „Du, steh gerade.“ Dabei lag eine überraschende Autorität in ihrer Stimme, so dass der Mann gar nicht anders konnte, als erst zu folgen und dann darüber nachzudenken. „Was…“ Die Kunoichi führ mit ihrem rechten Ärmel völlig unvermittelt mehrfach über die Vorderseite der Rüstung, was den Mann extrem verunsicherte. „Hey hey… was wird das!“ Er begann sich zu wehren und so kam es zu einem kleinen Gerangel, was der Krieger sicher für sich gewonnen hätte. Aber die Ninjutsuka packte ihn am Kragen der Rüstung und zog sich zu ihm hoch – schließlich war der Kerl gut vierzig Zentimeter größer als sie – und schaute ihm tief in die Augen. „Wenn ich nicht bald eine trockene Fläche bekomme, um meine Makimono darauf auszubreiten, wird es deinem Kameraden schlechter gehen und ich werde dich persönlich dafür zur Rechenschaft ziehen…!“ „Warum sagst Du das nicht gleich. Verrücktes Weib!“ Die letzten beiden Worte waren in einem Akzent gesprochen, welchen Pakura nicht zuordnen konnte und daher auch nicht verstand. Er entspannte sich und sie ließ sich wieder auf den Boden runter. Daraufhin griff die Meteki abermals in ihre Jackentasche, zog besagte Makimono heraus und breitete diese auf der mit Eisenplatten geschützten Brust aus. „Festhalten!“ Ein paar Fingerzeichen später hielt sie die Schriftrolle in der einen und einen Medizinkasten in der anderen Hand. Nun hieß es nur noch, das verletzte Bein zu verbinden, den Patienten mit Schmerzmitteln zu behandeln und ihn darauf hinzuweisen, was er zur Genesung weiterhin zu tun hatte.
     
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  7. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Wahrscheinlich wäre jede Hilfe für diesen armen Mann zu spät gekommen, wenn Rai nicht den Befehl zur Hilfeleistung gegeben hätte. Obwohl sich Natsu noch immer – das stand ihr offen ins Gesicht geschrieben – nicht damit zufriedengeben wollte und weiter an der eigentlichen Mission arbeiten wollte, war der Takeshi stolz drauf, dass die Meteki dem Samurai doch noch helfen konnte. Das tat sie mit äußerst großer Vorsicht und noch größerem Können, das musste man ihr lassen. In der Zwischenzeit wollte sich Rai mit dem Anführer dieses Trupps unterhalten – so von Anführer zu Anführer. Deshalb ging der Ninja auf ihn zu und bat ihn kurz darum, sich ein wenig von der Meute zu distanzieren. „Das war ja mal ein riesiges Glück, dass wir gerade hier unterwegs waren. Wer weiß, was hätte sein können, wenn nicht meine Teamkollegin zur Stelle gewesen wäre… Aber sei’s jetzt drum, ich habe mit Ihnen etwas Wichtiges zu bereden.“ Als Rai die Dringlichkeit vermittelte, wurde der Samurai – mittlerweile hatte dieser seinen Helm abgenommen – auch hellhörig. Natürlich, denn wer wurde das nicht, wenn es um Informationen ging? „Wir sind an einer wichtigen Mission dran, die Rote Seidenbande zu verfolgen. Die Mission hat äußerste Wichtigkeit, da es hierbei um eine Rettungsaktion eines Zivilisten geht. Und da diese Typen gerade eben diesen Gasthof in Brand gesteckt haben, haben wir es hier auch mit mutwilliger Sachbeschädigung zu tun, was diesen Banditen sicher nicht zugutekommen wird. Aber viel wichtiger ist es, dass wir den verschwunden Meisterdetektiv Sato Hideyoshi finden und wieder sicher nach Hause bringen. Laut unseren Informationen ist dieser in der Gewalt dieser Bande, da er ihnen allmählich auf die Schliche gekommen ist. Ich denke, dass wir hierfür einen starken Samuraitrupp gerne an unserer Seite wissen würden.“ Kurz grübelte der Anführer über die Worte des Takeshi nach. In der Zwischenzeit wurde der Wind etwas stärker und das Rascheln in den Bäumen wurde lauter. Auch der Schneesturm wollte sich nicht weiter verflüchtigen. Das Ganze löste irgendwie ein gewisses Gefühl des Unbehagens bei dem 17-Jährigen aus. Aber zumindest konnte Pakura die Stimmung ein wenig auflockern, indem sie verkündete, dass der Samurai mit der bösen Verletzung am Bein durchkommen würde. Das bestärkte den Anführer dieses Trupps nun mehr und stimmte dem Takeshi zu: „Ich denke auch, dass wir uns in dieser Sache gegenseitig helfen können. Wir verfolgen diese Verbrecher nun schon seit einigen Monaten und da nun ein Menschenleben auf dem Spiel steht, sind wir bereit euch unsere Schwerter zu leihen.“ Um diesem kleinen Abkommen mehr Druck und Deutlichkeit zu verleihen, reichten und schüttelten sich beide die Hand. Und so endete die Unterhaltung der beiden Anführer und beide kehrten gemeinsam wieder zum Rest zurück.

    Doch plötzlich durchbrach ein Zischen diesen kurzen und ruhigen Moment. Zunächst war unklar, was dieses Zischen war, aber es sollte sich binnen Sekunden herausstellen, dass es ein Pfeil war, der sein Ziel auch traf: Einen ahnungslosen Samurai. Als den Leuten klar wurde, was gerade passiert war und der getroffene Samurai röchelnd zu Boden fiel, zogen wie auf Kommando, alle der hier anwesenden Samurai ihre Waffen. Diese wandten ihre Rücken von den Shinobi ab. So tat es auch der Anführer des Trupps, der sich nun in eine defensive Haltung begab und Rai regelrecht anschrie: „Genau deswegen vertrauen wir euch Ninjas nicht! Ihr habt uns in den Hinterhalt gelockt! Männer, Formation einnehmen!“ Der perplexe Takeshi stand mit leeren und erhobenen Händen da, nichtwissend, was hier gerade vor sich ging. Er wollte nun nicht noch mehr als Feind für sie gelten, obwohl er dies ganz sicher nicht war. Und während die Samurai nun eine defensive Formation einnahmen, wurde noch ein Pfeil abgefeuert, welcher sein Ziel auch traf und einen weiteren Samurai zu Boden fallen ließ. Das war das Zeichen für Takeshi, sich nun in Sicherheit zu begeben. Dabei zog er mit seiner rechten Hand ein Kunai aus der Tasche, sprintete hinter den nächsten Baum und schrie auch seinen zwei Mädels zu, die sich hoffentlich schon in Sicherheit begeben hatten: „Geht in Deckung!“ Und so kam es, dass ein regelrechter Pfeilhagel auf alle hier Anwesenden einschlug, den es nun abzuwarten galt.
     
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