in den Wäldern südöstlich von Konoha

Dieses Thema im Forum "Trainingsplätze (Archiv)" wurde erstellt von Suzumiya Rin, 30. Apr. 2008.

  1. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Gaehnend schlenderte die junge Genin den mit Tau benetzten Waldweg entlang. Die Wasserperlen glaenzten im fruehen Licht der aufgehenden Sonne, die Voegel zwitscherten froehlich und im Dickicht raschelten die ersten paar Waldbewohner auf der Suche nach Nahrung.
    Im Gehen drehte sie sich nocheinmal um. Die Steinmauer, ueber die sie gesprungen war um Konohagakure zu verlassen, wurde Schritt fuer Schritt kleiner und verschwand schliesslich im Dickicht.
    Wieder drehte sie sich stolpernd um, verschraenkte ihre Haende im Nacken, waehrend sie nocheinmal herzhaft gaehnte.

    Vorgestern waren sie von der Mission wiedergekommen, gestern hatte das Team offiziell frei bekommen. Dieses "frei" hielt auch eigentlich noch drei weitere Tage an, jedoch wollte Ogami den heutigen Tag mit Training verbringen...also hatte Rin, seitdem sie von der Mission wiedergekommen waren, die naechsten 36Stunden durchgeschlafen und war somit vor einer Stunde ausgeruht und gesund wieder aufgewacht.
    Ein Laecheln zog sich ueber ihre Lippen, als sie die angenehme Waerme der Sonne auf ihrem Gesicht spuehrte.
    Immernoch hatte sie den ein oder anderen blauen Fleck auf Armen und Beinen, ebenso zeugte ein Schrammer, der sich ueber ihre rechte Wange zog, von dem Kampf gegen den TaijutsuShinobi...aber davon abgesehen ging es ihr inzwischen wieder ausgesprochen gut! Ihre Chakrareserven waren wieder aufgefuellt und sie freute sich bereits darauf, zu sehen, was ihr Sensei geplant hatte.

    Ein Seufzer durchbrach die Stille und sie senkte ihren Blick, beobachtete, wie das Waldstueck vor ihr sich lichtete.

    "Ich wette er kommt fruehestens in einer Stunde..." ,murmelte das Maedchen mit schiefem Blick, fuhr sich nocheinmal durch ihre Haare und setzte schliesslich Fuß auf das von Ogami vorgesehene Trainigsgelaende.
    Interessiert schweiften ihre Blicke ueber das Areal.
    Es hatte etwa die Groeße eines Fussballfeldes. Vor ihr baeumte sich die Erde auf, ein kleiner Berg nahm ihr die Sicht auf den Horizont und ein Fluss riss ihn in Zwei, deren Lauf gebrochen durch Felsen muendete er schliesslich links von ihr in das Dunkel des Waldes.
    Der kleine Waldweg, auf dem sie hergekommen war, verlief sich in der Wiese vor ihr, nur einige Meter vor einem Haus, das das idyllische Bild dieser Flora doch etwas stoerte.
    Ein Bauwerk, zwei Stockwerke hoch, solides Geruest und mit Lehm und Stein vermauert. Es sah ziemlich neu aus, beinahe unbewohnt. Die Fensterscheiben spiegelten in der Sonne, Vorhaenge sah sie keine, doch vom Inneren konnte sie weiter nichts erkennen.

    Ein weiterer Blick durch die Gegend verriet ihr, das ihr Sensei wirklich noch nicht da war.

    "Beim ersten Morgengrauen hat er gesagt..." ,murmelte sie erneut und kratzte sich genervt am Hinterkopf.
    Aber wenn sie schoneinmal vor ihm da war, konnte sie immerhin die Zeit auch nutzen um sich das Gelaende sogut wie moeglich einzupraegen.

    "Na gut dann."

    Sie hob ihre Haende auf Brusthoehe, streckte ihre Arme und knackte einmal mit den Fingern, bevor sie flink 3 Handzeichen formte.

    "Mitsukeru Emono..." ,durchdrang ihre Stimme fluesternd die Ruhe des Morgens, die lediglich durch das Rauschen des Baches untermalt wurde.
    Ihre Augen geschlossen gehalten spuehrte sie, wie sich die Waerme in ihr sammelte, sich in ihrer Magengegend fokusierte, und schliesslich ging sie in die Knie, legte ihre rechte Handflaeche auf den feuchten Waldboden.
    "Lockere Erde..."
    Die Stroemung des Baches schlug in seiner Intensitaet hart gegen die Steine, schickte starke Impulse wie Stromschlaege durch ihre Fingerspitzen. Etwa 3 Meter unter ihr bohrte sich ein Tier durch den Untergrund, etwa in der Groeße eines Maulwurfs.

    Sie oeffnete die Augen wieder, langsam. Nocheinmal schwiff ihr Blick konzentriert durch das sie umrundende Areal, diesesmal bewusster und intensiver als vorher.
    Von ihrem Sensei immernoch keine Spur.

    Wieder seufzte sie, entspannte ihre Glieder und lies sich ruecklings auf den Waldboden fallen. Alle Viere von sich gestreckt blieb sie liegen und schloss nocheinmal fuer einen Moment ihre Augen, lies sich von der weiter austeigenden Morgensonne waermen...
     
  2. Die Äste knackend unter Ogamis Gewicht. Der Horizont hatte einen tiefen, goldenen Farbton angenommen und die Sonne glitt majestätisch den Himmel empor. Die ersten Sonnenstrahlen wärmten seinen Körper, denn vor einigen Minuten war es noch ziemlich frisch. Der Jounin genoss den kleinen Spaziergang zum Trainingsplatz; seine Nasenspitze zuckte und sog begierig die herrlichen Düfte der Pflanzen und Blumen auf. Er streckte seinen Nacken um seinen Kopf bräunen zu lassen und schloss die Augen. Auf diese Weise ging er ein paar Minuten blind durch die Gegend, konnte sich aber bestens orientieren. In der Gegend standen nicht viele Bäume und ein ebener, künstlich gerodeter Weg führten zu seinem Ziel: Das berühmte Medizinhaus. Jeder Shinobi aus dem Feuerreich schaut während seiner Karriere dort vorbei und wenn nicht, dann ist er einfach nur ein Dummkopf. Der Feuernin blickte gen Himmel und bemerkte, dass er viel Zeit vertrödelt hatte; der Mann hatte kein besonders gutes Zeitgefühl, wenn es Treffpunkte innerhalb des Dorfes einzuhalten galt. Jeder Ort in dieser Umgebung hing mit einer Erinnerung zusammen, die er gerne Revue passieren ließ. Dennoch beschleunigte er sein Tempo, um Rin nicht zu verärgern.

    Je näher er dem Medizinhaus kam, desto stärker wurde die Präsenz der jungen Schülerin. Am Morgen waren Ogamis Sinne besonders geschärft und er konnte Wahrnehmungen erkennen, die im Laufe des Tages etwas abgestumpft wurden. Vielleicht lag es daran, dass der Morgen seine Lieblingszeit war, oder er bildete sich das Ganze einfach nur ein. Nach einer Viertelstunde rückte das große, weiße Gebäude endlich in sein Blickfeld und die Genin lag am Boden, alle Gliedmaßen vom Körper weit ausgespreizt. "Yo!" schrie er aus voller Kehle und winkte dabei fanatisch, obwohl er noch mindestens zwanzig Meter von ihr entfernt war. Diese Distanz hatte er aber nach wenigen Schritten überbrückt und stand nun vor seiner Schülerin. Er bot ihr die Hand an, damit sie sich aufrichten konnte und lächelte. "Wie ich sehe, bist du wieder einigermaßen erholt." meinte er und tapste sie an. "Deinem Teamkameraden geht es nicht so blendend. Ich war gestern Taku besuchen und seine inneren Verletzungen sind schwerer, als vermutet. Er wird wohl einige Monate außer Gefecht sein." Der Teamleiter seufzte schwermütig und sein Blick verfinsterte sich. "Was heißt, dass wir neben Sagara wieder ein neues Mitglied bekommen." Seine Augenbrauen schoben sich weit nach oben, wo sie wie Pfeiler aufeinander stießen, abprallten und wieder nach unten fielen; er wusste, dass Rin diese Änderung missbilligte, doch laut Tsunade war es ein kleines Wunder, dass er seine Laufbahn als Shinobi nicht beenden musste. "Dieser Blitzangriff, der ihn getroffen hatte, war kein gewöhnlicher Angriff. Während er sich äußerlich nur Verbrennungen zuzog, war die eigentliche Technik auf seine inneren Organe gezielt." berichtete er kurz und schwieg dann. Der Jounin wusste noch immer nicht, was er mit dem Fehlverhalten des Jungen anfangen sollte. Würde er Tsunade darüber berichten, käme er sofort in ein „Katzenjagdteam“, wie Ogami junge Teams scherzhaft nannte. Dies war weit unter dem Level des Jungen, doch seine Ansichten über Teamarbeit waren trotzdem sehr suspekt und gefährdeten jede Gruppe. Der Jounin blickte auf das weiße Haus und dann wurde ihm wieder schlagartig bewusst, weswegen er Rin überhaupt hierher bestellt hatte.

    Er hob eine Hand und deutete auf das Gebäude: "Dies hier ist ein angesehenes Medizingebäude. Es hat keinen offiziellen Namen, man spricht einfach vom ‚Medizingebäude im Wald’. Die Geschichte dieses Ortes reicht bis zu den zweiten Shinobikriegen zurück. Damals wollte man eine rapide Leistungssteigerung erreichen. Zwar dauert es einige Zeit, bis man als Ninja Techniken entwickelt, doch bei der Fitness konnte man etwas… schummeln. Das Gebäude wurde dazu verwendet, den Körper eines Kriegers genauestens zu untersuchen. Junge Körper sind meist nicht gut durchtrainiert und es kommt oft vor, dass ein Bein deutlich mehr Muskulatur besitzt als das Andere. Dies wirkt sich natürlich auf Gleichgewicht, Kondition und auch die Chakramenge aus, die ja durch einen guten Körper und mental starken Kopf definiert ist. Anschließend wurde ein spezielles Training verordnet, das die Schwächen des Körpers ausmerzen soll." Ogami holte kurz Luft und er hockte sich hin. "Ich habe diese Prozedur auch hinter mir. Nachdem ich Chuunin wurde, wurde ich in diese Anstalt geschickt. Nach dem Training fühlte ich mich topfit und meine körperliche Leistungsfähigkeit verdoppelte sich. Die Mediziner hier spezialisieren sich allerdings nur auf junge, unausgebildete Körper. Mir würde dieses Training nichts bringen, denn meine Muskelpartien sind gleichermaßen stark und aufeinander abgestimmt." Der Feuernin biss sich auf seine Unterlippe und überlegte. "Die genaue Trainingsmethode sollte dir allerdings ein Mediziner erklären. Da du selbst auch ein Medic-Nin bist, sollten die Informationen für dich interessant sein."

    Der Teamleiter schlenderte Richtung Gebäude und öffnete die ebenfalls weiß lackierte Türe. Nun standen sie in einer Eingangshalle, die spartanisch eingerichtet war. Hinter einem kleinen Informationsschalter stand eine rothaarige Frau, die ihr Haar streng nach hinten gezogen hatte; ihre Augen machten allerdings einen freundlichen Eindruck. An der Decke hingen einige Lampen und an der Wand war ein großes Poster angeklebt, auf dem der Grundriss der Medizinanstalt zu sehen war. Der Komplex setzte sich aus zwei Häusern zusammen: Im Ersten, in dem sie sich nun befanden, waren die Behandlungsräume. Der komplette zweite Stock wurde als Lagerraum benutzt, um die hochmodernen Geräte zu verstauen. Direkt hinter dem Gebäude befand sich ein zweites Haus, das allerdings mehr einer Arena im freien glich. In dieser Arena befanden sich frei liegende Hindernisparkure sowie ein überdachtes Fitnesscenter. Der Jounin schritt auf die Informationsdame zu und bat um einen Mediziner, der Rin betreuen sollte. Anschließend nahm er auf einen der Holzstühle Platz, die willkürlich in der Eingangshalle verstreut standen. "Es dauert einige Minuten." meinte er lächelnd und fiel in die Lehne des Stuhls.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Mai 2008
  3. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Ein lautes "Yo!" riss die junge Genin aus ihren Gedanken und ihre Augenlider zuckten leicht.
    Sie hatte ihren Sensei bereits vor einigen Momenten kommen spuehren, doch die angenehme Ruhe und die waermenden Sonnenstrahlen auf ihrer Haut genoss sie einfach zu sehr als das sie sich haette aufrichten wollen.
    Ein leichtes Laecheln zog sich ueber ihre Lippen, als sein Schatten auf sie viel und er sie somit erreicht hatte. Das Maedchen oeffnete langsam ihre Augen, blinzelte einige Male um sich an das grelle Licht zu gewoehnen und nahm schliesslich seine Hand, um sich hoch zu ziehen.

    "Einen wunderschoenen guten Morgen auch, Sensei. Puenktlich wie immer." ,witzelte sie und verschraenkte ihre Arme vor der Brust um ihm weiter aufmerksam zu zuhoeren.
    Der Bericht ueber Taku ueberraschte sie leider wenig...Bei ihrer ersten Untersuchung hatte sie bereits schlimmere Innere Verletzungen festgestellt, doch fuer eine ausreichende Behandlung war sie lange noch nicht qualifiziert gewesen...Sowohl die praktische Erfahrung als auch das Stamina fehlten ihr fuer solch komplizierte Operationen. Alles, was sie mit ihrem Erfahrungsstand machen konnte, war, seine aeusseren Verletzungen zu behandeln und ihn fuer den Transport zu stabilisieren...
    Das sie nun wohl wieder mit neuen Genin zusammengewuerfelt werden sollte, gefiel ihr ebenfalls weniger. Man sollte doch meinen, das man zuverlaessige Comrades braucht, um sich mit ihnen einzuspielen, ihnen vertrauen zu koennen und ein nahezu perfektes Teamwork mit ihnen aufzubauen, und da traf sie nun immer auf jungen Nachwuchs, der sie nach relativ kurzer Zeit wieder verlies.

    Kurz viel ihr Blick etwas geknickt gen Boden, bevor sie wieder zu ihrem Sensei aufsah.

    Ogami wechselte das Thema und lenkte ihre Aufmerksamkeit auf das große Gebaeude hinter ihr.
    "...den Koerper eines Kriegers genauestens zu untersuchen..spezielles Training...Schwaechen ausmerzen..."
    Skeptisch zog sie ihre Augenbrauen in die Hoehe als seine Worte in ihrem Kopf widerhallten. Fuer sie klang diese ganze Geschichte irgendwie nicht "richtig", wie geheime Experimente, um den SuperShinobi zu erschaffen oder so.
    Und auch der Zusatz, das wohl ihr Sensei selbst dieses Prozedere bereits hinter sich hatte, beruhigte sie irgendwie wenig.
    Sein letzter Satz, das sie sich die Methode selbst jedoch von einem MedicNin erklaeren lassen sollte, erleichterte sie wenigstens ein bisschen.
    Worauf genau wollte er denn hinaus? Ging es hierbei um eine Erweiterung ihres Wissens fuer ihre Laufbahn als MedicNin, oder wollte er sie diesem doch etwas fragwuerdigem physischen Training unterziehen?
    Schliesslich nickte sie bestaetigend, leichte Skepsis ueberzog immernoch ihre Mimik, und folgte ihm in das Innere des Gebaeudes.

    Fuer einen Moment lies der Anblick ihr mulmiges Gefuehl in der Magengegend schwinden. Beinahe sah es hier aus wie im Krankenhaus Konohas. Das Ganze hatte irgendwie etwas "heimisches", wenn man die historische, doch etwas fragwuerdige Geschichte beiseite lies.
    Von Aussen hatte die Einrichtung irgendwie kleiner gewirkt, doch es schien, als ob sich im hinteren Bereich, zu dem sie im Moment keine klare Einsicht hatte, noch einige Raeume befinden wuerden.
    Noch waehrend sie sich weiter umsah, ergriff ihr Sensei erneut mit einem Laecheln das Wort und setzte sich auf einen der freien Stuehle. Ihre Arme immernoch vor ihrer Brust verschraenkt nickte sie bestaetigend und setzte sich schliesslich auf den Stuhl neben ihm...
     
  4. Mit verschränkten Armen saß er da und ließ wippte mit einem Fuß auf und ab. Inzwischen war die Sonne schon den Himmelskörper hoch gewandert und ihre wärmenden Strahlen lockten selbst die schläfrigsten Waldbewohner aus ihren Löchern. Der Gebäudekomplex zog die Wärme wie ein riesiger Solarspiegel an; sie breitete sich aus und auch die dicke Ziegelmauer konnte die sich ausbreitende Hitze nicht zurückhalten. Die Temperatur im Warteraum stieg um einige Grad und gleichzeitig aktivierte sich die hochmoderne Klimaanlage, die an den Seitenwänden des Zimmers eingebettet war. In den letzten Tagen war es besonders heiß und der Wechsel zum Sommer machte sich deutlich bemerkbar. Trotz der Bemühungen der Klimaanlage bildeten sich Schweißperlen an Ogamis Stirn, sodass er seinen Hut abnahm und die Stirnfransen zur Seite schob. Sein neugieriger Blick wanderte umher und er stellte fest, dass dieses Medizingebäude modernisiert wurde. Als sein Sensei Kain und er für 15 Jahren den Komplex betraten, wurden noch Registerkarten für die Buchhaltung verwendet. Diese waren nun doch ein Computersystem ersetzt, das wohl mit der gesamten Einrichtung verknüpft war. Auch die Klimaanlage war neu, doch war sich der Feuernin nicht sicher, ob er das nervtötende Geräusch der systematisch arbeitenden Maschine dem Schwitzen vorzog. Auch die optische Fassade wurde erneuert; waren die Wände damals in einem trüben gelb gestrichen gewesen, so war nun ein freundlicher, hellblauer Ton zu sehen. Der Teamleiter schloss die Augen und eine angenehme Dunkelheit lag auf seinen Lidern. Er schärfte seine Sinne, dehnte seinen Horizont aus und achtete auf seine Umgebung: Er spürte die Wärme intensiver denn je, sodass er beim nächsten Atemzug fast aufhusten musste; die Luft war schwer und stickig. Trotzdem räusperte sich der Shinobi nicht, verstärkte seine Konzentration und nahm nun die Körperwärme von zwei Menschen war: Die eine war schwächlich, fast so schwach wie ein dunkler Fleck in einem Schatten. Dabei handelte es sich um die unsympathische Empfangsdame. Ihr Charakter war einfach geschichtet: Sie war zielstrebig, aber nicht dumm. Sie war kriecherisch und wollte Erfolg. Der andere Körper allerdings strahlte eine warmherzige Güte aus, die von Rin ausging; der Jounin spürte keine bösen Absichten in ihr.

    Plötzlich drang ein neuer Körper in den Raum ein, von dem Disziplin und eine Aura der Autorität ausging. Dieser bewegte sich schlagartig auf Ogami zu und im nächsten Moment zuckte er unwillkürlich zusammen, als er angesprochen wurde. "Ogami-san, Sie bitten um einen Termin?" Der Feuernin riss die Augen auf und schürzte die Lippen. Es war lange her, seit er sich in einem so meditativen Zustand befand. Ogami fällt es schwer, sich auf das Meditieren zu konzentrieren, sodass er das Warten genutzt hatte, um einen Versuch zu wagen. Diesmal war es ihm sogar möglich gewesen, in eine neue Sphäre einzutauchen und zuvor verborgene Dinge wahrzunehmen. Als er dem Medic-Nin in die Augen blickte, bestätigte sich sein disziplinierter Eindruck: Er war hoch gewachsen, hatte ein spitzes Gesicht und seine aufmerksamen Augen befanden sich hinter einer dünnen Brille. Er war in einem weißen Arztkittel eingemummt und trug einen großen Notizblock mit sich. Als der Jounin vor etlichen Jahren hier gewesen war, hatte er diesen Mann nicht gesehen. "Es geht um meine Schülerin, Suzumiya Rin." antworte Ogami mit fester Stimme und stand auf. Dabei bemerkte er, dass er trotz seiner hohen Holzsandeln ein beträchtliches Stück kleiner war, als sein Gegenüber. Der Jounin lächelte; er hatte nicht erwartet, so spontan eine Behandlung für die Genin zu bekommen. Der Medic-Nin sah das Mädchen scharf an, nickte und bedeutete ihr, ihm zu folgen. "Es ist in Ordnung. Soweit ich mich erinnere, musst du kurz einige Fitnessübungen vollziehen, damit dein Fitnesslevel errechnet wird. Danach wirst du untersucht, Fragen gestellt und dann beginnt das Training. Wir sehen uns vor dem Hindernisparkur." erklärte er und hoffte, dass er Rin erleichtern konnte. Ihm war unwohl bei dem Gedanken, das Mädchen in einer für sie unbekannten Umgebung alleine zu lassen. Allerdings vertraute er auf die Professionalität der Ärzte, die auch ihm eine ausgezeichnete Hilfe waren. Er verdrängte seine Gedanken und schlenderte zum Hindernisparkur.
     
  5. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Angenehme Dunkelheit, beruhigende Stille, ein Summen....hin und wieder das Rascheln von Papier, doch kombiniert mit der vorherrschenden beinahe tropischen Hitze war dieser Moment doch eigentlich mehr als entspannend.
    In der Sekunde in der sie ihre Augen geschlossen hatte, kehrte ein wohliges Gefuehl des Friedens in ihr ein, Unbeschwertheit fuer die sie, seit sie ihre Zeit auf der Akademie vor nun fast schon zwei Jahren beendet hatte, kaum mehr Zeit fand.
    Missionen, Training, und wenn beides Mal nicht zutraf hatte sie mit ihrer medizinischen Ausbildung zu kaempfen.
    Umso intensiver genoss sie Momente wie diese, in denen sie sich in der Kompanie ihres Senseis wusste.

    Sekunden wurden zu Minuten, Minuten zu Stunden und sowohl Rin als auch Ogami saßen einfach nur schweigend da, warteten auf das was kommen wuerde. Eine angenehme Stille, die schliesslich jedoch durch die etwas harrsche Stimme eines Fremden gebrochen wurde, der sich an den Jounin wendete.
    Etwas skeptisch oeffnete die junge Genin zuerst ein Auge, musterte den, nach seiner aeusseren Erscheinung nach zu urteilen, MedicNin und schenkte ihm schliesslich ihre volle Aufmerksamkeit, nachder er seine Blick auf sie gewandt und sie scharf gemustert hatte.
    Einige Sekunden zoegerte sie, verharrte etwas verkrampft in ihrem Stuhl, als ihr Sensei wie auf Kommando sanft das Wort ergriff um sie zu ermutigen.

    "Einige Fitnessuebungen..."

    Ihre Augen weiteten sich kurz kaum merklich.

    "Wir sehen uns vor dem...was??? Hindernisparkur?"

    Und wieder weiteten sich ihre Augen in Schreck, ihre Augenbrauen hochgezogen.
    Ihren Fitnesslevel koennte sie auch ohne Tests bestimmen! 0!
    Und in diesem Hindernissparkur wuerde sie ohne Frage sterben...ausser natuerlich sie wuerde sich mit einigen Jutsus durchmogeln...nicht umsonst hatte sie 90Prozent ihrer Ausbildung in ihre makellose Chakrakontrolle gesteckt! Damit glich sie ihr mangelndes physisches Durchhaltevermoegen aus!

    Jedoch...dieser Mann ihr gegenueber schien weniger Geduld fuer ihr Zoegern zu haben und, sie wollte ihren Sensei auch nicht enttaeuschen.
    Sie rang sich ein letztes halbherziges Laecheln ab, hiefte sich schliesslich aus ihrem Stuhl und folgte dem MedicNin Richtung Untersuchungsraeume.
     
  6. Niyaze war die ganze Zeit von ihrer Wohnung im Stadtzentrum durch gerannt, sie hatte es eilig ihren neuen Sensei zutreffen von dem sie am Vortag eine Nachricht erhalten hatte. Die Bäume rasten an ihr vorbei und Kei-Neko ihre Katze hatte Probleme sich an ihrer Schulter fest zu halten ohne den halt zu verlieren. Wie so oft spürte Niyaze ihre scharfen Krallen durch ihr ledernes Kostüm, welches wirklich nicht für so warme Tage geschaffen war, die Nekoyami Kreuze klapperten gegen ihre schmale Brust und der Schweiß rannte mittlerweile schon aus ihrem engen Kragen. Ja der Anzug war wohl eher für das Leben bei Nacht gedacht und nicht im Sommer.
    Ihre schritte wurden langsamer, als sie die Hälfte der Strecke durch den Wald zurück gelegt hatte. Am liebsten wollte sie eine Pause machen, aber sie hatte schon so viele Wochen Pause gemacht, dass ein wenig rennen genau das richtige war. Erneut floss Chakra in ihre Beine und sie stieß sich ab um zum nächsten Spurt einzusetzen. Nur schwach hörte sie das verärgerte Schnurren Kei-Nekos die mit ihrem schwarzen Pelz sicher auch eine Pause wollte. Fast war sie da, das Medizingebäude war schon in Sichtweite durch die sich langsam öffnenden Baumwipfel konnte sie die Spitze erkennen. Warum der Jounin sie hierher bestellt hatte wusste sie nicht, aber das war auch fast egal, sie wollte ihr neues Team kennen lernen, auch wenn sie bereits gehört hatte, dass dieses noch nicht vollzählig war. Eilig hechtete sie an ein Passanten vorbei, verlor fast das Gleichgewicht, aber das letzte Chakratraining hatte Erfolg gezeigt und auch auf normalem Boden wirkten ihre Schritte viel sicherer. Nichts mehr von wegen tollpatschig und schusselig!

    Und da war sie schon auf dem Vorplatz des Gebäudes und verlangsamte ihre Schritte. Schweiß lief ihr immer noch fast in Strömen von der Stirn über das Gesicht, aber ihre Atmung beruhigte sich, mit jedem Schritt dem sie dem Gebäude näher kam. „Ob Katzen das Gebäude betreten dürfen“, wunderte sie sich und suchte nach Schildern die etwas in der Art kennzeichneten. Es war schließlich so etwas wie ein Krankenhaus, sicherheitshalber sollte Kei-Neko draußen bleiben. Kurz vor der Eingangstür stoppte Niyaze und deutete ihrer Freundin an doch hier zu warten. „Ich bin sicher es dauert nicht lange, ich bin ja kerngesund“, lächelte sie, als währe sie davon überzeugt, dass eine Untersuchung auf sie warten würde. Kei-Neko schnurrte nur gelangweilt und machte einen Sprung hinter einen Busch neben dem Eingang, wo es schattiger war. Niyaze zuckte nur kurz die Schultern, wich ihren Schweiß aus dem Gesicht und trat durch die weiße Tür ein.
    Für ein Krankenhaus strahlte es eigentlich eine recht gute Stimmung aus, die Wände waren freundlich blau und es war auch etwas kühler, als draußen. Ihr fiel ein das sie gar keine Idee hatte wie ihr neuer Sensei überhaupt aussah und auch nach langem umsehen war sie sich nicht ganz sicher. Während sie sich weiter um sah ging sie langsam zur Rezeption, die beste Idee war dort zu Fragen und dies tat sie. „Uhm... Ich suche einen Jounin, Sanshouuo no Ogami glaube ich.“, sagte sie leicht verlegen. „Den hast du gerade verpasst Kleine, er ist zum Hindernisparkur gegangen.“, antwortete sie freundlich. „Danke sehr.“ Mit einem kurzen Blick auf den Plan hinter der Rezetion lief sie wieder eilig die Tür raus, Kei-Neko sprang auf ihre Schulter und zusammen bogen sie um die Hausecke und liefen zum Hindernissparkur. „Hab ihn wohl verpasst.“, schnaufte sie nur kurz. Ihr fiel, aber dann wieder auf das sie ganz vergessen hatte zu fragen wie ihr Sensei überhaupt aussah. Hoffentlich würde ihn erkennen.

    Am Hindernisparkur angekommen sah sie sich um. Das ganze sah wirklich sehr kompliziert aus. Mit ihrer Tante hatte sie nur im Wald und in der Stadt geübt, dies hier war aber wohl ein speziell für Ninja angelegter Parkur. „Na dann viel Spaß, nyaa~“, schnurrte Kei-Neko hämisch. „Erst einmal muss ich den Sensei finden!“, erwiderte Niyaze, aber bis auf einen recht seltsamen Mann mit Sandalen und einem gestreiften Hut war niemand zu finden. „Dann frage ich ihn mal, nicht das der Sensei schon weiter ist. Zögerlich trat sie zu dem Mann und fragte: „Entschuldigung, ich suche den Jounin, Sanshouuo no Ogami. Wissen sie vielleicht wo ich ihn finden kann?“ Verlegen rieb sie sich dabei ihren Hinterkopf und merkte wie schon wieder die ersten Schweißperlen unter ihrem langen Haaren ihre Stirn herab rollten.
     
  7. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Hitze, unertraegliche Hitze die in ihrem Koerper aufstieg, ihr Herz schmerzhaft gegen ihre Brust schlagen lies und ihren Puls zum Rasen brachte.

    Sie befand sich auf einer Art Laufband, umgeben von drei MedicNin die jedes Zucken ihrer Muskeln, jede Schweisperle und jeden ihrer Schritte mit Argusaugen beobachteten, sich Notizen machten und...und staendig neue Anweisungen an diesen vierten Ninja weitergaben fuer den sie, offen gesagt, inzwischen bereits ganz leicht den Wunsch nach Toeten verspuehrte.

    Dieser vierte MedicNin zog hier die Faeden, in wahrstem Sinne des Wortes.

    Unter schweren Atemzuegen hob sie vorsichtig ihre Hand, wischte sich den Schweiss von ihrer Stirn und strich sich im selben Zug die an ihrer Haut klebenden Haarstraehnen aus dem Gesicht, bevor ein knapper, giftiger Blick ihrerseits nocheinmal auf den vierten Nin glitt.
    Dieser großgewachsene, dunkelhaarige Mann hatte beide Arme ausgestreckt, den linken Arm in etwa 30cm Abstand ueber dem rechten, die Fingerspitzen in Rins Richtung zeigend.
    Leicht zuckten seine Finger hier und da, doch ansonsten machte er nichts ausser die junge Genin unweigerlich konzentriert zu fixieren.
    Nichts...fast nichts, ausser sie mit Hilfe von Chakrafaeden die von seinen Fingerspitzen ausgingen zu ueberwachen und zu kontrollieren!
    Sechs der Faeden waren verbunden mit jeweils Armen und Beinen, ihrem Kopf und ihrem Brustkorb. Der MedicNin nutzte diese Verbindungen, um Herzschlag und Gehirnstroeme zu messen, weiter um die Beanspruchung ihrer einzelnen Muskelpartien festzuhalten.
    Vier weitere davon waren so ausgelegt, das sie sie weder sehen, noch die Stelle an ihrem Koerper orten konnte. Und diese Dinger waren es, die sie in den Wahnsinn trieben.
    Jedesmal wenn sie versuchte Chakra zu benutzen um ihre Muskeln etwas zu entlasten und ihre Kondition zu staerken, verpasste ihr eines dieser Dinger einen leichten Stromstoß.
    "Wir brauchen die Daten Ihrer reinen phyischen Belastbarkeit, ohne Hilfe von irgendwelchen Ninjatricks." hatte er murrend erklaert, doch das war leichter gesagt als getan...

    Ihre Muskeln schmerzten, ihr Herz raste und schrie nach einer Pause, doch diese Leute puschten sie zu ihrem Limit.
    Und ganz, ganz tief in ihrem Inneren breitete sich eine wohlige Wut aus, die sich ziemlich gezielt an ihren Sensei richtete....

    "Okay, das wars." ,durchbrach schliesslich der murrende Vierte die Stille und loeste mit einer ueberraschend galanten Bewegung die Chakrafaedenverbindung zu ihr. Mit einem Mal spuehrte sie wie ploetzlich ihr Chakra wieder frei durch ihre Adern raste, das Laufband zu einem Halt kam und siemit weit aufgerissenen Augen ueber ihre Fueße stolpernd nach vorne auf dem Boden aufschlug.
    Haette sie sich unter normalen Umstaenden eigentlich abgefangen, war sie hierfuer im Moment viel zu erschlagen....

    Ein Kopf beugte sich ueber sie.

    "Du hast 30min. in denen wir deine vorlaeufigen Daten auswerten und den Hindernissparkur auf dich abstimmen. ,brummte er ihr entgegen. Laut schwer hechelnd nickte sie leicht seinen verschwommenen Umrissen entgegen.
    Er drehte sich von ihr weg und sie nahm leicht wahr, wie seine Schritte sich entfernten, bevor er nochmals stehenblieb.
    "Aufstehn und im Kreis gehen bis wir dich holen." ,donnerte er ihr brummelig entgegen und sie zuckte unweigerlich zusammen als Reaktion auf einen eigentlich erwarteten elektrischen Schlag.
    Erleichtert erinnerte sie sich daran, das sie diesen Teil des Prozedere ja bereits hinter sich hatte.
    Sie spuehrte, wie die Blicke des Vierten immernoch pruefend und ungeduldig auf ihr ruhten und so drehte sie sich muehevoll auf ihren Bauch, atmete einige Sekunden lang gegen den so angenehm kuehlen Boden, bevor sie sich mit einem erschoepften Stoehnen hochdrueckte und wankend zum Stehen kam.
    Als sie sich umdrehte war der MedicNin verschwunden.

    Ein Seufzer und sie griff zu ihrer Wasserflasche, begann muede im Kreis zu marschieren und ihren eigenen Puls so wieder zu senken.....


    "Suzumiya Rin!" ,holte sie eine nur allzu bekannte tiefe Maennerstimme aus ihren Gedanken und sie fuhr ueberrascht um, blickte in das markante Gesicht des dunkelhaarigen MedicNin.
    "Die Vorbereitungen sind getroffen, du kannst mitkommen."
    "Hai." ,bestaetigte sie knapp und nickte.
    Die Pause hatte ihr gut getan und ihre Kraefte waren wieder einigermaßen zurueck gekehrt. Ohne Zweifel jedoch spuehrte sie immernoch die Anstrengungen der hinter ihr liegenden Tests...Muskel- und Ausdauertrainig gehoerten *definitiv* nicht zu einem ihrer Liebsten.

    Ihre Wasserflasche fest umschlungen als befaende sich ein Lebensretendes Elixir in ihr, folgte sie dem großgewachsenen Mann durch einige Gaenge und schliesslich in eine Art rießige Halle, durchwachsen von Meterhohen Erdwaellen, keine Decke und etwa 500Meter entfernt konnte sie die Waelder Konohas sehen, die frische Luft riechen, ueber ihr die wohlig warme Sonne die sie angenehm waermte.
    Der Parkur befand sich wohl an der Hinterseite des Hospitalkomplexes....suchend wanderten ihre Blicke durch das Areal, doch ihren Sensei konnte sie nicht entdecken, zu abgelenkt war sie damit, sich auf das vor ihr liegende zu konzentrieren.
    Eine Art Labyrinth, nahm sie an....

    Der MedicNin raeusperte sich und sie drehte sich zu ihm.

    "Du wirst diesen Parkur durchlaufen. Und obwohl es hierbei nun primaer darum geht, die ausgewerteten Daten in die Praxis umzusetzen, dazu gleich mehr, wird dir nun auch gestattet, Chakra und somit Ninjutsus einzusetzen."

    "Kinderspiel!" ,schrie sie innerlich freudig auf und ein leichtes Laecheln zauberte sich auf ihre Lippen, als der MedicNin bereits fortsetzte und vier mit Siegeln besetzte Gewichte aus einer Schriftrolle beschwor, die er eben aufgerollte hatte.

    Erschrocken weiteten sich ihre Augen, stumm verfolgte sie mit wie er ihr die Bandagen mit einigen gekonnten Griffen anlegte. Sie waren klein, nicht zu sagen mini, etwa 5cm in der Hoehe, da ihre Kleidung sie nicht wirklich verdeckten, doch das hatte lange nichts ueber deren Schwere zu sagen...
    Sie wagte es nicht, sich zu bewegen, waehrend der MedicNin erklaerend fortsetzte.

    "Die Gewichte sind nach den spezifischen Daten unserer Untersuchung ausgerichtet. Du wirst sie tragen, solange es dein Sensei fuer erforderlich haelt. Auch wenn die Schwere der Gewichte von fix und somit nicht variierbar sind, kann dein Sensei dir durch temporaere Aufloesung der Schriftsiegel darauf das Gewicht abnehmen, sollten dich diese in Notfaellen behindern.
    Dieser Parkur dient nun dazu, dich auf die praktische Umsetzung deiner Faehigkeiten mit dieser Gewichte vorzubereiten."


    Stumm starrte sie ihn an, das zusaetzliche Gewicht das ihre Arme nach unten zog lies es ihr schwer fallen, sich wirklich auf seine Worte zu konzentrieren.
    Waehrend er fortfuhr und ihr, so nahm sie an, den Parkur in einigen Schritten erklaerte, fiel ihr Blick auf ihr rechtes Handgelenk, an dem sich die kleine braune Manschette befand. Pruefend hob sie den Arm einige Zentimeter, spuehrte wie sich die Muskeln des Oberarms hierfuer schwerer taten.
    Als sie ihren Blick wieder hob beendete der MedicNin seinen Vortrag gerade.

    "Zuletzt hast du hier deine Ausruestung wieder....Auf deine Faehigkeiten abgestimmt hast du 15 Minuten um diesen Parkur zu beenden. Viel Erfolg."
    Er reichte ihr ihre zwei Oberschenkeltaschen die sie vor den Untersuchungen hatte abgeben muessen. Wenigstens das....aber das einzige das sie hier wohl benoetigen wuerde, waeren ihre Explodingtags....
    Mit zwei knappen Handbewegungen befaestigte sie die Ledertaschen an ihren Beinen, als sie wieder aufblickte, war der MedicNin verschwunden.

    "Ooookay." ,spornte sie sich an, war innerlich eigentlich fast schonwieder motiviert.
    Trainingsparkure in denen sie sowohl ihre physischen Fertigkeiten als auch die Anwendung ihrer Jutsus trainieren konnte waren schon eher ihre Kragenweite.
    Sie hibbelte ein paar Mal von einem Bein aufs andere um zu testen, wie schwer die Gewichte wirklich waren, als sie hinter sich auf 8Uhr schliesslich doch ihren Sensei erblickte, der wohl innerhalb eines kleinen Raumes neben dem Parkur gewartet hatte. Ein großes Fenster hatte ihm den Ausblick auf das Gelaende ermoeglicht, das sie vorhin garnicht gesehen hatte.
    Freudig hob sie die Hand, wollte ihm gerade entgegenlaufen als sie doch zoegernd stehen blieb.
    Hatte sie noch Zeit mit ihrem Sensei zu reden oder sollte sie sofort mit dem Parkur beginnen?
    Ein junges schwarzhaariges Maedchen befand sich bei ihm und sie wunderte sich, wer sie wohl war...
    "Lauf hin...ganz kurz nur! Oder lieber doch nicht..."

    Sie entschied sich fuer Zweiteres...ihr Sensei hatte sie gesehen. Wuerde er noch vor Durchfuehrung des Parkurs mit ihr reden wollen, wuerde er sicher zu ihr kommen. Wenn nicht, wuerde sie dann doch jetzt schon loslaufen...
     
  8. Der Jounin zwinkerte Rin zu, als sie sich in die Höhle des Löwen begab. Er spürte ihr Unbehagen, allerdings war sie bei dem Medic-Nin gut aufgehoben. Ogami hatte gestern noch Nachforschungen bezüglich dieser medizinischen Einrichtung angestellt: Das Personal hier war perfekt ausgebildet worden. Um überhaupt in dieses Eliteprogramm aufgenommen zu werden, muss man sich schon seit seiner Akademiezeit auf medizinische Künste spezialisieren. Diese jungen Shinobi werden dann selektiert und vier Jahre lang ausgebildet, bevor sie sich dann auf weitere Gebiete der Medizin konzentrieren. Tatsächlich befindet sich in dieser Einrichtung nicht nur eine Einheit, um die Körperpartien junger Menschen ins Gleichgewicht zu bringen, sondern auch Mediziner, die sich mit Hilfe ihrer herausragenden Chakrakontrolle speziellen Krankheiten der Dorfbewohner annehmen. Seit Tsunades Rückkehr vervielfältigte sich das Wissen der Medic-Nins, sodass diese Einrichtung wohl das mondernste medizinische Zentrum des ganzen Feuerreichs ist. Der Teamleiter blickte seiner Schülerin nach; womöglich hätte er sie über diese Einrichtung besser informieren soll, doch nun es war es bereits zu spät: Sie ging mit dem schwarzhaarigen Mediziner bereits einen dunklen Gang entlang, bis sie aus Ogamis Blickfeld verschwand.

    Der Feuernin seufzte und richtete sich auf. Seine Beine fühlten sich taub an, sodass er mit seiner Ferse kurz wippte, sodass seine Muskulatur geschont wurde. Anschließend vergrub er die Hände in den Hosentaschen und schlenderte zum Hindernisparkur. Allerdings ging er nicht zum eigentlichen Eingang für Patienten, sondern wanderte in den Beobachtungsraum. Die gesamte frontale Wand des Raumes bestand aus solidem Glas, sodass man den ganzen Parkur betrachten konnte. In der Mitte befand sich eine kleine Öffnung, die man aufschieben konnte. Ogami steckte seinen Kopf durch diese Luke und spürte, wie die heißen Sonnenstrahlen seine Nackenhaare versengten. Die Mittagssonne hing am Himmel und schien unbarmherzig herab. Es musste eine Tortur sein, sich durch diesen Parkur zu kämpfen. Das Parkurgelände, das im Freien lag, wurde seit Ogamis letzten Besuch in der Einrichtung wesentlich umgebaut: Auf der hölzernen Startrampe ging es steil herab, sodass man beinahe in eine Art Schlucht fiel. Von dort aus musste man mit Hilfe von Chakra die Wand hochklettern, um auf der anderen Seite anzukommen. Dort fraß sich ein Wasserfall in einen gigantischen Hügel. Diese Naturgewalt musste man durchbrechen, um danach in eine Art Höhle zu gelangen. Hinter der Höhle war eine Art Klettergerüst aufgestellt, mit Röhren, die in entsetzlichen Winkeln miteinander verbunden waren. Auf diese Weise wurde nicht nur die physische Stärke getestet, sondern auch das Gleichgewicht sowie die Geschicklichkeit. Danach waren einige Gruben in den Boden gegraben, allerdings konnte der Jounin nicht erkennen, was sich in diesen befand.

    Der Mann lehnte gegen die gläserne Wand und schloss die Augen. Es dauerte bestimmt einige Zeit, bis die Routineuntersuchungen vollendet waren. Gerade, als sich Ogami entspannen wollte, spürte er eine fremdartige Chakraquelle, die sich schnell näherte. Sie war fremd und klein, weswegen es wohl kein Medic-Nin sein konnte. Neugierig betrachtete der Jounin die Türe, die im nächsten Moment aufflog. Herein kam ein junges Mädchen, das er auf ungefähr 12 schätzte. Sofort fiel ihm ihre dicke Lederrüstung auf, die sich eng um ihren Leib schlang. Lange, glänzende Haare fielen von ihrem spitzen Kopf herab und schienen in der Luft zu tanzen. Ihre Augen leuchteten hell und er hatte für einen Augenblick die absurde Vorstellung einer menschlichen Katze, die nun vor ihm stand. Der Feuernin atmete aus und wandte sich wieder dem Gelände zu, doch das Mädchen näherte sich ihm und erkundigte sich nach einem Mann, der denselben Namen wie er selbst hatte. Jäh schoss eine Augenbraue hoch und ihm ging ein Licht auf: Tsunade meinte, dass heute ein neuer Genin ins Team stoßen würde. Da er die Hokage über seinen Besuch in diesem Komplex aufgeklärt hatte, musste sie das Mädchen wohl in den Komplex bestellt haben. Ogami hockte sich hin, überragte sein Gegenüber aber dennoch. "Ja." antwortete er lächelnd. "Er trägt einen schicken Hut, passende Holzsandalen und ist außerdem vor dir." fuhr er fort und zwinkerte. "Du musst die neue Genin sein, die mir zugeteilt wurde. Ich bin Ogami und Leiter dieses Teams." stellte er sich knapp vor, um die Formalitäten hinter sich zu bringen. Der Mann richtete sich auf und überlegte kurz. "Die andere Genin des Teams trainiert im Moment in dieser Einrichtung. Sie wird diesen Hindernisparkur bestreiten." erklärte er. Gerade, als er Rin erwähnte, stand diese auch schon auf der Holzrampe und winkte ihm zu. Der Jounin erwiderte ihren Gruß, blickte aber das Mädchen neben ihm an. "Ich werde euch einander vorstellen. Wie ist übrigens dein Name?" fragte er beiläufig, bewegte sich im selben Augenblick auch schon zur Türe und hielt diese auf, damit ihm die Schülerin folgen konnte. Der Haupteingang zum Gelände befand sich gegenüber dem Beobachtungsraum. Ein großes „Unbefugten ist der Zutritt verboten“ Schild schmückte das Tor, doch Ogami öffnete es ohne zu zögern. "Ah, Rin." meinte er freudig, als er die Genin vor ihm erblickte. "Dies ist unser neuestes Teammitglied. Ich nehme an, ihr wollt euch vorstellen."
     
  9. Niyaze fühlte sich sichtbar klein, gegenüber dem Riesen der vor ihr stand. Als sich dieser auch noch, als ihr Sensei raus stellte war sie schockiert, das sie gerade ihn nach ihrem Sensei gefragt hatte. Dabei wollte sie den Ruf als Tollpatsch und Schussel loswerden. Leicht wurde sie rot im Gesicht und wusste kaum noch was sie sagen sollte, aber Ogami begann schon zuerzählen, dass ihre Teamkameradin diesen Parkur bestreiten würde, dabei kam ein mulmiges Gefühl in Niyazes Magengegend auf. „Hoffentlich muss ich nicht auch.“

    Sie betrachtete den recht großflächigen Parkur und das Mädchen, welches wohl die Genin war die Ogami erwähnt hatte fiel ihr auf. Leicht zurückhaltend erwiederte sie ihr winken, musste dann aber auch schon ihrem Sensei zum Parkur folgen. Bei dem Anblick des Schildes das ihren Weg stoppte überlegte sie kurz, doch ihr Sensei hatte die Tür schon auf und so folgte sie ihm einfach mit Kei-Neko weiterhin auf ihrer Schulter. „Seltsamer Kerl, nyaa~“, schnurrte diese. Die Katze mochte es Kommentare abzugeben die nur ihr Frauchen verstehen konnte, was Niyaze aber immer etwas aus der Fassung brachte. Am liebsten hätte sie geantwortet, doch es war besser ruhig zu bleiben, es war schon peinlich genug das sie ihren Sensei nicht erkannt hatte.

    Sie sah die zweite Genin die sich anscheinend schon bereit für den Parkur gemacht hatte. Dabei schien es Niyaze mehr als würden die beiden Rin nun dabei stören den Parkur abzuschließen. Aber auch was das anging schien der Jounin keine Rücksicht zu nehmen, sie sollten sich vorstellen. Niyaze die vergessen hatte sich überhaupt ihrem Sensei vorzustellen verbeugte sich leicht zu beiden hin und sagte: „Mein Name ist Nekoyami Niyaze, vom Nekoyami Clan. Mein Spezialgebiet sind Genjutsu.“ Dabei sprang Kei-Neko von ihrer Schulter und setzte sich vor sie. Als das kleine Mädchen sich wieder aufgerichtet hatte fügte sie hinzu: „Und das ist Kei-Neko meine Ninja Katze. Danke das wir in eurem Team sein dürfen.“ Leicht nervös lächelte sie zum Ende der Vorstellung und sah zu Rin. Rin schien recht nett zu sein, hoffentlich war sie so locker wie der Sensei wirkte. Niyaze war schon oft kurzfristig in Teams gewesen aber so ganz hatte es nie gepasst. Letztendlich hatte sie bis zu diesem Moment nur das Training aus der Akademie und das ihrer Tante genossen, was sie auch neugierig darauf machte wie es wohl war mit einem anderen Jounin zu trainieren, aber diesen Parkur überließ sie lieber Rin alleine. „Viel Glück Rin...“, dachte sie.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Mai 2008
  10. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Als sie ihren Sensei schliesslich aus den Augen verlor, beschloss sie keine Zeit mehr zu verlieren.

    "Okay, Rin-chan...Zeitbegrenzt, also halt dich ran, du willst Ogami-Sensei ja nicht enttaeuschen."

    Sie schuettelte kurz ihre Schultern locker und taenzelte etwas auf der Stelle. Stoerend zerrten die dennoch immerhin recht leichten Gewichte an ihren Fueßen und hielten sie ungewollt auf dem Boden.
    Gott sei Dank war sie prinzipiell immer recht "bodenstaendig"...da sollten diese Gewichte sie vielleicht auf Dauer doch nicht so sehr behindern.

    Eine Startrampe lag vor ihr, rießigen Ausmaßes, und mit einem Gefaelle von fast 90% wuerde es sie mir nichts dir nichts ins Innere des Parkurs befoerdern. Kurz schluckte sie hart, ueberflog nocheinmal die Auswahl ihrer Anzuwendenden Jutsus...
    MedicJutsus waren hier wohl fehl am Platz und Offensive SkorpionJutsus wuerde sie ebenso wenig gebrauchen. Somit musste sie auf ErdJutsus und Defensive Sasori zas zurueck greifen. Das lies immernoch eine ziemlich weite Auswahlmoeglichkeit zu.
    Bestaetigend nickte sie und beendete so ihre Planung, rammte ihren rechten Fußballen in den Boden hinter sich um Anlauf zu nehmen und....

    Stoppe in der Bewegung, als die Stimme ihres Senseis zu ihr drang. Lediglich ihren Kopf drehte sie in seine Richtung, bevor sie schliesslich auch ihre Anspannung loeste und einige Schritte auf ihn und seine Begleitung zukam.

    "Ogami-Sensei." ,begruesste sie ihn mit einem Laecheln und verneigte sich leicht. Schliesslich wandt sie ihre Aufmerksamkeit auf das schwarzhaarige Maedchen neben ihm. Ihr neues Teammitglied? Das ging schneller als sie erwartet hatte!
    Ein Grinsen zeigte sich auf ihren Lippen und Rin verneigte sich auch vor ihr kurz.
    "Niyaze-chan, freut mich dich kennen zu lernen und natuerlich ein herzliches Willkommen in unserem Team! Ich bin Suzumiya Rin, aus dem Suzumiya Clan, spezialisiert auf Ninjutsu."
    Ich Blick fiel auf die Katze, die Niyaze mitgebracht hatte und nun schnurrend um deren Beine strich.
    "Noch ein Tierfreund. Ich denke du wirst dich bei uns sehr wohl fuehlen!" ,fuegte sie an und laechelte.
    "Ich will nicht unhoeflich erscheinen...aber ich denke ich sollte diesen Parkur hier schnellstmoeglich hinter mich bringen..." ,leicht nickte sie in Richung der Startrampe.
    "Bis spaeter!" ,verabschiedete sie sich letztlich mit einem Wink waehrend sie einige Schritte rueckwaerts tat, sich schliesslich wieder umdrehte und mit einem Satz auf dem glatten Holz der Rampe landete.
    Die Beine parallel hintereinander platziert rutschte sie die ersten paar Meter hinunter, doch das Gefaelle war viel zu steil und die Bodenbeschaffenheit viel zu rutschig, so dass sie stetig an Geschwindigkeit zunahm und noch schlechter Halt fand.
    Mit einem fixen Handgriff zueckte sie ein Kunai aus ihrer rechten Oberschenkeltasche und rammte es hinter sich. Erst nur Fugen produzierend bohrte sich das Metall mit jedem rutschenden Meter tiefer in das Holz, bis ihr "Fall" schliesslich ausreichend gebremst wurde und sie kurz vor Erreichen des Bodens zum Stehen kam.
    Mit einer schwungvollen Bewegung aus den Oberschenkel herraus sties sie sich von der Wand ab und landete, sich auf ihren Knien abfedernd, auf dem weichen Erdboden zwischen Rampe und gigantischem Erdwall, der nun wohl ihr naechstes Hinderniss darstellen sollte...
     
  11. Ein nachdenklicher Ausdruck kennzeichnete Ogamis Gesicht. Nekoyami, huh? Der Jounin schürzte die Lippen und seufzte. Der berühmte Katzenstamm, der in ständiger Konkurrenz mit den Nindogs steht. Sie besitzen außerordentliche Fähigkeiten, hegen allerdings eine Abneigung gegen Männer in Führungspositionen. Ich frage mich, ob das Mädchen dieses... Verhalten ebenfalls an den Tag legt. Der Teamleiter lächelte in sich hinein und schüttelte den Kopf. "Ich bin Ogami, der Captain des Teams." bestätigte er noch einmal, um das Vorstellungsritual zu beenden. Der Jounin musterte die Katze, die sich an die Schulter der neuen Schülerin klammerte und zwinkerte. Gleichzeitig fragte er sich, ob seine Salamander dieses Fellknäuel akzeptieren würden. Ogami selbst fand die Katze elegant, doch seine Echsengefährten zeigten gewisse Probleme, mit anderen Vierbeinern zu arbeiten. Trotzdem hielt der Feuernin Niyaze für eine Bereicherung: So viel er wusste besaßen die Nekoyami eine Art Doujutsu, das die visuelle Nachtsicht verstärkte. Daher konnte sich das Team nun auch in der Nacht orientieren, ohne auffällige Taschenlampen oder andere Lichtquellen verwenden zu müssen. Darüber hinaus beherrschte das Mädchen die für ihren Clan typischen Genjutsu und damit waren alle drei großen Teilgebiete, nämlich Nin-,Tai- und nun auch Genjutsu im Team abgedeckt.

    "Viel Glück, Rin." rief er der Genin nach, die sich noch einmal sammelte, bevor sie den Parkur in Angriff nahm. Doch die Schülerin hörte ihn nicht mehr und konzentrierte sich vollkommen auf ihre Aufgabe. Der hochgewachsene Medic-Nin stand im Beobachtungsraum und seine Schreibhand wirbelte um einen Notizblock, auf dem er sich eifrig Rins Fortschritte aufzeichnete. Seine Augen traten dabei deutlich hervor, die dicke Ader, die sich quer über seine Schläfe zog, pulsierte gefährlich. So sehr in seine Arbeit vertieft. ging es Ogami durch den Kopf und im selben Moment realisierte er, dass er für diesen Tag bezahlt wurde und er daher seinen Pflichten nachgehen sollte. Tsunade gab dem Team diesen Tag frei, um sich vorstellen zu können. Dies war zwar vergnüglicher als im Alltag auf Missionen seinen Kopf zu riskieren, doch basierte die Stärke eines Teams auf Zusammenhalt und Harmonie. Es war wichtig, ein Fundament für die Zukunft zu legen. Der Feuernin faltete die Hände und donnerte die Innenfläche nach dem nächsten Herzschlag auf den Boden.

    Puff. Ein Salamander von der Größe eines Welpen kam hinter einer kleinen Rauchwolke zum Vorschein. Das Geschöpf war smaragdgrün und hatte riesige Augen. Es hatte einen Stirnbandschützer um den Leib geschlungen. "Bring bitte meine Schülerin zu mir, wenn sie fertig ist." wies er den Salamander knapp an und lächelte freundlich. Das Geschöpf nickte kurz, betrachtete Nekoyamis Katze und bleckte die Zähne. Als Ogami dies bemerkte, schob er die neue Schülerin sanft aus dem Raum. Das wird bestimmt nicht gut ausgehen… dachte er und warf einen scharfen Blick zurück. Anschließend schloss er die Türe zum Gelände hinter sich und ging neben dem Mädchen den schwach beleuchteten Gang entlang. Allmählich spürte er die Klimaanlage wieder, die den gesamten Komplex kühlte. Seine aufgerichteten Nackenhaare legten sich langsam wieder und er atmete tief ein. "Wie findest du dein neues Team?" erkundigte sich Ogami, als sie wieder in die Eingangshalle kamen. Mittlerweile saßen neue, wartende Patienten auf den Stühlen und langweilten sich. "Ich kenne deine Familie ziemlich gut, allerdings habe ich noch nie mit einer Nincat gekämpft. Welche Eigenschaften besitzen denn diese Tiere?" fragte er und neigte seinen Kopf. Natürlich konnte er sich ungefähr vorstellen, was man von so einem Tier zu erwarten hatte. Dennoch wollte er etwas Konversation pflegen und blickte das Mädchen aufmerksam an.
     
  12. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Sie hoerte das laute Rauschen eines Baches, wie die Wassermassen mit voller Gewalt gegen Steine und Erdboden schlugen und sich ihren Weg bahnten...von aussen bereits hatte sie sich eingebildet, einen Wasserfall gesehen zu haben, doch der Parkur war ausreichend mit Baeumen bewachsten so dass ihr der Hauptteil verborgen geblieben war.

    Vorerst galt es fuer sie, diese etwa 10m hohe Erdwand zu erklimmen.

    Sie wunderte sich etwas ueber die Simpelheit dieser Aufgabe, denn fuer eine Genin ihres Levels lag sogar der Wasserlauf schon innerhalb ihrer Faehigkeiten. Aber vielleicht war der Wall nur Vorbereitung oder Grundlage ihrer eigentlichen naechsten Huerde.
    Kurz warf sie einen Blick gen Himmel, als ihr der Zeitdruck wieder bewusst wurde, dem sie unterlag.

    "Hai..."

    Die Worte des MedicNins hallten in ihrem Kopf, waehrend sie ihre Haende zusammenklatschte und ein Siegel zur Konzentration formte. Ihre Fueße setzten sich wie automatisch in Bewegung und sie sprintete los, die restlichen 4 Meter in der waagrechten, bevor ihr Fuß sich in die Senkrechte rammte und ihr gesamter Koerper im naechsten Moment der Schwerkraft trotzte, ihre Fußsolen leicht blaeulich schimmernd.
    Innerhalb weniger Sekunden nur hatte sie die Spitze erreicht und bremste ihren Lauf ab, starrte nun auf den gigantischen Wasserfall der sich bereits zu Beginn durch sein lautes Getoese angekuendigt hatte. Er war etwa so hoch wie der Erdwall eben, seinen Ursprung konnte sie nicht erkennen doch muendete er in ein schwarzes Loch einige Meter vor ihr. Vielmehr war dieses Loch eine Art rießiger Spalt, einige Meter lang doch gerade so breit das das Wasser darin abfliesen konnte.
    Sie ueberlegte einen Moment. Musste sie den Wasserfall erklimmen und oberhalb weiter? Oder durch den Wasserfall durch? Es waere doch gut gewesen wenn ihr jemand den Weg vorher wenigstens grob erklaert haette...
    Doch vielleicht koennte sie kurz nachsehen, ob sich hinter dem Wasserfall ein Durchganz verbarg?

    Ohne weiter Zeit verlieren zu wollen, schnellten ihre Haende zusammen, formten einige Handzeichen und verharrten schliesslich auf dem letzten.

    "Doton: Doryu Joheki." ,rief sie etwas lauter als beabsichtigt, als ob dies die Intesitaet ihres Jutsus positiv beeinflussen wuerde.
    Bestimmend rammte sie ihre rechte Hand in den Boden, ihr Blick glitt nach oben, fixierte beinahe verkrampft den Punkt an dem sie diesen kleinen Huegel entstehen lassen wollte. Auf diese Entfernung die Erde beeinflussen zu koennen war mehr als ihr Maximum, aber was zaehlte ein Training, wenn man nicht an seine Grenzen ging.
    Es dauerte einige Sekunden, bevor ein kleiner Erdhuegel aus dem Wall im oberen Drittel hinter dem Wasserfall hervorlugte, ihn an dieser Stelle wie einen Vorhang spaltete und der Genin so einen wenn auch nur schwachen Einblick gewaehrte. Schnell glitt ihr Blick pruefend von der hoechsten Stelle hinab bis zum unteren Ende, blieb etwa bei der Mitte der Strecke haengen bei der sich wirklich ein Loch als eine Art Eingang in den Wall fraeste. Ein zufriedenes Laecheln zeichnete sich auf ihrem Gesicht, als sie im naechsten Moment bereits zusammenzuckte und ihre Hand vom Boden wegriss. Mit einem Krachen rissen die Wassergewalten ihre kleine Erdmanipulation nieder und befoerderten die Reste erbarmunglos mit sich. Fuer einen kurzen Moment verkeilten sie sich im Spalt, bevor das Gewicht des darauf wirkenden Wassers die Erde mit ich in die Tiefe riss.

    Soviel zu ihrem ersten eingesetzten DotonJutsu....aber immerhin hatte es seinen Zweck erfuellt.
    Nun musste sie einen Weg finden, diesen Wasserfall zu erklimmen und dahinter in die Hoehle zu gelangen...
    Tief atmete sie ein, schloss ihre Augen in einem Moment der Konzentration, bevor sie erneut lossprintete, Dreck und Staub hinter sich aufwirbelnd.
    Sie spuehrte die Kuehle des Wassers, die ersten paar Tropfen die ihre Haut benetzten und stieß sich schliesslich mit einem Satz vom Boden ab, direkt bevor sie den Abgrund des Spaltes erreicht hatte.
    Sie fokusierte ihr Chakra, spuehrte wie ihr rechter Fuß die Oberflaeche des Wassers erreichte und...

    ...stieß sich im selben Moment reflexartig wieder ab, landete innerhalb eines Rueckwaertssaltos wieder auf dem Untergrund vor dem Erdspalt. Einige Meter rutschte sie nach hinten, bevor sie knieend zu einem Halt kam und den Wasserfall wieder vor sich sah.

    "Verdammt nochmal...." ,keuchte sie, ihr Puls rasend, die ersten Schweissperlen sammelten sich unweigerlich auf ihrer Stirn. Eine Mauer hinauf zu laufen war eine Sache, ein Wasserfall eine Andere. Nicht nur musste man sein Chakra viel komplexer kontrollieren um oberhalb des Wassers laufen zu koennen, auch musste man sich mindestens doppelt so schnell fortbewegen um nicht nach unten gerissen zu werden, was physisch um einiges anspruchsvoller war, egal wie gut man sein Chakra konzentrieren konnte.
    Davon abgesehen zerrten sowohl die Gewichte an ihr, als auch die immernoch vom Himmel herabprallende Sonne...

    Nocheinmal atmete sie tief ein, schloss ihre Augen, wartete einige Sekunden bis sich ihr Puls wieder etwas gesenkt hatte, bevor sie erneut einen Versuch startete.
    Ihr rechter Fußballen rammte sich in den Boden um eine groeßtmoegliche Beschleunigung zu erreichen. Sie sprintete los, bis hin zum Beginn des Erdspaltes, stieß sich vom Boden ab formte in der selben Bewegung noch drei Handzeichen, die beinahe Routinemaessig ueber ihre Finger glitten.

    Ihre Fußsolen leuchteten hell auf als sie den Wasserfall beruehrte, verlor im selbem Moment an Hoehe als sie die Wucht erfasste und nach unten mit riss, doch kurz bevor sie den Spalt erreicht hatte, hatte sie ihr eingesetztes Sasori za mimikry unter Kontrolle und sich durch die extreme Beschleunigung des Supidos innerhalb einer Sekunde nach oben und in sichere Gefilde gerettet.
    Klatschnass, schwer atmend und auf allen Vieren fand sie sich hinter dem Wasserfall in der kleinen Hoehle wieder, die den Blick auf ihr naechstes Hinderniss freilegte.
    Vorsichtig rappelte Rin sich auf, atmete hoerbar ein und aus waehrend die Hoehle selbst jedoch durch das laute Rauschen des Wasserfalles durchdrungen wurde.
    Ein Komplex aus ineinander verstrickten Roehren versperrte ihr den Durchgang. Etwa 50 Meter, wuerde sie von hier aus schaetzen, und an dessen Ende befand sich auch der Ausgang, durch den bereits das eintretende Sonnenlicht die Hoehle leicht beleuchtete.
    Kurz ueberlegte sie, strich sich eine straehne ihres an ihrer Stirn klebenden Haare aus dem Gesicht und trat schliesslich auf das Metalllabyrinth zu. Zwei Schluchten auf etwa der Mitte der Strecke sollten wohl verhindern, das sie einfach unter den Roehren hindurch krabbelte und eine weitere etwa 5m breite Schlucht zu Beginn erschwerte ihr den Anfang.
    Weiter konnte sie erkennen, das an den oberen Seiten der Roehren Explodingtags angebracht waren, und das nicht wenige....das sollte wohl verhindern, das sie unnoetig oft die Koerpertauschtechnik anwandt. Zu groß waere das Risiko, sich an eine Stelle zu versetzen und im selben Augenblick in die Luft gejagt zu werden.
    Mit einem Raeuspern setzte sie sich schliesslich in Bewegung, nahm Anlauf und stieß sich vom Boden ab, griff mit ihrer rechten Hand nach der ersten Roehre schraeg ueber sich, schwang sich unter ihr hindurch und katapultierte sich mit eng ansich gezogenen Beinen ueber die naechsten drei Roehren, bis sie schliesslich in Mitten des Labyrinths landete und sich mit einem metallernen *Pleng* auf einer der Roehren abfing. Ein Meter neben ihr eines der Explodingtags.
    Sie atmete schwer aus, schuettelte leicht ihr rechtes Handgelenk um die Schmerzen zu lindern die das neu gewonnene Gewicht verursachten.
    Kurz ueberlegte sie, ein tiefes schwarzes Loch unter sich. Die Zeit lief ihr davon...

    Drei Handzeichen glitten ueber ihre Finger.

    "Kawarimi no Jutsu." ,und sie verpuffte, tauchte etwa 10Meter vor sich wieder auf und hoerte hinter sich noch das blecherne Rumpeln des Rohrstueckes, mit dem sie gerade Platz getauscht hatte.
    Und wieder stieß sie sich vom Rohr ab, landete auf dem Naechsten, und dem Naechsten...wurde von Rohr zu Rohr langsamer...fokusierte ihr Chakra in ihrem rechten Fuß und lies sich innerhalb einer Halbkreisfoermigen Bewegung um das naechste Rohr herum fallen, hing nun kopfueber an dessen Unterseite.

    "Eine...kurze...Pause...." ,durchdrang ihre Stimme schwer atmend die Stille, bevor sie sich im naechsten Moment wieder abstieß, sich auf dem Boden unter ihr abrollte, auf die naechste Roehre die ihr den Weg versperrte hochzog und innerhalb einiger galanten Bewegungen auch die letzten paar Barrieren hinter sich brachte.
    Mit der rechten Hand griff sie nach dem letzten metallernen Stueck, schwang sich wieder einmal darum herum und landete, sich in der Hocke abfangend, am Ausgang der Hoehle.
    Immernoch raste ihr Puls und ihr Herz schlug inzwischen schmerzhaft gegen ihre Brust. So ein Parkur war unter normalen Umstaenden schon anstregend genug, auch ohne diese stoerenden Gewichte an Armen und Beinen.

    Gerade wollte sie mit einem pruefenden Rundumblick ihr naechstes Hinderniss suchen, als vor ihr eine Rauchwolke erschien aus dessen Mitte der grummelige MedicNin trat.
    Seinen Blick in seine Notizen versteift trat er zwei Schritte auf die immernoch am Boden kauernde Genin zu und verharrte schliesslich.

    "Du hast das Ende des Parkurs erreicht. Weitere physische Tests sind fuer dich nicht vorgesehen, da dies nicht auf dein Spezialgebiet zutrifft." ,informierte er sie trocken. Er deutete mit einer leichten Schraeglage seines Bleistiftes in Richtung eines kleinen Trampelpfades links neben ihr.
    "Dieser Weg fuehrt dich am schnellsten zurueck zum Hospital. Und, dieser Zettel ist fuer deinen Sensei."
    Mit einer unliebevollen Handbewegung riss er die oberste Seite seines Blockes ab, rollte sie zusammen und versiegelte sie indem er Mittel- und Zeigefinger seiner linken Hand darauf legte.
    "Die Auswertungen deiner Leistungen...und somit wuensche ich dir einen guten Heimweg." ,beendete er gewohnt trocken und verpuffte wieder, noch bevor Rin etwas erwidern konnte.
    Das eingerollte Papier in ihren Haenden haltend blieb sie noch einige Minuten sitzen. Sie war viel zu kaputt....
     
  13. Niyaze beobachtete Rin, wie sie begann den Parkur zu beschreiten und war wirklich erleichtert, dass sie nicht auch diesen Parkur beschreiten musste. Sie war so auf Rin fixiert, dass sie kaum merkte wie Ogami einen Salamander beschwor. Dieser schien ihre Katze zwar nicht besonders zu mögen, aber Kei-Neko hatte nur ein hämisches Grinsen für die kleine Echse übrig. So weit man die Bewegung ihrer Mundwinkel, als Grinsen erkennen konnte. Doch noch bevor Niyaze den Salamander ansehen konnte merkte sie, wie ihr Sensei sie aus dem Raum schob und sie wieder in einem langen Gang waren.


    Die nicht ganz helle Beleuchtung des Gangs und die langsam näher kommende Klimaanlage waren wirklich angenehm. Auch Kei-Neko genoss es endlich etwas von Sonne und Hitze geschützt zu sein und trottete gemütlich neben Niyaze her. Sie waren fast traurig, als sie wieder in der hellen Eingangshalle ankamen. "Wie findest du dein neues Team?" fragte der Sensei sie und Niyaze legte kurz den Kopf schief um nachzudenken. Rin und Ogami schienen beide freundlich und nett zu sein, außerdem ging sie von ihrer äußerlichen Erscheinung davon aus, dass beide recht starke Verbündete waren. Auch wenn Niyaze etwas Angst vor Männern hatte, nachdem sie die Schläge ihres Vaters ertragen musste und bis auf das kaum Kontakt mit diesem Geschlecht hatte, bei Ogami war es etwas anders. Er wirkte nicht einschüchternd obwohl er so groß war, dennoch war er sicherlich eine Respektsperson und Niyaze hatte keine Probleme damit. Ganz im Gegenteil sie war überaus froh in dem neuen Team zu sein. „Also... von dem was ich bis jetzt gesehen habe scheint ihr beide sehr freundlich und ich muss sagen ich bin sehr glücklich in euer Team gekommen zu sein Ogami-sensei.“
    Die nächste Frage folgte direkt: "Ich kenne deine Familie ziemlich gut, allerdings habe ich noch nie mit einer Nincat gekämpft. Welche Eigenschaften besitzen denn diese Tiere?" Sie war überrascht das Ogami die Nekoyami kannte und es warf sie etwas aus dem Konzept, denn in Konoha waren die Nekoyami nur mit 3 Personen vertreten und eine davon war sie selbst. Vielleicht kannte er ihre Tante? „Sag ich doch seltsamer Typ!“, schnurrte Kei-Neko und gab somit Niyazes Gedanken Ausdruck. „Ein wenig...“, sagte sie leise ihren Kopf von ihm abgewandt zu Kei-Neko und musste kichern.
    Dann sah sie wieder zu Ogami und dann wieder zu Kei-Neko. „Was kannst du eigentlich?“, fragte sie scherzend und drehte sich erneut zu Ogami. „Wie alle Katzen sind die Katzen der Nekoyami besonders schlau, dieses Exemplar aber besonders sarkastisch und gemein dazu.“, lächelte sie und überlegte kurz und kniete sich dabei neben Kei-Neko um dieser über den Rücken zu streicheln, bekam aber für das Kommentar erst einmal einen sanften Biss in die Hand. „Ouch...Außerdem sind Katzen besser geeignet für Aufklärung und Spionage, als Hunde, denen es an Geschicklichkeit dafür fehlt.“, erklärte sie weiter und wollte mit diesen Worten auch Kei-Neko wieder gut gelaunt Stimmen. „Ah und wir singen sehr gut zusammen“, lachte sie leise, „wenn wir unsere Gesangs Genjutsu einsetzen. Kurz um eine Ninja Katze ist sicher das geschickteste, schlauste und anmutigste Tier das ein Ninja haben kann. Nur sind sie natürlich nicht für den direkten Kampf geeignet aufgrund ihrer doch recht zierlichen Körpergröße.“ Sie hoffte das beantwortete die Frage des Senseis und wollte dann selbst eine Frage stellen und sah von ihrer knienden Position zu dem groß gewachsenen Mann auf. „Mögen ihre Salamander keine Katzen?“
     
  14. Aufmerksam betrachtete er das Mädchen und stutzte, als sie ihre Fähigkeiten erläuterte. Ein Genjutsu, das sich durch Wellenübertragung aktiviert, huh? schoss es ihm durch den Kopf und er legte seinen Kopf schief. Skeptisch wog er die Vor- und Nachteile dieser Kunst ab, konnte sich allerdings nicht darauf konzentrieren, da seine Schülerin das Gespräch bereits wieder aufgenommen hatte. Amüsiert betrachtete er, wie sich das Mädchen und ihre Katze zankten und wurde dabei an seine Salamander erinnert, mit denen er ebenfalls eine recht seltsame Beziehung führt. Seine rechte Augenbraue wölbte sich, als er vernahm, dass Nincats hervorragend für Spionagemissionen geeignet wären. Diese Tiere sind bestimmt geschickt. Aber dass sie für einen Frontalkampf ungeeignet wären… Wie sagt man so schön? Hunde, die bellen, beißen nicht. Auf Katzen trifft dieser Spruch wohl kaum zu. Tatsächlich erinnerte sich an seine ersten Missionen als frischer Genin, bei denen er mit seinem Team entflohene Katzen einsammeln musste. Diese Bestien waren teilweise so aggressiv, das selbst bei seinem Sensei Kratzwunden im Gesicht zu sehen waren. Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als Niyaze ihm eine Frage stellte und ihn mit ihren großen Augen anblickte.

    "Uhm..." setzte der Jounin an, tippte mit einem Zeigefinger auf seine Lippen und schwieg für einen Augenblick. "Eigentlich können sie sich mit keinen Tieren anfreunden." meinte er schließlich und nickte. "Um ehrlich zu sein mögen sie auch Menschen nicht." scherzte er und lächelte. In Wahrheit mochten die Reptilien es nur, andere Lebewesen zu necken. Obwohl der Salamanderstamm bereits sehr alt ist und alle drei Ninjakriege durchlebt hat, sind sie keineswegs überheblich. Dies betraf zumindest ihre wahre Persönlichkeit; äußerlich neigten die Vierbeiner zu gespielter Selbstverliebtheit. Der Feuernin runzelte die Stirn und warf einen Blick auf die Katze. "Dein Genjutsu überträgt sich also durch das Gehör auf den Feind. Nun, ich kann Gegner mit meinem Gesang auch schaden. Ich nehme an, sie würden dann einfach weglaufen, oder tot umfliegen." Ogami grinste erwartungsvoll und gab dem Mädchen einen Moment, um sich über diesen seichen Witz zu amüsieren. My, noch ein Teammitglied, das meinen Humor nicht zu schätzen weiß. Der Salamanderdämon seufzte und sein Blick bohrte sich in die Augen seines Gegenübers. "Diese Art von Genjutsu ist sehr hilfreich, doch wie wirkt es sich auf deine Teamkameraden aus? Bei herkömmlichen Illusionen werden die Elektrizitätsimpulse im Gehirn manipuliert, nämlich einzeln pro Opfer. Doch die durch den Gesang erzeugten Schwingungen sind nicht in der Lage, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Wie hast du diesen Umstand in deinem ehemaligen Team gehandhabt?"
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Mai 2008
  15. Sie konnte sich ein leichtes Kichern nicht verkneifen, als ihr Sensei über seinen Gesang scherzte. Doch er sprach auch ein ernstes Thema an, nämlich es war offensichtlich das ihre Genjutsu total Team untauglich waren. Dieses Problem hatte sie schon lange selbst erkannt, aber damit konfrontiert machte es sie etwas trübsinnig. „Meine Genjutsu... treffen alle die sie hören, selbst das zuhalten der Ohren hilft da nicht viel...“, sie seufzte und fügte hinzu: „Sie sind somit vollkommen... Team untauglich.“ Leicht traurig ließ sie den Kopf hängen, denn somit waren 50 Prozent ihrer Jutsu Team untauglich! Was sie selbst mehr oder weniger Team untauglich machte... Ein weiterer Seufzer folgte. „Aber ich habe auch einige kleine Ninjutsu... und bin schnell und geschickt...“ Irgendwie half das nicht um sich besser zu fühlen, ganz im Gegenteil es war mehr so als rang sie nach Entschuldigungen für ihre eigene Schwäche. Sie war nicht gut im Nahkampf und selbst im Hintergrund nicht besser, als jeder andere.
    Dann fiel ihr, aber ein das ihre Tante etwas ähnliches gesagt hatte und Niyaze es als Antrieb sehen sollte um noch mehr Genjutsu für solche Situationen zu lernen. Daran denkend richtete sie sich wieder auf und sah ihren Sensei an. „Aber... aber ich werde noch mehr Genjutsu lernen um meinem Team besser helfen zu können ohne ihm zu schaden! Ich... ich hoffe das ist okay so.“ Leicht nervös lächelte sie und sah wieder weg von ihrem Sensei. Sie fühlte sich wie eine Anfängerin. „Ah und ein Genjutsu habe ich das nur einen Gegner angreift. Ähnlich dem Kasumi Juusha no Jutsu nur das lauter Katzen angreifen! Im Training benutzen Kei-Neko und ich das um sie dabei Fallen anbringen zu lassen unter dem ganzen Katzen Gewirr.“ Etwas mehr Selbstvertrauen kam wieder zurück, worauf sie hinzufügte: „Und keine außerdem ich habe viel Genjutsu geübt und mit meinem Kai kann ich fast jedes einfache Genjutsu brechen und das Team beschützen!“ Ein Lächeln kehrte zurück auf ihr Gesicht, denn so schwach und nutzlos war sie dann doch wieder nicht!
    „Ich hoffe das ich trotz meiner nicht sehr Team fähigen Genjutsu noch willkommen bin...“
     
  16. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    Langsam schluerfend zogen sich ihre Fueße ueber den trockenen Wegrand, der sie zurueck zum Hospital fuehren sollte. Es waren nur einige hundert Meter, aber die Strecke kam ihr trotzdem unendlich lang vor....
    Erschoepft hatte Rin ihren Kopf gesenkt, beobachtete kleine Steinchen, die in Schneckentempo an ihr vorbeizogen, lauschte dem beruhigenden Knistern ihrer Solen auf dem Boden. Ihr war so heiß, so unendlich warm und nahe am verdursten!
    Und diese bloeden Gewichte an ihren Gelenken...man sah sie kaum, denn sie waren nicht sonderlich groeßer als normale Schweißbaender und farblich auf ihre normale Kleidung abgestimmt, dunkelbraun. Nichtsdestotrotz wollte sie garnichterst wirklich wissen, wieviele Kilo genau an jedem ihrer Arme und Beine zerrten.
    Aber sie war auch froh, diese ganze Tortur doch mitgemacht zu haben! Wenn es denn wenigstens die Erfahrung wert war!

    Eine Jungenhafte stimme holte sie schliesslich aus ihren Gedanken und lies sie ihren Blick heben. Erleichtert stellte sie fest, das sie das Hospital endlich erreicht hatte! Doch weder Ogami noch ihr neues Teammitglied erwarteten sie dort....

    "Hoi, Rin-chan. Lange nicht gesehn." ,ergriff der kleine Salamander das Wort laessig, tippselte ihr in beinahe schlaengelnden Achterbewegungen entgegen und kam schliesslich kurz vor ihr zum Halt.
    "Loki-san, wie gehts?"
    Auch wenn sie mit den meisten von Ogamis Salamandern so ihre Probleme hatte, dieser kleine gruene Freund war doch wenigstens recht passabel. Abgesehen von seinem uebergroßen Ego war sie mit ihm bisher eigentlich immer gut ausgekommen.
    Mit einem Laecheln auf ihren Lippen kniete sie sich nieder um den Abstand zu ihm etwas zu verringern.
    "Nah, wie immer, wie immer...." ,murmelte er genervt und sie haette sich sogar einbilden koennen, er rollte mit den Augen.... "Ogami erwartet dich, ich hab die oh so ehrenvolle Aufgabe, dich zu ihm zu bringen."
    Elegant drehte sich die Echse mit einigen Tapsern und nickte mit seinem Kopf in Richtung des weissen Gebaeudes. Ohne den kleinen Salamander unnoetig warten lassen zu wollen zog sie sich wieder hoch und folgte ihm in das Innere.

    Sie durchquerten einige Gaenge, ausser seinen leisen tapselligen Schritten auf dem glatten Boden war nichts weiter zu hoeren, bis sie in eine Art kleineren Nebenwarteraum kamen. Als sie Ogami und Niyaze erblickte, hob sie freudig ihre Hand und winkte ihnen entgegen.

    "Ogami-sensei, Niyaze-chan!"
    Mit einigen Schritten hatte sie Loki ueberholt und stand nun bei ihren Teamkameraden. Sie war immernoch muede und kaputt aber die letzten paar Minuten hatten sie doch um einiges entspannt.
    "Ich soll Ihnen das hier geben, Sensei." ,drueckte sie ihm schliesslich das Papier entgegen und wartete ab.
     
  17. Ogamis Augenbrauen wanderten erstaunt hoch und fielen anschließend wieder herab, als er den Stimmungswechsel des Mädchens erlebte. Nach seinem ersten Eindruck zu schließen hatte er eine aufgeweckte, selbstbewusste Kunoichi vor sich gehabt. Umso mehr war er überrascht, dass seine kritische Frage ihr Selbstvertrauen derart ins Wanken bracht. Er musterte sie aufmerksam und nickte. "Verstehe." meinte er knapp und runzelte die Stirn. "Diese Genjutsu übertragen sich also durch Schall…" murmelte er vor sich hin und starrte ins Leere. Im nächsten Moment betrachtete er Niyazes Katze und ein zufriedenes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. "Wenn das so ist, entwickle doch einfach eine Technik, mit der du den Schall aufhalten kannst." sagte er trocken. "Eine Art Plüschkopfschützer aus Katzenhaaren, zum Beispiel." scherzte er. "Euer Clan verwendet doch auch Wolle im Kampf, oder? Zumindest habe ich das bei Nekoyami… Leila beobachtet." Tatsächlich war Leila mit ihm in einer Einheit, als das Dorf vor einigen Jahren vom Monsterfuchs angegriffen wurde. Allerdings hatte sie keine Nincat bei sich und wollte auch nicht über das Fehlen ihres Gefährten sprechen. "Im Prinzip sollte es möglich sein, den von einer Kunst produzierten Schall in einem Bereich abzuschirmen, sofern die Abschirmung nahtlos und speziell gewölbt ist." erzählte er, blickte aber in ihr Gesicht und fand, dass diese Erklärung für eine Genin nicht ausreichte. "Um es anders auszudrücken: Du könntest wirklich eine Art Spezialwolle produzieren, die keinen Schall durchlässt und somit deine Teammitglieder schützt."

    Kreativität war eine von Ogamis Stärken. Er konnte sich schnell eine Lösung für Probleme aus der Nase ziehen, wie zum Beispiel für diese Schallgenjutsu. Die Umsetzung der Entwicklung einer Gegentechnik war aber ein anderes Thema. Obwohl sich seine Schüler bereits dem Niveau eines Chuunin näherten, hatten sie keine Ahnung von den dunklen und hellen Komponenten, die man miteinander in Verbindungen bringen muss, um eine neuartige Technik zu kreieren. Bei Elementartechniken muss man lediglich lernen, sein jeweiliges Element zu beherrschen und zu formen; auch Bluterben können ohne weiteres selbstständig ausgebaut werden. Die Erschaffung einer völlig neuen Technik wie diese jedoch erforderte viel Wissen und Fingerspitzengefühl. Der Feuernin blicke in die verblüffend großen Augen des Mädchens und zwinkerte. "Es ist ohnehin nicht meine Entscheidung, ob du in diesem Team bist oder nicht." sagte er leise. "Allerdings… Ja, ich persönlich finde, dass du eine Bereicherung für dieses Team darstellst. Auch wenn deine Genjutsu unser gesamtes Team ausschalten, werden sie wohl auch alle Gegner außer Gefecht setzen, huh? Darum geht es doch." Mit seinem Zeigefinger stupste er den Kopf ihrer Katze sanft an. Mit dem Mädchen hatten sie eine perfekte Ergänzung gefunden, dennoch blieb da noch eine Person übrig.

    Nach einer weiteren Viertelstunde spürte der Teamleiter, wie sich Rin näherte. Sie wirkte erschöpft, ihr Chakrafluss rotierte unregelmäßig und die Gewichte hingen schwer an ihren Gelenken. Dennoch wirkte sie erfreut, als sie ihr zukünftiges Team im Warteraum antraf. "Du siehst gut aus." gab Ogami Kund und betrachtete ihr schweißgebadetes Gesicht. Danach nahm er die Untersuchungsergebnisse entgegen und ein nostalgisches Gefühl beschlich ihn; er konnte sich genau daran erinnern, wie er seinem ehemaligen Sensei Kain ebenfalls voller Stolz die Testergebnisse überreichte. Er öffnete den Umschlag und sein Blick glitt über das Blatt. "Oh." sagte er nur und betrachtete Rin. "Dein Fitnesslevel ist befriedigend, im Vergleich zu anderen Genin natürlich. Wie zu erwarten war sind einige deiner Körperpartien mehr durchblutet als andere, da du die für einen Medic-Nin erforderliche Chakrakontrolle besitzt, sie aber noch nicht richtig kontrollieren kannst. Der übermäßige Chakrafluss regt das Blut dazu an, an diesen Stellen besonders gut zu rinnen. Laut diesen Angaben sollst du deine Gewichte noch eine Woche tragen." meinte er gut gelaunt und wandte sich an Nekoyami. "Wir sollten nach draußen gehen, ich habe eine kleine Überraschung für euch. Mittlerweile müsste sie auch eingetroffen sein." Gelassen vergrub er seine Hände in den Hosentaschen und schlenderte durch die Türe hinaus auf die Wiese, wo bereits ein bekanntes Gesicht war…
     
  18. San war an diesem Morgen nicht wie üblich spät aufgewacht und hatte ausgeschlafen. Nein, an diesem Morgen war er früh war und schon kurz nach Sonnenaufgang auf den Beinen.
    Er hatte einige Tage zuvor eine Nachricht aus der Dorfverwaltung erhalten:

    Ihre Anfrage nach ihrer Rückkehr in den Dienst als Ninja wurde weitergereicht und geprüft. Sie werden wieder einem Ninjateam und einem Sensei zugewiesen. Um welches es sich handelt wird in den nächsten Tagen festgelegt.

    Nach dieser Nachricht war Sanosuke schon fast aus dem Häuschen gewesen. Er hatt die nächsten Tage mit nichts anderem verbracht als zu trainieren, da jetzt feststand, dass er sich nun bald wieder einen Ninja des Dorfes Konoha nennen durfte. Um das noch zu toppen erreichte ihn 3 Tage später die erwartete Nachricht:

    Wir freuen uns auch ihnen mitteilen zu können, dass sie ihrem alten Team, Team Ogami unter der Leitung von Sanshouuo no Ogami zugewiesen wurden. Sie werden übermorgen vormittag vor dem Medizingebäude im Wald erwartet. Verpassen sie diese Chance nicht.

    Auch die letzten beiden Tage trainierte er, diesmal jedoch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er seine alten Teamkollegen wiedertreffen würde. Die Zeit verflog wie im Nu und schließlich brach auch der besagte Tag an. Dies war der erste Tag seid dem Beginn seiner Pause, dass er seinen Foreheadprotector anlegte. Wie früher band er ihn sich um den Kopf und betrachtete sich in den Spiegel. Irgendwie wirkte sein Kopf nun länger als normal, woraufhin San sich das blaue Band um den Oberarm band. Mit einem letzten Blick hatte er sein Zimmer verlassen und war frühstücken gegangen.
    Direkt nach dem Frühstück, dass wie üblich recht üppig ausgefallen war, machte er sich auf den Weg, denn bis zu den Wäldern, in die er sich begeben sollte war es ein gutes Stück zu laufen. Selbst dann musste er dieses Medizingebäude finden. Seine Mutter hatte ihm zwar den Weg erklärt aber mit seinem Talent sich zu verlaufen war er sich nicht sicher ob er auch wirklich ankommen würde.

    Unterwegs dachte er darübe nach, was er sagen sollte, wenn er auf die anderen traf. Mit einem einfachen "guten Morgen" war es wohl oder übel nicht getan. Unterwegs traf er einige Händler, die auf dem Weg nach Konohagakure waren um dort ihre Waren zu verkaufen. Irgendwann, nachdem einige Zeit vergangen war erreichte er eine große Lichtung und das weiße Gebäude kam in Sicht. "Typisch Mediziner. Alles schön sauber und vor allem immer alles schön weiß." Dachte sich San als er sein Tempo verlangsamte und das Gebäude betrachtete.

    Da er nicht genau wusste, wann er am Vormittag erwartet wurde blieb ihm nichts anderes übrig, als zu warten. Die ersten paar Minuten verbrachte er im Stehen. Irgendwann setzte er sich jedoch in den Schatten eines Baumes und schloss die Augen. Zwei mal öffnete sich die Tür des Gebäudes. Beide Male stand San auf und starrt zu der Türöffnung. Das erste Mal traten nur zwei Medicnins heraus, die ihre Unterhaltung kurz unterbrachen, zu ihm blickten und dann jedoch im Wald verschwanden.
    Das zweite Mal, als sich die Tür bewegte, hoffte San, dass es nun endlich jemand war, der ihm sagen konnte auf was er hier wartete oder wo er sein Team finden konnte. Und er fand es tatsächlich.
    Heraus traten sein neuer-alter Sensei, Rin und ein Mädchen, das er nicht kannte.
    Er grinste etwas verlegen, kam ihnen entgegen und sprach dann etwas lauter, damit sie ihn auch auf die paar Meter Entfernung gut verstehen konnten: "Guten Morgen, schön euch zu sehen."
    Er blickte kurz zu dem unbekannten Mädchen und war sich sicher, dass sich seit seinem Abschied viel getan hatte.
     
  19. Suzumiya Rin

    Suzumiya Rin New Member

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    "Du siehst gut aus."

    Gespielt genervt kniff sie die Augen zusammen und musterte ihn scharf. Doch als er im naechsten Moment bereits fortsetzte, entspannte sie sich wieder.
    Ihr Fitnesslevel war befriedigend, und das war mehr als okay fuer sie.
    Die Nachricht, das sie diese Bandagen nurnoch etwa eine Woche tragen muessen wuerde, ueberraschte sie dann doch etwas! Momentan waren sie noch stoerend, aber sie zweifelte nicht daran, dass sie laenger betrachtet durchaus eine Bereicherung fuer sie darstellen wuerden.
    Die junge Genin wollte demhingehend nocheinmal nachhaken, doch Ogami setzte fort. Als er erwaehnte, das draußen wohl noch eine weibliche Person auf sie wartete, wurde sie dann doch etwas neugierig.
    Das Vierte und damit letzte Teammitglied vielleicht?

    "Bitte keine Yuudari....oder zumindest eine soziale Yuudari, wenn es soetwas gibt...."

    Sie folgte ihrem Sensei, ein kurzer Seitenblick zu Niyaze verriet ihr, das sie nicht mehr wusste als Rin selbst.

    Suchend glitt ihr Blick schliesslich durch das umliegende Areal, als der Jounin die Eingangstuer oeffnete und die zwei Maedchen hinaus lies.
    Wald, Wiese, Wasser...zwei MedicNins deren Silhuetten gerade im Wald verschwanden....
    Erst als ihr Blick auf einen Jungen vielen, der einige Meter entfernt etwas unbeholfen rumstand, weiteten sich ihre Augen unglaeubig und ein breites Laecheln zauberte sich auf ihre Lippen.

    "San!!"

    Sie lief ihrem alten Teamkameraden entgegen und fiel ihm stuermisch in die Arme. Beide kamen ins stolpern doch sie lies ihn nicht los.
    Wie lange war es her, das sie ihn nichtmehr gesehen hatte? Ein gutes Jahr sicher....er war damals direkt nach ihrer Mission in der Wueste gegangen, in der es um die Evakuierung eines Erdbebengefaehrdeten Dorfes ging. Sie erinnerte sich an die letzten paar Stunden mit ihm, ein mulmiges Gefuehl ueberkam sie kurz als sich auch die Erinnerungen an das damalige Verhoer ihres Gefangenen in ihr Bewusstsein zurueck draengten....doch die Freude ueber das Wiedersehen ihres Freundes war zu groß, als das sie sich darueber weiter Gedanken machen konnte.
    Sie trat einen Schritt zurueck und entlies ihn schliesslich aus ihrer Umarmung.

    "Es ist sooo lange her! Du musst mir unbedingt alles erzaehlen! Oh und ich muss dir meine neuen Techniken zeigen!"
    Noch im selben Atemzug formte sie drei Handzeichen und die Haut auf ihrer Handoberflaeche verfaerbte sich braun schimmernd.
    "Ziemlich cool, oder?" ,setzte sie euphorisch fort und hatte ihm somit eines ihrer Skorpionjutsus gezeigt, das sie erst kurz nach seiner Abreise angefangen hatte, zu lernen.
    "Oh oh! Und das ist unser neuestes Teammitglied!" ,zupfte sie ihn an seinem Aermel und zog ihn mit sich zu Ogami und Niyaze.
    "Nekoyami Niyaze."
    Als sie das Maedchen vorgestellt hatte, ging ihr fuer eine Sekunde der Gespraechsstoff aus. Doch mit einem Schlag viel ihr ein, was ihr Sensei eigentlich vorher gesagt hatte....

    "Sollten wir nicht eine *sie* hier draussen treffen?" ,richtete sie das Wort an Ogami, Sans Aermel immernoch zwischen Daumen und Zeigefinger ihrer rechten Hand haltend.
    Er hatte "Ueberraschung" gesagt, aber *sie* so merkwuerdig betont, das es ihr vorgekommen war wie der Artikel fuer diejenige, die hinter der Ueberraschung stand...gewitzt formuliert!
     
  20. Niyaze geriet ins Grübeln. Ein Weg um die Schallwellen direkt zu stoppen gab es sicher nicht, „Ah wie soll ich das denn machen?“ Alle möglichen Ideen gingen ihr durch den Kopf, sogar das Schaubild zur Ausbreitung von Schallwellen und die Bücher über den Gehörsinn. „Die Schallwellen breiten sich in alle Richtungen aus und mehr oder weniger Kugelförmig... der Wind beeinflusst dabei die Geschwindigkeit und die Reichweite etwas... der Wind... hmm... Wind Jutsu...“ Sie grübelte weiter und hörte kaum zu was ihr Sensei noch sagte, in Gedanken folgte sie ihrem Sensei einfach. „Wenn der Wind stärker in eine Richtung weht, dann geht der Schall mit dem Wind... Genjutsu und Wind Jutsu gleichzeitig... hmm...“ Eine Liste der Windjutsu über die sie gelesen hatte ratterte durch ihre Gedanken. Es gab Jutsu die Wind mit den Armen machten, andere machten Wind wie beim Ausatmen... aber Wind zu leiten um einen Gegner direkt mit Schallwellen anzugreifen, war das möglich ohne Hilfsmittel? „Wenn ich beim Singen noch Wind in meine Stimme lege... aber gleichzeitig die Wellenlänge für das Genjutsu und den Wind kontrolliere...“ Die ganze Idee machte sie fast schwindelig. Es klang so kompliziert und sie hatte niemand der ihr bei dem Windjutsu Teil helfen konnte. Dabei merkte sie gar nicht, dass sie und ihr neues Team bereits die Eingangshalle nach draußen verlassen hatten.
    Mit Windjutsu musste es möglich sein Schallwellen zu verstärken oder teilweise auf bestimmte Ziele zu lenken, aber wie? Das alles gleichzeitig während sie sich auf das Singen des Genjutsus konzentrierte und mit Kei-Neeko den Platz wechselte um nicht gefunden zu werden während sie beide sangen. Der letzte Punkt war wohl nahe zu unmöglich...
    „ARGH Wind und Genjutsu Kontrolle ist so schwer!!!“, brüllte sie plötzlich, sich die Haare raufend, sah links und rechts. „... Verzeihung....“
    Sie hatte nicht einmal gemerkt, das eine neue Person erschienen war. Der Junge wirkte auch recht freundlich, also musste er sicher der dritte Genin im Team sein, dachte sie fröhlich und stellte sich erst einmal vor: „Ich bin Nekoyami Niyaze, ein neues Mitglied in Team Ogami. Du bist auch in unserem Team?“

    Immer noch war sie leicht rot wegen ihrem vorigen Gedankenausbruch und in ihrem Kopf wirbelten die Ideen immer noch wild herum, aber fürs erste betrachtete sie das fröhliche Willkommen das Rin dem neuen, oder alten Mitglied des Teams gab fröhlich. Es war wirklich schön, fast wie eine Familie war das Team.