Großer Markt von Jôsei

Dieses Thema im Forum "Eingangstor zu Shirogakure" wurde erstellt von Kurayami Shîntaro, 15. Nov. 2010.

  1. Es war ein warmer Mittag und auf dem großen Markt von Jôsei tummelten sich viele Menschen herum. An vielen Ständen wurde lauthals um den Preis dieses oder jenes Gegenstandes verhandelt und jeder versuchte hier oder dort ein Schnäppchen zu ergattern. Kein Wunder also, dass viel gebummelt wurde und man aufgrund der Menschenmasse nur mit viel Körperkraft und Geduld vorankam. Beides Eigenschaften, über die Shin im Moment nicht verfügte. Mit zwei vollen Tüten bepackt und genervt von dem Einkaufen, war er etwas erschöpft und wollte nur noch nach Hause, sodass er seinen freien Nachmittag genießen konnte. Deshalb musste er auf die eine oder andere Lücke in der Menge achten, sodass er sich dort durchwuseln konnte. Er hatte an diesem Morgen mal wieder nichts ahnend mit seinen Geschwistern gefrühstückt, als die Katastrophe, namentlich Kiyumi Kurayami, in die Küche getreten war und nach einem Freiwilligen Ausschau hielt. Daher merkte Shin nicht wirklich, dass in die Runde gefragt wurde, wer denn Lust auf einen Einkauf hätte. Er war immer noch sehr müde gewesen, da er mal wieder dank seines Albtraumes nicht wirklich viel geschlafen hatte.Seitdem er diesen Tagtraum während seiner ersten Mission gehabt hatte, träumte er immer weiter in der Geschichte, kurz vor Auflösung des Traumes wachte er jedoch wieder auf. Ein wütendes Gefühl breitete sich in seinem Bauch aus, es musste doch einen Weg geben, diese Albträume ein für alle Mal zu beenden! Gleichzeitig war er sich ziemlich sicher, kurz vor der Auflösung des Ganzen zu stehen. Um die Geschichte kurz und knapp zu halten, seine beiden Geschwister Midori und Takao antworteten schnell, dass sie heute keine Zeit hätten und verwiesen auf den geistig abwesenden Shin. Deshalb befand er sich hier, mit zwei vollen Tüten mit Gemüse und Obst und musste gegen diese verdammte Menschenmasse ankämpfen. Zumindest versuchte er es, denn der Strom der Menschen war einfach unerbittlich und erschwerte ihm das Vorangehen immens. "Es muss doch einen anderen Weg aus dem Markt hier geben?" Er zwang sich aus dem Menschenstrom heraus und stellte sich an einen Teppichstand, damit er in Ruhe nachdenken konnte, ohne von den Leuten hin und her geschubst zu werden. Dafür musste er mit dem Lauten Rufen des Verkäufers zurechtkommen, der für seine Teppiche warb und mit seiner lauten Stimme versuchte, die vorbeigehenden Passanten auf sich aufmerksam zu machen. Im Zentrum des Marktes war am meisten los, also musste er irgendwie versuchen an den Rand des großen Platzes zu kommen. Es gab eigentlich vier Wegmöglichkeiten: Man konnte zum Tor Shiro's gehen, in Richtung Byakko-Bezirk (wo er hin musste), zum Seiryuu-Bezirk und zum Suzaku-Bezirk. Sobald er den Platz des Randes erreicht hätte, würde er sich wieder in Richtung Byakko-Bezirk begeben, da der Weg dorthin am vollsten war und er sich deswegen für den am wenigsten vollsten Weg entschied: Den Weg zum Tor. Dieses Mal war das Vorankommen viel einfach und mit einem schnellen Gang sollte er das Tor in einigen Minuten erreichen. Durch seinen schnellen Gang schlug das Saya bei jedem Schritt leicht gegen sein Bein und erinnerte ihn daran, dass er sein neues Katana dabei hatte. Nach einigen Wochen Wartezeit war endlich der Bescheid gekommen, dass es angekommen und abholbereit war. Er hatte alles stehen lassen und war wie vom Teufel verfolgt zum Laden gerannt, so sehr hatte er sich darauf gefreut. Und es war einfach perfekt gewesen: Es lag handlich in der Hand, nicht zu leicht, nicht zu schwer und gut ausbalanciert. Die Klinge seiner Waffe faszinierte ihn am meisten. Sie war rot-schwarz und änderte je nach Licht einfall ihre Farbe, sodass sie entweder dunkelrot, ja fast blutrot aussah oder komplett schwarz wie die Nacht. Seit Erhalt trug er es pausenlos mit sich herum, jedoch nicht zur Schau, denn er hatte jeden freien Augenblick genutzt, um sich mit der Waffe vertraut zu machen und trainiert. Sein Bruder war anfangs ganz eifersüchtig auf seine neue Waffe gewesen und auch seine Schwester hatte nicht schlecht geglotzt. Als Takao und er anschließend alleine waren, hatte er sich entschlossen, ihm das Ninja-To zu schenken, obwohl er es erst als Geburtstagsgeschenk eingeplant hatte. Kein Wunder also, dass Takao aus dem Häuschen über sein Geschenk war und sofort anfing, damit gegen imaginäre Gegner zu kämpfen. Nicht zuletzt in diesem Augenblick machte er sich sorgen, ob so eine Waffe überhaupt was für einen Neunjährigen war. Das Gleiche hatte auch seine Mutter gedacht, als sie ihn damit gesehen hatte, deshalb musste er ihr versprechen die Waffe erst dann zu benutzen, sobald er seine Geninprüfung bestnaden hatte. Na, wenn das kein Grund zum Lernen ist, dachte Shin und lächelte in sich hinein.
    Endlich war es soweit, er hatte das Tor erreicht und bog nun kurz davor rechts ab. Auf diesem kleinen Weg um den großen Platz würde er nun hoffentlich schneller vorankommen. Und in der Tat, bis auf einigen alten Menschen und ein paar Pärchen begegnete er niemandem. Ganz am Ende des Weges saß ein schwarzhaariges Mädchen auf eine Bank und war in ein Buch vertieft. Da klingelten doch die Alarmglocken und einige Erinnerungen kamen in Shin hoch, es hatte soeben ein Deja-vu. Das Ganze lag ebenfalls einige Wochen zurück und hatte sich auf seiner ersten Mission in Konoha abgespielt, damals hatte er ein schwarzhaariges Mädchen ansprechen wollen, um Informationen für die Mission zu erhalten, als sie ihn eiskalt anmachte und ihn dumm stehen ließ. In Anbetracht dessen, welche Rolle sie im Verlauf der Mission eingenommen hatte, war ihr Verhalten im Nachhinein betrachtete ganz logisch gewesen. Wie sonst hätte sie sich unauffällig aus dem Staub machen sollte, wenn sie ihm und den Leuten nicht vorgespielt hätte, dass sie durch seine Annäherung verärgert war. Ein genauerer Blick auf das lesende Mädchen zeigte ihm, dass sie etwas anders aussah als das Mädchen von damals. Sie hatte ein ebenfalls hübsches Gesicht und schwarze Haare, welche durch ein lila oder violettes Stirnband aus dem Gesicht gehalten wurden. Auf diese Entfernung erschienen ihm ihre Augen weiß, sicher war er sich jedoch nicht, da er nicht nah genug an ihr war, um das feststellen zu können. Ganz auf das Mädchen fixiert, bemerkte Shin natürlich nicht das herannahende Paar und auf Höhe des Mädchens stießen sie zusammen. Er fing sich recht schnell und bemerkte nicht, wie ihm ein Apfel aus seiner Tüte herunterfiel. "Entschuldigung, hab euch nicht gesehen.", sagte er grummelnd zu dem Pärchen und lief weiter in Richtung Byakko-Bezirk.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Nov. 2010
  2. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Der Yoshina ging gervt und wiederstrebend durch den Markt. Bei genauerem Hinsehen war zu erkennen, dass seine Füße den Boden eigentlich gar nicht berührten. Zudem war nicht groß an Bewegung zu denken, da seine Hände un Füße gefesselt waren. "Och kommt schon" seufzte er mitleidig. An jeder seiner Seiten ging eine junge Frau und hielt ihn am Arm fest, hinter ihm eine Dritte. Links von ihm war die Blonde schönheit namens Fubuki, seinen rechten Arm hielt die Feuerrote Kampfnatur Hitomi fest gepackt. Im Rücken hatte er Minako, die Weißhaarige ließ ihn keinen Moment aus ihrem Blick. Gelassen wurde ihm nur "Jetzt hab dich nicht so" entgegnet.
    Plötzlich stieß Fubuki gegen jemanden, der Fremde entschuldigte sich rasch und Sakurai schien als einziger gesehen zu haben, dass ihm dabei ein Apfel aus der Einkaufstüte fiel. "Hey, heb doch den Apfel auf." meinte er gezielt zu Fubuki, welche leichtgläubig Sakurai loslies und sich nach dem Apfel bückte. Nun hatte er wieder teilweise festen Boden unter den Füßen und Hitomi wollte gerade fragen wieso sie von ihm abließ und sich plötzlich bückte, wodurch sie ebenfalls etwas abgelenkt nicht mehr so fest zupackte. Die Gunst des Momentes nutzend riss er sich los, sprang der sich aufrichtenden Fubuki auf die Schulter und stieß sich, "Danke!" rufend, stark ab. Während er durch die Luft schwirrte rief Hitomi zu den anderen beiden "Hinterher! Schnappt ihn!", doch wurden sie durch die Menschenmenge weggedrückt bevor sie hinterher konnten.
    Nach einer grazilen Landung außerhalb der Masse erhob er sich wieder, blickte kurz zurück zu den drei Mädchen, die bereits aus seinem Blickfeld verschwunden waren und ging weg. Oder eher gesagt er versuchte es und erinnerte sich einen Moment zu spät daran, dass seine Füße immernoch gefesselt waren. Wie ein gefällter Baum kippte er um und da seine Hände hinter seinem Rücken gefesselt waren stand außer Frage, dass er sich auffangen könnte. Nach der unschönen Begegnung von Gesicht und Erdboden rollte er sich zunächst schmerzerfüllt auf den Rücken und blickte mit den Augen so weit herab, als könne er sein eigenes Gesicht so sehen und überprüfen ob alles noch an Ort und Stelle war. Glücklicherweise sah ihn niemand, so musste sich Sakurai auch nicht schämen wie er zu einem Baum Kroch und sich mühsam daran aufrappelte. Ohne nochmals den Fehler zu machen sich umzusehen konzentrierte er sich auf das vorankommen, was er in Form von kleinen Hüpfern bewerkstelligte. "Jetzt gehts erstmal nach Hause, die Blumen brauchen Wasser und dann muss ich mich auch noch losschneiden." murmelte er zu sich selbst, bevor er stehen blieb und ein von sich selbst genervtes Gesicht aufsetzte als hätte er den Fehler in der Reihenfolge festgestellt, meinte dann aber nur "Ugh, und ich muss mir überlegen wie ich mich für dass von Eben entschuldige, besonders bei Fubuki.". Mit teilweise geordneten Gedanken ging es in weiteren kleinen Hüpfern in Richtung Byakko-Bezirk.
     
  3. Hyuuga Saki

    Hyuuga Saki Guest

    „Das ist ein verdammt teurer Einband meine Liebe, allein dieser wäre das Doppelte des Preises wert.“, gab der ältere Mann nun immer schnippischer werdend von sich. „Ich bitte sie mein Herr, dieses Buch wird seinem Preis nicht gerecht. Ledereinband hin oder her, mein Preis steht, seid ihr damit nicht einverstanden, werde ich es eben woanders kaufen.“, auch Sakis Ton wurde zunehmend lauter, wenngleich nur um die schnatternden Passanten und schreienden Händler zu übertönen. Der Mann vor ihrer Nase legte die Stirn in Falten und schien ernsthaft über ihr Angebot nachzudenken. „Einverstanden.“, gab er schließlich klein bei. Bevor er es sich anders überlegen konnte, legte die Hyuuga das Geld auf den Tisch und nahm das Buch an sich. „Einen schönen Tag ihnen noch.“, verabschiedete sie sich mit einer Verbeugung und verschwand sogleich in der Menschenmasse. Ihren zierlichen Körper wandte sie mühelos und äußerst geschickt durch die Menschenansammlung, anders als Shîntaro und war gleichzeitig viel früher als dieser aus dem Getümmel entflohen.
    Eigentlich war nicht geplant, den Markt zu besuchen und mit nichts weiter als einem Buch nach Hause zu gehen, aber so war das eben. Statt der gewünschten Kette hatte sie sich ein, zugegeben, recht teures Buch gekauft, von welchem sie bisher nichts weiter als den Titel kannte. Was genau sie dazu gebracht hatte dieses Buch zu kaufen?! Sie wusste es selbst nicht so genau, vielleicht war es dieses historisch anmutende Äußere? Neugierig nahm sie auf der nächstgelegenen Bank Platz, schlug das Buch auf und ließ interessiert den Blick über die erste Seite wandern. Ein handschriftlich verfasster Text sprang ihr ins Auge. Wer auch immer der Autor war, er hatte eine wesentlich schönere Handschrift als sie selbst. Die kunstvollen Schnörkel sprachen für viel Liebe fürs Detail und ließen sich erstaunlich gut lesen. Nach näherem Betrachten und anlesen musste sie feststellen es mit einem mehr oder minder gut gereimten Gedicht zu tun zu haben. Sein Inhalt wiederum löste ein wahres Feuerwerk an Emotionen bei dem Leser aus, zumindest sollte es dies. Saki wirkte nach wie vor weniger beeindruckt und schlug die nächste Seite auf. „Eiskalt schlug mir der Wind ins Gesicht, der Regen prasselt nur so vom Himmel herab, meine Glieder taub vor Kälte. Tag eins meiner Reise und ich bin mir noch immer nicht sicher, ob dies die richtige Entscheidung war.“ Die Hyuuga legte die Stirn in Falten. Ein Tagebuch? Plötzlich schien ihr der Preis noch weniger angemessen, als er überhaupt schon, selbst nach runterhandeln gewesen war. Aber um es im nächsten Mülleimer zu versenken, war es dennoch zu schade, also senkte sie den Blick wieder und las weiter. „Aber was hatte ich für eine Wahl, dieser Mord würde mir auf ewig anhängen und es ist nur eine Frage der Zeit bis man mir auf die Schliche käme, Beweise gibt es ja genug. Yosho wird nicht ewig dicht halten.“ „Ein Mörder, na toll. Ich lese das Tagebuch eines Mörders.“ Saki wirkte etwas erstaunt, löste den Blick von den vergilbten Seiten, nur um zu sehen, wie dem Jungen vor ihrer Nase ein Apfel herunterfiel. "Hey, heb doch den Apfel auf." Aber er reagierte nicht. Die Hyuuga schlug das Buch zu, hob den Apfel auf und folgte dem Besitzer ein Stück. „Hey. Blauschopf, Du hast hier was verloren.“, rief sie freundlich und streckte dem Kurayami den Apfel entgegen.
     
  4. Während Shin weiterlief, dachte er kurz darüber nach, mit wem oder was er da gerade eben zusammengestoßen war. Hatten diese drei hübschen Mädchen wirklich einen gefesselten Jungen mit sich herumgetragen? Bestimmt hatte er sich geirrt, so würde man doch am hellichten Tag nicht herumlaufen. In dem Augenblick hörte er, wie jemand nach ihm rief. Ein Blick nach hinten zeigte ihm, das dieser "Jemand" das lesende Mädchen von vorhin war. Ohne das Buch vor ihrem Gesicht konnte er dieses Mal einen genaueren Blick darauf werfen und erkannte, dass sie aus der Nähe betrachtet, weniger Ähnlichkeit mit dem Mädchen aus dem Restaurant hatte, als er zuerst angenommen hatte. Zunächst schien sie ein Stück jünger zu sein als ihr vermeintliches Gegenstück, außerdem war ihr Körper auch nicht so weit entwickelt. Bei den Augen hatte er jedoch richtig gelegen, sie waren weiß, wirklich weiß, was folgende zwei Möglichkeiten offen lies: Entweder war sie blind oder eine Hyuuga. Da sie gezielt auf ihn zu kam und nach ihm rief, welchen anderen "Blauschopf" gab es immerhin?, ließ sich Ersteres ausschließen. Jetzt galt es nur noch zu hören, was sie von ihm wollte. Sie streckte ihm den Apfel entgegen und meinte, dass er diesen verloren hatte. Ein kurzer Blick in die Tüte um sich zu vergewissern und schon sah er, dass sie recht hatte. Es fehlte tatsächlich ein Apfel. Freundlich lächelnd nahm er ihn entgegen und verstaute ihn wieder in der Tüte. "Vielen Dank, dass du mir den Apfel gebracht hast. Ich hab gar nicht gemerkt, dass er mir heruntergefallen war." Er lächelte und griff sich entshculdigend am Hinterkopf. "Ahh, wo bleiben denn meine Manieren?" "Ich heiße Kurayami Shîntaro, schön dich kennen zu lernen." Bei diesen Wörtern hielt er ihr die Hand hin. Aus der Nähe konnte er ebenfalls einen genaueren Blick auf ihr Buch werfen. "Du liest gerne?" Fragte er ins Blaue und zeigte dabei auf ihr Buch. Wie der Zufall es wollte, erweckte etwas in seinen Augenwinkeln seine Aufmerksamkeit. Der gefesselte Junge, mit dem er zusammengestoßen war, hüpfte nun auf seinen zusammengefesselten Beinen und erkämpfte sich seinen Weg. Als er auf ihrer Höhe war, fragte Shin ihn einfach, wobei man seine Verwirrtheit deutlich heraushören konnte. "Brauchst du vielleicht Hilfe?"
     
  5. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Nicht sehr weit kam der gefesselte Blondschopf, bis er jemanden verwirrt reden hörte "Brauchst du vielleicht Hilfe?". "Jemand brauchte Hilfe?" dachte sich Sakurai und blickte kurz zu dem blauhaarigen um seine Sichtlinie nachverfolgen zu können. Da er in seine Richtung blickte wendete Sakurai den Kopf und blickte sich um. Niemand in sicht, jedenfalls keiner der schien Hilfe zu brauchen. Sich etwas nach vorne und hinten beugend versuchte er fast umfallend weiterhin die gemeinte Person ausfindig zu machen, als ihm klar wurde, dass er vielleicht gemeint war.
    Verlegen lächelnd wendete er sich wieder dem Blauschopf zu, "Das wäre Zauberhaft" sagend und vorsichtig näher hüpfend.
    Soviel er erkannte war bei dem Jungen eine Hyuuga. Durch das Stirnband war nicht zu erkennen, ob sie zur Hauptfamilie oder zur Nebenfamilie gehörte. Ihre generelle Erscheinung ließ auf die, unter neidern und missgünstigen so genannte, Hyuuga-Reinheit schließen. Von einem vor Dreck nur so stehenden Hyuuga ging noch nie das Wort um. Durch das zerschundene Buch in ihren Händen konnte man auf Belesenheit schließen, solange sie es nicht nur für jemanden aufbewahrte oder der Inhalt nur aus dämlichen Witzen bestand.
    Der Junge Selbst trug ein Schwert mit sich herum. Einfach, entweder war er ein Schwertkämpfer oder er wollte es werden. Ansonsten Stach hier nur die Tätowierung am Auge heraus, was könnte sie bedeuten? War es einer der nicht so bekannten Clans? Und wenn ja, was könnte er?
    Sich seitlich zu dem jungen Mann stellend presste Sakurai die Hände auseinander, um so viel von den Fesseln frei zu legen wie möglich. "Ich dachte schon ich müsste so versuchen nach Hause zu kommen" plapperte Sakurai, nachdem er die beiden freundlich begrüßt und eine Verbeugung angedeutet hatte.
    Selbst Hyuugaaugen würden nicht mehr ungewöhnliches entdecken können, als dass er in besserer körperlicher Verfassung war und mehr Chakra hatte als ein gewöhnlicher Zivilist. Mehr würde auch bei einer Leibesvisitation nicht gefunden werden, da er heute bereits angezogen und gefesselt aufgewacht war und weder Waffen, noch seinen Protektor mit Konohas Symbol oder sonst etwas mitnehmen konnte.
     
  6. Hyuuga Saki

    Hyuuga Saki Guest

    Der Junge vor ihrer Nase trug ein Katana mit sich rum und wenn dieses genauso hübsch und gut verarbeitet war wie seine Saya, dann musste der Schmied ein echter Meister sein. Ein verstohlenes Lächeln huschte über ihre Lippen, ehe sie den Blick wieder hob um den Kurayami eingehender zu betrachten. Blaue Haare, sie hätte es nicht geglaubt wenn sie es nicht selbst gesehen hätte, aber es war wahr. Bevor sie die Frage nach seinem Namen stellen konnte, stellte er sich bereits vor. Lächelnd gab Saki ihm die Hand und antwortete freundlich: „Hyuuga Saki, freut mich ebenfalls.“ Als nächstes fragte er ob sie gern las, eigentlich nicht, das heißt schon irgendwie, aber wirklich gern…Wie auch immer. „Ja.“, lautete ihre Antwort auch wenn es eventuell nicht ganz der Wahrheit entsprach. „Und du? Sag mal sind die Haare echt? Also so blau meine ich.“ Deutliches Interesse lag in ihrer Stimme, doch die Aufmerksamkeit erhaschte plötzlich ein Junge, der gefesselt hinter einem Baum hervorsprang. Die Hyuuga konnte nicht anders als die Augenbrauen skeptisch hoch zu ziehen und im nächsten Moment schräg zu schmunzeln. Seine Reaktion war echt drollig, wenngleich sie für eine etwas langsame Auffassungsgabe sprach. „Seltsamer Typ.“, raunte sie Shîntaro zu, wagte es aber nicht näher zu treten, denn sonst hätte sie wohlmöglich seine Fesseln noch lösen müssen. Das ohne Kunai war keine dankbare Aufgabe, Shîntaro für seinen Teil besaß aber ein Katana und um dieses in Aktion zu erleben hielt sie sich ebenfalls im Hintergrund. Immer noch lächelnd wandte sie sich an den jungen Kurayami. „Ich schätze du kannst mit dem Katana auch umgehen, oder?!“ Konnte er damit umgehen konnte es sich doch nur um einen Shinobi handeln, richtig? Saki fühlte sich augenblicklich in die Zeit zu ihrer ersten Mission zurückversetzt, genauer, als sie gegen die junge Dame mit dem Katana gekämpft hatte und die Schwierigkeiten welche sie haben würde, schon bei Anbetracht des hübschen Metalls erahnen konnte. Es wäre doch eine willkommene Abwechslung, gegen jemand anderen als Itoe in einem Übungskampf anzutreten, nicht? In den Augen der Hyuuga glitzerte bereits die Vorfreude, für die beiden Jungen würde dies wohl verborgen bleiben, genau wie ihr Vorhaben.Vielleicht war er ja gar kein Shinobi, sondern nur ein tollpatschiger Schmiedelehrling.
     
  7. Als Shin Saki's Namen hörte, wusste er, dass er mit seiner vorherigen Vermutung richtig gelegen hatte: Sie war eine Hyuuga. Ob sie zur Haupt- oder Nebenfamilie gehörte, konnte er nicht sagen. Fragen würde er sie auch nicht, das wäre respektlos, da sie sich ja einerseits nicht wirklich kannten und es eines der privatesten Sachen war. "Schön dich kennen zu lernen." Bei ihrer nächsten Frage musste er stutzen. Seine blauen Haare waren ein delikates Thema, da man sich früher oft über ihn deswegen lustig gemacht hatte und er deshalb ungerne darauf angesprochen wurde. Saki hingegen schien wirkliches Interesse zu haben und meinte das Ganze keineswegs böse, weswegen er verlegen lächelte und ihr eine Antwort gab. "Das ist meine natürliche Haarfarbe, so komisch es auch klingen mag. Beinahe jeder in meiner Familie besitzt blaue Haare. Eines der Sachen, die typisch für eine oder einen Kurayami sind." Dass das zweite typische Merkmal die rote Tätowierung über seinem Auge war, verriet er jedoch nicht. Was die Haarfarbe in seiner Familie anging, waren lediglich seine Mutter sowie seine Schwester mit schwarzen beziehungsweise blonden Haaren die Ausnahme. Da der gefesselte Junge langsam näher kam, beantwortete er ihre Frage, ob er gerne las, einfach nur mit einem Nicken. Shin hatte eigentlich vorgehabt die Seile mit seinem Kunai zu zerschneiden, als ihn Saki lächelnd fragte, ob er auch mit dem Katana umgehen konnte. Jetzt befand er sich in einem inneren Konflikt: Einerseits wollte er sich an den Weg der Samurai halten, die besagte, dass man die Waffe nur im äußersten Notfall einsetzen durfte. Andererseits fühlte er sich etwas herausgefordert und wollte zeigen, was er schon mit dem Katana drauf hatte. Letzten Endes gewann die zweite Kraft und er legte die Hand an den Griff seiner Waffe. Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht. "Jetzt solltest du lieber ganz stillhalten.", sagte er zum Jungen. Es würde lediglich einen schnellen Schnitt brauchen, um die Seile zu lösen. Während sich seine rechte Hand am Griff seines Katanas befand, begab sich seine Linke an das Saya und hielt es gut fest. Ein letztes tiefes Einatmen und er zog mit atemberaubender Geschwindigkeit die Klinge aus der Saya. Es gab ein kurzes schwarzes Blitzen und die Seile fielen sauber zerschnitten zu Boden: Der Junge war frei. Wieder breitete sich ein leichtes Lächeln auf seinem Gesicht aus, die Eigenschaften und Qualität der Klinge waren einfach unglaublich. Bei der gerade eben ausgeführten Technik handelte es sich um eine Technik aus dem Iaidō. Der Kunst des Schwertziehens. Shin hatte eine kleine Variante der Form genutzt und nur den ersten Schritt ausgeführt, das Ziehen des Schwertes. Normalerweise folgten weitere Kata und anschließend das Zurückführen des Katanas in die Saya, doch das Ganze war hier nicht nötig gewesen. Mit einem Klicken verschwand das rot-schwarze Katana vollständig in der Saya und Shin wandte sich mit einem Lächeln an Saki. "Ja ich denke, dass ich damit umgehen kann. Besitzt du auch eine Waffe?" Anschließend wandte er sich an den eben befreiten Jungen und fragte ihn etwas, dass ihn schon beschäftigte, seitdem er ihn getroffen hatte. "Wie heißt du eigentlich? Und warum zum Teufel warst du gefesselt?"
     
  8. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Aus dem Gespräch der beiden schloss er, dass sie sich gegenseitig noch nicht kannten, dafür fragten sie einander zu viel. Während er wartete befreit zu werden überhörte er, wie die Hyuuga den Blauschopf anstachelte sein Schwert zu benutzen um ihn loszuschneiden. Schwer schluckte er, "Begründet oder nicht, das macht mir angst. Geht dass nicht auch.." wimmerte er, da war es auch schon zu spät. Weder zwinkernd noch wegsehend hatte er die Bewegungen des Blauhaars verfolgt. Den Kopf bis zum anschlag verdreht und die Augen auf ihm hatte er den Schlag des Iaidō-Stils beobachtet, wenngleich er nicht alles sah. So blitzschnell und beinahe überraschend. Ehe er sich versah lösten sich schon die Fesseln von seinen Händen und fielen zu Boden, die Beine fühlten sich ebenfalls freier an. Ein Blinzeln später schreckte er vom Schwertschtreich weg und begutachtete erst kurz seine Hände, bevor er sich den Rücken und alle Stellen, die getroffen sein könnten, abtastete. Nichts schien beschädigt, ebenfalls schien er nicht verletzt. Ohne groß nachzudenken verbeugte er sich höflich "Vielen Dank. Dass war beeindruckend." sagend. Dass er in Gedanken "Beeindruckend ja, aber nötig? Sicher nicht." anhing drang weder über seine Lippen, noch über Mimik oder die Augen hinaus. Es sollte seiner Meinung nach klar sein und müsste deswegen nicht noch unterstrichen werden. Auf die Fragen des Jungen antwortete er beiläufig, während er die Seile, mit denen er gefesselt war, aufhob, die Schnittstellen begutachtete und sie dann in seine Hosentaschen steckte "Sakurai, damit ich mich nicht bewegen kann.". Als er seine eigene Art eben bemerkte erhob er sich wieder, lächelte die beiden an "Entschuldigt. Ich bin ehrlich überfragt, aber es gibt nicht vieles, was man erzielen wollen könnte, wenn man jemanden fesselt.". "Ach ja, Yoshina Sakurai mein Name." stellte er sich diesmal richtig vor, seine Hand den beiden zur begrüßung reichend.
     
  9. Hyuuga Saki

    Hyuuga Saki Guest

    Nette Vorstellung. Shîntaro war schnell, präzise aber nicht unbedingt der Stärkste und leider Gottes unterlag auch er, wie die meisten männlichen Wesen auf diesem Planeten, dem Zwang, jedem in seiner Umgebung imponieren zu müssen. Vorzugsweise dem weiblichen Geschlecht, wenn sich denn mal eine Gelegenheit ergab. Saki schmunzelte noch immer, sonderlich beeindruckt wirkte sie nicht, dafür hätte er schon ganz andere Sachen anstellen müssen. Nein die Hyuuga wirkte eher zufrieden. Aber warum nur? „Seid ihr Shinobi?“, fragte sie gerade heraus. Eigentlich hatte sie nur bei Shîn die Vermutung gehabt, so würde sie aber gleichzeitig noch etwas mehr über diesen Sakurai erfahren. Denn er war sicher kein Shinobi und würde wohl gleich beschämt mit „nein“ antworten. Aber warum war er denn nun gefesselt gewesen?! Achja übrigens wirkte er wie ein kleiner Klugscheißer. Aber so lang er ihr nicht auf diese Weise entgegnete sollte ihr das egal sein.
    „Kann ich es mal kurz halten? Ich bin seit längerem am Überlegen mir auch eine Waffe fertigen zu lassen, habe aber noch keinen brauchbaren Schmied gefunden.“, fragte sie munter. Und der Kurayami gab es ihr tatsächlich. Als erstes musterte sie die Saya. Wie bereits vermutet eine unglaublich gute Verarbeitung. Nun zog sie die Klinge ein Stück aus seiner Hülle und betrachtete das Metall. Durchaus etwas Besonderes, wenngleich für ihren Geschmack zu übertrieben. Nun zog sie es komplett aus der Saya, während sie den Klängen lauschte, welche das Metall erzeugte. Es lag gut in der Hand, die Klinge wies keinerlei Makel auf und überhaupt, ein großes Lob an den Schmied. „Wer hat es gefertigt?“ Saki ließ es zurück in die Saya gleiten und heilt es Shîntaro entgegen.
     
  10. Nachdem Schwertstreich betrachtete sich Sakurai ganz genau, um zu sehen, ob Shîn ihn irgendwo geschnitten hatte. Da dies anscheinend nicht der Fall war, verbeugte er sich und richtete ihm seinen Dank aus. Er schüttelte die Hand und erwiderte, dass er es gerne gemacht hatte. Er schloss einen Moment die Augen, um die vorherige Aktion geistig durchzugehen. Solange er noch ein Anfänger war, würde er ab jetzt nach jeder Aktion mit dem Katana reflektieren, was er richtig und was er schlecht gemacht hatte. Eigentlich war fast alles gut gelaufen, der Schnitt hatte alle Fesseln erwischt, ohne die Kleidung des Gefesselten, geschweige den Gefesselten selbst zu verletzen. Er würde wahrscheinlich erst bei komplizierteren Manövern Schwierigkeiten bekommen. Er öffnete gerade wieder die Augen und begann wieder zuzuhören, als er Saki's Frage hörte. "Ja, ich bin Shinobi. Und du bist vermutlich ebenfalls einer oder?" Diese Frage war an Saki gerichtet. Worauf Shin viel gespannter war, war Sakurai. Auf den ersten Blick schien er nicht den Endruck eines Shinobi's zu machen, doch stille Wasser waren tief, also konnte man nie wissen. "Genau Sakurai, was ist denn mit dir?" Beinahe hätte er vergessen sich vorzustellen, wie dumm von ihm. "Mein Name ist übrigens Shîntaro." In jenem Augenblick fragte ihn Saki, ob sie kurz seine Waffe betrachten dürfte. "Warum nicht?" Stillschweigend löste er das Saya aus seinem Gurt und übergab es Saki mit einem simplen "Hier". Sie schien die Waffe aufs Genauste zu betrachten. Erst das Sya, langsam von beiden Seiten, dann holte sie das Katana langsam aus diesem heraus. Nach einigen Momenten der Betrachtung steckte sie das Schwert in die Saya zurück und übergab es wieder Shin. "Das Katana hat die Kajiya-Waffenschmiede angefertigt. Die Preise sind zwar sehr teuer, die Qualität ist aber dafür von höchster Klasse. Wirklich nur zu empfehlen. Sag mal, was für eine Waffe willst du dir denn holen?"
     
  11. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Nach dem Schwertstreich beobachtete Sakurai die anderen beiden genau. Die Hyuuga schien nicht beeindruckt zu sein, wahrscheinlich hatte sie schon spektakulärere dinge gesehen. Die zufriedenheit konnte man ihr allerdings ansehen, jeder war zufrieden wenn andere taten was man wollte, so schien sie keine Ausnahme zu sein. Der Junge, Shintaro, zeigte etwas, über dass Sakurai vielleicht einst froh sein könnte davon zu wissen. Das Blauhaar schloss die Augen kurz und schien zu überlegen. Es war nicht lange, doch so ein Moment könnte für einen Überaschungsangriff kritisch sein. Natürlich konnte er sich nicht vorstellen, der Junge würde dies nach jedem Schwertstreich machen, doch solange scheinbar keine Gefahr bestünde wäre es möglich.
    Der Schwertstreich muss in der Hyuuga die Vermutung geweckt haben, dass Shintaro ein Shinobi sein musste, sonst hätte sie dies wohl nicht gefragt. Kaum war es bestätigt war auch Sakurai an der Reihe. Ja, war er denn nun ein Shinobi? Diese Frage stellte er sich auch manchmal selbst, doch wann immer er einen Shinobi sah fiel ihm nur auf, wie wenig er so war. "Eigentlich nicht, aber dann doch irgendwie schon. Also, so ein Stirnband hab ich auch und irgendwie hab ich's durch die Akademie gepackt, aber ansonsten eher weniger." plapperte der Blondschopf, sich am Hinterkopf kratzend, vor sich hin.
    Gebannt hörte Sakurai zu, wie die beiden sich über Waffen unterhielten. Verwirrt blickte er schon drein, dass eine Hyuuga eine Waffe haben wollte, eigentlich meinte er sie wären Spezialisten im waffenlosen Kampf und hätten daher keinen Bedarf für Waffen. Interessiert fragte er "Wo lassen sich denn die anderen Hyuuga ihre Waffen, welche auch immer, machen? Vielleicht könnte man sich daran orientieren?", wenn er erfahren würde, welche Hyuuga welche Waffen verwendeten, könnte es sich irgendwann lohnen.
     
  12. Hyuuga Saki

    Hyuuga Saki Guest

    „Ja“, antwortete die Hyuuga knapp. War ja klar, wer mit einem solchen Bluterbe gesegnet war, der wäre doch dumm wenn er seine Chance nicht ergreift. Aber auch solche Fälle sollte es geben. Was Sakurai betraf, so war Saki überrascht zu erfahren, dass er ebenfalls ein Shinobi war. Seinem Geplapper ließ sich aber entnehmen, dass es sich hierbei um einen blutigen Anfänger handeln musste. Sie schmunzelte und fühlte sich in die Zeit zurückversetzt, in welcher sie selbst noch absolute Anfängerin war. Nur war sie jünger als Sakurai und irgendwie auch nicht ganz so durch den Wind. Vielleicht täuschte es aber auch nur, irgendwie musste er ja Genin geworden sein. Übrigens überraschte es sie nicht sonderlich, dass es Kajiya waren die sein Katana gefertigt haben. Ihr Ruf eilte den Schmieden voraus. „Hast du Lust auf einen kleinen Übungskampf für zwischendurch, Shîntaro-kun?“, fragte sie. Als nächstes blickte sie zu Sakurai. „Wenn du willst kannst du meinetwegen auch mitmachen.“ War zwar eigentlich nicht in ihrem Sinne, da sie sich bloß mit dem Katana auseinandersetzen wollte, aber das sollte ihr auch so recht sein. Je mehr, desto besser. In den meisten Fällen war es auch nicht bloß einer gegen einen. „Aber…“, sie zeigte mit dem Finger auf die Hauserdächer, „…dort oben. Na?“ Warum sie das wollte? Ihr war gerade mal danach. Irgendwie stelle sie sich das wahnsinnig interessant vor keinen ebenen Grund unter den Füßen zu haben, sondern neben dem normalen Kampf auch noch auf das aufpassen zu müssen. Selbst einer der schlechter war, hatte so die Möglichkeit noch was zu reißen. Aber eben nur die Möglichkeit, wenn er schlau war.
     
  13. Jetzt einen Übungskampf? Trotz ihrer Größe schien es Saki faustdick hinter den Ohren zu haben und bewies dies weiter, als sie Sakurai das Angebot machte, ebenfalls mitzumachen. Der Fakt, dass die junge Hyuuga höchstwahrscheinlich viel stärker war als sie beide zusammen, lies ihn kurz innehalten und überlgen. Wenn sie die Sache richtig anstellten, dann konnten sie entweder ein Battle Royale veranstalten, oder zusammen auf Saki gehen. Bevor er noch weiter überlegen konnte, schlug Saki den Kampfort vor, der ihm innerlich den Mund aufklappen lies. Ein Kampf auf den Dächern Shiro's? Dieses Angebot überraschte Shin wiederum erneut, was ihn sofort dazu veranlasste, Pro's und Contra's abzuwägen. Wie die letzte Mission gezeigt hatte, war er bei Weitem nicht so stark, wie er dachte, weshalb er jede mögliche Chance zum Trainieren nutzte. Er musste einfach stärker werden! Ein weiterer Vorteil war, dass man auf einer Mission mit jedem möglichen Kampfort und -situation rechnen musste, sodass es definitiv von Vorteil wäre, in diesem Bereich Erfahrung zu sammeln. Ein kleiner Fehler, und schon wäre man im Nachteil und der Kampf beinahe vorüber. Mit diesen Gedanken wandte er sich an Saki und sprach sie an. "Also ich wäre dabei. Wir müssten nur darauf achten, dass wir keine Zivilisten mit unserem Kampf gefährden, sonst kann das Ganze ganz schön bös' ins Auge gehen. Wie sieht es mit dir aus, Sakurai? Willst du auch mitmischen?" Es wäre auch durchaus interessant zu sehen, wie viel besser er seit dem Abschluss in der Akademie geworden war. Sakurai, der erst vor Kurzem graduiert hatte, dürfte als gutes Vergleichsbeispiel dienen. Andererseits juckte es ihn auch, sich direkt mit Saki zu messen, auch hier wollte er sehen, ob er genauso hilflos wie damals in Konoha sein würde, oder erheblich mehr Chancen hätte. Wenigstens hatte er dieses Mal keinen stillen Beobachter dabei, der ihm eigentlich helfen sollte, jedoch nichts machte. Bereits ein Fortschritt, oder?
     
  14. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Das die Hyuuga keine Kunoichi wäre hätte Sakurai auch schwer überrascht, soviel wie er bisher erfahren hat lies sich gut darauf schließen dass jeder aus der Familie unter die Shinobi gegangen ist. Ein Hyuuga der sich nicht zu verteidigen weiß? Da könnte man ja gleich ein Byakugan-Augenpaar an den Schwarzmarkt oder die Feinde Schicken.
    Sakurais geplapper schien das Hyuugamädchen etwas aufgemuntert zu haben, zumindest zeigte sich auf ihrem Gesicht ein leichtes Schmunzeln. Genauso schnell wie seine Freude kam ging sie auch wieder, denn sie hatte seine Frage hatte sie einfach ignoriert. Vielleicht hatte er die Frage auch nicht richtig formuliert, doch jetzt erfuhr er nicht ob und wenn ja, welche Waffen Hyuuga nutzten, was ihn innerlich ärgerte. Jetzt waren sie auch schon bei einem völlig anderen Thema, da könnte er nicht einfach wieder auf die Hyuuga und Waffen zurückkommen.
    Übungskämpfe. Jeder verfluchte, minderbemittelte, ignorante .. Sakurai vielen noch etliche weitere Bezeichnungen ein .. Schwachmat wollte einen "Übungskampf" sodass man Shinobi kaum von Schausteller unterscheiden konnte. Glücklicherweise verfügte Sakurai über genügend Zurückhaltung um sogut wie nichts von seiner Abneigung gegen die überbewertete zurschaustellung von Kraft oder können zu zeigen. Scharf sog er die Luft ein als er gefragt wurde ob er mitmachen wolle, bevor er dann seine Antwort gebildet hatte. Sich verlegen über den Arm reibend wendete er den Blick von den beiden ab, "Ähm, naja," stammelnd. Ein wenig überzeugendes lächeln erzwingend, dass sich rasch in ein leises Seufzen wandelte, antwortete er "Lieber nicht, ich binn kein großer Kämpfer.". Wahrheiten konnten die besten Lügen sein. Sakurai hatte er in der Akademie in jedem Kampf den kürzeren gezogen und weder war er in seiner eigenen Einschätzung ein "großer Kämpfer" noch mochte es zu kämpfen. Er mochte ein schönes, ruhiges Leben führen, seine eigenen Entscheidungen in Ruhe und Sorgfalt treffen und die Schönheit der Welt bestaunen. Leider traf nichts davon wirklich auf die Realität zu.
    Etwas darauf meinte er jedoch noch "Naja, ich könnte euch ja zusehen. N-Natürlich nur wenn es euch nicht stört. Vielleicht lerne ich ja noch was.". Nachdem er zuende geredet hatte fand sich auch langsam wieder ein Lächeln auf seinem Gesicht ein.
     
  15. Hyuuga Saki

    Hyuuga Saki Guest

    Zumindest Shîntaro schien mit dieser Idee einverstanden zu sein, welchem sie einmal nett entgegengrinste. „Spaß beiseite, wir ziehen die Sache ganz klassisch durch, alles ist erlaubt.“, ein fixer Seitenblick zu Sakurai. „Und Zuschauer wird es nicht geben, meinetwegen könnt ihr auch zusammen arbeiten, aber es wäre ja unfair wenn du mehr über unsere Fähigkeiten lernen als wir über deine.“, ein Zwinkern. Saki hatte vor das ganze ohne Byakugan abzuwickeln, ein gutes Training unter weitestgehend gleichen Bedingungen. Die Sache mit dem Dach war übrigens tatsächlich nur ein Scherz, mit welchem sie schlicht sehen wollte, wie die beiden Jungen darauf reagieren. Naja und eigentlich wollte sie über die dummen Gesichter lachen, dann eben nicht. „Macht einen Vorschlag, wohin soll es gehen? Ich tendiere zum Wald, oder besser zum Waldrand. Dort gibt es eine offene Fläche, dichter Wald im Rücken und ein kleiner Bach für die nötige Abkühlung. Ach wisst ihr was, genauso machen wir das. Ich habe noch einiges zu erledigen, wie wäre es wenn wir uns nachher dort treffen?“
    Nach dem Motto, wer kommt der kommt, wer nicht hat Pech gehabt, wurde die Sache geklärt und die Hyuuga verabschiedete sich sogleich von der Gruppe.

    [Ooc: Derjenige der das Kampffeld erstellt kann sich ja noch das eine oder andere einfallen lassen x) Wetter, Tageszeit,…blabla]
     
  16. Der junge Kurayami fand es schade, als er von Sakurai hörte, dass dieser nicht mitmachen wollte. Gerne hätte er mehr über ihn und seinen Kampfstil erfahren, doch zwingen konnte er den Jungen schließlich nicht. Was das Zuschauen angeht, so stimmte er Saki völlig zu, es wäre einfach unfair, wenn Sakurai etwas über sie beide erfahren würde, ohne etwas von sich preiszugeben. "Tut mit Leid Sakurai, ich stimme da Saki-san vollkommen zu. Aber wenn du dich anders entscheidest, kannst du ja trotzdem noch nachkommen." Bei Saki's nächstem Satz verringerte sich seine Freude auf den Kampf etwas, insgeheim hatte er sich schon auf einem Kampf auf den Dächern gefreut. Naja, was nicht ging, dem sollte man auch nicht nachweinen oder? Trotz allem klang der Wald gar nicht schlecht, er kam einem Kampf in ungünstigen Bedingungen am Nächsten, da man hinter den Bäumen Deckung nehmen konnte oder sogar die Bäume selbst benutzen, um sich einen Kampfvorteil zu verschaffen. "Ja ich muss ebenfalls noch nach Hause, etwas abgeben versteht sich. Mit einem Nicken zeigte er auf seine beiden vollbepackten Tüten. Also dann sehen wir uns später Saki-san und dich vielleicht auch Sakurai. Bis dann." Damit bückte sich Shin um die Tüten aufzuheben und verließ die Dreiergruppe. Ein Knurren erinnerte ihn, dass er recht hungrig war. Für den späteren Kampf würde er viel Kraft brauchen, also freute er sich nun doppelt auf das Essen.

    [Ooc: Alles klar, ich denke es wird vielleicht sogar noch einen überraschenden Gast geben. ;)]
     
  17. Yoshina Sakurai

    Yoshina Sakurai New Member

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    Wie es aussah, waren die beiden wirklich Shinobi, die ihre Fähigkeiten an richtigen Zielen ausprobieren wollten und nicht einfach nur Spielkinder die zeigen wollten, wie toll sie waren. Gerade dann lohnte es sich am ehesten einen Blick zu riskieren, besonders da er einen Hyuuga selbst noch nie beim Kampf beobachtet hatte. Außerdem gab es noch den Kurayami, der möglicherweise auch irgendwelche Besonderheiten aufzeigen konnte. Es war kaum festgelegt, wo die Aktion stattfinden sollte, da machte sich die Hyuuga schon auf den Weg. Auch Shintaro wollte gleich los um seine Einkäufe wegzubringen, weitere Besprechungen waren für die beiden nicht nötig. Knapp verabschiedete er sich von den Beiden und hing noch ein "Naja, ich überlegs mir" an.
    Sakurai machte sich schließlich auch auf, sich vorzubereiten. "Keine Zuschauer? Das wollen wir doch mal sehen." dachte sich der Yoshina, während er überlegte, wie er wenig beitragen und doch viel beobachten könnte. Vor allem, wie könnte er sich gegen ein scharfes Schwert und den Jyuuken Kampfstil verteidigen, verletzt werden wollte er nicht. Und umso wichtiger, wie würden HiFuMi reagieren, wenn die beiden ihn ernsthaft verletzen würden?

    (OOC: Ach Shintaro, danke für deinen Rat wegen der Rechtschreibung, ich versuch ihn zu beherzigen.)
     
  18. Du musst besser auf dich aufpassen...... „Ich brauch dich nämlich noch!

    Mai erwischte Ryo ganz schön auf dem kalten Fuß, als sie noch ein wenig näher rückte und ihm sanft über die Wange striche musste er schlucken. Die ganze Zeit sahen sie sich an und Ryo war hin und hergerissen, die Nähe war komisch aber auch irgendwie angenehm. Während er in ihren wunderschönen Augen versank und vergaß er sein Gefühl für die Zeit, es kam ihm vor als würden sie ewig so dastehen.

    „Sie braucht mich?...“

    Was hieß das jetzt? Dass sie wirklich mit ihm zusammen sein wollte? Doch dann lachte sie plötzlich los, zunächst verwirrte ihn das noch mehr aber dann fing auch er an zu grinsen. Ihr Art ihm die Tempesache heimzuzahlen. Auf einmal fiel sie auf ihn zu, hatte wohl den Halt verloren, und klammerte sich an ihm fest. Aus Reflex legten sich seine Arme um sie damit sie nicht fiel.

    Also das war nicht mehr so lustig! Lass uns runter gehen, ja?

    Sich immer noch in den Armen halten sagte der Chuunin sanft ja und drückte sie leicht an sich bevor sie hinunterstiegen. Schon während dem Abstieg und als sie unten weitergingen blickte Ryo Mai immer öfter an. Er konnte gar nicht genug von ihr bekommen. Alles an ihr fand er so toll dass es ihn fast umhaute. Zwar hatte er schon früher Mädchen nachgeschaut aber die Form der Anziehung war ihm neu. Er fand sie nicht nur schön er `wollte` mit ihr zusammen sein. Als der Chuunin wieder bei ihr stand fragte sie ihn schüchtern ob er noch was machen wollte, natürlich stimmte der Junge zu. Wie hätte er auch nein sagen können. Würde es nach seinen Wünschen laufen würde der Tag nie zu Ende gehen. Was Süßes wollte sie also... Er überlegte kurz während sie weiterliefen und hatte schließlich eine Idee.

    “Komm, lass uns noch auf den Markt gehen. Dort gibt’s alles was du willst....auch Süßigkeiten!“

    Sich lebhaft unterhaltend liefen sie durch die Straßen ihrer Stadt und kamen schließlich am Marktplatz an. Trotz des späten Nachmittags war noch relativ viel los, obwohl die meisten Händler ihr Tagesgeschäft wohl schon gemacht hatten und ihre Auslagen relativ leer waren.
    Bummeln, mal Hand in Hand und mal nicht schritten die beiden zwischen den Ständen umher und begutachteten was es dort alles zu kaufen gab. Glänzende Rüstungen, schwarze Klingen aus vorgeblich seltenem Material und durchsichtige Phiolen die Flammen enthalten zu schienen und seltsame Lampen mit rötliche glühender Maße als Inhalte, von der der Verkäufer behauptete es handelte sich wahrhaftig um Lava. Ryo zog Mai weiter und weg vom enttäuschtem Verkäufer..

    „Komm, so was gibt’s doch gar nicht!“

    Mitten im Markt fanden sie schließlich einige Süßigkeitenstände und gingen gierig umher, von den meisten Sachen wusste Ryo noch nicht einmal um was es sich genau handelte. Der Chuunin kaufte ein paar braune, geleeartige Zuckerwürfel für die Zwei, zusammen mit anderen Konfekten und auch Mai deckte sich ein. Zusammen saßen sie irgendwann irgendwo mitten im Markt und schoben sich kichernd die merkwürdigsten Konfekte in den Mund. Ryo biss gerade von einer großen braunen Kugel mit Kokosstreuseln ab und verzog den Mund.

    “Wäääh, die ist eklig. Komm die musst du probieren!“

    [FONT=&quot]Vergnügt hielt er sie ihr hin, ob sie sich füttern lassen würde?[/FONT]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Feb. 2011
  19. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    17 Jahre
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    1,65 m
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
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    Mit seinem Vorschlag, auf den Markt zu gehen, war Mai selbstverständlich einverstanden und somit machten sich beiden auf den Weg dorthin. Es fiel Mai oft schwer, ihrer Unterhaltung immer zu folgen, da sie von ihren Gedanken ständig abgelenkt wurde. Schmetterlinge im Bauch war kein Ausdruck dafür, was in ihr vorging. Im Nachhinein war sie sogar froh gewesen, fast vom Dach gefallen zu sein. Sonst wäre sie auch nicht in seinen Armen gelegen. Jedes Mal wenn sie an diesen Moment dachte, glühten ihre Wangen noch ein wenig mehr. Die Sympathie, die sie für Ryo empfand, als sich die beiden kennen lernten wandelte sich schnell in großes Interesse ihrerseits um. Mittlerweile war Mai wohl rettungslos verliebt. Aber ob sie das so schnell offenbaren könnte? Zwar war sie nicht auf den Mund gefallen, aber bei diesem Thema war sie doch noch ziemlich schüchtern.

    Endlich hatten sie den Markt erreicht. Noch immer herrschte relativ reges Treiben dort, auch wenn es nicht mehr allzu viel zu kaufen gab. Aber dieser Ort galt wohl einfach als Treffpunkt der Menge. Vor allem bei einem Gegenstand blieb Mai’s Blick hängen. Dabei handelte es sich um gläserne Gefäße, in denen eine rot glühende, dickflüssige Masse herum schwamm. Und als der Verkäufer auch noch beteuerte, dass es sich dabei um Lava handelte, wurden Mai’s Augen noch größer. Zu so einem Schrott konnte sie nur schwer Nein sagen. Gerade als sie sich über den Preis erkundigen wollte, zog Ryo sie weg und meinte, dass es so was gar nicht gäbe. Enttäuscht stimmte sie ihm zu: „Wahrscheinlich hast du recht.“ Sie warf noch einen letzten Blick über die Schulter zu den Phiolen, wand sich dann aber wieder gerade aus und freute sich, dass er wieder ihre Hand genommen hatte.

    Als die beiden ihr Objekt der Begierde ausfindig gemacht hatten, deckten sie sich mit allem ein, was sie wollten. Vor allem Mai kannte kein Ende und packte alles ein, was sie in die Finger bekommen konnte. „Das muss ja auch noch für zuhause reichen..“ Als sie sich auch endlich mit ihrer Beute zufrieden gab, setzten sich die beiden um sich über ihre Errungenschaften zu freuen. Die hälfte von dem, was Mai sich gekauft hatte, kannte sie gar nicht. Manche Sachen hätte sie auch am liebsten gar nicht kennen gelernt. Andere wiederum stellten sich als sehr gut heraus. Ryo schien es nicht anders zu gehen. Aber es machte den beiden einen Riesenspaß, sich durch die verschiedenen Sorten zu futtern. Plötzlich hielt Ryo ihr etwas hin, was Mai sofort misstrauisch begutachtete. „
    Wäääh, die ist eklig. Komm die musst du probieren!“ Mit hochgezogener Augenbraue sah sie ihn an, musste aber dann lachen. „Wenn sie so eklig ist, warum soll ich sie dann essen?“ Wieder fiel ihr Blick auf das Pralinenartige Teil, und mit einem „Vielleicht weißt du nur nicht, was gut ist.“, nahm Mai es ihm aus der Hand und schob sich den Rest in den Mund. Allerdings bereute sie das sofort, auch sie verzog den Mund und versuchte es so schnell wie möglich runter zuschlucken. „Wer die erfunden hat, sollte verklagt werden!“, sagte sie schwach lächelnd zu Ryo. Damit hatte Mai nun auch genug von dem Zeug. Sie packte die Reste weg und wand sich wieder zu ihm. Es kostete Mai einiges an Überwindung, das zu sagen. „Ich bin froh, dass wir uns heute so zufällig über den Weg gelaufen sind ...ist echt schön die Zeit mit dir zu verbringen!“ Sie lächelte ihn noch kurz an, blickte aber dann wieder auf den Boden.
     
  20. Vergnügt beobachtete Ryoichi wie Mai das Gesicht verzog als sie von der süßlich, scharf schmeckenden Praline abgebissen hatte. Sie schluckte das Teil so schnell es ging hinunter und gab ein vernichtendes Urteil ab. Bei ihren Worten fing Ryo an zu lachen und stimmte ihr nickend zu.

    „Haha ja auf jeden Fall, vielleicht wars sone Scherzpraline!“

    Verträumt beobachtete der Junge sie dabei wie sie die restlichen Süßigkeiten verstaute und sich nach diesem kurzen Moment der Stille wieder ihm zuwandte. Doch irgendwie war etwas anders, als ob etwas in der Luft läge. Sie selber sah angespannter aus und schien etwas sagen zu wollen, fing aber nicht sofort an zu reden. Das wiederum machte Ryo ebenfalls ein wenig kribbelig. Als sie schließlich sprach war jedes ihrer Worte wie Musik in seinen Ohren, als der Junge sie hörte wurde im ganz leicht zumute. Als er anfangen würde zu schweben. Sie lächelten sich beide an, wie gerne hätte Ryo sie nun berührt! Mai blickte wieder auf den Boden und innerlich ging in ihm ein Sturm los. Sollte er sie fragen? Was aber wenn sie nein sagen würde? Oder schon einen Freund hatte? Aber würde sie dann so etwas mit ihm machen? Der Junge schluckte und ergriff mit nervösem Unbehagen und dem Gefühl als ob ihm das Herz gleich aus der Brust springen würde wieder ihre Hand. Schon das kostete in Überwindung aber er hatte es heute schon so oft gemacht dass er sich trauen musste. Als ihn anblickte fing er herumdrucksend an zu reden.

    „Ich auch! Heute war der beste Tag! Ich könnte jedes Mal mit dir meine Zeit verbringen.“

    Toll, vor lauter Aufregung hatte er sie wiederholt, guter Anfang. Nun war es an ihm verlegen zur Seite zu schauen bevor er genug Mut sammelte um weiter zu sprechen.

    „Und..äh ich wollt fragen ob du gerade..mit jemandem gehst?“

    So es war raus. In dem kurzen Moment bis zu ihrer Antwort würde Ryo zwar in der Luft hängen aber er hatte es gesagt. Fing sie jetzt an zu lachen? Hatte sie einen Freund? Hoffentlich nicht, hoffentlich sagte sie nein. Ryoichi fiel auf dass er immer noch ihre Hand hielt. Er schaute kurz hinab, lies aber nicht los.