Job: OPA

Dieses Thema im Forum "Konohagakure" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 24. Jan. 2017.

  1. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Hei reagierte vorerst nicht auf die Worte von Mari, sondern folgte schweigend dem Weg. Die Hyuuga wollte ihn zu nichts zwingen, immerhin hatte sie gespürt, wie schlimm die Situation für ihn gewesen sein musste. Sie passte sich also an, bog rechts ab, nachdem sie am Tor angekommen waren und folgte der Mauer, Ausschau haltend nach der Hütte, von der Haru gesprochen hatte. Es kam unerwartet, als der Suna-Nin seine Freundin plötzlich anhielt, als sie hinter einem größeren Gebäude entlanggingen. Mindestens genauso überraschend war das Gefühl seiner Stirn auf ihrer Schulter – offensichtlich suchte er Halt, den Mari ihrem Partner nur gerne geben wollte. Es war ihm peinlich gewesen? Ein schwaches Lächeln huschte über die Lippen der Kunoichi, während sie den Worten des Schwarzhaarigen lauschte. Einerseits wollte sie ihn unterbrechen, andererseits spürte sie, dass Hei sich diese Dinge einmal von der Seele reden musste. Das waren Dinge, die offensichtlich schon lange in ihm schlummerten, dunkle Gedanken, die ihn schon über einen längeren Zeitraum beschäftigten. Sie erwiderte den Blick seiner hellblauen Augen, sah dann, wie er wieder auf sie zukam und erneut an ihrer Schulter Halt suchte. Ihre Arme legten sich automatisch um ihn, leicht, aber dennoch spürbar. Jedoch hielt diese Position nicht lange an, denn Hei entfernte sich wieder, mit der Aussage, er wolle sich mehr Mühe geben.

    Mari hatte zwar nicht gehört, dass Haru davon gesprochen hatte, dass Blut dicker als Wasser sei – doch natürlich konnte sie sich auch so herleiten, was Hei damit meinte. Nun war sie es, die auf den Tatsumaki zuging und ihn in eine Umarmung nahm. „Du bist keine Phase, du bist mein Leben“, murmelte sie leise an sein Ohr, so dass es mit Sicherheit niemand sonst hören konnte. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Wange, löste sich dann ein wenig von ihm und sah ihm entgegen. „Lass dich bitte nicht von Haru, meinem Vater oder sonst wem verunsichern. Das ist nur das, was sie mit ihrem Getue erreichen wollen. Es ist ganz egal, was sie sagen. Es kommt nur auf dich und mich an, okay?“ Mari hob die Mundwinkel an und bemühte sich, Hei ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. In Wirklichkeit belasteten die Umstände die Braunhaarige mindestens genauso sehr wie den Suna-Nin, doch gerade in diesem Moment hatte die 18-Jährige das Gefühl, genug Zuversicht für beide ausstrahlen zu müssen. Vielleicht kam irgendwann noch einmal der Moment, in dem umgekehrt Hei aufmunternd tätig werden müsste. Mari nahm die Hände des Schwarzhaarigen, drückte ein wenig zu und küsste ihn abschließend kurz auf den Mund. „Ich liebe dich“, sprach sie dann lächelnd und in vollkommen ehrlichen Tonfall aus, ließ die Worte einen Moment im Raum stehen, bevor sie grinste. „Ach und ja: Versteckspiel hinterm Haus in einem Viertel voller Hyuuga bringt nicht viel. Aber wer das hier sehen will, kann ruhig zugucken. Wir haben ja nichts zu verheimlichen.“ Die Kunoichi zwinkerte, nahm Hei dann an die Hand. Sie wollte erst weiter nach dem Eingang zur Kanalisation suchen, wenn der Tatsumaki bereit dazu war.
     
  2. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Zum Glück dauerte es nicht allzu lange. Was? Na, Maris Antwort natürlich; Hei hätte es auch überhaupt nicht ausgehalten, noch viel länger zu warten. Diese Unruhe in seinem Inneren konnte in diesem Moment nur eine Person beruhigen – und die flüsterte ihm so zarte Worte ins Ohr, dass Hei meinte, er wäre beinahe auf der Stelle zerschmolzen. Er lächelte zufrieden, glücklich – und nickte dann, auch, um ihre Aufmunterung nicht einfach im Nichts verschwinden zu lassen. Fast sicher war er sich, dass auch Mari nicht unbedingt glücklich mit der Situation war – wohl aber wusste er, dass er sich davon nicht unterkriegen lassen würde. Es gab Dinge, für die lohnte es sich zu kämpfen. Diese Frau gehörte definitiv dazu. „In Ordnung“, meinte er dann, sah einen Moment auf die Hand, die mit ihrer verschränkt war. „Nicht?“, fragte er dann und kicherte leise. „Na, es würde mich ja schon wundern, wenn sich im Hyuuga-Viertel überhaupt jemand traut, etwas Unanständiges zu tun. Wie macht ihr das eigentlich mit dieser ständigen Gefahr, entdeckt zu werden, hm? Also… alles, was so intim ist.“ Der Schwarzhaarige sah wieder ein wenig zufriedener aus, löste sanft seine Hand aus ihrer – aber natürlich nicht, ohne sie vorher noch einmal geküsst zu haben. „Das war sehr lieb, was du eben gesagt hast“, ergänzte er noch einmal und strich sich durch die Haare. „Du weißt, dass es für mich genauso ist, oder?“ Noch ein sanftes Lächeln, dann nickte er in die Richtung, in der er das kleine Häuschen vermutete. „Dann… lass uns mal weitersuchen gehen.“

    Die beiden gingen nebeneinander weiter, bis sie tatsächlich ein kleines Häuschen fanden, an dem ein Schild hing – betreten verboten. Es schien, als sei dieses Schild nicht unbedingt fest angebracht. „Sieht fast so aus, als wäre das mehr ein, hm… naja, obligatorisches Schild“, urteilte der Tatsumaki und sah kurz zu seiner Freundin, dann in der Gegend herum. „Abgelegene Ecke des Dorfes“, ergänzte der junge Mann mit den blauen Augen und ging zur Mauer, untersuchte das Mauerwerk in der näheren Umgebung. „Es scheint so, als gäbe es hier irgendwie einen verborgenen Durchgang. Die Hyuuga fühlen sich wohl wirklich ein wenig zu sicher.“ Er klopfte dagegen und es klang so gar nicht nach Gestein, sondern nach Holz. „Naja, egal, das melden wir nachher den Behörden. Sicher ist, dass hier ab und zu mal Verkehr herrscht. Lass uns sehen, was wir finden.“ Der Suna-nin hob das Schild, welches an einem Band hing, nach oben, öffnete die Tür und ließ Mari unter seinen Armen durchschlüpfen – kurze Zeit später standen sie in dem kleinen Gebäude. Eine lange Treppe führte hinunter in die alten Kanalsysteme, aber nach Fäkalien oder so roch es hier nicht. Eher etwas muffig. „Ein wenig weniger dramatisch…“ Nachdenklich kratzte sich Hei am Kinn. „Sag mal, sind bisher Fälle bekannt, bei denen eine Haupthaus-Hyuuga auf Dauer mit einem, naja, nicht-Hyuuga zusammen war? Und sogar einem Suna-nin?“ Die Frage klang nicht deprimiert, Hei hatte ein wenig seiner Contenance zurückgewonnen. Deshalb grinste er seine Freundin auch an, zwinkerte leicht. „Man muss ja wissen, wenn man in die Geschichtsbücher eingeht, oder?“ Damit auch noch einmal klar war, dass er hoffte, dass es hielt. Der Wüstensohn nickte die Treppe herab – Mari und er folgten dieser Bewegung. Nachdenklich sah er sich bei der ersten Biegung, die das alte Kanalsystem hier nahm, um. „Tja… wie sieht’s aus, Hime? Byakugan?“ Er formte das Handzeichen und öffnete die Augen ein wenig weiter, zuckte dann schmunzelnd mit den Schultern. „Bei mir wird das wohl nichts.“
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2018
  3. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Es freute Mari, dass sie Hei tatsächlich hatte beruhigen können. Die junge Frau hatte sich viel Mühe gegeben, hatte nur ausgesprochen, was sie wirklich dachte – doch eine besondere Begabung im Trösten und Aufbauen anderer Personen hatte sie im bisherigen Leben nicht unter Beweis stellen können. Sie erwiderte den kurzen Kuss, den Hei ihr am Ende noch einmal gab, nickte auf seine Worte hin und folgte dann leicht lächelnd seiner Bewegung in Richtung Zielort. Es dauerte nicht allzu lange, da fanden sie das gesuchte Häuschen – unverkennbar durch das ‚Betreten-Verboten’-Schild am Eingang. Nachdem der Tatsumaki das Mauerwerk genauer unter die Lupe genommen hatte, öffnete er die Tür zu dem Häuschen und deutete der Hyuuga an, unter seinen Arm hindurch in das Innere des Gebäudes zu schlüpfen. Schließlich standen sie beide zusammen in dem kleinen Raum, in dessen Mitte eine Treppe hinunter in das Kanalsystem zu führen schien. „Ich bin ganz dankbar für den nicht vorhandenen Gestank. Hoffen wir, dass es so bleibt.“ Die weißen Augen sahen hinüber zu dem Schwarzhaarigen, dann legte sie den Kopf schief. Eine Verbindung zwischen Hyuuga und Nicht-Hyuuga in der Vergangenheit? Wie Mari bemerken musste, machte sich der junge Mann noch immer sehr viele Gedanken um die Geschehnisse vorhin… ganz gleich, ob er nun bei den Worten zwinkerte oder nicht.

    Die Kunoichi antwortete nicht sofort, sondern ging einige Treppenstufen zusammen mit ihrem Freund hinab. Was sollte sie dazu nun sagen? „Doch, es gab schon ein paar Beziehungen zwischen Hyuuga und Nicht-Hyuuga“, antwortete sie ihm schließlich nach einer gewissen Nachdenkzeit. „Doch soweit ich mich erinnere, waren es wenn zumindest Konoha-Angehörige. Wenn es sich um angesehene Ninja handelt, die dem Ruf des Hyuuga-Clans guttun, wurde in der Vergangenheit über die Reinheit des Blutes auch manches Mal hinweggesehen. Allerdings fällt mir kein Beispiel ein, in dem ein Hyuuga eine richtige Beziehung mit einem Suna-Nin geführt hätte… jedenfalls nicht offiziell.“ Die Mundwinkel hoben sich ein wenig an, während sie den Blick ihres Freundes suchte. „Vielleicht gehst du also tatsächlich in die Geschichtsbücher meines Clans ein, wer weiß. Ich werde mich noch einmal genauer darüber informieren, wenn dieser Job hier erledigt ist.“ War ja schon interessant zu wissen, nicht? Den Versuch von Hei, ein nicht vorhandenes Byakugan zu aktivieren, erwiderte die Braunhaarige mit verdrehten Augen. „Du bist gerade aber auch wieder besonders albern, hm?“, fragte sie nach, ein gewisses Amüsement im Unterton erklingend. Dann formte die junge Frau ein Fingerzeichen und im Gegensatz zum Suna-Nin machten sich bei der Hyuuga tatsächlich die dicken Adern um die Seelenspiegel herum bemerkbar. Sekunden verstrichen, ohne dass Mari etwas sagte, dann runzelte sie die Stirn. „Ich sehe einige Chakraquellen… weiter drin. Acht… nein, Neun. Sie tragen schwarze Kutten.“ Der Mund öffnete sich kurz einen Spalt breit. „Sie sitzen auf Stühlen in einem Kreis, reden miteinander – überall im Raum stehen Kerzen.“ Die Adern um die Augen verschwanden, die Gesichtszüge entspannten sich. „Keine Ahnung, was sie da genau machen, aber auf den ersten Blick konnte ich keine Waffen erkennen. Also wirklich nur irgendwelche verrückten Sekten-Idioten?“ Sie zuckte mit den Schultern. Warum musste sie sich immer mit Geisteskranken auseinandersetzen? War sie dafür Ninja geworden? „Die Gänge des Kanals sind ziemlich dunkel, wäre gut, wenn du mit deiner kleinen Handflamme ein bisschen Licht ins Dunkel bringen könntest, bis wir beim Sektenraum ankommen.“
     
  4. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Irgendwie war es ein komisches Gefühl – wenn sich Stimmung und Laune so schnell änderten, war das immer besonders gefährlich, weil das Hoch nach dem Tief auch durchaus mal höher ausfallen konnte, als man wollte. Hei selbst war im Moment einfach irgendwie so… zufrieden und erleichtert, dass er einfach nicht anders konnte, als ein wenig albern zu sein. Ein kleines Lachen entfloh ihm, als er ihr etwas genervtes Augenverdrehen wahrnahm und grinste nur ein wenig im Anschluss, ohne ihr wirklich zu wiedersprechen. Erst einmal ließ er seine Freundin nämlich machen, was sie am besten konnte: Spähen. Immerhin war das genau ihr Talent, da wollte er nicht zwischenfunken. Lieber überlegte er, was das, was sie sagte, bedeuten könnte. Ein paar Chakraquellen – also Menschen – die im Kreis sitzen und reden? Keine Waffen, aber Kerzen? Der Tatsumaki legte den Kopf ein wenig schief und suchte den Blick der jungen Frau, schmunzelte dann ein wenig. „Oh, das erinnert mich an unseren ersten Job“, krähte er vergnügter als er eigentlich sein wollte, zögerte dann aber einen Moment und rief sich ein wenig zur Vernunft. Trotzdem konnte er ein Lächeln nicht unterdrücken. „Du hast wahrscheinlich auch gedacht, dass ich ein Idiot bin – vor einer Hyuuga hergehen zu wollen. Wenn ich jetzt so dran denke und… heutige Maßstäbe ansetze, sahst du tatsächlich ein wenig so aus… ein bisschen verwirrt. Damals habe ich wirklich versucht, dich zu durchschauen, aber diese… nun… Maske war für mich damals absolut undurchschaubar.“ Schmunzelnd ließ er eine Flamme auf seiner Handfläche entstehen, die stark und sicher vor sich hinbrannte, ohne auch nur zu flackern. „Aber wahrscheinlich wird heute niemand eingestaubt. Komm‘… und bleib hinter mir, ja~?“ Ein kleines Zwinkern, dann wand sich der Suna-nin ab und dem dunklen Tunnel zu, der sich ihnen öffnete. Tatsächlich sah es hier aus, als sei das System schon seit Jahrzehnten außer Betrieb. Dafür war es allerdings erstaunlich sauber, gut erhalten und vor allen Dingen Spinnentierfrei. Man hätte denken können, dass sich hier alle möglichen Tiere wohl fühlten… tja. Die beiden Genin bewegten sich durch die Dunkelheit, allerdings nicht allzu schnell – immerhin war es immer noch ein altes Kanalsystem, dessen schmaler Sockel zum Gehen schnell zur ehemaligen Rinne überging. Und dort wollte der Tatsumaki nicht reinfallen, immerhin war er nicht der härteste Kerl unter der Sonne. Etwas nachdenklich ließ er sich die Worte seiner Freundin noch einmal durch den Kopf gehen, kratzte sich überlegend am Kinn… und blieb dann kurz stehen, wand sich zu Mari um. Seine hellen Augen glitzerten ein wenig im Licht des gleichmäßigen, orangenen Flammenlichts. „Ich hab‘ nachgedacht. Zugegeben nicht lange, aber das brauche ich auch nicht.“ Stille, aber sehr nachdrückliche Überzeugung lag auf seinem Gesicht; Wille und Hingabe. „Wenn es das ist, was ich tun muss, dann werde ich für und mit dir auch in die Bücher deines Clans eingehen.“ Er grinste ein wenig schief. „Und wenn ich dafür Kazekage werden muss… auch wenn das zugegeben noch ein wenig dauern könnte.“ Ein leises Lachen entfloh ihm, und er schien zufrieden, sich entschieden zu haben. „Aber genug von dem Thema… auch wenn es ziemlich interessant ist, gebe ich zu. Lass uns später noch ein wenig darüber nachforschen, ja?“ Seine Neugierde war eben auch ein wichtiger Teil von ihm. Und interessant war es eben - ganz unabhängig von ihnen beiden persönlich. Er nickte wieder in die Richtung, in der die Kultisten wohl waren.

    Es dauerte noch ein wenig – die Kanalisation war größer, als gedacht. Sie waren vom Eingang des Hyuuga-Viertels weiter in Richtung Herzstück vorgedrungen und jetzt wohl sogar unter dem Hauptkomplex angekommen. Die Kanalisation hier war groß und… Hei könnte wetten, dass das nicht nur dem ursprünglichen Zwecke diente. „Das war bestimmt mal ein Fluchtweg – oder ist es immer noch“, murmelte er und deutete auf verschiedene Leitern und Gitter, deren Tore aber geöffnet waren. Er löschte seine Flamme, und in der Ferne konnte man hinter einer nur halb angelehnten Tür einen Feuerschein flackern sehen. „Sieht wie Kerzenschein aus“, murmelte er leise. „Komm, lass uns sehen, ob wir was hören oder sehen können.“ Sie tappten zusammen in Richtung der Tür, als eine Bewegung Hei erschreckte. „Da ist was!“, zischte er leise, erschuf noch einmal eine Flamme – kleiner als zuvor – und runzelte nach einem kurzen Schreckmoment die Stirn. Moment mal… das war die fette Katze! „Sie ist alt geworden“, meinte er amüsiert und schüttelte den Kopf. „Die haben wir doch als Kinder damals gesehen, oder? Da war sie noch jung.“ Die Katze maunzte leise und tapste näher, maunzte dann nochmal und schien mit zuckendem Schwanz in Richtung der Tür vorzugehen. „Will sie uns den Weg zeigen?“ Hei grinste leicht, löschte die Flamme, und seine hellblauen Augen war das Einzige von ihm, was in der Dunkelheit noch sichtbar war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2018
  5. Hyuuga Mari

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    Auf die Lippen der jungen Frau hatte sich ein kleines, ein wenig unsicheres Lächeln geschlichen, als Hei davon gesprochen hatte, Kazekage zu werden. Sie kannte ihn ja mittlerweile ganz gut und wusste, dass er nicht unbedingt gerne im Rampenlicht stand. Seine Worte waren daher äußerst erstaunlich. Aber es war nicht so, als würde ihr der Gedanke missfallen… es war eher, dass sie nicht fand, dass er sich derart aufopfern musste, nur um mit ihr zusammen zu sein. Mari war sich ziemlich sicher, dass sie gemeinsam einen Weg finden würden, ganz gleich wie dieser genau aussehen würde. „Ich freue mich schon, in den Schriftrollen deinen Namen lesen zu können“, merkte Mari schließlich an und zwinkerte ihm leicht zu - ob Hei das in der Dunkelheit überhaupt sehen konnte? Naja, um auf den Punkt zu kommen: Wenn es jemanden gab, der all seine Vorhaben schaffen konnte, dann war es Hei. „Ein Fluchtweg?“ Die Hyuuga überlegte, stemmte die Hand in die Hüfte und legte den Kopf ein wenig zur Seite. „Sicher gibt es hier sowas. Das Viertel ist uralt“, erklärte die Braunhaarige, kurz nachdenkend. „Bestimmt könnte man hier noch das eine oder andere Geheimnis entdecken.“ Sie zuckte mit den Schultern und nickte dann in die Richtung, in der sie die Sekte glaubten gesehen zu haben. „Aber das muss warten“ bremste sie ihren Freund sanft aus, der einen Moment lang schon etwas zu begeistert ausgesehen hatte. „Irgendwann wird man sich hier bestimmt auch mal ohne Job ganz in Ruhe umsehen können“, ergänzte sie noch, nur um ihn ein wenig zu beruhigen.

    „Die fette Katze?“ Mari war verblüfft. Auf dem Gesicht der jungen Dame war kurz einfach nur Verwirrung, dann ein wenig Erkenntnis und schließlich ein der Hauch von Skepsis zu sehen. „Die lebt noch?“ Sie sah zu dem Vieh, und auch wenn Mari gegen diese ganz bestimmte Katze überhaupt nichts hatte, war es für sie doch immer noch seltsam, sich auf alle möglichen anderen Dinge oder Personen zu verlassen, um einen Job zu beenden. Hei war da schon immer offener für gewesen. Allerdings war dieses besondere Tier natürlich auch von einer gewissen Bedeutung für die beiden anwesenden Shinobi. „Solange sie in die richtige Richtung geht“, murmelte sie schließlich und schlich leise weiter in die Richtung, in der jetzt auch die Katze ging. Die alte, aber offenbar noch fitte, fette Katze ging auf sanften Pfoten vorweg und die Tür, die schon von weitem durch den dahinter befindlichen Kerzenschein zu erkennen war, verbarg nur einen etwas weniger nach Kanalisation aussehenden Gang. „Dahinter müssen wir vorsichtiger sein.“ Mari sah zu Hei, um sich seiner Aufmerksamkeit sicher zu sein. „Ein Gang mit Kerzen darin, also beleuchtet. Dann, ein Stück weiter, der Raum mit den Leuten. Die Katze sollte dann vielleicht wegbleiben, sicherheitshalber…“ Die Hyuuga fand die ganze Angelegenheit schon so reichlich skurril und war nicht der Meinung, dass eine Katze im Abschlussbericht es besser machen würde. Sie zog die Tür vorsichtig auf, warf einen Blick in den Gang dahinter, der sich wieder von den vorigen Strukturen unterschied. Sie schüttelte den Kopf und überlegte einen Moment… und entschied dann, dass es wohl besser war, wenn sie vorging. Dabei legte sie kurz den Zeigefinger an die Lippen und bedeutete Hei, ebenso ruhig zu sein… und meinte dabei sowohl seinen Mund als auch seine Füße. Hoffentlich verstand der Tatsumaki das.
     
  6. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Tja, Hei war zwar immer noch ziemlich überrascht über das Auftauchen dieses ‚alten Freundes’ von ihm und seiner Begleiterin, aber ehrlich gesagt – so wirklich unwahrscheinlich war es dann auch nicht. Es waren auf ihren Jobs schon viele, unwahrscheinliche Dinge passiert und wie immer war der junge Mann fasziniert davon, wie viele scheinbar alltägliche Aufgaben doch immer eine gewisse Prise Unnatürlichkeit mit sich brachten. Und davon konnten die beiden anwesenden Shinobi ja wirklich ein Lied singen. „Offenbar gesund und munter“, antwortete Hei und kicherte leise, weil das Tier sich offenbar seiner Fülligkeit gar nicht so wirklich gewohnt war; mit einer gewissen Leichtigkeit trottete die Katze vor ihnen her und führte sie in Richtung Kerzenschein. Na, da wären sie zwar wohl auch immer noch selbst drauf gekommen, aber Hei war trotzdem dankbar für diese kleine Auflockerung. Es war doch eben ein wenig… nun, es hatte auf seine Laune gedrückt. Aber es ging ihm mittlerweile schon wieder um einiges besser, und der Suna-nin war im Grunde wieder der Alte – wenngleich das Thema, mit dem er und Mari sich seit jeher auseinandersetzen mussten, nicht ganz aus seinem Kopf verschwinden wollte - immerhin setzte er sich schon seit Jahren damit auseinander. „Vielleicht ist sie ja hier zuhause und genießt das ‚Vertrauen’ der ansässigen… Sekte. Damit könnten wir zumindest unser Kommen hier ein wenig verschleiern“, warf Hei munter ein und sah sich um. „So oder so, über diese Struktur hier muss das Dorf noch einmal genau aufgeklärt werden. Kann ja nicht sein, dass man unter dem Hyuuga-Viertel so viel maroden Platz hat.“ Als die beiden Shinobi bei der Tür ankamen, linste Mari zuerst in den Raum oder Gang – Hei schaute nachher hinein, aber erst, nachdem sie ihm bedeutet hatte, dass er leise sein sollte. Klar kannte er diese Geste, allerdings durchaus auch in anderem Zusammenhang. Ein feines Lächeln umspielte seinen Mundwinkel, dann nickte er.

    Hinein ging es in den Gang, Mari führte an, Hei folgte nach – die Katze zog es offenbar vor, weiter in den eher dunklen Gängen zu verweilen. Das leise Tappen ihrer Füße wurde nach einiger Zeit nahezu unhörbar, als sich die beiden ausgebildeten Fachkräfte – naja, Ninja eben – sich weiter nach vorne bewegten. Nach kurzer Zeit wurde der Gang ein wenig breiter und mündete schließlich in einem zwar ähnlich beleuchteten, durch die Größe aber weitaus dunklerem Raum. Der war über und über mit Fotografien und Bildern bestückt; Strickdeckchen, Teeservices, Bonbons und… war das ein funktionierender Ofen? Hei roch frische Kekse… er blinzelte, sah zu seiner Freundin. Und ihn beschlich ein fürchterlicher Gedanke. Der Suna-nin konnte und sollte ihn zwar nicht artikulieren, aber diese alte Dame auf dem Weg hierhin… war ihm so schon suspekt gewesen. Hei nickte in Richtung einer dunkleren Ecke, in der sich Hei und Mari erst einmal ein wenig verbergen – und den Raum genauer unter die Lupe nehmen konnten. Was er noch sah: Einen Tisch mitten im Raum, auf einer etwas erhöhten Stelle, erleuchtet durch einen gemütlich wirkenden Kronleuchter. Allgemein war der Raum sehr rosa und es waren viel mehr Kissen hier, als man es in einer Kanalisation erwarten würde. Und Kerzen. Eine Menge davon. Menschen? Waren im Moment nicht zu sehen. „Siehst du jemanden hier in der Nähe?“, wisperte er seiner Freundin zu, während der Blick seiner blauen Augen hin und her huschten. Die vielen Kerzen spendeten ein unheimliches Licht, fand er.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2018
  7. Hyuuga Mari

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    Natürlich verstand der Tatsumaki. Nicht dass Mari etwas anderes erwartet hätte, aber ein bisschen Zufriedenheit aufgrund der Bestätigung machte sich doch in ihr breit. Es zeigte, dass sie sich gut verstanden und ohne weiter darüber nachzudenken führte sie den jungen Mann in Richtung des Raumes, den sie als nächstes erwartete und der durchaus überraschend war. Es dauerte nicht lange, da betraten die beiden Genin besagten Raum und... wurden von einer wahren Flut von Süßigkeiten ertränkt. Die Hyuuga blinzelte verwundert und konnte ihren weißen Äuglein kaum glauben: Unter dem Hyuuga-Viertel, so ein Raum!? Was zum Henker?! Einen kurzen Moment war die Hyuuga sprachlos, dann folgte sie Hei fürs Erste in eine dunklere Ecke, um das Gesamtbild auf sich wirken zu lassen. Ihr Blick schweifte umher, ähnlich wie seiner, nahm die Eindrücke auf, die sich mehr aufdrückten als konzentriert aufgenommen werden mussten. Kissen? Kekse? Mari konnte sich nicht so recht einen Reim darauf machen, was sie aber jetzt schon wusste war, dass sie nicht nur die Verwaltung, sondern wenn möglich auch die Hyuuga darüber benachrichtigen würde. Sie warf einen Blick zu Hei, der etwas Leises gesagt hatte, und sah sich kurz noch einmal um. Nein, tatsächlich, es schien niemand außer ihnen hier zu sein. Gut, denn eigentlich sollten sie ja auch nur spähen und nicht gleich die ganze Sekte ausheben - so weit reichte der Auftrag dann doch nicht. Eigentlich war es ihr ganz lieb, denn so, wie es hier aussah, konnte es sich eigentlich gar nicht wirklich um eine Sekte handeln… wenngleich das Versteck schon würdig gewesen wäre. Nein, es wirkte eher wie das Wohnzimmer einer alten Dame.

    Unwillkürlich fuhr über den Rücken der jungen Frau ein Schauer. Moment mal… alte Dame? Sektenartiges Benehmen, seltsame Anbetungszeremonien? Das alles kam ihr dann irgendwie doch zu bekannt vor, als dass Hei sie noch extra darauf aufmerksam machen musste. Ohne abzuwarten und vielleicht auch mit weniger Zögern als üblich aktivierte sie ihr Byakugan, formte das Fingerzeichen und Hei durfte wieder einmal ihre Augen in Aktion bewundern. Die Adern gab es als Extra, aber Mari hatte Hei schon so oft sagen hören, dass er die eher faszinierend fand, dass sie sich auch darüber im Grunde noch nie Gedanken gemacht hatte. Ihr Blick schweifte mit Konzentration umher, erst im Nahen, dann im Fernen. Sie blickte den Tunnel entlang, dann suchte sie nach weiteren Aus- oder Eingängen, aber… es war nichts zu finden. „Kein Leben in Sicht“, stellte sie fest. Gut, dann musste sie auch nicht mehr flüstern, oder? „Außer dem Chakra der Katze. Sie hat relativ viel Chakra für eine Katze, fällt mir dabei auf... Aber sonst nichts Ungewöhnliches“, ergänzte sie und trat aus dem Schatten, um den Raum zu inspizieren und ganz nebenbei das Byakugan zu deaktivieren. Als sie die Mitte des Raumes erreicht hatte, entdeckte sie einige Holzschränke, an deren Türen Fotografien von Jugendlichen hingen. Kurz sah sich die Hyuuga die Bilder genauer an, doch keines der Kinder kam ihr bekannt vor - die Fotos erinnerten jedoch stark an jene, die die Genin damals, vor ein paar Jahren, in Yamada-sans Haus gefunden hatten. Es waren keine anzüglichen Bilder, sie zeigten die Jugendlichen eher in ihrem Alltag. Ob sie gewusst hatten, dass sie fotografiert werden? Gruselig war das ja schon. Nachdem Mari mit dem Gedanken vorerst abgeschlossen hatte, wandte sich der Blick ihrer weißen Augen auf einen kleinen Tisch, auf dem eine Karte von Konohagakure lag. „Hei, kannst du dir dies mal ansehen?“ Ihr schlanker Finger deutete auf die Karte, während sie sich selbst in Richtung der bereits aus der Ferne angesehenen Holzschränke begab. „Sieht alles noch sehr genutzt aus, und vorhin habe ich ja noch Chakraquellen hier gesehen. Wer auch immer hier sonst ist…“, fing sie nachdenklich an, als sie vor einem der Schränke zum Stehen kam.
     
  8. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    "… kann noch nicht lange weg sein, ist’s das, was du meinst?" Hei grinste leicht, aber irgendwie… seine Laune hatte sich inzwischen schon wieder massiv gebessert. Ehrlich gesagt war das auch keine große Kunst, denn schlechter war er beinahe noch nie draufgewesen, aber doch – irgendwie war die Stimmung nicht so schlecht. Vielleicht lag es daran, dass das vorhin eine der seltenen Gelegenheiten gewesen war, wo er mal wirklich Einblick in seine Seele gab. Normalerweise war es bei ihm nicht immer allzu einfach zu sehen, worüber er wirklich nachdachte. Der junge Mann folgte Mari also nach ihren Worten in den Raum – es schien ja keine Gefahr im Verzug zu sein. Sein Blick war erst einmal ein wenig weniger fokussiert als der seiner Freundin – viel mehr ließ er die Atmosphäre ein wenig wirken. Und ja, er kam – ähnlich wie die Hyuuga – auch auf den Gedanken, dass es sich hier wohl irgendwie um einen Damenclub handeln musste. Bisher hatte er keine sonderlich guten Erfahrungen mit solchen… ‚Clubs’ gemacht, aber irgendwann musste er die Geister der Vergangenheit ja auch mal ruhen schicken, oder? Die Worte von der Braunhaarigen holten ihn aus diesen Gedanken heraus, in die ihn die Plüschkissen und Teetassen geschickt hatten. „Klar. Was is’n das?“ Hei legte den Kopf schief, ging zum Tisch und betrachtete die Karte. Kurz wurde er noch von den etlichen Bildern abgelenkt, die an der Wand hingen, und fühlte sich (peinlich) berührt – immerhin hatten gerade solche Bilder auch einmal von ihm existiert. Es waren nicht die schönsten Erinnerungen und er erinnerte sich daran, beinahe das Haus von Yamada-san in Brand gesetzt zu haben. Mari hatte ihn damals davon abgehalten… hm. „Prinzessin, was ist eigentlich aus den Bildern geworden, die du damals aus dem ‚Schatz’ von Yamada-san stibitzt hast und zum heimlich-ansehen aufbewahrt hast?“ Über das Gesicht des Suna-nin huschte ein breites Grinsen, als er Mari zublinzelte – war das ein kleiner Todesblick?

    Na, eigentlich nicht so wichtig, oder? „Eine Karte?“ Hei inspizierte das Schriftstück – oder besser: Das Bild. „Von Konoha. Scheint sogar ein paar Markierungen zu haben.“ Nachdenklich hob der Shinobi das Papier hoch und studierte es noch einen kleinen Moment. „Scheinen Eingänge zu markieren und Laufwege. Außerdem ein paar Geschäfte, Schulen, Ausbildungsstätten… verschiedene Farben.“ Nachdenklich schüttelte er den Kopf. „Wenn ich nicht diese Umgebung hier sehen würde, würde ich auf eine Bande tippen, die Orte zum Ausrauben markiert – und gleichzeitig Zonen, in die sie nicht gehen sollen. Aber wenn ich das hier alles sehe, sieht mir das viel zu sehr nach VDJ aus, als ich bereit bin mir einzugestehen“, brummte er so laut, dass Mari es gerade noch hören konnte. „Was für ein Witz. Wollen die mir erzählen, dass sie sich nicht zusammenreißen und mit einer Bande Omas klarkommen können?“ Zugegeben, er hatte das auch nie so richtig geschafft. Hm. Was man allerdings auch zugeben musste: Die Gerüchte alleine konnten natürlich auch Eltern und Kinder verunsichern, klar, dass die Verwaltung dann auf Nummer sicher ging. Vor allem, weil das ja erst einmal nicht bedrohlich klang - auch wenn Hei wusste, dass die Bedrohung sehr wohl reell war! „Das hier ist ‚n wichtiges Beweisstück. Ich packe es mal ein“, erklärte er und faltete das Blatt ordentlich zusammen und ließ es in seiner Kleidung verschwinden. „Gibt’s noch irgendwelche Beweise, die wir hier sicherstellen könnten? Außer… ein paar dieser Bilder.“ Er sah sich etwas skeptisch um. „Ist was in diesen Schränken?“