Isekai

Dieses Thema im Forum "Reich des Schnees" wurde erstellt von Sakaida Mai, 24. Apr. 2018.

  1. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    So ganz kam Ray bei diesem ganzen Wirrwarr an Informationen nicht mit, weswegen er sich während der weiteren Diskussion in der Gaststätte erstmal heraushielt. Mai zurückzulassen war sicherlich die schlaueste Variante. Sie und Kenta waren die beiden kampfstärksten Truppen und angesichts er Tatsache, dass Kenta ganz offensichtlich weitere Informationen hatte, blieb eigentlich nur noch Mai als einzige logische Möglichkeit. Sie würde ich auch allein gegen mehrere Gegner verteidigen können.

    So machten sich die beiden Rotschöpfe aus Soragakure und Takeo frühmorgens auf den Weg, um zusammen mit den Gefangenen sich außerhalb des Dorfes beraten zu können. Mit aufmerksamen Augen und gespitzten Ohren lauschte Ray Kentas Ausführungen, während er im Schnee auf und ab ging, was ihm half nachzudenken. Den kleinen Disput zwischen seinem Kollegen und den Gefangenen ignorierte er. Im Gegensatz zu den anderen war es ihm reichlich egal, ob die Banditen im Schnee starben, von ihnen hier aufgehängt wurden oder ihrer 'gerechten' Strafe von der Verwaltung zugeführt wurden. SIe waren Verbrecher und sie waren gefasst worden, alles andere war ihm Moment zweitrangig, vor allem, da sie offensichtlich nichts mit den Morden zu tun hatten.

    "Ich fasse also nochmal zusammen. Wir haben eine Reihe von unerklärlichen, mysteriösen Mordfällen in Isekai. Kaum sind wir da, wird ein weiterer Dorfbewohner, Taichi, vor unseren Augen durch einen Pfeilschuss umgebracht. Nur wenige Stunden später siehst du Kenta, wie Hakuma einen weiteren durch einen Pfeilschuss getöteten Mann drapiert. Offensichtlich steckt er also hinter den Morden und will es jetzt den Banditen anhängen." Ray hielt inne und legte für einen Moment den Kopf schief. "Was vielleicht gar nicht mal so schlau ist, denn die Banditen haben wir ja erwischt, bevor sie denjenigen töten konnten, den Hakuma platziert hat. Also kommen für diesen Mordfall nicht die gefangen Banditen in Frage. Aber wie auch immer. Interessant ist in diesem Zusammenhang, was wir auf der Beerdigung beobachten konnten. Dort war Hakuma nur für einen kurzen Augenblick, redete mit Koji, und verschwand wieder. Dabei handelte es sich ganz sicher nicht um Beileidsbekundungen. Vielleicht steckt Koji mit Hakuma unter einer Decke. Ich habe zwar keine Ahnung von dem Motiv, aber wahrscheinlich würde niemand diesen netten und hilfsbereiten Nachbarn verdächtigen. Da aber nun auch Hakuma irgendwie in der Sache mit drin steckt, können wir seinen Worten am Anfang nicht mehr trauen. Vielleicht gibt es in Isekai also doch irgendetwas, was ihn dazu veranlasst sämtliche Dorfbewohner daraus zu vertreiben. Vielleicht sollten wir uns doch nochmal dort umsehen. Was meint ihr?"
     
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    An Schlaf war nicht unbedingt zu denken. Mai lag noch eine ganze Zeit lang wach in ihrem Bett und dachte über das vorherige Gespräch nach. Kenta war ein unangenehmer Zeitgenosse und es fiel ihr nicht leicht, Takeo mit ihm und Ray loszuschicken. Sie machte sich Sorgen um ihren einzigen Vertrauten hier und hatte kein gutes Gefühl dabei. Allerdings konnte sie Kenta nicht widersprechen, denn sein Vorschlag, dass sie selbst hierbliebe, war das kleinste Übel. Die Kunoichi käme bisweilen gut allein zurecht, auch wenn es ernst werden würde. Sie kannte die Fähigkeiten der beiden Soras nicht, aber sie wusste, dass Takeo vielleicht nicht unbedingt kampferprobt war, wenn es darauf ankäme. Sie selbst hingegen hatte schon so manch brenzlige Situation gemeistert und wuchs daran. Trotzdem blieb das ungute Gefühl in der Magengegend.. Doch es half alles nichts. Sie musste diesem rothaarigen Teufel wohl oder übel ein wenig Vertrauen gegenüberbringen.

    Am nächsten Tag ging Mai allein durch das verschneite Dorf. Sie überlegte, ob sie nach Hakuma sehen sollte und vielleicht nochmal mit ihm reden könnte. Dann fiel ihr das alte Mütterchen ein, auch hier würde sich ein Besuch vielleicht lohnen. Auf der anderen Seite reizte es den Blauschopf, ebenfalls auf eigene Faust nach Isekai zurückzukehren. Vielleicht wäre sie allein erfolgreicher? Es vermochte gefährlicher zu sein, aber deutlich unauffälliger. Die junge Frau schlug entschlossen einen Haken und ging entschlossen in Richtung Dorfrand. Eine kleine Expedition nach Isekai konnte wohl nicht schaden!

    Von weitem erkannte sie, dass Koji ihr entgegen kam. Lächelnd hob Mai die Hand und grüßte ihn somit von weitem, was er freundlich erwiderte. „Willst du etwa zurück ins verlassene Dorf? Nun ist es ja endgültig menschenleer.“ Irgendwie klang er ein wenig gereizt. Mai stockte kurz und nickte dann schließlich. Doch antworten konnte sie ihm nicht, denn seine Aussage verwirrte sie ein wenig. „Du solltest aufpassen. Wer in der Vergangenheit dort herumgeschnüffelt hat, setzte sich einem großen Risiko aus.“, murmelte er so leise, dass Mai es nur unter Anstrengung verstehen konnte. „Worauf willst du hinaus?“, fragte sie, obwohl sie eine Ahnung hatte. Doch Koji hob abwehrend die Hände. „Ich glaube nicht an Zufälle. Und du solltest das auch nicht tun.“ Mit diesen Worten dampfte er einfach ab. Es war eindeutig, dass Koji sich nicht weiter über dieses Thema unterhalten wollte. Mai sah ihm eine Weile nach, ehe sie sich gedankenverloren auf den Weg nach Isekai machte. Das war wohl eine der kostbarsten Informationen, welche sie seit ihrem Aufenthalt im verschneiten Dort bekommen hatte..
     
  3. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Takeo hoffte, dass Mai es ihm seine Beteiligung daran, dass sie im Dorf verblieb, nicht übel nahm. Allzu viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen hatte er allerdings nicht, denn er musste sich jetzt darauf konzentrieren, dass dieser kleine Ausflug mit den beiden Soras nicht aus dem Ruder lief. Kenta hatte ganz bestimmt nicht vor bis nach Yuki zu laufen, aber Takeo war sich auch nicht sicher, ob er Kentas tatsächlichen Plan erfassen konnte, da es noch zu viele Variablen gab. Es sollte nur noch wenige Minuten dauern, bis Kenta den Schleier lüften würde und seine Informationen an Ray und Takeo weiter gab. Innerlich honorierte Takeo ein wenig, dass Kenta tatsächlich eingeplant hatte, die Banditen nach Yuki zu bringen anstatt sie zu töten. Doch Takeo machte nicht den Fehler zu glauben, dass Kenta das ohne einen Hintergedanken tat. Er kannte ihn erst kurz, aber es war unschwer zu erkennen, dass dieser Mensch eiskalt kalkulierte und nichts geschehen ließ ohne mit den Auswirkungen zu planen.

    Hakuma also... Ray ergriff das Wort und teilte sogleich die Erkenntnisse des letzten Abends mit Kenta, sodass nun alle voll im Bilde waren. „Ich denke auch, dass wir nach Isekai sollten. Noch besteht die Chance, dass Hakuma nicht weiß, dass wir ihm auf die Schliche kommen. Das sollten wir nutzen, um uns so gut wie möglich auf die anstehende Konfrontation vorzubereiten. Je mehr wir wissen und verstehen, desto größer ist unsere Chance auf einen Sieg. Mai weiß auch, dass Hakuma auf der Beerdigung war. So wie ich sie kenne wird sie nicht untätig herumsitzen, sondern eigene Nachforschungen anstellen. Vielleicht führt sie das auch zurück nach Isekai, und wenn Hakuma auf sie treffen sollte, dann.. Ich denke, wir würden es auch in Isekai mitbekommen, wenn Hakuma und wer auch immer noch dazu gehört sich mit Mai anlegen. Die werden ihr blaues Wunder erleben.“ Takeo war für seine Verhältnisse auf Grund der ganzen Begegnung mit den Soras schlecht drauf, was sehr selten war, trotzdem konnte er sich ein kleines Grinsen aufgrund seines dummen Wortspiels nicht verkneifen. „Jedenfalls wird sie im Notfall auch einen Moment ohne unsere Unterstützung auskommen bis wir sie erreicht haben. Können wir los oder gibt es noch Einwände?“ Er blickte dabei gezielt zu Kenta, denn dieser hatte meistens einen eigenen Plan und hielt diesen – und nur diesen – für den Richtigen, aber Takeo wäre natürlich bereit, sich die Alternative anzuhören.
     
  4. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Ach war das schön, zwei Kollegen dabei zu haben die mitdachten anstatt sich erstmal anzustellen. Kenta war froh, als sie die Banditen etwas vorzeitig an das kleine Yuki-Team abtreten konnten, auch wenn er es wirklich albern fand sie dafür extra herbeordert zu haben. Wer waren sie denn bitte, die länderübergreifende Ninjapolizei? Mai hätte die Frage wahrscheinlich enthusiastisch bejaht, und auch jetzt war Kenta nicht so blöd, sie laut zu stellen - er brauchte Takeo noch, er konnte es sich jetzt nicht leisten ihn auszulachen. "Hhmmhmm ... die wirkliche Frage ist doch, wen genau hat er nach dem Gespräch umgebracht?" Kenta lächelte. "Ich hatte zuerst gedacht dass der Leichnam dieser Koji sei, von dem die alte uns erzählt hat - der, der sie mit aus Isekai rausholen wollte. Aber er sieht ihm einfach nur recht ähnlich. Offenbar hat Koji einen Bruder. Aber er hat uns nicht erzählt wie er zu ihm steht oder was er macht. Vorstellen kann ich mir einiges. Vielleicht hatte Koji Vermutungen, dass Isekai die Ursache für all das war, dafür spricht dass er versucht hat die Bewohner zum Auszug zu ermuntern. Vielleicht ist dieser Tod eine Warnung an Koji, oder der Versuch ihn zu brechen, bevor er selbst dran kommt ... " Kenta konnte sich das gut vorstellen, aber er kannte Hakuma eigentlich nicht gut genug, um das einzuschätzen - der Alte war ihm zwar von Anfang an grundsätzlich verdächtig gewesen nach der Erfahrung, die er mit alten, weisen Auftraggebern gemacht hatte, aber so wirklich auf ihn geachtet hatte er bisher nicht. Ein Fehler vermutlich. Kenta grinste unvermittelt, nachdem die anderen beiden ihm beide dargelegt hatten, warum das Team besser nach Isekai sollte. Jetzt nachdem er ihn von anderen gehört hatte, wurde ihm sofort klar, was an diesem Gedanken nicht ganz passte.

    "Du wirst besser, Ray-kun, aber wenn Hakuma irgendetwas in Isekai verstecktes haben möchte, warum mordet er jetzt im Nachbarort weiter? Und warum der indirekte Angriff auf jemanden der brav im Nachbardorf gelebt hat? Die Alte und ihr Junge waren die letzten Bewohner, an sich könnte er jetzt haben was er will ... und wenn es so bombastisch ist dass er nicht mal im Nachbarort noch Menschen haben kann, warum lässt er sich jahrelang Zeit und inszeniert aufwändige Unfälle, wenn er als fähiger Ninja doch Nägel mit Köpfen machen könnte? Wenn sonst keiner überlebt, erzählt er die Geschichte was vorgefallen ist. Es wäre hier draußen nicht so schwer, bei einem Dorffest einen schweren Brand oder Banditenüberfall zu inszenieren, der die meisten Störenfriede auf einmal beseitigt. Und ... wieso jetzt erst mit dem neuen Dorf weitermachen?" Kenta schüttelte den Kopf und sprach noch etwas schneller und eindringlicher, das Tempo seiner Gedanken imitierend, während sie schneller und schneller ihr Ziel einkreisten. "Furchtbar ineffizient. Mag sein dass er jetzt einfach Mittwisser loswerden wollte, aber auch die letzte Tat: Die Alte war die sturste, das war bestimmt nicht erst seit ein paar Wochen klar. Vernünftig wäre doch gewesen sie direkt loszuwerden und darauf zu vertrauen dass der Junge schon auf den Trichter kommt, sich woanders sein Glück zu suchen. Oder sie wenigstens beide kalt zu machen und es mit einer Ursache zu erklären. Überhaupt, soweit ich weiß sind sie alle alleine gestorben. Nein ... er lässt sich viel zu viel Zeit für einen Mann seines Alters, der an etwas wertvolles heran will. Und nicht zuletzt hat er Shinobi aus beiden Allianzen angeheuert und im Grunde auf sich selbst angesetzt. Kurz bevor er Isekai entvölkert hat. Wirkt das vernünftig? Wirkt das nach jemandem der einen Schatz für sich haben möchte? Hah!"

    Ein langsames, gleichzeitig schalkhaftes und verstörend kaltes Grinsen umspielte Kentas Mundwinkel, als er insbesondere Takeo anstrahlte, jetzt wo ihm der zündende Einfall gekommen war, und Kenta lachte. Es war ein plötzliches, lebhaftes und zutiefst amüsiertes Lachen, als hätte Kenta gerade eben erst einen vorzüglichen Witz verstanden, den man ihm schon vor einer Woche erzählt hatte, und es hielt fast eine Minute an, bevor der Junge sich kopfschüttelnd eine Träne aus den Augen wischte. "Ahahaa ... Ach versteht ihr nicht? Hakuma vertreibt hier gar niemanden. Hakuma spielt mit ihnen allen, und mit uns! Er bringt sie über die Jahre langsam um, aber nicht so schnell dass sie massenhaft fliehen würden, und bringt nicht die alte Frau um, sondern ihren jungen, guten Neffen ... so zielt man wenn man die Leute leiden lassen will, Takeo! Hier geht es nicht um Gewinn, Hakuma hasst diese Menschen einfach. Er wird nicht aufhören bevor er sie alle bestraft hat, das ist sein Spiel. Und ich vermute, uns hat er angeheuert, um den Einsatz zu erhöhen. Wir können gern über Isekai zurück, aber ich bin sicher, unser eigentliches Ziel ist das Nachbardorf. Wir sind fortgegangen und haben nur eine Person zurückgelassen. Das ist eine offene Einladung, unter Mais Nase noch jemanden zu ermorden um uns bloßzustellen." Kenta verschränkte selbstzufrieden grinsend die Arme. "Oder seht ihr dort einen Denkfehler?" fügte er hinzu, Takeo (oder Ray) herausfordernd, seiner Logik etwas entgegenzusetzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Aug. 2018
  5. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Interessiert lauschte Takeo dem Gedanken des Rotschopfes. Man merkte schnell, dass Kenta deutlich mehr Erfahrung hatte als seine beiden Mitstreiter. Seine Abstraktionsgabe war bemerkenswert, und es würde wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass Takeo seinen Worten zustimmen würde. Er war nicht so dumm, seine fehlenden Sympathien in Ignoranz auszudrücken. Auch wenn Kenta in großen Teilen eine abstoßende Wirkung auf ihn hatte, konnte er nicht leugnen, dass er gut war. Takeo erkannte schon relativ früh, dass Kenta wohl auf einer heißen Spur war. Nicht verwunderlich, dass dieser wenig Probleme damit hatte, sich in einen scheinbar irren Massenmörder hineinzuversetzen. Er wollte den Ausführungen des Sora-Nins schon früh zustimmen, doch redete dieser sich in eine Art von Trance, welche in einem abartigen, mentalen Orgasmus gipfelte, der Takeo ein wenig sprachlos dastehen ließ. Was war nur los mit diesem Jungen? Sein Blick ging kurz zu Ray, um festzustellen, ob dieses Verhalten in Sora vielleicht normal war, und die Antwort lautete: Scheinbar ja. Dieser nickte interessiert oder ließ sich wenigstens nichts anmerken. Mit leichter Unsicherheit beschloss Takeo, dies erst einmal so hinzunehmen und wandte sich an Kenta. Ein paar Punkte in seinen Aussagen warfen Fragen in Takeo auf: Warum sollte Hakuma erst jetzt eine weitere Person umbringen, wo Mai alleine war? Die Bühne war viel größer, wenn alle anwesend waren. Doch würde dies nichts am Ergebnis ändern. Also beschloss er – wahrscheinlich zum Unmut seines Gegenübers – Kenta einfach nur zuzustimmen und nicht auf die vielen kleinen Provokationen einzugehen. „Ich muss zugeben, dass ich soweit nicht gedacht habe. Deine Darlegungen erscheinen mir schlüssig. Das Ziel ändert sich, aber trotzdem sollten wir uns beeilen und schnell in das Dorf zurückkehren. Vielleicht können wir weitere Morde, auch wenn dies für einige nicht im Vordergrund steht, noch verhindern.“

    Die Reaktion von Kenta wartete er nicht mehr ab, denn die Sache war ohnehin beschlossen. Sein Vertrauen in Mai war groß, doch wussten sie nicht, wie mächtig Hakuma wirklich war. Ich hoffe, er hat nicht damit gerechnet, dass wir ihm so schnell auf die Schliche kommen. Wenn er denkt, dass er mit uns spielen kann, können wir das vielleicht zu unserem Vorteil nutzen und uns gut vorbereiten.

    Es dauerte nicht lang, bis die drei Ninja das verschneite Dorf erneut betraten. Augenscheinlich war alles so wie noch vor ein paar Stunden, doch die neuen Erkenntnisse sorgten dafür, dass Takeo sich zunehmend unwohl fühlte. Hatte Hakuma ihr Schnüffeln schon bemerkt? Beobachtete er sie vielleicht gerade in diesem Moment? Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, und schlenderte zurück zum Hotel, wo er sich sofort zu Mais Zimmer aufmachte. Klopf. Keine Reaktion. Vielleicht hatte Sie es überhört oder schlief? Klopf, klopf. Sie verbrachte viel Zeit mit ihren Haaren. Vielleicht war sie im Bad und würde ein wenig brauchen? Klopf, klopf, klopf. Augenscheinlich war sie einfach nicht da. „Hier ist sie nicht. Bei unserer Ankunft habe ich sie auch nicht gesehen und so groß ist das Dorf nicht. Vorschläge?“ Die ganze Situation machte Takeo unruhig. Augenscheinlich steckten sie schon mitten in Hakumas Spiel und waren vielleicht nicht ausreichend darauf vorbereitet.
     
  6. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Mai stapfte unbeeindruckt durch das völlig verlassene Dorf Isekai. Es war totenstill, eiskalt und einsam. Nach einigen Runden durch wenigen Straßen, wenigen Hausdurchsuchungen und anderen Spielereien war sich die junge Kunoichi sicher: Hier war niemand außer ihr selbst. Ein wenig enttäuscht darüber, heute wieder nichts erreicht zu haben, entschied der Blauschopf, wieder zurück ins verschneite Dorf zu ziehen. Vielleicht waren Takeo, Kenta und Ray ja wieder da? Ganz abgesehen davon begann es zu schneien und ein schwacher Wind zog auf. Seufzend machte sie auf dem Absatz kehrt und verließ Isekai unmotiviert dahintrottend.

    Schnee und schwacher Wind? Kaum fünf Minuten später verwandelte sich das nette Gestöber in einen furchtbar eisigen Blizzard. Man konnte die Hand kaum vor Augen sehen und Mai hatte den Reißverschluss ihrer Jacke bereits zum Anschlag geschlossen, um den Schal besser am Hals zu fixieren. Es war einfach nur nervig! Mit gesenktem Blick bahnte sich die Kumo-Nin ihren Weg zurück ins Dorf, als sich auf halber Strecke plötzlich ein beklemmendes Gefühl in ihr ausbreitete. Wie merkwürdig.. Angestrengt sah Mai auf und blickte umher, doch man konnte kaum etwas sehen in diesem Schneesturm. „Wo sind deine Gefährten? Sie haben dich doch nicht etwa alleingehen lassen?“, ertönte eine Stimme, welches sie ins Mark erschreckte. Geistesgegenwärtig riss Mai ihren Kopf zur Seite und erkannte eine Gestalt im Schneesturm. Wortlos, aber dennoch bereit, jederzeit zu reagieren, sah sie dem Wesen entgegen. „Wie verantwortungslos.. Wo der Fluch doch selbst junge Frauen nicht verschont.“ Ohne etwas dagegen tun zu können, erhöhte sich der Puls der Kunoichi. Ohne Zweifel, es wurde gerade ernst.

    Die Gestalt kam näher auf Mai zu. Langsamen, erhabenen Schrittes kam ein alter Greis auf sie zu. Die blauen Augen weiteten sich, als Mai erkannte, wer da auf sie zukam. „Hakuma?“, fragte sie ungläubig nach. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte. Im Gegensatz zu ihren Teamkollegen hatte sie nicht die Infos, welche den alten Mann als Täter überführt hatten. Doch ihr Gefühl sagte ihr, dass diese Situation gefährlich werden könnte. Irgendetwas stimmte hier nicht! „Koji ist ein törichter Esel. Er brach sein Schweigen und dachte, ich merke es nicht.“, erklärte Hakuma ihr und lächelte sie eigenartig an. In seinem Blick lag etwas sehr böses. „Was ist mit ihm?“, fragte Mai, bereits schlimmstes ahnend. Doch Hakuma lachte nur leise und entgegnete: „Es ist sein Glück, dass du mir zuerst begegnest.“ Der Schneesturm pfiff unerträglich und peitschte eisig.

    Es blieb nur noch zu hoffen, dass Takeo, Kenta und Ray bereits im Dorf zurück waren. Und es blieb zu hoffen, dass sie aufmerksam ihre Umgebung beobachteten. Mai formte die Fingerzeichen für das Raiton: Mata no Hiden und schoss einen gleißenden Blitz in den Himmel, um auf sich aufmerksam zu machen.
     
  7. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Sie hatten es also mit einem sadistischen Serienmörder zu tun, der seine absolute Freude daran hatte einen Dorfbewohner nach dem anderen umzubringen. In gewisser Hinsicht fand Ray diese Tatsache ebenso faszinierend, wie abstoßend. Natürlich war es absolut unmoralisch und Hakuma musste, sofern Kenta Recht behielt, zur Rechenschaft gezogen werden. Andererseits aber fragte sich der kleine Philosoph in ihm schon, was Hakuma dazu bewegte solche Grausamkeiten zu verüben. Wenn materieller Gewinn oder Besitz als Argumente ausschied, so blieben nur psychologische. Hatte er Spaß an seinem Tun? Genoß er es Macht über Leben und Tod zu besitzen? Tötete er vielleicht sogar nur aus Langeweile? Sah er sich am Ende als Erlöser oder als so überlegen an, dass ihm das in seiner verdrehte Gedankenwelt das Recht gab Menschen abzuschlachten? Oder aber war es wirklich der Hass der ihn antrieb, wie Kenta es vermutete.
    "Das alles hört sich ziemlich schlüssig an, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Hass das einzige ist, was Hakuma antreiben muss. Es könnte auch das Verlangen nach Macht sein oder ganz einfach die perverse Lust daran Menschen umzubringen." teilte Ray seine Gedanken mit. "In einem Punkt aber würde ich dir widersprechen, bzw. etwas ergänzen. Wir haben nur eine Person zurückgelassen. Das ist in der Tat eine offene Einladung, aber nicht nur unbedingt dazu uns bloßzustellen. Vielleicht ist ihm das Spiel mit den Dorfbewohner zu langweilig geworden. Vielleicht suchte er eine Herausforderung und seine nächsten Opfer sind keine weiteren Dorfbewohner sondern wir. Vielleicht will er das ganze 'Spiel' auf das nächste Level bringen. Was würde passieren, wenn er es tatsächlich schaffen würde uns alle umzubringen. Unsere Allianz würden weitere und stärkere Ninjas schicken und Hakuma hätte eine weitere Herausforderung. Damit aber keine eine Warnung losschicken kann, wird er uns alle töten wollen. Wir sollten extrem vorsichtig sein. " Während sie zurück ins Dorf gingen dachte Ray nocheinmal über die ganze Situation nach und tatsächlich fiel ihm eine weitere Sache ein.
    "Wir sollten Hakuma gegenüber nicht trauen und dürfen auf keinen Fall zögern ihn zu töten. Unter Umständen könnte dieses Zögern sonst unser Ende bedeuten." Die Warnung war vor allem an Takeo gerichtet, denn bei Kenta machte er sich nicht im Geringsten Sorgen, dass er Hakuma töten würde.

    Kaum im Dorf angekommen, verwandelte sich das Wetter in einen ausgewachsen, eisigen Blizzard, der die Sicht nahm und die Shinobi dazu veranlasste zunächst einmal in das Hotel zu flüchten in der Hoffnung Mai wäre dort. Dem war allerdings nicht so. "Vorschläge?" kam es in diesem Moment von Takeo. "Wir müssen Mai suchen, was angesichts des herrlichen Wetters draußen," bei diesen Worten erschien ein breites Grinsen auf dem Gesicht des sturmliebenden Rotschopfes, "nicht leicht werden wird. Aber ich schau mich mal um." Und mit diesen Worten machte sich Ray daran das nächste Fenster zu öffnen, woraufhin jede Menge Schnee in den Hotelflur geweht wurde und kletterte auf das Hoteldach. Er überließ es Kenta dem wahrscheinlich verdutzten Takeo zu erklären, dass ein Hayabusa auch bei solchen Wetterverhältnissen noch einen passablen Spähposten abgab. Kurze Zeit später hockte er auf dem Hoteldach, klammerte sich an den Schornstein und kniff die Augen zusammen. Die Sicht war echt miserabel und selbst sein Falkenauge konnte nicht viel erkennen. Doch der gleißende Blitzstrahl, der in diesem Moment das Dorf erhellte war für ihn absolut nicht zu übersehen. Seltsam an diesem Blitz war, dass er nicht vom Himmel herabgeschossen kam, sondern seinen Ursprung auf dem Marktplatz des kleinen Dorfes hatte, wie Ray so eben noch erkennen konnte. Und waren da nicht auch zwei Umrisse auszumachen. Beim letzteren war er sich zwar nicht sicher, dennoch steckte er seinen Kopf wieder in das Hotel zurück und teilte die Neuigkeiten mit Kenta und Takeo. "Auf dem Marktplatz habe ich einen Blitz gen Himmel schießen sehen. Falls Mai so etwas kann, wird sie das gewesen sein. Ihr solltet euch beeilen. Ich kann euch im Nahkampf nicht helfen, daher versuche ich über die Dächer so nah heranzukommen, dass ich Hakuma mit dem Bogen erwische."
     
  8. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Ray hatte natürlich ganz recht mit seinem Einwand - einen Ninja erfolgreich zu eliminieren war noch besser für Hakuma. Kenta rechnete dem alten Mann zwar trotz seiner offebar ganz gut entwickelten Fähigkeiten keine großen Chancen aus dabei, Mai zu besiegen - ein Raiton-Bunshin war eine wirklich hochkarätige Technik, während Hakuma seine Taten offenbar mit relativ einfachen Jutsu erreichte - aber umgekehrt konnte er Mai gegenüber sicher das Überraschungsmoment gewinnen. "Ein Grund mehr uns zu beeilen." Kommentierte er, und ... ließ Rays kleine Warnung insbesondere an Takeo einfach mal so stehen. Er hatte inhaltlich nichts zu ergänzen. War es nicht schön wenn man sich auf seine Fans verlassen konnte?

    Im Dorf angekommen fanden sie Mai nicht im Hotel wieder ... was die Sache zugegeben um einiges spannender machte. "Sie wird alleine losgezogen sein." Schlussfolgerte Kenta. "Ein Kampf hätte Spuren hinterlassen und ich hoffe nicht dass Hakuma sie so leicht überraschen könnte." Das Ausmaß von Mais Gutgläubigkeit war freilich nicht so einfach einzuschätzen, aber Kenta räsonierte dass nicht mal sie irgendwelche vergifteten Speisen von ihm angenommen hätte - und Genjutsu schien sie selbst ganz gut zu beherrschen, sodass die einfachen Möglichkeiten für ein schnelles KO flach fielen. Ray riss ein Fenster auf, um einfach mal nach draußen zu schauen. "Der Junge hat sehr gute Augen." Kommentierte Kenta für Takeo, und war froh dass er die Winterjacke noch anbehalten hatte, während ein helles Flackern das Fenster erreichte. Einen Moment später bestätigte Ray, dass es ein Blitz gewesen war, der vom Marktplatz in Isekai kam - und gab durch wie er zu kämpfen beabsichtigte. "Sei bloß sorgfältig. Bei diesem Wind hast du gute Chancen versehentlich einen von uns zu erwischen. Und sieh zu dass wir uns rings um den Marktplatz aufteilen damit Hakuma immer nur einen unter Feuer nehmen kann!" Kommentierte er Rays Vorhaben, verbot es aber auch nicht - irgendwie musste der Junge sich ja beteiligen. Dann wandte er sich Takeo zu. Er wusste gar nicht genau was der blonde Kerl überhaupt konnte - abgesehen davon dass er Gift spucken konnte. "Nicht gerade ideales Wetter für Gastechniken, aber sieh zu was du erreichen kannst." Resümmierte Kenta, und kam zu dem Schluss dass das Gros wohl an ihm hängen bleiben würde. Hrm. Hakuma war sicher niemand der geneigt war im Nahkampf an ihn heranzupirschen, und mit einem weiteren Raitonnutzer auf dem Feld war es ohnehin unweise, sich selbst mit viel Metall zu umgeben. Blitz in den Hintern also? Bei Pakura hatte es gut funktioniert.

    "Und halt ein Auge auf die Umgebung. Hakumas Rechnung mit diesen Leuten ist zu persönlich als dass er wirklich mit den Banditen kooperieren würde, aber ich traue ihm zu, loyale Werkzeuge zu haben. Vor allem wenn er jemand kampfstarkes wie Mai konfrontiert." War Kentas letzte Instruktion für Takeo, ehe sie zurück nach Isekai flitzten. Er musste sich eingestehen dass er sehr gespannt war - es kam nicht alle Tage vor dass man einen tatsächlichen Gegner traf. Wie der sich wohl gegen Mai schlug?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2018
  9. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Interessiert beobachtete Takeo, wie Ray sich mit Leichtigkeit auf das Dach schwang, um Mai von dort aus zu suchen. „Nicht leicht werden“ waren die geschönten Worte, die Ray nutzte, um die Sicht zu beschreiben. Takeos Beschreibung hätte sich in irgendeiner Form das Wort „unmöglich“ verbaut, denn das Wetter war katastrophal, um die Umgebung abzusuchen. Keine guten Voraussetzungen, jedoch wusste er noch immer nicht, was für Fähigkeiten in Ray steckten. Kentas schnippischer Kommentar und die Tatsache, dass Ray schon nach sehr kurzer Zeit eine Spur gefunden hatte, ließen auf jeden Fall vermuten, dass er kein stinknormaler Ninja war.

    Der Zeitpunkt für die Kampfplanung war gekommen. Leider war sich Takeo jetzt schon sicher, dass die Umstände keine allzu umfassende Strategiebesprechung zulassen würden, und so lauschte er zunächst den Vorschlägen der zwei Soras, um dann kurz und knackig einen effizienten Kommentar abzugeben. Rai wollte zum Bogen greifen. Takeo stellte sich dies angesichts des Wetters sehr schwer vor, jedoch schien das Wetter nur ein geringes Problem für den Hayabusa zu sein. Takeo erinnerte sich an Rays Kommentar auf dem Weg zurück ins Dorf. Ein gut platzierter Pfeil würde sicherlich töten. Er musste sich also etwas sehr Gutes überlegen, um zu verhindern, dass es zu einem weiteren Blutvergießen kam. Er hatte die Aussage zuvor nicht groß kommentiert, da er das Gefühl hatte, dass er an dieser Stelle nicht mit den zwei übereinkommen würde, denn vor allem Kenta sah im Kampf rot. Dieser sprach sogleich noch ein weiteres Problem an, dass vor allem Takeo betraf: Beinahe sein gesamtes Kampfarsenal war in einem direkten Kampf bei Sturm nutzlos. „Ich komme schon klar. Gas ist nicht das einzige was ich zu bieten habe.“ Leider war das zu diesem Zeitpunkt alles, was Takeo zu sagen hatte, bevor sie sich auf den Weg nach Isekai machten, denn er sah nicht wirklich eine Möglichkeit den beiden ihre aggressive Vorgehensweise auszureden. Die einzige Möglichkeit lag darin, Hakuma auszuschalten, bevor die beiden ihn töteten.

    Isekai kam diesmal deutlich schneller in Sicht als zuvor, denn es gab keine Zeit zu verlieren. Takeo nutzte den Weg, um noch eine große Dosis Sui einzuwerfen und zu isolieren. Er wusste nicht, ob es wirklich zum Einsatz kommen würde, aber ein gut gezieltes Teppoudama oder – wenn er noch näher an Hakuma heran kam – ein gut gezieltes Doku Daeki würden bestimmt reichen, um den Kampf zu beenden. Außerdem nahm er eine Dosis Yudan no nai me zu sich, denn vielleicht verschaffte ihm das die wertvolle Sekunde, die Leben und Tod ausmachte. Normalerweise wäre das der Punkt, wo er seine Partner ausstatten würde, aber er wollte nicht, dass diese noch schneller reagierten oder noch besser trafen als ohnehin schon. Dieser Teil der Vorbereitung blieb heute also aus.

    Bevor sie Isekai erreichten, reduzierte die Gruppe ihr Tempo und ging mit erhöhter Vorsicht vor. Immerhin waren sie sich in dem Punkt einig, dass die Überraschung ein Faktor war, den sie für sich nutzen sollten. Das Vorgehen war im Rahmen des Möglichen geklärt, und so teilten die drei sich auf, als sie auf die Dorfgrenze stießen. In der Deckung der Häuser suchte Takeo sich zunächst einen Punkt, von dem er den besagten Dorfplatz – und am besten auch Kenta und Ray – im Auge hatte. Ein etwas opulenteres Häuschen bot dafür eine gute Möglichkeit. Er ging äußerst vorsichtig vor, denn er hatte Kentas Hinweis auf die möglichen Handlanger nicht vergessen und schaffte es, sich in Position zu bringen. Keine Handlanger weit und breit, jedoch konnte er auch Kenta und Ray nicht ausmachen. Das Wichtigste hatte er jedoch im Blick: Das Schauspiel auf dem Dorfplatz.
     
  10. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Noch immer war sich der Blauschopf nicht sicher, wie diese Situation einzuschätzen war. Dass Hakuma ihr nicht mehr friedlich gesinnt war, so viel war klar. Doch warum auf einmal? Was war die Geschichte dahinter? Und wie weit würde er gehen? War er ein starker Gegner oder nur ein verrückter, alter Mann? Dass er für diesen Schneesturm verantwortlich war, wusste sie ebenfalls nicht. Erst nach und nach würden Hakumas Geheimnisse ans Tageslicht kommen. „Hast du nach mir gesucht?“, fragte Mai und versuchte möglichst ruhig zu klingen. Bevor sie nicht wusste, was es mit dieser Situation auf sich hatte, wollte sie kein Risiko eingehen. „Da ich wusste, dass ihr euch getrennt habt, habe ich nach dir gesucht, ja.“, entgegnete er und lächelte auf eine Art und Weise, dass einem das Blut in den Adern gefrieren konnte. „Warum?“, entgegnete Mai gespielt gelassen und verfestigte ihren Stand im Schnee, um allzeit bereit zu sein. Hakuma antwortete nicht, lächelte stattdessen stumm vor sich hin und begann, Fingerzeichen zu formen. Seine Hände begannen sich mit Hilfe des Hyouton: Kooritsume zu verändern. Scharfe, lange Klauen aus Eis entstanden aus ihnen heraus und der alte Mann fuchtelte gefährlich damit herum. Es war eindeutig, er würde sie angreifen. Obendrein beherrschte er also das Hyouton, welches Mai bisher nur bei ihrer alten Bekannten Mameha Junko gesehen hatte. Unschön, den Anwender diesmal nicht im eigenen Team zu wissen..

    Er stürmte auf sie zu, doch er war alt. Die junge Kunoichi merkte zwar, dass ihr die Kälte zu schaffen machte und sie ein wenig ausbremste, doch dem Greis auszuweichen, war bei ihrer verbliebenen Geschwindigkeit noch immer ein Leichtes. Hakuma hätte keine Chance, Mai auf diese Art zu attackieren. Diesen Vorteil nutzend, verschaffte sich das Mädchen ein wenig Luft, indem sie sich eines Doppelgängers bediente - Raiton: Raibunshin. Hakuma bemerkte jedoch schnell, dass er so nicht weiterkam und formte erneut Fingerzeichen. Der Doppelgänger der Kumo-Nin nutzte diese Sekunden, ob den alten Mann anzugreifen und ihn mit Hilfe des Raitons außer Gefecht zu setzen. Doch das Hyouton: Touketsu no Yaiba erschuf um ihn herum rotierende Eisklingen, welche es schafften, den Raibunshin gefahrlos aufzulösen. Mai musste feststellen, dass Hakuma starke Techniken beherrschte. Zwar machten ihr diese Eisklingen nichts aus, da sie selbst genug Abstand halten konnte.. dennoch würde das nicht einfach werden. Aus der Ferne setzte sie das Raiton: Mata no Hiden ein, um einen Blitz auf Hakuma zu schießen. Doch der Alte reagierte schnell genug und schuf sich mit Hilfe des Hyouton: Hishouheki einen gewaltigen Wall aus Eis, um sich rundum zu schützen.

    Soweit so gut – dadurch griff er Mai nicht weiter an. Doch wie sollte sie weiter vorgehen? Und was war bloß mit Takeo, Kenta und Ray? Hoffentlich würden sie irgendwann ebenfalls nach ihr suchen. Mai hatte die Möglichkeit, mit Hilfe des Raitonpanthers zu zerschlagen. Doch was dann? Sie sollte ihren Vorteil gegenüber Hakuma nutzen und ihn mit Hilfe ihrer hohen Geschwindigkeit und des Chakra-Skalpells außer Gefecht setzen. Dafür würde sie aber wirklich extrem schnell sein müssen und hoffen, dass er kein weiteres Ass im Ärmel hatte. Ob er schon gezeigt hatte, was er wirklich alles konnte?
     
  11. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Schon nach kurzer Zeit fiel dem jungen Rotschopf auf, dass die Dächer in Isekai ein weitaus gefährlicheres Pflaster waren, als die Dächer in Soragakure. Zum Einen war dies durch die Dachschrägen bedingt, die nach Rays empfinden definitiv steiler waren, als er gewohnt war. Wahrscheinlich war das nur logisch, wenn man die Wetterverhältnisse bedachte. Bei den Mengen an Schnee, die in diesem kleinen Dorf fielen, würde wahrscheinlich jedes Flachdach über kurz oder lang unter der Last der weißen Schneeflöckchen einkrachen.
    Zu den Schrägen kam aber eben diese weiße Winterpracht noch erschwerend dazu. Schnee war schließlich nicht gerade ein standfester Untergrund. Das alles führte dazu, dass sich Ray nur mit Müh und Not auf den Dächern halten konnte. Mehr als einmal glitt er auf dem glatten Untergrund aus und rutschte die jeweilige Dachschräge einige Meter nach unten. Er hatte sich mit seiner Klettertour definitiv übernommen, was ihm selbst aber nur ein riesiges Lächeln auf das Gesicht zauberte. Sturm, heftiger Wind und eine großartige Herausforderung, was brauchte es auch schon mehr, um sich lebendig zu fühlen. Da geriet es für ihn fast in Vergessenheit, dass möglicherweise ein Teammitglied in Lebensgefahr schwebte.

    Erst ein erneuter Blitz half dem Hayabusa seine Aufmerksamkeit wieder auf das wesentliche zu richten und mit einem mutigen Sprung überwand er die nächste Häuserkluft, naja fast. Er hatte sich verschätzt und statt wie geplant mit den Füßen auf dem nächsten Dach zu landen, fanden lediglich seine Hände halt an der Dachkante, während er mit seinem vollen Körpergewicht schmerzhaft gegen die Hauswand krachte. Keuchend unterdrückte er einen Schrei und klammerte sich mit der Kraft der Verzweiflung fest, um nicht herunterzustürzen. Mühsam und Zentimeter für Zentimeter zog er sich auf das Dach und musste dort erstmal einige Momente hocken bleiben, um wieder zu Atem zu kommen. Inzwischen brannte sein ganzer Körper, sowohl von der Kälte, als auch von diversen Schürfwunden, die er sich bei seiner Kletterpartie zugezogen hatte. Er war definitiv in keinem guten Zustand.

    Nachdem er wieder zu Atem gekommen war, kämpfte er sich mühsam die nächste Dachschräge hinauf und nahm einen Beobachtungsposten halb verdeckt hinter einem Schornstein ein und spähte auf den Marktplatz, um die Situation zu sondieren. Nur kurz scannte er das Schlachtfeld, ehe er sich wieder in den Schutz seiner Deckung begab. Mai lebte, das war die gute Nachricht, aber Hakuma hatte sie gefunden und hatte mehrere Eisklingen um sich herum beschworen. Das war problematisch für den Hayabusa, denn zusätzlich zu dem eisigen Toben des Blizzards erschwerten sie einen Bogenschuss. Außerdem war Ray nicht wirklich in der Lage seinen Standort zu wechseln, nachdem er geschossen hatte, was gegen einen Gegner wie Hakuma absolut notwendig sein würde. Er hatte also bestenfalls einen Schuss und der musste sitzen. Danach war sein Überraschungsmoment verbraucht. Ray schloss die Augen und atmete tief ein, während er seinen Bogen herauskramte und schussbereit machte. Jetzt hieß es warten, bis sich die eine Gelegenheit ergab. Ray grinste, sodass seine Eckzähne zum Vorschein kamen. Adrenalin rauschte durch seinen Adern und plötzlich war er wieder hellwach und hochkonzentriert - Rays Jagdinstinkt war geweckt worden.
     
  12. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Kenta war eine Zeit lang in Sichtweite von Takeo unterwegs und verfolgte nebenbei, wie der irgendwas einwarf. Leistungssteigernde Drogen? Vermutlich ein gute Idee, wenn man bedachte wie wenig davon der Bursche bisher gebracht hatte ... aber warum hatte er nicht vorher schon damit angefangen? Fragen über Fragen, und Zeit für keine einzige davon! Kurz vor Isekai teilten sie sich auf, und Kenta wählte eine schmale Seitengasse eines vormaligen Geschäfts aus, die zum Marktplatz hin durch ein paar Fässer blockiert war. Lausige Deckung falls gleich tatsächlich die großen Kaliber flogen, aber die Tür ins Hausinnere nebenan bot ihm mehr Flexibilität als eine Hauswand ... und einen guten Ausblick auf das Duell, das sich auf dem Platz entspann. Der Alte stürzte sich mit eisigen Krallen auf Mai, die sich aber mühelos wegduckte und duplizierte um zur Offensive zu wechseln. Sekunden später zerschlitzenden rotierende Eisklingen den Doppelgänger, Mai wechselte zu einem Raitonjutsu ... und wurde mit einer massiven Eiswand gekontert, die der Blitz zwar ein Stück weit aufsprengte, aber sie regenerierte sich nur Sekunden später.

    Kenta konnte nicht bestreiten - das war cool. Hmmm ... wie könnte er ohne Koordination mit Mai dazu beitragen dass sie diesen Zweikampf gewann ... ? Er hatte sehr schnell seine Idee: Wenn sie keine Jutsu hatte um den Wall zu brechen, brauchte Kenta es nicht erst zu versuchen - es war ohnehin zu weit für seinen Blitzstrahl - aber was er leisten konnte war den alten Mann von seiner Verteidigung abzulenken. Ein zweites Mal formte er eine kleine Hohlkugel in seiner Hand und lud sie mit instabilem Chakra, wartete einen Moment länger als sonst, und warf sie so dass sie inmitten des eisigen Schildwalls landete ...

    BÄM. Kenta konnte es über den pfeifenden Wind nicht wirklich hören (ehrlich gesagt war er heilfroh überhaupt getroffen zu haben!) aber er stellte sich die nadelige Explosion seiner Waffe über dem Kopf seines Gegners sehr detailreich vor, während die Eismauer einen Moment knackte - sie brach nicht zusammen, aber man konnte ahnen dass sie nicht mehr so schnell nachwachsen würde wenn man jetzt reinschlug. Einen Moment konnte Mai vielleicht Kentas roten Schopf und ein grinsendes Gesicht in der Gasse erkennen, bevor er sich ins nebenstehende Gebäude verzog - besser er bezog eine neue Position auf dem Dach, ehe Hakuma ihn zurückverfolgte!
     
  13. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Die positive Nachricht: Es bestand kein Zweifel mehr daran, dass Hakuma der Drahtzieher hinter den Ereignissen in Isekai war. Die schlechte Nachricht: Er war nicht einfach nur ein verbitterter und höchst grausamer Mann. Wie Takeo zu dieser Erkenntnis kam? Nun ja, die riesigen Eisklauen, mit denen er auf Mai losging, sprachen in dieser Hinsicht für sich. Bisher waren seine Assoziationen mit Eis immer sehr positiv gewesen, doch wenn das ganze hier vorbei war, würde er eine Zeit lang die Finger von seinem geliebten Eis am Stiel lassen. Eigentlich war jetzt keine Zeit für solche Gedanken, doch Takeo war ratlos, denn Hakuma beschwor eine mächtige Technik nach der anderen. Langsam wurde ihm klar, dass er sich das „gut platzierte Doku Daeki aus der Nähe“ wahrscheinlich in die Haare schmieren konnte, denn Hakuma war ein anderes Kaliber. Den ohnehin schon nahkampfschwachen Dokuiki würde er einfach mit links an der nächsten Häuserwand festnageln.

    Sein Blick ging erneut über die Häuserdächer, denn er hatte nicht ewig Zeit, sich etwas zu überlegen. Irgendwo lauerte Rai und – noch eine ganze Ecke gefährlicher – Kenta. Dieser würde nicht lange zögern sich in den Kampf einzumischen, denn so wie Takeo ihn einschätze, war er nicht so schwach wie er und hatte eine genauso gute Chance, Hakuma zur Strecke zu bringen wie Mai. Ein lauter Knall unterbrach seine Überlegungen und reflexartig ging er hinter dem Dach in Deckung. Metallnadeln? Es geht also los. Kentas Eingreifen bestätigte ihn darin, dass er nicht viel Zeit hatte, sich etwas zu überlegen. Er musste Mai unterstützen, aber wollte ein weiteres Blutbad verhindern. Was sollte er tun? Er ging sein Repertoire durch, doch merkte schnell, dass er nichts aufweisen konnte, was zu diesem Zeitpunkt hilfreich war. Er hatte jetzt schon einige Missionen hinter sich gebracht, aber auf keiner hatte er sich bisher so machtlos gefühlt.

    Noch länger zu überlegen war keine Option, und auch wenn er Kenta verabscheute, hatte er ihm gezeigt, was aktuell die beste Option war: Ablenkungen schaffen, die Mai eventuell einen Augenblick der Unachtsamkeit in Hakumas Deckung entdecken ließen. Er war sich zwar nicht sicher, dass Mai sich zurückhalten würde, wenn es um Leben und Tod ging, aber er war sich sicher, dass die Chancen besser standen als bei den anderen Anwesenden auf dieser Party. Also schritt er zur Tat und nahm schnell wieder seine erhöhte Position auf dem Dach ein. Er nahm Hakuma ins Visier und feuerte ein einzelnes Teppoudama in seine Richtung ab, bevor er wieder in die Straßen von Isekai abtauchte. Er wusste, dass dies absolut keine Gefahr für Hakuma darstellte, aber es würde ihn verunsichern, wenn er ein wenig ins Kreuzfeuer geriet.. So jedenfalls die Theorie.

    Entgegen seiner vorherigen Bedenken arbeite er sich nun ein wenig näher an das Kampfgeschehen heran, denn wenn er sein Gift zum Einsatz bringen wollte, musste er schnell und überraschend zuschlagen. Das Problem war, dass er nicht schnell war und diesen Nachteil musste er wohl oder übel mit räumlicher Nähe ausgleichen. Wenige Augenblicke später befand er sich nur wenige Meter vom Geschehen entfernt hinter einem Fass wieder. Dass diese Position ihm ein gewisses Unbehagen bereitete, konnte er nicht verleugnen.
     
  14. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    In solchen Momenten wünschte sich Mai einen ihrer alten Gefährten an der Seite zu haben. Auf Hyuuga Itoe, Hiragana Kayros und Kiyama Mura konnte sie sich blind verlassen. War einer von ihnen in der Nähe, fühlte sie sich souverän und sicher – in allem, was sie tat. Doch jetzt war sie auf sich allein gestellt und sie hatte keine Ahnung, wo ihr Team war. Hoffentlich würden sie darauf aufmerksam werden, dass Mai nicht mehr von der Partie war, dann- Ein lauter Knall ertönte und ließ die Kumo-Nin, welche für einen Moment lang unaufmerksam gewesen war, extrem zusammenzucken. Es dauerte nur wenige Sekunden, da erkannte Mai Metallnadeln in dem bröckelnden Wall Hakumas stecken. Sollte das etwa..? Wer hätte gedacht, dass sie einmal froh sein würde, sein verrücktes Grinsen und diese tiefroten Haare zu sehen. Es war nur ein kurzer Moment, da war Kenta wieder verschwunden. Es war sein breites Lächeln, welches den Blauschopf daran erinnerte, diesen Moment zu nutzen. Geistesgegenwärtig formte sie die Fingerzeichen für das Raiton: Kuropansa. Der elegante, riesige Panther aus leuchtenden Blitzen stieß nach vorne, direkt in den Eiswall Hakumas, welcher unter lautem Knall durchbrochen wurde, als wäre es eine dünne Holzwand.

    Es tat gut zu wissen, dass man nun Rückendeckung hatte.

    Als sich der entstandene Rauch gelegt hatte, wäre es eigentlich an der Zeit, Hakuma direkt anzugreifen. Doch wie sollte sie vorgehen? Mai bemerkte, dass der Greis bereits wütend zu weiteren Fingerzeichen ansetzte, als er plötzlich inne hielt und sich erschrocken umwandte. Auch Mai war überrascht gewesen, denn aus dem Nichts flog ein Pfeil, präzise geschossen, haarscharf an Hakumas Schädel vorbei. Ohne lange zu überlegen, versuchte Mai diese Vorteil der Ablenkung zu nutzen und schnellte in voller Geschwindigkeit nach vorne, das Chakraskalpell zum Angriff bereit gemacht. Die richtigen Punkte im Schulterbereich, die Arme und beide Beine – Mit weit aufgerissenen Augen sank Hakuma wie ein nasser Sack in den Schnee, nicht fassend, was gerade passiert war. Bösen Blickes stellte sich Mai vor ihn, noch immer bereit, jederzeit anzugreifen. Die angewendeten Jutsus steckten ihr in den Knochen, sodass sie hoffte, dass es nun vorbei war.

    Im selben Moment kamen ihre Teamkameraden hinzu. Als sie zu Kenta und Ray sah, öffnete sie ihren Mund kurz, um etwas zu sagen, hielt aber dann inne. Vielleicht eignete sich ein anderer Moment besser dazu, ein „Danke“ hervorzupressen. Der Anblick Takeos, welcher ebenfalls wohlauf war, erfreute Mai tatsächlich, auch wenn man ihr das nicht anmerkte. Sie war noch zu angespannt. Vielleicht hätte Takeo ja ein Mittel bei sich, um den schreienden, schier verrückt fluchenden Hakuma zu beruhigen.. Er schien gänzlich seinen Verstand verloren zu haben.
     
  15. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Nah genug war Ray. Schätzungsweise war das Kampffeld lediglich zehn bis zwölf Meter von ihm entfernt und war damit definitiv in Reichweite seines Bogens. Noch dazu hatte er eine erhöhte Position, also hätte er normalerweise einer Maus in den Kopf schießen können. Das hörte sich jetzt war nach einer außerordentlichen Leistung an, aber auch nur, weil ein normaler Bogenschütze eine Maus aus dieser Entfernung kaum sehen konnte, da das aber aufgrund seines Kekkai Genkais für den Hayabusa das geringste Problem darstellte, wäre so ein Schuss eben ohne Probleme möglich.

    Jetzt musste er aber keine Maus treffen, sondern lediglich einen alten Mann, der ein wesentlich größeres Ziel abgab und trotzdem tat er sich besonders schwer seinen Pfeil abzuschießen. Andererseits hätte ein gewöhnlicher Bogenschütze bei diesem Wetter einen Schussversuch erst gar nicht versucht. Wind, Schnee, gelegentliche Hagelkörner, schlechte Sicht, schnelle Bewegungen, Nebel, Eiszapfen die den Weg versperrten, kamen zusammen und hatten es sich zur Aufgabe gemacht diesen Schuss zu verhindern.
    "Wetten dass, du es nie und nimmer schaffst den Typen dort zu treffen." spottete Bodo im Kopf des Rothaarigen herum. Ausnahmsweise aber veränderte diese Stimme absolut gar nichts, denn Rays Blut war schon so oder so am kochen, seine Sinne aufs äußerste gespannt und die scharfen Augen hatten die pulsierende Halsader des Hakumas fixiert. Zumindest glaubte Ray, dass es die Halsader war, denn bei den Sichtverhältnissen konnte er sich dessen doch nicht ganz sicher sein. Hakuma hatte ihn noch nicht bemerkt und sich hinter einer Eiswand vor Mai verschanzt. Ray hatte zwar freies Schussfeld, aber der böige Wind würde einen Treffer erschweren und so übte er sich in Geduld, wartete ab und beobachtete, wie die Wand schlussendlich unter den vereinten Kräften von Kenta und Mai zusammenbrach. Der entstandene Rauch war im Grunde sogar außerordentlich hilfreich für Ray, denn während er sich verzog konnte er ganz genau die Windverhältnisse einschätzen und so spannte er seinen kleinen, aber leichten Bogen bis auf das Äußerste. Wie Nadeln versuchten sich seine Blicke durch den immer schwächer werdenden Rauch zu bohren und noch bevor sich dieser ganz verzogen hatte, bemerkte er wie der Hakuma wieder begann Fingerzeichen zu formen und entschlossen lies er die Sehne los und den Pfeil fliegen, der haarscharf an Hakumas Schädel vorbeizischte. "Haha, nicht getroffen." johlte Bodo auf und Ray ärgerte sich. Dennoch war sein Pfeil nicht umsonst gewesen, denn hatte er Hakuma lange genug abgelenkt, sodass Mai ihn ausschalten konnte. Letzteres gign so schnell, dass Ray noch nicht einmal genug Zeit blieb um zu reagieren und seine Schussposition zu wechseln. Alles in allem war er heilfroh, dass Mai so schnell reagiert hatte, denn Hakuma hatte den Schützen mit einem Blick identifiziert gehabt und hätte sein Blick töten können, so wäre Ray sicherlich tot vom Dach gestürzt. So war Ray immer noch ein bisschen kreidebleich, als er vom Dach kletterte, denn ohne Frage hätte Hakumas nächster Angriff ihm gegolten und es war unwahrscheinlich gewesen, dass er ihn hätte ausweichen können.
    Ray kannte den Blick eines Jägers, der dabei war den entscheidenden Schlag durchzuführen, vor wenigen Augenblicken noch war er in dieser Position gewesen, ehe er die Position mit Hakuma getauscht hatte. Und so war kein freches Grinsen auf dem Gesicht des Rotschopfes zu sehen, als er zu den anderen trat, stattdessen war ein leichter, grüner Schimmer um seine Nase zu sehen, sollten seine Teamkameraden genau hinschauen.