Isekai

Dieses Thema im Forum "Reich des Schnees" wurde erstellt von Sakaida Mai, 24. Apr. 2018.

  1. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    So ganz kam Ray bei diesem ganzen Wirrwarr an Informationen nicht mit, weswegen er sich während der weiteren Diskussion in der Gaststätte erstmal heraushielt. Mai zurückzulassen war sicherlich die schlaueste Variante. Sie und Kenta waren die beiden kampfstärksten Truppen und angesichts er Tatsache, dass Kenta ganz offensichtlich weitere Informationen hatte, blieb eigentlich nur noch Mai als einzige logische Möglichkeit. Sie würde ich auch allein gegen mehrere Gegner verteidigen können.

    So machten sich die beiden Rotschöpfe aus Soragakure und Takeo frühmorgens auf den Weg, um zusammen mit den Gefangenen sich außerhalb des Dorfes beraten zu können. Mit aufmerksamen Augen und gespitzten Ohren lauschte Ray Kentas Ausführungen, während er im Schnee auf und ab ging, was ihm half nachzudenken. Den kleinen Disput zwischen seinem Kollegen und den Gefangenen ignorierte er. Im Gegensatz zu den anderen war es ihm reichlich egal, ob die Banditen im Schnee starben, von ihnen hier aufgehängt wurden oder ihrer 'gerechten' Strafe von der Verwaltung zugeführt wurden. SIe waren Verbrecher und sie waren gefasst worden, alles andere war ihm Moment zweitrangig, vor allem, da sie offensichtlich nichts mit den Morden zu tun hatten.

    "Ich fasse also nochmal zusammen. Wir haben eine Reihe von unerklärlichen, mysteriösen Mordfällen in Isekai. Kaum sind wir da, wird ein weiterer Dorfbewohner, Taichi, vor unseren Augen durch einen Pfeilschuss umgebracht. Nur wenige Stunden später siehst du Kenta, wie Hakuma einen weiteren durch einen Pfeilschuss getöteten Mann drapiert. Offensichtlich steckt er also hinter den Morden und will es jetzt den Banditen anhängen." Ray hielt inne und legte für einen Moment den Kopf schief. "Was vielleicht gar nicht mal so schlau ist, denn die Banditen haben wir ja erwischt, bevor sie denjenigen töten konnten, den Hakuma platziert hat. Also kommen für diesen Mordfall nicht die gefangen Banditen in Frage. Aber wie auch immer. Interessant ist in diesem Zusammenhang, was wir auf der Beerdigung beobachten konnten. Dort war Hakuma nur für einen kurzen Augenblick, redete mit Koji, und verschwand wieder. Dabei handelte es sich ganz sicher nicht um Beileidsbekundungen. Vielleicht steckt Koji mit Hakuma unter einer Decke. Ich habe zwar keine Ahnung von dem Motiv, aber wahrscheinlich würde niemand diesen netten und hilfsbereiten Nachbarn verdächtigen. Da aber nun auch Hakuma irgendwie in der Sache mit drin steckt, können wir seinen Worten am Anfang nicht mehr trauen. Vielleicht gibt es in Isekai also doch irgendetwas, was ihn dazu veranlasst sämtliche Dorfbewohner daraus zu vertreiben. Vielleicht sollten wir uns doch nochmal dort umsehen. Was meint ihr?"
     
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    An Schlaf war nicht unbedingt zu denken. Mai lag noch eine ganze Zeit lang wach in ihrem Bett und dachte über das vorherige Gespräch nach. Kenta war ein unangenehmer Zeitgenosse und es fiel ihr nicht leicht, Takeo mit ihm und Ray loszuschicken. Sie machte sich Sorgen um ihren einzigen Vertrauten hier und hatte kein gutes Gefühl dabei. Allerdings konnte sie Kenta nicht widersprechen, denn sein Vorschlag, dass sie selbst hierbliebe, war das kleinste Übel. Die Kunoichi käme bisweilen gut allein zurecht, auch wenn es ernst werden würde. Sie kannte die Fähigkeiten der beiden Soras nicht, aber sie wusste, dass Takeo vielleicht nicht unbedingt kampferprobt war, wenn es darauf ankäme. Sie selbst hingegen hatte schon so manch brenzlige Situation gemeistert und wuchs daran. Trotzdem blieb das ungute Gefühl in der Magengegend.. Doch es half alles nichts. Sie musste diesem rothaarigen Teufel wohl oder übel ein wenig Vertrauen gegenüberbringen.

    Am nächsten Tag ging Mai allein durch das verschneite Dorf. Sie überlegte, ob sie nach Hakuma sehen sollte und vielleicht nochmal mit ihm reden könnte. Dann fiel ihr das alte Mütterchen ein, auch hier würde sich ein Besuch vielleicht lohnen. Auf der anderen Seite reizte es den Blauschopf, ebenfalls auf eigene Faust nach Isekai zurückzukehren. Vielleicht wäre sie allein erfolgreicher? Es vermochte gefährlicher zu sein, aber deutlich unauffälliger. Die junge Frau schlug entschlossen einen Haken und ging entschlossen in Richtung Dorfrand. Eine kleine Expedition nach Isekai konnte wohl nicht schaden!

    Von weitem erkannte sie, dass Koji ihr entgegen kam. Lächelnd hob Mai die Hand und grüßte ihn somit von weitem, was er freundlich erwiderte. „Willst du etwa zurück ins verlassene Dorf? Nun ist es ja endgültig menschenleer.“ Irgendwie klang er ein wenig gereizt. Mai stockte kurz und nickte dann schließlich. Doch antworten konnte sie ihm nicht, denn seine Aussage verwirrte sie ein wenig. „Du solltest aufpassen. Wer in der Vergangenheit dort herumgeschnüffelt hat, setzte sich einem großen Risiko aus.“, murmelte er so leise, dass Mai es nur unter Anstrengung verstehen konnte. „Worauf willst du hinaus?“, fragte sie, obwohl sie eine Ahnung hatte. Doch Koji hob abwehrend die Hände. „Ich glaube nicht an Zufälle. Und du solltest das auch nicht tun.“ Mit diesen Worten dampfte er einfach ab. Es war eindeutig, dass Koji sich nicht weiter über dieses Thema unterhalten wollte. Mai sah ihm eine Weile nach, ehe sie sich gedankenverloren auf den Weg nach Isekai machte. Das war wohl eine der kostbarsten Informationen, welche sie seit ihrem Aufenthalt im verschneiten Dort bekommen hatte..
     
  3. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Takeo hoffte, dass Mai es ihm seine Beteiligung daran, dass sie im Dorf verblieb, nicht übel nahm. Allzu viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen hatte er allerdings nicht, denn er musste sich jetzt darauf konzentrieren, dass dieser kleine Ausflug mit den beiden Soras nicht aus dem Ruder lief. Kenta hatte ganz bestimmt nicht vor bis nach Yuki zu laufen, aber Takeo war sich auch nicht sicher, ob er Kentas tatsächlichen Plan erfassen konnte, da es noch zu viele Variablen gab. Es sollte nur noch wenige Minuten dauern, bis Kenta den Schleier lüften würde und seine Informationen an Ray und Takeo weiter gab. Innerlich honorierte Takeo ein wenig, dass Kenta tatsächlich eingeplant hatte, die Banditen nach Yuki zu bringen anstatt sie zu töten. Doch Takeo machte nicht den Fehler zu glauben, dass Kenta das ohne einen Hintergedanken tat. Er kannte ihn erst kurz, aber es war unschwer zu erkennen, dass dieser Mensch eiskalt kalkulierte und nichts geschehen ließ ohne mit den Auswirkungen zu planen.

    Hakuma also... Ray ergriff das Wort und teilte sogleich die Erkenntnisse des letzten Abends mit Kenta, sodass nun alle voll im Bilde waren. „Ich denke auch, dass wir nach Isekai sollten. Noch besteht die Chance, dass Hakuma nicht weiß, dass wir ihm auf die Schliche kommen. Das sollten wir nutzen, um uns so gut wie möglich auf die anstehende Konfrontation vorzubereiten. Je mehr wir wissen und verstehen, desto größer ist unsere Chance auf einen Sieg. Mai weiß auch, dass Hakuma auf der Beerdigung war. So wie ich sie kenne wird sie nicht untätig herumsitzen, sondern eigene Nachforschungen anstellen. Vielleicht führt sie das auch zurück nach Isekai, und wenn Hakuma auf sie treffen sollte, dann.. Ich denke, wir würden es auch in Isekai mitbekommen, wenn Hakuma und wer auch immer noch dazu gehört sich mit Mai anlegen. Die werden ihr blaues Wunder erleben.“ Takeo war für seine Verhältnisse auf Grund der ganzen Begegnung mit den Soras schlecht drauf, was sehr selten war, trotzdem konnte er sich ein kleines Grinsen aufgrund seines dummen Wortspiels nicht verkneifen. „Jedenfalls wird sie im Notfall auch einen Moment ohne unsere Unterstützung auskommen bis wir sie erreicht haben. Können wir los oder gibt es noch Einwände?“ Er blickte dabei gezielt zu Kenta, denn dieser hatte meistens einen eigenen Plan und hielt diesen – und nur diesen – für den Richtigen, aber Takeo wäre natürlich bereit, sich die Alternative anzuhören.
     
  4. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Ach war das schön, zwei Kollegen dabei zu haben die mitdachten anstatt sich erstmal anzustellen. Kenta war froh, als sie die Banditen etwas vorzeitig an das kleine Yuki-Team abtreten konnten, auch wenn er es wirklich albern fand sie dafür extra herbeordert zu haben. Wer waren sie denn bitte, die länderübergreifende Ninjapolizei? Mai hätte die Frage wahrscheinlich enthusiastisch bejaht, und auch jetzt war Kenta nicht so blöd, sie laut zu stellen - er brauchte Takeo noch, er konnte es sich jetzt nicht leisten ihn auszulachen. "Hhmmhmm ... die wirkliche Frage ist doch, wen genau hat er nach dem Gespräch umgebracht?" Kenta lächelte. "Ich hatte zuerst gedacht dass der Leichnam dieser Koji sei, von dem die alte uns erzählt hat - der, der sie mit aus Isekai rausholen wollte. Aber er sieht ihm einfach nur recht ähnlich. Offenbar hat Koji einen Bruder. Aber er hat uns nicht erzählt wie er zu ihm steht oder was er macht. Vorstellen kann ich mir einiges. Vielleicht hatte Koji Vermutungen, dass Isekai die Ursache für all das war, dafür spricht dass er versucht hat die Bewohner zum Auszug zu ermuntern. Vielleicht ist dieser Tod eine Warnung an Koji, oder der Versuch ihn zu brechen, bevor er selbst dran kommt ... " Kenta konnte sich das gut vorstellen, aber er kannte Hakuma eigentlich nicht gut genug, um das einzuschätzen - der Alte war ihm zwar von Anfang an grundsätzlich verdächtig gewesen nach der Erfahrung, die er mit alten, weisen Auftraggebern gemacht hatte, aber so wirklich auf ihn geachtet hatte er bisher nicht. Ein Fehler vermutlich. Kenta grinste unvermittelt, nachdem die anderen beiden ihm beide dargelegt hatten, warum das Team besser nach Isekai sollte. Jetzt nachdem er ihn von anderen gehört hatte, wurde ihm sofort klar, was an diesem Gedanken nicht ganz passte.

    "Du wirst besser, Ray-kun, aber wenn Hakuma irgendetwas in Isekai verstecktes haben möchte, warum mordet er jetzt im Nachbarort weiter? Und warum der indirekte Angriff auf jemanden der brav im Nachbardorf gelebt hat? Die Alte und ihr Junge waren die letzten Bewohner, an sich könnte er jetzt haben was er will ... und wenn es so bombastisch ist dass er nicht mal im Nachbarort noch Menschen haben kann, warum lässt er sich jahrelang Zeit und inszeniert aufwändige Unfälle, wenn er als fähiger Ninja doch Nägel mit Köpfen machen könnte? Wenn sonst keiner überlebt, erzählt er die Geschichte was vorgefallen ist. Es wäre hier draußen nicht so schwer, bei einem Dorffest einen schweren Brand oder Banditenüberfall zu inszenieren, der die meisten Störenfriede auf einmal beseitigt. Und ... wieso jetzt erst mit dem neuen Dorf weitermachen?" Kenta schüttelte den Kopf und sprach noch etwas schneller und eindringlicher, das Tempo seiner Gedanken imitierend, während sie schneller und schneller ihr Ziel einkreisten. "Furchtbar ineffizient. Mag sein dass er jetzt einfach Mittwisser loswerden wollte, aber auch die letzte Tat: Die Alte war die sturste, das war bestimmt nicht erst seit ein paar Wochen klar. Vernünftig wäre doch gewesen sie direkt loszuwerden und darauf zu vertrauen dass der Junge schon auf den Trichter kommt, sich woanders sein Glück zu suchen. Oder sie wenigstens beide kalt zu machen und es mit einer Ursache zu erklären. Überhaupt, soweit ich weiß sind sie alle alleine gestorben. Nein ... er lässt sich viel zu viel Zeit für einen Mann seines Alters, der an etwas wertvolles heran will. Und nicht zuletzt hat er Shinobi aus beiden Allianzen angeheuert und im Grunde auf sich selbst angesetzt. Kurz bevor er Isekai entvölkert hat. Wirkt das vernünftig? Wirkt das nach jemandem der einen Schatz für sich haben möchte? Hah!"

    Ein langsames, gleichzeitig schalkhaftes und verstörend kaltes Grinsen umspielte Kentas Mundwinkel, als er insbesondere Takeo anstrahlte, jetzt wo ihm der zündende Einfall gekommen war, und Kenta lachte. Es war ein plötzliches, lebhaftes und zutiefst amüsiertes Lachen, als hätte Kenta gerade eben erst einen vorzüglichen Witz verstanden, den man ihm schon vor einer Woche erzählt hatte, und es hielt fast eine Minute an, bevor der Junge sich kopfschüttelnd eine Träne aus den Augen wischte. "Ahahaa ... Ach versteht ihr nicht? Hakuma vertreibt hier gar niemanden. Hakuma spielt mit ihnen allen, und mit uns! Er bringt sie über die Jahre langsam um, aber nicht so schnell dass sie massenhaft fliehen würden, und bringt nicht die alte Frau um, sondern ihren jungen, guten Neffen ... so zielt man wenn man die Leute leiden lassen will, Takeo! Hier geht es nicht um Gewinn, Hakuma hasst diese Menschen einfach. Er wird nicht aufhören bevor er sie alle bestraft hat, das ist sein Spiel. Und ich vermute, uns hat er angeheuert, um den Einsatz zu erhöhen. Wir können gern über Isekai zurück, aber ich bin sicher, unser eigentliches Ziel ist das Nachbardorf. Wir sind fortgegangen und haben nur eine Person zurückgelassen. Das ist eine offene Einladung, unter Mais Nase noch jemanden zu ermorden um uns bloßzustellen." Kenta verschränkte selbstzufrieden grinsend die Arme. "Oder seht ihr dort einen Denkfehler?" fügte er hinzu, Takeo (oder Ray) herausfordernd, seiner Logik etwas entgegenzusetzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Aug. 2018
  5. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Interessiert lauschte Takeo dem Gedanken des Rotschopfes. Man merkte schnell, dass Kenta deutlich mehr Erfahrung hatte als seine beiden Mitstreiter. Seine Abstraktionsgabe war bemerkenswert, und es würde wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass Takeo seinen Worten zustimmen würde. Er war nicht so dumm, seine fehlenden Sympathien in Ignoranz auszudrücken. Auch wenn Kenta in großen Teilen eine abstoßende Wirkung auf ihn hatte, konnte er nicht leugnen, dass er gut war. Takeo erkannte schon relativ früh, dass Kenta wohl auf einer heißen Spur war. Nicht verwunderlich, dass dieser wenig Probleme damit hatte, sich in einen scheinbar irren Massenmörder hineinzuversetzen. Er wollte den Ausführungen des Sora-Nins schon früh zustimmen, doch redete dieser sich in eine Art von Trance, welche in einem abartigen, mentalen Orgasmus gipfelte, der Takeo ein wenig sprachlos dastehen ließ. Was war nur los mit diesem Jungen? Sein Blick ging kurz zu Ray, um festzustellen, ob dieses Verhalten in Sora vielleicht normal war, und die Antwort lautete: Scheinbar ja. Dieser nickte interessiert oder ließ sich wenigstens nichts anmerken. Mit leichter Unsicherheit beschloss Takeo, dies erst einmal so hinzunehmen und wandte sich an Kenta. Ein paar Punkte in seinen Aussagen warfen Fragen in Takeo auf: Warum sollte Hakuma erst jetzt eine weitere Person umbringen, wo Mai alleine war? Die Bühne war viel größer, wenn alle anwesend waren. Doch würde dies nichts am Ergebnis ändern. Also beschloss er – wahrscheinlich zum Unmut seines Gegenübers – Kenta einfach nur zuzustimmen und nicht auf die vielen kleinen Provokationen einzugehen. „Ich muss zugeben, dass ich soweit nicht gedacht habe. Deine Darlegungen erscheinen mir schlüssig. Das Ziel ändert sich, aber trotzdem sollten wir uns beeilen und schnell in das Dorf zurückkehren. Vielleicht können wir weitere Morde, auch wenn dies für einige nicht im Vordergrund steht, noch verhindern.“

    Die Reaktion von Kenta wartete er nicht mehr ab, denn die Sache war ohnehin beschlossen. Sein Vertrauen in Mai war groß, doch wussten sie nicht, wie mächtig Hakuma wirklich war. Ich hoffe, er hat nicht damit gerechnet, dass wir ihm so schnell auf die Schliche kommen. Wenn er denkt, dass er mit uns spielen kann, können wir das vielleicht zu unserem Vorteil nutzen und uns gut vorbereiten.

    Es dauerte nicht lang, bis die drei Ninja das verschneite Dorf erneut betraten. Augenscheinlich war alles so wie noch vor ein paar Stunden, doch die neuen Erkenntnisse sorgten dafür, dass Takeo sich zunehmend unwohl fühlte. Hatte Hakuma ihr Schnüffeln schon bemerkt? Beobachtete er sie vielleicht gerade in diesem Moment? Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, und schlenderte zurück zum Hotel, wo er sich sofort zu Mais Zimmer aufmachte. Klopf. Keine Reaktion. Vielleicht hatte Sie es überhört oder schlief? Klopf, klopf. Sie verbrachte viel Zeit mit ihren Haaren. Vielleicht war sie im Bad und würde ein wenig brauchen? Klopf, klopf, klopf. Augenscheinlich war sie einfach nicht da. „Hier ist sie nicht. Bei unserer Ankunft habe ich sie auch nicht gesehen und so groß ist das Dorf nicht. Vorschläge?“ Die ganze Situation machte Takeo unruhig. Augenscheinlich steckten sie schon mitten in Hakumas Spiel und waren vielleicht nicht ausreichend darauf vorbereitet.