Mitten im Wald

Dieses Thema im Forum "Großer Wald" wurde erstellt von Takegatama Yuichiro, 14. Mai 2019.

  1. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Morgens, 9 Uhr im nördlichen Wald von Shirogakure. Die Natur, wie sie wuchs und gedeihte, ging ihrem alltäglichen Spiel nach. Es war friedlich, ruhig, irgendwo hörte man ein leises Klopfen...moment, ein leises Klopfen? Der Wald war recht groß, doch man hörte es einige Meter, bestimmt um die 20-30m) entfernt von seinem Ursprung noch recht deutlich, jedoch langsam abklingend. Sowas gehörte sicher nicht zum Alltagsleben der Flora und Fauna dazu, oder? Nein, tatsächlich nicht, denn es handelte sich hier wieder um ein Tier, welches sich an einem Baum zu schaffen machte, noch um die Pflanzen selbst, die wohl zu so etwas kaum in der Lage. Nein, es handelte sich um Yuichiro, der junge Genin, dessen Auszeit wohl etwas zu lange gedauert hat. Mit fokussiertem Blick und einer Haltung, die einen optimalen Schlag ermöglichen würden, stand er vor einem Baum, dessen Zustand sich mit jedem Schlag zwar noch nicht merklich verschlechterte, jedoch schon einiges eingesteckt hatte. Die Baumrinde hatte der junge Takegatama zumindest abgeschlagen und einige Dellen waren auch schon zu verzeichnen, doch es war nicht genug. Zu lange war er nicht mehr Trainieren gewesen, sein Körper war schwach geworden und Yui musste diesen Zustand schnellstmöglich ändern. Krafttraining, Ausdauerläufe, Stählung des eigenen Körpers, Ninjutsu-Training, die Weiterbildung von Körper und Geist! Yui brannte nur darauf, zu trainieren und anderen Shinobi seinen Fortschritt zu zeigen. Die anderen Ninja, mit denen er damals zusammengearbeitet oder die Schulbank gedrückt hatte, hatten bestimmt nie aufgehört, sich weiterzuentwickeln und waren ihm wahrscheinlich deutlich voraus, doch Yuichiro ließ sowas nicht lange auf sich sitzen. Härteres Training würde ihn schneller voranbringen, da war er sich mehr als nur sicher.


    Schweißgebadet stellte der Schwarzhaarige seine Schläge irgendwann ein und blieb einen Moment lang ruhig stehen. “Noch nicht gut genug, ich habe viel zu lernen.” und mit diesem Gedanken begann der Takegatama zu laufen und zu laufen. Der matschige, feuchte Boden des Waldes machte es umso schwerer, hier vernünftig rennen zu können, doch genau das war vorteilhaft für ihn. Das unebene Gelände würde eine ausgezeichnete Trainingsstelle für seinen Körper abgeben und seinen Stand festigen, sollte er wieder auf normalem Untergrund laufen. Die Wurzel der Bäume, die Sträucher, selbst den kleinen Tieren, die herumliefen, versuchte Yui auszuweichen, sobald er sie sah, um seine Reaktionszeit zu verbessern. Diese Prozedur zog der Genin noch einige Zeit durch, doch seine Ausdauer war recht schlecht geworden, weswegen er irgendwann aufhörte und sich auf eine der größeren Wurzeln setzte. Seine Kleidung war Klitschnass vom Schweiß, sein Atem war schwer. “Das war noch nicht genug…”, ging es im Kopf des Jungen umher, als er ein Geräusch zu seiner Linken bemerkte und instinktiv ein Kunai gegen einen Baum dort warf, als…

    “Kenne ich dich...nicht?”
     
  2. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Raku war bereits im sechs Uhr morgens losgegangen. Es war mal wieder Zeit, auf die Jagd zu gehen; Raku erholte sich noch von seiner letzten Mission, bei der ihm beinahe das Bein perforiert worden wäre (gut, es war ein Streifschuss gewesen, allerdings ein ziemlich fieser). Sein Bein verbunden humpelte er ein wenig, aber es reichte, um sich einigermaßen lautlos zu bewegen - immerhin ging es dabei nur um die Herausforderung, nicht aber um die Schnelligkeit. Der Hellhaarige hatte bereits einige fruchtlose und frustrierende Stunden im Wald verbracht; es war einfach nicht möglich, sich vernünftig zu konzentrieren. Ihm steckten die Erlebnisse im Hexenkessel noch ordentlich in den Knochen. Ohne, dass er es wirklich wollte, hatten sich die ganzen Toten in sein Hirn eingebrannt und zusammen mit Chinatsus irrem Charakter war einfach nicht mehr so viel Vernunft oder Logik zurückgeblieben, was ihm hätte helfen können, mit der Situation umzugehen. Freunde hatte er auch keine, die er fragen konnte. Chinatsu würde er sicherlich nicht fragen, denn das würde ja bedeuten, sich ihr in seiner Freizeit zu nähern. Dabei lief es ihm schon so in Schauern den Rücken hinunter, denn entweder würde sie ihn mit Zitronenmuffins vollstopfen oder versuchen, ihn aus seinem schönen kleinen Luftschlösschen zu befreien. Und das wollte Raku einfach nicht. Er fühlte sich wohl in seinem Sein, auch wenn das vielleicht nicht das Beste "Ich" war, was er zu bieten hatte. Vollkommen egal, darum ging's ja auch schließlich nicht im Leben. Letztlich ging es nur darum, möglichst lange zu überleben, um dann im Anschluss alles zu bereuen. Raku war sich da sehr sicher. Seine Mutter machte es auch nicht anders, oder?

    Schließlich hatte sich der Hellhaarige entschieden, wieder in Richtung der weißen Stadt zu gehen, beziehungsweise sich in die generelle Richtung zu bewegen. Es war nicht wirklich erfolgreich gewesen. Ein Schuss hatte vielleicht ein Reh getroffen, aber es wäre niemals an dem Schuss verendet und so war es für ihn ein absolutes Missgeschick, auch noch den Pfeil verloren zu haben. Das Tier hatte ihn zertreten. Raku fürchtete, er musste sich bald wieder Neue anfertigen und war dementsprechend brummelig drauf. Klar, ihm gefiel die Arbeit, aber Arbeit war eben nun einmal das was es war - Arbeit. So kam es wohl auch, dass er nicht so leise war wie sonst, plötzlich neben sich ein Pfeifen hörte und sich schnell duckte, rein aus Instinkt. Seine Wunde brannte und fühlte sich so an, als wäre sie fast wieder aufgebrochen. Die verschorfte Stelle zog und schmerzte seit Tagen, aber es war auch schon ein wenig besser geworden. Der Manako hatte keine Angst davor, sich schon wieder ein wenig zu belasten. Wer zur Hölle wartete bitte darauf, dass er vollkommen gesund war? Und die viel wichtigere Frage: Wer zur Hölle schmiss da mit Kunai? Sofort schoss sein Blick zu dem hochgewachsenen, dunkelhaarigen jungen Mann, der dort mitten im Wald stand, vollkommen im Schweiß stehend, atmend als hätte er gerade einhundert Kilometer gefressen und Raku zog eine Augenbraue hoch. Dann aber die Worte des Gegenübers, und Raku sah ihn jetzt doch direkt an, ohne nur auf die bloße Brust zu achten, die der Kerl stolz offen trug. Alter Falter, das war aber ein Dekolette, was Chinatsu toll gefunden hätte. Furchtbar. Etwas ungläubig sah der Hellhaarige zu dem ihm gegenüberstehenden Yuichiro, blinzelte kurz. Sein Gesichtsausdruck, in der Regel nur besseres Wachs und ebenso unbeweglich, außer man hielt es eben ins Feuer, zeigte kurz eine Spur von überraschen, dann bekam er sich wieder ein. "Takegatama-san?" Raku war tatsächlich verwundert, war der Dunkelhaarige doch damals plötzlich im Nirvana verschwunden. Obwohl er sogar der Meinung gewesen war, dass der Kerl der einzige bei seiner ersten Mission gewesen war, mit dem man es aushalten hätte können - Tomoe und Chinatsu waren beide so furchtbar anstrengend gewesen. Raku pflückte das Kunai aus dem Baum, warf es dem Genin zurück und trat ein wenig näher. Man sah, dass er leicht humpelte, und seine Augenklappe war wie immer über seinem rechten Auge zu sehen. "Schweißgebadet, schwer atmend... Training?" Er neigte leicht den Kopf. "Wir haben uns lange nicht gesehen. Kein Grund, ein Kunai zu schmeißen." Damit hätte er normalerweise aufgehört mit der Konversation. Aber Raku riss sich mit Gewalt zusammen. Er wollte doch gerne sozialer sein! "Ähm...", fing er an, schien nachzudenken, wenn man es denn an seiner ausdruckslosen Miene festmachen konnte. "Wie kommt es, dass du hier trainierst?"
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  3. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Mit einem leicht verdutzten Blick sah Yui zu seinem Gegenüber, der einfach aus dem nichts aufgetaucht ist. Er hatte eigentlich nicht damit gerechnet, jemanden hier anzutreffen. Natürlich gab es bestimmt den ein oder anderen Shinobi, der ebenfalls auf die Idee kommen würde, diesen Wald als Trainingsort zu nutzen, aber er war doch so groß, dass es unwahrscheinlich war, genau eine andere Person zu treffen. Wobei...wie weit war Yuichiro gerannt? Seine Ausdauer war zwar vielleicht nicht mehr die Beste, aber wenn er so nachdachte, war es bestimmt ein gutes Stück gewesen. Aber abgesehen davon, diese Person war auch noch jemand, den er kannte...naja, flüchtig kannte. Sie waren mal auf einer Mission dabei, als Yui...plötzlich weg musste. “Dein Name war...Manako-kun, richtig?” Yui fing das Kunai wieder auf, welches der Junge ihm zurückwarf und betrachtete sein Bein. Es war, durch das Humpeln, recht offensichtlich, dass da etwas nicht stimmte. “Entschuldige, ich hätte nicht erwartet, hier jemanden zu treffen, das Kunai war ein Reflexwurf”, sagte der Schwarzhaarige und stand von seinem Platz auf. “Setz dich, dein Bein hat es wohl nötiger. Was ist passiert? Verletzung beim Training? Oder Zwischenfälle auf einer Mission?”, hakte Yui jetzt etwas nach. Die beiden kannten sich zwar kaum, aber das hieß ja nicht, dass sie sich jetzt nicht mal etwas besser kennenlernen konnten. Je mehr Freunde, desto besser, oder?

    Yuichiro begann, seinen großen Körper einmal ausgiebig zu strecken und betrachtete die Gegend einmal genau, bevor er sich wieder zu Raku umdrehte. “Ja, ich trainiere hier. Der Wald ist ein optimaler Ort, um seinen Körper zu stählen. Ich muss immerhin das ganze Training nachholen, welches ich vernachlässigt habe. Ach, und wo wir gerade dabei sind”, und mit einer schwungvollen Drehung in Rakus Richtung stand der Ninja nun vor ihm und verbeugte sich demütig. “Ich will mich dafür entschuldigen, euch einfach bei der Mission damals allein gelassen zu haben. Sowas gehört sich nicht für einen Shinobi und das tut mir leid.” Und mit seinem üblichen Grinsen schaute er den Augenklappenträger an. “Ich hoffe, die anderen beiden sind nicht sauer auf mich deswegen.” Wobei er, so wie er sie einschätzte, Natsu, selbst wenn sie ihm sauer wäre, irgendwie dazu bringen könnte, ihm zu verzeihen. Was Tomoe angeht...wirklich gut kannte er sie ebenfalls nicht, aber sie schien wie ein wandelndes Energiebündel mit ordentlich Kraft hinter den Fäusten, also vielleicht ein wenig Training? Na wie auch immer, darum konnte er sich sorgen machen, wenn es soweit ist. “Was machst du denn eigentlich hier? Solltest du die Verletzung nicht lieber schonen?”, kam es etwas besorgt vom Takegatama, sowas konnte immerhin schwere Folgen haben, wenn man Wunden nicht genug Ruhe gab. “Wie geht es eigentlich den anderen beiden? Also ich meine Natsu und Tomoe. Hast du Kontakt mit ihnen?”, jetzt wurde er etwas neugierig und wartete auf die Antwort des Anderen.
     
  4. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Ein Nicken auf die Frage von Yuichiro - ja, klar, wer sollte er denn sonst sein? Es war ganz schön unhöflich, dass er sich offenbar nicht direkt an ihn erinnern konnte! Raku kehrte dabei unter den Teppich, dass es ja vielleicht gar nicht so schlecht war als Ninja, wenn man jemanden nicht sofort wiedererkannte, zuckte dann mit den Schultern. "Nun, solange du weißt was du tust", brummte der Hellhaarige und schüttelte dann den Kopf. Warum sollte er sich setzen? Er war ja eben gerade hier, um sich nicht mehr im rumsitzen zu üben, sondern wieder in Form zu kommen. Yuichiro müsste sich damit doch ganz gut auskennen, oder? Immerhin war er es, der sich gerade schwitzend und dampfend durch den Wald begeben hatte. "Schon gut", meinte Raku dann und rührte sich in dem Moment nicht vom Fleck, zuckte dann bei der Nachfrage leicht die Schultern. Ein Seufzen entkam ihm, aber er riss sich noch einmal zusammen. Er wollte ja eigentlich schon mehr Bekanntschaften schließen; bisher war es einfach nur recht schwierig gewesen. Immerhin hatte die Einflussnahme einer bestimmten Kumo-nin dazu geführt, dass er 'normalere' Menschen schon als sehr viel angenehmer wahrnahm. Chinatsu war einfach so eine Handvoll. "Mission", erwiderte Raku also knapp und legte den Kopf ein wenig schief. "Ist... schon in Ordnung", antwortete der junge Mann und kratzte sich am Kopf. "Ich habe nicht darüber zu urteilen. Aber stimmt, es wird nicht positiv in deiner Akte vermerkt sein." Rakus Anmerkung war nicht böse gemeint, sondern einfach nur eine Feststellung. Für ihn war es das wichtigste, dass er seine Missionen ordentlich erledigte. Alles andere war erstmal nachrangig und so konnte er schwer verstehen, welchen Grund einen dazu bringen konnte, einfach eine Mission nicht komplett fertig zu stellen. Auch wenn Yuichiro ja damals eigentlich alles noch mitgemacht hatte.

    "Ich glaube Hasekura-san ist das vollkommen egal." Der Gesichtsausdruck von Raku wurde, wenn möglich, noch ein wenig platter. "Mich würde wundern, wenn sie sich noch daran erinnert. Sie würde dich wahrscheinlich eher fragen, was du am nächsten Wochenende vor hast", mutmaßte Raku, wieder vollkommen neutral (hoffte er). Auch wenn er nicht leugnen konnte, ein wenig schlechten Geschmack im Mund zu haben. Er redete ungern über andere in deren Abwesenheit, das war wohl der einzige Grund - oder? Aber egal, weiter ging's - Raku schmunzelte sogar leicht. "Nein, sie muss wieder in Bewegung kommen. Es war ein Streifschuss mit einer Armbrust. Nichts allzu schlimmes, hat nur geblutet. Keine Infektion, Gift oder ähnliches. Hasekura-san und ich waren in Suna auf einer Mission unterwegs. Die Heiler haben es nur angeheilt, sie haben zu viel zu tun. Sagen sie", kam er dann doch ein wenig aus sich heraus und streckte sein Bein gedankenverloren ein wenig, als wolle er es dehnen. "Insofern: Kontakt im Sinne von Arbeit, ja. Freizeit - nein." Um Gottes Willen, soweit käme es noch. Chinatsu würde ihn auseinandernehmen, so oder so. Nein nein, es war besser so. Raku zurrte eine Schnalle an seiner Hüfte ein wenig fester, während er seine offensichtlich mit großer Fertigkeit selbstgemachten Kleidungsstücke ein wenig zurechtrückte. "Monoka-san war nach der Mission wie vom Erdboden verschluckt. Wie du. Wer weiß, vielleicht taucht sie ja auch irgendwann wieder auf." Sein Blick fiel auf das Kunai in den Händen von Yuichiro. "Das Bein ist noch ein wenig angeschlagen, aber ich muss es wieder in den Dienst zwingen. Ich brauche guten Stand." Er deutete auf seinen Bogen, der sich an seinem Rücken befestigt befand und mit einer Bewegung aus seinem Halfter befreit werden konnte. Da kam ihm die Idee (die total naheliegend, aber für ihn eben nicht naheliegend war) - vielleicht konnten sie ja gemeinsam trainieren. "Vielleicht können wir ja unser Training gemeinsam absolvieren? Bisher verlief meines nämlich nur mehr oder weniger gut."
     
  5. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Eigentlich hatte Yui ein recht gutes Namensgedächtnis, wenn man bedachte, dass er Rakus Namen immernoch kannte, obwohl sie sich eigentlich nur recht flüchtig kannten und seit dieser Mission keinen Kontakt mehr hatten. Das Gesicht war wahrscheinlich eine große Hilfe gewesen, immerhin war es nicht so üblich, dass man mehrere Shinobi mit Augenklappe und weißen, oder zumindest sehr sehr hellen, Haaren traf. Und selbst wenn, Rakus Aussehen war ihm einigermaßen im Kopf geblieben. Es reichte zumindest aus, um sich an seinen Namen zu erinnern. Auf die Aussage des Anderen nickt Yui nur kurz und stieß ein leichtes seufzen aus. “Naja, solange ich die Akte mit einer Menge Erfolgen zukleister dürfte das hoffentlich nicht mehr so groß auffallen. Wie auch immer, das tut jetzt nichts zur Sache”, sagte er mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. “Bringt ja nichts, in der Vergangenheit rumzuwühlen.”, führte der Takegatama fort und zeigte mit seinem Daumen auf sich selbst. “Ich wäre immerhin nicht hier, wenn mich diese Sache so sehr gestört hätte”. Und auf die nächste Aussage seines Gegenübers fing der Junge an zu kichern. “Ja, so ist Natsu wohl. Ich werde sie demnächst mal aufsuchen. Sie hat sicher einiges an Fortschritt gemacht...im Gegensatz zu mir.” Seine Mimik veränderte sich etwas, Yuichiro sah etwas genervt aus. Auch wenn er ganz gut war, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten, er mochte diese Kluft, die sich zwischen ihm und allen anderen, die sich in dieser Zeit weiterentwickelt haben, nicht. Er müsse doppelt, nein dreifach...oder zwanzigfach so viel trainieren, um aufzuholen! Was auch immer es im Endeffekt war, er konnte diese Tatsache einfach nicht auf sich sitzen lassen. Wie soll man denn ein vernünftiger Shinobi werden, wenn man sich so hat gehen lassen? Unerträglich und ein Zustand, der schnellstmöglich geändert werden musste!

    Nachdem der junge Ninja sich wieder gefangen hatte, schaute er erneut zu Raku und seiner Verletzung. “Na umso besser, wenn es nicht so schlimm ist” sein Blick wurde leicht nachdenklich als Raku von Monoka erzählte, veränderte sich allerdings schnell wieder zu seiner üblichen, freundlichen Miene. “Ich bin immerhin auch wieder aufgetaucht. Wenn sie weiterhin den Wunsch pflegt, Shinobi zu sein, dann kommt sie bestimmt irgendwann wieder.” Yuichiro glaubte wirklich, was er sagte. Der Wille, dieses Leben so zu leben, ist für viele nicht selbstverständlich. Man gibt sich einer Berufung hin, die einerseits eine große Erfahrung sein kann, aber in dem Wissen, dass es auch mal zu gefährlichen Situationen kommen kann. Wenn man sich dem bewusst ist und trotzdem Ninja sein will, dann stand es jedem zu, diesen Weg zu gehen oder erneut zu betreten. Manakos Vorschlag vom gemeinsamen Training befürwortete der Takegatama sehr. “Sehr gerne. An was für Training hast du gedacht? Ich habe heute bisher hauptsächlich meinen Körper trainiert und Ausdauerläufe getätigt. Willst du mich dabei begleiten oder schwebt dir eine andere Idee vor?” und er blickte dabei auf Rakus Bogen auf seinem Rücken. “Schusstraining? Oder Nahkampftraining? Sag, was du machen willst, ich bin dabei.”
     
  6. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Nun, man konnte sagen was man wollte, aber die Aussage von Yuichiro sprach von einem gewissen Ehrgeiz und Verbindung zu seiner Arbeit. Das konnte Raku respektieren, auch wenn er sich fragte, woher dann diese Erkenntnis gekommen war. Nun ja - womit auch immer es zu tun hatte, der Dunkelhaarige schien sich dafür zu entscheiden, dass es jetzt erstmal egal war. Raku wusste nicht, ob man das in der Regel so machte - einfach zu sagen, etwas tat nichts zur Sache - aber er war ja auch kein soziales Genie. Im Gegenteil. Aber er merkte es sich für die Zukunft, dann schmunzelte er aber doch ein wenig. "Stimmt. Es spricht für dich, dass du trainierst", antwortete der Hellhaarige und wurde dann endgültig verwirrt, als Yuichiro anfing, die verschiedensten Gesichter zu ziehen - einmal kicherte er, warum auch immer, dann verzog er wieder das Gesicht in einen anderen Ausdruck. Raku verstand nichtmal, wieso er kicherte: Wenn es wegen seiner Aussage bezüglich Chinatsu war, wieso freute er sich dann darüber?! Für Raku wäre das so etwas wie eine extreme Drucksituation und hätte das als überhaupt nicht schön wahrgenommen, wäre er mit Chinatsu, nun ja, frontal aufeinandergeprallt, und das auch noch in der Freizeit. Raku nickte nur bestätigend, als Yuichiro seine Verletzung anerkannte, aber auch die Meinung des Bogenschützen dazu - während sich sein Gesicht wieder wandelte und wandelte. Nicht wirklich hinterherkommend suchte der Hellhaarige sein Heil in der Flucht, zuckte mit den Schultern. "Ja. Und wenn nicht, dann war es kein Verlust", sagte er und meinte damit natürlich, dass man einen Ninja, der nicht hinter seiner Arbeit stand, auch nicht gebrauchen konnte. Sein Geist war in der Regel eine Einbahnstraße und sie führte immer dazu, einen Auftrag zu erledigen. Egal, was es hieß. Seine Familie hatte das schon immer so gelebt. Naja, mit Ausnahme vielleicht seiner Mutter, aber wie die wollte er nicht werden!

    Viel interessanter - Training! Raku nickte, und es schien ein wenig Leben in seine starren Gesichtszüge Einzug zu halten. Er strich sich die hellen Strähnen aus dem Gesicht, nahm seinen Bogen vom Rücken und hakte die Sehne mit einer geschickten Bewegung ein. "Da ich schon seit ungefähr drei Stunden unterwegs bin, würde ich Ausdauerlauf vielleicht erst einmal unterlassen." Seine raue Stimme, die oft so klang als hätte er tagelang nicht gesprochen (was in der Regel aber auch stimmte) wurde langsam ein wenig 'geölter' und klang nicht mehr ganz so nach Schmirgelpapier - aber immer nicht recht dunkel. "Auf der letzten Mission...", fing er an, und es fiel ihm wirklich schwer, nicht nur drei Wörter zu sagen, sondern sich auch mal ein wenig mehr auszuführen. "... nun, Hasekura-san und ich sind ein wenig auf ein Problem gestoßen. Mir wurde dabei klar, dass meine Fertigkeiten noch nichtmal ganz ausreichen, um mit einem herausragenden normalen Menschen leicht fertigzuwerden. Er war kein Shinobi, nur ein Mann mit einem Schwert." Der Hellhaarige sah in diesem Moment das erste Mal wirklich so aus, als würde ihn diese Tatsache ziemlich stören. Andererseits war da auch etwas anderes, was er nicht sagte, aber sein sonst so ausdrucksloses Gesicht sprach in diesem Moment von den vielen Gedanken, die er sich wohl schon gemacht hatte. "Jedenfalls brauche ich jemanden, der sich nicht einfach nur abschießen lässt, um besser zu werden. Vielleicht kannst du mir ein paar Kunai werfen, und ich schieße sie ab? Wenn wir warm sind, kann ich mit meinen nicht-lethalen Pfeilen auch mal deine Ausweichkünste auf die Probe stellen." Raku war vielleicht schon gar nicht so schlecht, aber noch nicht gut genug, um drei Kunai zu schmeißen und dann seinen Bogen zu nehmen und diese noch abzuschießen. Die Zeit war so kurz, dass er Hilfe brauchte - zumindest beim Schaffen von Zielen. "Ich brauche irreguläre Bewegungsmuster. Herausforderung." Er verfiel wieder in sein Stakkatto, aber Yuichiro verstand vermutlich. "Trainierst du auch für den Nahkampf, Takegatama-san?"
     
  7. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    “Training ist der Grundstein, auf dem ein Shinobi aufzubauen hat. Ohne Training kannst du niemandem helfen und wirst nicht anerkannt. Ich werde stärker werden, stärker als jeder andere. Limits werde ich übersteigen, dann kann mir niemand...wirklich niemand...mehr einen Vorwurf machen, dass ich es zu nichts bringen würde”, dieser, und viele andere Gedanken, schwebten seit Jahren in Yuis Kopf herum. Ein wichtiger Grund, wieso er ein absoluter Trainingsfreak war. Ob andere diesen Gedankengang verstehen, oder gar nachvollziehen können, wusste der Takegatama nicht. Gegenüber Raku würde er auch dazu kein Wort verlieren, bestimmt interessierte es ihn eh nicht. War ja auch egal. “Man muss den Menschen vielleicht nur einen Schubs in die richtige Richtung geben. Bei mir hat es geholfen, vielleicht braucht Monoka-chan das Gleiche.” äußerte er gegenüber seinem neugewonnenen Trainingspartner. “Aber ich glaube, mehr als warten kann man bei ihr auch nicht. Ich meine, wir haben sowieso keinen Einfluss darauf, und was genau los ist, wissen wir auch nicht.” Und falls sie wieder kam, Yui würde dann wahrscheinlich derjenige sein, der sie zu einer Trainingseinheit verdonnern würde! Man musste ja sichergehen, dass auch seine Kollegen auf einem guten Stand waren. Deswegen kam ihm diese Trainingseinheit mit Raku ganz gelegen, er konnte aus erster Hand erfahren, wie weit der Shinobi hinterherhinkt. Yui konnte an Rakus Gesicht zumindest einigermaßen ablesen, dass ihn diese Sache störte, von der er erzählt hatte. Nach einigen Sekunden der Gedankenspielerei kam der Takegatama zu einem Ergebnis und einer guten Idee.

    “Gerne doch. Meine Wurfkünste waren zwar nicht nie so gut, aber das könnte auch zu deinem Vorteil sein, wenn du irreguläres haben willst. Danach stelle ich mich gerne der Herausforderung, deinen Pfeilen auszuweichen. Das ist eine Sache, die ich bisher nicht selbst üben konnte, mir fehlte dafür die nötige Expertise und ein Trainingspartner” Wie sonst könnte es irregulärer und unvorhersehbarer sein, wenn nicht mal Yui wusste, wo das Kunai am Ende hinflog. “Ich trainiere auch den Nahkampf, ja. Auch wenn ich mehr Vertrauen auf meine Ninjutsu Künste habe, ein Shinobi sollte stets nicht nur ein Mittel des Kampfes haben. Außerdem, je mehr ich trainieren kann, desto besser.” kam es wieder mit seinem üblichen, sorglosen, grinsenden Gesichtsausdruck. Daraufhin holte der Takegatama eine Schriftrolle hervor, platzierte sie auf dem Boden, vollführte ein paar Fingerzeichen und mit einem kleinen PUFF lag auf einmal ein Kodaichi auf dem Boden. “Manako-kun, du hast von einem Mann mit Schwert gesprochen. Wieso gehen wir diese Sache später nicht auch noch an?” und er grinste ihn weiterhin breit an. “Jetzt erstmal jedoch…” und Yui zückte seine Kunais. “...zur Aufwärmübung.” Der Schwarzhaarige hielt zwei Kunai in jeder Hand, wartete einige Momente, bis Raku bereit war und fing dann an, beide gleichzeitig zu werfen. Beide in die gleiche Richtung, allerdings war Yuichiro, wie vorher schon angekündigt, nicht der Beste im werfen, weswegen das eine zwar relativ gerade flog, das andere sich jedoch zunehmend vom ersten entfernte und in der Luft ein wenig umherschlitterte. Diese Prozedur wiederholte der Ninja noch einige Male, alle mit dem gleichen Prozess, allerdings variierte natürlich seine Richtungsauswahl. Hin und wieder warf er beide auch in verschiedene Richtungen, um zu gucken, ob Raku damit klarkam. Allerdings war das nicht nur Training für den Bogenschützen, Yui konnte seine Wurfkünste währenddessen ein wenig verbessern, auch wenn es noch einige Arbeit brauchte, bis er zwei Kunais gleichzeitig gut werfen konnte, geschweige denn mehr.
     
  8. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Monoka-chan? Diese Verniedlichung zu nutzen fand Raku doch ein wenig übertrieben - es war fahrlässig, diesen kleinen Teufel als 'niedlich' zu bezeichnen. Und damit auch als -chan. Andererseits hatte Yuichiro nicht ganz unrecht, andererseits war es auch schwierig jemandem einen Schubs zu geben, wenn er nicht anwesend war... Raku merkte es sich für die Zukunft. Es war eben nicht einfach, dieser Job, und der Dunkelhaarige hatte ebenso Recht damit dass man nie wusste, was in dem Leben eines Menschen so vor sich ging. Und Tomoe hatte auch nie wirklich wie ein Ninja gewirkt, fand er. Viel schöner fand der Hellhaarige, dass er sich gerade einen Trainingspartner gefunden hatte, der ihm vielleicht sogar wirklich helfen konnte, seine Fähigkeiten ein wenig zu verbessern. Raku hatte bisher schnell Fortschritte gemacht bei seinen Techniken, doch war was die anderen Künste eines Ninja anging - zugegeben - noch ziemlich abgeschlagen. "In Ordnung", antwortete Raku und zog seinen Boden, zupfte an der Sehne und ließ sie sanft in der Luft singen, fast wie es ein Gitarrenspieler vielleicht tun würde. "Ich nutze keine Nin- oder Genjutsu", ergänzte er dann und zog ein paar Mal mit ordentlicher Kraft an der Bogensehne, spannte sie, ließ dann ein wenig nach. Das Holz der Waffe musste sich ein wenig anwärmen - so nannte er es - um elastischer zu werden. Raku wollte die Waffe ungern beschädigten, nachdem er schon einen Bogen in seiner Laufbahn zerstört hatte. "Nicht wirklich talentiert. Aber ich überlege, wie ich sie mit meinen Bogenkünsten kombinieren kann", rutschte ihm raus und Raku war selbst überrascht, wie ihm das passiert war. Bisher hatte er noch nie mit jemandem wirklich darüber gesprochen, was in ihm vorging, und dazu gehörte genauso, welche Gedanken er sich über seine eigene Entwicklung machte. Aber gut, Yuichiro war halt auch ein Typ, dem man Dinge erzählte. Irgendwie. Sein optimistisches Wesen war fast ein wenig ansteckend, fand der junge Mann und kratzte sich kurz am Handgelenk. Interessiert betrachtete Raku das Kodachi, legte den Kopf schief. "Hm... du steckst voller Überraschungen, Takegatama-san", stellte der Bogenschütze fest und nickte dann. "Hervorragend", ergänzte er dann, zog einen Pfeil - und legte an.

    Yuichiro hielt, was er versprochen hatte. Seine Wurfkünste waren wirklich nicht besonders ausgereift. Raku war da einiges voraus, aber er prahlte nicht damit - er wurde ja auch nicht danach gefragt. Außerdem hatte er ja genau das gewollt - von Yuichiros Ansätzen beim Werfen blieb beim tatsächlichen Werfen so wenig übrig, dass die Irregularität, die sich der Genin gewünscht hatte, voll zum Tragen kam. Raku schaffte es am Anfang immer, einen der Kunai aus der Luft zu schießen, doch beim Zweiten war er immer ein wenig zu langsam, um den Pfeil auf den Bogen zu bekommen. Er musste schneller sein, war schon einmal schneller gewesen - als Chinatsu ihm zugebrüllt hatte, er solle die feindlichen Angriffe aufhalten. Aber so eine Drucksituation... Raku versuchte, sich die Situation noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Wie hatte er sich gefühlt, wie hatte er überhaupt so schnell seine Pfeile auflegen können? Wieder sang seine Sehne, und ein Pfeil traf mitten durch das Loch des Kunaihalters, pinnte ihn an den Baum, während Raku bereits den nächsten Pfeil in der Hand hielt... und der zweite Kunai schon zu Boden fiel. "Hm", brummte er nachdenklich und machte ein, zweimal Trockenübungen. "Ich muss irgendwie Zeit sparen...", kam es murmelnd aus seinen Mundwinkeln und er sah zu Yuichiro. Dieser wirkte immer noch fokussiert und auf sein Training konzentriert. Raku war auch konzentriert, aber... irgendwie erschien es ihm, als wäre der Dunkelhaarige einfach ein wenig mehr... im Flow. Vielleicht dachte er zu viel nach? Raku überlegte und es schien ihm, als wenn er damals, im Hexenkessel, überhaupt gar nicht nachgedacht hatte. Er hatte auch nicht nachgesehen, ob er traf oder nicht. Das war der Unterschied zu seiner Jagd, in der Regel. Er sah genau ob ein Pfeil traf, und er sparte seine mit größter Sorgfalt selbst hergestellte Munition gern... er machte sich vielleicht zu viel aus diesen Dingen. "Noch einmal", bat er seinen Trainingspartner und atmete tief durch. Als die Kunai durch die Luft flogen, schoß er, sah dem Pfeil aber nicht hinterher und hatte schon einen zweiten in der Hand, als der erste traf - und schoß dann sofort hinter. Er traf, schleuderte das Metallstück ein ganzes Stück weg und Raku sog wieder Luft ein. "Uff", machte er, sah dann zu Yuchiro. "Danke. Das war sehr lehrreich." Er versiegelte seinen Köcher, entsiegelte dann einen anderen, wo andere Pfeile zum Vorschein kamen. Diese hatten gummierte Spitzen, rundlich und mit einer - scheinbaren - Verzierung am Kopf versehen. "Diese Pfeile sind nicht tödlich. Sie tun bei einem Treffer höchstens ein wenig weh. Ich fertige sie selbst an." Und sie hinterließen das Zeichen für seinen Namen, aber das sagte Raku nicht. Irgendwas hinderte ihn daran. "Ausweich-Training?"
     
  9. Takegatama Yuichiro

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    “Weder Nin- noch Genjutsu? Beherrscht du denn auch den Nahkampf oder ist der Bogen dein einziges Mittel zum Angriff?”, fragte Yui mal neugierig nach, denn sich auf eine Sache zu spezialisieren, kam ihm nie in den Sinn. Abgesehen davon dass, je mehr er lernen wollte, desto mehr musste, oder eher durfte, er auch trainieren, was ihm persönlich sehr zugute kam, hatte der Takegatama diese Möglichkeit schon ausgeschlossen, als er damals mit seiner Mutter begann, an den grundlegenden Ryusha Techniken zu feilen. Apropos, dort hatte er auch noch etwas Nachholbedarf. Wenn seine Mutter sehen würde, dass er in dieser Zeit nicht viel Fortschritt gemacht hat…nein, die Vorstellung lassen wir mal lieber sein. Sie war normalerweise eine wirklich sehr nette Frau, aber erbarmungslos beim Training. Jedenfalls kam es ihm ganz gelegen, dass er eine gewisse Begabung für Ninjutsu hatte, weswegen Taijutsutechniken nicht sein einziges Mittel zur Verteidigung waren. Allerdings schaute der Schwarzhaarige seinen Gegenüber einen Moment lang an, bevor er die Hand an sein Kinn legte, etwas in die Gegend starrte und nachdachte. Yui fand es respektabel, dass Raku die Möglichkeit der Nutzung von Nin- oder Genjutsu nicht komplett ausschloss, nur weil ihm der gewisse Hang dazu fehlte. “Sag mal, Manako-kun…”, fing der Takegatama dann nach einigem überlegen an. “Bist du zufällig in der Lage, Fuuton zu nutzen? Ich bin zwar kein Experte, was das Element oder den Fernkampf angeht, aber nach meiner Logik dürfte Wind deine Pfeile doch, wenn richtig eingesetzt, begünstigen, oder?” Das war so die erste Idee, die ihm dazu einfiel. “Wenn es so ist, kannst du Natsu vielleicht mal fragen, ob sie dir damit hilft. Soweit ich weiß ist sie recht begabt mit Fuuton”, das war zumindest das, was er noch davon behalten hatte, als er mit ihr damals auf eine Mission gegangen ist. Soweit Yui sich noch erinnerte, hatte sie das Krokodil mit Fuuton in die Luft befördert und mittlerweile dürfte sie ja noch ein wenig mehr auf dem Kasten haben. Auf Manakos Kommentar hin grinste Yui ihn nur noch breiter an, schaute den Shinobi dann jedoch etwas herausfordernd an. “Überraschungen sind immerhin auch ein wichtiger Teil des Repertoires.”

    Yui war wirklich im Flow während dem Training. Er achtete auch, sobald er warf, nicht mehr wirklich auf Raku, sondern sah nur den Kunai hinterher und ob sie getroffen wurden oder nicht. Er selbst wusste besser als jeder andere, dass seine Wurfkünste zu wünschen übrig ließen. Aber das hielt ihn nicht auf, in diesem Fall war es sogar ein Vorteil, den man daraus ziehen konnte. Man konnte Rakus Fortschritt aber sehr genau betrachten, vielleicht nicht an seinem Gesichtsausdruck, allerdings an seinen Schüssen. Wo er vorher für den einen zu langsam war, traf er irgendwann sehr souverän beide Kunai hintereinander. Der Schwarzhaarige konnte nicht anders als breit zu lächeln, Fortschritt war immerhin immer etwas gutes und er freute sich, ihm dabei geholfen zu haben. “Immer wieder gerne”, erwiderte er und sah dann zu den Gummispitzen der anderen Pfeile. “Du kannst sowas also selbst herstellen? Machst du denn noch mehr als Pfeile?” Dafür musste man wahrscheinlich eine Menge handwerkliches Geschick und Geduld haben. Yui entfernte sich danach ein paar Meter und stellte sich seinem Trainingspartner gegenüber. “Du brauchst keinen bestimmten Rhythmus haben, in welchem du die Pfeile abschießt. Es ist genauso wie bei dir, je irregulärer, desto besser”, denn nur so konnte man sich auf alle Situationen am besten vorbereiten. Danach machte der Takegatama sich bereit, ging in Stellung und fokussierte Raku. “Bereit, wenn du es bist. Leg los, sobald du willst.”
     
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