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Klassenzimmer 69

Takeshi Rai

Chuunin
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Liebe war also diese eine geheime Zutat, die dieses Brot so köstlich machte? Die Liebe von Fushigi-sensei hatte ja bekanntlich keine Grenzen, schon gar nicht zu ihren Schülern! Diese hatte sie ja am Meisten lieb gewonnen. Also musste die geheime Zutat definitiv Liebe sein. Als dann aber plötzlich eine Bemerkung von Fushigi-sensei kam, dass sie mal auf die Toilette musste, vergaß Rai das Brot. Denn als seine Lehrerin kurz von der Bildfläche verschwand erschien kurzerhand sein arroganter, aufgeblasener Mitschüler Kenta. Dieser Junge war das Vorbild aller Personen, die er hasste. Niemand sollte im Umfeld des Takeshi arrogant, aufgeblasen und eingebildet sein. Solche Menschen konnte er gar nicht ausstehen, ganz und gar nicht. Also war es auch klar, dass sie sich gegenseitig nicht ausstehen konnten. Rai ging ihm bis jetzt immer aus dem Weg um keinen unnötigen Streit anzufangen, aber nun drohte Kenta nach diesem arroganten Blick und dieser Aussage ein Streit, der sich gewaschen hatte wenn er noch so eine aufgeblasene Aussage von sich gibt. Der Hass, der sich gerade in dem jungen Shinobi aufbaute ließ ihn die Fäuste ballen. Aber er musste sich beruhigen. Ein Streit wäre nun keine sehr gute Option, schon gar nicht da es eine Unterrichtseinheit war. So würde er sich nur ein schlechtes Bild bei Fushigi-sensei einheimsen und so seine Abschlussnoten riskieren. Dabei wäre niemand glücklich, also half nur mehr ein- und ausatmen. Ein und aus. Immer wieder. Ja, das tat ihm nun richtig gut. Er musste sich nun beruhigen, ansonsten drohte diese Sache wirklich zu eskalieren. Und genau dies brauchte Rai jetzt nicht, wie gesagt. Als sich Kenta dann von ihm distanzierte und seinen extra mitgebrachten Schlafsack, ja er musste unbedingt selbst einen mitbringen obwohl genug da waren, neben dem seiner Lehrerin warf, war Rai wenigstens froh sich sein Gesicht nicht die ganze Zeit anschauen zu müssen. Und so süß wie alle Mädchen tuschelten war er nun auch wieder nicht.

So hockte der 13 Jährige in seiner gemütlichen Ecke während seine Klassenkameraden aufgeregt miteinander tuschelten und quatschten. Vielleicht flüsterten manche so aufgeregt wegen Kenta und ihm, nur Gott wusste das! Und natürlich diejenige, die miteinander flüsterten! Aber wo blieb denn bitte seine Lehrerin so lange? War so etwa in eine Kloschüssel gefallen und konnte nicht mehr raus? Unmöglich bei einer so muskulösen Weiblichkeit! Trotzdem hoffte Rai, dass sie schnell zurückkam, denn nun näherte sich Kenta in langsam, angeberischen Schritten…
 

Fushigi

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„Tze, Schwächling.“ Solche Leute wie den Takashi konnte Kenta ja besonders leiden. Die, die immer dachten, sie seien die Größten, vor allem dann, wenn sie halbwegs ansehnlich ausschauten. Nur selten realisierten sie, wo ihre Grenzen lagen und hielten sich stets für die besten und talentiertesten Menschen, die auf der Erde umherwanderten. Der junge Mann verabscheute solche Leute, mehr als alles andere. Und ja, er nahm sich auch das Recht heraus, über diejenigen schlecht zu urteilen, die in der Tat etwas besser als der Durchschnitt zu sein scheinen, immerhin war er es schließlich, der sie dennoch übertraf. Allerdings hielt er selbst sich nicht für etwas Besonderes – die Anderen waren lediglich nur noch kümmerlicher und nichtssagender als er, der in allen Fächern eine Eins bekam, egal, ob es sich um den ersten Versuch einer hoch anspruchsvollen Taijutsuübung handelte oder ein Thema, das er eigentlich noch gar nicht kennen sollte. Seiner Meinung nach müsste etwas Derartiges der Durchschnitt werden und nicht in etwa das, das momentan auf der Akademie herumlief, nicht in etwa das, was Rai versuchte darzustellen. Dennoch hatte er sich damit abgefunden, dass dieser pseudocoole Takashi den Schwanz einzog, sobald jemand Stärkeres auf den Plan trat - so war es schließlich immer mit den Möchtegerns – und setzte sich stillschweigend auf seine Isomatte und den mitgebrachten Schlafsack. Ob der Antipathie seiner Mitschüler gegenüber sprach Kenta kein Wort mehr, auch dann nicht, als Fushigi wieder den Raum betrat und ein Fenster öffnete. Belgeitet mit den Worten „Huch, hier ist ja richtig dicke Luft drinnen!“ fuhr ihre Hand zum Griff, fast so als ob sie die negativen Schwingungen spüren würde. Musste wohl an der weiblichen Intuition liegen. Oder hier war es gerade wirklich muffig.

Nichtsdestotrotz hatte sie sich zur Aufgabe gemacht, mit dem heutigen Plan weiterzumachen und ein neues Thema anzusprechen. Mit einem freudigen Lächeln im Gesicht legte sie die Hände in den Schoß und lächelte ihren Schülern entgegen. „So, meine Lieben, jetzt, wo wir frische Luft haben und alle einen Moment lang entspannen konnten, würde ich vorschlagen, wir kommen zum nächsten Punkt des heutigen Unterrichts: Clans. Wer möchte den Anfang machen und uns eine kleine Einleitung liefern, indem er uns erzählt, welche Struktur so ein Clan besitzt?“ Ihr Blick fiel wahllos auf eine Schülerin, die sie nun entsetzt und fragend anblickte. Huch. „Ich.. Ehm… Es gibt mehrere Mitglieder und…“ Und man merkte, dass sie mit der Antwort haderte und sonst eigentlich nichts weiter wusste. „Sehr gut, mein Schatz. Rai, ergänze doch noch bitte ein paar Sachen und erzähle uns danach, welche Clans dir so bekannt sind und was sie ausmacht, okay?“
 

Takeshi Rai

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Diese Meldung von Kenta´s Seite ignorierte Rai, denn Fushigi-sensei war nun schon wieder von der Toilette zurück und riss sofort ein Fenster auf. Tja, im Sommer war es eben heiß, da konnte man nichts machen. Als sich dann wieder alle beruhigt hatten begann seine Lehrerin wieder dem Lehrstoff. Da musste man halt durch, auch obwohl es meistens nur trockene Theorie war. Als Yuki dann die Frage nicht beantworten konnte und gleich darauf wieder Rai gefragt wurde musste er nur leicht den Kopf schütteln. „Yuki-chan, das haben wir doch besprochen!“, konnte er sich nur denken. Da kam ihm aber ein Gedanke: Er wusste selbst kaum etwas darüber! Yuki und Rai hatten sich diesbezüglich ein wenig ausgetauscht, aber das was sie beide wussten war auch nicht das Gelbe vom Ei. So versuchte er diese Situation ein wenig hinauszuzögern, indem er langsam aufstand und sich räusperte. Geschwind versuchte der junge Shinobi nachzudenken, aber ihm fiel nichts Besonderes ein! Ihm fielen nur solche Dinge ein, die sowieso jeder wusste oder einmal irgendwo aufgeschnappt hatte. Aber noch länger konnte er nicht zögern, ansonsten würde es auffallen. Also setzte er an: „Also, ähm, mir sind nur die Hyuugas bekannt, welche in Shiro sesshaft sind. Mir fällt mir gerade nicht ein…“ Ein peinliches Lachen konnte Rai schlecht unterdrücken. Peinlich berührt nahm er wieder Platz und blickte zu Kenta hinüber. Ihre Blicke trafen sich und der Takeshi konnte seine Arroganz aus seinen Augen lesen. Diese Missgunst mit der Kenta Rai betrachtete grenzte schon an ein Angebot zum Kampf. Selbstbeherrschung, ein – und ausatmen, immer wieder. Aber als sich plötzlich Fushigi-sensei zu Wort meldete unterbrach sich dieser „Anstarrkampf“ und alles wurde still: „Also, kann noch jemand etwas zu diesem Thema beitragen?“

Als nach einer Minute niemand etwas beizutragen schien, machte sich Rai damit aufmerksam, indem er seine Hand in die Höh streckte. Schon war seine Hand in die Höhe geschossen, deutete Fushigi-sensei auf ihn. „Ähm, ich habe eine Frage: Jetzt da wir schon so viel Theorie hinter uns haben, könnten wir vielleicht etwas Praktisches machen?“
 
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Fushigi

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Hm. Rai wusste also nur, dass Hyuuga existierten und dass sie in Shirogakure sesshaft wären. Fushigig wusste hingegen nicht, ob der Junge und Yuki in ihrem Unterricht geschlafen hatten oder irgendwas anderes gemacht haben, das sie vom Aufpassen abhielt, als sie das schöne Thema Clans und ihre Eigenheiten lang und breit über mehrere Wochen im Unterricht hatten. Gerade so kurz vor den Prüfungen war diese Wissenslücke doch ein relativ großer Dorn im Auge der Lehrerin, weswegen sie doch lieber noch einmal Kenta ranließ, nachdem sich keiner auf ihre Bitte hin, noch etwas zu erzählen, meldete. Das kleine Starrduell zwischen ihm und Rai entging ihr dabei nicht im Geringsten, deswegen empfand sie es als umso besser, das Wort an ihn richten zu wollen und dem Match damit ein Ende zu bereiten, bevor es noch eskalierte und man Lenßen und Partner zu Hilfe holen musste, um das Ganze zu klären. Lustigerweise musste sie Kenta nicht einmal ansprechen, denn der wusste schon, was sie wollte, als sie nur den Kopf in seine Richtung bewegte. Schlauer Junge. „Neben den Hyuuga mit ihrem herausragenden Doujutsu gibt es selbstverständlich noch andere Clans, die dem Ruf der Weißaugen natürlich in kaum etwas nachstehen.“, begann er und funkelte noch einmal kurz in Rais Richtung, um ihm zu zeigen, wie dämlich er und sein Nichtwissen eigentlich waren. „Da hätten wir zum Beispiel die Kajiya, die große Schmieden betreiben und mithilfe ihres Kekkei Genkais Metall verbiegen können. Sie stehen in starker Konkurrenz zum Kinzoku-Clan in Soragakure und man kann dementsprechend auch davon ausgehen, dass sie mehr Feinde sind als dicke Freunde, haben die Kinzoku ihnen doch damals schließlich den Rang abgelaufen, was selbst heute noch unter den jüngeren Anhängern des Kajiya-Clans für Wut und Ärger sorgt. Zu weiteren bekannteren Clans in Shiro zählen dann noch der Inuzuka-Clan und der Akimichi-Clan. Die einen laufen mit Hunden durch die Gegend und die anderen… sind fett. Dann gäbe es da noch […]" Es war fast so als käme Kenta nicht mehr aus dem Reden heraus, aber das zeugte nur davon, wie gut informiert und vorbereitet er für die kommende Prüfung war. Dieser junge Mann würde ganz sicher nicht durchfallen, soviel stand für Fushigi fest. Sie hoffte nun nur noch, dass auch einige andere im Raum seinen Worten lauschten und sie verinnerlichten, damit sie morgen mehr wüssten – morgen, wenn sie ein Arbeitsblatt zu der Thematik bekämen.

Doch das war jetzt alles erst einmal Zukunftsmusik. Zuvor fragte sie Rai nämlich noch, ob sie denn nicht ein wenig was Praktisches machen könnten. Dass die Frage gerade von ihm kam, machte Fushigi etwas skeptisch. Als sie vorhin ein wenig Taijutsu machen sollten, fand er das doof und hat sich geschämt. Jetzt möchte er von sich aus rumtänzeln? Aber nun gut – wenn er über die letzten Stunden hinweg ein wenig offener, extrovertierter wurde, den Leuten in seiner Klasse mehr Vertrauen entgegenbrachte, wollte und musste die Lehrerin das einfach honorieren! „Natürlich können wir das, mein Butterblümchen. Was schwebt dir denn vor? Soll ich das Radio etwa wieder anmachen?“ Ohja, ohja. Das gute Radio. Das sorgte immer für Stimmung. Cherry, cherry lady~
 

Takeshi Rai

Chuunin
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Als dieser Angeber namens Kenta wiedermal los lag wie ein Wasserfall zu plappern, ohne Aussicht auf ein Aufhören, musste der junge Takeshi schnauben. Wiederstrebend verschränkte er seine Arme vor seinem Oberkörper, warum auch immer. Er fand es in dieser Situation angebracht wie ein kleines Baby zu wirken, welches seine Schokolade nicht bekam. Hunde blabla, fett, blala. Dies waren die einzigen Tropfen des Wasserfalles, die Rai zu spüren vermag. Es waren kleine Tropfen, die sich wie Schläge ins Gesicht anfühlten, weil dieser Kenta so viel mehr als Rai zu diesem Thema wusste. Also kam er natürlich erst zum Ende, als er alles des Langen und Breiten erklärt hatte. Tz, Angeber halt. Angeber, die nicht wussten, dass sie doch nur der Mittelwert dieser langsam verkümmernden Welt sind.

Endlich endete dieser Vortrag von Kenta, der nach Meinung des Takeshi fünf Stunden lang dauerte. Kurz darauf antwortete Fushigi-sensei mit einem Vorschlag auf die vorige Frage Rais. Wieder dieses Radio? Oh nein, nicht schon wieder! Diesmal versuchte der 13 jährige seiner Lehrerin einen Strich durch die Rechnung zu machen: „Also wir wären da Ninjutsu viel angenehmer, als dieses Ding names Radio.“ Hoffentlich eine Antwort, die das bewirkt was Rai sich zu erhoffen vermag und nicht wieder das Gegenteil wie diese dummen Taijutsu. Der Takeshi war ja ein Verfechter der Ninjutsu, was aber mittlerweile jeder an der Akademie wissen müsste. Und außerdem waren Nahkampfninjutsu eine schönere und gewaltigere Art des Nahkampfes, wie Rai dies empfand. Man könnte ein riesiges, fettes klaffendes Loch in den Erdboden malen und somit die schöne Landschaft hier verunstalten und dies mit nur einem einzigen Ninjutsu! Vortrefflich für den jungen Shinobi. Aber trotz dieser atemberaubenden Beschreibung, musste er noch viel davon lernen. Bis jetzt beherrschte er nur solche, die eher im Alltag helfen würden als in einem Kampf. Also musste er noch zu dem guten alten Kunai greifen. Wie dem auch sei, nun musste Rai aufhören ans Kämpfen zu denken und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und hoffen eine positive Antwort seiner Lehrerin zu hören.
 

Fushigi

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Rai wären Ninjutsu also viel lieber als die sanften Klänge des Radios? Soso. Soso. Ein Glück war Fushigi eine richtige Füchsin und verstand natürlich die Messege, die hinter den Worten des jungen Geninanwärters stand! Wer hätte gedacht, dass sich der Takashi so subtil ausdrücken konnte? Fushigi war ja jetzt schon ganz schön überrascht, hatte er in all den vergangen Jahren nicht einmal etwas Derartiges durchblicken lassen. „Ich verstehe.“ Mit einem zweifachen, verständnisvollen Nicken bestätigte sie seine Frage nach dem Training des Ninjutsu und wandte sich dann wieder von ihm ab, um kurze Zeit später nachdenkliche die Arme zu verschränken, während sie im Schneidersitz auf ihrer Isomatte saß und zur Hilfestellung die Augen schloss. Hm, wie sollte sie das eine nun am besten mit dem anderen verbinden? Moment mal – Wieso machte sie sich einen Kopf darum? Derjenige, der Ninjutsu trainieren wollte, sollte sich darum kümmern! In einer Mission konnte er ja auch nicht einfach nur ein Kunai aus der Tasche holen und seinen Gedanken dann nicht fortsetzen, anschließend blöd rumstehen und sabbern! Der Junge musste weiterdenken, als nur bis zum ersten Schritt! Apropos Schritte: Fushigi richtete sich wieder auf und ging zielischer auf das Radio im Fensterbrett zu. Während sie lief, richtete sie jedoch das Wort an den Dunkelhaarigen. „Dann erzähl mal, an was genau du da denkst, Rai-Schatz.“ Ihre Augen glitten dabei aus dem Fenster. Mittlerweile war es zappenduster draußen. Ein Gähnen entwich ihr. Ihre Müdigkeit hielt sie jedoch nicht davon ab, die Play-Taste des Radios zu drücken, woraufhin „You spin me right round“ aus den kleinen Boxen ertönte. Das war es doch, was er wollte, oder? Das hatte er doch mit seinem Satz ausgedrückt. Er sagte zwar, dass ihm Ninjutsu lieber wäre, aber er verneinte das gute Radio ja nicht vollkommen, was sie als Indikator verstand, dass sie es wieder einschalten sollte. Vielleicht konnte sich der Takashi ja so besser konzentrieren – man wusste es nicht. Man wusste allerdings, dass Fushigi auf eine Antwort des Jungen wartete. Hoffentlich hatte er sich etwas Spannendes ausgedacht!
Der Rest der Klasse schaute ebenfalls erwartungsvoll zu Rai, auch wenn sie nicht abstreiten konnten, dass sie so allmählich müde wurden. Nur Kenta saß mit erhobenem Haupt und verschränkten Armen auf seinem Schlafplatz und schaute durch ein großes, offenes Fenster. Oh man, wie gern er jetzt draußen wäre. Zu Hause. Nicht bei all diesen Idioten, die keine Ahnung vom Tuten und Blasen hatten. Zum Glück hätte er die Akademie bald bestanden und konnte auf Missionen gehen. Hoffentlich wären seine Teamkameraden dann nicht genauso bescheuert, wie seine Klasse. Aber was erwartete man auch, wenn man jemanden, der locker und lässig zwei Klassenstufen übersprang, zu Leuten setzte, die als allgemeiner Durchschnitt galten? Natürlich ärgerte er sich nur mit ihnen herum, statt Freundschaften zu knüpfen. Am liebsten hätte er die Geninprüfung direkt absolviert – dann hätte er den ganzen Mist nicht an der Backe, den er gerade hinter sich bringen musste.
 

Takeshi Rai

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Das Blauhaar beobachtete wie in Trance seine Lehrerin, bis dann das Radio ertönte und ein hippiges, freshes Lied zu vernehmen war. Als sie ihm dann eine Frage stellte, folgte er Fushigi-senseis Blick und bemerkte ebenfalls, dass es draußen schon zappen duster war. Aber da schoss ihm eine Idee in den Kopf, die alles zu sprengen schien! Sogar dieser Kenta wäre nie auf diese Idee gekommen, ha! Mittels dieser Idee konnte er endlich beweisen wie viel mehr intelligenter als dieser Kenta-Typ war! War das gerade ein wenig übertrieben? Vielleicht schon, für Rais Verhältnisse natürlich. Lange Rede, kurzer Sinn; eine großartige Idee wurde geschaffen! Also fingen nun seine Stimmbänder an zu schwingen und diese gaben seine feine, tiefe Stimme wieder: „Also ich hätte es mir so vorgestellt, dass Sie, Fushigi-sensei, ein paar Fackeln holen, wir uns auf den Trainingsplatz begeben und dort eine nächtliche Trainingseinheit ablegen! Wäre das nicht eine grandiose Idee meinerseits? Ich würde mir eine nächtliche Trainingseinheit spaßig vorstellen, solange fast alle mitmachen würde.“ Dabei blickte der blauhaarige Shinobi für einen Moment zu Kenta rüber, der immer noch auf seiner Isomatte im Schneidersitz saß. Wahrscheinlich dachte er sich gerade wie toll er ist und wie super gut er nur wäre. Pah, Angeber! Wie schon bekannt, mochte Rai diese Art von Menschen gar nicht leiden. Der 13 Jährige war in Kumogakure als bescheidener, kleiner, süßer Junge bekannt. Hoffentlich legte sich dieser Ruf nicht! Aber dies war ja hier gerade nicht das Thema, richtig? Richtig, das Thema hier war diese nächtliche Trainingseinheit, eine vortreffliche Idee!

Eine Minute verging in Stille und plötzlich stimmte Katy, eine Mitschülerin, der Idee zu. Rai blickte sie kurz an, erwiderte das mit einem Lächeln und genau in diesem Moment meldeten sich vier weitere Mitschüler, die ebenfalls dieser vortrefflichen Idee zustimmten. Jetzt fehlte nur noch die Einverständnis von Fushigi-sensei, aber diese würde garantiert nicht lange auf sich warten lassen. „Also gut, dann werden wir wohl auf den Trainingsplatz marschieren. Alle Schnubbelchen, die schon müde sind, dürfen sich in deren Schlafsäcke legen und es sich gemütlich machen! Ich hole nur noch schnell die Fackeln!“ Na also! Da war das „Ja“, dass Rai sich erwartet hatte. Da das Blauhaar den Weg zum Trainingsplatz schon wusste, schritt er mit großen Schritten zur Tür, öffnete sie und rannte voller Vorfreude auf den Platz.

Als Rai dort eintraf war noch niemand dort, war ja klar! Es war auch noch stockfinster, so finster, dass man seine eigenen Hände gar nicht mehr erkennen konnte! Zum Glück war Rais Gehör schon so geschärft, dass…. „Waaaaaaah!“ Ruckartig sprang der Takeshi in die Luft. Irgendwas hatte ihn am Rücken berührt! Ein wenig ängstlich fragte er blindlings: „W-wer ist da? Kenta, wenn du es bist, ich schwöre dir!“ Ein leises, helles Mädchenlachen erklang. Es war Katys Stimme! Diese Stimme konnte Rai nie vergessen. Eine so klare und schöne Stimme garantiert nicht. „Hihi, du hast dich voll erschreckt!“ Eine kleine Schmolllippe konnte man auf Rais Mund erkennen, wenn es nur nicht so finster wäre! „Das war total gemein, Katy-chan! Aber weil du es bist verzeih ich dir!“ Blindlings tippte Rai mit seinem Finger in die Dunkelheit, mit etwas Glück traf er sogar Katys Nase. Ein kleiner, süßer Lacher kam von ihrer Seite. „Ä-ähm Rai-kun, ich möchte dich etwas fragen…“ Ganz erstaunt auf diese Aussage antwortete er: „Ja, was denn?“ „Also, ich..“ Plötzlich erschien wie aus dem Nichts Fushigi-sensei mit drei Fackeln im Gepäck und unterbrach somit Katy. Trotzdem war der junge Shinobi interessiert an dieser Frage. Was könnte sie nur fragen wollen? Wie dem auch sei, endlich ging der praktische Teil des Unterrichtes los und Rai freute sich schon wie ein kleines Kind auf seine Schokolade.
 

Fushigi

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Nein, nein, nein. So ging das nicht. Fushigi suchte und suchte, fand aber beim besten Willen nichts, das genug Licht spendete, um einer Trainingseinheit genügend Licht zu spenden. Natürlich hatten Fackeln so ihren Reiz und auch die Laternen, die bereits den Hof der Akademie etwas beleuchteten, halfen, um der Idee des Takeshi ein wenig mehr Würze zu verleihen, aber wenn Fushigi genauer darüber nachdachte, fragte sie sich, wieso sie sich überhaupt darauf eingelassen hatte, mitten im Dunkeln Ninjutsu praktizieren zu wollen. Es war wichtig, dass man sah, wer welche Fingerzeichen benutzte, was das Resultat aus eben jenen war und egal, wie sehr sie sich anstrengte, die Dunkelheit irgendwie zu ignorieren, so musste sie diese Bemühungen aufgeben und sich geschlagen geben. Mit spärlicher Beleuchtung konnte sie einfach keinen adäquaten Unterricht machen, so sehr sie es auch gewollt und Rai recht gemacht hätte. Es tat ihr schon richtig in der Seele weh, dass sie den Wunsch des Jungen nicht nachkommen konnte. „Kommt ihr wieder rein, meine Süßen? Es ist zu dunkel – wir können so leider nicht trainieren.“, rief sie und bekam dabei selbstverständlich nicht mit, was zwischen Rai und Katy passierte. Andernfalls wäre sie wohl entzückt in die Hocke gegangen und hätte einen Verkupplungsversuch gestartet. Welche Frau machte sowas schon nicht gern? Nichtsdestotrotz gehörte das gerade nicht hierher. Sie hatten Unterricht, der zumindest den Bereich der Biologie eher weniger abdeckte, dafür aber hoffentlich nicht minder spannend war.
Als sich alle Schüler wieder im Raum befanden, schloss Fushigi das große Tor der Akademie zu, damit auch keine Außenstehenden so einfach hereinkämen und gesellte sich dann wieder zu ihren Trüffelchen. „Es tut mir leid, Tigerchen“, ihr Blick wanderte vornehmlich zu Rai, „aber es geht einfach nicht. Ich kann auch nicht einfach die anderen Schüler hier sitzen lassen, die lieber schlafen wollen.“ Immerhin war es schon kacke spät. Nur dadurch, dass sie hier nicht alleine war, schlief Fushigi noch nicht, selbst wenn sie nicht bestreiten konnte, nicht hundemüde zu sein. Deswegen entkam ihr auch langer, lauter Gähner, bevor sie die daraus resultierende Träne aus dem Augenwinkel wischte. „Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, dass wir schlafen gehen sollten.“ Ein Blick auf die Uhr folgte. Schon fast Null Uhr. In sieben Stunden müssten sie wieder aufstehen und sich für normalen Unterricht fertig machen. „Geht euch die Zähne putzen und dann ins Bett. Morgen gibt es eine Menge zu tun, meine Hasen.“ Ob sich einige Schnarcher unter ihnen befanden? Das wäre zu witzig.
 

Takeshi Rai

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Als Fushigi-sensei die bereits Wartenden herein bat, weil es zu dunkel war, ertönte ein Lachen aus der Dunkelheit. Es war das Lachen von Katy, die gerade wegen einem Witz von dem jungen Takeshi lachen musste. Äußerlich zeigte Rai Freude und er lachte mit Katy mit, aber innerlich war er enttäuscht darüber, dass er nicht mehr zu einer praktischen Leistung kam. Nur zu gerne hätte er seine Fortschritte seiner Lehrerin vorgeführt, aber daraus wurde leider nichts mehr. Abrupt brach er sein Lachen ab und biss sich leicht auf die Unterlippe. Dies war nicht sehr zu empfehlen, denn jetzt lief ihm Blut über die Lippe. Als er das warme Blut spürte, wischte er sich sofort mit seinem Arm weg, man sollte ja nicht erkennen, dass er blutete. Schließlich deuteten nun alle anderen dort Stehenden an sich in ihr Klassenzimmer aufzumachen und dort zu Bett zu gehen. „Wir sollten nun auch ge-…“ Kaum hatte Rai seinen Satz beenden können, nahm Katy ihn an der Hand. Verblüfft und mit erkennbar roten Wangen setzten die beiden ihre Beine in Bewegung und zielten geradewegs auf den Gebäudekomplex zu, dies Hand in Hand.

Vielleicht sahen die beiden Händchenhaltenden aus wie ein Paar, so wie sie durch die Gänge der Akademie wanderten, aber dem war nicht so. Sie waren einfach nur Freunde, Katy und Rai waren einfach nur gute Freunde. Oder war da mehr, mehr als nur Freundschaft? Der Takeshi wusste es nicht, aber anscheinend wusste es Katy. Diese kleine, liebevolle, zierliche und liebenswerte Person… Komm schon Rai, krieg wieder einen klaren Kopf! Aber trotzdem war es ein angenehmes Gefühl den Kopf von Katy an der Schulter angelehnt zu spüren. Dieser Moment könnte für immer so bleiben, bis da nicht die Klassenzimmertür wäre. „Warte, Katy-chan. Willst du dass uns alle so sehen oder sollten wir damit aufhören? Also, ähm, ich meine mit dem Händchenhalten.“, fragte Rai seine getreue Begleiterin. „Es würde mich nicht stören, wenn es jeder wüsste. Wir stehen sowieso alle kurz vor dem Abschluss, also was sollte dran schon so schlimm sein?“, antwortete sie Schulter zuckend. „Na dann.“ Die Hand kurz vor der Türklinke fiel dem jungen Shinobi noch etwas ein. Er drehte sich zu Katy um und fragte sie: „Willst du heute Nacht bei mir schlafen?“ Katy lief daraufhin sichtlich rot an. „J-j-ja.“ Rai lächelte sie an, legte seine Hand auf die Klinke und betätigte sie. Zum Glück war das Licht daran schon gedimmt und alle schliefen. Alle außer Fushigi-sensei, die noch immer auf die zwei Turtelnden wartete. Aber sie lächelte sie nur bei diesem Anblick an und verschwand dann sofort unter ihrem Schlafsack.

Nun war es auch an der Zeit für die beiden sich in die Heia zu legen. Beide kuschelten sich in deren Schlafsäcke ein, die schon nebeneinander lagen als sie den Raum betraten. Als die zwei es sich dann gemütlich gemacht hatten begann Katy nochmal zu sprechen: „W-was ich dich vorhin fragen wollte war, ob du mit mir z-zusammen sein willst.“ Überrascht sah Rai ihr in die Augen. Konnte sie so etwas wirklich von ihm wollen? War eine Beziehung nun wirklich von Vorteil so kurz vor dem Abschluss der Akademie? Sein Herz sprach nichts dagegen, aber sein Gehirn vollzog dies nicht als logisch. Trotzdem sollte man da auf das Herz hören. Ganz fest umklammerte er ihre Hand. „Ja, ich will.“ Mit einem Lächeln im Gesicht schliefen beide ein.
 
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