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Hafenstadt Kyomochi

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Kyomochi ist eine kleine Hafenstadt, die vor allem von der direkten Anbindung an den größten Fluss des Landes profitiert: Den Tan. Die Stadt sieht wenig prunkvoll aus, kann sich finanziell aber gut selbst versorgen. Die Einwohner und Einwohnerinnen von Kyomochi sind Außenstehenden gegenüber in der Regel sehr offen eingestellt, was unter anderem daran liegt, dass viele Leute selbst von außerhalb zugezogen sind. So leben hier Menschen beisammen, die aus den verschiedensten Winkeln der Welt aus den ebenso verschiedensten Gründen nach Kyomochi gekommen sind. Die Stadt hat in der letzten Zeit an Bekanntheit im Land gewonnen, da von hier aus Kreuzfahrten über den Tan Richtung Meer starten und dabei viele Sehenswürdigkeiten des Landes bestaunt werden können. Dadurch strömen vermehrt Touristen in die sonst sehr ruhige Stadt.
 
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Cf: Das Südtor

„Also...“ Viel miteinander gesprochen hatten die Teammitglieder bisher tatsächlich nicht. Jeder hatte wohl seine ganz eigene Strategie entwickelt, um diese Fahrt einigermaßen heil zu überleben... und Chinatsu musste zugeben, dass sie von dem schwankenden, riesigen Koffer abgelenkt gewesen war, der bei jedem Stein so schlimm wackelte, dass die Kunoichi befürchtete, gleich unter dem pinken Reisegepäck begraben zu werden. Das wollte sie nach Möglichkeit umgehen. „Wie wäre es, wenn wir uns über die Mission unterhalten? Ja, das ist doch eine gute Idee!“ Natsu hatte das Bedürfnis, aufzuspringen und motiviert die geballte Faust in die Luft zu strecken... aber auch diese Bewegung war gerade nicht wirklich möglich. Daher sah sie nur angestrengt nach links zu Asami, nach rechts zu Raku... und irgendwo zu Okami und Yui, die nicht direkt an ihr grenzten, aber dafür wohl mit einem der anderen beiden Teamkollegen kuschelten. „Ich bin Hasekura Chinatsu. Aber ich werde Natsu genannt“, stellte sie sich nochmal vor, mehr für Asami und ihren Ninken, als für die männlichen Kollegen. „Keine Förmlichkeiten und den ganzen Kram. Das mag ich gar nicht. Einfach nur Natsu“, sprach sie dann noch weiter und winkte mit der letzten bisschen Bewegungsmöglichkeit, die ihr blieb, ab. „Also. Wir wollen nach Kyomochi. Habt ihr von der Stadt schon einmal gehört? Ich nicht. Liegt wohl im Reich des Flusses und grenzt an nen Fluss... aber naja, das ist im Land des Flusses wohl auch nicht ungewöhnlich.“ Das Mädchen legte eine Hand ans Kinn, dachte kurz über diese unglaubliche Erkenntnis nach und die Häufigkeit, mit der sie das Wort Fluss ausgesprochen hatte, bevor sie den Kopf schüttelte und fortfuhr. „Jedenfalls... naja. Ich hatte das ja schon im Brief geschrieben. Die haben einen Schaufelraddampfer in ein Kasino umgebaut und wollen damit jetzt 3-tägige Kreuzfahrten anbieten, die in Kyomochi starten. Wir sind engagiert worden, um während der Fahrt auf das Schiff aufzupassen. Was genau für Gefahren auf der Strecke lauern, weiß ich nicht, aber das wird uns vor Ort erklärt werden. Wird schon nichts allzu schlimmes sein, sonst würden die wohl kaum eine Kreuzfahrt dort anbieten, oder?“ Nee, alles andere wäre doch vollkommen hirnrissig! „Wir werden da also entspannt mitfahren und uns ne schöne Zeit machen, so sieht der Plan aus! Mit ein bisschen Glück kriegen wir ja auch die Getränke und das Essen gratis, dann wird es noch besser.“ Die Kutsche rollte über einen besonders großen Stein auf dem Pfad, sodass der gesamte Inhalt – und auch die Körper – im Gepäckraum hochsprangen und unsanft wieder auf dem hölzernen Boden des Gefährts landeten. „Autsch...“, murmelte Chinatsu und verzog die Mundwinkel nach unten. Eine kurze Pause, bevor sie sich wieder soweit gesammelt hatte, um weiterzusprechen. Und ja: Chinatsu sprach gerne. „Werdet ihr eigentlich seekrank?“, fragte sie in die Runde, in dem kläglichen Versuch, ein bisschen Smalltalk zu betreiben. „Oh! Oder noch besser: Ist einer von euch gut in Poker oder Blackjack? Wir könnten da richtig Kohle machen!“ Dass sie da noch nicht früher drauf gekommen war! Wenn die da ordentlich abkassierten, konnten sie sich locker beurlauben lassen!
 
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Die Rothaarige war nicht lange in ihrer Traumwelt verschwunden, da wurde sie auch schon wieder von ihrem Alternativ-Kissen aufgeweckt. "H-huh?" Sie blinzelte ein paar Mal und rieb sich den letzten Schlaf aus den Augen. Es dauerte einen kleinen Augenblick, bevor die Realität wieder klarer wurde und die Inuzuka sich erinnerte, wo sie eigentlich war. Im beengten Gepäckbereich der Kutsche zum Kasino-Schiff. Ihre erster richtiger Auftrag!"Oh, ja, die Mission!" Das langhaarige Mädel, welches darauf bestand, schlicht und einfach Natsu genannt zu werden, begann, einige weitere Details zu erklären. Es ging also ins Reich des Flusses. Bisher war Asami noch nie außerhalb des Feuerreiches gewesen weshalb sie umso gespannter war, was die Kreuzfahrt wohl alles zu bieten hatte! Es würde so viele neue Dinge zu entdecken geben. So viele spannende, aufregende Gedanken! Dabei konnte man glatt vergessen, dass es sich hier um eine Mission des C-Ranges handelte. Es musste also eine gewisse Gefahr mit einher gehen oder etwa nicht? Die Hasekura schien das Ganze jedoch recht locker zu sehen. Kein bisschen Sorge spiegelte sich in ihren gelassenen Worten wider. Sie schien bereits viel viel mehr Erfahrung zu haben als der Wildfang, der gerade einmal einen einzigen Job erledigt hatte! Man konnte sich also sicherlich auf sie verlassen. Ihre Argumentation schien schließlich logisch. Wenn die Strecke so gefährlich wäre, dann würde man doch niemals einen Dampfer voller stinkreicher Leute, die bloß darauf warteten, sich die voll gepackten Taschen leer zu spielen, dort entlang schicken.
Bei den Worten "kostenloses Essen und Trinken" wurden die blaugrünen Seelenspiegel der Inuzuka groß. "Woah, wirklich? Das wäre ja richtig geil!" fragte sie aufgeregt während sich vor ihrem inneren Auge allerlei Szenen abspielten, in denen sich der Rotschopf genüsslich den Bauch mit allen möglichen Leckereien voll schlug und zum Abschluss alles mit einer dicken Flasche Sake herunter spülte. Dass sie ja eigentlich minderjährig war, ließ sie dabei bewusst außen vor. Seit sie von zuhause ausgezogen war, schlief sie selten mit vollem Magen ein. Dazu reichte das Geld einfach nicht. Wenn es also wahr war und die Shinobi wirklich auf Kosten des Auftraggebers dort leben konnten ... dann war das der absolute Himmel auf Erden! Am letzten Tag konnte sie mit etwas Geschick sicherlich heimlich ein wenig Essen mit nach Hause schmuggeln ... Dem Mädel entfuhr ein freudiges Quietschen: "Oh mein Gott!" Plötzlich wurde sie mit einem heftigen Ruck einige Zentimeter in die Luft befördert, nur um dann versehentlich auf einer von Okamis Pfoten zu landen. Dieser ließ sofort ein zorniges Knurren los. "Sorry, Großer!" rief sie sofort "Alles okay bei allen?" An das ständige Auf und Ab und Umher-Gestolpere hatte sich die Inuzuka inzwischen gewöhnt, aber das war wirklich ein heftiger Holperer gewesen! Um die Stimmung ein wenig zu steigern und die bisher eher ruhige Truppe ein wenig zum quatschen zu animieren, fragte die Teamleiterin nun, ob irgendwer seekrank werden würde. Gute Frage. Asami war noch nie zuvor auf einem Schiff gewesen, geschweige denn einem Schaufeldampfer! Sie konnte also nur hoffen, dass dem nicht so war. Sie zuckte dementsprechend bloß mit den Schultern. Die nächste Frage hingegen war ihr schon viel lieber. Poker war definitiv nicht ihr Geschmack. Mit Blackjack hingegen konnte man die Rothaarige definitiv begeistern! Als sie noch in Konoha lebte, hatte sie das Kartenspiel häufig mit ihren Freunden gespielt - ohne Einsatz versteht sich. Sie hatte also durchaus Erfahrung mit dem Spielchen. Jedoch war sie eher medium begabt darin. Außerdem hatte sie nun wirklich nicht viel, dass sie überhaupt verspielen könnte."Blackjack könnte was werden" antwortete sie schließlich "Aber meinst du nicht, dass es viiiel effektiver und risikoärmer wäre, sich einfach einen von den reichen Fuzzis zu angeln, die auf dem Dampfer sein werden?" Mit einem kecken Grinsen auf ihren runden Backen stupste sie Natsu mit dem Ellebogen in die Seite (dafür reichte der Platz gerade so aus). Den Plan hatte sie bereits damals für die Golfanlage gehabt, war jedoch eher weniger erfolgreich. Wieso also nicht einen zweiten Versuch starten? Dieses Mal hatte sie sogar drei Tage dafür Zeit!
 

Manako Raku

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Raku war empört! Wie hatte ihn Chinatsu nur einfach so ignorieren können? Wollte sie ihn ärgern? Das empfand der Bogenschütze dann doch als sehr unprofessionell und zog sich grummelnd wieder zurück. Was sollte das denn heißen, er brauche sich keine Ausreden auszudenken? Es war wohl viel mehr so, dass er sich gute Gründe überlegen musste, ihr überhaupt näher zu kommen! Der Hellhaarige stand als wieder grade und hatte sich bewusst ein Stück zurückgezogen, als er gleich den ersten Eindruck von Asami als Breitseite kassierte. Och nö. Schon wieder eine die seine Höflichkeit nicht respektierte, sondern ihn einfach mit dem Vornamen ansprach. Wo war die gute Sitte geblieben? Raku spürte wie ein extrem menschlicher Zug an ihm übernahm - die Dickköpfigkeit zementierte nur, dass er die Kollegen auf dieser Mission weiterhin mit dem Nachnamen ansprechen würde. Verdutzt - auch wenn man das seinem ausdruckslosem Gesicht kaum ansehen konnte - blinzelte er und zuckte etwas hilflos mit den Schultern. Was sollte es denn unter der Augenklappe zu sehen geben? Die Inuzuka erinnerte ihn ein wenig an Tomoe. Sie und Chinatsu hatten seine erste Mission zu einer kleinen Hölle gemacht. Fehlte nur noch...​
Oh nein, die Vorzeichen waren alle da! Yuichiro kam vorbei, und wärend das an sich ein positiver Aspekt war, überzeugte es den Manako nur davon, dass das hier anstrengend werden würde. Die Zeichen waren zu eindeutig. Keine Infos, überkandidelte Frauen... fantastisch. Raku freute sich schon richtig. "Hallo, Takegatama-san", sagte er matt und ergab sich seinem Schicksal. Warum hätte er auch mal eine positive Zusammenarbeit erleben sollen? War bisher selten genug der Fall gewesen. Und wieder fragte er sich, warum der Hund offenbar so wenig trainiert war, dass er nicht einmal Teamkollegen nicht beißen würde. Seltsame Welt. Er hatte immer vermutet, dass Hunde gehorsam sein sollten, vor allen Dingen wenn vom Profi erzogen. Es schien sich nicht zu bewahrheiten. ​

Raku fand sich in die Karre gestopft wieder. Es war kein schönes Gefühl. Er spürte Chinatsu links von sich, durch die Enge viel zu nah, und fragte sich wie zur Hölle er es geschafft hatte, sich nicht einfach zwischen Wand und Yuichiro zu quetschen, um immerhin keine Angriffsfläche für den überreizten Geist der Kumo-nin zu bieten. So aber hatte er sich in einen apathischen Zustand begeben, bei dessen Stumpfheit man der Meinung sein konnte, es handele sich bei dem jungen Mann nur noch um eine Puppe. Keine Regung der Mimik, Augen, die ins Leere starrten, innerlich immer wieder bestimmte Manöver durchgehend, nur um sich abzulenken. Funktionierte ganz gut, aber Chinatsu schien der Meinung zu sein, dass sie sich mal über die Mission unterhalten sollten. Im folgenden also die Gedanken des jungen Mannes - wie immer unausgesprochen, ohne wirklich begleitende Emotion oder Leidenschaft. ​

'Ja, das wäre eine fantastische Idee. Das fällt dir ja früh ein.'

'Das hättest du wohl gerne, Hasekura-san.'

'Wortspiel war erwartbar. Enttäuschung ist trotzdem da. Keine Ahnung, woher sollte ich irgendeine Stadt im Nirgendwo kennen?'

'Hast du? Ich konnte nichts lesen, verdammt nochmal.'

'Wenn es keine Gefahren gäbe, hätten sie nicht vier Ninja engagiert...'

'Das werden wir ganz bestimmt nicht. Nur über meine Leiche!'

Der Wagen höpfte über einige Unebenheiten im Boden, Raku federte den 'Fall' aber geschickt ab - das wäre ja gelacht, wenn er nichtmal das konnte. Dann mischte sich auch noch Asami ein, und Raku stieß unauffällig ein wenig Luft aus, hatte das Bedürfnis, das Gesicht in seinen Armen zu vergraben und einfach aufzugeben. Wie viel würde es ihn schon kosten, einfach wieder zu fahren? Wie sollte man vernünftig arbeiten, wenn mindestens fünfzig Prozent der anwesenden Ninja nur an Spaß, Spiel, Geld und noch viel schlimmer: reiche alte Säcke dachte? Würde ihn das wohl auf seiner Karriere weit zurückfallen lasen, wenn er einfach behauptete, dass er wahrscheinlich einen Magen-Darm-Infekt hatte? Raku dachte ernsthaft darüber nach. "Hasekura-san", sagte Raku und starrte seine Teamleiterin an. "Wir sind sicher nicht dort, um zu spielen, uns vollzufressen oder Männer aufzureißen." Sein Seitenblick streifte Asami, die ziemlich schnell ziemlich viele Pluspunkte verloren hatte. Diese Herangehensweise an Missionen war gefährlich, vor allen Dingen wenn Menschenleben auf dem Spiel standen. Wahrscheinlich wusste das die Inuzuka noch nicht, aber Unachtsamkeit konnte extrem schnell nach hinten losgehen. Ob er seekrank wurde oder nicht, wusste Raku nicht, also unterschlug er es einfach mal. "In drei Tagen kann viel passieren. Wir sollten äußerst achtsam sein", meinte er und sah zu Yuichiro. "Takegatama-san?" Er hoffte auf Rückendeckung von Yuichiro. Dann ergänzte er noch. "Spaß haben und schöne Zeit machen ist kein Inhalt einer Missionsbesprechung, Hasekura-san." Raku war in der letzten Zeit zunehmens... ein wenit verbittert. Er hatte noch gar nicht so viele Aufträge erledigt - wie konnte es dann sein, dass bisher beinahe alle Kollegen mit einer Laxheit an die Aufträge herangegangen waren, die ihresgleichen suchte? Irgendwie schienen viele Ninja das Gefühl zu haben, dass Arbeit und Freizeit maximal zu vermischen waren. Raku war da anderer Meinung. Jedem seine Freizeit, aber nicht auf Kosten der Kollegen. ​
 
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Asami und ihr Ninken Okami. Yui war gespannt, was die Beiden so drauf hatten. Von Raku und Natsu hatte er ja einen vernünftigen Eindruck bekommen, auch wenn er bestimmt noch nicht alles erleben durfte, aber sie war für ihn ein noch unbeschriebenes Blatt. “Und ein paar Zentimeter mehr schaden mir bestimmt auch nicht”, erwiderte er grinsend auf die Bemerkung des Inuzuka Mädchens. Da Yui der Letzte war, so schien es zumindest, konnten sie sich endlich aufmachen. Immerhin stand ihnen noch eine Reise vor, die sie glücklicherweise in der Kutsche verbringen durften. Gegen hinlaufen hätte er zwar an sich nichts gehabt, aber vielleicht war es von Vorteil, sich nicht zu viel anzustrengen, bevor sie an ihrem Ziel angekommen waren. Wer weiß, wie lange es dauerte, bis sie im Reich des Flusses ankamen. So eine nette Kutschfahrt war doch bestimmt super entsp-

Huh. Okay, vielleicht doch nicht. Die vier Ninja, und der Hund, wurden in den Gepäckraum verbannt, während ihre Begleitpersonen es sich im Innenraum des Gefährtes schön gemütlích machten. Na toll, mit sowas hätte man vielleicht rechnen können...oder so. Yuichiro war irgendwo zwischen der Wand, dem Hund und Asami. Wo genau? Keine Ahnung, es war nicht genug Platz, um sich überhaupt vernünftig bewegen zu können. Zugegeben, er saß lieber hier, eingeengt in einem viereckigen Gefängnis als in einer eiskalten Höhle in den Gewitterfeldern von Kumogakure. Dementsprechend konnte man diese Situation also schon mal als ein Upgrade bezeichnen, auch wenn in der Höhle definitiv mehr Platz war. Half wohl nix anderes als das Beste aus der Situation zu machen. Nur...was war das Beste? Es war zu eng, um irgendetwas körperliches zu machen, also lief es wohl mentalen Sport hinaus. Einige Sekunden vergingen, in denen der Takegatama sich versuchte, zu konzentrieren, bevor seine Teamleitern das Wort erhob. Zumindest ihre Idee war nicht schlecht. Sich über die Mission austauschen würde helfen, Ungereimtheiten zu klären, bevor man ihnen begegnete. Sie stellte sich noch einmal vor, wahrscheinlich eher für Asami, die anderen beiden kannten sie immerhin schon, und fasste im Prinzip nochmal die Grundzüge der Mission zusammen. Alles so weit so gut. Aber dann driftete das ganze in eine...sagen wir unproduktive Richtung ab. Zumindest in den Köpfen von Asami und Natsu. Yui musste zugeben, es wäre schon, wenn sie sich diese drei Tage nur auf die faule Haut legen könnten und nichts tun müssten. Aber irgendwie bezweifelte er, dass es so kommen würde. Zumindest sagte ihm sein Bauchgefühl, dass diese Mission nicht ohne zumindest einen Zwischenfall vonstatten ging. Gerade, als Yui seine Stimme erheben wollte, erwischte ihn ein großer Ruck, als die Kutsche über einen sehr großen Stein fuhr. Ein Glück war dieser Raum nicht zuuu begrenzt, was die Höhe anging, sonst wären Kopfschmerzen vorprogrammiert gewesen.

Raku schritt in das Gespräch ein und erklärte, in seiner typischen Manier, dass die Beiden sich auf das Wesentliche fokussieren sollten. Seinen Blick erwidernd schaute Yuichiro zum Manako rüber, schaute einen kurzen Moment zu den anderen Beiden, die sich wohl in den Gedanken von Blackjack und alten Männern verloren hatten und seufzte einmal sehr stark. Na schön...Zeit, Struktur reinzubringen. “Raku hat recht, die Kasinotische und ihre Spieler sind nicht unser Hauptziel, sondern alles, was ihnen schaden könnte. Ich denke, sie haben ihre Gründe, vier Ninjas mitzuschicken. Wenn es nichts zu befürchten gäbe, bräuchte man keine Security.” Yui richtete seinen Körper etwas auf und schaute mit neutraler Miene zu seinen Teamkollegen, die ihm hoffentlich zuhörten. “Du hast es selbst gesagt”, und damit schaute er zu der Hasekura. “Wir wurden engagiert, um auf das Schiff aufzupassen. Also lasst uns darüber nachdenken, wie wir das am besten anstellen, okay?” Yui mochte es nicht, der Ernste in der Gruppe zu sein, das war normalerweise Rakus... Aufgabe? Leidenschaft? Lebenselixier? Aber vielleicht half es ja manchmal, um den Fokus beizubehalten. “Aber zuerst: Asami, ich würde gerne wissen, was du und Okami alles können. Das wird bei der Planung helfen.” und sein Kopf drehte sich exakt einen Zentimeter...oder so, viel Platz war ja nicht, zu Natsu. “Also, Teamleiterin. Irgendwelche Ideen? Blackjack und Männer mal ausgenommen. Haben wir eigentlich eine Info darüber bekommen, wie groß dieser Schaufelraddampfer ist?” entgegnete er mit einem leichten Grinsen im Gesicht.
 
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Oh mein Gott! Asami war eine Seelenverwandte! Chinatsus Augen wurden groß, der Mund öffnete sich, bevor sie lauthals lachte. „Natürlich! Dass ich da nicht von selbst draufgekommen bin!“ Mit dem letzten bisschen Bewegungsfreiheit, die ihr blieb, klopfte sie der Inuzuka freundschaftlich auf die Schulter und beugte sich dann verschwörerisch in ihre Richtung. „Wir werden uns sowas von ein paar reiche Fuzzis krallen, die können sich auf was gefasst machen! Eine von uns beiden lockt an, die andere greift zu. Je nachdem, in wessen Beuteschema das Zielobjekt besser passt. Wir werden uns einen narrensicheren Plan ausdenken.“ Die Hasekura zwinkerte der Rothaarigen überzeugt zu, während sie sich gedanklich bereits in das Casino begab und überlegte, mit welchen Szenarien man am besten neue Kontakte herstellen konnte. Sie unterbrach die Überlegungen, als Raku sich zu Wort meldete. Sein verbitterter Ton entging nicht einmal der Weißhaarigen, die sonst gerne über alles und jeden hinweghörte, der nicht so reagierte, wie sie es sich vorstellte. Er… belehrte sie sogar? Eine Augenbraue der Kunoichi hob sich an. Es schob sich ein ganz ungewohntes Gefühl in den Vordergrund: Der Drang, sich gegen den Manako zu behaupten. „Raku. Du bist wie immer viel zu verklemmt.“ Sagte sie ernst und stieß ein wenig verärgert die Luft aus. „Unter meiner Leitung haben wir einen Haufen vermisster Kinder zurück zu ihren Eltern gebracht, eine verschwundene Braut in den Slums von Sunagakure gefunden und ausgebrochene Sträflinge in den Gewitterfeldern von Kumogakures wieder eingefangen. Ich weiß also sehr gut, worauf es bei einer Mission ankommt.“ Naja. Zugegeben, die Missionen waren vielleicht nicht immer einwandfrei verlaufen… aber hey! Sie waren alle zu einem erfolgreichen Ende gebracht worden, was ja wohl eindeutig für Chinatsus Qualitäten als Missionsleiterin sprach! Sie sah überhaupt nicht ein, sich von Raku da etwas anderes unterstellen zu lassen. Danach sah sie zu Yuichiro, der Manako Rückendeckung gab und ebenfalls ansprach, dass es andere Ziele auf der Mission gab. „Yui, von dir hätte ich echt was anderes erwartet!“, tadelte sie den großgewachsenen Shinobi und verzog die Mundwinkel übertrieben weit nach unten. Yui war wirklich einer ihrer besten und vor allem längsten Freunde. Zumindest er hätte ja wohl erkennen müssen, dass sogar die Origami-Userin nach der letzten Mission viel dazugelernt hatte – zumindest wenn es ernst wurde! „Als würde ich das Ziel einer Mission jemals aus den Augen verlieren! Diese böse Unterstellung trifft mich zutiefst, antwortete sie, legte theatralisch eine Hand auf ihr Herz und seufzte tief. Sie verblieb einen Moment in der Position, bevor sie wieder grinste und keinen Hehl mehr aus ihrem Amüsement machte. „Aber… das heißt nicht, dass man nicht mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen kann!“ Ja. Warum sollte man die Leute auf dem Dampfer nicht beschützen und gleichzeitig ein paar reiche Fuzzis klarmachen? „Wir machen das schon, Asami! Wir beschützen die Leute und davon werden die so beeindruckt sein, dass sie sich uns alle um den Hals werfen. Dann können wir uns sogar die Besten raussuchen“, rundete sie das Thema ab, als sie einen vielsagenden Blick zur Inuzuka warf. Immerhin eine Person in diesem Team stand hinter ihr! Das Gesicht der Kunoichi wandte sich wieder zum Takegatama, der nachfragte, ob die Größe des Schaufelraddampfers bekannt sei. Natsu legte eine Hand ans Kinn und grübelte. „Hm. Nö, keine Ahnung. Aber es sollen so 200 Leute mitfahren können. Ist das groß? Lassen wir uns einfach überraschen.“ Sie zuckte mit den Schultern und wurde dann – geführt durch Yuichiro – wirklich ein wenig professioneller. Vielleicht hatte Yui auch einfach ein besseres Gespür dafür, welche Knöpfe man bei der Hasekura drücken musste, um sie wieder an die eigentliche Aufgabe heranzuführen. Anders als Raku. „Ich würde vorschlagen, dass wir uns das Schiff erstmal genauer angucken, sobald wir angekommen sind. Im Zweifel teilen wir uns dann zur Bewachung in zwei Teams auf.“ Und die Teamaufteilung stand natürlich auch schon fest – Asami würde sowas von mit Natsu kommen. Immerhin waren sie trotz allem noch nicht von ihrem Plan mit den reichen Fuzzis abgekommen! Aber das konnte auch später noch genauer thematisiert werden.

Irgendwann änderte sich die Soundkulisse. Während die Kutsche lange Zeit über Trampelpfade geholpert war und Vogelgezwitscher oder das Schnauben der Pferde die dominierenden Geräusche von außen gewesen waren, wurde der Boden plötzlich eben. Die Kutsche fuhr weiter, doch anstatt der Geräusche des Waldes waren es plötzlich Menschenstimmen, die das Mädchen hören konnte. Eine Frau, die nach ihren Kindern schrie. Ein Mann, der seine Ware anpries. Eine Gruppe von Jungs, die miteinander lachten? Die Teamleiterin sah zu ihren Kollegen, die vermutlich auf den gleichen Schluss kamen wie sie: Sie waren in der Hafenstadt angekommen? Irgendwann stoppte die Kutsche und es war das erste Mal seit Beginn der Fahrt, dass Chinatsu die Stimme des Ehepaars Saito hören konnte. Die Frau, die ein entnervtes Stöhnen von sich gab – sie beschwerte sich, dass die Fahrt so lange gedauert hatte. Und Herr Saito, der versuchte, beruhigend auf seine Frau einzureden. Chinatsu wollte sich gerade anstrengen, sich aus der äußerst beengten Situation mit ihren Teamkollegen zu befreien (ihr Hintern tat verdammt weh! Und… waren ihre Füße eingeschlafen? BEIDE?!), da ertönte von draußen die Stimme des jungen Mannes, der in Jôsei die Koffer geschleppt hatte. „Ninja?“ Er warf die Plane zurück und gleißendes Tageslicht drang ins Innere des hinteren Kutschraumes. Die Hasekura musste die Augen kurz zusammenkneifen, um nicht vollkommen zu erblinden. „Wir sind am Hafen von Kyomochi angekommen.“ Der junge, blonde Kerl lächelte freundlich, bevor er in den Raum kraxelte, um den ersten Koffer herauszuheben. Tatsächlich: Jetzt, wo die 16-Jährige darauf achtete, konnte sie nicht mehr nur die Stimmen, sondern auch Wasser hören, das klatschend gegen die Kaimauern schlug.
 
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Die Begeisterung schien der jungen Inuzuka förmlich ins Gesicht geschrieben. Immer wieder nickte sie enthusiastisch. Natsu war ein Genie! "Oh ja!" Dieser Plan war doch idiotensicher, die Ausbeute würde mehr als üppig ausfallen! Dann mischte Raku plötzlich mit. Dieser schien jedoch die Motivation der beiden Mädels nicht zu teilen. Zwar war Asami ein wenig überrascht und enttäuscht über die Ernsthaftigkeit des Kerls mit der Augenklappe, jedoch hatte er auch irgendwo recht. Sie sollten das wahre Ziel der Mission nicht aus den Augen verlieren. Ein wenig beschämt blickte sie seitlich auf den Boden. Die weißhaarige Kunoichi hingegen schien sich nicht von ihrem Kollegen beeindrucken zu lassen und gab nicht nach. Erst als Yui ebenfalls seine Zweifel an den Aufreiß-Plänen kund tat wurde die Gruppenleiterin zumindest ein wenig einsichtig. Nach einem kleinen, theatralischen Schauspiel kehrte tatsächlich Ernsthaftigkeit ein. Die Hasekura erklärte einige Dinge über den Dampfer während Asami darüber nachdachte, was sie auf die Frage des Schwarzhaarigen antworten sollte. Sie konnte schließlich eine Menge! "Nun, hier und da einige Inuzuka-Techniken und das Grundwissen eben. Natürlich kann Okami auch auf Kommando zubeißen und andere Dinge ausführen. Sich verstecken, auflauern, Dinge apportieren und und und. Außerdem sind wir super im Spuren verfolgen. Gute Nase undso!" Sie tippte sich mit dem Zeigefinger auf ihre Nasenspitze "Falls sich ungebetene Gäste auf dem Schiff einschleichen sollten, dann haben die sicher keine Chance, sich vor uns zu verstecken!" Wenn die Inuzuka-Familie eine Sache besonders gut konnte, dann war es definitiv das Verfolgen und Aufspüren. Da konnte ihnen keiner was vormachen. Ob diese Fähigkeiten jedoch auf dem Dampfer von Nöten waren, das konnte nur die Zukunft sagen. "Und was habt ihr so vorzuweisen?" Aufgrund Chinatsus Fächers konnte der Wildfang darauf schließen, dass deren Stärke wohl im Fuuton lag. Aber ansonsten? Ihre Truppenmitglieder hatten hier einen klaren Vorteil, denn sie kannten sich bereits und wussten sicherlich, wo die Stärken und Schwächen des jeweils anderen lagen.
Nach einem Weilchen konnte die Kunoichi feststellen, dass sich ein neuer Geruch in die Luft gemischt hatte. Ein Blick zur Seite verriet ihr, dass auch ihr Ninken dies wahrgenommen hatte. Seine Nase zuckte. Es roch ... salzig und gleichzeitig irgendwie fischig. Das musste das Meer sein! Zwar war ihr der Duft nicht bekannt, aber sie hatte schon oft genug gehört, dass das Ozeanwasser einen viel höheren Salzgehalt hatte. Außerdem lebten dort - welch Überraschung - alle möglichen Fische. Das musste es also sein! Aufregung machte sich langsam in ihrem ganzen Körper breit. Sie begann, ein wenig hibbelig zu werden, ihr Fuß tappte unruhig auf dem Boden hin und her. Gleich würde sie es zum ersten Mal sehen! Unendliche Weiten an Wasser, Möwen, Wellen, all das! Und dann blieb die Kutsche auch schon mit einem mächtigen Ruck stehen. "Wir sind da!" platzte es aus dem Rotschopf heraus. Sie war bereit, sich mit Ellebogen und Knien gnadenlos hinaus zu quetschen um als Erste zu sehen, was für Wunder sie dort draußen wohl erwarteten. Doch bevor sie diesen Plan durchführen konnte, ertönte von draußen auch schon eine junge, warme Stimme. Sie gehörte zum Kofferschlepper. Daraufhin verschwand auch schon die Plane über ihren Köpfen und warme Sonnenstrahlen fielen auf die Ninja herab. Asami ließ sich jedoch nicht von dem plötzlichen Helligkeitswechsel irritieren, sondern hüpfte augenblicklich aus dem Gepäckbereich heraus, Okami hinterher. "Woah!" Sie drehte sich im Kreis. Dann noch mal. "Das ist ja sowas von anders als das, was ich bisher zu sehen bekommen habe!" Ihr Blick blieb schlussendlich an dem, von seichten Wellen überzogenen, schimmernden Ozean hängen. Sie war so begeistert, sie bemerkte nicht mal, wie ihre Kinnlade aufklappte. "Schaut euch das an Leute, das Meer! Das Meer! Wie krass ist das denn bitte?!" Erst eine feuchte Schnauze an ihrem Oberschenkel holte sie wieder zurück in die Gegenwart. Okay, sie verhielt sich gerade definitiv wie ein Kleinkind, aber wie sollte sie nicht vollkommen hin und weg von diesem Anblick sein? Es war so neu, so ungewohnt und vor allem so aufregend! Einige Momente blickte sie noch auf die unendlichen, wässrigen Weiten, bevor sie sich schweren Herzens wieder zu ihren, bei weitem nicht so atemberaubenden, Teammitgliedern und dem alten Ehepaar wendete. "Wie gehts nun weiter? Können wir bereits auf den Dampfer? Sollen wir beim Koffer tragen helfen?" So viele neue Dinge standen kurz vor der unerfahrenen Inuzuka und sie konnte es kaum erwarten, diese endlich entdecken zu können!
 

Manako Raku

Genin
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Hoffentlich ließ ihn Yuichiro nicht einfach alleine - Raku hatte das Gefühl, dass er auf dieser Mission dann endgültig den Verstand verloren hätte. Aber zum Glück ließ ihn sein Kollege nicht im Stich und nannte sogar die wichtigen Punkte, die Raku sich selbst auch gedacht hatte. Fantastisch! Vielleicht sollte der Takegatama beim nächsten Mal ja mal leiten... vielleicht würde es dann mit ein wenig mehr Zucht und Ordnung durchgeführt werden. Sollte Raku mal leiten, war es klar, dass die Zielerreichung sehr viel relevanter war! Der Bogenschütze sah zu Chinatsu, die ihn wohl ein wenig in die Schranken weisen konnte. Rakus wenig bewegtes Gesicht zeigte seine Missbilligung nicht, aber er wollte ihr auch nicht widersprechen. Nur: Sie unterschlug, dass er bei diesen Missionen zweimal fast gestorben wäre, Chinatsu mindestens einmal - und dann waren da noch die etlichen Toten, die sie hinter sich in ihrem Weg liegen hatten, worunter auch - verhältnismäßig - Unschuldige gewesen waren. Ihrer beider Geschichte war nicht unblutig. Und das bei diesen unspektakulär klingenden Missionen. Fairerweise... der Hexenkessel war unter seiner Leitung gelaufen. Auch wenn Chinatsu sich eh kaum leiten ließ, das zählte also nur halb. So aber erwiderte er nur starr ihren Blick und schüttelte dann leicht den Kopf, sah weg, als sie sich auf Yuichiro konzentrierte, der als einziger hier vernünftige Dinge von sich gab. Informationen gab es auch keine mehr, so dass Raku sein gespitztes Ohr zumindest auf die Worte der letzten anwesenden Person richten konnte. Asami konnte auf Kommando.. ach, ne, ihr Hund konnte auf Kommando zubeißen. Toll. Er konnte offenbar auch ohne Kommando zubeißen, das war also keine Kunst. Na gut, Fährten folgen war schon ganz nützlich, aber was wäre es für ein Hund gewesen wenn er keine vernünftige Nase hätte? Raku wartete irgendwie noch darauf dass da noch etwas kam - aber das schien es erst einmal gewesen zu sein. Innerlich stellte er sich schon einmal darauf ein, drei Tage nicht zu schlafen, denn so richtig traute er Chinatsu und Asami keine Nachtwache zu, musste er ja zugeben. Und alleine sollte man das auch nicht machen, fand er. "Bogenschütze. Waffennutzer. Fokus weniger auf Jutsu, mehr auf Handarbeit. Lieber nichtlethal als lethal. Fährtenlesen, Überleben in der Wildnis", fasste der junge Mann seine Fähigkeiten kurz zusammen. Er stellte sein Licht ein wenig unter den Scheffel, denn immerhin war er körperlich mittlerweile auf einem Niveau, was für einen Genin als 'ganz vernünftig' gelten konnte, ohne dass das als Prahlen gedacht war. Da er sich aber nicht so fühlte, als konnte er irgendwas besonders gut, überließ er es Yuichiro, die anwesenden Damen mit seinen Fähigkeiten zu erstaunen.

Endlich waren sie da. Raku entfaltete sich förmlich aus dem Wagen heraus und nahm mit einem Mal wieder viel mehr Platz ein als vorher - seine körperliche Präsenz wäre größer gewesen, wenn sein Gesicht nicht so ausdruckslos gewesen war. Aber man sah an seinen Bewegungen, dass er sich sehr bewusst bewegte. Kontrolliert. So als wollte er, wenn er könnte, jeden Muskel einzelnd einsetzen. Sein Blick fiel auf Asami, die ein ganzes Stück kleiner war - selbst als er. Dabei war Raku kein Riese. Skeptisch sah das eine grüne Auge zu dem Rotschopf und er schüttelte den Kopf. "Inuzuka-san...", fing er an, räusperte sich kurz und fragte sich in dem Moment, ob es das wirklich wert war. Andererseits empfand er es auch irgendwie als falsch, sie im Unwissen zu lassen. Kurz warf er einen Blick um sich herum, empfand die geschäftigte Hafenstadt als irgendwie... angenehm. Es wunderte ihn. Normalerweise gefiel es ihm nicht so sehr in Städten, wo viel loswar, aber hier... diese Menschen lebten im, am und um das Wasser - mit dem Element und irgendwie auch gegen es. Das grün-bläuliche, ein wenig brackige Wasser schlug sanft gegen die Mauern des Hafens, große eiserne Poller und Befestigungen prägten hier das Bild. Es war recht war, aber vom Wasser kam ein Lüftchen, welches die Haare der Ninja ein wenig verwirbelte. Es wäre wahrscheinlich wirklich ein guter Strandtag gewesen, soweit musste er Asami ja zustimmen.

Wenn sie denn am Meer gewesen wären.

"Inuzuka-san", sagte er trocken, während er einem Mann hinterhersah, der einige große Fässer mit Salz beiseiteschaffte. Einige Möven kreischten, aber es war halt nicht ganz so wie man dachte. "Der Tan ist ein Fluss. Kein Meer. Und er ist groß, aber... eindeutig kein Meer. Es ist Süßwasser. Flüsse fließen zumeist ins Meer, führen aber kein Salzwasser." Er hoffte, keine Blase zum Platzen zu bringen, aber als er die Arme hinter dem Rücken verschränkte, nickte er dem jungen Mann, der die Koffer aus dem Wagen hievte, kurz zu. "Ich werde Euch helfen", stellte er fest und hob scheinbar ohne Probleme drei der schweren Koffer hoch. "Weist den Weg", ergänzte er und trug dem Jungen dann die ziemlich schweren Koffer hinterher - in Richtung eines großen Schiffes. Das musse der Schaufelraddampfer sein... es war ein beeindruckendes Gefährt. Das riesige Schaufelrad am Ende des Vehikels war wohl namensgebend dafür, aber auch der Rest des Dampfers wirkte... seltsam aus der Zeit gefallen. Edel, sehr wertig, extrem exravagant, aber aus der Zeit gefallen. Vielleicht grade deshalb interessant? Die beiden großen metallenen Schornsteine an den Seiten des Schiffes sprachen zumindest für einen Umweltsünder. Fantastisch. Raku stellte die Koffer neben die Gangway - den Rest sollte der Kofferboy ruhig selbst machen. Raku selbst wand sich an den mit einer sehr formellen, pagenähnlichen Kleidung ausgestatteten Steward. "Sehr erfreut. Manako Raku, Genin aus Shirogakure. Meine Kollegen und ich sind als Schützer dieses Schiffes engagiert worden."
 
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“Wenn du so viel Power in den Erfolg dieser Mission setzt wie in deine theatralische Performance, dann haben wir nichts zu befürchten.”, erwiderte der junge Mann mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ja, er wusste natürlich, spätestens seit dem letzten Mal, dass sie sehr hilfreich und zuverlässig ist, wenn es ernst wird. Diese Eigenschaft schätzte er an der Kunoichi sehr, auch wenn sie manchmal vielleicht den ein oder anderen Schubs in die richtige Richtung brauchte, um auf dem Boden zu bleiben. Er verurteilte sie und Asami in keinster Weise wegen ihrem Männer-Aufreiß-Plan, solange es die Mission nicht behinderte. Denn die Sicherheit der Passagiere standen heute, und in den nächsten drei Tagen, an höchster Stelle… auch wenn Yui, wenn er ganz ehrlich war, ein oder zwei Runden Poker nicht abgeneigt war. Grundlegende Kenntnisse über das ein oder andere Kartenspiel hatte er tatsächlich. Was soll man sagen? Wenn man Freunde hatte, die sowas konnten, wieso nicht mitspielen? Diese unbeschwerten Kindertage...manchmal wäre es schön, wieder in die Zeit zurückzukehren, als...nein, streichen wir das. Auch wenn es gefährlich war, Yuichiros momentanes Leben war ihm doch lieber. Aber so oder so, es gab wichtigeres fürs Erste. Okay, es gab bisher keine Infos über die Größe des Schiffes. Dann blieb wohl nur abwarten. 200 Leute war beachtlich, wenn man bedachte, dass Schlafräume für all diese Personen plus ein ganzes Kasino, Sanitäre und andere Einrichtungen noch reinpassen mussten. Vermutlich schwer, mit vier Leuten alles abzudecken.


Asami erläuterte der Gruppe dann ihre, und natürlich auch Okamis, Fähigkeiten. Im Endeffekt alles grundlegende, was man wohl von einem Inuzuka erwarten sollte...zumindest aus seiner Sicht. Es war immerhin seine erste Erfahrung mit jemandem aus diesem Clan. “Ich bin auf Raiton und den Schwertkampf spezialisiert. Meistens kombiniere ich beides. Und falls jemand verletzt wird, kann ich mich ein wenig drum kümmern. Nicht weltbewegend, aber besser als nichts.” verkündete er dann und überließ den anderen das Wort. Langsam aber sicher veränderten sich die Geräusche in der Umgebung und sie schienen nicht mehr nur von Bäumen umgeben zu sein. Menschen, viele Menschen. Das war wohl das Zeichen, dass sie in Kyomochi angekommen waren. Wurde auch Zeit, es gab eindeutig gemütlichere Orte als eingequetscht neben einem Haufen Gepäck. Zum Glück hatte sich das bald erledigt, denn schon kurz nachdem man die Stimme des Bediensteten hörte, blendete die Sonne, die in den Raum drang und die frische Luft war wie ein Segen für Yuichiros Lungen. Mit einem kräftigen Ruck stieg Yui und streckte sich einmal von oben nach unten. Das war nötig. Sein Blick fiel zurück auf die Hasekura, dessen Beine sich wohl dagegen sträubten, gerade irgendwas zu tun. “Du brauchst nicht zufällig Hilfe?” und er hielt ihr lächelnd beide Hände hin, falls sie diese denn nehmen wollte, um auch endlich wieder vernünftig stehen zu können und ihre Füße etwas in Bewegung zu bekommen. Asamis Aussagen irritierten den Takegatama etwas, denn eigentlich...nun ja….wie soll man sagen…. “Asami, wir…”, aber ab da nahm Raku auch schon die Zügel in die Hand und klärte das Mädchen über die grausame Wahrheit auf, dass das hier kein Meer, sondern nur ein Fluss war. Naja, Zeit aufs Schiff zu gehen. Raku half dem jungen Mann einige Meter beim Kofferschleppen, bis er sich an jemanden wandte, der wohl zum Personal des Schiffes gehörte. Der Mann sah aus wie anfang 30, weißes Hemd, welches er in eine schwarze Hose gesteckt hat. Kurze, schwarze Haare, eine erstaunlich große Nase und eine kleine Narbe etwas unterhalb vom Kinn. “Sehr erfreut, Manako-san” er verbeugte sich einmal vor dem weißhaarigen Ninja, drehte sich zu den anderen Teammitgliedern und wiederholte diese Geste. “Unser Kapitän, Samamoto-san, wollte sie einmal empfangen, bevor das Schiff ablegt. Sie finden ihn gerade wahrscheinlich in seiner Kajüte. Um dort hinzukommen...” er beschrieb ihm den Weg zum Zimmer des Kapitäns. “Das Schiff wird in voraussichtlich einer Stunde ablegen.” Yui folgte dem gesamten Gespräch aufmerksam, allerdings schweifte sein Blick schon das Schiff entlang. Jap, wie vermutet. Es wird schwer, dieses Ding mit vier Personen permanent ganz abzudecken. Gefiel ihm nicht unbedingt, aber das würden sie schon schaffen. Sie hatten schon schlimmere Situationen überwunden.
 
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Was für ein hässliches Gefühl! Dieses Kribbeln, Stechen und der leichte Schmerz in den Füßen. Während Raku, Asami und auch Yui einfach aus dem Wagen stiegen und die frische Luft schnuppern konnten, blieb die eigentliche Teamleiterin zurück. Sie streckte noch theatralisch die Hand in Richtung der sich entfernenden Rücken aus… doch niemand drehte sich um, beachtete die einsame Gestalt, die im Hinterraum des Wagens zurückblieb. Wie konnten sie nur! Chinatsu dachte, sie wären echte Freunde! Aber nein, alles nur Show. Sie ließen sie zurück, einsam und alleine in diesem Raum… verdammt nochmal, dabei war sie sogar die Teamleiterin! Wie… wie… die Hellhaarige unterbrach sich in den vollkommen überzogenen Gedanken, als Yuichiro sich zu ihr umdrehte und ihr beide Hände helfend entgegenstreckte. Und dieses leichte Lächeln auf seinen Lippen, die Sonne, die in seinen Rücken schien. Yui! Natürlich, wie hatte sie Yui misstrauen können?! ER war ein echter Freund, oh ja! „Yui… ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann!“, antwortete sie ihm voller Inbrunst auf seine Frage, ergriff beide Hände des deutlich größeren Shinobi und ließ sich von ihm aus dem Wagen führen. Ihre Beine fühlten sich im ersten Moment noch wackelig an, weshalb sie weiterhin Halt an dem Schwarzhaarigen suchte – doch die frische Luft, die das helle Haar des Mädchens leicht aufwirbelte, war eine wunderbare Abwechslung zu der stickigen Luft während des gesamten Weges ins Flussreich. Die Hasekura wurde ebenfalls Zeugin der begeisterten Ausrufe von Asami, die sich mit ausgestreckten Armen im Kreis drehte und sich darüber freute, am Meer zu sein. Chinatsu blinzelte einen kurzen Moment verwirrt… und hörte dann, wie Raku erklärte, dass es sich beim Tan um einen Fluss handelte. Kurz sahen die gelben Äuglein dem Mann hinterher, der ein großes Fass voll Salz davonschob, bevor die Teamleiterin in schallendes Gelächter ausbrach. „Oh mein Gott! Das hätte ja glatt eine Szene aus meiner liebsten Sitcom sein können!“ Chinatsu musste so sehr lachen, dass sie sich den Bauch hielt und während die beiden Männer sich nützlich machten, indem sie Koffer in Richtung Schaufelraddampfer manövrierten (Raku war tatsächlich auffällig stark geworden! Das war der Origami-Userin nicht entgangen), schritt das Mädchen noch leicht humpelnd auf die Inuzuka zu und klopfte dieser auf die Schulter. „Wenn wir wieder zurück sind, können wir mal zusammen ins Reich der Blitze gehen. Da siehst du dann ein echtes Meer!“, bot sie amüsiert an. „Du wirst dich wundern. Wenn dich dieser Fluss hier schon begeistert, dann wird das Meer dich erst recht von den Socken hauen!“ In diesem Moment wusste Chinatsu noch nicht, dass das Ziel ihrer Reise mit dem Schaufelraddampfer auch das Meer sein würde. Aber… dazu zu einem späteren Zeitpunkt nochmal mehr.

Kurz hinter Raku und Yuichiro gesellten sich nun auch Okami, Asami und Chinatsu zu dem Pagen, der neben der Gangway stand, die zum großen Schaufelraddampfer hinüberführte. Wie die Origami-Userin jetzt feststellte, wäre die erste Herausforderung der Mission, wohl über diese wackelige Gangway zu kommen, ohne ins Wasser zu fallen… „Samamoto-san, ja?“, wiederholte die Teamleiterin den Namen und sah kurz zum Schiff herüber. „Ja, okay. Dann gehen wir doch zuerst zu ihm.“ Sie drehte sich auf dem Absatz um, hob die Hand und rief zum Ehepaar Saito: „Wir gehen schon einmal vor! Wir sehen uns dann auf dem Schiff!“ Während Frau Saito offensichtlich versuchte, das peinliche Geschrei der Kunoichi zu ignorieren, hob Herr Saito stockend die Hand, um zu verdeutlichen, dass er verstanden hatte. Chinatsu sah wieder zu den Teamkollegen. „Also dann… auf geht’s!“ Entschlossen schritt sie auf die Gangway zu, wollte bereits den Fuß auf den wackeligen Untergrund setzen… und stockte dann in der Bewegung. Sie trat einen Schritt zur Seite, um den Kollegen den Vortritt zu lassen. „Wisst ihr, eigentlich sollte ich als Teamleiterin eher die Nachhut sein. Ihr wisst schon. Falls wir aus dem Hinterhalt angegriffen werden.“ Sie deutete auf Asami und Okami. „Ihr macht euch viel besser vorne! Ihr habt doch so super Nasen. Und an die Formation sollten wir uns von Anfang an gewöhnen. Also: Los, geht vor!“

Wie auch immer sie es schließlich geschafft hatten: Irgendwann waren die Genin endlich auf dem Schaufelraddampfer angekommen. Sie folgten der Wegbeschreibung, die der Page ihnen zur Kajüte des Kapitäns gegeben hatte, weshalb sie noch nicht das gesamte Innere des Schiffes zu Gesicht bekamen. Aber offensichtlich waren die Kabinen im unteren Stockwerk, kurz über der Wasseroberfläche – denn sie folgten einer Treppe nach unten und fanden sich plötzlich in einem länglichen Flur wieder. Roter Teppich zierte den Boden, die Wände waren hell tapeziert und neben goldenen Wandlampen konnte man einige eingerahmte Fotos in schwarzweiß erkennen, die zeigten, wo der alte Schaufelrraddampfer in der Vergangenheit schon überall gewesen war. Während die Genin dem Flur bis zum anderen Ende folgten, gingen sie an unendlich vielen hölzernen Türen rechts und links vorbei, die aufsteigend nummeriert waren. Ob sie hier unten auch eine Kabine bekommen würden? Chinatsu schwankte manchmal zur Seite und musste sich an der Wand festhalten, wenn das Schiff gelegentlich von einer größeren Welle erfasst wurde… und sie fragte sich, ob das während der Fahrt noch schlimmer werden würde. „150“, las die Hellhaarige schließlich vor, als sie an der letzten Kabinentür angekommen waren. Natürlich, der Kapitän des Schiffes musste ja auch eine besondere Kabine erhalten! Alles andere wäre dem Stand des Kapitäns wohl nicht angemessen gewesen. „Samamoto-san?!“ Chinatsu trat entschieden einen Schritt nach vorne und hämmerte gegen die Tür. „Wir sind die Ninja! Die, die auf das Schiff aufpassen sollen!“ Es dauerte nicht lange, da konnte man anhand eines klackenden Geräusches hören, dass von innen das Schloss der Tür gelöst wurde. Dann öffnete sich die Tür und ein älterer Mann mit grauem Bart und ebenso grauen Haaren, einigen Falten und insgesamt einer relativ wettergegerbten Haut baute sich vor den Ninja auf. Er war noch ein Stückchen größer als Yuichiro, sodass die Hasekura ihren Kopf in den Nacken legen musste, um den Riesen wirklich ansehen zu können. So wie man es sich für einen Kapitän vorstellte, hatte der Mann eine weiße Uniform mit ein paar goldgelben Akzenten an Armen, Knöpfen und an den Schultern an. Er musterte die Ninja neugierig, bevor sein Blick an Okami hängenblieb. „Tiere sind auf dem Schiff nicht gestattet“, äußerte er nüchtern. Dann sah er weiter zu Asami und in seinen Augen blitzte ein Erkennen auf. "Eine Inuzuka? Dann zählt der Hund wohl mit zur Ausrüstung...", äußerte er überlegend und legte eine Hand ans Kinn. Er schien wirklich intensiv darüber nachzudenken. "Ich hoffe, er ist gut trainiert? Er darf den Gästen nicht zu nahe kommen."
 
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So sehr sich die Rothaarige auch darüber freute, am "Meer" zu sein, das Gefühl war leider nicht von Dauer. Mit wenigen Worten zerstörte Raku gnadenlos die Illusion, unter der Asami stand. Das würde sie ihm nie verzeihen. Zuerst hatte sie die Versuche der beiden Männer im Team, sie anzusprechen, vollkommen ausgeblendet. Erst als der Bogenschütze ein zweites Mal seine Stimme erhob, nahm ihn der Rotschopf wahr. "Häää??!" Es handelte sich hierbei nicht um die unendlichen Weiten des Ozeans?! Aber.... aber ... Ja gut, wenn man genau hinsah, konnte man womöglich das andere Ufer sehen, aber dann war es eben ein kleines Meer! Schließlich war der Geruch des Salzes unverkennbar! Das konnte hier doch keiner verneinen! Ein lautes Krachen sorgte dafür, dass sie schließlich herum fuhr und ein wenig entfernt einen Mann sah, der verzweifelt versuchte, sein Salz wieder in ein gigantisches, umgekipptes Fass zu schaufeln. Auf einem hölzernen Wagen hatte er es wohl eben an ihnen vorbei gezogen, doch nun war dieser unter dem Gewicht zusammen gebrochen und ein Großteil hatte sich auf der Straße verteilt. Ihre Handfläche klatschte volle Kanne inmitten ihres Gesichtes. "Och nö, oder?" Am liebsten wäre sie nun auf die Knie gefallen und hätte verzweifelt "Warum?!" hinaus in den Ozean ... nein Fluss .... geschrien, aber sie nahm sich zusammen. Man konnte ihr jedoch die blanke Scham und das pure Entsetzen klar im Gesicht ansehen. Zusammengezogene Augenbrauen, feuerrote Wangen und ein Schmollmund. Auf Chinatsus Angebot konnte sie gar nicht richtig eingehen, so enttäuscht war sie. "Ja... das klingt gut." Normalerweise wäre sie hin und weg. Alleine der Gedanke, an den Strand zu gehen und ihren Blick über alle möglichen, gutaussehenden Menschen in knapper Badebekleidung huschen lassen zu können, hätte ausgereicht um die junge Genin in Ekstase zu versetzen. Aber der herbe Rückschlag von gerade eben machte ihr einfach noch zu sehr zu schaffen. Aus diesem Grund schlich sie einfach schweigend hinter ihren Teammitgliedern zum Schaufeldampfer, der bloß darauf wartete, die vier in seinem Inneren zu begrüßen.
Nach kurzer Absprache stelle sich heraus, dass der Kapitän des Schiffes die Shinobi höchstpersönlich auf seinem Schiff willkommen heißen wollte. Welch Ehre! Die Zeit, die die Anderen nutzten, um an diese Information zu gelangen verwendete die Inuzuka, um sich wieder zu beruhigen. Und wenn es kein Meer war? Na und. Meer ist doch eh blöd. Wer will schon ans Meer. Erst der Finger der Hasekura, der unverfroren auf das Hund-Mensch-Team deutete, riss sie wieder aus ihren Anti-Meeres-Gedanken. Sie sollten voraus gehen. Über diese wackelige Brücke! Na toll, auch noch das. Aber ihr Name wäre nicht Inuzuka Asami, wenn sie sich von so einem blöden Übergang einschüchtern lassen würde. "Pah! Ihr Angsthasen, das is doch easy!" Mit herausgestreckter Brust schritt sie voran, ein mehr als unzufriedener Okami hinterher. Nachdem sie zwei Mal fast Kontakt mit der Flussoberfläche machen durfte, war sie dann zum Glück auch schon sicher angekommen. "Seht ihr! Sag ich doch, ein Kinderspiel!"
Nach einer kurzen, leicht wackeligen Wanderschaft durch die edel wirkenden Gänge des Dampfers hatten sie nun auch endlich ihr nächstes Ziel erreicht: Die Kabine des Kapitäns. Hoffentlich war wenigstens dieser nett. Sie hatte immer noch die Befürchtung, erneut die volle Breitseite der abgehobenen Schnösel abzubekommen. Und da war es auch direkt schon wieder. Die gute alte "Hier sind keine Hunde erlaubt"-Leier. Wie oft musste sich der Rotschopf dies wohl noch anhören? Über einen Blindenführhund beschwerte sich schließlich auch keiner! Überraschenderweise ruderte der Samamoto jedoch recht schnell wieder zurück als er erkannte, dass es sich um eine Inuzuka und somit einen Ninken handelte. Sein Glück. "Genau. Ein Inuzuka ohne Hund is nutzlos, werter Herr. Außerdem haben sie somit einen Kopf mehr, der sich um unsere Aufgabe auf dem Schiff kümmert." Zwar gingen ihr diese Sorte von Aussagen noch immer mächtig gegen den Strich, aber inzwischen hatte sie zumindest gelernt, respektvoll und ruhig mit ihnen umzugehen. Auch wenn es für gewöhnlich nicht ihre Art war, so zu sprechen, so war es trotzdem die Art, die am meisten Erfolg brachte. Und selbst die ungezügelte Kunoichi erkannte meist, dass es auf Missionen manchmal von Nöten war, sich auf die Zunge zu beißen und den höflichen Weg zu wählen. "Natürlich ist er das. Die Ausbildung unserer Tiere ist unser voller Stolz! Nur voll ausgebildete Hunde dürfen auf Mission gehen. Er bleibt stets in meiner Nähe. Solange ihn die Gäste in Ruhe lassen, lässt er auch sie in Ruhe. Machen sie sich darum keinen Kopf." Sie zwang sich ein höfliches Lächeln auf die Lippen und bemühte sich, dem großen, recht alten Herrn in die Augen zu blicken. Dies war zugegebenermaßen gar nicht so einfach, schließlich könnte man ihn als Definition von "Riese" in den Duden packen. Asami musste immer schön ruhig bleiben. Es war schließlich sein Recht, um das Wohlbefinden seiner Gäste besorgt zu sein, richtig? Auch wenn er dadurch das Können und Talent des Wildfanges indirekt infrage stellte ... Das war doch sicherlich nicht absichtlich. Sie schnaufte einmal tief durch und stieß die Luft dann durch die Nase wieder aus. Schlussendlich schien er von der Aussage der Hundehalterin überzeugt zu sein, denn er nickte verständnisvoll. "Na gut, dann will ich mal nicht so sein. Ich verlasse mich auf Sie, dass sie ihren Vierbeiner gut unter Kontrolle halten!" Ein Glück, sie musste nicht weiter diskutieren. Wieso war es bloß für viele so schwer zu verstehen, dass es tatsächlich gut erzogene Hunde gab? Okami war schließlich auch ein absoluter Engel. Man musste ihm nur seinen Raum lassen! Trotzdem war sie stolz, die Situation so ruhig gemeistert zu haben. Zufrieden blickte sie einmal kurz zu ihren Teamkameraden, in der Hoffnung, sie würden ihr zustimmen. "Danke ...Naja. Es ist auf jeden Fall echt cool von ihnen, uns hier mitzunehmen. Aber wirklich viele Infos zu unseren Aufgaben ham wir nicht bekommen. Vielleicht können Sie uns ja n bissl aufklären?" Sie war sich ein wenig unsicher, ob es ihr überhaupt zustand, diese Fragen zu stellen, schließlich war sie nicht der Teamleiter. Jedoch brannte es ihr einfach zu sehr auf der Zunge. Sie musste endlich herauszufinden, was genau alles von ihnen erwartet wurde. Es war schließlich ihre erste Mission und in diese mit so fürchterlich wenigen Informationen zu starten war eher unschön und spannte den Wildfang nur umso mehr auf die Folter.
 

Manako Raku

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Schon als Raku zum Schiff ging, hörte er Chinatsus lautes Lachen hinter ihm und er wusste überhaupt nicht, was es gerade zu lachen gab. Und was die liebste Sitcom der Kumo-nin war, wollte er am liebsten auch gar nicht wissen - vermutlich vollgestopft mit Vorurteilen und falschem Lachen, was einem ein Gefühl von Menschlichkeit in diesen Sendungen vermitteln sollte. Nicht, dass er sich damit auskannte. Raku besaß nicht einmal einen Fernseher. Auch die Scham von Asami bekam er nicht mit, und ehrlich gesagt - es war auch nicht so, als hätte es ihn groß interessiert. So einen Fehler konnte man nun einmal machen, das gehörte dazu, und sie darüber aufzuklären empfand er als seine Pflicht. Besser gefiel ihm die höfliche, und doch zackige Art des Bediensteten des Schiffes, der ihm und Yuichiro den Weg zum Kapitän wies. Dieser wollte sie noch einmal empfangen? Na, vielleicht gehörte es hier ja zum guten Ton, dass der Kapitän das Personal seines Schiffes einmal gesehen hatte, auch wenn es temporär war. Das eingeschränkte Wissen von Raku bezüglich Seefahrt würde es zumindest bestätigen, dass es 'auf See' (oder eben auf Fluss) durchaus eine gewisse Bindung zwischen den Mitgliedern einer Besatzung gab. Fleiß, Gehorsam, Effizienz gehörten bestimmt auch dazu - das würde ihm gefallen. Raku fiel das Zögern von Chinatsu auf, besonders weil sie sonst nie der Typ dafür war, zu zögern. Eher war sie krankhaft unzögerlich, was ihn schon mehrmals Haare raufend zurückgelassen hatte. Insofern war das schon speziell. Asami trat vor, episch - und würde ihren vollmundigen Ansagen sicher Taten folgen lassen, oder? Raku verstand ehrlich gesagt das Problem nicht ganz. Das war nichtmal eine wackelige Gangway. Ernsthaft, würde hier irgendjemand damit rechnen dass alte, reiche Leute sich über eine wackelige Gangway auf ein Schiff begeben würden? Der junge Mann schüttelte leicht den Kopf, fassungslos über das Schauspiel was sich ihm bot. "Takegatama-san", brummte Raku halblaut. "... bleib' bitte fokussiert." Und das war überhaupt nicht negativ Yuichiro gegenüber gemeint, und das verdeutlichte der etwas missbilligende Blick Asami und Chinatsu gegenüber wohl ganz gut. Raku tappte über die kleine Brücke, die die Lücke zwischen Schiff und Hafenkante schloß. Diese bewegte sich dabei kaum - und auch die Bewegung des Bootes selbst war sehr sacht, fand er. Kleine Schwankungen glich Raku unwillkürlich und vollkommen unbewusst aus, so dass er nicht einmal eine große Bewegung des Untergrundes wahrnahm. ​

Gesagt, getan, der Kapitän wartete. Kabine Nummer 150? Nun, es war noch eine Stunde bis zur Abfahrt, hatte der Kerls an der Gangway gesagt. Es konnte also durchaus sein, dass der Kapitän noch nicht voll im Gange war. Der Schiffsführer stellte sich als ein großer Mann heraus, wettergegerbt, verlässlich wirkend. Das war ein Kaliber, jedenfalls nach dem ersten Anschein, unter dem Raku arbeiten konnte. Der Mann wirkte wie einiges, aber eindeutig nicht flatterhaft. Seine Feststellungen waren auf den Punkt und interessiert sah Raku seine Kollegin an - ja, die Antwort wollte er wirklich gerne hören. Allerdings stimmte es wohl - solange niemand dem Hund zu nahe kam, würde er auch niemandem zu nahe kommen, wenn er das richtig verstand. Für Asami offenbar die einzige Möglichkeit, ihre 'Ausrüstung' unter Kontrolle zu halten wenn es brenzlig wurde. Eine kleine mentale Zustimmung bekam der Wildfang von Raku allerdings trotzdem, er merkte dass es ihr schwer fiel so klar und freundlich formulierte Antworten zu geben. Insofern hatte das wohl einen gewissen Respekt verdient. Obwohl er vermutlich nicht 'werter Herr' gesagt hätte, zugegeben. Zumindest in seinen Augen konnte Asami allerdings keine Zustimmung finden - eher so gar nichts. Wie immer wirkte sein Blick relativ tot - nicht abwesend, aber gefühlsbefreit. Trotzdem nickte er kurz darauf. "Herr Kapitän", ergänzte er und nickte. "Wir sind für den Schutz dieses Schiffes angeheuert worden. Ist mit einer ernsthaften Bedrohungslage zu rechnen - oder ist dies mehr eine prophylaktische Maßnahme?" Das waren schon verhältnismäßig viele Worte von Raku, der dem Kapitän damit ein kurzes, aber recht lautes Lachen entlockte. Was war nur heute mit den lachenden Leuten los? Das war doch kein Witz! Es ging hier um Menschenleben. "Nun, mein Junge, ich glaube nicht, dass wir in ernsthafter Bedrohung von einem Angriff stehen. Wohl aber ist dies die erste große Fahrt dieses Dampfers, und wir wollen doch alle, dass ihr und den Passagieren nichts passiert, oder? Das Gebiet, durch das wir müssen, ist in jüngerer Geschichte von Piratenangriffen heimgesucht worden. Ihr müsst meinen Männern also den Rücken freihalten, gut Ausschau halten - und uns im Zweifel verteidigen. Über die restlichen Details wird euch mein erster Offizier aufklären." Der Mann fasste die vier anwesenden Shinobi einmal einzelnd ins Auge. "Wir möchten unseren Gästen eine möglichst angenehme, problemfreie Reise bieten, bei der sie durch nichts gestört werden. Ich erwarte, dass ihr euch diesem Ziel ebenso verschreibt. Ihr findet meinen ersten Offizier in den Mannschaftsräumen. Lasst euch entsprechend einkleiden und bleibt unauffällig. Ihr braucht euch nicht verstecken, aber ich erwarte, dass keiner der Gäste sofort erkennt, wer oder was ihr seid." Der Kapitän tippte sich an die Stirn - und verschloss dann nach einem kurzen Gruß die Tür wieder. Raku nickte. "Gut. Anweisungen sind klar. Erster Offizier, Einkleiden, Unauffällig unter die Leute mischen, Ausschau halten." Zufrieden straffte der Bogenschütze seinen Rücken. "Los", meinte er und trieb Chinatsu und Asami vor sich her wie ein Schäferhund seine Schäfchen, egal wie sie sich sträubten. Yuichiro, so glaubte Raku zumindest, war ja noch auf Spur. Oder? Dass ihn erwartete, in höchst formaler Kleidung über das Deck spazieren zu müssen, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht... und hätte ihn wohl auch nur wenig begeistert.​
 
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Als wenn man jemandem wieder beibringen würde, zu laufen. So schien es im ersten Moment, als die Hasekura beide Hände von Yui nahm und aus dem Wagen stieg. Selbst eine beeindruckende Kunoichi wie Natsu war ab und zu dem eigenen Willen ihres Körper schutzlos ausgeliefert. Und ja, er fand die 16 Jährige beeindruckend! Ihre kämpferischen Fähigkeiten waren erstaunlich und seinen eigenen Künsten deutlich überlegen. Das hatte man neulich auf dem Trainingsplatz schon gesehen. Aber auch menschlich gesehen fand Yui interessant, was für ein Wirbelsturm an Eigenheiten sie manchmal sein konnte... auch wenn er ihre Gedankengänge grundsätzlich immer noch nicht 100% nachvollziehen konnte. Vielleicht dachte er auch zu viel darüber nach? Eventuell war sie ja viel simpler als gedacht. Na wie auch immer, ihre positive Ausstrahlung passte sich dem guten Wetter direkt an.

“Keine Sorge. Das ist Teil unseres Jobs”, erwiderte Yui auf Rakus Anmerkung und ging hinter den anderen hinterher. Wie auch immer sie ihre erste große Herausforderung, die Gangway, überstanden hatten (oder so…), jetzt war die Truppe auf dem Schiff und auf dem Weg zum Kapitän, der sie vorher sehen wollte. Ergab Sinn. Wenn man Wachleute anstellte, sollte man zumindest wissen, mit wem man es zu tun hatte. Hätte Yui ein Schiff, würde er es ähnlich machen. Ein Schiff...das war das erste Mal, dass der Takegatama auf einem Schiff war. Und dann auch noch eines, dass ein eingebautes Kasino hatte! Ihre Mission passte wie die Faust aufs Auge. Yui konnte das Schiff überwachen und gleichzeitig diesen Kahn auskundschaften! Natürlich stand das Ziel im Vordergrund, aber man schlug zwei Fliegen mit einer Klappe, oder nicht? Zimmer 150, das schien die Kapitänskajüte zu sein. Sie traten ein u- heilige…! Ein Monster von einem Mann baute sich vor den Shinobi auf. Er war locker über 2 Meter groß, denn selbst Yui musste nach oben schauen, um dem Typen in die Augen blicken zu können. Das.War.Unerwartet. Es kam nicht soo oft vor, dass der Schwarzhaarige jemanden traf, der seiner Größe entsprach. Von denen gab es bestimmt einige, allerdings hatte er in seiner bisherigen Laufbahn nicht viel mit denen zu tun gehabt. Aber DER war ein anderes Kaliber. Zu jemandem aufschauen, das erlebte Yuichiro nicht oft. Er warf einen kurzen Schulterblick zur Tür, die bei ihm selbst schon nicht allzu viel Freiraum gelassen hatte. Jap, nach einer kurzen Evaluation war er sich sicher: Der Kapitän war zu groß für die Kabinentüren auf diesem Schiff. Währenddessen tauschte der Riese sich mit Asami aus, die ihm versicherte, dass ihr Hund den Gästen keine Schwierigkeiten bereiten würde. Logisch, das wäre auch sicher eine Rufschädigung, wenn die Inuzuka einen Hund auf Missionen schicken würde, der ungezogen und untrainiert war. Als Raku sich allerdings nach den Gefahren erkundigte, entloh dem großgewachsenen Mann nur ein heiteres Lachen. Nun ja, zumindest herrschte keine drohende Gefahr. Piratengewässer waren mit dem Klientel dieses Schiffes vielleicht trotzdem nicht unbedingt sicher. Viele reiche Leute in einem Kasino, die nur darauf warten, ihrer Geldbeutel beraubt zu werden?´Perfekt für solche Leute. Aber naja, genau deswegen waren diese vier...entschuldigung, diese fünf wohl hier, um dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst dazu kommt. Und wie es aussah, sollten sie auch möglichst unerkannt bleiben. Dementsprechende Kleidung wurden den Ninja bereitgestellt, wie es aussah. Während Natsu und Asami von Raku rausgetrieben wurden, lief Yui hinterher, drehte sich noch einmal um, musterte den Riesen und hielt einige Sekunden Blickkontakt mit ihm, ohne den anderen zu folgen. “Warum ausgerechnet dieser Fluss?”, fing der Shinobi an. “Es gibt doch bestimmt noch andere Gewässer in diesem Reich, die kein Piratengebiet sind oder waren. Wir sind für den Schutz ihrer Gäste da, aber setzen Sie sie nicht wissentlich einer potentiellen Gefahr aus?”


So schnell es ging holte der Schwarzhaarige zu seiner Gruppe auf und gemeinsam machten sie sich auf in Richtung Mannschaftsräume. Diese waren im unteren Teil des Schiffes gelegen und dort herrschte reges Treiben. Leute gingen ein und aus, man hörte Menschen gefühlt durch das halbe Schiff rufen, viele gestresste, aber auch determinierte Blicke. Sie schienen wohl in der Endphase der Vorbereitungen zu sein, damit alles für die Gäste reibungslos lief. Doch ein Mann stach besonders heraus. Er hatte schulterlange, schwarze Haare, einen gut gepflegten Bart und schien wohl gerade einer Truppe von Angestellten Aufgaben zu geben, die sie noch zu erledigen hatten. Sein stechender Blick streifte die Vierergruppe + Hund. Einige Momente vergingen. “Ihr seid die Shinobi?” dafür, dass seine Stimme so rau war, glich seine Körpergröße ungefähr der von Natsu. “Samamoto Iwabe mein Name. Kommt mit.” Und er ging schnurstracks und in einem zackigen Tempo durch eine der Türen, die sich direkt neben ihm befand. Moment...Samamoto? So wie der Kapitän? Waren sie verwandt? Der erste Offizier führte sie in einen Raum, der sich als Umkleideraum der Angestellten entpuppte. “Also, ihr braucht Uniformen, wenn ihr auf diesem Schiff rumlaufen wollt. Wir wollen nicht, dass unsere Gäste denken, dass irgendetwas passieren könnte, weil Ninja auf unser Schiff aufpassen.” Und er musterte die Anwesenden. “Wir haben nicht jede Uniform in passender Größe für euch. Ihr beide…” Er zeigte auf Asami und Natsu. “Für euch haben wir zwei Kleider. Sie sind ungefähr dieselbe Größe, also könnt ihr es euch aussuchen, wer was trägt. Blau-silber und...rot-schwarz." und er guckte kurz in den Schrank, der neben ihm war, um sich nochmal zu vergewissern, dass alles auch da war. Ich hab zwar nie verstanden, warum man die mit so viel Glitzer ausstatten muss, aber naja. Eigentlich ist es mir auch egal." sagte er dann und fuhr fort “Für euch hingegen haben wir das hier auftreiben müssen.” Damit sah er zu Raku und Yui. Aus einem der Schränke holte er zwei Kleidungssets heraus. “Der Bartender unserer Bar im Casino war so freundlich, eine seiner Uniformsets zur Verfügung zu stellen.” Und er hob die Bekleidung hervor, die in seiner rechten Hand war. “Das andere hier ist ein einfacher, schwarzer Anzug mit weißem Hemd, Krawatte, Hose und Gürtel. Beides sollte euch ungefähr passen.” Und damit hing er beides wieder in den Schrank. “Der Hund...mal sehen, vielleicht haben wir noch eine Schleife oder ne Fliege für ihn hier rumliegen...hübscht ihn etwas auf. Wie, ist egal. Verhaltet euch unauffällig und bereitet den Gästen keinen Ärger. Auf eine sichere Fahrt.” und mit diesen Worten verließ er den Raum wieder
 
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Was zum… wie konnte ein normaler Mensch so groß sein?! Waren die Eltern von diesem Mann auch so gigantisch gewesen? Und seine Brüder und Schwestern? Onkel, Tante, Oma, Opa… während Asami ihre erste Probe meisterlich löste – sie blieb immerhin überraschend ruhig und sachlich, während sie dem Kapitän antwortete – drifteten Chinatsus Gedanken in ganz andere Ecken ab. Sie stellte sich eine Großfamilie voller Riesen vor und irgendwo, mitten drin, sie selbst. Klein, sehr klein und dauerhaft in Gefahr, von den mindestens genauso gigantischen Füßen dieser Leute zertreten zu werden. Ein kalter Schauer lief den Rücken der Teamleiterin hinab, die sich unerwartet schüttelte, um den schrecklichen Gedanken zu verdrängen. Hoffentlich bekam sie heute Nacht davon keine Alpträume! Die Inuzuka nutzte die Gelegenheit, um nach weiteren Informationen für die Mission zu fragen und auch Rakus Frage ging in eine ähnliche Richtung. Chinatsu hörte zu und nickte gelegentlich, während sie versuchte, ernsthaft über die Worte nachzudenken. Es gab keine direkte Gefahr, aber auf der Strecke waren in der Vergangenheit Piraten gesichtet worden? Hm. Hörte sich irgendwie nicht nach der besten Route an, um einen Haufen reicher, vielleicht auch verwöhnter Schnösel mit einem großen Schaufelraddampfer durch die Gegend zu kutschieren… aber hey! Was war die Hellhaarige schon, das infrage zu stellen? Ändern würde es die Situation sowieso nicht. Wenn sie die Worte des Kapitäns richtig deutete, gab es außerdem eine Chance, dass die Ninja bei der dreitägigen Kreuzfahrt auf überhaupt keine Probleme stoßen würden. Und das hieß im Klartext: Urlaub! Auf Kosten von anderen Leuten! Die Aussicht war doch vielversprechend. Die Bemerkung, dass sie sich entsprechend einkleiden lassen sollten, nahm die Kunoichi nur beiläufig wahr. Und kurz bevor der Kapitän wieder in seiner Kabine verschwinden konnte, stellte Yui noch eine letzte Frage – die irgendwie berechtigt war, wenn Chinatsu länger darüber nachdachte. Kapitän Samamoto musterte den schwarzhaarigen Kumo-Nin, der am ehesten noch mit seiner eigenen Größe mithalten konnte. Ein mildes, eher nachsichtiges Lächeln legte sich in das sonst sehr markante Gesicht des Älteren. „Ich habe dem Inhaber dieses Schaufelraddampfers etwas ähnliches gesagt“, stimmte er Yuichiro in ruhigem Tonfall zu, hob dann allerdings die breiten Schultern unschlüssig an. „Der Tan ist nicht nur der größte und bekannteste Fluss des Landes, sondern führt auch mit Abstand an den meisten Sehenswürdigkeiten Kawa no Kunis vorbei. Mit keiner anderen Route könnte man für eine Kreuzfahrt mehr werben als mit dieser. Ich möchte nicht sagen, dass dein Einwand unbegründet ist, mein Junge. Doch vereinzelte Piratenangriffe in der Vergangenheit überwogen nicht die wirtschaftlichen Vorteile, die man sich mit dieser Kreuzfahrt verspricht. Und daher wurde das übliche Personal einer solchen Schiffahrt ja auch um euch Ninja ergänzt, damit diese Route dennoch genutzt werden kann.“

Nächstes Ziel: Mannschaftsräume. Gut, dass die anderen Teammitglieder einen besseren Orientierungssinn als Chinatsu zu haben schienen, denn die 16-Jährige trottete eher hinterher, als dass sie die Führung übernahm. Als das Mädchen das geschäftige Treiben bemerkte, das in den Mannschaftsräumen herrschte und zwei Männern eher ungeschickt auswich, war sie kurz davor, auf die eigene Nase zu fallen – doch im letzten Moment konnte die Hasekura sich fangen. Sie sah auf, als einer der Männer die Ninja direkt ansprach und blinzelte ein paar Mal unbeholfen, als sie den zwar sehr muskulösen, aber auch sehr… kleinen Mann sah. Moment. Samamoto? Samamoto wie der Kapitän? „Das ist nen Scherz, oder?“, murmelte die Kunoichi, als Iwabe durch eine weitere Tür verschwunden war. Das war es dann wohl mit der Illusion einer Familie voller Riesen. Immerhin musste sich Chinatsu nun nicht mehr vor irgendwelchen Alpträumen fürchten. Kurz sah die Kunoichi zu den Kollegen, bevor sie schulterzuckend ebenfalls in den Raum folgte und schnell merkte, dass es sich hier um einen Umkleideraum handelte. Der sehr kleine Samamoto haderte nicht lange – er schien noch einige andere Aufgaben zu erledigen zu haben – sodass er es schnell auf den Punkt brachte. Für Asami und Natsu gab es zwei Kleider. Die Männer sollten einen ordentlichen Anzug und eine Barmann-Uniform anziehen. Und für Okami gab es eine Schleife? Eine Fliege? Natsu zappelte bereits ganz unruhig auf der Stelle.

Und dann, kaum hatte der schwarzhaarige Iwabe den Raum verlassen, hielt sich die Hellhaarige nicht mehr zurück. Sie schnellte nach vorne, riss den Schrank mit den Kleidern auf und packte sich gezielt das wild funkelnde, blau-silberne Kleid. „Das ist meins!“, entschied die 16-Jährige und beäugte das Kleidungsstil vollauf zufrieden, strich mit den Fingern über den samtweichen Stoff. Ob Asami sich auch so darüber freuen würde, ein Kleid anziehen zu können? Also die rot-schwarze Farbe würde auf jeden Fall deutlich besser zu ihr passen als zu Chinatsu! „Das muss ein Vermögen wert sein!“, stellte Chinatsu weiterhin fasziniert fest und warf dann sogar einen Blick ins Innere des Kleides und quietschte erfreut. „Das ist von Kōgaku! Ich hab noch nie was von Kōgaku getragen!“ Sie sah mit weit aufgerissenen Augen zu den Teamkollegen, suchte in ihren Blicken nach etwas wie Verständnis… wurde aber nicht so richtig fündig. „Kōgaku!“, wiederholte sie den Namen der in Fachkreisen durchaus sehr bekannten Marke, als würde das dem Verständnis der Anderen auf die Sprünge helfen. Die gelben Äuglein des Mädchens glitzerten mit dem Kleid förmlich um die Wette, dann sah sie sich um und bemerkte einen dunklen Vorhang, der gerade groß genug war, um die wichtigsten Bereiche des Körpers vor neugierigen Blicken zu verstecken. Sie mussten sich wohl nacheinander umziehen, denn einen weiteren Vorhang gab es nicht. „Ich bin die Erste. Moment! Das dauert nicht lange!“ Und wusch, war die Hellhaarige hinter dem Stück Stoff verschwunden, das den Oberkörper verhüllte, Kopf und Füße jedoch sichtbar blieben. Ungeniert entfernte das Mädchen ihre alten Klamotten, ließ diese mehr oder minder achtlos auf den Boden gleiten und zog dann das blau-silberne Glitzerkleid über. Und dann, nach ein bisschen Geraschel, trat Chinatsu wieder vor ihre Teamkollegen. Die hellen Haare wurden mit einer kurzen Bewegung aus dem Zopf gelöst, fielen nun offen über die Schultern des Mädchens, das sichtlich stolz das Kleid an ihrem Körper trug. Was? Sie sollte sich nicht so darüber freuen, ihre Ninja-Kleidung bei einem Auftrag ablegen zu müssen? Na… da war man bei Chinatsu an der falschen Adresse. Das glitzernde Kleid schmiegte sich eng um die schmale Taille des Mädchens, bevor es um die Beine herum wieder mehr Bewegungsfreiheit bot. Es reichte bis zum Boden und durch einen Seitenschlitz konnte man einen Blick auf die dunkle Haut der Kunoichi erhaschen, wenn sie sich bewegte. Sie liebte es! Es passte einfach perfekt zu ihr! „Na, wie sehe ich aus?“, fragte sie breit grinsend ihre Teamkollegen und stellte sich noch ein bisschen gerader hin, um die eigene Körperform zu betonen. Eigentlich wollte sie auf die Frage gar keine Antwort haben. Sie wusste immerhin, dass sie grandios aussah! „Asami, Okami. Ihr seid dran“, sprach die 16-Jährige noch aus, bevor sie zum Schrank zurückschlenderte, um die passenden Schuhe herauszusuchen sowie ein Paar kleiner Ohrringe. Wenn, dann musste das Gesamtpaket auch stimmen!
 
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Als der Kapitän erklärte, dass die Route des Schaufelraddampfers durch Piratengebiet führte, konnte die Inuzuka ein überraschtes "huh?" nicht unterdrücken. Sie war selber für allen möglichen, gefährlichen Mist zu haben, aber die Idee, ein Boot, bis zum überlaufen mit reichen Knackern gefüllt, auch bloß in die Nähe von Piraten zu bringen, erschien selbst für sie ein wenig hirnrissig. Sie behielt jedoch ihre Meinung für sich, schließlich entstand so ein Job für die Shinobi. Außerdem bestand zumindest die Chance, dass überhaupt nichts passierte und sie einfach einige Tage lang kostenlos Urlaub machen durften. Diese Möglichkeit wollte sie sich auf keinen Fall durch ihre große Klappe versemmeln. ​
Nach einer kurzen Einweisung, was als nächstes folgte, fiel die Tür des Kapitäns auch schon wieder ins Schloss und die Ninja waren auf sich selbst gestellt. Bevor der Rotschopf jedoch überhaupt etwas sagen konnte, wurde sie auch schon gnadenlos von Raku aufgescheucht und in Richtung Mannschaftsräume gejagt. "Meine Güte, wir sind nun wirklich nicht auf der Flucht. Chill mal, du schlechter Piratenabklatsch!" meckerte sie unzufrieden und warf dem Kerl mit der Augenklappe einen trotzigen Blick zu. Wieso war der Typ bloß so unendlich verklemmt? Vermutlich ging er zum Lachen sogar in den Keller. Das nervte, und nicht bloß ein bisschen! Er könnte ruhig mal den Stock aus seinem Hintern holen, vielleicht täte ihm das gut. Um jedoch nicht den Frieden in der Gruppe zu stören hielt der Wildfang widerwillig die Klappe und stieg, an Seite von Okami, die Treppen hinab zum Mitarbeiterbereich. ​
Dort angekommen wurde die Truppe augenblicklich von einer Welle an umherwuselnden Angestellten verschluckt. Einer von ihnen stach jedoch hervor, denn er steuerte direkt auf sie zu. Der Mann, der sich als Samamoto Iwabe vorstellte, redete nicht lange um den heißen Brei, erklärte kurz, was nun zu tun war, und war dann auch schon wieder weg. Dies war auch sein Glück, denn kaum war die Tür wieder zu, riss Asamis Vierbeiner sofort das Maul auf: 'Sag mal, der will mich doch verarschen! Ich trage doch keine Krawatte, und erst recht keine kitschigen Schleifchen!' Der Rüde zeterte und zeterte, es brauchte einige Momente, bis er sich wieder ein wenig abgeregt hatte und endlich sein Frauchen zu Wort kommen ließ. "Jetzt warte doch erst einmal ab..." Entschuldigend blickte sie zum Rest des Teams, schließlich hatten die vermutlich nicht viel mehr als lautes Gejaule verstanden. Zwar konnte sie das Entsetzen ihres Ninken absolut nachvollziehen - solch ein Accessoire ließ ihn bloß noch mehr wie ein Plüschtier wirken - jedoch wären einige Tonlagen leiser nicht schlecht gewesen. Um den Akita von weiteren Kapriolen abzuhalten umschloss sie sein Maul vorsichtig, aber entschlossen mit beiden Händen, platzierte ihr Gesicht vor dem Seinen und flüsterte ihm leise, beruhigende Worte ins Ohr. ​
Die Zeit, die der Rotschopf benötigte, um ihren Vierbeiner zu besänftigen nutzte die andere Kunoichi direkt, um sich das blaue Kleid zu schnappen und schnurstracks hinein zu schlüpfen. Die Inuzuka hatte mit dieser Wahl absolut kein Problem. Rot war sowieso ihre Lieblingsfarbe (wer hätte das gedacht?).​
Kaum hatte die Hasekura sich den Glitzerfummel angezogen, präsentierte sie sich auch schon stolz. ​
Zugegeben, ein wenig eifersüchtig war Asami nun schon, schließlich sah Natsu einfach nur fantastisch aus. Es schien, als wäre das Kleidchen exakt auf das Mädel zugeschnitten worden. "Du bist wie gemacht dafür!" Klar beneidete sie die Kunochi, aber das hieß noch lange nicht, dass der Wildfang es ihr nicht gönnte! ​
Sie schnappte sich das übrig gebliebene Kleid und verschwand ebenfalls hinter dem mehr als knappen Sichtschutz. Zumindest einmal war ihre kleine Körpergröße von Nutzen, es wurde nun alles wichtige verdeckt! In Windeseile war sie in ihr Outfit geschlüpft. Und auch wenn ihr ein wenig unwohl dabei war, mit einem Abschminktüchlein aus ihrem Rücksack hatte sie mindestens genauso schnell auch die Inuzuka-Bemalungen von ihren Wangen verschwinden lassen. Es war ihr Markenzeichen, doch dieses Markenzeichen würde momentan bloß dafür sorgen, dass man sie schneller als Ninja erkannte. Also musste sie wohl oder übel darauf verzichten. ​
Mit einem fröhlichen "Tadaaa!" sprang sie nun hervor, drehte sich einmal wie ein kleines Kind im Kreis und grinste dabei wie ein Honigkuchenpferd. So etwas Schickes hatte sie noch nie in ihrem Leben tragen dürfen! Niemals hätte sie gedacht, dass es doch so gut saß. Es war durchaus ungewohnt: eng, knapp geschnitten und nicht unbedingt gemütlich (ihre Mutter wäre enttäuscht). Auch ein wenig Angst, dass bei einer falschen Bewegung etwas rauspurzelte, hatte das grünäugige Mädel. Aber dafür sah es umso besser aus. Wie genau sie darin allerdings im Notfall kämpfen sollte, ließ sie mal außen vor. Ihre Aufreiß-Pläne würden durch die körperbetonten Outfits auf jeden Fall umso erfolgreicher ausfallen. ​
Schlussendlich widmete sie sich noch einmal dem Kleiderschrank. Schließlich musste sie - wenn auch unfreiwillig - noch etwas für Okami finden. Recht schnell war dies auch geschehen. Eine bordeaux-rote Seidenfliege. Farblich absolut passend zum Frauchen. Mit einem entschuldigenden Blick band der Rotschopf sie um den plüschigen Hals ihres Vierbeiners, welcher es mit leisem Knurren über sich ergehen ließ. Selbst jemand, der mit Hunden nichts am Hut hatte, konnte erkennen, dass sich der Rüde das Accessoire am liebsten sofort wieder herunter gerissen und in eine Millionen Stücke zerfetzt hätte. "Du bist das Highlight dieser Gruppe!" versicherte sie ihrem Vierbeiner und wandte sich dann erwartungsvoll an die Jungs des Teams: "So, jetzt seid ihr dran!" Sie konnte sich weder Yui und erst recht nicht Raku in solchen Nobel-Fummeln vorstellen, weshalb sie umso gespannter auf das Ergebnis war. ​
 

Manako Raku

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Raku hatte keinen Schimmer, was Asami mit "schlechter Piratenabklatsch" meinte, aber eigentlich war es ihm auch vollkommen egal. Ihren trotzigen Blick ertrug er ohne auch nur mit der Wimper zu zucken und auf ihre Worte bekam die junge Dame auch keine Antwort - Raku war einfach nicht dafür gemacht, in solchen Situationen kontra zu geben. Es war schon so schwer genug für ihn, mit diesem beklemmenden Gefühl der Unsicherheit klarzukommen. Die einzige Person hier, die ernsthaft und ehrlich an der vernünftigen Erfüllung der Mission interessiert zu sein schien, war Yuichiro. Insofern war Raku froh, den nicht auch noch vorantreiben zu müssen. Es war schwer genug, mit Rot und Weiß fertig zu werden. Okay, gesagt, getan - Samamoto Iwabe, der offenbar ziemlich kleine erste Offizier, klärte sie weiter über ihre Pflichten auf. Sie sollten icognito unterwegs sein, das hatte der Kapitän ja schon gesagt. Er hatte allerdings nicht erwähnt, dass es so förmlich Kleidungsstücke werden würden. Grade hatte er noch etwas sagen wollen, da verließ Samamoto schon den Raum und Chinatsu fing an herumzuquietschen. Raku warf ihr einen missbilligenden Blick zu. Ihre Prioritäten hatte sie also deutlich im Blick, das wunderte ihn überhaupt nicht. Sein Blick fiel auf das Kleid, welches sie hochhielt, und tatsächlich sah man eine kleine Falte in seiner Stirn. Dieser Schnitt... ja doch, den konnte er zuordnen. Nicht, dass er sich unfassbar viel mit Kleidern auseinandersetzte, aber die Marke war eben eine Marke - eine ziemlich hochpreisige sogar. Normalerweise bewegte sich der Hellhaarige ja eher im praktischen Segment, aber ohne über den Tellerrand zu schauen würde man ja nie bessere Produkte anfertigen können, oder? Trotzdem sagte er nichts und seufzte nur leise, wand sich den beiden Kleidungsstücken zu, die ihm und Yuichiro zugesprochen waren. Ihm persönlich war es ja vollkommen egal ob seine Teamkameraden seine Unterwäsche sahen - das hier war ihr Job, und da hatte es keine Scham zu geben. Seine Meinung. Und ehrlich gesagt war der Umkleidevorgang von Chinatsu für Raku nicht sonderlich interessant, immerhin hatte er schon alles gesehen, was da grade hinter dem Vorhang zu sehen gewesen wäre. In der Zwischenzeit entschied sich der junge Mann, den schwarzen Anzug zu nehmen - er hatte absolut keinen Schimmer von Alkohol und wollte auch ungern in irgendwelche Bestellvorgänge verstrickt werden, er wollte seine Zeit nutzen um die Sicherheit auf dem Schiff festzustellen. Insofern gab es keinen Grund, die Bartender-Uniform anzuziehen.​

So, Chinatsu war fertig. Raku warf ihr einen Blick zu, der eindeutig abscannte, ob ihr das Kleid auch wirklich stand. Also, technisch gesehen natürlich. Sein kritischer Blick huschte einmal von oben nach unten und wieder zurück. Rot und schwarz hätten wirklich nicht so gut zu ihr gepasst - aber blau und silber? Hm. Immerhin schien es ihr gut zu passen. "Sitzt es gut?", fragte Raku. "Kann notfalls Anpassungen vornehmen", ergänzte der Bogenschütze knapp und legte in diesem Moment bereits seinen Mantel und sein festes Oberteil ab. Darunter kam nur ein helles Oberteil zum Vorschein, welches eng anlag. Eine zweite Haut quasi, um ihn im Zweifel warm zu halten. Das war wohl einer der ersten Male, dass man an seinen Armen deutlich Abstufungen seiner Hauttöne sah: Während sein Teint an den oft freiliegenden Stellen sehr viel dunkler war, als seine natürliche Hautfarbe, konnte man an den Oberarmen deutlich seinen eigentlich hellen Hautton erkennen. Während Asami sich umkleidete, ordnete der Manako seinen Anzug, besah sich Länge und Größe der Kleidungsstücke. Sollte wohl gehen - normalerweise hätte er das noch perfektioniert, aber mit der Schere konnte er schlecht an das teure Hemd herangehen. Die Rothaarige brauchte nicht so lange wie Chinatsu, und überraschte tatsächlich ein wenig mehr als sie: Vor allen Dingen, weil ihre Markierungen weg waren. Das war sehr professionell von ihr, das konnte Raku respektieren. Er hatte erwartet, sie darauf hinweisen zu müssen. "Scheint zu sitzen... gut", kommentierte Raku im Stakkatto. Der Schnitt war sogar noch unnötig bewegungshemmender als das Kleid von Chinatsu, aber gut... sie hatten wohl keine Wahl. Er sah zu der Hasekura, dann einmal zu Asami. "Wie möchtet ihr im Zweifel kämpfen?" Während er diese Frage stellte, legte er die Hand an seinen Hosenbund, schien kurz davor, sich vor den Kollegen umzusehen - hielt dann aber inne und seufzte leise. Na gut. Sie schienen es als "Reihenfolge" wahrzunehmen. Was auch immer. Er trottete hinter den Vorhang, und viel schneller, als man es erwartet hatte, kam er wieder dahinter hervor. Der Anzug war ziemlich scharf geschnitten, das musste man sagen - es war ein Klassiker, aber der athletisch geformte Körper des jungen Mannes gab ihm einen gewissen Flair. An sich hätte Raku, wenn er es schon musste, lieber einen Dreiteiler getragen. Aber auch so hob sich die dunkle Krawatte vom hellen Hemd ab und strahlte eine gewisse Eleganz aus. Der Kontrast zwischen Haar, Haut, Anzug und Hemd machte sich gut. Fand er. "Normalerweise scheint das jemand schmaleres zu tragen. Ich lasse den Knopf auf." Ansonsten warf das Jackett Falten - auch nicht gut. Die Hose passte immerhin hervorragend. Schnurstracks ging der Genin wieder zu dem Schrank, in dem er jetzt wohl seine Kleidung verstauen musste, und begann darüber zu sinnieren, welche Stücke seiner Ausrüstung er mitnehmen wollte - und wo er sie unterbrachte. Eigentlich ließ er seinen Kram ungern hier. "Hasekura-san", sagte er deshalb. "Wir wissen noch nicht, wo wir unterkommen, oder?" Er konnte es sich nicht vorstellen, aber vielleicht hatte sie da ja noch mehr Informationen. Nachdenklich strich sich der Hellhaarige seine wuscheligen Haare zurück, kämmte sie sich förmlich mit den Fingern ein wenig nach hinten - und tatsächlich blieben sie für den Moment nach hinten geworfen, was ihm ein deutlich stromlinienförmigeres Aussehen gab. ​
 
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Seufzen. Ja, mehr konnte Yuichiro auch nicht machen, als er die Antwort des großgewachsenen Kapitäns hörte. Natürlich klang die ganze Sache mit den wenigen Piratenangriffen aus einer marketingtechnischen Perspektive sehr vernachlässigbar, er konnte zumindest nachvollziehen, warum diese Entscheidung getroffen wurde. Wirklich einverstanden war er trotzdem nicht. Aber naja, viel ändern ließ sich an dieser Situation sowieso nicht mehr. Das Schiff konnte sich jetzt wahrscheinlich schwer auf eine andere Route begeben, da würden ihnen bestimmt viele Gäste abspringen. Dementsprechend war dieses Thema gegessen. Außerdem waren die vier Shinobi nun hier, um dafür zu sorgen, dass auch wirklich nichts passierte. Und hey, wer weiß, vielleicht gab es ja wirklich keine Vorfälle in diesen drei Tagen und sie hatten zur Abwechslung mal eine relativ entspannte Mission, die man eher als Urlaub deklarieren konnte. Wäre auf jeden Fall angenehmer als sich wieder durch tobende Stürme zu navigieren. Gab es sowas schon mal? Einen Auftrag, der am Ende mehr Entspannung als Arbeit bedeutete? Bei Yuichiro zumindest nicht. Naja, mal sehen, wie es sich entwickelte. Ihr nächstes Ziel waren die Mannschaftsräume und der erste Offizier, Samamoto Iwabe, zeigte ihnen auch sofort den Umkleideraum der Crew und ihre neuen Outfits, die sie auf diesem Schiff wohl tragen sollte, gleich dazu. Um ehrlich zu sein hatte Yui nie wirklich formelle Kleidung angehabt. Vielleicht war es irgendwo auch eine Art Angewohnheit von Ninjas, er konnte in dem Fall natürlich nur von sich selbst sprechen, aber meistens waren sie ja eher...praktisch eingekleidet...oder?


Naja, so schnell wie Iwabe weg war, so zügig schnappte der Wirbelwind von Kumogakure sich auch schon das erste Kleid und verschwand hinter dem, gerade so ausreichenden, Vorhang. Einen Moment lang brauchte Yuichiro, um zu registrieren, was dort hinter dem Stück Stoff passierte, aber als die Kleidung der Hasekura gen Boden fiel, schaute er so schnell es ging weg, auch wenn er, selbst wenn sein Blick weiter darauf gerichtet wäre, nichts sehen würde. Erst als er wieder Schritte aus dieser Richtung vernahm und die Weißhaarige hervortrat, richtete der Suna-Nin seinen Kopf wieder zu ihr. “Du siehst fantastisch aus!” lobte er die Hasekura und kümmerte sich währenddessen darum, sein Bartender Outfit mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Er hatte sowas noch nie getragen, dementsprechend musste er erstmal gucken, aus wie vielen Kleidungsstücken es bestand. Ein dunkelgraues Hemd, eine schwarze Weste mit goldenen Verzierungen und tiefblauen, rautenförmigen Knöpfen, die auf den ersten Blick dem Aussehen eines Kristalls ähnelten, auch wenn man sah, dass es eigentlich nur ein stinknormaler Knopf war. Dazu kam eine ebenfalls dunkelgraue Hose und eine blaue Krawatte mit weißem Rautenmuster. Und passend dazu noch ein paar schwarzer Schuhe. Ehrlich gesagt...gefiel ihm diese Aufmachung. Seine Inspektion war beendet und nun trat auch Asami wieder hinter dem Vorhang hervor. “Du siehst ebenfalls super aus” komplimentierte er ihr Aussehen. Sein Blick fiel zu Okami, der es nun über sich ergehen lassen musste, eine rote Fliege zu tragen und man sah diesem Hundegesicht seine Unzufriedenheit mehr als an. “Es ist ja zum Glück nicht für immer.” damit war Raku auch schon hinter der schwarzen Sichtbedeckung verschwunden und kam nur wenige Momente später wieder hervor. Es war kein Anblick, den Yui erwartet hatte, jemals zu sehen, aber es war kein schlechter. Je länger man drauf schaute, desto besser stand ihm dieser Anzug. Nun war der Takegatama an der Reihe und verschwand hinter dem Vorhang. Seine üblichen Roben ließ er Fallen, die Bänder an seinen Armen löste er und schon stand er dort , das Bartender Outfit in seinen Händen. Es dauerte zwei bis drei Minuten bis alles richtig saß und er sich vergewissern konnte, dass nichts fehlte. Yuichiro trat wieder zur restlichen Gruppe und besah sich seiner Kleidung ein weiteres Mal. Es saß erstaunlich gut, die Person, die das normalerweise trug, schien wohl eine ähnliche Statur zu haben. ...naja, vielleicht hätte die Hose noch etwas weiter sein können, aber ansonsten schmiegte sich der feine Stoff gut an seinen Körper. Die Schuhe waren seinem normalen Schuhwerk zwar nicht sehr ähnlich, allerdings würde er das hinkriegen. “Na, wie sehe ich aus?” Ein wenig Feedback schadete ja nie. Die Frage, die Raku daraufhin stellte, war berechtigt. Irgendwo mussten sie ja ihre Sachen unterbringen und, vor allem, die Nacht verbringen.
 
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Diese silbernen Sandaletten passten wirklich perfekt zu dem blauen Kleid! Und zufälligerweise hatten sie auch noch die richtige Größe für Chinatsu. Das musste doch geplant gewesen sein! Die 16-Jährige schnappte sich das Schuhwerk und schlüpfte in dieses hinein, während sie sich zufrieden die Komplimente von allen Teammitgliedern zu ihrem atemberaubenden Aussehen anhörte. „Das Kleid sitzt wie angegossen“, antwortete sie auf die Frage von Raku und drehte sich auf dem Absatz um, damit sie ihn auch direkt ansehen konnte. „Aber falls mir noch was auffällt, sag ich dir Bescheid.“ Sie zwinkerte dem Hellhaarigen zu, denn auch wenn ihre Geschmäcker hinsichtlich Kleidung oft weit auseinanderlagen, so schätzte sie die Fähigkeiten des Manako als Schneider doch sehr. Dann wurde das Mädchen von Asami und Okami abgelenkt, die beide nun ebenfalls fertig umgezogen hervortraten. Die Inuzuka hatte sich sogar ihre Wangen-Markierungen entfernt! Ein ungewohnter Anblick, aber es machte das gesamte Erscheinungsbild gleich edler. „Asami, das passt perfekt!“, lobte sie ihre rothaarige Kollegin und hielt den Daumen grinsend nach oben. Ihre Aufreiß-Pläne würden mit diesen Kleidern auf jeden Fall funktionieren! Ein leises Kichern entwich dem Mädchen beim nächsten Gedanken. „Aber du solltest aufpassen, dass Okami dir nicht die Show stiehlt.“ Tatsächlich sah der Vierbeiner mit der Bordeaux-roten Seidenschleife noch tausend Mal süßer aus als ohnehin schon. Chinatsu hätte gar nicht gedacht, dass das möglich war! Dass Okami griesgrämig knurrte, machte den Anblick irgendwie nur noch süßer. Zumindest hatte Chinatsu genug Verstand, um in diesem Moment nicht den Kopf von Okami zu tätscheln - gebissen werden wollte sie dann doch nicht. Als nächstes zog Raku sich um und erschien in einem eng geschnittenen Anzug vor den Teamkollegen, bei dem insbesondere das helle Hemd und die dunkle Krawatte ins Auge stachen. „Wow, Raku!“ Die Hasekura blinzelte kurz, winkte dann ab. „Mensch, das steht dir echt gut, muss ich sagen. Damit könntest du vielleicht sogar die Aufmerksamkeit einer Dame auf dich ziehen, wenn du noch ein bisschen lächelst. Willst du dich unseren Aufreiß-Plänen etwa anschließen?“ Zuletzt zog Yuichiro sich um, für ihn blieb nur noch das Bartender Outfit übrig. Tatsächlich hatte die 16-Jährige befürchtet, dass der große Takegatama Probleme haben würde, passende Kleidung zu finden. Umso überraschter war das Mädchen, als Yuichiro mit einem fast perfekt passenden Outfit wieder vor die Gruppe trat. Chinatsu trat näher, zupfte ungeniert an dem weichen Stoff am Körper des Takegatama und besah sich diesen einmal von allen Seiten. Dann nickte sie. „Yui, das sieht echt gut aus. Ist an dir etwa ein Barkeeper verlorengegangen, hm?“ Sie lachte, trat dann einen Schritt zurück und musterte ihren dunkelhaarigen Freund nochmal von oben bis unten. Sie sahen alle grandios aus! Viel besser als in ihrer Ninja-Kleidung. Die Origami-Userin hätte sich gerne noch länger über die Kleidung unterhalten, doch leider wurde das Thema ernster. Zum einen ging es darum, wie Asami und sie in den Kleidern kämpfen wollten. Und dann stand noch die Frage im Raum, wo sie unterkommen würden. WENN wir kämpfen müssen...“ Das erste Wort betonte die junge Frau ganz bewusst. „Dann geht das in dem Kleid schon. Ich mein, meine Beine haben genügend Bewegungsfreiheit, wie ihr sehen könnt.“ Sie deutete grinsend auf die seitlichen Schlitze in ihrem Kleid, die den Blick auf ihre dunkle Haut ermöglichten. „Abgesehen davon bin ich Ninjutsuka. Solange ich die Hände bewegen kann, geht das schon.“ Sie winkte ab und dachte dann über die zweite Frage nach. „Wo wir unterkommen können... keine Ahnung. Aber das bringen wir jetzt mal in Erfahrung!“

Eine Zusammenfassung der Ereignisse: Die Gruppe traf erneut auf den kleinen Samamoto Iwabe, der ihnen zwei Schlüsselkarten überreichte, auf denen eine (!) Zimmernummer stand. Ja, richtig gehört: Es gab nicht vier, nicht zwei, sondern genau ein Zimmer, dass sich die vier Ninja plus Hund teilen sollten. „Vielleicht ist es ja besonders groß?“, war die Anmerkung Chinatsus gewesen, die sich im Nachhinein allerdings als außerordentlich naiv herausstellte... Die Vorstellung der Hasekura: Eine extragroße Suite mit Balkon, wunderbaren Blick aufs offene Wasser, mit einem Sekt zum Empfang und einem Badezimmer mit privatem Whirlpool. Die Realität: Das Zimmer war innenliegend, es gab also keinen Balkon, genauer gesagt nicht einmal ein Fenster. Das Zimmer war nicht extragroß, sondern hatte eine auffallend schmale, längliche Form. Ein Badezimmer gab es zwar – doch außer einer kleinen Dusche, Waschbecken und funktionsfähigem Klo konnte man keinen Luxus erwarten. Sekt? Nee. Nicht mal ein paar belegte Brote gab es zum Empfang. Zum Übernachten gab es in diesem kleinen Zimmer ein Doppelbett sowie eine Couch. Oh und einen Schrank gab es auch noch! Das war es dann aber auch schon Mobiliar. Und dass das Zimmer sich in der Nähe zum gigantischen Schaufelrad des Schiffes befand und sie die drei Tage daher eine entsprechende Geräuschkulisse haben würden, konnte das Team zwar noch nicht wissen, würde sich ihnen zu einem späteren Zeitpunkt aber noch offenbaren. „Okay... nicht optimal, das gebe ich zu. Aber damit lässt sich schon arbeiten“, fasste Chinatsu am Ende zusammen, verstaute ihre Ninja-Utensilien sowie alte Kleidung schon einmal im Schrank und ließ sich dann auf den Rand des Bettes fallen. „Es sind vielleicht nicht so viele Übernachtungsmöglichkeiten da, aber vermutlich werden wir ja eh nicht alle gleichzeitig hier schlafen. Daher passt das schon“ Der weitere Plan ließ sich recht schnell zusammenfassen: Sie würden in wechselnden Zweiergruppen das Schiff patrouillieren und sich bei Bedarf jeweils einzeln für ein paar Stunden zum Ausruhen in das Zimmer zurückziehen. Chinatsu hatte eigentlich vorgehabt, zusammen mit Asami dauerhaft für den Bereich in und um das Casino zuständig zu sein... doch aus ihr vollkommen unerfindlichen Gründen hatte Raku bei diesem Plan vehement Widerspruch erhoben und sowohl auf Patrouillen über das gesamte Schiff, als auch auf wechselnde Gruppen bestanden. Spielverderber! Wie konnte er ihren Aufreiße-Plänen nur so einen Strich durch die Rechnung machen? Aber na gut – wenn er es denn so wollte. Kaum hatte das Team das Gespräch beendet, knarzte es plötzlich aus den Lautsprechern und eine weibliche Stimme hallte durch die Gänge des Schiffes.

„Liebe Gäste. Wir freuen uns, Sie an Bord begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen einen wunderbaren, erholsamen, aber auch erfolgreichen Aufenthalt auf unserem Kasino-Schaufelraddampfer. In zehn Minuten werden wir ablegen und den Hafen von Kyomochi verlassen. Bei Fragen steht Ihnen unser Personal jederzeit zur Verfügung. Die genaue Reiseroute können Sie den Flyern entnehmen, die sowohl in Ihren Zimmern, als auch auf den Gängen des Schiffes zu finden sind. Ein paar kurze Sicherheitshinweise...“

Tbc: Der Tan - der große Fluss
 
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