Idyllischer Waldrand

Dieses Thema im Forum "Reich des Grases" wurde erstellt von Sumiya Saki, 4. Sep. 2018.

  1. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Amegakure – Marktplatz


    Endlich hatten Saki und Tamaki das Reich des Regens hinter sihc gelassen. Die beiden genin waren eine lange Zeit einem Weg in Richtung nordösten gefolgt. Viel gesehen hatten die beiden nicht, felsige Ebenen und düstere Wälder, allesamt getaucht in das Zwielicht des Regens. Saki war kein sehr positiver Menshc, aber die ganze Umgebung hatte ihr den Rest gegeben. Wie solte man im Reich des Regens auch nur einen positiven gedanken fassen? Zum Glück lag das aber erstmal in der vergangenheit – bis die Rüpckkehr anstand – und die beiden jungen Ninjas liefen nun durch ein Waldgebiet, das deutlich freundlciher schien. Es hatte vor geraumer Zeit aufgehört zu regnen, sodass Saki das von Tamaki spendierte Regencape vorsichtig zusammengerollt und in ihrem Beutel verstaut hatte. Sie war imer noch etwas sauer wegen des Geschenks, aber auch dankbart. Eine merkwürdige Mischung von gefühlen, aber damit würde die Sumiya schon klarkommen. Gerade beschrieb der Weg eine Biegung um eine Anhöhe, als Saki blinzeln musste. Die untergehende Sonne schien den beiden beinahe direkt ins Gesicht. Der Abend nahte und das hieß, dass die beidne wohl oder übel für die Nacht rasten mussten. Tokoharu sollte wohl ncoh etwas weiter entfernt sein und Saki hatte wenig Lustg im Dunkeln durch ein Gebiet zu reisen, das durchaus auch feindlich Gesinnte beherbergte. So wie es aussieht, sollten wir wohl für die Ancht einen Platz zum Schlafen suchen. Da hinten scheint ein guter Platz zu sein und er ist auch etwas abseits des Weges. Saki deutete auf einen umgestürtzten Baum, der gegen zweiu andere Bäume gefallen war und somit ein kleines provisorisches Dach bildete. Unter dem Stamm befand sich eine sanfte Kuhle, in der nur weiches Gras und wenig anderes wuchs, sodass es eine einigermaßen erholsame Nacht möglich war. Außerdem verdeckten einige Busche den direkten Einblick, sodass die beiden ein wenig vor fremden Blicken geschützt waren. Bei näherem Hinsehen sah Saki, dass einer der noch stehenden Bäume beinahe vollkommen hohl war, sodass man sich sogar ein wenig darin zurückziehen konnte, um zu schlafen. Das Stück Waldrand war wie gemacht für die Genin. Kümmerst du dich um ein Feuer? Ich sammle in der Zeit ein paar Kräuter, Pilze und Beeren, damit wir unsere Rationen nicht allzu sehr belasten müssen. Keine Sorge, ich bin, was Kräuter und dergleichen angeht, bewandert, musste das Zeug für meine medizinische Ausbildung lernen. Also würde Tamaki wohl dem Tod durch Fliegenpilz entgehen.

    Ohne eine Antwort abzuwarten setzte sich Saki bereits ab und verschwand im Dickicht. Während sie so durch den Wald striff, griff sie immer mal wieder nach unten und hob den einen doer anderen Pilz an, klaubte Kräuter zusammen oder erhaschte ein paar Himbeeren. Die Ausbeute sah gut aus, der Wald gab einiges her. Bereits auf dem Rückweg bemerkte die Künstlerin einige bekannte grüne Blätter, die entfernt an Gras erinnerten. Als Saki sie mit dem Fuß beiseite schobb, musste sie aber grinsen. Sie hatte wilde Zwiebeln gefunden. Was auch immer sie heute Abend essen würden, es würde auf jedne Fall eine süße Sauce bekommen. Jetzt musste Saki nur zum Lagerplatz zurückkehren, das Feuer sollte bereits entfacht worden sein.
     
  2. Yagami Tamaki

    Yagami Tamaki Genin

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    Hätten Blicke töten können, wäre Tamaki wohl einen sehr schmerzhaften Tod gestorben, als er Saki das Regencape in die Hand drückte. Der Impuls, doch etwas zu sagen – vielleicht zu fragen, was überhaupt los war -, war zu flüchtig als dass der Suzuya ihm gefolgt wäre. So sah er nur stumm zu, wie das blauhaarige Mädchen unwirsch das Cape umlegte und forsch losstiefelte. Zumindest hatte sie es ihm nicht postwendend ins Gesicht geschmissen, so dass Tamaki unterschwellig sogar zufrieden war. Schlechtes Wetter würde Saki auf dem restlichen Weg durch Ame schon einmal nicht umbringen, und das war letztlich alles, was er gewollt hatte. Wenn er konnte, würde er unterwegs einen Blick auf dieses emotionale Minenfeld auf dünnen Beinchen riskieren. Für den Moment aber hielt er sich bedeckt und ließ Saki ihre Ruhe. Zeit und Abstand bewirkten oft mehr als eine erzwungene Konversation.

    So nahm Tamaki den Weg über einmal mehr still die Eindrücke der Umgebung auf. Die Kopfhörer ließ er dieses Mal jedoch weg – hier draußen befanden sie sich lange nicht mehr in einem geschützten Rahmen, in dem er es riskiert hätte, auf sein Gehör zu verzichten. Obwohl das Wetter zu Beginn ihres Marsches noch immer erbärmlich war, fand der Suzuya es nicht all zu schlimm. Zwar fühlte er wie so oft kaum etwas, aber das, was da war, befand sich irgendwo in der Nähe von gut. Nachdem der Regen mehr und mehr einem freundlicheren Himmel wich (was wohl hieß, dass sie die Grenze nach Kusa no Kuni überschritten hatten), gab es direkt mehr zu entdecken. Vor allem als sie gegen Ende des Tages den Wald durchquerten, kostete es Tamaki einige Mühe, sich nicht in den vielen Bildern, Geräuschen und Gerüchen zu verlieren. Aber an Stehenbleiben war hier nicht zu denken. Nun, zumindest bis sie schließlich doch Halt machen mussten. Tamaki musste seine Augen gegen die tiefstehende Sonne abschirmen, um zu sehen, was Saki meinte. Doch schließlich erkannte auch er den Platz, der ihnen ihr Schlaflager sein sollte, murmelte eine kurze Zustimmung und folgte der Sumiya zu den umgestürzten Bäumen. „In Ordnung.“, gab er zu verstehen und ließ sein Reisegepäck zu Boden. Während Saki direkt im Unterholz verschwand, sah Tamaki sich nach Reisig um, mit dem man ein Feuerchen anfachen und unterhalten konnte. Bald schon war er fündig geworden und legte mit den Händen eine kleine Grube im Boden vor ihrem Unterschlupf an. Nachdem es hier keine Steine oder Sand gab, musste das genügen. Der Suzuya war heilfroh, dass sein Rucksack die Zunderkiste vor Amegakures Regen geschützt hatte und so war auch das Entzünden des Feuers keine große Hürde mehr. Zwar rauchte es anfangs etwas, brannte aber stabil. Dafür, dass er das außerhalb der Akademie noch nie versucht hatte, war Tamaki zufrieden. Die Zeit bis zu Sakis Rückkehr verbrachte er damit, seinen Schlafsack und einfaches Kochgeschirr auszupacken und seinen mitgebrachten Proviant zu ordnen. „Ich habe noch einfache Onigiri, Senbei und geräucherten Fisch.“, bot Tamaki daher an, als Sakis blauer Schopf wieder zwischen den Büschen auftauchte. „Zumindest die Onigiri sollten wir heute noch essen. Der Rest hält sich länger. Oh, und das hier…“. Er hielt Saki die orangenähnlichen Früchte, die er auf dem Markt gekauft hatte, unter die Nase. Vielleicht wusste sie ja, wie sie hießen… „Was habt Ihr gefunden?“, erkundigte er sich. Dass die Sumiya erfolgreich gewesen war, konnte er sehen.
     
  3. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Ein wenig musste Saki lächeln, als sie zum Lagerplatz zurückkehrte, nicht nur brannte ein Feuer, Tamaki schien alles für das Abendessen und die Nacht bereits vorbereitet zu haben. Kochutensilien lagen bereit und der Schlafsack des Jungen hatte ebenfalls seinen Platz gefunden. Mit einem kurzen, leisen Pfiff kündigte Saki ihre Rückkehr an und blickte den Suzuya an. Sieht ja super aus. Dann können wir uns gleich ans Kochen machen. Überraschenderweise schwang in Sakis Stimme kein Hohn oder gar Abscheu mit, sie war wirklich zufrieden damit, dass ihr Teamkollege nicht nur Anweisungen befolgte, sondern etwas weiter dachte und das Lager auf Vordermann gebracht hatte. Zudem gab er dem Mädchen auch noch gleich einen Überblick über die Vorräte, die vorhanden waren, praktisch, wenn man bedachte, welche Ausbeute die Sumiya mit sich führte. Vielleicht ergänzten sich die beiden doch irgendwie, auch wenn in der Gleichung Kämpfe nicht teil waren. Doch ein positives Erlebnis würde Saki nicht zur besten Freundin von Tamaki werden lassen, dafür war das Mädchen zu stur und kompliziert. Dennoch musste sie dem Genin recht geben, die Senbei und der Räucherfisch, die Tamaki vorhielt, würden sich länger halten und konnten deshalb zur Not auch später noch verspeist werden, die Reisbällchen hingegen,. Die aß man lieber frisch, so frisch es eben noch ging. Denke dann gibt es heute Abend Onigiri, ich habe auch einige Himbeeren gefunden und die Früchte, das sind übrigens Kumquats, wenn ich mich nicht täusche, können wir zu einer süßen Sauce dafür machen. Als Basis nehmen wir am besten die hier. Damit hob sie die wilden Zwiebeln hoch und präsentierte sie Tamaki. Der Gedanke eine süße Sauce mit Zwiebeln zu machen schien erst einmal konträr, doch wenn man sie sanft anbriet und dann mit den Früchten verarbeitete, würden sie ein sanftes, süßes Aroma bekommen. Natürlich würde das Gericht nicht so süß werden wie Fruchtgelee oder so, aber die beiden mussten arbeiten mit dem, was sie hatten und das waren nun einmal Zwiebeln und einige Kräuter, die aber auch als Heilkräuter genutzt werden konnten. Ohne noch etwas zu sagen, griff sich Saki einen der von Tamaki bereit gelegten Töpfe und begann damit die Zwiebel zu schälen. Die Himbeeren drückte sie schweigend dem Suzuya in die Hand, sollte sich Tamaki um das Waschen und schälen der Früchte kümmern.

    Als Saki die Zwiebeln in den Topf geben wollte heilt sie kurz inne. C Besser ein wenig Chakra aufgebraucht zu haben, als mitten in der Nacht überrascht zu werden und die Vögel waren deutlich besser, als Nachtwache schieben zu müssen, denn so hatten beide Genin die Chance gesunden Nachtschlaf zu finden und würde nicht aus dem Schlaf gerissen, nur um in den dunklen Wald zu schauen. Mit dem Finger bedeutete Saki dem Vogel los zu fliegen und gab ihm mental noch den Befehl sofort Bescheid zu geben, wenn etwas ungewöhnliches passierte. Zwar würde Saki die geistige Verbindung nicht dauerhaft aufrecht erhalten können, schon gar nicht, wenn sie schlief, aber der Vögel, ebenso wie seine Brüder, die erst nach dem Essen gezeichnet werden würden, konnte sich ja auf anderem Wege bemerkbar machen und wenn sie einen Radau veranstalteten. Als der schwarze Tintenvogel in den Wipfeln verschwunden war, wandte sich Saki wieder dem Essen und auch Tamaki zu. Wenn die Vögel die Gegend im Auge behalten, brauchen wir wahrscheinlich keine Nachtwache. Wir sollten also guten Gewissens schlafen können. Ich werde nach dem Essen auch gleich schlafen gehen, außer du hast noch eine andere Idee. Wenn die andere Idee jedoch Kartenspiele oder dergleichen beinhaltete, würde Saki nicht gerade freundlich ablehnen, sie hatte keinen Nerv für solche Sachen und schon gar nicht hier mitten im Nirgendwo.
     
  4. Yagami Tamaki

    Yagami Tamaki Genin

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    War das etwa ein Lächeln oder spielten die Schatten, die die flackernden Flammen warfen, ihm einen Streich? Doch Saki schien wirklich zufrieden und so erwiderte Tamaki das Lächeln und nickte leicht. Seinen Plan, sich die Aura der Sumiya einmal anzusehen, hatte er unterwegs vorerst verworfen. Allem voran, weil es ihm zu unsicher gewesen war und der Marsch ihn doch sehr in Beschlag genommen hatte. Außerdem kannte er den Grund für Sakis Verstimmung damit immer noch nicht. Der Plan war somit, eben auf das zu reagieren, was gerade anlag. Und wenn es doch so schlimm werden sollte, dass es die Mission oder ihrer beider Leben gefährdete… musste er versuchen, den Emotionen auf seine Weise ein wenig nachzuhelfen. In der Hoffnung, dass der Fall nie eintrat. „Kumquats…“, wiederholte Tamaki leise und sah auf die kleinen, orangenen Früchte. Den Namen hatte er wirklich noch nie gehört, aber zumindest wusste er seit Amegakure, dass sie gut schmeckten. Und das Schälen blieb einem dankenswerterweise erspart, konnte man die Schale doch direkt mitessen. „Dann also Onigiri mit süßer Soße.“, bestätigte er und nahm die Himbeeren entgegen, um sie zu waschen und Blätter oder kleine Tiere auszusortieren, die zwischen die Früchte geraten waren. Auch was die weiteren Handreichungen und sonstigen Vorbereitungen anging, richtete Tamaki sich nach den Anweisungen der Sumiya und so hatten sie nach gar nicht allzu langer Zeit doch ein schmackhaftes Essen zubereitet. Wer hätte gedacht, dass simple Reisbällchen mit einem Dip aus einer (zumindest für Tamaki) eigenwilligen Soßenkreation so gut schmecken würden?

    Als sie einträchtig am Feuer saßen und das Ergebnis ihrer vereinten Bemühungen verzehrten, unterbrach Saki ihre Mahlzeit, um einige weitere Tintenvögel in die Umgebung zu entsenden. Tamaki sah den kleinen Tieren interessiert nach, bis sie in der Dunkelheit zwischen den Wipfeln verschwanden. Unsichtbare Spione, die ihnen hoffentlich eine ruhige Nacht bescheren würden. „Ja, Schlafengehen klingt nach einer guten Idee.“, kommentierte Sakis Überlegung. Auch er war von dem (für seine bescheidenen Verhältnisse) langen Fußmarsch geschafft und würde ungeachtet des fehlenden Komforts eines weichen Betts vermutlich schlafen wie ein Stein. Dennoch gab es eine Sache, die dem Suzuya wichtiger war als das. Denn wenn ihn etwas vom Schlaf abhielt, dann sehr wahrscheinlich seine eigene Neugier. „Aber… wenn Ihr mir davor noch eine Frage gestattet… Warum wart Ihr wegen des Regencapes verärgert?“. Ob es eine gute Idee war, die fragile Stimmung zwischen ihnen zu gefährden, konnte Tamaki nicht sagen. Aber einen besseren Zeitpunkt als diesen hatte es heute nicht gegeben. Und selbst wenn es schief ging – die nächsten Stunden würden sie so oder so schweigend verbringen.
     
  5. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

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    Um endlich in Ruhe zu schlafen, kramte Saki ihren löchrigen, aber noch funktionalen, dunkelbraunen Schlafsack hervor und schob sich langsam hinein. Die Wärme umgab sie beinahe augenblicklich und erhöhte nur die Müdigkeit, die sich bereits in der Sumiya angestaut hatte. Der lange Fußmarsch hatte seinen Tribut gefordert und die Nacht hier im Wald würde sicherlich helfen wenigstens etwas Energie zurück zu gewinnen. Der Waldboden war recht uneben, aber er würde als Schlafstatt ausreichen. Man konnte es schlimmer treffen, immerhin lagen noch genügend Blätter und Zweige um den Lagerplatz, um den Boden wenigstens etwas abzufedern. Bereits im Schlafsack schob sich Saki in Richtung des umgekippten Baumes und schob dabei einige Blätter vor sich her. Diese würden ihr als Matratzenersatz dienen, als Kopfkissen hatte sie vor ihren Beutel zu verwenden. Als sich das Mädchen endlich halbwegs bequem niedergelegt hatte, wandte sie sich der Frage des Suzuya zu. Warum hatte sie so reagiert, als der Genin ihr ein Regencape gekauft hatte? Sicherlich nicht nur, weil es Almosen waren, denn schließlich basierte ein Großteil ihres Lebens darauf. Wahrscheinlich war es eher der Stolz der Sumiya, der diese Reaktion hervorgebracht hatte. Tamaki hatte Glück, dass Saki schon durch den Marsch ermattet war, da sie so keine Energie mehr für eine schnippische Antwort oder dergleichen hatte. Ehrlichkeit war manchmal einfacher ausgesprochen, wenn man den Aufwand einer Lüge nicht betreiben wollte. In ihrem Schlafsack setzte sich Saki auf und blickte zu Tamaki herüber. Warum? Ich denke das hat zu einem großen Teil mit meinem Stolz zu tun. Aber auch der Tatsache, dass das Cape an sich nichts ändert. Ich stamme aus den Slums unterhalb der großen nummerierten Plattformen und da wird ein Regencape nicht helfen. Irgendwie schien Saki gerade etwas redseliger zu werden, würde sie etwa Tamaki ihr Herz ausschütten? Vielleicht, der Genin hatte eine eigenartig beruhigende Wirkung auf die Slumbewohnerin und irgendwie hatte sie das Gefühl, als würde er sie ein wenig verstehen können. Dabei sollte jedoch festgehalten werden, dass Saki Schwierigkeiten hatte anderen zu vertrauen, dass sie hier schon über sich sprach, sagte viel über die Ausstrahlung des Suzuya aus. Meine Arbeit als Ninja übe ich nur aus zwei Gründen aus. Zum Einen habe ich so die Möglichkeit eine Menge über Medizin und andere Heilverfahren zu lernen, mit meiner, sagen wir Ziehmutter, betreibe ich eine Art Kräuterladen und Arztpraxis in den Slums, da die meisten bei uns sich keine Behandlung im Krankenhaus leisten können und die meisten Ärzte sich nicht einmal in die Nähe der Slums bewegen würden. Irgendwer muss ja den Menschen helfen. Der andere Grund ist schlicht und ergreifend Geld, damit wir die nötigsten Materialen beschaffen, ausreichend Nahrung bekommen und anderen ebenfalls helfen können. Ein wenig verträumt lehnte sich Saki nach hinten gegen den Stamm des toten Baumes und blickte empor zum Himmel, der an mancher Stelle durch die Wipfel hindurch zu erkennen war. Die Sterne funkelten und hatten irgendwie etwas Warmes an sich, wie das Versprechen, dass die Zukunft gut werden würde. Weißt du, mein Traum ist es einmal eine eigene Klinik zu eröffnen, in der ich sowohl Patienten aus Soragakure, als auch den Slums behandle. Faire Preise und jeder, der Hilfe benötigt, soll sie bekommen. Wenn ich jemandem das Leben retten kann, er sich die Behandlung aber nicht leisten kann, dann soll er nicht den Rest seines von mir geschenkten Leben in Schulden verbringen. Irgendwie war Saki ins Plaudern geraten. Hoffentlich wusste Tamaki es zu schätzen, dass das Mädchen aus dem Slums ihm gerade ihr Herz geöffnet hatte, wie sie es noch niemandem, nicht einmal der Kräuteroma, gegenüber getan hatte. Sie erwartete nicht einmal eine Antwort von ihrem Gegenüber, selbst Schweigen war in Ordnung. Irgendwie tat es aber gut sich die Sache von der Seele reden zu können.
     
  6. Inuzuka Ara

    Inuzuka Ara Genin

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    cf: Das Nordtor

    Scheiß Mission. Scheiß verschwundene Reisende... und überhaupt scheiß Wald! Ara war jetzt schon genervt von dieser blöden Mission! Der Inuzuka hatte von Anfang an wenig Lust auf eine Mission mit diesem Yamanaka Schnösel gehabt und jede Minute, die er mehr mit diesem blonden Schönling verbrachte, machte ihn umso wütender! Immerhin hatte er Katsu dabei. Dieses Goldstück von Hund war einfach der beste Begleiter in jeder Lebenslage. So hatte der Themenwechsel des blonden Konohanins die Laune des Köters wenigstens ein Stück weit verbessert. Danach herrschte eine ganze Weile Funkstille zwischen den beiden Shinobi. Er hatte seine geliebte Begleiterin vorgestellt und damit war das Thema für ihn gegessen... und mit dem Kunden wollte er weiß Gott keinen weiteren, unnötigen Smalltalk halten. So führten sie nur die notwenigsten Gespräche und Aras Reaktionen waren einfache Ja- oder Neinantworten...
    Kurz nachdem sie den Wald erreicht hatten, brach die Dunkelheit so langsam an, aufgrundwelcher die Genin beschlossen hatten ein Lager aufzuschlagen, um eine Pause einzulegen. Es machte ja wohl denkbar wenig Sinn sich in der Dunkelheit voranzugehen. Die Wahrscheinlichkeit sich zu verirren oder auf Feinde zu stoßen, war da schon deutlich höher. Da man auch wusste, dass irgendwo hier auch noch Shinobi der anderen Fraktion herumirrten, wollte man die ja auch nicht erschrecken. Also war die Sache ziemlich schnell geklärt. Nachdem sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, machten sie noch ein kleines Feuer - wieder von gemeinsamen Schweigen gezeichnet - und obwohl Ara gerne vorgeschlagen hätte sein Ninken die Nachtwache übernehmen zu lassen, war diese deutlich abgeneigt von dieser Idee. Er hatte nicht genug Proviant dabei um sich eine solche Bitte zu erlauben... Immerhin übernahm das kleine Pelztierchen einen Teil davon - gegen eine angemessene Bezahlung, versteht sich - und ließ den Herren so etwas Zeit zu ruhen..

    Am Morgen, bevor sie aufbrechen wollten, wartete Ara verhältnismäßig geduldig an ihrem Feuerplatz und beobachtete das kleine Plüschtier beim Schlafen, bis sein Schnöselkollege auch so weit war aufzubrechen. Geschlafen hatte er ziemlich unruhig. Vor allem aber zu der Zeit, bei der Arata die Wache übernommen hatte. Der Inuzuka traute Katsu blind, aber niemand anderem konnte er seine und ihre Sicherheit in diesem Maße anvertrauen. Doch kaum war der Blonde von seiner nächtlichen Ruhe erwacht, traf ihn erneut der zornige Blick Aras. "Ich nehm an wir müssen die Kunden aus Sora findn, oder?", knurrte er grimmig mit einem Ausdruck, bei dem man dessen Blick wohl als zur Faust geballt bezeichnen konnte. "Haste vielleicht was zu Essn für Katsu? Dafür würd'se sicher suchn. Sie hatn gutes Näschen..." Als die Kombination des Wortes Essen und Katsu aufkam, ploppten auf einmal die Ohren aus dem Flaschball hervor und große, schwarze Knopfaugen blickten die Genin erwartungsvoll an. Das Glück schien jedenfalls auf ihrer Seite zu sein: Die beiden Aras konnten genug zum Futtern zusammenkratzen, um das putzige Hündchen zu motivieren. Mit wedelndem Schwänzchen und in die hoch - so hoch es ihr den möglich war - in die Lüfte gereckte Nase, lief das kleine Flauschbällchen stolzen Schrittes voran und suchte nach dem lieblichen Düften anderer Menschen. Wonach so dreckige Soranin wohl rochen? Ara wollte es gar nicht wissen... Eigentlich wollte er die Penner auch gar nicht finden. Aber gehört ja nun mal dazu, nicht?