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Trainingsplatz C-II - freies Gelände

Tatsumaki Hei

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» Tatsumaki-Familie: Wohnung

Tja, sie lebten momentan wirklich ein entspanntes Leben, oder? Und dann wollten sie es sich auch noch willentlich durch einen Kampf kaputt machen... naja, Shinobi hatten halt einen etwas anderen Lebensinhalt als normale Menschen. Die Hyuuga und der Tatsumaki hatten sich darauf geeinigt, dass sie sich direkt zu einem Trainingskampf aufmachen würden - nach einem kleinen Frühstück, welches die entsprechende Stärkung darstellte. Allerdings durfte Mari sich nicht zu sicher sein... die Trainingsgelände von Suna waren nicht klein, vor allen Dingen die größeren Ausführungen, die für den freien Kampf gedacht waren. Diese konnten ruhig ein wenig verwüstet werden, das wurde ja dann später alles wieder in Ordnung gebracht... na, Hei hatte sowieso nicht vor, wirklich komplett aufs Ganze zu gehen. Es war ja eher ein kleiner Test, mehr nicht - und wenn er angefangen hätte, ganze Sandwellen durchs Dorf zu schicken, hätte man ihm vielleicht seine Erlaubnis, in die Archive zu sehen, wieder entzogen. Das war ein Szenario, welches er nicht unbedingt wahr gemacht hätte... nun ja! Als Hei in die Küche gekommen war, hatte da schon eine junge Frau mit dem Frühstück auf ihn gewartet... lieb, oder? Der Suna-nin schmunzelte leicht, verdrückte fix sein Essen und dann ging es - wie bereits gesagt - direkt zum Trainingskampf. Die Hitze hielt sich noch in Grenzen, auch wenn es natürlich heiß war - die Mittagshitze würde allerdings erst in wenigen Stunden eintreten. Hei bemerkte bei diesem Anlass, dass er wahrscheinlich noch nie wirklich so früh etwas getan hatte, hier. Natürlich, früher... als er noch ab und zu früher aufgestanden war. So aber war das eher eine Seltenheit, verhältnismäßig kurz nach dem Sonnenaufgang. Das war alles Maris Schuld!

Es dauerte nicht lange, da kamen sie bei den Trainingsplätzen an. In Suna waren die, wenn es immer noch so war, wie Hei in Erinnerung hatte, aufgeteilt: Es gab die Plätze für die Anfänger und die, die ihre Wurffähigkeiten und ähnliche Dinge wieder auffrischen wollten; diese waren mit einem A markiert und wurden verhältnismäßig wenig besucht. Dann gab es die spezielleren Plätze, die allerdings für so einen Kampf nicht so dringen benötigt wurden... auf den Plätzen mit der Bezeichnung B trainierten meist Fortgeschrittene, die eventuelle Ausweichtrainings oder Taijutsuübungen vollführten, so etwas in der Art. Glaubte Hei zumindest. Die dritten Art Plätze, die mit dem 'C' darin, wurden für freie Trainingseinheiten benutzt - wie das, was Hei und Mari vorhatten. Sie waren die größten und hatten auch schon am Meisten mitgemacht... was man ihnen ein wenig ansah - es war der zweite Platz der Kategorie C, der noch frei war, um 'bespielt' zu werden. Aber nichtsdestotrotz spiegelte es gut wieder, was hier für Bedingungen herrschten. Es war sehr trocken, sandig und staubig. Das Gelände war verhältnismäßig wirklich groß: Als ob man gewollt hatte, dass hier nichts auf umliegende Gebäude übergriff. Heis Herz klopfte ein wenig schneller, als er zu Mari hinüber sah - und das auf eine andere Art und Weise, als es das normalerweise tat. Das war eher Aufregung, weil man wusste, dass man jemandem gegenüberstand, der besser war als man selbst. Naja, wer wusste das auch schon so genau? Der Tatsumaki seufzte leise und lächelte. "Sieht eigentlich aus wie überall in Suna." Sie traten auf den Platz, und man merkte, dass der Sand nur teils tief war - zum Teil war auch festern Boden zu finden, auf dem man eindeutig besser trat als auf dem Sand - wenn man nicht Hei hieß, jedenfalls. Der Vorteil war also auch schonmal weg... jedenfalls zum Teil. "Anscheinend wurden mal Löcher mit Sand aufgefüllt", meinte der Shinobi amüsiert. "Hier haben wohl schon andere Mal ein wenig trainiert... also, muss ich noch über irgendwelche Regeln... oder etwas in der Art Bescheid wissen?" Er legte den Kopf schief, zwinkerte. "Ich bin ja nur ein Ninjutsuka." Während diesen Worten fühlte er sich schon einmal in die Umgebung ein - sein Chakra bahnte sich sanft den Weg durch den Boden und erfühlte, wie viel Sand es zur Verfügung gab, wo er es herbekommen würde - und solche Dinge eben. Wenn er überhaupt eine Chance haben wollte, so wusste er, musste seine Verteidigung direkt wie eine Eins stehen - und das ohne wenn und aber. Nur wenn ihre Angriffe ihn nicht erreichten, hatte er eine reele Chance... und dann musste seine Attacken gleichzeitig noch fix genug sein, sie treffen zu können, gleichzeitig aber schwach genug, sich seiner Freundin nicht direkt wieder zu entledigen. Hm. Sie hatte gesagt, dass das aktivierte Byakugan von seinem Chakra zumindest leicht beeinflusst wurde, oder? Der Tatsumaki lächelte leicht, streckte sich noch einmal. "Wie entscheiden wir, wann wir aufhören?"
 

Hyuuga Mari

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Die Hyuuga streckte sich, während ihre Füße dem Weg folgten, den Hei vorgab. Er hatte sich trotz allem für die Trainingsplätze entschieden - keine Wüste also. Auf welcher Art von Geländen die Suna-Nin wohl trainierten? Mari konnte sich vorstellen, dass sich diese Orte genauso durch Trockenheit und Sand auszeichneten, aber war dort auch genügend Platz vorhanden, um einen ordentlichen Trainingskampf durchzuführen? Es war eine Tatsache, dass sowohl der Tatsumaki wie auch die Braunhaarige keine Anfänger mehr waren. Sie konnten - wenn sie wollten - eine gewisse Zerstörung verursachen. Klar, auch Mari hatte vor, sich zurückzuhalten. Sie wollte ihren Freund im Fall der Fälle nicht ernsthaft verletzen. Doof, dass ihre Techniken genau hier ein Problem darstellten, denn das Jyuuken zielte im Prinzip immer darauf ab, ordentlichen Schaden anzurichten. Und wie jedes Kind wusste, waren Verletzungen innerhalb des Körpers, die nicht direkt behandelt werden konnten, um Einiges schwerwiegender als einfache Kratzer oder Schnittwunden von außen. Nun.. die Hyuuga würde sich etwas einfallen lassen müssen. Andererseits.. ihre weiße Augen musterten Hei. Warum dachte sie bereits darüber nach, wie sie ihre Angriffe abschwächen könnte? Zuerst müsste sie an den Kollegen herankommen und dass der viel auf den Kasten hatte, wenn es um den Bereich Ninjutsu ging, konnte sie aus eigener Erfahrung sagen. Wenn der Tatsumaki wollte, konnte er verheerenden Schaden anrichten und sogar mit Leichtigkeit töten. Hm. Doch, das würde verdammt interessant werden. Bereits bei dem kleinen Kräftemessen mit Mokusei hatte sich gezeigt, dass Mari ehrgeizig war, was Kämpfe anging - man konnte sich vorstellen, dass sie sich auch heute nur schwer gedulden konnte.

Bald zeigte der Schwarzhaarige der Hyuuga die Trainingsplätze, die nach den Buchstaben A - C aufgeteilt worden waren. A stellte den Bereich für Anfänger dar, also nicht das Richtige für Hei und Mari. Die Trainingsplätze mit dem Buchstaben B stellten sich als größer heraus, allerdings bei Weitem nicht das, was die Genin benötigten. Als sie dann allerdings an den letzten - und damit größten - Trainingsplätzen ankamen, musste die Kunoichi anerkennend nicken. Dass Sunagakure mitten im Dorf solch große Flächen zum Training bereitstellte, war überraschend. Nachdem Mari das Gelände betreten hatte, kontrollierte sie den Boden. Nicht vollkommen sandig, hauptsächlich fand sich sogar fester Boden - sehr gut. Das würde die Anwendung des Taijutsus deutlich vereinfachen. „Regeln..“ Die junge Frau lächelte, hob ihren Blick und sah dem Suna-Nin direkt entgegen. „Ein fairer Kampf, mehr nicht. Gemeinsamer Beginn ohne Hinterhalte.“ Alles Andere konnte man sich aufheben, wenn man einem echten Feind auf einer Mission gegenüber stand. Da das hier allerdings ein Kräftemessen unter Freunden darstellen sollte, war das mehr oder weniger selbstverständlich. Einen Moment dachte die 16-Jährige nach. „Viele deiner Techniken richten ziemliche Verwüstung an - auch wenn die Trainingsplätze größer sind, als ich erwartet hätte. Du kannst vielleicht nicht Alles herausholen, was du zu bieten hast, aber doch eine Menge. Mein Jyuuken stellt das größere Problem dar. Wie du weißt, ist es… ziemlich aggressiv eignet sich daher nur bedingt für normales Training. Allerdings besitze ich ohne mein Chakra nicht die nötige Kraft, um auch nur geringe Chancen auf einen Sieg zu haben.“ Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust, nickte dann. „Wir machen es so: Ich sehe davon ab, mein Jyuuken so einzusetzen, dass es innere Organe schädigt. Da ich allerdings so keine Chance habe, müssen wir eine andere Regel einführen. Sollte es mir gelingen, dich zu treffen - so wie ich einen Gegner mit dem Jyuuken treffe - ist die erste Runde des Kampfes beendet. Andererseits..“ Die Hyuuga überlegte einen Moment, grinste dann. „.. solltest du es schaffen, mich bewegungsunfähig zu machen, geht die Runde an dich. Wäre das deiner Meinung nach in Ordnung?“ Hörte sich für Mari nach einer guten Lösung für die Problematik an und es war logisch. Konnte die Braunhaarige sich nicht mehr bewegen - sei es aus Erschöpfung, aufgrund eines direkten Treffers, wegen einer Art Fessel oder sonst etwas - war es ihr auch unmöglich, den Tatsumaki mit einem Angriff zu treffen, der dem Jyuuken glich. Na gut, während der Schwarzhaarige darüber nachdenken konnte, ob er mit diesen Bedingungen einverstanden war, entfernte sich Mari einige Meter, drehte sich dann auf dem Absatz um und atmete tief durch. Ein Grinsen lag auf ihren Lippen, voller Erwartung, Motivation und Ehrgeiz. Sie begab sich in Position - die typische Kampfhaltung ihres Clans - und ohne Verzögerung zogen sich hässliche Adern durch ihr Gesicht. „Du machst den ersten Zug. Zeig mir, was du so zu bieten hast.“ Die Hyuuga merkte, wie ihr Herz schneller klopfte, doch genau das war es, was sie so sehr liebte. Auch wenn sie sich gerne anders gab, sie war eben doch Praktikerin durch und durch.
 

Tatsumaki Hei

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Hei legte den Kopf schief - fairer Kampf, naja gut. Das würde er wahrscheinlich hinbekommen... wenn 'fair' bedeutete, dass er nicht hinterhältigst angriff jedenfalls. Der junge Mann schmunzelte leicht, zuckte dann mit den Schultern. "Das klingt vernünftig", meinte der Tatsumaki. Während er weiterhin zuhörte, machte er sich bereits Gedanken... darüber, was kommen würde, wie er darauf reagieren konnte. Und wie lange er durchhalten musste, damit die Hyuuga auch ausgelaugt werden würde. Er nickte dann schließlich, während er ein paar weitere Meter zwischen ihn und die junge Dame brachte - das war wichtig, besonders, weil er die Bruchteile von Sekunden eventuell wirklich gut gebrauchen konnte. Nachdenklich drehte er sich auch um, lächelte dann. "Dann brauchen wir keine Sanitäter und niemand kommt zu schaden... wie gesagt, das klingt gut. Bewegungsunfähig, ja? Aber denk' dran, dass ich empfindlich bin, also schlag nicht allzu fest zu, in Ordnung?" Sein feines Lächeln wurde ein wenig breiter. Adrenalin machte sich langsam in seinen Adern breit, und sein Chakrakreislauf begann heiß zu laufen. Der Suna-nin konnte es kaum mehr abwarten... endlich konnte er mal ein wenig Chakra verballern, Chakra, welches sonst nie aus ihm wirklich herauskam. Das war schön; Das war gut. Seine Gedanken wirbelten in seinem Kopf, gingen die verschiedensten Szenarien durch. Wenn er mit dem Sandgrab anfangen würde, würde Mari einfach auf ihn zukommen. Der Sand war zwar (bei ihm) relativ schnell, aber Mari war vermutlich schneller - um einiges. Also musste in anderer Plan her. In der Luft war Mari, soweit er wusste, nicht besonders 'zu Hause'... vielleicht musste er sie dazu bringen, entweder auf dem Boden nicht mehr gut stehen zu können oder auf Distanz zu gehen, um eben jenem Effekt zu entkommen.

"Ah, ich mache den ersten Zug? Hoffentlich bereust du das nicht..." Hei schmunzelte leicht - naja, sie hatte ja nicht ganz Unrecht. Das Problem war einfach in der Art der Schulung zu finden: Taijutsuka gingen in den Nahkampf, sie hinderten Gegner daran, die Fingerzeichen zu formen und schickten sie auf die Bretter, im Zweifel. Ninjutsu war zweifelsohne eine feinere Art der Technik, eine theoretische Glanzleistung der Chakrakontrolle, aber halt brauchte man in einem echten Kampf durchaus jemanden, der einem den Rücken freihielt, damit man die zerstörerischen Kräfte, die in dem eigenen Körper ihren Ursprung fanden, auch freisetzen konnte. Hei kratzte sich am Kopf, seufzte leise. Die Adern um die Augen der Hyuuga machten deutlich, dass sie jetzt bereits genau sah, was in der Welt hinter der Welt vor sich ging... wie sein Chakra in die Umgebung sickerte und den Sand, der darin gefangen war, bereits vorbereitete. Hei nickte dann, grinste dann, während er in aller Ruhe zwei Fingerzeichen bildete und dann die Hände aneinanderschlug, die Finger ineinander verschränkte. Plan B würde wohl herhalten müssen, damit Mari ein wenig aufgehalten wurde. "Sabaku no Dai-Konran!", ertönte es von dem Suna-nin, und sofort begann der Untergrund unter ihm und um ihn herum zu kochen, sich zu bewegen, sich zu... drehen. Sand brodelte aus dem Untergrund hervor und kurz darauf hatte sich ein kreisförmiger Strom aus Sand gebildet, der sich auf den Tatsumaki zubewegte. Nicht nur bewegte sich dieser Sand, sondern verhielt sich auch ähnlich wie Treibsand... man sollte besser nicht einsinken. Er grinste leicht. "Dann mal los, Hime... ich bin sehr gespannt." Der knirschende Sand drehte sich weiter, Hei ließ das hakra weiterhin in den Boden fließen; dann bildete er noch ein Fingerzeichen, unabhängig davon, was Mari tat: Er brauchte Verteidigung - sinnvoll, nicht? Gleichzeitig verschwendete er absichtlich Chakra, welches er simpel emittierte - in der Hoffnung, es würde das Byakugan ein wenig ablenken. Wieder schlugen seine Handflächen gegeneinander, die Finger verschränkten sich in dem für diese Künste typischen Handzeichen. "Suna no Yoroi" - nach diesem Befehl erhob sich der Sand, bereit, Angriffe abzuwehren, die seinem Meister schaden wollten. Oder war Mari schon vorbei?
 
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Hyuuga Mari

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Stillschweigend wartete die junge Frau ab, was Hei tat. Natürlich überließ sie ihm den ersten Angriff - das machte es spannender. Im Prinzip war das erst eine richtige Übung, wenn die Hyuuga es schaffen musste, einen bereits agierenden Ninjutsuka zu besiegen. Würde sie den Anfang machen, wäre ihr Ziel, den Schwarzhaarigen gar nicht zum Zug kommen zu lassen, keine Fingerzeichen und so. Nun, egal. Mit aktiviertem Byakugan konnte Mari erkennen, wie das Chakra in den Boden floss, der Tatsumaki seine Umgebung unter Kontrolle bekommen wollte. Er formte Fingerzeichen und plötzlich begann der Sand in seinem Umkreis sich zu drehen. Die Hyuuga konnte erkennen, wie sich die Menge an chakradurchsetztem Sand allmählich vermehrte. Eine Technik, um größere Vorräte zu schaffen? Gleichzeitig formte Hei weitere Fingerzeichen und eine gewisse Menge des Sandes erhob sich ein Stück, direkt vor seinem Körper. Allerdings nahm diese Anhäufung keine richtige Form an - was hatte er vor?

Mari hob ihre Mundwinkel an, das war es also gewesen. Einen Angriff hätte sie schon erwartet, aber was sollte man machen. Wenn der Suna-Nin den Kampf so beginnen wollte, dann war das so. Einen Moment dachte sie daran, nach vorne zu stürmen, doch dann erinnerte sie sich daran, was Mokusei ihr am vorigen Tag beigebracht hatte. Es war besser, sich zuerst einen Überblick über gegnerische Fähigkeiten zu verschaffen. Ansonsten lief man ins offene Messer oder verbrauchte gar seine Ausdauer, ein Gut, das in der Wüste äußerst wichtig war. Ob sie.. hm. Hei war ein ausgebildeter Shinobi und kein Anfänger mehr. Ganz so sehr musste sich die Hyuuga wohl nicht zurücknehmen. In einer fließenden Bewegung wanderte ihre rechte Hand zu ihrer Hüfttasche und warf genauso schnell zwei Shuriken in Richtung des Tatsumaki. Sie hatte damit gerechnet, dass er auswich - doch anstatt auszuweichen, erhob sich die Anhäufung an Sand vor dem jungen Mann und wehrte die Wurfgeschosse ab. Aha? Verteidigung also. Wie viel die wohl aushielt? Die weißen Augen musterten erneut den Strom an Sand, der sich um Hei herum bewegte. Natürlich beeinträchtigte ein unruhiger Boden eine Taijutsuka, allerdings bewegte er sich gleichmäßig und nicht sonderlich schnell. Abgesehen davon hatte Mokusei der Hyuuga beigebracht, sich nicht allzu sehr im Lauf auf einen festen Boden zu verlassen. Die 16-Jährige setzte zum Sprint an, als sie an die Stelle kam, an der der Sand sich bewegte, folgte sie diesem Strom, während sie sich Hei annäherte. Merkwürdiges Gefühl, aber Mari spürte Stolz darüber, dass sie die Lektionen des vergangenen Tages bereits einigermaßen verinnerlicht hatte. Sie umrundete Hei ein paar Mal im Sprint, sammelte dabei Chakra in ihrer Handfläche und kam kontinuierlich näher. Doch bevor sie ihn erreichte, stieß sie ihre Hand in seine Richtung nach vorne und feuerte ein Hakke Kūshō zu ihm. Es war eine gute Möglichkeit, um auszutesten, was diese Verteidigung wirklich konnte.
 

Tatsumaki Hei

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Der junge Suna-nin legte es nicht darauf an, Mari direkt abzuschießen... ganz ehrlich, er hätte vermutlich sowieso nicht getroffen. Jedenfalls vermutete er das... während sich seine Verteidigung weiter aufbaute, wartete er ab - er hatte Glück gehabt, Mari war nicht direkt losgesprintet. Wohl aber hatte sie sich dafür entschieden, erst einmal auszutesten... was ziemlich schlau war, eigentlich. Der junge Mann wusste schon in etwa, was Mari konnte, und sie wusste, dass er es wusste - allerdings hatte sie ihn noch nie so wirklich kämpfen sehen. Das Problem war, dass seine Techniken nicht unbedingt tauglich waren, um auf irgendwelchen Jobs oder Missionen immer wieder eingesetzt werden zu können - sie waren sehr speziell, zum Teil. Sie warf mit einer fließenden, schnellen Bewegung zwei Shuriken in seine Richtung. Sollte er versuchen, auszuweichen und damit zu verbergen, dass sein Sand zur Verteidigung benutzt wurde? Ein Bruchteil, einen winzigen Bruchteil einer Sekunde überlegte er, dann flog sein Sand zwischen ihn und den Waffen und hielten sie davon ab, sich in sein Gesicht zu bohren. Tz, tz... und er hatte gedacht, Mari mochte sein Gesicht. Er lächelte fein, während er zu Mari sah, die sich jetzt seiner anderen Technik widmete. Diese war größtenteils dafür da, mehr Sand zu schaffen, das stimmte... und sie ging damit ziemlich gut um, wenn er ehrlich war. Sie bewegte sich - jetzt ging's los. Hei schluckte leicht, leckte sich über die Lippen und hob noch mehr Sand aus, ließ mehr der braunen Körner um sich herum fliegen. Er musste ihren ersten Angriff abwehren... dann hatte er eine Chance, zu kontern. Der Chakraverbrauch dieser Rüstung war vergleichsweise enorm, weshalb er mit seinen Kräften logischerweise haushalten musste. Schneller als erwartet flitzte die Hyuuga um ihn herum, während Hei sie mit seinen Händen verfolgte - der Sand stehts um sich rotierend, mit dem Ziel, sich gegen alles zu wappnen, was sie ihm entgegenschleuderte. Immer näher... Hei wusste nicht, was sie vorhatte. Seiner Planung zufolge würde sie noch nicht ganz herankommen, bis sie wusste, was seine Verteidigung wirklich aushielt... doch, da! Der Angriff, den sie gerne mal benutzte. Eine Chakrawelle, die auf kurze Distanz enorme Kraft entwickelte. Schnell ließ Hei seinen Sand vor sich formieren, versuchte, möglichst schnell möglichst viel Sand vor sich zu bekommen und bohrte eine Ferse in den Wüstensand unter ihm.

Die Wucht des Einschlags riss ihn dank seiner Verteidigung nicht von den Füßen, allerdings wurde seine Verteidigung von der Kunst so ziemlich weggeblasen. Das hatte er schon vermutet... das half gegen solche Jutsus eben nur eingeschränkt. Diese Kraft war etwas zu viel, und wenn er jetzt zögerte, hatte er sofort ein Kunai am Hals, wahrscheinlich. Noch während sein Sand in sich zusammenfiel, schloss er wieder einige Fingerzeichen. "Suna Bunshin no Jutsu!", stieß er aus - und sofort wuchsen drei Klone des Suna-nins aus dem Boden, sandig aussehend. Hei spürte Chakra aus sich herausrinnen, aber noch hatte er genug für solche Spielchen. Er hatte den Bunshins sogar ein wenig mehr Chakra mitgegeben, zur Sicherheit, sozusagen. Diese wandten sich jetzt Mari zu, deuteten auf sie und mit einem Mal schienen sich die Arme der Doppelgänger zu lösen und schossen als kleine Bälle direkt auf Mari zu. Hei sah, wie Mari ihn weiter umrundete, knabberte sich auf die Lippen. Er musste verhindern, dass sie ihn weiter so umrundete... seine Bunshins kamen da nicht hinterher. Schnell schloss er zwei weitere Fingerzeichen, endete mit dem für Katon typischen Fingerzeichens. Mari war schnell und geschickt genug, um schnell genug anzuhalten oder die Richtung zu wechseln... sie kannte diese Fingerzeichen von ihm. Trotzdem würde er nicht auf sie, sondern nur in ihren Weg zielen - damit die drei Bunshins, die nach um Hei herum standen und sich gerade weiteren Sand einverleibten, mit ihren Sandkugeln treffen konnten. "Katon: Karyū Endan!", ertönte es aus Heis Kehle, während sich eben da eine gewaltige Menge Katonchakra sammelte und schließlich in eine Richtung ausbrach und die Luft vor ihm in eine brutheiße Hölle verwandelte.
 

Hyuuga Mari

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Hm. Mari ließ sich äußerlich nicht anmerken, was sie dachte, als sie die Auswirkungen ihrer Technik wahrnahm. Das hatte die Verteidigung nicht ausgehalten? Nun, ihren Zweck hatte sie erfüllt, denn es war eine nicht zu verachtende Leistung, einen direkten Treffer des Hakke Kūshō abzubekommen und am Ende dennoch sicher auf den eigenen Füßen stehen zu bleiben. Wenn die Hyuuga ehrlich war, hatte sie noch nie erlebt, dass eine Person die Jutsu so einfach weggesteckt hatte. Dennoch war es gut, als sie durch das aktivierte Byakugan erkannte, dass die Verteidigung des jungen Mannes in sich zusammenfiel. Dann konnte sie ihn nun ungehindert angreifen? Doof, dass er so bewusst sein Chakra ausströmen ließ - das verhinderte, dass die Mari seine Chakrabahnen und die Tenketsu genau erkennen konnte. Das machte Hei ganz clever.. hätte sie ihm gestern vielleicht weniger verraten sollen? Im Prinzip war die Hyuuga selbst schuld. Sofort begann der Tatsumaki wieder mit Fingerzeichen und sogleich stiegen drei sandig aussehende Doppelgänger aus dem Boden empor. Natürlich erkannte die Braunhaarige sofort, dass es sich um simple Imitate handelte - nicht einmal wegen dem merkwürdigen Äußeren, sondern schlicht, da man sah, dass sie keinen wirklichen Chakrakreislauf besaßen. Diese Doppelgänger stellten eine Anhäufung an Chakra dar, nicht viel mehr. Leider blieb Mari nicht genügend Zeit, um weiter auf die Besonderheiten einzugehen, denn der Sand an den Armen der Doppelgänger löste sich und Kugeln schossen auf die Hyuuga zu. Aufgrund ihres Byakugans musste Mari sich nicht zu den Attacken umdrehen, um zu erkennen, woher die Angriffe kamen. Sie nutzte weiter ihre Vorgehensweise, in kreisenden Bewegungen näher an Hei zu kommen, gleichzeitig wich sie den Kugeln aus, die die Doppelgänger feuerten. Die waren so lahm, die konnten nicht annähernd mit Mari mithalten. Dies änderte sich allerdings, als Hei weitere Fingerzeichen formte, Katon-Chakra sammelte und.. einen länglichen Feuerstrahl spuckte!

Verdammte… die Hyuuga hatte zum Glück zuordnen können, was Hei da vorbereitet hatte, sonst wäre sie - wenn es dumm gelaufen wäre - noch mitten in den Angriff gelaufen. Das wäre schmerzhaft gewesen und hätte dieses kleine Training schneller beendet, als ursprünglich erwartet. So hatte die junge Frau einen Haken schlagen können, bevor sie in den Wirkungsbereich der Technik gelangte. Da sich die Jutsu des Tatsumaki zum Ende hin auffächerte, bekam Mari allerdings noch eine ordentliche Hitzewelle ab. Scheiße, das hätte echt schmerzhaft enden können. Innerhalb des Bruchteils von Sekunden wurde die Braunhaarige aus ihren gedanklichen Flüchen gerissen, als sie durch das aktivierte Byakugan bemerkte, dass die Doppelgänger nicht gedachten, in ihren Angriffen zu stoppen. Sichtlich schwerer war es, den nun kommenden Kugeln auszuweichen, denn nach dem Angriff des Suna-Nin war Mari ein Ausweg versperrt worden. Na schön… er wollte ernsthafter kämpfen? Das konnte er haben. Die junge Frau wich in einer Art tänzelnden Bewegung einer weiteren Welle an Angriffen aus.. und vor ihrem inneren Auge bildete sich der Kreis des Hakke. Entfernungen zu sämtlichen Chakraobjekten wurden innerhalb kürzester Zeit abgelesen. Dann verschwand die junge Frau von der Stelle, stürmte direkt auf die Doppelgänger zu. Für die war es unmöglich, der kommenden Attacke auszuweichen. „Hakke Rokujūyon“, murmelte die Hyuuga, bevor sie inmitten der Doppelgänger auftauchte und ihre Hände sich in einer Geschwindigkeit und Präzision zu bewegen begannen, der ein normales Auge kaum folgen konnte. Zwei, drei, vier.. mehr Wellen waren nicht nötig, bis die Technik des Schwarzhaarigen in sich zusammenbrach und die Hyuuga inmitten der reglosen Sandhaufen stand. Das war es dann wohl mit seiner Kugelschießerei, hm? „Das war noch nicht alles, oder?“ Der Kreis des Hakke bildete sich erneut vor dem inneren Auge. Eine wertvolle Sekunde für den Tatsumaki, die er nutzen konnte, um die Hyuuga davon abzuhalten, ihn zu erreichen. Der nächste Versuch, ihn zu attackieren, folgte.
 

Tatsumaki Hei

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Mari war genauso schnell, wie Hei erwartet hatte... der Tatsumaki konnte ihr vielleicht noch mit den Augen, nicht aber mit dem Körper perfekt folgen. Das wurmte ihn insofern, dass es schwer werden würde, ihr überhaupt habhaft zu werden: Sein Sand war quasi schneller als seine Augen. Es musste also irgendwie hinkommen, dass sie langsamer wurde... der Haken, den sie schlug, war ziemlich geschickt und hielt seinen Flammenstrahl davon ab, sie zu grillen. Hei grinste leicht - elegant war es ja... vor allem, wie sie den Kugeln auswich, die die Sanddoppelgänger abschossen, während Hei wieder Chakra sammelte. Er hatte sich noch keinen Zentimeter von der Stelle bewegt, und das war auch gut so. Der Suna-nin leckte sich über die Lippen, zögerte einen Moment. Es wäre vielleicht zu gefährlich gewesen, jetzt alles zu geben, oder? Wieder wich sie einer Welle von Sandkugeln auf, die mit dumpfen Geräuschen in den Sand einschlugen und kleine Hügel hinterließen. Naja, es war halt Masse, nicht etwas 'ungreifbares' wie Luft oder Feuer, welches sich nach der Verwendung wieder verflüchtigte. Plötzlich flitzte Mari nach vorne, direkt auf seine Doppelgänger zu. Diese waren zu langsam, um zu reagieren und wurden von einer Hyuuga-Clantechnik einfach niedergestreckt. Mist! Jetzt war es das mit seiner vorläufigen Verteidigung und außerdem wusste er nicht genau, was Mari da gerade gemacht hatte... es musste etwas mit Chakra zu tun haben, ansonsten hätte er seine Doppelgänger nicht direkt verloren. Die Sanddoppelgänger waren von körperlichen Attacken nämlich generell etwas unbeeindruckter - sie konnten sich sogar reparieren. Aber so nicht.

Hei knabberte an seiner Lippe, formte direkt zwei Fingerzeichen. Es gab jetzt nichts mehr zu verlieren... vor allem, weil Mari direkt wieder ansetzte. "Noch nicht ganz", murmelte er mit einem feinen Grinsen im Gesicht, verschränkte wieder seine Finger ineinander. Er hatte jetzt kurz Zeit, nur ganz kurz... und dann würde Mari sich ihn vornehmen, und er wäre wieder in der Verteidigung. Während sein Kopf sich einen Plan zurechtlegte - oder zumindest versuchte, eine Gegenstrategie gegen eine starke Taijutsuka aufzubauen - ließ er wieder mehr Chakra aus sich herausströmen. So leicht würde sie ihn nicht bekommen, und wenn er nur versuchte, sie mit seinen blöden Reserven zu blenden. Pöh. "Wüstensarg", knurrte er, und hinter ihm sprengte der Sand förmlich aus dem Boden, schoss an dem Tatsumaki vorbei. Die Technik selbst war nur so gefährlich wie der Anwender, sollte also in Ordnung sein. Solange er nicht quetschte, würde auch nichts schief gehen. Der Sand schoss mit großer Geschwindigkeit auf Mari zu, schneller, als Hei jemals sein würde - und da schien die junge Frau zu erkennen, dass sie ausweichen musste. Wieder tänzelte sie zur Seite, aber der Sand war ihr dicht auf den Fersen und würde sie, sobald sie auch nur einmal anhielt, vermutlich fangen. Hei hielt das Fingerzeichen mit einer Hand aufrecht, während er der jungen Dame mit der anderen folgte. Wenn sie einfach nur auf ihn zukam, würde er sie schnappen können, bevor sie da war... der Sand schien mindestens so schnell zu sein wie die Hyuuga. Trotzdem... es war nicht leicht, diese Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten - es war ja nur das Chakra, was den Sand antrieb. Während Mari weiter rannte, konzentrierte Hei sein Chakra, ließ dann von einem Moment auf den anderen den Wüstensarg fallen und schloss weitere Fingerzeichen. "Barriere aus Sand: Mauer!", stieß er aus. Eine Sandmauer erhob sich just in diesem Moment vor Mari, die, so hoffte er, immer noch in diese Richtung rannte. Der Plan war, direkt danach wieder den Wüstensarg zu benutzen und die in ihrem Weg behinderte Kunoichi einzufangen.
 

Hyuuga Mari

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Jetzt hatte sie ihn - dachte Mari zumindest. Hei nutzte die Sekunde, die ihm gegeben worden war, um erneut Fingerzeichen zu formen. Die Hyuuga war so kurz davor, ihn zu erreichen.. doch just in dem Augenblick, in dem die Braunhaarige damit rechnete, den Tatsumaki zu berühren, schoss der Sand hinter ihm hervor. Die weißen Augen weiteten sich und so ungern es die Kunoichi auch tat, sie musste zur Seite springen, um dem Angriff nicht vollkommen ausgeliefert zu sein. Pha! Das war es gewesen? Da war es fast schwerer gewesen, den Sandkugeln der Doppelgänger auszuweichen. Sie.. wtf?! Ehe sich Mari versah, änderte der Sand seine Richtung, raste in einer Geschwindigkeit auf die junge Frau zu, die sogar mit ihr mithalten konnte. Eine so präzise Nutzung des Wüstensarges hatte die Hyuuga noch nicht mitbekommen, weshalb sie überrascht war. Schnell rappelte Mari sich auf, musste mal nach rechts, mal nach links springen, um den einschlagenden Sandwellen auszuweichen. Es war so unglaublich knapp gewesen, nur ein kleines bisschen näher hätte sie kommen müssen. Verdammt! Jetzt befand sich die Kunoichi wieder am Anfang, entfernte sich gezwungenermaßen Stück für Stück vom Tatsumaki. Hinzukommend machte sich allmählich der Anflug von Erschöpfung breit - trotz der morgendlichen Stunden war es verdammt heiß in Sunagakure. Da auf Dauer zu sprinten und Chakra durch die Gegend zu feuern, war nicht leicht. Die Braunhaarige verharrte eine Sekunde zu lange in ihren Gedanken, weshalb sie erst verspätet mitbekam, dass der Wüstensarg des Kollegen sich aufgelöst hatte. Stattdessen schoss eine Mauer aus Sand aus dem Boden empor und versperrte der Hyuuga den Weg. Als wäre das nicht schon dumm gewesen, nutzte Hei die Verwirrung, um den Wüstensarg erneut anzuwenden. Mari biss sich auf die Unterlippe, sah durch das aktivierte Byakugan den Sand auf ihren Rücken zuschießen.

„Hakkeshō.. Kaiten!“ Pures Chakra, das aus jedem Tenketsu ihres Körpers gepresst wurde und so dicht war, dass sogar das bloße Auge den bläulichen Schimmer erkennen konnte. Bevor der Sand die Braunhaarige erreichte, drehte diese sich um ihre eigene Achse, ließ dabei das Chakra aus ihrem Körper fließen. Man sah, wie sowohl die Mauer vor ihr wie auch der Wüstensarg durch die Rotation einfach abgetragen und zerstört wurden. Nicht umsonst sprach man bei dieser Technik auch von der ultimativen Verteidigung der Hyuuga. Der Atem Maris ging bereits deutlich schneller, als die Drehung um den eigenen Körper abklang. Die Taijutsuka wusste, dass ihr in der Wüste deutliche Grenzen vorgegeben waren. Das hier musste bald beendet werden, ansonsten würde Hei noch gewinnen! Der Ehrgeiz der Braunhaarigen war geweckt worden, diese Blöße wollte sie sich nicht geben. Noch bevor sie zum Stillstand kam, wanderten ihre Hand erneut zu der Hüfttasche. Sie holte diesmal vier Shuriken hervor, warf zwei mit der linken, zwei mit der rechten Hand in Richtung des Suna-Nin. Dabei beließ es Mari allerdings nicht, sie drückte sich selbst - unterstützt durch den Sandlauf - von dem Boden ab und lief auf Hei zu. Für diesen Angriff deaktivierte sie ihr Byakugan, denn das ausströmende Chakra des Schwarzhaarigen irritierte sie ansonsten nur. Konnte er schnell genug Fingerzeichen formen, um die Shuriken abzuwehren und auch die direkte Annäherung der jungen Frau zu verhindern? Oder würde er den Wurfgeschossen auf die altbekannte Weise ausweichen? Dann würde die Hyuuga allerdings die Chance ergreifen, um das hier zu beenden.
 

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Seine Taktik schien zu funktionieren. Erst war Mari damit beschäftigt, seinem bereits nicht mehr existierenden Wüstensarg auszuweichen; Dann wurde sie durch die Mauer aufgehalten. So weit, so gut... Hei grinste leicht, hatte die Rechnung dann aber doch ohne den Wirt gemacht. Der Tatsumaki ließ seinen Sand geschwind auf seine Freundin zufliegen, mit dem Ziel, sie bei den Beinen zu packen und in die Luft zu heben. Das wäre dann ein vernünftiges Ende des Kampfes... doch wie gesagt: Mari ließ sich nicht so leicht unterkriegen und so bekam Hei aus nächster Nähe eine weitere tolle Hyuuga-Technik zu sehen. Sie begann zu rotieren und in diesem Moment hätte er gerne gesehen, wie das durch ihr Byakugan ausgesehen hatte. Aber er hatte so etwas schönes ja nicht - also musste er sich mit dem Anblick begnügen, wie seine Technik einfach zerschnipselt wurde, nach und nach. Er zog eine Augenbraue hoch... das war ja wohl nicht fair! Die schöne Taktik, einfach zerstört. Ob sie das andauernd einsetzen konnte? Wenn ja, würde es so gut wie unmöglich werden, überhaupt an sie heran zu kommen. Hei knirschte leicht mit den Zähnen. Er konnte nicht mehr lange sein Chakra so verschwenden - er strahlte es ja die ganze Zeit schon ab, um sie zu irritieren! Jetzt langsam würde sich wohl entscheiden, wer dieses Duell gewann - und Hei hatte nicht vor, einfach so aufzugeben. Gerade hatte er weitere Fingerzeichen formen wollen, da merkte er, dass er zu viel Zeit damit verschwendet hatte, Mari beim sich-drehen zuzusehen. Sie pflückte einige Waffen aus den Taschen und schleuderte sie in einer schnellen Bewegung auf den Wüstensohn, der sich jetzt sehr schnell entscheiden musste. Hei hatte den Eindruck, dass sich die Augen der Braunhaarigen verändert hatten... aber darauf konnte er nicht zählen, nicht in diesen Sekundenbruchteilen. Die Wurfgeschosse sirrten auf ihn zu, und sein Hirn schien in sekundenschnelle analysieren zu wollen, was jetzt besser war: Jutsu oder klassiches Ausweichen. Leider war sein Hirn immer schneller als sein Körper; Deshalb half es nichts, für Fingerzeichen reichte die Zeit nicht. Hei huschte ein Stück zur Seite, um den gefährlichen Klingen auszuweichen, die ihm sonst wahrscheinlich das Gesicht perforiert hätten. Immer noch hielt er das Wüstensarg-Fingerzeichen, und der Sand hatte sich bereits wieder erhoben. War ja kein lebendes Wesen: Eine Abwehr machte dem Sand nichts aus. Mari war zu nah dran: Wahrscheinlich würde der Sand es nicht mehr schaffen, auch wenn die Körner bereits zu ihrem Meister flitzten, um die Bedrohung aufzuhalten.

Kurz darauf war es vorbei. Hei spürte einen Hieb auf der Brust - und taumelte zurück. Tja, Mari hatte wirklich nicht viel Kraft, aber wenn sie ihr Jyuuken eingesetzt hätte, wäre er wohl jetzt ziemlich dran gewesen. Der Sand, der kurz über Mari gewesen war, fiel zu Boden und einiges davon fand auch noch seinen Weg in die Klamotten der Hyuuga - naja, immerhin. Hei lachte leise, als er sich etwas sauber klopfte und versuchte, seinen Atem etwas unter Kontrolle zu bringen. Er hatte überhaupt nicht bemerkt, dass der rasante Chakraverbrauch auch von seinem Körper einen Tribut forderte. "Sieht so aus, als hätte ich noch nicht genug Asse im Ärmel", meinte er, zog einmal tief Luft ein und ließ sich dann auf den Hosenboden fallen. Schweiß brach aus seinen Poren - jetzt, da seinem Körper die Anspannung verloren ging, wurde auch die Energie wieder darauf verbraucht, den Körper zu kühlen. "Das war ziemlich gut", fuhr er fort, sah zu Mari, die noch besser aussah als er, aber offensichtlich auch so ihre Probleme hatte. "Ich hätte nicht gedacht, dass du dich mittlerweile auf Sand so gut bewegen kannst. Anscheinend hast du die Lektionen von meinem Vater ganz gut angenommen." Er strich sich über die Stirn, holte eine Schriftrolle aus den Tiefen seiner Kleidung und entsiegelte zwei Wasserflaschen, die beide noch ziemlich gekühlt waren. Eine davon warf er Mari zu, aus der anderen trank er einige gierige Schlucke. "Wie hast du meine Doppelgänger so schnell geplättet? Und was genau war das für eine Verteidigungstechnik? Die war... beeindruckend." Er konnte sich nicht daran erinnern, die schon einmal gesehen zu haben...
 

Hyuuga Mari

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Ob es wirklich bewusst geschah, konnte Mari nicht sagen, doch sie grinste, als sie bemerkte, dass Hei sich für das klassische Ausweichen entschieden hatte. Keine Fingerzeichen? Sehr schön. Da das Byakugan bereits deaktiviert worden war, wusste die Hyuuga nicht, dass der Wüstensarg des Kollegen immer noch funktionstüchtig war. Daher ging es auch vollkommen an ihr vorbei, dass der Sand sich bereits neu formiert und erneut auf der Jagd nach der jungen Frau war. Mari stieß ihre flache Hand nach vorne, bekam noch einen Sekundenbruchteil mit, wie die Sonnenstrahlen über ihr plötzlich verdeckt wurden - doch just in diesem Augenblick berührte sie die Brust des Tatsumakis. Er taumelte ein paar Schritte nach hinten, währenddessen sah die Braunhaarige automatisch nach oben, nur um zu erkennen, dass der Sand sich mittlerweile direkt über ihr befand. Die Technik löste sich auf, schnell schloss die 16-Jährige ihre Augen und was sie abbekam, war ein Sandregen, ähnlich dem Regen an Staub vor einigen Jahren in Yamada-sans Zuhause. Sandkörner fanden sogar den Weg in die Kleidung von Mari, wie unangenehm.

Hei ließ sich auf seinen Hosenboden fallen, lehnte sich nach hinten und atmete tief durch. Es war beruhigend, zu wissen, dass man nicht die einzige Person war, die mit den Anstrengungen des kleinen Kampfes im Sonnenschein zu kämpfen hatte. Die Hyuuga versuchte ihren Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen, schloss einen Augenblick ihre Augen. Nachdem sie sich beruhigt hatte - so mehr oder weniger - versuchte sie durch gezieltes Ziehen und Klopfen, ein bisschen Sand aus ihren Klamotten zu bekommen. Funktionierte leider nur minder gut, denn durch den Schweiß, der sich auch auf ihrem Körper gebildet hatte, klebte das Zeug teilweise hartnäckig an der Haut. Sie gab die Versuche auf, setzte sich ebenfalls auf den Boden des Trainingsgeländes und fing die Wasserflasche, die Hei ihr entgegen warf. Die Schlucke daraus waren eine echte Wohltat, Mari konnte spüren, wie die kühle Flüssigkeit sich den Weg ihren Hals hinunter suchte. Sie setzte die Flasche ab, dann sahen die weißen Augen lächelnd zu Hei. „Es war verdammt knapp. Ich muss zugeben, dass ich nicht mitbekommen habe, dass dein Sand mir immer noch auf den Fersen war. Eine Sekunde mehr und ich wäre dir ziemlich ausgeliefert gewesen.“ Ein eindeutiger Sieg war das nicht gewesen, eher ein Fünkchen Glück, das Mari am Ende geholfen hatte. „Deine Doppelgänger..“ Die junge Frau musste darüber nachdenken, wie sie es am besten erklärte. Schließlich zuckte sie mit den Schultern. „Im Prinzip habe ich deine erstellten Chakrakonstrukte zerstört, indem ich mein eigenes Chakra gezielt habe hinein fließen lassen. Dadurch löst sich die von dir aufgebaute Technik auf.“ Hörte sich merkwürdig an, aber Hei kannte sich mittlerweile einigermaßen mit der Funktionsweise des Jyuukens aus. Und was den Aufbau von Ninjutsu anging, war er ein wahrer Experte. Demnach sollte es dem Schwarzhaarigen nicht allzu schwer fallen, die Erklärung zu verstehen. „Und mit der Verteidigung meinst du sicherlich das Hakkeshō Kaiten. Es verbraucht ziemlich viel Chakra, aber ich würde behaupten, dass es eine der mächtigsten Techniken meines Clans darstellt. Es ist eine Art Ass im Ärmel, das man ausspielen kann, wenn man in die Enge getrieben wird. So wie vorhin eben.“ Natürlich wollte es Mari bei Erzählungen über ihre eigenen Techniken und Künste nicht belassen. Hei war mindestens genauso beeindruckend gewesen. Vorher trank sie allerdings noch einen Schluck. „Ich bin fasziniert, wie viel du mit deinem Sand anstellen kannst. So viele Dinge, die ich noch nie gesehen habe. Und ich bin überzeugt davon, dass das noch lange nicht Alles war, was du hättest anstellen können.“ Noch einen Augenblick sinnierte die 16-Jährige über den Kampf, dann fiel ihr etwas ein. Sie stand auf, bewegte sich zu Hei, setzte sich direkt vor ihn und tippte vorwurfsvoll mit dem Finger auf seine Brust. „Du hättest aber nicht gleich versuchen müssen, mich zu braten!“ Ein Grinsen auf ihren Lippen. „Das war verdammt heiß gewesen.“

Mari hatte noch ein wenig in ihrer gespielten Empörung aufgehen wollen, wurde darin allerdings unterbrochen, als sie den begeisterten Ausruf eines Jungen vernahm. „Das war der geilste Kampf, den wir hier seit langer Zeit gesehen haben!“ Die weißen Augen sahen zum Rand des Feldes. Die verschiedenen Trainingsgelände waren mit Zäunen abgegrenzt worden, doch auf der anderen Seite konnte sie einen schwarzhaarigen Jungen und ein Mädchen ausmachen. Der männliche Vertreter hing mit dem Gesicht förmlich im Zaun, hatte die Finger im Draht verhakt und musste sich allem Anschein nach zurückhalten, nicht einfach hinüber zu klettern. Das Mädchen wirkte ruhiger - ihre lila Haare waren lang und zu zwei Zöpfen gebunden. Ihre Augen - die die gleiche Farbe besaßen - sahen still zu ihren Partner. Wie alt die beiden wohl waren? Vielleicht elf Jahre. „Ich habe gar nicht mehr erwartet, hier noch einmal richtig gute Ninja zu sehen!“ Er sah begeistert zu dem Mädchen. „Ich habe es dir doch gesagt, Chiyoko! Ich wusste, dass wir heute endlich einmal Glück haben!“
 

Tatsumaki Hei

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Hei lächelte leicht, schnaufte ein wenig und kam dann wieder zur Ruhe. Und jetzt war er ja mal gespannt, was Mari so für ihn hatte... tja, er hatte wohl knapp verloren, wie es aussah. Also hatte er Recht gehabt - Mari hatte ihr Byakugan für einen Moment deaktiviert. Ob das wohl auch wegen seinem Chakra gewesen war? Der junge Mann legte den Kopf schief - und überlegte, wie genau ihre Technik wohl gewirkt haben mochte. Ninjutsu waren kein Genjutsu; Sie erschufen etwas, indem sie ein Chakrakonstrukt aufbauten, welches einem bestimmten Muster folgte. Dieses wurde durch die Fingerzeichen und das Wissen einer Person über diese Technik gesteuert und hatte dann die entsprechenden Wirkungen, die es halt haben sollte, folgte aber eben jenen bestimmten Bedingungen, welche der Ninjutsuka in die Kunst presste. Beim Genjutsu wurden ja die Chakraströme des Gegenüber manipuliert; Das war etwas elementar anderes. Aber eine Art... 'Kai' für Ninjutsu? Hei grübelte. Am wahrscheinlichsten war es, dass Mari das Konstrukt verändert und damit in sich zusammenfallen hatte lassen. Ähnlich wie bei einem Turm aus Holzklötzen: Nahm man dem Turm ganz unten die falschen zwei Klötze, brach der ganze Turm in sich zusammen - das war nur sinnvoll. Ähnlich war es bei Ninjutsu, jedenfalls stellte Hei es sich bildlich so vor. Er verschränkte die Arme und runzelte leicht die Stirn, nickte dann aber. "Ich verstehe... glaube ich", meinte er und lächelte fein, grinste dann. "Ja, ja... Kaiten, genau. Es war ziemlich mächtig, tatsächlich. Schade, dass ich so etwas nicht lernen kann... Chakra habe ich ja genug zum Verbrauchen", fuhr er schmunzelnd fort und führte sich noch einmal vor Augen, was Mari getan hatte. Sie hatte sich gedreht... und dann war sein Sand an einer Barriere einfach zerfetzt worden. Hei versuchte, pures Chakra aus seiner Haut zu pressen, aber das klappte nicht richtig. Klar, er konnte Chakra quasi 'abdunsten', aber so gezielt in eine Verteidigungsjutsu formen? Ging nur mit Sand oder eventuell auch Katon-Jutsu, welches er zuvor schmieden musste. Wieder einmal wurde ihm bewusst, wie besonders das Hyuuga-Bluterbe war. Beziehungsweise die claninternen Techniken... der Tatsumaki war sich immer noch nicht sicher, ob man es als Hiden oder Bluterbe bezeichnen sollte. Klar, das Byakugan wurde vererbt, aber er tippte darauf, dass gleichzeitig auch die Fähigkeit zu diesen Chakrakünsten vererbt wurde. Sonst konnte er sich nicht erklären, wieso es noch keinen Nicht-Hyuuga gegeben hatte, der so etwas meisterte. Ehrlich, es war vielleicht kompliziert, aber mit genug Zeit und Geduld... naja. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. "Deine Shuriken hätten mit auch meine Nase zersäbelt", antwortete er und zwinkerte. "Ich kenne dich gut genug, als das ich wusste, dass du nicht direkt reinrennst. Du hast schon gesehen, wie ich diese Technik angewandt habe, du kennst du Fingerzeichen und du konntest vermutlich sehen, was sich da zusammenbraut. Also denke ich, für eine Hyuuga war das durchaus machbar - mh? Hat es eigentlich etwas genützt, dass ich die ganze Zeit Chakra emittiert habe?" Er kicherte leise. "Naja, so viele Dinge waren das nun auch nicht. Das war fast alles, was ich kann... und das Ryūsa Bakuryū wollte ich nicht anwenden; erstens hätten mich die Leute hier dann umgebracht, und ich wollte dich ja nicht verletzen oder so. Das ist dann halt noch eine etwas andere Kategorie; Ich denke nicht, dass dir das Kaiten geholfen hätte in dem Falle." Selbstbewusst? Nein, nur realistisch. Die Menge an Sand, die dort erschaffen wurde, war so gewaltig, dass es Mari einfach begraben hätte - außer natürlich, sie konnte sich minutenlang drehen. Und dann wäre sie wahrscheinlich nur noch am Kotzen gewesen.

"Allerdings arbeite ich immer wieder an neuen Techniken, also...", fing er an, wurde aber unterbrochen - geiler Krampf? Kampf. Hei sah etwas verwundert zu der Stelle, von der die Stimmen gekommen waren. Ein schwarzhaariger Junge, der nicht viele Besonderheiten aufwies - außer seine Augen, die tiefschwarz waren. Das war aber nicht das Besondere: Viel eher sah man selbst auf die Entfernung, dass in ihnen große, goldene Sprenkel die Seelenspiegel des jungen zu etwas wirklich besonderem machten. Das Mädel an seiner Seite war schon vom Aussehen her etwas 'besonderer', aber nichts außer- oder ungewöhnliches. Trotzdem etwas, woran man sich wohl erinnerte, wenn man in ihrem Alter war. Hei sah zu Mari, zog eine Augenbraue hoch. "Was machen die denn hier?", murmelte er, stand auf und hielt der jungen Dame die Hand hin, um ihr aufzuhelfen. Zusammen mit Mari trat er an den Zaun und verschränkte die Arme. "He, ihr. 'Heute endlich mal Glück haben'?" Hei schmunzelte leicht. "Spannt ihr hier öfters durch den Zaun?" Der Junge grinste und salutierte. "Entschuldige, Shinobi-san, aber es trainieren hier kaum mehr irgendwelche Ninja, vor allen Dingen nie welche, die so coole Techniken draufhaben wie ihr." Seine Augen funkelten, und das Mädel an seiner Seite schien zwar nicht unbeeindruckt, zeigte dies aber weitaus weniger offensichtlich. "Sie werfen mit Shuriken und so, aber das ist sooo langweilig!" Hei schmunzelte, sah wieder zu Mari, strich sich die Haare zurück, um sie wieder zu einem ordentlichen, festen Zopf zu binden. Seltsam eigentlich, mussten die Kinder nicht irgendwas... tun oder so? Schule oder etwas in der Art?
 

Hyuuga Mari

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Mari war wohl mindestens genauso überrascht wie Hei über den unerwarteten Besuch. Ähnliche Fragen kursierten in ihrem Kopf - was machten Kinder hier? Um diese Uhrzeit, nebenbei angemerkt. Der Tatsumaki begann das Gespräch mit den Neuankömmlingen und die Hyuuga musste sanft lächeln, als sie die Reaktion des schwarzhaarigen Jungen sah. Eine Mischung aus Wirbelwind, der irgendwo versteckt aber gutes Benehmen und Respekt beigebracht bekommen hatte. Lustige Mischung. Das Mädchen an seiner Seite schien schwerer zu durchschauen, insgesamt zurückhaltender. Ein sehr unterschiedliches Gespann, diese beiden Kinder. Dennoch strahlten sie das Gefühl einer tiefen Freundschaft aus, Unterschiede konnten sich eben doch anziehen.

Das Mädchen und der Junge sahen sich einen Augenblick an, dann nickten sie, simultan. Die Kinder kletterten den Zaun in einer Eleganz und Leichtigkeit hinauf, dass es glatt dafür sorgte, dass sich die Augenbraue der 16-Jährigen anhob. Das hätte Mari in dem Alter von den Beiden kaum besser machen können. Nachdem die Kleinen an der Spitze des Zauns angekommen waren, sprangen sie beherzt ab und landeten auf dem Boden - sie mussten zwar in die Hocke gehen, um den Schwung abzufedern, aber insgesamt hatte es nicht schlecht ausgesehen. Erst jetzt erkannte man wieder die unterschiedlichen Charaktere, denn das Mädchen erhob sich nur langsam aus der hockenden Position, wohingegen der Junge förmlich aufsprang, um zu Hei und Mari zu laufen. Vor ihnen angekommen bremste er scharf ab, deutete dann mit dem Finger auf die Braunhaarige. „Hyuuga! Ein bekannter Clan aus Konoha und Spezialisten im Taijutsu!“ Der Finger wanderte weiter, bis er direkt auf den Tatsumaki deutete. „Und du musst ein Ninja aus Sunagakure sein! Deine Techniken mit dem Sand waren der Oberhammer!“ Er schien einen Moment zu schwelgen. „Ein Glück, dass auch Sunagakure noch coole Shinobi wie dich hat!“ Nachdem der Junge fertig gesprochen hatte, schloss auch das Mädchen endlich auf. Die lila Augen musterten den Schwarzhaarigen einen Augenblick - dann verbeugte sie sich vor den älteren Ninja. „Inoue Chiyoko.“ Eine Vorstellung? Das fiel nun auch dem Jungen ein, der sich - weniger elegant als seine Freundin - der Verbeugung anschloss. „Sakamoto Nao! Wie konnte ich das nur vergessen?“ Er erhob sich wieder und lachte relativ ausgelassen. Der Moment, in dem sich Mari dem Gespräch anschloss. „Nicht schlecht, wie ihr den Zaun hochgeklettert seid“, lobte die Kunoichi, doch Nao winkte ab. Ein selbstbewusstes Grinsen legte sich auf sein Gesicht, die Augen strahlten. „Ach was! Das war noch gar Nichts!“ Die Hyuuga nickte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Und wie kommt es, dass ihr so früh keine anderen Dinge zu erledigen habt, als die Trainingsplätze unsicher zu machen?“ Das brachte den schwarzhaarigen Jungen aus dem Konzept. Er kratzte sich am Hinterkopf - Chiyoko half ihm auf die Sprünge. „Die jährliche Regenzeit.“ Die Stimme des Mädchens war so leise, das man genau hinhören musste, um alles zu verstehen. Nao sah zu der Lilahaarigen, nickte dann und wandte sich wieder an die Genin. „Genau! Die jährliche Regenzeit steht doch vor der Tür! Da haben wir frei.“ Er grinste. „Chiyoko und ich müssen erst nachher wieder beim Aufbau des Festes helfen. Wir gehen gerne zu den Trainingsplätzen, um zu sehen, ob hier gute Ninja kämpfen. Ansonsten nutzen wir die Zeit, um selbst zu trainieren!“ Hm. Das war nun doch interessant, Mari nickte. „Ihr trainiert? Wollt ihr Ninja werden?“ Wieder eine Frage, die Nao aus seinem Konzept brachte. Er stotterte, druckste um eine Antwort herum und sah dann zu Chiyoko. Diese blickte schweigend zu ihrem Freund, dann zu den Jugendlichen. Anscheinend hatte das Mädchen die Aufgabe, in brenzligen Situationen das Wort zu übernehmen. Konnte sich anscheinend besser ausdrücken. Hinter dem hohen Kragen ihres Oberteiles war der Mund des Mädchens nicht zu sehen - entsprechend überraschend ertönte leise ihre Stimme. „Wir waren einmal an der Akademie. Haben es abgebrochen.“ Einen Moment der Stille, bevor Nao sich wieder einschaltete. So als wolle der von dem Thema ablenken, sah er mit den tiefschwarzen Augen zu Hei und Mari, förmlich bettelnd. „Würdet ihr einmal mit uns trainieren? Ich möchte auch so coole Sachen machen können! Und ansonsten ist hier niemand, der es uns beibringen würde..“ Die Hyuuga hing noch an der Sache mit der abgebrochenen Akademie, weshalb sie die Frage des Jungen nur beiläufig mitbekam. Eindeutig zeigten diese Kinder großes Interesse an den Fähigkeiten eines Ninja - zumindest der Junge - wie kam es dann, dass man die Laufbahn an der Akademie abbrach? Da steckte mit Sicherheit mehr dahinter.
 

Tatsumaki Hei

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Der Suna-nin, der immer noch milde überrascht war, verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und fragte sich, was diese Kinder hier wirklich machten... aber anscheinend waren sie wirklich nur darauf aus, ein wenig zu glotzen? Hm. Naja, nicht, dass er das nicht verstehen konnte... er und Mari hatten beide verhältnismäßig interessante Fähigkeiten vorzuweisen. Wenn er ein Kind gewesen wäre, hätte er vermutlich zumindest mal geguckt - und ein wenig geschmeichelt fühlte er sich ja auch, als der Kleine meinte, dass er ein 'cooler Shinobi' wäre. Auch, wenn Hei diese Ansicht nur mäßig teilte, war es ja ganz schön zu wissen, oder? Er sah sich nicht unbedingt als ein Vorbild oder so etwas in der Art... Hei schmunzelte fein und legte dann den Kopf schief, als sich die Beiden vorstellten. Kam es ihm nur so vor, oder war das Mädel der Kopf dieser Beiden? Klar, der Junge redete (viel), aber sie machte eine Sache und der eifrige Nao, wie er sich vorstellte, folgte ihrem Beispiel. Mari stellte die Frage, auf die Hei auch gerne eine Antwort hatte und bekam im Grunde eine stimmige Antwort - die nächste Frage wurde allerdings weitaus weniger befriedigend beantwortet. Akademie... abgebrochen? Hei legte den Kopf schief, hätte davon gerne mehr erfahren. Wieso brach man die Akademie ab, wenn man doch eindeutig eine Begeisterung für so etwas hegte? Der Tatsumaki runzelte leicht die Stirn und wechselte einen Seitenblick mit seiner Freundin, ehe er sich wieder an die beiden Kiddys wandte. Naja, Kinder... sie befanden sich ein wenig auf der Kippe, hatte er das Gefühl. Das Mädel schien, wie es so üblich war, schon ein wenig reifer zu sein... zu dem Alter war das wohl einfach so. "Ihr wollt trainieren? Ich hege leichte Zweifel, dass ihr 'so coole Sachen' machen könnt, wie wir sie hier eben gemacht haben", meldete der Wüstensohn seine Zweifel an. Selbst, wenn er und Mari ihnen etwas hätten zeigen wollen... der Kleine hatte selbst gut erkannt, dass Mari eine Hyuuga war, und dass seine Sandtechniken auch etwas besonderes waren. Da musste er entsprechend auch wissen, dass man so etwas nicht lehren konnte.

"Ich bin Tatsumaki Hei, und dass ist Hyuuga Mari", stellte Hei sich und seine Kollegin kurz vor. "Ich weiß nicht genau, was du mit trainieren meinst", ergänzte er dann und verschränkte die Arme vor der Brust. Hei hatte vom Anblick der eleganten Bewegungen gerade auf dem Zaun angenommen, dass sie vermutlich körperlich ganz gut auf Zack waren. Hm. "Naja, trainieren halt! Sag' uns, wie wir besser werden können!", eiferte der Junge und grinste breit. "Irgendetwas tolles könnt ihr uns bestimmt zeigen!" Der Wüstensohn kratzte sich am Kopf, war er sich doch verhältnismäßig sicher, dass er den Beiden nichts zeigen konnte. "Und was könnt ihr schon so?", fragte der junge Mann nach und sah ein wenig um Hilfe heischend zu Mari. "Und wieso brecht ihr die Akademie ab, wenn ihr euch so für Ninja-Kampftechniken interessiert? Und selbst wenn wir euch trainieren, was fangt ihr dann damit an?" Nein, Hei hatte kein wirkliches Feingefühl was das anging. Warum? Simpel, wenn man um etwas bat, konnte man auch etwas zurückgeben. Nicht, dass er die Beiden dazu zwingen wollte, zuzugeben, was dort wie und warum passiert war. Fragen kostete aber nichts und er wollte wenigstens eine Geschichte hören, wenn er schon irgendeine Trainingseinheit aus dem Ärmel schütteln sollte, oder? Das junge Mädel mit den Doppelzöpfen ungewöhnlicher Haarfarbe schien nicht unbedingt willens, die Frage zu beantworten und Nao schien das nicht zu gefallen. Offensichtlich wollte er die Kleine schützen oder so? Jedenfalls zappelte er kurze Zeit später wieder vor Hei herum. "Wir machen schon nichts Böses, versprochen! Ich fand nur, dass ihr wirklich super gekämpft habt und es war so..." Er wirbelte ein wenig herum, ahmte den Hyuuga-Kampfstil ein wenig nach und hüpfte herum. "...dynamisch! Ja, dynamisch, das ist ein gutes Wort!" Er lachte, wirbelte noch ein weiteres Mal herum, holte aus und verpasste Hei einen Hieb auf die Nase. Der, überrascht von der Wucht, die diese kleine Hand entwickeln konnte, taumelte ein wenig zurück und spürte, wie Blut anfing, aus seiner Nase zu laufen. "He!", machte er und rieb sich seine Nase, wischte sich mit dem Ärmel das Blut aus dem Gesicht. Tja, wenn man sich halt nicht auf seinen Körper verließ, musste man damit rechnen, dass so ein schwaches Blutäderchen mal platzte, wenn man zu stark zuschlug. Und selbst, wenn dies auch ein 11-Jähriger tat. "Siehst du, Nao-kun, deshalb habe ich gefragt", nuschelte er und hielt sich jetzt den Ärmel unter die Nase, damit das Blut davon direkt abgesaugt wurde. Bäh. Man verstand Hei nicht mehr so richtig, aber was er sagen wollte, konnte man wohl noch vernehmen. "Ein Shinobi muss vor allen Dingen erst einmal wissen, was er mit dem, was er tut, anrichtet. Und dazu gehört auch, jemandem, von dem man trainiert werden will, nicht die Nase blutig zu hauen", brummelte der Ninjutsuka und Nao grinste. Kurz streckte der Junge Hei die Zunge raus und stemmte die Arme in die Hüfte. "Wenn überhaupt, würde ich sowieso mit Mari-sama trainieren! Sie ist viel schneller - und eleganter - und geschickter - und schöner! Hah!" Er hieb in die Luft und bekam gar nicht mit, wie ihn das lilahaarige Mädchen kurz etwas ärgerlich ansah. Schöner als wer, hä?! Hei grinste fein - hatte der Kleine etwa gerade seine Freundin als 'schön' bezeichnet? Rüpel! - was aber verflog, als sich Chiyoko meldete. "Hei-san... war sehr beeindruckend", meinte sie leise und schien sich nicht sicher zu sein, wie das weitergehen sollte. Hei auch nicht, wenn er ehrlich sein sollte. "Also", fragte der Suna-nin noch einmal. "Was könnt ihr, und was wollt ihr lernen?"
 
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Hyuuga Mari

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Nao hatte offensichtlich mehr Energie, als es gut für ihn war. Mari beobachtete, wie der Junge herumwirbelte und versuchte, das Jyuuken nachzuahmen. Das gelang eher schlecht als recht, was die Hyuuga allerdings nicht verwunderte. Es dauerte Jahre, um die Bewegungsabläufe richtig zu erlernen und man musste mit den Übungen bereits in früher Kindheit beginnen, wenn man irgendwann zu einer Art Perfektion kommen wollte. Dieser Nao könnte in so kurzer Zeit - alleine durch Beobachtung - niemals lernen, wie man das Jyuuken auch nur von den Bewegungsabläufen her korrekt anwandte. Und die Jutsu der Hyuuga würden ihm ohnehin auf ewig verwehrt bleiben, denn da gehörte nicht nur Fleiß, sondern auch Erbe dazu. Abgesehen von diesem Detail war es sehr auffällig, dass die Kinder nicht darüber sprachen, warum sie die Akademie abgebrochen hatten. Die Neugier der 16-Jährigen war geweckt worden, doch das konnte zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden. Chiyoko und Nao wirkten trotz allem nicht so, als hätten sie böse Absichten. Wenn Mari in ihrer bisherigen Laufbahn eine Sache gelernt hatte, dann die, dass man Kindern teilweise ein wenig Zeit geben musste, um das nötige Vertrauen zu schaffen. Ansonsten schalteten sie auf stur - sehr schlecht. Im Eifer des Gefechtes schlug der schwarzhaarige Sakamoto Hei auf die Nase, der taumelte zurück und hielt sich das verletzte Körperteil. Mari blinzelte, als sie das Blut erkannte, das sofort zu laufen begann. Von einem 11-Jährigen eine blutige Nase geschlagen bekommen? Nicht unbedingt eine Geschichte, mit der man prahlen konnte. Die Hyuuga fand es allerdings amüsant - sie wusste immerhin, dass das keine ernsthafte Verletzung war. Und auch wenn sie mittlerweile in den Suna-Nin verliebt war, änderte das Nichts am Hang zur Schadenfreude. Dennoch war sie so freundlich, ein Taschentuch aus ihrer Hüfttasche zu ziehen und dieses dem Suna-Nin zu übergeben. Man musste das schöne Oberteil schließlich nicht vollkommen versauen. Anstatt auf die Predigt des Tatsumaki schuldbewusst zu reagieren, streckte Nao dem älteren Ninja frech die Zunge heraus und posaunte, dass er ohnehin viel lieber mit Mari trainieren wollte. Sie war hübscher? Natürlich bemerkte auch die Braunhaarige eine kurze Regung in den Zügen Chiyokos. Mari musste schmunzeln - was ein Pärchen.

„Wir haben schon ein paar grundlegende Jutsu gelernt!“, prahlte der Junge los, als Hei fragte, was er und seine Partnerin bereits konnten. Er sah zu Chiyoko, die schweigend nickte. Dann formten sie beide Fingerzeichen, konzentrierten sich. Vielleicht zwei Sekunden eher als bei ihrem Freund erschien neben dem Mädchen eine Rauchwolke und ein perfektes Abbild von ihr entstand. Der Junge folgte ihrem Beispiel und an sich sah der Doppelgänger gut aus, doch an Details wurde es bei ihm erkennbar, dass es sich eben doch um eine Fälschung handelte. Die Abbilder verschwanden wieder und Nao deutete auf die Hüfttasche der Hyuuga. „Gib uns mal zwei deiner Kunai!“ Hm. Mari war sich im ersten Augenblick nicht sicher, ob sie es verantworten konnte, zwei Kindern Waffen in die Hand zu drücken. Dann fiel ihr allerdings auf, dass es ein paar Ninja gab, die bereits in dem Alter von Chiyoko und Nao die Akademie verließen. Außerdem hatten sie bewiesen, dass sie einen Teil der Grundausbildung durchlaufen haben mussten. Stumm nickte die 16-Jährige schließlich, holte zwei Kunai hervor und drückte sie dem Jungen in die Hand. Der sah sich suchend um, winkte Hei und Mari dann aufgeregt hinter sich her. „Kommt mal mit! Zu dem anderen Trainingsplatz!“ Er lief vor und wartete dann, bis die Jugendlichen ihm folgten. Eher im Hintergrund folgte Chiyoko, die in diesem Moment förmlich alle Aufmerksamkeit an ihren Freund abgegeben hatte. Hm - bewegte sich der Sand in diesem Moment um dieses Mädchen irgendwie anders? Nein. Sicher nur Einbildung. Jedenfalls ging das Grüppchen von den Trainingsplätzen der Kategorie C zu jenen mit dem Buchstaben A. Hier gab es Zielscheiben und Kampfpuppen für Anfänger. Nachdem sie angekommen waren, drückte Nao Chiyoko eines der Kunai in die Hand. Dann deutete er auf eine der Zielscheiben und die Kinder warfen hintereinander die Wurfgeschosse. Interessanterweise schnitt in dieser Disziplin der Junge besser ab - sein Kunai landete deutlich näher in der Mitte. Machten sich da schon gewisse Präferenzen bemerkbar? Nao hatte jedenfalls das Gefühl, nun genügend gezeigt zu haben. Er drehte sich zu Hei - währenddessen beeilte sich Chiyoko, die Kunai zurückzuholen, um diese Mari wiederzugeben. Kosteten schließlich Geld! „Kannst du mir nicht zeigen, wie du einen so coolen Feuerball erstellt hast? Der war echt krass!“ Erwartungsvoll blickte er den Tatsumaki an, allerdings war es die Hyuuga, die hierauf antwortete. „Dieser Feuerball ist ein Kaliber zu hoch für dich, wenn du nicht einmal einen perfekten Bunshin erzeugen kannst.“ Nao sah verwundert zu der 16-Jährigen. „Der war doch gut!“ Doch Mari schüttelte den Kopf. „Deine Wurftechnik war eindeutig besser. Mir scheint es, dass deine Talente nicht unbedingt in der Chakrakontrolle liegen. Da gibt es noch deutlich Raum nach oben. Abgesehen davon - elementare Ninjutsu kann man nur anwenden, wenn man auch die Fähigkeit besitzt, das jeweilige Element zu schmieden. Das kann man nicht lernen, es ist angeboren. Habt ihr überhaupt eine Ahnung, was für ein Chakra ihr besitzt?“ Nein, offensichtlich nicht. „Das kann man mit Chakrapapier herausfinden, oder? Aber das dürfen nur Ninja kaufen! So wie Kunai und den ganzen anderen Kram.“ Nao dachte einen Augenblick nach, bevor ihm eine glorreiche Idee kam. Mittlerweile war Chiyoko auch wieder aufgetaucht und hatte Mari deren Kunai übergeben. „Könnt ihr uns so etwas nicht im Dorf besorgen? Dann können wir ja herausfinden, ob ich Feuer erzeugen kann!“ Das war nicht unbedingt das gewesen, was Mari hatte erreichen wollen. Sie glaubte, dass dieser Junge sich auf andere Talente als das Ninjutsu konzentrieren sollte. Aber in dem Alter erschien es natürlich spannender, einen gigantischen Feuerball zu spucken, als ohne besondere Effekte eine Kampfpuppe zu zerlegen. Konnte die Hyuuga irgendwo verstehen, das Jyuuken stellte das einzige Taijutsu dar, das mit Chakra und zumindest teilweise besonderen Effekten arbeitete. „Den Baumlauf haben wir auch nie gelernt“, meldete sich Chiyoko mit ihrer leisen Stimme. Offenbar backte das Mädchen kleinere Brötchen als ihr Freund - ein guter Ausgleich. Ob man diese Wünsche miteinander verbinden konnte?
 

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Was für eine seltsame Begegnung war das doch - wieso gaben sie sich überhaupt mit diesen beiden Kindern ab? Gut, vielleicht hätte auch Hei es etwas schwer übers Herz gebracht, die beiden offensichtlich begeisterten jungen Menschen (einer etwas mehr, einer etwas weniger) einfach eine Abfuhr zu geben. Trotzdem war er sich - wie er ja gesagt hatte - nicht so ganz sicher, was Mari und er ihnen beibringen konnten... immerhin erklärten sie sich jetzt bereit, ihnen ein wenig von dem, was sie konnten, zu zeigen. Hei erwartete sich nicht allzu viel davon, weil... nun, wenn man die Akademie abgebrochen hatte, dann machte man das im Zweifel aus triftigen Gründen oder weil man nichts draufhatte - nicht, weil man unfassbar talentiert war. Er schmunzelte leicht - naja, die 'triftigen Gründe' hatten die Kinder ja noch nicht wirklich erzählen wollen. Vielleicht kam das ja noch... nun ja, jetzt erst einmal zu den Vorführungen. Die Doppelgänger von ihnen waren nur ganz gewöhnliche Bunshins und die waren annehmbar. Das Mädchen hatte in dieser Disziplin allerdings die Nase vorn, was man dem Doppelgänger auch eindeutig ansah. Hm, Respekt dafür, allerdings war das ja auch quasi die Grundlagenjutsu schlechthin. Hei nickte zufrieden und lächelte leicht - was aber verschwand, als sie um Kunai baten. Naja, Mari war sicherlich in der Lage, sie ihnen notfalls fix wieder abzunehmen, weshalb die Kinder die Waffen für sich beanspruchten und - nach einem kurzen Fußweg - auf den Trainingsplätzen, die mit einem A gekennzeichnet waren, auf einige Ziele warfen. Beziehungsweise: Auf eine Zielscheibe. Lustigerweise wurde das entsprechende Bild etwas umgedreht und hier hatte Nao die Nase vorn - naja, Präferenzen zeigten sich halt früh. Etwas von irgendeinem Sand hatte Hei nicht bemerkt... hatte aber auch nicht auf so etwas geachtet. Der Wüstensohn hatte auf die Frage gerade schnippisch antworten wollen, aber Mari nahm es ihm ab und stellte fest, dass das Karyu Endan um einiges zu hoch gesteckt für den Jungen war. Was eindeutig stimmte. Das war eine gefährliche Technik, nicht nur für andere, sondern auch für den Anwender. Und deshalb musste man sein Chakra dafür auch schon einigermaßen unter Kontrolle haben. Und dabei wusste er noch nicht einmal, was für ein Chakra-Typ er war... Hei seufzte leise. Das artete langsam in Arbeit aus - also würde er sich erst einmal auf den Hinweis von Chiyoko konzentrieren. Das war nämlich weitaus nützlicher.

"Nao, wenn du auf diesem Niveau versuchst, irgendetwas zu spucken - sei es ein Doton-Jutsu, ein Katon-Jutsu oder ein Wasser-Jutsu - wirst du dich daran höchstwahrscheinlich einfach verschlucken und jämmerlich zu Grunde gehen", meinte Hei und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Das aller grundlegendste Jutsu eines Katon-Nutzers ist sowieso die Flamme und wird nicht durch den Mund kanalisiert", fuhr er fort, öffnete seine Hand, in der sofort eine Flamme entstand. Nachdem Hei ihr den Chakrahahn zugedreht hatte, erlosch diese auch sofort wieder. "So wie ich das sehe, können wir gerne versuchen, euch den Baumlauf zu zeigen." Der Tatsumaki sah sich um, bis er das Gebäude entdeckte, in dem die Aufsicht der Trainingsplätze saß. Hm, das war doch passend. Er deutete dorthin und die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung, bis sie dort ankamen. "Also, der Baumlauf ist die einfachste Form dieser Art von Chakrakontrolle. Wenngleich dies für Anfänger wohl trotzdem nicht einfach ist. 'Baum' steht dabei für ein passenden, festen Stoff. Der Wasserlauf ist ungleich komplizierter und den werdet ihr auch noch nicht in Angriff nehmen können." Er lächelte fein, verschränkte die Arme. "Im Grunde ist es so, dass man sich beim Baumlauf mit Chakra, welches man in den Fußsohlen konzentriert, an die Wand klebt. Es muss ein sinnvoller, gleichmäßiger Strom sein; Nicht zu stark, nicht zu schwach. Zu wenig - ihr fliegt auf die Nase. Zu viel - ihr beschädigt das Gebäude ein wenig und fliegt dann auf die Nase." Der Wüstensohn formte absichtlich ordentlich das Fingerzeichen, welches man dafür benutzen konnte, wenn man sein Chakra noch nicht allzu gut unter Kontrolle hatte, und lief dann entspannt in der waagerechten die Wand hinauf, setzte sich dann auf den Absatz des Gebäudes. Grinsend winkte er nach unten, bedeutete Mari, zu ihm nach oben zu kommen. Die vielleicht fünf Meter, die das Gebäude hoch war, überwand die Kunoichi spielend und ließ sich neben ihrem Freund nieder. Die Sonne war heiß, aber Hei überlegte schon, ob er ihnen gleich einen kleinen Sand-Sonnenschirm formen wollte. "Jetzt seid ihr dran. Ihr habt die notwendigen Informationen, ihr kennt das Fingerzeichen und ihr wisst, was ihr zu tun habt. Wenn ihr hier oben ankommen, überlegen wir uns, ob ihr so ein Chakrapapier bekommt."
 

Hyuuga Mari

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Der Tatsumaki ging in seiner Rolle als Lehrer irgendwie auf. Mari betrachtete ihren Freund mit einem Seitenblick, verkniff sich jetzt allerdings ein Lächeln. Sie wirkte neutral, nüchtern - eben nicht wertend. Hei hatte zwar einerseits offen gezeigt, dass er nicht wirklich wusste, was man mit motivierten, jungen Kindern anstellte, die Ninja-Techniken erlernen wollten. Andererseits hatte ein kleiner Schubs in die richtige Richtung gereicht, damit er auf Nao und Chiyoko einging. Machten sich da etwa erste Spuren eines zukünftigen Sensei bemerkbar? Lustige Vorstellung. Hei formte das Fingerzeichen, das Anfänger nutzten, um ihr Chakra zu konzentrieren. Eigentlich waren die Jugendlichen längst über diesem Niveau, benötigten für eine einfache Technik wie den Baumlauf keinerlei Fingerzeichen mehr. Dennoch wollte er es Nao und Chiyoko erleichtern, denn es war offensichtlich, dass die Kinder auf Hilfsmittel angewiesen waren. Danach trat der Kollege langsam auf ein Gebäude zu, das in der Nähe lag, und lief waagerecht an der Außenmauer hinauf. Oben angekommen setzte er sich und winkte Mari zu. Die Hyuuga sah kurz zu den Schülern - wenn man sie so betiteln wollte - setzte sich dann ohne Fingerzeichen in Bewegung und war wenige Sekunden später auf dem Platz neben dem Suna-Nin. Er hatte diese Trainingseinheit so gut eingeleitet, da wollte die Braunhaarigen ihrem Freund vorerst den Vortritt lassen. Wenn zwei Personen auf Nao und Chiyoko einredeten, würde das diese nur verwirren. Außerdem hatte Hei alles gesagt und gezeigt, was von Bedeutung war.

Während der Junge ohne Verzögerung sein Fingerzeichen formte und Chaka konzentrierte, wartete Chiyoko ab. Sie beobachtete die Mauer, beobachtete ihren Freund und ließ - dem äußerlichen Anschein nach - die Gesamtheit der Beobachtungen noch einmal durch ihren Kopf gehen. Nao hatte sich fertig konzentriert, lief voller Eifer auf das Gebäude zu und stieß seinen Fuß an die Wand. Ob er abrutschte? Nein, nicht sofort. Zuerst bohrte sich sein Sohle unschön in das Äußere der Lehmhütte, dann rutschte er ab und knallte mit dem Rücken auf den sandigen Untergrund. Das hätte unter anderen Umständen durchaus wehtun können. Einen Moment lang blieb Nao liegen, dann riss er die Augen weit auf, sprang auf die Beine und setzte zähneknirschend zum nächsten Versuch an. Er hatte sich bessern wollen, doch dieses Mal war es zu wenig Chakra. Genauso wie zuvor landete der Junge auf dem Rücken. Mari betrachtete die Szenerie interessiert. Der Baumlauf war für sie eine solche Routine geworden, dass sie überhaupt nicht mehr daran gedacht hatte, wie anstrengend es einst gewesen war, diese Technik zu erlernen. Nach dem dritten Versuch von Nao sah die Hyuuga zu Chiyoko, die sich immer noch nicht gerührt hatte. „Willst du es nicht auch versuchen? Ansonsten lernst du es nie.“ Das Mädchen schreckte ein wenig auf, als sie bemerkte, dass sie direkt angesprochen wurde. Ihr Mund versteckte sich erneut hinter dem hohen Kragen, sie schien zu murmeln - daraufhin folgte ein Nicken und Chiyoko stellte sich neben Nao. Geduldiger als der Schwarzhaarige formte sie ihr Fingerzeichen, schloss ihre Augen. Versuchte da jemand den eigenen Chakrakreislauf zu spüren? Kein schlechter Anfang. Mari widerstand dem Drang, ihr Byakugan zu aktivieren. Doch es war zu wenig - die Lilahaarige setzte zum Lauf an, schaffte es auf Anhieb einen ganzen Schritt an der Wand zu vollführen, dann rutschte sie ab, gab einen erschrockenen Laut von sich und fiel zurück auf den Boden der Tatsachen. Ein paar Minuten vergingen und die Hyuuga sah gen Himmel. „Wir wollten heute noch Etwas erledigen..“, fing sie an, wurde daraufhin vom aufgeregten Nao unterbrochen. „Nein! Noch ein bisschen.. wenn wir es schaffen, bekommen wir doch das Chakrapapier!“ So sicher war das niemals versprochen worden. Mari unterdrückte ein Seufzen und konzentrierte sich weiterhin darauf, sich nicht jeden Gedanken vom Gesicht ablesen zu lassen. Sie dachte kurz nach, nickte dann. „Ihr werdet ohnehin noch eine Weile brauchen und ihr habt alle Informationen, die ihr benötigt. Der Rest ist Übung. Wie wäre es, wenn…“ Erneut wurde die 16-Jährige von Nao unterbrochen. „Gebt uns heute Zeit! Und morgen zeigen wir euch, wie toll wir den Baumlauf beherrschen! Und dann bekommen wir das Chakrapapier!“ War es diesem Jungen echt so wichtig? Offenbar schon. Die Hyuuga ergab sich. „Meinetwegen. Aber vergesst nicht, dass ihr nachher noch beim Fest helfen müsst. Und wenn ihr es morgen nicht könnt, gibt es kein Chakrapapier.“ Nao öffnete seinen Mund leicht - stimmte, das Fest! Das hatte er total vergessen. Ergo gab es weniger Zeit als erwartet. Dem Jungen hatte es die Sprache verschlagen, er wollte hilfesuchend zu Chiyoko blicken, die hatte allerdings bereits zu einer Verbeugung angesetzt. „Wir werden es lernen, Mari-senpai.“ Diese Aussage gab auch Nao den nötigen Mut, sodass er diesem Versprechen zustimmte. Na schön! Damit verabschiedeten sich Hei und Mari vorerst von den Kindern und als diese außerhalb der Hörweite waren, wandte sich die Kunoichi an den Tatsumaki. „Jetzt haben wir zumindest für den kommenden Tag Ruhe. Ich bin ziemlich gespannt, ob sie es schaffen. Chiyoko scheint Talent in diesem Bereich zu besitzen, vielleicht klappt es… bei Nao bin ich mir nicht sicher, ob die Zeit ausreicht.“ Sie hob ihre Schultern. „Naja, wo wollen wir als Nächstes hin?“
 

Tatsumaki Hei

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Nao war eindeutig der aktivere Part der beiden. Heis kleiner Hinweis darauf, dass Mari und er Chakra-Papier besorgen würden, wenn sie diese Übung meisterten, schien ihn nur umso mehr anzuspornen - und Chiyoko wartete wohl erst einmal ab. Wollte beobachten und sehen, was sie wie machen sollte: Das gefiel Hei irgendwie. Aber naja, mit Nichtstun würde man allerdings auch keine Blumen gewinnen. Nao legte sich hin - einmal, zweimal, dreimal... danach sprach Mari auch das Mädchen an, welches sich bisher noch nicht getraut hatte. Oder hatte sie einfach nur genauestens beobachtet? Interessiert strich sich der Tatsumaki durch die Haare, beobachtete die Kleinen, wie sie dort konzentriert standen. Aber auch Chiyoko schaffte es nicht auf Anhieb - hätte ihn auch gewundert, wenn er ehrlich war. Die Technik war für ihn nicht sonderlich schwer zu lernen gewesen, aber es hatte durchaus Mühe gekostet und vor allen Dingen eins: Zeit. Außerdem war es bei ihm noch am ehesten ein Problem, dass er sich den Rücken nicht brach, wenn er waagerecht lief. Amüsiert bekam der Tatsumaki mit, wie der eifrige Junge seine Freundin gleich zweimal unterbrach - traute sich sonst auch kaum jemand - und dann schließlich einwilligte, sie gehen zu lassen. Das leichte Grinsen auf seinen Zügen zeigte deutlich, dass er das doch recht lustig fand - auch, wie die beiden ihn und die Hyuuga offensichtlich als eine Art Lehrer ansahen. Das hätte Hei so nie erwartet - dafür war er schließlich nicht hier auf den Trainingsplatz gegangen. Eigentlich hatte er hier nur zeigen wollen, dass er gegen jemanden wie Mari auch bestehen konnte. Nun, wirklich bewiesen hatte er in dem Sinne nichts. Aber immerhin: er hatte herausgefunden, dass seine Schwächen gravierender waren, als gedacht. Schmunzelnd verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und folgte seiner Freundin - zuerst auf den Boden, dann ein Stück von den Kleinen weg. Sie hatten vielleicht durchaus Potential, das änderte aber nichts an der Tatsache, dass der Abbruch der Akademie, den die Beiden offensichtlich gemacht hatten, komisch war.
"Hm", murmelte er und zuckte dann mit den Schultern. "Ich finde es seltsam, dass sie die Akademie abgebrochen haben. Beide haben bewiesen, dass sie tatsächlich schon eine Art Grundausbildung genossen haben. Normalerweise lässt man solche Kinder - vor allen Dingen mit Begeisterung, anscheinend - doch nicht so einfach mirnichts, dirnichts wieder verschwinden. Naja, aber wenn sie es schaffen, bis morgen den Baumlauf zu lernen, haben sie sich wohl ein Chakrapapier verdient." Kopfschüttelnd streckte sich Hei ein wenig und schmunzelte leicht. "Ich brauchte so ein Papier nie, es hat sich ja auf unangenehmere Weise herausgestellt, was ich für ein Element 'beherrsche'. Vielleicht mache ich das zum Spaß auch... nur um das Blatt in Flammen aufgehen zu sehen." Hei lachte und nahm die Hände wieder herunter. "Tja, wo wollen wir als nächstes hin... was stand denn überhaupt noch auf dem Plan?" Der Tatsumaki hatte es über diese Sache, die ja dann doch irgendwie interessant geworden war, ganz vergessen. Sein Hirn war halt ein wenig wie ein Sieb, was solche Dinge anging. Dann aber, nachdem er sich kurz am Kopf gekratzt hatte, lachte er leise. "Oh, stimmt... diese Sache, die ich dir zeigen wollte. Es ist aber nichts in dem Sinne... naja, sehenswertes. Es ist nur sehr interessant, wie ich finde."

» Endloses Sandmeer
 

Tatsumaki Hei

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Endloses Sandmeer »

Nun, das war eine wirklich interessante Erfahrung gewesen; Diese Uralte Kathedrale zu erforschen und dort auch noch ein paar Schätze zu finden. Hei hatte sich natürlich noch nicht darum gekümmert - nachdem er und Mari wieder an der Oberfläche gewesen waren, hatte er sie direkt zurück nach Suna gebracht. Wenn er ehrlich war, war er ein wenig erschöpft, auch von den ständigen Einsätzen seiner Künste und schließlich von dem Wechsel von Kalt auf Warm.... und umgekehrt. Der Wüstensohn konnte sich wahrscheinlich glücklich schätzen, wenn er keine Erkältung bekam. Nun: Schließlich hatten sich Mari und Hei wieder in ihr Abteil zurückgezogen und den Abend noch ein wenig... genossen. Das führte schließlich dazu, dass sich das junge Pärchen schließlich im Bett wiederfand und - wiederum ein wenig später - dort auch wieder aufwachte. Dies war allerdings bereits am nächsten Tag; Hei blinzelte ein wenig in das helle Licht, welches durch die geschlossenen Läden fiel. Einige Streifen davon berührten ihm am Gesicht und er seufzte leise. Warum war sein Kreislauf so früh am Morgen eigentlich immer so am Boden? Ächzend raffte er sich auf, das Laken rutschte herunter und offenbarte den kleiderlosen Oberkörper des Wüstenjungen. Er streckte sich leicht, spürte ein feines Ziepen an seinen Narben, schmatzte kurz leise und hörte seinen Magen leise knurren. Mari? Er warf einen Blick zur Seite, konnte seine Freundin aber nicht ausmachen... allerdings deuteten die Geräusche aus dem Bad darauf hin, dass sich die Hyuuga bereits wieder am fertigmachen war. Die war echt eine Frühaufsteherin... vielleicht sollte er sich davon mal eine Scheibe abschneiden? Nachdenklich legte er den Kopf schief, seine Augen fielen einen Moment wieder zu, doch mit aller Gewalt riss der Tatsumaki sie wieder auf, kniff sich in die Wange und stand dann auf, um sich auch ins Bad zu bewegen. Ein leises, verschlafenes "Morg'n", ertönte von ihm, bevor er fix unter der Dusche verschwand und sich erst einmal die Müdigkeit und den gestrigen Tag abwusch.
Es dauerte nicht lange, da waren die Beiden wieder auf Achse; Nach einem leichten Frühstück hatten sich die Braunhaarige und ihr schwarzhaariger Begleiter aufgemacht, einige Dinge zu kaufen. Wofür? Na, für die beiden kleinen engagierten Ninja, oder was auch immer sie waren. Wie war nochmal der Name gewesen? Achja... Chiyoko war der Name des Mädchens gewesen, wenn Hei sich recht erinnerte. Und der Junge? Hm. Nao... glaubte er? Hei legte den Kopf schief, als er mit Mari durch die Straßen lief, fragte dann nach und wurde bestätigt. Er und Mari waren sich mittlerweile einig, dass sie den beiden Kindern ein Blatt Chakrapapier zur Verfügung stellen würden - war ja kein großer Kostenpunkt und außerdem war Hei selbst neugierig. Klar, er kannte sein Element, aber hey - jeder wollte doch mal so ein Blatt in der Hand halten, oder? Also shoppten Hei und Mari ein wenig vor sich hin - was so schon ganz entspannt war - bis sie schließlich ein wenig schwerer beladen als vorher wieder in Richtung des Trainingsgeländes spazierten.

"Es ist ein schöner Tag", meinte Hei und sah nach oben. Strahlend blauer Himmel, natürlich. "Allerdings werden die Wolken bald kommen, und dann wird's wohl erst einmal ein wenig stickiger. Immerhin ist die Luft hier jetzt noch klar... so ist es sowieso viel besser." Er lachte leise, und weil er ein kleines Stück hinter Mari ging, konnte er ihr einen Moment ungehindert auf den Hintern gucken - was er ja auch durfte, oder? Nun, unabhängig davon, ähm: "Denkst du, die beiden haben es hingekriegt? Ich bin ja skeptisch." Hei verschränkte die Arme hinter dem Kopf und grinste leicht. "Jeder hat so seine Talente, aber ich vermute, dass das Mädchen näher dran ist als der Junge. Sie schien zwar nicht ganz so... naja... begeistert zu sein, aber sie hat mehr beobachtet und schien weitaus weniger brachial an die Sache heranzugehen." Er sah etwas nachdenklich aus, während er seinen Kopf in den Nacken legte und leise seufzte. "Es kommt mir so lange her vor, seit ich das gelernt habe. Dabei bin ich doch noch gar nicht so alt." Mit einer Hand kratzte er sich am Kopf, während die andere an seine Hüfte wanderte, dann sah er wieder zu seiner Freundin. "Immerhin hab' ich nun eine schöne Freundin, die mit mir älter wird", meinte er grinsend und piekste ihr in die Seite.
 

Hyuuga Mari

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Neuer Tag, neues Glück. Mari hatte die Erlebnisse in der Kathedrale soweit verarbeitet und sogar - nachdem sie zusammen mit ihrem Freund den Abend hatte ausklingen lassen - wirklich gut geschlafen. Ruhig, ohne störende Unterbrechungen. Mit dieser frischen Energie startete die junge Frau demnach in den Morgen und bemerkte lächelnd, dass der Tatsumaki noch eine Weile brauchen würde, bis er wirklich wach war. Ob sich das in Zukunft nach diesem Muster einspielen würde? Jedenfalls machte sich die Braunhaarige auf in das Badezimmer des Abteils - Hei kam erst nach, als Mari bereits fast fertig war. Die Jugendlichen gönnten sich ein gemeinsames Frühstück und verließen das Wohnhaus der Tatsumaki danach in Richtung des Zentrums von Sunagakure. Weder der Suna-Nin noch die Hyuuga hatten vergessen, dass es da zwei eifrige Kinder gab, denen sie versprochen hatten, dass sie am Trainingsplatz vorbeikommen würden. Ursprünglich war in diesem Versprechen beinhaltet gewesen, dass Chiyoko und Nao jeweils ein Chakrapapier bekommen sollten, wenn sie den Baumlauf bis heute beherrschten. Glaubte Mari daran, dass die Kinder es so schnell geschafft hatten? Sie bezweifelte es. Das Mädchen, vielleicht, mit ein wenig Glück. Nao hingegen würde länger brauchen, um diese Kunst zu erlernen, denn er schien nicht besonders gut mit seinem Chakra umgehen zu können. Und dennoch - nach kurzer Absprache entschieden sich der Tatsumaki und Mari dazu, das Chakrapapier zu besorgen. Sollte sich herausstellten, dass die Kinder sich verbessert hatten und eifrig am üben waren, hatten sie ein kleines Lob und einen Anreiz verdient, so der Gedankengang. Als die morgendliche Einkaufstour soweit beendet war, bewegten sich die Ninja zu den Trainingsplätzen.

„Ich gehe nicht davon aus, dass sie es geschafft haben.“ Ihre Hände verschwanden in den Taschen ihrer kurzen Hose, der Kopf der Hyuuga drehte sich ein Stück, um Hei ansehen zu können. „Selbst Chiyoko wird ihre Probleme haben. Ich habe länger als einen Tag gebraucht, um die Technik auch sicher anwenden zu können. Dabei sind die Angehörigen meines Clans für ihr angeborenes Talent zur Chakrakontrolle bekannt.“ Mari hob die Schultern an und lächelte leicht, als der Schwarzhaarige sie in die Seite pikste. Sie konnte es sich nicht verkneifen, blieb stehen und gab ihrem Freund einen kurzen Kuss auf die Lippen. Mitten in Sunagakure musste sich die Hyuuga keine Gedanken darüber machen, dass es irgendjemand sehen würde, der es an ihre Eltern weiterreichte, bevor sie persönlich mit Shirou und Yue hatte sprechen können. Sie waren in gewisser Weise abgeschieden von Shirogakure, so fühlte es sich zumindest an. „Wenn ich die Gene meiner Mutter vererbt bekommen habe - wonach es bisher ja ziemlich deutlich aussieht - wirst du auch noch einige Jahre deine ‚schöne Freundin‘ behalten, trotz des steigenden Alters.“ Nicht selten fürchteten sich Menschen - insbesondere Frauen - vor dem Alter, denn man war besorgt, dass die Schönheit nach und nach verblasste. Mari machte sich dahingehend noch keine Gedanken, denn ihre Mutter war der Beweis dafür, dass man sein Aussehen auch im höheren Alter noch eine ganze Weile erhalten konnte. Wobei ihr auffiel.. Hana war noch ein viel extremeres Beispiel.

Schließlich kamen die Trainingsplätze in Sichtweite und es dauerte nicht lange, bis man zwei Gestalten ausmachen konnte, die auf dem Gelände für Anfänger trainierten. Es war haargenau das gleiche Bild wie gestern, als Hei und Mari die Kinder verlassen hatten. Hatten die zwischendurch überhaupt mit den Übungen aufgehört? Nao lag schwer atmend am Boden, bewegte sich sonst keinen Millimeter. Chiyoko hingegen setzte gerade zum nächsten Sprint an, lief auf die Wand des kleinen Gebäudes zu und ihre langen Zöpfe flatterten im Wind. In diesem Augenblick traten die Jugendlichen näher, plötzlich zuckte der atemlose Körper des schwarzhaarigen Jungen, er drehte sich abrupt vom Rücken auf den Bauch und sah aufgeregt zu Mari und Hei. „Mari-senpai! Hei-senpai!“ Der Ausruf brachte das lilahaarige Mädchen aus dem Konzept, sie hatte bereits einige Schritte an der Wand vollführt, war beinahe bis zum Dach gekommen, doch mit der abgebrochenen Konzentration endete auch die Kontrolle über ihr Chakra. Sie rutschte mit dem Fuß ab und fiel zurück in den sandigen Boden, wo sie genau in der Position verharrte, in der Nao sich zuvor befunden hatte. Als der Junge aufsprang, sah man ihm die Erschöpfung an, denn trotz der Euphorie konnte er den schweren Atem und die leicht gebückte Haltung nicht verbergen. „Äh..“ Er blickte sich aufgeregt zu Chiyoko um, die jedoch keine Anstalten machte, sich vom Boden zu erheben. Nervös biss sich Nao auf die Unterlippe und japste sogar erschrocken, als Hei und Mari genau vor ihm zum Stehen kamen. „Wie sieht es aus?“ Die 16-Jährige hob die Mundwinkel leicht an und konnte sich aus der Reaktion heraus bereits denken, was Sache war. Wäre auch mehr als nur merkwürdig gewesen, wenn diese Kinder den Baumlauf in solch kurzer Zeit hätten erlernen können. Der schwarzhaarige Junge schluckte, doch dann trat pure Entschlossenheit in seinen Blick. „Wir können es!“, rief er aus, sah zu seiner Freundin. „Nicht, Chiyoko?“ Das Mädchen begab sich in eine sitzende Position, als sie ihren Namen vernahm, doch ihre Ausstrahlung war nicht annähernd so entschlossen und sicher wie die von Nao. „Wir zeigen es euch und dann verschlägt es euch die Sprache. Und ihr müsst uns Chakrapapier besorgen!“, prahlte er weiter - der Junge ging in seinen Worten richtig auf. Die Hyuuga verschränkte die Arme vor der Brust, das war wirklich eine Kampfansage. Ob sie das auch einhalten konnten?
 

Tatsumaki Hei

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Yay, ein Kuss! - Nun, so hätte man es vielleicht beschreiben können. Wenn man kitschig war. Aber da Hei alles andere als kitschig war... yay, ein Kuss! Der Tatsumaki konnte irgendwie gar nicht anders, als sich über die kurze Berührung ihrer Lippen zu freuen, grinste dann aber fein. "Nun, umso besser, oder etwa nicht? Du hast Recht, deine Mutter sieht wirklich noch ziemlich jung aus. Und da du die Haarfarbe ja auch von ihr hast, kann ich ja nur mit dem Besten rechnen." Ein leises Lachen entfuhr ihm, dann zuckte er mit den Schultern. "Tja, ich für meinen Teil hab' es ziemlich schnell beherrscht, aber naja... ich habe ja auch sonst keine Talente. Man muss ja auch einen Ausgleich für Inkompetenz schaffen, nicht?" Das Schmunzeln auf seinem Gesicht verriet, dass er ein wenig Stolz darauf war, es so schnell gekonnt zu haben, gleichzeitig aber auch, dass er sich nur bedingt wohl fühlte mit seiner eigens angedichteten Inkompetenz... obwohl, ausgedacht war die ja nicht. Als sie bei den Trainingsplätzen ankamen, konnte man schon von Weitem erkennen, dass die Beiden Kinder am trainieren waren. Nun, fleißig waren sie, das musste man ihnen dann wohl doch lassen... allerdings lag der Junge auf dem Boden und sah nicht so aus, als mache er das, um sich nach einem Erfolg auszuruhen, wenn Hei ehrlich war. Das Mädel war gerade dabei, loszulegen und Hei hatte sich schon auf eine Show gefreut, als Nao sie bemerkte, Chiyoko damit aus dem Konzept brachte und naja... das Ergebnis war eben das Gleiche wie gestern. Nur war sie höher gekommen gerade - nicht schlecht. Achja: Senpai? Hei fand es seltsam, so genannt zu werden, wirklich. Aber na gut, wenn sich der Junge das so ausgesucht hatte, würde er ihn nicht daran hindern. Hei grinste leicht, als Mari Nao mit einem Satz schon verunsicherte und in seinem Amüsement merkte er erst überhaupt nicht, wie Chiyoko sich erst nach seinem Ausruf wieder aufsetzte. Sie sah nicht begeistert aus... nein, Moment. Es war eher Unsicherheit. Der Tatsumaki schmunzelte leicht - der Junge war immer noch eindeutig der Strebsamere der Beiden. Er vermutete, dass Chiyoko erst mit seiner Hilfe richtig aufblühen konnte... naja, jedenfalls wenn er ihr ein wenig Selbstvertrauen einflößen konnte. So etwas konnte im Zweifel Wunder wirken.

"Na, dann", meinte Hei vergnügt, lächelte leicht und hielt Chiyoko eine Hand entgegen, half ihr auf und grinste fein. "Also, könnt ihr uns zeigen, was ihr könnt?" Das Mädchen nickte zaghaft, und Nao war Feuer und Flamme. "Gut. Chiyoko! Lass uns gehen!" Er zog viel, viel Luft durch die Nase, dann ging er mit seiner Freundin zu der Wand und betrachtete sie wie einen Feind, den es zu bezwingen galt. "Prinzessin, wenn sie es fast hoch schaffen, greifen wir ihnen unter die Arme, in Ordnung? Ich finde, so fair kann man sein. Mühe muss belohnt werden. Und die haben sie sich ja offensichtlich wirklich gemacht." Er lachte leise, zwinkerte Mari zu und sah dann wieder nach vorne. Die Beiden schienen noch ein wenig unsicher, doch dann packte Nao - ein wenig rot werdend - die etwas unsichere Chiyoko an der Hand und zog sie nahezu mit sich. Gemeinsam rannten sie auf die Wand zu, mit vollem Tempo, schienen sehr verbissen und konzentriert... dieses Mal auch wirklich beide. "Hm", machte der Wüstensohn amüsiert. "Das ist doch schon einmal vielversprechend." Jetzt trafen sie auf der Wand auf... und es ging zuerst gut. Die beiden liefen hoch, der erste Meter war ja sofort geschafft, der zweite Meter auf... da merkte Hei, dass Nao bereits nachließ - er rutschte nach hinten leicht ab, kämpfte aber noch weiter. "Komm, Hime, gehen wir." Die Beiden kämpften weiter, Meter drei und vier waren geschafft - sie waren wirklich nah dran. Dann rutschte Nao endgültig ab, doch Chiyoko hielt ihn fest an der Hand und schien nicht willens loszulassen - sie würde jeden Moment mit in die Tiefe gerissen werden, ihre Sohlen lösten sich bereits vom Mauerwerk. In diesem Moment griffen Mari und Hei nach den Anfängern und zogen sie die letzten Zentimeter nach oben. War auch gut so, denn aus dieser Höhe unkontrolliert zu fallen war so oder so nicht gut. "Was denkst du, Mari", meinte Hei dann und kicherte leise, als er die Hand eines der Kinder losließ. "Wie haben sie sich geschlagen?"
 
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