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Grenzposten vor Amegakure

Kushou Joudan

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Der Grenzposten

grenzposten.jpg
Nur wenige Wege führen nach Amegakure, das Dorf, das hinter dem Regen verborgen liegt. Die futuristische Großstadt ist auf einer Insel inmitten eines großen Binnensees gebaut und das Gewässer bildete für manchen Reisenden ein schwieriges Hindernis. Der Grenzposten ist auf einer Landzunge gebaut und einst führte eine Brücke von hier nach Amegakure. Diese wurde schon vor hunderten Jahren eingerissen, doch noch immer sind vereinzelte Pfeiler des Bauwerks zu sehen, die wie mahnende Finger aus dem Wasser ragen. Vom Grenzposten lässt sich auch eine der regelmäßig ablegenden Fähren erwischen, die mittlerweile - neben schwimmen und dem Wasserlauf - der einzige Weg auf die Insel sind. Reisende, Händler, Auftraggeber für Shinobi aus dem Regendorf und jede Menge Wächter und Gardisten finden sich hier. Der immeranwährende Regen Amegakures fällt auch hier zu jeder Tages- und Jahreszeit, sodass die Wege - abseits einer breiten, gepflasterten Straße für Karren und Wägen - matschig sind. Zwei Gasthäuser mit Speisestuben bieten Reisenden einen Schutz vor den Elementen und Unterkunft. Im Laufe der Jahre wuchs der Grenzsposten zu einer Art kleinem Dorf heran, in dem sich Handwerker, Geschäfte und dergleichen finden, die den Reisenden, der hier einen Zwischenstopp einlegt, mit allem Nötigen zu versorgen.
 

Kushou Joudan

Chuunin
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cf: Hafen Getsurins

Joudan lauschte aufmerksam den Ausführungen Sakis und Isamus. Der Kushou hatte zwar schon ein paar Mal mit der Sumiya zu tun gehabt, doch so Richtig in Aktion gesehen hatte er sie erst einmal. Bei seinem Prüfungsjob, dem Festival der Geister, hatte er einen kurzen Einblick in ihre Tintenkunst bekommen, doch das war es dann auch schon. Dass sie sich, wie Joudan, mit Siegeln auskannte, schien dem Blondschopf recht passend zu diesen Fähigkeiten, die der Händlersspross wohl als eine Art Bluterbe oder dergleichen einschätzte.
"Mit Fuuin-Jutsu kenne ich mich mittlerweile auch aus, Saki. Beherrschst du zufällig ebenfalls das Setchaku Shiru no Jutsu? Dies wird uns in unserem Vorhaben sicherlich von Nutzem sein." Saki bejahte die Frage und Joudan nickte zufrieden. Zu zweit konnten die beiden Fuuin-Nin eine recht große Fläche mit Klebesiegeln abdecken, das würde wohl ausreichen, um ein paar Eidechsen zu fangen.
Isamu selbst verwies erst einmal auf seinen Clan. Joudan hatte, nachdem er den frischgebackenen Genin zugeteilt bekommen hatte, ein wenig über den Yamakabe-Clan gelesen. Doch bis auf die Tatsache, dass sie aus Iwagakure stammten, und dass ihre Techniken wohl mit ihrer Haut zu tun hatten (worunter Joudan sich nicht wirklich etwas vorstellen konnte) hatte der Händlersspross nicht wirklich viel herausgefunden.
"Ein wenig.", antwortete der Blondschopf also wahrheitsgemäß auf die Annahme Isamus, Joudan hätte schon von seinem Clan gehört. "Doch wenn Ihr mir noch über Euren Clan erzählen magt, wäre ich nicht abgeneigt, ihn besser kennen zu lernen." Der Bericht über Isamus Fähigkeiten fiel vergleichsweise knapp aus, mit Ninjutsu konnte der Genin also nicht dienen. Doch Taijutsu und ein wenig Robustheit würden gut zu den Fähigkeiten Sakis und Joudans passen.
"Angaben über die Größe der Echsen gibt es keine, ebensowenig über ihre Stärke." Joudan dachte kurz darüber nach, was Isamu gesagt hatte. Er machte sich also nur Sorgen um die Kraft der Echsen, wenn sie auch Fels zertrümmern konnten? Entweder der Junge war wirklich zäh wie Stahl, oder er überschätzte sich gehörig. Das galt es noch herauszufinden, bevor die drei Sora-Nin sich an ihr Werk begeben würden. Doch für nun nahm Joudan die Information hin, Isamu nach einem Beweis oder einer Demonstration zu bitten, würde den Stolz des Genin vielleicht kränken oder zumindest zeigen, dass der Blondschopf den haarlosen Yamakabe nicht ganz für voll nahm.
Joudan nickte den beiden zu.
"Habt Dank für die Auskunft. Um euch in Nichts hinterherzustehen: Neben Fuuin-Jutsu habe ich mich hauptsächlich auf den Kampf auf mittlere Distanz mit Wurfprojektilen spezialisiert, kann mich zur Not aber auch im Nahkampf erwehren." Nachdem also reiner Tisch gemacht war und jeder über die Fähigkeiten des anderen grob Bescheid wusste, nickte der Blondschopf zufrieden. "Mir scheint, unsere beste Vorangehensweise sieht wie folgt aus: Saki und meine Wenigkeit können mit dem Setchaku Shiru no Jutsu einen recht großen Bereich präparieren, der als Falle fungiert. Echsen, die diesen Bereich betreten, können wir damit festsetzen. Isamu, Eure Aufgabe wird es sein, die Echsen entweder in die Falle zu locken oder zu treiben, abhängig davon wie sie bei Eurem Anblick reagieren. Saki kann Euch dabei mit ihren Tintenfähigkeiten und ich kann euch dabei mit einigen Sprengsiegeln, die die Echsen aufscheuchen, behilflich sein." Das war der beste Plan, den Joudan sich mit den Fähigkeiten der Dreie ausdenken konnte, und er klang ganz plausibel. "Wir werden beim Schildkrötengebirge beginnen, nach den Echsen zu suchen. Machen wir sie ausfindig, beobachten wir erst ihr verhalten. Isamu, Ihr könnt euch beim Anblick der Echsen überlegen, ob Ihr euch die Aufgabe des Köders zutraut, zur Not planen wir um. Finden wir im Gebirge keines der Tiere werden wir stattdessen die anderen Orte absuchen. Fragen dazu?" Damit schloss Joudan die Teambesprechung ab.
Die Mission war als D-Rang vermerkt, sonderlich herausfordernd würde sie für Saki und ihn wahrscheinlich nicht wirken. Das gab Joudan aber die Gelegenheit, sich ohne großen Druck in seine neue Rolle als Missionsleiter einzuleben. Seine letzte Mission mit Nanami, bei der er zum ersten Mal die Führung übernommen hatte, war zwar gut ausgegangen, doch Joudan hatte sich nicht wirklich wie ein "Leiter" gefühlt, Nanami und er hatten stets gemeinsam entschieden, was getan werden sollte, und der Blondschopf hatte sich auf den Heimvorteil der Hozuki verlassen. Diese Mission im Umfeld Amegakures würde Joudan ein wenig mehr die Möglichkeit geben, die Zügel in die Hand zu nehmen. Was das bedeutete, das musste er noch herausfinden.


~._.~"~._.~"~._.~"~._.~"~._.~

Die Überfahrt auf's Festland und auch die Reise nach Amegakure verlief reibungslos und ohne Zwischenfälle. Es war eine vielbereiste Straße, der das Team folgte, und nicht selten waren hier Shinobi unterwegs. Kein Wunder also, dass man sich um Banditenüberfälle oder dergleichen keine Gedanken machen musste. Zudem war es eine Strecke, die Joudan wie seine Westentasche kannte, immerhin bereiste er sie mehrmals jährlich, wenn er seine Großmutter besuchte. So konnte er sicher einschätzen, wie weit die Dreie an einem Reisetag kamen, und wusste um Raststätten, die sich entlang der Straße befanden.: An dem Tag, an dem die Sora-Nin aufgebrochen waren, legten sie noch ein gutes Stück an Land zurück, sodass sie am zweiten Tag der Mission im Regenreich ankamen und auf Joudans Drängen hin noch in den späten Abendstunden Amegakure - oder besser: den Grenzposten davor - erreichten.

Wie Artilleriebeschuss prasselte der immerwährende Regen Amegakures auf Isamu, Saki und Joudan hinab, als die Dreie endlich den Grenzposten erblickten. Hinter der Ansammlung von vielleicht Dreißig Häusern thronte imposant die nächtliche Skyline Amegakures mit seinen unzähligen Wolkenkratzern, die beinahe schon in den Regenwolken verschwanden, auf. Joudan hasste diesen Ort.
Die Schritte führten den Blondschopf zielsicher die gepflasterter Hauptstraße entlang, Regen spritzte ab und zu auf, wenn Joudan auftrat. Obwohl er seinen dicksten Mantel und die festesten Schuhe angezogen hatte, war der Regen nicht wirklich davon abzuhalten, seinen Weg ins Innere der Kleidung des Blondschopfes zu finden. Er war nass und kalt, doch am Ziel angekommen. Die nasse Straße unter seinen Füßen reflektierte gelegentliche elektrische Straßenlaternen, die hier brannten, und keinen Zweifel darauf aufkommen ließen, dass man hier in einer der technisch fortschrittlichsten Gegenden der Welt war.
Der Ame-Nin wandte sich um zu seinen beiden Gefährten.
"GLEICH GESCHAFFT!", rief er, durch das Regentropfentrommelfeuer hindurch, und wies mit dem Finger auf ein größeres Gebäude mit drei Stockwerken, aus dessen Fenstern noch warmes Licht auf die Straße austrat, wie Blut aus einer offenen Wunde. In Neonlicht war an dem Gebäude der Name "Hoshino" und ein Logo, das aus einem Haus vor einem Stern bestand, angebracht. Joudan hatte schon das ein oder andere Mal im Hoshino übernachtet, es war ein guter Ort, um dort das Lager aufzuschlagen. Als er die Türe des Ryokans (auch wenn am Hoshino so gut wie gar nichts mehr traditionel war, bezeichnete es sich doch als Ryokan) erreichte, hielt er sie für Saki und Isamu auf und trat nach den beiden ein.
Eine Wand aus wohl erhitzter Luft traf Joudan, als er eintrat. Die gut klimatisierte Eingangshalle des Ryokans war wie balsam für die klammen Glieder und die von Nässe und Kälte schlotternden Zähne des Blondschopfes. Er streifte den nassen Mantel ab, hing ihn an eine Garderobe und trat dann in die Speisestube ein, die von geschäftigem Tummel erfüllt war. Auf drei Duzend Tische verteilt hatten sich etwa 50 Menschen versammelt, doch das Hoshino war groß genug, dass es dabei nicht überfüllt wirkte. Gesprächsfetzen schwirrten an Joudan vorbei, als er sich im Saal umsah. Handwerker unterhielten sich über Steuern, Reisende über die Straße und das Wetter, an einem Tisch wurde - wohl um Getränke - gewürfelt und gelegentliches Stöhnen und Jubeln deutete davon, dass schon einige Runden gespielt worden waren. Die Tonatmosphäre wurde vom leisen Klimpern und Klirren von Besteck und Geschirr, Gläsern und Flaschen untermalt, viele der Gäste nahmen das Angebot von Küche und Bar wahr.
Der Blondschopf wies auf einen freien Tisch.
"Nehmt schon einmal Platz.", bot er seinen beiden Teamgefährten an. "Ich sorge mich um unsere Unterkunft und eine Karte." Mit diesen Worten huschte der Blondschopf auch schon zu einer langen, hölzernen Theke, an der sich gerade zwei junge Damen um die Gäste kümmerten. Joudan wechselte ein paar Worte mit einer der beiden, sicherte sich drei Schlafräume und kehrte dann zu Saki und Isamu an den Tisch zurück. Er reichte jedem der beiden einen Schlüssel. "Die Zimmer sind sauber und warm, jemand mit einer Speisekarte wird gleich zu uns finden. Heute Abend werden wir nichts mehr unternehmen, außer uns von der Reise zu erholen und uns zu stärken. Morgen früh können wir vielleicht die Anwohner des Grenzpostens ein wenig ausfragen, bevor wir zu den Schildkrötenbergen aufbrechen. Die Dorfverwaltung hat mir ein wenig Geld als Spesen mitgegeben, also esst euch satt."
Joudan sah die beiden an. Sie waren noch Kinder. Ein wenig verfluchte er erneut die Tatsache, wie so oft um einiges älter zu sein als seine Teamgefährten. Mit Erwachsenen hätte Joudan nun vielleicht ein paar Gläser Wein oder Sake trinken können oder hätte sich ein wenig zu den Spielern gesellen können, doch Isamu und Saki waren für so ein Verhalten noch nicht alt genug - zumindest in Joudans Augen. Also erwartete der Blondschopf neben Essen und Schlafen nicht mehr sonderlich viel für den Abend. Doch nachdem er sich ein paar Momente gesetzt hatte, fiel ihm ein, dass er sich ja zumindest mit ihnen unterhalten konnte. Während der kurzen Reise hatten die dreie sich darauf konzentriert, möglichst schnell voranzukommen. Da war wenig Zeit für Plaudereien gewesen. Die sommergrasgrünen Augen Joudans huschten zu Saki. Die Blauhaarige war nie wirklich gesprächig. Also wandte Joudan sich Isamu zu. "Yamakabe-san, wollt Ihr mir nicht ein wenig über Euren Clan berichten?" Das war vielleicht ein wenig zu offen gefragt, jedoch gab es Isamu die Möglichkeit, über das zu reden, was er wollte.

@Sumiya Saki @Yamakabe Isamu
 
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Sumiya Saki

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Stumm blies Saki etwas Luft durch ihre gespitzten Lippen nach oben und sorgte dafür, dass einige ihrer blauen Haare, die ihr ins Gesicht hingen, nach oben schwangen, nur um gleich wieder nach unten zu fallen. Die Nässe hier im Reich des Regens hatte ihr Haar schwerer gemacht, als sie es gewohnt war und der für diesen Teil des Kontinents übliche Regen sorgte schnell für tropfen, die ihr die Haare herunter rannen. Die meisten schafften es nicht unbedingt ihren Weg in die Jacke der Sumiya zu finden, doch die paar Tropfen, die sich für die Front der Kunoichi entschieden hatten, hingen ihr nervig ins Gesichtsfeld. Mit ihrem kurzen Luftstoß hatte sie dafür gesorgt, dass wenigstens ein Teil der nervigen Flüssigkeit gen Boden fiel. Leider nicht alles, denn auf dem Rückweg schleuderten einige ihrer fallenden Haare ihr die tropfen direkt ins Gesicht. Leicht angewidert, weniger wegen des Wassers selbst und mehr wegen der plötzlichen Kälte und Nässe, wischte sich Saki einmal mit der Hand durch das Gesicht und schaffte es damit nur dieses unangenehme, nasse Gefühl über ihr gesamtes Gesicht auszubreiten. Was täte sie nicht alles dafür in ein anderes Reich gehen zu dürfen. Das Erdreich sollte angeblich sehr trocken und deutlich wärmer sein, wäre das nicht etwas? Aber nein, sie musste ja mit Isamu, der noch immer sozial völlig ahnungslos war und Schnösel-kun Joudan unterwegs sein.
Zweiterer beendete gerade seine Ausführungen zum Ablauf der Mission und schien mit seinem Plan recht zufrieden zu sein. Gut, Saki hatte nur so halb zugehört und daher nur Stichworte aufgeschnappt, aber sie konnte sich im groben und Ganzen denken, wie sie vorgehen würden. Da die Worte Setchaku Chiron no jutsu gefallen waren, schien das Fuinwissen der Sumiya benötigt zu werden und Isamu war wohl als Köder eingeplant worden. Eine Rolle, die er wenigstens ausfüllen könnte. Ja, nach der letzten Mission konnte sich Saki nicht sonderlich gut vorstellen mit dem glatzköpfigen Genin zu arbeiten. Isamu war eher schwer von Begriff und Geschwindigkeit schien auch nicht auf seiner Agenda zu stehen, etwas, das man bei der Jagd nach Eidechsen, egal welcher Art, sicherlich gebrauchen konnte. Deutlich hörbar seufzte Saki, als es endlich losging. Es störte sie nicht einmal, dass die beiden es mitbekommen konnten, Isamu würde sowieso was falsches in ihre Frustration interpretieren und was der Schnösel dachte, war der jungen Heilerin nun endgültig egal. Wenigstens ging es vorwärts. Das erste Ziel, die Berge, naja fast, denn die Herberge für die Nacht war ein Wirtshaus vor den Toren der Stadt, das wohl regelmäßig Reisenden als Heimstätte dienen sollte.
Das Innere des Gebäudes war gut geheizt, was es erträglicher machte aus dem kalten Regen zu gelangen, ja geradezu entspannend. Dennoch fühlte sich Saki leicht unwohl, ihr Haar war klamm und die Kleidung triefte trotz des Regencapes, dass Tamaki ihr vor einiger Zeit in genau dieser Stadt geschenkt hatte. Schnell legte sie das nasse Kleidungsstück ab und schüttelte es einmal kräftig aus. Unzählige Tropfen tanzten in der Luft und funkelten im licht der Lampen, bevor sie den Boden um den Eingang benetzten. Neben den anderen Spuren von nassen Schuhen, Regenschirmen und dem eigentlichen Regen, der vom Wind beim Öffnen der Tür in das Gebäude gedrückt wurde, war Sakis Wasser kaum zu erkennen. Abgesehen von einem abschätzenden Blick hatte die junge Frau auch nichts für das Etablissement übrig. Nicht, dass es schlecht war, nein, das Gebäude war in dem schier endlosen regen eine wahre Oase … umgekehrte Oase, weil weniger Wasser vorhanden war? … Wie dem auch war, der Blick Sakis diente weniger dazu ihren Unmut auszudrücken, eine Seltenheit, sondern eher die Umgebung genauer in sich auf zu nehmen. Sie traute dem Ort hier nicht, aber das lag wahrscheinlich weniger an einer Aura der Gefahr und mehr an der Tatsache, dass diese Absteige Joudans Wahl gewesen war. Sie konnte den Typen irgendwie tief drin nicht so wirklich leiden. Okay, so tief nun auch wieder nicht, dieser Schnösel ging ihr gehörig gegen den Strich.
Ein wenig missmutig ließ sich Saki auf einen freien Stuhl fallen und wartete ab, bis auch ihre beiden männlichen Begleiter Platz genommen hatten. Sogleich ließ Joudan eine Bombe platzen, sie durften sich hier satt essen, da es vorausgezahlte Spesen gegeben hatte. Luxus, ist das hier nicht eigentlich eine niederrangige Mission? Nicht, dass es doch noch zu Problemen kommen würde. Doch fürs erste war Saki damit zufrieden sich bei der Bedienung ein deftiges Fleischgericht bestellen zu können. Eine Art Roulade in einer Panade, wie es schien, gefüllt mit Blumenkohl, zerstampften Kartoffeln, Käse und einer Sauce. Fleisch war Luxus und dann so ein Gericht, das war eine Seltenheit.
Das Essen selbst verlief recht unspektakulär, Joudan schien an Isamus Clan interessiert zu sein und um ehrlich zu sein, Saki ging es ähnlich. Zwar hatte Isamu bei ihrer letzten Mission ein wenig von den Yamakabe gesprochen, dass sie wohl etwas mit ihrer Haut anstellen konnten, aber so ganz hatte sie kein wirkliches Bild davon, was da genau passieren sollte. Haut erschien ihr da doch recht limitiert als Medium zu sein. Doch eigenständig hätte sie wahrscheinlich nicht danach gefragt, deswegen war es eine gute Sache, dass Joudan diese Frage gestellt hatte. Auch wenn es sie ankotzte mit ihm irgendwie gleicher Meinung zu sein.

@Yamakabe Isamu
 
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Isamu nickte zufrieden, als der Blondschopf bestätigte, tatsächlich von den Yamakabe gehört zu haben, und ein Gespräch über den Clan in Aussicht stellte. Wenn jemand den Clan kannte, fühlte es sich für Isamu immer wie ein Erfolg an, und so kam es, dass der Clan auch eines der wenigen Themen war, bei denen er ab und an in Redseligkeit verfallen konnte. Ungewöhnlich? Das Ziel, seinen Clan zu altem Ruhm zurückzuführen, überwog dort schlicht und einfach seiner sozialen Unfähigkeit.
Nun galt es aber erstmal, einen anderen wichtigen Punkt abzuhaken, der für Isamu besonders wichtig war, um eine Person einzuordnen: der Plan. Relativ schnell offenbarten sich hier die Qualitäten eines Teamleiters. Diese Qualitäten maßen sich natürlich an Isamus eigenen Kriterien und eines nahm dabei eine besonders prominente Rolle ein. Ein Teamleiter stand und fiel in Isamus Augen quasi schon an diesem Punkt. Es handelte sich um den Grad der Improvisation, denn Improvisation erforderte oft eigene Entscheidungen, und eigene Entscheidungen waren neben der sozialen Interaktion eine weitere große Schwäche, der Isamu sich bewusst war. Doch scheinbar sollte er heute nicht enttäuscht werden, denn Joudan breitete seinen sauber ausgearbeiteten Plan vor ihnen aus, und dieser sah Isamu in einer festgelegten Rolle vor. Zufrieden nickte er und schaute zu Saki, die ebenfalls sehr zufrieden zu sein schien. Lustig. Sie blies ihre eigenen Haare in die Luft und Isamu hatte zwar keinerlei Vergleichswerte, aber es sah nach Entspannung, Spaß oder Unbeschwertheit aus. Sie hatte ihren Job als Teamleitung in Kirigakure auch gar nicht schlecht gemacht, aber in Isamus Augen war der Führungsstil noch ausbaufähig. Aktuell vermutete er, dass Joudan sich besser machen würde, aber dieses Urteil würde er sich für den Schluss aufbewahren. Der Name Kushou Joudan war in seiner internen Liste zumindest bereits eingetragen und wartete nur darauf verschoben zu werden. Ob nach oben oder unten - das würde sich noch zeigen.

Den Rest der Reise wurde nicht viel gesprochen. Es regnete ununterbrochen und die Geräuschkulisse schien den anderen nicht sonderlich zu gefallen, falls er das richtig deutete. Isamu selbst genoss den Regen tatsächlich sehr. Die vielen verschiedenen Geräusche, mit denen man sonst konfrontiert war, wichen seinem gleichmäßigen, meditativen Plätschern. Es war eine gute Atmosphäre, um sich zu konzentrieren und ein wenig abzuschalten. So konnte man Entspannung finden, während man sich bewegte. Eine sehr gute Kombination, die auch dafür sorgte, dass die Zeit wie im Flug verging.
Uh. Schon da?, dachte er überrascht, als Joudan die Ankunft ankündigte. Fast schon ein wenig traurig trat Isamu in das Etablissement ein, welches Joudan ausgewählt hatte. Von der angenehmen Geräuschkulisse des Regens war hier nicht mehr viel übrig. Zahllose Stimmen mischten sich zu einem unangenehmen Durcheinander. Gemischt mit der drückenden Hitze merkte Isamu, wie ein Teil seiner Entspannung vor der Tür blieb, und er hoffte, dass er diesen zumindest bei der Weiterreise wiederfand, damit er für die Mission angemessen gewappnet war.
Für den Moment heftete sich Isamu erstmal an Saki, ließ sich gleich neben ihr auf einem Stuhl nieder und versuchte seine Aufmerksamkeit auf den Tisch zu richten, um sich nicht allzu viel von der Atmosphäre des Raumes herunterziehen zu lassen. Er konnte nicht ganz verstehen, warum so oft überfüllte Raststätten gewählt wurden, schließlich konnte man auch an der frischen Luft ganz wunderbar nächtigen, aber der Chef hatte gesprochen, also würde Isamu sich nicht beschweren. Gleich im Anschluss konnte Joudan auch wieder ein paar Pluspunkte sammeln, denn für Essen hatte er bereits gesorgt. Er schien zu wissen, wie wichtig eine gute Ernährung für den Erfolg der Mission war, und Isamu wusste das zu schätzen. Er entschied sich für eine deftige Gemüsesuppe. Einfach, aber effektiv. Obendrein bestellte er noch ein paar knackige Möhren, denn er konnte einfach nicht genug von diesen Dingern bekommen und sich im Zweifelsfall ein paar davon noch für den nächsten Tag aufbewahren.
Während sie dann auf das Essen warteten, kam Joudan auf das angekündigte Gespräch zurück. “Gerne, Kushou-san.” Er konnten seinem Chef schließlich keinen Wunsch ausschlagen. “Wie ich schon sagte, besteht unserer Clan aus stolzen Kriegern. Alle guten Yamakabe eifern dem großen Yamakabe Han, unserem Gründervater, nach und leben nach seinen Lehren, um die vollkommene Perfektion zu erreichen. So auch ich und in der letzten Zeit bin ich dem Ziel schon ein ganzes Stück näher gekommen, aber habe noch einen weiten Weg vor mir. Man sagt, dass die Schwerter der Samurai reihenweise an der Haut von Han zerbrochen sind. Davon bin ich leider noch weit entfernt.” Bei dem Gedanken fingen seine Augen langsam an zu glitzern und er konnte es kaum noch erwarten, den nächsten Schritt in diese Richtung zu machen. “Meine Haut hält schon einiges aus, aber das ist nicht das einzige, was Han uns lehrt. Es gibt auch mächtige Ninjutsuka in unseren Reihen. Ihr solltet mal meinen Bruder sehen!” Das Funkeln in seinen Augen war nun kaum noch zu übersehen. “Bei meinem kürzlichen Training mit einem Sachbearbeiter-Taijutsuka - auch ein ziemlich beeindruckender Typ, auch wenn seine Kleidung nicht wirklich funktional ist - habe ich gemerkt, dass ich mich auch auf dem Gebiet noch verbessern muss, um die Perfektion zu erreichen.” Er nickte bestimmt. “Er hat mich einige Dutzend Meter in die Luft befördert und ich war total hilflos. Han war das nicht. Einige Yamakabe können quasi fliegen. Andere können schwimmen wie Fische. Ich will in jeder Situation handlungsfähig sein. Also muss ich auch mein Ninjutsu verbessern.” Erst jetzt merkte er, dass er vom eigentlichen Thema ein wenig abgekommen war und viel mehr über sich geredet hatte. “Entschuldigt. Jedenfalls steckt einiges in unseren Clanmitgliedern, auch wenn der Clan in den letzten Jahren ein wenig an Bekanntheit verloren hat, aber das wird sich bald ändern.” Er endete auf dieser Note und glücklicherweise wurde in diesem Moment auch das Essen gebracht. Er redete zwar gerne über seinen Clan, aber so ganz wohl fühlte er sich nach einem so langen Dialog im Mittelpunkt dann irgendwie doch nicht, auch wenn er ein wenig aus sich heraus kam. Unauffällig griff er zu einer der Möhren, die ihm gebracht wurden und biss mit einem lauten Knacken in sie hinein. Kurz wanderte sein Blick zu Saki. Lustig. Auf der letzten Mission mit ihr, hatte er auch Möhren gegessen. Dann wanderte sein Blick aber schnell wieder auf sein Essen. Er hatte seine Worte für diesen Abend dann wohl verbraucht, oder?

@Sumiya Saki
 

Kushou Joudan

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Während Joudan auf sein Essen - Kartoffeln im Speckmantel mit Bohnen - wartete, lauschte er den Worten Isamus gespannt. In einem derartigen Clan aufzuwachsen war sicher eine besondere Sache. Die Yamakabe schienen, wenn Isamu nicht übertrieb, gemeinschaftlich ein Ziel zu verfolgen: Vollkommenheit. Wie groß da doch der Unterschied zum "Kushou-Clan" war, den Joudan in seiner späten Kindheit kennen gelernt hatte. Unter seinen Onkeln ging es immer nur darum, sich gegenseitig auszustechen und bei Großmutter und Großvater möglichst gut dazustehen. Von den Kushous zog niemand am selben Strang und niemand versuchte, ein Ziel zu erreichen, das idealistischer Natur war. "Meines Erachtens scheint Ihr einem großartigen Clan anzugehören, Yamakabe-san.", gab Joudan seine Einschätzung preis. Saki schien sich darauf zu beschränken, zuzuhören und ordentlich zu Essen - die Gute brauchte definitiv ein wenig Fleisch auf den Rippen, da war das üppige Abendessen gerade passend - also übernahm der Blondschopf das Gespräch. "Sagt, was die Nin.." KNACK. Isamu biss herzhaft in eine Karotte und das laute Knackgeräusch unterbrach Joudan. Der Blondschopf ließ den Yamakabe zuende kauen, dann setzte er erneut an. "Diese Ninjutsu, von denen..." KNACK. Schon wieder. Joudan faltete die Hände und beschwor sich innerlich Geduld herauf. Er öffnete gerade den Mund, um erneut zu beginnen, da knackte die Karotte erneut und brachte den Blondschopf dann vollends aus dem Takt. Resignierend griff er zurück nach seinem Besteck und machte sich stattdessen über sein Abendessen her. Zeit für Gespräche war ja noch genug.
So saßen und aßen die Dreie eine Zeit lang nun doch etwas ruhiger vor sich hin und noch während Joudan sich über die letzten paar Kartoffeln hermachte, spürte er, wie Müdigkeit in seine Glieder kroch. Die Anreise war lang, kalt, nass und anstrengend gewesen, zudem setzte es Joudan ein wenig zu, hier so nah zu
dieser Frau zu sein. Also entschied der Ame-Nin sich, nachdem alle zu Ende gegessen hatten, das Schlafgemach aufzusuchen. "Ich für meinen Teil werde mich nun schlafen legen. Wenn ihr noch hier bleiben wollt, der Wirt schreibt eure Getränke auf eine Rechnung, also macht Euch darum keine Sorgen. Nur schaut, dass ihr morgen früh fit seid." Mit diesen Worten erhob Joudan sich vom Tisch und schnappte sich Tasche und Mantel von der Gaderobe.
Doch bevor er den Speisesaal verließ, machte der Blondschopf noch einen letzten Umweg zu Isamu, griff in die Tasche und zog etwas für den Yamakabe heraus. Es war ein einfaches Kunai, an dessen Ring ein etwa 15m langes Drahtseil befestigt war.
"Ach, das hier ist noch für Euch, Yamakabe-san. Bis Ihr Eure Ninjutsu gelernt habt, ist das auch recht praktisch. Falls Ihr irgendwann wieder in die Luft geschleudert werdet könnt Ihr es als eine Art Wurfanker oder Enterhaken verwenden." Joudan legte die Waffe mit dem Drahtseil vor Isamu auf den Tisch und nickte ihm zu. "Es ist gut, sich Ziele zu setzen, doch bis man diese erreicht hat, sollte man auch irgendwie zurecht kommen. Nun aber gute Nacht euch beiden."

Als Joudan am nächsten Morgen aufwachte, war er nicht weniger erschöpft, als noch am Vorabend. Er hatte schlecht geschlafen und noch schlechter geträumt. Nichtsdestotrotz legte er seine beste Laune und sein breitestes Lächeln auf, ließ Kaya mit einer Schale Wasser, ein paar Walnüssen und einem geöffneten Herbergenfenster ihren eigenen Vormittagsablauf beschließen. Auch zu Hause in Soragakure hatte Joudan die Nebelkrähe nicht andauernd eingesperrt, das stolze Vieh war aber dennoch (halbwegs) regelmäßig zurück ins Hause Kushou gekommen. Sie wusste wohl, was gut für sie war.
Um sich auf den kommenden Tag vorzubereiten, fertigte Joudan acht Siegel hger, mit denen er insgesamt zwei Klebefallen aufbauen konnte. Es war für Joudan ein vergleichsweise einfaches Jutsu, das ihm keine große Mühen mehr abverlangte. Mit seinen Vorbereitungen zufrieden begab der Blondschopf sich dann in die Wirtsstube, wo er wieder auf Saki und Isamu traf. Es gab ein einfaches, aber deftiges Frühstück mit warmem Tee oder Kaffee, je nach Geschmack. Das Wetter war draußen nicht besser geworden, deshalb äußerte Joudan einen Vorschlag:
"Viele der Anwesenden hier warten darauf, nach Amegakure einzureisen. Vielleicht haben sie ja auf ihrem Weg hier her Kontakt mit den Echsen gehabt? Teilen wir uns auf und fragen freundlich nach, mit ein wenig Glück bekommen wir schon hier im Gasthaus erste Auskünfte."
Joudan war, wenn er ehrlich war, ein wenig besorgt, Saki und Isami auf die Gäste des Gasthauses loszulassen. Um Sakis.... direkte... Art wusste er nur zu gut und Isamu schien ebenfalls nicht gerade mit einer silbernen Zunge geboren zu sein. Doch, das hatte Joudan in den letzten Jahren gelernt, war das Beschaffen von Informationen ein wichtiger Bestandteil des Jobs als Shinobi und das musste entsprechend geübt werden. Und während Joudan Saki mal Saki sein ließ, warf er ein genaues Auge auf Isamu. Mit Leuten zu reden war eine Kunst, die man lernen konnte, und wenn Isamu sich damit noch nicht so gut auskannte, dann war Joudan sehr gewillt, ihm ein wenig unter die Arme zu greifen. "In den frühen Mittagsstunden wird uns hier der Auftraggeber, ein Forscher namens Yamada-san, aufsuchen. Es wäre von Vorteil, wenn wir bis dahin schon etwas herausgefunden haben." Und damit war das morgendliche Briefing für Joudan beendet. Er teilte noch kurz zu, wer auf welche Gruppe der Reisenden zugehen würde, und ließ dem Schauspiel dann freien Lauf.

@Sumiya Saki @Yamakabe Isamu
 

Sumiya Saki

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Es ging also um Isamus Clan. Normalerweise hätte Saki eventuell interessiert zugehört, aber sobald der glatzköpfige Yamakabe den Mund nur aufmachte, blendete die Sumiya den jungen Mann aus. Es war besser nichts zu hören, höchstens ein hintergrundrauschen, als ihn. Die Aktion mit seinen verdammten Karotten nervte sie noch immer und seitdem war bereits einige Zeit vergangen. So ein vollkommen unbeholfener Typ war echt anstrengend. Die Sumiya selbst war auch nicht gerade sozialverträglich, der Unterschied lag aber darin, dass sie es mit Absicht war. Sie wusste, wenn sie jemanden anfuhr und sie wusste, wenn es eventuell zu weit ging – nicht, dass es sie von weiterem Bohren abhalten würde. Isamu hingegen? Der schien in einer Welt aus Unwissenheit und Fettnäpfchen zu leben.? Wie hat der Kerl es durch die Akademie geschafft? Wahrscheinlich blinder und dummer Gehorsam oder so. Genervt schüttelte Saki den Kopf, mit dem konnte man doch auf lange Sicht nichts anfangen. Zu allem Überfluss hatte der Yamakabe nun auch noch Karotten gefunden, die er sich in gewohnter Manier einverleibte. Es erforderte ein enormes Maß an Selbstbeherrschung, damit Sami sich nicht völlig verzweifelt gegen die Stirn klatschte. Der Typ war echt unbrauchbar. Aus den Augenwinkeln sah Saki zu Joudan herüber und erblickte zu ihrem Erstaunen einen ungewissen Gesichtsausdruck. Der Chuunin schien noch höflich bleiben zu wollen, aber Saki konnte sehen, dass es ihm gerade schwerfiel. Nervte Isamu sogar Schnösel-kun? Bestimmt die Karotten. Offensichtlich, denn der blonde Shinobi verabschiedete sich recht schnell und begab sich zu seinem Zimmer. Das war auch das Stichwort für Saki, die ihr restliches Essen relativ zügig verschlang und Isamu nur knapp eine gute Nacht wünschte. Schnell weg hier.

Der nächste Morgen begann mit einer ausgeschlafeneren Saki, die den Luxus ihrer Matratze ausgiebig genossen hatte. Ein echtes Bett mit ordentlicher Unterlage war echt eine Wonne. Ihr klumpiger und ausgefranster Futon daheim war dagegen der ranzigste Dreck, den man sich vorstellen konnte. Aber es war ihr ranziger Dreck und wirklichen Platz für ein ordentliches Bett hatte sie in ihrem Dachkämmerlein so oder so nicht. Anders als ihr strebsamer Anführer hatte Saki übrigens ihren morgen nicht für Vorbereitungen genutzt, sondern hatte sich nochmal für zehn Minuten umgedreht. Sie hatte nicht viele Chancen guten Schlaf zu erhalten und die nutzte sie, wo es nur ging. Dafür kam sie ausgeruht und halbwegs gut gelaunt am Morgen in die Schankstube und verzichtete während des gemeinsamen Frühstücks sogar auf Sticheleien ihrerseits. Erst als sie alle ihre Aufgaben besprochen hatten und drauf und dran waren sich aufzuteilen, tippte das Mädchen Joudan auf die Schulter. Wohl darauf achtend, dass der Yamakabe sie nicht hörte, flüsterte sie Joudan etwas zu. Ich habe gesehen, dass du dich gestern bei der Aktion mit den Karotten von Isamu arg zusammenreißen musstest. Ich kann nicht glauben, dass ich das sage, aber ich verstehe deinen Schmerz. Die Scheiße mit den Karotten hat er bei unserer letzten Mission auch gemacht. Und wenn es Saki, die nicht viel mehr als drei Mückenfürze auf Manieren geben konnte, schon angepisst war wegen der Karottenkauerei, vermochte sie sich gar nicht vorzustellen, wie der Kushou, der scheinbar Etikette eingedrillt bekommen hatte, darauf zu sprechen war.

Doch eine Antwort des Mannes wartete Saki nicht ab, sie musste Informationen sammeln und dies tat sie am Tisch von drei derbe wirkenden Männern, die etwas verschlafen über ihren Tassen hingen. Das bekannte Aroma von geröstete Kaffeebohnen strömte ihr bereits entgegen. Morgen ihr drei. Ihr seht aus, als wärt ihr schon ein paar Tage hier in dem Wirtshaus gefangen und kommt nicht rein in die Stadt. Ihr könnt mir sicher ein paar Fragen beantworten, oder? Ohne Umschweife, oder eine Erlaubnis der drei abzuwarten, begann Saki die groben Details der Mission zusammen zu fassen und blickte die Männer erwartungsvoll an. Würden sie antworten? Scheinbar ja, denn sie blickten das Mädchen an und einer der drei schien kurz nachzudenken, bevor er den Mund aufmachte. Oh, du suchst diese Echsen? Ich meine die Gesehen zu haben. Perfekt, gleich die erste Frage ein Hinweis. Innerlich rieb sich Saki die Hände bereits, die Aufgabe war wohl doch ein Kinderspiel. Das war im Wald, ja ganz bestimmt … oder doch auf dem Berg? Nein, jetzt weiß ich es, zu hundert Prozent, im Sumpf. Genau. Oder doch der Wald? … Wow, das war so absolut gar nicht hilfreich. Genervt blies sich Saki eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor sie dem Mann in die Augen blickte und ihm eiskalt den lauwarmen Kaffee aus den Händen stieß. Danke für nichts, Arschloch. Die Proteste des Mannes ausblendet, wandte sie sich ab und suchte nach ihren nächsten Opf … Informanten.

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Einfach lecker, gesund und praktisch. Mehr Gründe brauchte Isamu nicht. Glücklicherweise waren die Gespräche aus irgendeinem Grund zum Erliegen gekommen und so schaufelte Isamu Möhre für Möhre in sich hinein, bevor er sich seiner Gemüsesuppe widmete. Damit wäre eine gute Grundlage geschaffen und er würde den Abend mit einem kleinen Workout auf seinem Zimmer beenden, wenn der Chef keine anderen Pläne hatte. Während er sich die Gemüsesuppe einverleibte, legte er sich im Kopf schonmal die Übungen zurecht. So konnte er später ein wenig Zeit sparen und würde auch ausreichend Schlaf bekommen, um morgen perfekt vorbereitet zu sein. Als alle mit dem Essen fertig waren, erhob Joudan sich zügig, denn offenbar wollte er als guter Teamleiter auch ausreichend Schlaf bekommen. Sehr lobenswert, was auch dazu führte, dass Joudan auf Isamus Liste ein paar Plätze gut machen konnte. Jedenfalls fürs erste, denn was dann geschah warf seine Ordnung einmal gründlich durcheinander. Ein Geschenk. Grundsätzlich sehr lobenswert. Eine solche Geste stand ganz im Zeichen von Regel 15 und das war auch nicht das Problem. Das Problem lag im Geschenk an sich. Ein Kunai. Isamu ließ sich nichts anmerken und griff vorsichtig nach dem Draht, um das Konstrukt an sich zu nehmen. Er wollte seinen Teamleiter schließlich keineswegs in eine unangenehme Lage bringen. Das stand ihm nicht zu. Er hatte die Existenz von Kunai zwar akzeptiert, da sie ein Teil der Ninjawelt waren, würde sie selbst aber nie nutzen. Eine Klinge. Es lief ihm kalt den Rücken herunter als er das Geschenk in seine Tasche gleiten ließ. „Doumo arigatou gozaimasu.“ Streng genommen handelte es sich bei dem Kunai mit dem Draht nicht um eine Waffe. So wie Joudan es beschrieb, handelte es sich um einen Gebrauchsgegenstand, was es für Isamu deutlich erträglicher machte, aber da er wenn möglich sogar Küchenmesser mied, blieb trotzdem ein kleines Unwohlsein zurück. Joudan war vielversprechend gestartet, aber das konnte auf Isamus Liste nicht ohne Folgen bleiben. Schade drum. Glücklicherweise folgten darauf keine weiteren Gespräche, denn Joudan verschwand direkt im Anschluss und auch Saki verabschiedete sich mit kurzen Worten in den Feierabend, sodass Isamu genug Zeit hatte die Sache beim Training mit sich selbst auszumachen… oder zu verdrängen. Er war sich noch nicht sicher.

Das frühe zu Bett gehen zahlte sich am nächsten Morgen direkt aus, denn Isamu konnte etwas früher aufstehen und sich vor dem Frühstuck schonmal ein wenig ertüchtigen. Eigentlich hatte er geplant laufen zu gehen, aber draußen regnete es immer noch. Auch wenn ihn das nicht wirklich störte, wäre es doch hinderlich für die Mission, wenn er seine Kleidung bereits jetzt komplett durchnässte. Seine Ausrüstung hatte er auch noch vor dem Frühstück vorbereiten können (Den Kunai von Joudan hatte er behalten, aber erstmal etwas tiefer in seinem Rucksack verstaut) also war er bereit zu Weiterreise so bald Joudan den Befehl gab. Als er im Schankraum der Herberge ankam, war Joudan bereits dort und auch Saki stieß einige Zeit später mit dazu. Nach einem kurzen Smalltalk gab es auch schon die erste Aufgabe zu erledigen: Informationen beschaffen. Isamu musste zugeben, dass es eine ihm sehr unliebsame Aufgabe war, denn sie war relativ schwer zu erledigen, ohne sich in Gespräche mit fremden Personen verwickeln zu lassen. Aufgabe war aber Aufgabe, weshalb Isamu durch den Raum spähte und erstmal versuchte jemanden zu finden, der ihm vielleicht irgendetwas erzählen konnte. Hmmmmmm. Informationsbeschaffung war auch ein Teil der Akademielehre gewesen. In der Theorie war Isamu nie wirklich schlecht gewesen, denn fleißig war er. Durch die Praxisübungen hatte er es dann auch irgendwie geschafft. Da laut Joudan möglicherweise jeder Reisende Informationen haben könnte, erinnerte Isamu sich an einige Grundsätze und suchte sich jemanden heraus mit dem er möglicherweise eine gute Beziehungsebene herstellen konnte. Tatsächlich wurde er schnell fündig und machte sich auf den Weg zum Tresen. „Guten Morgen.“ Isamu lächelte – natürlich wie immer ein wenig unbeholfen – denn er hatte gelernt, dass die Begrüßung bereits sehr wichtig war. Neben ihm saß ein circa zwei Meter großer, muskelbepackter Hüne mit drahtigem Vollbart und Glatze, der einen mächtigen Hammer auf den Rücken geschnallt hatte und eine Flasche Alkohol fest umklammert hatte, die in seiner Hand eher wie ein kleines Spielzeug wirkte. „Hm?“ Der große Mann musterte den kleinen Mann und zog eine Augenbraue hoch. „Was willstn?“ Isamu musste sich jetzt sehr zusammenreißen nicht sofort auf die direkte Frage einzugehen, der er erinnerte, sich daran, dass ein guter nächster Schritt immer war, zunächst die Beziehungsebene weiter auszubauen. „Sie sind mir wegen ihrer schönen, großen Muskeln aufgefallen. Sie müssen fleißig trainieren.“ Die Augenbraue zog sich noch ein kleines Stück höher. Isamu war sich nicht sicher, ob das funktioniert hatte. „Kann man so sagen, Zwerg. Sonst noch was oder willste nur meine Zeit verschwenden?“ Innerlich machte Isamu einen Haken hinter diesen Schritt. Das er schon einen Kosenamen bekommen hatte war laut Lehrbuch ein gutes Zeichen. „Ich möchte gerne auch so schöne, große Muskeln haben. Ich dachte, dass ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben könntet.“ Die Augenbraue ging nun hoch bis zum Anschlag. Sicher ein Zeichen der Sympathie. Nun konnte er in die Offensive gehen.

Einige Zeit später…

Zufrieden stieß Isamu wieder zu seinen beiden Teamkollegen. Er war begeistert wie gut die Tipps aus den Lehrbüchern ihm geholfen hatten. Der Mann hatte sich als sehr freundlich und hilfsbereit herausgestellt. Er war hier um in Amegakure an einem Wettbewerb für Bodybuilder teilzunehmen. Isamu hatte tatsächlich ein paar sehr gute Hinweise erhalten als er einige Karotten mit dem muskulösen Mann verspeiste. „Ich konnte leider keine relevanten Informationen über die Echsen auftreiben. Lediglich ein paar Hinweise zum Krafttraining konnte ich erhalten. Im Süden von Amegakure gibt es sehr nahrhafte, proteinreiche, krokodilartige Tiere falls wir in dieser Richtung Ambitionen entwickeln sollten. Für die Mission hilft eine solche Stärkung aber nur indirekt.“ Was waren eigentlich Krokodile? Wenn sie proteinreich waren, wahrscheinlich Fische oder Vögel.

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Kushou Joudan

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Joudan hatte die Anweisung gegeben und auf seinen Anheiß hin schwärmten Saki und Isamu wie fleißige Arbeiterbienen aus um süßen Nektar in Form von nützlichen Informationen zu sammeln. Wie bereits geplant warf der Blondschopf erst einmal einen Blick auf seinen haarlosen Schützling Isamu und wartete ein wenig neugierig ab, ob der Yamakabe zurecht kam oder Hilfe benötigte. Ein wenig zur Überraschung des Händlersspross fand Isamu schnell Anschluss an einen muskulösen Berg von einem Mann, der - so schätzte Joudan das ein - wahrscheinlich reisende Händler und Handelszüge auf ihrem Weg durch die Ländereien beschützte. Keine schlechte Wahl. Und tatsächlich verwickelte der Genin den Hünen in ein längeres Gespräch. Um Isamu musste Joudan sich keine Sorgen machen.
Saki hingegen blieb nie sonderlich lange an einem Tisch, wechselte schnell die Gesprächspartner und ihr anfangs noch einigermaßen gutgelaunte Gesichtsausdruck wandelte sich Stück für Stück wieder in die genervte Miene, die Joudan auf dem Gesicht der Blauhaarigen kannte. Alles war beim alten und nichts schien in den nächsten Minuten aus dem Ruder zu Laufen, daher beschloss der Ame-Nin, seinerseits ebenfalls ein wenig herumzufragen.
"Verzeiht...", sprach er eine Magd an, die gerade dabei war, die Tische für den Tagbetrieb herzurichten. Sie trug eine weiße Schürze über einem zartrosanen Yukata, hatte schulterlange, schokoladenbraune Haare und wache, himmelblaue Augen. Sie gefiel Joudan. Als sie ihn wahrnahm, drehte sie sich zum Blonden um und setzte ein freundliches Lächeln auf. Joudan erwiderte es. "Verratet mir, gibt es hier am Grenzposten einen Arzt, einen Heilkundigen, einen Medic Nin oder dergleichen?" Das Lächeln der Bediensteten schwankte für einen Moment, wich Sorge. "Sind Sie verletzt?" Der Händlersspross nahm wahr, wie ihre Augen einen kurzen Moment lang von seinen wichen, dafür seinen Körper hinab wanderte. Abwehrend hob Joudan die Hände und schüttelte leicht den Kopf. "Mitnichten. Es geht geht viel mehr um einen Austausch von Wissen." Der Brustkorb der Magd senkte sich merklich und ihre Schultern entspannten sich, sie war erleichtert. Joudan kniff in einem starken Blinzeln die Augen zusammen und versuchte, seinen Kopf aus eine Routine von Beobachten und Analysieren zu bekommen. "Die Straße hinab, in Richtung Süden, hat Shise Oroi ihre Praxis. Sie kümmert sich um die Verletzten hier." Joudan gab sich Mühe, nichts in das Zucken der Augenlider der Magd zu deuten, den kleinen Blick zur Seite als sie Shise-sans Namen erwähnte, das kurze Zögern vor ihrer Antwort. "Habt herzlichen Dank für Eure Hilfe. Nun will ich Euch nicht weiter behelligen." Ihr Mund öffnete sich leicht, als wolle sie etwas erwidern, schloss sich aber wieder. Nach einem kurzen Nicken antwortete sie: "Ich bin froh, dass ich helfen kann." Als Joudan mit einer kurzen Geste in Richtung Saki und Isamu bedeutete, dass er gleich wieder zurück war, konnte er ihre Blicke in seinem Rücken spüren. Armes Ding.

~._.~"~._.~"~._.~"~._.~"~._.~

Wenige Minuten später betrat der Blondschopf das Gasthaus erneut, setzte sich schnurrstracks an einen freien Tisch und atmete durch. Sein Kopf war beinahe kirschrot und die Ohren schienen zu brennen, so warm waren sie. Isamu und Saki waren noch am Befragen, so konnte der Ame-Nin ein wenig in sich gehen. Er erhaschte den Blick der braunhaarigen Magd und sah, dass dieses Mal sie es war, die ihn analysierte. Joudan verstand nun, was sie befürchtet hatte, als sie ihm den Aufenthaltsort von Shise-san verraten hatte. Und sie hatte recht gehabt. Armes, armes Ding.
Im Verlauf der nächsten Minuten sammelten Saki und Isamu bei Joudan am Tisch und brachten den Blondschopf glücklicherweise auf andere Gedanken. Was Isamu zu berichten hatte, war erstaunlich hilfreich, auch wenn der Glatzkopf das vermutlich gar nicht selbst erkannte.
"Na das ist doch relevant, Isamu. "Krokodilartige Tiere" hört sich genau nach den Echsen an, die wir suchen. Gut gemacht." Joudan wiederstand dem Drang, dem Yamakabe loben über den blanken Kopf zu streichen. "Von einer ansässigen Ärztin habe ich etwas über unsere echsischen Ziele herausfinden können. Ihr Biss ist etwa ein bis zwei Spann breit..." Joudan zeigte mit den Händen die grobe Größe auf. "...und war nicht stark genug um einen Oberschenkel zu durchtrennen, ihn aber bis auf den Knochen aufzureißen. Ich nehme also an, er reicht nicht aus, um einen Felsen zu zertrümmern, Yamakabe-san." Damit ging der Blondschopf auf die Frage des Genins vom Vortag ein. "Zudem scheinen sie kein nennenswertes Gift oder dergleichen im Biss zu übertragen."
Joudan lauschte noch den Ausführungen Sakis, bevor er die Karte wieder aus der Tasche kramte. "Hmm... Bei "krokodiartig" als bester Beschreibung würde ich am ehesten in der Nähe des Ufers mit dem Suchen beginnen. Werden wir dort nicht fündig, können wir unsere Suche weiter in den Schanzwald im Süden ausweiten.", erklärte er den beiden Teammitgliedern und packte dann die Karte wieder vorsichtig ein. "In absehbarer Zeit trifft unser Auftraggeber ein. Dem geben wir schnell Rückmeldung, danach brechen wir direkt auf, also bereitet euch, wenn nötig, vor. Fragen?"

~._.~"~._.~"~._.~"~._.~"~._.~

Ein halbes Stündchen später traf dann der Forscher ein. Er Yamada Yuuma war ein junger, hagerer Mann Mitte dreißig mit ungekämmten, platinblond-grauen Haaren. Die drei Ninja waren recht leicht als solche auszumachen, daher gesellte der Auftraggeber sich direkt zu Saki, Isamu und Joudan. "Ich hoffe, ihr seid die Ninja, die für mich nach den Echsen sehen?" Joudan nickt dem Forscher freundlich zur Begrüßung zu. "Sehr wohl. Das sind Sumiya Saki und Yamakabe Isamu, mein Name ist Kushou Joudan. Wir haben bereits gute Hinweise zum Aufenthalt der Echsen sammeln können und werden, sobald alles geklärt ist, sofort aufbrechen." Yamada-san nahm das zur Kenntnis und redete weiter. "Gut gut. Denkt daran, ich will die Tierchen lebend haben. Ein Männchen und ein Weibchen, im Idealfall auch einige Eier. Vor dem Gasthaus steht ein Karren mit zwei Käfigen, den könnt ihr mitnehmen." Joudan horchte genau zu und war erfreut, dass der Auftraggeber für eine Möglichkeit, die Tiere zu transportieren, gesorgt hatte. Die Echsen, wenn sie wirklich krokodilgroß waren, einfach so durch die Gegend zu schlefen wäre ziemlich schwer geworden. "Könnt Ihr uns erklären, wie man bei Echsen Männchen von Weibchen unterscheidet? Also, neben dem Offensichtlichen..." "In der Regel sind Männchen größer und breiter als Weibchen, vor allem im Gesicht. Mit einem Mensch verglichen könnte man sagen, männliche Echsen haben dickere Wangen, daran kann man das Geschlecht auch erkennen, ohne nach den..." "Danke, Yamada-san." Damit waren, zu mindest für Joudan, alle Fragen geklärt und es konnte losgehen.
 
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Sumiya Saki

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Genervt kehrte Saki wieder an den Tisch zu Joudan zurück und setzte sich eher ruppig an den Tisch. So sehr, dass der Stuhl über den Boden kratzte und ein unschönes, wenn auch nicht sonderlich lautes Geräusch erzeugte. Niemand hier hatte auch nur ansatzweise etwas Sinnvolles zu berichten und irgendwie schien hier jeder nur dumme Antworten auf die Fragen der Sumiya zu haben. Zwar war der erste Typ heute noch der schlimmste gewesen, aber brauchbaren Intel hatte die junge Frau nicht bekommen und in Summe mindestens drei Tassen mit Getränken verschüttet. Enttäuschend. Grummelig wartete Saki auch auf die Rückkehr des Glatzkopfes und begnügte sich damit an einer Tasse Tee zu nippen, die sie sich zwischenzeitlich bestellt hatte. Der bittere Geschmack des grünen Tees und die einzelnen, ungleichmäßigen Blätter, die noch in der Flüssigkeit schwammen passten irgendwie zu ihrer Laune, nichts mit glatt und angenehm. Es half der Laune der Sumiya im Übrigen ebenfalls nicht, dass sogar der Karottennascher höchstpersönlich, wenn auch nur wenig, brauchbare Informationen bekommen hatte. Ja, es beleidigte sie sogar ein wenig. Hatte Saki nicht genau zwei Rollen in dieser Gruppe? Scout und Medic und während zweiteres wahrschienlich nicht einmal notwendig war, schien ihr ersteres immer mehr abhanden zu kommen. Und dann das auch noch wegen gerade Isamu. Argh. Dieser Nacktmull, er ist so irritierend und ahnungslos. Eines war klar, beste freunde würden die zwei nicht werden. Alles an dem Yamakabe schien Saki auf dem falschen Fuß zu erwischen. Zum Glück würde der Auftraggeber bald eintreffen, wenn sie Joudans Worten nach einer groben Erläuterung der Lage glauben konnte. Endlich ging es los.

Der Auftraggeber war auch wirklich relativ zeitig vor Ort, zwar hate Saki es geschafft den Tee vorher auszutrinken, einen ordentlichen Satz aus restlichen Teeblättern in der Tasse zurücklassend, aber spät war er nicht. Entsprechend ihrer aktuellen Laune und auch ihrer generellen Einstellung, war Saki ganz froh, dass Schnösel-kun das Wort ergriffen hatte und den Wortführer mimte. Er sollte ja sowieso bei dieser Mission als Leitung fungieren. Dann konnte sich Saki ja zurücklehnen und die Show genießen. Auch wenn der Anblick eher traurig war. Isamu, der Schnösel und ein Forscher, eine Gruppe, über die keiner Bücher schrieben würde. Wäre wahrscheinlich auch das Papier nicht wert. Mehrere Male musste Saki sich zwingen ein Gähnen direkt vor dem Auftraggeber zu unterdrücken, sie langweilte sich gerade tierisch und war nicht gewillt aktiv daran etwas zu ändern. Joudan war der Boss, dann sollte er auch Bossdinge tun. Was auch immer Saki darunter verstand. Manchmal merkte man doch, dass sie noch ein Teenager war.

Am vorbereitete Karren angekommen, kletterte Saki sofort auf die Ladefläche und begann damit auf eine mitgebrachte Schriftrolle zu kirtzeln. Ich werde die Gegend mit ein paar Zeichnungen ausspähen, vielleicht sehe ich Spuren der Echsen. Ich muss mich während die Zeichnungen unterwegs sind auf die konzentrieren, versuche euch aber auf dem Laufenden zu halten. Damit formte sie kurz die Fingerzeichen und mehrere der gezeichneten Libellen erhoben sich vom Papier. Die Tiere wären hier in der Gegend definitiv gut geeignet. Kleiner als Vögel boten sie nicht so eine große Angriffsfläche für den doch noch konstanten regen und ihre Facettenaugen erlaubten es Saki ein großes Gebiet aufn einmal zu sondieren. Übrigens hatte Saki gerade Isamu und Joudan irgendwie angelogen. Sie war gut genug, dass es ich nichts ausmachen würde mit offenen Augen neben dem Karren her zu laufen und dennoch die Verbindung zu halten, aber das musste sie den zwei Pappnasen ja nicht auf die Nase binden. So konnte sie sich chauffieren lassen und wurde nicht doof von der Seite angequatscht. Dafür die eigenen Fähigkeiten unter den Scheffel zu stellen war es auf jeden Fall wert. Während Saki nun also so tat, als würde sie sich stark konzentrieren müssen, huschten die Libellen bereits über das nahe Wasser und wichen den Bäumen am Ufer aus. Mal sehen, was die kleinen so alles herausfanden.

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Isamu legte den Kopf schief. Krokodile sind Echsen? Isamu war sich nicht sicher, ob Joudan richtig informiert war, denn nach Isamus Überlegungen musste es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Fische oder Vögel handeln. Sollte er Joudan darauf hinweisen? Immerhin wäre es verantwortungslos seinen Teamleiter blindlinks in die falsche Richtung laufen zu lassen. Schwierige Situation. Da Joudan in seinem Vortrag keinerlei Zweifel erkennen lies und auch Saki keinen Einspruch einlegte schwieg Isamu, denn vielleicht lag er ja auch falsch. Insgesamt stimmte der gesamte Dialog Isamu zufrieden, denn so wie es aussah würde er seine kulinarische Auswahl um ein neues, proteinreiches Gericht erweitern können und gleichzeitig nicht selbst zur kulinarischen Auswahl eines anderen Lebewesens werden. Oberschenkel. Klang gut. Keinen Felsen zertrümmern. Klang noch besser. und war wahrscheinlich die wichtigere Information. Wenn es gut lief, würden sie sogar noch die Mission vorantreiben können, weil es sich bei den krokodilartigen Wesen tatsächlich um die gesuchten Echsen handelte.

Das Gespräch mit dem Auftraggeber war schnell abgefrühstückt, denn Joudan stellte alle relevanten Fragen und Isamu sah sich ohnehin nicht in der Position sich in das Gespräch einzumischen. Was seine Beteiligung anging blieb es also bei einer knappen Verbeugung zur Begrüßung und dem Abspeichern der Missionsinfos. Dahingehend schien er sich mit Saki einig zu sein, denn auch sie hatte nichts weiter beizutragen. Das zusammengestellte Team schien sehr gut zu funktionieren, denn wenn man wortlos zu den gleichen Ergebnissen kam, dann sparte man etwas viel wichtigeres als Zeit: Worte! Nachdem Isamu davon gestern so viele gebraucht hatte und auch heute schon im Gespräch mit dem Bodybuilder einiges aufbringen musste, war es für ihn ein sehr angenehmes Gefühl, wenn der Redeanteil jetzt ein wenig reduziert werden konnte, ohne der Mission zu schaden.

Die Aufgabenteilung vor der Abreise erledigte sich für Isamu dann auch mit wenig Worten. Saki stellte sich mal wieder als fleißige Kunoichi heraus und fand suchte sofort einen Weg sich auch während der Reise nützlich zu machen. Diese Sache mit den Zeichnungen hatte sie auf der letzten Mission auch schon genutzt. Ganz sicher war Isamu nicht mehr, wie das ganze funktionierte, aber er hatte keinen Zweifel daran, dass Saki eben wichtige Missionsdinge tat. Da er zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei besondere Fähigkeiten vorweisen konnte, war seine Aufgabe auch schnell gefunden. „Ich ziehe den Karren.“ Auch wenn der Auftraggeber einen Karren zur Verfügung gestellt hatte, fehlte es leider an Ochsen, die diesen in Bewegung setzten. Diese Aufgabe würde also den verbliebenen Shinobi zuteilwerden. Bevor er sich zum vorderen Teil des besagten Karrens aufmachte, warf er noch einen kurzen fragenden Blick zu Joudan. Er würde sich zwar nicht anmaßen den Teamleiter nach Hilfe zu fragen, aber so ein großer Karren mit zwei Käfigen hatte ein beträchtliches Gewicht. Sein besonderer Trainingsschwerpunkt hatte es bisher nicht zugelassen, dass er ein besonderes Augenmerk auf Kraft und Ausdauer legen konnte. Der Karren würde ihn wahrscheinlich schnell an seine Grenzen bringen, denn die Echsen würden sich sicher nicht direkt an der nächstbesten Stelle aufhalten. Die positive Seite war wahrscheinlich, dass dies definitiv den Beginn einer neuen Trainingsreihe markieren würde, die er nach getaner Arbeit weiterführen würde. So oder so: Es war Arbeit, die getan werden musste. Er spannte seine Muskeln an und langsam, aber sicher setzte sich der Karren in Bewegung. Die Suche nach den Proteinen konnte losgehen!

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Saki setzte sich auf den Wagen und brachte ein paar Zeichnungen zum Leben. Joudan musste schmunzeln, als er den Anblick der Libellen sah. Damals, vor ein paar Jahren, als der Blondschopf an der Seite der Blauhaarigen seinen Prüfungsjob geleistet hatte, waren es Zikaden gewesen. Er konnte sich noch an die warme Nacht, die hunderte Lichter der Stadt, die betrunkenen Tengus und Saki mit Eulenmaske erinnern. Seit dem war viel Wasser um den Turm gelaufen.
Voller Tatendrang schnappte Isamu sich den Karren und machte Anstalten, das Ding zu ziehen. In seinen Blick zu Joudan konnte der Blondschopf nicht sonderlich viel deuten, doch auch ohne Extra-Aufforderung hätte der Kushou es sich nicht nehmen lassen, beim Karren-Ziehen zu helfen. Als Team-Captain wollte Joudan sicher stellen, dass die anderen beiden verstanden, dass er ebenso am selben Strang zog (beinahe wortwörtlich) und nicht nur dirigierte. So schlüpfte er neben den Glatzkopf unter den Bock, fasste die Deichsel des vierrädrigen Wagens und began, zu schieben.
"Dann wollen wir mal nach ein paar Echsen suchen.", feuerte er Isamu an und ließ den Genin spüren, dass der Blondschopf selbst sein Krafttraining ganz und gar nicht vernachlässigt hatte.
Doch mit der Ausdauer des Kushous sah es leider nicht besser aus als bei Isamu, so schnauften und keuchten die beiden schon nach wenigen Minuten um die Wette, während die blauhaarige Kunoichi sich auf dem Wagen "konzentrierte".
"Schwächling!", spottete die Krähe Kaya, die ihren Weg zu den Ninjas gefunden hatte und nun über ihnen kreiste.

Am Seeufer waren die drei Ninja recht schnell, immerhin war der Grenzposten, in dem sie übernachtet hatten, direkt am Ufer gebaut. Doch von dem, was Joudan bisher in Erfahrung gebracht hatte, gingen die Echsen wohl Menschen aus dem Weg, entsprechend vermutete der Blondschopf, dass sie weiter abseits lebten. Vom Grenzposten aus reisten die drei Ninja in den Süden, entlang einer kleinen Bucht, um sie herum und dann weiter in Richtung Westen. Zu ihrer Rechten konnte Joudan die Silouhetten Amegakures auf der Insel im See sehen. Wie immer hingen grau-schwarze Regenwolken über der verdammten Stadt, die die Spitzen der grßten Wolkenkratzer verschluckten. Links des Teams began der Schanzwald, ein dichter Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen, der wie ein dunkelgrünes Band langasm aber sicher die Sicht weiter in den Süden versperrte. Isamu und Joudan zogen den Wagen über einen saftig-grünen. wiesigen Untergrund, mussten gelegentlich größeren Sträuchern ausweichen. Bäume gab es am Seeufer so gut wie gar keine.
Es dauerte eine gute dreiviertel Stunde, bis Saki endlich Meldung gab. Eine ihrer Libellen war zurückgekehrt und hatte eine kleine Ansammlung der Echsen weiter voraus gefunden. Joudan gab ein Handsignal zu Isamu, das bedeutete, anzuhalten. Schwer atmend rang Joudan einen Moment nach Luft, dann blickte er sich zu seinem Team um.
"Saki, gut gemacht. Kannst du uns herausfinden, wie viele es sind und wie die Umgebung aufgebaut ist?" Die Ninja waren ein ganzes Stück weit vor den Echsen stehen geblieben, noch außer Sichtweite. Joudan wollte die Wesen nicht direkt verscheuchen, das würde die Chance der Ninjas, sie zu fangen, ziemlich ruinieren. Ein guter Angriffsplan sollte herhalten, doch glücklichweise war mit Saki wohl eine der besten Späherinnen Soragakures dabei. Das war ihre Zeit, zu scheinen. "Im Idealfall findest du heraus, wo die Eier der Echsen sind. Die scheinen sie ja hoffentlich zu verteidigen." Während Joudan mit seinem Team redete, zog Kaya ihre Kreise über dem Ufer und legte sich krächzend mit ein paar örtlichen Möwen an.

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Während der Wagen über die feuchte und etwas unwegsame Strecke rumpelte, was erwartete man auch, wenn man in einem reich war, das fast durchgehend vom Regen geplagt wurde, konzentrierte sich Saki voll und ganz auf ihre gezeichneten Insekten. Die kleinen Tintenwesen huschten durch das Gestrüpp und über die Wasserfläche und schafften es wirklich etwas auszumachen, das großen Echsen ähnlich sah. Sofort ließ Saki ihre Kontrolle etwas los und wandte sich den beiden Shinobi zu, die sich mit dem Wagen abmühten. In knappen Worten beschrieb sie die Richtung der Tiere, nur um kurz zusammen zu zucken. Eine der Libellen, mit denen sie verbunden war, hatte sich nah heran bewegt, um die Lage zu sondieren, als plötzlich die Verbindung abriss. Durch die Augen einer der anderen Libellen beobachtete sie, wie eine der Echsen halb aus dem Wasser sprang und das Tintentier aus der Luft riss, bevor es auch nur reagieren konnte. Das war gar nicht gut, das bedeutete, dass die Echsen wenigstens teilweise im Wasser klarkamen und, dass sie schnell waren. Definitiv nicht ideal. Okay, gerade hat eine der Echsen eine meiner Libellen gerissen. Sie scheinen schnell und aggressiv zu sein, keine guten Voraussetzungen, wir sollten vorsichtig sein. mit diesen Worten stand Saki wirklich auf und ließ sich vom Wagen fallen, um mit den beiden wenigstens mit zu gehen. Die Charade aufrecht zu erhalten hatte keinen großen Sinn mehr und sie waren ja auch beinahe vor Ort.

Auf die Bitte des Schnösels hin nickte Saki einmal knapp und sandte ihre Libellen aus, die Gegend um die Echsen, aber mit etwas Abstand zum Boden, zu überprüfen. Zwar hätte die Sumiya gerne noch einen Spruch rausgehauen, aber so kurz vor der Action war sie lieber dabei an einem Strang zu ziehen. Die Sumiya wusste schließlich schon, dass die Echsen keine leichten Gegner werden würden und sie wusste auch, dass ihre eigenen kämpferischen Fähigkeiten eher unterirdisch waren. Passierte, wenn man sich nicht darauf konzentrierte und eher als Unterstützung agierte. Wobei sich Saki immer wieder so entschieden hatte. Beinahe in Echtzeit begann Saki zu erzählen, was die Libellen sagen, aber um ihre Lüge von vorhin nicht vollends auffliegen zu lassen, hob das Mädchen ihre Hand zu Fingerzeichen und verlangsamte ihren schritt um einiges.

Die Insekten schwirrten am Ufer entlang und überflogen vor allem ein Gebiet, dessen Untergrund erdiger Natur war, kaum Pflanzen wuchsen, es war eher wie die feuchte Version eines Strandes. In einen nicht sonderlich hohen Abhang, der ebenfalls die nackte erde präsentierte, hier ist bestimmt der Grund durch den regen erodiert worden, waren mehrere Höhleneingänge zu sehen, leider aber auch die Silhouetten mehrerer Echsen. Dies schien ihr Nistplatz zu sein. Im Norden schien ein Bachlauf gesäumt von groben Felsen die Brutstätte zu begrenzen, während von Süden her, der Richtung der Shinobi, eher wildes Gestrüpp den Weg blockierte. Die anderen beiden Seiten wurden respektiv gesäumt vom Wasser des Sees und dem Wald, aber in keiner zugewucherten Art und Weise. Genaue Anzahl kann ich aber nicht geben, weil sich in den Löchern durchaus noch mehr verstecken können. Und, wie möchte unser Anführer hier vorgehen? Das letzte Wort hatte natürlich Joudan, er war als Anführer dieser Mission auserkoren worden und musste daher die Verantwortung tragen. Auch wenn Saki selbst einen klaren Favoriten hatte. Der Wald schien ihr die sinnvollste Herangehensweise, wenigstens, um sich den Tieren zu nähern, so aggressiv, wie sie schienen, jedenfalls gegenüber Libellen, sollten sie so lange, wie möglich Deckung nutzen und auf dem Wasser schienen sie auch nicht wirklich sicher zu sein, weswegen der Wasserlauf rausfiel. Irgendwie bezweifle ich, dass Isamu das überhaupt kann. Sie wusste, dass der Yamakabe schwimmen konnte, aber auf dem Wasser laufen, irgendwie schien das, obwohl grundlegend so simpel, über seinem Skillset zu liegen.

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Die gute Nachricht war, dass Joudan glücklicherweise dabei half den Karren von A nach B zu ziehen. Die schlechte, dass auch Joudans überlegene Kraft das Vorhaben keineswegs zu einem Zuckerschlecken machte. Es dauerte nicht lang und Isamu witterte schon den Muskelkater, der ihn am nächsten Morgen begrüßen würde. Es machte ihm keine Angst, denn immerhin wusste er dann, dass er etwas getan hatte, um seinem Ziel näher zu kommen. Es machte ihn allenfalls etwas traurig, da es nicht der Idealfall war. Wäre Isamu mit seinem Training schon weiter und seinem Ziel schon näher, würde er morgen auch keinen Muskelkater haben. Insofern konnte er es dem Hühnchen von Joudan nicht verübeln, dass es über die beiden nassgeschwitzten Shinobi spottete, denen es an Kraft, Ausdauer oder beidem fehlte. Einen positiven Aspekt hatte die ganze Angelegenheit neben dem Training aber noch: Isamu blieben lästige Gespräche über weite Teile des Weges erspart, denn Saki musste sich konzentrieren, während Joudan nicht wirklich Kapazitäten hatte noch ein Pläuschchen zu halten.

Für Isamu kam der Halt etwas plötzlich, aber auf keinen Fall ungelegen. Er hatte sich zwar vorgenommen, wie es sich für einen Shinobi – und wichtiger: einem Yamakabe – gehörte, die Umgebung aufmerksam zu beobachten, wirklich möglich war ihm das aber nicht gewesen. Bereits nach knapp 20 Minuten merkte Isamu, wie seine Glieder begannen zu schmerzen und sich eine leichte Taubheit in seinen Armen ausbreitete. Er war also schon genug damit beschäftigt nicht zu stolpern oder gar den Wagen aus den Händen zu verlieren. Ein wohliges Gefühl strömte dementsprechend sofort in seine Glieder als er schließlich von der Last befreit wurde und sein Körper sich in eine leichte Regenerationsphase begab.
Habe ich nicht noch…? Während Saki weitere Nachforschungen anstellte, wühlte Isamu in seiner Tasche, denn er konnte gerade nicht wirklich von Nutzen sein. Da sind sie! Das Beste, was er gerade für die Mission tun konnte, war sich auf die Fangaktion vorzubereiten. Eigentlich war das schon die ganze Mission fast das Einzige was er beitragen konnte. Glücklicherweise hatte er sich heute Morgen ein paar Möhren besorgt. So konnte er schnell ein wenig Energie tanken, damit er den proteinreichen Tierchen nicht völlig kraftlos gegenübertrat. Knack. Also versuchte er in möglichst kurzer Zeit ein paar Möhren in sich hineinzustopfen, Kraft zu tanken und dabei mitzukriegen, was Saki zu sagen hatte.

Aggressiv. Gute Voraussetzungen.
Das funktionierte heute bestenfalls ausreichend. Manchmal blieben bei Isamus Transferleistungen ein paar essenzielle Informationen auf der Strecke und bauten sich so zusammen, wie sie für ihn sinnvoll waren. Glücklicherweise musste er aufgrund dieser Informationen keine Entscheidungen treffen, da er keine Entscheidungsgewalt besaß. „Klingt gut. Dann kann ich sie leicht rauslocken.“, war der erste und einzige Kommentar den Isamu zur Einsatzbesprechung beitrug, denn für ihn war eigentlich alles klar und er wartete eigentlich nur darauf, dass sie loslegen konnten. Er würde die Echsen herauslocken und aufpassen, dass er alle Gliedmaßen beisammen behielt. Die anderen würden bestenfalls zwei davon mit irgendeinem Fuuinjutsu, welches Isamu nicht verstand, versiegeln. Danach noch ein paar Eier einsammeln. Fertig. Eigentlich simpel, oder?

@Kushou Joudan @Sumiya Saki
 

Kushou Joudan

Chuunin
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Sorgfältig lauschte der Blondschopf den Ausführungen Sakis, als diese die Umgebung beschrieb, in der sie die Echsen ausfindig gemacht hatte. Die Brutstätte der Wesen war in ein natürliches Refugium gebaut, zu allen Seiten abgeschottet - durch Bach, See, Gestrüpp und Wald. Die Tiere hatten sich einen guten Platz ausgesucht. Mit einer kleinen Handgeste brachte Joudan den Ninja-Tross zum innehalten, als sie noch ein Stück weit respektablen Abstand zwischen sich und den Tieren hatten. "Saki, das Auskundschaften hast du meisterlich hinbekommen. Gut gemacht." Kurz zeichnete der Blondschopf in seinen Gedanken ein mentales Bild der Umgebung und dachte darüber nach, wie das Trio nun am besten vorgehen konnte. Eigentlich gab es nur eine sinnige Möglichkeit. "Wir werden uns von Westen, durch den Wald nähern. Dort bauen Saki und ich unsere Siegel-Fallen auf. Sollte etwas schief gehen haben wir die Möglichkeit, uns in die Bäume zurück zu ziehen, dahin werden uns die Echen vermutlich nicht folgen können. Isamu, ich hoffe, du kannst gut klettern oder beherrschst du schon das Kinobori. Ansonsten kannst du ja das Kunai mit Draht ausprobieren, um dich zur Not in Sicherheit zu bringen." Dass Saki kein Problem haben würde, in eine Baumkrone zu kommen, wusste Joudan spätestens nachdem sie auf einen riesigen Tintenvogel an ihm vorbeigeflogen war.
Gesagt, getan. Die Ninja ließen den Wagen mit dem Käfig stehen und schlugen sich durch das Unterholz des Waldes. Er war nicht so dicht, dass es schwierig war, sich zwischen den Bäumen hindurchzubewegen, dennoch musste das Team ab und zu durch einen Strauch oder über einen umgestürzten, toten Baum steigen. Der Blonde griff in seine Manteltasche, zog eine Walnuss heraus und streckte sie vor sich. Kaya kam, beinahe schon wie auf Befehl, angeflogen und schnappte sich den Happen, indem sie sich auf den Unterarm des Gentleman-Shinobis setzte.
"Du bist zwar keine Libelle, aber komm' den Echsen trotzdem besser nicht allzu nahe." Vorsichtig versuchte der Kushou, mit der freien Hand durch das milchig graue Gefieder der Nebelkrähe zu streichen, doch diese pickte stattdessen nach seinem Handrücken und flatterte wieder davon - zumindest aber nicht in Richtung der Brutstätte. "Tölpel!", rief sie noch, bevor sie zwischen den Baumkronen verschwand. Joudan liebte dieses Tier.

Nachdem der Vogel sich aus dem Staub gemacht hatte, ging es dann daran, sich um die Echsen zu kümmern. Einige Meter noch vor dem Waldrand hielt Joudan kurz inne und sah sich um. Er suchte nach Pfaden, die für Isamu vom Rande des Waldes in den Forst hinein einfach zu begehen waren. Der Kushou war leider nie so wirklich der Naturbursche gewesen, doch einen freien Weg fand er hoffentlich.
"Saki, ich werden diesen Bereich hier vorbereiten, baut du deine Siegel etwas weiter dort drüben auf.", wies er die Blauhaarige an und und wies sie in eine Richtung hin. "Isamu, wenn du die Echsen auf dich gezogen hast, locke oder treibe sie hier her. Saki und ich zeigen dir, wo wir die Fallen aufbauen. Wir versuchen erst, ein Männchen und ein Weibchen zu fangen. Wenn wir das geschafft haben sehen wir, ob wir in den Tunneln noch einige Eier erbeuten können." Damit war das Briefing von Joudans Seite aus beendet und er begang mit seinen knappen Vorbereitungen. An seiner Stelle verteilte er die vier Siegel des Setchaku Shiru no Jutsus. Dann öffnete er seine Wekrzeugtasche, zog vier Kunai mit leeren Siegeltags hervor, brachte mittels des Sokkijutsus schnell sein Echosiegel darauf an und verteilte die Messer mit einigen gezielten Würfen in etwa vier Meter Höhe an den Bäumen der nahen Umgebung. So sollte er sein Drittes Auge auch mit all den Bäumen als Hindernis nutzen können. Dann hockte er sich mit dem Baumlauf an einen der Bäume in der Nähe des Waldrandes, von wo aus er sowohl die Brutstätte als auch seine Falle erblicken konnte. Die Echsen sahen, so aus der Nähe, um einiges gefährlicher aus als das letzte Reptil, das er damals mit Nanami in Kirigakure gefangen hatte. "Ich bin bereit. Saki? Isamu?"

@Sumiya Saki @Yamakabe Isamu
 
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