Hafen, Dock 3

Dieses Thema im Forum "Schwimmende Fabriken" wurde erstellt von Tenkai Nobunaga, 18. Sep. 2011.

  1. Hinketsu Aryane

    Hinketsu Aryane Genin

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    Wow, also damit hatte sie nicht gerechnet. Der Matrose, der sich einfach nicht beruhigen ließ, war der Leiter der Mission, der Typ, dessen Körper sich gerade zuvor in Luft aufgelöst hatte! Das Bunshin no Jutsu hatte die junge Frau durchschaut und irgendwie hatte sie so ein Gefühl, dass irgendetwas mit diesem Matrosen nicht stimmen konnte. Aber die Tatsache, dass sie diesen Trick nicht durchschaut hatte und nun selbst zum Opfer wurde, ärgerte sie bis zum Mond und noch viel weiter. Wie konnte das bloß passieren? War ihr Streich scheiße gewesen? Oder war Ray einfach viel besser darin? Während sich die Hinketsu weiterhin ärgerte, fiel ihr gar nicht auf, dass sie einfach so mit offenem Mund dastand. Erst als Ray sie darauf hingewiesen hatte – die kleine Ansage des Kapitäns bekam sie gar nicht mit – schloss sie verdutzt ihren Mund. Darauffolgend beobachtete sie, wie das andere Mädchen von Bord sprang und eilig davonsauste. Das war aber nicht so wichtig, wie der Ärger über den völlig missglückten Streich. Und die kleine Rede von Ray? Naja, die machte dem Ärger vielleicht ein wenig Luft. Wer weiß, vielleicht besaß dieser Typ einfach ein Gespür für solche Dinge. Vielleicht hatte er auch eine besondere Fähigkeit von der Aryane nichts wusste? Keine Ahnung, auf jeden Fall erwähnte er Kenta. Der Name kam der Hinketsu nur allzu bekannt vor, so waren die beiden gemeinsam auf der Akademie zu Gange. Er war der Meister der Streiche, der unangefochtene Champion. Gegen ihn hätte Aryane DERZEIT keine Chance in einem Streicheduell. Aber das war ein Ziel der Hinketsu: Kenta eines Tages in einem Streicheduell in die Knie zu zwingen. Sie konnte das, was an der Akademie passiert ist, nicht einfach so sein lassen. Das hatte aber nichts mit der Mission und dem derzeitigen Sachverhalt zu tun. Deshalb lenkte sie ihren Fokus wieder auf die Mission und Ray: „Du kennst also Kenta? Hmpf, mit dem war ich damals auf der Akademie. Ich kenne ich nur allzu gut. Aber danke für dieses… Kompliment.“ Nach einer kurzen, dramatischen Pause, setzte sie ihr Gespräch mit dem Hayabusa fort: „Ich denke aber auch, dass wir gut zusammenarbeiten können. Lass mich dich aber etwas fragen. Du bist ein Hayabusa und sprichst von scharfen Augen? So viel mich mein Wissen über die örtlichen Clans nicht trügt, besitzt du also ein Bluterbe? Hast du mich damit durchschaut?“ Also besaß dieser Kerl doch eine besondere Fähigkeit. Dann sind sich die beiden wohl ähnlicher als sie zuerst dachten. Aber mit ihrem Geheimnis wollte die Hinketsu noch nicht rausrücken, denn es lag nicht in der Natur der Hinketsu, es so schnell preiszugeben. Das nahm einem einen gewaltigen Vorteil. Dabei war es egal, ob Feind oder Freund – diese Information sollte eher geheim bleiben. Und genau deshalb lenkte das Mädchen sogleich vom Thema ab und begann von der Mission zu sprechen: „Genug darüber geredet, wie sieht es mit der Mission aus? Haben wir irgendwelche Infos bekommen, die uns nützlich sein könnten? Es geht um zwei Bauernhöfe, so viel weiß ich. Aber hast du als Leiter dieser Mission noch irgendwelche anderen Informationen bekommen?“ Dabei sah sie ihren Begleiter fragend an. Hoffentlich besaß dieser weitere Informationen, als die Hinketsu, denn ansonsten würde sich die Mission etwas schwieriger erweisen, als am Anfang gedacht war.
     
  2. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Ray war zufrieden mit sich und seinem gelungenen Konterstreich. Er war zwar kein notorischer Streichespieler wie Kenta und hatte auch kein Interesse daran andere Personen zu demütigen, aber er nutzte Streiche sehr gerne, um andere zu testen. Daher war er selbst auch wesentlich besser darin Streiche zu erkennen, als selbst zu spielen, zumindest wenn diese Streiche durch eine aufmerksame Beobachtung der Umstände erkennbar waren.
    Aryane hingegen schien trotz des Lobes ihres Teamleiters ein wenig frustriert zu sein, was Ray allerdings nicht weiter beachtete.

    "In der Tat habe ich ein Bluterbe, aber dieses Bluterbe hat mir nicht direkt geholfen dich zu durchschauen." Ray stoppte und wollte damit das Thema beenden, doch der fragende Blick der Rosahaarigen bewegte ihn schlussendlich doch noch ein bisschen mehr zu sagen. "Sagen wir es so, wir Hayabusa haben außerordentlich scharfe Augen, ähnlich wie die eines Raubvogels. Dadurch sehen wir schärfer und können auch schnellen Bewegungen beispielsweise besser folgen." Ray legte den Kopf schief, dachte nach und versuchte die richtigen Worte zu finden. Es war schwierig seine Sehfähigkeiten genau zu erklären, denn immerhin kannte er den Unterschied auch nicht genau, was schlicht und einfach daran lag, dass er nicht wusste, wie 'normale' Leute die Welt sahen. "Ansonsten kann ich aber nichts besonderes mit meinen Augen wahrnehmen. Deinen Streich habe ich durchschauen können, weil ich einerseits das Verhalten der Matrosen lesen konnte, sie haben dich in gewisser Weise verraten. Dabei hat mir einerseits meine scharfe Sicht geholfen, andererseits aber auch die jahrelange Erfahrung im Streich spielen. Kenta kenne ich ebenfalls von der Akademie, außerdem habe ich schon die ein oder andere Mission mit ihm durchgeführt."

    Für Rays Verhältnisse gab er damit schon eine ganze, ganze Menge über sich selbst preis. Daher blieb es auch dabei und er verschwieg, dass sein Bluterbe ihm ebenfalls erlaubte Tiergeister wahrzunehmen, sowie sein angeborenes Talent für Windjutsu und Bogenschießen. "Aber müsstest du nicht auch als Hinketsu ein Bluterbe besitzen?" Ray meinte in einem Buch über die Bluterben diesen Namen schon einmal gelesen zu haben, auch wenn er sich nicht mehr genau daran erinnern konnte, wobei es sich darum handelte, weswegen er nun schon etwas neugierig war darüber mehr zu erfahren.

    Dann aber schwenkte das Gespräch von Bluterben hinüber zu ihrer Mission, während der Frachtkutter nun endlich ablegte und sie sich auf den weiten Weg ins Reich des Wasserfalles machten.
    "Leider habe ich auch nicht viel mehr Informationen über die Situation vor Ort. Ich weiß lediglich, dass es zwischen Hetake Basu und Hasai Hiro wohl schon öfters Streit und Konflikt gab. Die beiden scheinen Rivalen zu sein und sich absolut nicht leiden zu können. Im Prinzip beschuldigt Hiro Basu wohl die Tiere vergiftet zu haben. Das wiederum streitet unser Auftraggeber ab und bittet nun um Schutz, weil er wohl Angst hat, dass Hiro irgendeine Racheaktion plant. Scheint insgesamt ziemlich vertrackt zu sein." fasste Ray das zusammen was er wusste. Das Hiro ebenfalls ein Ninja-Team aus Shirogakure beauftragt hatte, war noch unbekannt.
    "Was meinst du Aryane, wie wir bei diesem Fall vorgehen sollten?" beendete er seine Ausführungen und blickte zu der Rosahaarigen, gespannt, welchen Plan sie vorschlagen würde. Er selbst hatte zwar auch schon die ein oder andere Idee, aber war sich noch nicht 100% sicher, wie er vorgehen wollte.
     
  3. Hinketsu Aryane

    Hinketsu Aryane Genin

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    Die Frage, ob die Hinketsu auch ein Bluterbe besäße, ignorierte sie gekonnt. Dafür hatte sie ihre Gründe und vorerst würde der Hayabusa auch nichts darüber erfahren. Aber was er so draufhatte, faszinierte sie. Und irgendwie hatte sie die Vermutung, dass er ihr auch etwas verbarg, aber diesen Gedanken verwarf die 18-Jährige schnell, um dem Teamleiter ihre Vorstellungen des Plans zu erläutern: „Also, es geht hier um Tiere… Deshalb haben die Tiere, meiner Meinung nach, Vorrang. Mir egal, wer mit wem Streit hat, wenn die Tiere aus der Sache nicht unversehrt herausgehen, dann haben die zwei Streit mit mir.“ Das ließ sie erstmal auf Ray einwirken. In der Zwischenzeit lehnte die Hinketsu sich gegen das Geländer, welches sie nun vom Meer trennte, und holte ihre Packung Zigaretten aus der Hosentasche. Eine davon flutschte kurzerhand in ihren Mund, damit Aryane sie danach auch mit einem Streichholz anzünden konnte. Sie atmete den warmen Rauch ein und bließ ihn danach wieder hinaus – selbstverständlich nicht ins Gesicht des Hayabusa. Während Aryane nun ihre Gedanken bezüglich des Plans fortsetzte, zog sie immer wieder an der Zigarette: „Okay, wenn die zwei miteinander streiten, dann müssen wir den Streit halt eben beenden. Ich würde eher auf den Dialog setzen, anstatt auf rohe Gewalt. Aber wenn du mich fragst, sollten wir die zwei Bauern mal an einen Tisch bringen und sie sich das untereinander ausreden lassen – wir sind dabei nur die Streitschlichter. Sollten die beiden sich während des Gesprächs an die Gurgel gehen, dann schreiten wir ein und unterbinden das sofort. Falls uns der Auftraggeber fragt, ob wir vielleicht seine Tiere vergiften oder seine Vorräte zerstören könnten, dann verweigern wir das. Wir brauchen nicht hinterhältig zu sein, denn das ist ja irgendwie gegen den Sinn dieser Mission. Ich sage, wir tun unser Bestes, um den Streit zu schlichten und dabei vermeiden wir jede körperliche Auseinandersetzung. Das wäre so mein Plan.“ Als die Kunoichi mit ihrer ziemlich langen Ausführung fertig wurde, sah sie sich kurz um und während niemand hinsah, ließ sie die ausgerauchte Zigarette auf den Schiffsboden fallen und drückte sie aus. „Jetzt bin ich auf deinen Plan oder deine Ideen gespannt. Das letzte Wort hast immer noch du als Teamleiter“, meinte Aryane nun freundlich zu Ray. Sie war wirklich darauf gespannt zu hören, mit was der Shinobi nun ankam. Lange war es her, dass sie so eine Missionsbesprechung hatte und noch dazu auf einem Schiff. Ihr gefiel es, wie die Wellen gegen den Rumpf des Schiffes schlugen und wie der brausende Wind durch ihre Haare wehte. Sie wusste, dass sie diese Mission – dieses Abenteuer – lange nicht vergessen wird. Schließlich sah sie einen echten Bauernhof auf dem sich Kühe, Schweine, Hühner und Hunde und Katzen befanden. Und ganz ehrlich, wer wollte nicht schon immer so ein kleines Babyschwein in den Armen halten und knuddeln?
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  4. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Geduldig hörte der Hayabusa sich die Ausführungen seiner neuen Teamkollegin an. Das sie seine Frage nach ihrem Bluterbe ignorierte, bemerkte er zwar, aber er sprach sie nicht weiter darauf an. Jeder hatte das Recht auf Geheimnisse, auch wenn er jetzt nur noch neugieriger war, ob die Kunoichi aus Amegakure ein Bluterbe besaß.

    "Ja die Tiere sind wichtig, aber sie haben nicht absoluten Vorrang." korrigierte Ray. "Das Ziel unserer Mission ist es zu klären, ob unser Auftraggeber unschuldig ist oder nicht. Wenn es sich herausstellen sollte, dass er tatsächlich die Tiere vergiftet haben sollte, muss er natürlich die rechtmäßigen Konsequenzen tragen. Ich bitte dich aber darum, dass du ihm deswegen nicht die Kehle durchschneidest, sollte es so kommen." Rays Tonfall blieb dabei freundlich, aber bestimmt. Im Stillen hoffte er, dass es nicht soweit kommen würde, denn scheinbar schienen der Hinketsu Tiere wirklich sehr am Herzen zu liegen. Wenn sie deswegen aber anfing zu randalieren, musste er sie unter Umständen stoppen.

    Als das gesagt war, lauschte er weiter den Ausführungen und Ideen von Aryane bezüglich ihrer Mission, während er in die Ferne starrte und beobachtete, wie sich die Wellen brachen. Nachdem Aryane ihre Rede beendet hatte, blieb Ray noch einige Momente still, ehe er mit nachdenklicher Stimme antwortete.

    "Du hast Recht, wir müssen den Streit schlichten, aber irgendetwas sagt mir, dass das ganze nicht so leicht sein wird. Der Konflikt scheint so verhärtet zu sein, dass sie nicht anders können, als sich gegenseitig zu beschuldigen und Ninjas einzuschalten. Deswegen zweifle ich daran, dass es möglich sein wird, die beiden sofort an einen Tisch zu setzen. Erstmal sollte wir uns ein genaueres Bild von der Lage verschaffen, mit unserem Auftraggeber sprechen, mit dem verfeindeten Bauer und mehr Informationen sammeln. Gut wäre es, wenn wir auch etwas über die Hintergründe von dem Streit erfahren. Ich habe so ein Gefühl, dass da mehr dahinter steckt." Ray stoppte in seinen Ausführungen und blickte dann zu seiner Mitstreiterin. "Und sollte unser Auftraggeber tatsächlich zu solchen Dingen anstiften wollen, wäre der Fall schnell gelöst. Dann haben wir einen Schuldigen. In jedem Fall sollten wir einen kühlen Kopf bewahren, was schwierig sein könnte, denn bei solch einem Konflikt können die Emotionen schon einmal mit einem durchgehen." Zumindest letzteres war für den Hayabusa kein Problem. Er war zwar sprunghaft und unberechenbar in seinen Handlungen, aber in seinen Emotionen blieb er zumeist recht ruhig, was wahrscheinlich am philosophischen Erbe seines Vaters lag.

    Die nächsten Reisetage verliefen relativ ruhig. Nachdem das Schiff im Zielhafen angelegt hatte, erwartete sie noch eine Wegstrecke von ein paar Tagesmärschen, bis sie schlussendlich im Reich des Wasserfalles ankamen. Sanfte Hügel und dichte Wälder bestimmten das Landschaftsbild, die aber mehr und mehr von grünen Weiden unterbrochen wurden, auf denen in der Ferne einige Kühe friedlich grasten. Alles in allem war es ein friedliches Bild, was auf den ersten Blick gar nicht zu dem Krimi passen wollte, der sich in diesem Tal abspielen sollte.
    "Siehst du die beiden Höfe dahinten?" Mit dem Finger machte der Hayabusa seine Kollegin auf zwei Bauernhöfe aufmerksam, nachdem er eingehend die Karte des Reiches studiert hatte. Diese beiden Bauernhöfe waren nämlich keineswegs die einzigen auf dieser Ebene. Zahlreiche Höfe unterschiedlichster Art waren zu erkennen und auch wenn Aryane nicht so viele Details wie der Hayabusa erkennen konnte, war die Einzigartigkeit jedes Hofes schon zu erkennen.
    Die beiden Höfe auf die der Hayabusa nun zeigte waren für Bauernhof Verhältnisse nur einen Katzensprung auseinander, ein weiteres Indiz dafür, dass es sich dabei um die Höfe von Hiro und Basu handelte. Ihre Reise war also zu Ende. Jetzt fing die Detektivarbeit an.

    tbc: Östliches Hochland - Die Weiden des Reiches
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Okt. 2019