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Grenzposten vor Amegakure

Kushou Joudan

Chuunin
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Alter
22 Jahre
Größe
>Natsu
Fraktion
Sora
Dorf
Ame
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Der Grenzposten

grenzposten.jpg
Nur wenige Wege führen nach Amegakure, das Dorf, das hinter dem Regen verborgen liegt. Die futuristische Großstadt ist auf einer Insel inmitten eines großen Binnensees gebaut und das Gewässer bildete für manchen Reisenden ein schwieriges Hindernis. Der Grenzposten ist auf einer Landzunge gebaut und einst führte eine Brücke von hier nach Amegakure. Diese wurde schon vor hunderten Jahren eingerissen, doch noch immer sind vereinzelte Pfeiler des Bauwerks zu sehen, die wie mahnende Finger aus dem Wasser ragen. Vom Grenzposten lässt sich auch eine der regelmäßig ablegenden Fähren erwischen, die mittlerweile - neben schwimmen und dem Wasserlauf - der einzige Weg auf die Insel sind. Reisende, Händler, Auftraggeber für Shinobi aus dem Regendorf und jede Menge Wächter und Gardisten finden sich hier. Der immeranwährende Regen Amegakures fällt auch hier zu jeder Tages- und Jahreszeit, sodass die Wege - abseits einer breiten, gepflasterten Straße für Karren und Wägen - matschig sind. Zwei Gasthäuser mit Speisestuben bieten Reisenden einen Schutz vor den Elementen und Unterkunft. Im Laufe der Jahre wuchs der Grenzsposten zu einer Art kleinem Dorf heran, in dem sich Handwerker, Geschäfte und dergleichen finden, die den Reisenden, der hier einen Zwischenstopp einlegt, mit allem Nötigen zu versorgen.
 

Kushou Joudan

Chuunin
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cf: Hafen Getsurins

Joudan lauschte aufmerksam den Ausführungen Sakis und Isamus. Der Kushou hatte zwar schon ein paar Mal mit der Sumiya zu tun gehabt, doch so Richtig in Aktion gesehen hatte er sie erst einmal. Bei seinem Prüfungsjob, dem Festival der Geister, hatte er einen kurzen Einblick in ihre Tintenkunst bekommen, doch das war es dann auch schon. Dass sie sich, wie Joudan, mit Siegeln auskannte, schien dem Blondschopf recht passend zu diesen Fähigkeiten, die der Händlersspross wohl als eine Art Bluterbe oder dergleichen einschätzte.
"Mit Fuuin-Jutsu kenne ich mich mittlerweile auch aus, Saki. Beherrschst du zufällig ebenfalls das Setchaku Shiru no Jutsu? Dies wird uns in unserem Vorhaben sicherlich von Nutzem sein." Saki bejahte die Frage und Joudan nickte zufrieden. Zu zweit konnten die beiden Fuuin-Nin eine recht große Fläche mit Klebesiegeln abdecken, das würde wohl ausreichen, um ein paar Eidechsen zu fangen.
Isamu selbst verwies erst einmal auf seinen Clan. Joudan hatte, nachdem er den frischgebackenen Genin zugeteilt bekommen hatte, ein wenig über den Yamakabe-Clan gelesen. Doch bis auf die Tatsache, dass sie aus Iwagakure stammten, und dass ihre Techniken wohl mit ihrer Haut zu tun hatten (worunter Joudan sich nicht wirklich etwas vorstellen konnte) hatte der Händlersspross nicht wirklich viel herausgefunden.
"Ein wenig.", antwortete der Blondschopf also wahrheitsgemäß auf die Annahme Isamus, Joudan hätte schon von seinem Clan gehört. "Doch wenn Ihr mir noch über Euren Clan erzählen magt, wäre ich nicht abgeneigt, ihn besser kennen zu lernen." Der Bericht über Isamus Fähigkeiten fiel vergleichsweise knapp aus, mit Ninjutsu konnte der Genin also nicht dienen. Doch Taijutsu und ein wenig Robustheit würden gut zu den Fähigkeiten Sakis und Joudans passen.
"Angaben über die Größe der Echsen gibt es keine, ebensowenig über ihre Stärke." Joudan dachte kurz darüber nach, was Isamu gesagt hatte. Er machte sich also nur Sorgen um die Kraft der Echsen, wenn sie auch Fels zertrümmern konnten? Entweder der Junge war wirklich zäh wie Stahl, oder er überschätzte sich gehörig. Das galt es noch herauszufinden, bevor die drei Sora-Nin sich an ihr Werk begeben würden. Doch für nun nahm Joudan die Information hin, Isamu nach einem Beweis oder einer Demonstration zu bitten, würde den Stolz des Genin vielleicht kränken oder zumindest zeigen, dass der Blondschopf den haarlosen Yamakabe nicht ganz für voll nahm.
Joudan nickte den beiden zu.
"Habt Dank für die Auskunft. Um euch in Nichts hinterherzustehen: Neben Fuuin-Jutsu habe ich mich hauptsächlich auf den Kampf auf mittlere Distanz mit Wurfprojektilen spezialisiert, kann mich zur Not aber auch im Nahkampf erwehren." Nachdem also reiner Tisch gemacht war und jeder über die Fähigkeiten des anderen grob Bescheid wusste, nickte der Blondschopf zufrieden. "Mir scheint, unsere beste Vorangehensweise sieht wie folgt aus: Saki und meine Wenigkeit können mit dem Setchaku Shiru no Jutsu einen recht großen Bereich präparieren, der als Falle fungiert. Echsen, die diesen Bereich betreten, können wir damit festsetzen. Isamu, Eure Aufgabe wird es sein, die Echsen entweder in die Falle zu locken oder zu treiben, abhängig davon wie sie bei Eurem Anblick reagieren. Saki kann Euch dabei mit ihren Tintenfähigkeiten und ich kann euch dabei mit einigen Sprengsiegeln, die die Echsen aufscheuchen, behilflich sein." Das war der beste Plan, den Joudan sich mit den Fähigkeiten der Dreie ausdenken konnte, und er klang ganz plausibel. "Wir werden beim Schildkrötengebirge beginnen, nach den Echsen zu suchen. Machen wir sie ausfindig, beobachten wir erst ihr verhalten. Isamu, Ihr könnt euch beim Anblick der Echsen überlegen, ob Ihr euch die Aufgabe des Köders zutraut, zur Not planen wir um. Finden wir im Gebirge keines der Tiere werden wir stattdessen die anderen Orte absuchen. Fragen dazu?" Damit schloss Joudan die Teambesprechung ab.
Die Mission war als D-Rang vermerkt, sonderlich herausfordernd würde sie für Saki und ihn wahrscheinlich nicht wirken. Das gab Joudan aber die Gelegenheit, sich ohne großen Druck in seine neue Rolle als Missionsleiter einzuleben. Seine letzte Mission mit Nanami, bei der er zum ersten Mal die Führung übernommen hatte, war zwar gut ausgegangen, doch Joudan hatte sich nicht wirklich wie ein "Leiter" gefühlt, Nanami und er hatten stets gemeinsam entschieden, was getan werden sollte, und der Blondschopf hatte sich auf den Heimvorteil der Hozuki verlassen. Diese Mission im Umfeld Amegakures würde Joudan ein wenig mehr die Möglichkeit geben, die Zügel in die Hand zu nehmen. Was das bedeutete, das musste er noch herausfinden.


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Die Überfahrt auf's Festland und auch die Reise nach Amegakure verlief reibungslos und ohne Zwischenfälle. Es war eine vielbereiste Straße, der das Team folgte, und nicht selten waren hier Shinobi unterwegs. Kein Wunder also, dass man sich um Banditenüberfälle oder dergleichen keine Gedanken machen musste. Zudem war es eine Strecke, die Joudan wie seine Westentasche kannte, immerhin bereiste er sie mehrmals jährlich, wenn er seine Großmutter besuchte. So konnte er sicher einschätzen, wie weit die Dreie an einem Reisetag kamen, und wusste um Raststätten, die sich entlang der Straße befanden.: An dem Tag, an dem die Sora-Nin aufgebrochen waren, legten sie noch ein gutes Stück an Land zurück, sodass sie am zweiten Tag der Mission im Regenreich ankamen und auf Joudans Drängen hin noch in den späten Abendstunden Amegakure - oder besser: den Grenzposten davor - erreichten.

Wie Artilleriebeschuss prasselte der immerwährende Regen Amegakures auf Isamu, Saki und Joudan hinab, als die Dreie endlich den Grenzposten erblickten. Hinter der Ansammlung von vielleicht Dreißig Häusern thronte imposant die nächtliche Skyline Amegakures mit seinen unzähligen Wolkenkratzern, die beinahe schon in den Regenwolken verschwanden, auf. Joudan hasste diesen Ort.
Die Schritte führten den Blondschopf zielsicher die gepflasterter Hauptstraße entlang, Regen spritzte ab und zu auf, wenn Joudan auftrat. Obwohl er seinen dicksten Mantel und die festesten Schuhe angezogen hatte, war der Regen nicht wirklich davon abzuhalten, seinen Weg ins Innere der Kleidung des Blondschopfes zu finden. Er war nass und kalt, doch am Ziel angekommen. Die nasse Straße unter seinen Füßen reflektierte gelegentliche elektrische Straßenlaternen, die hier brannten, und keinen Zweifel darauf aufkommen ließen, dass man hier in einer der technisch fortschrittlichsten Gegenden der Welt war.
Der Ame-Nin wandte sich um zu seinen beiden Gefährten.
"GLEICH GESCHAFFT!", rief er, durch das Regentropfentrommelfeuer hindurch, und wies mit dem Finger auf ein größeres Gebäude mit drei Stockwerken, aus dessen Fenstern noch warmes Licht auf die Straße austrat, wie Blut aus einer offenen Wunde. In Neonlicht war an dem Gebäude der Name "Hoshino" und ein Logo, das aus einem Haus vor einem Stern bestand, angebracht. Joudan hatte schon das ein oder andere Mal im Hoshino übernachtet, es war ein guter Ort, um dort das Lager aufzuschlagen. Als er die Türe des Ryokans (auch wenn am Hoshino so gut wie gar nichts mehr traditionel war, bezeichnete es sich doch als Ryokan) erreichte, hielt er sie für Saki und Isamu auf und trat nach den beiden ein.
Eine Wand aus wohl erhitzter Luft traf Joudan, als er eintrat. Die gut klimatisierte Eingangshalle des Ryokans war wie balsam für die klammen Glieder und die von Nässe und Kälte schlotternden Zähne des Blondschopfes. Er streifte den nassen Mantel ab, hing ihn an eine Garderobe und trat dann in die Speisestube ein, die von geschäftigem Tummel erfüllt war. Auf drei Duzend Tische verteilt hatten sich etwa 50 Menschen versammelt, doch das Hoshino war groß genug, dass es dabei nicht überfüllt wirkte. Gesprächsfetzen schwirrten an Joudan vorbei, als er sich im Saal umsah. Handwerker unterhielten sich über Steuern, Reisende über die Straße und das Wetter, an einem Tisch wurde - wohl um Getränke - gewürfelt und gelegentliches Stöhnen und Jubeln deutete davon, dass schon einige Runden gespielt worden waren. Die Tonatmosphäre wurde vom leisen Klimpern und Klirren von Besteck und Geschirr, Gläsern und Flaschen untermalt, viele der Gäste nahmen das Angebot von Küche und Bar wahr.
Der Blondschopf wies auf einen freien Tisch.
"Nehmt schon einmal Platz.", bot er seinen beiden Teamgefährten an. "Ich sorge mich um unsere Unterkunft und eine Karte." Mit diesen Worten huschte der Blondschopf auch schon zu einer langen, hölzernen Theke, an der sich gerade zwei junge Damen um die Gäste kümmerten. Joudan wechselte ein paar Worte mit einer der beiden, sicherte sich drei Schlafräume und kehrte dann zu Saki und Isamu an den Tisch zurück. Er reichte jedem der beiden einen Schlüssel. "Die Zimmer sind sauber und warm, jemand mit einer Speisekarte wird gleich zu uns finden. Heute Abend werden wir nichts mehr unternehmen, außer uns von der Reise zu erholen und uns zu stärken. Morgen früh können wir vielleicht die Anwohner des Grenzpostens ein wenig ausfragen, bevor wir zu den Schildkrötenbergen aufbrechen. Die Dorfverwaltung hat mir ein wenig Geld als Spesen mitgegeben, also esst euch satt."
Joudan sah die beiden an. Sie waren noch Kinder. Ein wenig verfluchte er erneut die Tatsache, wie so oft um einiges älter zu sein als seine Teamgefährten. Mit Erwachsenen hätte Joudan nun vielleicht ein paar Gläser Wein oder Sake trinken können oder hätte sich ein wenig zu den Spielern gesellen können, doch Isamu und Saki waren für so ein Verhalten noch nicht alt genug - zumindest in Joudans Augen. Also erwartete der Blondschopf neben Essen und Schlafen nicht mehr sonderlich viel für den Abend. Doch nachdem er sich ein paar Momente gesetzt hatte, fiel ihm ein, dass er sich ja zumindest mit ihnen unterhalten konnte. Während der kurzen Reise hatten die dreie sich darauf konzentriert, möglichst schnell voranzukommen. Da war wenig Zeit für Plaudereien gewesen. Die sommergrasgrünen Augen Joudans huschten zu Saki. Die Blauhaarige war nie wirklich gesprächig. Also wandte Joudan sich Isamu zu. "Yamakabe-san, wollt Ihr mir nicht ein wenig über Euren Clan berichten?" Das war vielleicht ein wenig zu offen gefragt, jedoch gab es Isamu die Möglichkeit, über das zu reden, was er wollte.

@Sumiya Saki @Yamakabe Isamu
 
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