Aktuelles

P-Job: Sweet Kitty

Beiträge
333
Alter
16 Jahre
Größe
163 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Kumo
Steckbrief
Link
Prüfungsjob: Sweet Kitty
Isayama Kana & Hasekura Chinatsu

Neugierig linste die 16-Jährige aus dem Küchenfenster der kleinen Wohnung, die sie zusammen mit ihrem Bruder bewohnte. Es war noch früher Vormittag, aber das Wetter schien zu halten. In der letzten Woche prasselten fast durchgehend dicke Regentropfen gegen das Fenster, mal mehr, mal weniger, weshalb Chinatsu schon befürchtet hatte, beim heutigen Job pitschnass zu werden. Regen war wichtig und so, keine Frage, aber nasse Klamotten mochte die Hasekura deshalb trotzdem nicht. An diesem Morgen ließ der Blick in den Himmel allerdings hoffen: Ein paar dicke Wolken waren zu sehen, doch der Großteil des Himmels erstrahlte im besten Blau, das man sich zu dieser Jahreszeit wünschen konnte. Super! Da waren bestimmt einige Leute draußen unterwegs, um nach den verregneten Tagen endlich wieder die eigene Wohnung zu verlassen. Beste Voraussetzungen für den heutigen Job! Die Kunoichi wirbelte zurück zur Küchentheke und packte freudig einige ihrer frischgebackenen Muffins ein. Aber Moment, worum ging es bei dem heutigen Auftrag überhaupt? Also, vor einer guten Woche hatte die Weißhaarige einen Brief der Verwaltung erhalten, in dem stand, dass sie ein neues Zuhause für sechs kleine Kätzchen finden sollte. Chinatsu konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal einen so tollen Job hatte erledigen dürfen! Sechs süße Kätzchen! Aber egal, weiter im Text: Den Auftrag sollte sie zusammen mit einem Mädchen namens Isayama Kana absolvieren. Ein Name, den die Hasekura noch nie zuvor gehört hatte. Naja, wenn Chinatsu den Brief richtig verstanden hatte, sollte der Job heute auch die Abschlussprüfung dieser Kana darstellen – sie war also noch Schülerin an der Akademie! Hm. Es war noch gar nicht so lange her, da hatte die Weißhaarige bereits bei der Abschlussprüfung eines anderen Akademieschülers ausgeholfen… Cho war sein Name gewesen. Was aus dem wohl geworden war? „Musst du nicht langsam los?“ Die vertraute Stimme ließ Chinatsu kurz zusammenzucken. Kenshin, der große Bruder der Kunoichi, stand in der Tür zur Küche, strich sich das vom Schlaf noch zerzauste Haar zurück und hob skeptisch die Augenbraue, als seine Schwester sich erst nicht bewegte. Oh, ja. Es war schon ziemlich spät. „Bin schon weg!“, trällerte die Kleine amüsiert und huschte dann direkt an Kenshin vorbei.

Wo war der Treffpunkt nochmal gewesen? Ach so, ja. Der Park! Ganz in der Nähe wohnte Onishi Tomoko, die Auftraggeberin. Außerdem fand heute im Park das große Frühjahrsfest statt, das konnte man doch gleich als Ausgangsbasis nutzen, um ein neues Zuhause für die Kätzchen zu finden! Chinatsu hatte so viele Ideen, dass sie gar nicht wusste, welche sie zuerst umsetzen sollte. Sie blieb am Eingang zum Parkgelände stehen und richtete die hellblaue Strickmütze, die sie übergezogen hatte, um ihre empfindlichen Ohren vor dem doch noch relativ kühlen Wind zu schützen. Ihr Körper war verdeckt von einem dunkelblauen Mantel und einer dunklen, enganliegenden Hose. Die weißen Haare fielen ihre wellig über die Schultern, von keinen Spangen gebändigt und das Abzeichen Kumogakures glänzte um ihren Hals. Doch, das Mädchen war mit ihrem Aussehen heute ganz zufrieden – es hielt warm, aber es fehlte dennoch nicht am gewissen Stil, der ihr ja doch ziemlich wichtig war. Sie erinnerte sich an diese unheimlich hässlichen, senffarbenen Klamotten, die die Gefängnisinsassen aus Kumo bei ihrer letzten Mission getragen hatten – schrecklich! Allein der Gedanke verursachte schon eine unangenehme Gänsehaut auf dem zierlichen Körper der Hellhaarigen. Hoffentlich zog Kana nicht so schreckliche Klamotten an. Aber wo wir schon bei dem Thema waren: Wo steckte die Akademieschülerin? Sie würde doch nicht zu ihrer eigenen Abschlussprüfung zu spät kommen, oder etwa doch?
 

Isayama Kana

Akademieschüler
Beiträge
16
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Kana sah von ihren Unterlagen auf, als ein lautes RUMMS die frühe, stille Morgenstunde unterbrach. Sie schmunzelte, denn sie wusste ganz genau was darauf folgen würde, mit einem Blick über die Schulter und ein Griff an die Gardine machte sie die Sicht auf das Fenster frei und lugte aus dem Glas, um ihre Annahme zu bestätigen. Aus der sitzenden Position heraus sah sie nichts außer dem Eintritt der Morgendämmerung und vereinzelte Wolken am Himmel. Heute schien es trocken zu bleiben. Ein energisches Trampeln, welches das kleine Haus leicht zum vibrieren brachte, entfachte bald ein kleines, aber angeregtes Stimmengewirr. Kana konnte nur dumpfe Laute ausmachen, aber sie wusste um was es ging, natürlich waren ihre Eltern erwacht und waren gerade dabei Kagami zu tadeln. Als es wieder ruhiger wurde, ließ sie vom Fenster ab, legte die Unterlagen neben sich auf das Bett, auf dem sie saß und machte die Beine lang. Nachdem sie diese leicht übereinander schlug, folgte ein Poltern ganz in der Nähe, Kana grinste vergnügt da sie sich vorstellte wie Kagami typischerweise stolperte und auf die Nase fiel. Die Zimmertür flog auf, das Grinsen erstarb beinahe. Außer Puste, müde und mit zerzausten Haaren stand ihre Schwester noch schweigend im Türrahmen, die Jüngere legte den Kopf schief: "Wa-" "WIESO BIST DU NOCH HIER?!" unterbrach sie die Ältere plötzlich mit erhobener Stimme. Kana hob weniger erstaunt eine Braue und zeigte mit einem Zeigefinger völlig ruhig zu ihrem Nachttisch auf dem der Wecker unberührt weiter tickte, langsam folgte Kagami dem Finger, stockte bei der Uhrzeit und seufzte schwer. Deutlich weniger ruhelos schlurfte sie auf das Bett ihrer jüngeren Schwester zu und ließ sich auf den Rücken plumpsen. Mit sanftem Blick sah Kana zu ihr herunter "Hör' endlich auf mich so zu bemuttern, ich bin zuverlässiger als du. Geh' einfach weiterschlafen.", meinte sie und gab ihr zur Verdeutlichung mit der Faust eine Kopfnuss. Als Kagami mit gespielten Jaulen fertig war, beobachtete sie von unten ihre Schwester, die wieder in den Unterlagen vertieft war, obwohl es gar nicht viel zu lesen gab und grinste breit "Bist du sehr nervös?" - "Nein?" - "Natürlich bist du das nicht." Ein Schwung mit dem Klemmbrett, ein Klatschen und weiteres Jaulen folgte. "Ich gehe jetzt!" meinte Kana lauter als sie wollte, sprang vom Bett auf, zog sich hastig ihre übliche schwarze Kleidung über - große Kapuzenjacke, Faltenrock, Strumpfhose und Stiefel, das weiße Hemd wird von der geschlossenen Jacke versteckt. Noch ein schneller Aufenthalt im Bad, und weg war sie. Verdattert sah Kagami zum Wecker. "Aber es ist immer noch viel zu früh…"

Natürlich wusste Kana, dass es noch viel zu früh war, aber ihre Schwester würde sie nur verrückter machen, wenn sie zu Hause blieb. Mit leisen aber doch schnellen Schritten machte sich die angehende Genin auf dem Weg zum angegebenen Treffpunkt, dem Park. Das war ein gutes Omen, oder nicht? Sie verbrachte immerhin eine große Menge Zeit in dieser Anlage. Und der erste Auftrag brachte sie auch noch einen kleinen Schritt näher zu einem ihrer persönlichen Wünsche, so musste sie für ihre Abschlussprüfung ein gutes zu Hause für sechs Kätzchen finden. Der Job an sich schien eigentlich nicht so schwierig zu sein, aber ein Haushalt sollte gleich zwei Kätzchen aufnehmen, überlegte sie während das üppige Grün dunkel am Horizont auftauchte. Noch war das Dorf relativ leer, nur vereinzelt sah Kana mal hier mal da einen Menschen umherschleichen. Als sie an das Tor trat, blickte sie sich um, eigentlich wollte sie nicht wie eine Statur auf ihre Begleitung warten. Ihr Magen grummelte lautstark, da hatte sie doch glatt vergessen zu frühstücken! Seufzend legte sie den Kopf in den Nacken, der Himmel wurde heller. Kana beschloss es sich erst mal an einem vereinzelten Baum, außerhalb des Parks, gemütlich zu machen, und ließ sich an den Stamm auf den Boden rutschen. Lange hielt sie diese Position jedoch nicht aus, die Kälte war nicht angenehm, also lehnte sie sich im Stand dagegen. War für den ersten Eindruck wohl sowieso besser… Sie kramte stillschweigend in ihrem Gedächtnis, während sich das Dorfleben füllte. Hasekura Chinatsu, wie sie wohl war? Der Name sagte Kana natürlich überhaupt nichts, die Verwaltung hätte wenigstens ein Bild von ihr hinzufügen können, so war sie nun in der Situation Mädchen ansprechen zu müssen die hier ankamen, weil die Isayama zuerst eintraf. Toll. Kana zog sich wegen der kühlen Luft die Kapuze über den Kopf und vergrub ihre Hände in den Jackentaschen. Immer wieder wanderte der Blick erwartungsvoll zum Tor, und blieb schließlich bei einem Mädchen hängen, das anscheinend auf jemanden wartete. Bevor Kana jedoch hinüberging wartete sie selbst noch einige Momente, nicht das jemand anderes auftauchte und sie gar nicht gemeint war. Als nichts geschah, gab sich die Isayama einen Ruck und stieß sich leicht vom Baumstamm ab, lief auf die Hellhaarige zu Aufrechte Haltung, Hände aus den Taschen, Kapuze runter. Wie gedacht folgten genau diese Bewegungen, mit einer Hand wischte sie noch ihren Pony zurecht, mit neutralem Gesicht kam Kana zum Stehen, sah der nur knapp Größeren so offen wie möglich entgegen. "Hey. Hasekura-san?" Kam es entsprechend freundlich und mit angemessener Lautstärke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
333
Alter
16 Jahre
Größe
163 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Kumo
Steckbrief
Link
Wie? Kana war schon anwesend? Na, damit hatte Chinatsu nicht gerechnet. Entsprechend sah sich das Mädchen auch gar nicht weiter in der Umgebung um, sondern starrte vielmehr auf die Straße, die zum Eingang des Parks führte – in der Erwartung, dass die Jobpartnerin genau über diesen Pfad auf sie zuschreiten würde. Doch leider geschah die ersten Minuten herzlich wenig. Die Hasekura sah zwar viele Menschen, doch bei keinem konnte sie sich vorstellen, dass es sich um Isayama Kana handelte. Ein alter Mann, ein kleines Kind, eine Frau mit Kinderwagen…. Kana war ja wohl noch keine Mutter! Nein, sicherlich nicht. Die Weißhaarige legte die rechte Hand ans Kinn, grübelte einen Moment darüber nach, ob sie vielleicht den Treffpunkt verwechselt hatte – wenn Chinatsu ehrlich zu sich selbst war, war das gar nicht so unwahrscheinlich. Die Vergangenheit hatte gezeigt, dass die Kunoichi nicht unbedingt den besten Orientierungssinn besaß und sich auf Missionen oft auf ihre Teamkollegen verlassen musste, wenn es darum ging, den richtigen Weg zu finden. Doch dann, plötzlich, drang doch eine sanfte, helle Stimme an ihr Ohr, die unverkennbar von einem Mädchen stammen musste. „Oh!“ Chinatsu drehte sich auf dem Absatz um, denn anders als erwartet hatte sich die Isayama von hinten angenähert. Die gelben Äuglein musterten die Kleinere, die vor ihr zum Stehen kam. Sie kannte ihren Namen, also musste das Kana sein. Hm. Ziemlich dunkel. Und ein paar mehr Emotionen würden dem Gesicht auch stehen. Das erinnerte die Hasekura ja fast an Raku… obwohl Raku doch noch einen Ticken extremer war, was das emotionslose Gesicht anging. Immerhin legte diese Kana einen freundlichen Tonfall auf, das war ein Anfang, mit dem man arbeiten konnte.

„Aye! Aber nenn mich Natsu, ja? Ich mag diese übertriebene Höflichkeit nicht.“ Sie winkte ab, zwinkerte der Isayama dann mit einem breiten Grinsen zu. „Wir sind doch jetzt Kolleginnen. Da müssen wir auf einer Wellenlänge miteinander sein. Also: Freut mich, dich kennenzulernen, Kana!“ Was? Die Hellhaarige fragte gar nicht nach, ob sie den Vornamen nutzen durfte? Nein, natürlich nicht. Es war eben Chinatsu, mit der man hier zu tun hatte. Ob Kana damit umgehen konnte? Sie sah in die bernsteinfarbenen Augen der Gegenüber, legte den Kopf ein Stück schief. „Das heute ist also deine Abschlussprüfung, ja? Und? Aufgeregt?“ Die Hasekura konnte ein leichtes Kichern nicht verkneifen, bevor sie wieder freudig zu der Isayama blickte. „Keine Sorge, mit mir zusammen im Team kann das heute nur klappen. Das wird ein Klacks und Schwupps, hältst du schon dein Genin-Abzeichen in Händen.“ Sie deutete auf das glänzende Kumo-Abzeichen, das um ihren Hals hing, um die Worte nochmal zu verstärken. Vielleicht fiel es jetzt schon auf: Chinatsu sprach gerne. Sehr gerne. Und auch sehr gerne über sich selbst. Mangelndes Selbstbewusstsein konnte man der Origami-Userin jedenfalls nicht vorwerfen. „Also, ich habe schon ganz viele Ideen, wie wir die Kätzchen erfolgreich an den Mann und die Frau bringen“, kam sie schließlich auf das wichtigere Thema, nämlich den Auftrag, zu sprechen. „Aber bevor ich anfange: Hast du dir schon Gedanken gemacht? Irgendwelche Pläne? Ich meine, ich will dir heute ja nicht die ganze Show stehlen.“ Wieder ein sanftes Lachen, bevor die Hasekura mit einem kurzen Handwinken andeutete, dass die Isayama ihr folgen sollte. „Wir können das ja auf dem Weg zu Onishi Tomoko besprechen. Die wohnt hier gleich um die Ecke.“ Die Genin setzte einen Fuß vor den Anderen, verließ den direkten Platz vor dem Parkgelände und bog in eine Seitenstraße ein, um in ein relativ unauffälliges Wohngebiet zu gelangen. Ein paar Reihenhäuser mit kleinem Vorgarten, die aber bedingt durch die Jahreszeit nicht unbedingt im saftigsten Grün erstrahlten. Aber Chinatsu zweifelte nicht daran, dass es hier im Frühling ziemlich hübsch aussah, wenn die Bäume blühten und die ersten Blumen aus der Erde wuchsen. „Hast du zufälligerweise Erfahrung im Umgang mit Katzen? Worauf man so achten müsste?“, nahm die Kunoichi das Gespräch nach einer kurzen Pause wieder auf. Und dann fiel ihr noch etwas ein: „Oh, bevor ich es vergesse!“ Sie kramte in ihrer Tasche, holte eine kleine Aufbewahrungsdose hervor, löste den Deckel und streckte die geöffnete Dose Kana entgegen. Was sich darin befand? Na, zwei Zitronenmuffins natürlich! „Willst du einen? Hab ich selbst gebacken. Und ich bin eine grandiose Bäckerin, nur so nebenbei angemerkt!“
 

Isayama Kana

Akademieschüler
Beiträge
16
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Puh. Kana war erleichtert darüber, beim ersten Anquatschen die richtige Person erwischt zu haben, das war zwar wirklich keine Kunst da hier kaum jemand einfach minutenlang herumstand, aber dennoch. Eine Sorge weniger. Viel Zeit um die minimal gelockerte Spannung genießen zu können, hatte sie allerdings nicht, da forderte die Hasekura doch gleich mit ihrem Vornamen – noch verrückter, ihren Spitznamen! - angesprochen zu werden. Einfach so, als wäre diese Vorstellung die normalste Sache der Welt. Und das war noch nicht alles, nein, die Weißhaarige nannte Kana selbst beim Vornamen! Das eine machte man bei Freunden und das andere bei engen Freunden, Nachnamen waren für Bekannte und Fremde, in dieser Situation also nur ordnungsgemäß. Oder galten seit kurzem neue Gesetze in der Kommunikation? Die müsste sie nach der Prüfung unbedingt in Erfahrung bringen. In ihrem Kopf herrschte für einen Moment Leerlauf, so war sie doch auf solch eine extrem direkte Persönlichkeit nicht vorbereitet gewesen. Zum Glück konnte die Isayama ihre Gesichtsmuskeln zügeln, ansonsten würde sie vielleicht ziemlich beschränkt vor ihrem Gegenüber stehen. Sie blinzelte zwei, oder dreimal, wollte zum Sprechen ansetzen, stockte aber als sie merkte, dass ihre heutige Begleitung noch nicht fertig war und schloss sofort den Mund wieder ohne einen Ton hervorgebracht zu haben, nickte aber einfach mal um wenigstens eine Reaktion darauf zu geben. Als die Hase-... Als Chinatsu... Natsu... noch drei Fragezeichen hinterherschmiss, wartete Kana einen Augenblick, nicht dass sie ihr doch unabsichtlich ins Wort fiel. "Ja, heute ist meine Abschlussprüfung." bestätigte sie, sparte sich jedoch den Rest, da vermutlich niemand völlig entspannt Prüfungen anging. Das konnte nach ihrer Meinung niemand behaupten, egal, wie cool und gelassen man sich gab, verhauen wollte man so was einfach nicht. Da steckte viel zu viel Arbeit dahinter. Nachdem sie noch meinte, dass sich Kana keine Sorgen machen brauchte und mit ihr auf jeden Fall bestehen würde, lächelte sie verstohlen. "Danke, für deine Unterstützung, Hasekura-san.", sagte sie aufrichtig und eine Verbeugung folgte. Dass die Isayama den Nachnamen benutzte, merkte sie nicht, diese Art von Anrede war ihr einfach in Fleisch und Blut übergegangen.

Kana schloss sich dem Wink an, ging in einem gewissen Abstand neben der Genin her, die sogleich weiter redete. Die fragte Kana nämlich, ob sie selbst schon Ideen bezüglich der Kätzchen hätte. Um die Show würde sie sich sowieso nicht reißen, Hauptsache war doch ein gemütliches und sicheres zu Hause für die Kätzchen zu finden und die Prüfung zu bestehen. Die Kleinere sah der Größeren seitlich entgegen, so wie es sich gehörte, wenn man mit jemanden sprach: "Ich weiß nur, dass ein Haushalt möglichst zwei Katzen halten sollte, damit eine allein nicht vereinsamt und den Frust an Möbeln oder gar Menschen auslässt." Die Isayama verschränkte die Arme am Hinterkopf, sah vor sich auf den Boden und überlegte kurz, ehe sie wieder die Hasekura anblickte und weitersprach: "Allerdings wäre eine Katze vielleicht ausreichend, wenn sie außer Haus dürfte. Draußen hätte sie genug zu tun, glaube ich." meinte sie abschließend. Mehr hatte Kana vorerst nicht zu sagen, sie würde auf das Gespräch mit der Auftraggeberin warten, um mehr zu erfahren. Sie würde schon wissen, was genau die beiden Mädchen zu tun hatten und was mit den Kätzchen passieren sollte. Aber um das Gespräch aufrechtzuerhalten, sagte sie noch: "Was denkst du?" Als Natsu dann eine Dose mit Muffins hervorholte, schauderte Kana innerlich, das konnte doch wirklich nicht wahr sein. Ein extrovertiertes Mädchen mit einer Vorliebe für süße Backwaren, das waren doch zwei Prüfungen auf einmal, wie gemein! Ob die Verwaltung die Weißhaarige mit Absicht zu ihr schickte? Die Jüngere stöhnte innerlich… nahm ihre Arme vom Hinterkopf und griff irgendwie… schmunzelnd? In die Dose, um sich einen Zitronenmuffin zu nehmen, dankbar nickte sie dabei, hatte sie doch großen Hunger. Zwei großzügige Bisse, der Kopf schwenkte zur anderen Seite. "Sehr lecker.", bekundete Kana mit vollem Mund und schluckte angestrengt. Ugh, ganz ruhig bleiben! Nachdem der Rest mehr oder weniger verdeckt verspeist wurde, leckte das Mädchen demonstrativ über die Lippen, natürlich nur um die nette Geste nochmal richtig zu würdigen, immerhin war das Ding selbstgemacht. Kurz darauf blieb sie ein paar Meter vor einer großen, dunklen Holztür stehen, die von nackten Zweigen vom Vorgarten unterstrichen wurde. "Wir sind da.", gab sie knapp von sich und blickte Natsu wieder ausdruckslos entgegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
333
Alter
16 Jahre
Größe
163 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Kumo
Steckbrief
Link
Kana war jetzt schon überrumpelt? Oh. Na, dann konnte sich die Braunhaarige noch auf Einiges gefasst machen. Chinatsu musste erstmal warm werden, bevor sie so richtig loslegte. Die Akademieschülerin sprach ein bisschen mehr als Raku, was der Kunoichi sofort positiv auffiel. Auch ihre Gesichtsmuskeln bewegten sich mehr, auch wenn die Hasekura nicht bemerkte, dass das Lächeln, das ihr geschenkt wurde, teils nur aufgesetzt war. Trotzdem wirkte Kana deutlich verspannter als Rai oder Yuichiro und mit Izuya war das Mädchen wirklich gar nicht zu vergleichen. Chinatsu wollte unbedingt noch mehr Informationen über die Isayama sammeln, um einschätzen zu können, wie sie tatsächlich drauf war. Wie jeder wusste, erweiterte Chinatsu ihren Freundeskreis bei jeder Gelegenheit sehr gerne und Kana hatte jetzt die einmalige Chance, in den unheimlich erlesenen Kreis der Freunde aufgenommen zu werden. Na, das wollte doch jeder unbedingt! „Natsu, nicht Hasekura-san!“, korrigierte sie natürlich sofort, als die Akademieschülerin sie mit dem Familiennamen ansprach. Warum nur fiel es so vielen Leuten schwer, von diesen überflüssigen Förmlichkeiten loszukommen, obwohl man es sogar von ihnen verlangte? Vollkommen unverständlich. Chinatsu sah sich ein wenig in der Umgebung um, während sie mit einem Ohr den Antworten der Teamkollegin lauschte. „Zwei Katzen je Haushalt?“, fragte sie nochmal zum Verständnis nach, wandte den Blick einen Moment überlegend ab. Dann grinste die Kunoichi überzeugt. „Na, das würde es uns ja nur noch einfacher machen! Also, dann müssen wir nur halb so viele Haushalte finden!“ Geniale Schlussfolgerung, oder? Ja, doch, Chinatsu war ein bisschen Stolz auf ihre Genialität, was man ihrem Gesichtsausdruck auch nur allzu deutlich entnehmen konnte. Dann stellte Kana allerdings umgekehrt die Frage an sie, was die Hasekura aus dem Konzept brachte. Sie stockte, verzog einen Mundwinkel nach unten und zuckte dann fast hilflos mit den Schultern. „Keine Ahnung, worauf man so achten muss. Ich denke, wenn die Leute nett wirken, wird das schon passen.“ Ein erheitertes Lachen folgte, vielleicht um die Situation aufzulockern. „Ich meine, ich bin keine Katzenexpertin. Aber ich hatte mal eine Nekoyami zur Freundin, also ich glaube, ich weiß, wie ein Katzenfreund so wirken muss. Das krieg ich hin.“ Wieder so eine tolle Schlussfolgerung! Kannte Kana überhaupt den Nekoyami-Clan? Hm. Naja, der Name ließ zumindest herleiten, dass es was mit Katzen zu tun haben musste. Als die Jüngere den Zitronenmuffin an sich nahm und hineinbiss, konzentrierte sich Chinatsu vollkommen auf die Reaktion der Akademieschülerin. Sie musste begeistert sein. Es konnte einfach nicht anders sein! Und ja, tatsächlich lächelte das Mädchen und lobte das Gebäck – das angestrengte Schlucken bekam die Hasekura gar nicht mit. Ein breites Grinsen schlich sich in das Gesicht der 16-Jährigen, als sie selbst einen Muffin aus der Dose nahm und hineinbiss. „Ja, die sind mir wirklich gut gelungen. Sag Bescheid, wenn du noch einen willst. Hab noch ein paar dabei!“, erklärte sie zwischen den Bissen und hatte den Muffin innerhalb kürzester Zeit vertilgt.

Das ungleiche Zweier-Grüppchen kam schließlich vor einer großen, etwas verwitterten Holztür zum Stehen – die Hausnummer passte, die Straße auch. Hier wohnte also Onishi Tomoko? Ein bisschen mehr Farbe hätte Chinatsu schon erwartet, irgendwie. Das Häuschen, vor dem sie standen, schien verhältnismäßig wenig gepflegt und die braune Fassade wirkte nicht gerade einladend. Wenn man sich die anderen Häuser in der Straße ansah, verlor dieses Gebäude hinsichtlich seiner Ausstrahlung haushoch. Aber hey! Vielleicht war es drinnen ja ganz anders? „Na dann! Los geht’s!“ Die Hasekura trat einen beherzten Schritt nach vorne und begutachtete den rustikalen Türklopfer in Form eines Löwenkopfes, der auf mittlerer Höhe der Tür hing. „Wozu eine Klingel, wenn’s auch so geht“, bekundete die 16-Jährige skeptisch, bevor sie die Hand hob, um laut gegen das alte Holz zu klopfen. Danach trat sie einen Schritt zurück, direkt neben Kana. „Sowas kenn ich echt nur aus Filmen…“, ergänzte sie ihre vorherige Aussage mit leiser Stimme, denn man konnte sehr bald Schritte hören, die sich der Tür näherten. Danach klackte es ein paar Mal, fast so, als würden Schlösser geöffnet werden – bevor der Eingang zum Haus sich einen Spalt breit öffnete. Chinatsu erkannte auf die Schnelle nur ein paar blonde Strähnen und eine Brille, als ein braunes Augenpaar aus dem Türspalt linste. „Oh, ihr seid die Ninja“, erklang eine helle Stimme, bevor die Tür weiter geöffnet wurde. Dort stand eine sehr junge Frau, Chinatsu hätte sie auf vielleicht zwanzig Jahre geschätzt in Bluse und Rock. Insgesamt wenig auffällig. „Tomoko?“, fragte die Hasekura nach, auch bei der Auftraggeberin wenig auf Höflichkeit achtend. Die junge Frau störte sich daran nicht, sondern nickte nur kurz, bevor sie Kana am Handgelenk packte und ins Innere des Hauses zog. „Schnell, kommt lieber rein. Bevor die Katzen noch rauslaufen.“
 

Isayama Kana

Akademieschüler
Beiträge
16
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Während die Mädchen das verwahrloste Haus mit den Nachbarhäusern verglichen, schenkte Kana zwei anderen Gedanken mehr Aufmerksamkeit, die ihr im Nachhinein wichtiger erschienen. Durch die Überlegung wirkte ihr Ausdruck vielleicht ernster als er sollte, als sie die Umgebung begutachtete. Erster Gedanke: Wie zum Henker sollte sie noch mehr Muffins essen können, oder dürfte sie einfach ablehnen? Bestenfalls kamen die Dinger nicht mehr zur Sprache und sie müsste sich keine Sorgen machen. Allerdings könnte es Pluspunkte geben, wenn sie mehr aß. Vermutlich sollte sie im Laufe des Tages danach fragen… Auch, wenn das Zwischenmenschliche in der eigentlichen Prüfung nicht so viel Gewicht hatte, zumindest glaubte die Introvertierte das, wollte sie in der Kommunikation nicht all zu sehr versagen und am Ende als schräg abgestempelt werden. Der Blick blieb schließlich an der Begleiterin hängen, in diesem Moment nahm sie das Mädchen wirklich wahr, zweiter Gedanke: Dafür, dass die Hasekura angeblich so viele Ideen hatte, fiel ihre Antwort auf die Nachfrage echt spärlich aus. Mit Absicht? Ohne Absicht? Vielleicht hätte Kana die Frage ausführlicher formulieren und stellen sollen, wo wir damit wieder bei der Kommunikation landeten. Ein leises Seufzen folgte. Wenigstens waren ihre eigenen Antworten wohl ausreichend, und wenn sie noch weiter überlegte, war Chinatsu ihrer Schwester Kagami charakterlich betreffend sogar irgendwie ähnlich. Das bedeutete, Kana konnte sich lockerer machen.

Als sich die Weißhaarige in Bewegung setzte, unterbrach Kana ihre zweitrangigen Gedanken und konzentrierte sich auf das Hier und Jetzt, denn das war im Augenblick viel wichtiger. Die angehende Genin warf ihr einen schnellen Seitenblick zu, als sie die typischen Filme erwähnte und meinte flüsternd: "Ein Horrorhaus mit Monsterkatzen, die wir-" unterbrach sie sich, sobald der Türschutz in Gang gesetzt wurde. Als die Tür einen Spalt offen stand, schlug Kana sofort eine leicht muffige Luft entgegen und sie musste sich beherrschen die Nase nicht zu rümpfen. Jap, hier lebten Tiere. Der Geruch wurde stärker, als Tomoko, die Auftraggeberin, sie einfach am Handgelenk fasste und sie sogleich ohne Weiteres mit sich zog, aus Reflex packte die Überraschte auch Chinatsu an der Hand, ehe sie vom Haus verschluckt wurden. Wie ein unerwünschter Fleck Dreck kam sich Kana in ihrer dunklen Hülle vor, im elfenbeinweißen Luxus-Flur mit zwei geschwungenen Treppengeländern jeweils rechts und links sowie einen kleinen sprudelnden Brunnen in der Mitte. Heftig blinzelnd musste sie die Orientierung wiederfinden, so kam die strahlende Helligkeit doch sehr unerwartet. Sie inspizierte die Halle genauer, sobald sie sich genügend zurechtfand, es hingen einige Familien- und vor allem Katzenbilder in goldenen Rahmen an den Wänden aus… Marmor? Kana näherte sich irgendeinem Bild damit sich den Mittelpunkt jemand anderes schnappte und spürte einen Widerstand, hatte sie noch Chinatsu umklammert oder die Auftraggeberin? Um der peinlichen Situation zu entkommen, tat sie besonders interessiert an der auserwählten Einrahmung und ließ ihre Finger deutlich lockern. "Ist doch kein Horrorhaus…" kam es wie beiläufig von ihr, während sie die Hand nun überlegend an das Kinn legte und auch die anderen Bilder mit ihren Augen streifte. Stille. Kana versteinerte in ihrer Haltung und verfluchte sich innerlich, aber ein freundliches Lachen ertönte. "Ah, diesen Eindruck haben viele Leute, aber der ist tatsächlich so gewollt! Hilft ungemein gegen Einbrecher!", meinte Tomoko vergnügt und winkte die beiden Ninja zu sich. "Bitte hier entlang." Die Braunhaarige warf der Weißhaarigen einen nichtssagenden Blick zu, ehe sie der Frau durch den langen Flur in den nächsten Raum folgte, anscheinend steuerten sie direkt auf die Kätzchen zu, denn der muffige Geruch wurde penetranter. Als sich die Tür schwungvoll nach Innen öffnete und Tomoko den Raum tänzelnd betrat, wurde sie sogleich von einer Welle Fellnasen begrüßt, die sie wie ein Baum nutzten und an ihr hochkletterten. Sie pflückte sie leise lachend wieder von sich, ließ sie aber weiter wuseln, denn zu bändigen waren die Süßen sowieso nicht. Nacheinander zeigte die Katzenhalterin einmal kurz auf jedes Kätzchen. "Das sind Ichi, Ni, San, Yon, Go, und Roku.", flötete sie ohne Vorbehalt, während sich die Vierbeiner sehr neugierig um die Zweibeiner schlichen. Kana hob ungläubig eine Braue, aber Tomoko lächelte unbeirrt weiter. "Das mag wohl kalt wirken, aber auch diese Wahl hatte einen Grund. Mir wurde schnell klar, dass ich mich nicht um sechs weitere Katzen kümmern könnte, also wählte ich neutrale Namen, damit sie mir nicht zu sehr an's Herz wachsen." Für einen kleinen Moment huschte ein Schatten über das liebliche Gesicht der jungen Frau, der sich aber gleich wieder verflüchtigte als sie die Mädchen ansah. Die Isayama nickte verstehend. "Und das Personal kommt als Tierpfleger auch nicht infrage?" Wahrscheinlich stand diese Idee bereits im Raum und wurde verworfen, aber einfache Fragen waren auch wichtig, nicht immer kommen Menschen auf die einfachsten Lösungen, wenn sie verzweifelt waren. "Nein, nein, nein, ich kümmere mich alleine um meine Lieblinge. Sie haben aufrichtige Liebe verdient, und keine aufgezwungene Verpflichtung. Und deshalb müsst ihr unbedingt ein liebevolles zu Hause für sie finden." Wieder nickte Kana verstehend und diesmal lag ein zaghaftes Lächeln auf ihren Lippen, das man vielleicht wahrnehmen konnte, als sie sich den Kätzchen zuwandte. Sie ging in die Hocke und streichelte den Kleinen über den Rücken bis zur Schwanzspitze, die Fellfarben gingen von weiß bis schwarz. "Wir werden dich nicht enttäuschen, Onishi-san, und das Beste zu Hause für jede einzelne Katze finden.", meinte die angehende Genin sehr überzeugend, als sie der Frau fest entgegenblickte.
 
Beiträge
333
Alter
16 Jahre
Größe
163 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Kumo
Steckbrief
Link
Ehhhh, Moment! Chinatsu wusste gar nicht, wie ihr geschah, als Kana ihr Handgelenk packte und sie prompt ebenso in das gruselige Horrorhaus mit veraltetem Löwenkopftürklopfer gezogen wurde. Die Weißhaarige hatte viel erwartet, aber nicht das, was sich im nächsten Moment als das Innere des Gebäudes darstellte. Ein elfenbeinweißer Luxusflur, Marmorwände und… Brunnen. BRUNNEN! Mitten im Eingangsbereich! Das Kinn der Hasekura klappte tatsächlich nach unten und sogar der sonst äußert redseligen Kunoichi verschlug es für einen Augenblick vollkommen die Sprache. Das war ja noch viel krasser als damals beim Auftraggeber in Sunagakure. Wie konnte ein Haus von außen so hässlich aussehen und im Inneren eine vollkommen andere Welt darstellen? Als Chinatsu einen Ruck am Handgelenk spürte, klappte ihr Kinn wieder nach oben und sie sah, dass die Isayama wohl ebenso aus ihrem Erstaunen nicht herausgekommen war und glatt vergessen hatte, sie loszulassen. Na, die Genin konnte es ihrer Teamkollegin kaum verdenken, ihr ging es kaum besser. Die Jüngere war die Erste, die ihre Worte wiederfand und mit Onishi Tomoko sprach. Das half gegen Einbrecher? Oh, sicherlich. Wäre Chinatsu eine Einbrecherin (tatsächlich ein Berufszweig, den das Mädchen früher immer sehr faszinierend gefunden hatte, weil Aufregung und so… leider war ihr Bruder damals gar nicht angetan von der Idee gewesen…) hätte sie wohl nicht dieses Haus für den nächsten Raubzug ausgesucht. Zumindest nicht im Vergleich zu den Nachbargrundstücken. Gut, egal. Weiter! Tomoko führte die Mädchen in einen angrenzenden Raum und die Augen der Hasekura wurden groß, als sie die kleinen Fellknäuele erblickte, die sofort an der Auftraggeberin emporkletterten.

„Oh, sind die süß!“, kommentierte die 16-Jährige begeistert und sprang sofort auf eines der kleinen Kätzchen zu, das natürlich gleichzeitig erschrocken einen guten Satz nach hinten wich, um der plötzlichen Attacke zu entkommen. Chinatsu hüpfte noch ein Stück nach vorne und das Kätzchen, das mit den ruckartigen Bewegungen nicht viel anfangen konnte, sprang wieder nach hinten – spürte dann allerdings die Wand hinter sich. „Komm her, ich will dich knuddeln!“, kicherte Chinatsu, die gar nicht merkte, dass sie sich vorsichtiger nähern musste, um das Kätzchen streicheln zu können. So viel zum Katzenwissen…. Als die Hasekura wieder nach vorne sprang, hüpfte das Kätzchen panisch nach links… und es begann eine Art Verfolgungsjagd quer durch das Zimmer. Kätzchen vorne, die Genin hinterher. Und das Gespräch mit der Auftraggeberin? Ach, das machte Kana schon ganz gut! Den genauen Inhalt konnte die Akademieschülerin ihrer Kollegin auch im Anschluss noch mitteilen. Was die Isayama von diesem Schauspiel wohl hielt? Immerhin war Chinatsu doch die mit der größeren Diensterfahrung… sozusagen. Naja, Natsu war eben Natsu. Da konnte man nichts machen. Vielleicht war der reine Umgang mit der Weißhaarigen ja auch schon ein Teil der Geninprüfung? Ja, so konnte man das sehen. Nach einem abschließenden Hechtsprung packte die Hasekura das fliehende Kätzchen, rollte sich allerdings tatsächlich sehr gekonnt und in gewisser Weise auch erfahren auf dem Boden ab und kam in einer fließenden Bewegung triumphierend zum Stehen – das Kätzchen wie einen Pokal in die Luft hebend. „Hab ich dich!“ Chinatsu strahlte von einem Ohr zum Anderen und schaffte es erst jetzt, wieder ein produktives Teammitglied zu sein. „Oh, ja. Diese Kätzchen bekommen alle ein tolles Zuhause!“ Die Hasekura tätschelte den Kopf des Kätzchens, das sich jetzt ganz ruhig verhielt. Stellte es sich etwa tot? Hm. Nein, sicher nicht. Es genoss einfach nur die Nähe zur Hasekura! „Heute im Stadtpark findet das Frühjahrsfest statt, da sind viele Leute unterwegs. Wenn wir ein bisschen auf uns aufmerksam machen, finden wir da bestimmt ein paar nette Menschen, die es kaum erwarten können, eine kleine Fellnase bei sich aufzunehmen.“ Die Genin nickte überzeugt und lockerte unbewusst für einen Moment ihren Griff – den Moment nutzte das Kätzchen geschickt, um sich aus der Umklammerung zu winden, auf den Boden zu springen und unter das nächste Sofa zu flüchten. Um den Moment zu überspielen, trat Chinatsu stattdessen zu Kana und klopfte ihr grinsend auf den Rücken, während sie der Auftraggeberin fest entgegenblickte. „Kana und ich machen das schon.“ Dann wurde der Gesichtsausdruckl kurz ernster. „Hast du etwas, damit wir die Kätzchen mitnehmen können?“, fragte sie an Tomoko gerichtet, die sofort nickte. „Das mit dem Stadtpark ist eine tolle Idee! Und ja, natürlich. Wartet einen Moment.“ Sie schritt zur Tür, streckte den Kopf hinaus in den Flur und winkte jemanden herbei. Ein Mitglied des Personals? Die Onishi flüsterte ein paar Worte, dann schloss sie die Tür wieder und drehte sich zu den Ninja und lächelte sanft. „Ich habe eben mein Personal beauftragt, direkt im Stadtpark ein kleines Freilaufgehege aufzubauen, damit ihr die Kätzchen dort zeigen könnt. Oh und die Kätzchen werden wir euch gleich bringen, geht ruhig schon einmal vor.“ Ah, okay. Chinatsu vermutete, dass auch für diese Aufgabe irgendein Mitglied des Personals auserkoren wurde, um die Kätzchen in einer Transportbox einzufangen und nachzuliefern. Naja, das machte ihnen die Aufgabe nur leichter. Die gelben Äuglein der Genin sahen zu Kana. „Okay, dann gehen wir doch direkt zurück. Das Fest beginnt in einer Stunde, dann kommen bestimmt viele Leute. Wir müssen uns ja noch überlegen, wie wir auf uns aufmerksam machen wollen.“
 
Zuletzt bearbeitet:

Isayama Kana

Akademieschüler
Beiträge
16
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Es fiel Kana zunehmend schwerer professionell zu bleiben, während Chinatsu wie ein Wirbelwind durch den Raum fegte und dem armen Kätzchen hinterherstürmte. Am liebsten hätte sie ihr eine Kopfnuss verpasst, oder sie geschüttelt, oder ihr ein Bein gestellt, oder, oder, oder argh! Stattdessen stellte sie sich wieder aufrecht hin und atmete einmal tief ein und aus und massierte die Nasenwurzel als die Genin doch noch ein paar Worte mit Tomoko wechselte. Beim Rückenklopfer zuckte Kana zusammen und sie funkelte die Hasekura beinahe verärgert an, ehe sie der Auftraggeberin eine entschuldigende Geste entgegenbrachte und abschließend auf dem Absatz kehrt machte. Nein, sie war nicht sauer, nur genervt. Auf dem Weg zur Haustür fragte sich Kana, ob selbst Kagami ein solches Verhalten bei Jobs und Missionen an den Tag legte, oder, sie vielleicht doch ein bisschen ernster bei der Sache war. Kagami und ernst, pfff, das war wirklich kaum vorstellbar, die Isayama prustete leise. Himmel, sollten die beiden jemals aufeinander treffen, dann wäre alles vorbei, oder der Anfang einer neuen Ära. Ach, natürlich war das übertrieben, aber dass man ihr quasi die Schwester an die Seite stellte war schon sehr komisch. Huch, die Verärgerung war wie weggeblasen.

Inzwischen strahlte die Sonne und die Temperatur war etwas wärmer, warm genug um die Jacke zu öffnen und das tat Kana auch, sobald sie nach draußen trat. Das weiße Hemd, sowie den schwarzen Kragen und das gelbe Halstuch zurechtmachend, sog sie die frische Luft mit einem langen Zug durch die Nase ein, das war echt nötig! Ihr ebenso langes Haar befreite sie nun auch mal und ließ es offen über Kapuze und Rücken fallen, noch ein schneller Zopf-Check, ein Schritt nach vorn und ein Blick über die Schulter. "Das Frühjahrsfest, also…" Stellte Kana unnötigerweise fest, nur um mal wieder mit ihrer Begleiterin ein Gespräch anzufangen. Das hieß sie mussten einen sehr belebten Ort aufsuchen und dort auch noch für eine gewisse Zeit verweilen, je nachdem wie schnell sie die Kätzchen an den Mann oder die Frau bringen konnten. Uff, mehr Hürden für die Prüfung konnte es doch echt nicht mehr geben, oder? Aber das bedeutete auch erhöhten Stress für die süßen Fellnasen, Kana musste also stark bleiben, komme was wolle. Die Hände in die Taschen steckend, machte sie sich auf dem Weg zum Park, den Blick nach vorn gerichtet, Chinatsu würde schon folgen. "In Aufmerksamkeit erregen bist du Weltmeisterin, nein, den Titel teilst du dir mit jemanden, egal, das weißt du wahrscheinlich. Wie wäre es, wenn du die Leute aktiv zu uns holst, während ich sie mir dann genauer vornehme?" Das ungleiche Paar wäre für diese Situation wohl perfekt, problematisch könnte es werden, wenn die Hasekura die Rollenverteilung aber anders wollte. Kana drückte für ihre Idee die Daumen. Die Straßen waren nun deutlich voller und am liebsten hätte sie sich an Chinatsu geheftet, nur um sich ein bisschen wohler zu fühlen, immerhin war sie jetzt eine Bekannte. Die Braunhaarige ließ sich ein Stück zurückfallen, damit sie die Weißhaarige wenigstens im Blick hatte und sich nicht so verloren fühlte. Als sie das Tor passierten, duftete es schon nach Essen in verschiedenen Variationen, mal süß, mal würzig und auch mal geräuchert. Kleine Imbissbuden, sowie Händlertische mit allerlei Dingen kamen bald in Sicht, außerdem gab es natürlich auch vielfältige Spielbuden. Kana wettete, dass so was Chinatsus Paradies darstellte, warum? Weil Kagami auch total auf solche Veranstaltungen abging, ist doch klar! Das Magenknurren meldete sich zurück, kein Wunder bei diesen vielen Gerüchen. Ob es erlaubt war, sich gaaaanz schnell ein, zwei, drei dieser wunderbar scharf aussehenden Reisbällchen, die gerade in Zubereitung waren, zu gönnen? Länger als erforderlich blieb der alles sagende Blick auf dieser Köstlichkeit hängen, aber sagen würde Kana selbstverständlich nichts. Vielleicht wäre das der Zeitpunkt um einen Muffin zu bitten… aber dann konnte sie auch gleich Reisbällchen essen. Wobei eine Stunde noch gar nicht um war, vielleicht hatten sie doch Zeit dafür und ein Verkäufer würde Erbarmen zeigen? Die Hungrige riss sich mental von dem Wunsch los. "Hasekura-san. Was ist, wenn die Kätzchen bei diesem Getümmel Angst kriegen und sie sich dementsprechend verhalten? Also, entweder völlig in eine Ecke drückend, oder doch aggressiv? So könnten die Leute gar nicht sehen, was für Persönlichkeiten sie sind." Äußerte Kana dann doch ein Bedenken, allerdings war sie nicht sicher, ob die Genin sie bei der Lautstärke verstehen konnte. Und sie hatte genauso, wenn nicht sogar weniger Ahnung über Katzen wie Kana. Eventuell war das doch keine gute Idee die Tiere gerade hier zu vermitteln, aber der Gedanke kam zu spät. Hoffentlich hatte Onishi-san an alles gedacht, immerhin war sie die Katzenexpertin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
333
Alter
16 Jahre
Größe
163 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Kumo
Steckbrief
Link
Diese kleinen Kätzchen an den Mann und die Frau zu bringen, würde ein totaler Klacks werden! Wer konnte schon widerstehen, wenn ihn zwei süße, kleine Kulleräugchen aus einem flauschig, weichen Gesichtchen ansahen? Okay, genug -chens, aber die Message blieb die gleiche. Die Genin machte sich keine Sorgen, dass es Probleme mit dem Auftrag geben könnte. Vermutlich würde die Nachfrage sogar größer als das Angebot sein, sodass Kana und sie genau hinsehen mussten, wer nun eine Katze bekommen sollte und wer nicht! Chinatsu folgte ihrer Teamkollegin auf die Straße und den Weg zurück zum Stadtpark und richtete nur kurz den Blick gen Himmel – die Sonne schien. Und tatsächlich war es wärmer geworden, was hinsichtlich der schlechten Witterung der letzten Woche eine erfreuliche Nachricht war. Kündigte sich heute etwas endlich der Frühling nach einem nass-kalten Winter in Shirogakure an? Der Blick der Weißhaarigen senkte sich wieder und sie hüpfte neben die Isayama, die zwischenzeitlich ihre Jacke geöffnet und den strengen Zopf gelockert hatte. Ein weißes Hemd, gelbes Halstuch und die offenen Haare – Mensch, das wirkte ja fast wie eine andere Person! „Die hellen Farben und das offene Haar stehen dir total gut! Besser als das eintönige Schwarz!“, kommentierte Chinatsu offen, natürlich mal wieder nicht fixiert auf den eigentlichen Auftrag, den sie zu erledigen hatten. Der Zeigefinger der 16-Jährigen hob sich belehrend, während sie Kana ein Grinsen zuwarf. „So wirkst du nicht so streng und deine Augen kommen gerade in Kombination mit dem gelben Accessoire viel besser zur Geltung!“, führte die Kleine ihre Modeberatung ungefragt weiter aus. Gerade was die Besonderheit der Augen anging, sprach die Hasekura aus Erfahrung – so unterschiedlich waren die Augenfarben von Kana und ihr immerhin nicht. Als sie zusammen das Tor zum Stadtpark hinter sich ließen, merkten die Kunoichi nicht, dass ihre Begleiterin wenig angetan von den vielen Menschen war, die umherliefen. Während Chinatsu erst so richtig aktiv wurde, je mehr Zuschauer es gab, desto schlimmer musste die Situation für einen eher introvertierten Menschen wie Kana sein. Aber hey, je schwieriger die Aufgabe, desto gestärkter konnte man aus dieser hervorgehen! Ja, ja. Toller Spruch. „Ja, doch. Aufmerksamkeit erregen kann ich ganz gut“, stimmte die Hasekura der Braunhaarigen zufrieden zu. Für sie war das ein Kompliment. „Die Idee gefällt mir. Weißt du, ich hab mir schon ein paar Dinge überlegt, wie ich die Leute zu uns locken kann. Warte nur ab, du wirst begeistert sein!“ Ein leises Kichern, denn allein der Gedanke an die Umsetzung ihrer glorreichen Idee ließ Chinatsu freudig nervös werden. Ihre Augen glitzerten.

Erst das Magenknurren, das von Kana ausging, ließ die Genin blinzeln. Oh? Hatte da etwa jemand Hunger? Die vielen Gerüche, die sich bereits jetzt in der Luft vermischten, ließen einem aber auch das Wasser im Munde zusammenlaufen. Klar, nichts würde hier an ihre selbstgebackenen Muffins herankommen – aber das war auch eine verdammt hohe Messlatte, das war Chinatsu bewusst. Um eine gewisse Sättigung zu erreichen, würde das Essen bei diesen Imbissbuden hier schon ausreichen. Sie hätte gedacht, dass Kana ihren Hunger ansprechen würde, stattdessen lenkte die Isayama mit einer weiteren Frage zur Mission ab. Mensch, die erinnerte echt immer mehr an Raku. Raku hätte jetzt bestimmt auch von seinem Hunger versucht abzulenken, weil es ihm unangenehm war. Die beiden würden sich echt blendend verstehen. „Hunger?“, fragte die Kunoichi ungeniert nach, während ihre Mundwinkel sich deutlich anhoben. „Na, worauf hast du Lust?“, fragte sie einfach weiter und folgte dem Blick der Isayama, der zuvor an einem Stand hängengeblieben war, der Reisbällchen anbot. Zumindest war der Inhaber in Vorbereitung für den großen Ansturm, der vermutlich in einer Stunde anfangen würde. „Reisbällchen… naja, ist schon in Ordnung.“ Hier gab es bestimmt viel aufregendere Sachen als das, aber wenn Kana darauf Lust hatte, wollte die Hasekura sich ausnahmsweise mal anpassen. Sie winkte die Akademieschülerin hinter sich her, während sie direkt zum Imbissstand hopste. „Hallo!“, grüßte sie den glatzköpfigen Mann, dem der Stand scheinbar gehörte. „Meine Freundin hat ziemlichen Hunger.“ Sie zeigte offensichtlich auf die Isayama und einen Moment musterte der Mann die Braunhaarige. „Wir sind Ninja mit einem verdammt wichtigen Auftrag und hungrig werden wir den bestimmt vermasseln. Und die Reisbällchen haben es uns echt angetan. Könnten wir vielleicht jetzt schon welche haben? Es wäre ein großer Beitrag für den Erfolg unserer Aufgabe und damit für ganz Shirogakure!“ Chinatsu zwinkerte dem Mann zu, der zuerst verwundert dreinblickte, dann aber in herzliches Lachen verfiel. „Was eine Ansprache für ein paar Reisbällchen!“ Er zwinkerte zurück und verbeugte sich dann übertrieben. „Na schön, da kann ich als stolzer Bürger Shirogakures ja gar nicht ablehnen. Gebt mir einen Moment, dann bekommt ihr sie ganz frisch serviert.“ Super! Chinatsu nickte eifrig, drehte sich dann zu Kana um und hob den Daumen an – als Zeichen des Erfolgs. Während sie warteten, kam sie dann doch wieder auf den Job zu sprechen. „Stimmt schon, wir sollten darauf achten, dass die Kätzchen sich nicht bedrängt fühlen.“ Die Weißhaarige legte eine Hand an ihr Kinn, grübelte etwas nach. Dann sah sie mit einem Seitenblick zur Isayama. „Aber dafür bist du ja da! Du kannst ja dafür sorgen, dass die Leute genug Abstand zum Gehege halten. Gerade bei den ganzen Kindern, die hier rumlaufen werden, wird das bestimmt gar nicht so leicht. Und nur die Leute, von denen du denkst, dass sie in die engere Auswahl kommen, lässt du ins Gehege rein. Nur einzeln, natürlich. Stell dir das Gehege als Areal vor, dass du vor Eindringlingen schützen musst – nur ohne Kunai und Ninjutsu. Das würde nachher nur Ärger geben.“
 

Isayama Kana

Akademieschüler
Beiträge
16
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Hm? Kana blinzelte einige Momente leicht verdutzt, als die Genin ihr weder Chance auf Antwort, noch auf die klitzekleine Reaktion ließ, als sie auch schon auf die ausgewählte Leckerei zusteuerte. Konnte die Hasekura etwa Gedankenlesen? Wohl kaum. Anscheinend hatte sie selbst einfach Appetit auf Reisbällchen, endlich schien diese Prüfung ein bisschen Gnade zu zeigen. Und das Ganze wurde auch noch garniert mit der Bestätigung ihrer Idee, was für ein Glück! Verstohlen grinste Kana der Weißhaarigen hinterher, die Anspannung war noch ein bisschen weiter von ihr gewichen. Gerade trat sie an den Stand und konnte scharfe Gewürze wahrnehmen, da rollten die bernsteinfarbenen Augen zur Genin, als das Wort 'Freundin' fiel. Das war doch Unsinn, das sagte sie bloß so, das klang eben netter als 'Bekannte' oder ähnliches. Freundschaften konnten nicht innerhalb von ein paar Stunden entstehen, oder? Da gehörte eigentlich mehr dazu. Ach, was sagte sie noch über ihre Klamotten? Irgendwas Offensichtliches, na ja. Doch Kana war erleichtert, als die Hasekura den Daumen hob, und inzwischen auch froh darüber diesen besonderen Tag mit jemanden wie ihr zu verbringen, schließlich ergänzten sich die offensichtlichen Wesenszüge beider Mädchen. Die Hungrige beugte sich leicht vor und schnupperte diskret, ehe sie auf bestimmte Zutaten deutete, wenn sie schon die Möglichkeit hatte, wollte sie auch selbst wählen. Am liebsten würde sie den Reis einfach nur gewürzt essen, aber das wäre im Augenblick keine ausreichende Füllung ihres Magens. "Ein Reisball mit Avocado und Wasabi, den Zweiten mit Frischkäse und Shichimi und den Dritten mit Ei und rotem Chiliöl, bitte. Oh, und mit den Gewürzen muss nicht gespart werden." Und damit der Herr das auch alles besser beim ersten Mal verstand, scheute sich Kana nicht nachdrücklich zu sprechen. Der Mann nickte während dem Zuhören ein paar Mal und zeigte schließlich grinsend ein 'OKAY!' mit seinen Fingern, ehe er alle Zutaten zusammensammelte und sich an die Bestellung machte. Als die Begleiterin dann plötzlich ihr Bedenken zuvor aufgriff, fühlte sich die Jüngere ein wenig ertappt, hatte sie sich doch gerade etwas gehen lassen. Sie waren immerhin nicht zum Entspannen hier. In Zukunft durfte die angehende Genin das Frühstück nicht vergessen oder bewusst ausfallen lassen, das könnte wirklich zu Schwierigkeiten führen. Proviant für Unterwegs war natürlich auch nicht verkehrt, nicht immer konnte man irgendwo Essen besorgen, aber daran würde sie sich mit der Zeit noch gewöhnen. "Stimmt, ich bin die Türsteherin und werde einfach alle abweisen, die mir selbst nicht passen." Schmunzelnd nickte Kana der schlauen Hasekura zu, irgendwie hatte sie an so was Einfaches nicht gedacht. "Der Tag könnte noch länger werden, ich hoffe, das ist in Ordnung für dich." Komischerweise hatte die Isayama jetzt schon Spaß an dem Gedanken, gewisse Menschen auszusortieren, nur, weil sie nach ihrem Gefühl gehen durfte. Natürlich für das Wohl der Kätzchen!

"Drei superscharfe Reisbällchen für die hungrige Freundin!" Trällerte der Mann hinter der Theke endlich, und stellte sie geschwind vor die dazugehörige Ablage. Kana schnappte sich sofort ein Schälchen Sojasauce und tröpfelte davon etwa auf den Reis. Ohne weitere Verzögerung nahm sie einen großen Bissen von der Avocado Füllung und konnte kaum an sich halten, so lecker und vor allem guttat das essen! Rasch kam die Isayama bei dem zweiten Reisball an, stockte jedoch nach zwei Schlucken. Ah. Ein Seitenblick zur Weißhaarigen, hätte sie mit dem Essen warten sollen? Ach, den Rest in der Hand konnte sie nun auch vertilgen, wie sähe das denn aus, wenn sie das angeknabberte Stück ohne Grund hinlegte. Außerdem hielt sich Chinatsu mit ihrem Tun ebenfalls nicht zurück, im Gegenteil. Die Glatze fragte zwischendurch, ob alles nach ihrem Geschmack war, Kana erwiderte kauend mit den Fingern ein 'SUPER!'- Zeichen. Warte, hatte sie überhaupt Geld dabei? Nachdem auch das dritte Reisbällchen den Weg in ihren Magen fand und die Finger sauber geputzt waren, fuhr sie wie zufällig über ihre Jackentaschen - nichts. Ein Räuspern. Die Hände wanderten weiter zum Rock herunter, das dachte man zwar nicht unbedingt, aber auch der hatte Taschen - zum Glück, denn da wurde die Isayama erfreulicherweise fündig. Sie entknüllte die Scheine vor sich auf der Ablage und steckte sie wieder in die Tasche, ja, die Summe würde ausreichen, puh. Unterdessen kam das Fest in Bewegung, die Händler und Angestellten eröffneten all ihre bunten Stände und Buden, auch typische Kirmes Melodien und Töne wurden abgespielt, das Frühjahrsfest war offiziell im Gange. Mehr Menschen strömten lautstark in alle Richtungen, bereit, Spaß zu haben und ebenso Geld auszugeben. Kana strich sich über den satten Bauch, jap, ihr ging es nun deutlich besser, so machte sie der Ort auch nicht mehr ganz so nervös. Den Blick analysierend über die Menge streifend, machte sie sich schon mal einen groben Überblick, welche Altersklasse vielleicht stärker vertreten war. "Ziemlich buntgemischt. Es sollte tatsächlich nicht allzu schwierig werden, die Kleinen zu vermitteln." Meinte sie zur Genin gewandt. "Bist du so weit? Ich denke, wir müssen los." Ergänzte sie noch, als sie auch schon die Scheine in der Hand hatte und der Glatze entgegenhielt. "Und danke für deinen Einsatz hier, Hasekura-san." Kana zeigte zum Verständnis auf ihren gefüllten Bauch, als sie auch schon einen Schritt vom Imbissstand machte und beinahe von der Menge verschluckt wurde, aber doch lieber wieder einen Schritt zurücksetzte. "Ah. Wir sollten möglichst zusammenbleiben." Nebenbei heftete sich die Braunhaarige mit lockerem Griff an den Ärmel ihrer Begleiterin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben