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Die Tiefen des Waldes

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Es war dunkel, kühl.. und allgemein viel zu früh am Morgen. Nicht einmal die Sonne war bisher aufgegangen! Und dennoch schlenderte die kleine Hasekura durch Shirogakure, sah sich immer wieder neugierig um. Wie anders es hier doch aussah, wenn alle Menschen schliefen. Chinatsu konnte sich nicht erinnern, das schon einmal erlebt zu haben. Nachdem die 12-Jährige der Akademie einen Besuch abgestattet hatte, war sie weitergegangen, bis sie vor den Wäldern des Dorfes zum Stillstand kam. Die gelben Äuglein sahen sich die Bäume an, die durch den herrschenden Winter relativ kahl waren. Dann sah sie in die Tiefen des Waldes, der dunkel und unheilvoll wirkte. Um diese Uhrzeit einfach nicht einladend - interessierte das die Weißhaarige? Nee, natürlich nicht. Sie kramte in den weiten Taschen ihres Parkas, holte ein Blatt Papier hervor, hockte sich auf den Boden und begann zu falten. Im Ergebnis entstand ein Origami-Vogel, der stolz von der Hasekura begutachtet wurde. Einen Chakraimpuls später erhob sich das Kunstwerk von alleine in den Himmel und flatterte mit den kleinen Flügeln. Die Kunoichi lachte - so schnell konnte man sich einen Freund für seine Abenteuer schaffen. „Was meinst du? Guck dir mal an, wie gruselig der Wald aussieht. Da gibt es doch bestimmt Geister!“ Das Mädchen kicherte und wanderte dann schnurstracks in den dunklen Wald hinein - ihr Origami-Vogel folgte natürlich brav der Meisterin.

Aber wie kam es, dass die 12-Jährige um solch eine Uhrzeit unterwegs war? Kein normaler Mensch bewegte sich schließlich freiwillig so früh aus dem kuscheligen Bett, wenn ihm noch mehrere Stunden zur Erholung vergönnt wären. Nun, stimmte vielleicht für den Großteil der Bevölkerung und auch bei der Hasekura lag man mit dieser Annahme an sich nicht falsch. Das Problem war gewesen, dass Chinatsu nicht mehr hatte schlafen können. Und da die Weißhaarige sinnloses rumliegen als Zeitverschwendung empfand, hatte sie Etwas unternehmen wollen. Aktivitäten in der Küche waren flachgefallen, das hätte nachher ihren älteren Bruder aufgeweckt. Somit hatte sich das Mädchen dick angezogen und war trotz Dunkelheit und Kälte nach draußen gegangen, um Shirogakure zu erkunden. War das nicht vollkommen verständlich? Passieren würde schon Nichts, es handelte sich bei der 12-Jährigen schließlich um eine ausgebildete Kunoichi!

Mittlerweile bewegte sich die Kleine inmitten des Waldes, hatte jedoch noch keinen der gesuchten Geister finden können. Ehrlich gesagt hatte Chinatsu keine Ahnung mehr, wo genau sie sich befand oder wie sie aus dem Wald wieder hätte herausfinden können. Ihr Orientierungssinn war ohnehin nie sonderlich gut gewesen. Ein Glück, dass die Hasekura sich darüber bisher noch keine Gedanken machte - schließlich befand sie sich noch mitten in ihrem kleinen Abenteuer. Sie trat auf einen Ast, es knackte und plötzlich raschelte es in einem Gebüsch. „Geister!“, rief die Hasekura begeistert aus, doch im nächsten Augenblick sprang ein Reh aus dem Geäst und setzte schleunigst zur Flucht an. Chinatsu blinzelte, dann formte sich ein breites Grinsen in ihrem Gesicht. Kein Geist, aber ein Reh war mindestens genauso toll. Und vielleicht lief er zu einer ganzen Horde weiterer Rehe? Aufgeregt schnappte sich die Hasekura ihren Origami-Vogel und lief dem Tier hinterher. Interessant, dass sie nicht die einzige Person war, die sich zu dieser frühen Stunde in den Wäldern herumtrieb.
 
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Es war wirklich eine Seltenheit jemanden so früh auf den Beinen zu sehen. Die Dämmerung des Morgens hatte noch nicht einmal angefangen, die Sonne schlummerte selbst noch. Die kühle Luft und die Dunkelheit sorgten im Wald für eine düstere Atmosphäre, ähnlich der eines schlechten Horrorfilms. Na was ein Glück, das man sich hier nicht in einem dieser schlechten Adaptionen des Horrors befand. Wie üblich und typisch für den jungen Imperator des Taijutsu, dem Lord of Love, gab es auch heute wieder allen Grund für eine nächtliche Exkursion in den Wald um sich der erregenden und berauschenden, körperlichen Ertüchtigung hinzugeben, die ein jeder liebte. Richtig! Training.
Bereits seit gut einer Stunde tobte ein tosender, blauer Wirbelsturm durch den Wald um sich dem Konditionstraining hinzugeben. Dehnübungen, Laufübungen, Krafttraining – hier fand wirklich alles Anwendung, was ein ambitionierter und evaluierter Kampfsportler zu tun hatte. Gekleidet in seinem blau-orange farbenden Kampfanzug, der ihn dabei ziemlich lächerlich aussehen ließ, tritt er gerade immer und immer wieder eifrig auf einen Baumstamm ein. Seine Kleidung war bereits verschmutzt, ebenso seine Haut, die zudem noch geprägt von Schweiß war. Seine Handflächen und Knöchel waren aufgerieben, rot und bereits stark beansprucht, schließlich war das hier kein Training für Frauen, sondern eines für richtig echte Männer. „Und jetzt das Finale!“, konstatierte der junge Shinobi und setzte zu einem gekonnten Konoha Reppu an. Geschwind ging Izuya also in eine tiefe Position und übte ebenso geschwind den Fußfeger aus. Sein Fuß knallte also ungebremst gegen den Baumstamm und verursachte ein hartes Echo in seinen Knochen. Erschöpft atmete er durch und blieb auf dem Boden liegen, um sich kurz zu erholen. Sein Blick wanderte müden Blickes gen Himmel um die Dunkelheit zu betrachten, in der er in den letzten Tagen überwiegend seine Zeit verbrachte. Er hob sacht eine Hand und hielt diese empor, als wollte er nach den Sternen greifen. „Nicht mehr lange…nicht mehr lange...und ich werde die Dämmerung sehen können“, murmelte der Blauschopf dabei und atmete nochmals tief durch. Mit zitternden Beinen und einem halbwegs ramponierten Körper, versuchte der Akinawa wieder auf die Beine zu kommen, allerdings stellte sich dies als anstrengender heraus, als er selbst erwartete. Er biss sich eifrig auf die Zähne und stemmte sich auf, als seine Aufmerksamkeit auch schon von etwas anderem beansprucht wurde. War der junge Shinobi etwa nicht allein im Wald oder woher kam dieser begeisterte Ruf nach Geistern? Skeptisch guckte sich der Blauschopf um, konnte allerdings noch nichts ausfindig machen. Der kühle und seichte Wind sorgte für ein Geraschel in den Büschen, für ein Geraschel in den Baumkronen und für einen leisen Ton der am Ohr vorbei pfiff. Neugierig setzte sich der Kampfsportler also in Bewegung um der Quelle dieses Rufes auf den Grund zu gehen, schließlich war es für Besucher eigentlich viel zu früh. Seine Schritte waren langsam und schwer, fast so als schleppte er sich förmlich vorwärts.
 
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Das Reh war wirklich flink und geschickt - besser, als Chinatsu es erwartet hätte. Dennoch ließ sich die Kleine so schnell nicht abschütteln, folgte dem Tier durch jeden Strauch und jedes Geäst. Da ihre langen, weißen Haare wie so oft in offenen Wellen ihren Körper herunterfielen, verfingen sich einige der kleineren Äste und Blätter darin, auch an der Kleidung der 12-Jährigen ging die Verfolgungsjagd nicht spurlos vorbei. Interessierte das die Hasekura? Natürlich nicht, sie achtete bisher noch nicht sonderlich auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Selbst wenn sich dies in den kommenden Jahren noch ändern sollte, lagen die Prioritäten aktuell noch woanders. „Warte doch!“, forderte Chinatsu das Reh auf, lachte dabei ausgelassen und bemerkte dadurch zu spät, dass das Tier einen unvorhersehbaren Haken schlug. Huch? Musste das Reh einem Hindernis ausweichen? Dem Mädchen blieb keine Zeit, um darüber nachzudenken, denn aufgrund dieses Manövers stolperte sie über eine dickere Wurzel am Boden und kullerte förmlich aus dem Gebüsch heraus, landete mit der Nase voran im kühlen Laubboden. In diesem Augenblick konnte man vermutlich nicht viel mehr sehen als eine große Ansammlung voluminöser, weißer Haare.

„Ohh…“, stöhnte die Hasekura mit ihrer hellen Stimme, als sie sich mit den Händen vom Boden abstützte. Die gelben Äuglein sahen auf - eigentlich auf der Suche nach dem Reh. Dann allerdings blinzelte die 12-Jährige, als sie direkt vor sich einen Jungen ausmachte. Wo kam der denn her? Und das um diese Uhrzeit? Mit einem fragenden Gesichtsausdruck erhob sich Chinatsu, musterte den Jungen stumm. Seine Haare waren hell, allerdings nicht so weiß wie jene des Mädchens. Ein Stich Blau? Genauso beeindruckend waren die eisblauen Augen… und was war das für ein Anzug, den der Junge da trug? Das hatte Chinatsu noch nie gesehen. Und warum wirkte er so.. träge? Erschöpft? Sein Körper sah wirklich ramponiert aus. So viele unbeantwortete Fragen! Um dem Fremden in die Augen sehen zu können, musste die Hasekura ihren Kopf in den Nacken legen, denn er war ein gutes Stück größer als sie. Plötzlich erschien ein breites Grinsen in den Zügen der Kunoichi. Nebenbei angemerkt trug diese zurzeit kein Abzeichen, weshalb man nicht darauf schließen konnte, dass es sich bei Chinatsu um eine Genin handelte. „Bist du etwa ein Geist?“, fragte sie nach. Dieser Junge besaß solch ein ungewöhnliches Aussehen und es war noch sehr früh am Morgen. Ganz abgesehen davon war Chinatsu in diesen Wald gekommen, um Geister zu finden. Mit ihrem Zeigefinger stupste sie seinen Arm an, woraufhin die Äuglein größer wurden, der Mund sich einen Spalt weit öffnete. „Oh! Ich dachte immer, Geister könnte man nicht anfassen.“ Sie stutzte einen Augenblick, bevor sie wieder kicherte. „Bist du etwa ein ganz besonderer Geist?“ Was Izuya wohl über diesen Auftritt dachte? Hoffentlich hielt er die 12-Jährige nicht für völlig bescheuert. Obwohl er mit dieser Annahme nicht einmal komplett daneben gelegen hätte… „Ich heiße Chinatsu. Aber nenn mich lieber Natsu!“ Die gelben Äuglein strahlten vor Freude. „Hast du denn auch einen Namen? Oder nennen dich alle nur Geist?“ Nach dieser Frage kramte die Hasekura in der Tasche ihres Parkas und holte den Origami-Vogel hervor, den sie zuvor gebastelt hatte. Sie konzentrierte sich einige Sekunden lang, schickte ihr Chakra in das Kunstwerk. Am Ende flatterten die Flügel des Vogels und er erhob sich aus den Händen der lachenden Weißhaarigen. „Guck mal! Wir haben echt einen Geist gefunden!“, erzählte sie ihrer fliegenden Origami-Figur und hatte Izuya bisher nicht einmal zu Wort kommen lassen. Was? Bei dem Jungen handelte es sich um gar keinen Geist, sondern um einen normalen Menschen? Nein, darüber dachte Chinatsu nicht nach.
 
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Noch immer näherte sich der junge Genin dem Rascheln, welches er mittlerweile nicht mehr auf die Brise schob. Sein Schritt wurde bereits fester, je mehr er sich erholte, aber noch immer wirkte er wie Wrack auf dem Meeresboden. Um nicht vor lauter Erschöpfung auf den Boden zu fallen, blinzelte er immer wieder eifrig um sich wach zu halten, immerhin galt es da gerade die absolute Neugier zu befriedigen! Es verstrich wenig Zeit und es passierte wirklich gar nichts, außer das urplötzlich ein Reh aus dem Gebüsch jagte und ihn panisch erblickte. Das Reh machte nämlich einen panischen Haken und verschwand. Leicht erschrocken wich Izuya einen halben Meter zurück und folgte dem Reh mit seinen Blicken, ehe er tief durchatmete. „Das war knapp“, konstatiert der Taijutsuka und richtete den Blick wieder nach vorn. Den epischen Sturz der Hasekura hatte er natürlich verpasst, weshalb er lediglich die große Ansammlung voluminöser, weißer Haare sah und perplex blinzelte. Und was zum Henker?! Der Haufen Haare konnte sprechen und sich bewegen! Der Akinawa hatte sofort verstanden, wieso das Reh geflohen war. Er wäre auch weggerannt, wenn ihm ein solch skurriler Busch hinterher eimern würde.

Mit einiger Vorsicht trat Izuya einen Schritt nach hinten, als sich dieser Busch von Haaren auch nach auf den Händen abstützte und ihn direkt anblickte. Was zum Geier passierte hier gerade? Träumte er? Eifrig klatschte sich Izuya wiederholend gegen die Wangen nur um danach noch immer diese Gestalt zu sehen. Als wäre das nicht genug, wurde er dann auch noch gemustert – so eine Frechheit! Aber sofort setzte er sein charmantes Lächeln auf und versuchte imposanter zu wirken, gerade was die Körperhaltung anging. Gestalt hin oder her – ein Imperator musste immer fantastisch aussehen. „Wer oder was ist das…vielleicht sollte ich auch mal genauer hinsehen?“, dachte Izuya und musterte dann seinerseits die Gestalt und wirkte im Gesicht ziemlich überrascht, als es sich um ein Mädchen handelte. Hihi – ein Mädchen! Izuya und ein Mädchen ganz allein im Wald, na sowas aber. Nein liebe Leser, bitte nicht falsch interpretieren! Sein überraschter Ausdruck transformierte sich dann aber wieder abrupt ins perplexe, als das Mädchen ihn für einen Geist hielt. Er holte bereits Luft um Antworten zu können, als das junge Mädchen bereits ihre Ausführungen fortsetzte und mithilfe eines Stupsers sogar noch zu verifizieren versuchte. Perplex blickte er auf den Arm und wieder zurück zur Hasekura, ohne dabei auch nur ein Wort verlieren zu können, was spätestens auch dann nicht mehr nötig war, als die vor Freude strahlenden gelben Augen seinen Blick auf sich zogen. Sofort gingen beim Akinawa die Alarmglocken an und der Adrenalin Spiegel stieg an. „Ich bin verliebt!“ Ja, den Gedanken fasste der Taijutsuka geschwind, wie bei jedem anderen hübschen Mädchen auch, was ein Blödmann er doch war. Er fuhr sich mit der Hand durch sein Haar und betrachtete das Mädchen nun durch die Izuya-Rosa-Brille und lächelte abermals charmant, ihr Gespräch mit der Origami-Figur ignorierend. „Ich heiße Izuya und bin in der Tat ein Geist. Der Geist frohlockender Lust und Liebe. Ein Geist der Erotik und des Kampfsports!“ Hatte er das jetzt wirklich so gesagt? Ja, er hatte und das schlimmste an all dem war, ihm war das nicht wirklich bewusst.
 
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Huch? Warum sagte der Herr Geist denn Nichts? Chinatsu grinste zwar immer noch, doch man konnte ihr die Verwirrung vom Gesicht ablesen - die 12-Jährige hatte einfach keinen Schimmer, was gerade in dem Akinawa vorging. Sie wollte sich bereits erkundigen, ob es ihm nicht gut ging, aber da setzte der Herr Geist endlich zu einer Antwort an! Die Weißhaarige packte ihren Origami-Vogel, drehte sich zu Izuya und lauschte aufmerksam. Die gelben Äuglein wurden noch ein Stück größer, der Mund aufgerissen. „Eh-roh-tick?“, wiederholte sie langsam die einzelnen Silben, blinzelte und legte dann fragend den Kopf schief. „Was ist das?“ Wie so oft stellte sich heraus, dass der Wortschatz der 12-Jährigen nicht sonderlich weit reichte - sie wusste nicht, was der Geist ihr damit sagen wollte. Dann aber kicherte die Kleine erneut. „Du bist ein wirklich besonderer Geist, Izuya-ääh..“ Hatten Geister ein Geschlecht? Chinatsu dachte einen Augenblick darüber nach, entschied sich dann dafür, dass es gemein wäre, Geistern kein Geschlecht zuzuordnen. Irgendwann hatten die schließlich auch mal als Junge oder Mädchen gelebt. „Izuya-Bro!“ Als Hoko der Weißhaarigen damals diese geheime Anrede beigebracht hatte, hätte sie nie gedacht, wie schwer es sein könnte, diese anzuwenden. In Kumogakure war es einfacher gewesen, Weibchen und Männchen eindeutig zuzuordnen…

„Von solchen Geistern habe ich noch nie gehört. Mit Lust und Liebe und Sport und ääh Eh-roh-tick!“ Ob man der Weißhaarigen anmerkte, dass sie nicht wusste, was das Alles im Zusammenhang bedeuten sollte? Das käme vermutlich in den kommenden Jahren, wenn die Naivität nachließ. Konnte man zumindest hoffen. Chinatsu wanderte einmal um den Geist herum, fasste dann die Kleidung des Jungen an und lachte. „Haben Geister immer so komische Klamotten an?“ Natürlich war Zurückhaltung schon immer ein Fremdwort für die Hasekura gewesen, weshalb sie mit der Nase an Izuya heranrückte und zu schnuppern begann. Sie entfernte das Gesicht wieder von seinem Körper und grinste von einem Ohr zum Anderen. „Ich wusste auch nicht, dass Geister riechen!“ Hartes Training ging eben immer mit einer gewissen Ladung Schweiß einher, nicht? Fleißiger Taijutsuka, aber woher hätte Cinatsu das wissen sollen? Sie ging davon aus, dass es sich bei dem Akinawa um eine verlorene Seele einer anderen Welt handelte. „Weißt du, wir beide sind extra hierher gekommen, um Geister zu finden!“ Sie deutete auf den Origami-Vogel in ihrer Hand. „Und jetzt haben wir dich gefunden. Ich freue mich sooo!“ Das Mädchen hibbelte aufgeregt auf der Stelle, nickte dann eifrig. „Ich habe gaaanz viele Fragen! Wie ist das so, ein Geist zu sein? Erschreckst du auch Leute und lachst sie dann aus? Kannst du durch die Gegend fliegen? Kennst du noch andere Geister? Hast du auch ganz viele Geister-Freunde? Hast du noch lebende Freunde? Wie bist du gestorben?“, quasselte sie eifrig los, überfordert mit all den Einfällen, dir ihr spontan in den Sinn kamen. Chinatsu hatte einen Geist gefunden. Einen echten Geist! Sie ging noch ein bisschen in ihrer Freude auf, bevor sich der Zeigefinger fragend an ihr Kinn legte und sie Izuya genauer musterte. „Bist du durch einen bösen Unfall gestorben? Du siehst so kaputt aus!“, stellte sie zufrieden darüber fest, dass ihr dieses tolle Detail nicht entgangen war. „Oh! Und macht es Spaß, ein Geist zu sein?“, fiel ihr noch die aller wichtigste Frage ein. Chinatsu wollte sicher sein, dass sie auch noch ganz viel Spaß haben konnte, sobald sie gestorben war. Eigentlich zweifelte die Kleine daran nicht - was konnte spaßiger sein, als Menschen zu erschrecken, die nicht damit rechneten? Und man konnte ganz viel Zeit mit seinen Geister-Freunden verbringen, ohne dass man noch irgendwelche Termine zu erledigen hatte. Dieses Leben nach dem Tod musste schon klasse sein!
 
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Noch immer stand Izuya völlig selbstüberzeugt vor der jungen und vor allem kleinen Kunoichi, ohne dabei realisiert zu haben, was er da wirklich von sich gab. Es dauerte aber auch nur wenige Augenblicke, bis der Blick des Akinawa wieder den der Hasekura traf und schon versank er wieder in diesen schönen Augen. Fachmännisch hieß das, das Izuya gerade nicht mehr in der Realität unterwegs war, sondern in seiner eigens geschaffenen Wahrnehmung – eben dort, wo er auch Imperator des Kampfsports war. Als Chinatsu ihren Kopf schief legte und offenbar nicht so recht verstand, was Izuya von ihr wollte, machte es sich dieser zur Lebensaufgaben ihr die Eh-roh-tick näher zu bringen. Was war er denn für ein Imperator, wenn er das nicht täte? Richtig – er wäre trotzdem perfekt, schön dass ihr das erkannt habt. Der Renner kam aber direkt danach – Izuya und ein Bro?! Chinatsu war also ganz auf der Linie, sehr pfiffig die Gute. Na klar war Izuya ein Bro, nein, er war DER Bro – der Broshiro! „Natsu – es freut mich, das du erkannt hast, was für ein besonderer Geist ich bin. Was heißt Geist – ich bin der Imperator!“ Die Lordschaft legte eine kurze Pause ein und musterte Chinatsu eindringlich. „Eh-roh-tick ist…ähm…ja..also..das…ist ein Oberbegriff einiger Kampfsportarten….ich selbst bin Meister des Sweet-Tsu...die Kunst des..äh…Fummelns…“, erklärte Izuya dann eben die Begrifflichkeiten, dabei natürlich tief in die Trickkiste greifend.
Doch ehe sich der blauhaarige, gut aussehende, Taijutsuka versah spielte Chinatsu auch Detektiv und löcherte ihn abermals mit Fragen und prüfte sogar einige Dinge, wie direkt an ihm zu schnuppern. So ein Unding, gerade jetzt wo er nach Schweiß roch. Hätte er doch mal ein Deodorant benutzt..
Und so tat sich Izuya also blinzelnd sämtliche Fragen der jungen und aufgeregten Kunoichi an und sammelte im Kopf nebenbei die passenden Antworten. Sollte er das Geisterspiel fortsetzen oder ihr endlich die Wahrheit sagen und sie dadurch enttäuschen? Wenn er weiterhin behauptete ein Geist zu sein, fand sie ihn auch weiterhin toll – Milchmädchenrechnung. Und nichts anderes wollte der Akinawa, so ein Fiesling aber auch. Zeitgleich appellierte aber das schlechte Gewissen an seinen Verstand und innerlich seufzend entschied er sich dann für den Weg der Wahrheit. „Ich weiß nicht ob Geister immer so komische Klamotten anhaben oder ob Geister wirklich nach etwas riechen können“, antwortete Izuya leise seufzend. Natsu freute sich mitsamt ihrer Origami-Spielerei wegen eines Geistes und nur weil er der Lord of Love war, musste er das schamlos ausnutzen. Und nun hatte er den Salat. „Hör mal zu Natsu. Auch wenn ich gern Leute erschrecke und auslache, ich kann nicht fliegen, kenne keine anderen Geister und Geisterfreunde habe ich keine. Lebende Freunde habe ich natürlich dennoch und gestorben…nunja…“, erklärte er und kratzte sich dabei am Kinn. „Ich bin nicht gestorben…ich bin auch kein Geist. Ich bin ein stinknormaler Junge der sich gerade mit einem Baum geprügelt hat. Wobei…was heißt stinknormal…ich bin Izyua! Der heftigste und hammerharte Taijutsu-Imperator des Dorfes!“ Natürlich versuchte Izuya seinen Ruf gleich wieder zu retten und sich trotzdem als was ganz tolles hinzustellen, wenn er schon kein echter Geist war. Dennoch ließ er leicht den Kopf hängen, gerade weil es ihm für Chinatsu doch ziemlich leid tat nur eine Enttäuschung darzustellen. „Izu du verdammter Trottel!“
 
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So begeistert das Mädchen auch von Izuya war, er verwirrte sie immer mehr. Was war denn nun ein… Imperator? Chinatsu versuchte, sich den Sinn im Zusammenhang zu erschließen, aber der einzige Schluss, zu dem sie kam, war jener, dass dies vielleicht ein geheimer Rang unter Geistern war. Und die Inbrunst, mit der der Akinawa seinen Rang aussprach, ließ darauf deuten, dass er ein ganz hohes Tier unter den Geistern sein musste. Ob man das gleichsetzen konnte mit Akademisten, Genin, Chuunin und Jonin? Die Hasekura nahm sich vor, ihre neue Bekanntschaft näher dazu zu befragen - sie wollte ihr Wissen schließlich nur zu gerne erweitern! Weiterhin legte sich der Kopf der Kleinen schief, als Izuya versuchte, ihr die Eh-roh-tick zu erklären. Kurz und knackig: Auch hier verstand Chinatsu nur Bahnhof. Es war wirklich kompliziert, diesen Geist zu verstehen, aber so schnell wollte das Mädchen nicht aufgeben. Fummeln.. irgendwo hatte sie dieses Wort doch schon einmal gehört. Einige Sekunden des angestrengten Nachdenkens vergingen, bevor sie den Einfall hatte. „Mama hat auch immer gefummelt!“ Was? Das klang jetzt verstörend. Die Hasekura sah allerdings überhaupt nicht verstört aus - eher das Gegenteil, sie lachte. „Mit Nadel und Faden. Sie meinte immer, das wäre Fummelarbeit. Eh-roh-tick hat also mit Nähen zu tun?“ Ihre gelben Äuglein sahen unschuldig zum Akinawa, gespannt, ob sie gleich Zustimmung erhalten würde. Bevor es dazu kam, wurde allerdings ein anderes Thema angesprochen. Izuya sagte.. er war kein Geist? Ein.. stinknormaler Junge?

Das passte so gar nicht zu dem, was er vorher gesagt hatte! Das breite Lachen verschwand und verdutzt blickten die Äuglein ihren Gegenüber an. Er konnte nicht fliegen, hatte keine Geister-Freunde und war nie gestorben - er war kein Geist, sondern ein hammerhafter Taijutsu-Imperator. „Kein Geist?“ Chinatsu wusste nicht so recht, was sie mit dieser Information anfangen sollte. Sie hatte sich so sehr darüber gefreut, endlich eine verlorene Seele zu treffen und jetzt sagte diese, sie wäre gar kein Geist. Hm.. oder durfte Izuya-Bro vielleicht nicht zugeben, dass er ein Geist war? Das würde erklären, warum es so schwer war, Geister zu finden - selbst wenn man sie traf, taten sie so, als wären sie normale Menschen. Vielleicht hatte der Blauhaarige einen Moment nicht nachgedacht und versuchte es jetzt im Nachhinein zu korrigieren? Also.. was sollte ein stinknormaler Junge ansonsten auch um diese Uhrzeit in einem dunklen Wald treiben? Da musste doch mehr dahinter stecken! Die 12-Jährige entschied sich dazu, die Annahme, dass Izuya ein Geist war, noch nicht vollkommen abzuschreiben. Und wenn er kein Geist war, dann musste eine andere Besonderheit hinter diesem mysteriösen Jungen stecken. Chinatsu war überzeugt davon, einen ganz besonderen Fund gemacht zu haben. Das Lächeln kehrte demnach wieder zurück. „Aber Izuya-Bro, was ist denn dann ein .. Imperator?“, fragte sie unwissend nach. „Ist das so Etwas wie ein Geist? Kannst du deshalb nur in der Dunkelheit unterwegs sein? Ich meine, warum bist du sonst so früh hier?“ Alles berechtigte Nachfragen, selbst wenn man sie genauso gut einfach an die kleine Kunoichi hätte zurückgeben können. Sie war hier schließlich genauso unterwegs, obwohl sie nicht einmal von sich behauptet hatte, ein Geist oder ein anderes übernatürliches Wesen zu sein. „Und du hast mit einem Baum gekämpft? Ein lebendiger Baum? Wooow!“ Die Kleine packte die Hand des Akinawa und sah ihn von unten herauf an. „Das ist ja richtig toll! Kannst du mir den Baum zeigen? Ich möchte so gerne einen lebenden Baum kennenlernen!“ Ihr helles Lachen ertönte und unterbrach die sonst vollkommene Stille des morgendlichen Waldes. „Dann kann ich allen Leuten erzählen, dass ich mit einem lebenden Baum und einem.. äh.. Imperator befreundet bin!“ Anstatt Izuya loszulassen, hielt Chinatsu seine Hand umgriffen. Die Hasekura ging bereits jetzt davon aus, mit ihrer neu geschlossenen Bekanntschaft befreundet zu sein - wirklich sehr direkt. Aber war nicht genau dies das Ziel der Hasekura gewesen? So viele Freundschaften wie möglich aufzubauen? „Ich kann auch ganz tolle Muffins backen! Wenn du willst, kannst du die mal probieren!“, strahlte die 12-Jährige Izuya an. Wer könnte so ein verlockendes Angebot schon ausschlagen? Doof nur, dass es gar keinen lebendigen Baum gab, den man Chinatsu hätte zeigen können…
 
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Der Imperator schluckte schwer. Er ritt sich immer mehr in den Mist und würde er nicht bald umkehren, läutete dies seinen eigenen Untergang ein. Die wohl größte Schwierigkeit für ihn gerade war ein klaren Gedanken zu fassen, denn so süß und knuffig Chinatsu auch war, sie setzte ihn höllisch unter Druck, dabei war alles was Izuya je wollte ihre bedingungslose Liebe! Oder so…
Der junge Taijutsuka holte bereits Luft um auf die erste Aussage der kleinen Kunoichi zu antworten, verschluckte sich aber zügig an seinem eigenem Atem, als jene abermals anfing wie ein Wasserfall Worte von sich zu geben. Nicht das Izuya damit ein Problem hatte, es wahr viel mehr, die reinste Unfairness. Wieso durfte sie sprechen und ihn hinderte man eiskalt daran?! Blasphemie! So ein Frevel! Dem Imperator das Wort verbieten, in dem man ihn einfach nicht zu Worte kommen ließ! Unerhörtes Benehmen gehörte bestraft, aber wie konnte der Izuya das hübsche Mädchen bloß bestrafen? Natürlich konnte er es gar nicht. Stattdessen räusperte er sich und posierte abermals heldenhaft umher, während Natsu einfach Geisterthesen aufstellte. So höflich wie Geister eben waren, ließ der Blauschopf sie natürlich ausreden, doch dann passierte plötzlich etwas Unvorhergesehenes! Chinatsu ergriff seine Hand und hielt diese mit einem strahlenden Lächeln fest. Das Herz des jungen Taijutsuka Schlug schneller als jemals zuvor und er lief knallrot an. So schnell schlug sein Herz nicht mal, als er eine komplizierte Taijutsu-Technik erlernt hatte, es musste also mehr bedeuten! Der Lord of Love hatte Erfolg! Oder zumindest bildete sich Izuya dies ein, war aber auch völlig egal, liebe Leser, denn solange sich Izuya freuen konnte, war alles Banane. „Ohja…Fummeln…mit Nadeln…also es gibt Fummler mit…langen dünnen…naja..Nadeln…aber glaub mir, es gibt auch lange und dicke…ohne Flax“, erzählte er dann ganz stolz und hob dabei allwissend die Nase in die Lüfte. „Und Erotik ist die Spezialkunst des Kampfsports mit…Nadel…und Faden…und so.“ Was zum Geier redete er da eigentlich? Naja egal, Hauptsache Chinatsu kaufte den Schrott.

„Was ist ein Imperator? Ausgezeichnete Frage meine Liebste! Ein Imperator ist…äh..ja…naja…Krieg der Sterne und so…du weißt schon…ganz berühmte Schriftrolle…ist halt sowas wie…der Anführer! Genau, ein Imperator ist der Anführer. Und ich bin Anführer der 12 krassen Gangster-Geister des Waldes. Genau der.“ Astreine Vorstellung legte der Akinawa da hin und hielt freudig die Hand des jungen Mädchens. Gott war er cool! „Na sicher habe ich gegen einen lebendigen Baum gekämpft. Er war locker 20 Meter groß und heftig stark, jaja….aber ich bin ja der Imperator…und mit meiner Ghettofaust habe ich ihn kaputt gemacht. Ich kann ihn dir gern zeigen!“ Und was gedachtest du jetzt zu tun, Izuya?! Richtig: Impro bitch. Mit langsamen Schritten ging der junge Taijutsuka los und nahm Chinatsu dabei händchenhaltend mit. „Ich habe ganz vergessen dir zu sagen, wieso ich so früh hier bin. Wir Geister zeigen uns meist nur nachts…aber auch am Tage sind wir meist krass unterwegs und so“, nickte Izuya eifrig. „Muffins? Muffins! Oah, wir krassen Ghettogeister stehen total auf leckere Muffins. Es wäre mir eine Freude von ihnen kosten zu dürfen! Dafür…dafür…darfst du auch eine Geisterprinzessin sein….oder sowas.“ Ohman Izuya! Der Kerl peilte echt nicht, was für Unfug er tat…
 
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Bei Eh-roh-tick ging es also ums Nähen! Und das tat man mit langen, dünnen oder mit langen, dicken Nadeln. Ja, soweit hatte es Chinatsu verstanden - ob ihre Mutter auch eine solche Meisterin der Eh-roh-tick gewesen war, wie Izuya es von sich behauptete? Sie hatte viel genäht.. aber als Meisterin hatte die Mutter des Mädchens sich nie bezeichnet. Als der blauhaarige Junge ihr erklärte, was ein Imperator war, legte sich das Köpfchen des Mädchens vorerst wieder schief. Krieg der Sterne.. berühmte Schriftrolle.. häh? Klar wurde die Sache erst, als sich der Akinawa dazu entschied, den Imperator als Anführer von zwölf 'krassen Gangster-Geistern' zu bezeichnen. Also kannte er doch noch andere Geister! Chinatsu hatte es doch gewusst! Die Weißhaarige grinste, hielt die Hand ihrer neuen Bekanntschaft weiter fest und folgte ihm brav tiefer in den dunklen Wald. Die Geschichte mit den weiteren Geistern hatte die Hasekura so sehr gefesselt, dass sie sich keine größeren Gedanken darum machte, dass sie überhaupt keine Orientierung mehr darüber besaß, wo sie sich befand. Izuya war schließlich da - solange er da war, war alles in bester Ordnung. Notfalls könnte er die Kleine sicherlich auch wieder aus dem Wald hinaus begleiten, nicht?

„Also bist du doch ein Geist, Izuya-Bro!“ Das Mädchen lächelte ihn an. „Und du bist sogar Anführer von zwölf krassen.. äh.. Geistern.“ Das mit den Gangstern war der Kunoichi nun entfallen - war aber nicht so wichtig. „Das ist bestimmt ein Geheimnis, das du eigentlich nicht verraten darfst. Deshalb hast du vorhin gesagt, du wärest gar kein Geist und hast gelogen! Aber keine Sorge, Izuya-Bro, ich kann Geheimnisse ganz toll für mich behalten! Stellst du mir die anderen zwölf Geister auch noch vor? Die können auch zu mir kommen und dann essen wir alle zusammen Muffins! Wir können auch zusammen eine große Übernachtungsparty machen!“ Die Hasekura kicherte freudig bei der Vorstellung. Dann würde sie auch endlich eine so tolle Übernachtungsfeier veranstalten, genauso wie ihr Bruder es gelegentlich tat! Das sollte angeblich wirklich viel Spaß machen - genau das war es, was Chinatsu gerne wollte. „Der Baum kann ja auch kommen. Er versteht sich bestimmt gut mit meinem Bruder!“ Warum? Na, Kenshin war Anwender des Mokuton, er besaß also das Bluterbe, mit Holz umgehen zu können. Damit war er wahrscheinlich der beste, menschliche Freund, den ein Baum nur haben konnte! Die beiden jungen Menschen bewegten sich eher ziellos durch den dichten Wald, denn keiner von Beiden hatte gerade die klaren Gedanken übrig, um über den Weg nachzudenken. Chinatsu war von der Geister-Bekanntschaft gefesselt, Izuya von.. naja, dem Mädchen eben. Schließlich kamen sie zu einer kleinen Lichtung, auf der sich sogar ein paar Rehe aufhielten - hier war es immer noch dunkel, doch ein Blick in den Himmel hätte verraten, dass es allmählich heller wurde. Nicht mehr lange, dann würde die Sonne aufgehen. Darauf konzentrierte sich die Hasekura allerdings nicht, denn just in diesem Augenblick bot Izuya ihr an, eine Geisterprinzessin zu werden. „Waaaas? Wirklich?“ Die Kleine konnte ihr Glück gar nicht fassen, sah den Akinawa mit großen Äuglein an. „Oh, ich will gerne eine Geisterprinzessin sein! Wie funktioniert das denn genau? Kann ich das einfach so werden? Bin ich dann halb Mensch, halb Geist? Ich habe mal eine Sekte kennengelernt, die haben so komische Rituale mit Blut gemacht.. muss ich das auch machen? Hoffentlich nicht, das hat nämlich weh getan!“ Inmitten der Lichtung blieb Chinatsu stehen und sah sich aufgeregt um. War da nicht noch eine Kleinigkeit gewesen? „Wo ist denn jetzt der lebende Baum?“ Sie blinzelte, kicherte keine Sekunde später. „Er kommt gleich, oder? Wir können ja hier auf ihn warten. Guck mal, hier sind sogar Rehe!“ Natürlich hatten die Tiere sich bei der Ankunft der Menschen ein gutes Stück zurückgezogen, doch man konnte sie immer noch sehen. Das Mädchen legte ihren Kopf in den Nacken, sah in den Himmel, der bereits einen leicht orangenen Stich besaß. Abrupt lies sich die Hasekura auf den Hosenboden fallen und zog Izuya dabei mit sich - der hielt schließlich voller Stolz die Hand des Mädchens und hatte bisher nicht daran gedacht, sie loszulassen. „Du bist also ein Geist und Anführer von noch anderen Geistern! Und du kämpfst gegen lebende Bäume! Du hast von Taijutsu und einer.. äh.. Ghettofaust gesprochen. Warst du früher ein richtiger Ninja? Auch hier in Shirogakure? Und heißt das, dass man als Geist immer noch seine Ninjatechniken einsetzen kann? Kann ich das dann auch, wenn ich eine Geisterprinzessin werde?“ Chinatsu strahlte vollkommene Naivität und Unwissenheit aus.
 
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Langsam aber sicher gingen dem kleinen blauhaarigen Spinner echt die Tricks und Ausreden aus. War das Mädchen wirklich so naiv? Ja, sie war es. Und war Izuya Arsch genug um das ausnutzen? Ja, er war es leider. Aber er meinte es dabei nicht böse, sondern er wollte einfach nur…das Mädchen! Während der kurzen Redepausen nutzte Izuya diese Momente stets um sich neue Dinge einfallen zu lassen um seine absolut glaubwürdige und ehrliche Geschichte zu erweitern, ohne dass sie ihm noch auf die Schliche kam. Diese Situation würde ihn aber ohnehin bald einholen, also machte er sich zugleich auch auf eine Tracht Prügel von dem Mädchen gefasst. „Ja, ich bin doch ein Geist, du hast recht. Ich darf mich nicht zu erkennen geben und muss daher so tun als wäre ich ein gewöhnlicher Junge. Ich habe gesehen dass man dir vertrauen kann, daher habe ich mich dir als Geist offenbart! Und so sehr ich eine Übernachtungsparty…“ , da stockte der Taijutsuka plötzlich. Übernachtungsparty? Bei einem richtig echten Mädchen? Halleluja und Prost Mahlzeit! Die Gesichtsfarbe des Jungen wurde abrupt tomatenrot, während sein Satz mehr als nur ins Stocken geriet. Das war die Chance! „Überraschungsparty ist hammer geil!“, konstatierte der junge Shinobi mit einem eifrigen Nicken und ging gar nicht weiter auf seine erfundenen, krassen Gangstergeister ein. Wo sollte er bitte schön genug Personen auftreiben die so taten als wären sie Geister? Ein Ding der Unmöglichkeit, selbst für einen Imperator seiner Güteklasse. „Ich kann den Baum gerne fragen ob er auch kommen mag, aber nachdem ich ihn so doll verprügelt habe, geht der bestimmt erst zum Arzt und muss dann das Bett hüten. Aber Fragen kostet ja nichts.“ Izuya lachte etwas verlegen. Nicht verlegen, weil die Hasekura ihm den Kopf verdrehte…nein. Er lachte verlegen, weil diese Lügerei echt langsam zu viel wurde. Vielleicht bot sich ja ein passender Moment an um so zu tun, als wäre er ins echte Leben zurück gekehrt. Ha! Das war doch die Idee.
Der Fußmarsch der zwei Shinobi führte sie auf eine Lichtung auf der es sogar ein paar Rehe gab. Anders als das Mädchen blickte Izuya bereits empor und erkannte die Dämmerung, die verlauten ließ, es würde bald der Tag anbrechen. Sein Blick fixierte die Dämmerung und seine Gesichtsfarbe wurde wieder normal, sein Herzschlag langsamer und sein Ausdruck entspannter. Wenn der junge Prügelknabe eines mochte, dann waren es Morgendämmerung und Sonnenaufgänge…und Mädchen. Zwar registrierte er jedes Wort der jungen Chinatsu, reagierte aber erst wirklich darauf, nachdem er die Chance dazu hatte. Da er noch immer ihre Hand hielt, wurde er abrupt mit hinunter gezogen, als jene sich zu Boden begab. Und selbst als er auf dem Boden saß, ließ er ihre Hand nicht los. Wieso auch? Seins! Er hatte es angeleckt, also seins…nein gut, hatte er nicht. „Geisterprinzessin ja…du bist dann halb Mensch halb Geist, musst aber weiterhin so tun als bist du ein Mensch. Geheimnisse müssen geheim bleiben und Rituale gibt es da nicht“, erklärte der Pseudogeist. „Genau…ich war früher ein richtiger Ninja hier aus Shirogakure. An Ninjatechniken ist mir lediglich das Taijutsu vergönnt, aber es reicht um Bäume zu verprügeln…und so toll es auch ist ein Geist zu sein. Ich wünschte ich könnte ins normale Leben zurück kehren!“ Gut, der Plan trug Früchte. Immer weiter so Ghettozuya, bald kam der Moment, da kannst du wieder ein Mensch sein und alle Lügen hinter dir lassen! Sein Blick fuhr zu den Rehen, die er mit einem sachten Lächeln beobachtete, ehe sein sanfter Gesichtsausdruck zu Chinatsu hinüber fuhr und er mit einem Finger gen Himmel zeigte. „Ist es nicht wunderschön?“, fragte Izuya und meinte damit selbstverständlich die Dämmerung.
 
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Übernachtungspartys waren hammer geil? Oh ja, das fand Chinatsu auch - selbst wenn sie es wahrscheinlich nicht auf diese Art und Weise ausgedrückt hätte. Die Weißhaarige bemerkte vorerst nicht, wie sehr Izuya von der Morgendämmerung eingenommen war, sondern grübelte noch immer über das Angebot nach, eine Geisterprinzessin zu werden. Eine Geisterprinzessin.. wie das wohl sein würde? Die Hasekura war schon ganz aufgeregt! Als sie den Akinawa mit sich auf den Boden gezogen hatte, offenbarte dieser ihr weitere Details über ihre Zukunft als körperlose Seele. Sie sollte so tun, als ob sie ein Mensch wäre? Hm.. das machte die ganze Geschichte nur halb so lustig. Dabei hatte Chinatsu doch so gerne Leute erschrecken wollen! Andererseits passte es dazu, dass auch Izuya anfangs versucht hatte, seine wahre Identität geheim zu halten. Das gehörte allem Anschein nach dazu, wenn man ein Geist sein wollte. Na schön! Die 12-Jährige würde die beste Geisterprinzessin sein, die die Welt je gesehen.. oder eher nicht gesehen.. hatte! Ganz sicher!

„Aber warum willst du denn ins normale Leben zurückkehren? Das ist doch viel langweiliger!“ Nein, das konnte die Kunoichi tatsächlich überhaupt nicht verstehen. Ihr Kopf legte sich ein gutes Stück schiefer, die gelben Äuglein blinzelten, dann grinste die Kleine. „Es ist doch viel spannender, ein Anführer von zwölf krassen Geistern zu sein! Du kennst lebende Bäume, gegen die du mit deiner Ghettofaust kämpfst! Und du kannst mich zu einer Geisterprinzessin machen!“ Warum sollte man all diese tollen Dinge aufgeben, um ein stinklangweiliges Leben zu führen? Nicht, dass Chinatsu ihr Leben als langweilig empfand, sie machte es sich selbst spannend und lustig. Aber als ein Geist hatte man doch noch viel mehr Möglichkeiten als ein lebender, normaler Mensch. Oder? Ja, ganz sicher. Im nächsten Augenblick deutete der Blauhaarige mit seinem Finger gen Himmel. Fragend folgte der Blick der 12-Jährigen und sie erkannte die Dämmerung, die sich langsam über den nächtlichen Himmel zog. Die Hasekura hatte gar nicht bemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war - der Morgen stand vor der Tür. Ein seicht orangener Ton, der den sonst dunkelblauen Himmel verdrängte. Eine besondere Farbmischung, die sogar auf eine hibbelige Person wie Chinatsu eine beruhigende Wirkung hatte. Den Sonnenauf- und Sonnenuntergang hatte sich die 12-Jährige bereits früher immer gerne mit ihrer Mutter zusammen angesehen, dies allerdings an den Küsten des Blitzreiches. Mitten im Wald war es das erste Mal, dass die Weißhaarige diesem Naturschauspiel beiwohnte. „Es ist wunderschön!“, stimmte sie den Worten ihres neuen Freundes zu, den Mund leicht vor Begeisterung geöffnet. Fasziniert von dem Anblick verbrachten die beiden jungen Menschen ein paar Minuten schweigend - der dunkle Wald erhellte sich allmählich, es bildeten sich Schatten der Baumstämme, die immer länger wurden… und schließlich brachen die ersten Sonnenstrahlen durch das Geäst des Waldes und trafen den grasigen Boden der Lichtung. „Whoa!“ Die Augen der Hasekura glitzerten, sogleich ging ihr Seitenblick zum Akinawa, der mindestens genauso eingenommen von den Geschehnissen war. „Izuya-Bro, du magst die Morgendämmerung sehr, oder?“ Chinatsu war vielleicht nicht die klügste Person, aber vollkommen auf den Kopf gefallen war sie auch nicht. „Ich bin froh, dass dir das Tageslicht Nichts ausmacht! Ich meine, von Geistern hört man ja sonst immer, dass sie nur in der Nacht zurechtkommen.“ Für den Augenblick hatte die Weißhaarige vergessen, dass es da noch einen Baum gab, auf den sie eigentlich warteten. Gut so für den Akinawa, denn der hätte so schnell mit Sicherheit keinen lebenden Baum auftreiben können. Stattdessen holte sie Kleine ein Blatt Papier hervor. Sie löste den Griff um die Hand von Izuya und begann, eifrig zu falten. Was es dieses Mal werden sollte? Das wurde sehr schnell klar: Eine Papier-Krone! Eine davon gab sie grinsend Izuya. „Ein Anführer braucht doch eine Krone!“ Chinatsu holte ein weiteres Papier hervor, bastelte geschwind auch noch eine zweite Krone, die sie sich selbst allerdings auf den Kopf setze. Ein leises Kichern. „Und die brauche ich, um eine Prinzessin zu werden!“ Sie sah gespannt zu ihrem neuen Freund. „Also, Izuya-Bro, was muss ich machen, um eine Geisterprinzessin zu werden?“
 
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„Du hast Recht“, kommentierte Izuya den Teil bezüglich des normalen Lebens. Als Anführer von zwölf krassen Gangster-Geistern hatte man doch viel mehr Spaß! Einen Moment lang schluckte Izuya den riesen Kloß in seinem Hals, der sich aufgrund der ganzen Lügerei so angestaut hatte. Aber vielleicht sollte er diese Lügen einfach so weiter führen und so lenken, dass irgendwann ein Unterschied zur Realität einfach verschwindet und alles der Wahrheit gleicht. Hah, perfekter Plan! Lächelnd wandte Izuya sein Gesicht wieder ab und blickte wieder zur Morgendämmerung, dicht gefolgt vom Sonnenaufgang. Offenbar fand Chinatsu das genauso aufregend, beruhigend und schön wie der Akinawa selbst. Das Farbspiel, die angenehmen Sonnenstrahlen im Gesicht und die ruhige Idylle, die sich bei den beiden Ninjas ausbreitete, waren einfach wundervoll. Für einen Augenblick lang blendete der Blauschopf alles um sich herum aus, einfach nur um den wundervollen Augenblick zu genießen. Izuya fühlte wie die Kraft zurück in seinen Körper kehrte und wie sehr er sich dabei entspannte. Und genau deshalb liebte er dieses Spektakel – und auch wenn es jeden Morgen dasselbe war, so vermochte keine Macht der Welt ihm dies zu vermiesen. Erst als Chinatsu ihn ansprach, kehrte der Ghettogeist zurück ins Hier und Jetzt. Sein lächelnder Blick fuhr direkt zu dem kleinen Mädchen und fixiert deren Augen, ehe er eifrig nickt. „Nichts ist schöner als die Morgendämmerung…außer Du.“ Izuya, der alte Romantiker! Doch bevor das junge Fräulein all zu sehr darüber nachdachte, musste sofort ein anderes Thema her und welch ein Glück hatte die Hasekura auch eines aufgebracht. „Ich bin ein besonderer Geist. Tageslicht macht mir nichts aus und wenn du erstmal eine Geisterprinzessin bist, kannst auch du bei Tag und Nacht ein Geist sein“, erklärte Izuya und sah sich dann kurz um. „Hoffentlich merkt sie nicht, dass der Baum nicht kommt…aber falls doch…was sag ich ihr dann? Oh Izuya du Idiot…deine Schlüpfersucht wird noch dein Ende sein!“ Panik brach in der Gedankenwelt des Taijutsuka aus, dem so langsam die Tricks und Ausreden ausgingen, bis er plötzlich schnippte. „Der lebende Baum hat gerade tele…fonatisch….tele…klimatisch…tele…tele..äh…asiatisch….telepathisch, genau..telepatisch..mit mir gesprochen. Er musste leider nach Hause! Aber er kommt beim nächsten mal gern vorbei..“ Innerlich schlug sich der Blauschopf abermals die flache Hand ins Gesicht, echt lächerlich was er da so von sich gab! Aber vielleicht funktionierte es ja auch, also machte sich Izuya kurze Augenblicke später wieder keine Sorgen mehr. Überrascht war er jedoch, als Chinatsu anfing etwas zu falten und Izuya wenig später doch tatsächlich eine Krone von ihr bekam. Lächelnd setzte er sie auf den Kopf und malte sich in Gedanken die wildesten Königsposen aus. „Ich bin der Imperator!“ sprach er dabei, ohne zu merken, dass er laut dachte. Er kicherte und sah dann wieder zum Mädchen, die auch eine Krone auf ihrem Kopf platzierte. Mit nachfolgender Frage hatte Izuya natürlich wieder einmal nicht gerechnet. Jeder vernünftige Mensch plante ein wenig voraus, aber der Imperator der Liebe ganz bestimmt nicht! Ein kurzes Stammeln, zwanzig „Ähh.." 's später und eifriges Kopfkratzen schien Izuya endlich einige Antworten parat zu haben! „Nun, Chinatsu-bro. Um Geisterprinzessin zu werden musst du 5 Mutproben machen. Sie sind gefährlich und machen einem wirklich Angst! Aber wenn du es wirklich willst – dann schaffst du sie auch!“ Izuya holte tief Luft. „Zu aller erst musst du…äh…äh…wie war das noch gleich. Ah genau! Zu aller erst musst du ein Rehkitz fangen!"
 
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Telefonatisch? Teleklimatisch? Teleasiatisch? … Telepathisch? Alles Begriffe, die Chinatsu überhaupt nicht bekannt vorkamen. Ein normaler Mensch hätte schon längst verstanden, dass Izuya einen Haufen Müll laberte und selbst nicht mehr wusste, wie er alle von ihm gesagten Dinge in das rechte Licht rücken sollte. Aber die Hasekura? Die war so naiv, dass sie weiterhin davon ausging, dass die gelegentlich aufkommende Verwirrung an ihrer eigenen Unkenntnis lag und der Akinawa dagegen der Inbegriff von Weisheit und Erfahrung war. Eben ein richtig krasser Imperator der Ghetto-Geister! Fest stand jedenfalls, dass der lebende Baum abgesagt hatte. Das war schade und enttäuschte die Weißhaarige, schließlich hatte sie sich bereits darauf gefreut, einen lebenden und sprechenden Baum kennenzulernen. „Dann soll das nächste Mal aber ganz, gaaaaanz bald sein, ja?“ Chinatsu wollte auf keinen Fall, dass dieses Versprechen mit der Zeit einfach in Vergessenheit geriet, weshalb sie klarstellen wollte, dass sie keine lange Verzögerung zulassen wollte. Diese Entschlossenheit hielt allerdings nur solange an, wie sich das Mädchen auch daran erinnerte. Sobald Izuya sie ein wenig ablenkte, hatte sie die Sache mit dem Baum schon wieder vergessen - so wie es immer war. Dementsprechend war die kurze Enttäuschung wegen dem Baum auch schlagartig wieder verflogen, als sie sah, wie ihr neuer Freund die Papierkrone aufsetzte, die sie ihm gebastelt hatte. Und passend dazu trug sie auch eine Krone! Das passte wirklich perfekt zusammen und machte Chinatsu - ihrer Meinung nach - bereits zu einer halben Geisterprinzessin, rein äußerlich gesehen. „Fünf Mutproben?“ Mutproben waren gut! Mutproben würde die Hasekura bestimmt bestehen! Denn sie war verdammt mutig, jawohl! Sie lachte fröhlich - die erste Aufgabe war ein echter Klacks!

„Ein Rehkitz bekomme ich gefangen! Ich bin sofort wieder da!“ Unglaublich, dass die Weißhaarige nicht einmal darüber nachdachte, wie schwachsinnig sich diese Aufgabe eigentlich anhörte. Nun, Chinatsu eben. Sie rannte kichernd los und verschwand im Dickicht am Rande der Lichtung. Eigentlich wäre das ein Moment gewesen, in dem sich Izuya gut hätte verdrücken können - unbeobachtet, in der Hoffnung, das quirlige Mädchen einfach nie wieder sehen zu müssen. Man hörte einige Äste knacken, irgendwo wurden Vögel aufgescheucht, sogar das Lachen von der 12-Jährigen war zu hören, auch wenn man merkte, dass sie sich bereits ein gutes Stück entfernt hatte. Es vergingen Minuten um Minuten, in denen sich die Kleine nicht mehr blicken ließ und bald hörte man nicht einmal mehr das sonst stets vorhandene Lachen in der Ferne. War Chinatsu überhaupt noch da? Weitere Minuten verstrichen… dann ging es schnell. „STOPP!“, hallte der schrille Schrei der Kunoichi durch den sonst stillen Wald des Morgens und ließ damit vermutlich das eine oder andere Tier an einem Herzinfarkt sterben. Die Äste in der Umgebung knackten, es raschelte, das Lachen kam wieder näher. Dann brach abrupt ein ausgewachsenes Reh - nein, kein Rehkitz - panisch springend aus dem Gebüsch. Um seinen Hals klammerte sich die kleine Hasekura, die wild lachte und die größte Mühe damit hatte, sich auf dem ausgewachsenen Tier zu halten. Das Reh und die Weißhaarige stürmten zusammen mitten auf Izuya zu und es sah nicht danach aus, als könnte das erschreckte Tier noch eine rechtzeitige Kehrtwende machen. „Izuya-Bro, halte es auf!“, rief die 12-Jährige dem Imperator der Geister noch grinsend entgegen. Das musste für eine mächtige Person wie ihm doch die leichteste Übung sein, oder?
 
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„Ganz sehr überbald wird es sein, vertrau mir“, proklamierte der Blauschopf, zeigte ihr einen Daumen und lächelte herzallerliebst. Mit der Krone auf dem Kopf fühlte er sich gleich viel mehr wie ein Imperator und genoss diesen Umstand daher sehr. Das Beste an dem Ganzen war aber Chinatsu, die auch eine Krone trug. Ein Imperator mit einer Prinzessin an seiner Seite – wer wollte so etwas denn nicht? Vermutlich alle, außer er. Die Fünf Mutproben, die er erwähnte, schreckten Chinatsu leider nicht ab – viel mehr schien sie fasziniert von diesem Umstand zu sein. Mutig, das musste Izuya ihr eindeutig lassen! Mittlerweile hatte der Akinawa es auch aufgegeben, sich einen Ausweg für seine Lügerei auszudenken. Sollte es auffallen und sie ihn hassen, so musste er halt mit den Konsequenzen leben, wenngleich er das junge Mädchen bereits sehr mochte. Sie war so lieb und aufmerksam, das gefiel dem sonst so einsamen Jungen sehr. Endlich hatte er einen Freund, einen richtig echten und weiblich noch dazu! Freudig stimmte Chinatsu also zu und machte sich zugleich auf den Weg ein Rehkitz zu fangen. Kurz war der junge Imperator am Überlegen einfach die Flucht zu ergreifen, entschied sich allerdings zügig dagegen, als ihm eine Idee für die zweite Mutprobe in den Kopf kam. Izuya entschied sich nunmehr dazu, die Zeit ihrer Abwesenheit auszunutzen, um sich weitere Mutproben auszudenken, damit alles möglichst echt aussieht. Leider konnte sich Izuya nicht sonderlich auf seine vielen Gedanken konzentrieren, da er ununterbrochen das Lachen der Hasekura vernahm. Zusätzlich wurden Vögel aufgeschreckt und sogar eiskalt Äste zerknackt! Was eine Dreistigkeit sie besaß Unruhe in seinem Wald zu stiften! Wie dem auch sei – just joking around. Es vergingen Minuten der puren Unkonzentriertheit, ehe plötzlich alles verstummte. Kein Lachen, keine Vögel, keine Chinatsu. Was da wohl vorgefallen sein mochte? Vielleicht war sie ja tot? Panisch griff sich Izuya an den Kopf und rannte nervös im Kreis. Was, wenn er jetzt für den Tod der kleinen Kunoichi verantwortlich war? Oh, wie würde er damit nur Leben können. Gerade wollte er theatralisch und verzweifelt zusammen brechen und bewegte sich auch schon in eine unaufhaltbare Schräglage, als plötzlich ein lautes „STOPP“ durch den Wald huschte und der daraus entstehende, klassische Anime-Wind, ihn von den Füßen fegte. Dabei machte er eine schöne Kinnbremse auf dem Gras und seufzte in dieses – was ein Scheiß! Genervt rappelte sich der Taijutsuka auf und vernahm auch schon umgehend ein Rascheln der Büsche, Chinatsu Lachen und abermals das Knacken von Ästen. „Nanu?“, murmelte er verwundert und schreckte panisch auf, als urplötzlich ein ausgewachsenes Reh aus dem Gebüsch sprang und direkt auf ihn zuhielt. Seine Augen entfernten sich einen guten Meter aus seinen Augenhöhlen, als er Chinatsu auf dem Tier erblickte. „Das ist…jetzt…nicht…wahr..“, stammelte er unsicher und bekam Knieschlottern. Aus seiner ängstlichen Trance wurde er allerdings gerissen, als Chinatsu ihn dazu aufforderte, dass Reh aufzuhalten. Bitte was?! Das Tier?! Er verengte die Augenbrauen, ging etwas in die Hocke und stürmte dann frontal auf das Reh zu, welches seinerseits frontal auf ihn zusauste. Kurz vorher sprang Izuya hoch und führte eine Drehung durch. „KONOHA SEN“, fing er dabei an zu rufen und plante den berühmten Drehkick. Just in dem Moment stieß allerdings das Rehgeweih in seine Weichteile und beendete das Manöver abrupt. Dabei verfing sich der Trainingsanzug am Geweih und das weiterstürmende Reh riss den armen Jungen mit. „AAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUU“, rief Izuya, bekam heftigen Tränenfluss und weckte damit vermutlich ganz Shirogakure, denn der Treffer in den Kronjuwelen des Imperators schmerzte extrem!
 
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Es. war. so. LUSTIG! Chinatsu lachte ausgelassen, während sie - um den Hals des Rehes geklammert - auf Izuya zustürmte. Das Mädchen war vollkommen überzeugt davon, dass der Imperator der Ghetto-Geister keine Probleme damit haben würde, das ausgewachsene Reh aufzuhalten und dabei genauso viel Spaß zu haben wie die Hasekura. Und dann hätte sie die erste Mutprobe bereits bestanden! Gefangen hatte die Weißhaarige das Reh, das konnte man nicht abstreiten, schließlich klammerte sie sich gerade um den Hals des panischen Tieres. Izuya holte jedenfalls Anlauf und begann mit einer Drehung - leider war er zu langsam, zu ungeschickt, zu.. irgendetwas. Jedenfalls verfing sich der Imperator im Geweih des Rehs und stieß sich dabei den wichtigsten Teil eines männlichen Körpers, selbst wenn Chinatsu das überhaupt nicht einschätzen konnte. Den Ausruf vor Schmerzen deutete die Kleine als Schlachtruf und stimmte sofort mit ein, versuchte das Brüllen nachzuahmen. Sie schaffte es allerdings nicht in der Perfektion wie Izuya, da die Hasekura von ihrem Lachen unterbrochen wurde. Der Akinawa war wirklich ein toller Freund, der zusammen mit der 12-Jährigen richtig Spaß haben konnte. Nach so jemandem hatte die Kunoichi lange gesucht! Zusammen rasten die Genin auf dem wildgewordenen Reh weiter, dem das Spiel mit zwei Menschen auf sich allerdings endgültig zu viel wurde. Das Tier wandte sich hin und her, rüttelte und schüttelte sich. „Ohhhhh!“ Jetzt wurde es aber schwer, sich festzuhalten. Chinatsu klammerte sich fester und es hatte Ähnlichkeit mit einem wilden Rodeo. Durch den Schwung des Rehs wurde zuerst der Trainingsanzug von Izuya angerissen, sodass sich sein Körper von dem Geweih löste und in hohem Bogen Richtung Boden flog. Ein paar Sekunden länger hielt es die Weißhaarige aus, die freudig quiekte, am Ende allerdings ebenfalls das Handtuch werfen musste. Ihre Arme lösten sich Stück für Stück von dem Hals des Tieres, bis sie sich nicht mehr halten konnte, ebenfalls einen Freiflug kassierte und mitten auf dem Akinawa landete. Das Reh ergriff die Chance und setzte zur Flucht an.

Die gelben Äuglein des Mädchens blinzelten einige Male verwirrt, bevor sie laut lachte. „Das war vielleicht ein Spaß, oder, Izuya-Bro?!“ Leider bekam sie keine Antwort auf diese Frage, weshalb das Lachen einen Augenblick verstummte. „Izuya-Bro?“, wiederholte sie, sah sich um. Wo war er denn hin? Plötzlich bemerkte Chinatsu eine Bewegung unter sich, sah in entsprechende Richtung und kicherte. „Da bist du ja!“ Er hatte sich unter ihr versteckt, der Witzbold! Die Hasekura sprang auf ihre Füße, drehte sich um und packte sofort die Hände ihres neuen Freundes, um ihn auf die Füße zu hieven. „Wie du das Reh aufgehalten hast, war total cool, Izuya-Bro!“ Wenn das Mädchen wüsste, dass der Ausruf des Jungen kein Schlachtruf, sondern Schmerzensschreie gewesen waren, würde ihr Urteil eventuell anders ausfallen. So dachte Chinatsu, alles wäre von dem Ghetto-Geist geplant gewesen. Sie zog ihn an den Händen mit sich, kicherte und tanzte zusammen mit dem Akinawa kurz durch die Gegend, bevor sie grinsend stoppte. „Ich habe die erste Mutprobe bestanden, oder? Oder? Ich bin gut!“ Sie nickte mit Nachdruck, ließ nun die Hände des Blauhaarigen los und sah ihn neugierig an. „Was soll ich noch machen? Ich kann alles machen! Ich will ganz schnell eine Geister-Prinzessin werden!“
 
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cf: Schultor

Es war kein reines Shinobi-Training, aus diesem Grund war der Marsch in den Wald ein reiner Spaziergang. Die Kinder lachten, sprachen miteinander oder, zur Freude von Kodoku, genossen sie seine Süßigkeiten. Viele schienen das erste Mal sich auf den Weg zum Wald zu machen, sie staunten und waren neugierig. Kodoku konnte von hinten alle gut im Blick haben, ein perfekter Standpunkt. Denn sein Kollege Akinawa Izuya hatte da mehr Probleme, er musste ständig sich umdrehen, wenn er einen Blick auf die Schützlinge der Beiden werfen wollte. Seine Aufmerksamkeit musste er zweiteilen, sie führen und einen Blick auf sie halten. Kodoku versuchte immer freundlich zu grinsen wenn Izuya ihn anblickte. Doch schien es eher das diese freundliche Geste wohl irgendwie missverstanden wurde. War er zu freundlich? Zeigte er zu wenig Zähne? Kodoku konnte nur sehr schwer wirklich Gefühle zeigen gegenüber andere, nur wenige verstanden ihn trotz seiner Empathisch-tollpatschigen Art.

Er wusste das der Marsch noch etwas dauern würde in dem Tempo, ein trainierter Shinobi, war ziemlich schnell im Wald, wenn er oder sie, es wirklich wollten. Doch dies war ein einfacher Ausflug für die jungen Schüler und so wird es einige Zeit in Anspruch nehmen bis sie ihr Ziel erreichten. Einst hatte Kodoku, als er so 5 Jahre alt gewesen war, eine ähnliche Gruppe in Kumogakure beobachtet. Sie taten etwas was hier nun fehlte, etwas was die Kameradschaft und die Freude erhöhen konnte. Er überlegte wie er das umsetzen konnte und griff in seine Tasche. Es dauerte etwas bis er das Gesuchte gefunden hatte, doch neben seinen Süßigkeiten, hatte er dies stets dabei.

Kodoku zog seine Okarina heraus, leuchtend blau schimmerte sie in der Sonne, schluckte sein aktuelles Bonbon aus und fing einfach an zu spielen. Normalerweise spielte er nur für sich selbst oder einer bestimmten Person, doch er konnte eine Ausnahme bei den Kindern machen. Denn schließlich sollten sie diesen Ausflug gut in Erinnerung behalten.
Dabei nahm er eine Melodie, die jedes Kind aus Shiro kennen sollte. Seine Musik wurde zu jedem Mitglied dieses Ausfluges getragen und wie erwartet, fingen die Schüler plötzlich an, im Takt der Melodie, mit an zu singen:

Du hast längst gemerkt es ist noch lange nicht vorbei.
Du weißt noch nicht was kommen wird, sei bereit.
Beleb dein Traum aus dem du jetzt erwachst.
Es wird nicht leicht doch du weißt dass du es schaffst.

Durch die Wolken dringt ein Licht der Himmel wird klar.
Du erkennst das Zeichen, nichts ist mehr so wie es früher war!

Was wird noch geschehen, bist du das Höchste Level schaffst?
Wie viele Gegner rauben dir noch deine Kraft?
Du hast keine Chance, wenn in dir nur Zorn regiert.
Es kommt nur darauf an, was in deinem Kopf passiert.

Bleib dir selber Treu, sei stark und hör auf dein Herz.
Du hast alles in dir, glaube daran und du vergisst den Schmerz!

Du wirst unbesiegbar sein der Beste sein!
Deine Zeit wird kommen der Tag ist nicht mehr weit!
Dein Selbstvertrauen trägt dich hinauf in die höchsten Höhen du gibst nie auf!
Wir sind bei dir und eines verleiht uns die Macht:

Shiro!
Es gab noch einige Wiederholungen, doch es war eindeutig. Die Stimmung der Schüler wurde erheblich gesteigert und sie waren sogar überrascht als, sie plötzlich schon mitten im großen Wald standen, als sei die Zeit einfach wie von einem Moment auf den anderen verflogen.
Doch in der ganzen Zeit war es Kodoku nicht entgangen, dass jemand oder etwas sie beobachtete und verfolgte. Den ganzen Weg über war etwas in den Baumwipfeln gewesen. Es schien bisher keine Bedrohung gewesen zu sein und da dieser Jemand anscheinend sie seit dem Dorf verfolgte und dementsprechend auch von dort stammte, hielt er es nicht für notwendig bisher einzuschreiten. Doch wird er es weiter im Blick behalten, aber er war sich noch nicht sicher ob sein Partner es schon mitbekommen hatte.

"Akinawa, sind wir bereits da oder möchtest du den Schülern eine kurze Rast gönnen?" fragte Kodoku über den Köpfen der Schüler ruhig hinweg? Das große Problem bei diesen Einteilungen der Missionen war, dass man die Shinobi-Kollegen noch nicht kannte und nicht einschätzen konnte. Doch Kodoku vertraute darauf, dass sein Partner, genauso wie er selbst, sich gut behaupten kann, sollten ihre jeweiligen Fähigkeiten als Shinobi gefragt werden.

@Akinawa Izuya
 
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Der Fußmarsch in Wald gestaltete sich im Grunde ziemlich unkompliziert, außer dass sich Izuya ständig umdrehen musste um zu schauen, dass auch alle mitkamen. Sein Kamerad Kodoku hatte es da etwas einfacher, denn der konnte einfach von hinten aus gerade nach vorn blicken und alles im Auge behalten, doch doppelte Kontrolle war einfach besser. Niemand war besonders scharf darauf für den Verlust eines Akademieschülers verantwortlich zu sein, davon ging Izuya ganz fest aus. Der Marsch selbst hatte ein lockeres Tempo und glich eben dem Fußmarsch eines klassischen Ausfluges, weniger der üblichen Eilreise eines Shinobi. Sie hatten zwei Tage im Wald und somit ausreichend Zeit um vernünftige Grundlagen für entsprechende Befähigungen zu legen, also wozu dann jetzt die große Eile an den Tag legen? Korrekt. Augenblicklich war es dem erfahrenen Genin nur wichtig, dass all seine Schützlinge und der körperlich schwächliche Abarai gesund und munter am Ziel ankamen. Glücklicherweise sorgte gerade Kodoko dafür, dass die Laune gehoben wurde, die ohnehin schon positiv behaftet war. Er spielte auf seine Okarina und stimmte eine nur all zu bekannte Melodie an, wodurch die Kinder einige Augenblicke später anfingen zu singen. Auch Izuya sang mit, allerdings leise und nicht so offensichtlich, schließlich achtete er auf wilde Tiere und verzugsfreies Vorankommen der Gruppe. Aber für die Idee eines Marschliedes konnte ihm Izuya nur ein geistiges Lob aussprechen, denn dieser motivierte die Gruppe und sorgte dafür, dass sie auch alle in Reih und Glied blieben. Irgendwann wäre die Gruppe sonst ein wenig unruhig und ungeduldig geworden, doch so lief alles wie am Schnürchen.

Der erfahrene Genin warf erneut einen Blick über die Schulter, um nach dem Rechten zu sehen und bemerkte dabei ein Rascheln auf der höheren Ebene der wäldlichen Landschaft. Ein Tier? Gut möglich. Nach einigen Augenblicken schaute Izuya wieder nach vorn und führte die singende Truppe durch den Wald, was aufgrund dieser Gemeinschaftstätigkeit auch ziemlich schnell voranzugehen schien. Die Kinder waren so dermaßen abgelenkt, dass sie die aufkommenden Schmerzen in ihren Füßen gar nicht bemerkten und den Wald auch gar nicht so verlassen wahr nahmen, wie er eigentlich war. Immer wieder bemerkte Izuya wie etwas oder Jemand durch die Baumkronen huschte und sie zu verfolgen schien, also steckte da definitiv mehr hinter. Ob Kodoku es mitbekommen hatte? Bestimmt, schließlich hatte dieser das Schlusslicht übernommen. Wenigstens grinste der Abarai wann immer sich die Blicke der beiden Genin kreuzen und Izuya erwiderte das Grinsen natürlich, auch wenn es ihm irgendwie merkwürdig vorkam. Eigentlich war der Akinawa ein ziemlich kommunikativer und offener Typ, daher wunderte er sich, wieso dieser Kodoku sich so merkwürdig verhielt, aber nicht jeder war so wie er, das verstand auch Izuya. Aber so merkwürdig Kodoku auch war, dennoch empfand Izuya seine Anwesenheit als sympathisch und angenehm.

Die Augen von Izuya sondierten das Gelände und er erinnerte sich an die damaligen Zeiten zurück, denn diesen Abschnitt des Waldes kannte er nur zu gut. Hier hatte er damals ein Mädchen kennen gelernt, welches er kürzlich erst wieder getroffen hatte. Das war damals eine ziemlich interessante Begegnung, die definitiv ihren Eindruck hinterlassen hatte, so viel stand fest. Ein Schmunzeln legte sich auf die Züge des Taijutsuka als Kodoku auch schon über die Köpfe der Kinder hinweg nachfragte, wie der Stand der Dinge war. Izuya ließ die Formation anhalten und drehte sich zu seinem Kameraden um, nur um diesen anzulächeln. „Wir sind da. Auf diesem Plateau werden wir unser Nachtlager errichten“, erklärte Izuya und deutete auf die freie Fläche hinter ihm, wo ihn damals ein Reh aufgegabelt hatte. „Aber vorher machen wir eine Pause. Setzt euch, trinkt etwas“, ordnete er den Kindern an und legte seinen Rucksack zur Seite, ehe er dann zum Abarai schritt und direkt neben ihm zum stehen kam. „Hast du unseren Verfolger auch bemerkt? Kümmer dich um ihn, aber diskret“, meinte Izuya nur leise und wandte sich dann wieder ab. Er wollte natürlich nicht, dass der Abarai den armen Verfolger ins Reich der Toten schickte, aber er vertraute darauf, dass Kodoku wusste, was er zu tun hatte. Izuya selbst widmete sich den trinkenden Kindern. „Jeder sucht sich gleich ein nettes Plätzchen auf dem Plateau und errichtet sein Zelt. Aber jeder für sich!“, meinte Izuya und war gespannt, ob die Kinder mit dem Zeltbau zurecht kamen. Allein dabei gab es viele Tricks und Kniffe, die Izuya lehren konnte. Der Blauschopf schnappte sich seinen Rucksack und packte entsprechend seine Plane aus, nur um diese daraufhin wie ein Schrägdach zwischen zwei Bäumen abzuspannen. Der Rucksack landete unter dem Schrägdach, ebenso sein provisorisch ausgerollter Schlafsack, denn Izuya brauchte kein Zelt. Er schlief gern draußen, also hatte er sich lediglich einen Windschutz aufgebaut. Danach sondierte er die Schüler und ihre baulichen Fähigkeiten.

„Die zwei Teile musst du zusammen stecken, Nizomi-chan“, erklärte Izuya und zeigte ihr, wie sie das Zelt stabilisieren konnte. Diese seufzte nur genervt und zuckte mit den Schultern, während Izuya mit den Augen rollte. Die Beauty Queen war anstrengend und sah für den Wald viel zu aufgedonnert aus. „Yusuhito-chan. Die Planen werden zusammengeknöpft an der Stirnseite. Nicht vergessen, sonst fliegt dein Zelt weg“, erklärte Izuya dem übereifrigen Helden im Mini-Format. "Oooooiiiii, Izuya-sensei!", entgegnete der Mini-Held stolz und versuchte den Rat umzusetzen. Das konnte wirklich interessant aber auch spaßig werden. Kurz schaute Izuya in die Richtung wo er Kodoku zurückließ.

@Abarai Kodoku
 
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Kümmere dich um ihn, aber diskret.
Große Lust hatte Kodoku nicht, denn er was sich sicher dass es jemand war der nicht einfach sich zeigt und sofort freiwillig mitkommt. Wirklich schwer herauszufinden wo der Verfolger war, konnte man nicht meinen. Es war jemand der eher so tat ein wirklicher Shinobi zu sein. Über die ganze Zeit vom Dorf hier her konnte man ihn gut erfassen. Zwar schien er die charakteristische Fortbewegung über die Bäume einigermaßen zu beherrschen, aber dies war sogar für jemanden wie Kodoku, der jede körperliche Anstrengung hasste und vermied, nicht schwer gewesen. Jetzt ist es für ihn selbst auch nur eine andere Möglichkeit normal von A nach B zu kommen.

Kodoku setzte sich etwas ab, während sein Partner sich um die restliche Gruppe kümmerte. Er brauchte keine Minute um zu erkennen wo der Verfolger genau steckte. Dieser hockte in einem nahem Baumwipfel und beobachtete die Gruppe. Es war ein kleiner Junge, und nach den Akten den sie für die Mission erhalten hatten war es Akira Takahashi, der einzige in der Gruppe, dem es nicht erlaubt gewesen war mit auf den Ausflug zu gehen. Es war eine Strafe, da dieser sich respektlos gegen über den Lehrern sich benommen hatte, irgendwie gab es in jeder Klasse so eine Person. Zum einen konnte er ihn verstehen, dass er trotzdem dabei sein wollte und zum anderen musste er jetzt diszipliniert werden.

Die Konzentration des Jungen war nur auf die Gruppe gerichtet und so nahm er Kodoku nicht wahr, wie dieser, als wäre es ein ganz normaler Spaziergang, den Baum von hinten hoch ging, bis er direkt auf dem Ast hinter ihm stand.
"Was gibt es da so interessantes zu sehen?" fragte er Akira. Dieser bekam gar nicht mit, dass direkt hinter ihm jemand stand und antwortete sogar ganz automatisch auf die Frage. "Ach das sind nur die Versager die mich nicht mit nehmen wollten, da ich ihnen zu gut bin." Es war ein sehr gehässiger Tonfall, doch dann schien ihm klar zu werden, dass da jemand war und drehte seinen Kopf zu Kodoku um und schrie auf. Akira blickte in ein recht seltsames Gesicht, denn für kam es so vor, als sei plötzlich ein Toter neben ihm erschienen.

Durch den ganzen Schreck, verlor dieser seinen Halt und fiel dem Boden entgegen. Kodoku handelte schnell, er biss sein aktuelles Bonbon mit einem lauten knacken durch und stieß sich selbst vom Ast ab. Dabei packte er den Jungen und drehte sich in der Luft um, so dass er mit seinem Rücken auf den Boden aufschlug, während Akira eher sicher auf seinem Bauch landete. Der Schmerz durchzog Kodoku, diese Anstrengungen war er nicht gewohnt und leider hielt er auch nicht besonders viel aus. Direkt auf der Wirbelsäule zu landen war nicht angenehm, doch alles war besser als dass der Junge unglücklich und unkontrolliert auf dem Boden ankam.

Dieser sprang aber sofort und unverletzt auf und wollte schon wegrennen. Doch blieb er stehen und blickte auf den am Boden liegenden Kodoku. Da sich dieser nicht mehr rührte, schritt Akira immer näher. Auch als der neugierige Junge direkt bei ihm stand und ihn mit einem vom Boden aufgehobenen Stock piekste, reagierte Kodoku überhaupt nicht. "Geht es ihnen gut Sensei?" seine Stimme klang besorgt. Akira hörte plötzlich leise Stimmen aus den Bäumen um ihn herum. Es waren die Stimmen seiner Klassenkameraden.
"Ist er tot?" - "Was hat er gemacht?" - "Er wird von der Schule fliegen!" - "Nein Gefängnis." - "Ungehorsam!" - "Verbannung!" - "Selbst schuld." sie hallten von über all her und Akira selbst riss seinen Kopf immer wieder zu den Orten von denen er die Stimmen seiner Freunde vernahm. Zitternd und den Tränen nahe versuchte er sich zu verteidigen. Er habe nichts getan, oder andere währen schuld. Doch fiel dann am Ende doch eine Entschuldigung, hauptsächlich gerichtet an den leblosen Körper von Kodoku.

Dann gab es ein "Puff" und ein großer Stein erschien an dessen Stelle. "Ich nehme deine Entschuldigung an und ich kann dir nur raten etwas umsichtiger in Zukunft zu sein." belehrte ihn Kodoku der auf dem Baum über ihn hockt und kontrolliert dann vor ihm auf dem Boden landete.
Sofort nahm er sich einen seiner Lolis aus der Tasche und steckte ihn in den Mund, während Akira ihn verwirrt anstarrte. "Aber wie haben sie..." brach er nur hervor.
Kodoku seufzte. "Du warst in einem einfachen Genjutsu gefangen, dem Kowairoya no Jutsu, die Kunst der Stimmenimitation und habe die Stimmen deiner Klassenkameraden verwendet um dir klar zu machen, dass dein Handeln auch Konsequenzen haben können." Dann blickte Akira nur wortlos zu dem Stein, wo vorher der Körper von gelegen hatte. "Du willst ein Schüler sein? Das war eine einfache Grundtechnik, das Kawarimi no Jutsu, dem Körpertausch. Du solltest mehr in der Schule aufpassen und nun lass uns zusammen zur Gruppe gehen."

Akira folgte ihm, mit gesenktem Kopf ohne noch ein Wort zu sagen, als sie die Lichtung betraten wo die anderen warteten. Überraschte Blicke verfolgten sie, wie Kodoku und der sich schämende Junge zu Izuya hin überschritten. Kodoku berichtete ihm kurz was geschehen war und dann blickte er ihn fragend an. "Was sollten wir jetzt mit ihm machen?"

@Akinawa Izuya
 
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